Türchen 16: David Luiz

Richtet nicht, so dass ihr nicht gerichtet wird! Außer es geht um David Luiz. Wobei dieser in anderen Ländern medial schon sehr gerichtet wurde. Doch hierzulande gilt David Luiz noch immer als ein Verteidiger, der sich vorwiegend über Technik und Spielintelligenz definiert. Für viele gilt er als der Prototyp des modernen Verteidigers. Dabei ist er das noch nicht einmal – weder modern noch ein Verteidiger. Zumindest oft nicht.

David Luiz als ein personifiziertes wahnwitziges taktisches Mittel

Neben seiner tollen Balltechnik ist es sicherlich auch seine antizipative und aggressive Vorgehensweise im Defensivspiel, welche ihn modern wirken lässt. Modern ist das aber nicht. Modern wäre es, wenn man unter Berücksichtigung strategischer und taktischer Wechselwirkungen die Spielsituation dynamisch und spielintelligent erfasst hat und dann nach vorne rückt, um dort den Ball vor dem Gegner abzufangen oder ihn zumindest unter Druck zu setzen. David Luiz schafft es zwar öfters, dass er die Gegner bedrängt und den Ball erobert, doch dies geschieht nicht unter konstantem Einsatz seiner Intelligenz.

Sehen wir uns dafür diese Szene an.

Szene 1 - Luiz vs Newcastle - Schlecht getimtes Herausrücken und Glück

Szene 1 – Luiz vs Newcastle – Schlecht getimtes Herausrücken und Glück

Sehr aggressiv verlässt David Luiz und möchte auf dem Flügel in den Zweikampf gehen. Luiz hat dabei nicht einmal ein gutes Timing, welches die taktischen Negativaspekte aufwiegt. Der Gegner hat sein Sichtfeld bereits gedreht und hat Zeit am Ball. Hinter Luiz offenbart sich riesiger Raum, der mit einem einfachen langen Ball zu einer gefährlichen Situation führen könnte. Luiz hat in dieser Szene Glück, dass der Gegner wegen eines Fehlers noch vor der Bedrängnis diesen Pass nicht spielen kann.

Diese übertriebene Aggressivität und zu große ballorientierte Ausrichtung im Verschieben sorgt auch in anderen Situationen für Probleme.

Szene 2 - Luiz vs Liverpool - Kein Mut zur Passivität

Szene 2 – Luiz vs Liverpool – Kein Mut zur Passivität

In dieser Situation vergrätschte sich John Terry auf dem Flügel, der Gegner schob den Ball an ihm vorbei. Idealerweise orientieren sich nun Ashley Cole und der Sechser in Richtung Ball, während Luiz die Mitte sichert.

Er sollte zumindest seinen Gegenspieler abdecken, auch wenn der Gegner dann ein paar Schritte zur Mitte machen kann. Im Idealfall – wenn Cole und der Sechser zu langsam wären – würde Luiz spät aus dieser Mannorientierung herausrücken und im Strafraum den Ballführenden vor dem Abschluss mit einer Anspielstation im Deckungsschatten bedrängen. Aber gut, er ist kein Thiago Silva.

Luiz sprintet stattdessen einfach in Richtung Ball und öffnet die gesamte Mitte. Der Sechser muss sich umorientieren, der Außenverteidiger schiebt enorm weit in die Mitte. Wegen Luiz‘ Druck beschleunigt sich die Situation sogar, der Außenstürmer spielt sofort in die Mitte und es entsteht am Elfmeterpunkt eine 3-gegen-1-Situation, die Liverpool zu Luiz‘ Glück vergibt.

Nur einige wenige Minuten später tat er selbiges. Er verfolgte seinen Gegenspieler ungeschickt, der ließ zurück ins Mittelfeld in den Halbraum prallen und er wich weiter nach vorne, wodurch er einfach umspielt werden konnte.

Aber nicht nur wenn er mehr Raum abdecken muss oder in offene Räume herausrückt, macht Luiz teilweise fatale Positionierungsfehler. In dieser Szene gegen Manchester United kombinieren Welbeck und Rooney gegen drei Chelsea-Spieler.

