SV-Podcast Nr. 25: Road to Vancouver

Wer sind die Favoriten in den anstehenden Halbfinalpartien der WM? JLE, MR, RT und CE steckten die Köpfe zusammen und diskutierten alle Aspekte und Szenarien durch. Deutschland hat anscheinend Staffelungsprobleme. Eine andere Mannschaft ist gar nicht so überragend wie vermutet. Und ein Autor outet sich als 4-4-2-Anhänger.

Deutschland – USA (01:05)

Japan – England (40:20)

Hier geht es entlang…

Todti 13. Juli 2016 um 00:55

Ironisch:
Spanien als Hipstermannschaft im Frauenfußball, während Japan das souveräne, dogmatische Team ist. Japan im Männerfußball eine Hipstermannschaft , während Spanien das souveräne, dogmatische Team ist.

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Gatling 1. Juli 2015 um 22:17

Kommt denn zu USA-D 2:0 noch eine geschriebene Spielanalyse???

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CE 1. Juli 2015 um 22:33

Ja, kommt noch.

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Schimanski 1. Juli 2015 um 08:33

Die Podcasts sind für mich immer ein Highlight. Auch das improvisierte Element mit den teils langen Monologe solltet ihr beibehalten.

Zu Japan: Ich habe sie noch nicht spielen sehen, aber der Beschreibung nach erinnern sie mich an NLZ-Teams im unteren Jugendbereich. Technisch starke und gut ausgebildete Spieler lassen den Ball nach Traineranweisung laufen. Das einzelne Individuum, Kreativität, Überraschungsmomente, etc. werden der Spielkontrolle und -diziplin untergeordnet.

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CE 1. Juli 2015 um 09:53

Vielen Dank.

Die langen Monologe sind gar kein wirklich improvisiertes Element. Wir legen meist vorher fest, wer zu welchem Thema einen längeren Redebeitrag hält.

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Schimanski 1. Juli 2015 um 12:42

Mit improvisiert meinte ich auch eher die sprachliche Ausführung. Es wirkt halt so ein wenig wie ein Fussball-Stammtisch der Taktik-Nerds, bei dem man Mäuschen spielen darf. Bitte alles so beibehalten. Top!

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HW 1. Juli 2015 um 07:40

Der Pod hatte weitestgehend recht. Das 4-4-2 hat’s nicht gebracht und die Bundestrainerin reagiert viel zu spät auf die fehlende Spielkontrolle. Nur vom Ergebnistippen solltet ihr Abstand nehmen.

Falls heute/morgen auch Japan gewinnt, stehen zwei der ältesten Teams im Finale.

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HW 2. Juli 2015 um 07:09

England war im zweiten Durchgang nahe am Sieg. Beim 2:1 dachte ich dann, sowas gibt es doch gar nicht. Wohl die übelste Art das Spiel abzugeben.

Im ersten Durchgang bot sich mir das erwartete Bild. Japan kommt aber einfach nicht effektiv in den Strafraum um die eigene Überlegenheit zu nutzen. Die Elfmeter: der erste war wie der gegen Deutschland. Beim zweiten musste ich schon ein paar mal hinschauen. Respekt für die Schiedsrichterin. Allerdings führt mittlerweile die kleinste Berührung dazu, dass Angreifer im Strafraum weiche Knie bekommen. Ich denke gegen das „ich habe eine Berührung gespürt also ging ich zu Boden“-Foul sollten die Verbände mal vorgehen.

England war am Ende stark (verglichen mit dem Kanada-Spiel) und die USA wird wahrscheinlich noch mehr Druck auf Japan im Finale aufbauen. Das verspricht Spannung.

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blub 30. Juni 2015 um 20:58

Spoilerwarnung! In diesem Podcast gibt MR einen Vorausblick auf die kommende Bergkamp-Spieleranalyse: Bergkamp hatte schwächen.
unfassbar.

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HW 30. Juni 2015 um 21:26

Eine absichtliche Fehlinformation um die Diskussion anzuheizen und die Zielgruppe zu aktivieren.

Die einzige mir bekannte Schwäche von Dennis Bergkamp betrifft Flugzeuge und ich halte auch das für ein Gerücht mit dem sich Bergkamp erspart zu unzähligen Benefizspielen einfliegen zu müssen.

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Uli 30. Juni 2015 um 13:08

Ich finde euch total super, aber ihr habt wieder mal ein Timing manoman… Das für die meisten spannendere Halbfinale ist schon heute Nacht, wenn man eure Folge zuvor noch komplett hören will, muss man sich verdammt ranhalten.

Das sind natürlich Luxusprobleme, aber daran solltet ihr wirklich einmal arbeiten. Ein Podcast der einen halben Tag vor einem Spiel erscheint wird von vielen gar nicht wahrgenommen werden und wenn doch ist das Spiel längst gelaufen und das Thema durch.

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Knäbel 30. Juni 2015 um 10:42

Wieso, Heiko, du bist doch jetzt vertragslos und hast Zeit.

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HW 30. Juni 2015 um 11:24

Heiko? Ich hab den Anfang laufen und muss sagen, dass zunächst ausgiebig über das Frankreich Spiel gesprochen wird. Richtig ist die Angabe mit 40 Minuten USA Spiel also nicht.

