Donnerstag, 08.12.2016

VfL Wolfsburg – FC Bayern München 0:2

Bayerische Effektivität und Kontrolle besiegt mit dem kleinen Glück des Führungstors selbst die Hecking´sche Defensivstärke.

Dieter Hecking traf mal wieder auf seinen „Lieblingsgegner“ FC Bayern – eine Begegnung, die immer interessant zu werden verspricht. Das zeigen die taktischen Inhalte und Resultate seiner letzten Aufeinandertreffen mit dem Rekordmeister aus der Zeit als Nürnberg-Trainer – nicht umsonst waren es die von ihm gecoachten Klubberer, die Manuel Neuer das bislang einzige Auswärtsgegentor der Saison einschenken konnten. In den vergangenen Jahren ließ sich Hecking – ob Spiegelformationen, Zwischenpositionen oder verschiedene Ansätze von fluider Anpassungsfähigkeit und Mannorientierungen – immer wieder etwas einfallen.

Wolfsburgs Mannorientierungen…

wolfsburg-bayernLetzterer Aspekt sollte auch bei dieser Begegnung wieder einen zentralen Punkt im taktischen Matchplan seiner Mannschaft darstellen, um den Bayern beizukommen. Während Bas Dost sich im Münchner Spielaufbau strikt an Dante (nur 31 Pässe) orientierte, ließ der VfL den spielschwächeren van Buyten (deutlich mehr als doppelt so viele Pässe) frei und bearbeitete in Mannorientierungen die Mittelfeldzentrale der Gäste. Dabei orientierte sich Diego an Luiz Gustavo, den er gleichzeitig von van Buyten abschneiden sollte, und Träsch sowie Polak verfolgten in loser Zuordnung ihre Gegenspieler. Jene wurden stärker mannorientiert abgedeckt, je mehr sie sich in den defensiven Verantwortungsbereich der Wolfsburger Sechser bewegten, wobei Träsch etwas riskanter agieren durfte – sowohl beim Freilassen von Räumen als auch hinsichtlich des Ausmaßes, mit dem er Schweinsteiger auch bei dessen häufigen herausrückenden Bewegungen nach halbrechts folgen konnte.

Dort auf den Außenseiten praktizierten die Wölfe ebenfalls direkte Zuordnungen auf die seitlichen Spieler der bayerischen Formation, worunter diese in ihrer individuellen Leistung durchaus zu leiden hatten. Sowohl Lahm als auch Alaba machten durch den unmittelbaren Druck nicht ihr bestes Spiel und vor allem Müller hatte einige Schwierigkeiten damit, dass Schäfer häufig beherzt mit aus der Viererkette herausrückte.

…und ihre Anpassungen sowie weitere Maßnahmen

Insgesamt wurde bei den Wolfsburgern dieses bloße taktische Mittel der Mannorientierung allerdings situativ und flexibel ausgespielt, was eben auch immer ein Grund für die Erfolge von Heckings Strategien gegen die Bayern und andere stärkere Mannschaften gewesen war. Konkret bedeutete dies das gelegentliche Auflösen und Zurückfallen aus den Mannorientierungen, die – auch für die notwendige Zeit bis zu einer möglichen Neuordnung beibehaltene – Veränderung von Zuordnungen beispielsweise bei einem simplen Seitentausch oder die ständige Bildung zumindest einer festen Absicherung.

Im Normalfall war es als defensivster der drei Mittelfeldspieler Jan Polak, der nicht nur das ruhige und abdeckende Gegenstück zum aktiveren und auch jagenderen Träsch bildete, sondern eben trotz der losen Mannorientierung gegen Toni Kroos in den meisten Fällen in seinem Grundraum verblieb. Wenn sich der Nationalspieler bei seinen Rückwärtsbewegungen in die tiefen Außenräume des Feldes entfernte, ging Polak nur selten hinterher. Als linker defensiver Mittelfeldspieler sollte er ständig auf der Hut sein, die durch Ribérys zuletzt wieder verstärkt auftretende Rochaden nach rechts eingeleiteten Interaktionen der Bayern in jenem Raum als defensiver Fixpunkt einzudämmen.