Szene 3 - Luiz vs United - Keine Sichtfeldkontrolle und schöne Abschlussposition für Welbeck

Szene 3 – Luiz vs United – Keine Sichtfeldkontrolle und schöne Abschlussposition für Welbeck

Welbeck spielt diagonal und sprintet nach vorne. Luiz steht eigentlich schon perfekt: Wenn er sich an Welbeck orientiert, ist er nicht anspielbar. Bewegt er sich unter Bewertung von Gegner, Ball und Position, dann kann er sogar den Pass einfach abfangen. Luiz macht etwas ganz anderes.

Er verfolgt den Ball ohne Rücksicht auf Welbeck, obwohl er der einzige ist, der für ihn zuständig sein kann. Dabei dreht Luiz sein Sichtfeld und schaut Rooney dabei zu, der Danke sagt und einfach an Luiz auf Welbeck spielt. Dieser vergibt – Fortuna sei Dank – das 1-gegen-1 gegen Cech.

Tja, Luiz ist also zu aggressiv, zu unbedacht in der Raumkontrolle und zu ballorientiert. Das war es doch schon, oder? Nicht ganz. Manchmal ist er dann nämlich auch einfach zu passiv.

Szene 4 - Luiz vs United - Unpassende Passivität

Szene 4 – Luiz vs United – Unpassende Passivität

Gegen United hält er einfach ohne klar erkennbaren Grund auf Chicharito. Dieser positioniert sich breit und wird angespielt. Was macht Luiz? Er bleibt passiv. Chicharito ist kurzzeitig verwirrt, überlegt kurz, dann fällt ihm ein, dass er ein reiner Torjäger ist und er schließt ab.

Generell sind die Probleme Luiz‘ gegen Chicharito eine ganz eigene Geschichte. Der Mexikaner verfügt über ein sehr starkes Bewegungsspiel, ist schnell und intelligent. Sir Alex Ferguson setzte die kleine Erbse darum oftmals auf Luiz an; normalerweise würde man es ja umgekehrt vermuten. Doch Ferguson hatte einen besonderen Plan. Chicharitos Bewegungen sollten Luiz‘ Aufmerksamkeit auf sich lenken und seine Mängel im defensiven Stellungsspiel ausnutzen. Immer wieder öffnete Chicharito dadurch Räume für seine Mitspieler oder sorgte für leichter bespielbare Staffelungen in der Offensive.

Über die Offensive Luiz‘ haben wir noch gar nicht gesprochen. Auch hier hat er nicht den Instinkt eines Verteidigers. Immer wieder stürmt Luiz nach vorne, hat ein sehr tororientiertes und raumgreifenderes Passspiel. Dieser Aspekt wird zu Recht als Fähigkeit eines modernen Innenverteidigers gesehen; doch ohne die defensiven Fähigkeiten dazu nützen sie nicht immer so viel. Nicht umsonst hat Rafael Benitez David Luiz ins Mittelfeld gestellt.

Das will ich gar nicht näher ausführen. Ich möchte diese Ausführung mit einer Szene und einer dazugehörigen Frage beenden.

Szene 5 - Luiz vs Liverpool - Was würde David Luiz tun?

Szene 5 – Luiz vs Liverpool – Was würde David Luiz tun?

Was würde David Luiz tun?

Fazit

Wegen dieser defensiven Mängel und Verrücktheiten wurde Luiz zu Beginn seiner Zeit in England mit einem Playstation-Spieler verglichen, der von einem 10jährigen kontrolliert. Allerdings muss man auch sagen, dass es bei Luiz deutliche Verbesserungen gab und er nicht in jedem System als Verteidiger riskant ist. Wird er von einem dynamischen Genie wie Thiago Silva und einem intelligenten Sechser sowie der passenden Ausrichtung unterstützt, dann können diese sein Herausrücken absichern.

