Sonderpodcast 2017 zur Bundesliga

In sechs Sonderpodcasts besprechen die Spielverlagerung.de-Redaktion die Hinrunde sämtlicher Bundesligisten und wagt einen Ausblick auf die Rückrunde. Mittlerweile sind alle Podcasts veröffentlicht.

Es ist eine lieb gewonnene Tradition: Kurz vor Beginn der Rückrunde setzen sich die Spielverlagerung-Autoren zusammen und besprechen sämtliche Bundesliga-Teams. Moderator Tobias Escher (TE) stellt die Fragen, die Spielverlagerung-Autorenschaft antwortet. Der Fokus liegt – natürlich – auf der taktischen Entwicklungen der einzelnen Teams. Wir sprechen außerdem über die Schlüsselspieler der Mannschaften, debatieren die Wintertransfers und wagen eine kleine Prognose auf die Rückrunde.

Die Podcasts lassen sich per Rechtsklick –> Speichern unter auf dem Rechner speichern. Man findet sie auch bei iTunes und in unserem Feed. Wir wünschen viel Spaß mit den Podcasts!

Podcast Nr. 1 (15.01.2017)
Darmstadt 98, FC Ingolstadt (ab 14:20), VfL Wolfsburg (ab 28:41), FC Augsburg (ab 47:23)
Gäste: Martin Rafelt (MR), Tim Rieke (TR)

Podcast Nr. 2 (16.01.2017)
Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach (ab 22:26), Werder Bremen (ab 47:54)
Gäste: Tim Rieke (TR), Constantin Eckner (CE)

Podcast Nr. 3 (17.01.2017)
Bayer Leverkusen, FSV Mainz 05 (ab 20:37), Schalke 04 (ab 34:38)
Gäste: Martin Rafelt (MR), Momo Akhondi (MA), Karsten Jahn (Halbfeldflanke.de)

Podcast Nr. 4 (18.01.2017)
SC Freiburg, 1. FC Köln (ab 17:09), Eintracht Frankfurt (ab 37:56)
Gäste: Martin Rafelt (MR), Tim Rieke (TR)

Podcast Nr. 5 (19.01.2017)
TSG Hoffenheim, Hertha BSC (ab 18:26), Borussia Dortmund (ab 36:23)
Gäste: Constantin Eckner (CE), Eddie Schmidt (ES), Martin Rafelt (MR)

Podcast Nr. 6 (20.01.2017)
RB Leipzig, Bayern München (ab 34:08)
Gäste: Constantin Eckner (CE), Tobias Wagner (TW), Tim Rieke (TR)

Sollte es zu Problemen beim Abspielen kommen, einfach den Podcast über Rechtsklick —> Speichern unter herunterladen und lokal anhören.

Wir wünschen viel Spaß mit den Podcasts und freuen uns auf euer Feedback!

Hummelsinho 22. Januar 2017 um 20:33

Einfach nur ein Genuss Martin Rafelt über Fussball reden zu hören. Vor allem über Dortmund! Er geht mMn einfach noch mehr ins Detail als zB. ein CE, den ich aber als Dortmund-Fan auch sehr schätze. Echt schade, dass man ihn im Gegensatz zu CE und TE nicht öfter irgendwo hören/sehen kann.

Antworten

Objektiv 20. Januar 2017 um 18:16

ENDLICH wieder mal wieder ein Podcast! Habe ich unbeschreiblich vermisst! Gesprochene Wörter können wenn es konstruktiv und strukturiert genug ist so viel stärker als schrift sein, Es gibt ja auch einige Websites die das geschriebene in Ton anbieten, eine wünschenswerte Erweiterung für Spielverlagerung!
So, jetzt freu ich mich erstmal aufs anhören!!!!

