Samstag, 25.10.2014

Spielverlagerung für Einsteiger

Ein Einsteiger-Guide für alle Leser, die mit den Spielverlagerung-Analysen ihre liebe Mühe haben.

Spielverlagerung-Artikel sind kein leichter Stoff. Wir verlieren uns gerne zwischen detaillierten Beschreibungen, Fachwörtern und taktischen Absonderlichkeiten. Wer noch nie etwas von den dahinter liegenden Konzepten und Begriffen gehört hat, verliert schnell den Überblick.

Aus diesem Grund haben wir diesen Guide entworfen – passend zur EM, denn gerade jetzt dürften viele Leser hierherströmen, die mit Taktik bisher eher wenig bis gar nichts am Hut haben. Dieser Guide soll genau diesen Einsteigern helfen, die wichtigsten Grundbegriffen zu verstehen. Er ist so gehalten, dass er auch von jenen Lesern verstanden wird, die Taktik bisher für eine Pfefferminzsorte hielten, wie es Arnd Zeigler so schön formulierte.

Die einzelnen Artikel verstehen sich dabei als „Work in Progress“. Wenn ein Leser eine Formulierung zu kompliziert findet oder meint, dass ein wesentlicher Aspekt fehlt, wären wir froh über einen kleinen Hinweis. Allerdings bitten wir zu bedenken, dass dieser Guide hauptsächlich für Einsteiger gedacht ist. Komplizierte Konzepte wie die „fluide Dreifachsechs“ oder „diagonales Anlaufen beim Pressing” finden hier keine Beachtung.

Bis jetzt sind rund die Hälfte der Artikel online, der Rest folgt im Verauf der nächsten Tage.

Und nun viel Spaß mit dem Guide!

  1. Pressing
  2. Spielaufbau
  3. Umschaltspiel
  4. Polyvalenz und Fluidität
  • Sinn und Unsinn von Statistiken
  • Schluss: Die Fußballwelt im Wandel

Kommentare bitte unter diese Startseite!

 

Celle1910 8. September 2014 um 15:07

Wann werden die fehlenden Artikel denn ergänzt? Eure Theorieartikel sind meine Highlights, da sie tiefgründig sind und trotzdem leicht verständlich.

Antworten

dekar 6. September 2014 um 12:39

Hey, hab mal eine Frage. Auf dieser Seite wird öfters der Begriff “Halbraum” verwendet, ich finde aber weder hier noch sonst irgendwo im Internet eine erklärung dafür. Was genau sind Halbräume?

Lg dekar

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RM 6. September 2014 um 13:16

Vereinfacht gesagt: Der Halbraum ist der Raum zwischen Flügel und Zentrum in der Horizontale. Guardiola zieht z.B. Linien von den Ecken des Fünfmeterraums zu den gegenüberliegenden und von den Strafraumecken zu den gegenüberliegenden. Dadurch gibt es fünf Bahnen – Linker Flügel, linker Halbraum, Mitte, rechter Halbraum, rechter Flügel. Das ist notwendig, weil die Halbräume und eine leicht seitliche Positionierung strategisch andere Wirkungen haben als die Mitte (und als die Flügel sowieso). Einen detaillierten Artikel dazu gibt es bald. Mir fehlt nur noch das Fazit und paar Grafiken, dann gibt es einen in-depth-Taktiktheorieartikel.

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Alex 25. August 2014 um 19:44

Hallo sv_team,

erstmal Gratulation zm gelungenen Relaunch, da steckt ja sicherlich auch wieder viel Arbeit drin, die man nicht auf den ersten Blick sieht. So kann die neue Saison kommen.
Was mir bezüglich des Guides noch eingefallen ist, aber auf der Seite noch nicht gefunden habe (vll vergeblich gesucht), wäre ein Abschnitt dazu wie ihr Autoren euch ein Spiel im Fernsehen anschaut. Schaut ihr live oder in der Wiederholung um pausieren zu können? Wie bereitet ihr euch vor, welche Tools oder Hilfsmittel benutzt ihr, worauf achtet ihr besonders. Habt ihr Schemata (z.B. van Gaal) woran ihr euch orientiert? Quasi eine Art Einblick hinter die Kulissen. Wäre vielleicht auch ein Thema für einen Podcast. naja ist mir eben eingefallen, dass ich das für sehr interessant halten würde. Gerade auch weil die Methoden der verschiedenen Autoren ja sicherlich voneinander abweichen.

Viele Grüße,
Alex

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UH 22. August 2014 um 21:26

Wo ist eigentlich der Rest der Guide geblieben?

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TW 24. August 2014 um 01:08

…auf unserer TODO-Liste. TE und ich sind da aber wieder dran.

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b-dog 23. Juni 2014 um 02:58

ZWEITER TEIL HER, SONST ZU!!!!!
ok.
Nur Spaß.
Aber gucke hier ab und zu mal vorbei und hoffe jedes Mal, dass auch die restlichen Punkten ausgeführt sind.
:(

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Philo 2. November 2013 um 11:50

Gibt es eigentlich noch Pläne für den Einsteiger-Guide? Ich fände es schade, wenn er einfach so im “Archiv” liegen bleiben würde. Ihr könntet ihn ja fertigstellen und als E-Book verkaufen, damit sich die Mühe lohnt. ;)

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Franzose 8. Januar 2014 um 11:19

Ja. Wäre schön, wenn der fertiggestellt würde.

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Jojo 21. Januar 2014 um 11:22

Ja, sehe ich auch so. Wäre schön, den Artikel “vollendet” zu sehen ;)

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Tim 14. August 2013 um 13:36

Großes Kompliment für diese Seite, auf die ich erst vor kurzem aufmerksam geworden bin. Ich bin – wie wohl der Otto-Normal-Deutsche – ein großer Fußballfan, aber leider ein absoluter Taktiklaie. Eure Seite ist eine super Sache, um Taktik zu verstehen und sie lieben zu lernen.

Euer Einsteigerguide ist dabei für mich – und viele andere sicherlich auch – eine Art Überlebenselixier. Bitte stellt ihn doch beizeiten fertig und platziert ihn prominenter in der Navigation. Irgendwie kann ich ihn nämlich nur über Google finden. Der verdient aber definitiv größere Aufmerksamkeit!

Also: Dickes Lob, und dranbleiben! ;)

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Thomas 31. Januar 2013 um 22:28

Ich finde dieses Guide auch klasse, würde mich aber freuen wenn er bald fertig gestellt würde, da er für mich wie eine Art Grundlage dieser Seite darstellt.

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Markus 7. Januar 2013 um 20:35

Toller Guide,
insbesondere für Einsteiger, wie mich, aber wie siehts mit dem zweiten Teil aus? Jetzt wo es richtig spannend wird… :-)

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AP 18. Dezember 2012 um 11:25

Lieber TE,

Du bist eine Raketè (Betonung wichtig)

Darum ein Gedicht zu Deinen Ehren,
das kannst Du uns nun nicht verwehren,
Dich auch gegen Worte schlecht wehren,
mit Wissen aber uns gerne belehren.

