Borussia M’gladbach – Borussia Dortmund 2:0

Drückende Dominanz und fast perfektes Pressingverhalten brachten für Borussia Dortmund keinen zählbaren Erfolg ein. Gegen die Borussia aus Mönchengladbach wurde eine Unaufmerksamkeit bitter bestraft und die Tabellenführung abgegeben.

Grundformation

Grundformation

Grundformation

Jürgen Klopp überraschte nach dem Auftritt in der Champions League nicht mit großen Rotationen und schickte seine Mannschaft wie gewohnt in einem 4-2-3-1, das doch häufig eher einem 4-2-4 ähnelt, auf das Feld. Dabei waren die vier nominellen Offensivspieler äußerst variabel, standen als Reihe oder bildeten Dreiecke. Hinter ihnen befand sich der stabile Sechserblock, wobei Bender gegen den Ball vor Sahin stand und die erste zentrale Attacke hinter der ersten Linie übernahm. Sahin war seinerseits wie gewohnt für den Spielaufbau verantwortlich.

Die Gastgeber standen in der Grundformation wie erwartet in einem 4-4-2. Die beiden vorderen Spieler bildeten einen eher isolierten Block und befanden sich häufiger weit von den zwei zentralen Mittelfeldspielern entfernt. Dort spielte Havard Nordtveit für den zuletzt starken Christoph Kramer. Xhaka übernahm den Spielaufbau, während Nordtveit in der Regel höher positioniert war und eigentlich Löcher stopfen sollte.

Dortmunder Herrschaft

Von der ersten Minute an erzwangen die Dortmunder Fehler der Gladbacher im Spielaufbau. Alle vier Offensivspieler agierten meist als kompakte Reihe und attackierten entweder den Ballführenden oder stellten die Passwege zu. Xhaka, der häufig zwischen die Innenverteidiger abkippte, fand selten eine Anspielstation. Die Dortmunder lauerten entweder auf Fehlpässe oder erzwangen in Zweikämpfen, die in der Regel nahe vor Ter Stegens Tor stattfanden, Ballverluste.

Wenngleich Lucien Favre vor der Partie andeutete, dass man Dortmund gerne den Ball überlassen würde, damit der Gegner das Spiel machen könne und die Gefahr auf Umschaltsituationen minimiert wäre, waren die Vorgänge auf dem Platz sicherlich nicht in seinem Sinne. Mit zunehmender Spielzeit zogen sich die Gladbacher immer weiter zurück, bis auch Kruse und Raffael nur noch hinter der Mittellinie standen.

Trotzdem schaffte es der BVB häufig durch die Mitte zu kombinieren. Meistens ließ sich entweder Lewandowski oder Mkhitaryan leicht fallen. Über Doppelpässe oder Dreierkombinationen versuchten sie ihr Glück durch die Löcher der Gladbacher Zentrale. Gerade Nordtveit konnte in dieser Hinsicht keine Stabilität vermitteln und in horizontalen Bewegungen selten die entscheidenden Löcher füllen.

Der stetige Rückzug der Gladbacher mündete in der 30. Minute darin, dass sie bei Ballbesitz des BVB fünf Spieler als letzte Reihe und davor nochmals drei positionierten, wobei sich Max Kruse zurückzog. Allerdings griffen die Hausherren nur kurzfristig zu diesem Mittel, um die Überlegenheit im Zentrum zu kompensieren.

Freigeist Reus

Bei eigenem Ballbesitz verhielten sich die Dortmunder clever und konnten durch gute Freilaufbewegungen immer neue Anspielstationen schaffen. Befand sich der Ball auf der linken Seite bewegte sich Reus in die Mitte und überließ Durm komplett die Außenbahn. Außerdem ging Mkhitaryan häufiger in den rechten Halbraum, während sich Lewandowski in der Regel zum ballfernen Innenverteidiger orientierte. War der Ball auf der rechten Seite verhielt es sich etwas anders. Aubameyang blieb auf dieser Bahn konstanter und sorgte mit Großkreutz häufiger für Überladungen. Dabei zogen sie noch Xhaka mit raus und konnte durch präzise Horizontalpässe diese Verengung lösen und freiere Räume für den Ballführenden in der Mitte schaffen.

Auffällig war Reus‘ Verhalten, der selten auf dem linken Flügel auftauchte, sondern sich in zahlreichen Situationen im Rücken von Lewandowski und Mkhitaryan befand oder in den ballfernen Halbraum zwischen Innen- und Außenverteidiger. Reus steuerte insofern das Dortmunder Offensivspiel. Positionierte er sich in der Nähe von Mkhitaryan verschob dieser entweder auf die Außenbahn oder ließ sich fallen. Außerdem orientierte sich Lewandowski dann in die Nähe des deutschen Nationalspielers, um durch diese Konzentration raumschaffend für die nachrückenden Dortmunder zu wirken. Blieb Reus doch auf der Außenbahn, knickte in seinem Rücken Durm in die Mitte ein und bot sich damit als weitere Anspielstation im Halbraum an.

Kruse und Raffael isoliert

Gladbachs zentraler Zweierblock in der Offensive war gerade in der ersten Halbzeit komplett vom Spiel abgeschnitten. Dazu trug Dortmunds Doppelsechs bei. Sahin und Bender verschoben bei eigenem Ballbesitz kompakt in die richtigen Räume und waren so meist zwischen Ball und Kruse sowie Raffael, sofern die erste Dortmunder Pressingreihe überspielt wurde.

Der entnervte Kruse zog sich daraufhin weiter zurück und hielt sich des Öfteren vor den beiden Sechsern auf oder wechselte mit Herrmann, um einige Ballkontakte zu bekommen. Trotzdem blieb er über weite Strecken wirkungslos und konnte auch bei leichten Entlastungsversuchen selten einen Ball festmachen.

Insgesamt lieferten die Dortmunder eine laufintensive Partie und konnten so immer wieder Lücken schließen oder gleich mehrere Gladbacher in ihren Aktionsradius stellen und dadurch mit einem schnellen Anlaufen drohen.

Gladbachs Drangphase

Nach der Halbzeitpause sahen die Zuschauer im ausverkauften Borussia-Park eine überschaubare Zeit der Entlastung und des Offensivdrangs der Heimmannschaft. Die Viererkette rückte von Anfang weiter auf und der Spielaufbau wurde mit schärferen Vertikalpässen vorgetragen. Allerdings ergaben sich in der ersten Viertelstunde nach der Pause keine großartigen Torchancen und Dortmund konnte sich schnell wieder Feldvorteile erarbeiten.

Im weiteren Verlauf blieben sie ihrem Spiel treu. Ab der 72. Minute agierten die Gäste dann mit zwei Aufbauspielern. Jonas Hofmann kam für den angeschlagenen Sven Bender. Der junge Hofmann übernahm dabei sofort Verantwortung, kippte zwischen die Innenverteidiger oder trieb den Ball schnell durch die Mitte nach vorn. Klopp wollte das erlahmende Vorgehen seiner Mannschaft nochmals vorantreiben. Allerdings fehlte die Zielstrebigkeit. Lochpässe kamen nicht mehr durch die Lücken oder wurden hinter der Gladbacher Abwehrreihe nicht verarbeitet.

