SV Podcast Nr. 33: Der Abstiegskampf der Bundesliga

Während der internationalen Pause sprechen wir über die Bundesliga und analysieren zunächst das schlechte Abschneiden von Mainz 05, dem 1. FC Köln, Schalke 04 und Arminia Bielefeld.

MR hat zuletzt wenig Bundesliga geschaut und befragt deshalb TR und CE, wie sie die momentanen Abstiegskandidaten sehen, was ihnen zuletzt aufgefallen ist und wohin die Reise für die Teams künftig gehen könnte.

Koom 15. Dezember 2020 um 11:45

Als langjähriger Beobachter von Mainz ist es wirklich interessant zu sehen, wie sehr einzelne Personen Dinge beeinflussen. Und den ganzen Prozeß kann man im Wesentlichen auch beim BVB beobachten. Klopp war eine Droge. Berauschend, leistungsverbessernd – sogar lange nach dem Absetzen. Wo Mainz allerdings nochmal erfolgreich nachgekokst hat mit Tuchel, hatte man beim BVB wohl Angst, sich zu abhängig zu machen – und fällt trotzdem gefühlt in die Gosse. 😉

In Mainz war und ist man es gewohnt, dass man etwas mehr aus den Spielern rausbekommt, als nur die Summe ihrer Spielerstärken. Das ist aber schon lange nicht mehr. Martin Schmidt profitierte noch vom Tuchel-Rausch, aber der verflog schon zu seiner Zeit.

Persönlich halte ich den 05-Kader für ziemlich gut. Ich glaube auch nicht an ein Charakterproblem, wobei man durchaus den Unterschied zwischen einem Spieler sieht, der sich für das Problem hält (und Extraeinheiten schiebt, Mateta) und einem Spieler, der Dienst nach Vorschrift macht (die meisten anderen). Es gibt einen ganzen Schwung von Kickern im Kader, die – in Bestform – bei vielen Bundesligisten gut reinpassen würden. Aber die nur das Nötigste machen.

Das ist dann einerseits schon ein Charakterproblem, andererseits kann man sowas aber auch über einen motivierenden Leiter (Trainer) hinbekommen, der mit den Spielern zusammen Pläne erarbeitet, trainiert und einen Teamgeist schafft. Im Prinzip ist das so schwer nicht: Auch Spielern wird es mehr Spaß machen zu trainieren und spielen, wenn man mit einer Idee unterwegs ist und sie mit Leben erfüllen will. Keiner verliert gerne (oder er sollte kein Wettkampfsportler werden).

Aber das klappte bei Tuchel und Klopp grandios, danach bei keinem wieder. Bei Schwarz noch vielleicht ein bisserl, aber da fehlte taktisch zu viel. Und man sieht an Toptrainer, wie schnell da Dinge plötzlich passen. Da bekommt der 6er gesagt, was er tun soll. Die Offensivspieler pauken ein paar abgestimmte Angriffszüge. Standards werden erarbeitet und trainiert. Diese Dinge kann man relativ schnell erarbeiten und man sieht sie auf dem Platz auch sofort. Wenn dies nicht der Fall ist, dann wird das auch mittelfristig nichts.

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Ein Zuschauer 20. November 2020 um 15:21

Wenn man die ganzen Sonderpodcasts zur Bundesliga und die anderen Podcast-Specials mitzählt sind es, wenn ich mich nicht verrechnet habe, was ich vermutlich getan habe, sind es jetzt wohl 71 sv-Podcasts!

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Ein Zuschauer 20. November 2020 um 15:17

Boah, ich freue mich echt mega über diesen Podcast! Dass ihr Martin Rafelt wieder herbekommen habt super nice 🙂 Spielverlagerung is still not dead. What spielverlagers may never die. Long live the spielverlagerung-podcast!

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