Wie lang ist die Aufmerksamkeitsspanne der meisten Menschen, etwa 3 Minuten? Ich denke einfach, dass a) ein Podcast nicht so lang sein muss (vor allem wenn es eigentlich um zwei Halbfinals geht) und b) die ganze Struktur etwas straffer sein könnte. Es ist zwar gut, dass die Teilnehmer diskutieren, aber die Moderation sollte die Monologe vielleicht ab und an etwas Steuern und die Redeanteile im Auge haben. Ich denke dann kommt ihr auch alle schneller zu Ziel von dem was ihr sagen wollt. Ich weiß nicht wie ihr das organisiert, daher kann ich dazu nicht mehr sagen.

Zur 4-4-2 Diskussion. Ich denke auch, dass a) eine etwas instabilere Ausrichtung mit mehr offensiver Präsenz in der Vorrunde brauchbar ist. In KO-Spielen sollte gegen die nun stärkeren Gegner aber die Spielkontrolle mehr Gewicht bekommen. Da bedeutet für mich eine 4-3-3 artige Ausrichtung. Welches Personal ist erstmal nebensächlich, wobei sich eigentlich nur Maroszan als dritte Mittelfeldspielerin anbietet. Wichtiger ist es aber die Fähigkeit zu haben sich spielerisch aus gegnerischen Pressung zu lösen und dafür braucht es Anspielstationen immMittelfeld

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HW 30. Juni 2015 um 11:34

PS
Sorry das bin ich aufs „Senden“ getaucht.

… Anspielstationen im Mittelfeld. Damit meine ich nicht Abkippen von 6ern in die Abwehr, sondern Anspielstationen für die Verteidiger. Wenn dann ein oder zwei Spieler im defensiven Mittelfeld an spielbar sind, dann dürfen die dort nicht leicht zu isolieren sein. Also braucht man noch eine offensive Mittelfeldspielerin. Natürlich kann man das auch im 4-2-2-2 o.ä. lösen, aber in solchen Systemen sind wir Deutschen nicht eingespielt. Also 4-3-3 oder eben 4-2-3-1 aber mit Spielmacher und nicht mit hängender Spitze auf der 10. Das sollte auch die 6er entlasten.

Die Kritik an Maroszan kann ich verstehen. Aber sie ist auch noch eine junge Spielerin die bereits von der 6/8 bis zur Mittelstürmer in alles gespielt hat. Im Sturm würde sie glaube ich untergehen und zu wenige Bälle sehen. Hinter den Spitzen kann sie dafür etwas einbringen das weder die zentralen Mittelfeldspielerinnen noch die Stürmerinnen haben. Sie ist eben keine Strafraumspielerin sondern eine Spielerin vor der Box. Das stellt den Gegner vor neue Aufgaben und erzeugt vielleicht auch Freiräume für die Mitspielerinnen.

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HW 30. Juni 2015 um 13:43

Zusammenfassung des Podcast für De – USA: Deutschland hat Probleme das Zentrum zu besetzen und könnte gegen die USA ins offene Messer laufen (bzw. durch lange Bälle ausgekontert werden).

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HW 30. Juni 2015 um 14:11

Zu Japan.
Finde es seltsam, dass eine Mannschaft die angeblich alles zwar einfach aber doch gut bis sehr gut macht kritisiert wird. Ich kann dem auch nicht uneingeschränkt zustimmen. Denn ich dachte bei dem was ich gesehen habe, dass es im Strafraum manchmal zu kompliziert ist. (Vielleicht liegt da eine Wahrnehmungsdifferenz vor, wie auch immer). Trotzdem kann ich eine Kritik nicht verstehen die das einfache und effektive nicht wirklich würdigt. Andere sind vielleicht in Einzelaktionen spektakulär, aber Japan ist durch das Gesamtpaket spektakulär. Ein so homogenes Team auf individuell hohen Niveau hab ich sonst bei der WM nicht gesehen.
Es ist zwar alles Kombinationsfußball, aber auch gerne mit Flanke und nicht nur mit Flachpässen. Das 4-4-2 Japans würde ich nicht mit dem der Deutschen vergleichen.

Was stimmt ist der große Abstand zwischen Abwehr und Mittelfeld wenn hoch gepresst wird. Außerdem tendiert Japan zur Manndeckung.

England habe ich noch nicht detailiert beobachtet. Ich fürchte aber, dass die ein weniger overachieven. Die Medien in England sind voll des Lobes und auch die Spieler sind jetzt sehr motiviert. Aber das kennen wir von der Insel. Ich warte mal welche fußballerische Substanz dahinter steckt.
Das Halbfinale ist für das Team natürlich schon ein Erfolg, wirklich versauen können die es nicht mehr.

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MR 30. Juni 2015 um 20:10

Es wurde nicht das individuelle einfache kritisiert, sondern die taktische Simplizität. Positionsspiel mit wenigen Dreiecken, eben nur simple Kombinationen mit wenig integrierten Spielern, dadurch nicht so viel Konstruktivität zum Tor hin.

Ich find das eben vom Gesamtpaket nicht spektakulär, sondern sehe das als gute Basisarbeit, nicht mehr, nicht weniger.

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HW 30. Juni 2015 um 20:22

Eine Basisarbeit die wesentlich besser ist als bei den meisten Teams im Turnier und die wahrscheinlich der entscheidende Faktor für den Einzug ins Finale sein wird.

Nachdem ich ein paar Ausschnitte von England – Kanada gesehen habe bin ich nicht beeindruckt. Japan muss sich schon selber schlagen um das Finale zu verpassen.

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HW 30. Juni 2015 um 10:30

Ihr scheint wirklich alle Szenarien ausgiebig zu diskutieren. Wenn ich sehe, dass alleine über Deutschland – USA fast 40 Minuten gesprochen wird, dann weiß ich nicht wann ich mir das alles anhören soll.

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