Donnerstag, 08.12.2016

Manchester United – Liverpool FC 2:1

Auch wenn der FC Liverpool seit der Saison 2008/09 nicht mehr konstant starke Leistungen abrufen kann, so gehören sie doch zu den großen Teams der Premier League – und deswegen sind die Duelle gegen Erzrivale Manchester United nach wie vor von Spannung, Intensität und Qualität geprägt.

Brendan Rodgers, das Passspiel und wieso es dieses Mal nicht klappte

Vor dieser Saison holte sich Liverpool mit Brendan Rodgers einen aufstrebenden Manager, der zuvor Achtungserfolge bei Swansea gefeiert hatte. Sie holten sich damit aber nicht unbedingt den Trainer, sondern seine Spielphilosophie ins Boot, welche sie zurück zu alten Leistungen und dem passenden Image führen sollte. Liverpool orientierte sich stärker auf Ballbesitz und Kurzpässe, versuchte die Gegner bevorzugt spielerisch und im Kollektiv zu bezwingen.

Grundformationen zu Spielbeginn

Grundformationen zu Spielbeginn

Gegen United klappte dies in dieser Partie über weite Strecken nicht. Die Red Devils hatten mehr Ballbesitz als die Rodgers-Elf, spielten präzisere Pässe und schienen in allen relevanten Aspekten überlegen. Dies lag einerseits natürlich an der bisweilen hervorragenden Leistung Uniteds, andererseits aber auch an Liverpool.

In ihrem Spiel nach vorne waren sie nicht schnell genug und nach Balleroberungen fehlten die Strukturen, um sich schnell zu befreien oder nach vorne zu spielen. Dadurch konnte United einige Male den Ball in individuellem Gegenpressing oder gar ansatzweise einem kollektiven Gegenpressing zurückerobern. Oft presste United aber nach Ballverlusten gar nicht sofort, sondern zog sich schnell zurück. Liverpool ließ den Ball dann langsam und ohne Raumgewinn zirkulieren, wodurch keine Kontergefahr stand.

Ziel von United war es, dass sie sich kompakt formierten und Liverpool keinen Raum in der Mitte überließen. Luis Suarez war deswegen lange Zeit abgemeldet. Liverpool hingegen wollte den Raum in der Mitte öffnen, indem die Außen nach vorne schoben und das Spiel breit machten. Wegen Uniteds Spielweise klappte dies aber kaum – United formierte sich sehr flexibel und schnell in ihrem 4-4-2-Block, der vereinzelt (Phase nach dem Treffer) sogar als 4-5-1 gespielt wurde und schaltete die Außenverteidiger Liverpools über weite Strecken aus.

Diese standen dann entweder zu tief oder erhielten kaum Bälle, weil die Innenverteidiger trotz Lucas‘ Rolle als tiefem und manchmal abkippenden Sechser nur unzureichend auffächerten. Steven Gerrard befand sich im Dunstkreis von Michael Carrick und Tom Cleverley, welche ihn aggressiv pressten oder sich eben kompakt formierten und Gerrard keine Anspielstation und Laufwege öffneten.

Die rechte Seite bei Liverpool mit Andre Wisdom und Stewart Downing fuhr kaum Angriffe und setzte keine offensiven Akzente. Auf links hatte Raheem Sterling einige Aktionen, vertändelte jedoch Angriffe im letzten Spielfelddrittel, während der rechtsfüßige Glen Johnson auf links immer von Ashley Young oder Rafael auf die Außenbahn geleitet wurde und dann mit schwachen Flanken oder Angriffsverzögerungen negativ auffiel. Nur ein Schuss nach 45 Minuten zeugte von der schwachen Offensivleistung Liverpools. Im Gegensatz dazu stand die Leistung Uniteds, welche über lange Zeit souverän und überaus stark agierten.

Sir Alex‘ frühe Anpassung

In der Anfangsphase schien es, als ob Manchester United bevorzugt über rechts angreifen wolle. Es gab einen Rechtsfokus im Aufbauspiel und sogar ein dazu passendes Verschieben im der Spielaufbau-Formation. Dies sah so aus, dass Rio Ferdinand auf halbrechts auf die Seite schob und Rafael nach vorne ging. Der halblinke Innenverteidiger, Nemanja Vidic, blieb aber stärker im Zentrum und Patrice Evra spielte als Linksaußenverteidiger wiederum nicht so hoch, wie es sein Gegenüber Rafael tat. Womöglich wollte Sir Alex Ferguson seiner Mannschaft dadurch eine gewisse defensive Stabilität geben und die rechte Seite stärker betonen.

