Kanada siegt knapp zum Auftakt

300px-Canadian_Soccer_Association_logo.svg1:0Team_China_Football_Ver_2011

Kaum war in Europa die Champions League 2015 entschieden, stand bereits der nächste große Fußball-Wettbewerb auf dem Programm: Die Frauen-Weltmeisterschaft in Kanada. Um 0 Uhr deutscher Zeit eröffneten die Gastgeberinnen aus Nordamerika das Turnier gegen China im Common Wealth Stadium Edmonton.

Kanada offensiv - China defensiv

Kanada offensiv – China defensiv

Die Kanadierinnen hatten ihr Team nach enttäuschenden Jahren um Spielführerin Christine Sinclair deutlich verjüngt und zählen sich selbst zum Favoritenkreis des Turniers. China ging dagegen als klarer Underdog ins Spiel.

Während Kanada sichtlich bemüht war, von Beginn an Druck zu machen und mit einem frühen Tor für klare Verhältnisse zu sorgen, zog sich China mit zwei Viererketten zurück, vor denen Wang Shanshan und Li Ying sich mit dem Besetzen der vordersten Position im 4-4-1-1 abwechselten. Bei Abstößen oder ruhenden Bällen in der kanadischen Hälfte versuchten die Chinesinnen auf die Passoptionen zu pressen und nach Ballgewinnen schnell in den eigenen Angriff zu kommen. Dies gelang jedoch selten. In den wenigen Ballbesitzphasen Chinas staffelte sich das Team von Trainer Hao Wei in einem 4-1-2-1-2 mit Raute und Doppelsturm.

Kanada startete auf dem Papier in einem 4-4-2 ins Spiel, fand sich aber meist in einem 4-2-1-3 wieder, in dem Ashley Lawrence und Desiree Scott zwei vertikale, ausputzende Sechserinnen gaben, wovor die deutschstämmige Sophie Schmidt im zentralen Mittelfeld das Spiel ankurbelte oder vereinzelt als Box-to-Box-Spielerin in den Angriff mit vorrückte. Im Dreiersturm lauerten abwechselnd Star-Angreiferin Christine Sinclair, Jonelle Filigno und Melissa Tancredi in der Spitze oder pendelten wahlweise auf die Flügel. Die linke offensive Außenbahn war hier deutlich häufiger durch Tancredi besetzt. Über rechts war es eher Außenverteidigerin Josee Belanger, die durch raumgreifende Vertikalläufe im rechten Halbraum vorstieß und dort zu einigen sehenswerten Distanzabschlüssen kam. Defensiv versuchte Kanada, die Abstöße von Potsdams Torfrau Wang Fei in einer 4-1-3-2-Raumaufteilung abzufangen oder durch geschlossenes Verschieben den Entfaltungsraum für die Chinesinnen gering zu halten.

China offensiv

China offensiv

Nach anfänglicher Euphorie und einigen Abschlüssen der Gastgeberinnen machte sich schnell Ungeduld und Anspannung bei den Kanadiern breit — sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen. Kanada ging eifrig und robust zu Werke, China hielt überraschend engagiert auch körperlich dagegen, tat selbst aber kaum etwas für’s Spiel. Beide Mannschaften ließen durch zahlreiche technische Fehler und Fehlpässe keinen Spielfluss aufkommen. Da hat man in der Bundesliga schon versierteren Fußball gesehen. Gerade anfangs ließ Kanada zwar erahnen, dass das Team vom Engländer John Herdman, der vor vier Jahren noch Neuseeland trainiert hatte, auch ein flinkes Kurzpassspiel im Repertoire haben könnte, auf den Platz brachten es seine Spielerinnen aber nicht. Stattdessen: Ungeduld, Hektik, Flanken ins Nichts und die Angst, gleich zum Auftakt eine Nation zu enttäuschen und drei Punkte zu verschenken.