Agiert er in einem System mit sehr klaren und vergleichsweise einfachen Zuteilungen – beispielsweise einem tiefen, passiven und positionsorientierten Defensivspiel oder auch einem auf Herausrücken und auf den passenden offenen Räumen basierenden Pressingspiel – dann kann Luiz große Wirkung entfalten. Ihn aber als modernen Verteidiger offensiv und defensiv zu feiern, ist zu viel des Guten. Dafür definiert er sich zu sehr durch seine Athletik und nicht durch seine Intelligenz im Defensivspiel und Herausrücken.

Koom 7. Januar 2014 um 17:06

David Luiz liest sich hier ein wenig wie die aktuelle Version von Lucio. Wobei der ja meiner Meinung nach auch anders konnte (auch wenn es ihm sichtlich Schmerzen bereitete, nur hinten zu bleiben). Spontan fällt mir bei dem Artikel eine individuell bessere (schnellere, zweikampfstärkere) Version von Jermaine Jones ein. Taktisch unbedarft, oft zu ballorientiert (oder wahlweise mal orientierungslos), regelt aber viel mit Einsatz und seinen individuellen Werten.

Klar, in der richtigen Mannschaft kann so ein Bulldozer was bringen. Wie auch Lucio einst eine Waffe war mit seinen Sturmläufen. IMO aber zu Gegnerabhängig. Mal schauen, was es bei der WM wird, wo sich die Gegner sicherlich eingehender mit Brasilien und deren Schwächen beschäftigen werden (und ihre jeweiligen A-Mannschaften dabei haben). Confed-Cup ist halt doch nicht so wirklich ernst.

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CF 7. Januar 2014 um 17:17

Confed Cup sollte man schon ernst nehmen habe sehr viel gesehen und die meisten waren sogar taktisch auf die Gegeners eingestellt und auch die A Elf hat gespielt. Gab einige taktisch sehr interessante Spiele und Brasilien mit Luiz haben gezeigt das sie taktisch schon sehr modern und interessant spielen.

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Koom 8. Januar 2014 um 09:13

Die Analysen dazu habe ich auch gelesen – stimmt schon, was du sagst. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern war dieser Confed-Cup schon deutlich werthaltiger. Ist aber IMO trotzdem noch was anderes als das „richtige“ WM-Turnier, und sei es nur, weil die Auswahl und die Eingespieltheit der Gegner sehr viel anders sein wird.

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Bernhard 6. Januar 2014 um 21:52

Servus RM, danke dass du meine Illusion von David Luiz als weltklasse Innenverteidiger zerstört hast 😉
Als Bayernfan wollt ich dich,bzw. den Bayernfan in dir fragen: Was hälst du – rein hypothetisch – von einem Transfer von David Luiz zum FC B?
Ich weiß es ist bloß ein Gerücht, doch laut den Medienberichten wären sowohl Sammer als auch Guardiola von ihm überzeugt.
Angenommen diese stimmen, irren sie sich auch,oder glauben die beiden man kann seine Fehler und seine riskante (teilweise auch dumme) Art abstellen?

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AP 6. Januar 2014 um 22:13

Ich bin zwar nicht RM, aber ich empfinde Luiz seine Spielweise als wild und chaotisch. Erinnert mich leicht an Lucio. Und Pep steht mehr auf „ruhigere“ Typen, die taktisch intelligent agieren. Beispiel Mascherano. So hoch wie die Bayern verteidigen würde er in der IV, in meinen Augen, ein zu großes Risiko bringen. Trifft zu viele falsche Entscheidungen. Aber ich kann mich natürlich auch täuschen. Finde da schon Hummels, Koscielny besser.

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RM 6. Januar 2014 um 22:43

Sh. Fazit. Meiner Meinung nach könnte er durchaus bei Bayern einschlagen und eine gute Rolle spielen. Mein Wunschtransfer wäre er aber nicht. Das wäre Breno.

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Bernhard 6. Januar 2014 um 23:00

Hm,bei Breno wäre ich auch gespannt wie er sich ohne den Druck eines „12 Millionen Fehleinkaufs“ und ohne Verletzungsprobleme entwickeln würde. Aber die Wahrscheinlichkeit dass er bei den Bayern wieder spielen wird ist sicherlich geringer als ein Luiz Transfer.