Aufbauspiel mit Rechtsfokus

Aufbauspiel mit Rechtsfokus

Dort hat man mit Rafael einen jungen, dynamischen und in dieser Saison außerordentlich stark aufspielenden offensiven Außenverteidiger, davor wechselten Danny Welbeck und Ashley Young konstant die Position. Des Weiteren kann es sein, dass auf dieser Seite eine Schwachstelle vermutet wurde; eventuell rechnete man mit Downing auf links oder ähnlichem.

Der Nachteil dieser stark akzentuierten Spielweise liegt auf der Hand. Der Gegner kann sich besser einstellen, außerdem müssen die Akteure auf der ballfernen Seite darunter leiden. Als klar wurde, dass United die spielerische und konzeptuelle Überlegenheit besaß, veränderte sich die Formation im Aufbauspiel schnell.

Nach etwa 10-15 Minuten wurde Shinji Kagawa immer enger und kam dadurch besser ins Spiel. Die Positionswechsel beschränkten sich nun nicht mehr vorrangig auf die beiden Stürmer auf der halbrechten Seite, sondern bezogen alle drei Akteure in der offensiven Dreierreihe mit ein. Zusätzlich ließ sich Robin Van Persie einige Male intelligent in den Zwischenlinienraum zurückfallen und bot eine zusätzliche Anspielstation oder füllte Räume.

Mit dieser hohen und intelligenten Bewegung der vier Akteure dominierte United das Spielgeschehen. Dabei blieb Kagawa oftmals über längere Zeit im Zentrum und beteiligte sich am Aufbauspiel. Teilweise wirkte es sogar wie ein 4-3-3 und United wurde besonders dann gefährlich und kaum zu pressen, wenn Cleverley und Kagawa in Nähe zueinander spielten. Der herausragende Michael Carrick lenkte das Spiel von hinten, während Kagawa und Cleverley als Nadelspieler in den (vorrangig links) Halbräumen spielten.

Nach einer sehr guten und schnellen Kombination zwischen Carrick, Welbeck, Cleverley und Kagawa wurde Evra auf der Seite frei. Durch die Veränderung im Aufbauspiel konnte er nun höher spielen und machte prompt eine Vorlage für Van Persie aus seiner hohen und breiten Position.

Aufbauspiel ohne Rechtsfokus, Kagawa lässt sich fallen

Aufbauspiel ohne Rechtsfokus, Kagawa lässt sich fallen

Somit lag Ferguson mit seiner Entscheidung, in diesem Spiel auf Fluidität statt Flügelfokus zu setzen, absolut richtig und es entwickelte sich ein interessantes und ansehnliches Spiel mit klaren Vorteilen für Manchester United. Selbst defensiv passten sie ihre Positionen auf die Bewegungen sehr gut an, was eindeutig darauf hinweist, dass die Spielweise so geplant war.

In der Anfangsphase ordneten sie sich defensiv mit einem relativ klaren 4-4-1-1/4-4-2 an, wo Welbeck vorne Van Persie unterstützt und Kagawa links die Linie hielt. Später kam es sogar vor, dass sie in einem 4-5-1 mit flacher Fünf spielten, weil Welbeck zuvor die Position Kagawas übernommen hatte und dieser sich nun mittig orientierte. Gegen beide Formationen fand Liverpool über lange Phasen kein Durchkommen. Insbesondere die situativen Mannorientierungen von der Abwehr sowie Cleverley und Carrick sorgten dafür, dass die Bewegungen der im letzten Spielfelddrittel numerisch unterlegenen Liverpool-Spieler neutralisiert und abgefangen wurden.

Wechsel bei Liverpool

Zur Halbzeit musste Brendan Rodgers reagieren. Sein 4-3-3, welches sich defensiv als 4-1-4-1 entpuppte, war mehr oder weniger an der Pressingresistenz und dem mangelnden Zugriff auf Carrick sowie den Bewegungen des Gegners in die Halbräume gescheitert. Rodgers veränderte die Formation und wechselte Lucas Leiva aus. Dies war etwas überraschend, weil Lucas der womöglich beste Mittelfeldspieler Liverpools gewesen war, doch aus taktischer Perspektive ergab diese Entscheidung Sinn.

Mit Joe Allen und Steven Gerrard behielt er zwei vertikalere (Gerrard) oder zumindest kreativere (Allen) Spieler auf dem Platz und entfernte schlicht den defensivsten Spieler, um auf ein 4-4-2 umzustellen. Allen sollte dabei als Ballzirkulator dienen und Gerrard sich nach vorne orientieren. Lucas als zweiter eher horizontaler Passspieler zu Allen wurde somit als obsolet angesehen.