Ideen, wie man zum letzten Pass kommen könnte oder diesen auch noch zu spielen vermag, hatte hier niemand. Altstar Sinclair war insgesamt überraschend wenig involviert, wollte mit dem Ball am Fuß aber mit dem Kopf durch die Wand. Defensiv leistete man sich ein paar krasse Fehler, durch die China zu seinen besten Möglichkeiten kam. Einmal konnte Gu Yasha in einen zu kurz geratenen Rückpass spritzen — doch Erin McLeod war zur Stelle. Ein anderes Mal holte sich Scott eine überflüssige gelbe Karte ab und bescherte China einen Freistoß im linken Halbraum gut 20 Meter vor dem Tor. Der spektakulär durch Wang Lisi getretene Standard ging über die Mauer an den linken Pfosten, an den rechten Pfosten und dann wieder raus. Riesenglück für Kanada, das nun kurz vor der Pause selbst noch einige Male den Ball aufs, übers und neben das Tor drosch. Ins Tor ging nichts, selbst bei einer Reihe von Nachschussmöglichkeiten im Sechzehner versuchten es Schmidt und Sinclair mit Gewalt im Accord, statt mit einem platzierten Schuss.

Kanada nach der Umstellung

Kanada nach der Umstellung

Herdmans Umstellung auf 3-4-3 fruchtet

China kam engagierter aus der Kabine, agierte nun flink und aktiver in der Offensive und konnte sogar ein paar Bälle in die Tiefe hinter der kanadischen Abwehr an die Frau bringen. Auf der linken Außenbahn machte die noch in der ersten Halbzeit für Wang Lisi gekommene Han Peng Betrieb. Eine halbe Stunde vor Schluss stellte Herdman um. Für Filigno auf links außen kam die Sechserin Kaylyn Kyle, wodurch Schmidt in den Angriff vorrücken konnte. Zehn Minuten später wechselte er Sechserin Scott aus und stellte das siebzehnjährige Talent Jessie Fleming auf die linke Sechs bzw. Acht. Kurz drauf ersetzte Adriana Leon Melissa Tancredi auf der linken Außenbahn, ordnete sich aber auf der rechten Seite ein.

Das Spiel war nun deutlich attraktiver und Kyle der Dreh- und Angelpunkt auf der Sechs. Bei kanadischem Ballbesitz kippte sie zwischen die Innenverteidigerinnen Lauren Sesselmann und Kadeisha Buchanan ab, schob die Außenverteidigerinnen Allysha Chapman und Belanger weit nach vorne, wodurch Kanada die Flügel nun viel intensiver bespielte und selbst Buchanan sich mehrfach mit wuchtigen Distanzschüssen in der Torschussliste eintrug. Das Spiel hatte sich nun komplett in die kanadische Angriffshälfte verlagert. Ein, zwei Male kamen die Gastgeberinnen in die ganz gefährlichen Zonen, doch auch nach 90 Minuten stand es weiterhin 0:0. Bundesliga-Torhüterin Wang Fei zeigte sich amüsiert durch die Buhrufe, mit denen das Publikum ihr Zeitspiel bei Abstößen begleitete.

Kanada warf alles nach vorn und erarbeitete sich das Glück des Tüchtigen in der Nachspielzeit. Zhao Rong hatte bei einem Zweikampf im Sechzehner den Ellbogen gegen Leon ausgefahren. Den fälligen Strafstoß setzte Kapitänin Sinclair souverän flach und scharf an den linken Innenpfosten. Tor. 1:0-Auftaktsieg für die Gastgeberinnen.

Xugu 8. Juni 2015 um 08:27

Danke dass Ihr über die Frauen WM berichtet!

Guter Artikel, SV – Niveu.

Bitte bringt noch mehr über die WM. Eine Analyse der Stärken der Mannschaften fänd ich super.

LG

Antworten

UncleJack 8. Juni 2015 um 01:59

Ebenfalls vielen Dank an Jolle! Konnte dieses Spiel zwar nicht sehen, aber mit dieser Beschreibung kann ich es mir teilweise ganz gut vorstellen.

Hoffe, daß Spielverlagerung noch viele Spiele und/oder allgemeine Trends dieser WM analysiert.

Antworten

Pelle Lundkvist 7. Juni 2015 um 20:24

Finde ich super, dass ihr ach die Frauen-WM abdeckt! Ich hab das Spiel zwar nicht gesehen, kann mir jetzt aber gut vorstellen, wie es gelaufen ist. Weiter so, vielen Dank an Jolle!

Antworten

bude 7. Juni 2015 um 22:11

Acuh ich finde es super, kucke es gerade GER gegen Elfenbeinküste. Mal wieder überraschend schön (im weitesten Sinne) anzuschauen. Fairer und kein Lamentieren!

