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Kolumbiens Offensivpotential

James Rodríguez und Luis Díaz – zwei solch prominente Namen können außerhalb der nominell ganz großen Fußballnationen nur wenige WM-Teilnehmer in ihrer Offensive vorweisen. Kolumbien verfügt also über einen Altmeister, der beim Turnier vor zwölf Jahren bereits den Goldenen Ball gewann, und einen der im europäischen Klubfußball besten Scorer der abgelaufenen Saison. Weil noch weitere Offensivkönner hinzukommen und das Team von Trainer Nestor Lorenzo eine vielversprechende Spielanlage entwickelt hat, bringt die kolumbianische Auswahl besonderes Offensivpotential mit.

Gruppe K: Starke Favoriten gegen spezielle Außenseiter

Mit Portugal in erster und Kolumbien in zweiter Linie hat die Gruppe K zwei klare Favoriten, die auf zwei WM-Neulinge treffen. Beide „größeren Namen“ verfügen in Ballbesitz über das nötige Rüstzeug, um etwaige Defensivblöcke der Außenseiter zu bespielen. Daher wird es für die DR Kongo und für Usbekistan entscheidend darauf ankommen, aus dem mittleren und tiefen Verteidigen situativ nach vorne zu rücken und Druck zu machen – insbesondere auf Rückpässe. Ernsthafte Anzeichen für ein überraschendes Ausscheiden der Portugiesen – zumal mit ihrer auch guten Umschaltqualität – oder der Kolumbianer bestehen im Gesamtbild nicht.

Teamanalyse Belgien

Nach der Goldenen Generation tritt der „ewige Geheimfavorit“ Belgien mit einem neu formierten Team an. Nur wenige der großen Namen wie Kevin de Bruyne und der kurzfristig wieder nominierte Romelu Lukaku sind übrig geblieben, dafür viele interessante Spieler dazu gekommen. Auf fast allen Positionen sind die Belgier mit zwei Spielern auf meistens grundsolide internationalem Niveau besetzt.

Gruppe G: Belgien und ein Dreikampf

Als klarer Favorit gehen die personell verjüngten, aber weiter stark aufgestellten Belgier in die Gruppe G. Dieser Rolle wird das Team von Rudi Garcia mit hoher Wahrscheinlichkeit auch gerecht werden. Dahinter folgt ein ausgeglichener Kampf um Platz zwei. Neuseeland geht als das spielerisch kompletteste der drei anderen Teams in dieses Duell, Ägypten als die im tiefen Verteidigen widerstandsfähigste Mannschaft und der Iran als der inkonstante und am schwierigsten einzuschätzende Kandidat.

Türchen 8: Inter – Benfica 1965

Die argentinische Trainerlegende Helenio Herrera hat sich immer dagegen gewehrt, ein reiner Catenaccio-Vertreter gewesen zu sein. Das siegreiche Landesmeister-Finale 1965 mit Inter über Benfica gibt ihm zumindest Recht – also ausgerechnet eine derjenigen Partien, die oft zu den Paradebeispielen für vermeintlichen Mauerfußball gezählt wird.