Donnerstag, 25.05.2017

Kommentar: Wo die Neutralität aufhört

Ein Kommentar zum Ausscheiden des FC Barcelona im Champions League-Halbfinale, der ausnahmsweise nicht um eine ausgewogene Berichterstattung bemüht ist.

Ja, wir sind ein Taktikblog. Und ja, wir geben uns Mühe, immer neutral zu bleiben und allein sachliche Aspekte in unseren Analysen zu berücksichtigen. Aber ich denke nach dem gestrigen Spiel ist es doch einmal an der Zeit, als Autor auch auf dieser Seite klar Stellung zu beziehen. Nur um das klarzustellen: Dieser Kommentar ist ein rein subjektiver Text und soll bitte auch als solcher verstanden werden. Ich weiß nicht, ob ein solcher Text auf dieser für ihre Neutralität bekannten und geschätzten Seite gewünscht ist, aber für mich war direkt nach dem Schlusspfiff klar, dass ich dieses Spiel für mich nicht einfach abhaken und zur Tagesordnung übergehen kann.

Für viele ist der FC Barcelona das Gute, Reine und Unverdorbene am Fußball. Man hat das Gefühl, die Mannschaft geht lieber tosend unter, als sich einer pragmatischeren Spielweise zu bedienen. Ich werde kein Wort mehr als nötig über die Spielweise der Londoner verlieren, aber soviel sei gesagt: Zeitschinderei ab der ersten Spielminute, hektisches Ballwegschlagen am eigenen Fünfmeterraum und statistisch kaum messbare Ballbesitzzeiten kann auch ein normalerweise extrem neutraler Zuschauer nicht emotionslos ertragen.

Ich muss zugeben, ich habe eine Schwäche für die Spielweise der Blaugrana. Die Kurzpasskombinationen, das alternativlose Ballbesitzspiel, Iniesta und Xavi, Busquets und Pique, Messi und Fabregas. Der FCB ist der einzige Fußballverein weltweit, bei dem ich emotional werde und bei dem ich das Gefühl habe, wirklichen Fußball zu sehen. Nicht falsch verstehen, ich schaue auch viele andere Fußballspiele mit großem Interesse und auch Begeisterung. Doch überall steht bei mir die Taktik über allem anderen.

Komischerweise habe ich es aber noch nie geschafft, mich bei einem Spiel Barcas allein auf die Taktik zu konzentrieren. Stattdessen fesseln mich immer wieder die Bewegungen der Spieler und die Interaktionen zwischen ihnen. Man kann fast sagen, ich verliere mich in den Bewegungen der Spieler, meine, zeitweise ihre Gedanken lesen und aktiv am Spielgeschehen teilnehmen zu können. Während eines Barcelona-Spiels schaltet sich mein Gehirn phasenweise ab und ich lasse mich treiben im Barca-Rausch.

Leider gibt es ein paar mal in der Saison einen echten Störfaktor für diesen Rauschzustand: Es sind gegnerische Mannschaften, die auf die eine oder andere Weise ein Gegenmittel zur Spielweise Barcelonas gefunden haben, ihren Spielfluss (zer-)stören und damit das Magische verblassen lassen. Manche Teams entwickeln faszinierende Gegentaktiken, die einige meiner Kollegen ins Schwärmen kommen lassen, viele setzen aber ganz einfach auf die seit 2010 als Inter-Taktik bekannte ultradefensive Spielweise, die als landläufig als einzig probates Mittel zur Bezwingung Barcas gilt.

Auch der Chelsea FC bediente sich dieser Spielweise und trieb diese auf eine sehr unrühmliche Spitze. Als neutraler Fußballfan müsste man nach dem Spiel eigentlich Wuttränen in den Augen gehabt haben ob des ungerechten Ausgang dieses Spiels, von dem man sich wahrscheinlich noch länger erzählen wird. Manche Journalisten werden sich im Anschluss an die Partie um Neutralität bemühen und die Cleverness der Engländer herausstellen, andere werden den Katalanen die Schuld an der Niederlage geben, ist man doch trotz aller spielerischer Dominanz zu ausrechenbar für den Gegner.

In meinen Augen haben beide Perspektiven recht, und doch zielen sie für mich an der Wahrheit vorbei. Guardiola hat sich bewusst gegen eine vollkommen andere Spielweise als Alternative entschieden und stattdessen den Barca-Stil auf die Spitze getrieben, die Dreierkette eingeführt und als Plan B ein 4-Stürmersystem etabliert. All das kann man als starrsinnig bezeichnen, oder aber als konsequent.

Mancher Romantiker wird nun sagen, der FC Barcelona sei lieber untergegangen, als seine Prinzipien zu verraten. Ich für meinen Teil sehe leider nur, dass die mit Abstand beste Mannschaft, die ich je das Privileg hatte sehen zu dürfen, erneut an einem pragmatischen, teils unfairen, Gegner gescheitert ist.

Schon in der Literatur folgte auf eine gefühlsbetonte stets eine mehr kopfgesteuerte, pragmatischere Epoche. Wenn man nun so anmaßend ist, die seit einigen Jahren anhaltende Dominanz der Katalanen aufgrund ihrer an romantischen Idealen orientierten Spielweise als eine gefühlsbetonte Epoche zu bezeichnen, dürfte diese eines Tages von einer pragmatischen abgelöst werden.

Das Halbfinale gegen Chelsea war keineswegs das Ende, aber vielleicht ein Indiz dafür, dass der Barca-Stil nicht ewig dominieren wird, wobei sich Dominanz weniger in Titeln als in Einfluss messen lässt. Und keine Mannschaft seit Sacchis AC Mailand hatte so viel Einfluss auf den Weltfußball. Daran können auch ernüchternde Niederlagen wie die gestrige gegen Chelsea nichts ändern!

Old Trafford 23. Juni 2012 um 11:44

Selten so einen Blödsinn gelesen, wie in diesem Kommentar.
Das ist die Entwicklung des Fussballs. Barca hat ihn jahrelang dominiert, jetzt entwickeln sich Gegentaktiken. Das kann nur gut für den Fussball sein. Dass der FC Chelsea natürlich auch sehr viel Glück hatte, ist klar. Aber er hat einfach effizienter gespielt und seine Möglichkeiten genutzt.
Und ich muss sagen, dass ich echt froh darüber bin, dass das Barca-Spiel wieder schlagbar wird. Mir geht dieses endlose Ballgeschiebe so dermassen auf den Sack. Das ist brilliant, keine Frage. Aber für mich als Zuschauer zerstört es den Spass am Zuschauen. Ich sehe eine Mannschaft, die sich endlos den Ball brotlos hin- und herschiebt und dann einen zweifellos genialen Pass spielt, der zum Tor führt. Die andere Mannschaft steht zwangsläufig nur da und versucht den Ball zu bekommen. Aufgrund des hohen Ballbesitzes ist natürlich auch wenig Tempo im Spiel. Schliesslich spielt sich alles in einem Drittel des Spielfeldes ab, ergo gibt es dort keinen Platz und es gibt auch keine Alternative zum brotlosen Ballgeschiebe. So geht das quasi das ganze Spiel über (etwas überspitzt, zugegeben). Puh, wie abwechslungsreich.
Daher ist es aus meiner persönlichen Zuschauersicht erfreulich, dass sich der Fussball weiter entwickelt und dieser Dominanz-Fussball abgelöst wird.

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LW 20. Mai 2012 um 00:19

Hallo Spielverlagerung, liebe Leser, MB,
ich habe den Kommentar hier gelesen und nichts dazu geschrieben, weil ich eigentlich eher ungern meine sehr sehr subjektive Meinung kundtue, wenn ich nicht gerade betrunken bin.

Aber jetzt nach dem Sieg Chelseas kann ich nicht subjektiv sein.

Als ich Deinen Post zu erst gelesen habe, dachte ich, ok, ein Barca-Fan, der enttäuscht ist, dass seine Lieblingsmannschaft verloren hat.
Beim 2. Mal dachte ich dann, dass das Ausscheiden Barcas dann doch irgendwie wirklich unverdient ist.
Irgendwie habe ich auch gedacht, dass Barcas Fußball noch so schön und noch so dominant sein kann, solange das Ergebnis nicht stimmt, denn im Endeffekt ist und bleibt Fußball ein Ergebnissport, bei dem das Ergebnis oft durch Glück oder Tagesform des Einzelnen auf dem Platz, entschieden wird.
Und Barca hatte an diesem Tag weder das Glück noch die richtige Form, um zu gewinnen.
Wie gesagt, ich dachte mir, dass es wirklich irgendwie unverdient war, weil Barca nicht nur schöner, sondern besser, ja viel besser, als Chelsea gespielt hat.
Aber ich wollte nicht schreiben, weil ich mir dachte: „Gut, es ist nur ein Spiel – beziehungsweise 2 Spiele. Ich dachte mir, dass es auch in Fußball, wie im realen Leben, so eine Art Karma gibt; auch wenn am Ende nur das Ergebnis zählt, wird das Ergebnis in entscheidenden Momenten gerecht ausgehen.
So dachte ich, auch wenn Chelsea unverdient ins Finale einzog, dass sie dann im Finale nur gewinnen würden, wenn sie die entsprechende Leistung zeigen würden.

Heute wurde ich des Gegenteils belehrt.
Chelsea verkroch sich wieder, wie ein Wurm, vor dem eigenen Strafraum, war hektisch bei Ballbesitz, spielte nur ganz selten tatsächliche Konter, war – um nicht zu sagen, dass sie einfach pure Angst hatten – sehr auf Sicherheit bedacht.
Bayern spielte in meinen Augen ähnlich wie Barcelona, spielte schönen Fußball – auch wenn in meiner Kneipe Leute waren, die gesagt haben, dass Bayern zu langsam spiele und Dortmund „schon jetzt 3:0 führen würde“.
Irgendwie war Cech aber leider immer wieder zur Stelle und Bayern war vor dem Strafraum zu ungenau.
Dann war Müller doch zur Stelle und ich dachte mir, dass es doch Fairness im Fußball gibt, dass man Siege immer, wenn es verdient ist, erzwingen kann und dass das Spiel eigentlich entschieden sei, weil Chelsea bis zu diesem Zeitpunkt doch nur 3 wirkliche Chancen hatte.
Falsch gedacht und der Ausgleich wurde geschossen. Verdient? Meiner Meinung nach nicht.

Bayern hatte es jedes mal verpasst, das Tor zu schießen und dann Elfmeter – eigentlich ein Geschenk. Robben verschießt.
Ist das dann am Ende Schicksal? Ist es am Ende verdient, dass Cech nach einem Superspiel dann auch noch den Elfmeter hält, obwohl Bayern schon längst den Pokal in der Hand halten müsste?

Und jetzt nach dem Elfmeterschießen weiß ich auch nicht mehr so genau, ob es irgendwelche Fairness im Fußball gibt. Eigentlich hätte der Fußballgott dafür sorgen müssen, dass das Elfmeterschießen zugunsten vom FC Bayern entschieden werden würde.
Eigentlich hätte Barcelona ins Finale einziehen müssen und eigentlich hätte, nachdem Barcelona nicht ins Finale einzog, Bayern das Finale gewinnen sollen, weil beide Mannschaften klar besser waren und am Ende wird doch der belohnt, der den grässlichsten Fußball gespielt hat, den ich je ansehen durfte oder sogar musste.
Wo ist hier die Fairness?
Hier und heute hört auch meine Neutralität auf.

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LW 20. Mai 2012 um 00:21

„Aber jetzt nach dem Sieg Chelseas kann ich nicht subjektiv sein.“
[…] kann ich nicht OBJEKTIV sein.

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Jourl 20. Mai 2012 um 00:35

Kann dir nur zustimmen. Das ein Team so viel glück haben kann ,einfach Unglaublich.

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C 20. Mai 2012 um 02:18

ich denke jeder der die 180 Minuten Barca vs Chelsea gesehen hat muss sagen, dass es auf die 180 Minuten bezogen kein gerechtes Ergebnis war, ich dachte da allerdings durchaus an wie du es nennst „Charma“ oder wie man hierzulande sagt „was Recht ist kommt wieder“ denn beim letzten aufeinander Treffen war Barca das Team das ziemlich glücklich weiter kam und Chelsea schied aus.

Und bei aller Trauer um die vergebene Chance heute abend muss ich auch sagen wer hätte es den Bayern zugetraut ins Finale zu kommen? Oder gar hier zu siegen? Und ich sage mir auch Spieler wie Drogba und Czech haben einen Cl Titel verdient! Von daher denke ich werden Schweini, Lahm und Co ihren auch noch bekommen.

Antworten

Mo 29. April 2012 um 15:58

Also eines muss man ja sagen, Im Leistungssport zählt an erster Stelle das Ergebnis.
Die Taktik Chelsea’s war erfolgreich, da sie im Finale sind.
Hinzufügen möchte ich, dass bei der Chancenauswertung jeder selber schuld ist und so eine Taktik von Chelsea untersützt.

Taktik dient zum erreichen des gesteckten Zieles!! Jeder bedient sich das seiner stärken.

Grüße MO

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Stehtribüne 29. April 2012 um 21:25

Wobei man ja auch sagen muss, dass Barcelona in Überzahl bereits 2:0 geführt hat. Wenn man dann 2:2 spielt, muss man sich zuerst an die eigene Nase fassen.

