Montag, 22.09.2014

Dreiecksspiel

Dreiecksspiel:

Das Dreiecksspiel bezeichnet das Formieren von Dreiecken durch drei Spieler, um dem ballführenden Mitspieler immer eine freie Anspielstation bieten zu können. Das bedeutet, dass der ballführende Akteur einen Eckpunkt dieses Dreiecks bildet, der mit zwei anderen Eckpunkten verbunden ist.

Im Gegensatz zu einer einzigen Linie und Anspielstation gibt es hier eben zwei Optionen, die der Gegner abdecken muss. Der zweite Vorteil ist, dass auch der Passempfänger sofort wieder eine oder gar zwei Anspielstationen hat und somit die Passstafetten im Idealfall fortgesetzt werden können.

Weiters sollte versucht werden, ein zweites Dreieck in einer anderen Richtung zu bilden, um eine Drehung des Spiels und eine Befreiung aus Engen zu ermöglichen. So könnte der ballführende Akteur einen Eckpunkt des Dreiecks anspielen und während der Passabgabe bilden andere Spieler ein neues Dreieck auf der gegenüberliegenden Seite (oder ähnlich), um ihm noch mehr Optionen zu bieten.

Außerdem sollten die Wege des Passgebers zu seinen Eckpunkten die kürzeren Linien des Dreiecks sein und nicht die Längste; letzteres könnte aber gezielt praktiziert werden, um enge Räume, wie beispielsweise den Zwischenlinienraum, anzuvisieren und diese bespielen zu können.

In den meisten Lehrbüchern wird desweiteren empfohlen, dass das Dreieck im Idealfall aus einer breiten und einer tiefen Anspielstation gebildet werden soll – einerseits aus Absicherungsgründen, andererseits um zwei unterschiedliche Optionen zu haben, die der Gegner nicht einfach abdecken kann. Diese Ansicht ist allerdings nicht als absolut zu sehen; situativ können bspw. auch zwei tiefe Anspielstationen intelligenter sein.

Auch beim Pressing ist die Dreiecksformation von hoher Wichtigkeit, um den gegnerischen Spielern die Anspielstationen zuzustellen und das Pressing möglichst effizient zu machen.