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Werder 20. Januar 2017 um 12:37

Ich würde auf jeden Fall die „Ungeschlagen in der gesamten Saison“= 15 Bonuspunkte supporten

Antworten

tobit 20. Januar 2017 um 20:16

Ich Nicht!
Dann mauern nämlich noch mehr Teams – gerade am Anfang der Saison, um nicht früh die Chance auf den ultimativen Booster zu verlieren. Wer eine eher mittelmäßige Mannschaft hat, die aber defensiv gut ist, würde dann massiv bevorteilt. Damit hätte Ingolstadt (11.) letzte Saison nur durch die Tordifferenz die CL verpasst.
Mal davon abgesehen, dass das den Wettbewerb bei Eintreten ad absurdum führen würde, würden diese Punkte trotzdem niemand bekommen, weil sowieso jeder mindestens eins der vier Spiele gegen Dortmund und Bayern verliert. Also hätten allerhöchstens die Bayern alle Jubeljahre Mal 15 Punkte Extravorsprung.

Antworten

MR 20. Januar 2017 um 21:23

Ich glaube, das war nicht ganz ernst gemeint.

Antworten

blub 20. Januar 2017 um 12:06

Ihr habt beidseitig recht lange auf dem Spiel RBL-FCB rumgeritten und das Leibzigs pressing hier versagt habe.
Das war schon n bisschen so, aber die Tore kamen alle daher das Leibzig im eigenen Aufbauspiel einfach Fehler gemacht hat die im prinzip gegen jeden Bundesligisten zu Gegentoren führen sollten. Bayerns Pressing ist nicht sonderlich ausgefeilt, allenfalls die folgeaktionen sind natürlich ziehmlich durchschlagskräftig.

Antworten

Frank 19. Januar 2017 um 23:29

„Wenn man in Berlin wohnt, dann mag man Hertha nicht so gerne“

Ihr habt in eurer Sendung ja schon geflachst, dass Herthafans eure Sendung eh nicht hören.
Ich für meinen Teil habe sie als Hertha Fan zumindest zum ersten aber damit auch zum letzten mal gehört.

Chapeau!

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blubb 19. Januar 2017 um 20:27

Auch wenn ihr zu Hertha ein wenig ratlos seid (ich bin es auch), so ist es doch schön, dass ihr das jetzt immerhin auch so kommuniziert. Das war letztes Jahr gefühlt anders. Schade, dass MR erst so spät kam, ich hätte ihn gerne auch schon zu Hertha gehört.
btw. Ich widerlege somit jetzt das Statement, dass Hertha-Fans diesen Potcast nicht hören würden 😉

„Wenn man in Berlin wohnt, mag man Hertha nicht so gerne“ – Highlight des Tages. Leider in negativer Hinsicht. Auch diese These kann ich übrigens widerlegen…

Antworten

JF 19. Januar 2017 um 19:06

Liebe Spielverlagerer,
ich mag euch wirklich, also nehmts mir nicht übel. Aber es kann doch nicht sein, dass es zu Hertha immer noch nicht viel mehr zu sagen gibt, als dass sie eine gute Chancenverwertung haben, gerade CE am Anfang. In der vorletzten Saison sind sie nur durch das bessere Torverhältnis der Relegation entgangen und jetzt landen sie schon in der zweiten Hinrunde hintereinander auf dem 3. Platz und sie sind ja auch letzte Saison erst ab dem 30. Spieltag „abgestürzt“, wobei Platz 7 nach Platz 15 im Vorjahr ja immer noch super ist.
Also da erwarte ich jetzt mal ein bisschen mehr. Für „Der Ibesevic ist eben ein Knipser und der Weiser hat eine Pferdelunge“ kann ich auch in die Kneipe nebenan gehen…

Nichts für ungut 🙂
Herzliche Grüße!
JF

Antworten

TE 20. Januar 2017 um 10:46

Hallo JF, danke für das Feedback. Ich muss gestehen, im vergangenen Jahr war ich im Nachhinein ganz und gar nicht zufrieden mit unserem Hertha-Teil. Dieses Jahr sehe ich ihn allerdings nicht so negativ. Klar, er ist sicher im Ton nicht so positiv, wie er angesichts der Position in der Tabelle sein könnte. Ich habe dieses Jahr aber auch sehr offensiv versucht, positive Erklärungsansätze und Theorien in den Raum zu werfen, bspw. mit Herthas starker Ballzirkulation in der ersten Linie und ihren sehr erfolgsstabilen Ergebnissen gegen Abstiegskandidaten. ES sagt zudem sehr offensiv, für wie gut zusammengestellt er den Kader hält.