Antworten

Steffen 28. April 2012 um 22:09

Jo Hallo,

der Kommentar hat mir gut gefallen. Ich finde mich darin wieder. Barca war in beiden Spielen das bessere Team und hatte insg. 4 oder 5 Aluminium-Treffer. In diesem Kontext ist es angebracht von einem glücklichen Weiterkommen des FC Chelsea zu sprechen, ohne die Leistung des CFC schmälern zu wollen. Über beide Spiele gesehen war es in jedem Fall sehr glücklich.

Sicherlich ist es legitim, komplett auf die Defensive zu setzen. Letztlich gibt es Spielregeln und in deren Rahmen kann man sich verhalten, wie man möchte. Ich als neutraler Fan des Fußballs und großer Barcelona-Bewunderer habe jedoch emotional ganz klar zu den Spaniern gehalten.

Ich habe noch nie eine Mannschaft derart tollen Fußball spielen sehen und ich verfolge Fußball seit Mitte der 90er intensiv. Diese Ballstaffetten, ständige Bewegung, Steilpässe(zumindest wenn der Gegner nicht so tief steht wie der CFC), ein Messi, dem der Ball am Fuß klebt wie keinem Anderen und der von seinem Können weit über allen Anderen steht.

Ich stimme auch mit der Aussage eines Users überein, dass Chelsea gegen keinen anderen Gegner diese totale Spielblockade-Taktik gewählt hätte. Im Finale etwa erwarte ich ein offenes Spiel mit ausgeglichenen Spielanteilen und nicht wie gegen Barca ca. 25% Ballbesitz für Chelsea.

Antworten

Stehtribüne 28. April 2012 um 22:31

Steffen ich muss dir da vollkommen zustimmen. Chelsea spielt ja nicht für die Welt, sondern allein für sich. Zuerst auf sich gucken und so spielen, dass man ins Championsleaguefinale einzieht. Wenn man zwischem Dreckigem Spiel – weiterkommen und Ästethischem Spiel – rausfliegen entscheiden muss, würde sich jeder normaldenkende für die erste Option entscheiden. Chelsea hat das gemacht und deswegen finde ich die Kritik völlig unberechtigt.

Antworten

Fan 27. April 2012 um 18:47

Ich hab zwar nicht alle Kommentare gelesen, aber genug, um (mit Hilfe der Boulevardmedien und dem eigentlichen Artikel) ein bisschen sauer zu werden. Das hat im Endeffekt zwei Gründe:

1. Was soll das ganze Geschimpfe auf die Taktik Chelseas. Klar ist man als neutraler Beobachter erstmal ein wenig angewidert von der Spielweise, gerade, wenn der Gegner den zZ besten und schönsten Fußball spielt und man den direkten Kontrast hat. Aber mein Gott, in den letzten 2-3 Jahren sollte nun wirklich jeder gemerkt haben, dass es für fast alle Mannschaften gg Barca nunmal keine andere Möglichkeit gibt. Der Trainer und die Spieler von Chelsea haben sich bestimmt nicht vor dem Spiel zusammengesetzt und besprochen, wie sie am besten den Leuten den Spaß am Fußball verderben können. Aber es ist doch vollkommen logisch, dass nicht versucht wurde, spielerisch mit Barca mitzuhalten und sich in der Addition vermutlich zweistellig aus dem Turnier zu verabschieden. Und ganz neu ist das ja jetzt auch nicht, gg spielerisch starke Teams wie Barca und auch die Bayern spielt fast jeder Gegner so, wenn auch meistens vielleicht nicht ganz so extrem.

2. Wie um Himmels Willen kommen so viele darauf, dass es dumm, überheblich, was auch immer von Barca war, an ihrem System festzuhalten. vA die ständige Forderung nach mehr Flanken. Chelsea hat doch nicht aus Versehen die Seiten offengelassen. Hat von euch schonmal jmd. versucht n Kopfballduell gg. n 20cm größeren Gegenspieler zu gewinnen? Und das dürfte wohl bei den meisten der 20/19 Feldspieler so ziemlich der Größenunterschied sein. Mal ganz davon abgesehn, dass es nicht so war, dass Barca ideenlos war, wie es in solchen Situationen den Bayern oft genug passiert. Ihr System hat ganz schlicht und einfach funktioniert, auch gg. Chelsea. Wenn die beiden Spiele 5:1 für Barca ausgehen kann sich a) niemand beschweren und b) feiert die ganze Welt (zurecht) ihre beste Mannschaft. Und wenn Barca in den letzten Minuten das/die Tore macht finden es alle bewundernswert, wie sehr sie auf ihr System vertrauen.

Zugegeben, da war jetz viel Konjunktiv im Spiel. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass keinen Grund gab, irgendwas zu verändern, weil man das beste und effektivste System eh schon spielte. Es gab Chancen en masse und weil sies nunmal nicht auf die Reihe gekriegt haben, genug davon reinzumachen, ist Chelsea verdient weiter. So einfach kann Fußball sein und wenn überhaupt war Chelsea das dümmere Team, dass sie trotz hoffnungsloser Chancenlosigkeit weiter so gespielt haben. Dass sies trotzdem gepackt haben liegt ausschließlich daran, dass Barca zwei was die Chancenverwertung betrifft extrem unglückliche Tage erwischt hat.

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dns 27. April 2012 um 18:23

Da Chelsea ja nicht jedes Spiel so defensiv angeht, muss man vielleicht hier einfach mal so draufschauen.

Wenn es ein paar Schieberegler gäbe, müsste man einfach mal sagen, dass Barcelonas Stil so aussähe:

Offensiv Defensiv
Technisch Physisch
Kurzpass Langer Ball
Geduldig Hektisch

Was zum Geier liegt näher, als dem das extreme Gegenteil entgegenzusetzen? Ich finde es in höhstem Maße bewundernswert, dass eine Mannschaft es schaffte, einen komplett unüblichen Stil zu spielen und damit am Ende erfolgreich zu sein.

Zudem gehört eine ordentliche Portion Mut des Trainers dazu, solch eine Taktik aufzufahren. Stelle man sich mal vor, was für ein Theater es gegeben hätte, wenn das Spiel 3:0 ausgegangen wäre. di Matteo wäre mit Fackeln und Mistgabeln durch Londons Straßen gejagt worden.

Das Spiel war weniger ein Kampf gleich gegen gleich als viel mehr ein Muhammed Ali gegen Joe Frazier. Nur dass hier „Frazier“ triumphierte.

Abgesehen davon finde ich diesen emotionalen Einwurf der Redakteure sehr erfrischend und eigentlich kann das keinem negativ aufstoßen, da dies nunmal ein echtes Ausnahmespiel war. Es ist ja nicht so, dass die Redaktion Woche für Woche in irgendwelchen Fanlager-Streitereien aufgeht. Wenn es überhaupt einen Ansatzpunkt für solch einen Artikel gab, dann wohl dieses Spiel.

(Ich hoffe ich bekomme die Matheaufgabe unten richtig hin. ^^

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Stev 27. April 2012 um 00:28

Ohne die restlichen Kommentare alle gelesen zu haben:
Ich fand eher Barca limitiert. Sie haben einfach null ihr System verlassen, alles immer per Kurzpassspiel durchs Zentrum versucht. Sie hätten so viel durch Flanken erreichen können, die Außen waren bei Chelsea immer relativ unbedacht gewesen. Stattdessen wurde auch immer von den Außen nach innen gezogen, Flanken immer weit vom Tor geschlagen damit diese reinge“passt“ werden können. Auch sonst fehlte es einfach an Variation.
Das Chelsea sich reinstellt ist verständlich. Man weiß das es bringt und taktisch war es auch viel mehr als nur das Zentrum zu machen. man wusste genau was für Schwächen Barca hatte und nutzte die aus. Zudem schossen sie am Ende mehr Tore, weil sie eine bessere Verwertung hatten – und etwas Glück. Aber das waren 180 Minuten, da spielt Glück eine untergeordnete Rolle. Zeitspiel hat sich bei Chelsea meines erachtens sehr in Grenzen gehalten. Wenn ich da so Bilbao sehe, die in den 4 Minuten 3 verletzungen plötzlich haben…

PS: Es gibt bei WordPress auch die Möglichkeit Kommentare auf mehreren Seiten anzeigen zu lassen. 😉

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Stehtribüne 26. April 2012 um 15:36

Ich finde, unabhängig vom Inhalt, hat sich diese Kategorie Kommentar sehr gelohnt. Mit über 200 Kommentaren wurde hie fleißig diskutiert. Zwar von einigen eher weniger konstruktiv, dafür aber überwiegend viele verschiedene Meinungen. Gute Idee von euch! Könnt ihr bei gegebenen Anlass mal häufiger machen.

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Sopherl 26. April 2012 um 11:45

Ganz deiner Meinung, pin. Im Fußball kann man halt nicht immer objektiv sein. Das macht das Fansein doch aus. Solange die Taktikanalysen nicht subjektiv sind und Meinungen als solche gekennzeichnet sind, ist das völlig in Ordnung. Und auch gut so. Macht doch eine neue Rubrik namens „Kommentar“ oder „Meinung“ auf, dann brauchen sich die Spießer nicht weiter aufzuregen.

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pin 26. April 2012 um 09:33

ohne auf die inhalte des kommentars einzugehen:
dass sich manche leute über einen sogar als komentar gekennzeichneten kommentar aufregen können, ist mir ein völliges rätsel.
es ist doch völlig in ordnung, eine eigene meinung zu haben und darüber zu schreiben. so lange dies entsprechend gekennzeichnet ist, fördert es lediglich die diskussion um ein thema. ob man jetzt der gleichen ansicht ist wie der author oder nicht, sollte keine rolle spielen für die bewertung eines solchen kommentars.

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cramer 26. April 2012 um 13:54

Ich kann dir da nur Recht geben. Beide im Vorfeld so hochgelobte spanische Mannschaften waren, sei es aus Prinzip, Überheblichkeit oder Unfähigkeit, nicht in der Lage ihr System an den Gegner anzupassen. Diese Anpassung muss ja keineswegs in Passivität oder Defensive enden, sondern es geht doch darum, geeignete Mittel zu finden und einzusetzen, um das Spiel am Ende zu gewinnen. Für Barca wäre es sicherlich eine sinnvolle Überlegung gewesen, statt der vielen Kurzpässe, die oftmals nur überschaubaren Raumgewinn bringen, die Variante der langen Vertikalpässe zu versuchen, um das Verschieben der in Unterzahl spielenden Engländer zu erschweren. Wenn man jedoch kategorisch jede andere Möglichkeit außer Acht lässt und nur das eigene, zugegeben in letzter Zeit überaus erfolgreiche, System durchspielt, darf man sich nachher nicht über das spieltaktische Verhalten des Gegners wundern oder gar ärgern. Bei Madrid sehe ich das Problem in ähnlicher Art und Weise. Nach dem schnellen Vorsprung wollte man den Gegner auskontern und verlagerte die eigene Abwehrkette (ob jetzt gewollt oder erzwungen ist sicherlich noch zu klären) viel zu tief in die eigene Hälfte. Angelaufen und bedrängt fehlte es den beiden Innenverteidigern, wie auf der anderen Seite Badstuben und Boateng übrigens auch, an jeglicher Präzision im Spielaufbau. Alonso musste sich die Bälle viel zu tief abholen und Khedira sollte als „Ballschlepper“ die Mitte überbrücken, was ihm allerdings überhaupt nicht gelang. Özil und Ronaldo waren viel zu passiv auf den Außenpositionen und unterstützten in der Defensive den eigene Verteidiger im Rücken so gut wie nie. Alles in allem machte man es den jeweiligen Gegnern nicht besonders schwer.
Beide Halbfinals zeigten doch auf beeindruckende Weise, welche Bedeutung eine taktisch geeignete Ausrichtung mittlerweile hat, welche Vielfalt und Varianten sich gegenseitig bedingen. Es verbietet sich in diesem Zusammenhang sicherlich von verdient und unverdient zu sprechen, wobei eigene Vorlieben und das vielmals beschriebene Quäntchen Glück sicherlich im Fussball nicht wegdiskutiert werden sollten und dürfen.

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Sopherl 26. April 2012 um 01:37

Zu den Leuten, die jetzt über die furchtbare Ungerechtigkeit in dem Spiel lamentieren, kann ich nur sagen, vielleicht ist Fußball nicht das Richtige für euch. Denn er ist mir Sicherheit eine der am wenigsten gerechten Sportarten (deshalb ist mein Vater auch Basketballfan). Du kannst in Schönheit sterben, 90 Minuten das Spiel absolut dominieren und dennoch ausscheiden. Das ist oft brutal. Und oft auch das Geilste am Fußball.
Dass Barca (auch in den beiden Halbfinalspielen) den attraktivsten Fußball spielt und Chelsea genau das Gegenteil davon gezeigt hat, steht sicher außer Frage. Aber genau hier liegt der springende Punkt: es gab zwei Spiele. In einem kann man sich ja noch mit Pech rausreden, aber in beiden Spielen nicht gewinnen zu können, berechtigt einfach nicht zum Weiterkommen. Und dass Chelsea fast eine Stunde lang ohne nominellen Innenverteidiger dennoch ein Unentschieden gegen diese offensive Übermacht geholt hat, verdient meinen… naja „Respekt“ kommt einem bei diesem Stil nur schwer über die Lippen.
Vorsicht Phrasenschwein!: Bei Barca fehlen mir der absolute Wille, die Kahnschen Eier. Vielleicht sind sie einfach zu satt. Auf jeden Fall wirkt das van-Gaaleske Ballgeschiebe mittlerweile
manchmal unmotiviert. Wer konsequent an seinem System festhält und nicht willens ist, es in bestimmten Situationen dem Gegner anzupassen, muss halt auch mit einem Scheitern des Systems rechnen. Ob das jetzt positiv oder negativ zu bewerten ist, das will ich hier gar nicht ausführen. Ob ihnen ein echter Stürme geholfen hätte, wie anders alles ohne dies oder mit dem gelaufen wäre, ist ja auch müßig. Fakt ist: Barca ist vielleicht optisch meist das Maß aller Dinge, aber im Fußball geht es halt nicht nur um hübsche Ballstafetten und geniale Messi-Aktionen, sondern wirklich zählen, tut am Ende halt doch nur der Sieg bzw. das Weiterkommen.

