Donnerstag, 08.12.2016

Real Madrid – Galatasaray 3:0

Im Champions-League-Viertelfinale wählt Galatasaray auswärts gegen Real Madrid eine offensive Taktik – und geht damit gnadenlos unter.

Von allen Viertelfinals der Champions League war dieses am klarsten in „Favorit und Außenseiter“ einteilbar. Galatasaray reiste als Außenseiter mit großem Anhang und viel Mut nach Real. Trainer Terim stellte dieselbe Elf auf, die bereits das Achtelfinal-Rückspiel auf Schalke gewann. Einerseits überraschte Terim mit diesem 4-3-1-2-System, schließlich haben acht der zehn Fehldspieler ihre Stärken eher in der Offensive denn gegen den Ball. Andererseits ist Terim kein Trainer, der sein System oft austauscht. Real hielt den Türken ihr standardmäßiges 4-2-3-1 entgegen.

Die offensiven Abenteuer des Eboue

Grundformationen zu Beginn des Spiels.

Grundformationen zu Beginn des Spiels.

Konkret bedeutete die offensive Aufstellung von Terim, dass Galatasaray viele Spieler vor den Ball bekam. Sneijder, Drogba und Yilmaz befanden sich ohnehin permanent im Angriff. Hinzu kamen die aufrückenden Außenspieler der Raute, Altintop und der etwas zurückhaltendere Inan. Da vor allem Altintop seine Position recht zentral interpretierte, mussten die Außenverteidiger für Breite sorgen. Vor allem Eboue stieß immer wieder nach vorne und war eher Wing-Back denn klassischer Außenverteidiger.

Auf dem Papier scheint Eboues Rolle logisch: Da Cristiano Ronaldo selten nach hinten arbeitet, sollte Eboue den Raum hinter ihm nutzen. Solche Gedankengänge machen auf der Taktiktafel oft Sinn, sind aber nicht immer so im Spiel umsetzbar. Zum einen wissen Ronaldos Teamkollegen, wie ihr Superstar tickt; dementsprechend verschiebt Khedira öfter nach links, um die Lücke auszugleichen.

Zugleich bedeutet ein freier Raum zum Vorstoßen nicht automatisch, dass man ihn effektiv nutzen kann. Ohne Verbindungen zu Mitspielern ist man leicht zu isolieren. Darum funktionierte die hohe Rolle von Eboue am Besten, wenn Drogba sich nach rechts verschob. Der Ivorer zeigte sich in diesem Spiel sehr umtriebig und wich oft auf die Flügel aus. Wenn er und Eboue ins Zusammenspiel kamen, entstanden oft Möglichkeiten; ansonsten war Eboue meist auf rechts isoliert.

Real gnadenlos

Im Gegenzug bedeutete Eboues hohe Rolle, dass Ronaldo mehr Platz hatte als gewöhnlich. Überhaupt hatten die Madrilenen mehr als genug Räume zum Bespielen. Galatasaray rückte bei eigenen Angriffen derart weit auf, dass meist nur drei oder vier Spieler zur Absicherung blieben; die zwei Innenverteidiger, Felipe Melo sowie Linksverteidiger Riera, wenn er nicht nach vorne stieß. Sobald Real das Spiel schnell machte, konnten sie Özil oder di Maria fast immer in gefährliche Positionen vor der gegnerischen Abwehr bringen.

Galatasarays mangelndes Pressing im gegnerischen Drittel half Real, ihr schnelles Vertikalspiel aufzuziehen. Vor allem Xabi Alonso wurde kaum gestört, wenn dieser in die Abwehr zurückfiel. Ihm kam zugute, dass Galatasaray auf der linken Seite tiefer stand als rechts; er kippte auf Essiens Position und konnte zusammen mit Varana von hier das Spiel aufziehen. Völlig ungestört leitete er das 1:0 ein, indem er Özil im freien Raum vor der gegnerischen Abwehr anspielte (9.).

Sobald Galatasaray in die eigene 4-3-1-2-Ordnung fiel, konnte Real die gegnerische Raute mit einfachen Spielverlagerungen knacken. Da die drei Mittelfeldspieler von Galatasaray weit einrückten, entblößte ein einfacher Flügelwechsel die gegnerische Abwehr. Dies ist kein Problem, wenn der Außenverteidiger diesen Flügelwechsel antizipiert und herausrückt (gut zu sehen bei PSG gegen Barcelona). Vor dem 2:0 verpasste Riera aber genau dies, sodass Essien völlig frei zur Flanke kam; es stand 2:0 (29.)

Galatasarays Dreierkette

Diese frühe Führung spielte Real in die Hände. Sie taten nicht mehr für das Spiel, als sie mussten. Galatasaray durfte das Spiel machen und hatte die Mehrheit an Ballbesitz, hing aber oft im Mittelfeld fest. Sneijder befand sich fast permanent im Deckungsschatten hinter Khedira und Xabi Alonso und hatte keinen Einfluß auf das Spiel (näheres zu Sneijders Rolle schreibt Jonathan Wilson im Guardian). Eine Verbindung der beiden Stürmer mit dem Mittelfeld gab es praktisch nur über Eboue, der aber wie oben erwähnt nur dann funktionierte, wenn er Unterstützung von Drogba bekam.

Grundformationen zu Beginn der zweiten Halbzeit.

