Donnerstag, 29.09.2016

Lewandowskis Fünferpack presented by Pep

Ein typischer Abend in der Allianz Arena: Pep Guardiola stellt falsch auf, aber richtig um. Erst nach der Pause legen die Bayern die Schwächen der Wolfsburger Formation offen.

Pep Guardiola gegen Dieter Hecking – da war doch was… Richtig, eine Münchener 1:4-Niederlage im Januar. Nun trafen die beiden erneut in der Liga aufeinander. Hecking setzte wenig überraschend auf eine 4-4-2-Formation, wobei Kruse etwas hängend hinter Dost startete. Pep Guardiola schickte sein Team in einem 4-3-3 auf das Feld. Thomas Müller agierte im Sturmzentrum.

Rollenverteilung geht nicht auf

Formationen in der ersten Halbzeit

Formationen in der ersten Halbzeit

In der ersten Halbzeit überraschte das Spitzenspiel damit, nicht überraschend zu sein. Beide Mannschaften agierten formativ sehr konventionell. Die Bayern interpretierten ihr 4-3-3 mit der bekannten Rollenverteilung: Xabi Alonso ließ sich zwischen die Verteidiger fallen, während Achter Arturo Vidal weit aufrückte. Auf links gab Mario Götze den einrückenden Außenstürmer, der von Außenverteidiger Bernat hinterlaufen wurde. Auf rechts versuchte Linksfuß Costa, mit dem Ball am Fuß ins Zentrum zu dribbeln. Philipp Lahm rückte ebenfalls von seiner Rechtsverteidiger-Position häufig in die Mitte.

Gegen Wolfsburg gut sortiertes 4-4-2 blieben diese taktischen Rollen lange Zeit wirkungslos. Den Bayern gelang der Übergang aus der eigenen Abwehr in die Offensive nicht. Wolfsburgs 4-4-2 isolierte den Münchener Aufbau von den Angreifern. Dost und Kruse positionierten sich passiv vor der Münchener Viererkette, wobei Kruse ein Auge auf den zurückfallenden Alonso warf. Ab und an rückte Guilavogui vor. Er erhöhte den Druck und schloss gleicheitig die Passwege ins Mittelfeldzentrum. Die Raumaufteilung passte beim VfL.

Sind sie zu stark, bist du zu schwach – dieses Motto galt auch bezüglich Bayerns Aufbau. Die Einbindung der Außenverteidiger war suboptimal. Gerade Bernat agierte entweder zu hoch oder zu tief. Lahm wiederum agierte durchgehend tief. Die Rollen der Außenverteidiger wirkten sich umso schädlicher aus, als dass durch das häufige Einrücken von Götze und Costa die natürliche Breite im Angriffsdrittel fehlte. Im Zentrum erwischte Thiago einen schwachen Tag und positionierte sich als Verbindungsspieler ebenfalls entweder zu hoch oder zu tief.

Wolfsburger Angriffsmöglichkeiten

Negative Auswirkungen hatte Thiagos Rolle vor allem in der Defensive. Während Vidal beim Aufrücken wenigstens noch Zugriff auf den Gegner entwickelte, stand Thiago in einzelnen Situationen im toten Raum. Wolfsburg nutzte dies, um mit Pässen die Halbräume neben Alonso anzuspielen. Dort standen die zurückfallenden Dost und Kruse frei. Vor allem Kruse zeigte vor der Pause ein feines Spiel und kam oft im Mittelfeld an den Ball.

Normalerweise stand Bayern im 4-1-4-1 ordentlich. Allerdings gab es auch solche Staffelungen zu sehen, wie in dieser Szene aus der 33. Minute: Thiago verweigert die Rückwärtsarbeit. Bernat kehrt auf links ebenfalls spät in die Formation zurück, Alonso war in die Kette gerückt, um sein Fehlen auszugleichen. Kruse findet dadurch jede Menge Platz im Zwischenlinienraum vor, um eine Verlagerung einzuleiten

Normalerweise stand Bayern im 4-1-4-1 ordentlich. Allerdings gab es auch solche Staffelungen zu sehen wie in dieser Szene aus der 33. Minute: Thiago verweigert die Rückwärtsarbeit. Bernat kehrt auf links ebenfalls spät in die Formation zurück; Alonso war in die Kette gerückt, um sein Fehlen auszugleichen. Kruse findet dadurch jede Menge Platz im Zwischenlinienraum vor, um eine Verlagerung einzuleiten

Wolfsburg überzeugte vor allem mit dem guten Umschalten nach Ballgewinn. Statt stur den Weg in die Spitze zu suchen, brachen sie Angriffe clever ab und wählten den Weg zurück zu den Innenverteidgern. Sobald Bayern in der eigenen 4-1-4-1-Ordnung zurückgekehrt war, hatten sie Probleme, Druck auf Wolfsburgs Innenverteidiger auszuüben. Müller war in diesen Situationen in vorderster Linie auf sich gestellt, was Wolfsburg auszunutzen wusste. Somit erarbeitete sich Wolfsburg einen überraschend hohen Ballbesitzwert von zwischenzeitlich knapp 50%.

Das Wolfsburg-Lob relativiert sich etwas, wenn man betrachtet, dass sie aus dem Spiel kaum Chancen kreierten. Die Angriffe endeten meist auf dem Flügel, wo die Bayern häufig die Eins-gegen-Eins-Situationen gewannen. Die zahlreichen Flügelwechsel halfen zwar, die Bayern-Formation auseinanderzuziehen, allerdings folgte auf den Flügelwechsel selten eine direkte Aktion. Das Führungstor fiel bezeichnenderweise nicht nach einem Konter oder einem spielerischen Angriff, sondern nach einem unkontrollierten Befreiungsschlag, den Wolfsburg eroberte (26.).

