Dienstag, 21.10.2014

SV BuLi Kompakt: 6. Spieltag

Ein flügelloses Spiel in Leverkusen, gute Pressingansätze gegen das Frankfurter Überraschungsteam und viel Flankenspiel mit wechselndem Erfolg. Die taktische Spieltagszusammenfassung der sechsten Bundesliga-Runde

Fortuna Düsseldorf – Schalke 04 2:2

Spiel der zwei Halbzeiten in Düsseldorf - nach einem 0:2-Pausenrückstand holt die bis dato total harmlose Fortuna einen Punkt gegen Schalke 04.

Die erste Spielhälfte gehörte den Schalkern, die mit ihrem flexiblen Mittelfeld und insbesondere dem Abkippen von Jones auf die rechte Seite die Schwächen der strikten Aufgaben für Düsseldorfs Sturmduo ausnutzen. Mit sehr viel Bewegung und Ballung zwischen den Linien wollten die Schalker anschließend besonders den linken Halbraum überladen und ihre individuelle Klasse ins Spiel einbringen. Allerdings spielten sie viele gute Situationen gegen das offene Düsseldorfer Mittelfeld ungewohnt schlecht aus – und führten dank einer Einzelleistung und eines Freistoßtores dennoch früh mit 0:2.

Mit einem Comeback der Düsseldorfer rechnete kaum jemand – zu wenig aussichtsreiche Ballgewinne verbuchten sie aufgrund ihres fehlenden Zugriffs auf den Schalker Aufbau, zu oft verfingen sich einzelne Konter der ohnehin schlecht verbundenden Düsseldorfer im Schalker Gegenpressing. Doch die Initiative tat den Düsseldorfern nach dem Seitenwechsel gut, da Schalkes Gegenpressing wegfiel und die Düsseldorfer quantitativ mehr nach vorne kommen konnten. In Verbindung mit besseren Verbindungen, dem Überladen der Flügel und schwacher Defensivarbeit der Schalker Offensive gelang mit viel Einsatz noch ein Punkt. Schalke wurde bestraft für lasche Abwehrarbeit und das enttäuschend schwache Ausspielen diverser Freiraum- und Konterszenen.

Hamburger SV – Hannover 96 1:0

Der Hamburger SV feiert die Rückkehr in die 90er-Jahre: Defensiv verzichten sie fast völlig auf Pressing, offensiv darf van der Vaart spielen, wie er will. Gegen Hannover hatten sie mit dieser Taktik erneut viel Glück und gewannen drei Punkte. Zu Beginn zeigte der HSV, dass sie sich im Umschaltverhalten von Defensive auf Offensive verbessert haben, beim Führungstreffer war dies besonders auffällig. Diese Stärke ist momentan die große Basis der guten Hamburger Ergebnisse, besonders wenn man die große Konteranfälligkeit der vergangenen Saison bedenkt.

Nach der Anfangsphase agierte aber fast ausschließlich Hannover 96. In Halbzeit Eins hatten sie noch mit ihren ungenauen Zuspielen zu kämpfen. Obwohl Hamburg sie nicht unter Druck setzte, wollten sie jede Aktion schnell machen, was zu überhasteten Abspielen führte. Erst nach der Pause kehrte mehr Ruhe in ihr Spiel ein, mit Nadelstichen über die Flügel kamen sie vermehrt zu Chancen. Doch trotz 19 Flanken und 10 Torschüssen innerhalb des Strafraums kamen sie nicht zum Ausgleich. Der HSV indes kam ebenfalls kaum zum Konter und agierte defensiv selten kollektiv. Oft konnten sie sich nur mit Fouls helfen (26, doppelt so viele wie Hannover).

Zum Schluss warf Slomka mit Diouf einen weiteren Stürmer auf das Feld, im 4-3-3 ging Pinto zwischenzeitlich in die Innenverteidigung. Auch die verzweifelten Versuche, den kopfballstarken Felipe, eigentlich Innenverteidiger, in den letzten Minuten im gegnerischen Strafraum zu postieren, half nichts. Hamburg rettete den Sieg.