Grundformationen zu Beginn der zweiten Halbzeit.

Nach der Pause änderte Terim sein Konzept und brachte mit Zan einen dritten Innenverteidiger. Sneijder musste dafür weichen. Die neue Dreierkette stabilisierte die Defensive von Galatasaray. Sie hatten nun mehr Spieler zur Absicherung. Zudem konnten sie durch die geringeren Abstände zwischen den Innenverteidigern in der Zentrale besser auf die zahlreichen Schnittstellenpässe von Xabi Alonso reagieren und diese in eigenen Ballbesitz ummünzen. So hatte Real in Halbzeit Zwei keine Großchancen mehr, abgesehen von dem Treffer zum 0:3 nach einem Freistoß (73.).

Jedoch bedeutete die Dreierkette einen Qualitätsverlust in der Offensive. Zwar war Sneijder in Halbzeit Eins kaum zu sehen, doch fehlte ohne ihn vollends eine Präsenz im Zehnerraum. Nur Altintop stieß zu Beginn der zweiten Halbzeit in diesem Raum, sah aber mangels sicherem ersten Ballkontakt keinen Stich gegen Khedira. Ohne Gegenspieler im Zehnerraum konnte Real mit dem Mittelfeld weiter vorrücken, ohne Angst vor Pässen zwischen die Linien haben zu müssen. Dadurch drückten sie Galatasarays Mittelfeld weiter zurück, wodurch die Abstände zwischen Mittelfeld und Sturm noch größer wurden.

Die fehlende Verbindung zwischen Mittelfeld und Sturm war das große Problem von Galatasaray in der zweiten Halbzeit. Es verschlimmerte sich weiter, als mit Bulut (78., für Altintop) ein dritter Stürmer ins Spiel kam. Zusammen mit dem ineffektiven Yilmaz und dem müde wirkenden Drogba hing er in peripheren Räumen an der gegnerischen Viererkette herum. Mourinho sicherte sich im Gegenzug mit den Einwechslungen von Modric (80., für Özil) und Pepe (86. für di Maria) die Hoheit über das Mittelfeld. Real ließ nichts mehr anbrennen; es blieb beim 3:0.

Fazit

Im Nachhinein betrachtet war die Herangehensweise von Fatih Terim viel zu naiv. Mit einer gnadenlos offensiven Formation und ohne echtes Pressing spielte er den konterstarken Madrilenen voll in die Hände. Diese brillierten nie und machten sogar mehr technische Fehler als sonst, mussten aber auch gar nicht das höchste Tempo gehen. Am Ende reichten ihnen eine Handvoll starker Angriffe und ihre eiskalte Effizienz, um dieses Viertelfinale bereits im Hinspiel zu entscheiden.

Hagi 5. April 2013 um 12:15

Nun erstmal guter Bericht. Klar Gala aufn Papier die schwächste Mannschaft, ich würde Malaga, aber nicht unbedingt stärker einschätzen. Das Problem : Fehltransfers vorallem was die Defensive angeht.

Da wurde ein Dany geholt, der für ein Abwehr spieler eigt sau schnell ist, dennoch totale defizite im stellungsspiel hat, sowie Bälle aus der Luft gekonnt ignoriert.

Semih ist ein Junger Spieler der talentiert ist, aber einfach ohne Big Chief Ujfalusi (der ja leider lange Zeit verletzt ist) zuviele Stellungspatzer hat. Der Tscheche ist zwar lahm, aber der hat Semih immer richtige anweisungen gegeben, ein Dany kann es selbst nicht, deswegen doppelte Lücke.

Dann wurde ein Cris von Lyon gekauft mit 35 Jahren oder so, der auch im Winter wieder ging. Also am anfang der SommerZeit, war eigt immer die Rede von Kolo Toure, denn hätte man gebraucht. Defensiv sind wir einfach total lasch.

Zudem der Linke Verteidiger von uns Hakan Balta, geistig Fußball aufgegeben hat, wo nun Riera der ja nie LV war, nun diese Saison spielen muss und dabei ist Riera nicht mal schnell. Sind halt ne menge Handicaps, vorallem auf so einem Niveau.

Was auch ein Problem ist, die Doppelbelastung, die macht zuschaffen, die Spieler sind nicht wirklich so daran gewöhnt. Das ist die Erste Saison mit CL und Liga wieder nach langer langer Zeit und letzte Saison in der Liga waren die Spieler ungelogen noch fähig, nach 90 Min weitere 90 min zuspielen, das sah man vorallem in den Fenerbahce Derbys, wo Feners Spieler nicht mehr konnten.

Konditionstrainer bzw Fitness trainer ist ein Gewisser Herr Scott Piri, der bei New York Red Bulls früher war. Ich denke es ist wirklich die ungewohnte doppelbelastung, sowas darf man nie unterschätzen. Wie zb Dortmund in ihrer ersten Saison mit CL letztes Jahr, im CL abgekackt sind, aber dadurch das dann die Belastung wegfiel, eine super krasse Rückrunde spielen konnte ohne den extra ermüdungsprozess.