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Josef 8. Januar 2014 um 16:14

Breno?
Das klingt (für mich) überraschend. Kannst du das weiter ausführen?

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RM 8. Januar 2014 um 23:02

Unfassbare Grundathletik in mehrfacher Hinsicht, dadurch eine potenziell unglaubliche Fähigkeit fehlerhafte Stellungen zu korrigieren, hoch zu stehen und dabei effektiv in die Tiefe zurück zu- oder auf die Seite hin zu verteidigen, kopfballstark, durchsetzungsfähig, zweikampfstark und insgesamt defensivstark. Sowohl als Manndecker als auch als Raumdecker stark, im Herausrücken potenziell eine Granate und auch beim Absichern. Teilweise auch herausragend auf Abseits gespielt.

Koordination und Antritt sehr stark, trotz Babyspeck. Auch galant in seinen Bewegungen und Drehungen, nutzte er im Aufbauspiel, nach Balleroberungen und im direkten Zweikampf. Gelegentlich wurden ihm vermeintliche Fehlstellungen gar als „Fehler“ ausgeübt, dabei wirkten sie eher wie gezielte Provokationen und leitende Bewegungen, wo er dann den Passempfänger mit gutem Deckungsschatten, hoher Dynamik und tollem Körpereinsatz bedrängte. Hatte mWn auch die höchste Zweikampfquote über eine Saison die in dieser und der letzten Dekade gemessen wurde (einziger Akteur über 80%). Tolle Antizipationen und Reaktionen meist, sowohl von Präzision der Folgebewegungen als auch von der Handlungsschnelligkeit.

Taktisch flexibel; Abidal-Rolle auf rechts möglich, theoretisch ein unfassbar starker und kompletter Halbverteidiger, alternativ eben ein spielmachender Innenverteidiger mit der Möglichkeit situativ im Zwischenlinienraum sowohl anzugreifen als auch zu verteidigen. Zwar wohl kein Sechsermaterial, aber für situative Positionierungen dort durchaus nutzbar. Wäre also sehr gut als kompletter Innenverteidiger nutzbar gewesen.

Wunderbare Fertigkeiten im Passspiel, sowohl lang als auch kurz. Sogar beim Kopfballpassspiel. Sehr schöne weiträumige Eröffnungen, teilweise aber zu herzhaft im Bespielen größerer Räume, ging zu ansatzweise in Risikosituationen hinein. Die Umsetzung war spielerisch eigentlich immer sehr fein, manchmal kleinere Probleme mit dem Erkennen von Dynamiken, sowohl beim Gegner als auch bei den Mitspielern. Auf der Innenverteidigerposition hatte er da aber später auch super Situationen drinnen, wenn ich mich recht erinnere. Waren wohl die viel zitierten „Automatismen“.

Teilweise hatte er insgesamt Probleme in Konstanz, Fitness („Tempohärte“) und (besonders offensiver) Entscheidungsfindung, wobei alle drei Aspekte meiner Meinung nach nicht wirklich gravierend und problematisch waren, sondern eher dem Auge was ausmachten, als der Leistung auf dem Platz. Sah dann van Gaal auch sofort bei Amtsantritt so, scheint es.

Mit mehr Monaten/Jahren in Deutschland und bei Vertrauen hätte man bald wohl nichts mehr davon mitbekommen. So hatte er zum Beispiel keine wirkliche Panik bei Befreiungsschlägen, Hektik schon gar nicht, sondern fast eine eher überlegene Lethargie und ein gewisses Phlegma. Damit (re-)agierte er dann bei gegnerischen Nachsetz- und Gegenpressingsituationen mit unpassenden langen Bällen, was aber selten ein Problem war, nur eben noch nicht perfekt „deutsch“ bzw. „niederländisch“ in dem Fall war.

Meine bescheidene Meinung: Mit Glück wäre er nun Weltklasse und würde bei der Weltmeisterschaft 2014 mit Thiago Silva in der brasilianischen Nationalmannschaft die beste Innenverteidigung der Welt bilden.