1. FC Nürnberg – VfB Stuttgart 0:2

Nürnberg startete grauenhaft in das Spiel, da Per Nilsons Vertreter Marcos Antonio bei seinem Bundesligadebüt noch schlimmere Patzer unterliefen als Nilsson bei der vorherigen Niederlage in Hannover. Somit ging Stuttgart quasi mit einem Tor Vorsprung in die Partie, der zweite Debütant Holzhauser verpasste nach einem zweiten Patzer von Antonio sogar noch das frühe 2:0.

Der Klub war somit über die gesamte Spielzeit gezwungen, einem Rückstand hinterher zu laufen, was dem auf Pressing und Konter fixierten Ansatz von Heckings Elf nie besonders gut ins Spiel passt. Zumindest erhöhte der Trainer die Spielstärke seiner Mannschaft durch die frühe Einwechslung Balitschs für Antonio, wodurch Simons in die Innenverteidigung zurückging und Cohen den tieferen Sechserpart übernahm. Allerdings sorgte Balitsch zwar für Vorwärtsdrang, ist aber auch kein ausgewiesener Pass- und Offensivspieler. Nürnberg offenbarte die gewohnten Probleme bei der Gestaltung eines Spiels.

Der VfB, welcher in einem geänderten 4-3-3-System auflief mit Gentner und Holzhauser als Doppelacht vor Kvist, hatte somit nicht viele Probleme im wesentlichen stabil zu bleiben. Die Achter konnten leicht Druck auf Cohen und Balitsch erzeugen und sorgten Breite und Unterstützung gegen die recht offensivstarken Außenverteidiger und Flügelstürmer der Nürnberger. Diese versuchten öfter in den Halbraum hinter Gentner zu kommen, wo Gebhart invers hineinzog und auch Pekhart gerne auswich, aber der auch als Sechser eingesetzte Gentner konnte bei Bedarf leicht zurückfallen und diesen anfälligen Raum schließen.

Da Stuttgart offensiv kein Risiko gehen musste, gab es die angestrebten Kontersituationen für Nürnberg auch kaum, weshalb sich die Gefahr der Gastgeber hauptsächlich auf Standardsituationen und hohe Hereingaben beschränkte, welche die Stuttgarter mit Tasci und Niedermeier meist gut unter Kontrolle bekamen. Hinzu kam das Pech, dass der etwas glücklich zustandegekommene   frühe Ausgleich von Nürnberg fälschlicherweise wegen Abseits aberkannt wurde. Daher reichte den Stuttgartern ein leichtes Überladen der rechten Seite – Gentner wich nach außen, Holzhauser attackierte die Zehnerräume und Harnik stieß in die Spitze – um irgendwann den vorentscheidenden zweiten Treffer nachlegen zu können. Der für Nürnberg sehr unglückliche Spielverlauf verhinderte ein ereignissreicheres Spiel.

Werder Bremen – Bayern München 0:2

Bayern begann wieder mit dem Dreieck Gustavo-Schweinsteiger-Kroos im Mittelfeld, was viel Dominanz und Spielstärke bei hoher Flexibilität verspricht. Bremens defensiv ebenfalls fluides Mittelfeld bekam das Vorwärtsspiel der Bayern in diesen Räumen aber über lange Phasen gut in den Griff. Sie konnten ihre Schnittstellen im Zentrum immer wieder mit gutem Timing schließen und die Bayern aus dem Rhythmus bringen.

Außerdem fehlte es Bayern in den Momenten, wo sie ins Angriffsdrittel kamen die richtige Dynamik zum Abschluss ihrer Angriffe in den Strafraum hinein. Mit aggressivem Zweikampfverhalten konnte Werder auch dort immer wieder für Unruhe und Unsauberkeit bei den Münchnern sorgen, wodurch diese zwar zu einigen Abschlüssen kamen, aber dabei selten qualitative, hochwertige Chancen fanden.