80. Minute: Nordtveit kommt durch die Mitte. Hummels rückt aus der Kette heraus. Allerdings gelangt der Ball zu Raffael, der von Subotic attackiert wird, aber auf Kruse weiterleiten kann. Nordtveit geht in den freien Raum dahinter und kann nur noch durch ein Foul von Hummels gestoppt werden. Die Abstimmung der Dortmunder Defensive passte in diesem Moment nicht. Zudem befanden sich zu wenige Spieler des BVB hinter dem Ball.

80. Minute: Nordtveit kommt durch die Mitte. Hummels rückt aus der Kette heraus. Allerdings gelangt der Ball zu Raffael, der von Subotic attackiert wird, aber auf Kruse weiterleiten kann. Nordtveit geht in den freien Raum dahinter und kann nur noch durch ein Foul von Hummels gestoppt werden. Die Abstimmung der Dortmunder Defensive passte in diesem Moment nicht. Zudem befanden sich zu wenige Spieler des BVB hinter dem Ball.

Die Entscheidung

Dass die Dortmunder ihre eigene defensive Zentrale recht offen gestalteten, deutete sich schon in der Partie an. Sofern Gladbach die zweite Linie überspielte, gab der BVB größere Räume in der Mitte frei. Die entscheidende Aktion ereignete sich dann kurz nach der 80. Minute. Nordtveit kommt durch die Mitte. Hummels rückt aus der Kette heraus, kann das Zuspiel zum danebenstehenden Raffael nicht verhindern und den einlaufenden Nordtveit bei dessen erneutem Ballkontakt nur noch mit einem Foul stoppen. Notbremse. Rote Karte. Elfmeter. Mönchengladbach kann das Spiel für sich entscheiden.

Fazit

Schlussendlich waren die mangelnde Chancenverwertung der Dortmunder aber auch die stoischen Gladbacher, die auf ihre Chance lauerten und diese in der 81. Minute bekamen, die entscheidenden Gründe, warum diese Bundesligapartie entgegen aller Feldvorteile entschieden wurde.

Der BVB hatte in der ersten Halbzeit 60% Ballbesitz und eine Passquote von fast 90%. Das nahezu perfekte Gegenpressing zwang den Gegner zu einem unterirdischen Spielaufbau und vielen Ballverlusten. Doch aus den eigenen Angriffen entstanden keine Tore. Am Ende rächte sich dieser Fakt. Bei Dortmund wurde wieder einmal deutlich, wie aggressiv die vier Offensivkräfte gegen den Ball arbeiten und wie variabel sie bei eigenem Ballbesitz sind. Außerdem hat sich der Block Bender-Sahin sehr gut etabliert und hielt durch cleveres Verschieben die Gladbacher Offensivkräfte häufig vom Ball fern.

Bei den Gastgebern wurde deutlich, dass sie nicht pressingresistent genug waren und kein Rezept gegen die Raumverdichtung fanden. Nordtveit enttäuschte trotz seiner entscheidenden Beteiligung an der Elfmetersituation weitestgehend. Er ersetzte den jungen Kramer, der in den letzten Wochen der Doppelsechs größere Dynamik verlieh und sehr gut als Box-to-Box-Player auftrat.

Für die Mannschaft von Favre sollte diese Begegnung nicht der Maßstab sein. Das Dortmunder Pressing und Umschaltspiel ist aktuell allerhöchstes europäisches Niveau, die Chancenverwertung hingegen nicht.

Robert 13. Oktober 2013 um 19:34

Schaulaufen der Dortmunder.

Ich war im Stadion und hatte folgenden Eindruck:
Dortmund war im Spielaufbau haushoch überlegen. In der Abwehrarbeit gedanklich deutlich schneller … haben aber gleichzeitig so eine Art Schaulaufen veranstaltet. Der letzte Biss hat gefehlt!!! Den habe ich erst nach dem Elfmeter gesehen. Auf einmal ging noch ein Schritt mehr, den die Spieler sich vorher gespart haben.

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schumja 8. Oktober 2013 um 10:02

Wie habt ihr Subotic in dem Spiel gesehen?
Ich fand, dass er oft übermotiviert aus der Viererkette herausgestürmt ist und dann den Zweikampf nicht gewinnen konnte.
So auch vor beiden Toren. Gravierender noch vor dem 2:0: Hat er da wirklich geglaubt, dass Kopfball duell noch zu gewinnen? Und warum dann nicht im Vollsprint zurück, wenn man eh einen IV weniger hat?
Hummels und Weidenfeller haben ihm wenn ich mich richtig erinnere in der ersten HZ auch mal ihre Meinung nach einer Aktion gesagt.

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florider 8. Oktober 2013 um 13:16

Also vom ersten Eindruck fand ich Subotic mit am stärksten bei Dortmund.
Hab mir die Szene vor dem 1:0 angeschaut, also Teilschuld sehe ich eher bei Hofmann der den Passweg auf Nordtveit einfach nicht gut genug zustellt und wenn man von unnötigem Herrausstürmen sprechen will, dann eher bei Hummels. Subotic muss ja irgendwie Raffael stören sonst kann er ganz einfach auf Nordtveit durchstecken.
Bei der Aktion vor dem 2:0 würde ich dir rechtgeben. Vielleicht hat da auch die Stellung bei den Sechsern nicht gestimmt weil keiner bei Raffael ist. Man kanns auch so sehen das in dem Moment wo Subotic in den Zweikampf geht die beiden Gladbacher im Sturm gedeckt sind und er frei ist für den Zweikampf. Aber durch die Unterzahl ist Durm eher zentral gebunden und die rechte Seite ist frei und da fällt dann auch das Tor.

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tschookki 6. Oktober 2013 um 15:16

Mich würden mal folgende Dinge interessieren:
– ist es tatsächlich sinnvoll über so lange Zeit ein solch hohes Pressing und auch Gegenpressing zu spielen? Oder wäre es manchmal nicht sinnvoller den Gegner etwas weiter kommen zu lassen? Dortmund drückte Gladbach in der ersten HZ so weit nach hinten, dass die Räume um und im 16er extrem eng waren. An der Stelle fehlte mir etwas das Breitmachen des Spiels. Gegen Marseille klappte das besser, aber selbst wenn das klappt macht der BVB nicht vieles daraus. flanken und Ecken werden wirklich schlecht verarbeitet. Ich frage mich so oft, wehalb da vorne keiner steht.
– was sagt ihr zu Miki? Für mich, was die aktive Spielgestaltung angeht, praktisch nicht existent. Die Möglichkeiten, die er meiner Meinung nach hat, hat er praktisch nicht eingesetzt. Dass er das kann sah man in seinen ersten Spielen vor und nach der Verletzung ja durchaus.
– welche Rolle spielt das Fehlen von Gündogan?

Dann noch eine Anmerkung zu Hofmann: Klopp brachte ihn 4 oder 5 Mal als Joker und Hofmann war nicht selten der beste Manuf dem Platz – wenn er drauf stand. Ich bin der Meinung, dass man eine solche Leistung dann auch mit einem Spiel von Anfang an belohnen muss. Wenn das dann nicht sooo toll läuft, dann hat der Spieler auch nichts dagegen wenn er wieder als Joker fungiert. Gestern hatn, wie ich finde, gemerkt, dass Hofmann gar kein Feuer abbrennen wollte. Vllt. täusche ich mich auch. Ging ja auch nur noch mit 10 Mann weiter.