In diesem 4-4-2 hatten

Grundformationen beim Schlusspfiff

Grundformationen beim Schlusspfiff

sie uun mit Daniel Sturridge und Luis Suarez zwei bewegliche Stürmer. Damit wollte er die Anzahl von Passstationen im letzten Spielfelddrittel erhöhen, desweiteren sollte es mehr Zugriff im Pressing ergeben. Kurz nach dem 2:0 nach einem Standard zahlte sich die Veränderung aus. Manchester United wurde gepresst und verlor den Ball, Steven Gerrard zog ab und nach einer Parade David De Geas war Joker Sturridge zur Stelle.

United war nun schwächer. Ein Grund war neben Liverpools Veränderung sicherlich auch die eigene Anpassung an die Führung und an die Verletzung Youngs. Dieser wurde zur Halbzeit für Antonio Valencia ausgewechselt. Der Ekuadorianer befindet sich nach einer tollen letzten Saison in einem Formtief und ist eher der Typ Flügelflitzer, der über seine Athletik kommt. Somit wurde das fluide Offensivspiel über weite Strecken zurückgefahren und Kagawa spielte folgerichtig wieder breiter, was nicht seiner Paraderolle entspricht.

Liverpool dominierte war jetzt besser. Rodgers brachte mit Fabio Borini statt Raheem Sterling einen weiteren Stürmer und einen frischen Spieler. In der Schlussphase reagierte Ferguson gleich zwei Mal. Er brachte Phil Jones statt Kagawa und erhöhte die defensive Ausrichtung noch weiter, um die Führung über die Zeit zu bringen. Man formierte sich nun öfters am eigenen Sechzehner in einem 4-5-1 und wollte vorrangig die gegnerischen Bewegungen und die daraus entstehenden Löcher neutralisieren.

Fazit

Ein interessantes, taktisch wie spielerisch ansehnliches (beide Teams in jeder Spielphase über 80% Passgenauigkeit)und letztlich auch spannendes Spiel. Beide Mannschaften hatten starke und weniger starke Phasen, wobei Uniteds erste Halbzeit sehr viel Lob verdient. Liverpool fand aber nach dem 2:0 die richtige Antwort und war nun mindestens gleichwertig, auch wenn es an zündenden Ideen im letzten Spielfelddrittel fehlte.

Wären diese noch gewesen, wäre ein Unentschieden nicht nur verdient, sondern wohl auch unausweichlich gewiesen. So hatten sie einige Chancen, vorrangig nach etwas chaotischen Situationen oder Pressingaktionen, doch wirklich zwingend wurden sie selten. Alles in allem ein knapper, aber keineswegs unverdienter Sieg für die Red Devils in Old Trafford.

mb 16. Januar 2013 um 16:57

Das einzige, was für mich als lfc fan positiv war, war dass Brendan Rodgers zum wiederholten Male zeigen konnte, dass er Spiele durch taktische Umstellungen und Einwechselungen positiv beeinflussen kann. Mit so inem Trainer kann man in Zukunft viel erreichen!
Ansonsten hat United das ganze kontrolliert und nur am Ende etwas den Faden verloren. Aber das, was die in der ersten Halbzeit gespielt haben, war meines Wissens das beste in 2012/2013. Kagawa ist meines wissens aber verschenkt, wenn er nicht in der Mitte spielt.
Übrigens mein erster Post hier (nach bestimmt 12 Monaten mitlesen). Eindeutig die besten Spielanalysen, und gerade die in-depth Analysen sind beeidruckend!

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Rasengrün 14. Januar 2013 um 11:28

Vom Taktischen her war das eines der besseren EPL-Spiele, keine Frage, aber trotzdem hat es die jüngsten Diskussionen hier doch bestätigt. Vergleichen wir dieses Spiel doch einfach mal mit einem Spiel der Tabellenführer der anderen großen Ligen gegen einen Verein aus mittleren Tabellenregionen mit Ambitionen, dann wirkte es nicht nur phasenweise fast schon unorganisiert. Irgendwie fesselt die zweifelsohne beeindruckende individuelle Klasse, die auf dem Platz versammelt war, nicht mehr so wie in früheren Jahren. Oder hat sich einfach nur meine Wahrnehmung verändert? Wäre ja auch denkbar. Gleiches gilt für das Tempo für das die EPL steht. War das Spiel wirklich vergleichsweise langsam oder kam mir das nur so vor, weil die kollektive Bewegung irgendwie oft hölzern war? Nach Abpfiff wusste ich jedenfalls überhaupt nicht, was ich davon nun halten sollte und so geht es mir nach diesem Artikel immer noch. Das ist schon in sich bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass da die beiden besten Stürmer der Liga auf dem Platz standen. Normalerweise reicht das allein um mich zu fesseln.