Der Klassiker: Pep stellt um

Die Formationen direkt nach der Pause

Die Formationen direkt nach der Pause

Guardiola kann mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden gewesen sein. Er vollzog die passenden Schritte und wechselte Thiago und Bernat aus. Beiden fehlte die Balance zwischen Defensive und Offensive. Die Einwechslungen von Martinez und Lewandowski sollten die passende Balance bringen – und zwar zugunsten der Offensive. Bayern stellte auf ein 4-4-2 um, wobei Müller leicht hängend hinter Lewandowski agierte.

Die zahlreichen Verschiebungen hatten zur Folge, dass die Bayern nun passendere Rollen auf dem Spielfeld hatten, um Wolfsburgs 4-4-2 zu bespielen. Mit zwei Angreifern ließ sich der Druck auf Wolfsburgs Innenverteidiger leichter aufrechterhalten. Wolfsburg wurde zu einem vertikaleren Spiel und damit zu mehr Ballverlusten gezwungen. Vidals Aufrücken im Pressing wurde wiederum passender abgefangen vom häufigen Herausrücken von Boateng. Möglich machte dies Alaba, der von der Linskverteidiger-Position immer einen Blick ins Zentrum warf.

Auch die Flügel waren passender besetzt: Costa und Götze versprachen auf ihrer Seite mehr „organische Breite“. Dadurch dass sie häufiger den Weg an die Grundlinie suchten und nicht mehr ständig in die Mitte zogen, mussten Wolfsburgs Außenverteidiger weiter herausschieben. Wolfsburgs Formation war in der Horizontale gestreckter, wodurch sich automatisch die Schnittstellen zwischen den Verteidigern vergrößerten.

Die wichtigste Verbesserung im Bayern-Spiel war aber die neue Rolle von Müller. Als alleiniger Stürmer war er etwas verloren. Wenn er zurückfiel in den Zwischenlinienraum, fehlte die Präsenz in der letzten Linie, um den Gegner nach hinten zu drücken. Durch Lewandowski war diese Präsenz nun gegeben. Somit konnten die Bayern nun das Herausrücken von Guilavogui effektiver bespielen. Der Ausgleichstreffer war ein Paradebeispiel:

Guilavogui verfolgt Alonso, wodurch der Zwischenlinienraum sich leicht öffnet. Müller fällt hinein, Boateng spielt ihn an. Müller zieht zwei Gegenspieler auf sich, wodurch er die Verteidigung für eine schöne Kombination öffnet.

Guilavogui verfolgt Alonso, wodurch der Zwischenlinienraum sich leicht öffnet. Müller fällt hinein, Boateng spielt ihn an. Müller zieht zwei Gegenspieler auf sich, wodurch er die Verteidigung für eine schöne Kombination öffnet.

Das schnelle 2:1 brachte einen weiteren Vorteil: Wolfsburg musste jetzt früher stören. Das Mittelfeldpressing der ersten Halbzeit war passé – und es funktionierte wesentlich besser als das Angriffspressing in der Phase zwischen dem 2:1 und dem 5:1. Das 3:1 lieferte den Beweis:

Eine Grafik sagt mehr als tausend Worte. Alles, was ich beschrieben habe, findet sich hier: das behäbige Wolfsburger Herausrücken im Pressing, das Räume öffnet. Das clevere Spiel von Alaba. Die Münchener Breite, die Wolfsburg auseinanderzieht (auf links in Form von Lewandowski). Und Raumdeuter Müller, der in die Schnittstelle startet.

Eine Grafik sagt mehr als tausend Worte. Alles, was ich beschrieben habe, findet sich in dieser Szene: Das Wolfsburger Herausrücken im Pressing (hier Caligiuri und Guilavogui), das Räume öffnet. Das clevere Spiel von Alaba als Linksverteidiger. Die Münchener Breite, die Wolfsburgs Außenverteidiger bindet (auf links in Form von Lewandowski). Und Raumdeuter Müller, der in die Schnittstelle startet.

Trotz der Lobeshymnen auf Peps Umstellungen darf nicht vergessen werden: Guardiolas Wechsel war ein kleines Vabanquespiel. Das 4-4-2 mit dem stärkeren Herausrücken und dem schnelleren Bespielen des Wolfsburger Zwischenlinienraums bot durchaus Lücken, die Wolfsburg hätte bespielen können. Durch ihre eigene Flügellastigkeit im Angriffsdrittel fanden sie diese Räume im Zentrum aber nicht. Und durch die eigenen Schwächen im Herausrücken und im hohen Pressing lud Wolfsburg den Gegner ein, selber zu Chancen zu kommen.

Fazit

Es war das alte Bild: Pep Guardiola verpokerte sich in Halbzeit Eins, stellte mit seinen Wechseln aber die Weichen für das Comeback nach der Pause. Vor allem Thomas Müller zeigte erneut ein Weltklassespiel. Damit legte Guardiola auch die Schwächen offen, die Wolfsburg noch plagen. So gut das Mittelfeldpressing bis zur Pause funktionierte: Als sie nach dem Rückstand hätten umstellen müssen, blieben die Wölfe blass. Zudem ist man etwas zu abhängig von den eigenen Flügeln.

Taktikanalyse hin, Taktikanalyse her: Die ganzen taktischen Verbesserungen wären wertlos gewesen, wenn Lewandowski vor dem Tor nicht einen Sahnetag erwischt hätte. Fünf Tore aus fünf Chancen in fünfhundertvierzig Sekunden – das ist Fußballgeschichte.

cheffe 23. September 2015 um 18:53

Mich irritiert TE’s Fazit ein wenig, zumal ich auch erwartet hab, dass SV nicht in dem Maße auf den Lewa-Hype (der natürlich für sich berechtigt ist) aufspringt wie die übrigen Medien. Ich denke trotzdem, dass die Umstellungen zur second half ausschlaggebend waren, damit sich die Weltklasse von Lewandowski entfalten konnte, sprich, die Ursache liegt hier, mit einem Lewa in „Normalform“ wäre das Spiel vielleicht nur Drei-Eins oder so ausgegangen. Mindestens drei der Tore waren wirklich glänzend herausgespielt und wären wohl auch von einem anderen Bayern-Spieler erzielt worden. Von daher: „Wertlos“ waren die Umstellungen auch ohne die Sternstunde des Robert L. keineswegs.
Generell hab ich immer, nicht nur bei Pep, ein Problem mit „bei der Startelf/-Taktik verpokert“. Kein Trainer der Welt kann die Tagesform seiner Spieler und die Pläne seiner Kontrahenten so genau vorhersehen, weswegen für mich auch die Hauptqualität von Pep im In-Game-Coaching diejenige ist, die ihn von allen anderen Coaches so extrem abhebt (dass er natürlich dafür auch den Kader hat, steht außer Frage, und Hecking konnte in diesen wilden 10 Minuten natürlich auch kaum mehr einwirken).