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Schwerti 6. Oktober 2013 um 17:00

Ein wirksames Mittel wäre mMn. das freiwillige Abgeben des Balles an die Gladbacher gewesen, um nach einem erneuten erfolgreichen Pressing die größeren Räume besser bespielen zu können.
Aus der Gladbacher Perspektive betrachtet, MUSS das gestrige Spiel einen ernormen Lerneffekt haben:
– Favre sagte in der PK, dass er nun weiß, dass er viel intensiver trainieren muss und dass es in diesem Tempo nicht mehr so weitergehen kann.
Dass ter Stegen und Stranzl die besten Leute bei Gladbach waren, lässt tief blicken. Vom Mittelfeld kam nichts: Sowohl Arango als auch Herrmann fanden gar nicht statt – keine Entlastung und in der Rückwärtsbewegung sind beide sowieso nicht die Stärksten. Bspw. kam niemand mal auf die Idee, Mats Hummels in der Spieleröffnung zu attackieren bzw. ihn so anzulaufen, dass er nicht vertikal spielen konnte.
„Gerade Nordtveit konnte in dieser Hinsicht keine Stabilität vermitteln und in horizontalen Bewegungen selten die entscheidenden Löcher füllen.“ – trifft es auf den Punkt. Gladbach steht aufgrund der Heimstärke mit oben, wird sich aber mit dieser taktischen Ausrichtung dort nicht halten, wenn nicht an folgende Punkten gearbeitet wird:
– Pressingresistenz;
– schnelles Umschaltspiel;
– dominanteres Auftreten der 6er;
– mehr Fluidität im Offensivbereich.

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scharf 8. Oktober 2013 um 09:51

zu dem Punkt des „freiwilligen Abgebens“ des Balles..
eine Form dieses Abgebens oder Neutralisierens des Balles waren die langen Bälle Hummels auf Lewi, die mir seit geraumer Zeit beim BVB fehlen.

Durch die langen, hohen und auch flachen Bälle haben sie das enge Mittelfeld oft sehr effizient überspielt und konnten durch diesen meist risikoreichen Pass auf den 2. Ball stürmen, welcher entweder von Lewi klasse abgelegt oder durch eine Kopfballabwehr der gegnerischen Verteidigung ins Spiel gebracht wurde.
Diese Form des geplanten Zufalls fehlt mir derzeit etwas beim BVB.

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blub 6. Oktober 2013 um 23:50

zu Hofmann:
Der soll angeblich noch nicht ganz so gut und stabil im Pressing sein(wie die Leute die erersetzt), ich hab nicht genug BVB gesehen um das einwandfrei vergleichen zu können.
Das man ihn dann später als Joker bringt, in einer Phase wo es meist ein wenig „wilder“ zugeht finde ich unter diesem Gesichtspunkt zumindest logisch.

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florider 7. Oktober 2013 um 14:25

Naja ich denke Gündogan und auch Piszczek fehlen schon, einfach weil sie in Bestform zur Weltklasse zählen. Nuri und Sven Bender machen die Sache super gut, aber in Sachen gewinnen von zweiten Bällen und kreieren von guten Offensivaktionen ist Gündogan schon Sahin überlegen. Ich denke er könnte auch ein bisschen Miki und Reus entlasten.
Großkreutz wurde ja zurecht gelobt für seine Entwicklung aber ich denke Fakt ist auch das ein Piszczek nicht gefühlt 5 Flanken in die Arme von ter Stegen geschlagen hätte. Also gerade im Ausspielen von Kontersituationen sehe ich ihn (noch) stärker als Kevin.

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LB 6. Oktober 2013 um 12:21

ich war gestern im stadion.

kann die taktischen feststellungen von CE nur unterstreichen. das dortmunder spiel sieht oft wie ein 4-2-4 aus. wobei die 4 offensiven sehr variabel spielen. eine richtige spitze gibt es nicht wirklích, wobei lewandowski zwar die hauptanspielstation für hohe bälle ist. in jeden anderen punkt verhält er sich jedoch wie ein weiterer OM, kippt weit ab und stößt nur in wenigen momenten in die MS position.

das bvb spiel war drückend. dominant. mkhitaryan sehe ich als schlüsselspieler. im prinzip spielt er fast alles. manchmal macht er einen bender, läuft alles zu und gewinnt defensiv gut die bälle. stellenweise spielt er einen kagawa. sehr wendig, läuft den gegner gut an und stößt in die spitze. als kreativzentrale wird er auch oft gefordert. er kreiert chancen und das wird auch stark verlangt nach dem gündogan ausfall.

ich denke das mkhitaryan quasi 3 rollen gleichzeitig ausfüllen muss, ist wohl noch ein kleines problem. er macht das gut, stellenweise sehr gut. könnte er sich jedoch auf 1-2 rollen begrenzen, würde er es eher brilliant machen als nur gut. ohne einen gündogan bzw. einen zwischenspieler der ihn entlastet… muss er einen 8er, 10er und gleichzeitig einen HS spielen….der auch noch oft nach außen kippt aufgrund der typischen bvb rochaden. wie CE das mit reus sehr gut beschrieben hat. das dies sehr kräfteraubend ist, logisch. erklärt auch, das er im verlauf des spiels vorallem in der zweiten hz immer mehr nachgelassen hat (was er spielte war zwar immernoch ordentlich aber man merkte ihn schon kräfteverschleiss an)….

hier wäre wohl eher der wechsel mkhitaryan gegen hofmann logischer gewesen. man wäre weniger risiko gegangen defensiv und hofmann als OM wirkte immer sehr zielstrebig und gefährlich. ich kann auch nicht beurteilen ob es bei bender wirklich nicht weiter ging, wäre es aber irgendwie doch gegangen…. dann hat klopp gestern das spiel verloren. mit einen bender wäre das gegentor niemals gefallen, da er raffael schon anders angegangen wäre als dies sahin tat.

zu gladbach kurz. ich war schon sehr erstaunt das man in gladbach den gegner so dominieren kann. hatte eigentlich ein komplett anderes spiel erwartet aufgrund der heimstärke der gladbacher….mit der defensiven grundeinstellung habe ich gerechnet, das der bvb den gegner aber so beherrscht und das pressing so enorm stark ist…. hätte ich niemals gedacht.

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tschookki 7. Oktober 2013 um 00:15

Danke, den Kommentar fand ich klasse. Ich habe Miki insgesamt nicht gut gesehen. Aber durch deine Ausführungen betrachte ich das jetzt anders.

Dortmund schafft sich die tiefstehenden Gegner selbst, beraubt sich dadurch der eigenen Offensivstärken (Schnelligkeit und Dynamik bei weiten Räumen) und kann das am Ende nicht ordentlich bespielen. Bayern kann das. Die sind mittlerweile wie der BVB eine Pressingmaschine, aber der BVB ist keine Ballbesitzmaschine. Die Bayern schon.

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knorke 7. Oktober 2013 um 13:27

Genau das habe ich mir beim Gucken auch gedacht. Und in diesem Spiel auch nicht das erste Mal.

Die Bayern schaffen es auch meist, durch relativ risikoarmes Spiel (das sie aber perfekt beherrschen) auch einen knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Das kann Dortmund so nicht.