Weihnachten steht vor der Tür,
wir haben viel Zeit, viel Freiraum, wöfür?
was uns fehlt, ist die SV für Einsteiger Kür.

Meine Worte kommen wie im Fluss,
eine Fortsetzung wäre uns ein voller Genuss,
auf der Beliebtheitsskala der SV Autoren ein richtig dickes Plus.

Frohe Weihnachten und nun ist Schluss.

AP

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RM 18. Dezember 2012 um 14:17

Haha, ich bin zwar nicht TE, aber das finde ich einfach super, made my, äh, machte meinen Tag!

Antworten

AP 19. Dezember 2012 um 16:02

Ihr Autoren seid echt der Hit,
mit dieser Qualität hält keiner Schritt.

Egal ob RM, er schreibt schnell, sensationell,
seine Artikel sind einfach nur Klasse,
so das ich keinen dieser verpasse…

Egal ob MR, gewitzt und gebildet,
seine Beiträge strotzen vor Wissen,
bei seinen Podcasts könnt ich mich vor Lachen bepiss…

Egal ob TE, ein Mann der klaren Worte,
einfach ein Straighter, ein Fescher,
sicherlich kein Phrasendrescher,
evtl. sogar ein Escher…

Dank Euch für diesen Aufwand,
macht bitte all so weiter,
Ihr seid die besten Taktikwriter,
Gedankenverleiter (vorsicht ich laufe zu Hochform auf)
im Fussball nennt man das wohl,
souveräner Spitzenreiter…

“Danke, Danke, ich Danke Euch”…

Antworten

LR8 27. Oktober 2012 um 22:03

Würde mich sehr über den zweiten Teil freuen. Wirklich gelungene Einführung.

Gruß,

L

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verstärker 1. Dezember 2012 um 18:43

is echt so.

Antworten

Roberto 27. Oktober 2012 um 04:43

same here, ich schaue andauernd nach ob inzwischen was neues geschrieben wurde. muß ja nicht alles auf einmal kommen, aber aller paar wochen ein neues kapitel vielleich ?!?

R.

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Doppelsechs 21. Oktober 2012 um 14:23

Liebes Spielverlagerungsteam,

ich schätze euere Arbeit sehr und es würde mich freuen, wenn es hier im Einsteigerguide mal noch weitergehen würde.

Vielen Dank!

Antworten

QuotenJäger 10. Oktober 2012 um 23:51

Es wäre echt super, wenn dieser Bereich noch weiter ausgebaut werden würde! :)

Antworten

MF 4. Oktober 2012 um 11:16

Ich lechtse nach dem nächsten Teil!!!

Antworten

Pep 4. Oktober 2012 um 09:39

“Fachwörtern” ist in meinen Augen das falsche Wort, da die Wörter meist einfach nur aus anderen Bereichen kommen und somit keine “Fachwörter” sondern zweckentfremdete Fremdwörter sind. Aber das nimmt ja überall zu und ist in mode, hier ein bischen Fremdworte vergewaltigen, ein paar Denglisch Worte und schon wirkt das ganze viel hochwertiger. Aber spätestens hier habe ich dann schon keine Lust mehr weiterzulesen:
Die einzelnen Artikel verstehen sich dabei als „Work in Progress“.
Schade und enttäuschend.

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maba 2. Oktober 2012 um 16:21

danke für die tollen und aktuellen berichte, danke für die netten u. informativen featueres. auch der taktik-guide ist erste sahne, aber wäre es nicht möglich, diesen endlich fertig zu stellen? bitte nicht falsch verstehen, aber mittlerweile warte ich (und ws die meisten eurer treuen anhänger) schon fast 4 monate auf den zweiten teil.
naja vielleicht geht es sich demnächst aus, ansonsten freue ich mich weiterhin über eure genialen spielberichte ;)

Antworten

TW 3. Oktober 2012 um 14:13

Ich möchte mich hier gern anschließen. Ich denke, dass Viele auf die Fortsetzung warten. Wenn es aufgrund der aktuellen Belastung nicht klappt, ist das natürlich nachzuvollziehen und absolut verständlich, es wäre aber schön, Eure Zeitplanung diesbezüglich zu kennen.

Antworten

RM 3. Oktober 2012 um 14:45

Bis zur Winterpause dürfte es fertig werden, aktuell haben wir weder die Mitarbeiter dafür noch die Zeit, allerdings dürfte sich das bald legen und es geht weiter mit dem Guide.

Antworten

TW 22. Juli 2013 um 14:44

Wie sieht es aus? Eventuell lassen sich die 2 Wochen vor Saisonbeginn noch nutzen?

Antworten

Brezen 26. September 2012 um 12:15

Ich finde eure Seite auch echt super.

Leider tue ich mir ziemlich schwer, wenn ich selber ein Spiel analysieren will.
Gibt’s da noch irgendwelche Tipps außer das Van Gaalsche Prinzip sowie nicht nur auf den Ball schauen?

ich spiele selbst Fußball im Verein, aber mehr als im Groben kann ich leider nie die Taktik der Mannschaften erkennen :/
Erst wenn ich es dann bei euch hier lese, kann ich es sehr gut nachvollziehen, aber selber draufgekommen wäre ich nicht (erinnert mich irgendwie an den Mathematik Unterricht -> nachvollziehen ja, selber machen nein)

Antworten

HW 27. September 2012 um 15:10

Hi,
erstmal ist das natürlich eine Sache der Übung. Versuche einfach nur einen Aspekt zu beobachten, z. B. wie sich der linke Verteidiger oder der zweite Stürmer verhält. Oder wie lange ein Team brauch um nach der Balleroberung den Pass nach vorne zu spielen.
Mit der Zeit puzzelst du dir damit ein Repertoire zusammen mit dem du ein Spiel gut beobachten kannst.

Beobachtung ist natürlich nicht alles. Tausche dich aus und rede über Taktik. Nicht allgemein, sondern an Beispielen und dem Spiel vom Wochenende.

Es hilft natürlich Spiele mehr als einmal anzuschauen. Aber wenn du selber Fußball spielst, dann versuche das Beobachtete auf dein Spiel oder deine Mannschaft zu übertragen. Du musst nichts nachmachen (kannst du natürlich versuchen), aber einfach Vergleiche ziehen und sich die eigenen Spielsituationen zu visualisieren kann sehr helfen.

Vor dem Fernseher kann auch eine Vorbereitung helfen. Also die Formationen vorher oder früh aufzeichnen, Notizen machen o. ä. Aber das macht jeder anders.

Antworten

Mike 20. September 2012 um 16:45

Super Sache! Dieser Guide muss unbedingtund ganz dringend fortgesetzt werden!!!