Zudem darf man auch nicht vergessen, wir reden von Real Madrid. Galatasaray hat halt das Problem, das man zwangsweise auf gute Türken angewiesen sind, und die FußballTalentFabrikNation ist die Türkei grad auch nicht ala Niederlande und co. Somit begrenzte möglichkeit, vorallem da ein schon etwas übern Standart Spieler der Türke ist, zu ultra perversen Preisen verkauft werden in der Türkischen Liga, weil man ja angewiesen ist :/

Man muss auch sagen, dass Terim halt nicht so der Taktik Fuchs ist, er hat schon die ganze Saison vertrödelt mit der ur alten 442 Methode, bis dann Sneijder und Drogba kam, da hat er es weiter versucht, aber es ging nicht und wisch dann nach 6 Monaten endlich mal auf etwas anderes, auf ein 4-3-1-2 ohne Flügel halt, wo die Außenverteidiger mehr nach vorn arbeiten. Wenn Terim klug wäre, hätte er auf ein 451 gewechselt, mit zwei schnellen Flügelspielern, um evtl kontern zukönnen, zudem hatte ich immer das Gefühl, das Real besser auf Gala vorbereiteet war als umgekehrt.

Das Ergebnis geht in Ordnung, hier und da Fehlentscheidungen, aber egal, hatte nie die Hoffnung Real kicken zukönnen, gegen drei Teams haben wir einfach null Chance undzwar Bayern, Barcelona und Real. Die sind einfach vom anderen Stern im moment. Alle anderen wären zwar auch schwer, aber nicht unmöglich.

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air force 1 5. April 2013 um 12:47

Tolle Analyse und Hintergrundinfos von Dir. Vielen Dank.
Keine Polemik, sondern auf den Punkt definierte Fakten. Danke.

Persönlich traue ich der Türkei, Gala und Fen ( gestern taktisch gegen Lazio viel intelligenter als Gala gegen Real ) mittelfristig Einiges mehr zu.

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Hagi 5. April 2013 um 15:14

Sorry sind paar Grammatik-Fehler sowie Rechtschreibung auf :/ niveau… Hab null geschlafen sorry dafür.

Das große Problem der Türken, ist erstmal die nicht vorhandene Disziplin. Dann Probleme wie das es null GrünFläche in Istanbul gbit, wo Kinder Fußball spielen können, und die desaströse Ausbildung der Spieler. Die Kinder werden quasi getrimmt, wer Tore schießt wird zuwas… dabei wird dann alles wie Taktisches Spielverständniss, Körper, etc alles marginal beigebracht. Nun bei Gala ist immernoch der Mann der die Ajax Akademie geführt hatte, aber sowas wird halt nicht in kurzer Zeit seine Früchte zeigen, sondern viel Später.

Zudem die Mentalität, ein Spieler in einem Match zum Gott zuernennen, und nach zwei Spielen dann, in mit mistgabeln zujagen. Dieses Auf und Abs sind einfach zukrass, der Mediale Druck, gehype, gebashe ist einfach desaströs.

Ich bin aber der Meinung, dass der jetzige Präsident von Galatasaray (Ünal Aysal), alles richtig macht. Er micht sich nicht ein, er wollte die Sahnehäubchen Transfers, als Werbung, Prestige, und Versprechen und hat die auch mit Drogba und Sneijder eingelöst, der Mann ist seit einem Jahr da, und hat 100 Mio Schulden schon getilgt. Und sein Ziel ist es einfach, dauerthaft Top 10 Europas zusein und sowas ist im Grunde nicht unmöglich, denn Finanziell, wenn man mal richtig wirtschaftet wie er jetzt, dann hat man schon ne menge Asche, da man auch ne riesen Fanbase hat.

Ich hoffe halt das die Federation mal probiert, einen anderen Wegzugehen was Ausländerreglung angeht. Nächstes Jahr dürfen nur 5 aufn Platz sein, statt 6. Man muss die nicht weiter dezimieren, sondern erhöhen. Aber mit dem Nachteil, das die Spieler in ihren Nationalmannschaften spielen müssen. So entgeht man irgendwelche billig ausländern, und muss Qualität holen, davon profitieren auch die anderen Türkischen Spieler. Sowie die Generation um 2000, wo Gala Spieler wie G Hagi, Popescu, Taffarell und co hatte.

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HW 4. April 2013 um 18:27

Okay, jetzt bin ich zum Opfer des Mobiledesigns geworden und habe den Zusammenhang zwischen GHs und Emreees Kommentaren nicht gesehen. Klar muss eine Fehlentscheidung nicht thematisiert werden, sie kann meiner Meinung nach aber auftauchen.
Aber das bleibt dem Autor über lassen, mehr wollte ich nicht sagen.

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air force 1 5. April 2013 um 01:00

Warum sollte eine Fehlentscheidung des Referee nicht thematisiert werden?

Ist es nicht so dass Schiedsrichterentscheidungen manchmal das taktische Konzept vollkommen auf den Kopf stellen.

Hätte nicht SAF nach der roten Karte für Nani sowie der Einwechslung von Modric einen DM für eine Offensivkraft bringen sollen?
Mou hat sofort nach der roten Karte für Nan i reagiert- SAF eben nicht. Er hat bis zum 2:1 für Real gewartet. Für mich ein klarer taktischer Fehler.

Tore und Platzverweise sind doch gerade Geschehnisse die eine Überarbeitung des Matchplans / Spieltaktik erfordern. Wobei der Coach dann die Möglichkeit hat mit Hilfe von Auswechslungen oder aber Anweisungen am Spielfeldrand speziell bei Unterbrechungen auf das aktuelle Geschehnis einzuwirken.

