Manchester United – Tottenham Hotspur 1:2

Im Duell der beiden Verfolger der Premier-League-Top5 konnten sich die Gäste der Tottenham Hotspur mit 2:1 im Old Trafford durchsetzen. Manchester United fehlten insgesamt die richtigen offensiven Mittel, um die eigene Ballbesitzdominanz effektiv zu nutzen.

Grundausrichtung

David Moyes veränderte seine Mannschaft nur geringfügig bei den Personalien. Wayne Rooney konnte auflaufen und spielte in der Regel im Schatten von Danny Welbeck. Links agierte der junge Adnan Januzaj. Antonio Valencia war sein Pendant auf der anderen Seite. In der 4-4-1-1-Grundformation war United wieder sehr flügellastig ausgerichtet. Gerade Tom Cleverley überlud Räume auf der rechten Seite und versuchte mit Chris Smalling und Valencia Dreiecke zur Kombination aufzubauen. Insgesamt waren die Bemühungen vor allem auf dem rechten Flügel auf Durchbrüche zur Grundlinie ausgelegt.

2014-01-01_ManUnited-Tottenham_Grundformation

Grundformation zu Spielbeginn

Neu-Trainer Tim Sherwood vertraute erneut auf seine 4-4-2-Formation mit Roberto Soldado und Emmanuel Adebayor in vorderster Front, wobei der Mann aus Togo deutlich variabler ausgerichtet war und mehr um seinen spanischen Kollegen herumspielte. Im Mittelfeldzentrum ersetzte Sherwood den verletzten Paulinho, der sehr wichtig für die Verbindungen in der Spielstruktur ist, durch Etienne Capoue.

Hotspur: Passives 4-4-2 und cleverer Pressingdruck

Tottenham war in den ersten Minuten der Partie erstaunlich passiv. Während United mit breit stehenden Innenverteidigern aufbaute, zogen sich die Spurs sehr bewusst zurück. Zuweilen stand das zweite Band nur 35 Meter vor dem eigenen Gehäuse und Jonny Evans konnte mit Ball bis über die Mittellinie stoßen. Damit bespielte man in erster Instanz die Probleme Uniteds in engen Räumen zu agieren. Die Zonenverdichtung war anfangs enorm. Zudem verhielten sich die Londoner sehr mannorientiert. Beispielsweise verfolgte Christian Eriksen Smalling zuweilen bis zur eigenen letzten Linie. Eigentlich ergaben sich dadurch für Manchester Möglichkeiten die Gegner bewusst nach hinten zu schieben, um sie dann wieder durch Zentrumskombinationen herauszulocken und Chaos zu verursachen. United blieb beim Flügelspiel.

Die Spurs wurden ihrerseits aktiver. Aus der sehr tiefen Grundposition heraus war es für sie schwierig zu aussichtsreichen Umschaltaktionen zu kommen. Die vertikalen Wege waren schlicht zu weit und United vor allem durch Carrick in der Mitte gut gesichert. Dafür begannen Soldado und Adebayor die Innenverteidiger im Spielaufbau aggressiver anzulaufen. Einige Male gingen daraufhin erste Bälle der Gastgeber ins Netz der Doppelsechs, die wiederrum schnell das Zuspiel in Richtung Frontale auszuloten versuchte.

Im offensiven Drittel ergab sich zwischen den beiden Neunern eine interessante Abstimmung. Im Großen und Ganzen lief Adebayor mehr, da er sich auch situativ fallen ließ, um Verbindungen nach vorn aufzubauen. Zudem entzog er sich der direkten Verteidigung durch Ausweichbewegungen und Positionierung in den Zwischenlinienräumen. Soldado verschleppte seinerseits mehr das Tempo, behielt aber etwaige Optionen für Lochpässe im Auge und suchte beispielsweise den nach vorn stürmenden Aaron Lennon. Die Wechselwirkungen der beiden Neuner in Kombination mit dem geradlinigeren Lennon sowie dem eher auf Spielgestaltung und –entwicklung fokussierten Eriksen brachten eine interessante Offensivdynamik, die auch individuelle wie gruppentaktische Defensivschwächen bei United aufdeckte. Nicht immer konnten die Hausherren Zugriff herstellen.

