Cruyff blamiert Ferguson

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In der Neuauflage des 1991er Cup-Winners‘-Cup-Finals triumphierte dieses Mal, im Jahr 1994, Johan Cruyff über Alex Ferguson, wodurch Manchester United von der Tabellenspitze der Champions-League-Gruppe A verdrängt wird. In einem einseitigen Spiel ließ Barcelona dem Meister aus England keine Chance und beherrschte mit einmaligem Positionsspiel und grandioser Raumkontrolle das Geschehen.

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Grundformation in der ersten Halbzeit

Grundformation

Im Vergleich zum 2:2-Hinspiel im Old Trafford vor zwei Wochen nahm Ferguson erneut (überraschende) Wechsel vor. So ersetzte Gary Walsh aufgrund der Ausländerregelung den eigentlichen Stammtorhüter Peter Schmeichel. Ryan Giggs kehrte derweil nach seiner Verletzungspause zurück. Für ihn musste Lee Sharpe weichen. Steven Bruce durfte seinerseits wieder in der Innenverteidigung auflaufen. Auf der Ersatzbank hatte der schottische Cheftrainer vor allem noch unbekannte Youngsters wie David Beckham oder Gary Neville. United agierte einmal mehr in einer 4-3-3-Grundformation. Giggs sowie Andrei Kanchelskis flankierten Mittelstürmer Mark Hughes, der seit seinem Abschied 1988 erstmals wieder ins Camp Nou zurückkehrte. Im Mittelfeld spielte Paul Ince den zentralen Part, während sich vor allem Nicky Butt über den linken Halbraum immer wieder in der Offensive einschaltete.

Cruyff nahm ebenfalls Änderungen vor. Unter anderem rückte sein Sohn Jordi als Linksaußen für Aitor Begiristain in die Startformation. Des Weiteren erhielt Guillermo Amor anstelle von Luis Cembranos Martinez auf der Achterposition seine Chance. Barcelona lief im in dieser Saison gewohnten 4-3-3 auf, wobei sich besonders im Zentrum sehr viele vertikale Pendelbewegungen ergaben.

Romário zerstört die Defensivstruktur

Auffällig über weite Teile des Spieles hinweg waren die fluiden Positionierungen von Romário. Er interpretierte seine Rolle nicht wie ein klassischer Zentralstürmer, wobei er Bruce und Gary Pallister körperlich sowieso unterlegen war, sondern kippte ständig in den Zehnerraum zurück. Da Uniteds Mittelfeldblock in Gänze gegen den Ball aufrückte, hatte Romário mehr Platz im Zwischenlinienraum. So suchten Barças tiefe Aufbauspieler bereits vermehrt den Brasilianer. Dieser stellte die mannorientierten Innenverteidiger vor die Frage, ob sie ihre Grundposition halten oder doch in direkte Bewachung übergehen. Vereinzelt verfolgte Pallister in der ersten Halbzeit Barcelonas Angreifer, wobei sich dieser durch seine gute Ballverarbeitung und enge Körperdrehungen daraus befreien und vorrückende Mitspieler bedienen konnte.

Dabei profitierte Romário vor allem von Amors Angriffsrhythmus. Der halbrechte Mittelfeldspieler bewies ein gutes Gespür für seine Läufe, die er vertikal in die Schnittstellen um Dennis Irwin herum suchte. Hinzu kamen Hristo Stoichkovs Diagonalbewegungen von der Seitenlinie aus. Der Bulgare positionierte sich bei Angriffen, sofern er nicht wieder einmal in Barças Sechserraum herumdriftete, sehr breit. Dort konnte er entweder ungestört das Spielgerät empfangen und direkt ins Dribbling gelangen oder aber abseits des Balles einrücken und als technisch starker Schnittstellenpassverwerter fungieren.

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Barcelona im Aufbau – United im Netz

Barças Aufbau

Ronald Koeman ist bekannt für seine genialen Zuspiele. Doch um ihn herum braucht es die passende Struktur. Nebenmann Abelardo fiel zunächst in der Anfangsphase der Partie durch viele vorrückende Läufe auf, wodurch er Pep Guardiola im Sechserraum entlastete und zudem José Mari Bakero quasi nach vorn schob, denn der Kapitän suchte infolge von Romários Zurückfallen mehrfach den Weg in die Spitze.