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DAF 8. Januar 2014 um 23:54

Sehr interessant, danke dafür.
Mich erinnert diese Beschreibung ziemlich an Jérôme Boateng. Vieles davon lässt sich mMn auch über Boateng sagen. Er ist ebenfalls flexibel einsetzbar, unfassbar dynamisch und spätestens diese Saison auch technisch extrem stark. Für mich wird er in der Öffentlichkeit noch immer unterschätzt.
Wie würdest du Breno und Boateng im Vergleich ansehen?

Josef 9. Januar 2014 um 13:17

Wow! Vielen, vielen Dank.
Beste und ausführlichste Beschreibung, die ich bisher zu Breno gelesen habe.
Bleibt ihm nur zu wünschen, dass er wieder halbwegs auf die Beine kommt.

SCP-Poker 9. Januar 2014 um 18:37

RM, du scheinst sehr viel von Breno zu halten, könntest du für uns Leser, die ihn nicht mehr im Gedächtnis haben\nie wirklich gesehen haben, eventuell, wenn es nicht mit zu viel Arbeit für dich verbunden ist, ein Video zu ihm erstellen?
Ich wäre dir sehr verbunden.

CF 6. Januar 2014 um 23:28

David Luiz verfügt über die richtigen Physischen Attribute um bei Bayern eine interessante Rolle zu spielen. Ich würde sogar sagen diese chaotische Spielweise würde zu Bayern in der Defensive ganz gut passen. Die Entscheidungsfindung in der Defensive ist bei Bayern oft ziemlich klar. Mit extrem riskanten Aktionen und Dynamischen Aktionen entschärfen sie oft kommende oder Unterzahltsituationen. Diese Spielweise würde ganz gut Pässen allerdings sehe ich in dem strategischen Aufbauspiel und pressingsistenten Aufbau noch Probleme. Luiz ist ziemlich unkonstant Strategisch. Bespielt manchmal offene Halbräume nicht oder freie Räume aber schlechte Strukturen. Würde den Rhythmus aus Bayerns Spiel außerdem mit nicht gerade Bayrischen Passmuster arg stören. Aber ich finde den Gedanken Luiz aufjedenefall interessant.

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Isco 17. Dezember 2013 um 23:55

Dann kommt Swansea eben am 18. Vermutlich war man sich in der Redaktion untereinander nicht sicher, ob es sich um eine richtige/falsche Einschätzung handelt 🙂
Hm, dieses Mal war ich mit meiner Sichtweise aber nicht besonders weit entfernt. Mich würde nur interessieren, welche IV (wenn möglich am internationalen Parkett) ihr „modern“ nennen würdet? Vielleicht ein Ramos, auch wenn er zusehends kopflos agiert?
Zur Frage: Er passt ihn gerade nach vorne, der LV rückt heraus, fängt den Pass ab und schickt Suarez (?).

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scharf 20. Dezember 2013 um 17:26

Ramos ist doch der selbe Spielertyp wie David Luiz.
Beide haben herausragende Fähigkeiten im Zweikampf und eine starke Physis, jedoch sind sie im taktischen Bereich relativ schwach. Ein weiterer Spieler, den man dieser Gruppe zuordnen kann ist Jerome Boateng, auch wenn dieser sich sehr gemacht hat seit Guardiola ihm den Arsch versohlt.
http://www.youtube.com/watch?v=BA8h40pd19M

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hotte 17. Dezember 2013 um 20:46

interessanter artikel. ich kenne luiz vom konfedcup und war begeistert von seiner dynamik und agressivität. dort hat er in vielen szenen die brasilos vor schlimmerem bewahrt. erstaunlicherweise war ich vom „dynamische genie“ tiago silva damals eher enttäuscht und habe ihn als behäbig empfunden, habe mich gewundert das dante nicht gespielt hat. war aber sicher nur eine momentaufnahme. luiz ist vieleicht nicht modern, aber spektakulär. das ist zwar taktisch schwierig, kann aber das i-tüpfelchen einer mannschaft sein.