Aber wie gesagt, mir ging’s nur um den Tonfall im Fazit, insgesamt finde ich den Artikel wie immer groß, vor allem in der Kürze der Zeit. Vielleicht noch eine Frage, die im Artikel nicht so vorkommt: war nicht gerade die Einwechslung von Javi auch sehr entscheidend, der mit Boateng zusammen die Wirkung des Tandems Dost-Kruse (Dost als Festmacher, Kruse als Verteiler) torpedieren konnte…? Klar, nach der 60. Minute war das Spiel vorbei, aber ich denke, im weiteren Verlauf hätte sich das bei einem „normalen“ Zwischenstand, Eins-Eins oder so, entscheidend ausgewirkt.

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Dr. Acula 24. September 2015 um 08:55

sehe ich anders. meiner meinung nach stellt das fazit gut dar, dass auch der beste taktische kniff wirkungslos ist, wenn die spieler das tor nicht treffen. und hier hat beides gepasst

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TE 24. September 2015 um 11:50

Gegenrede: Ich fand schon, dass alle fünf Tore Lewa-Tore waren (ohne damit die Vorbereitung schlechtzureden). Einen Stürmer zeichnet ja neben der Abschlussqualität das Raumgefühl aus. Und das hatte Lewa gestern Abend. Zumal ich im Absatz vor dem Fazit erwähne, dass es recht riskante Umstellungen waren, die auch hätten nach hinten losgehen können. Wenn Lewa die Dinger nicht reingemacht hätte, wäre Wolfsburg nicht so schnell zusammengebrochen. Man muss die fünf Tore meiner Meinung nach nicht kleiner machen, als sie waren. Übrigens: Wir haben intern kurz über das Spiel diskutiert und waren uns alle einig, dass Thomas Müller der Man of the Match war, Lewas Leistung aber trotzdem ziemlich einmalig ist. Und ich lobe ja im Artikel die Umstellungen von Guardiola.

Bei der Startaufstellung würde ich schon sagen, dass es da ein, zwei Dinge gab, die nicht so gepasst haben. Klar, Pep kann schwerlich damit rechnen, dass Thiago und Bernat so schwach spielen (wobei er sie ja vorher im Training beobachtet hat). Was man ihm aber ankreiden kann, ist der fehlende Zugriff auf die gegnerischen Innenverteidiger im Pressing. Das war ja ein großes Problem der ersten Halbzeit. Auch kann man in Frage stellen, ob gegen die flügellastigen Wolfsburger die Rollen von Götze und Bernat optimal gewählt waren. Wolfsburg leitete ja zahlreiche Angriffe über deren Seite mit anschließender Verlagerung auf Draxler ein (keine Seltenheit im Wolfsburger Spiel, das kann man durchaus voraussehen). Ich kann verstehen, dass du sagst, das Wort „verpokert“ sei zu hart. Schuldlos an der schwachen ersten Halbzeit war Peps Aufstellung aber nicht.

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HK 24. September 2015 um 16:51

Also nach dem Spiel Thomas Müller zum Man of the match zu erklären? Respekt, mehr Taktik-Nerd geht net!

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gs 25. September 2015 um 09:23

Ich hab ja nur die Zusammenfassung in der ARD gesehen, aber auch da war klar zu sehen, dass Müller eigentlich immer wenn’s für Wolfsburg gefährlich wurde, sein Finger bzw. Haxen im Spiel hatte.

Generell ist er immer ein kreativer Faktor, der das Angriffsspiel schnell und unberechenbar macht. Er versucht die unmöglichsten Dinger direkt zu spielen (was dann auch öfter mal schiefgeht und eher stolperig aussieht), schafft Räume für die Mitspieler, und ackert auch noch nach Ballverlust in der Defensive wie kaum ein anderer.

Und das macht er immer, bei ihm gibt’s kein Motivationstief.
Eigentlich ist er nicht nur Man of the Match, sondern derzeit ganz klar der zentrale Erfolgsfaktor in der Offensive des FCB.

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FAB 25. September 2015 um 08:28

Man muss bei aller Bayern-Lewandowski Euphorie aber auch sehen wie schlecht das Wolfsburg verteidigt hat. Speziell wie Dante beim 1:1 harakirimäßg auf Müller rausrückt und Lewandowski komplett alleine stehen lässt. Auch die Rolle von Guilavogiu fand ich über das gesamte Spiel hinweg zweifelhaft. Insgesamt wären die 5 Tore wohl gegen keinen anderen Bundesligisten gefallen.

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Peda 25. September 2015 um 08:33

Insgesamt wären die 5 Tore wohl gegen keinen anderen Bundesligisten gefallen.

Entbehrliches Hätti-Wari.
Gegen keinen anderen Bundesligisten hätte Guardiola so startauf- und umgestellt.

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Peter Vincent 23. September 2015 um 18:22

Würde gerne mal sowas sehen:

Coman————Müller————–Costa
———Götze—————–Thiago———-
—-Kimmich——–|—————Lahm—–
—–Alaba———-Vidal———-Boa———
———————Neuer————————

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Isco 23. September 2015 um 18:41

Und wie soll das dann funktionieren? Asymmetrische Breitengeber Götze-Lahm?