Auf der anderen Seite wurde die konkrete Sicherung der Halbräume als Ergänzungen zu den direkten Mannorientierungen ein wenig beweglicher und auch spontaner in dem Sinne gelöst, dass kein Spieler in besonderem Maße dafür abgestellt war. Bereits vor dem Spiel ließ sich die Intention Heckings an der Aufstellung erahnen – der als Rechtsverteidiger ins Team gekommene Hasebe sollte zusammen mit Träsch auf halbrechts die potentiell in der Kombination glänzende Bayern-Seite mit dem vom Mittelfeld unterstützten Ribéry-Alaba-Tandem entschärfen.

Eine aufgrund der Polyvalenz, Anpassungsfähigkeit und Ausdauer der beiden mögliche Defensivrochade war als Gegenmittel für die Überladungen der Bayern angedacht – doch dieses Gegenmittel wurde kaum benötigt und hatte daher auch deutlich weniger Auswirkungen als erwartet, weil der Rekordmeister diesen Feldbereich einfach verhältnismäßig wenig ansteuerte. Zum Teil mag dies ein Effekt aus der bereits im Aufbauspiel provozierten Rechtslastigkeit der Bayern (43 % der Angriffe über rechts) sein, doch es scheint ebenfalls möglich, dass Jupp Heynckes angesichts dieser Lage im Wissen um die Idee Heckings den Fokus noch mehr auf rechts legte, als es der Gegner schon aufzwang.

Alles in allem gelang es den Hausherren durch ihre verschiedenen Maßnahmen weitgehend effektiv, den Bayern ihre freien Optionen und damit auch ihr Zusammenspiel zu nehmen. Es fehlte an Zugriff auf das offensive Zentrum und konstruktives Aufrücken war kaum möglich. So wurde der mit den Händen eine Anspielstation fordernde van Buyten bei seinen Vorstößen häufig zu ungenauen Zuspielen oder langen Bällen verleitet und die Münchner zusehends aus der Mitte heraus auf die Seite gedrängt. Nur drei Torabschlussversuche in der gesamten ersten Hälfte illustrieren die Wirksamkeit der VfL-Abwehrarbeit, welche letztlich nur durch Mandzukic´ Kunststück nach einer Standardsituation zunichte gemacht wurde.

Flügelfokus lähmt die Hausherren

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Wolfsburgs Offensivbewegungen in Fürth…

So lobenswert und wirkungsvoll das Wolfsburger Defensivspiel auch war – ihre Leistung in der Offensive war trotz erheblicher Bemühungen im Endresultat nicht wirklich gefährlich. Waren sie in der unmittelbaren Anfangsphase der Partie mit einigen Flügeldurchbrüchen und Halbchancen noch auf einem guten Weg, weil sie nach Ballgewinnen sehr direkt auf die Flügel spielten und dabei auch die Außenverteidiger (Schäfer auch dank seines Herausrückens gegen Müller) mutig mitmachten, bauten sie im weiteren Verlauf der Begegnung immer mehr ab.

Dabei konnten sie nicht an die guten Bewegungsmuster aus der Vorwoche vom Spiel in Fürth anknüpfen. Dort hatten ein hochstehender Vierinha und ein immer wieder situativ nach rechts ausweichender Träsch als Raumschaffer für den sehr freien Diego gedient, während Perisic von links häufig auch tief zur zentralen Überzahlbildung eingerückt war und Polak als flexibler Füllspieler neben seinen teilweise driftenden Kollegen agiert hatte.

Natürlich liegt es auch am Gegner, dass man gegen die Bayern deutlich flügelorientierter antritt, doch wurde bereits im Laufe des ersten Durchgangs erkennbar, dass die Wölfe diesmal viel zu eindeutig auf die Außenbahnen festgelegt waren.