Antworten

Stuf_03 18. September 2012 um 08:54

Ich folge euren Ausfürhungen schon sehr lange und würde mich nicht mehr als Anfänger bezeichnen, aber ich habe so meine Probleme mit “spielstark”, was soll das genau bedeuten? Ab wann ist ein Spieler spielstark?

Antworten

ntotheico 7. September 2012 um 20:33

Für mich sehr, sehr interessanter Beitrag.
Wie auch die ganze Seite sehr interessant ist und für mich nochmal wieder eine neue Facette am Fußball – hoffentlich – eröffnet.

Vielen Dank dafür.

Antworten

Alex 21. August 2012 um 11:48

Das wäre soooo toll, wenn TE die Zeit für die Weiterbearbeitung findet… sooooo tollll :-)

Antworten

Anton 5. August 2012 um 18:38

…noch eine kleine Anmerkung. Ich habe in der Vergangenheit ab und zu “Fussballfachzeitschriften” gekauft. Der fachliche Informationsgehalt ist nicht mit
Spielverlagerung zu vergleichen.Ich hoffe der Einsteiger Guide wird fortgesetzt.
Ich wäre auch bereit das Geld das ich bisher für Fachzeitschriften ausgab hier zu investieren.Hier wird tolle Arbeit geleistet und ich wünsche mir das das so bleibt !!

Antworten

Anton 5. August 2012 um 17:32

SUPER!! Ich bin Ende der letzten Saison auf Spielverlagerung gestossen. Ich habe öfters nicht alles verstanden. Die Aufklärung vor der neuen Saison ist genau das was ich brauchte.

Antworten

Turin 31. Juli 2012 um 13:19

Für wann habt ihr die zweite Hälfte des Einsteiger-Guides geplant?

Antworten

wuwa 29. Juli 2012 um 03:15

Ich möchte nicht aufdringlich wirken. Ich will nur fragen, ob der Guide noch fertiggestellt wird oder nicht. :-(

Antworten

judoudo 20. Juli 2012 um 23:30

Der Guide ist super, genau wie die ganze Seite. Ich erkenne nach einem Jahr soo viel mehr im Spiel, das ist echt krass. Ich hab zB erkannt, wie ein Team den 6er imLauf des Spiels zwischen die Innenverteidiger zog und nachher hab ichs bei Euch gelesen und fühlte mich bestätigt bzw. stolz. :-)

Antworten

TE 5. Juli 2012 um 18:38

Tut mir Leid, dass ich den Guide noch nicht fertig gestellt habe. Die EM war mehr Arbeit, als ich erwartet habe. Ich werde ihn demnächst langsam, aber sicher weiterführen…

Antworten

LoMi 4. Juli 2012 um 12:18

Ich freue mich auch sehr auf die Fortsetzung des Guides.

Einstiege in die Denkweise des modernen Fußballs habe ich vor der Existenz von Spielverlagerung hier gefunden: http://www.abwehrkette.de
Dort erfährt man eine ganze Menge an Grundlagen des modernen Spiels.

Antworten

Chris 4. Juli 2012 um 10:18

Werden die “fehlenden” Punkte noch folgen? Bin schon sehr gespannt auf die ausführlichen Erläuterungen! Nach der EM kann man ggf. noch so Begriffe wie “falsche 9″ oder “Tiki-Taka” mit anführen, die Verwendung dieser Begriffe nimmt auch bei Mainstream-Berichterstattungen immer weiter zu!

Antworten

Matze 28. Juni 2012 um 16:53

Hej,
wirklich Spitze eure Seite! Seit ich hier lese, macht mir Fussball gucken noch mehr Spaß. Bei der Einführung hier freue ich mich auf die Punkte 1. und 4. Denn unter “Polyvalenten Pressingspielern” kann ich mir bisher noch nicht viel vorstellen.

Antworten

wuwa 25. Juni 2012 um 23:50

Ich lese zwar schon länger hier, aber ich finde den Guide trotzdem sehr interessant! Was ist denn eigentlich nun mit dem Rest? Kommt der erst nach der EM?

Antworten

Mike 22. Juni 2012 um 14:42

sehr toll und vor allem wichtige idee. wie bei allen dinge ist der einstieg mit das schwerste, auch und gerade wegen fachbegriffen, als experte ist es dann häufig schwer sich darauf zurück zu besinnen und überhaupt zu verstehen, warum andere einen nicht verstehen. die begriffe sind denke ich auch einem laien schnell klar, wie sich allerdings taktische änderungen auswirken und was denn eine falsche neun überhaupt für vorteile in gewissen funktionen hat eben nicht unbedingt. und da man nicht in jedem artikel von null anfangen kann ist so ein guide einfach wunderbar.

ich hoffe ja, dass solche seiten dazu beitragen, dass wir auch im fernsehen endlich experten sehen, die auch ahnung haben. ich weiß teilweise nicht, ob ehemalige spieler wirklich nicht verstehen was auf dem platz passiert(Thomas Strunz: “Dreierkette und Viererkette ist eh das gleiche “) oder ob sie die order haben es ganz allgemeinverständlich zu erklären und dann bleiben eben nur phrasen über. generell ist der fußballjournalismus hierzulande fast nur von phrasen geprägt, wo “konzepte” gefordert werden oder wo bei einem verein “der baum brennt”. ich kann auch die spieler und trainer verstehen die sauer werden. ich kann mir nicht vorstellen ruhig zu bleiben, wenn ich mit leuten zusammenarbeiten müsste, die nach 20 jahren im job immernoch keine ahnung haben.
von fans erwarte ich das nicht, eine gewisse naivität gehört einfach dazu, aber wenn man schon geld damit verdient kann man sich auch mal informieren.

also danke für die gute arbeit. vielleicht hat es einen guten einfluss auf die nächste generation von fußballreportern und kommentatoren.

Antworten

TheSoulcollector 21. Juni 2012 um 08:28

Ich wäre auch dafür, das ganze im Taktiklexikon anzupinnen. Z.B. unter Grundkurs oder Grundlagen oder ähnlich.

Schade, dass ihr so wenig Zeit habt für diese Artikel, gerade zur EM wäre es sicher interessant gewesen. Aber nun sind ja schon 2/3 der EM vorbei und ihr werdet wahrscheinlich erst nach der EM in der Sommerpause Zeit haben diese Artikel zu erweitern. Trotzdem ist das ganze sehr hilfreich, dankeschön!

Zu den Rückennummern: Das kommt doch vom WM-System daher ist die Verteilung schon ok, so wie sie ist.

–7—–9—–11–
—–8—–10—–
—–4—–6——
-2——5——3–
———1———

Wobei man in der Abwehrreihe die Nummern öfter tauscht und der 4er nun in der Kette hinten steht.