Spieltaktik ist doch kein statisches Konzept.

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xking 5. April 2013 um 02:48

Naja aber ein nicht gegebener Elfmeter verändert das spiel nicht daher bleibt er aus taktischer Sicht unrelevant.

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air force 1 5. April 2013 um 10:15

Völlig korrekt Dein Hinweis. In diesem Falle ist der nicht gegebene 11m beim Foul von Ramos an Yilmaz spieltaktisch irrelevant.
Spielverlagerung.de kann es somit erwähnen, muss es in ihrer Taktikanalyse jedoch keineswegs.

Mir ging es lediglich grundsätzlich um die Feststellung dass Schiedsrichterentscheidungen speziell auch Fehlentscheidungen eine spieltaktische Bedeutung haben können.

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HW 5. April 2013 um 07:17

@air force

Das ist doch von der Situation abhängig. An er eine Fehlentscheidung, die zunächst nichts an der vorherigen Situation ändert hat eben nur die Auswirkung, das sich nichts ändert worauf reagiert werden muss. Im Gegensatz zu einem Rückstand oder Platzverweis ist ein nicht gegebenes Tor nur dann für eine taktische Analyse interessant, wenn offensichtlich geplante Maßnahmen dadurch nicht mehr umgesetzt werden. Aber das ist Spekulation und nicht Analyse.
Klar spielt England 2010 anders wenn der Schiedsrichter das Tor gibt und Deutschland stellt vielleicht auch um. Aber wir besprechen hier ja vorrangig was passiert ist und nicht was nach Plan der Trainer passiert wäre wenn bestimmte Situationen eingetreten wären.

Natürlich hat der Autor das Recht Fehler zu thematisieren. So was kann den Artikel abrunden oder zum Ausdruck bringen, dass ein Team bei guten Chancen nur Pech hatte.

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asti80 4. April 2013 um 17:55

Das Problem bei Gala war und ist, dass Fatih Terim ein sehr veraltetes System benutzt. Sein 4-4-2 mit zwei Stürmern ist ein System, welches man Mitte der 2000er Jahre oder gar am Anfang benutzt hat.

Leider hat Terim auch die Angewohnheit, sich Neuerungen im Fussball zu verschließen, denn seine Spielphilosophie war und ist seit jeher die gleiche: Bälle auf Drogba, der dann diese an Burak weiterleitet und der die Tore erzielt. Im Grunde also eine Spielweise wie er sie seit seiner ersten Saison bei Gala anno 1996 praktiziert hat.
Damals hat er Hakan Sükür und Arif Erdem als Zielstürmer für tiefe Pässe gehabt. Jetzt übernehmen eben Drogba und Burak diese Rollen, aber die Aufgabenteilung ist immer noch die gleiche: Torjäger und ein passgebender Stürmer, welcher auf die Flügel ausweicht.

Was Terim nie erkannt hat, ist die Wichtigkeit des Pressings. Sein Spiel basiert auf schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff, nur wirkt das oft sehr unkoordiniert, da seinen Spielern klare Laufwege und vorallem die spielerischen Mittel dazu fehlen. Dazu kommt noch die Unzulänglichkeiten im Kader und taktische Fehler. Anstatt auf ein 4-3-1-2 zu setzen, wäre ein Wechsel auf 4-2-3-1 nur logisch gewesen. Die Kombination mit Drogba und Burak funktioniert einfach nicht, da Burak kein Stürmer ist, der nach hinten arbeitet und Drogba ist nicht mehr der Drogba aus der Chelsea-Zeit.

Und das Gala gute Aussenverteidiger fehlen, das merkt man immer mehr. Weder Eboue, noch Riera sind wirkliche bärenstark um auf höchster internationaler Ebene zu bestehen. Das gleiche gilt auch für die Innenverteidiger Semih und Dany. Genau da müsste man eigentlich den Hebel in Sachen Kader ansetzen.

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air force 1 5. April 2013 um 01:13

@asti80

„Was Terim nie erkannt hat, ist die Wichtigkeit des Pressings“.

Cool.

„Und das Gala gute Aussenverteidiger fehlen, das merkt man immer mehr. Weder Eboue, noch Riera sind wirkliche bärenstark um auf höchster internationaler Ebene zu bestehen. Das gleiche gilt auch für die Innenverteidiger Semih und Dany. Genau da müsste man eigentlich den Hebel in Sachen Kader ansetzen“.

Cool.

Eines hast Du allerdings noch vergessen: high end Fitnesscoach + high end Medizinabteilung.

Es gibt also noch eine Menge zu tun bei Gala um die Spieltaktik umzusetzen die notwendig ist um Topteams zu besiegen.

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HW 4. April 2013 um 17:51

@GH ohne irgendeine Diskussion zu befeuern (mein Standpunkt sollte bekannt sein).
Gebe dem Autor bitte die Freiheit der Analyse die ein oder andere „Nebensächlichkeit“ beizufügen. Niemand muss sich dogmatisch an eine Kategorie klammern.

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GH 5. April 2013 um 00:41

Kann ich nur zustimmen.
War vielleicht überzogen ausgedrückt.