Man muss auch betrachten, dass aus unserer Perspektive, der rein taktischen, Hertha nicht so spannend ist wie bspw. Hoffenheim. Das soll aber gar nicht abwertend sein, wir zollen Dardais Arbeit ja dennoch Respekt. Ich denke, der Part war am Ende Hertha-kritisch, aber eben nicht über-kritisch, sondern hat auch die vielen erfolgreichen Aspekte des Herthaner Spiels herausgearbeitet. Und den Spruch am Ende sollte man genau als das sehen, was er ist – ein flapsiger, nicht ernst gemeinter Spruch. Ich denke, ES wollte damit niemanden ärgern. Klar hat Hertha viele Fans in Berlin. Aber selbst Hertha-Fans müssen gestehen, dass Hertha nicht unumstritten ist – klar, in einer so großen Stadt mit einer recht langen Fußballtradition.

Antworten

JF 20. Januar 2017 um 12:11

Hallo TE, vielen Dank für deine Antwort!
Mir geht es bei der Kritik gar nicht um flappsige Sprüche, damit kann ich gut leben 🙂
Es geht mir wirklich einfach darum, zu verstehen, warum Hertha unter Dardai so erfolgreich ist. Gerade weil ich es Dardai nach der ersten Restsaison überhaupt nicht zugetraut hatte. Dass du dich im diesjährigen Hertha-Segment um Differenzierung bemühst, erkenne ich durchaus an, aber die Antworten bleiben eben trtozdem irgendwie unbefriedigend. Bei der Zirkulation in der letzten Linie lief es in eurer Diskussion ja trotzdem darauf raus, dass man da eigentlich – ich übertreibe – den Ball hinten rumschiebt und dann irgendwann nach vorne bolzt.
Aber vielleicht ist es eben auch einfach so, dass nicht immer das taktisch innovativste besonders erfolgreich ist. Konventionell, aber sauber ausgeführt kann auch Erfolge bringen. Außerdem gibt es eben auch viele andere Elemente, die zum Erfolg beitragen, als nur die Taktik. Die relative Stabilität über die letzten 1,5 Jahre ist aber trotzdem verblüffend…

Grüße!

Antworten

tobit 20. Januar 2017 um 14:19

Naja, wirklich „konventionell“ ist der Ansatz der Hertha unter Dardai ja nicht, aber halt auch nicht derart ungewöhnlich oder differenziert wie beispielsweise Guardiola, Tuchel oder Nagelsmann. Die Prinzipien sind halt schnell erklärt und werden sehr kostant und gleichförmig abgerufen.
Die Hertha lebt für mich tatsächlich von den passenden Spielern und einer sehr guten Umsetzung der Vorgaben. Viele Hertha-Spieler werden rein individuell auch (teilweise stark) unterschätzt, was dann zu „scheinbar“ außergewöhnlichen Ergebnissen führt.
Wirkliche Schwächen in der ersten Elf gibt es nicht – was im Allgemeinen dann mindestens fürs Mittelfeld reicht, wenn man nicht taktisch oder psychologisch alles falsch macht. Dazu kommt offensiv die individuelle Qualität von Kalou (Kreativität, 1vs1, Abschluss), Ibisevic (Abschluss, Stellungsspiel) und Darida (Laufstärke, Spielmachen) und defensiv eine sehr ausgewogene Besetzung, wo es keinen spielerisch völlig abfallenden oder herausragenden Fixpunkt gibt, was vielen Gegnern Probleme im Pressing bereitet, sondern alle defensiv und offensiv mehr als brauchbar sind. Durch die spielerisch starke Hintermannschaft und die konstante Abschlussqualität vorne werden dann die „Kleinen“ konstant besiegt. Diese Aufteilung des Top-Schützen auf Kalou und Ibisevic macht Hertha z.B. besser als den „1. FC Modeste“ – überhaupt zwei gute Schützen, die nicht komplett redundant sind, zu haben, verschafft ihnen einen großen Vorteil gegenüber mindestens 11 anderen Vereinen (auch einigen größeren, die dafür individuell in anderen Bereichen noch stärker sind).
Platz 5-8 wäre für die Hertha wohl eine „normale“ Platzierung, da aber jetzt alle arrivierten Kräfte (Bayer, Gladbach, Schalke, Dortmund, Wolfsburg) schwächeln, liegen sie knapp auf dem Dritten.