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blub 23. September 2015 um 23:40

Breite ist für pussies die keine spielerische qualität haben.

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Gh 24. September 2015 um 10:32

Für so Safteier wie Ronaldinho halt. Und Robben, das Obersaftei, all diese talentlosen Außenbahnschrubber, die lieber Fenster putzen gehen sollten

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WortZumSonntag 23. September 2015 um 14:18

ich behaupte, pep wusste, dass die taktik der 1. HZ scheitern würde, hat das aber in kauf genommen um zur halbzeit auf das erwähnte 4-4-2 umzustellen, damit den god-mode anzuschalten und somit Lucien Favre zu huldigen.

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Martin01 23. September 2015 um 11:33

Ich denke die Taktik von HZ1 war eigentlich nicht schlecht gewählt, nur schlecht umgesetzt.

Man konnte davon ausgehen, dass Wolfsburg mit dem „defensiveren“ Guilavogui neben Gustavo beginnen und man mit Draxler und Caliguri versucht über die Flügel nach vorne zu spielen. Costa rechts unterbindet die offensiven Vorstösse Rodriguez‘ und die Verbindung mit Draxler, abgesichert durch Lahm. Thiago und Vidal sollten sichlerich durch die Überladungen links, mit dem weitvorückenden Bernat und einrückenden Götze für Überzahlsituationen in den Halbräumen sorgen, herstellen und Durchbrüche auf links oder im Zentrum forcieren. Dazu kommt noch raumdeuter Müller als Spitze.
Oder habt ihr Wolfsburg anders erwartet?

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Koom 23. September 2015 um 11:56

Wolfsburg unter Hecking ist eigentlich sehr typisch für 2 Dinge: Defensiv kompakt stehen und gute Konter. So kam das 4-1 Anfang des Jahres zustande, vermutlich wollte Guardiola nicht schon wieder so ausgekontert werden. Klappte solide, aber nicht ideal: Zur Halbzeit lag man zurück.

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Schorsch 23. September 2015 um 11:18

Sehr anschaulich geschriebene Analyse, welche die unterschiedlichen taktischen Ausrichtungen in den jeweiligen Halbzeiten und deren Konsequenzen nachvollziehbar aufzeigt. Dennoch ist für mich persönlich der letzte Satz des Fazits fast die beste Aussage des Artikels. Zeigt sie doch mMn, dass der Autor den Faktor individuelle Leistung in Relation zu taktischen Maßnahmen durchaus realistisch einschätzt auf dieses Spiel bezogen. Von nichts kommt nichts, klar. Aber solche 10 Minuten für die Fußballewigkeit muss man erst einmal haben.

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HW 23. September 2015 um 11:09

Ist so ein typisches Spiel bei dem man danach sagt: Den Ausgleich und das 2:1 kann man noch kassieren, aber danach muss man spätestens das Spiel beruhigen.

Ist nur blöd wen man es nicht hin bekommt direkt nach dem Gegentor mal ein paar Minuten den Buss zu parken oder den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen.

Sowas ist eine Lehre für die Spieler. Beim nächsten mal werden die sich nach dem Gegentor ein paar Minuten beruhigen bevor sie mit aggressiveren Taktik den Rückstand aufholen wollen. In gewisser Weiße muss Hecking es hin bekommen, dass die Mannschaft solche taktischen Veränderungen synchron umsetzt und, dass sie selbst erkennt wann sie droht instabil zu werden.

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Peda 23. September 2015 um 10:49

Das war der wohl (zeit-)aufwändigste taktische Kniff der Fußballgeschichte: Dante in der Startaufstellung, beim Gegner. 😛

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gs 23. September 2015 um 11:09

Der war gut ;-))
Danke für dieses Highlight des Tages!

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Dr. Acula 23. September 2015 um 14:14

1:0 für dich, Sportsfreund

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Isco 23. September 2015 um 14:24

Schwächen nach den Verpflichtungen von Götze und Lewa schon wieder ihre Konkurrenz, in dem sie ihnen Dante andrehen.

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SH 23. September 2015 um 17:49

Der Größte coup der Bayern kommt ja noch:

Schweinsteiger aus heiterem Himmel zu United – damit zu Mentor und Vertrautem van Gaal. Der verleiht aus heiterem Himmel Januzai nach Dortmund.
Abwarten wem die „Dienste“ des jungen Talents in 10 Tagen zugute kommen. ( ;

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HK 23. September 2015 um 10:05

Was hier im Bericht anklingt beschäftigt mich auch schon eine ganze Zeit.
„Pep verpokert sich wieder“
Klar, Guardiola ist der König der taktischen Kniffe und Umstellungen, der aus der Fülle seines Materials zu schöpfen weiß.
Aber irgendwie drängt sich mir dabei auch die Frage auf: Macht derjenige, der sich ständig zu diesen Umstellungen und Wechseln gezwungen sieht, nicht auch schon von vornherein viel falsch? Ansonsten wär’s ja nicht notwendig.
Ich will jetzt nicht die Platte auflegen „Pep verunsichert seine Mannschaft“, aber manchmal habe ich das Gefühl gerade durch die Fülle der Möglichkeiten die sein Kader bietet, neigt er dazu sich in seinen eigenen Winkelzügen zu verheddern.

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HW 23. September 2015 um 11:22

Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Kaum einem Trainer wird bei jedem Problemchen gleich der Terminus „verpokert“ angeheftet wie Guardiola. Es wurde doch deutlich gemacht, dass Bernat und Thiago eher einen scheiß Tag erwischt haben. Hätte Guardiolas Taktik also scheitern müssen? Hätte man bei anderen Trainern anders kritisiert. (Das hängt wohl vom Image ab. Bei Klopp wären die Spieler vielleicht nicht motiviert gewesen.)