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Lino 25. April 2012 um 20:48

Ich als Barca-Fan sehe die beiden Halbfinalspiele als Eingeständnis Chelseas, dass Barcelona die beste Vereinsmannschaft aller Zeiten ist, denn gegen keinen anderen Gegner hätte Chelsea auf solch eine Taktik zurückgegriffen. Nichtsdestotrotz war die Taktik legitim und sie bedarf keiner moralischen Rechtfertigung auch wenn ich persönlich davon überzeugt bin, dass der „richtige“ Fußball eher in Barcelona, als in London gespielt wird. Und auch wenn ich den Finaleinzug Chelseas nicht als verdient ansehen kann (das Weiterkommen beruht wohl eher auf Glück Chelseas und Unvermögen Barcas im Abschluss), gratuliere ich dennoch sportlich fair zum Weiterkommen.

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webs 25. April 2012 um 21:13

Naja, einen Glückwunsch unter dem Vorbehalt, dass Ergebnis sei unverdient, würde ich nicht als sportlich fair bezeichnen.

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Lino 25. April 2012 um 21:32

Aber natürlich ist das sportlich fair, da ich anerkenne, dass Chelsea eine hervorragende Leistung abgeliefert hat. Dennoch darf es erlaubt sein, anzumerken, dass das Weiterkommen nicht gerade verdient war. Ich schmälere damit ja nicht die Leistung Chelseas, sondern verweise nur auf die Begleitumstände des Weiterkommens.

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webs 25. April 2012 um 21:34

Naja, ich würde da eher von glücklich/unglücklich sprechen, da Du mit verdient/unverdient ja eher eine Wertung abgibst. Aber das ist natürlich semantische Erbsenzählerei..

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geco87 26. April 2012 um 12:24

Es gibt doch gar keine Norm für verdient/unverdient. Ok, wenn der Gegner 20 Riesenchancen vergibt und man mit dem einzigen Angriff trifft und 1:0 gewinnt, ist das klar unverdient. Wenn der Gegner 7:0 gewinnt, ist das sicher verdient. Aber bei Chelseas Weiterkommen ist es doch müßig hier über verdient/unverdient zu diskutieren (bin übrigens Barca-„Anhänger“). Ich würde in solchen Fällen die Begriffe möglichst vermeiden, da sie wenig mit Sachlichkeit zu tun haben.

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Stehtribüne 25. April 2012 um 19:59

Ich verstehe nicht, wie man diese Taktik von Chelsea nicht als Meisterleistung anerkennen darf. Warum soll es verboten sein eine Taktik anzuwenden, die einem ins Championsleaguefinale führt? Chelsea wusste von vornherein, dass sie spielerisch unterlegen sind und ich finde es nicht abwegig eine Taktik zu entwickeln, die dies kompensiert. Es geht im Fußball ja nicht um die Ästethik sondern um den Erfolg. Ich kann verstehen, dass man als Barcelona Fan wütend ist, aufgrund der Spielweise der Londoner. Aber es ist ja auch nicht so, dass Chelsea 90 Minuten des Spiels auf Zeit gespielt hat. Mindestens 70 Minuten durfte Barcelona agieren und als einer der besten Mannschaften der Welt darf man doch erwarten, dass man sogar noch mit nummerischer Überzahl das Spiel für sich entscheided. Ganz abgesehen von Messis verschoßenem Elfmeter. Immer wieder diese ungenauen Flanken auf die kleinen Barcelona Spieler, das war keine gute Taktik der Katalanen. Die üben doch jeden Tag sich auf engstem Raum zu behaupten. Deswegen finde ich es schade, dass Chelsea so nieder gemacht wird. Ich war auch für Barcelona aber ich muss auch erkennen, dass Barcelona hätte besser spielen können und Chelsea nur den vorhanden Qualitätsunterschied mit einer Mauertaktik zu kompensieren um ins Finale in München einzuziehen.

(„Barcelonas gefunden haben, ihren Spielfluss (zer-)stören“ da fehlt ein zu )

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ytsejam 25. April 2012 um 19:45

Bei aller Liebe zur Fußball-Romantik gibt es ein einziges wirklich erstrebenswertes Ziel: das Spiel zu gewinnen. Wenn Guardiola das Spiel Barcas zum Selbstzweck erklärt hätte – etwa nach dem »l’art pour l’art-Prinzip« wäre er nicht mehr der richtige Trainer. Das kann wahrscheinlich nur er selbst beantworten.

Sportliche Grüße
/jam

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opaoma 25. April 2012 um 17:23

Also von meiner Seite mal nur ein kurzes Lob, dass Ihr euch sozusagen zu diesen Kommentaren habt „hinreißen“ lassen. Diese Diskussion liegt nach so einem Spiel nun einmal Nahe und ihr habt hier schön gezeigt wie beide Ansichten ihre Berechtigung haben.

Ist vor allen Dingen deshalb sehr sinnvoll, weil so diese ganze Diskussion (hoffentlich) nicht unter der Taktikanalyse stattfindet.

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Jig 25. April 2012 um 16:26

Witzigerweise, wird bei all dem Jammern über Barcas Ausscheiden vergessen, dass Chelsea gestern nur weiterkam, weil Ramires seine Chance eiskalt genutzt hat. So aus vollem Lauf dem Torwart zu überlupfen, macht sonst Messi und dann wird immer von „Fussballgott“ und ähnlichem geredet. Ramires‘ Tor wird kaum erwähnt, dabei war es spielentscheidend. Torres‘ Tor war nur icing on the cake.
Ob der wahre Fussball gestern gewonnen oder verloren hat, weiß ich nicht. Barca hat gestern verloren, weil Ramires seins gemacht hat und Messi eben nicht 😉

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Maldini’s Erbe 25. April 2012 um 16:16

Ich bin ganz neu auf diese Seite gestoßen und fasziniert von den detailreichen und vor Fachtkenntnis nur so strotzenden Taktikanalysen. Umso verwunderter bin ich über die doch deutlich subjektive Kritik am Weiterkommen des FC Chelsea. Und genau das hat mich dazu gebracht, hier auch einmal Stellung zu beziehen. Und zwar mit einer Meinung, die vielleicht nur die Wenigsten teilen mögen.

Sie besteht im Kern darin, dass ich den FC Barcelona für eine grundbiedere, langweilige Mannschaft halte, die den Fußball unnötig mathematisiert. Ich kann die Faszination, die dieses Team ausstrahlt, nur sehr begrenzt verstehen. Mit Sicherheit spielen sie beeindruckend schnelle Kurzpässe. Auf jeden Fall lebt ihr Spiel von großer Dynamik und ständiger Bewegung. Klar sieht das alles aus wie aus einem Guss. ABER: das ist nicht mein Verständnis von Fußball.

Ich möchte keinen Fußball sehen, der bis ins letzte Detail durchstrukturiert ist. Fußball ist für mich eine Mischung aus den Faktoren Schönheit, Eleganz, Kampf und Cleverness. Es ist ein Spiel, das unberechenbar ist. Ein Spiel, auf das Faktoren einwirken, die man im Vorfeld nicht bis ins kleinste Detail berechnen kann. Das macht für mich die Faszination dieses Sports aus. Ich möchte keine Mannschaften sehen, die mit immergleichen Kurzpassstaffetten so lange an einer Abwehrformation bohren, bis sie die Lücke finden und zuschlagen können. Im Gegenteil, ich möchte Fußball sehen, der auch mal unrhythmisch sein darf, der von genialen Einzelmomenten lebt. Ich möchte Fußball sehen, der rein von der Leidenschaft geprägt ist. All das hat Chelsea gestern vorgelebt – trotz der höchstdisziplinierten Defensivtaktik.

Es war mir ehrlich gesagt ein Fest, als José Mourinho es 2010 erstmals schaffte, Barcelona mit einer konsequenten Defensive, gepaart mit einer großen Portion Glück, auszuschalten. Nach wie vor bin ich der Ansicht, dass das auch weiterhin der einzige vernünftige Weg sein kann, um Barca zu schlagen. Mourinho versuchte diese Strategie letzte Saison auf Real Madrid zu übertragen, vergaß dabei aber, dass er nicht die cleversten Defensivkünstler zur Verfügung hat. Spieler wie Ramos oder Pepé können den Verlockungen einer saftigen Grätsche einfach nicht widerstehen. Dabei wollte Mourinho einfach, dass sie die kleinen und wendigen Barca-Maschinen (nichts anderes sind sie), mit körperbetontem Spiel ausschalten. Leider haben das besagte Akteure zu wörtlich genommen und dann artete es in eine Treterei aus.

Aber zurück zum Wesentlichen:

Dieses ewige Jammern über die Zerstörung des „schönen, reinen Fußballs“ kann ich nicht mehr hören. Es steht nirgendwo geschrieben, dass Fußball so gespielt werden muss, wie es der FC Barcelona derzeit tut, um als wertvoll gelten zu können. Ganz im Gegenteil, ich empfinde es oftmals als eine deutlich größere Leistung, wenn man es schafft über 90 Minuten clever zu verteidigen und eiskalt seine Chancen zu nutzen. Das mag zwar nicht unbedingt von neutralen Fans als verdientes Weiterkommen klassifiziert werden, aber es ist legitim. Außerdem sollte man sich meines Erachtens verabschieden von so einem Denken, denn Fußball ist alles, nur nicht gerecht. Wer mehr Tore schießt, gewinnt. Mit Gerechtigkeit oder gar verdient/unverdient hat das nichts zu tun. So hart es klingt. Und genau deshalb ist der Fußball so schön: weil er unberechenbar ist. Und weil eine Mannschaft wie Chelsea zu zehnt in Camp Nou bestehen kann.

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Phil 25. April 2012 um 16:04

Zu der Diskussion ist alles gesagt, beide Seiten haben in dne letzten 20 Stunden wohl in jeder Sprache jedes denkbare Argument vertreten und verworfen. Aber eines gebe ich zu bedenken, wo der Autor vom „unfairen Gegner“ Chelsea spricht.

Kaum eine Mannschaft foult, relativiert auf den Ballbesitz, so viel wie Barca. Will heißen: Kaum eine Mannschaft verteidigt so unfair:
http://soccerlens.com/the-myth-of-barca%E2%80%99s-beautiful-game/70255/

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Jourl 25. April 2012 um 15:43

So schön Barcas Fussball auch ist, solltet ihr Jungs von „Spielverlagerung“ nicht vergessen das es beim Fussball nicht nur darum geht,am Taktikboard zu glänzen, sondern auch um Herz, Leidenschaft,Emotionen und Teamgeist.Davon hatte Chelsea gestern soviel, das die beste Fussball Manschaft der Welt nicht in der Lage war sie zu bezwingen.

DAS ist Fußball

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Pillapunk 25. April 2012 um 15:40

Ich sehe das genau andersrum. Normalerweise favorisiere ich Barca, aber gestern hat Barcas Spielweise mich so wütend gemacht, dass ich dem FC Chelsea die Daumen gedrückt habe.
Barca spielt einfach arrogant und überheblich und vergisst total worum es beim Fußball überhaupt geht. Lieber noch 10 Querpässe und lieber ein Chip in den Sechzehner usw. als einfach mal eine der zahlreichen guten Schusspositionen zu ergreifen. Immer wieder Schema F, Klein-Klein durch die Mitte oder Flanken aus dem Halbfeld über Aussen. Die konnte Chelsea doch mühelos ein ums andere mal rausköpfen. Dazu Null Physis, immer bei kleinsten Berührungen auf dem Boden…
Posession Play ist ja eine tolle Idee, wenn man dennoch als übergeordnetes Ziel hätte möglichst viele Tore zu schiessen. Ich hatte das Gefühl, dass Barca sich in der 2.HZ zu siegessicher war, und deshalb versucht hat ein besonders schönes Tor Marke Chip in den Sechzehner, Direktablage, elegante Finte bei der Ballannahme, genilaes Querlegen statt Abschluss und dann ein gefühlvoller Heber gegen den wie wild rausstürmenden Torwart oder ähnlich zu erzielen.
Deswegen mein Kommentar: Absolut verdienter Sieg von Chelsea! Sehr Diszipliniert verteidigt (u.a. auch Drogba) und eiskalt den Gegner verwundet, wenn es möglich war, das ist moderner Fußball!

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Padh1j0 26. April 2012 um 00:44

oh „moderner Fussball“ also ??
Lampards Foul im MF glich sehr dem Foul von Marcelo gg Fabregas letzten Herbst!! Was bekam Marcelo damals zu Recht ??
Zugleich möchte ich dich beglückwünschen, dass du Überheblichkeit und Arroganz bereits erkennst, ohne diese Spieler zu kennen! Respekt!
Ich denke, Barca hat nur so häufig wie beim Handball immer wieder rumgepasst, um nicht alle 3 Minuten in einen Gegenkonter zu laufen.

Wo ich einigen meiner Vorredner Recht gebe ist, dass Barca ohne Abidal dringends etwas für die Defensive tun müssen!