Im Verlauf der ersten 45 Minuten entwickelte sich besonders im tiefen Aufbau ein interessantes Dreieck. Guardiola balancierte gewissermaßen Abelardos höhere Positionierung aus, indem Ersterer seitlich herauskippte. Koeman hatte somit als Libero zwei diagonale Anspielstationen um Mark Hughes herum. Der Stürmer von United fiel sowieso mit unüberlegtem Anlaufen auf, wurde aber in dieser Konstellation komplett ausgespielt. Die Flügelstürmer konnten gleichfalls keinen Zugriff entwickeln, da beide wie in einer Tannenbaumformation in Halbpositionen standen, aber damit über die breiten Außenverteidiger und Achter Barças umspielt wurden. Insgesamt ergaben sich bis hin zu Romário viele Dreiecke und die Katalanen hatten gegen das einfallslose System der Gäste leichtes Spiel. Folglich konnten auch direkte Zweikämpfe in den ersten beiden Dritteln des Spielfeldes weitestgehend verhindert werden, bevor Stoichkov und Cruyff in direkte Dribblings gingen. Jedoch vernachlässigte Letzterer diese Komponente meist. Jordi wollte nicht in läuferische Duelle mit dem dynamischen Paul Parker einsteigen, sondern ging nach der Ballannahme meist diagonal oder horizontal nach innen, sodass auch er die Momente der Deckungsübergabe zwischen Parker und Bruce nutzte, um entsprechende Pässe hinter die Abwehr durchzustecken.

Tore als Sinnbild

Beim Führungstreffer Barcelonas schickte Cruyff in dieser Form Romário per Schnittstellenpass vors Tor. Der Brasilianer umkurvte Walsh, war aber schon fast im Toraus, sodass er zurücklegte. Den ersten Schuss konnte Ince noch blocken, der zweite Schuss, dieses Mal von Stoichkov abgegeben, flog abgefälscht ins Gehäuse von United. Die Engländer konnten vor allem den ersten Lochpass nicht ordentlich verteidigen, da kein Druck auf Cruyff bestand und dieser die Übersicht behalten und passend für Romários Lauf verzögern konnte.

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöhten die Gastgeber auf 2:0. In diesem Fall bereitete Stoichkov selbst den Treffer vor. Er erhielt das Spielgerät an der Mittellinie und schaute diagonal in Richtung Strafraum von United. Der Bulgare knickte leicht nach innen und legte sich die Kugel auf seinen linken Fuß. Danach folgte ein genial angeschnittener und sehr präziser Diagonalball hoch auf Romário, der sich zwischen Parker und Pallister bewegte. Barças Neuner nahm den Ball perfekt mit der Brust an und ließ ihn gleich von halblinks ins Zentrum und damit leicht gegen die Laufrichtung der Gegenspieler abtropfen. Anschließend schob er souverän durch die Beine von Walsh ein. In beiden Szenen verteidigte United nicht proaktiv, sondern absichernd und zurückhaltend. Beide Male ging es grandios nach hinten los.

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United im Aufbau über den herausgekippten Ince

Hughes irrte umher, Kanchelskis noch in der Kabine

Kurz vor dem zweiten Gegentor hatte United noch eine fünfminutige Phase, als sie den Ball gut durch die Reihen laufen ließen und Barcelona teilweise in die eigene Hälfte drückten, ohne jedoch effektiv in den Strafraum der Katalanen zu gelangen. Doch dies war insgesamt die absolute Ausnahme. In der Regel mussten sich die Engländer auf komplizierte Konterkombinationen konzentrieren, die sich aber meist nicht ausgingen. Vielmehr war gerade Hughes hinter Amor, Bakero und Guardiola komplett von der Versorgung abgeschnitten. Bei vereinzelten Ballannahmen verfolgte ihn Abelardo konsequent. Hughes rieb sich auf und wurde zunehmend ungehalten, wodurch auch mancher sinnbefreite Lauf entstand. Die einzige Unterstützung kam über die linke Seite mit dem einrückenden Giggs, der im Rücken vom zuweilen hoch positionierten Amor im offensiven Umschalten vereinzelte Halbraumlücken fand. Irwin gab derweil die Breite, hatte es aber mit dem individuell starken Albert Ferrer zu tun. Auf dem anderen Flügel war Kanchelskis komplett abgemeldet und hatte wahrscheinlich die wenigsten Ballkontakte aller Spieler in der ersten Halbzeit. Allerdings können wir dies nicht statistisch belegen. (Das sollte man vielleicht mal einführen.)

