Türchen 3: Kevin Großkreutz

Der Borusse unter den Borussen, der ewige Kämpfer, das Laufmonster. Und irgendwie kann er auch noch ziemlich viele Positionen spielen. Das sind ungefähr die Dinge, die über Kevin Großkreutz bekannt sind.

Wegen seiner technischen Mängel, des staksigen, unagilen Laufstils und wohl auch wegen seiner limitierten Rhetorik gilt der gebürtige Dortmunder vielen als Anti-Fußballer. Als Grund für seinen Status beim Champions-League-Finalisten wird im Allgemeinen sein Wille gesehen – und sonst nichts. Die Reduzierung auf seine offensichtlichste Qualität wird ihm aber nicht gerecht. Viel außergewöhnlicher als seine Laufstärke ist seine Spielintelligenz. Viel rennen können eine Menge Spieler, aber kaum einer entwickelt dabei so einen Effekt wie Großkreutz.

Mannschaftsaktikgenie Großkreutz – Antizipation und Strukturgefühl

Dass Großkreutz trotz seiner limitierten individuellen Fähigkeiten am häufigsten auf der „Dribbelposition“ des offensiven Flügels eingesetzt wurde, lässt unscheinbare offensive Qualitäten vermuten, die über seine Willensstärke hinausgehen. Diese findet man vor allem im Spiel ohne Ball. Er hat einen sehr guten Sinn für die Strukturen der Spielzüge und kann somit hervorragend antizpieren, wann und wie sich Angriffe in welche Räume entwickeln. Das nutzt er auf dreierlei Weisen:

Erstens zieht in den richtigen Momenten und ordentlichem Timing in den Strafraum und sorgt für Torgefahr. Für den ein oder anderen mag das banal klingen, es ist aber gerade bei Flügelspielern im 4-2-3-1 ein sehr wichtiger, unterschätzter Aspekt. Jogi Löw fasste die Bedeutung dieses Punktes wunderbar zusammen: „Der Laufweg bestimmt den Pass, nicht der Pass den Laufweg.“ Damit hängt auch die DFB-Philosophie zusammen, dass möglichst vier ausgebildete Stürmer auf dem Platz stehen sollen – Großkreutz spielte früher auch als Stürmer. Mannschaften, deren Flügelspieler sich im Angriffsspiel auf Aktionen mit Ball reduzieren haben oftmals Probleme, sich spielerisch Chancen herauszuspielen.

Das liegt dann oftmals auch an vorhersehbaren Strukturen im offensiven Mittelfeld, wenn dieses nur von eins, zwei Spielern besetzt wird. Daher rücken beim BVB die Flügelspieler fast immer mit in die Kreativräume ein, sodass das Zentrum überladen wird. Hier findet sich Großkreutz‘ zweite Qualität: Seine Läufe ins Zentrum sind hervorragend. Er bindet Gegenspieler in den richtigen Momenten, was Raum und Dynamik für Aktionen seiner Mitspieler kreiert. Dass diese Qualität nicht in angemessenem Maße honoriert wird, liegt übrigens nicht nur an fehlendem taktischen Verständnis oder Sinn fürs Detail: Wenn er seine gegnerbindenden Läufe schon in frühen Phasen des Dortmunder Aufbauspiels startet, sind sie teilweise einfach nicht im Fernsehbild zu sehen.

Der dritte Punkt ist seine Qualität im Gegenpressing. Durch die Antizipation der Angriffsverläufe kann er auch Ballverluste erahnen und positioniert sich besser oder reagiert schneller darauf als seine Gegenspieler. Ein Musterbeispiel lieferte er diese Saison beim Dortmunder Heimsieg gegen den VfB Stuttgart. Nachdem Dortmund über einen langen Ball ins Angriffsdrittel gekommen war, legte er – übrigens auch außerhalb des Bildes – in fünf Sekunden den Weg von der Mittellinie bis an den gegnerischen Strafraum zurück. So konnte er die abgeblockte Flanke zurück in den Strafraum köpfen und leitete damit das 3:1 ein. Sowas sieht in der Situation nicht wie die entscheidende Aktion aus, aber in dieser Szene macht eben sonst kaum ein Spieler diesen klugen Weg und dann wird’s auch kein Tor.

Gruppentaktikgenie Großkreutz – Handlungsschnelligkeit und Dynamikgefühl

Überhaupt ist Großkreutz wohl einer der besten Spieler der Welt im defensiven Umschaltmoment. Seine überragenden Gegenpressing-Aktionen resultieren neben seiner mannschaftstaktischen Antizipation auch aus seinem sehr guten Gespür für gruppentaktische Situationen. Er begreift die Bewegungen, Sichtfelder und Passwege um sich herum und nutzt sie, um Druck aufzubauen.

Dadurch trifft er sehr gute Entscheidungen und agiert mit fast perfektem Timing. Oft nutzt er extrem riskante Herausrückbewegungen, bei denen er Räume und manchmal sogar einen klaren Gegenspieler völlig blank stehen lässt. Das fällt seiner Mannschaft aber beinahe nie auf die Füße, da er zuverlässig Situationen wählt, in denen er den Ball erobern oder den Gegner zumindest in eine andere Richtung zwingen kann.

Diese guten Entscheidungen zeigt er auch im Pressing, wo er sich unter Klopp stetig verbesserte. Während er anfangs tatsächlich vor allem über seine immense Laufbereitschaft kam, überzeugt er mittlerweile noch stärker über seine taktischen Fähigkeiten. Er bewegt sich vor dem ballführenden Gegenspieler provokant im Raum, bietet immer wieder kurzzeitig Passwege an und beeinflusst die Situationsdynamik mit angedeuteten Startbewegungen. So irritiert er den Gegner in seiner Entscheidungsfindung und verzögert Szenen. Das hilft seinen Nebenleuten, Zugriff zu bekommen, und macht ihn zu einem extrem unangenehmen Gegenüber – auch dann, wenn er scheinbar passiv ist und nicht augenfällig leidenschaftlich den Zweikampf sucht.

Großkreutz stößt im richtigen Moment vor und lässt den Ball einen Moment vor Kolasinac in den Zwischenlinienraum prallen. Der restliche Angriff ist beinahe Formsache.

Sein Gespür für die gruppentaktsiche Dynamik nutzt er auch beim Spiel mit dem Ball. Besonders als Rechtsverteidiger kann er auf diese Weise seine Präzisionsschwächen im Passspiel ausgleichen, indem er die Bälle so in den gegnerischen Pressingblock spielt, dass sie schwer kontrolliert zu verteidigen sind. Dadurch können die Situationen auch dann gefährlich werden, wenn der Ball nicht präzise ankommt. Ein Musterbeispiel war seine Einleitung des Dortmunder Führungstreffers im letzten Ruhrderby, als Aogo seinen Pass zwar erreichen, aber nur zu Mkhitaryan klären konnte.

Umgekehrte Situation: Wie zuvor Fuchs wird Großkreutz hier als Linksaußen vom Rechtsverteidiger überlaufen. Er hat jedoch den Passweg im Auge, provoziert den Pass, fängt ihn ab und kann einen gefährlichen Konter einleiten.

Zudem hat er sich über die Jahre immer stärker zum kombinationsstarken Supportspieler entwickelt, wodurch auch sein Bewegungsspiel noch effektiver wird. Als Kombinationsspieler muss man aber natürlich nicht nur taktisch geschickt sein, sondern auch eine gewisse Sauberkeit am Ball mitbringen. Diese wird Großkreutz oftmals zu undifferenziert abgesprochen.

Edeltechniker Großkreutz – First Touch und Geschwindigkeit

Ja, die Überschrift „Edeltechniker“ ist jetzt bewusst etwas provokant überzeichnend gewählt. Es gibt auf dem Niveau, auf dem Großkreutz spielt, eine Menge Spieler, die mehr mit dem Ball anfangen können. Es sind sogar die meisten. Seine Schusstechnik ist unkonstant, seine Möglichkeiten in der Ballführung limitiert und seine Passtechnik ist simpel. Während diese drei augenscheinlichen Punkte zu seinem Anti-Fußballer-Image beitragen, hat Großkreutz in Teilaspekten der Ballbehandlung jedoch ein richtig feines Füßchen.

Sein „first touch“, also die Ballannahme und -mitnahme sind (abgesehen von einer leichten, abnehmenden Unkonstanz) auf Topniveau. Besonders in der Verarbeitung halbhoher Bälle kann er beeindruckende Glanzpunkte setzen und anspruchsvolle Direktpässe spielen. Das hilft nach Balleroberungen und im Kampf um zweite Bälle ganz enorm, wird aber wegen der sehr kurzen Kontaktzeit gerne übersehen.

Per Direktablage zerstört Großkreutz den Deckungsschaten von Toni Kroos und macht eine Lücke der gegnerischen Defensivformation zugänglich. Bei diesem Spielzug gegen die Bayern spielte er übrigens gleich drei wirkungsvolle Direktablagen.

Gleiches gilt für seine Genauigkeit im Kombinationsspiel. Er spielt hervorragende Direktablagen und unterstützt somit unauffällig, aber effizient die Angriffe seiner Mannschaft. In den beiden vergangenen Spielzeiten hat er sich zunehmend auf diesen Aspekt fokussiert und kann mittlerweile extrem viele Aktionen mit einem Kontakt lösen. So fallen die Schwachpunkte seiner Ballbehandlung selten ins Gewicht.