Antworten

kolle 9. Juni 2015 um 15:46

ja aber max. 5. Liga Niveau. Werd nie verstehen wie man sich das geben kann. Nicht weil ich was gegen Frauenfussball hätte (ok insgeheim schon), aber hat schon seinen Grund warum keine Frau in einen der Profiligen spielt (dürfen würden Sie ja)

Antworten

HW 9. Juni 2015 um 16:11

Musst dich nicht mit Sachen beschäftigen die dich nicht interessieren.

Dass Frauen nicht in Profi-Ligen spielen ist falsch. Zumindest in der Bundesliga werden die Spielerinnen bezahlt. Sicher nicht auf dem Niveau wie bei den Männern, aber kaum eine Sportart besteht diesen Vergleich.

Und wenn du meinst, dass Frauen nicht in einer Männer-Profi-Liga spielen, dann sag mir mal in welcher durch Athletik geprägte Sportart das die Regel ist.

Antworten

CH 9. Juni 2015 um 22:45

Frauenfußball ist ab und an recht nett. Ich finde aber, dass deren Athletik die Sehgewohnheiten bricht.
Dynamik, Reichweite, Raumkontrolle bei Frauen auf Männerspielfeldgröße fühlt sich einfach komisch an.
Etwas kleinere Felder (-10 bis -15m) und 6,50m Tore würden schon helfen und zumindest den TV-Eindruck – vielleicht sogar das Spiel an sich – verbessern …

Antworten

HW 10. Juni 2015 um 08:17

Oh mein Gott, deine Sehgewohnheiten werden gebrochen. Es gibt wohl nichts schlimmeres als mit Gewohnheiten zu brechen. Wie können die Frauen uns das nur antun.

C.H. 10. Juni 2015 um 10:42

Mann, spar Dir doch bitte den Sarkasmus. Das war eine einfache, wertungsfreie Feststellung. Wenn die sich vermarkten (TV, Einschaltquoten, Geld für echtes Profidasein) muss man auch über sowas reden können.

HW 10. Juni 2015 um 13:47

@C.H. nö den Sarkasmus spare ich mir nicht, denn unter Artikeln zu unterklassigen Männer-Spielen wird auch nicht die ganze Liga verurteilt sondern allenfalls das schwache Spiel. Beim Frauenfußball wird wie bei kaum einer anderen von Frauen ausgeübten Sportart der Maßstab der Männer angelegt und dann oft durch die Hintertür die Berechtigung dieses Sports oder zumindest der TV-Übertragung angezweifelt.

Dann werden kleiner Felder und kleiner Tore gefordert. Es ist im Sport eher die Ausnahme die Geschlechter auf unterschiedliche Spielfelder zu schicken.
In der Leichtathletik wird akzeptiert, dass Frauen für 100m ca. Eine Sekunde länger brauchen. Beim Tennis gibt es keine kleineren Felder. Auch beim Handball, Feldhockey usw. ist mir sowas nicht bekannt.
Das wäre für viele Vereine auch total unpraktisch.
Warum sollte der Frauenfußball denn genauso aussehen wie der Männerfußball? Wenn die Frauen aufgrund anderer körperlicher Voraussetzungen ein anderes Spieltempo haben, dann ist das sogar eine Chance eigene Wege zu finden. Man ist halt keine Kopie des Männersports sondern hat vielleicht das Potential andere Taktiken zu spielen, auch weil man mehr freien Raum hat.

Das Problem des Frauenfußballs ist eher ein Problem des Leistungsgefälles. Länder wie Deutschland, Frankreich und die USA haben andere Möglichkeiten in der Spitze als andere Nationen. Aber sowas entwickelt sich nicht in ein paar Jahren sondern über Generationen. Dabei darf man nie vergessen, dass der Frauensport in vielen Bereichen hinter dem Männersport hinterher hinkt. Das hat kulturelle oder finanzielle Gründe. Es gibt beispielsweise auch viel mehr männliche Spitzenläufer im Marathon als weibliche. Das hat etwas mit der gesellschaftlichen Akzeptanz in der Jugendausbildung zu tun und mit der Risikobereitschaft und dem möglichen Gewinn, die zwischen Männern und Frauen in vielen Sportarten und in vielen Ländern noch weit auseinander liegen.