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Schorsch 20. Januar 2017 um 22:58

„Es geht mir wirklich einfach darum, zu verstehen, warum Hertha unter Dardai so erfolgreich ist. Gerade weil ich es Dardai nach der ersten Restsaison überhaupt nicht zugetraut hatte.“

Wenn ein Trainer ein akut abstiegsgefährdetes oder weit hinter den Erwartungen zurückliegendes Team im Laufe einer Saison übernimmt, gibt es für ihn unterschiedliche Möglichkeiten, die ‚Wende‘ herbeizuführen. Vieles hängt von der Zeit ab, die ihm zur Verfügung steht. Übernimmt er seine Aufgabe z.B. nach dem 7. Spieltag, so steht ihm ein anderer Zeithorizont zur Verfügung, als wenn dies zur Winterpause geschieht oder 8 Spieltage vor Saisonende. Sicher, eine Binsenwahrheit. Aber entscheidend für die Maßnahmen, die er ergreifen kann. Natürlich hängt auch vieles von den generellen Stärken und Schwächen eines Teams und der einzelnen Spieler sowie von anderen Faktoren ab, auch das ist Binsenwahrheit. Dardai war damals vielleicht in einer ähnlichen Situation wie Kovac es in der letzten Saison bei der Eintracht war. So viele Stellschrauben hat man als Trainer nicht in einer solchen Lage, an denen man drehen kann. Eine Möglichkeit (und mitunter eine Notwendigkeit) ist, sich das wesentliche Defizit vorzunehmen, dass es abzustellen gilt und sich genau darauf zu konzentrieren. Denn das Ziel ist nicht der Aufbau von etwas Neuem, sondern ausschließlich der Klassenerhalt. Diese Ansätze müssen überhaupt nichts mit dem Fußball zu tun haben, den der Trainer dann in der nächsten Saison (oder generell) spielen lassen möchte. Dies war bei Dardai so, dies ist bei Kovac so. Noch eine interessante Parallele: Sowohl bei der Hertha, als auch bei der Eintracht wurden nach der ‚Rettung‘ (die in beiden Fällen äußerst knapp war) nicht wenige Spieler abgegeben und neuverpflichtet. Mit diesen neuen Spielern konnten dann die Ideen der Trainer für die neue Saison dann besser umgesetzt werden, als es mit den alten höchstwahrscheinlich möglich gewesen wäre.

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Dr. Acula 18. Januar 2017 um 21:11

yey, sonderpodcasts sind wieder da. macht riesen spaß zuzuhören, toller humor und interessanter inhalt

Antworten

Miles 18. Januar 2017 um 20:01

Ich liebe ja diesen SV Humor. Immer wieder ein Highlight für mich.