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Athanasios Barcelonismo Lasos 25. April 2012 um 15:19

Sehr guter Kommentar. Danke sehr!

Mein Herz schlägt Blaugrana, aber nicht weil ich mich stumpf hinter eine Mannschaft stelle oder ein Erfolgsfan bin. Ganz gleich ob man Barca unter Pep mag oder nicht: wer ein Fan des Fussballs ist, kann diese Mannschaft nicht schlechtreden. Ich mag Offensivfussball und kein destruktives hinten reinstellen.
Ausserdem mag ich ein kleineres Kader, wo auch der Nachwuchs zum spielen kommt und Erfahrung sammeln kann.
Und wenn man verliert, sagt man „danke, war ein gutes Match, gratuliere!“. Und nicht wie beispielsweise bei der zusammengekauften Mannschaft von Real Madrid, Handschläge abzulehnen, den Schiedsrichter bis zu seinem Auto zu verfolgen und in der nachfolgenden Pressekonferenz reine Hasstriaden von sich zu lassen.

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Pentatonik 25. April 2012 um 15:19

–> 2 Rubriken:
Prinzipiell verstehe ich, dass einem manchmal die Emotionen durchgehen; schade finde ich, dass das dieses Mal auf Kosten der von mir liebgewonnenen sachlichen Analysen geht. Ich befürworte deshalb hiermit offiziell die Einführung einer Kommentarrubrik neben einer rein/vorwiegend sachlichen Analyserubrik –> dann kann sich jeder von euch auch mal ausko…, wenn’s mal sein muss.

–> FC Barcelona und gegnerische Taktiken:
Ich bin auch der Meinung, dass Barcelona einen nahezu perfekten Fussball spielt, oft sehr schön und sehr beeindruckend. Aber Fussball ist ein Ergebnissport, es gibt keine B-Note, die die Ästhetik honoriert. Deshalb halte ich es für gerechtfertigt, wie Chelsea gestern über konzentriertes und kämpferisches „bloßes“ Verteidigen sein Glück zu suchen (es ist ja nicht so, dass das so einfach ist, v.a. nicht gegen eine Mannschaft wie Barca). Auf kleinerer und nicht so extremer Ebene passiert das in der Liga häufiger und ist eine Möglichkeit für „kleinere“ Vereine, gegen stärkere Gegner zu bestehen. Es ist ein legitimer Aspekt des Fussballspiels und ein Grund, warum Fussball offen und spannend bleibt (und spannend war das Spiel gestern ja wirklich).

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juto 25. April 2012 um 15:10

Ich habe mich über das ausscheiden sehr gefreut. denn wenn eine fussballmannschaft tollen fuppes spielt, der aber nur möglich wird, weil man weit weit über seine Verhältnisse kohle raushaut, dann kann ich mich daran nicht erfreuen. das ist WettbewerbsVerzerrung. gleiches gilt allerdings auch für chelsea und real!!

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Der Trainer 25. April 2012 um 15:05

Klar ist Barca das Maß aller Dinge. Aber bei aller Schwärmerei, wenn man wie Chelsea gegen die beste Mannschaft der Welt drei Tore erzielt (und damit eins mehr als die beste Mannschaft der Welt), dann steht man – Mauern hin oder her – völlig zu Recht im Finale.

Das Spiel von Chelsea war zwar massiv destruktiv, doch eine solche Disziplin an den Tag zu legen, auch das macht guten Fußball aus, nicht nur das was für Zuschauer „schön“ aussieht.

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El Futbol 25. April 2012 um 14:51

Unattraktiv? Keine Alternativen? Keinen „Brecher“? Sorry, ich versteh’s nicht. Das Spiel von Barca wimmelt nur von Ideen und Variationen. Sie hatten ja auch Chancen in Hülle und Fülle. Das soll man jemand nachmachen. Notabene hiess der Gegner Chelsea, eine Topadresse mit Millionenbudget. Und Barca hat sie an die Wand gespielt! Es ist ja nicht so, dass der Gegner den Ball nicht will… Er bekommt ihn einfach nicht. Und das Barcas kunstvolles Spiel erfolgreich sein kann, zeigt die Ausbeute der letzten Jahren. Ich danke jedenfalls dem lieben Gott, dass ich derartigen (erfolgeichen) Fussball erleben durfte. Besser als RM der 60er oder Milan der 90er. Einfach nur schön und eben auch erfolgeich. Im Normallfall…

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olf300 25. April 2012 um 14:07

Dieser Text spiegelt meine Befindlichkeit über das Ausscheiden von Barca definitiv wieder. Nun haben die Katalanen zwei wichtige Spiele verloren und es grämt mir vor den höchstwahrscheinlich aufkommenden Diskussionen der Barca Taktik, die bereits in einigen Kommentaren hier vorkommen. Barca ist heut nicht an dem fehlendem Plan b gescheitert, sondern meiner Ansicht nach an überspielten Spielern, die aus Verletzungen und einem relativ kleinem Kader resultieren.
Irgendwie analog zum letzten Jahr der Bayern unter Van Gaal. Bayern damals und Barca heute spielten ihre Gegner an die Wand und trafen einfach nicht. Und beim Fußball spielt Glück eine große Rolle und davon hatte Chelsea in beiden Spielen genug. Barca ist für mich die Vollendung des nachhaltigen, attraktiven und dominaten Fußballs. Und wird es aufgrund ihrer Strukturen wohl in den nächsten Jahren dominant bleiben.

Versteht mich nicht falsch ich bin kein Barca Fan sondern huldige einfach ihre Leistung auf dem Platz und das was die da auf engstem Raum manchmal abliefern ist phänomenal und begeisternd. Mir persönlich liegt eher die Spielphilosophie eines Van Gaals oder Bielsas als das manchmal einschläfernde tiki taka der Katalanen. Chelsea oder Inter spielten dermaßen defensiv das es einfach nicht anzusehen war. Und es gibt Mannschaften die mit offensiveren Spiel Barca vor Problemen stellen konnten. Bestes (und wahrscheinlich auch einziges) Beispiel dafür war Bilbao im Hinspiel, in dem Bilbao ein Unentschieden nicht erkämpfte, sondern erspielte, auch wenn die Platzverhältnisse damals sehr schlecht waren.

Auch Real spielt im letzten Clasico offensiver und versuchte den Ball teils in ihren eigenen Reihen laufen zu lassen. Real spielte meiner Ansicht nach das erste Mal intelligent gegen Barca und gewann das Spiel verdient. Vor 2 jahren spielte Inter gegen die Bayern im Finale und ich hoffte damals auf ein weiterkommen von Barca nur um sehen wie Van Gaal gegen die Katalanen taktisch gespielt hätte und ich wette es wäre ein hoch attraktives Spiel entstanden. Nun ist es meist so das offensiver Fußball dazu tendiert hinten offener und vor allem anfälliger für Konter zu sein und dementsprechend natürlich auch für „einfachere“ Tore was bei fehlendem Erfolg beim Abschluss nun mal fatal endet, aber nichts damit zu tun hat das ein Plan b fehlt.

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Neutraler Zuschauer 25. April 2012 um 14:59

Man führt 2:0 in der 44. Minute. Das hat nichts mit vergebenen Chancen zu tun oder Glück sondern mit mangelnder defensiver Cleverness.

Barcelona hatte alles selbst in der Hand und ein Plan B z. B. nach erreichter knapper Führung nicht mit vollem Risiko in einen Konter laufen fehlte definitiv.

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olf300 25. April 2012 um 15:52

in meinem kommentar erwähnte ich den für mich springenden punkt des barca s problems. nämlich die überspielten spieler und die verletzungen. die barca spieler sind auch nur menschen ,die allerdings in den letzten jahren wie eine maschinerie funktionierten. fehlt den spielern die „frische“ ist das in solch einem system absolutes gift. es werden mehr fehlpässe gespielt und es fehlt der letzte wille das tor zu machen. müdigkeit wirkt sich sehr stark auf die funktionsfähigkeit im kopf aus, sodass die erwähnten probleme darasus resultieren. denn bei einem torschussverhältniss von 23: 7 für barca hätten rein theoretisch mehr tore erzielt werden können. dasselbe spielte sich auch im hinspiel ab. das messi den elfer verschoss war mir tatsächlich vorher klar man konnte es ihm ansehen. außerdem war die auswechslung von pique, der einen fast perfekten innenverteidiger verkörpert ein weiteres problem. seine kopfballstärke sowie sein defensivkraft fehlte der barca mannschaft in diesem spiel.

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Sönke 25. April 2012 um 13:34

Für so einen Text hätte ich auch in ein Barca-Blog hineinschauen können…

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Neutraler Zuschauer 25. April 2012 um 13:31

Ich habe gestern als neutraler Zuschauer das Spiel beobachte und ich muss sagen, dass ich nach 90 Minuten als Torres zum 2:2 einschob, mir erst etwas verwundert die Augen gerieben und mich dann doch gefreut habe.

Den Kommentar finde ich trotzdem gut, gerade weil Barca den Fußball geprägt hat, wie wohl keine andere Mannschaft zuvor. Dummerweise ist man am eigenen Unvermögen in Form von Chancenverwertung und an taktischer Naivität gescheitert.

Das was Guardiola gestern hat spielen lassen, war kein Plan B . es war maximal Plan A3.

Und wir sollten nicht vergessen, Barcelona führte 2:0, kurz vor der Halbzeit. Wer behaupte Chelsea habe nichts für dieses Spiel getan der irrt IMO. Wer es schafft mit einem sehenswerten Konter in Unterzahl den Anschlusstreffer zu erzielen, der macht einfach alles richtig. Das Barcelona es nicht schafft trotz diverser Chancen auf 3:1 zu erhöhen ist das eine, aber dieser Anschlusstreffer dar aus Sicht der Katalanen niemals fallen.

Chelsea hat in zwei Halbfinalspielen 3 Tore erzielt, Barca nur 2. Chelsea hat in den letzten 13 CL-Spielen immer mindestens ein Tor erzielt – reiner Zufall – Glück – Ungerechtigkeit – ich glaube – Nein!

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Friends 25. April 2012 um 13:27

Leider hat MB aus einer Emotion hinaus diesen Artikel verfassst. Das ist hoechstens oberes tm.de Stammtischniveau und waere auch wohl besser dort publiziert worden.

Ich bin ueberzeugt, in zwei Tagen, wenn die Emotionen abgekocht sind, ist MB froh, wenn man seinem Kommentar hier keine Beachtung mehr schenkt oder er ganz geloescht wurde.

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Anti 25. April 2012 um 13:13

ja busquets hat eine scheiß schauspieleinlage gegen inter gezeigt und die glatt rote gegen motta war überzogen. jedoch hatte er schon gelb und gelb verdiente seine aktion gegegn busquets -> kein entscheidender fehler.

bojans zu unrecht aberkanntes tor war da schon entscheidender, genauso wie der an alves nicht gegebene elfer und dem abseitstor von inter, welches noch aus einem foul an messi entstand. 😉

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Nixwisser 25. April 2012 um 13:08

@Bern 1989: Dein erster Absatz ist die reine Wahrheit!

Ich finde es gut, was der Autor schreibt. Nicht weil ich seiner Meinung bin, sondern weil er mit Herzblut dabei ist. Barca hat durch seine Spielweise sein Herz gewonnen und es schmerzt, die Lieblinge so verlieren zu sehen. Und daß das keine Analyse war, hat ja wohl auch jeder sofort mitgekriegt.

Barca hat innerhalb einer Woche drei mal das gleiche Spiel verloren. Das ist kein Zufall. Ich hätte keinen Cent auf Chelsea gewettet. Und wenn man das Spiel Revue passieren läßt ist das Ergebnis eigentlich noch unverständlicher als das
des Hinspiels. Die Minimalisten nutzten ihre Chancen optimal. Vielleicht hat Ibrahimovic mit seiner Einschätzung doch Recht, daß die Barca-Spieler Schuljungen sind. Denn sie spielen im Prinzip ihren Stiefel runter, egal gegen wen, egal ob in der 5. oder 93. Minute, egal, wie’s steht. Das geht zu 99 % gut. Und das eine Prozent, wenn’s mal nicht klappt, sind sie nicht in der Lage, umzuschalten oder im schlimmsten Fall mal die Brechstange auszupacken. Ich vermisse da einfach den unbedingten Willen, das Ding jetzt umzubiegen. Das gehört eben auch zum Fußball. Aber offensichtlich nicht zur Philosophie von Barca. Und so lange das so ist, werden Spiele wie gestern ab & an vorkommen. In so einer Situation wie gestern muß noch mal ein richtiger Energieschub kommen. Kommt aber nicht. Wie die Lemminge machen sie genau das, was sie in den
vorherigen 87 Minuten auch gemacht haben und nehmen einigermaßen emotionslos den letzten Schritt über die Kante. O.k., das war jetzt ein bißchen übertrieben. Aber man stelle sich vor, die hätten Effenberg in der Mannschaft und die hätten das Ding so verloren wie gestern. Alle hätten heute einen Gehörschaden und könnten vor lauter blauer Flecken nicht gescheit laufen. Aber wenn Barca den beschriebenen Mangel auch noch abschafft, wären sie am Ende tatsächlich unschlagbar. Wer will das denn?