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mrb 17. Dezember 2013 um 19:23

Antwort:
Er dribbelt etwas diagonal gen Mitte, wenn der Angreifer in seiner Nähe ihm näher kommt und Liverpools Sechser auch, während die Offensiven der Blues in ihrem Deckungsschatten verschwinden, schlägt er den Ball optimistisch auf die linke Außenbahn, wo der linke Außenverteidiger, Cole, ihn nicht bekommt.

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mrb 17. Dezember 2013 um 19:29

sondern ‚pool ihn abfängt. Hinter Luiz hat der Stürmer schneller geschaltet und der tiefere IV von Chelsea hebt das Abseits auf. Tor?

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Rasengrün 18. Dezember 2013 um 03:06

Wobei der freie Raum da im Zentrum auch so schon verdächtig nach Falle riecht. Direkter Ballverlust im Dribbling durch rückwärts pressenden Stürmer? Ansonsten wohl wirklich ein Hollywood-Ball auf den linken Flügel, würde durch ein vorheriges Dribbling in dieselbe Richtung allerdings noch ein bisschen fragwürdiger. Eine Veranlassung dazu gibt es in der Situation nicht, ist ja nicht so, dass er sich da erst einmal befreien müsste.

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Martin 18. Dezember 2013 um 09:15

Ich glaube er geht noch ein paar Meter mit dem Ball und versucht dann einen Lochpass auf den startetenden rechten Flügelspieler.

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Martin 18. Dezember 2013 um 09:22

http://www.youtube.com/watch?v=MBl09GymHFc
es ist wohl diese szene oder? 😀

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blub 17. Dezember 2013 um 18:29

Mann könnte auch sagen David Luiz ist das Gegenteil von Per Mertesacker.
Ich krieg immer Krämpfe wenn ich den sehe.

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CF 17. Dezember 2013 um 17:18

Soweit mich nicht alles täuscht ist Dragovic so ein bisschen das schweizerische Luiz. Wurde auch zwischen zeitlich auf der 6 aufgestellt, wo er sich aber ebenfalls unglücklich verhielt und viel Räume für Ibra gegen Schweden öffnete.

P.S Da kann Scolari ja von Glück reden das er mit Silva einen geeigneten Partner für Luiz hat.

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traunstroem 18. Dezember 2013 um 13:05

Da muss ich mal einhaken. Dragovic ist kein Schweitzer, sondern hat nur für Basel gespiel. Er ist, wie RM, aus Österreich. Darüberhinaus würde ich ihn schon als modernen IV bezeichnen, der nicht rein über die Athletik kommt.

Ich gebe dir aber recht, dass er im Spiel gegen Schweden für einen alleinigen 6er immer wieder zu schnell herausgerückt ist.

lg traunstroem

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CF 18. Dezember 2013 um 19:30

Oh stimmt der ist ja Österreicher.

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Maturin 17. Dezember 2013 um 17:09

Toller Artikel, irgendwie passt mir Luiz ehr als Jäger auf die 6, dort sind die Räume die er lässt nicht so gefährlich, ehr kann seine Dynamik in Umschaltmomenten gut nutzen und sich auch vorne einbringen.

Oder noch besser, als äusserer Spieler in einer 3er Kette! Da kann man sein aggressives Spiel gut ausgleichen und hat einen IV der in der offensive ohne Probleme das Mittelfeld unterstützen kann.

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FTG 17. Dezember 2013 um 19:19

Klappt aber auch nur in England wo manche Mannschaft einfach zwei zockende Stürmer haben die im Defensiv Pressing sehr hoch stehen (ManCity) wenn da ein Mkhytarian oder ein Kagawa auf der zehn spielen würden wären riesige Lücken da

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JH 17. Dezember 2013 um 16:19

Vielen Dank RM!
Ich glaube im Umfeld der Swansea-Verspätung ging dieser Artikel ein wenig unter.
Vielleicht solltet ihr nochmal kurz Werbung dafür machen. Wäre doch zu schade wenn der Artikel nicht den verdienten Traffic erhält.

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