Trotzdem stimmt der Eindruck nicht ganz: Dortmund ist durchaus in der Lage, aus der eigenen Überlegenheit Chancen zu kreieren und die Qualität der Chancen ist auch hoch. Gegen Gladbach war das schlechter als gewohnt, aber im Grunde lag es eher daran, dass in ganz kurzen Momenten vorm Tor die falsche Entscheidung getroffen wurde oder das Glück gefehlt hat.
Und das ist dann wiederum ein Problem, das sie in manchen Spielen in der BL diese Saison schon haben aufblitzen lassen. Das erinnert mich dahingehend an die vorletzte Saison.
Vielleicht liegt es auch daran, dass mit Mkitharyan ein Spieler dazugekommen ist, der gerne mal den Abschluss aus der Distanz probiert und mit Aubameyang ein Spieler, der ständig für brandgefährliche Situationen gut ist, aber momentan in der Verwertung noch Luft nach oben zeigt.

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Ernst Arnold Bauer 6. Oktober 2013 um 12:01

In diesem Artikel fehlt mir schon ein bisschen was, genauso wie bei Bayern. Dieses Spiel hier habe ich zum Beispiel nicht gesehen, aber wie hat Gladbach es geschafft in solchen 90 (bzw. 80) Minuten ohne Gegentor zu bleiben? Haben sie – wie Leverkusen – bis auf Ausnahmen Abschlüsse in direkt gefährlicher Position verhindert, wenn ja, wie? Oder einfach abschlussschwacher Lewandowski, starker Ter Stegen?

Generell will ich aber gegen den „Macht die Analysen länger“ – Strom schwimmen. Außer die expliziten In-Depth-Analysen halte ich maximal 2500 bis 3000 Wörter für ganz klar ausreichend, ein paar Grafiken und Videos zum Unterstützen und ab dafür. Ich muss die Analyse nicht am gleichen Tag haben, ihr könnt zwei, drei Stunden länger dran arbeiten und dafür nutzen, richtig zu gewichten und vielleicht unwichtiges rauszukicken. Aber wenn ihr euch selbst kein Limit setzt arten die Analysen schnell aus, werden zu lang und zu anstrengend zu lesen.

Und ich hoffe ja mal, die Seite soll nicht nur Taktiknerds gehen, die gerne drei Stunden lang einen Text zu einem Spiel lesen, sondern viele Leute einschließen – ich habe nämlich die Fußballdiskussionen auf Stammtischniveau satt, mich interessiert nicht mehr ob Löw seine Absage an Kießling jetzt per Telefon oder Mail macht und ob Guardiola und Sammer jetzt demnächst zusammenziehen oder sich doch scheiden lassen – ich will über Fußball reden und dafür wäre es ganz hilfreich, wenn mehr Leute Bock drauf haben, eure Sachen zu lesen.

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ms 6. Oktober 2013 um 12:33

Anders: wie hat Dortmund es geschafft, kein Tor zu schiessen?

Symptomatisch finde ich die Doppel-(Dreifach-)Chance für Dortmund in der 15. Minute nach Ecke von Sahin. Erst Lewandowski (Tornähe), dann Reus (Distanzschuss), dann Hummels 1,5m vor dem Tor, kriegt den Abpraller, hat nur Ter Stegen vor sich und versucht den Ball mit dem Innenrist reinzuschieben (da war Ter Stegen schon am reinschlittern) – direkt auf Ter Stegen. Einfach in die Ecke vorbeiziehen anstatt direkt auf Ter Stegen wäre ein sicheres Tor von Hummels. Lewandowski löst solche Situationen sonst anders und Reus mit dem Distanzschuss? Klar kann man probieren, hat er aber auch schon mal besser gelöst. Das war nur eine von vielen Situationen, die am Abschluss scheiterten. Bzw. wo die zwingende Idee/Überblick im Abschluss fehlte.

Unkonzentriertheit? Zu viel Selbstbewusstsein? Pech? M.E. ein Schuss von allem gleichzeitig – symptomatisch für die Dortmuder als Mannschaft insgesamt (m.E. auch für die Bayern an diesem Wochenende).

Das Schöne daran – wie ich finde – man sieht an dem Spiel sehr gut „Dienst nach Vorschrift“ also die Taktik wie von Klopp vorgegeben. Dazu gehören die ständigen Rochaden und Positionswechsel, Aufrücken der Aussenverteidiger mit gleichzeitigem Zug von Aubamayeng und Reus nach innen,…

Mein Fazit: nach dem letzten WE und den CL-Spielen waren nach meinem Eindruck sowohl Dortmund als auch Bayern die Ideen ausgegangen – die waren mental einfach platt obwohl sie körperlich intensiv dabei waren.

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ms 6. Oktober 2013 um 12:58

Habe jetzt noch einmal mehr geschaut von beiden Spielen Dortmund und Bayern: da sind m.E. viel Unkonzentriertheit dabei und wenig Ideen. Beide spielen gut bis sehr gut und vermiesen sich den Abschluss durch kleine Fehler.

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IchBinNichtMatthiasSammer 6. Oktober 2013 um 13:56

Die Analyse ist, ich denke, ich kann das jetzt sagen, sehr gut. Mein vorheriger Kommentar war übrigens sarkastisch, wie „Datschge“ natürlich richtig anmerkte. Ich muss da natürlich auch bei der Wortwahl meines Sarkasmus / meiner Kritik stärker anpassen und reflexieren, das hat mein Kumpel, der Philipp, auch schon jüngst gesagt.

Der Artikel hier mag etwas kürzer sein, als andere, aber er ist nicht kurz. Er ist kompakt, inhaltlich gut und kommt dennoch auf sicherlich über 1000 Wörter. Man darf das gerne mit den Mainstreammedien vergleichen, die vielleicht ein Drittel davon haben, bei weniger kompaktem Inhalt. Die Kritik am Inhalt könnte maximal davon kommen, dass „CE“ einzelne Sachen weniger ausführt, als andere Autoren (MR z.B).

Sollte es generell mehr Kritik an der Seite und der Umsetzung geben, liegt dies meiner Meinung nach daran, dass man es ja bekanntlich nicht allen recht machen kann. Es gibt viele „Einsteiger“, die hier lesen, diese wird es immer geben. Hochspezialisierte komplexe Analysen auf einen Aspekt fallen also weg.
Es gibt hier viele „Mittlere“, die lesen, die wollen teilweise etwas davon, aber nicht zu viel und eine kompakte Analyse. Dann gibt es viele „Experten“, die natürlich immer mehr werden, die wiederum sehr vieles selbst im Spiel sehen. Und weil es schon viele davon gibt und jeder viel sieht, sieht man dann auch Sachen, welche nicht im Artikel drinstehen. Dann denkt man sich natürlich, dass der Artikel länger hätte sein können, obwohl die Länge auch zu jener Zeit, als man sich selbst noch in einer der beiden vorherigen „Leserkategorien“ befand, identisch war. Psychologie, Jungs! Wir als Leser müssen aufmerksamer bleiben! Fokussiert!

Zum Schmunzeln fand ich übrigens Folgendes: „Außer die expliziten In-Depth-Analysen halte ich maximal 2500 bis 3000 Wörter für ganz klar ausreichend.“ Sind denn 3000 Wörter (dazu noch mit Grafiken, Bildern, Videos) denn keine in-depth? Müssten doch im A4-Format gefühlte 10 Seiten sein?

