Extra: Der spielverlagerung.de-Adventskalender 2016

Unser Adventskalender hält diesmal eine Neuerung bereit: Alles Wissenswerte zur diesjährigen Ausgabe.

Er ist die Konstante im bisweilen chaotischen Spielverlagerung-Jahr: Der Adventskalender, seit der Gründung jedes Mal dabei, anno 2016 nun schon zum sechsten Mal. Wie es bisher immer der Fall gewesen ist, wird an dieser Stelle zunächst der Service einer Übersicht über die vergangenen Ausgaben angeboten:

Zum Start des Kalenders lag der Fokus noch hauptsächlich auf der Bundesliga: 2011 gab es 24 (für jeden der 18 Bundesligaklubs und sechs europäische Teams genau einen Beitrag) kleine Spielerporträts zu „unbesungenen Helden“, im folgenden Jahr zu besonders geglückten oder gerade unglücklichen Sommertransfers. Eine Veränderung erfolgte 2013 mit der Reihe zu falsch eingeschätzten Spielern, als auch historische Einschätzungen den Kalender bereicherten. Das anschließende Thema deckte eine der Fragen ab, die das Spielverlagerung-Team mit am häufigsten erreicht: Die nach den Lieblingen der Redaktion. Im Ergebnis standen 2014 dann 24 erklärende und überschwänglich-lobende Porträts. Zum kleinen fünfjährigen Jubiläum stieg im Vorjahr ein packendes Duell: Unter dem Motto Sacchi vs. Cruijff wurden zwei herausragend besetzte Teams mit passenden historischen SV-Lieblingsspielern für diese beiden Trainer gebildet.

Im Laufe dieser Entwicklungen des Adventskalenders blieb eine Grundlage unangefochten: Immer gab es Porträts zu Spielern – diesmal nicht. Da „scheint ja nichts mehr sicher“, wenn selbst das nicht mehr gilt, nicht einmal der Wesenskern des SV-Adventskalenders. – Man kann natürlich auch sagen: Der Adventskalender „erfindet sich neu“. Wie dem auch sei: Anstelle der Spielerporträts verbergen sich hinter den 24 Türchen nunmehr kurze und knackige Spielanalysen.

Es soll natürlich noch genauer erklärt werden, wie die Auswahl der entsprechenden Partien zustande kommt. Nach – notwendigerweise und traditionell – ausführlichen bis zählebigen Diskussionen und Überlegungen ist es gelungen, ein Oberthema für den ersten aus Spielanalysen bestehenden SV-Adventskalender zu finden: „Große Spiele“. Damit ist auch tatsächlich das gemeint, was man gemeinhin damit verbindet: Vor allem denkwürdige Finals, spektakuläre Aufholjagden, Auflagen klangvoller Begegnungen, die gern beschworenen besonderen Flutlichtabende, taktische Highlights und generell solche Begegnungen, die – im weitesten Sinne – einen besonderen Platz im „kollektiven Fußballgedächtnis“ haben. Diese „großen Spiele“ sollen nun analytisch betrachtet werden.

Ein netter Nebeneffekt dieses Themas besteht im Übrigen darin, dass sich somit der über die letzten Jahre entstandene Retro-Analyse-Stau zu einem gewissen Grade abbauen kann. Die Fußballgeschichte hat so viele „wichtige“ Spiele im Angebot, die hier bisher aus zeitlichen Gründen noch nicht mit einem verdienten Beitrag gewürdigt werden konnten, obwohl sich mancher Leser eine Analyse dazu gewünscht und/oder die Autoren diese eigentlich gerne schon geschrieben hätten. Möglicherweise kann sich der eine oder andere also bei einem der Türchen doppelt freuen.

Abschließend noch eine kurze formal-organisatorische Ergänzung und der Hinweis auf eine Besonderheit: Räumlich soll die Auswahl der Spiele wie gewohnt ein breites und vielseitiges Spektrum des nationalen wie internationalen Fußballs abdecken, zeitlich bewegt sich der Adventskalender diesmal zwischen 1954 und der Gründung von Spielverlagerung. Alle „großen Spiele“ seitdem sind – manche früher, manche später – hier im Wesentlichen schon behandelt worden (okay, außer Brasilien-Chile 2014).