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Lino 13. Januar 2013 um 19:01

Sehr auffällig war, wie intelligent Kagawa sich in die Halbräume bewegt hat und wie es keiner seiner Mitspieler mitgekriegt hat 😉 Kagawas Spielintelligenz war in vielen Situationen einfach für Premier League Verhältnisse zu groß

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blub 13. Januar 2013 um 19:51

Kagawa auf außen ist ja auch ne echte Verschwendung.
die „versuche“ von welbeck vorne neben van Persie(im 442) sowas ähnliches wie den Raum zuzustellen waren im vergleich zum was man von kagawa gewohnt in absolut grausam.
selbst wenn es bei ManU nicht so organisiert sein kann wie beim BVB.

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IV 13. Januar 2013 um 18:41

Also mich hat das Spiel auch eher enttäuscht.
Als Liverpool Anhänger war die erste Halbzeit nur schwer zu ertragen:

der schwache Spielaufbau und einige haarsträubende Ballverluste waren nicht schön anzusehen. Dementsprechend gut bedient war man mit dem Halbzeitresultat.

In Halbzeit zwei gestaltete sich das Spiel für Liverpool wesentlich besser, was wohl vor allem an der offensiveren Ausrichtung im Mittelfeld und der Präsenz von Sturridge im letzten Spielfelddrittel gelegen haben darf.

Überrascht hat mich der junge Wisdom im zweiten Durchgang durch einige überzeugende Aktionen.

Der Sieg für United geht wohl in Ordnung auch wenn die Heimmannschaft nicht wirklich zu überzeugen wusste.

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lomi 13. Januar 2013 um 18:29

Joe Allen als vertikalen Typen zu bezeichnen, halte ich persönlich (ohne Statistiken oder Grafiken gesehen zu haben) für eine ziemliche Fehleinschätzung. Bis der mal nen Pass nach vorne spielt, muss aber schon viel Wasser den Mersey runtergeflossen sein…

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RM 13. Januar 2013 um 18:42

Absolut. Gerrard ist der Vertikale von ihnen. Dennoch ist Lucas noch eine Spur defensiver und weniger kreativ (worauf ich mich bei Allen bezog, denn er ist über seine horizontale Spielweise in gewisser Weise kreativ, zumindest kreativer als Luca). Und Allen wurde ja dann auch ausgewechselt.

Nachtrag: Aber du hast Recht, im Text hört man es nicht so raus. Muss ich ausbessern.

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omil 13. Januar 2013 um 20:46

Dann frag ich mich allerdings, was eigentlich Kreativität bedeutet. Sicheres Passspiel, das jedoch nur zur Seite geht sorgt zwar für Ballzirkulation, aber da müsste man doch auf sehr indirektem Wege Kreativität unterstellen.

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hans 13. Januar 2013 um 21:59

Eigentlich ist Allen ein recht kreativer OM, wie man im letzten Spiel gegen Sunderland sehen konnte. Allerdings wird er eben auf dieser defensiven Position eingesetzt und kann dort seine Kreativität nicht gut zeigen. Sie ist aber auf jeden Fall mehr vorhanden als bei Lucas.

Davon abgesehen hat sich seine Form in den letzten Wochen stetig verschlechtert und ich würde persönlich lieber Henderson sehen, aber das nur nebenbei.

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milo 14. Januar 2013 um 11:51

Stimmt, zu Beginn der Saison hat er mich auch einige Male überzeugen können, im weiteren Verlauf immer weniger.
Ich frage mich das Offensichtliche, nämlich ob Sahin auf der Position durch seine Steilpässe nicht für viel mehr Offensivdrang hätte sorgen können. Ich weiß nicht, warum er dort nie eine echte Chance bekommen hat.

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hans 14. Januar 2013 um 18:12

Sahin hat Chancen bekommen. Leider waren seine Leistungen größtenteils (mit Ausnahme eines Spiels gegen West Brom und ein paar Minuten in der EL) sehr ernüchternd. Er fiel vor allem durch seine Lauffaulheit auf und verlor ständig Bälle etc.

Finde persönlich, dass der gesamte Transfer sehr unglücklich war. Wenn er spielte, spielte er nicht gut, aber warum sollte man ihm besonders viel Spielpraxis geben (obwohl man mit Allen und Henderson ins System passende Spieler hat), wenn er am Ende der Saison eh wieder zurück nach Madrid muss.