Bei mehr als ein, zwei Berührungen muss sich Großkreutz auf simplere Dinge beschränken. Diese beherrscht er aber zumindest auf hohem Tempo. Bieten sich ihm größere Räume, kann er diese dynamisch und zuverlässig nutzen, was ein weiterer Grund für seinen Einsatz als offensiver Flügelspieler war. Positiver Nebeneffekt: Großkreutz versucht keine überkomplizierten Dinge, sondern beschränkt sich auf logische Aktionen mit hoher Erfolgsquote.

Individualtaktikgenie Großkreutz – Zweikampfstärke und Dribbelfähigkeiten

Angesichts all der taktischen Qualitäten ist das wichtigste Ergebnis von Großkreutz‘ hochgelobter Mentalität vielleicht gar nicht seine Leidenschaft im Spiel, sondern eher die im Training. Wie schon mehrfach angedeutet entwickelt er sich beständig weiter und so kann er sich immer wieder einen Platz im Team erobern, auch wenn der BVB qualitativ starke Konkurrenz für seine Position holt. Seine Umschulung zum Rechtsverteidiger ist nur ein Beispiel für seine gute Entwicklung.

Dieser Positionswechsel zeugt nicht nur von seinem mannschaftstaktischen Verständnis, die ihm erlaubt auch mal als Achter im 4-5-1 aufzulaufen. Sie ist auch das Ergebnis von individualtaktischen Fortschritten. Er definiert sich auch im direkten Zweikampf nicht mehr so sehr über seine Bissigkeit, sondern verstärkt über geschickte Bewegung und Timing. So kompensierte er seine schwache Beweglichkeit selbst gegen deutlich agilere Gegenspieler wie Lorenzo Insigne oder Julian Draxler. Von den Dortmunder Außenverteidiger ist er im 1-gegen-1 sogar der stärkste.

Sein verbessertes Lesen des direkten Gegenspielers deutet er auch zunehmend in Offensivaktionen an. Er kann sich öfter aus Drucksituationen befreien, indem er den Ball überraschend an den gegnerischen Beinen vorbeischiebt. Als er in der Endphase gegen Gladbach die Sechserposition übernahm, demonstrierte er sogar ein Mal ganz verrückte Pressingresistenz: Nach einem unangenehmen Zuspiel konnte er keinen befreienden Pass spielen und wurde von hinten gepresst. Anstatt den Ball etwa wegzuschlagen drehte er sich einfach in den Gegenspieler hinein und tunnelte ihn eiskalt. So ein Ding machst du nicht, weil du es unbedingt willst – das muss man können.

Eine Frage der richtigen Denkkategorien

Kevin Großkreutz steht wie kaum ein anderer Spieler dafür, dass die Beurteilungen von Fußballspielern viel zu limitiert sind. Ohne Sinn für Detail gibt es meistens nur gut oder schlecht in einer Hand voll Kategorien. Technik, Geschwindigkeit, Zweikampfstärke, Laufstärke, Torgefahr, Kopfballstärke, Spielintelligenz – und letzteres meist nur bezogen auf das, was einer am Ball anstellt. Das war’s schon fast.

Das sind erstens zu wenige Aspekte, zweitens wird innerhalb dieser Aspekte zu wenig differenziert (siehe Großkreutz‘ technische Fähigkeiten) und drittens beziehen sie sich fast ausschließlich auf die rein individuellen Fähigkeiten des Spielers. Da Fußball aber in der Mannschaft gespielt wird, gilt es viel stärker und detaillierter zu hinterfragen, wie ein Spieler seine individuellen Fähigkeiten im Kollektiv einbringt. Und auch, welche Fähigkeiten er im Kollektivspiele hat – also welche taktischen Qualitäten er mitbringt.

Andernfalls werden einzigartige und vielfältige Spieler, die geniale Talente haben, immer auf banale Grundaspekte ihres Spiels beschränkt werden. Und die Spieler, die die Fähigkeit haben, dafür zu sorgen, dass andere ihre spektakuläreren Individualfähigkeiten abrufen können, werden ewig übersehen. Kevin Großkreutz, Lars Bender, Sami Khedira oder Hacki Wimmer sind nicht irgendwelche austauschbaren Laufmaschinen, sondern sie alle sind/waren auf eigene Weise Fußballgenies.


Schimanski 11. Dezember 2013 um 19:49

Spielt heute bestimmt auf der Sechs, oder?

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Durmkreutz 12. Dezember 2013 um 00:01

Hat zumindest in dem Zeitraum in dem er dort spielte das Tor gemacht, yeah!
Auch wenn der Taktik-Bezug dieses Beitrags etwas abgeht, wieder gutes Spiel von KG. Dass er das entscheidende Tor macht, war etwas glücklich, aber ich denke die meisten gönnen ihm das (ich zumindest).

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Schorsch 7. Dezember 2013 um 13:43

Vielen Dank für diesen Artikel.

Klopp hat Großkreutz einmal als ein kleines taktisches Genie bezeichnet. Und der Artikel begründet und untermauert dies. Jeder, der die bisherige BL- und CL-Saison verfolgt hat, wird nicht umhinkönnen, dem Spiel von Großkreutz auf der Position des RAV Respekt zu zollen. Er ist definitiv der z.Zt. beste auf dieser Position in der BL, da Lahm auf einer anderen Position spielt.

Was wiederum die Frage aufwirft, warum Löw ihn nicht zu den letzten beiden Länderspielen eingeladen hat. Die Nominierung Weidenfellers war sicherlich eine nette Geste. Selbst wenn er für den WM-Kader nominiert werden sollte, eine Entscheidung mit Zukunft wäre dies bestimmt nicht. Uns so richtige Not herrscht auf der Torwartposition auch nicht. Neuer ist die gesetzte Nr. 1 und im Verletzungsfall gibt es noch einige andere, eben auch Weidenfeller.

Anders sieht es aus auf der RAV-Position. Wenn Löw (was ich sehr hoffe) Lahm im Defensiven Mittelfeld aufbietet, stellt sich zwangsläufig die Frage, wer für ihn hier spielen sollte. Aber auch wenn Löw Lahm als RAV spielen lässt, stellt sich die Frage nach einem back up. Bislang hat er Boateng, Höwedes und Westermann auf dieser Position den Vorzug gegeben. Alle keine ‚gelernten‘ RAV; sie spielen zumeist in ihren Clubs auf anderen Positionen. Boateng dürfte als IV eine Bank sein. Blieben Westermann und Höwedes, die Löw als Defensivallrounder in seinem Kader hat. Legt man allerdings die Maßstäbe zugrunde, die der Autor des Artikels in seiner Analyse zu Großkreutz indirekt aufstellt, kommen beide an Großkreutz nicht heran. Dies gilt auch unter Berücksichtigung des Umstandes, dass in der NM ein anderer Fußball gespielt wird als beim BVB. Der Autor betont ja, dass das Passspiel von Großkreutz nicht als zu ungenau eingeschätzt werden sollte und seine Direktpassqualitäten überdurchschnittlich einzustufen seien. Seine Anpassungsfähigkeit oder vielleicht besser Weiterentwicklungsfähigkeit hat Großkreutz ja schon mehrfach unter Beweis gestellt. Sein Umschaltspiel als RAV ist ohnehin ausgezeichnet und auch in der NM gefragt. Ob dies auf Höwedes und Westermann auf dieser Position zutrifft, wage ich zu bezweifeln.

Sicher ist auch Großkreutz kein ‚gelernter‘ AV. Aber er hat sich als Piszczek-Ersatz hervorragend etabliert. Und er ist ebenfalls ein Allrounder, kann auf mehreren Defensiv- wie Offensivpositionen eingesetzt werden. Was ihn in meinen Augen zu einem idealen Turnierspieler macht. Gerade bei den zu erwartenden Beanspruchungen in Brasilien (Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Reisewege) wird Löw relativ vielen Spielern Einsatzzeiten geben (müssen). Da kann es nicht schaden, einen Spieler wie Großkreutz dabei zu haben. Und seine von vielen als seine einzigen Trümpfe angesehenen Eigenschaften Laufstärke und Einsatzbereitschaft haben noch nie einem Kader geschadet.

Ich kann mir auch vorstellen, dass Großkreutz sehr von der intensiven Vorbereitungsphase direkt vor der WM profitieren würde. Ich hoffe, Löw denkt bezüglich Großkreutz noch um.

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AP 4. Dezember 2013 um 23:08

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Capi 4. Dezember 2013 um 22:03

Seht ihr Großkreutz auch in der RR unter der Annahme, dass Gündogan und Piszczek wieder fit sind, im Team?
Gerade in den wichtigen Spielen?

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MR 4. Dezember 2013 um 23:19

Joah.

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Mananski 3. Dezember 2013 um 13:19

Ich finde KG ist als Mittelfeldspieler ein Rollenspieler, der natürlich sehr wichtig sein kann gegen bestimmte Gegner, aber offensiv einfach nicht die Klasse eines Reus oder Götze hat. Als Rechtsverteidiger sehe ich ihn jedoch nahe an der Weltklasse. Er ist zurzeit der beste RV der Liga und sollte auch auf dieser Position bei der WM spielen. Er ist schnell, wuchtig und für einen Außenverteidiger kombinationsstark. Und defensiv kriegt er das eh hin.

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blub 3. Dezember 2013 um 18:12

Ich finde es ist ein unding, das man individuelle klasse immer mit fähigkeiten im Dribbling(bei offensiven) oder Zweikampf(defensive) gleichsetzt.
Götze und Großkreutz sind ungefähr so vergleichbar wie Riquelme und Neuer.