Tore kleiner zu machen nur weil die Torhüterinnen nicht durchgängig 1,90 Meter groß sind ist auch zu kurzsichtig. Einerseits fehlt den Frauen doch angeblich die Athletik für besonders harte Schüsse, was einen Nachteil der Torhüter wieder etwas ausgleicht. Andererseits müsste erstmal ein regelmäßiger Regen von Toren bei hohen Torschüssen nachgewiesen werden. Und dann müsste dieser Umstand als Problem definiert werden. Vielleicht freut man sich auch darüber, dass bei den Frauen mehr Tore fallen? (Falls dem so ist).

Wie gesagt, ich sehe am ehesten ein Problem beim Leistungsgefälle, nicht bei der geringeren Athletik und deren Auswirkungen.

HW 11. Juni 2015 um 10:07

Zur Feldgröße. Die kleinste zugelassene Feldgröße bei der FIFA sind 90×45 m^2 (4050 m^2 oder 184 m^2 pro Spieler). Für internationale Spiele ist die Mindestgröße 100×64 m^2 (290 m^2 pro Spieler).
Das ist ein Größenunterschied vom Faktor 0,63 bei den Mindestgrößen. Weitere Verkleinerungen würden die Spielfläche in etwa halbieren. Kleinere Felder machen das Spiel vielleicht schneller, aber nicht unbedingt besser.

Es ist auch zulässig kleinere Spielfelder oder Tore für Jugendliche, Frauen und Senioren zu wählen. Aber das sollte bei den internationalen Turnieren im 11 vs. 11 nicht die Regel sein. Kleinere Felder machen dann einen Sinn wenn nicht die volle Mannschaftsstärke aufgeboten werden kann oder wenn Jugendliche körperlich noch in der Entwicklung stecken. Aber das alles ist beim Frauenfußball nicht gegeben, besser: nicht mehr gegeben. Die Kondition und Schnelligkeit sind besser als in der Vergangenheit und als in der Bezirksliga, und auch dort spielt man auf normalen Feldern.

Schotte 14. Juni 2015 um 13:03

Sehgewohnheiten? Ich muss HW beipflichten, das kann, darf und wir auch kein Argument darstellen.
Ich für meinen Teil lasse mir meine Freude daran, meiner Bezirksoberligamannschaft sonntags zuzuschauen auch nicht durch die 2+x FC Bayern-Spiele kaputtmachen, die mittlerweile zum wöchentlichen Standard geworden sind. Und ich freue mich auch jetzt schon auf die 1.Runde DFB Pokal, genauso wie ich jetzt der Frauenfussball-WM etwas abgewinnen kann. Geradezu zum Trotz der „Sehgewohnheiten“.

kolle 10. Juni 2015 um 12:53

Ich habe nicht gesagt, dass Frauen nicht in Profiligen spielen. Ich sagte, Frauen dürf(t)en auch in den deutschen Herren-Profiligen spielen. Faktisch nimmt aber kein Verein eine Frau unter Vertrag.

Warum? Hauptsächlich fehlende Qualität.

… und das sieht man, auch als Laie.

Antworten

HW 10. Juni 2015 um 13:56

Welche Qualität fehlt denn genau?

Technisch gibt es ein paar Spielerinnen die mit männlichen Bundesligaspielern mithalten können. Bei der Athletik wird es dann eng und da sagt sich zum Glück jede Frau: Ich spiele lieber regelmäßig in einem Frauenteam als bei Männern auf der Bank zu sitzen. Und auch die Vereine sagen sich: Wir brauchen keine Frau aus PR Gründen verpflichten, die Auswahl männlicher Spieler ist groß genug.
Warum sollte man das mixen in einem körperbetonten Sport? Oder spielen Frauen in der NBA oder NFL? Selbst beim Tischtennis sind Geschlechter getrennt. Wer kommt auf die Idee gerade beim Fußball zu mixen und mit welcher Begründung?

Serena Williams spielt auch auf der Frauen-Tour obwohl sie wahrscheinlich gegen viele Männer mithalten könnte.