Allerdings blieb auch Bayern defensiv stabil und konnte recht souverän die Null halten, was letztendlich Grundlage für den Sieg war. Für die notwendigen Tore vorne sorgten auch die guten Wechsel von Heynckes, der mit Shaqiri und Mandzukic das entscheidende Mehr an Dynamik brachte, worauf die erschöpften Bremer keine Antwort mehr fanden.

Bayer Leverkusen – Greuther Fürth 2:0

Eins der interessantesten Spiele des Spieltages fand in Leverkusen statt, wo Mike Büskens versuchte, das 4-3-2-1-artige System der Gastgeber mit einer Raute zu kontern. Die hohe Präsenz der Werkself im Zentrum sollte dadurch neutralisiert werden. Das funktionierte auch soweit, dass Bayer nicht oft von den Sechserpositionen aus aufbauen konnte. Gegen die Raute musste Bayer früh zum Flügel spielen.

Aus dem flacher und breiter angelegten 4-3-2-1 konnten die Leverkusener aber gut auf diesen Umstand reagieren und versuchte auf dem Flügel Überzahl herzustellen. Die äußeren Sechser und die Halbstürmer – vor allem Schürrle links – gingen nach außen und unetrstützten die weit aufrückenden Außenverteidiger. Toprak und Wollscheid fächerten ebenfalls nach außen und boten leichte Sicherungsstationen nach hinten, Rolfes kippte zwischen die beiden ab.

Dadurch bekam Bayer viel Kontrolle ins Spiel und Fürth wenig Zugriff im Mittelfeld. Allerdings fehlte es den Hausherren an Flankenwechseln in den richtigen Momenten. Fürth konnte frühzeitig zum Flügel schieben und stand dort sehr massiv zum Zentrum hin, wodurch es der Werkself selten gelang den Ball von außen auch hochwertig in den Strafraum zu bekommen. Chancen waren daher trotz der Spielkontrolle vorerst Mangelware.

Allerdings wurde auch Fürth nicht gefährlich. Die Außenverteidiger der Spielvereinigung waren zurückhaltender und die breiteren Halbstürmer des Gegners bekamen besser Zugriff.  Die Innenverteidiger hatten zwar recht viel Zeit am Ball, wodruch Fürth Spielanteile bekam, aber es gab kaum Vorwärtsgang in ihrem Spiel. Selbst wenn sie mal ins kompakte Mittelfeldzentrum kamen, fehlte es wie in der bisherigen Saison an Spielstärke aus diesen Räumen. Die Fürther sind weiterhin ein Flügelteam, was sie im 4-3-1-2 nicht ausspielen konnten. Pribs und Sararers Ausweichbewegungen nach außen waren nicht gut genug abgestimmt.

Entscheidend war dann eine gute Auswechslung des Trainergespanns Lewandowski-Hyypiä, die zur Halbzeit Sidney Sam für Bellarabi brachten. Rechtsfuß Bellarabi versuchte hauptsächlich für Anspiele vertikal hinter die Abwehrlinie zu kommen, während der linksfüßige Sam gerne invers in die Halbräume dribbelt und abschließt. Nach zwei Balleroberungen konnte Sam genau diese Räume ansteuern, die wegen Pribs Ausflügen im Umschaltmoment offen standen. So konnte er einen schnellen Doppelpack schnürren und das Spiel entscheiden.

1899 Hoffenheim – FC Augsburg 0:0

Die Hoffenheimer verfolgten wieder einen sehr spielerischen Ansatz und griffen kaum zu Flanken. Die gesamte Offensivreihe war sehr wendig und technisch beschlagen gewählt, wodurch das Spiel kombinativ durch die Halbräume in die Spitze getragen werden sollte. Rechts ging Volland mit seiner Geschwindigkeit steil, während Firmino sich hinter Baier bewegte, auf links gab es Wechselspielchen zwischen dem invers dribbelnden Usami und dem ausweichenden Stürmer Joselu.