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VS 3. Dezember 2013 um 19:09

Naja…
wenn man die Laufarbeit beurteilt sind da schon Ähnlichkeiten zwischen Riquelme und Neuer zu erkennen. Beide habe wahrscheinlich etwas dasselbe Laufpensum 😀

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MR 3. Dezember 2013 um 19:34

“ Götze und Großkreutz sind ungefähr so vergleichbar wie Riquelme und Neuer.“

Also gleiche Fähigkeiten auf unterschiedlicher Position?

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blub 3. Dezember 2013 um 19:37

Ne, Neuer ist sicherlich der bessere Kopfballspieler 😉

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CH 3. Dezember 2013 um 12:52

Die Frage wie Spieler ihre individuellen Fähigkeit ins Kollektiv einbringen, ist doch wohl eher ein Maßstab für den Trainer. Großkreutz profitiert hier zumindest in Teilen von Klopp und der Dortmunder Spielweise.
Das man die „banalen Grundaspekte“ kritisiert ist völlig normal. Denn es sind die banalen Grundvorraussetzungen für professionellen Fußball. Selbst die Schlagwörter dieser Lobpreisung lassen sich in den Rahmen dieser „limitierten Kategorien“ einfügen.
Spielintelligenz wird in Antizipation, Strukturgefühl, Handlungsschnelligkeit und Dynamikgefühl verfeinert. Technik in Dribbelfähigkeiten, First Touch und Geschwindigkeit. Beim nächsten unterschätzten Spieler sind’s dann wieder andere Schlagwörter für die gleichen Kategorien. Für mich sieht das eher wie eine „gefühlte“ Differenzierung aus und weniger nach methodischer Definition von Teilaspekten oder neuen Kategorien, die den beklagten Mangel beheben würde.
Zweikampf- und Laufstärke sind eh außer Diskussion und werden dementsprechend nicht differenziert.

Was bleibt sind Technik: faktisch BL-reif, wird aber allgemein unterschätzt,
Spielintelligenz: faktisch überdurchschnittlich, wird aber allgemein komplett übersehen.

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Koom 3. Dezember 2013 um 12:57

Spielintelligenz ist ja sowieso eines der Dinge, die man als Laie schwer beurteilen und sehen kann. Bestes Beispiel dafür dürfte wohl Jermaine Jones sein (der Liebling von SV.de).

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MR 3. Dezember 2013 um 13:22

Man benötigt doch auch keine festen Kategorien, da Fußballer sehr unterschiedliche Stärken haben, die man andernortes gar nicht so richtig anwenden kann. Außergewöhnlichkeit ist mMn die wichtigste Eigenschaft im Fußball und die erfasst man am besten, wenn man sich nicht auf gewöhnliche Kategorien einlässt, glaube ich.

Ich hab zB grad ne Szene gesehen, wo Marcelo unter Gegenpressing-Druck einen Gassenpass über 50 Meter spielt. Sowas kann man einfach nur überschwänglich loben, aber deshalb kann ich jetzt nicht anfangen, jeden anderen Linksverteidiger über die Weiträumigkeit der Befreiungsaktionen im offensiven Umschaltmoment abzuklopfen, das ist ja Unsinn, kann eh keiner so. Wenn man allgemeine und nicht spielerspezifische Kategorien aufmacht, dann könnte man wohl auf hunderte kommen, das eignet sich dann aber nicht mehr für einen Artikel und man würde auch nicht mehr so richtig ermitteln können, welche Fähigkeiten den Spieler nun ausmachen. Ich muss ja nicht über Großkreutz‘ fehlende strategischen Fähigkeiten im Passspiel aus dem Sechserraum schreiben (siehe Khedira-Comment bei 11.1), wenn er die ohnehin gar nicht einbringen muss.

„Spielintelligenz wird in Antizipation, Strukturgefühl, Handlungsschnelligkeit und Dynamikgefühl verfeinert.“

-> Eben das, es geht um Verfeinerung.

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CH 3. Dezember 2013 um 14:53

„Weiträumigkeit der Befreiungsaktionen im offensiven Umschaltmoment“. Ich liebe diese Formulierungen auch wenn ich im ersten Moment oft nur : „Häh ?!?“ mache.
Für eine individuelle Würdigung großartig, aber für eine objektive Kaufentscheidung pro Marcelo/ contra X muss ich über Präzision und Schärfe von (Flach-)Pässen über kurze, mittlere und große Entfernungen (>30m), Stressresistenz und periphere Wahrnehmung reden und damit selbst so eine Aktion vergleichbar machen, oder ?

Zumal Mitspieler sich der Stärken und Schwächen bewusst sind und sich dementsprechend handeln bewegen. Ich hab z.B. ein unterirdische periphere Wahrnehmung (de facto blind) und meine Mitspieler greifen dementsprechend massiv verbal ein. Da kommen tw. Kieferrunterklapppässe, die mir vielleicht Höchstwertungen im Situations- und Dynamikgefühl einbringen, aber erschreckenderweise nur nach Gehör gespielt wurden … 😉

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MR 3. Dezember 2013 um 17:53

Ist dein Beispiel nicht ein ganz gutes Argument dafür, dass diese objektive Grundlagenforschung da nicht so recht zum Ergebnis führt? Aus ner guten peripheren Wahrnehmung kann man ja total unterschiedliche Sachen machen. Gleiches gilt beispielsweise für „gute Ballführung“, daraus entwickelt ein Draxler am Schluss ganz andere Aktionen als ein Kroos. Da kann man viel, viel einschätzen ohne so richtig zum letztlichen Effekt zu kommen.

Zudem geht’s in so einem Artikel ja gar nicht so sehr um eine quantitative Einordnung, sondern eher um eine Beschreibung der Stilistik und Einsatzgebiete, also quasi: Was am Ende rauskommt. Das ist es ja, womit sich der Beobachter beschäftigt.

Ich finde aber, dass sich die zugrundeliegenden Basisfähigkeiten ja ziemlich intuitiv daraus ergeben. Von daher find ich die Diskussion grad irgendwie auch mühsam und weiß nicht so recht, was ich eigentlich davon halte.

So oder so kann es aber sicherlich helfen, wenn man ein bisschen genauer hinschaut und nicht dauernd nur vorgeformte Profile abruft.

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HW 5. Dezember 2013 um 20:06

Weiträumigkeit der Befreiungsaktion ist mMn auch die falsche Betrachtung.
Spieler können gewisse Pässe spielen, sie können gewisse Pässe sehen und sie sind mehr oder weniger gut in der Lage situationen unter Druck zu lösen.
Es geht also nicht um die Weiträumigkeit einer aktion, sondern darum ob ein Spieler unter Druck Fähigkeiten verliert.
Es gibt die Youtube-Künstler, die alle Tricks und auch Pässe spielen können. Unter Druck ist das weg, dann fehlt die Übersicht und die Entscheidungsfindung leidet.
Die Weiträumigkeit einer Aktion ist kein besonderes Qualitätskriterium, die Fähigkeit sowas unter Druck zu machen ist eine besondere Fähigkeit. So wie Großkreutz unter Druck das richtige Stellungsspiel zeigt. Große Spieler agieren auch unter Druck, sie kommen selten in die Situation reagieren zu müssen. Großkreutz scheint das ohne Ball zu können.

Kurz gesagt: Fußball wird im Kopf gewonnen. Schnell Informationen aufnehmen, schnell denken, schnell handeln (bzw. automatisiert handeln).
Wenn ich mich richtig an Interviews mit Xavi erinnere, ist das auch Barca Philosophie. Aber die haben eh alles perfektioniert.

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Phil 3. Dezember 2013 um 12:22

Danke!

Jetzt habe ich endlich mal vernünftiges Material auf meiner Seite wenn die Diskussion über Großkreutz losgeht. Ich bin (als Frankfurt-Fan) auch der Meinung dass man Großkreutz mit zur WM fahren sollte! Neben den bereits erwähnten Fähigkeiten insbesondere als Verteidiger bringt er, wie sehr schön veranschaulicht, taktische Fähigkeiten und eine Flexibilität mit ein die ausser Lahm sonst kaum Jemand besitzt und ihn eigentlich für jede Mannschaft wertvoll macht.

Bei den Absätzen zu Technik und Reduzierung auf die Laufstärke musste ich neben den bereits erwähnten Beispielen auch an Olic denken. Klar spielt der in der Regel in einem anderen Bereich des Spielfelds, aber auch er wird oft wegen fehlender Technik kritisiert weil niemand sieht wie er abseits des Fernsehbildes seine Fähigkeiten gruppentaktisch einbringt.

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Pommesdieb 4. Dezember 2013 um 15:37

ging mir auch so, musste auch sofort an olic denken. zumal mein kollege, ein durchaus gut informierter wolfsburgfan genau das immer von sich gibt: „außer laufen, laufen, laufen kann der olic nichts“. ich sehe das zwar etwas anders, ist aber schon schwierig, argumentativ dagegen anzukommen…

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HW 5. Dezember 2013 um 20:09

Laufen und richtig laufen sind einfach zwei sachen.

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Durmkreutz 3. Dezember 2013 um 12:00

Danke für den Artikel. Ich bin schon länger sehr angetan von KGs Spiel (s. Nickname). Bin gespannt, ob er sich noch weiter steigern kann und ob er demnächst öfter den RV (oder LV?) machen darf oder ob er „nur“ in der offensiven Dreier-Reihe reinrotiert wird, wo Piszcek jetzt mehr oder weniger wieder zurück ist.

Anderer Aspekt: Ich denke KG profitiert auch stark von der Dortmunder Spielweise (und andersherum natürlich auch). Bei einer Mannschaft mit stärkerem Ballbesitzfokus (z.B. Bayern oder Nationalmannschaft), gewichten die Fähigkeiten mit Ball am Fuss natürlich etwas stärker, als derzeit beim BVB. Sehen die Chancen eines KG in einer solchen Mannschaft vergleichbar gut aus oder ist der Aspekt „mannschaftsdienlich“ dann zu stark abgeschwächt?

