FC Barcelona – Villareal 2:1

Der FC Barcelona gewinnt in einer schwierigen Partie gegen eine der Überraschungsmannschaften diese Saison mit 2:1. Dabei hatte sich der gegnerische Trainer Marcelino, den wir bereits auf Facebook wegen eines interessanten Interviews verlinkt hatten, etwas überlegt.

Villareal im 4-5-1

Die Gäste formierten sich nämlich in einem 4-5-1, welches aber interessant umgesetzt wurde. Sie agierten in einem Mittelfeldpressing und agierten mit viel Herausrücken der zentralen Mittelfeldspieler. Beachtlich war aber, dass sich die Fünferkette sehr eng formierte und die Flügelstürmer auch relativ selten auf die Flügel herauswichen. Stattdessen waren es die Außenverteidiger, welche sich aus der Viererkette isolierten, die dann auf den Flügel gingen und sich um den Flügelstürmer und manchmal sogar um den gegnerischen Außenverteidiger kümmerten.

Hier das 4-5-1 mit variabler Viererkettenbreite

Hier das 4-5-1 mit variabler Viererkettenbreite. Wie wir sehen können ist die Mitte sehr eng, die Innenverteidiger stehen nebeneinander und die Schnittstelle ist dafür sehr offen.

Somit waren die Schnittstellen in der Abwehrkette sehr flexibel und teilweise auch sehr breit. Theoretisch hätten diese bespielt werden können, doch Villareal bewegte sich sehr gut mit einer intelligenten mannorientierten Raumdeckung und auch gab es kaum lange hohe Schnittstellenbälle aus dem Mittelfeld Barcelonas, was vermutlich ohnehin eher in Ballverlusten als in Großchancen gemündet wäre.

In einzelnen Szenen entstanden durch diese Spielweise sogar kurzzeitig 3-6-1-Formationen, wo auf den Seiten viel Druck erzeugt wurde. Dies war wohl auch der Plan dieser Spielweise. Mit dem einen Stürmer sollten die Verbindungen in der Ballzirkulation ganz hinten bei Barcelona zumindest ansatzweise zerschnitten werden.

Hier ein schönes Bild zum sehr engen Mittelfeld und der breiten Abwehrkette

Hier ein schönes Bild zum sehr engen Mittelfeld und der breiten Abwehrkette

Die sehr enge Mittelfeldreihe sollte das Spiel zusätzlich auf die Seiten lenken. Mit der besonderen Art der Staffelung und des Verschiebens sollten dort dann Überzahlen hergestellt und die Spieler isoliert werden, was relativ gut funktionierte. Barcelonas Außenspieler wurden teilweise zu dritt gestellt, man konnte dann Zugriff herstellen oder provozierte einen Rückpass.

Problematisch war bei diesem 4-5-1 allerdings das Konterspiel. Barcelona schaffte es über Flügelkombinationen und horizontale Ballzirkulation Villareal nach hinten zu drücken, woraufhin diese kaum nach vorne kamen. Konter in einem 4-5-1 sind aufgrund mehrerer Ursachen schwer umzusetzen.

Ein Aspekt ist natürlich der Mangel an Anspielstationen vorne und die große Enge hinten. Barcelona konnte durch starkes Gegenpressing in der ersten Hälfte nicht nur die Konter unterbinden, sondern auch einige Bälle in gefährlichen Positionen erobern. Kam der Ball von Villareal schnell nach vorne, konnten sie ihn kaum behalten und wurden durch Bartra und Pique gestellt. Der Stürmer hatte nur Anspielstationen nach hinten, Barcelona konnte den Ball erobern, den Stürmer isolieren oder eben zurückkommen und sich neu formieren.

Hier sehen wir die dadurch entstehende und gewollte Isolation der Flügelspieler. Druck aufbauen ging aber schwer.

Hier sehen wir die dadurch entstehende und gewollte Isolation der Flügelspieler. Druck aufbauen ging aber schwer.

Mit fortschreitender Spieldauer besserte sich dies aber. Villareal presste nach dem Rückstand und in der zweiten Halbzeit generell etwas höher, etwas aggressiver und versuchte auch im Umschaltspiel schneller nach vorne zu kommen, um nicht so einfach isoliert werden zu können. Auch spielten sie ihre Aufbaumomente und ihre Balleroberungen auch geschickter aus, um nicht andauernd in ungünstige Kontersituationen zu kommen.

Dennoch hatte Barcelona – wie erwartet – mehr vom Spiel und sich sogar einige interessante Angriffsstrukturen überlegt, die aber nur vereinzelt funktionierten.

Hier das Herausrücken des Außenverteidigers bei Villareal in grafischer Form.

Hier das Herausrücken des Außenverteidigers bei Villareal in grafischer Form.