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DPhil 18. Januar 2017 um 17:33

http://footballintheclouds.blogspot.de/p/bundesliga-advanced-stats.html

Die Werte, die hier aufgelistet sind, können vielleicht helfen, wenn es darum geht, Prognosen für die Performance einiger Teams in der Rückrunde abzugeben, v.a. derer, die die jetzt unter den ersten sechs/sieben stehen. Auf Platzt 1 und 2 stehen nach der Hinrunde mit Bayern und Leipzig die beiden Teams mit der besten SoTRatio. Dortmund hat die drittbestes SoTRatio, steht aber nur auf Platz 6. Bei Frankfurt wiederum entspricht der Tabellenpaltz exakt dem Ranking der SoTRatio.
Deutlich besser als es ihre SoTRatio vermuten erwarten ließe, stehen v.a. Köln aber auch Hoffenheim und Hertha in der Tabelle da. Den Grund hierfür offenbaren (zumindest teilweise) die Werte für die (den/das?) PDO in der zweiten Tabelle, also die Summe aus Trefferquote aus den SoT und der Quote der Bälle, die auf aber nicht in das Tor gingen (saving rate). Hier haben Hoffenheim und Köln die höchsten Werte, dann kommen Bayern, Frankfurt, Hertha und Dortmund. Leipzig liegt hier hinter Augsburg (!) nur auf Platz acht. PDO gilt als guter Indikator dafür, welche Rolle Glück (bei der Chancenverwertung und bei der Vereitelung von gegnerischen Chancen) spielt(e). Auswertungen haben gezeigt, dass sie Werte sich mit der Zeit auf eine Spanne zwischen 98 und 102 % einpendeln. Auf dieser Basis wäre v.a. zu erwarten, dass Köln und Hoffenheim in der Rückrunde nicht noch einmal soviele Punkte holen wie in der Hinrunde und dass Dortmund aber auch Leipzig ihre Performance steigern werden. Wenn es ihnen gelingt, weiterhin sowenige Schüsse des Gegners auf ihr Tor zuzulassen und von diesen weiterhin sowenige ins Tor gehen wie in der Hinrunde, dann könnten Frankfurt und Hertha die Plätze vier und fünf unter sich ausmachen.

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Isco 18. Januar 2017 um 15:24

Ihr feiert zwei Frankfurter und Jesus Vallejo ist nicht dabei? Hmmmm

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Schorsch 18. Januar 2017 um 20:04

Hasebe und Fabian wurden zunächst genannt, allerdings wurden Vallejo, Huszti und Oczipka in der anschließenden Diskussion mit ihren jeweiligen Stärken (Vallejo z.B. mit seiner Spieleröffnung) ebenfalls hervorgehoben (Chandler glaube ich auch noch). Ich persönlich sehe Hasebe (den ich wie MR ohnehin als einen der besseren 6er in der Bundesliga einschätze) in dem ungewöhnlichen System von Niko Kovac als den vielleicht wichtigsten Spieler an, aber einzelne Spieler sind vielleicht nicht ganz so entscheidend. MR weist darauf hin, dass die Eintracht ihr ‚Mix‘-System aus Raum- und Manndeckung äußerst konsequent spielt und die einzelnen Spieler in ihrer Rolle dabei recht sauber agieren. Und das ist mMn ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der Eintracht im bisherigen Saisonverlauf. Konsequent und sauber spielen geht halt nur, wenn jeder Spieler seine Aufgabe verinnerlicht hat und ohne Nachlässigkeit agiert.

Man hofft bei der SGE ja noch immer, dass man Vallejo vielleicht doch noch ein weiteres Jahr ausleihen könnte. Könnten letztlich alle Beteiligten von profitieren, wobei eine mögliche Vertragsverlängerung mit Pepe eine wichtige Rolle spielen dürfte. Wie da die letzten Wasserstandsmeldungen sind, weiß ich nicht.

Was Oczipka anbelangt, so würde ich ihn gerne einmal in der Nationalelf sehen. Mit Hector hat Löw sicherlich eine zuverlässige und gute Lösung gefunden. Dennoch, deutsche Außenverteidiger, dazu ‚Linksfüße‘, sind so häufig nicht. Aber der Zug ist wohl abgefahren.