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MR 3. Dezember 2013 um 12:16

Der Aspekt mannschaftsdienlich ist da sicher nicht abgeschwächt, eigentlich eher noch verstärkt, allerdings schafft es der BVB als eine von wenigen Nicht-Ballbesitzteams ein sehr kollektiv angelegtes Offensivspiel aufzuziehen, wovon er natürlich profitiert. Die Frage wär einfach, wie er in einer Mannschaft mit Ballbesitz-Fokus eingebunden wäre. In der richtigen Umgebung, könnte das schon klappen, denke ich. Als linker Wing-Back in einem barcelonahaft gespielten 3-4-2-1 mit den klugen Technikern halblinks wär er glaub ich krass gut.

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Strafraumautist 3. Dezember 2013 um 11:54

Klingt für mich so, als sei Großkreutz für Löws System der bessere khedira. Also der 6,8. der neben einen ballverteiler etwas Vertikaledynamik ins Spiel bringen kann. So wie Türchen Nummer 2 und 3 gelesen habe, teilt KG SK stärken, ohne dessen Schwächen zu haben.

Außerdem müsste ein Spieler mit solch einem Profil irgendwann doch Guardiola auffallen. (wobei ich glaube, dass KG einer der wenigen Spieler ist, die niemals zum FCB gehen würden)

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MR 3. Dezember 2013 um 12:12

Naja, Khedira hat schon noch einige Stärken, die bei Großkreutz nicht so drin sind. Viel strategischer, verteilender im Aufbauspiel, bisschen andere Art der Übersicht, von der Entscheidungsfindung besser ans Zentrum angepasst, im offensiven Bewegungsspiel völlig anders, weniger balancegebend und unterstützend, sondern eher antreibend, dynamikschaffend und in seinen Kombinationen ja so ähnlich, er ist ja weniger der Ablagenspieler, sondern eher der Auslöser der Kombinationen, der dann die Räume anläuft. Körperlich auch überlegen. Ich seh die beiden auf sehr unterschiedlichen Aufgabenfeldern und hab Großkreutz auch ungern auf der Sechs.

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Strafraumautist 4. Dezember 2013 um 01:45

Ist das so? Nu, weil ihr Dinge seht, von denen ich nichtmal wusste, dass es sie gibt, lese ich hier so gern mit.

In diesem Sinne, danke für meine Lernkurve der letzten Jahre. Ich sehe heute Fußball anders als noch 2010.

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Lobanowskyj 3. Dezember 2013 um 11:38

In Sachen „Spielintelligenz“ ist für mich aber auch wichtig, dass Großkreutz m.E. zu oft in Nähe des gegnerischen 16ers eine schlechte Entscheidungsfindung zeigt und mit überhasteten Abschlüssen zum Dortmunder Problem „viele Torschüsse aus schwachen Positionen“ beiträgt – die mangelnde Qualität zahlreicher Abschlüsse führt dann zum Phänomen viele Torschüsse, aber wenig Ausbeute, da sich die gegnerischen Keeper leicht mit spektakulären Paraden auszeichnen können. Ist aber vielleicht auch ein strukturelles Problem der Dortmunder Angriffsphilosophie.

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Bari 3. Dezember 2013 um 11:29

Sorry, ich weiss hier beschäftigen wir uns am liebsten nur mit Fussball und Taktik, aber bei Großkreutz speziell muss ich dann doch ein bisschen davon abkommen: ich bin von der Mannschaftsdienlichkeit von Großkreutz durchaus angetan, nur hoffe und bete ich, dass er nie wieder für Deutschland spielen wird. Wenn ich mir vorstelle, wie er bei der WM so absolut unnötig und unsportlich die Spieler der gegnerischen Mannschaft anmachen könnte wie schon so oft im BVB-Dress gesehen, das hat für mich einfach keine Klasse. Er ist charakterlich ungeeignet, um eine Nation zu vertreten. Da mag er noch so gut Fussball spielen können wie er will.

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Strafraumautist 3. Dezember 2013 um 12:00

Was denn nu? Ich dachte der Mannschaft fehlen Typen, Sauhunde und Kampfschweine?

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Flocke 3. Dezember 2013 um 12:28

Mir fallen spontan da eigentlich nur die Situationen gegen Schalke ein… und wenn wir die Spiele Schalke gegen Dortmund zu Grunde legen, dann dürfte vermutlich keiner der Beteiligten für die Nationalelf spielen.

Das einzige was mir als „Charakterschwäche“ bei Großkreutz auffällt, ist sein undifferenziertes Sichtbild der Fanszene… Klar er ist selbst fast ein Ultra und vermutlich der größte Dortmundfan, aber trotzdem muss (oder gar darf) man nicht alles gut heißen, was die eigenen Anhänger so veranstalten

Nun aber zum wichtigen:
der Artikel spricht mir aus der Seele! Ich habe vermutlich mindestens ein Mal im Monat eine Diskussion über Großkreutz. Ich beharre stets darauf, dass er taktisch einer der besten Spieler der Liga ist. Meine Freunde hingegen sehen in ihm nur den „Holzfuss“ und vor allem „Holzkopf“, der seine schwarz-gelbe Fahne schwenkt und die Eloquenz einer Bratwurst hat 😉
Endlich steht es mal vorzeigbar schwarz auf weiß und von Experten verfasst im Internet – wahrlich eine zitierfähige Quelle 😛

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MR 3. Dezember 2013 um 12:33

Der Zusammenhang von rhetorischen Fähigkeiten und Intelligenz wird ja eh gaaaanz krass überbewertet, soweit ich weiß.

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EvS 3. Dezember 2013 um 13:12

mal eine frage an mr: hältst du es für möglich das großkreutzens platz mehr richtung defensives mittelfeld in den nächsten jahren gehen könnte? oder hälst du ihn auf den außen für sinnvoller eingesetzt.
er wird ja auch immer wieder gerne kritisiert wenn er im zm/dm spielt.

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MR 3. Dezember 2013 um 13:26

Siehe 11.1. Mag ihn als Sechser nicht so, man könnte aber durchaus eine Rolle so zurechtschneiden, dass das auch krass wäre. Dafür müsste man aber weit ausholen und eine zieeemlich verrückte Struktur basteln, denke ich. Bin mir ziemlich sicher, dass Klopp das nicht macht.

Interessant wäre es, wenn Großkreutz mal eine Zeit lang das Spiel aus der Innenverteidigung eröffnen muss. Wär dann spannend, wie sich das auf sein Passspiel auswirkt und ihn vlt zu einem besseren „normalen“ Sechser macht.

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karl-ton 3. Dezember 2013 um 15:18

Nö. Wäre auch schwierig, weil wir Intelligenz ausschließlich als Kombination von rhetorischen Fähigkeiten und analytisch-mathematischen Fähigkeiten messen. Und Intelligenz eben als das was wir messen (können) definiert ist.

Das wirkliche Problem bei der Intelligenz ist, dass es schwierig ist sie präzise zu definieren und noch schwieriger (bis unmöglich) ist sie zu operationalisieren. Und seit man unbedingt alles operationalisieren möchte in den Sozialwissenschaften „vergessen“ die Definitionen immer mehr von den Faktoren, die sie eigentlich bewusst vernachlässigen.

Bei der Intelligenz behilft man sich (sehr unglücklich) mit verschiedenen Intelligenzen. Und für Fußballer dürfte eben die analytische Intelligenz (das was der IQ-Test misst) eine insgesamt eher untergeordnete Rolle spielen. Intuition, Raumwahrnehmung Muskelgedächtnis dürften eine wesentlich größere Rolle spielen. Die sind aber beschissen zu messen und schwierig zu beobachten.

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ES 3. Dezember 2013 um 14:09

Der arme Kerl ist halt wahnsinnig unreif. Aber das gibt sich mit der Zeit. Ich wette mit 29 wird er auf dem Stand eines normal heranwachsenden vernünftigen 18-20 jährigen sein.

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HW 5. Dezember 2013 um 20:24

Ich kann das nicht beurteilen. Ja KG hat hier und da mal Dinge gresagt die ich nicht teile. Aber ist er deswegen unreif? Seine Werte müssen ja nicht zu 100% mit meinen übereinstimmen. (Ich will hier nicht an diverse Hitzköpfe oder unsere moralischen Vorbilder Giggs, Terry und Ribery erinnern.)

Charakter, moralische Werte und Intelligenz sind keine eindimensionalen Werte. Sie sind nichteinmal direkt miteinander verbunden. Ich kan super schlau und ein riesen Arsch sein. Oder ich bin ein feiner Kerl aber habe eine seltsame Sicht auf die Welt.
Diese Diskussionen sollten wir bleiben lassen.

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ES 3. Dezember 2013 um 14:44

Und mal grundsätzlich zum Thema Reife, Charakter, Intelligenz und fußballerisches Vermögen bzw. auch fußballerische Intelligenz: Die Korrelation ist doch wohl alles andere als eindeutig. Zwar sind die Zeiten vorbei, dass ein Trainer Hermann Gerland über seinen Stürmer geschimpft hat, er sei halt Student und denke deshalb zuviel vor dem Tor nach. Aber Messi ist doch nach wie vor ein Kind, oder? Und über die Fussballintelligenz von George Best und Stan Libuda und Mane Garincha müssen wir wohl nicht reden, um ein paar Beispiel zu nennen.