Barcelonas variables Bewegungsspiel

Zu Beginn war die Aufstellung etwas überraschend: Alexandre Song agierte ebenso wie Sergio Busquets von Beginn an. War dies rein rotationsbedingt? Vermutlich war es eine Mischung aus Rotation und taktischer Anpassung. Song spielte nämlich nicht die Xavi-Rolle, aber auch nicht auf der Sechs (was bei einer reinen Rotation mit Busquets auf der defensiven Acht eine Option gewesen wäre). Stattdessen hatte Song eine spezielle Aufgabe.

Hier sehen wir Song zentral, Cesc geht zurück, Iniesta ist auf links.

Hier sehen wir Song zentral, Cesc geht zurück, Iniesta ist auf links, Neymar ist sogar bis rechts gependelt.

Der Kameruner bewegte sich immer wieder nach vorne in die Spitze und sollte wohl als Blocker für den zurückfallenden Fabregas sowie als Anspielstation für Flanken und als defensivstarker Akteur im Gegenpressing fungieren. Fabregas ließ sich immer wieder in den Zwischenlinienraum und den linken Halbraum fallen, womit er das Mittelfeld unterstützen sollte. Song gab derweil die Tiefe.

Weitere interessante Bewegungen gab es auf der linken Außenbahn. Neymar hatte nämlich eine sehr freie Rolle und ging vom linken Flügel immer wieder in die Mitte oder in den Zwischenlinienraum. Teilweise waren es Alba, Song und Alexis, welche ganz vorne agierten, während Fabregas, Neymar und Iniesta die zweite Reihe dahinter bildeten. Neben Fabregas und Alba hatte auch Iniesta immer wieder Bewegungen nach links.

Barcelonas Offensivstaffelung

Barcelonas spätere Offensivstaffelung. Neymar ist zentral, Xavi, Iniesta und Fabregas agieren dahinter.

Dort sollte er Neymar unterstützen und diesen für Läufe in die Mitte befreien, außerdem gab es dort vor dem 4-5-1 Villareals offene Räume. Mit dieser Spielweise konnte Barcelona auf den Flügeln und in den Halbräumen kombinieren, außerdem konnten die Außenverteidiger – vorrangig eben links – weiter nach vorne rücken, was gegen ein 4-5-1 ebenso wie die diagonalen Bewegungen und Pässe des herausgerückten Iniestas sehr wichtig ist.

Die Innenverteidiger rückten ebenfalls nach vorne in offene Räume auf, versuchten Spieler herauszuziehen oder Seitenwechsel zu initiieren.

Piqué schiebt ein bisschen nach vorne mit Ball am Fuß, die Räume sind ja offen.

Piqué schiebt ein bisschen nach vorne mit Ball am Fuß, die Räume sind ja offen. Song rückt bald darauf nach vorne.

Diese Bewegungen brachten Barcelona in ihrer Gesamtheit eine sichere Ballzirkulation. Sie hatten zwar kaum ruhige Phasen in der Mitte, konnten aber um die gegnerische Formation den Ball zirkulieren lassen, versuchten immer wieder in die Formation zu kommen, hatten aber sichere Ausweichzonen zur ungefährdeten Ballzirkulation und für Seitenwechsel.

Kleine Veränderungen im Spiel

Auf beiden Seiten gab es im Spielverlauf Anpassungen. Bei Barcelona betrafen diese die Wechselwirkung mit dem Gegner nach der zweiten Halbzeit, wo direkter gespielt wurde, als Villareal höher pressen musste. Bis zu diesem Türöffner hatte sich Barcelona sehr schwer getan, danach konnten sie schneller attackieren und hatten die benötigten Räume. Allerdings gab es neben der guten Reaktion auf Villareals versucht höhere Ausrichtung auch ein paar andere Anpassungen.

Eine davon war die Einwechslung Xavis. Song wurde ausgewechselt. Mit dieser Änderung ließ Barcelona den Ball besser zirkulieren, war pressingresistenter und teilte die vorderen Zonen besser auf. Die Anbindung zwischen Mittelfeld und Angriff funktionierte besser, da Iniesta sich ebenso wie Fabregas und Neymar freier bewegen konnte.  Auch die Außenverteidiger agierten nun noch eine Stufe höher und anstatt einer höheren Positionierung Villareals gab es eine tiefere zu sehen.

Diese Staffelung im Angriffsspiel gab es bei Barcelona beim entscheidenden 2:1 zu sehen. Hier war es eine Halbfeldflanke von Fabregas auf Alexis Sanchez, der nur auf den zentral postierten Neymar querlegen musste, um den Siegtreffer vorzubereiten.