Ich denke, dass der Transfer nach Dortmund die beste Lösung für alle Beteiligten war.

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Felix 13. Januar 2013 um 17:45

Ich habe mir das Spiel ab der 30.Min angeschaut und ich fand es wenig berauschend. Liegt sicher daran, dass ich sehr selten mal PL gucke und mir der generelle Spielstil nicht wirklich gefällt.
Insgesamt wirkte vieles kopflos, es gab trotz der hier angesprochenen hohen Passgenauigkeit einige böse Ballverluste und sehr häufig wurden gute Momente für Kombinationen verpennt. Das ganze Spiel über gab es teilweise massiv große freie Räume und niemanden der diese wirklich nutzen wollte, oder wenigstens mit Dynamik in diese Räume ging. Liverpools Tor resultierte aus einer Freiheit direkt vorm 16ner die mich erschreckt hat.
Die PL lebt eigentlich von Dynamik, Geschwindigkeit und Athletik, wobei ich die ersten beiden Eigenschaften teilweise vermisst habe, eben wenn es darum ging die großen Räume effektiv zu nutzen.
ManUnited hat auch meist sehr passiv gespielt und das „Pressing“ war meist nur ein loses Anlaufen, aber kein aggressives Attackieren.
Vllt liegt das einfach daran, dass ich hauptsächlich BL und Primera Division gucke, aber mich hat das Spiel eher enttäuscht.

Trotzdem muss ich sagen, dass die Analyse mal wieder in Rekordzeit online ging und ich so zu meinen eigenen noch frischen Eindrücken noch eine 2. Meinung hören konnte. Dank und Lob dafür

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RM 13. Januar 2013 um 18:43

Ich fands besser als die meisten PL-Spiele.

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Bernhard 13. Januar 2013 um 19:36

Schon komisch,dass man diese Argumentationslinie (überspitzt formuliert besagt sie,dass die EPL vom taktischen Standpunkt aus betrachtet die schwächste „große“ Liga in Europa ist) öfter hört/liest!

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Don_Vito 13. Januar 2013 um 19:42

Hat sicherlich seine Berechtigung, wobei diese Kritik momentan gerade auch etwas in Mode ist und deswegen, bei allem Respekt vor den Usern hier, manchmal etwas unreflektiert übernommen wird.

Gerade das heutige Spiel war, da stimme ich mit dem Autor überein, kein Indiz dafür und war sowohl spielerisch, als auch taktisch gut anzusehen. Gerade von United über die ersten 60 Minuten.

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Bernhard 13. Januar 2013 um 21:00

Eh,ich denke dass das keine fundierte Diskussion ist!
Außer,es wird im Doppelpass diskutiert! 😉

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M 14. Januar 2013 um 00:25

spielt sicherlich auch mit rein, dass es da schon 1:0 stand

hab das Gefühl, dass United generell nicht mehr so ‚intensiv‘ presst, wenn sie erst mal führen, sondern sich dann lieber kompakt stellen und so ein offenes Spiel killen (wollen).

In sofern waren die ersten 20 Minuten sogar die ansehnlichsten der Partie.

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Felix 14. Januar 2013 um 13:52

Ich hatte ja die Einschränkung gemacht, dass ich sehr selten PL gucke, eigentlich nie. Dafür aber regelmässig Bundesliga und Barca-Spiele.
Das KickandRush hat etwas, aber teilweise würden 1-2Pässe mehr das Spiel noch ansehnlicher und intensiver machen.
Ist einfach nicht meine Vorstellung von Fußball die ich in dem Spiel bestaunen durfte, weswegen eine Diskussion nicht umbedingt zielführend ist.
Dazu habe ich auch weniger auf taktische Details geachtet, bzw von einem anderem ganz anderen Ausgangspunkt losgegangen beim gucken.

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Felix 14. Januar 2013 um 13:55

Schon wieder den falschen Reply-Button erwischt.
Was ich noch ergänzen wollte, was mich vorallem gestört hat: Einige kurze Pässe wurden ziemlich unsauber gespielt. Die sind, obwohl sie nur über 2m gehen sollten gefühlt nach 1,5m verdurstet.
Der englische Fußball hat Eigenheiten mit denen ich nicht so vertraut bin, beispielsweise scheint das Spiel insgesamt offenen zu sein, ein offener Schlagabtausch. Würde auf jeden Fall die teilweise unglaublichen Ergebnisse erklären (7:4, 5:3 etc)

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