Wollte man fair mixen im Fußball, müsste man folgende Regel einführen. Eine Mannschaft(!) muss aus fünf weiblichen und fünf männlichen Feldspielern bestehen.
Aber es gibt zum Glück kein Bestreben und keine Notwendigkeit Männer- und Frauenfußball zusammenzuführen.

HW 10. Juni 2015 um 14:06

Es gab vor ein paar Jahren sogar angeblich den Versuch eines italienischen (ich glaube) Zweitligisten Birgit Prinz zu verpflichten. Sie hat es aber nicht gemacht. Es gibt wahrscheinlich ein paar Spielerinnen auf der Welt die ab und an für Männerteams spielen. Aber nur ab und an. Es bleibt eben der athletische Nachteil wenn man in den Spitzensport kommt. Den muss man nicht verschweigen. Deswegen den Frauensport, insbesondere den Frauenfußball, aber immer zu kritisieren ist auch nicht richtig.

Warum es keine Frauen in hochklassigen Männerligen gibt? Weil kaum jemand auf diese hirnrissige Idee kommt. Deswegen ist der Frauensport aber nicht per se schlechter.

FAB 10. Juni 2015 um 14:31

„Warum? Hauptsächlich fehlende Qualität. “
Ich würde sagen in erster Linie fehlendes Testosteron. Ende der 80er waren die Frauen in der Leichathletik durch Doping sehr nah an den Leistungen der Männer dran. Griffith-Joyner lief die 100m z.B. schneller als der männliche deutsche Meister. Seit 1990 ist das mit dem Doping aber durch die vielen Kontrollen etwas schwieriger, der Unterschied zwischen Männern und Frauen ist nun auch in der Leichtathletik wieder sehr groß. Die Zeiten aus den End80ern sind teilweise immer noch unerreicht …
Dazu kommt speziell im Fussball, dass die Frauen nicht im Ansatz über soviel Breite (und damit Auswahl) verfügen, nicht im Ansatz so professionelle Arbeitsbedingungen vorfinden (schon im Nachwuchsbereich beginnend, was Betreuung, Training usw. angeht). Wo soll denn da bei den Frauen neben der fehlenden Athletik die fussballerische Qualität herkommen???

LM1895 9. Juni 2015 um 20:09

De Entwicklung im Frauenfußball ist doch super in der letzten Jahren. Klar ist gerade im taktischen Bereich der Unterschied zwischen Spitze und Mittelfeld groß (siehe zum Beispiel GER – CIV), aber trotzdem tut sich da viel. Auch bei der Elfenbeinküste sind ein paar ordentliche Spielerinnen dabei gewesen. Und Nigeria – Schweden war ein gutes Spiel mit zum Teil sehr guten Fußball, die Vorlage zum 3:3 spielt zum Beispiel kein Männerprofi besser.
Das einzige was mich so richtig stört, ist die krass hohe Gefahr bei jeder Ecke. Immer diese Rudel vor der Torfrau und so :/

Antworten

HW 9. Juni 2015 um 21:10

Da fehlt mir irgendwie das Verständnis für die Regel.

Ja, den Schutz des Torwarts im 5-Meterraum gibt es nicht mehr. In Regel 12 heißt es aber, es ist verboten die Bewegung des Torhüters unfair zu behindern. (Ich beziehe mich auf das Englische Regelbuch von 2013, hoffe das wurde nicht geändert.)
Nun kann man streiten ob sperren ohne Ball im Fünfmeterraum unfair ist. Ich sehe einen gefluteten Torraum aber als genau das an. Es geht dabei vorrangig darum die Bewegung des Torwarts zu behindern.

Meiner Meinung nach müsste das im Frauenfußball also endlich mal bestraft werden. Oder soll sich das ausbreiten?

Antworten

HW 9. Juni 2015 um 22:09

Eckbälle sind sogar als Beispiel für dieses Fehlverhalten gegen Torhüter genannt (Seite 121 bei den Richtlnien für Schiedsrichter im lotg von 2014).

Gumril 9. Juni 2015 um 22:21

sehe ich genauso wobei das die Schwedinen auch schon in der letzten WM/EM so praktiziert haben, mit dem zustellen.
Vielleicht sollte die Torfrau einfach mal in den Pulk springen und fallen lassen dann müßte der Schiri abpfeifen, wird bei den Männern ja auch gemacht.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*