Dazu bleibt festzustellen, dass Guardiola nicht an etwas festgehalten hat, das nicht funktionierte. Er hat sehr komplex umgestellt. Er hätte auch versuchen können 1 zu 1 zu wechseln. Oder er hätte nur die Taktik verändert. Aber er hat beides getan und das war richtig so. Er hat vielleicht seine und wahrscheinlich die Fehler seiner Spieler erkannt. Er hat aber auch die Fehler Wolfsburgs erkannt, von denen er vor dem Spiel noch nichts wissen konnte.
Die Sache ist etwas komplexer als: da hat sich jemand „verpokert“. Fußball ist kein Kartenspiel.

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Zileas 23. September 2015 um 12:30

Sehe es wie @Koom:
Die Schwächen von Wolfsburg sind bekannt und waren auch vorher zu erahnen. Die Fehler, die Wolfsburg gemacht, von denen konnte er vorher wissen. Daher kann ich die Kritik mit dem „verpokern“ schon ein bißchen nachvollziehen.

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der_wahre_Hannes 23. September 2015 um 13:01

Aber was bringt es, die Schwächen des Gegners zu kennen, wenn die Kreativspieler einfach einen schlechten Tag erwischen? Da hilft halt keine Taktik gegen.
Außerdem finde ich, dass das „Umstellen“ bei Guardiola auch viel zu sehr an die große Glocke gehangen wird. Oder kennt ihr ernsthaft einen Trainer, der während des Spiels KEINE Anpassungen vornimmt, wenn’s nicht läuft?

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HW 23. September 2015 um 13:49

Wo bleibt dann die Kritik an Hecking oder auch an anderen Trainern?
Die machen auch nicht alles richtig, bzw. da klappt auch nicht alles so wie geplant.

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Koom 23. September 2015 um 11:27

Wobei die Startaufstellung doch schon ausserordentlich sehr straight-forward war. Klassisches 4-4-2 ohne große Experimente, aber auch ohne irgendwas, was dem Spiel geholfen hätte.

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AL 23. September 2015 um 08:49

Mal ne Frage zur Taktiklehre:
Wenn Taktik im Profifußball schon so ausschlaggeben ist, könnte man dann im Amateuerbereich, vorallem in den untersten Ligen, fast alleine durch die richtige Taktik und Gegneranalyse fast automatisch Siege einfahren.

PS: kommt noch eine Analyse zu Dortmund vs Leverkusen?

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hellsaercher 23. September 2015 um 09:36

Kannst du bestimmt, aber die haben ja auch noch „richtige“ Arbeit.

Auf BVB Leverkusen wart ich eigentlich auch…

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Felix 23. September 2015 um 09:59

Das ist doch der Fall, mit einer vernünftigen taktischen Ausrichtung kann man schnell mal 1-2 Ligen hoch marschieren.

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gs 23. September 2015 um 10:06

Ich bin zwar kein Taktik-Experte (deshalb lese ich ja hier immer fasziniert die Analysen), habe zu Deiner Frage aber eine klare Meinung: für taktische Spielchen, so wie sie hier diskutiert werden, braucht man Spieler auf technisch und läuferisch höchstem Niveau, damit sie die Trainer-Ideen wenigstens ansatzweise umsetzen können. Und dann müssen die auch noch viel Zeit haben, die Positionierungen und Laufwege auf dem Platz regelmäßig einzuüben, damit es dann im Spiel automatisch funktioniert. Und natürlich ein Trainingsgelände mit multiplen Video-Analysen aus allen Himmelsrichtungen.

Scheint mir daher im Amateurbereich unmöglich zu sein, schon aus Zeit- und Geldgründen; aber auch, weil die Spieler niemals die erforderliche Präzision und Geschwindigkeit in ihr Pass-Spiel bringen können. Da hat Kollege Zufall bedeutend mehr Einfluss auf Spielgeschehen und Ergebnisse …

Das gestrige Bayernspiel zeigt ja auch eins: die taktische Umstellung kann den Rahmen geben, um die Wahrscheinlichkeit für Tore zu erhöhen. Entscheidend sind dann aber immer die (genialen) Einzelspieler.

Gestern hätte z.B. der vogelwilde Einsatz von Neuer an der Mittellinie leicht das 2:0 sein können. Und wenn dann Lewa die erste Chance statt mit links in Tor mit rechts dem Torwart in die Arme schiebt, und der zweite Schuss an den Pfosten geht (in den vergangenen Spielen die Regel), kann ganz schnell das Tor wie vernagelt wirken und das Spiel 0:2 enden.
Und dann würden wir jetzt nicht über die gelungene Taktik-Umstellung reden, sondern über die falsche der 1. HZ. 😉

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FAB 23. September 2015 um 10:28

Taktik in den untersten Ligen? Klar das würde extrem viel bringen, aber wie viele Fussballer bis zur Kreisliga haben den Lust, sich auf dem Platz hinzustellen und taktische Abläufe durchzuspielen. Lieber Ball raus und rumbolzen …
PS. Gibt es noch eine Analyse zu Darmstadt-Bremen?

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Lenn 23. September 2015 um 11:07

Taktik ist doch sowieso immer da, und relativ simple Abläufe gezielt trainieren geht auf absolut jedem Niveau abgesehen von Bambinis und evtl F-Jugend, vor allem, wenn man es dann noch implizit über Spielformen macht.

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HW 23. September 2015 um 11:42

Das ist wohl der entscheidend Punkt im Amateurbereich. Wie sieht die fußballerische Ausbildung aus. Man wird dort nur wenige Spieler mit der Technik von Ansgar Brinkmann und der Athletik von Ronaldo finden, auch wenn es immer Talente gibt. Das liegt schon an den Trainingsumfängen. Aber man kann durch Taktik auch eine Steuerung vornehmen. Kaum ein Team wird geschlossen 90 Minuten Angriffspressing praktizieren, aber man kann mit Taktik auch die konditionellen Anforderungen steuern. Und man kann den Gegner psychologisch beeinflussen. Wenn die Spieler sowas wie eine taktische Ausbildung genossen haben, dann kann man das umsetzen. Fehlen aber die Grundlagen, dann kann mit Taktik auch kaum ein Mangel in der Technik oder der Kondition kompensiert werden.