Der Russe hatte in jedem Fall Probleme, da entweder die Zuspiele auf ihn ungenau kamen oder er sich durch die sehr breite Stellung selbst isolierte. Problematischer war darüber hinaus die Wirkungslosigkeit des zentralen Mittelfelds. Ince war in der Offensive kein Faktor und hielt sich mit Vertikalläufen zurück. Diese zeigte hingegen Butt, aber ihm fehlten wiederum die Übersicht und auch die passenden Synergien mit Hughes und Giggs, um von halblinks in die gefährlichen Zonen zu kommen. Roy Keane hing derweil im luftleeren Raum und hielt sich ob der offensiven Durchschlagskraft auf seiner Seite vermehrt zurück. Zur Halbzeit hatte United bei einem Ballbesitz von 37 Prozent keinen Schuss aufs Tor von Carlos Busquets abgegeben.

„Wir nehmen ein paar Änderungen vor. Giggs geht in die Mitte.“ (Alex Ferguson während der Halbzeitpause)

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Grundformation in der zweiten Halbzeit

Zweite Halbzeit: Laola-Welle im Tempel

United wollte druckvoller nach der Pause starten und auf einen Anschlusstreffer drängen. Ferguson hatte im Mittelfeld umgestellt. Er zog Giggs ins Zentrum, Kanschelskis von der rechten auf die linke Seite und Butt agierte fortan vermehrt als rechter oder halbrechter Außenspieler. Folglich spielten die Red Devils in einer 4-2-3-1-Grundformation. Auch Ince und Keane wechselten die Seiten. Das Mittelfeldzentrum war nun weniger kompakt und zudem schoben beide Akteure vom Wiederanpfiff weg sehr stark nach vorn, wodurch sich große freie Zonen vor Bruce und Pallister auftaten. Die Rolle von Giggs blieb zunächst etwas unklar. Er schien weiterhin in den linken Halbraum auszuweichen, während Hughes auf diese Bewegungen mit einem tieferen Abdriften nach rechts reagierte. Die beiden Waliser bildeten damit eine situative Doppelspitze, die aber nicht in die letzte Linie Barças hineinrannte, sondern den Raum um Guardiola bespielen wollte. Hughes zeigte sich zudem verbessert bei kurzen Abkippbewegungen und empathischeren Ablagen für die nachrückenden Mittelfeldakteure. Kanschelskis war seinerseits nicht mehr als simpler Linienläufer unterwegs, sondern zog als inverser Flügelstürmer vermehrt nach innen, um mit seinem rechten Fuß abschließen zu können. Butt auf der anderen Seite hing noch etwas zwischen seiner vorherigen Grundpositionierung im Dreiermittelfeldblock und der neuen Aufgabe auf dem rechten Flügel. Er überließ dem schnellen Parker die Breite am Kreidestrich, doch der aggressive Sergi Barjuán zerstörte durch gut gewählte Herausrückbewegungen die Aktionen auf seiner Seite frühzeitig. Zudem unterstützte Freispieler Giggs nicht mit Überladungen, sondern hing meist zu starr im Zehnerraum fest. Trotzdem zeigten die ersten mutigen Minuten von Fergusons Mannschaft Wirkung: Sie wurde ausgekontert.

Stoichkov und Romário kamen nicht nur einmal durch. In der 59. Minute nutzte der Bulgare die Freiheit im gegnerischen Sechserraum. Er steckte sehr gefühlvoll an Parker vorbei auf Romário durch, der wiederum von Pallister verfolgt das Spielgerät seitlich gefühlvoll prallen ließ und den präzisen Distanzschuss seines bulgarischen Mitspielers ermöglichte. Damit war das Spiel nicht nur entschieden, nach einer Stunde schwappte die Laola-Welle durch das Camp Nou.