United: Selten in der Box

Manchester hatte außerdem trotz signifikant größeren Ballbesitzanteilen (62% in der ersten Halbzeit) erhebliche Probleme einen geordneten Spielaufbau zu initiieren oder kombinativ durch das Zentrum zu kommen. Tottenhams Doppelsechs schirmte Rooney häufig gut ab. Zudem konnten die Gäste aus London, wie bereits erwähnt, Evans als nicht gerade pressingresistenten Spielaufbauer ausmachen, der infolge von Anlaufbewegungen der gegnerischen Neuner vielfach von halblinks einen mittellangen Ball nach vorn schlug, wodurch teilweise die eigenen Linien überspielt wurden und der Rhythmus im Angriff verloren ging. Zudem waren diese Bälle für Welbeck oder Rooney schwer zu verarbeiten.

Zumeist liefen Offensivaktionen über die Flügel. Tottenham konnte aber gegen die Außenbahnaktionen des Gegners ordentlich verschieben und vor allem den eigenen Strafraum schützen. Einige Halbfeldflanken wurden am ehesten noch gefährlich, wenn sie hinter die Innenverteidiger kamen. Ansonsten waren typisches Hinterlaufen und situative Dreiecke an der Tagesordnung. Gerade Cleverley schaltete sich als variabler Mann vor dem sehr zentrierten Sechser Carrick mit Überladungen ein. Er ging ausgewählt in Halbräume und bot sich als Kombinationsstation an. Im Gegenzug rückte Cleverley gegen den Ball auf und attackierte beispielsweise Mousa Dembélé im Spielaufbau.

Chaos in Halbzeit zwei

Grundformation ab der 75. Minute

Grundformation ab der 75. Minute

Die Gäste gingen ihrerseits in der 34. Minute in Führung. Eriksen bewegte sich in diesem Fall sehr gut diagonal und nutzte die Passivität der United-Defensive. Im Zentrum setzte sich Adebayor beim Kopfball durch und verwandelte die Flanke. Moyes reagierte nach einer Stunde und nahm sowohl Carrick als auch Smalling raus. Dafür brachte er Shinji Kagawa sowie Javier Hernandez. Dadurch rückte Rooney zurück und übernahm Sechseraufgaben, während sich Cleverley als höherer Ballstreuer versuchte. Allerdings fiel wenig später der zweite Treffer der Spurs. Die Londoner konnten schnell umschalten. Soldado verzögerte halbrechts kurz den Angriff und setzte Lennon in Szene, der mit Tempo in den Strafraum gelangte. Eriksen finalisierte per Kopf. Postwendend traf United zum Anschluss, wobei dieses Mal eine Schnittstelle in Tottenhams Viererkette beziehungsweise der Raum dahinter mit einem Vertikalpass gut durchstochen wurde und Welbeck zum 1:2 einnetzte. Im Anschluss zog sich Tottenham gegen den aufkommenden Druck der Gastgeber zurück. Sherwood brachte für den verletzten Adebayor Nacer Chadli, der tiefer stand und dadurch ein Dreiermittelfeld bildete. Auch wenn United noch einige Chancen hatte, so konnte Tottenham schlussendlich das Ergebnis über die Zeit bringen.

Fazit

Genau vor einem Monat gab es zwischen beiden Mannschaften ein 2:2 an der White Hart Lane. Damals war Andre Villas-Boas noch Trainer der Spurs. Der Portugiese nutzte eine 4-3-3-Offensiv- sowie eine 4-4-2-Defensivformation. Sherwood vertraute in seiner 4-4-2-/4-4-1-1-Grundformation einerseits der Offensivdynamik, die gerade durch die beiden vordersten Spieler entstand. Zudem konnte sein Team hinter der ersten Pressingwelle gut die Räume gegen United verengen.