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Mike 25. April 2012 um 13:04

Danke MB…einfach nur Danke…

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Thomas 25. April 2012 um 12:57

Darf ich daran erinnern, daß Inter aufgrund einer unnachahmlichen Schauspieleinlage von Busquets (siehe Link: http://alturl.com/7spsh ) das besagte Halbfinal Rückspiel 2010 gegen Barca zu zehnt spielen musste ? Soviel zum Thema „Störfaktor“ und „Cleverness“. Das sind im internationalen Fußballgeschäft gebräuchliche „Soft Skills“, denen sich auch eine spielerisch herausragende Mannschaft wie Barca gerne und oft bedient.
Hoffe die Romantik nicht angekratzt zu haben 😉

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Bern 1989 25. April 2012 um 13:21

Och, wenn wir unbedingt auf dem Niveau weiterreden wollen (was ich eigentlich denke, steht zwei Posts weiter oben): Für seine Schwalben in der ersten Halbzeit des Hinspiels letzte Woche hätte Drogba locker drei gelbe Karten verdient gehabt und wäre veom Platz geflogen, bevor er sein Tor hätte schießen können.

Lassen wir es doch einfach sein, Fußballspiele auf angebliche Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern zu reduzieren!

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Anti 25. April 2012 um 12:40

ich finde den kommentar gut. klar ist das hier ein taktikforum, aber jeder autor hat auch seine subjektive meinung und diese darf er doch äußern. immerhin schreibt er hier nicht eine spielanalyse, sondern eine von ihm direkt als solche erklärte subjektive meinung.

ich stimme dem größtenteils zu, eig. hat so ein team nichts im finale verloren, vor allem da sie auch schon im vf klar schlechter als benfica waren, aber was will man machen?

barcelona war insgesamt die klar bessere mannschaft und chelsea war eig. nur gestern in der 2. hz gut. davor haben sie viel einsatz gezeigt, mehr aber auch nicht. chancen hat barcelona sich trotz chelseas defensiven spiel, haufenwiese erabreitet, nur wollte der ball einfach nicht rein. das war einfach pech und unvermögen.
barcelona hätte es verdient gehabt, aber es sollte einfach nicht sein.

heute abend entscheidet sich wer die cl gewinnt, da bin ich mir ganz sicher!

die fans gestern waren übrigens grandios, haben das team direkt nach dem 2-2 gefeiert. und auch ich habe, nachdem ich ausgerastet bin, nur noch applaudierend vor dem fernseher gestanden. 🙂

ich für meinen teil bin stolz auf mein team. 🙂

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Smerk 25. April 2012 um 14:15

@Anti: „…nachdem ich ausgerastet bin…“
Sehr schön, höre immer wieder gerne, dass auch andere vorm Fernseher austicken. Das haben meine Nachbarn in der Saison im Schnitt 2 mal pro Woche, BuLi, CL und Pokal und Barca auf Laola1. Gut der Mann,
keep on rocking…
den hier kennst ja, oder?
http://www.youtube.com/watch?v=QHWF0O8A0Es
falls nein, m u s s man gesehen haben. Die beste Werbung für Betablocker.

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Bern 1989 25. April 2012 um 12:08

Es gibt keine verdienten und unverdienten Siege – das sage ich als langjähriger Barça-Fan. Fußball ist kein Eiskunstlauf, es zählen keine Schönheitsnoten, sondern nur (!) die Tore. Und wenn eine Mannschaft trotz drückender Überlegenheit es nicht schafft, den Gegner zu besiegen, hat sie es eben nicht verdient, weil sie nicht in der Lage war, genug Tore zu schießen bzw. gegnerische zu verhindern.

Natürlich finde ich den Barça-Stil schöner als den Chelsea-Stil. Aber jede Art, innerhalb der Grenzen des Regelwerks den Gegner zu besiegen, ist gleichermaßen legitim. Und eine Spielweise kann noch so schön sein – wenn sie nicht zum gewinnen taugt, ist sie für die Tonne.

Reden wir lieber darüber, warum eigentlich immer Messi die Elfmeter schießt. Messi kann vieles, aber Elfmeter gehören nicht dazu. Bei Barça hat er 8 von 34 verschossen, in dieser Saison 3 von 13.

P.S.
Das hier ist der Blog der Betreiber von Spielverlagerung.de. Die können hier posten, was sie wollen, muss ja keiner lesen, der es nicht will.

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Grasnarbe 25. April 2012 um 16:08

messi ist kein über-, aber auch kein unterdurchschnittlicher elfmeterschütze. ein durchschnittlicher eben. das belegen deine zahlen wunderbar.

www .spiegel. de/wissenschaft/mensch/0,1518,477513,00 .html

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Bern 1989 25. April 2012 um 20:21

Der Durchschnitt sollte für Barça kein Maßstab sein. Aber lass uns das nebenan weiterbesprechen, dort passt es besser: http://spielverlagerung.de/2012/04/25/fc-barcelona-chelsea-f-c-22/#comment-5549

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kurt 25. April 2012 um 12:08

Jetzt wollen wir aber auch mal die Kirche im Dorf lassen. Der Barca Stil ist mittlerweile so übersteigert, dass er an sich selbst erkrankt ist (Anfälligkeit bei Eckstößen, mangelnde Durchschlagskraft im 16er etc.).

Ich finde ihren Stil prinzipiell gut, auch wenn durch das viele Sicherheitspassen natürlich auch in einem Barca Spiel nicht halb so viel passiert wie in einem Spiel von Real z.B. (kein Wunder, dass die mehr Tore geschossen haben in der PD als Barca).

Aber wenn man wie AC Mailand oder Chelsea den 16er verbaut, fällt Barca ja absolut nichts mehr ein. Die haben es tatsächlich mit Flanken versucht (ohne einen einzigen Kopfballspieler im 16er) und das ist ziemlich einfallslos für Barca.

Fakt ist, dass 180 Min. lang Barca den Raum zu nehmen eine überragende Leistung darstellt. Und Fakt ist auch, dass der Barca Stil mittlerweile völlig überzüchtet ist. Dieses massive Mittelfeldübergewicht (Xavi, Iniesta, Fabregas plus Messi) sieht schon eher so aus, als ob die sich gegenseitig im Weg stehen und mehr als Ballgeschiebe kommt dabei auch nicht raus. Meiner Meinung nach müssten sie wieder nen Schritt zurück machen (Spielertypen wie Henry, Eto’o …). Athletischere Stoßstürmer, zumindest als Alternative von der Bank, verpflichten …

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Smerk 25. April 2012 um 11:55

1. finde ich es ebfs völlig legitim, hier auch mal einen Meinungsartikel zu lesen.
@RM, MR: auch an die Herren Redakteure sei die Ermahnung erlaubt, andere nicht so niederzumachen für eine Meiungsäußerung, vor allem nicht öffentlich in eurem eigene Forum. Schon mal was von Kabinendisziplin gehört? Ihr könnte euch ja gegenseitig auf`s Maul hauen, aber behaltet das für Euch. Solche Aktionen nehmen Autorität, nicht das Absetzen einer Meinugsartikels. Überlegt euch das mal, ihr wollt doch ernst genommen werden, oder etwa nicht.
2. finde ich, dass das Spiel gestern einfach grottig zum Anschauen war. Ich finde es nicht erbaulich, wenn eine Mannschaft 90 min lang gegen einen Maurertruppe anrennt. Ganz ohne Zweifel hatte das Spiel schon seine Hingucker, Terry`s Blödidiotentätlichkeit (schon gehört, in London sagt man jetzt nicht mehr stupid sondern terry), Drogba als Verteidiger, das war einfach geil, wie der Typ sich reingehauen hat. Auch sei es diesem Team an sich vergönnt, noch so ein letztes Hurra zu reiten, v.a. wenn man das seinerzeitige Ausscheiden gegen Barca in London bedenkt (wie hiess dieser Schiri-Vollpfosten aus -glaub ich- Norwegen nommal?). Da kann man jetzt ducrhaus auch mal an späte Gerechtigkeit denken, und wohlgemerkt: Ich habe Chelsea dick, kann die nicht ab. Trotzdem, wie sie`s ducrhgezogen haben, toll.
Aber will ich s o w a s sehen? Als Fan, als zahlender Konsument? Eher nicht. Als Bayernfan erlebe ich das ständig, der Gegner stellt sich hinten rein und die Roten rennen an. Super. Und wenn das 1000mal legitim ist, gegen an sich überlegene Gegner so zu spielen, schön ist das nicht.
Zitat: „Ich für meinen Teil sehe leider nur, dass die mit Abstand beste Mannschaft, die ich je das Privileg hatte sehen zu dürfen, erneut an einem pragmatischen, teils unfairen, Gegner gescheitert ist.“
Dem ist eigentlich nur hinzuzufügen, dass sich Barca tw schon auch blöd angestellt hat, individuell wie als Kollektiv. Ansonsten, lieber MB, gebe ich Dir vollkommen Recht.
Schau ma mal, wie sich Real Madrid gegen Chelsea im Endspiel schlagen wird. Ich war zwar mal katholisch, doch an ein Wunder heute Abend zugunsten des bayrischen FCB mag ich nicht recht glauben.
Hmm, vielleicht a bissl a Batzerl von Hoffnung ….*Seufz*.

PS
Nachdem dieser Meinungsartikel eine wahre Flut von teilweise sehr guten und interessanten Posts ausgelöst hat, darf man diese Aktion doch eigentlich als sehr gelungen bezeichnen, oder nicht? Das ist in einem guten Konzert, wenn die Band die Leute zum Mitsingen bringt und am Schluss nur noch das Publikum singt. Da bekomme ich immer Gänsehaut, weil man einen gewissen gemeinsamen Spirit fühlt. Und das kann hier doch auch so gesehen werden: Fußball ist einfach was geiles, und mit anderen – vernünftig – darüber zu reden ist doch toll, oder?

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Padh1j0 26. April 2012 um 00:59

Du kannst Chelsea nicht ab, willkommen im Club! Aber deine Story mit ausgleichender Gerechtigkeit hinkt stark: 2004 oder 2005 verlor Barca 4:2
gg Chelsea aufgrund eines Eckballtores, bei welchem Carvalho Valdes sehr deutlich festgehalten hatte (ansonsten wäre Barca weiter gewesen)!! Seitdem ist dieser FC bei mir unten durch. Und das Ereignis an der Stamford Bridge 2009 das war ausgleichende Gerechtigkeit!!

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Es gibt nur einen FCB und der kommt aus Muenchen 25. April 2012 um 11:44

Du hast natuerlich recht mit 2009… aber ansonsten.. Ich bin ein Bewunderer der Defensive mit allen Mitteln
Italien laesst gruessen!!!!

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Hugo 25. April 2012 um 11:30

Ich sehe Barcelona etwas anders. Ich kann ein Spiel mit offenem Schlagabtausch wie z.B. Bayern – Real diese Woche viel mehr genießen als die Barca-Spiele, die ja irgendwie alle gleich aussehen und kaum überraschendes bieten. Das erinnert mich oft sogar an die Schande von Gijon, weil minutenlang einfach gar nichts passiert.

Ich habe mich gefreut, dass es Chelsea geschafft hat, denn so gibt es wohl ein schönes, offenes Finale und keinen Barca-Einheitsbrei.

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Mr. Mo 25. April 2012 um 11:26

Kommentare sind natürlich immer erlaubt und machen eine Seite nur abwechslungsreicher und lesenswerter. Dass man mit Meinung mehr polarisiert als mit Analyse muss man dann halt aushalten können. Wie das zur Seite insgesamt passt, müssen letztlich die Macher wissen. Ich finde es bereichernd. Fußball ist halt auch Emotion und manchmal ist es auch angebracht, die mal rauszulassen. Zum Thema Chelseas Fußball empfehle ich einfach mal den Großvater aller Taktikanalysen zu lesen, Zonal Marking. Zum einen seine eigene und ergänzend seine , die er als taktische Meisterleistung des Jahrzehnts preist. Eine zerstörerische Fußballtaktik muss nicht automatisch schlecht sein.

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leimbeidl 25. April 2012 um 11:19

Jedem sei seine Meinung vergönnt, ich kann beide Seiten nachvollziehen..

Allerdings spricht man tatsächlich überall nur vom dominanten Barcelona mit Ballbesitz en masse. Wie Cecotto schon erwähnt hat, gibt es viel mehr als das.
Wobei ich auch diese ständigen Vergleiche mit Inter ablehne, Inter hat zuhause einen 3:1-Vorsprung mit Klasse-Fußball herausgeholt. Da hat man teilweise sehr früh gepresst und gut mitgespielt bzw. nicht viele Torchancen zugelassen. Im Rückspiel dann die „Mauer“, welche ebenso nicht viele Torchancen zuließ, wie heuer Chelsea. Barcelona wäre von den „Hunderprozentigen“ Torchancen logischer Aufsteiger, aber nicht mal das zählt am Ende im Fußball.

Barcelona ist defensiv einfach schauerlich und mich lässt es als Freund der sicheren Defensive bei Barca’s Verteidigungsverhalten einfach zusammenzucken.
Fakt ist, Barcelona hat einen 2:0-Vorsprung gegen 10 (!) Mann zuhause hergegeben, da muss man sich am Ende wirklich die Frage stellen: Was ist denn jetzt nun ‚verdient‘?

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Merlot 25. April 2012 um 11:11

Zunächst mal möchte ich mich für den „Artikel“ bedanken. Ich sehe die Dinge zwar größtenteils anders, aber er hat zu extrem vielen Kommentaren geführt, von denen, wie der Artikel selbst , viele sehr lesenswert waren.

Der Artikel und die Kommentare sind so kontrovers wie das Spiel selbst und werden diesem somit sehr gerecht.