Antworten

Jose Mourinho 21. Juni 2012 um 00:22

Bei den Positionen würde ich eher diese Nummern wählen:

———-[9]————
-[11]—-[10]——-[7]-
—–[8]——-[6]——-
-[3]—[4]—-[5]—–[2]

Antworten

achim 15. Juni 2014 um 12:29

Noch mal zur Nummern/Positionsdiskussion. Die Nummern sind nun mal historisch aus dem WM-System erwachsen. Daher sollte man von dieser Nummerierung ausgehen und erst anschließend die Abweichungen im Laufe der Zeit und im Wandel der Systeme oder Grundordnungen beschreiben.
Das wäre meines Erachtens der systematischere Weg, der sich für euren Text anbietet.
Btw. denk ich, dass sich zumindest die 6 und die 10 soweit eingebürgert haben, dass sie als Orientierungshilfe für Spielerpositionen weiter verwendet werden auch wenn sich Spielweise und Nummernvergabe ändern. Aber wer weiß, auch die 8 ist ja wieder in den Vordergrund gerückt, um Spielerpositionen zu beschreiben, obwohl nur die wenigsten 8er auch die 8 auf dem Rücken haben.

Antworten

HW 15. Juni 2014 um 13:30

In einigen Ländern ist aber gerade in der Verteidigung die historische Nummerierung eine andere. Da spielt z. B. der 4er im DM und die Nr. 6 ist IV.
Und in einem 4-4-2 ist es auch anhängig von der Rolle oder der Geschichte ob der zweite Stürmer nun die 11 oder die 10 trägt.

Antworten

Tobias 20. Juni 2012 um 19:23

Sehr schönes Icon und gute Platzierung! Wann geht es denn nun endlich weiter *lechz*

Antworten

mb89 20. Juni 2012 um 13:05

wann kommt bitte der zweite teil?

Antworten

Wolle 19. Juni 2012 um 10:00

Hi,
erstmal vielen Dank für das alles!
Könnt ihr das irgendwo auf eure Startseite packen (bspw. unter Taktiklexikon oder Spielanalysen oder so).
Weil hier versauert das leider ein wenig.

Danke

Antworten

Neuneuneu 15. Juni 2012 um 10:33

Wann gehts weiter:-)?

Antworten

Jan 12. Juni 2012 um 23:09

Mir würde es helfen, in einer späteren und detaillierteren analyse auf die spielerrollen und Typen einzugehen, dabei auch englische bezeichnungen zumindest in einem Glossar zu nennen. Poacher, wingback etc werden häufig gelesen und könnten helfen auch englische Analysen besser zu verstehen.

Ich selbst fände es dann auch interessant welche körperlichen und spielerischen Eigenschaften ein Spieler in einer bestimmten Rolle mitbringen sollte.

Alles in allem aber eine wirklich gute Idee einen allgemeinen Artikel zu verfassen. Und auch klasse umgesetzt. Lässt sich gut und flüssig lesen, ist also super zum Einstieg.

Antworten

Rayson 12. Juni 2012 um 20:50

Ich möchte mich an dieser Stelle mal beschweren. Seitdem ich hier mitlese, kann ich mir kein Spiel mehr unbeschwert anschauen und über einzelne Spieler schimpfen, weil ich erkenne, warum was nicht geht.

Antworten

judoudo 20. Juli 2012 um 23:27

sehr geil! :-)

Antworten

bp 12. Juni 2012 um 19:54

erstmal vielen dank für diesen guide und die komplette spielverlagerung.de seite! :)

ich würd gern wissen auf welchen seiten man eine genaue statistische analyse je spieler eines bestimmten spieles finden kann, z.B. zurückgelegte distanz (gesamt/ je halbzeit) und passquote usw.

hoffe mir kann jemand mit ein paar links weiterhelfen :)

Antworten

DJ 13. Juni 2012 um 08:49

Also für die Bundesliga ist http://www.bundesliga.de natürlich prädestiniert.
Ansonsten wird hier ab und zu auf http://www.whoscored.com verwiesen!

Antworten

Frank 12. Juni 2012 um 04:37

Kennt ihr das, das ihr einen Text lest und merkt, dass er richtig gut ist, und je weiter ihr lest desto mehr merkt ihr, das der Text nicht nur gut sondern richtig gut ist, bis ihr ohne Zweifel sagen könnt, das dies einer der besten Texte ist, den ihr in letzter Zeit gelesen habt und das ihr euch freut, ihm lesen zu dürfen? So ging es mir bei dieser Einführung. Danke.

Antworten

orky 12. Juni 2012 um 13:53

Kann mich dem nur anschließen, besonders weil ich mich zwar für taktische Analysen interessiere, mir die Details beim Selberschauen aber nie auffallen. Besten Dank und weiter so.

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Jx 11. Juni 2012 um 20:36

Schöne Einführung!
(und auch schön, dass eure Seite kurz nachdem sie im ZDF gezeigt wurde, nicht mehr erreichbar war ^^)

Antworten

Claude 12. Juni 2012 um 10:22

Das kann ja nur das einzig Gute in der ZDF-Übertragung gewesen sein. Erst kommt diese schlechtere Version vom Fernsehgarten mit überragend schlechter Ton-Qualität und dann setzen sie die geballte Fußball-Unkompetenz in Person von Thomas Wark und Poschmann an den Kommentatoren-Tisch. Man kann ausnahmsweise nur hoffen, dass die ARD alle Deutschland-Spiele überträgt.

Antworten

Jx 12. Juni 2012 um 13:12

Kann ich nur zustimmen. Ich finde die ARD auch um Längen besser, als das ZDF. Die “Vorberichtserstattung” in Stile einer Seniorenveranstalltung ist langsam unerträglich geworden.

Antworten

DJ 11. Juni 2012 um 16:17

Schöne Einführung. Ich freue mich schon auf den 2. Teil! :-)

Antworten

Kalli 10. Juni 2012 um 13:57

Ein sehr guter Guide, für Fußball-Laien zu diesem Thema. Da diese Informationen die grundlegende Basis zum Einstieg in dieses Thema sind und von Euch weiter ausgebaut werden soll, würde ich den Artikel als ein Extra-Menüpunkt oder in einen bestehenden Menüpunkt als Unterpunkt mit in die Navigation aufnehmen. Ansonsten wandert dieser als derzeitiger “NewsArtikel” über die Zeit in die hinteren Reihen, dafür ist dieser zeitlose Artikel eigentlich zu Schade. Da zudem diese “News” das Fundament euerer Analysen ist, erleichert ein Menüpunkt interessierte Anfänger den Einstieg in Materie.

Antworten

TE 9. Juni 2012 um 14:28

Viele haben sich beklagt über die Nummern im Positionsteil. Ich habe auch lange überlegen müssen, wie ich es im Angriff, aber auch in der Verteidigung nummerieren soll. Ihr habt alle Recht, grundsätzlich war der 11er im EM-System klassisch der Linksaußen.

Allerdings bin ich – wie viele jüngere Leser auch – mit Zwei-Stürmer-Systemen aufgewachsen. Durch das Verschieben der Nummern gelten die 11 und die 9 mittlerweile für viele als klassische Rückennummern von Stürmern.