Die Red Devils wirkten ihrerseits physisch durchschlagskräftig aber manchmal zu eindimensional beziehungsweise in puncto Kreativität mangelhaft. Das bleibt wohl neben den defensiven Aussetzern die größte Schwäche von United, die Moyes nicht so schnell beheben kann.

king_cesc 2. Januar 2014 um 13:22

Ok ich sollte genauer werden.
Wenn ich Premier League sehe, dass enttäuschen meistens nicht beide Mannschaften, sondern eine davon.
Ich weiß nicht inwiefern das stimmt, aber es ist mein Eindruck, dass die hinteren Teams sich extrem aufs Kontern beschränken, sobald sie gegen die stärkeren Teams spielen. Solange es gut gemacht ist hab ich ja nix dagegen, bin aber etwas enttäuscht.
@Strafraumautist: Seh ich nicht so, da es ja in Deutschland genauso passiert und in Spanien, nur ich glaube nicht so oft. Da bin ich aber auch oft genug enttäuscht…

Für mich persönlich ist eine Überladung (und die daraus entstehende Unordnung) ein Teil eines strukturierten Angriffes.

Das Gefühl beim ersten Kommentar war das von im Spiel. Guter Ansatz im herausspielen, gute Bewegung und dann … zack Flanke. Ich hatte jedesmal gehofft es würde weiterkombiniert werden.

PS: Ich sollte mich für den Kommentar wohl entschuldigen, der gehört eher auf Sport1 oder sowas…

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AP 2. Januar 2014 um 14:21

Komm schon King. Kein Grund sich für Emotionen zu entschuldigen… bringt Abwechslung 🙂

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CF 2. Januar 2014 um 15:01

Du findest also das sie zu schnell die guten Strukturen aufgeben und stattdessen einfachere Muster bespielen. Da würde ich dir in manchen Punkten sogar zu stimmen. Gerade die Spurs haben diesen Problem öfters gezeigt diese Saison.

RM fandest du die Spurs auch noch diese Saison interessant? Die Probleme zu finden fand ich dieses Jahr ganz spannende aber taktisch überragend jetzt nicht.

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king_cesc 2. Januar 2014 um 15:36

Ja so kann man das sagen.
RM hat ja auch gesagt, dass er die hinteren Teams relativ langweilig findet.

zum Thema neuer deutscher Taktikstolz: Ist jemandem mal aufgefallen wie die Engländer mittlerweile nicht mehr sagen sie sind die beste Liga der Welt, sondern jetzt erzählen die immer, dass es so spannend ist, weil jeder jeden schlägt. Das gleiche wurde in Deutschland auch immer wieder erzählt. Vielleicht ist das ja eine gute Ausgangslage für die weitere Entwicklung in England die sicher kommen wird( in welche Richtung auch immer)

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Strafraumautist 2. Januar 2014 um 15:45

Das wäre dann der Vorteil der Rückständigkeit. In Deutschland hat dieser, denke ich, sich so ausgewirkt, dass (A) die Jugendausbildung verbessert wurde, da die eigenen Spieler unterlegen waren und das (B) auf Vereinsebene die Taktik fokussiert wurde, da die Heroen zu teuer waren.
Das England einen Schritt nach vorne macht, weil ihr Stolz leidet, ist ebenso warscheinlich wie die Möglichkeit, dass Deutschland wieder zurückfällt, da „wir“ es uns in unseren Stolz zu bequem machen.