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…und ihre Offensivprobleme gegen die Bayern. Durch Diegos Zurückfallen und das fehlende Bespielen von Ausweichräumen wird die Offensivzentrale überhaupt nicht besetzt (roter Raum) und die Bayern können sich beim Zurückziehen ohne viel Aufwand auf die Flügelverteidigung konzentrieren.

Weil sich Vierinha und Olic viel weniger aus ihren Grundräumen heraus lösten und auch Träsch sich eher seitlich bewegte, wurden große zentrale Räume flächendeckend nicht bespielt, was für Berechenbarkeit sorgte – natürlich auch, weil der frei agierende Diego noch stärker nach hinten zurückfiel als zuletzt, was ihm seiner Effektivität im letzten Drittel beraubte.

Dazu trug allerdings auch das Bayern-Pressing bei, das sich in bestimmten Phasen immer wieder in der Intensität nach oben schraubte und damit die Wölfe in heikle Situationen brachte – so gut es ging, unternahmen diese sogar immer wieder den Versuch, sich daraus zu lösen. Doch konnten sie die benötigte Ballsicherheit eben nur mit Hilfe recht deutlicher Überzahlen bewerkstelligen, die Diego dann herstellte. Auf dessen Bewegungen reagierten die absichernden und wenig selbst aktiven Sechser aber kaum, so dass der VfL praktisch mit drei Mittelfeldspielern vor dem bayerischen Defensivblock stand, wenn dieser sich zurückzog. Folglich blieben vorne zu wenige Optionen, um die Ballsicherheit weiterzuentwickeln, weshalb Diego vermehrt (und auch geschickt) versuchte, Standards zu ziehen.

Zweite Halbzeit

Durch den Rückstand mussten die Wolfsburger etwas offensiver auftreten – was sie auch taten, was sich aber nicht direkt und unmittelbar deutlich zu erkennen gab. Gerade im Mittelfeld und in der Konsequenz ebenso in der Strafraum- und Endverteidigung war bei den Gastgebern aber eine deutliche Tendenz zu einem Spielansatz erkennbar, der mehr auf Passivität beruhte.

So kamen die Bayern mit direkten Vertikalpässen von Schweinsteiger deutlich häufiger in Person von Müller, Ribéry und Kroos in die Zehnerräume – wobei auch die Verbindungen und der Zug dorthin modifiziert und griffiger wirkten – und dann auch in den Sechzehner der Wölfe. Deren Defensivspieler ließen beispielsweise den Halbraum manches Mal bewusst offen oder konzentrierten sich – ob im Mittelfeld oder später im Strafraum – nicht mehr so sehr auf das Zustellen von Optionen im Vorhinein, sondern vielmehr auf das Verringern der Chancenqualität.

Dieser Teil der Strategie funktionierte auch überraschend gut, wenn man bedenkt, wie brutal die Bayern nach gegnerischem Umstellen auf eine solch zockende Risiko-Spielweise schon gewesen sind in dieser Saison. Somit blieben die Wolfsburger lange Zeit im Spiel und hatten theoretisch jederzeit die Chance, durch eine Aktion noch den Ausgleich zu schaffen. Der Haken an diesem Plan war allerdings, dass es in der Offensive nicht wirklich bergauf ging. Es war folglich nur ein Teilerfolg der etwas offensiveren Spielweise nach dem Seitenwechsel – denn die defensiven Risiken waren eigentlich eingegangen worden, um sich im Spiel nach vorne, zum Beispiel durch die Möglichkeit von verstärktem Aufrücken, steigern zu können, doch blieben die großen Veränderungen hier aus.

Die Sechser trauten sich nur phasenweise verstärkt mit nach vorne, die zentralen Räume wurden weiterhin nur vereinzelt durch einrückende Bewegungen gesucht und gute Situationen nach einigen bayerischen Ballverlusten individuell nicht sinnvoll ausgespielt. In dieser Konterverhinderung taten die Bayern gut daran, im Wissen um den Wolfsburger Drang zum Flügel nicht sich sofort in der Breite der Formation zu verengen, wie so manches Lehrbuch vorgibt, sondern situativ gefächerter zu bleiben. Bewusst konnten sie gewisse Schnittstellen offen lassen, die der VfL sich nicht zutraute zu bespielen.