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Wolfsmond 6. Oktober 2013 um 14:33

Ich schließe mich dem NichtMotzki mal vollumfänglich an.
Und möchte noch ergänzen dass ich es ausgesprochen toll finde dass hier auf der Seite verschiedene Autoren mit ihren eigenen, unterschiedlichen Stilen schreiben. Wär ja nicht auszuhalten wenn sich die Vielzahl an Artikeln alle gleich lesen würden…

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Ernst Arnold Bauer 6. Oktober 2013 um 20:22

Ich rechne normalerweise in Zeichen, nicht in Wortern 😉 Aber die Analyse gestern zu Bayern las sich in angenehmer Zeit und war ja 3000 Wörter lang. Dass du wirklich der Chefsatiriker hier bist, keine Ahnung. Ich hab eher die Antwort auf deinen Kommentar für Ironie gehalten. Naja, geschrieben funktioniert sowas selten, dafür erfand man ja Smilies, wobei die natürlich den subtilen Witz nehmen.

Die Länge dieses Artikels fand ich übrigens auch sehr angenehm, damit wir uns nicht falsch verstehen.

Antworten

ibrakadabra 7. Oktober 2013 um 01:51

Nach wiederholtem Lesen des Artikels muss ich dir da glücklicherweise recht geben..Daher muss ich meine Kritik etwas relativieren, da mir der Bericht nur etwas lahm vorkam, da man über so dominante Spiele des BVBs eigentlich wenig Spielraum für neue taktische Ansätze finden kann.
Was ich damit jedoch eigentlich ansprechen wollte, ist dieser Zwang oder die Herausforderung so schnell wie möglich diesen Bericht online stellen zu müssen..

Antworten

Schlicke 6. Oktober 2013 um 13:41

Schließe mich grundsätzlich EAB an. Die Länge des Artikels ist vollkommen in Ordnung.
Ich finde es generell schwierig bei der Abwägung zwischen Artikellänge bzw. Ausführlichkeit und Aktualität allen Nutzern gerecht zu werden. Jeder hat da andere Präferenzen. Ich lese z.B. sehr gerne Analysen, wenn der Eindruck vom Spiel noch frisch ist, also innerhalb von 1-2 Tagen nach der Partie und nehme dafür gerne in Kauf, dass es keine in-depth Analyse ist. Die Autoren weisen ja tlw. auch selber darauf hin, dass man noch etliche Sachen mehr schreiben könnte. Ich konnte das Spiel auch nicht sehen, habe aber nach Schauen der Zusammenfassung und lesen des Artikels einen guten Eindruck gewonnen.

Vielleicht würde folgender Vorschlag den Bedürfnissen ja gerecht werden. Betrachtet man z.B. folgenden Absatz von ce:

„Bei eigenem Ballbesitz verhielten sich die Dortmunder clever und konnten durch gute Freilaufbewegungen immer neue Anspielstationen schaffen. Befand sich der Ball auf der linken Seite bewegte sich Reus in die Mitte und überließ Durm komplett die Außenbahn. Außerdem ging Mkhitaryan häufiger in den rechten Halbraum, während sich Lewandowski in der Regel zum ballfernen Innenverteidiger orientierte. War der Ball auf der rechten Seite verhielt es sich etwas anders. Aubameyang blieb auf dieser Bahn konstanter und sorgte mit Großkreutz häufiger für Überladungen. Dabei zogen sie noch Xhaka mit raus und konnte durch präzise Horizontalpässe diese Verengung lösen und freiere Räume für den Ballführenden in der Mitte schaffen.“

Steckt relativ kompakt viel Inhalt drin, den man ausdifferenzieren könnte. Dies könnte die knappe, zunächst veröffentliche Grundvariante sein, die dann -wenn der Autor Lust dazu hat- später noch ergänzt werden kann. Das könnte man z.B. auch so wie bei den Kommentaren lösen, indem sich ein integriertes Fenster öffnet, wenn man auf ‚more‘ klickt.

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fluxkompensator 6. Oktober 2013 um 15:04

hmm, schwierig das fassbar zu machen. klopp selbst sagte nach dem spiel sinngemäß, er habe selten eine mannschaft (bvb) ein solch‘ starkes team (gladbach) dermaßen dominieren gesehen – am ende zähle aber doch das ergebnis. taktisch war das ja auch alles nahezu perfekt, die leistung insgesamt reicht im normalfall auch für einen deutlichen sieg.

Antworten

ms 6. Oktober 2013 um 16:24

Wie gesagt: hat man das Spiel gesehen und auch die zutreffende Analyse so bleibt nur das mentale.

Das ist eben auch was mir in der Analyse fehlt: aufzeigen, warum es dennoch nicht reichte um gegen Gladbach haushoch zu gewinnen.

Beim durchlesen der Analyse bleibtder Eindruck des Spiels, nämlich dass Dortmund haushoch hätte gewinnen müssen. Spielentscheiden war eben nicht „eine Unaufmerksamkeit“, sondern Unaufmerksamkeiten im ganzen Spiel mit kleinen Fehlern. Einfach noch einmal die Torschüsse und Großchancen ansehen – da hat es bei den Dortmundern sobald man in Reichweite war einfach nicht gepasst: bei keinem.

Immer diese Kleinigkeiten… 😉

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datschge 6. Oktober 2013 um 21:31

Das Mentale ist aber immer eine Unbekannte, da die Einflüsse bis in die Privatsphären der Beteiligten hereinreichen können. Es gibt allgemein einige psychologische Wechselwirkungen, die man bei der Planung und Anwendung von Strategien und Taktiken beachten sollte. Aber das ist Stoff, der eher für einen eigenen Artikel geeignet ist, als jedes mal ein Sammelsurium an metaphysischen Mutmaßungen zu bringen, sobald die Taktikanalyse nicht mit dem Endergebnis zusammenzupassen scheint.

Antworten

ms 6. Oktober 2013 um 22:09

Ich glaube sehr wohl, dass man es am Ergebnis in Form des gesamten Spielverlaufs (also die 90 Minuten) festmachen kann.

Die „kleine Unachtsamkeit“ alleine lies das Spiel jedenfalls nicht kippen. Daran sind die 80 Minuten vorher nicht gescheitert.

datschge 6. Oktober 2013 um 22:46

Wenn Du meinst, dass man das schlüssig und reproduzierbar herleiten kann, nur her damit.

ms 7. Oktober 2013 um 19:26

Hallo datschge,

in aller Offenheit: dazu fehlt mir mehr Fußball-Know-How. So eine Auswertung herauszugeben, daran traue ich mich nicht ran.

Gleichzeitig glaube ich ein Kenner könnte es wie folgt verifzieren:
1. Statistik über mehrere Spiele
2. Bewertung jeder „Entscheidung“ eines Spielers „unter Druck“ bzw. Streß (nahe/im 16zehner, unter Pressing,…) mit -1, 0 oder +1. Alle Entscheidungen ohne Zeitdruck lässt man unter den Tisch fallen. „-1“ für eine falsche Entscheidung/Mitspieler nicht gesehen/Fehlpass,… – „0“ für ok bzw. Situationen die ok-gelöst wurden auch wenn es nicht klappte bzw. riskante Lösungen die dennoch zum Erfolg führten und „+1“ für gute Ideen, aussergewöhnliche Lösungen bzw. Geniestreiche.
3. Alles zusammenzählen je Spieler und durch die Anzahl der Wertungen teilen.