Ich habe nun “den klassischen 11er” und “den klassischen 9er” aus dem Stürmerteil unter Rollen herausgestrichen. In der Grafik im Positionsteil lasse ich es jetzt so. Zumal es ja auch eher eine theoretische Diskussion ist – “Elfer” sagt ja fast niemand mehr heutzutage.

Antworten

HW 9. Juni 2012 um 19:38

Das Problem ist wahrscheinlich, bei der Nummerierung des 3-5-2 gab / gibt es keine Flügelspieler/Flügelstürmer, dafür sowas wie Wingbacks.

Antworten

Enbe 9. Juni 2012 um 13:47

Klasse!

Mich würde allerdings noch interessieren, was der Unterschied zwischen Rotation und Rochade ist.. Ich raff’s einfach nicht, tut mir leid..

Antworten

RM 9. Juni 2012 um 14:03

Bei einer Rochade tauschen die Spieler kurzzeitig die Position während eines Angriffsablaufs, bei einer Rotation tauschen sie die Position länger, zumeist geschieht dies während einer Unterbrechung. Letzteres ist eine taktische Maßnahme, um bspw. starken Gegenspielern zu entgehen, das erste ist ein Spielzug, um Übergaben schwierig zu gestalten und Verwirrung zu stiften.

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OM 9. Juni 2012 um 14:03

Rotieren bezeichnet ein länger andauerndes Wechseln der Positionen, Rochieren ein flüssigeres und kurzfristigeres.

Antworten

Enbe 9. Juni 2012 um 14:15

Perfekt. Danke!

Antworten

Xanatos 9. Juni 2012 um 10:46

Noch vergessen: In einem 4-5-1 ist die 11 natürlich wieder ein LA.

Zum Libero: http://www.zonalmarking.net/2010/03/24/three-man-defence-in-football-soccer/ und
http://www.zonalmarking.net/2010/01/19/twtc-the-advent-of-attacking-full-backs/

Antworten

Xanatos 9. Juni 2012 um 10:40

Also ich würde auch mal gerne wissen, wie ihr bei der 11 auf Stürmer kommt. Ich verbinde das automatisch mit einem Linksaußen, und zumindest im 2-3-5 oder der WM Formation war das auch so.

In einem System mit 2 Stürmer ist die 11 dann der 2. Stürmer, meiner Meinung nach aber ist die Rollenverteilung genau andersrum: 11 ist die hängende, spielende Spitze und der 9 der klassische Strafraumstürmer.

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OM 9. Juni 2012 um 12:07

Sehr richtig. Deshalb ist die falsche Neun auch derjenige Spieler, der aus einer tiefen bzw. hängenden und spielmachenden Position immer wieder nach vorne in den Strafraum bzw. in Torabschlusspositionen stößt, anstatt in letzterer das ganze Spiel über zu verharren, wie eine echte Neun.
Die 11 ist im klassischen System, wie du richtig sagst, der linke Flügel oder in moderneren Systemen die hängende Spitze.
Man sieht, auch die Redaktion sv.de besteht nur aus Menschen ;)

Antworten

HW 9. Juni 2012 um 13:37

Eine false 9 war, für mich, eine Sache in Systemen mit nur einem zentralen Stürmer. Wo sich der Mittelstürmer aus der vordersten Front auf eine Spielmacherposition zurückzieht. (Natürlich kann er dann wieder vorstoßen, aber das ist was anderes.)
In einem System mit 2 Stürmern würde ich einfach von entweder einem oder 2 mobilen Stürmern sprechen.

Die Begriffe werde etwas strapaziert in meinen Augen.

Antworten

OM 9. Juni 2012 um 13:43

Ahja, du hast natürlich recht! Was ich beschrieben habe, war eine falsche Zehn. Bei der falschen Neun ist es natürlich genau umgekehrt. Sie lässt sich aus der hohen Position nach hinten fallen, um Platz für einrückende Außen oder vorstürmende Mittelfeldspieler zu schaffen.

Welche Begriffe werden deiner Meinung nach zu sehr strapaziert? Hängende Spitze und false 9?

Antworten

HW 9. Juni 2012 um 13:59

Vieles was mit Zahlen zu tun hat.
Es ist natürlich immer schwierig. Auch früher war Spielmacher nicht gleich Spielmacher.

Aber wenn ich jetzt z. B. von einem 11er als Linksaußen ausgehe, muss ich bei Inverted Wingern dann die 11 auf rechts vermuten (in der Diskussion)? Ist Robben als LA ein 11er und als RA ein 7er? oder immer ein 11er?

Das sind einfach die Grenzen der Begriffe und Zahlen. Scholl trug über Jahre die 7 , war aber nie ein Rechtsaußen. Für mich sind aber Spieler wie Scholl oder Litti die klassichen Typen mit der 7 auf dem Rücken.
Einfach etwas kleinere, trickreiche Spieler.
Das passt aber nicht mit der Vorstellung einer 7 im 4-4-2 aus England (Becks), da ist das ein einfacher rechter Mittelfeldspieler für Flankenläufe.

Durch das was wir, besonders als Kinder, gesehen haben, sind unsere Vorstellungen entstanden. Heute mit den freigewählten Rückennummern verliert sich aber diese Zuordnung und damit auch die Prägung was ein 7er, 10er usw. typischer weise ist.
Damit wird es schwierig oder sogar unmöglich Rückennummern (oder Positions- / Rollennummern) als gemeinsame Diskussionsgrundlage zu verwenden.

In der Naturwissenschaft würde man sagen, man hat keinen gemeinsamen Begriffs-, Definitions- oder Wertebereich.

Antworten

OM 9. Juni 2012 um 14:18

Ich glaube nicht, dass Nummernbezeichnungen für gewisse Positionen bzw Rollen überflüssig werden, da sie aufgrund der historischen Situation immer gleich bleiben. Der 10er als Rollenbeschreibung ist immer der zentrale Spielmacher hinter den Spitzen. Das ist ja ganz unabhängig von der tatsächlichen Rückennummer des Spielmachers.
Und dass heutzutage jeder seine Rückennummern wählt wie er lustig ist, verstärkt diesen Effekt ja nur noch, da sich keine neuen Nummern als Rollenbeschreibungen mehr durchsetzen können. Wenn z. B. ab jetzt jeder zentrale Spielmacher direkt hinter den Spitzen die 14 trüge, würde sich das womöglich innerhalb von einigen Jahren etablieren, aber da das nicht passiert, wird diese Position immer mit der 10 verbunden bleiben.
Womöglich werden diese Zahlenspielchen erst dann überflüssig sein, wenn die entsprechende Position im Fußball nicht mehr existiert. Die 5 wird heute kaum noch als Rollenbeschreibung verwendet, weil die Position, mit der diese Zahl in den historischen Systemen verbunden war – der Mittelläufer – nicht mehr existiert.
Könnte dann in ein paar Jahrzehnten auch mit der 10 oder der 6 passieren, wer weiß das schon ;)

Antworten

EdoZ 9. Juni 2012 um 17:51

Ich bin mal gespannt wie viele Jahre diese klassischen Nummern-Positions-Zuordnungen noch präsent sein werden wenn die nachwachsenden Fans nur noch frei gewählte feste Rückennummern kennen.