Fazit

Kein besonders berauschendes Spiel. Lange Zeit konnten die Bayern vom VfL enorm ungefährlich gehalten werden, doch obwohl Heckings Maßnahmen wirkungsvoll funktionierten, lag eine schwer zu beschreibende Atmosphäre über dem Spiel, dass den Wolfsburgern für einen Punktgewinn etwas die Konsequenz fehlte. In letzter Instanz schienen die Hausherren nicht so überzeugend und souverän, gerade offensiv fehlte es an wirklicher Gefahr. Daher genügte den Bayern Effektivität, etwas Glück und natürlich eine Reihe von kleinen Detail-Anpassungen, um dreifach zu punkten.

Kruppe 16. Februar 2013 um 23:33

Ich hatte oft den Eindruck, dass Dante vom FC Bayern „freiwillig“ aus dem Spielaufbau genommen wurde und das Spiel eine Art Training gegen gute Gegner für Van Buyten sein sollte. In der Analyse hast Du beschrieben wie Dost sich an Dante orientiert hat, so dass der Ball auf v Buyten kam. Allerdings hatte dieser in meinen Augen trotzdem sehr oft die Möglichkeit zu einem recht einfachen Querpass auf Dante hat aber stattdessen einen Vorstoß mit Ball + (langen) Pass gewählt, es schien als ob nicht nur Wolfsburg Dante zustellt sondern v Buyten auch die Anweisung hatte das Spiel selbst aufzubauen. Seine Fähigkeiten im Spielaufbau sind ja nicht grade seine Stärken weshalb mir diese Spielweise etwas bizarr vorkam.

Hab ich hier durch einen ungünstigen TV-Winkel einen falschen Eindruck vom Wolfsburger Pressing bekommen bzw. hatte der Wechsel Martinez -> Gustavo i.V.m. diesem Pressing diesen Wechsel der Spielweise zur Folge? Die anderen Spiele mit Dante + v Buyten in der Rückrunde sahen doch etwas anders und besser aus.

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Axel 16. Februar 2013 um 16:01

Danke für die schnelle und großartige Analyse! Zwei Punkte würde ich gerne noch zur Diskussion stellen:
(1) Woher kommt die Gewissheit, dass die direkte Zuordnung der Wolfsburger Außen und ihr Druck dazu führten, dass Lahm und Alaba nicht ihr bestes Spiel zeigten? Druck führt nicht zwingend zu schlechterer Leistung, oder? Als Erklärung für die gelegentlichen Schwächen der beiden und anderer Bayern-Spieler ist doch auch möglich, dass man mit der anstehenden CL und 15 Pkt Vorsprung einfach nicht mehr 100% Konzentration und Kraft in so ein Spiel einbringt.
(2) Das mittlerweile alte taktische Mittel, van Buyten zum Spielaufbau zu zwingen, scheint mir nicht mehr so wirksam wie früher weil vB diese Aufgabe jetzt besser meistert. Die ersten sechs Min. hat er fünf Mal Murks gespielt, keine Frage, danach aber eine Reihe guter Pässe in die Tiefe hinbekommen. Das meine ich auch schon vorher in ein oder zwei Spielen in dieser Rückrunde beobachtet zu haben. Zudem verzichtet vB jetzt darauf, die gegnerische Einladung anzunehmen und mit dem Ball in den freien Raum vor ihm zu ziehen. Deshalb verliert auch den Ball seltener.
Hier aber noch zwei Fragen dazu an die Fachleute: (1) Warum haben sich seine Mitspieler in der 1. HZ nicht besser angeboten? (2) In der 2. HZ habe ich nur noch einmal erlebt, dass vB mit dem Ball am Fuß keine Anspielstation fand. Hat Wolfsburg da taktisch was verändert oder die Bayern? Lerne gerne dazu!