Meine Annahme:
A. bei Dortmund zB. gegen Olympique Marseille kommt für nahezu jeden Spieler und für die gesamte Mannschaft (Ergebnisse aller Spieler addiert/Spieleranzahl) ein positives Ergebnis im Bereich größer 0,2 raus.
B. bei Dortmund gegen die Fohlen ist das Ergebnis deutlich negativ für Dortmund.

Würde heißen: in Drucksituationen/unter Streß unterlaufen Flüchtigkeitsfehler in B – das wäre dann die mentale Komponente.

LG
ms

PS: ich habe mich daran versucht anhand der Mitschnitte und habe auch ein Ergebnis, aber…das sollte ein Profi richtig auswerten, dafür fehlt mir einfach die eigene Erfahrung. Letzlich kann ich auch nur schwer unterscheiden was einstudiert/trainiert ist und was den Spieler ausmacht.

datschge 7. Oktober 2013 um 21:03

Ich denke wir reden über zwei grundverschiedene Dinge. Niemand bestreitet, dass das Mentale einen Einfluss hat. Und wie Deiner gibt es viele Ansätze, diesen Einfluss nachträglich(!) zu quantifizieren. Das hat aber für sich genommen nichts in einer taktischen Analyse zu suchen, da das Mentale nicht planbar ist. Was planbar sind, sind allgemeine Strategien und deren spielbezogenen gruppen- und individualtaktischen Umsetzungen. Eine Analyse der Taktik versuchte anhand der Geschehnisse auf dem Platz auf die Taktik beider Teams zurückzuschließen und diese zu bewerten. Dinge, die darüber hinaus gehen, arten sehr schnell in Generalentschuldigungen („Mentalität“ u.ä.) aus, die den Blick auf taktische Ursachen versperren. Daher kommt es bei solchen Analysen schon mal zu Cop-Outs wie “eine Unaufmerksamkeit”, welche dem „Paradox“ einer guten Taktik und einer (statistisch nachvollziehbaren) gute Umsetzung eben dieser ohne des damit „verdienten“ Ergebnis Rechnung trägt.

Im Idealfall fängt eine Taktik in der Umsetzung mentale Probleme des eigenen Teams auf bzw. nutzt die des Gegners. Wechselnde Pressingwellen ist ein bekanntes Beispiel. Dem BVB könnte jetzt der Vorwurf gemacht werden, dass sie sich nicht auf die eigene „mentale Schwäche“ eingestellt haben, ihre Dominanz bisschen zurückgeschraubt haben, so dass der Gegner bisschen aufrücken und sie selber ihre Stärke im Umschalten besser hätten ausspielen können. Aber auch da geht es schnell in ein eher philosophisches Abwägen, ob man freiwillig die eigene Dominanz aufgibt, nur um potentiell(!) mehr Chancen zu bekommen (ein bekanntes Problem z.B. auch bei Barca, denen gerne das Fehlen eines Plan Bs zum Vorwurf gemacht wird).

Lange Rede kurzer Sinn: Mentales ist ein interessantes Thema, welches unbestritten Auswirkungen auf taktische Umsetzungen hat und deswegen bei der taktischen Planung berücksichtigt werden sollte. Eine taktische Analyse hingegen arbeitet ein Spiel aus taktischen Gesichtspunkten auf; das Mentale ist hierbei ein Grundrauschen, welches nicht verhindert werden kann, aber auch nicht den Blick auf die taktischen Strukturen verdecken darf.

ms 7. Oktober 2013 um 21:40

Hi datschge,

da musste ich jetzt zweimal lesen… Ja, ich stimme Dir zu – alles andere führt auf die ein oder andere Art zur Kristallkugel.

Da bleibt zwangsweise eine Unzufriedenheit zwischen Spielverlauf und Ergebnis, die man ab einem gewissen Punkt schlicht akzeptieren muss.

Lg
ms

Torsten 6. Oktober 2013 um 22:25

„Anders: wie hat Dortmund es geschafft, kein Tor zu schiessen?“

Hier würde mich mal interessieren, ob es einen Zusammenhang zwischen Aufwand beim Pressing und vergebenen Chancen gibt. Also ob die Anzahl der Spurts vor dem Torschuß die Zielsicherheit relevant reduziert. Mangels Kondition eines Profifußballers kann ich leider den Selbstversuch nicht durchführen. Hat den jemand ne Statistik dazu gesehen?

Grüße

Torsten

Antworten

RM 6. Oktober 2013 um 22:40

Hmm, ob man das eventuell so machen könnte, dass man von mehreren Topstürmern über eine sehr große Anzahl von Spielen hinweg die Kilometer mit den jeweils erzielten Toren vergleicht und die Korrelation berechnet? 20 Stürmer à 50 Spiele würde doch relativ passend sein, wobei die Frage ist, ob man sowas findet und wie genau man die Korrelation sucht; pro Stürmer dessen Unterschiede vom eigenen Kilometermittelwert zum durchschnittlich erzieletn Tor? Haben wir jemanden mit Hirn, der sich besser auskennt?

Antworten

Philo 6. Oktober 2013 um 23:10

Hier würde ich die Zahl der Spurts noch miteinberechnen wollen. Für besonders relevant halte ich allerdings eine Größe, die leider nicht statistisch aufgezeichnet sein dürfte, nämlich den Zusammenhang zwischen Beteiligung am Pressing und Verwertung einer aus dieser Situation entspringenden Chance. Dann könnte nämlich der Effekt wie bei einem Spurt eines Konterstürmers über das halbe Spielfeld eintreten: Am Ende fehlt die Kraft.

Antworten

Torsten 6. Oktober 2013 um 23:19

Hallo,

schön, dass Du den Gedanken aufgreifst. Dein Vorschlag ist recht praxisnah, bin mir nur nicht sicher ob die Fallzahl reicht, da Tore im Fußball doch recht selten sind und dummerweise auch noch von Abwehr und Torwart beeinflusst werden. Ich denke das Verhältnis von Schüssen aufs Tor zu Schüssen insgesamt könnte man auch für die Korrelation verwenden. Auf der anderen Seite müsste man bei den Wegen auch die Intensität betrachten, also wieviele Sprints mit dabei waren ….
Wenn es hier zu nennenswerten Effekten kommt, muss man aber wieder Trainingsmethoden mit Schwerpunkt Kondition befürchten und rein theoretisch in letzter Konsequenz auch zugeben, dass Doping den Unterschied machen kann …

Grüsse,

Torsten

Antworten

Torsten 6. Oktober 2013 um 23:24

Hallo Philo,

ja die Spurts halte ich auch für entscheidend, unsere Beiträge haben sich zeitlich überschitten, sonst wäre ich direkt auf Deinen Beitrag eingegangen. Wie kann ich den meinen Text editieren?

Torsten

CE 6. Oktober 2013 um 23:57

Das ist ein sehr interessanter Ansatz. Die Beteiligung am Pressing kann natürlich nicht wirklich statistisch festgehalten werden.

Beispiel Lewandowski in dieser Saison:
653 Minuten gespielt, sechs Tore – insgesamt 77,5 km gelaufen und dabei 155 Sprints absolviert

Kießling bisher:
677 Minuten gespielt, fünf Tore – insgesamt 79,8 km gelaufen und dabei 177 Sprints absolviert

Natürlich muss man das langfristiger vergleichen und außerdem die taktischen Aufgaben des Stürmers mit einbeziehen.