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MR 18. Januar 2017 um 21:49

Wäre witzig, wenn man zur WM plötzlich Plattenhardt, Oczipka und Hector in Topform hätte und damit die Problemstelle plötzlich zum Luxusproblem wird.

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tobit 18. Januar 2017 um 23:11

Plattenhardt ist ja noch nicht wirklich in der Saison angekommen, aber sein Potential finde ich besonders interessant für „Die Mannschaft“ (dieser Name klingt immer noch komisch ????), da er ein sehr starkes Passspiel, gerade diagonal Richtung Achter- und/oder Zehnerraum besitzt. Generell ist sein Spiel (in Topform) deutlich kompletter aber auch komplexer als Hectors, der sich eher durch Konstanz, (defensive) Stabilität und eine gewisse „simple“ Anpassungsfähigkeit auszeichnet.
Zu Oczipka kann ich nichts sagen, der ist mir nie wirklich aufgefallen, wenn ich ihn gesehen habe.
Ich möchte der LV-Liste noch den Namen Schmelzer hinzufügen, der wohl der konstanteste und taktisch intelligenteste deutsche LV seit dem Wechsel Lahms nach rechts ist. Individuell nicht auf dessen Level, aber doch immer unter den besten seines Fachs. Gerade in den letzten 1½ Jahren hat er sich spielerisch nochmal deutlich weiterentwickelt ohne seine genialen Momente beim defensiven Umschalten und im Pressing zu verlieren.

„DIE“ Problemposition sehe ich seit dem Aufstieg Hectors nicht mehr hinten links, sondern rechts, da dort kein Kandidat bisher ausreichend „individuelle Stabilität“ nachweisen konnte. Meine Idee für den TV wäre ein ziemlich offensiv ausgerichteter Spieler, was auch gut zu den rechtsseitigen Offensivspielern Özil und Müller passen würde, die beide selten als Breitengeber auftreten (sollten). Ich denke da an Weißer, Bellarabi (vielleicht etwas zu offensiv), Passlack (etwas zu jung und eher dribbelschwach) oder Henrichs, die alle die läuferisch/physischen und technischen Fähigkeiten für einen sehr offensiven Breitengeber hätten.

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August Bebel 19. Januar 2017 um 13:05

Hector ist spielerisch durchaus auch zu gebrauchen und kann auch ordentlich dribbeln. Beim FC treibt er von links oder als 6er auch immer das Offensivspiel sehr gut an und zählt da oft zu den Aktivposten. Bei der deutschen Nationalmannschaft spielt er, soweit ich das bei der EM gesehen hab, meist sehr hoch und breit am Flügel und agiert vergleichsweise zurückhaltend und simpel; ich weiß nicht, ob er da seine Kreativität so gut einbringen kann wie beim FC, wo er halt zu den individuell stärkeren Spielern zählt.

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tobit 19. Januar 2017 um 14:45

Klar ist Hector auch ziemlich spielstark, aber er kommt unter Löw nur wenig in wirklich gute Situationen, seine Antreibereigenschaften auszuspielen, da diese Rolle eher einem ZM (Khedira, Gündogan) zufällt. Plattenhardt fällt meist weniger durch solches Antreiben, als durch ein sehr kluges Diagonalspiel in höhere Zonen – oft auf leicht zurückfallen der Angreifer – auf, was gut in die Nationalmannschaft passen könnte (quasi als Gegenpart zu Boateng für „Laserpässe“ von links mit Hummels für Flugbälle in alle Zonen dazwischen).