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Thomas 23. September 2015 um 16:07

Ich denke mal, das kommt auf das genaue Niveau an. 4. oder 5. Liga? Da geht auch was mit Taktik (eintrainieren, erfolgsstabil umsetzen).
Kreisklasse? Eher nicht. Ich hab mich in der Freizeitliga mal von „ein Tor alle 4-5 Spiele“ auf „ein Tor pro Spiel“ gesteigert, indem ich einfach vor Saisonstart ordentlich Kondition gebolzt habe (habe auch 10-15 kg verloren dabei). Und es war nicht nur einfach die Torrate besser, sondern durch das deutliche Mehr an Fitneß war ich auch ansonsten handlungsschneller, konnte mich auch taktisch konstant besser postieren, brachte aufgrund besserer Konzentration mehr Pässe zum Mitspieler etc.
Gleichzeitig waren mangels regelmäßig ausreichender Trainingseinheiten komplexere taktische Aktionen für die ganze Mannschaft einfach nicht drin – außerdem waren dazu einige Mitspieler auch nicht „clever“ genug.

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HW 23. September 2015 um 18:42

Ich bin jetzt von zwei Annahmen ausgegangen, die aber in der Realität nicht zutreffen müssen.

1. Durch das koordinierte Zusammenwirken wird dank Taktik aus elf einzelnen Spielern eine Gruppe die stärker als die Summe ihrer Einzelteile ist. Das muss leider nicht so sein, es gibt schließlich auch schlechte Taktik und schlechte Umsetzung.
2. Ich bin in meiner Naivität davon ausgegangen, dass eine Mannschaft eine Vergangenheit hat. Soll heißen, die Spieler kennen sich, spielen länger zusammen, mögen sich bestenfalls und haben eine ähnliche Fußballausbildung oder ein kompatibles Fußballverständnis (das was Guardiola vielleicht Sprache nennt). Auch das muss nicht zutreffen.
Oft haben die Spieler verschiedenste Ideen und Talente. Ein Kader ist im Amateurbereich nicht so geplant wie bei hoffentlich den meisten Proficlubs.

Und ich denke bei Amateurfußball nicht an die 4. Liga, eher an Liga 7 und tiefer. Grundsätzlich müssen natürlich alle Bereiche stimmen, Kondition, Technik und Taktik. Aber ich denke im Amateurbereich kann man, da jeder Defizite hat, auch viel mit einer Stärke ausgleichen. Gutes In-game-coaching kann da was bringen. Entscheidend ist einerseits, dass alle Spieler wirklich gleichzeitig die gleiche Taktik spielen und nicht jemand nur die Bälle raus drischt oder meint er muss wie Thomas Müller Flankentore probieren. Andererseits muss die eingeübt Taktik zum Team passen. Mit den beiden Maßnahmen kann man dann seine Stärken als Team einbringen. Und das sollte auch trainierbar sein.
Wenn einzelne Spieler sich verweigern. Entweder auf die Bank. Oder man hat einen Trainer der Taktik so subtil vermittelt, dass die Verweigerer es nicht mal merken.

HW 23. September 2015 um 18:45

Man darf Taktik nicht mit vielen Worten und komplexen Abläufen gleichsetzen. Taktik kann auch mit wenigen Worten und in Kneipensprache vermittelt werden. Manchmal ist weniger mehr.

Thomas 24. September 2015 um 09:58

Naja, so gesehen war die Taktik meist recht einfach: Mit Manndeckung die Gegner einigermaßen in Schach halten, im Spiel nach vorne über die Handvoll „guter“ Spieler durchzubrechen versuchen.
Das Spielermaterial war halt sehr abhängig von „wer steht denn heute überhaupt zur Verfügung“, man war ja oft froh, überhaupt 11 Mann auf dem Platz zu haben. Ein athletischer Spieler mehr hat da auch schnell mal das Spiel entschieden, weil er einfach den vorhandenen Platz gut nutzen konnte.
Und auch wenn man sich als Spieler schon ein paar Jahre kannte – bei einer Trainingsbeteiligung von 5-6 Mann (bei einer Trainingseinheit pro Woche) wird es halt schwer, neue Dinge einzuüben. Das war damals zu Landesliga-Zeiten mit 3 Einheiten pro Woche und einer Trainingsbeteiligung von nahezu 100% deutlich einfacher…

Als mein Trainer mich dann in der Freizeitliga verletzungsbedingt als Torwart entdeckt hat, waren für mich persönlich die Vorgaben eh simpel, einfach keine Bälle ins Tor lassen 😉

Koom 24. September 2015 um 10:08

Es hat ja schon seinen Grund, warum Videoanalysten mittlerweile fast so gefragt sind wie die Trainer selbst (bzw. der eine ohne den anderen weniger gut ist).

HW 23. September 2015 um 11:14

Mit halbwegs modernem Training sollte Taktik bei jedem Amateurteam eingeübt werden. Wenn man natürlich kein Fußballgehirn hat, dann hilft auch kein Training, weil sich die Leute eh nicht daran halten. Wenn man aber Fußball richtig beigebracht bekommen hat, dann spielt man automatisch taktisch. Es ist doch für einen Amateurspieler nicht schwer an Absicherung und Raumaufteilung zu denken. Und ob dann der lange Ball gespielt wird oder was anderes hängt immer davon ab wie man auch im Training spielt. Macht man da nur Flanken und lange Bälle wird man so auch versuchen Probleme zu lösen.

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LB 23. September 2015 um 08:39

schade, das die bayern-artikel wieder überhand nehmen. zu saisonbeginn sah es noch so aus, als könnte es diese saison anders werden….ich hatte hoffnung. mittlerweile gibt es sogar wieder eine darmstadt vs. bayern-analyse, während die weitaus interessanteren spiele an dem spieltag kaum beachtung finden. innerhalb der letzten 7 tage 3 bayern artikel, im selben zeitraum aber nur 2 zu den restlichen 17 bundesligisten….

wirklich schade, ich weiss zwar das eure seite nur ein hobby ist und die nebenbei gemacht wird. aber ich denke mit einer besseren planung, wäre es anders verteilbar. wenn der autor xy ein bayernspiel verfolgt und analysiert, könnte er auch ein anderes spiel rein theoretisch anstatt der bayern analysieren. vielleicht klickt aber stuttgart gegen schalke nicht so gut, wie die bayern.