Torsten 7. Oktober 2013 um 00:38

Schau an, dass Kießling mehr Spurts als Lewandowski hat, hätte ich nicht vermutet.
Eventuell habe die Trainer ja schon ein ganz gutes Gespür dafür welche Laufleistung sie einem Spieler abverlangen dürfen, dass er noch trifft. Könnte man vielleicht am Körperbau festmachen, dynamisches Kraftpaket versus sehniger Läufer. Damit kann man auch zwanglos erklären warum ein Ronaldo geschont wird und ein DiMaria mehr nach hinten arbeitet. Ist natürlich eine viel langweiligere Begründung, als wenn die Zeitungen dramaturgisch geschickt auf die Emotionen und das Standing in der Mannschaft deuten können.

Koom 7. Oktober 2013 um 00:46

Die Mehrzahl an Sprints ergibt sich wohl aber auch aus der Spielanlage. Dortmund dominiert das Spiel, ist oft in Strafraumnähe. Leverkusen spielt sehr klar auf Konter und Defensive, ergo ist es wahrscheinlicher, das Kießling da mehr Räume und Platz für Sprints bekommt.

ms 7. Oktober 2013 um 01:03

Dazu gibt es keine Korrelation – mit Sicherheit nicht.

Kondition, genauer gesagt Ausdauer, funktioniert anders. Deine Frage basiert augenscheinlich auf der Annahme, dass Ausdauer wie ein Fass funktioniert: nach x sprints in y Zeit ist das Fass leer und es mangelt an Reserven.

Ausdauer dagegen funktioniert anders und macht zwei Dinge:
1. Energieumsatz optimieren: von zellulärer Ebene, über Muskelaufbau/-dichte bis zu Organen (vor allem Herz). Der Körper kann dann dauerhaft Höchstleistung erbringen. Dies wird begrenzt durch die Energiereserven im Körper, sowie der Abbauprodukte bei Höchstleistung (Muskel macht zu, Krampf,…). Letzteres, also die Abbauprodukte kann man m.E. beim Fußballer vernachlässigen – dafür fehlt die dauerhafte Intensität. Und wäre es so weit, dann können die auch kaum noch normal gehen, geschweige denn spielen – das sieht man dann.

2. Ausdauer trainiert auch Leistungsbereitstellung und Erholung von Leistungsspitzen: Der Körper bringt sehr schnell viel Leistung (bis 95% max Puls von bis zu 190+ – ich bezweifle dass Fußballer auf max Puls kommen) UND erholt sich extrem schnell von seinen Leistungsspitzen (schnell unter 140 bpm).

Fazit: vom körperlichen her steckt ein austrainierter (Ausdauer) Fußballer diesen Einsatz locker weg. Es ist anstrengend – ja, es tut weh – ja, man muß sich motivieren – ja,… doch der Körper kann über 2x45min diese Leistung locker erbringen.

Mit beiden Punkten ist der einzige begrenzende Faktor nur die Energiereserve und da reicht ein Energieriegel oder Isodrink in der Pause. Geht man davon aus die sind gut trainiert (ist ja nicht Kreisliga) , dann besteht im Rahmen eines Spiels kein Zusammenhang zwischen Aufwand im Pressing und vergebenen Chancen.

PS: oben die vereinfachte Darstellung zu Ausdauer – wer es exakt haben will, dem gebe ich gerne einen Kontakt zu einem Spezialisten.

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Torsten 7. Oktober 2013 um 17:12

Hallo MS,

vielen Dank für Deine Gedanken, Du bist da ja gleich in die Physiologie eingestiegen:
Um Deine Gedanken auf zu greifen: Du schreibst ja unter 1. schon von den Abbauprodukten. Wenn wir uns mal das Laktat anschauen, gibt es Untersuchungen an Läufern die zeigen wie Intervalltraining zu einen Anstieg von Sprint zu Sprint führt, natürlich kommt dann im Fußball mal ein Einwurf oder Abstoß, Ich bin mir aber nicht sicher ob die Spieler da völlig erholen können. Gleichzeitig kenne ich keine Untersuchungen, ob mal mit (leicht) erhöhtem Laktat genauso präzise trifft wie in Ruhe.
Bei Deinem zweiten Punkt hast Du natürlich recht, dass der Fußballer auf keinen Fall durch ein Spiel und sei es auch mit Verlängerung in einen Energiemangel kommt. Es wechseln jedoch mit der Belastung die Herkunft der Energien, zunächst Muskelglykogen, dann externes (Leber), dann Fettsäureabbau. Die Auswirkungen auf den Muskel sind dabei nur eine Komponente, da das Hirn und die Muskeln gegen Ende des Spiels aus den gleichen Kohlenhydratspeichern versorgt werden. Somit könnte es zu einem neuronalen Danebenschießen kommen, obwohl die Muskeln noch super drauf sind.
Je länge ich drüber nachdenke, umso spannender finde ich die Frage ob Pressing daneben schießen lässt und ob man im Training bereits etwas dagegen tun kann. Deine klare Aussage am Anfang, dass es sicher keine Korrelation gibt, kann ich natürlich nicht wiederlegen. Ich habe da noch meine Zweifel, aber das macht ja eine gute Diskussion aus,

viele Grüsse

Torsten

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ms 7. Oktober 2013 um 18:44

Hallo Torsten,

mit meinem statement komme ich aus dem Profi-Triathlon über Olympische, Mittel- und Langdistanz. Das ist – auch wenn Menschen die Einzeldisziplinen Schwimmen, Fahrrad, Laufen sehen – eigentlich nur ein Sport: Ausdauersport.

Dort bringen Profis kontinuierlich hohe Leistung (Beispiel Olympische Distanz); Sprintdistanzen werden gerne als „Laktatduschen“ bezeichnet.

Hier zeigt sich am Beispiel Olympische Distanz (Dauer 1:45 – 2:06h) ein durchgängig hohes Leistungsniveau. Soll heißen: sind die Sportler nicht dauerhaft über der L2-Schwelle, sondern höchstens punktuell (alles andere würde mich im Fußball wundern), so ist das tatsächlich unkritisch. Du beziehst Dich auf Stoffwechselprozesse, aber auch hier gilt: Training, Training, Training. Kontinuierliches Ausdauertraining verschiebt all das – Ruhepuls sinkt, Laktatschwelle geht nach oben, Laktatabtransport wird beschleunigt etc etc (ich lasse mal all das auf zellulärer Ebene weg).

Einzig zwei Alternativen bleiben:
– Mangel an intensivem Ausdauertraining und/oder Nährstoffzufuhr – ich kann mir nicht vorstellen, dass letzteres auf Profi-Fußballer zutrifft.
– „Verzocken“: ich unterschätze die Spitzenbelastung oder der Fußballer „überzockt“ im Spiel. Jedoch beides sieht man, die Jungs können dann einfach nicht mehr. Da macht der Körper vor dem Kopf zu. Diese Szenen haben wir auch immer wieder im Fußball vor allem mit Krämpfen (lässt sich aber auch mit rechtzeitiger Salzeinnahme kompensieren).

Lg
ms

PS: Tipp – 12.10. IM Weltmeisterschaft in Kona live verfolgen.

ms 7. Oktober 2013 um 18:52

PPS: Musste noch einmal durchlesen – Wenn es ein Danebenschiessen wegen dem Pressing gäbe, dann kann ein intensives Ausdauertraining das mit Sicherheit beheben. (Ist mein Lieblingsthema, da ich mich mehrmals wunderte, warum man nicht mehr Profi-Fußballer im Triathlon sieht.)

karl-ton 7. Oktober 2013 um 19:43

Naja, man kann da sicher unterschiedliche Sachen machen und ich bin mir ziemlich sicher, dass die auch alle im Profifußball gemacht werden.