United war weiterhin bemüht und wir wissen, was das bedeutet. Bis auf ein paar harmlose Hereingaben zum Beispiel vom eingewechselten Paul Scholes oder Distanzschüsse von Keane und Kanschelskis ergab sich für die Engländer sehr wenig. Ihre nunmehr rechtslastigen Angriffe wurden durch Verschiebungen von Guardiola und Bakero beantwortet. Die Stürmer der Katalanen blieben weiterhin eine Gefahr, auch weil sie vor allem die Freiräume hinter dem aufrückenden Parker nutzen. Das 4:0 in der 88. Minute machte die Blamage perfekt. Hierbei wurde ein Muster aus der ersten Halbzeit einmal mehr deutlich. Guardiola erhielt ohne Druck den Ball am Mittelkreis. Der Stratege schob rüber zu Amor, der im rechten Halbraum freie Sicht in den tiefen Kanal hatte und dort hindurch Ferrer bediente. Der Rechtsverteidiger hatte Irwin überlaufen und dann mit einem inversen Dribbling endgültig überwunden. Sein zweiter Schussversuch in dieser Szene konnte von Walsh nicht mehr abgewehrt werden. Der gesperrte Eric Cantona und Tormann Peter Schmeichel saßen fassungslos auf der Tribüne.

Fazit

Alex Ferguson wollte in dieser Partie erfahren, ob seine Spieler „wahre Champions“ seien und der Schotte wurde mehr als enttäuscht. Doch wurde sein Team nicht nur von der individuellen Überlegenheit einer an diesem Abend überragenden Barça-Mannschaft ausgespielt, sondern Ferguson wurde vom Lollipop lutschenden Cruyff, der glücklicherweise das Rauchen aufgegeben hat, austaktiert. Die Halbraum- und Zwischenlinienraumpräsenz der Katalanen war das Gegenmittel zu Uniteds recht gleichförmigem Spiel. Barcelona dominierte mit einer klugen Raumaufteilung und einer intuitiven Ballzirkulation, die in der vordersten Linie von den beiden Heißspornen Stoichkov und Romário vollendet wurde.

Nach dieser Niederlage rutscht Manchester aufgrund des Auswärtssieges von IFK Göteborg bei Galatasaray auf den dritten Platz der Gruppe ab. In drei Wochen in Schweden braucht es nun schon zwei (!) Punkte, um ein Weiterkommen ins Viertelfinale zu sichern. Vielleicht bekommen die jungen Nachwuchskräfte bald mehr Einsatzzeiten.

Dr. Acula 1. Januar 2015 um 19:11

auch das cl finale gegen guardiola 2011 war eine demonstration. Man United hatte aber nicht den hauch einer chance, war das eindeutigste cl finale, an das ich mich so spontan erinnern kann. dahinter folgt übrigens bayern – chelsea, was aber bekanntermaßen einen etwas anderen abschluss hatte. gibt es eigtl in einer ballnah-ausgabe ne spielanalyse zu besagtem barca-man utd finale? wäre sicherlich eine analyse wert

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HW 1. Januar 2015 um 19:25

Diese Spiele waren vielleicht, zumindest teilweise, ein Zeichen der Grenzen von Fergusons Methoden. United kann man in beiden Partien als Außenseiter betrachten. Außenseiter sind sie selten, daher ist das für die Mannschaften vielleicht eine ungewohnte Situation. Dazu standen Trainer auf der anderen Seite, die ihre eigenen Spielideen wesentlich detaillierter ausgearbeitet haben.
Hätte United regelmäßig gegen ein Team wie Barca gespielt, hätte Ferguson sicher Mittel gefunden. Aber das Leben ist kein Konjunktiv. Sieht Ferguson wahrscheinlich auch so.

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Gh 1. Januar 2015 um 19:42

Nur ein paar Monate vorher wurde Barca von Milan im Finale der Champions League mit dem gleichen Ergebnis zerlegt. Was soll uns das dann über die Methoden von Cruyff sagen?

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HW 2. Januar 2015 um 09:37

Das hat nichts mit United zu tun. Ferguson hatte unterschiedliche Trainerteams und, wie beschrieben, veränderte sich der Spielstil immer etwas. Die mentale Stärke und der Einsatz von Rollenspielern wird beschrieben. Gleichzeitig bringt die mentale Stärke wenig, wenn der Gegner taktisch deutlich überlegen ist. Und wenn man bedenkt, dass Ferguson schon 1994 von Barca mit einer „falschen Neun“ (oder mobiler Stürmer) deutlich besiegt wurde, dann kann man doch mal fragen ob sich Ferguson 2011 an dieses Spiel erinnert haben mag oder ob Barca mit diesem Stil einfach die Grenze für Ferguson und seine Methoden darstellte. Sicher war Barca in beiden Spielen Favorit, aber warum? (Rhetorisch gefragt.) Das hat mit Milan nichts zu tun.