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MR 3. Dezember 2013 um 17:38

Garrincha kam doch quasi überhaupt nicht über Spielintelligenz. Ich denke schon, dass ein (sogar sehr starker) Zusammenhang zwischen Intelligenz, Charakter und Spielintelligenz besteht. Allerdings ist Intelligenz ein ebenso vielseitiges Feld wie Spielintelligenz, weshalb einfach diese Formel: „Unreife“ (was genau versteht man denn genau darunter?) = „Dummheit“ (und erst DARUNTER??) = fehlende Spielintelligenz, nicht funktioniert. Jemand der ein bisschen selbstbezogen und unbeherrscht ist, dem würde der Volksmund vielleicht unterstellen, dass der ein Trottel ist, dabei kann der in vielen Sachen trotzdem extrem intelligent sein und hat vielleicht nur ein paar Probleme mit Selbstreflektiertheit. Ich denke hier ist es wie bei den meisten Dingen: Die Zusammenhänge, die man inutitiv vermutet, die sind schon da, sie gestalten sich nur viel komplexer als das die meisten gern hätten.

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ES 3. Dezember 2013 um 18:34

Wo sind denn die Zusammenhänge intuitiv klar? Welche These würdest Du denn intuitiv formulieren? Um nicht über verflossene Fußballer zu reden (Garincha und Best waren selbst vor meiner Zeit): Manuel Neuer, Philipp Lahm und Mesut Özil sind doch wohl alle spielintelligent. Was die lebenspraktische Intelligenz (um mal einen anderen Term einzubringen) und Beweglichkeit angeht, würde ich hier aber schon intuitiv deutliche Unterschiede sehen. Ich behaupte mal (intuitiv), dass Neuer und Lahm in einem Leben ohne Fußball deutlich weiterkommen würden als Mesut. Jetzt frag mich bitte nicht, wie ich „im Leben weiterkommen“ definiere 🙂

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RM 5. Dezember 2013 um 20:39

Naja, aber die haben doch sehr individuelle und unterschiedliche Arten der Ausprägung dieser Intelligenz? Özil ist ja in einem kleineren Raum intelligent und besitzt eher gewisse Grundmuster, die er verfolgt sowie herausragendes Bespielen von gegnerischer Spielintelligenz, als wirkliche strategische Intelligenz, die er selbst inne hat. Neuer wirkt immer eher etwas intuitiv und Lahm wirkt am geplantesten und weitreichendsten von ihnen allen. Passt dann auch wiederum zum Charakter, denen man ihnen zuschreibt. Oder pseudo ich gerade herum?

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ES 5. Dezember 2013 um 22:43

Nein, nein, finde ich sehr interessant. das war ja auch eine echte Frage von mir und keine Kritik. Die These ist also, dass es unterschiedliche Arten von Spielintelligenz gibt, die jeweils mit einer Art von „Lebensintelligenz“ (oder wie du sagst „Charakter“, noch so ein intuitiv klarer, aber schwer zu fassender Begriff) korrespondieren. Ist ja ein unendlich weites Feld. Da kann man sich ja arg verlaufen. Und wenig wirklich klar Empirisches.

Dass du Neuer als intuitiven Typen bezeichnest, hat mich erst überrascht, dann leuchtet es mir auch ein. Ich glaube, Neuer hat einen klaren Werterahmen (z.B. „Ich muss das Spiel schnell machen“) und in dem Rahmen agiert er intuitiv.

Zurück zum Ausgangspunkt: Ich würde mal behaupten, dass Grosskreutz ebenfalls eher intuitiv agiert, aber natürlich grossräumiger als z.B. Özil. Aber, um Gottes wollen, ich begebe mich nun komplett auf Euer Fachterrain und kann in meinen Urteilen nur alt aussehen -:)

Guergen 3. Dezember 2013 um 15:04

Aber Großkreutz würde wahrscheinlich die Hymne singen – na gut, vielleicht nicht die Nationalhymne, sondern die BVB-Hymne, aber immerhin. Das ist schon mehr, als etwa Lethargie-Kroos, der Liebling vom Warmduscher Nivea-Jogi – dem Bundesschal – macht. Auch der „Immer-für-einen-Klops-gut“-Boateng, der Stolper-Gomez, der Unkonstanz-Özil, der Versager-Poldi und der Risiko-Khedria singen ja nicht mit, diese ganzen Ausländer von DDR (Kroos) bis Gelsenkirchen (Özil), da würde ein Großkreutz schon helfen.

PS: Kommt noch ein Artikel über Carsten Janker?

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BayernForever 3. Dezember 2013 um 15:50

Stammtisch geplapper ist doch langweilig.Die gleichen Sachen über unsere Nationalspieler haßt du auch schon oft unter einem anderen Artikel geschrieben.Wird Zeit für was neues oder?

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CF 3. Dezember 2013 um 15:57

Achso der meint das Ernst dachte zuerst wäre eine Witz 😀

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Guergen 3. Dezember 2013 um 16:04

Mit „Hass“ hat das ganze wenig zu tun und der Stammtisch beginnt auch über meinem Kommentar bereits. Aber wenn du etwas „spannenderes“ lesen willst:

Ich denke, dass KG nicht den modernen, ballverteilenden Seschser verkörpern kann und sich seine instinktive Spielintelligenz eher in anderen Bereichen als nutzenswert erweist, jedoch kann sein laufintensives Spiel mit der Fähigkeit sich auf diverse taktische Situationen in Offen- und Defensive einzustellen in Kombination mit dem instinktiven Einsatz seiner Körperlichkeit eine sehr gute Möglichkeit für eine moderne Ausprägung des box-to-box-Spiels bestehen, wobei Großkreutz diese Position sowohl auf der „8“ als auch auf der „6“ verkörpern könnte. Und wenn ihm irgendwelche Fußballhipster dumm kommen und es sich zum Hobby machen 27x am Tag irgendwelche theoretisierenden Stammtischparolen auf Intelektuellenniveau zu verbreiten – die meist nur wohlfeiler formuliert und noch nichtssagender sind als die dummen Sprüche bei ’ner Flasche Köpi an der Trinkhalle – dann haut der Kevin den Leuten eine rein und schickt sie ins Heim.

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karl-ton 3. Dezember 2013 um 16:36

Naja, man kann ja gerne auf die Fußball-Hipster Begriffe verzichten. Aber „Lethargie-Kroos“, „Warmduscher Nivea-Jogi“ und „Versager-Poldi“ und dazu noch dieser Hymnen-Quatsch? Wirklich?! Und dann wunderst Du dich noch weshalb man ausgerechnet Dir Stammtisch vorwirft?

Vielleicht solltest Du es doch mal mit mehr Inhalt und weniger abwertenden Begriffen versuchen, gerne auch ohne Hipster Begriffe.

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Guergen 3. Dezember 2013 um 16:42

Ich wusste schon immer, dass der deutsche Fußball-Stammtischler – gleich ob grölender Prolet beim Pils im Ruhrpott oder gepflegter Hipster bei der Bionade in Prenzlberg – völlig humorbefreit ist. Denn Fußball ist ein ernstes Thema. Und nun bitte strammstehen!

karl-ton 3. Dezember 2013 um 16:49

Unbedingt! Ich habe mir auch extra einen Stuhl in den Schrank gestellt, falls ich doch mal lachen muss. Der wird aber – zum Glück! – nur selten benutzt.

Bari 3. Dezember 2013 um 16:53

Es ist der Unterschied zwischen Ironie und Polemik, der hier den Ausschlag gibt. Ihre „Spitznamen“ sind leider allesamt auf der falschen Seite der Demarkationslinie. Das hat nichts mit Humorfreiheit zu tun. Der letzte Post von Ihnen wurde nur leider nicht besser, denn Sie bedienen sich ja immer schön weiter bei den schubladen-belasteten Stereotypen. Schade.

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Guergen 3. Dezember 2013 um 17:08

Herr Bari, „Sie“ sind wirklich lustig. „Demarkationslinie“, „Unterschied zwischen Ironie und Polemik“, das zwanghafte Siezen… herlichen Glückwunsch. Ich hätte nicht gedacht, dass jemand den verquasten Spiegel-Online-Forennutzer derart gut imitieren kann. Ich habe herzlich gelacht.

Bari 3. Dezember 2013 um 17:36

freut mich dass Sie gelacht haben. Dann ist ja alles in Ordnung.

MR 3. Dezember 2013 um 17:43

Ihr seid doch bescheuert. Mehr Guergen für’s Volk!

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RM 3. Dezember 2013 um 16:49

Jancker und Maierhofer werden zusammen gemacht, falls es wirklich noch Leute gibt, die beide als „Fußballer“ einschätzen.

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Guergen 3. Dezember 2013 um 18:03

Tatsächlich halte ich Jancker für gar nicht schlecht und er war trotz seiner Größe noch nciht mal unglaublich kopfballstark, schirmte halt den Ball ab und hatte kein zu unterschätzendes Passspiel. Aber das wäre eher was für „unterschätzte Spieler“.

Wobei ich da große Teile des gesamten deutschen Kaders der WM 2002 sehen würde. Ja, man hat sich ins Finale gerumpelt, jedoch find eich es merkwürdig, dass Leuten wie etwa Jancker, Ramelow etc. noch immer der Ruf der Rumpelfußballer anhängt, denn man sollte nicht vergessen, dass der deutsche Kader von 2002 auch grundlegend bei einigen erfolgreichen Champions League-Saisons ihrer jeweiligen Vereine, immerhin mit Bayern und Leverkusen drei Finalteilnahmen, beteiligt war. Da werden viele falsch und schlechter eingeschätzt, als sie eigentlich waren.