Ich freue mich auf die Gegendarstellung und hoffe, dass diese ebenso emotional wird. Ich rate dem Gegendarsteller hier nicht konkret auf diesen Artikel einzugehen sondern schlicht seine Sicht der Dinge zu präsentieren, sonst wird das keiner auf sich sitzen lassen wollen.

Ich hoffe, das Thema führt beich euch intern zu keiner Schlammschlacht, des ich finde, diese Emotionalität hat diese Seite bereichert. (Sollte natürlich trotzdem nicht zur Regelmäßigkeit werden)

Schöne Grüße
Merlot

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mtoteaxmax 25. April 2012 um 11:01

Die Diskussionen hier sind lustig.
Fassen wir mal zusammen:
Chelsea zu 10.!!! Barca führte 2:0 !!! Bekommt ein einfach zu verhinderntes Tor!!!
Da bleibt nur eins zu sagen, selber Schuld.
Wenn man auf taktische Prinzipien wie Flanken, Fernschüsse und Hinterlaufen fast komplett verzichtet und deswegen nur in die Vertikale anstatt in die Horizontale geht ( meine jetzt vor dem 16er: Speziell Abschlüsse und Abschlussorientierte Szenen) dann hat man es einfach nichtverdient und sollte seinen Horizont vielleicht ein bisschen erweitern, auch wenn das „eigene“ System so gut ist.

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Samstag, fünfzehndreißig 25. April 2012 um 11:12

Kann mich dem nur anschließen! Die Verteidigung von Barca ist eine Katastrophe und es ist dahingehend erfolgversprechend Barca kommen zu lassen, sie raus zu locken und durch Nadelstriche vor allem durch erfahrene Spieler wie Drogba zu treffen. Und mal nüchtern betrachtet sind zwei Gegentore nach einer 2:0-Führung und in Überzahl eine Katastrophe, die man hier in der Liga nur den Vereinen auf den letzten drei Plätzen der Bundesliga zutraut!

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RaulGonzalesBlanco 25. April 2012 um 11:42

Du verstehst es einfach nicht, oder?
Das eigene System ist eben so gut, daß es selbst bei einer unterdurchschnittlichen Chancenverwertung gegen Chelsea noch locker gereicht hätte.
Aber was im Hinspiel und noch mehr im Rückspiel geschehen ist, ist größtenteils Pech und Unvermögen im Abschluß und keine „starke Defensivleistung“ Chelsea’s.
Eine Starke Defensivleistung bietete z.B. Inter 2010 im Camp Nou, die haben fast nichts zugelassen.

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mtoteaxmax 26. April 2012 um 00:28

du scheinst es nicht zu verstehen,
wenn man gegen 10 nicht gewinnt, scheidet man einfach zurecht aus. mehr gibts dazu nicht zu sagen. ( auf dem niveau versteht sich)

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Suppenkasparov 25. April 2012 um 10:55

Wenn sogar F. Torres trifft, dann kann der Gegner nicht besonders gut sein.
Manchmal muss man sich mit den einfachen Wahrheiten abfinden.

Übrigens lege ich ihnen die Lektüre von Spinoza ans Herz, so etwas wie „guten (wahlweise auch reinen, unverdorbenen etc.) Fussball“ gibt es nicht.

Es ist die Banalität des Faktischen, welche ihren äußerst unangenehmen, ideologischen Artikel widerlegt. Verabschieden sie sich von kindischen Superlativen, Barcelona ist nicht die beste Mannschaft aller Zeiten, vielleicht ist sie es relativ zu den derzeitigen Kontrahenten, aber ein Absolutheitsanspruch ist an Kleinkariertheit kaum zu übertreffen. Die beste Mannschaft aller Zeiten verliert nicht in solchen Schlagzahlen, das überlässt sie den anderen.

Pew, pew, pew, you may run, but you can’t glide.

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Boris 25. April 2012 um 10:49

der Kommentar ist echt nicht angebracht! Für sowas gibts Foren!!

Zudem, Barca steckt in der Krise, das Wunder-Trio (xavi-iniesta-messi) scheint leer gepumpt zu sein, nun ist die Zeit reif für Pep zu beweisen welches Trainer-Kaliber in ihm steckt. Bisher war das Wunder-Trio der erfolgsgarant, was kommt jetzt??
Mit 75% Ballbesitz alleine ist es nicht getan, fussball gewinnt man durch Tore schiessen.
Wenns dass ball-hinundher-geschiebe nicht mehr fruchtet, muss halt was neues her!
Ich bin ja gespannt was Pep nun aus dem Hut zaubert ….
Der so hochgelobte Titel-Trainer soll doch mal das Team wechseln und wo anderst
ähnlich erfolgreich spielen, dann erst ist er für mich wirklich ein Klasse-Trainer!
Bis dahin fährt er blos auf dem Erfolgszug der Fab-Three mit ….

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jupp 25. April 2012 um 10:46

Dankeschön, mir hat der Kommentar aus der Seele gesprochen! Und es durchaus im Rahmen des Möglichen, auf einer eher dem Analytischen verpflichteten Seite auch mal subjektive, emotionale Kommentare zu verfassen.

Ich würde mich persönlich als neutralen, aber dafür begeisterten Fußballbeobachter beschreiben. Jedoch hege ich seither jeher ebenso jene Schwäche für die Blaugrana und der von ihr praktizierten Spielweise. Es geht gar nicht darum diese als das einzig Wahre und Gute hinzustellen oder anzusehen. Aber selbst aus der subjektivsten, entgegengesetztesten Sicht, müsste jedem deutlich sein dass etwas anderes auf dem Feld passiert wenn Barca spielt und sich dieses deutlich von dem abhebt, was Team xyz an spielerischen und taktischem bemühen. Die enorme Ballsicherheit der Protagonisten, dieser fast schon naive Hang den Ball ein weiteres mal zu passen und nicht zu flanken, das schnelle Kurzpassspiel auf engstem Raum, das unbedingte Verlangen (und taktische Gebot) den Ball nach Verlust schnellstmöglich zurück zu erobern und ebenjene Kombination aus all diesen Dingen sind ein Alleinstellungsmerkmal und der Anerkennung würdig. Es ist mir unklar warum Leute hier schreiben dass Barcas Stil langweilig sei. Was ihr langweilig nennt, bezeichne ich spielerische Dominanz und es gibt wahrlich nicht viele Teams die so dominant spielen können dass ein Spiel langweilig, allzu einseitig erscheinen mag.

Chelsea hat in den beiden vergangen Spielen, genauso wie Inter 2010, mit der superdefensiven Ausrichtung ein Mittel gefunden Barca zu schlagen. Aber können wir das wirklich Mittel nennen? Mit 11 Spielern 2 x 90 Minuten hinten ultrakompakt zu stehen und vorne zu hoffen das der liebe Gott gnädig ist? Wie man sehen kann scheint das temporär zu funktionieren! Aber welches Glück selbst dazu von nöten ist (siehe die diversen Pfosten/Lattentreffer in beiden Spielen) zeigt auch auf, dass hier nicht von einer Lösung des „Problems“ Barca gesprochen werden kann. Sofern sich zur neuen Saison keine dramatischen Veränderungen im Umfeld der Mannschaft und in ihr selbst ergeben werden, wird dieses Team auch weiterhin vielen Trainern und Gegnern eine Aufgabe stellen die es zu lösen gilt. Ich für meinen Teil bin gespannt!

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Giuseppe 25. April 2012 um 10:43

Also, da es sich um einen Kommentar handelt (subjektiver Meinungsbeitrag) handelt, finde ich es erstmal gut, dass so etwas auch auf so einer Seite geschrieben werden darf, denn es regt wie ich hier verfolge zu munteren Diskussionen an.

Die Meinung des Autors kann geteilt werden oder eben nicht. Ihn dafür zu kritisieren, halte ich für völlig Fehl am Platz, da er sich sogar die Mühe gemacht hat, diesen Beitrag in den ersten Sätzen als völlig Subjektiv zu kennzeichnen.

Nun aber zum Thema: Ich teile die Meinung des Autors auch überhaupt nicht. Ich muss sagen, dass mir sogar ein leichter Schrei der Freude, oder nennen wir es vielleicht Erleichterung, entlockt wurde als Torres zum 2:2 einschob und das Ausscheiden Barcelonas perfekt war.

Ich finde es gut, dass wir einmal mehr gesehen, dass ein Team wie Barcelona nicht unschlagbar ist und der Fußball immer wieder für Überraschungen gut ist. Das was Chelsea da geleistet hat war auch keine Eintagsfliege, schließlich haben sie zwei Mal binnen kurzer Zeit ein gutes Resultat erzielt.

Darüber zu diskutieren wer die besseren spielerischen Veranlagungen hat ist müßig, denn in diesem Aspekt ist Barcelona wohl tatsächlich der Gradmesser. Aber was soll das Ganze bringen, wenn am Ende ein Ausscheiden im wichtigsten europäischen Wettbewerb zu Buche steht. Natürlich ist das Kurzpass-Spiel schön anzusehen, aber es muss eben auch ein Gegenmittel geben. Und für alle Liebhaber des Zauber-Fußballs mag es nur schwer zu verstehen sein, aber Chelsea hat es eben gefunden. Im Camp Nou kann man nicht mitspielen, man muss versuchen eine Taktik zu finden, die Barca das Spielen erschwert. Das Chelseas Bollwerk geschafft.

Barcelona fehlte gestern sogar meiner Meinung auch die Cleverness es einfach mal aus der zweiten Reihe zu probieren, denn aus 17 bis 25 Metern kann es auch schon einmal ein Sonntagsschuss sein, aber nein, dazu waren sich die Herren wohl zu fein. Ich habe statt dessen folgendes gesehen: Seitenwechsel, Seitenwechsel, Seitenwechsel, Seitenwechsel, Seitenwechsel, Seitenwechsel… um es einmal überspitzt zu sagen. Real, Bayern, Milan oder ManU spielen dort nicht anders, und schon gar nicht in Unterzahl!

Für mich geht das Weiterkommen in Ordnung und Di Matteo hat seit seinem Amtseintritt wieder so etwas wie einen Team-Spirit in der Mannschaft verankert.

Jetzt freue ich mich aber nur noch auf ein weiteres spannendes Halbfinale heute Abend.

In diesem Sinne

Alles Gute dem Team von Spielverlagerung und allen kommentierenden Teilnehmern hier 🙂

Giuseppe Cotrufo

http://www.facebook.com/fankulturcom
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Journalist 25. April 2012 um 10:30

Lieber MB,

ich möchte Dir nochmals sagen, dass Du in jedem Fall beleidigt worden wärst – unabhängig davon, welchen Standpunkt Du in Deinem Kommentar vertrittst. Auch bei den großen Online-Zeitungen kommen zu ausnahmslos jedem meinungsäußernden Artikel beleidigende Kommentare. Der Unterschied ist, dass sie direkt rausgefiltert werden. Mach Dir bloß keine Gedanken über die Kommentare der netten Herren, die Dich als dümmlich bezeichnen oder Dir den Fußballsachverstand absprechen. Das ist verhältnismäßig harmlos. Allerdings solltet Ihr Euch Gedanken machen, wie Ihr bei wachsenden Nutzerzahlen die Kommentare filtert.

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adriano89 25. April 2012 um 10:26

Richtig, Chelsea und Inter haben sich ihrem Gegner angepasst und ihr Spiel entsprechend umgestellt, während Barca eben auf seinem System beharrt und demnach ausrechenbar bleibt. Gleiches wirft man doch Bayern in der Bundesliga auch regelmäßig vor, wenn Dortmund seit 4 Spielen mit der gleichen Anti-Bayern-Taktik gewinnt.

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sharpe 25. April 2012 um 11:08

Dortmund hat auch gg Bayern sein Spiel gemacht, nur ist Klopp klug genug, auch die Stärken der Bayern zu berücksichtigen. Also das ist im Vergleich zu Chelsea schon ein riesiger Unterschied.

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adriano89 25. April 2012 um 11:16

Also ich finde, wenn man in Barcelona in Unterzahl kein Tor kassiert aber zwei schießt, und das obwohl Barca gewinnen muss, dann hat man definitiv die Stärken des Gegners berücksichtigt und sich dem eben sehr gut angepasst.

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sharpe 25. April 2012 um 11:32

Chelsea hat in beiden Spielen nix anderes gemacht, als sich hinten rein zu stellen und Barcas Spiel zu zerstören und auf einen Konter hoffen. Mit ihrem normalen Spiel hatte das nix zu tun. Bei BVB gg Bayern spielte der BVB ähnlich wie sonst auch, nur hat Klopp eben auch auf die starken Aussenstürmer der Bayern reagiert. Auch Bayern würde es nicht schaden, wenn sie sich ein bischen auf Dortmund einstellen würden. Aber sollten sie auf die Idee kommen, mit 11 Mann im eigenen Strafraum zu verteidigen und ihr normales Spiel komplett vergessen, würde ich das nicht gut finden.

Übrigens gab es schon viele andere Mannschaften, die es mit der gleichen Taktik gg Barca versucht haben und gnadenlos gescheitert sind. Weil es eben nur so lange funktioniert, wie man nicht in Rückstand ist.

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adriano89 25. April 2012 um 13:48

„Auch Bayern würde es nicht schaden, wenn sie sich ein bischen auf Dortmund einstellen würden.“

Aber Barca soll sein Spiel nicht auch mal einem Gegner anpassen? Letztlich gibt dir der Erfolg im Fußball Recht, und wenn Barca in großen Spielen in den letzten 4 Jahren besiegt wurde, dann war es, weil eine Mannschaft extrem defensiv agiert und seine Konter eiskalt verwertet hat.
Dann muss sich Barca eben etwas gegen diese brutal defensiven Gegner einfallen lassen.