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TW 2. Januar 2014 um 16:18

In dem Buch „inverting the Pyramid“ von Wilson, indem er eine komplette Zusammenfassung der Fußballgeschichte beschreibt, steht auf den letzten Seiten, dass der englische Fußball immer wieder Blamagen erfahren hat (ca. 1930 Österreich, 1953 Ungarn, ca. 2000 Norwegen) und trotzdem taktisch nie daraus gelernt hat. Wilson muss es wissen, er ist Engländer. Die Gefahr ist also gering 😉

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AP 2. Januar 2014 um 17:24

Finde Strafraumautist trifft es ganz gut mit seinem letzten Satz. Aber wir sprechen hier von jahrelanger Entwicklung, egal in welche Richtung. Glaube schon das die Top 5 eine gute Rolle in Europa spielen werden, so in 3-4 Jahren.

In den letzten 10 Jahren kommen die CL Finalisten zu 40% aus England, zu 20% aus Deutschland, zu 15% aus Spanien, zu 15% aus Italien und zu jeweils 5% aus Portugal bzw. Frankreich.

Warum also die Schwarzmalerei.

In den letzten 5 Finals war immer noch zu 30% ein englisches Team dabei. Dieses schmerzhafte Chelsea aus 2012 ja auch 🙂
Die stolzen Deutschen bei 40%.

Da ich mir solche Zahlen immer zurecht legen kann, sage ich, im Ergebnissport kann das ein Grund dafür sein, warum englische Teams taktisch da sind, wo sie sind.

CF 2. Januar 2014 um 18:35

Habe das Buch auch gelesen und es ist zu dem Thema wirklich sehr interessant. Er betont auch mehrmals das sie die Fehler zwar wahrgenommen haben dann aber falsche Lösungsansätze hatten und sich somit in die falsche Richtung entwickelt. So haben die hohen Männer oft Zahlen falsch interpretiert und den Wandel der Zeit nicht mitbekommen. So begründete der Vorsitzende des Englischen Fußballverbandes die Tatasache das im Schnitt weniger Tore fallen damit, dass das Spiel schelchter geworden sei. Dieser Wandel sollte übrigens daran liegen, dass nun vermehrt auf das kurz Passspiel gesetzt wurde. Die Überzeugung der lange Ball wäre besser kam auch durch falsche Einschätzungen von Statistiken.
So spielten die Engländer lange Zeit noch viel mit langen Bällen, welche zu dieser Zeit aber nicht mehr angebracht und vor allem nicht mehr erfolgreich waren.

Koom 2. Januar 2014 um 19:36

Das die Engländer in den Europapokalen nach wie vor eine Macht darstellen, sehe ich auch weniger im taktischen Bereich begründet. Letztlich werden Spiele nur durch eines gewonnen: Erzielte Tore. Und wenn man da millionenteure Stars noch und nöcher hat, die gerade in diesem Bereich ihre Kompetenz haben, dann ist ein gewisser Erfolg immer gegeben. Klingt brachial einfach und simpel, aber so ist es eben auch. Mit Taktik und Spielsystemen sorgt man eigentlich „nur“ dafür, das man bessere (oder mehr) Chancen hat zu gewinnen.

Wird halt der Taktikbereich zu sehr vernachlässigt, das die individuelle Klasse es nicht mehr regelmässig genug ausgleicht, wirds problematisch. Das hatten wir in Deutschland auch (so um 2000), da rennt vielleicht auch England noch mal rein. Momentan wird das mit den absurden Summen, die sie um sich werfen können, noch kompensiert.

Foxtrott 2. Januar 2014 um 16:36

Man darf natürlich das Geld nicht Vergessen, das in der Premier League auch noch der letzte Verdient… Wie würde die zB die Europa League aussehen, wenn Freiburg 30 Mio € Fernsehgeld verplanen könnte [Wie zB Sunderland oder Norwich…]?

Ich meine: sicherlich gibt es immer eine Gefahr von „zu bequem werden“, aber gleichzeitig hat die Bundesliga gerade finanziell noch ordentlich Luft nach oben, bzw sind andere Ligen lächerlich überfinanziert. [Um beim Beispiel zu bleiben haben Sunderland 26 Mio(-5) und Norwich 30Mio (-25(!)) Transferausgaben dieses Jahr…]

Es gibt in beide Richtungen noch ordentlich möglichkeiten zur Anpassung.