Was das rein körperliche angeht, kann man neben dem Ausdauertraining wohl auch mit vielen Messungen das eigene Körpergefühl des Spielers verbessern, damit der rechtzeitig das Tempo rausnimmt. Das sollte ja auch bei intensiven Pressing möglich sein, ein wenig Tempo beim Umschalten rauszunehmen. Da Fußballer aber auch ihr Leben lang 90 Minuten Spiele machen, würde ich allerdings annehmen, dass die sich insgesamt schon sehr genau einschätzen können.

Richtige Entscheidungen zu treffen auch unter Höchstbelastungen, ist ja auch kein Problem, das es nur im Fußball gibt und auch das kann man trainieren. Sprints mit Kreuzworträtsel im Anschluss dürfte schon helfen. Oder viel Footbonaut mit hoher körperlicher Belastung.

Und dann natürlich noch die Hoffnung so gut wie nicht mehr nachdenken oder bewusste Entscheidungen treffen zu müssen mit Hilfe von Automatismen. Sowohl individuell als auch in Gruppen. Auch die kann man trainieren, in dem man das was zu tun ist durch Machen in das „körperliche“ (ja, sowas gibt es) Gedächtnis überführt.

Ich würde übrigens eher das mentale Umschalten – von hektisch-reaktivem Verhalten zu aktiv-steuerndem Verhalten – als Schwierigkeit sehen (liegt aber vielleicht auch an meinen Erfahrungen).


Erkinho 6. Oktober 2013 um 00:40

Warum versucht Mats Hummels nicht zunächst Nordveit zu stellen bzw. abzulaufen? Immer dieses teilweise unbeholfene Herausrücken auf den Ballführenden. Mit seinen waghalsigen Zweikampfaktionen hat er sich nicht zuletzt auch bei Jogi Löw eine „Ohrfeige“ geholt.
Sei’s drum. Wer nicht trifft, bla bla bla…

Und ganz nebenbei: Wenn Gary Bale 100 Mio. € wert sein soll, müsste man für Reus das Doppelte hinblättern…ein Traum, dieser Bursche.

Antworten

Michael Maier 6. Oktober 2013 um 09:00

Keine Frage, mit schlappen 17 Mio war Reus das absolute Mega-Schnäppchen. Gegen seine früheren Team-Kollegen scheint er zudem immer besonders motiviert zu sein. Für die bundesdeutsche Fußball-Landschaft wäre es jedoch gesünder gewesen, wenn er in Gladbach geblieben wäre.

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Micha 6. Oktober 2013 um 10:24

Hummels Aktion war ansich ja gar nicht schlecht, er hat ja Nordtveit vom Ball getrennt – das der Ball dann genau so springt, dass Raffael den in vollem Tempo einfach mitnehmen kann war dann sehr unglücklich

Noch eine kleine Anmerkung zur Grafik vor dem Elfer: Hofmann, nicht Sahin, war der Sechser der in der Nähe des Balls war. Sahin ist nach dem verlorenem Zweikampf gegen Raffael nicht mehr hinterher gekommen.

Außerdem ist meiner Meinung nach der erste, evtl. entscheidene Fehler schon früher geschehen. Hofmann lässt Nordtveit in seinem Rücken durchlaufen und geht nicht konsequent genug hinterher, so dass Nordtveit und Kruse direkt auf die Dortmunder Innenverteidiger zulaufen können. Hätte Hofmann Nordtveit konsequenter verfolgt hätte die defensive Ordnung noch gehalten werden können.

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CE 6. Oktober 2013 um 10:52

Das ist natürlich richtig. Sahin verlor an der Mittellinie den Zweikampf (etwas unglücklich) gegen Raffael. Danke für den Hinweis.

Hofmann hat hier sicherlich eine Teilschuld, da er sich nicht konsequenter zu Nordtveit orientierte. Die Ballabgabe von Nordtveit selbst war in diesem Moment ein wenig glücklich. Die Attacke von Hummels kann in solchen Situation auch zum „Abbruch“ der Gladbacher Offensivaktion führen und Kuba sowie Sahin Zeit zum Zurücklaufen verschaffen.

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ibrakadabra 6. Oktober 2013 um 00:32

Ich finde es super, dass die Spielberichte so schnell nach Abpfiff der Partie veröffentlicht werden, jedoch würde ich mir eher wünschen, dass sie wieder inhaltsreicher und ausführlicher gestaltet sind. Denn genau das hat meiner Meinung nach diese Seite ausgemacht. Wer 20 min nach Spielende ein Resume lesen möchte, kann ja bei sport1 oder sportbild nachlesen, aber die ausführlichen Spielanalysen sind doch genau das, was die Leser hier erwarten und auf das sie sich richtig freuen.

Antworten

IchBinNichtMatthiasSammer 6. Oktober 2013 um 00:49

Mich ärgern so inhaltsleere Analysen, wie z.B. Bayern gegen Leverkusen von heute, ebenfalls. Grausig. Fast so schlimm wie das Verhalten der Münchner linken Seite beim Gegentor.

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CE 6. Oktober 2013 um 08:45

OK, die Kritik ist angekommen.

Antworten

datschge 6. Oktober 2013 um 10:23

FYI IchBinNichtMatthiasSammer ist unser Chefsarkastiker.

Antworten

km 6. Oktober 2013 um 13:27

Ich finde die Analyse gut – aber auch wenn sie das in deinen Augen nicht ist: Es gibt keinen Grund sich über Freizeitprojekte anderer Leute zu ärgern.

(Und falls es dich wirklich fundamental stört, ich denke hier hätte auch niemand etwas gegen eine Gastanalyse von dir.)

Antworten

blub 5. Oktober 2013 um 23:39

In diesem Spiel hat man ganz klar gesehn wo Gladbachs Probleme liegen wenn sie sich im oberen Drittel etablieren wollen. Jetzt ist keiner so brilliant im eleganten Raumverknappen wie der BVB aber hier ist eben noch viel Luft nach oben.

P.S.: von der Gladbacher Farbe bekomme ich Augenkrebs.

Antworten

Doppelblupp 16. Oktober 2013 um 01:44

Moin blub,

wenn Du von der Gladbacher Farbe (grün-weiß-schwarz?) Augenkrebs kriegst, dann guck Dir keine dortmund-Spiele an…

Nochmals als Fazit: die wahre Borussia war unglaublich schlecht, die falsche hätte zur Halbzei mindestens 2:0 führen müssen. Taktisch alles super, sehr dominant, 27:6 Torschüsse übers Spiel. Und da waren keine 40-Meter-Verlegenheitsschüsse dabei. Einzig ein an dem Tag starker Tersteegen, Stranzl und sehr viel Pech führten zu keinem Tor. Klopp hat die völlig richtige Taktik mit den richtigen Spielern ausgewählt – aber der BvB hat sich auch schon gegen theoretisch noch schwächere Teams mit noch höherem Chancen-Anteil „unglücklich“ angestellt.

Dortmund muß – um international und gegen Bayern bestehen zu wollen – ganz einfach aus den Chancen mehr tore machen. Punkt.

Antworten

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