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Dr. Acula 23. September 2015 um 08:54

dann versetz dich mal in die lage der autoren. du betreibst in deiner freizeit eine seite, in die du viel zeit investierst. was würdest du favorisieren? bayern-artikel schreiben, die nicht zuletzt wegen des trainers interessant sind, die auch mehr angeklickt werden und mehr kommentiert werden. oder eine Analyse zu HSV – Frankfurt schreiben, was drei mal kommentiert wird und eins davon vom autor… soviel dazu..
was die autoren da leisten ist phänomenal, und bayern artikel sind einfach interessanter für einen großteil der lesen

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kolle 23. September 2015 um 10:03

Nachvollziehbar finde ich das auch..

Kann es dennoch bitte eine Analyse zur Situation beim FCK geben? Runjaic wird wohl heute entlassen, obwohl meiner Meinung nach richtig viel Pech dabei war.. und ein paar wenige suboptimale Entscheidungen

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Zileas 23. September 2015 um 11:26

Wobei ich aus rein sportlicher und vor allem taktisch-strategischer Sicht aktuell den BVB um einiges interessanter finde.

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Lenn 23. September 2015 um 11:31

Zum BVB gibt’s aber ja auch Analysen zu den meisten Spielen hier oder auf sv.com, dazu dann die zwei in-depth Teamanalysen von MR und Tom Payne.

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Zileas 23. September 2015 um 12:25

Aber zum Top-Spiel gegen Leverkusen hat hier eindeutig eine Analyse gefehlt. Es gab zwar eine Analyse auf 11freunde.de, die war aber ziemlich schwach.

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HW 23. September 2015 um 11:35

An diesem Spieltag war das Bayern Spiel auch ein Spitzenduell. Daher kann ich diese Analyse nachvollziehen. Dazu ist nicht jede Analyse vom selben Autor. Für die Autoren ist das also nicht eine ständige Wiederholung.
Mit dem Bundesliga Check ist auch eine Rubrik eingeführt worden, die die Liga in der Breite beobachten soll.
Taktisch kann natürlich auch ein 0:0 oder 0:1 interessant sein. Man darf unter taktisch interessant auch nicht immer nur Spiele mit fünf taktischen Umstellungen verstehen. Es ist eben auch interessant wie ein kleineres Team seine Möglichkeiten taktisch umsetzt (auch wenn es dann auf Physis setzt oder so).

Aber grundsätzlich bin ich auch für Abwechslung. Gladbach soll ja gerade spannend sein 😉 und noch vieles mehr.

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TE 23. September 2015 um 11:37

Mit den Klickzahlen hat es gar nicht so viel zu tun. So unendlich viel wirft die Seite trotz Werbung nicht ab. Sonst würden wir ja alle vollzeit für SV schreiben 😉

Man sollte den Einzelfall betrachten, finde ich. Es ist meine erste Spielanalyse seit längerer Zeit, weil ich endlich mal wieder Zeit gefunden habe. Mir sei bitte verziehen, dass ich an diesem Dienstag das aus neutraler Sicht interessanteste Spiel gewählt habe. Es geht hier ja nicht nur um die Bayern, sondern auch um Wolfsburg – schließlich war es ein nominelles Topspiel. Oder anders gesagt: Es war einfach das Spiel, das mich persönlich am meisten interessiert hat.

Ansonsten kommen die Bayern-Analysen meist von Rene oder von Tim, die beide jedes Bayern-Spiel sehen. Das Problem ist eher: die Autoren mit Bayern-Affinität sind aktiver als die anderen Autoren. Daher auch die vielen Bayern-Analysen. BVB gegen Leverkusen sollte ja eigentlich auch kommen, aber Martin braucht halt immer etwas länger 😉 Und FYI: BVB Artikel werden meist etwas besser geklickt als Bayern-Analysen…

Außerdem habe ich die Spieltags-Kolumne ja u.a. deshalb ins Leben gerufen, um auch kleinere Teams zu besprechen. Das mache ich bislang auch durchgehend und halte mich von Bayern und BVB fern.

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Martin01 23. September 2015 um 11:41

Dass das Spiel Bayern gegen Wolfsburg analysiert wird, sollte eigentlich logisch sein, es war,ist, das Topspiel des Spieltages.
Gleichzeitig geht es dabei ja auch um die „neue“ taktische Ausrichtung der Wolfsburger mit Kruse und Draxler, die neue Aufstellung, Ausrichtung und Anpassungen im Pressing und Angriffspiel.

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Oliver 23. September 2015 um 13:10

Ein Blick auf 11freunde.de lohnt sich immer. Dort schreiben die Autoren von SV auch häufig kurze Analysen zu bestimmten Partien.
TE hat dort über Dortmund-Vizekusen berichtet.
Link: http://www.11freunde.de/artikel/ist-dortmund-wieder-der-grosse-bayern-konkurrent

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Dr. Acula 23. September 2015 um 06:36

danke erstmal für die schnelle und wirklich sehr gut zu lesende und in sich schlüssige analyse! ganz groß!
inhaltlich überrascht es mich zwar nicht, es erleichtert mich aber ungemein zu sehen, dass immerhin ihr nicht auf den „Lewa-Zug“ aufspringt. in den medien wird gar nicht erwähnt, dass die tore durch eine umstellung möglich wurden. ich hätte ja gedacht, dass sogar die dümmsten medien merken, dass es eine umstellung gewesen sein MUSS bei der einwechslung von lewa und martinez für bernat und thiago, aber ich wurde mal wieder eines besseren belehrt.
bin mal gespannt, ob hecking bis zum pokalspiel diese flügellastigkeit und -abhängigkeit beseitigen kann und ob bayern dann von anfang an im 442 beginnt.