Die kleine Besonderheit der diesjährigen Ausgabe betrifft die vier Freitage, die bis Heiligabend noch anstehen: Immer zum Start des Wochenendes hält der Kalender eine Abweichung vom eigentlichen Thema bereit, statt „großer Spiele“ werden dann als Kontrastprogramm „Hipster-Partien“ eingestreut. In einem weiten Sinne bedeutet das hier konkret: Es sind jeweils eher unbekannte Spiele, die häufig unbeachtet mitten in einer langen Saison stattfanden und unter dem Radar fliegen. „Hipsterig“ mögen sie aus verschiedenen Gründen sein: Beispielsweise wegen einer taktisch besonders hohen Qualität, wegen unorthodoxer taktischer Elemente oder aufgrund eines beispielhaften und repräsentativen Charakters für generelle Entwicklungen. Also: Immer freitags gibt es „Hipster-Spiele“.

Wie an dieser Stelle des Textes nun auch schon graphisch ersichtlich ist, sind nach einer einjährigen Abstinenz die bekannten Kalendertürchen wieder zurückgekehrt. Das Prinzip dahinter ist einfach erklärt: Per Klick auf das entsprechende Türchen öffnet sich der gewünschte Artikel. Spielverlagerung wünscht viel Spaß mit dem Adventskalender 2016 und eine frohe Adventszeit!

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Update: Für das der Spiele im Voraus könnte noch diese Übersicht nützlich sein, welche Retroanalysen bisher bereits hier erschienen sind. Eventuell erfüllt die Liste auch schon so manchen Wunsch (Liste in chronologischer Ordnung).

Manchester United – Arsenal 2011, Premier League

Barcelona – Inter 2010, CL-Halbfinal-Rückspiel

Wolfsburg – Bremen 2009, Bundesliga (Kurzanalyse)

Real Madrid – Barcelona 2009, La Liga

England – Kroatien 2007, EM-Quali (im EM-Heft 2012)

Deutschland – Italien 2006, WM-Halbfinale (ausführliche Sommermärchen-Analyse hier)

Liverpool – Milan 2005, CL-Finale (in zwei Teilen)

Schalke – Leverkusen 2005, Bundesliga (Kurzanalyse)

Chelsea – Barcelona 2005, CL-Achtelfinale

Japan- und Südkorea-Spiele, WM 2002

Bayern – Dortmund 2000, Bundesliga

Manchester United – Bayern 1999, CL-Finale

Dortmund – Juventus 1997, CL-Finale (in unserem Ballnah-Magazin)

Deutschland – Tschechien 1996, EM-Finale (im EM-Heft 2016)

Barcelona – Manchester United 1994, CL

Elfenbeinküste – Ghana 1992, Afrika-Cup-Finale (in „Blick über den Tellerrand“)

Brasilien – Uruguay 1989, Copa-América-Finale (im WM-Heft 2014)

Argentinien – BRD 1986, WM-Finale

Aberdeen-Spiele 1983, UEFA-Cup

Argentinien – Niederlande 1978, WM-Finale

Bayern – Dynamo Kyiv 1975, Europäischer Supercup

BRD – Polen 1974, entscheidendes WM-Zwischenrundenspiel (im EM-Heft 2016)

Real Madrid – Partizan 1966, Landesmeister-Finale

Inter – Real Madrid 1964, Landesmeister-Finale

Benfica – Real Madrid 1962, Landesmeister-Finale

Benfica- Barcelona 1961, Landesmeister-Finale

Real Madrid – OGC Nice 1960, Landesmeister-Viertelfinals

BRD – Ungarn 1954, WM-Finale

England – Ungarn 1953, (Top-)Freundschaftsspiel

Brasilien – Uruguay 1950, quasi-WM-Finale (im WM-Heft 2014)

Uruguay – Argentinien 1930, WM-Finale

Zusätzlich können ergänzend auch Porträts historischer Teams interessant sein. Eine Artikelübersicht gibt es hier, weitere Texte sind in den Ballnah- und Sonderheften zu finden. Als Beispiel sei nur das WM-Heft 2014 genannt, das u.a. folgende Retrobeiträge beinhaltete: England 1966, Frankreich 1998, Russland 2008.

Guergen 9. Dezember 2016 um 17:40

Wo bleibt denn Türchen Nr. 9? Ist MR mit dem Artikel noch nicht fertig?

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Izi 3. Dezember 2016 um 10:43

Eine super Idee und ich freue mich auf das Türeöffnen!!! 🙂 Ich bin gespannt, was alles kommt; ihr habt mehr Spiele genannt, als es Türen gibt und bestimmt habt ihr noch welche in Petto, auf die wir nicht kommen 😉

Herzlichen Dank für die tolle und gute Arbeit!!!