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HW 4. April 2013 um 16:12

Wo der Targetman in der Grafik steht sollte seine Position im Spiel wiederspiegeln. Stand der zweite Stürmer höher? Die Pfeile zeigen dann wie sich der Spieler in der Regel bewegte.

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Emreee 4. April 2013 um 15:03

Das ist absolut an den haaren herbeigezogen , weder wollte Real Madrid das Galatasaray so aktiv mitspielt , noch hing Gs immer im Mittellfeld fest .
Hierbei wird auch nicht erwähnt das Galatasaray gar nicht den Spielerpool für eine defensive Formation hat .
Sie sind gar nicht in der Lage gewesen aufgrund ihres Spielerpools defensiv kompakt zu stehen um dann aus dieser Lage sich Torchancen zu erspielen .
Das hat man auch gegen Schalke 04 gesehen als sie hinten reingedrückt worden sind , da haben sie geschwommen ohne ende .Wieso wird diese Tatsache nicht mitberücksichtigt ?
Auch sonst ist der Artikel verdammt miserabel geschrieben .
Weder der klare Elfmeter wird Thematisiert , noch werden die Chancen von gs aufgezählt .
Da habe ich schon ganz andere Artikel hier gelesen .
Von Spielverlagerung.de kann man schon mehr erwarten , als so eine „Berichterstattung „

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air force 1 4. April 2013 um 17:01

Nicht so hitzig lieber Emreee.

1. Den von dir geforderten 11m wobei Ramos Galas Yilmaz im 16m Raum „auf den Socken steigt“ kann man durchaus geben.

2. Warum hat Gala denn in Hz.2 defensiv deutlich sicherer gestanden und nur mehr sehr wenig zugelassen??? Klar, Real hat einen Gang zurück geschaltet. Aber gegen einen tief verteidigenden Gegner Tore zu erzielen ist immer sehr Kondition fordernd.

3. Wenn Real in der berüchtigten Drangperiode ( erste 15 Minuten ) einen Treffer erzielt sind sie kaum mehr zu bezwingen ( siehe Statistik ). Dies hätte Terim bewusst sein müssen und ergo heißt es erst einmal hinten dicht machen und über Konter zum Erfolg.
Dass war wirklich spieltaktisch absolut dilettantisch von Terim und Gala.

Finnland hat mit einem Kader, der sicher qualitativ nicht viel schlechter ist als der von Gala, gegen den amtierenden Welt- und Europameister ein 1:1 verteidigt. Es geht also auch mit einem qualitativ schwächeren Kader, aber der muss sich eben spieltaktisch am stärkeren Gegner orientieren.

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GH 4. April 2013 um 17:06

Seit wann gehört ein nicht gegebener Elfer zu einer taktischen Analyse. Eine taktische Analyse muss nicht mal von Toren handeln, da diese meist Randerscheinungen sind. (Ich kann mich noch gut an die Tor-Taktik-Analyse-Diskussion erinnern. Steht auch in einem Spielverlagerungsartikel )

Des Weiteren war Real im ganzen Spiel über dominant. Entweder mit oder ohne Ball.

Wieso soll man was erwähnen, was nicht da ist? War defensiv aufgestellt? Nein. War offensiv aufgestellt? Ja. Über was schreibe ich? Wahrscheinlich letzteres.

Woran erkennst du, dass der Artikel „miserabel“ geschrieben ist?
Begründe! (An der deutschen Sprache kann es nicht liegen, da der Text in äußerst gutem Deutsch geschrieben ist.)

Berichterstattung? Weshalb? Du sagst das zufällig entstandene Chancen nicht genannt wurden. Wenn man sie nennt, ist es Berichterstattung.
TE hat sich nur auf taktische Auffäligkeiten bezogen. Wenn ein Xabi Alonso nach hinten rechts abkippt und von dort das Spiel aufzieht, ist das durchaus ein taktisches Mittel von Mourihno.

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TE 4. April 2013 um 17:38

Danke für die Verteidigungsschriften, air force 1 und GH.

Zu dem Spielerpool: Für eine rein defensive Formation hat Gala in der Tat nicht die richtigen Akteure, aber man hätte durchaus etwas defensiver antreten können, bspw. mit einem 4-4-2 mit zwei Ketten oder mit dem 3-5-2, das nach der Pause zum Einsatz kam.

Zu den Fehlentscheidungen: Wer meine Artikel liest, merkt, dass ich grundsätzlich keine Schiri-Entscheidungen kommentiere, esseidenn, es sind richtig große Fehlentscheidungen, die ein Spiel nachhaltig beeinflussen (wie bei Ibras Treffer gestern). Ich finde nicht, dass das in eine taktische Analyse gehört.

Zu Galas Chancen: Das hätte ich etwas besser rausarbeiten können, das stimmt. Ich erwähne ja, dass Gala dann gut war, wenn Drogba und Eboue kombiniert haben. So waren beide im Zusammenspiel an praktisch allen großen Chancen beteiligt. Ich fand aber nicht, dass Gala sonderlich viele Chancen hatte. Auf meinem Zettel steht die Riesenchance von Drogba aus der 12., ein Fernschuss von Drogba (26.), ein Kopfball von Yilmaz (35.) und eine Aktion von Eboue (44.), alles in der ersten Halbzeit. Mehr gab es nicht.