PS: Außerdem ist man damals nur ins Finale gekommen, weil alle mitgesungen haben.

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RM 3. Dezember 2013 um 19:02

Ja, stimmt schon. Jancker war durchaus fähig und wurde bisweilen unterschätzt, ich mag nur den Spielertypus „Maierhofer“, der hier zugegeben der einzige ist, der wirklich ALLE Klischees erfüllt, eben nicht. Didi Hamann wird doch maßlos verkannt?

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Guergen 3. Dezember 2013 um 19:22

Hamann wird in Deutschland natürlich maßlos verkannt. Liegt aber auch an der damaligen Zeit. Die Kritik, die damals Hamann getroffen hat, trifft heute – in viel geringerem Maße – auch Bastian Schweinsteiger.

Bei allgemein unterschätzten Spielern kannst du gerne noch Thomas Linke, Günter Herrmann, Steffen Freund usw. einfügen.

Ein Spieler, dessen Einschätzung mich interessieren würde – und den ich sehr schätze – wäre übrigens Philip Cocu, den ich für den vielleicht flexibelsten Spieler der jüngeren Fußball-Vergangenheit halte.

mrb 4. Dezember 2013 um 21:58

Jancker wäre auch ein Anwärter für diesen Kalender, wenn der Dezember 50 Tage hätte. Der hatte nämlich auch ein feines Füßchen, dass er in seiner guten Zeit (97-2001) geschickt einzusetzen wusste.

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OJDD 3. Dezember 2013 um 15:11

Also ich denke doch sehr wohl, dass auch KG den Unterschied zwischen einem Schalker und ausländischen Spielern/Fans versteht.

Darüberhinaus haben alle guten Mannschaften so ihre Sauhunde in der Mannschaft. Mir ist KGs offen zur Schau getragene Unsportlichkeit dann immer noch lieber als die scheinheilige einiger südländischer Vertreter. Ein KG, der einem spanischen Schwalbenkönig, mal schön die Meinung geigt, macht vielleicht auch beim Gegner mehr Eindruck als Westermann, Höwedes, etc. vielleicht sogar mehr als der „schüchterne“ Phillip Lahm.

Nur mit Fairness und Sportsgeist ist noch keiner Weltmeister geworden!

Insofern KG for Nationalmannschaft! 😉

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blub 3. Dezember 2013 um 15:58

wo trägt der denn offen unsportlichkeit zur Schau?
Weil er ab und zu scheiß-schalke singt? Das gehört zur Lokalkultur und ich bin überzeugt das er da seine Rolle in den Medien sehr wohl versteht. Es halten ja auch alle das Mirko hin und sind dann empört.
Weil er sich ab und zu mit anderen Spielern zofft? Das sind ja im normalfall auch immer die Lämmchen mit denen er sich anlegt, in dem Punkt finden sich normal die richtigen kandidaten 😉

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ES 3. Dezember 2013 um 16:48

Zunächst will ich den Artikel von MR noch einmal ausdrücklich loben, gerade weil wir uns hier von dem Thema etwas entfernen. Ich sehe Kevin Grosskreutz als Fussballer auch gerne und von mir aus als Typ auf dem Platz.

Allerdings glaube ich Folgendes: Es hat bei aller Ruhrderby-Folklore in all den Jahrzehnten wohl keinen Spieler gegeben, der seinen Hass auf den jeweils anderen Verein so offen und humorlos zur Schau getragen hat/trägt wir der kleine Kevin. Und da muss ich leider konstatieren, dass wenn sich die (in vertretbaren Rahmen doch ganz nette) Rivalität in den letzten Jahren wieder zu blankem Hass und Gewalt hochgeschaukelt hat, derjeniege nicht ganz schuldlos ist, der Hass auf den anderen Verein so salonfähig macht. Und genau da unterstelle ich dem Jungen jetzt mal nicht Absicht, aber doch eine etwas zu große Portion Unprofessionalität, Naivität und eben Unreife, weil der nicht begreift, dass er als Profi da eine ganz andere Verantwortung hat. Aber wie gesagt: Er entwickelt sich noch.

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blub 3. Dezember 2013 um 18:27

Wo hat er denn offen Hass gezeigt? Mir fällt dieses bescheuerte SportBild Interview ein (um das als Hass zu interpretieren muss man echt unendlich borniert sein) und einmal Gesang in der Kurve, für jemanden mit der Herkunft und über die letzten ca. 8 Derbies ist das eigentlich ziehmlich wenig.
Aber ganz ehrlich: diese „wir-ham-uns-alle-lieb“gelaber das alle anderen produzieren nervt ja auch, weils völlig unglaubwürdig ist. Jeder mag jeden, is klar.

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ES 3. Dezember 2013 um 18:48

Ich hoffe, dass wir uns darauf einigen können, dass zwischen offen gezeigtem Hass und „wir haben und alle lieb“ ein unendlich weiter Raum liegt, der intelligent, humorvoll und mit Verantwortung bespielbar ist. Da darf man sogar sehr gelegentlich mal Grenzen antesten, besonders dann, wenn man die Größe hat, sich dafür im Nachhinein zu entschuldigen. Wenn man eine öffentliche Person ist (und das sind Fußballer) sollte das Thema Verantwortung noch etwas größer geschrieben werden. Auch dafür wird man fürstlich entlohnt. Viele können das, manche weniger. Hat eben mit der von mir angesprochenen Reife zu tun.

blub 3. Dezember 2013 um 18:55

Ja es gibt da natürlich zwischeräume, aber es wird ja auch alles hogejazzt sobald jemand nicht vollständig stromlinienförmig ist.
Ansonsten:
Nicht nur gackern, auch legen! Links or it didn’t happen.
sonst ist das einfach ne behauptung.

ES 3. Dezember 2013 um 19:19

Neben dem, was Du schon selbst gesagt hast (Grosskreutz: „Ich hasse Schalke wie die Pest“ und Du: „Um das als Hass zu interpretieren, muss man borniert sein“ Wie bitte?) würde mir spontan noch das Fürth/Asamoah-Büskens-Stück einfallen sowie seine Toleranz gegenüber den hasserfüllten Pyrowerkern in der Arena in diesem Jahr. Den Rest kannst du selber googlen. Und ja: Nicht stromlinienförmig, da fällt mir der. Klopp ein. Der benimmt sich daneben, aber entschuldigt sich anschließend. Find ich völlig o.k., darf er. Beispiel für jemanden, de authentisch bleibt, dabei mal übers Ziel schießt, aber die Qualität halt, um das wieder gerade zu biegen. Respekt.

blub 3. Dezember 2013 um 19:30

Ich glaub du hast es nicht gecheckt. Ich untermauere hier nicht deinen standpunkt 😉 Ich wüsste spontan nichtmal was ich googlen will um brauchbare links zu erhalten (nicht zu BLÖD oder so).

Ich bezog mich mit meinem von dir zitierten Satz auf ein konkretes Beispiel. Lesekompetenz ist was schönes, das kommt wenn man etwas reifer wird von alleine, das entwickelt sich noch! 😉

Und weil man auf Pyro steht(warum auch immer) ist man direkt hasserfüllt. Darauf ist ja noch nichtmal der Rainer Wendt gekommen.

Bari 3. Dezember 2013 um 21:35

bulb, jetzt werden wir aber persönlich…

ES 4. Dezember 2013 um 07:29

Lieber blub, ich übergehe mal die Versuche von persönlichen Anfeindungen.

Ich kenne jede Menge BVB-Fans, auch solche, die im Stadion waren, auch solche die im Block nebenan standen und wie alle anderen schlicht Angst hatten, weil vor Hass triefende gewalttätige Schwarz-Vermummte mit brennendem Magnesium um sich geworfen haben. Alle haben sich eindeutig geäußert. Ebenso alle Offiziellen des Clubs sowie die meisten Spieler. Nur ein unverantwortlicher Kindskopf von Neumillionär äußert sich ambivalent. Warum? Weil er (unbewusst) seinen Konformismus gegenüber dem eigenen Milieu höher bewertet als seine Verantwortung als Profi und als Symbolfigur für die Anhängerschaft.

So, das war meine letzte Äußerung zu dem Thema. Selbst wenn jetzt noch irgendein Beleidigungsversuch hinterherschwappt. 🙂

Bari 3. Dezember 2013 um 16:39

„Nur mit Fairness und Sportsgeist ist noch keiner Weltmeister geworden!“

Ist das so? das müssen Sie mir erstmal beweisen. Das hört sich doch sehr wie ein daher gesprochener Spruch an.

Es stimmt übrigens nicht, dass er nur gegen Schalker (oder ex-Schalker, siehe Asamoah & Büskens bei Fürth) sein hässliches Gesicht zeigt, ich las auch, dass Großkreutz just am vergangenen Samstag in Mainz zum Zeitschinden extra einen zweiten Ball ins Feld warf, um die Ausführung eines Mainzer Einwurfs zu verzögern. Solche Geschichten hört man immer wieder, für mich eines fairen Sportmannes unwürdig.
Ich sehe im übrigen keinen Zusammenhang, dass man sich so aufführen muss, um irgendwas zu gewinnen. Eher muss man sich nur dann mit so dämlichen Nebensächlichkeiten behelfen, wenn man das Spiel anders nicht gewinnen kann. Ein so schlechtes Benehmen wie das von Großkreutz sind für mich eindeutige Zeichen der Schwäche, mangelnde Sicherheit und Minderwertigkeit. Wenn er über Schalke lästert, dann sagt das mehr aus über ihn aus als über die Schalker – und zwar nichts gutes.