Antworten

HW 9. Juni 2012 um 13:34

Für mich hängt sich in den letzten Jahren zu viel an den Rückennummern auf.

Seit Spieler die 28 oder 36 auf dem Rücken tragen, wird die Nummer zum Synonym einer Position auf dem Feld und wie diese interpretiert wird. Ob diese Sichtweise immer hilfreich ist will ich zumindest zur Diskussion stellen.

In meiner Kindheit waren Stürmer immer die 9 und die 11 und der Spielmacher (Spielmacher vor der Rente -> Libero) die 10. In einem System mit drei Stürmern war der Linksaußen die 11 der Rechtsaußen die 7.
Aber es gibt auch Zwei-Stürmer-Systeme mit der 11 links im Mittelfeld usw. usw.

Worauf ich hinaus will: Hilft es wirklich in Nummern zu denken?
Was ist ein 6er? Rein defensiv? Auch mit Spielmacherqualität? Und was ist mit Ländern in denen der defensive Mittelfeldspieler früher die Nummer 4 war? Selbst die false 9 wird von Spielern unterschiedlich gespielt.
Rückennummern als Beschreibung von Spielerpositionen sind fast genauso wenig aussagekräftig für die Beschreibung eines Spielers, wie die Nummern einer Formation zur Beschreibung der Spielweise einer Mannschaft
Vor allem, wenn man nicht weiß auf welche Formation sich die Rückennummer bezieht (Kontext).

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OM 9. Juni 2012 um 13:56

Ich sehe deinen Punkt, aber es gibt tatsächlich eine historische Bedeutung der Rückennumern. Natürlich gibt es Formationen in denen gar keine Außenstürmer vorkommen, dennoch waren in den Systemen der Anfangszeit des heutigen Fußballspiels um die Jahrhundertwende, die Außenstürmer mit der 7 und 11 bezeichnet. In diesem Fall kann man natürlich drüber streiten, ob man diese Positionen auch heute noch mit Nummern bezeichnen muss/sollte. Aber zumindest im zentralen Mittelfeld und Sturm hat es sich ja etabliert und ist auch ganz sinnvoll.
Den klassischen Strafraumstürmer einfach als 9 zu bezeichnen, genauso die etwas kompliziertere Form des sich fallen lassenden Stürmers (vereinfacht gesagt) als falsche 9, macht das Sprechen/Schreiben darüber unkomplizierter, wenn jeder weiß, was damit gemeint ist.
Insbesondere die unterschiedlichen Aufgabenstellungen in der Zentrale mit 6, 8 und 10 zu bezeichnen (siehe “Spielerrollen”), halte ich für sehr sinnvoll, wenn man etwas vereinfachend sprechen möchte. Um in die Tiefe zu gehen eignet sich das natürlich nicht, da müsste man schon jede Rolle einzeln beschreiben.

Der Kontext ist aber an sich klar. Die verallgemeinernden Begriffe 11, 4 oder 2 werden doch sowieso kaum verwendet, oder?

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HW 9. Juni 2012 um 14:12

Ist es so klar?

Wie oft wurde Xavi schon jede der Nummern im Mittelfeld zugeordnet, 6, 8, 10?

Ich verstehe auch was hinter der Einteilung steckt, aber si schränkt oft zu sehr ein und nur scheinbar wird der Spielertypus umfassend beschrieben.

Ein 6er bei Barca macht was anderes als ein 6er bei Inter. Oder hat Barca nur noch 10er und 8er auf dem Feld stehen? Gibt es die klare Trennugn überhaupt? Wo wir doch die Doppel-6 haben müssen wir auch eine andere Nummer streichen?

Ist Iniesta ein 7er, oder ein 10er?

Was ist Pedro bei Barca?

Schweinsteiger ein 6er, ein Abräumer? Khedira, der oft vor dem tiefen Spielmacher spielt. Ein 6er? 8er?
In vielen Ländern stand im Mittelfeld die Nr. 4. Ist damit das gleiche wie bei uns die 6 gemeint?
Systeme mit Libero lasse ich mal ganz weg.

Oft wird zwischen drei Spielertypen im Mitelfeld unterschieden: Balleroberer, Passpieler, Spielmacher.
Aber das muss nicht zwangsläufig eine 1 zu 1 Übertragung auf die Nummern 6, 8, 10 ermöglichen.
Pirlo, Xabi Alonso, Schweinsteiger, alles 6er aber keine reinen Zerstörer. Khedira ein Balleroberer, aber nicht alleine vor der Abwehr, und vor allem kein reiner Balleroberer sondern auch ein Passspieler.
usw. usw.

Ich sage nicht, dass die Nummern komplett falsch verstanden werden. Aber sie haben ihre Grenzen und sollten nicht inflationär gebraucht werden.

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OM 9. Juni 2012 um 14:22

Ja, da hast du recht. Wie ich in dem anderen Thread erwähnte, wird die Nummer als Rollenbeschreibung dann überflüssig oder sogar verkomplizierend, wenn die entsprechende Rolle, mit der die Nummer historisch verbunden war, nicht mehr existiert. In den heutigen fluideren Systemen ist das schon der Fall. Aber das hat sich noch nicht überall durchgesetzt. Aber richtig, mit der Zeit werden diese Nummern wahrscheinlich obsolet.

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HW 9. Juni 2012 um 19:13

Ich behaupte nicht, dass die Nummern verscwinden oder ähnliches. Nur, dass ich die Aussagekraft anzweifle.

Du beschreibst richtig, dass die Nummernverteilung auf dem Platz aus dem 2-3-5 oder WM-System kommt. Aber da fängt es doch schon an. In Argentinien haben sich die Formationen anders entwickelt als in England, auch wenn Spieler auf der gleichen Position stehen / spielen. Daher gibt es hier und da Abweichungen bei den Standard-Rückennummern und vor allem bei der Interpretation der Positionen.

Leute werden diese Nummern immer in der Diskussion verwenden. Aber meiner Meinung nach wird immer weniger eine genau Beschreibung des Spielers auf dem Feld gemeint sein als ein Stereotyp.
Der 6er als kurze, scheinbar einleuchtende Bescheibung eines Spielers wird diesem Spieler und seiner Rolle nicht gerecht.
Das erkennt man auch schon daran, dass 9 oder 10 nicht ausreichen, sondern falsche 9 usw. erfunden werden muss.
Begriffe wie “Regista” sind schon um einiges genauer (und trotzdem nicht umfassend) wenn es um die Beschreibung der Spielweise und der Rolle im Team geht, und sie bedarfen weniger zusätzliche Umschreibung als irgendwelche Nummern.

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EdoZ 9. Juni 2012 um 08:54

Hübsch gemacht, wird seine Fans finden.