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seils 4. April 2013 um 13:59

Was ist denn der Grund für die in Relation zum Strumpartner schematisch tiefere Stellung des Zielspielers Drogba? Ist mir auch schon in dem Artikel zu Paris – Barcelona aufgefallen; auch hier stand Ibrahimovic als Zielspieler tiefer als Lavezzi.
Normalerweise ist der Zielspieler doch der höchste Akteur, oder? Für das Zusammenspiel macht das doch schematisch durchaus auch mehr Sinn, oder nicht?

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blub 4. April 2013 um 14:24

wenn man den größeren spieler die schematisch tiefere position einnimmt, hat er mehr und eifachere verbindungen zum mittelfeld und kann u.U. auf den höheren Stürmer weiterleiten mit einer einfachen verlängerung.

Schweden hat mal Zeitweise mit Ibra auf der hohen Position gespielt. Da gibts hier ne Analayse dazu. Kurz: der tiefere Stürmer hängt dann u.U. total in der Luft wenn das spiel immer über seinen Kopf hinweggeht.
zumal Yilmaz nicht grade seine Stärken hat wenn er auf außen gehen und verbindungen schaffen soll.(siehe teamportrait)

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seils 4. April 2013 um 16:04

„wenn man den größeren spieler die schematisch tiefere position einnimmt, hat er mehr und eifachere verbindungen zum mittelfeld und kann u.U. auf den höheren Stürmer weiterleiten mit einer einfachen verlängerung.“

Aber Sinn und Zweck eines Zielspielers ist es doch gerade das Mittelfeld mit hohen Bällen überbrücken zu können.
Was das Weiterleiten hoher Bälle angeht: Ist es nicht gerade der Vorteil – bei einem tiefer stehenden Abnehmer -, dass der zweite Stürmer, bzw. der nach vorne stoßende Mittelfeldspieler, den Ball aufgrund der tieferen Stellung in den Lauf gespielt bekommen kann, sodass er mit Geschwindigkeit auf die letzte Abwehrlinie stoßen kann?

Ich meine Mourinhos Chelsea hat Drogba genau so eingesetzt; auch Dänemark spielt teilweise mit Bendtner so.

Zudem dürfte es doch auch schwieriger und unpräziser sein, wenn der Zielspieler mit dem Rücken zum Tor den Ball einfach nur verlängert, während er bei einer seitlichen oder direkten Ablage nach hinten, das Zuspiel allein schon koordinativ einfacher hinkriegen sollte.

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blub 4. April 2013 um 16:35

naja, der tiefere stürmer muss ja nicht auf höhe des Mittelfelds stehen, ergo kann man immernoch das mittelfeld überbrücken.
Droba und Ibra sind so ungefähr die top2 spieler auf die ich sowas spielen will, da ist es auch egal(-er als bei anderen) wie man die anspielt.
Fellaini ist ja auch nie Sturmspitze und da ist das unumstritten gut.

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air force 1 4. April 2013 um 14:24

Ganz einfach, er ( Drogba, Ibra ) kann nach Vorne ODER Hinten ablegen. Die Verlängerung per Kopf in Richtung Tor in den freien Raum könnte somit Yilmaz oder Lavezzi in eine 1:1 gegen den letzten Mann des Gegners bringen.
Ansonsten zurück auf mitgelaufene OM.

In beiden Fällen ist eine mögliche Überlegenheit der gegnerischen Mittelfeldkette bereits überbrückt.

Stehen Ibra oder Drogba ganz Vorne dann geht es eben nur im Hrubesch Stil zurück zum Mitspieler.

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TE 4. April 2013 um 16:17

In beiden Spielen lag es nicht an den Zielspielern, sondern an deren Kollegen. Yilmaz ist ein Spielertyp, der an der gegnerischen Viererkette auf Schnittstellenpässe lauert. Dementsprechend hoch agierte er gestern. Drogba wich öfters auf die Flügel aus und suchte eher die Verbindung mit seinen Hintermännern, deshalb die tiefere Positionierung. Zudem operierte Galatasaray kaum mit langen Bällen, sodass Drogba auch kein klassischer Zielspieler war.

Beim Spiel Paris gegen Barcelona war es ähnlich. Lavezzi hat vorne auf Schnittstellenpässe gelauert, während sich Ibra etwas zurückfallen ließ, um die langen Bälle zu halten oder per Kopfballverlängerung zu Lavezzi spielen zu können. Fairerweise muss man sagen, dass man in diesem Spiel beide auch andersherum hätte postieren können, da Lavezzi gegen den Ball mehr Arbeit verrichtet hat.

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maverick.91 4. April 2013 um 19:33

spielt nicht auch ne rolle das man vor der abwehr tempo aufnehmen und in flankenbälle sprinten kann?

ist mit grossen spielern wie drogba ibra auch bestimmt ne überlegung

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air force 1 4. April 2013 um 19:53

@maverick.91

Bei Ibra/ Lavezzi auf jeden Fall. Bei Gala frage ich mich noch wer die Flanken für Drogba liefern soll?

Im Übrigen ist Drogba nicht austrainiert- denke dass haben alle gesehen. Oder?
Betrifft wohl fast die gesamte Mannschaft von Gala.

Da lobe ich mir doch die Fitness Coaches von FCB, BVB, Freiburg und Mainz u.a.
Diese Teams können 90 Minuten volles Tempo gehen- kann man von Gala wohl nicht behaupten.