Wenn Hoffenheim in die Offensive kam, sah dieser Ansatz auch gut aus, es gelang jedoch zu selten. Die diszipliniert im 4-4-2-Mittelfeldpressing verteidigenden Augsburger konnten die Vorwärtsbewegung der Hausherren meistens verhindern, was auch an deren Besetzung im defensiven Mittelfeld lag. Rudy orientierte sich meist nach hinten, kippte auch viel zwischen die auffächernden Delpierre und Compper zurück, wodurch Williams meist die Verbindungsstation auf der Sechs war. Der physisch starke US-Nationalspieler ist aber hauptsächlich Abräumer und bringt kaum Kreativität ein, weshalb die TSG eine tote Reihe im Spielaufbau hatte, die sie selten überspielen konnten.

Allerdings sorgte die defensive Besetzung auf dieser Position auch dafür, dass Augsburg seinerseits nicht viel zustande brachte. Williams war halbrechts der direkte Gegenspieler für Baier, welcher die treibende Kreativkraft des FCA ist. Auch die Offensivspieler verhielten sich diszipliniert und spielten ebenfalls ein 4-4-2-Mittelfeldpressing, welches Augsburg kaum überwinden konnte. Zwar war die grundlegende Ballzirkulation der Gäste wie üblich sehr stabil, aber momentan ist der Tabellenletzte aus Augsburg wohl die unkreativste Mannschaft der Liga. Moravek fand wieder kaum ins Spiel und die Flügelspieler bekamen keine Anbindung zu den weiteren Offensivspielern. Markus Weinzierls Mannschaft fehlt schlicht die Qualität und ein Konzept, um dies auszugleichen. Zumindest die Außenverteidiger zeigten sich wieder recht kreativ, aber mussten sich wegen der schnellen Volland und Usami meist zurückhalten.

Zuletzt kann man festhalten, dass es ein insgesamt recht behäbiges Spiel war mit wenigen Tempowechseln. Wie den Aussagen einiger Hoffenheim-Akteure nachher zu entnehmen war, hatten es diese durchaus nicht leicht, den schweren Unfall ihres Mannschaftskameraden Boris Vukcevic aus den Köpfen zu bekommen. Somit muss man wohl spekulieren, dass dieses unglückliche Ereignis dazu beitrug, dass die spielerisch überlegenen Hoffenheimer nie so wirklich Druck in ihr Offensivspiel bekamen. Der Fußball war an diesem Tag in Hoffenheim eher Nebensache.

Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbac 5:0

Im Duell der Borussia-Defensivkrisen fanden die Dortmunder Hausherren besser in die Spur. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, stabilisierte sich das Aufbauspiel des BVB und dadurch auch die defensive Absicherung gegen das Gladbacher Konterspiel. Einige kleine, aber wichtige Maßnahmen unternahm das Dortmunder Trainerteam zur Stabilisierung des Teams.

Das Aufbauspiel wurde nicht so breit angelegt wie sonst, sondern es wurden eher der linke Flügel überladen als die Mitte, wo Schmelzer daher mehr Unterstützung hatte und zurückhaltender spielen konnte. Auch Piszczek agierte aus einer tieferen Position heraus und Dortmund hatte im Umschaltmoment nicht so sehr mit der Breite zu kämpfen wie zuletzt.

Die Gladbacher Borussia versuchte es im wesentlichen mit dem direkt spielenden Ansatz der vergangenen Saison. Die enge, positionsorientierte Raumdeckung konnte von den sehr präzisen BVB-Offensiven aber immer öfter durchspielt werden und nach vorne hatte man sehr mit dem aggressiven und dennoch gut abgesicherten Gegenpressing der Heimmannschaft zu kämpfen. Zum Schluss war das 5:0 zwar eindeutig zu  hoch, aber auch sehr souverän vom amtierenden Meister.

Eintracht Frankfurt – SC Freiburg 2:1

Gegen den ballbesitzorientierten Überraschungsaufsteiger die SG Eintracht ließen sich die Freiburger eine kleine Anpassung ihres gewohnten Angriffpressings einfallen, die das raumgreifende Frankfurter Aufbauspiel phasenweise stark zurecht stutzte. Besonders in Halbzeit eins konnte Freiburg mehr Gefahr ausstrahlen, da die Eintracht oft im Mittelfeld gestoppt werden konnte.