Aber m.E. stimmen bei den “klassischen” Rollen die 9 und die 11 nicht (ich habe selbst in 70er und 80er gespielt):

Die 11 war eigentlich immer der Linksaußen und niemand spielte “damals” vor der vollstreckenden 9 (“der” klassische 9er: Gerd Müller).

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Sepp 9. Juni 2012 um 01:16

Eine wunderbar gelungen Zusammenstellung von Artikeln (besonders auch in Verbindung mit dem Taktiklexikon).
Was mich noch sehr interessieren würde: Warum hat heutzutage die Viererkette als gängige Abwehrformation durchgesetzt, während der Libero (zumindest nach meinem Gefühl) fast ausgestorben ist?

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TE 9. Juni 2012 um 14:21

Hey Sepp, den Libero werde ich evtl kurz streifen, falls ich noch einen Abschnitt zu Verteidigungsstrategien/Raumdeckung mache (käme unter “taktische Mittel”). Grundsätzlich werde ich aber nicht allzu stark in die Historie eingreifen, es soll ein Guide für die EM 2012 bleiben. Im Schlussteil werde ich noch ein, zwei Empfehlungen für weitere Lektüre zur Geschichte reinsetzen.

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Sepp 10. Juni 2012 um 00:40

Da hast du vollkommen recht; für die EM passt das wirklich nicht

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hoggaey 9. Juni 2012 um 01:02

Ganz interessant wäre auch ein Artikel oder Absatz, wieso sich in den letzten Jahren das Spiel mit einer einzigen Sturmspitze dermassen etabliert hat, insbesondere das 4-2-3-1 als Grundformation. An der EURO 2012 wird man wohl keine Mannschaft mit einem klassischen Zweimannsturm sehen, wie es vor vier Jahren noch üblich war. Es würde mich sehr interessieren, wo diese Entwicklung herkommt und wie ihr es beurteilt, dass die zentralen Mittelfeldspieler immer weiter defensiver agieren, währen sich die Aussenverteidiger in mehr Angriffe einschalten.

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TE 9. Juni 2012 um 14:20

Hey hoggaey, in der Tat, interessant wäre es auf jeden Fall. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, die historische Dimension fast komplett außen vor zu lassen. Meine Motivation für den Guide war es, die wesentlichen Dinge aufzuschreiben, die man für das Verständnis eines EM-Spieles im Jahr 2012 braucht. Historische Entwicklungen lasse ich deshalb so gut es geht heraus.

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RM 9. Juni 2012 um 17:22

Ich plane einen solchen historischen Artikel, vielleicht wird’s ja bald nach der EM schon was.

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geco87 11. Juni 2012 um 20:01

@ hoggaey:

Ich versuche schon einmal etwas beizutragen, was hoffentlich so richtig ist (wenn nicht, korrigieren oder ergänzen bitte…)

Bei der WM 2006 hat sich das 4-2-3-1 als System langsam, aber sicher durchgesetzt. Die Finalteilnehmer Frankreich und Italien spielten beide in diesem System, welches damals m.E. noch wesentlich starrer war als heute z.B. bei Real oder Dortmund. Jogi Löw stellte dann im 2. oder 3. Spiel bei der EM 2008 darauf um. Ballack agierte wie ein vorgezogener Sechser vor der Doppelsechs Hitzelsperger und Rolfes und wurde flankiert von den Außen Poldi und Schweini (!). Davor spielte Klose als einziger Stürmer. Die Taktik ging gerade gegen Portugal auf.

Ich weiß nicht, ob es wirklich einen Vorreiter für das System gab. Aber schon im klassischen 4-4-2 spielt ja ein Stürmer in der Regel etwas tiefer bzw. um den Stoßstürmer herum. Oder man wechselte sich eben ab wie bei Poldi/Klose 2006, Völler/Klinsmann zu Beginn der 90er und zur gleichen Zeit Gullit/Van Basten (wobei ich die letzten beiden Bsp. nicht so recht beurteilen kann, da ich noch in den Windeln war :-D ).

Das 4-2-3-1 ist wahrscheinlich so beliebt, da es 4-4-2 und 4-3-3 perfekt kombiniert und die Räume auf dem Platz gut ausgefüllt werden. Aber gerade da es ein “kombinatorisches” System ist, existiert es vor allem auf dem Papier. Gerade in Angriffssituationen und mit aufgerückten Außenverteidigern wird es dann schnell zum 4-3-3, 3-4-3 oder 3-5-2.

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Tank 9. Juni 2012 um 00:10

Schöne Idee. Auch für Leser, die euch schon länger begleiten.

Einen Hinweis hätte ich, was man noch vermerken könnte. Bei der Nummernverteilung könnte man vielleicht noch kurz sagen, dass im Ausland teilweise die Nummern für andere Positionen stehen, als dass in Deutschland der Fall ist (4 bei Barcelona, 5 in Argentinien, etc.). Ist aber ein Punkt, der sich an der Peripherie der Dinge, die man in so einem Einsteiger-Guide erwähnt, befindet.

Außerdem würde ich bei dem Punkt über Innenverteidiger noch ein Wort über den Libero sagen. Die Vokabel empfinde ich als noch ziemlich präsent. Könnte man sicher schön an den Satz über spielstarke Innenverteidiger anknüpfen.

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gregor 8. Juni 2012 um 23:44

schön. wie wäre es, bei den spielerrollen mehr beispiele zu bringen? der abräumer vor der abwehr als unterkategorie des sechsers ist ja noch ganz ohne. eine erklärung anhand von beispielen ist für laien immer besser nachzuvollziehen. idealerweise mit 2-3 spielern pro position und mit bundesligaspielern die den lesern hier am ehesten geläufig sein sollten.
nur so ne idee

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TE 9. Juni 2012 um 14:18

Ich habe versucht, gute Beispiele zu bringen. So sind ja Badstuber, Hummels, Özil, Schweini, Khedira, Robben, Ronaldo etc. vertreten. Bei Abräumern ist mir nur leider kein gutes, allgemein bekanntes eingefallen. Wenn du also eins hast: Immer her damit!

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Zirkeltraining 9. Juni 2012 um 15:48

Ist immer schwierig, jemanden auf das “Abräumen” zu reduzieren, aber mögliche Kandidaten wären Rüdiger Kauf oder Jens Jeremies.
Im modernen Fußball scheint es diese Spezies nicht mehr so oft zu geben, oftmals vereinen Spieler die Eigenschaften des Abräumers mit denen des tiefefligender Spielmachers (Van Bommel?) oder denen des Box-to-box-players (Vidal?)

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Zirkeltraining 9. Juni 2012 um 15:49

tiefliegenden*

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Imrahil 9. Juni 2012 um 16:12

Luiz Gustavo und/ oder Anatoliy Tymoshchuk vielleicht?

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Zirkeltraining 9. Juni 2012 um 16:17

Nigel de Jong vielleicht auch?