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CHR4 1. Dezember 2016 um 07:35

bin mal gespannt, ob das für mich nach wie vor spannenste Spiel dabei sein wird:
EURO 1996: Halbfinale England-Deutschland mit Golden-Goal-Regel in der Verlängerung und permanetem Rauf-und-Runter: Torchancen hier, Torchance da usw.
selten so mitgefiebert und kurz vorm Herzstillstand …

heftigste Aufholjagd war für mich (dunkle Erinnerung …):
WM 1982 in Spanien: Halbfinale Frankreich-Deutschland 1:1 nach regulärer Spielzeit, Frankreich führt in der Verlängerung mit 3:1 … (ob es wirklich taktisch interessant war? keine Ahnung! – nach dem 3:1 bin ich als King zum „Beten“ in den Keller gegangen und wollte nicht mehr live zuschauen 😉 – zum Glück hat haben mich meine Eltern dann beimm 3:3 fürs Elfemterschießen gerufen 🙂

die Mutter aller Niederlagen:
Champions-Leaugue Finale 1999!

Traumfinale: Juventus – BVB 1997 in München

unerwartetes Ergebnis: Finale 1994
die „Defensiv-Spezialisten“ vom AC Mailand ballern die Torfabrik Barca 4:0 weg! (aber das gabs hier glaube ich irgenwo schonmal, oder?)

DIE Aufholjagd: Finale 2005: AC Milan – FC Liverpool

mal sehen, was kommt … 🙂

tolle Idee liebes SV-Team!

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LM1895 1. Dezember 2016 um 15:47

Juchu, Adventskalender! 🙂
Milan – Liverpool gibt’s hier mein ich schon…
Mein Wunsch wäre natürlich Fortuna Düsseldorf – Bayern München 7:1 😀

Zack, hab’s gefunden:
http://spielverlagerung.de/2013/02/05/das-wunder-von-istanbul-teil-1-ac-mailand-fc-liverpool-33-56-n-e-champions-league-finale-25-05-2005/
http://spielverlagerung.de/2013/02/22/das-wunder-von-istanbul-teil-2-ac-mailand-fc-liverpool-33-56-n-e-champions-league-finale-25-05-2005/

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Schorsch 1. Dezember 2016 um 19:09

Wie wär´s mit 1.FC Saarbrücken – Bayern 6:1? 😉

Wieder eine schöne Idee, der diesjährige Adventskalender. Auch wenn er ‚etwas anders‘ ist, so wird wohl jeder auf seine Kosten kommen. Vielen Dank im voraus an das sv.de-Team!

Ich würde mich ja über BVB – FC Liverpool 1966 (Finale Europacup der Pokalsieger) sehr freuen. Oder Brasilien – Italien WM 1982. Gab es vielleicht schon, und war auch kein Finale, aber es war ein bedeutendes Spiel.

Da fallen mit jetzt so viele Spiele ein… Aber ob die dann immer auch aus taktischer Sicht so bedeutsam waren, ist halt eine andere Frage. Ob auch ein Spiel von Werder dabei ist? Ich lass mich einfach überraschen, hoffen darf man ja… ‚Wunder von der Weser‘ passen doch irgendwie in die Adventszeit, oder? 😉

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CE 1. Dezember 2016 um 20:45

Ich glaube, wir haben 24 interessante Partien herausgesucht. Aber wir werden nicht jeden mit seinem Wunschspiel beglücken können. Die Auswahl ist noch millionenfach höher als bei den thematischen Adventskalendern zu Spielern.

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Schorsch 1. Dezember 2016 um 22:57

Klar.

Dürfte auf jeden Fall sehr viel Mühe und Aufwand gekostet haben, der Adventskalender. Alles nicht so selbstverständlich. Sollte nicht unerwähnt bleiben, finde ich.

Auf jeden Fall freue ich mich sehr aufs ‚Türchenöffnen’… 🙂

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CHR4 1. Dezember 2016 um 23:03

ehrlich gesagt ist es mir vollkommen recht, wenn von den bei mir in der Erinnerung verankerten oben genannten Spiele keins dabei ist und ich meinen Blick dafür auf 24 mir vielleicht nicht so präsente oder vielleicht gar nicht gesehene Partien lenken kann – ist wie mit guter Musik: da bekommt man doch auch lieber Tips von guten Liedern, die man gerade eben noch nicht kennt 🙂

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