Dafür verzichtete Streich auf das bekannte frühe Angreifen der Innenverteidiger, welches durch das Zurückfallen der Frankfurter Sechser wohl außer Kraft gesetzt worden wäre. Stattdessen fokussierten sich Kruse und Freis darauf, die Passwege auf den höher bleibenden Frankfurter Sechser zu sperren, weshalb der Eintracht – ähnlich wie den Hoffenheimern gegen Augsburg – die Anbindung nach vorne fehlte.

Auf den Flügeln spielte Freiburg dazu sehr mannorientiert und aggressiv, was besonders beim Duo Sorg-Inui auffiel. Der spielstarke Japaner versuchte einige Male, den Ball im defensiven Halbraum abzuholen und wurde dabei vom weit ausrückenden Sorg sehr aggressiv gestört, weshalb dieses Umspielen von Freiburgs Pressing nicht möglich war. Makiadi und Schuster konnten ohne direkten Gegenspieler wie Liberi im Zentrum agieren und stellten in alle Richtungen nach Bedarf Überzahl her.

Auch bei eigenem Aufbau erzeugte Freiburg Präsenz über das Pressing. Gegen Frankfurts aggressives Anlaufen schlugen sie gut platzierte lange Bälle in die Halbräume und pressten dann auf die zweiten Bälle nach. Es fehlte Freiburg lediglich im Umschaltverhalten an Qualität. Die vielen Ballgewinne der ersten 45 Minuten wurden nur selten zu Chancen umgewandelt, da zu oft überhastete oder unpräzise Pässe platziert wurden. Dieser Mangel an der letzten Durchschlagskraft ist momentan das größte Problem des SCF. Dass der Führungstreffer eigentlich Abseits war, steht bezeichnend für dieses Defizit.

Die Eintracht kam in der zweiten Hälfte dann besser ins Spiel und drehte die Partie. Dafür spielten sie konservativer, man könnte wohl vom Plan B sprechen:  Die Sechser fielen weniger zurück, Meier hielt seine zentrale Position ebenfalls stärker und es gab deutlich mehr lange Bälle im Spielaufbau, die Meier dann behaupten sollte. Dadurch wurde Frankfurt nicht durchschlagend überlegen, aber verminderte die gefährlichen Ballverluste und bekam mehr Präsenz in die hohen Räume. Aus der individuellen Qualität heraus konnten sie dann trotz weniger Chancen die notwendigen zwei Treffer machen.

VfL Wolfsburg – FSV Mainz 05 0:2

Die Mainzer blieben gegen Wolfsburg bei ihrer Raute wie schon beim Sieg gegen Augsburg. Angesichts der starken Wolfsburger Flügel keine naheliegende Entscheidung, die auch wenig Dominanz brachte. Wolfsburg spielte mit offensiven Außenverteidigern sehr konsequent die Außenbahnen entlang und hatten dadurch wesentlich mehr Präsenz im Spiel. Aber ähnlich den Augsburgern gegen Bayer konnte Mainz das weitere Spiel vom Flügel gut abschneiden. Die Raute schob weit nach außen und die Wolfsburger schafften es kaum, sich vom Flügel zu lösen.

Zudem hatte Wolfsburg wie in den vergangenen Wochen schon zu wenig Zusammenarbeit im Zentrum, weshalb Diego und Kahlenberg hauptsächlich Pässe nach außen spielten und kaum Momentum durch Kombinationen erzeugen konnten. So kam Wolfsburg meist nur über Flanken in den Strafraum, welche auch aus vorhersehbaren Situationen geschlagen wurden. Bungert und Noveski hatten daher kaum Probleme mit dem kleinen Olic und von den über 30 Hereingaben kamen laut Bundesliga.de nur fünf Stück an.