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veit-luca 16. Februar 2013 um 22:30

zu 1.) würde ich sagen, dass größerer druck zu weniger zeit zur entscheidungsfindung hat, also weniger zeit hat den am besten postierten mitspieler zu finden und dann lieber einen sicheren quer- oder rückpass spielt. deswegen die womöglich unauffälligere partie der beiden außen. wobei beide trotzdem gute vorstöße hatten (alaba holte freistoß raus, der zum 1:0 führte)

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TR 17. Februar 2013 um 10:01

Also der gute van Buyten ist schon ein interessanter Akteur, wenn es um den Spielaufbau geht. Tatsächlich hat er dort einige Schwächen, vor allem natürlich, wenn er unter Zeit- und Gegnerdruck gesetzt wird. Allerdings muss man auch anmerken, dass van Buyten selbst vor – sagen wir drei – Jahren kein absoluter Schwächling mit dem Ball war. Gelegentliche gute Vertikalpässe bekam er auch früher schon hin.

Mannorientierung hat sicherlich Probleme gemacht beim Anbieten wegen konstanterem Druck etc. Wobei durch tiefes Zurückfallen ja für Freiheiten gesorgt werden konnte, Schweinsteiger tat es ja auch immer wieder nach halbrechts, nur gingen dadurch die Optionen vorne weg.

Dein letzter Punkt ist das, was in der Analyse kurz angeschnitten wird. Einmal kam Bayern einfach griffiger mit ihren Bewegungen in die Zehnerräume, andererseits bekam Wolfsburg die nicht mehr so kompakt, weil gerade Absicherungsspieler Polak weniger absicherte, sondern das Mittelfeld etwas offensiver zu gestalten versuchte. Dadurch wurden die Pässe ins Zentrum leichter und Bayern kam stärker frei, auch weil die Mannorientierung nicht mehr so konsequent war, was eben wieder mit dem Versuch von mehr Aktivität bei gegnerischem Ballbesitz seitens Wolfsburg zusammenhängt.

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Nr.39 16. Februar 2013 um 15:14

Ich find Bayern macht das momentan absolut souverän und mit aller klarheit.Jetzt geht es doch gerade erst los und man sieht es doch bei den anderen wie sie langsam federn lassen.Zweimal die Woche mit der selben Mannschaft geht halt nicht lange gut.Für Leverkusen wär es auch besser wenn sie die Europa League sausen lassen das gibt der Kader einfach nicht her.

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FCBFanaiker 16. Februar 2013 um 14:04

Für mich war die ruppige Spielweise der Vfl Abwehr der Schlüssel um die offensive der Bayern fast vollends aus zu schalten. Jeder antritt
Wurde durch ein taktisches Foul unterbunden und ribery alle Spielfreude genommen.

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M 16. Februar 2013 um 14:00

zwei Punkte die ihr nicht erwähnt fand ich noch recht auffällig.

1) Verdammt viele Fouls vom Vfl, welche aber nicht durch eine extreme härte zustande kamen sondern fast immer taktischer Natur waren z.B. damit erst gar kein Konter entsteht oder zur direkten Verhinderung eines vielversprechenden Angriffs. (Gab ja auch einiges an Karten)

2) Den Punkt hab Ihr eigentlich schon ganz gut beschrieben mich hat es aber trotzdem stark gewundert das Bayern teilweise in der zweite Halbzeit Krampfhaft nach vorne spielt anstatt den Ball zirkulieren zulassen. Bayern muss es doch hinbekommen mal 5min den Ball zuhalten bis der Gegner ein wenig am eindösen ist um dann schlagartig das Tempo anzuziehen, also das ist doch technisch machbar 🙂

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Ch4 16. Februar 2013 um 13:42

danke für schnelle und sehr gute analyse !