Danach veränderte Marcelino das Spiel Villareals. Aus dem 4-5-1 wurde nun ein 4-4-1-1/4-4-2, welches durch die Einwechslungen von Uche, Jokic und Pereira für Ramos, Perez und Aquino entstand. Mit dieser Anpassung wollte man wohl mehr Präsenz im Pressing erzeugen und für mehr Präsenz im offensiven Umschaltspiel sorgen, was aber nicht funktionierte. Barcelona dominierte das Spielgeschehen, Villareal hatte ansatzweise gute Aktionen, wurde aber nicht mehr wirklich gefährlich.

Eine GIF: Villareal zuerst im klaren 4-4-2 und dann in der Umwandlung zum 4-4-1-1, wenn Barcelona die vorderste Reihe überspielte

Eine GIF: Villareal zuerst im klaren 4-4-2 und dann in der Umwandlung zum 4-4-1-1, wenn Barcelona die vorderste Reihe überspielte

Fazit

Mit dem Tor kam die Wende. Barcelona dominierte das Spielgeschehen, tat sich bis zum Elfmeter schwer, fand danach aber dank der Spieldynamik und dank eigener Anpassung aber besser ins Spiel bzw. ins letzte Drittel und zeigte eine starke Leistung. Villareals 4-5-1 funktionierte nur defensiv und auch nicht über das gesamte Spiel hinweg, trotz einer starken Leistung Musacchios und interessantem Verschieben.

Danke an laola1.tv für die Bilder!

Demetrios 17. Dezember 2013 um 00:05

Moin,

wenn man sich jetzt schon was wünschen darf, dann wünsche ich mir Übersichtsgrafiken zu den Grundformationen auch bei Bildanalysen. Das erleichtert das Textverständnis und auch die eigene Bildinterpretation.
Ansonsten finde ichs toll, dass die Spieler ein Label mit ihrem Namen auf der einen Grafik bekommen haben, auch das erleichtert das Verständnis massiv.

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Halfarsen 15. Dezember 2013 um 20:02

Wow, ein Artikel über Barcelona und nicht einmal kommt das Wort Ballbesitz vor. OK, andere Ausdrücke dafür schon. Trotzdem ein bisschen kurios! (Ich muss gestehen, ich suche immer als erstes danach.)

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RM 15. Dezember 2013 um 20:05

Haha, wieso tut man das?

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Lino 15. Dezember 2013 um 10:04

Die Staffelung im Offensivspiel war nix, vor allem in der ersten Halbzeit! Zu größe Abstände in Ballnähe und ein zu starkes Verharren in der offensiven Grundordnung. Als Xavi kam, hat sich das gebessert, wodurch man auch schön sehen kann wie wichtig er noch sein kann.

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Erkinho 15. Dezember 2013 um 09:59

Es schreibt sich Villarreal CF, nur so als Hinweis.

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Tank 15. Dezember 2013 um 01:47

Teilweise war das Spiel frustrierend. Villareal hat dieses 4-5-1 mit schnell rausrückenden Spielern ja nett umgesetzt, aber Barcelonas Passspiel war teilweise auch einfach den Ticken zu langsam und zu unpräzise um die entscheidenden Anspiele in den Zwischenlinienraum zu spielen. Weil an und für sich war Villareals Taktik nur eine Variation des altbekannten „zwei Viererketten so eng es geht aneinander und hoffen, dass Barca nicht gut genug ist, den Zwischenlinienraum anzuspielen“. Das kennen die Barcelona-Spieler ja eigentlich aus dem eff-eff und kommen damit in den allermeisten Fällen auch sehr ordentlich klar. Außer Busquets hat aber lange kein Barcelona-Spieler konstant so ein Level gespielt, um diese eigentlich machbare Aufgabe zu lösen.

Grade Fabregas finde ich auf der 9 diese Saison oft zum Haare raufen. Er wirkt so furchtbar undynamisch und hüftsteif als wäre er Mitte 30. Dazu elend langsam in seinen Reaktionen. Und während ich dann grade richtig schön am Schimpfen bin, spielt er die spielentscheidende Aktion… (Nicht das mich das davon abhalten würde, weiter zu schimpfen.)

Um aber noch kurz zu was Positiverem zu kommen: Busquets mal wieder mit ’nem Sahnetag. Vor 2-3 Wochen sagte der Laola1-Kommentator nach einem schönen Trick von ihm: „Gute Aktion von Busquets. Ansonsten ja kein Edeltechniker!“ Mir fiel die Kinnlade runter…

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aficionado 15. Dezember 2013 um 02:27

Neben einigen Ballverlusten und unnötigen Fehlpässen fand ich Cescs Leistung absolut in Ordnung. Die falsche 9 kann auch nicht jeder spielen. Die regelmäßigen Rochaden mit Song klappten wunderbar, er bewegte sich gut in die Räume und kann halt auch mal den entscheidenen Pass spielen.