Die Mainzer nutzten dann nach vorne das halbrechte Loch bei Wolfsburg, wo Josue wegen Diegos und Kahlenbergs versetzter Grundposition viel Raum abdecken musste. Zudem war der Flügel auf dieser Seite wegen Fagners zahlreichen Vorstößen oft geöffnet, was die Mainzer im Gegenstoß zu nutzen versuchten. Soto, Ivanschitz und Rukavytsya orientierten sich daher nach links, um von dort das Spiel in den Strafraum zu bringen. Dass beide Tore von dieser Seite kamen, war folgerichtig.

Zwar hatte Mainz insgesamt weniger Offensivpräsenz und Chancen als Wolfsburg, weshalb man auch die Chancenverwertung und Torwartleistung als Erklärung heranziehen muss, aber wegen der zwei Stürmer und der größeren Räume bei ihren wenigen Angriffen, hatte Tuchels Elf es auch leichter, die Chancen sauber zu beenden. Letztendlich nutzten beide Teams gut die Schwächen des Gegners und Mainz hatte an diesem Tag etwas mehr Glück und eigene Stärke in den resultierenden Situationen.

 

juwie 5. Oktober 2012 um 22:21

Ganz tolle Rubrik! Mehr davon! Und vor allem eine Möglichkeit, sich ganz kurz und knapp über den nächsten Gegner der Fortuna zu informieren. ;-)

Antworten

ode 5. Oktober 2012 um 15:40

Zu Bayer-Fürth: Rolfes ließ sich gar nicht so oft zwischen die IVs fallen. Die fächerten zwar wirklich weit auf, aber bildeten mit den DM Bender oder Rolfes eine Art seitliches Aufbauduo, dei die 6er sich oft auf die AV-Positionen abkippen ließen. Das geschah weitaus öfter als eine 3er-Kette zu formen. Problem war, dass beide das gleichzeitig taten – und so das Mittelfeld im Grunde kompett aufgegeben wurde. Wurde der Ball an einer Seite vorgetragen, rückte die ballferne Seite etwas ein um hinten sicher zu stehen. Auffallend war, wie sicher Leverkusen stand (Fürth hatte im Grunde keine Chancen) und wie wenig gut das Aufbauspiel klappte. Die Tore fielen durch ganz frühe Balleroberungen – und dadurch, dass endlich mal einer abgespielt hat, statt zu dribbeln oder selber abzuschließen.

Ich finde diese Spieltagsübersichtsartikel grandios! Tolle Idee von euch! Weiter so!

Antworten

Häschber 5. Oktober 2012 um 15:37

Bei Hamburg – Hannover ist dir ein Fehler unterlaufen. Den Teil mit Dioufs Einwechslung und Pintos Zurückziehen ist doppelt.
Allgemein verliert die Rubrik ihren Sinn, wenn sie immer erst so knapp rauskommt.
Man könnte vielleicht die in Langform analysierten Spiele auslassen, um Zeit zu sparen. Von denen kann sich der Leser auch knapp informieren, indem er über den ‘echten’ Artikel drüberließt.

Inhltlich und speziell gibt es von meiner Seite asu nichts zu sagen..

Antworten

MR 5. Oktober 2012 um 16:44

Die Artikelzusammenfassungen nehmen da am wenigsten Zeit ein. ;) Das Problem ist, dass wir momentan so wenige Spiele “richtig” analysieren können, dass viel übrig bleibt. In den kommenden Wochen, haben wir wieder mehr Personal zur Verfügung, weshalb sich der Aufwand reduziert und das alles etwas schneller kommt. Eigentlich ist angestrebt, die Dinger spätestens im Laufe des Dienstags rauszuhauen, eher am Montag, aber das ist nicht so einfach.

Antworten

Häschber 5. Oktober 2012 um 20:33

Ja, genau das meine ich ja damit. Wenn man es schafft, sie Montag/Dienstag rauszubringen, sind sie top.
Ist man zeitlich so begrenzt, wie es, glaube ich, die letzten Wochen immer war, muss man eben schauen, wie man kürzt..

Weiter so ;)

Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


6 − 3 =