Abgesehen von Wolfsburg´s Defensivleistung hatten einige FCB Spieler aus meiner Sicht einen ziemlich gebrauchten Tag. unabhängig von der Leistung vom VFL. Van Buyten mit vielen Fehlpässen/riskanten Abspielen im Aufbau, Dante und Alaba hatten für ihre Verhältnisse auch in der 2.Hälfte einige und gerade Gustavo (klar mangelnde Spielpraxis) hat sehr viele ungenaue Abspiele gehabt die immer wieder zu „Fast“Konterchancen geführt haben.

Ich glaube mit Martinez oder einem Gustavo der Hinrunde hätte das Zustellen von Dante viel weniger bewirkt. Van Buyten – Gustavo schienen im Spielaufbau nicht wirklich eingespielt und so musste Van Buyten dann halt auch mal unter Druck ein paar 20-40m Pässe spielen, die den Spielfluss gerade in der 1.Hälfte unglaublich gestört haben. Martinez wäre derzeit vermutlich in der Lage gewesen diese Schwäche auszugleichen da er mit seiner Passsicherheit und Pressingresistenz die Bälle kurz hätte holen können und dann im Verbund mit Schweisnteiger und Kroos nach vorne hätte tragen können. So war die linke Seite doch meistens ziemlich blockiert (Dante,Alaba,Ribery) und der Spielaufbau über halbrechts ziemlich unsicher.

Bleibt die Hoffnung auf ein Martinez Comeback gegen Arsenal. Wobei Gustavo vermutlich bloß ein/zwei paar Spiele fehlen

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Dan 16. Februar 2013 um 13:28

die 1. Halbzeit war ziemlich ausgeglichen, in der 2. hat Bayern dann die Führung verwaltet. Spielverlauf war mehr oder weniger so zu erwarten, zur Not hätte den Bayern 1 Punkt auch gereicht und man hat im Hinblick auf die kommenden Aufgaben auch sichtlich ein paar Kräfte gespart.

Gustavo hat mir gestern gar nicht gefallen, viele Leichtsinnsfehler, viele Fehlpässe, im Zweikampf auch noch nicht in Normalform. Da merkt man auch mal, wie wertvoll ein Martinez mittlerweile ist. Lahm und DvB standen defensiv in der 1. HZ auch nicht immer sicher.

Von Wolfsburg war ich etwas überrascht über das gute Defensivverhalten in der 1. Hälfte. Da hat man die Wölfe diese Saison auch schon deutlich schlechter gesehen. Wenn sie so weitermachen, dann sollten sie eigentlich nix mit dem Abstiegskampf zu tun haben und vorne haben sie ja eh genug Qualität.

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King_Cesc 16. Februar 2013 um 13:56

Ich glaub Gustavo ist nach seiner Verletzung noch nicht wieder auf der Höhe. Er hat sich bei Ballanahmen so oft falsch entschieden, dass er sich seine ganzes Spiel kaputt gemacht hat.

Seine Defensivleistung war eigentlich i.O., da er Diego, auf den er ziemlich Mannorientiert angesetzt war, unter Kontrolle hatte.

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Jonas 16. Februar 2013 um 12:52

Toller Artikel – ein Fehler ist drin es müsste Clubberer heißen nicht „Klubberer“

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Dan 16. Februar 2013 um 13:17

oder „Glubberer“ XD

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TR 16. Februar 2013 um 13:33

Ach, richtig, wird geändert.

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fcblgar 16. Februar 2013 um 12:49

Wie üblich eine sehr schöne Analyse. Kompliment.
Ich hab gestern Nacht übrigens auch eine Analyse zum Spiel geschrieben. Ich hab nicht alle Aspekte genau so gesehen wie du, im großen und ganzen sehe ich das Spiel aber ähnlich.

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RM 16. Februar 2013 um 13:01

Auf transfermarkt.de? Wenn ja, dann habe ich sie wohl gelesen.

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Pommesdieb 18. Februar 2013 um 15:24

auf transfermarkt.de gibt es auch analysen zu lesen? wo findet man die denn?

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