Schorsch 18. Januar 2017 um 23:33

Ja, 3 ‚Linksfüße‘ zur Auswahl auf der Position des linken Außenverteidigers – wer hätte das vor gar nicht allzu langer Zeit gedacht? Plattenhardt fand ich persönlich in der letzten Saison bereits interessant zu beobachten und in dieser Saison agiert er mMn sogar ein klein wenig überlegter. So weit ich das wirklich beurteilen kann, denn so viele Spiele der Hertha habe ich nun auch wieder nicht gesehen. Aber ich habe den Eindruck, dass er sich ein Stück weiterentwickelt hat. Er ist von den 3 genannten ja auch der jüngste. Aber Alter schützt vor Weiterentwicklung nicht, wie man an Oczipka sehen kann… 😉

Ich glaube, dass von diesen Dreien (Topform natürlich vorausgesetzt) Hector auf jeden Fall die besten Karten hätte. Er ist mittlerweile etabliert, wird von größeren Clubs umworben, zeigt konstant solide bis gute Lesitungen auf dieser Position in der Nationalelf und bringt wahrscheinlich von allen Dreien das größte taktische Verständnis mit. Letzteres liegt wohl daran, dass er eigentlich vom defensiven Mittelfeld herkommt. Im Mittelfeld wird er ja auch seit einiger Zeit bevorzugt von Stöger beim EffZeh eingesetzt. Das schadet seinem Einsatz als LAV in der Nationalelf nicht, eher im Gegenteil. Er wäre in einem Turnier polyvalent einsetzbar. Dass Schmelzer dies z.B. nicht ist, war glaube ich auch für Löw ein Grund, diesen für die WM 14 nicht zu berücksichtigen. Oczipka wäre wohl schon 30, wenn es zur WM 18 ginge. Da erscheint mir eine Berücksichtigung eher unwahrscheinlich, so bedauerlich dies vielleicht auch sein mag. Wenn also ein Turnier – back up für Hector benötigt würde oder im Fall eines Ausfalls für das Turnier ein Ersatz, dann hätte Plattenhardt aufgrund seines Alters wahrscheinlich die besseren Karten.

Als back up käme vielleicht auch Klostermann infrage. Der ist zwar Rechtsfuß und spielt in der Regel auf der rechten AV-Position, hat aber auch schon links oder in der IV gespielt.

Ist ja noch ein wenig hin bis zur WM…

Antworten

blub 18. Januar 2017 um 01:33

Bei der Frage warum Schalke so viel Flügelspiel gemacht hat dachte ich mri so: Schalke spielt doch seit Jahren tendentiell gute, semitiefe kompaktheit mit guten Kontern und Flügelspiel als Angriffsmöglichkeiten. Das gehört doch quasi zu deren Identität.
Ichw eis nicht so recht welche erklärung von euch ich da schlüssiger finde.

Antworten

Hexxa 16. Januar 2017 um 13:09

Wie beim vorherigen Sonderpodcast bekomm ich nur einen Bruchteil der Aufzeichnung und zwar zwischen 12 und 15 Minuten angezeigt.
Das geschieht nur auf dieser Seite – also ist es nicht mein Problem – plx fix it! 🙂

Antworten

TE 16. Januar 2017 um 13:56

Das kann leider passieren, dann spinnt unser Server gerade um. In dem Fall am besten den Podcast lokal speichern, indem du einen Rechtsklick auf den Link machst und dann „Ziel speichern unter“ auswählst. Sollte auch mobil funktionieren. Dann einfach lokal öffnen und es sollte funktionieren.

Antworten

Hexxa 16. Januar 2017 um 15:30

Merci für den Tip!

Antworten

Hexxa 16. Januar 2017 um 15:40

Teil 2 geht nicht…bekomm ne HTML Datei mit 64KB

Antworten

MR 16. Januar 2017 um 17:19

Sollte jetzt funktionieren.

Antworten

Hexxa 17. Januar 2017 um 10:11

Funzt!

🙂

Antworten

Ein Zuschauer 15. Januar 2017 um 20:07

@13:18 Wenn Sidney Sam ansatzweise seine (momentane) Form abruft, dann wird das glaube ich nicht der krasseste Gamechanger aller Zeiten 😀

Antworten

Lord 15. Januar 2017 um 19:19

Nicenstein! SV-Podcast!
endlich 🙂

Antworten

blub 15. Januar 2017 um 16:31

Yay. Sonderpodcasts sind zurück.

Antworten

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