Milan war auch keine Gurkentruppe. Hab nie behauptet, dass Barca damals unschlagbar war. Genauso ist heute kein Team unschlagbar und keine Spielidee ausnahmslos überlegen. Müssen wir diese Argumentationen immer wieder führen?

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Partizan 1. Januar 2015 um 21:12

Sehe ich genau so, 2011 war man absolut chancenlos, späterstens nach diesem Finale hätte United einen neue Mannschaft aufbauen müssen, was Ferguson dann leider noch zwei Jahre in die Länge gezogen hat, und erst mit seienem Rücktritt eingeleitet hat.

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king_cesc 1. Januar 2015 um 16:20

Busquets, Guardiola und Cruyff in einem Team -> unschlagbar! 😀

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Erkinho 1. Januar 2015 um 11:45

„In drei Wochen in Schweden braucht es nun schon drei Punkte, um ein Weiterkommen ins Viertelfinale zu sichern.“
Die „Drei-Punkte-Regel“ kam erst ’ne Saison später..Manchester United hat letztlich dennoch verloren gehabt (genau wie Barcelona)

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HW 1. Januar 2015 um 10:17

Romario lässt sich in den 10er Raum fallen. Mensch, Guardiola hat sich auch gar nichts selber ausgedacht. *g
Und alle anderen Trainer vernachlässigen offensichtlich das Studium alter Partien, sonst würden sie diese Strategien kennen.
Vielleicht liegt es auch daran, dass Sacchi als der Trainer dieser Zeit gilt, nicht Cruyff. Egal.

United schien, soweit ich mich auf die zweite Grafik beziehen kann, wenig Druck auszuüben. Wenn die Mittelfeldspieler mehr auf Amor und Bakero rücken und die Flügel ein paar Passwege zustellen, dann konnte man vielleicht doch pressen oder lange Bälle erzwingen. Aber das ist vielleicht zu modern gedacht.

Da das Spiel über 20 Jahre her ist, wäre es wirklich nett ein wenig mehr Kontext (Datum, Wettbewerb, Tabelle?, Ausgangslage) zu bekommen. In diesem Vakuum könnte man fast meinen, Cruyff und Ferguson hätten gestern im Park ein Altherrenspiel gecoacht.

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nrg 1. Januar 2015 um 09:43

Ich finde es voll super, dass ihr alte Spiele analysiert – aber um welches Spiel geht es hier eigentlich? Scheint Barcelona gegen Manchester United zu sein, irgendwann zwischen 1991 und heute..

Wäre super, wenn ihr solche Infos in den ersten Absatz einbauen würdet, dann wüsste man das schon bevor man auf den Artikel klickt..

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CE 1. Januar 2015 um 10:06

Da habe ich wohl leichtfertig vorausgesetzt, dass jeder das 4:0 von Cruyffs Barça über Fergusons United aus dem Jahr 1994 kennt.

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blub 1. Januar 2015 um 12:00

Ich wusst es auch nur, weil es im anderen artikel stand.
(und ich mich gefragt habe ob der Cruyff im Team ein schreibfehler ist, bin auch kein Experte für diese Phase, v.A. der Cruyff junior nicht gerade ein regular in der saison war)

Mir gefällt das das Fazit so scheint als wäre das eine akutelles Spiel. Und unter diesem Aspekt ist auch der letzte satz äußerst witzig. *hint, hint*

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Nrg 4. Januar 2015 um 08:26

Sollte eigentlich zur Allgemeinbildung gehören, habe wohl noch Nachholbedarf ,-)

Danke für den Hinweis und das Update – fände es allgemein hilfreich wenn irgendwo, vielleicht zwischen Titel und Teaser, in kleiner Schrift Datum, Wettbewerb, Teams und Ergebnis stehen. Ich bin nämlich auch nicht bei allen Vereinslogos sattelfest..

Gruss

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