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1328 4. April 2013 um 19:00

Siehe auch „Favoritenkiller“ Bradford City der so laut MR u.a. Arsenal aus dem League-Cup geworfen hat.
http://spielverlagerung.de/2013/03/28/swanseas-pokalsieg-favoritenkiller-bradford-city/
Abschnitt „Kreative und konsequente Nutzung langer Bälle“

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Billy 5. April 2013 um 09:34

Schau dir mal die Chance von Götze in Spiel Malaga-Dortmund an. Da verlängert auch der eigentliche Zielspieler Lewandowski einen langen Ball in seinen Rücken, nachdem er sich vorher hat fallen lassen. Den kann Götze dann aufnehmen und mit Tempo Richtung Tor gehen. Meinst du so eine Szene?

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ght 4. April 2013 um 13:39

Also „sie sprangen nur so hoch wie sie mussten“ ist aber eine ausgesprochen warmherzige Formulierung. Ich fand das Spiel gestern von Real wieder einmal ausgesprochen schlecht. Kaum Tempo, kaum Ideen, gerade Özil war eigentlich mal wieder ein Kandidat für sofortige Auswechslung, Asisst hin oder her. Ich denke, das Ergebnis spiegelt in erster Linie wieder, dass Gala eben nicht auf absolutem Top-Niveau spielen kann (die waren ja die letzte halbe Stunde anscheinend völlig platt), aber meiner Meinung nach konnte auch Real gestern nicht höher springen und hatten Glück, einen derart schwachen Gegner zu haben.

Ich drücke Real bei jedem Spiel die Daumen, aber so langsam wird es Zeit, dass sie endlich wieder spielerische Mittel gegen verschiedene Teams finden. „Den Ball zu Alonso und dann über das halbe Spielfeld bolzen“ ist keine Spielkultur. Wir brauchen einen richtigen 10er, Konkurrenz für di Maria und DRINGEND neue Stürmer. Wie sich Benzema gestern von diesen zweitklassigen Verteidigern immer wieder hat abkochen lassen, war zT schon peinlich.

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Gürgen 4. April 2013 um 13:49

Bitte einmal gefühlt 7.675 Euro ins Phrasenschwein.
Falls Dir die restlichen Forderungen entfallen sein sollten:

Endlich Außenverteidiger von Weltformat.
Konkurrenz für den Holzfuß Khedira, der nicht das Niveau für Real hat.
Mehr Einsatzminuten für Kaka.
Außerdem brauchen die einen richtigen Trainer. Nivea-Jogi raus, sonst wird das nix mit der CL. Der verdirbt die Spieelr nämlich und nimmt ihnen auch im verein den Siegeswillen. Oder warum verliert bayern ständig in Endspielen? Das wirkt sich auch auf Özil udn Khedira aus.

Der Özil und der Khedira haben übrigens die Hymne (wieder) nicht mitgesungen und wahrscheinlich hat der Özil so behäbig gespielt, weil er seine Verwandten nicht verärgern wollte. Da ist ja sogar der Kroos besser.

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air force 1 4. April 2013 um 13:22

Habe lediglich die ersten 15 Minuten und eine Zusammenfassung gesehen.

Da hat Terim wohl mit dem Bauch und weniger mit einem kühlen Kopf aufgestellt. Natürlich, er wollte ein wichtiges Gegentor erzielen. Macht Drogba seine erste Chance rein nachdem er Varane verladen hat dann steht es 1:1.

So aber bleibt festzustellen: die Türkei ist wahrlich nicht das Maß aller Dinge wenn es um Spieltaktik geht. Da wird eher mit Herz und Bauch gespielt.

Als die Mannschaftsaufstellung bekannt gegeben wurde war mein spontaner Gedanke 6:1. Real war gnädig gestern Abend.

Das 1:0 und auch das 3:0 sind typische Real Tore. Das 1:0 kann auch genauso gegen absolute top 5 Mannschaften der CL fallen.

Das 0:2 ist dann eigentlich bezeichnend für das Spiel gestern.
„Flankengott Essien“ mit seiner etwas hölzernen Technik geht über rechts und hat geschlagene 5 Minuten Zeit den Ball irgendwie in Richtung 5m Raum zu bringen. Bis da mal der AV versucht einzugreifen ist das Gras bereits nachgewachsen.
Die IV von Gala hatte zudem genügend Zeit sich entsprechend zu postieren ist aber nicht in der Lage die „Bananenflanke“ von „Flankengott Essien“ zu klären.

Immerhin hat sich Gala einige Chancen erarbeitet und hätte durchaus ein Gegentor erzielen können.

Spieltaktisch ist man jedoch genau ins offen Messer gelaufen- wie „Spielverlagerung.de“ eben auch klar dargestellt hat.

Nein, so geht es eben nicht gegen Real.