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RalleRalle 3. Dezember 2013 um 19:38

Also das mit dem zweiten Ball habe ich aber anders in Erinnerung. Auch wenn Reif sich da wieder aufgeregt hat, konnte ich ihn in dieser Situation gut verstehen.

KG hatte einen Ball in der Hand, ich glaube, weil er einen Einwurf ausführen wollte. Dann zeigt der Schiedsrichter an, dass Mainz werfen darf. Der Mainzer schnappt sich einen anderen Ball und will das Spiel schnell machen. KG hätte dann gefehlt und wollte diese kurzzeitige Unterzahlsituation verhindern, also hat er den Ball, den er in der Hand hielt auf den Platz rollen lassen und die Beine in die Hand genommen um auf seine Position zu kommen.

Nicht die feine englische Art, aber auch nicht dramatisch. Zumal dadurch weniger als 5 Sekunden „von der Uhr genommen wurden“.

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Strafraumautist 4. Dezember 2013 um 01:39

Ob solche Aktionen als Clever oder als Verbrechen gegen den Fußball gesehen werden, hängt bei 95% der Beabachter doch nur daran, in welcher Mannschaft das Schlitzohr/ der Verbrecher aufläuft und wessens Vereinsbrille sie tragen.

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wombat 8. Dezember 2013 um 05:08

beim lesen des artikels über großkreuz fiel mir spontan jens jeremies ein, ein anderer „positiv“ vergifteter mit ähnlichem einsatzgebiet auf den verschiedenen ebenen des platzes. mitgesungen hat er auch. vielleicht hat er aber auch nur den kg (kaugummi) im mund rumgeschoben.

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Koom 3. Dezember 2013 um 15:15

Seit langer Zeit ist Großkreutz auf dem Platz zumindest nicht mehr mit Fouls oder Unsportlichkeiten aufgefallen. Meckern und vor allem mit anderen Spielern „diskutieren“ sicherlich, aber IMO alles sehr im Rahmen. Da finde ich andere (Thomas Müller ganz vorne) wesentlich schlimmer, was das Zutexten auf dem Feld angeht.

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Strafraumautist 4. Dezember 2013 um 01:42

Müller ist eben ein Bazi* und Großkreutz ein Prolet. Oder habe ich das jetzt verwechselt? (Egal siehe 9.6.2.1.1)

* habe ich das ausländische Fachwort richtig verwendet?

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Der Babo 3. Dezember 2013 um 11:18

1. Sollte Khedira nicht fit werden, sollte Großkreutz mit zur WM. Sonst besteht Löws Zauberkader ja nur aus Zauberern. Was, wenn dann wieder der böse Balotelli kommt? Da wünscht man sich einen Großkreutz!

2. Alle nochmal den Abschnitt „Edeltechniker“ lesen und mit dem Stichwort „OneTouch-Fußball“ Mario Gomez überdenken …

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Uli 3. Dezember 2013 um 11:05

„Kevin Großkreutz steht wie kaum ein anderer Spieler dafür, dass die Beurteilungen von Fußballspielern viel zu limitiert sind.“

Die Frage muss doch eher lauten, von wo so eine „Beurteilung“ kommt. Der durchschnittliche Fußballfan wird Spieler nie nach 20 verschiedenen Teilaspekten „objektiv“ beurteilen können, das scheitert ja oft schon an den TV Übertragungen. Für 98% der Fußballfans ist Großkreutz halt der „Dortmunder Junge“ der viel rennt und dabei immer etwas holzig wirkt.

Viel wichtiger ist doch, dass Trainer und Manager ihre Spieler richtig beurteilen. Jürgen Klopp weiß ganz sicher was er an Großkreutz hat und wenn sich Jogi Löw nur auf die Berichterstattung der Sportschau verlässt, wäre das geradezu fahrlässig. Man darf sich halt als Experte nicht von Lieschen Müller reinreden lassen und muss notfalls auch mal das Bild eines Spielers gerade rücken. Phillip Lahm war ja jahrelang der ewige RV und gilt inzwischen als Allrounder.

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Thomas 4. Dezember 2013 um 11:05

Phillip Lahm war ja jahrelang der ewige RV und gilt inzwischen als Allrounder.
Naja, er galt eher jahrelang als der beste Außenverteidiger und wurde von rechts nach links und wieder zurück geschoben, je nachdem, auf welcher Seite die Not gerade am größten war.

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ES 3. Dezember 2013 um 10:14

Schöner Artikel. Respekt übrigens für jeden kicker! der sich offensichtlich weiterentwickelt.

Beim Thema (augenscheinlich) technisch limitierte Spieler , der sich aber hervorragend mannschaftstaktisch bewegen und dann doch wieder erstaunliche individuelle Fähigkeiten aufweist, fällt mir als (nicht ganz passender) Pendant gleich Thomas Müller ein. Bei ihm ist der Erfolg seiner Spielweise aber sehr offenbar an Toren und Torvorlagen zu messen, so dass sich die Kritik bei ihm reduziert (so lange er Tore macht). Sorry, will jetzt keine Thomas Müller Diskussion eröffnen. ist vielleicht noch ein anders Türchen. Assoziativ bin ich dann noch bei Hans-Peter Briegel. Wäre auch ein interessantes Türchen.

Julian Draxler ist übrigens, wie ich finde, so ein Beispiel für einen technisch viel stärkeren Spieler, der sich mannschaftstaktisch aber sehr statisch bewegt, und deshalb für die ganze Mannschaft derzeit nicht so wertvoll ist wie er von seinem Potential sein könnte (hat man ihn z.B. schon mal geschickt ohne Ball in einen freien Raum laufen sehen?)

Übrigens glaube ich nach wie vor, dass Klopp aus jedem halbwegs passablen Spieler, wenn er die Lernwilligkeit (und damit eine gewisse Lernintelligenz besitzt, die Großkredits zu haben scheint) einen sehr guten Spieler machen kann. Was würde er z.B. aus einem Kolasinac machen, wo wäre umgekehrt Grosskreutz unter. Keller? Müßige Spekulation.

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Koom 3. Dezember 2013 um 11:56

Klopp hat es in Mainz als Spieler und Trainer erlebt und gelernt, aus wenig viel zu machen. Dadurch ist auch seine Trainerarbeit geprägt, die etwas weniger auf individuelle Fähigkeiten setzt (diese aber auch nutzt), sondern mehr auf Dinge, die im Grunde jeder abrufen kann (Laufarbeit, richtige Laufwege). Das führt in der Folge aber auch gerne dazu, das Spieler von Mainz oder Dortmund in anderen Vereinen oftmals schlechter rauskommen. Ihre Schwächen wurden durch das funktionierende Team gut abgefangen, ihre Stärken dadurch besser sichtbar.

Um mal einen Spekulatius einzuwerfen: Ich bin skeptisch, ob Lewandowski nach Dortmund noch eine große Nummer bleiben wird, oder eher den Weg von Barrios gehen wird. Wenn man böse ist, könne Lewandowski pro Spiel locker 2 Buden machen, aber er vergibt auch viele Chancen. Wenn ich da zum Vergleich einen Edin Dzeko mir ins Gedächtnis rufe, der gefühlt aus jeder Chance 2 Tore machte, dann sehe ich da doch noch einen Qualitätsunterschied beim Abschluss. Lewandowski ist sicherlich der bessere „Arbeits“-Stürmer (Kombinationen, Pressing, Laufarbeit), im Abschluss gibt es aber doch Bessere.

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Strafraumautist 3. Dezember 2013 um 12:03

Dann wird’s ja interessant, was sein Geliebter Pep aus Lewandowski macht. Ich denke das PG durchaus auch ein händchen dafür hat, seine Spieler passend einzubinden.

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Koom 3. Dezember 2013 um 12:37

Das „Einbinden“ sehe ich relativ problemlos bei Lewandowski. Er ist ja relativ flexibel und kombinationsstark. Ich wollte nur die Abschlussstärke kritisieren und das er so oft trifft, weil er auch wirklich sehr viele Gelegenheiten bei Dortmund bekommt.

Ob er für die Bayern eine Verbesserung gegenüber Mandzukic darstellt, kann ich nicht voll beurteilen. Tendenziell würde ich sagen, das die Unterschiede marginal sind. Mandzukic ist effizienter vorm Tor, Lewandowski kann sich dafür besser ins Spiel einbinden.

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SP 3. Dezember 2013 um 17:31

Auf sport1 hab ich mal gelesen, dass guardiola sich nicht sicher ist, ob er Lewandowski braucht. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass ich selbst nicht der Meinung bin, dass Lewandowski zu Bayern gehen sollte (ich bin übrigens Bayern-fan), weil ich denke, dass Guardiola bei Gegnern, die Mauern eher auf Mandzukic setzt, weil er einfach ein Kopfballungeheuer ist und gegen mitspielende Gegner mit Götze/Müller eine „falsche“ Neun eingesetzt wird. Wozu braucht man also mit Lewandowski das Mittelding zwischen den beiden Alternativen?

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Strafraumautist 5. Dezember 2013 um 23:58

ähh, ich hätte jetz geschrieben, dass der FCB genau deshalb Lewa brauchen kann, weil er ein Mittelding ist: Zentrumstürmer und F9 in Personalunion, er kann kombinieren oder wenn nötig das Ungeheur rauslassen.


Flip 3. Dezember 2013 um 09:55

Schöner Artikel der sich weitestgehend mit meinen Eindrücken deckt. Bin selber Dortmundfan und werde diesen Artikel fortan jedem ans Herz legen der Großkreutz die Tauglichkeit für den BVB absprechen möchte (und das sind gerade in meinem Freundeskreis eine Menge). Danke!