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Denis 9. Juni 2012 um 17:05

Torsten Frings dürfte den meisten von der WM 2006 und dem Film her doch ein Begriff sein.

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Häschber 11. Juni 2012 um 17:21

Ich dachte da direkt an Luiz Gustavo..

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opaoma 11. Juni 2012 um 21:48

abräumender sechser? Sven Bender!

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Martin 12. Juni 2012 um 00:09

Abräumer klingt ja auch nicht ganz so gut wie Ballabfänger (Ballabfangjäger) oder Staubsauger. Würde mich jetzt schwer tun den eher zierlichen Gustavo als Abräumer zu bezeichnen.

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Kurt C. Hose 12. Juni 2012 um 13:09

Einen reinen Abräumer findet man wohl am ehesten entweder bei älteren (quasi “historischen”) Mannschaften oder bei spielschwächeren Teams, die stets viel verteidigen müssen und eher nicht “das Spiel machen”. In modernen Teams spielen eher tiefe 6er mit Abräumeraufgaben plus definierten Spielgestaltungsaufgaben.

Petit beim 1. FC Köln hat oft als Abräumer gespielt und verfügte über einen passenden Spitznamen, der Abräumer-Qualitäten ganz gut auf den Punkt bringt: “Pitbull” ;)

Am Ende ist der Abräumer für mich eher eine defensive Aufgabe als eine komplette Position, auch Petit hatte ja kein Verbot, sich bei Ballbesitz am Spielaufbau zu beteiligen…

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juventino 12. Juni 2012 um 20:31

also als klassischen abräumer finde ich natürlich gattuso das beste beispiel. ein klassischer wadenbeiser, zwar auch ein box-to-box player, aber seine qualitäten liegen eindeutig im gewinnen der zweikämpfe.

als anderes beispiel würde ich ebenfalls nigel de jong nennen oder mascherano.

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Felix 21. Juni 2012 um 10:41

Jermain Jones ist zwar früher mal Stürmer gewesen, aber aktuell eben ein extrem 2Kampfstarker 6er, der mit seiner Spielweise, bzw übetriebenen Aktionen bekannt sein dürfte.

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Halifax 23. Juni 2012 um 20:08

Wie wäre es denn mit Dieter Eilts? Oder ist der schon zu lange Rentner?

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Lau 23. Juni 2012 um 20:57

Also ich glaube der Abräumer Nummer 1 war der Italiener Zanetti, der wirklich nur das gespielt hat!

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judoudo 20. Juli 2012 um 23:17

Neustädter letztes Jahr in Gladbach: Der hatte die Füße immer “im Weg”, hat viele Bälle abgefangen. Aber den Aufbau hat er dann meist anderen überlassen.

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Mareo 19. September 2012 um 15:07

Für mich ist Pepe von Madrid ein klassischer Abräumer…

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obio 29. November 2012 um 18:34

in der neuen defensivordnung von leverkusen ist das wohl reinartz das beste (wenn auch zugegebenermaßen nicht das bekannteste) beispiel eines Abräumers vor der Abwehr.

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James 8. Juni 2012 um 22:57

@ Justus
Ich denke, dass spielverlagerung.de das 4-4-2 als Standardsystem sieht. Das sieht dann so aus:
—–1——
–2-4-5-3–
-7-6-10-8-
—-9-11—

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dualbore 8. Juni 2012 um 20:58

Ganz hervorragend, danke! :)
Werde die Serie fleißig weiterverbreiten, mit dem (natürlich völlig uneigennützigen) Ziel, sich mit mehr Menschen ordentlich über Fußball unterhalten zu können :)

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dns 8. Juni 2012 um 19:14

Super Artikelsammlung. *Daumen hoch*

Eine Korrektur würde ich emfehlen wollen für die Spielerrollen-Auflistung:

“Torhüter: Torhüter
“Der interessanteste taktische Trend bei den Torhütern sind die so genannten Antizipationskeeper. Hinter dem komplizierten Wort steckt der „spielende Torwart“. Seit die FIFA Anfang der 90er Torwärten verbot, einen Pass von einem Mitspieler in die Hand zu nehmen, müssen die Goalkeeper mehr Situationen „mit dem Fuß lösen“. Daher sind jüngere Torhüter spielstärker als ihre Vorgänger.”

1. Torüter bekommt eine Oberklasse Torhüter, alle anderen Rollen bekommen keine Oberklasse. Sieht komisch aus, weil 2 Mal Torhüter dasteht. Eventuell auch vor den Innenverteidigern ein “Feldspieler” einbauen.
2. Puuuuh, das sind 4 Synonyme für den Spieler, der die Hände nutzen darf.
In Kombination mit Antizipation und Reaktion ist das ein ganz schönes Durcheinander. Lasst doch den Torwart ganz weg und bleibt im deutschen bei Torhüter, lässt sich eh leichter flektieren (es müsste dann eigentlich dann auch Torwärter im Plural heißen ;) und für den Anglizismus belasst es einfach bei Keeper (ohne goal). Alternativ, ergänzt an jeder Position alle bei euch gebräuchliche Synonyme für die Rollen, da einige unter euch doch sehr oft Anglizismen für die Rollenbeschreibung verwenden.

Cheers und macht weiter so.
*Fussball ohne Taktik heißt Bolzen.*

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TE 9. Juni 2012 um 14:15

Danke für den Hinweis. Da merkt man direkt den Unterschied zwischen einem normalen Artikel und solch einem Lexikon – normalerweise sollte man so viele Synonyme wie möglich benutzen, hier das genaue Gegenteil. Ich habe nun alle Synonyme durch “Torhüter” ausgetauscht. Nur das Wort Goalkeeper habe ich in einer Klammer kurz erklärt, da Antizipationskeeper ein fest stehender Begriff ist und man es dafür benötigt.

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dns 13. Juni 2012 um 00:47

supi :) Liest sich jetzt auch besser.

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asti80 8. Juni 2012 um 16:59

sehr gute Arbeit, find es sehr informativ. Für Fussball-Laien sollte dies quasi Pflichtlektüre werden :)

Da kann man selbst als Fan, noch einiges lernen :)

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Justus 8. Juni 2012 um 16:43

Schöner, kompakter Schnellkurs. Werde ich meinen EM-Gästen als Pflichtlektüre verpassen :)

Zwei Hinweise:

Ihr benutzt unerklärt die Begriffe „tief“ bzw. „hoch“ stehen. Das ist auch schon Fachvokabular und wird von Einsteigern oft nicht verstanden, sollte man vielleicht bei der ersten Verwendung kurz erläutern.

Rückennummern: Ihr notiert die 11 in der Mitte und bezeichnet das klassische Profil als „Hüne mit Torriecher“. Aber m.E. ist 11 doch eigentlich der klassische Flügelstürmer, oder nicht?

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TE 9. Juni 2012 um 14:11

Vielen Dank für den “Hoch vs. Tief” Hinweis, werde ich heute oder morgen einen Absatz zu ins Grundvokabular einfügen.

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