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Realistischer Fußball-Romantiker 25. April 2012 um 10:19

Die Auswärtstorregel bevorteilt grundsätzlich einmal defensiver eingestellte Teams und bestraft offensivere und somit auch attraktives, mutiges Spiel.

Es ist zweifellos immer leichter auf Konter zu lauern als permanent das Spiel zu machen.
Wieso also nur einen Aspekt des Spiels einseitig bevorzugen?

In der Copa Libertadores funktioniert die Sache auch ohne diese exklusive UEFA Regel mehr als hervorragend.

Summiert die Tore auf und gut ist.

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Frankie 25. April 2012 um 12:20

Ganz falsch. Die Auswärtstottegel soll das Auswärtsteam zur Offensive animieren.
Und zu dieser Regel noch etwas. Sie hat nämlich einen angenehmen Nebeneffekt. Durch ein Tor kann aus Niederlage Sieg werden. Das gibt es sonst im Fussball nicht. Im Basketball oder Football ist das das Salz in der Suppe. Durch das Mehrpunktesystem kann das Resultat komplett drehen. Darüber hinaus gäbe es im Fussball zu viele Verlängerungen und Elfmeterschiessen.

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Realistischer Fußball-Romantiker 25. April 2012 um 14:11

Dann ist gerade das Weiterkommen Chelseas das perfekte Gegenargument für deine These.

Wer angreift ist immer der Gefahr des Konters ausgesetzt.
Meines Wissens nach geht einem guten Konter eine zumindest gute Defensivaktion, oder einem offensiven Fehler der Angreifenden Mannschaft voraus.

Damit ist deine These ad absurdum geführt.

Was die Regel soll ist das eine, wozu sie führt etwas völlig Anderes.

Antworten

Grasnarbe 25. April 2012 um 15:31

nein, romantiker, das ist kein gegenbeispiel.

die logik dahinter bleibt bestehen, beweist sich auch praktisch – und so gehts:

ein auswärtstor zählt bei gleicher anzahl von toren mehr. folge: anreiz, tore zu schiessen.

dass es den fall gibt, dass das auswärtsteam im rückspiel bei einem ein-tore-rückstand und einem sieg ohne gegentor im hinspiel gefährlich bleibt (das war der fall bei barca vs chelsea) ist, führt sogar zu dem anreiz, dass das heimteam weiter offensiv spielen muss, weil es keine verlängerung gibt bei unverändertem ein-tore-vorsprung. und sich ein ein-tore-vorsprung durch den ausgleich von einem sieg in eine niederlage (ohne den zwischenstand unentschieden) wandeln kann. mehr spannung geht nun wirklich nicht.

deshalb war es auch völlig richtig von guardiola, neben all den fehlern, die er womöglicherweise gemacht hat, weiter auf ein nächstes tor zu spielen, anstatt bei 2:0 die uhr runter ticken zu lassen. das risiko, durch ein zufalls/konter-tor in der 90. von sieg auf niederlage zu rutschen, ist einfach zu gross.

wie dus wendest, es bleibt immer eine situation, in der nur das team mit mehr auswärtstoren mauern kann. ohne auswärtstorregel können sich beide mannschaften im hin- und rückspiel zu einem fröhlichen 0:0 mauern, wenn beide meine, sie seien das bessere team im elfer-schiessen.

die auswärtstorregel bewirkt, dass ein team, das sich überlegen fühlt, sich im auswärtspiel auf keinen fall auf ein torloses unentschieden einlassen möchte (siehe real vs bayern), sondern auf ein tor spielen werden. ob sies dann schaffen, eines zu schiessen, kann leider auch die regel nicht beeinflussen 😉

Antworten

Grasnarbe 25. April 2012 um 15:37

der absatz mit dem 0:0 beider mannschaften ist wohl etwas irreführend. sollte heissen, dass bei der auswärtstorregel nur torlose unentschieden zum elmeterschiessen führen, ohne regel können es alle unentschieden sein.

natürlich gibt es auch spannende unentschieden und elfmeterschiessen, nur eben bei der auswärtstorregel mathematisch schon viel mehr spielstände, die offensive verlangen oder dramatik beim anschlusstreffer erzeugen.

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BertiFux 25. April 2012 um 10:10

Erstmal auch von meiner Seite ein ganz großes Lob und Kompliment an die Macher dieser Seite, bin quasi ein Stammleser seit fast der ersten Stunde und großer Fan von euch.

Der Artikel von heute ist als eigene Meinung gekennzeichnet und natürlich völlig legitim. Wenn man sich die Quantität der Kommentare anschaut, wird meiner Meinung nach auch deutlich, dass die Leser/Fußballfans einfach gerne mal lösgelöst von allen taktischen Zwängen rein emotional diskutieren wollen… also warum nicht wie in anderen Kommentaren bereits vorgeschlagen eine Kategorie „Kommentare“.

Zum Spiel, bzw. zur Spielweise allgemein bin ich der Meinung, dass die Barca-Taktik sehr ermüdend und nahezu langweilig ist. In Anlehnung an den obigen Kommentar könnte man auch sagen, dass jedem Fußballfan nach der 197. Querpass-Staffette von Xavi auf Busquets zu Iniesta und zurück (das ganze natürlich auf Höhe der Mittellinie) die Augen zufallen müssten. Auch aus diesem Grund finde ich, dass die Barca-Spielweise zu positiv dargestellt wird. Denn letzlich beruht der Erfolg von Barca in den letzten Jahren meiner Meinung nach nicht auf einem überragenden taktischen Vorsprung, sondern darauf, dass (zufällig???) die 3 besten Spieler der Welt (Xavi, Iniesta und Messi) in einer Mannschaft spielen. Denn die Tore werden nicht durch den 284. erfolgreichen eines Busquets (übrigens meiner Meinung nach einer der „dreckigsten“ Spieler der heutigen Zeit) erzielt, sondern durch einen Geistesblitz der 3 genannten. Ohne solch einen Geistesblitz ist das Ballgeschiebe nur langweilig und wenig gefährlich.

Ich persönlich bevorzuge den schnellen, direkten Spielstil wie ihn in Deutschland z. B. Hannover zeigt. Nach Ballgewinn geht die Post ab nach vorne. Idealerweise von beiden Mannschaften praktiziert, entsteht ein „gutes“ Fussballspiel. In einem Artikel über Barca in den letzten Wochen (oder schon Monaten) stand mal, dass es eine Mannschaft (Bilbao, Valencia oder Espanyol?) geschafft hat durch extremes Rückwärtspressing Barca in einen nahezu offenen Schlagabtausch zu zwingen. Ich könnte mir vorstellen, dass das ein phantastisches Spiel gewesen sein muss, wo so richtig die Post abging.

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adriano89 25. April 2012 um 09:48

Also für meinen Geschmack wird Barca einfach viel zu sehr idealisiert und in den Himmel gelobt. Jedes Talent ist sofort der nächste Weltstar, ihre Taktik wird viel zu oft als Ideal und einzig wahre Spielweise angesehen etc.

Dazu kommt auch das Thema Jugendarbeit. Klar, Barcelona hat viele Spieler aus der eigenen Jugend – aber die hat beispielsweise der FC Bayern auch, gegen Real standen mit Lahm, Badstuber, Alaba, Schweinsteiger, Kroos und später Müller insgesamt sechs Spieler aus der eigenen Jugend auf dem Platz , nur wird das da nie so positiv erwähnt.

Darüber hinaus ist Barca für einen der größten Transferflops der jüngeren Geschichte bekannt, mit der Eto’o-Ibrahimovic-Geschichte. Oder was war mit diesem Chygrynskiy? Der hat 25 (!) Mio gekostet – so viel wie Robben oder Ribery. Ähnliches gilt auch für Hleb (17 Mio).

Und die Spielweise? Ja, sie sieht schön aus in den Momenten, in denen eben auch mal riskant in die Spitze gespielt wird. Aber die ewig langen Ballstafetten davor sind für meinen Geschmack eher langweilig anzuschauen. Und gegen die Defensiven Schwergewichte Europas (Inter+Chelsea) hatte Barca zuletzt große Probleme, bzw. ist jetzt zwei Mal gegen sie ausgeschieden (dazu das Skandalspiel 2009).

Barcelona spielt in meinen Augen eben ihren Fußball. Aber das ist eben nicht zwangsläufig der einzig wahre Fußball.

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sharpe 25. April 2012 um 10:23

ja du hast recht, Barca spielt ihren Fussball. Aber was haben Chelsea oder Inter gespielt? nicht ihren Fussball, den sie sonst immer spielen, sondern reinen Anti-Barca Fussball. Solange alle anderen großen Teams ihr Spiel darauf ausrichten müssen, irgendwie mit Anti-Fussball Barcas Spiel zu zerstören, um sie auszuschalten, solange ist Barca führend.
Und wer will schon eine Mannschaft spielen sehen, die so spielt wie Chelsea gestern? Soll das auch nur annähernd in irgendeiner Form ein Fussball der Zukunft sein? Stell dir mal vor, 2 Mannschaften spielen so gegeneinander.

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Michael 25. April 2012 um 09:47

Ansonsten kann man „MB“ nur die Analyse auf Zonalmarking empfehlen:

http://www.zonalmarking.net/2012/04/25/barcelona-2-2-chelsea-tactics/#more-8579

Da könntest du noch etwas über die exzellente TAKTIK lernen, mit der Chelsea gestern zwar mit ein bisschen Glück aber auch völlig verdient weitergekommen ist….

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DL 25. April 2012 um 09:46

MB hebt im ersten Absatz ganz klar heraus, das dieser Kommentar nicht objektiv sein soll. Also wenn du es nicht lesen willst, tu es nicht.

Danke MB, ich hab mich gestern genauso gefühlt. Vielleicht sind wir Romantiker, aber ich finde immer noch, dass 80% Ballbesitz bei Barcelona wie eine Kunstausstellung ist. Habt ihr die offiziellen Daten was Ballbesitz angeht? Und wenn ja, wie wurde der erhoben? Weil auf der Seite der Blaugrana steht 72%, was ich mir fast nicht vorstellen kann. Eher 85%.

DL

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Michael 25. April 2012 um 09:35

Dass der Kommentator nicht neutral ist wird allein schon dadurch deutlich, dass er offensichtlich in seiner unreflektierten Begeisterung für Barcelona übersieht zu welch dreckigen Methoden auch dieser ach so reine, gute Verein des öfteren greift. „Taktische“ Fouls sind auch bei Barca an der Tagesordnung, Schwalben, absurdes, exzessives rumwälzen nach leichten Fouls ebenso, von den anderen üblichen Nicklickkeiten ganz zu schweigen.
Ja, sie spielen oft schön anzusehenden Fußball, haben des öfteren genaile Momente, aber inzwischen ergehen sie sich in einer schwer zu ertragen Selbstgefälligkeit und Arroganz, die von solch dümmlichen Fans wie MB nur noch gestärkt wird.

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EvS 25. April 2012 um 09:50

ja barca spielt auch nicht immer sauber und ich denke dass MB dies auch klar und dies durch die emotionen nach dem spiel etwas unter den tisch gefallen ist, aber ob man jetzt auch noch beleidigend werden muss und ihn als dümmlichen fan bezeichnet…hm

zum spiel:
prinzipiell habe ich ja auf barca gehofft aber auch die chancenverwertung von chelsea nur als glücklich zu bezeichnen trifft die sache meines erachtens auch nicht wirklich. wenn du als mannschaft mit 9 mann in der gegnerischen hälfte bist, ist ein gegentor nun mal auch nicht unwarscheinlich (obwohl ich zugeben muss dass ich die beiden gegentore verpasst habe und ihr zustande kommen nicht wirklich bewerten kann)
am ende ist es nur schade dass die chelsea-spieler für ihr verhalten über die saison gesehen (in bezug auf avb) jetzt auch noch mit dem cl-finale belohnt werden.

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Rasengrün 25. April 2012 um 10:27

Gerade darum ist das aber auch ein Pyrrhus-Sieg, wenn ich je einen gesehen habe. AVB wurde schließlich geholt um eine Mannschaft, die erkennbar über ihren Zenit hinaus ist, zu modernisieren und umzubauen. Der Trainer hat gegen die Platzhirsche im Kader den Kürzeren gezogen und die haben nun einen bekommen, der die Entwicklung der Mannschaft den Stärken und Schwächen der Altstars unterordnet. Für Chelsea ein verschwendetes Jahr und das wäre es sogar dann noch, falls der CL-Titel folgen sollte. Oder vielleicht sogar nur umso mehr, denn woher sollen dann eigentlich noch Korrekturen kommen, welcher Trainer will sich so eine Kaderstruktur denn überhaupt antun und dazu noch bei Vereinsverantwortlichen, die nachgewiesen haben, dass sie ein Projekt noch nicht einmal über eine Saison hinaus zu tragen bereit sind, wenn der kurzfristige Erfolg ausbleibt?
Fragen, die man sich übrigens auch in Leverkusen stellen sollte… Wenn ein Verein nicht in der Lage ist eine von ihm vorgegebene Philosophie durchzusetzen, dann hat er mehr Probleme als reine Ergebnisse ausdrücken können und die werden sich mittelfristig noch deutlich genug zeigen.

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Realistischer Fußball-Romantiker 25. April 2012 um 10:27

Wie sollte man dem dauernden Ultimate-Fighting Einlagen den sonst begegnen? Sich einfach, kalt lächelnd ins Krankenhaus treten lassen?