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CR4 23. September 2015 um 05:35

so et wird so langsam: Alaba und Lahm wieder als Außenverteiger statt Bernat und Rafinha 🙂 , Standards sind etwas besser geworden, es wird auch mal wieder schneller nach vorne gespielt, die Flügel sind wieder gefährlicher – jetzt noch ne Lösung ohne den mir zu langsamen Alonso (z.B. Javi Martinez, wenn Badstuber zurückkommt 🙂 ) und die Außenverteidiger etwas tiefer (heute fiel das 0:1 schon wieder deswegen (!) … ) und La bestia negra erhebt sich wieder so wie ich sie sehen möchte: bereit für Barca und Real!

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Felix 23. September 2015 um 10:08

Martinez wird, sofern Guardiola nicht komplett die Ausrichtung ändert, eher selten den Ersatz für Alonso geben. Ich vermute, wenn Kimmich so weiter macht, das wir ihn häufiger als Alonso-Ersatz sehen werden.

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CR4 23. September 2015 um 04:12

beim VfB Wolfsburg stand nicht Casteels sondern Benaglio im Tor (#Kopierfehler #Taktikboard #letzte Analyse vom VfB WOB)

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Bayern 23. September 2015 um 08:30

Es ist der VfL Wolfsburg #FehlerbeimFehleranprangern

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TE 23. September 2015 um 11:39

Ich habe den Artikel gestern im Halbschlaf hochgeladen und mir schon gedacht, dass sich da irgendwo ein Fehler versteckt. Ich bin fast schon froh, dass es nur der Torwart auf den Grafiken war 😉 Danke für den Hinweis, habe es geändert.

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CR4 24. September 2015 um 02:33

😀 verdammt! – sollte vll. besser um die Uhrzeit noch ne Mütze Schlaf nehmen … das hat ja beinahe die Dimension von Schalke 05 😉
Es war auch nicht als Pranger gemeint, sondern als netter Hinweis. Gibt es auch eine Möglichkeit in so einem Fall ne PN zu schicken?

ich schätze aber diese Seite zu sehr, um das so stehen zu lassen
trotzdem bevorzuge ich immer die schnelle Analyse auch wenn mal sowas reinrutscht
Das geht so schnell und detailliert nur, wenn man mit ganzen Herzen dabei ist! Vielen Dank an dieser Stelle dafür TE!

PS: Danke @Bayern (also nicht die Mannschaft, sondern den Poster)! du sieht ja ich muss selbst drüber lachen und das würde ich nicht, wenn du es nicht verbessert hättest – es wär mir wohl sonst nie im Leben aufgefallen, weil ich immer drüber weg gelesen hätte …

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TE 24. September 2015 um 11:44

Es war auch keinstenfalls böse gemeint. Ich bin dankbar für diese Hinweise. Ich würde ja als Idiot dastehen, wenn ich diese Fehler nicht verbessere.

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Hubert089 23. September 2015 um 00:55

ich hatte den Eindruck, dass die Bayern nach der Pause sich etwas tiefer haben fallen lassen und die Wolfsburger darauf eingegangen sind. Dadurch gab es mehr Räume, welche die Bayern durch ein deutlich schnelleres Spiel in die Spitze (mit einem Sahnetag von Lewandowsko) nutzen konnte. Habe ich mit getäuscht (habe nichts davon gelesen)

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CR4 23. September 2015 um 05:04

„Das schnelle 2:1 brachte einen weiteren Vorteil: WOLFSBURG MUSSTE JETZT FRÜHER STÖREN. Das MITTELFELDPRESSING DER ERSTEN HALBZEIT war passé – und es funktionierte wesentlich besser als das ANGRIFFSPRESSING in der Phase zwischen dem 2:1 und dem 5:1. Das 3:1 lieferte den Beweis:“
„Eine Grafik sagt mehr als tausend Worte. Alles, was ich beschrieben habe, findet sich in dieser Szene: Das WOLFSBURGER HERAUSRÜCKEN IM PRESSING (hier Caligiuri und Guilavogui), das RÄUME ÖFFNET.“
außerdem:
– mehr Breite im Angriffsdrittel der Bayern zieht die 4er-Kette in die Breite
– Hz. 1: Bernat und Thiago zu hoch (oder zu tief, fehlende Balance zw. Off. und Def.)

steht alles da …

zusammengefasst:
1. Hz.: Wolfsbruger spielt presst erst im Mittelfeld, wenn Thiago und Bernat dann zu hoch sind, hat Wolfsburg guten Zugriff, wenn zu tief: locken sie keinen Wolfsburger aus der Formation; fehlende Breite im Angriffsdrittel der Bayern: engere horizontale Staffelung der 4er-Kette
2. Hz.: Veränderung vor allem ab dem 2:1 (52. – also 7 min. nach der Pause): Wolfsburg muss durch den Rückstand aufmachen und presst jetzt schon weiter vorne/höher (der klassische Dosenöffner), zusätzlich schaffen die bessere Balance zw. Off und Def. und mehr Breite im Angriffsdrittel der Bayern zusätzliche Räume/Lücken

prinzipiell/grob betrachtet also nicht getäuscht und richtig gesehen, es stecken nur noch ein paar Feinheiten drin und der Knackpunkt ist halt oft erstmal in Führung zu gehen: vor der 51. und 52. Minute lockt man die Wölfe nicht so einfach mit tief fallen lassen raus: zu tief sprich zu weit weg vom Wolf wie in Halbzeit eins: der Wolf läuft dir nicht hinterher, weil er satt ist (führt 1:0)

und beim 2:1 haben die Bayern ja nach dem Anstoss hoch gepresst und standen nicht tief

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Felipe de Faria 23. September 2015 um 00:54

Actually, the GK was Benaglio. Either way, great article. Cheers.

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