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daidn 2. Januar 2014 um 12:20

Bin schwer enttäuscht von United, vor allem daheim tun sie sich wirklich sehr schwer. Das Zentrum ist zu schwach, daher auch der mangelnde Spielaufbau. Allerdings gibt es diese Mängel nicht erst seit gestern, sondern schon seit mindestens 2 Jahren…

Grundsätzlich kann ich meinen Vorrednern zur allgemeinen Meinung über die EPL aber nicht zustimmen. Arsenal, Liverpool und vor allem City spielen einen guten Ball.

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RM 2. Januar 2014 um 13:33

Naja, hängt davon ab, was man als „guten Ball“ sieht. Für mich ist es die Verbindung aus spielerischer Qualität und guter Taktik. Da ist eine Bewertung schwierig.

Sehr gut finde ich Everton (seit Martinez), Swansea (wenn so wie im Vorjahr) und Southampton (wenn fit).

Chelsea finde ich taktisch sehr gut, spielerisch etwas simpel, aber dank der Individualisten teilweise sehr ansehnlich. City ist spielerisch noch etwas stärker, taktisch aber meiner Meinung nach mäßig.

Liverpool hat etwas schwächere Akteure, ist dafür aber taktisch ein bisschen besser, wenn auch noch unter Chelsea. Ähnliches trifft auf Arsenal zu, wobei die taktisch wieder minimal schwächer sind als Pool und sich spielerisch zwischen sie und City einordnen, dafür noch etwas ästhetischer sind.

Tottenham fand ich unter Villas-Boas interessant, bei Sherwood muss man abwarten, potenziell aber relativ spektakulär. Offensiv unter dem Portugiesen bisweilen etwas fragwürdige Entscheidungsfindungen und unpassende Rollenverteilungen, generell aber eigentlich gut, lässiges Pressing, dann aber der Bruch in dieser Saison. Mal sehen, wie das weitergeht.

Die schwächeren Teams kenne ich leider kaum, habe aber taktisch von Hull Gutes gehört. Beim Reinzappen in einzelne Spiele von Crystal Palace und Co. wurde ich aber meistens innerhalb von Minuten enttäuscht.

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CF 2. Januar 2014 um 14:55

Ja Hull City ist taktisch gesehen ganz gut gerade in der Defensive. Dafür spielerisch sehr simpel. Das System ist so eine 352 a la Juve auch in der Ausführung

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Strafraumautist 2. Januar 2014 um 15:10

@RM,
Wie genau unterscheidest du taktisch und spielerisch, wenn du noch die Individuale Stärke dazunimmst. Zwischen den Poolen taktisch und indiviualistsich fällt es mir schwer, das spielerische zu finden.

Sorry, wenn die Frage blöd ist, ich bin aber Fußbalerisch ein Laie und verstehe nicht alles, was hier geschrieben wird.

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TW 2. Januar 2014 um 16:24

Ich würde jetzt vermuten, dass RM mit taktisch die Mannschaftstaktik meint – also den Plan des Teams für ein konkretes Spiel. Dies umfasst Gegneranpassungen, bestimmte Asymmetrien, Verhalten im Pressing, etc. Mit spielerisch sind eher gruppentaktische Abläufe (Verhalten von 2-5 Spielern als Gruppe) gemeint, die jedoch viel von den Spielern und deren Spielverständnis abhängen, nicht unbedingt taktisch vorgegeben sind.

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CE 2. Januar 2014 um 16:31

Das kann man beispielsweise bei Chelsea sehr gut schablonenhaft erkennen. RM hat es schon angedeutet. In der defensiven Arbeit gibt es viele einstudierte mannschaftstaktische Abläufe. So verhält es sich auch im Spielaufbau und beim Ausnutzen von Löchern oder der Überbrückung des mittleren Drittels. In höheren Räumen wird dann vermehrt auf gruppentaktische Abläufe zwischen Oscar, Hazard usw. gesetzt oder aber auch deren individuelle Stärke genutzt. Ganz grob beschrieben natürlich.