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Berni 4. April 2013 um 13:01

Das Spiel bestätigte meine Meinung über Gala. Sie sind die deutlich schwächste Mannschaft im Viertelfinale.
Sie spielen immer eine gute erste Halbzeit, auch wenn das gestern bei einem Ergebnis von 0-2 nicht so aussah. Doch sie hatten auch einige gute Chancen, besonders aus der Distanz. Gegen Schalke nutzten sie die ersten Halbzeiten, um ihre Tore fürs Weiterkommen zu machen, gestern nutzten sie diese nicht.
Doch auch gestern war wieder auffällig, dass sie in der zweiten Halbzeit stark abbauten (körperlich). Ich glaube nicht, dass diese Auffälligkeit in den letzten CL-Spielen immer nur auf Taktik zurück zu führen ist. Umso bedauerlicher, dass Schalke das im Achtelfinale nicht für sich nutzen konnte.

Madrid machte eine durchshcnittliche Partie. Sie sprangen so hoch wie sie mußten. Richtig gefordert wurden sie nicht. Die Serie war nach dem 0-2 bereits entschieden. Wenn sie gemusst hätten, wäre das gestern ein Debakel für Gala geworden.
Um auf einzelne Spieler zu kommen, da mir das gestern besonders auffiel:
Ich finde DiMaria passt überhaupt nicht in das Team. Es ist schon sher auffällig wie oft er im Spiel die falschen Entscheidungen trifft oder den falschen Pass spielt. Bei der ersten Chance spielte er einen schweren hohen Pass auf Benzema. Der flache zu Ronaldo oder über Özil zu Ronaldo wäre wohl effektiver, da einfacher, gewesen. Solche Kleinigkeiten entscheiden in der CL dann am Ende über Titel oder nicht. Aber auch sonst überzeugt er mich nie wirklich. Seine Dribblings sind meist brotlose Kunst und die eine gute Aktion alle 5Spiele macht das eigentlich auch nicht wett. Für mich kein gehobenes CL-Niveau.

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bechermeister 4. April 2013 um 13:11

„Aber auch sonst überzeugt er mich nie wirklich. Seine Dribblings sind meist brotlose Kunst und die eine gute Aktion alle 5Spiele macht das eigentlich auch nicht wett. Für mich kein gehobenes CL-Niveau.“

Perfekte Beschreibung auch für Ronaldo.

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Madridista 5. April 2013 um 15:26

Solch Kritikern wie dir, zeigt Ronaldo fast jedes Spiel aufs neue, das ihr absolut keine Ahnung von dem Ballsport „Fußball“ habt.
Guck dir CR seine Statistiken an,.. Seine Dribblings bewirken in 9/10 Fällen immer etwas, sei es vielleicht nicht immer ein Tor..aber entweder resultiert daraus ein Freistoß aus brandgefährlicher Position, eine Vorlage für den Spieler in der Spitze oder die wichtigen 5 – 7 Sekunden für die Mitspieler um aufzurücken.

Also wenn du nicht objektiv bewerten kannst, und dich nur subjektiv gegen das Image Ronaldos stellst, denn solltest du es sein lassen =).

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Ein Zuschauer 6. April 2013 um 11:17

Um mal Martin Rafelt zu zitieren: „Mit Ball ist der nicht so gut.“

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TW 4. April 2013 um 13:29

Deine kritische Einstellung zu Di Maria teile ich nicht. Für mich ist er ein wichtiger Balancespieler, im defensiven wie im offensiven Umschalten. Wie im Artikel erwähnt, rückt Khedira bei Ronaldos Zocken oft nach links. Di Maria rückt in diesen Situationen defensiv halbrechts ein und Real verteidigt situativ im 4-3-3. Darüber hinaus ist er neben Özil und Alonso der wichtigste Umschaltspieler bei Real. Durch seine Pressingresistenz und die folgenden inversen Dribblings verengt er die gegnerische Formation und schafft Räume an den Seiten des Strafraums, die dann für Lochpässe und freie Torabschlüsse genutzt werden können. Ich meine mich erinnern zu können, dass Klopp Di Maria nach dem 1:1 im Bernabeu ein Sonderlob ausgesprochen hat.

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air force 1 4. April 2013 um 14:02

Korrekt.

Anschauungsbeispiel für Di Marias Klasse: das letzte Copa del Rey Rückspiel gegen Barca im Camp Nou. Hier bekommst Du einen guten Eindruck über die Klasse und das Potential von Di Maria.

Allerdings ist auch zu erwähnen dass es Di Maria diese Saison an Konstanz fehlt- wohl auch gestern gegen Gala.

Man hat auch gesehen dass der Einsatz von Di Maria und Messi in La Paz gegen Bolivien auf 3200 m Höhe anscheinend seine Spuren hinterlassen hat.
Messi wurde beim Spiel gegen PSG verletzt und Di Maria wohl gestern weit unter Form.

Denke jeder der solche Fernreisen mit extremem Höhenunterschied und Klimawechsel sowie Zeitzonenverschiebung mal mitgemacht hat weiss welche Wirkungen dies auslösen kann.

Bitte nicht den Spruch: „Das sind Profis, die müssen dass wegstecken“.
Nein, es sind Menschen mit einer speziellen Physiologie die eben auf solche Belastungen dementsprechend reagiert. Und hier geht es um Höchstleistungen die dem Körper abverlangt werden und nicht um eine „Kulturreise“ oder „Sightseeing Tour“.

Man hat Di Maria im Spiel gegen Bolivien mit Sauerstoffmaske am Spielfeldrand gesehen.

Mir ist schon klar warum einige Coaches sich auf das Beten besinnen, wenn ihre Spieler in weit entfernte Länder, zu Länderspieleinsätzen fliegen.

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