Ob Busquets jetzt so ein Edeltechniker ist, sei mal dahin gestellt. Dass muss er aber auch gar nicht. Auf seiner Position zählen andere Stärken.

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Tank 15. Dezember 2013 um 11:51

Was an Busquets spricht denn dagegen, dass man ihn als Edeltechniker bezeichnet? Extrem präzises Passspiel, überragende Ballan – und mitnahme, für einen defensiven Mittelfeldspieler seiner Statur sogar sehr dribbelstark, da er über eine Reihe von Finten und Tricks verfügt. Er führt nun nicht einen Fallrückzieher nach dem anderen aus, aber er hat technisch die basics in absoluter Perfektion drauf plus das ein oder andere Sahnehäubchen. Alles zusammen lässt für mich so ziemlich keine Definition von „Edeltechniker“ offen, die nicht auf ihn zutrifft.

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daniel 15. Dezember 2013 um 12:52

Einen Fallrückzieher hat er aber gestern auch gemacht. Im eigenen Strafraum und damit eine große Konterchance eingeleitet. Busquets for Ballon dÓr.

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Tank 15. Dezember 2013 um 13:03

Ohne Scheiß, letzte Saison war er mein Weltfußballer.

(Also über die Saison gesehen, nicht übers Jahr.)

Antworten

RM 15. Dezember 2013 um 13:37

Lahm, Busquets, irgendwer. Das wäre meine Wahl dieses Jahr. Vielleicht einfach Schweinsteiger auf die Drei. Sonst Messi oder Javi oder so.

Tank 15. Dezember 2013 um 15:03

Busquets, Lahm, Cristiano oder Ribery wäre meine Wahl. Zwischen letzteren beiden würd ich echt ne Münze werfen oder so.

Toni 15. Dezember 2013 um 04:12

Busquets ist in meinen Augen eh einer der lässigsten Spieler der Welt. Ich mag ihn sehr.

Schöne Analyse. Ich mag diese Bildanalysen ja besonders gern. Vor allem wenn ihr noch GIFs einbaut.

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pp 15. Dezember 2013 um 00:53

Schön und gut, aber warum gibt es wieder nur Barca und einfach keine Real Madrid-Analysen mehr?

Antworten

RM 15. Dezember 2013 um 01:50

Es gab seit einem Monat, glaube ich, keine Analyse zu Barcelona.

Real hatte den letzten interessanten Gegner am 9. November, das Spiel fand aber zu einer unpassenden Zeit statt (Samstag, 16:00). Da kucke ich Bundesliga. Das Spiel gegen Rayo habe ich leider verpasst (Samstag, 2. November, 20:00). Das Sevilla-Spiel mit dem 7:3 war unter der Woche, ist blöd für alle Autoren.

Die Woche davor war der Clásico, wo wir eh analysiert haben. Das Spiel gegen Malaga die Woche davor war wieder am Samstag um 16 Uhr.

Real gegen Atlético vom 28. September ist in unser Heft geflossen, soweit ich das im Auge und in Erinnerung habe. Am 14. September spielte Real gegen Villareal, das haben wir analysiert.

Insgesamt haben wir drei Analysen zu Real in dieser Saison: Villareal, Betis, Clásico.
Barcelona sind: Levante, Clásico, Derby, Villareal.

Theoretisch könnte man da Ajax und Rayo dazuzählen, aber da ging es eigentlich fast nur um den Gegner.

Eigentlich steht es somit 3:2 für Barcelona. Anders gezählt 6:2.

Ich wüsste jetzt aber auch nicht so genau, wieso wir verpflichtet sind Real-Spiele zu analysieren. Barcelona ist mit der langjährigen Ballbesitzfokussierung und der Diskussion davon abzukommen taktisch für mich einfach ein bisschen interessanter.

Wobei ich eigentlich ein Real-Spiel gerne wieder analysieren würde, wenn es zeitlich und vom Gegner passt. Valencia gegen Real nächste Woche wäre eine Idee. Bilbao Anfang Februar und das Madrid-Derby Anfang März sind weitere Möglichkeiten.

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poble 16. Dezember 2013 um 08:33

Da diese Diskussion schon einmal angestoßen ist – brennend interessieren würde mich ja noch viel eher eine Analsye der derzeitigen Nr. 2 in Spanien: – Atlético Madrid.
Über Real haben wir 2013 ja doch schon etliches gelesen… Atlético bleibt für mich (trotz Kenntnis der Einzelspieler) immer noch ein Phänomen.

(Außerdem ist Vorweihnachtszeit – da wird man sich vielleicht was wünschen dürfen :-))

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RM 16. Dezember 2013 um 17:33

Zu Atlético ist was geplant. Zugegeben: Seit Ewigkeiten.

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