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Strafraumautist 2. Januar 2014 um 16:37

Danke


AP 2. Januar 2014 um 11:35

Es wirkt einfach zu vieles chaotisch, unorganisiert bei ManU. Strukturierte Angriffe sind sehr selten.
Sie haben einen der weltbesten Spieler mit Kagawa, um diese passive Defensive zu knacken aber der Kerl kommt nur von der Bank.

Für mich als Zuschauer wirkt es so…
1. Schnell richtung gegnerischen 16er kommen
2. Erstmal schauen was geht
3. Dann halt mal ne Flanke
4. Ecken sind auch was tolles

Habt ihr Cardiff bei Arsenal gesehen. Die kloppen 90 min. lang die Bälle hinten raus und zwar jeden und schaffen es fast noch zum Untentschieden. Grauenhaft.

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king_cesc 2. Januar 2014 um 12:07

Seh ich auch so.
Ich seh die Premier League ja nicht oft, aber wenn dann bin ich jedesmal wieder enttäuscht.
Einfach zum gegnerischen 16er kloppen und am besten über den Flügel. Mehr wird anscheinend nicht vorgegeben… Irgendwie schade

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CF 2. Januar 2014 um 12:36

King cesc was du da sagst stimmt überhaupt nicht. Es gibt viele Teams die gruppentaktische schon interessant sind siehe Southampton. Außerdem kann auch das strategisch Kluge nach vorne kloppen mit guter Staffelung und Überladungen auch interessant sein.

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Strafraumautist 2. Januar 2014 um 12:57

Ist das jetzt der neue deutsche Fußballstolz? Früher hatten wir mehr Tugend, heute mehr Taktik als alle anderen?

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Goalimpact 2. Januar 2014 um 21:39

Vielleicht helfen ja Style Points schwächere Spiele zu vermeiden.

http://parismatches.com/2013/12/28/style-point-ratings-for-the-weekends-forthcoming-premier-league-matches/#more-1189

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CF 2. Januar 2014 um 12:34

Die Angriffe sind doch immer extrem strukturiert. Bestimmte Strukturen werden oft bespielt. Das ist für mich gerade das Problem. Wenn Ronney nicht gerade als Sechser spielt und Kagawa nicht auf dem Platz ist, gibt es wenig spektakuläre Bewegungsmuster und das Chaos, das Überladen das unstrukturierte fehlt ein bisschen.

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AP 2. Januar 2014 um 14:17

Ist ja irgendwo immer ne Grauzone, i know. Für mich bedeutet Struktur, dass es nach einem Plan abläuft, mannschaftstaktisch. Es wirkt sehr häufig sehr statisch. Egal ob Überladen oder was anderes. Es wirkt einfach improvisiert.

Ist für mich zu sehr auf Einzelaktion aus, das liebe Fussballspiel. Aber mit Botschaft und Empfänger ist es ja bekantlich so ne Sache.

Ich finde den neuen deutschen Stolz schön 🙂

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CF 2. Januar 2014 um 21:54

Wenn man Strukturen hat bedeutet dies ja nicht das sie nicht statisch sein können Sondern es bedeutet einfach das das Spiel von ManU in bestimmte und häufiger vorkommende Strukturen gedrückt wird. Deshalb sehe ich auch das improvisierte Spiel nicht als Fehler sondern eigentlich in gewissen Maße als gut. Wenn man es schafft in das unstrukturierte Spiel Struktur zu bringen also das Chaos fördert aber auch im Rahmen hält, dann ist das Perfekt. Guardiola schafft dies sehr gut.
Bei ManU sehe ich einfach dieses Chaos nicht sondern es ist von zu einfachen Mustern geprägt. Dies führt Dan dazu dass man das Spiel als

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