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Chrischan 3. Dezember 2013 um 09:51

Super Artikel und definitiv wahr, dass Großkreutz häufig die Klasse abgesprochen wird. Manchmal tappe ich als BVB-Fan sogar in die Falle und gucke nur auf die technischen Fähigkeiten von Großkreutz, die in manchen Situation kontraproduktiv wirken. Dieser Artikel zeigt jedoch, dass ganz andere Aspekte wichtig sind im Fußball und das stimmt. Trotzdem kann Großkreutz noch ein wenig das Flanken üben – genauso wie fast alle BVB-Außenverteidiger übrigens. 😉
Aber ansonsten ganz klar, superstarke Leistung von Großkreutz und ich würde ihm ne Nominierung in die Nationalelf gönnen, weil sie absolut verdient wäre!

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nifan 3. Dezember 2013 um 09:10

Riesendank, klasse Artikel. Die Tunnelszene, einfach nur episch 😀
Gerade die letzten drei Absätze sind so wahr, gleiches gilt auch für den Amateurfußball in Deutschland, wo m.E. der Fokus auch zu wenig auf der Entscheidungsfindung und taktischen Intelligenz der Akteure liegt.

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CH 3. Dezember 2013 um 13:48

Der Tunnel war pures Glück. Der Gladbacher läuft schlauerweise erst los, als KG ihm den Rücken zuwendet, macht aber dann den entscheidenden Fehler. GK denkt sich er hat Platz, plant die Drehung, bekommt sicherlich den „Hintermann“ zugerufen, überschätzt vielleicht sein Zeitreservoir. Seine Rettung: Der Gladbacher läuft durch statt vor ihm zu stoppen. Der Rest ist m.E. mehr instinktives Handeln und weniger gewollt (Khedira hätte wahrscheinlich seinen Körper reingestellt). Wenn der Gladbacher ihn nur anliefe statt zu attackieren, wäre der Angriff abgewürgt und GK hätte echte Probleme.

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blub 3. Dezember 2013 um 15:09

Und woran erkenne ich das das pures Glück war?
Bei Iniesta hätte das an der Stelle niemand behauptet.

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CH 3. Dezember 2013 um 17:08

Weil er sich bis Videozeit 45:44 dreimal nach rechts hinten umsieht, dann einmal bei 45:44 nach links zum Abwehrspieler. Das ist genau der Zeitpunkt wo der Pass gespielt wird und die zwei Gladbacher starten. Einer auf GK direkt von hinten einer auf Sokratis? Bei 45:45 Ballannahme, beim Umschalten auf 45:46 die Drehung. Genau da, wo der Gladbacher noch zwei Schritte und damit weniger als eine Sekunde entfernt ist, erfasst er die Situation. Bei dem Zeitfenster greifen m.E. nur noch Automatismen – egal ob Kreisklasse oder Iniesta.
Wenn der Gladbacher da stehen bleibt , während der zweite durchläuft, wäre GK isoliert gewesen.

Das ist meine Meinung, die ich zur Diskussion stelle, kein Dekret.

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TW 3. Dezember 2013 um 17:41

Der Tunnel war gegen Christoph Kramer. Über diesen sagt sein Ex-Trainer Karsten Neitzel: „Christophs Schwäche ist jedoch, dass er häufig ganz hart anläuft und nicht rechtzeitig 2-3 m vorm Gegenspieler das Tempo rausnimmt. Das ist ein Ding, das hat er so lange ich für die Mannschaft verantwortlich war noch nicht richtig hinbekommen.“ Vielleicht hat Kevin das Interview gelesen und es tatsächlich absichtlich gemacht ;-).

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MR 3. Dezember 2013 um 17:58

Wobei das in der Szene doch ziemlich gut war, oder? Wenn er abbremst, bekommt Großkreutz ja Zeit, sich seitlich wegzudrehen, was einfacher ist. Durch das harte Anlaufen zwingt Kramer ihn zu einer Risikoaktion und die eigentliche Anfälligkeit des harten Anlaufens – dass man durch eine simple Seitwärts- oder Stoppbewegung umspielt wird – entfaltet sich ja gar nicht. Dass Großkreutz dann so ein Ding auspackt, wer kann’s ahnen.

TW 3. Dezember 2013 um 20:08

Du hast Recht. Das Problem war viel mehr das zentrale Anlaufen. Kramer läuft ja direkt auf Großkreutz zu, muss also zum Abstoppen zentral in eine breitbeinige Stellung. Das war ein Angebot zum Tunneln. Noch ein Argument dafür, dass es Absicht von Großkreutz war. Ich verstehe aber auch den Laufweg des anderen Gladbachers, der zusammen mit Kramer losläuft, nicht so ganz. Er scherrt ja vorher weit nach links aus, anstatt den offensichtlichen Weg nach innen zu verstellen. Er rechnet wohl schon mit dem Ballgewinn Kramers.

EFF 3. Dezember 2013 um 21:58

Bevor sich Großkreutz dreht haben wir die Individualtaktische Grundsituation 1 gegen 1 im Rücken des Angreifers (Angreifer am Ball). Darauf reagiert Kramer gut und versucht die Distanz zu verringern (eine Armlängeabstand „Basketballabstand“). Dadurch sich Großkreutz flüssig dreht (eine Bewegung) ändert sich blitzschnell die Grundsituation in ein frontales 1 gegen 1. Daraus ergibt sich eine zu enge Stellung Kramers. Aber er reagiert noch gut im dem er den Dribbelfuss (Rechts) von Großkreutz mit seinem linken Fuss attakiert dadurch ergibt sich die breitbeinige Stellung von Kramer und so kann Großkreutz ihn in der Dynamik tunneln.

Der zweite Gladbach der auf den kurzen Freistoss von Dortmund reagiert ist Arango der sich auch erst zu Großkreutz orientiert aber nach dem Anlaufen von Kramer versucht den Rückpassweg zu Sokratis zu zustellen und einen möglichen Pass abzufangen.

Die Pressingaktion von Gladbach geht etwas die Dynamik ab weil sie aus einer schlechten Absicherung aus pressen und sie nur gruppentaktisch reagieren. Mannschaftstaktisch fehlt ein bisschen die Dynamik

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TW 4. Dezember 2013 um 00:51

Sehr gut beschrieben und auch die entsprechenden individual- bzw. gruppentaktischen Situationen der Trainingslehre richtig zugeordnet. Hatte mir die Szene nicht mit genügend Stoppbildern angesehen. Im Grunde narrt Großkreutz beide Gladbacher indem er den Ball direkt mit einer Drehung annimmt (technisch sehr anspruchsvoll). In dem Moment ist Kramer noch zu weit weg und Arrango bereits an ihm vorbei. Ob das Attackieren Kramers jetzt so glücklich ist, darüber lässt sich streiten. Aber die Situation ändert sich natürlich auch extrem schnell. Nach all diesen Diskussionen bin ich mir fast sicher, dass es von Großkreutz so geplant war. Der Blick nach links reicht, um zu erfassen, dass Arrango links rausgeht und Kramer frontal kommt.

Strafraumautist 4. Dezember 2013 um 01:29

Eine Laienfrage an die Experten: was genau bedeutet Individualtaktisch bzw. Gruppentaktisch. Ich war nie in einem Verein und bin trotz fleißigem mitlesen manchmal leicht überfordert.

RM 4. Dezember 2013 um 02:00

Schwer, genaue Grenzen zu ziehen. Gruppentaktisch – Taktische Aspekte, die mit einer Gruppe zusammenhängen. Beispielsweise das Bespielen einer gegnerischen Abwehrreihe zu viert. Wer läuft wohin, wer macht was, wie bewege ich mich? Individualtaktisch – Umsetzung individueller Aspekte innerhalb dieses Rahmens.

Oder so.

EFF 4. Dezember 2013 um 17:22

Indiviaultaktik: umfasst alle defensiven und offensiven 1 gegen 1 Situationen mit einer Ausnahme der 1 gegen 2 Situationen ( 1 Verteidiger und 2 Angreifer)

Gruppentaktik: ist ein planvolles, abgestimmtes, zielgerichtetes von mind. 2 oder meheren Spielern z.B. Offensive Doppelpass, Kreuzen / Defensive 2 gegen 2, 2 gegn 3, 3 gegen 2 (also Verteidgen in Unterzahl, Gleichzahl, Überzahl) Es gibt noch weitere Grundsituationen meist wird bis 4 gegen 3 usw.
Nach Trainingsprinzipen wird bis 4 Verteidiger (Viererkette) von Gruppentaltik ausgegangen. Ab 5 Verteidiger(Viererkette und 1 Sechser) spricht man meist von Manschaftstaktik.

Mannschaftstaktik: ist ein planvolles, abgestimmtes, zielgerichtetes von allen Spielern z.B. Offensive Flügelspiel / Defensive wie angesprochen meist ab 4 Verteidigern, z.B. 6 gegen 6 (Viererkette + 2 Sechser gegen 2 Stürmer + 4 Mitterlfeldspieler) und natürlich das 11 gegn 11

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Strafraumautist 5. Dezember 2013 um 23:59

danke

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Flankengott 3. Dezember 2013 um 08:28

Wie schon Rudi Gutendorf kürzlich meinte: „Der Großkreutz, der ist der Beste!“ 😉

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a_me 3. Dezember 2013 um 08:22

Danke für den Artikel. Ich bin kein BVB-Fan, finde aber schon länger, dass Großkreutz wieder eine Nominierung für die Nationalelf verdient und er mit zur WM sollte. Als Backup für Lahm als RV sehe ich nämlich derzeit keinen Deutschen auf Großkreuz‘ Niveau.

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