Die Wettmafia ist ein Milliarden schwerer Wirtschftszweig und der einzige Grund dafür, dass es keinen Fernsehbeweis gibt.

Wenn ein Schiedrichter klarste Fouls nicht pfeift, damit meine ich nicht die jüngsten Spiele gegen Chelsea, dann greife ich als ausgleichende Ungerechtigkeit auch völlig legitim zur Schauspielerei.

Also bitte nich Ursache und Wirkung miteinander verwechseln.

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Roberto78 25. April 2012 um 10:29

Ich finde es nicht angemessen, den Autor auf der eigenen Seite zu beleidigen. Da gibt es schon ausreichend Fussballseiten, bei denen Bashing üblich ist…

Ich kann mich nur dem Journalisten anschließen: So ein Kommentar belebt diese Seite ungemein, was nicht zuletzt auch die anschließende Diskussion gezeigt hat. Und sollte darüber interner Gesprächsbedarf entstehen, dann klärt das doch bitte in der Kabine und nicht vor euren Lesern. Wäre nämlich schade, wenn solche Dinge das Autorenkollektiv sprengen würden!

Antworten

robert 25. April 2012 um 09:33

einer mannschaft, die bei fc barcelona mit nur 10 feldspielern einen 0:2 rückstand augholt, dazu flexibel genug den ausfall zweier innenverteidiger zu kompensieren gebührt aller respekt der welt. wenn der mittelstürmer stellenweise als außenverteidiger in einem 6-3-0-system spielt ist das eine taktische leistung, die barca in der radikalität nicht schaffen kann und noch nicht mal eine antwort darauf finden kann, und noch denkt, dass eine abwehrreihe mit puyol, mascherano und busquets für die CL reicht dann fliegt man zurecht raus. fussball ist nicht eiskunstlauf und wird nur nach toren bewertet, da sollte man auch welche verhindern können.

Antworten

Flowbama 25. April 2012 um 09:21

Positiv möchte ich mal die Kommentare von Matthias Sammer bei Sky anmerken. Ich schaue sonst kein Sky und war daher positiv überrascht, dass auch halbwegs brauchbare taktische Elemente (zumindest für ein TV-Gespräch!) angesprochen werden statt der sonst üblichen leeren Worthülsen und des Phrasengedresches.

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vastel 25. April 2012 um 10:31

Was hat er denn gesagt?

Antworten

Es gibt nur einen FCB und der kommt aus Muenchen 25. April 2012 um 09:14

Ich straeube mich gg die Veroeffentlichung diese Artikels. Inhaltlich ist das ja alles Geschmackssache & individuelle Praeferenzen entscheiden, welche Art Fussball man bevorzugt. Grundsaetzlich freut es mich, dass Barca raus ist, insbesondere vor dem Hintergrund , dass das Weiterkommen gg FC Chelsea 2010 unverdient war, und nur durch den typischen Barca Bonus bei den Schiedsrichtern zustande kam … ich halte Barca diesbezueglich fuer eine heuchlerische Mannschaft… Natuerlich werden sie mit lauter Leichtgewichten nie physisch spielen koennen… Sie sind aber nicht per se fairer als andere Mannschaften… siehe Einflussnahme auf Offizielle…

Antworten

Realistischer Fußball-Romantiker 25. April 2012 um 10:39

Einflussnahme auf Offizielle…

Das ist ein anderer Trainer, nachzufragen bei Anders Frisk…

Was auch immer schön vergessen wird, es war übrigens 2009, nicht 2010, dass beim 0-0 beim Hinspiel in Barcelona ein gewisser deutscher Schiedsrichter einem Michael Ballack nicht die verdiente Gelb-Rote-Karte gegeben und einen klaren Elfmeter für die Heimmannschaft verweigert hat.

Ein Schelm, wer da nur an Zufall denkt…

Geht das Spiel 1-0 aus, dann hätte es kein Rückspiel gegeben das für immer mit dem Namen Övrebö verbunden sein wird.

Also bitte immer die kompletten 180 Minuten berücksichtigen, danke!

Antworten

MM 25. April 2012 um 09:11

Hatte die gleiche Diskussion nach dem Spiel mit ein paar Freunden, die auch meinten, dass das Weiterkommen von Chelsea nicht nur unverdient, sondern eine furchtbare Blamage für den Sport an sich ist.

Aus zwei Gründen finde ich das nicht: Erstens hat Chelsea keinen Angsthasen-Mauerfußball gespielt, sondern den Sport durch ein rigoroses Ausblenden taktischer Grundprinzipien komplett neu erfunden. Barca hatte die überlegene Mannschaft und musste gegen ein Team aus London antreten, das nicht Fußball spielte, sondern Psychoterror. Es war unglaublich zu sehen, wie Chelsea nach dem Platzverweis gegen Terry es – vielleicht dann erst recht – schaffte, die Räume in der Mitte zu schließen. Das 5-4-0 war so konzipiert, dass ein ballferner Mittelfeldspieler in die Abwehrkette einrückte, um Barcas Spiel in den geöffneten Raum zu verlagern. Dadurch, dass die Mitte immer geschlossen und die andere Spielfeldseite völlig offen war, schob Barca den Ball am Sechzehner entlang. Und wieder zurück. Mir wurde schwindelig, als ich als Barca-Fan ca. in der 70. Minute eingestehen musste, dass man als hochüberlegene Mannschaft trotzdem wie Marionetten über das Spielfeld geleitet wird.

Der zweite Punkt ist nicht einmal der Kampfgeist von Chelsea, sondern vielmehr die schlichte Weigerung des besten Teams der Welt in 1:1-Situationen auf dem Flügel zu gehen, um zur Grundlinie zu gelangen. Mangelnde Kopfballstärke papperlapapp, man könnte ja flach flanken oder in den Rückraum ablegen. Aber weder Cuenca noch Alves wurde das wohl vom Trainer erlaubt. Mein Gedanke war „Meine Güte, ihr seht doch dass es in der Mitte nicht klappt. Dann versucht doch mal etwa anderes!“ Aber anders als üblich zu spielen ist wohl nicht im Repertoir…

Alles in allem völlig verdient für Chelsea, die unglaubliches Risiko gegangen sind und mit Erfahrung und Spirit das Ding nach Hause gefahren haben. Dass dann noch ein wenig Glück zum Sieg verhilft ist mMn auch gern geschehen.

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Grasnarbe 25. April 2012 um 15:06

exakt! riesige löcher an beiden eckfahnen. nur ein, zwei mal einen pass vom mittelfeld in den raum statt direkt zum mann auf den aussen gesehen.

grundlinie – scharfer flachpass in den rücken der abwehr – tor. hm, erinnert mich an einen münchner rechtsverteidiger…

http://www.youtube.com/watch?v=oADC4zlBESA

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juwie 25. April 2012 um 09:10

Mal ein ganz inkompetenter Einwurf:

Lieben wir den Fußball nicht auch deshalb, weil es viel „zufälliger“ als bei anderen Sportarten ist, wer gewinnt?

So gewendet, hat es Barca über Jahre in eindrucksvoller Weise geschafft, dieses Element weitgehend zu eliminieren (meine ich jetzt positiv). Aber im CL-Halbfinale geht es halt alle zwei Jahre mal schief. Und in der Liga alle paar Jahre halt auch.

Wobei ich zugeben muss, dass das Finale mit Chelsea sicher kein Spektakel wird!

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mechri 25. April 2012 um 08:59

Ja, isset denn nich´ schön?!
So viele Kommentare wie selten in so kurzer Zeit…das zeigt doch genau was hier auf dieser (im übrigen HERVORRAGENDEN SUPER-SUPER Seite, die ich mit aller-größter Begeisterung und allergrößtem Respekt vor der Sachkenntnis der Autoren, wie auch der Leute, die hier in der Regel kommentieren, lese…und mir dabei vorkomme, als hätte ich 40 Jahre lang Fußball gespielt und geguckt und doch nicht den blassesten Schimmer! Wirklich einen Offenbarung, immer wieder…was kotzen mich diese selbstverliebten völlig ahnungslosen Wortdrechsler bei den TV-Übertragungen seit Jaaaahren an!!!!) Seite manches Mal vergessen od. zu wenig berücksichtigt wird:
das ganze ist ein SPIEL und neben dem Kopf mit ganz viel Emotion und Herz gespielt und geguckt!!! Dann kommt dann auch mal so etwas wie gestern Abend heraus…Drama!!!! Ehrlich gesagt, sind mir die Kicker aus Spanien auch lieber als dieses Chelsea von gestern Abend, aber dieses Spiel hatte gestern seine Berechtigung in der Geschichte des Fußballs…um der Tragik willen, des Dramas wegen, der EMOTION! Wie langweilig, kalkulierbar und dröge wenn alles wirklich nur noch Technik und Taktik wäre…so toll das hier auch immer wieder präsentiert wird, (noch mal: allergrößtes Lob für diese Seite)!
Für mich lautet das Fazit: der obige Kommentar ist OK und hat seine Berechtigung…und alle Kommentare dazu auch!!!! Haut rein, weiter so!Alle!

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EFF 25. April 2012 um 08:48

Unterm Strich zählt der Erfolg der Mannschaft, das ist es egal ob man Dreckigen Fußball oder Kuzpassspiel bevorzugt. Den „Moderne“ Taktik ist das was Erfolg bringt.

Also Chelsea verdienter Sieg, den sie haben sich gut auf den Gegner eingestellt obwohl ich das Barca-Still faszinierend finde.

Und LOB für die Autoren!!! Immer wieder klasse Artikel

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Journalist 25. April 2012 um 08:44

Die Anzahl der Reaktionen zeigt eindrucksvoll, wie gut Eurer Seite eine Rubrik „Kommentar“ täte. Eigene Meinungen polarisieren und machen eine Seite lebendig. Gerade diese Seite, die durch ihre rational-neutralen Artikel manchmal Gefahr läuft, etwas steril zu wirken, profitiert davon. Und als Autor zahlreicher Kommentare möchte ich Euch sagen: Bei solchen meinungsäußernden Artikeln ist es völlig normal, dass es teils heftige Kritik gibt. Also, lieber Autor, bloß nicht grämen. Solche Texte bringen etwas Farbe auf Eure Seite. Die Leser – selbst wenn sie eine Ansicht nicht teilen – mögen es, wenn ihre Autoren durch eigene Meinungen ein Gesicht bekommen.

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Grasnarbe 25. April 2012 um 14:54

das stimmt, nur sehe ich folgendes problem: erstens hat diese seite genug leben, was die zahlreichen kommentaren zu knochentrockenen analysen belegen. als non-profit seite ist sie auch nicht auf page impressions angewiesen.

zweitens sind fachlich leichtgewichtige kommentare keine mangelware: du findest sie in jedem gut sortierten zeitschriftenhandel. die autoren haben oft betont, dass sie artikel in ihrer freizeit schreiben. ein kommentar mehr heisst eine analyse weniger.

und fachlich ausgezeichnete analysen – das ist in deutschland mangelware und somit das alleinstellungsmerkmal dieser seite. und wofür wir sie so lieben.

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anonimo 25. April 2012 um 08:42

hi,

das problem der catalanen war gestern das 1 gegen 1. sie haben nie jemanden ausgedribbelt. messi, der die nummer 1 in dieser disziplin ist, hat es oft versucht ist aber nie durchgekommen. nach dem elfer hat er es auch aufgegeben. d.alves ist nie an drogba vorbeigekommen. das gibt schon zu denken. meiner meinung nach ist das die folge einer mental und nervlich ausgepumpten mannschaft. außerdem hat guardiola diesmal übertrieben. cuenca und tello sind nicht pedro!

gruß

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JuergenL 25. April 2012 um 08:42

Wenn Barca gegen Chelsea spielt, ist immer Dramatik im Spiel. Ich behaupte einfach mal das Chelsea Barca einfach nicht liegt. Die aufeinandertreffen dieser beiden Teams war immer von Hektik, Fouls, Kampf und tollem Fussball geprägt. 2005 das Spiel in London war so ein Spiel, an das ich gerne zruückdenke. Der kleine Messi umgemäht an der Aussenlinie und Ronaldinhos Tor mit der Picke.
Oder Chelsea mit Hiddink an Seitenlinie, da wurde Chelsea verpfiffen und Iniesta rettete Barca mit einem Distanzschuss in der Nachspielzeit. Ergo sind die Ereignisse von gestern abend nicht so ungewöhnlich.
Fussball ist ein taktisches Spiel und es ist legitim mit einer Taktik anzutreten die einem die Möglichkeit gibt zu gewinnen. Und machen wir uns nichts vor, wer gegen Barca mitspielen will der wird fertig gemacht, die tüten dich ein als wärst du eine Schülermannschaft. Gespürt haben das in den letzten Jahren viele, sehr viele. Warum sollte Chelsea also auf die Idee kommen mitzuspielen ?
OK, sie haben über viele Phasen des Spiels nicht gespielt, sie haben gewartet. Mit zwei engstehenden Ketten kurz vor dem 16er, die andere direkt dahinter. Aber vor allem haben sie defensiv nicht viele Fehler gemacht und vorne einfach auf ihre Chance gelauert und von den 3 Chancen die sie hatten haben sie 2 genutzt. Effektiv in Perfektion. Davor sollte man den Hut ziehen, auch wenn es schwer fällt und alles war nur nicht schön.

Und Barca ? Sie spielten wie sie immer spielen. Sie können einfach nicht anders, es ist ihnen von Kindesbeinen an eingeprägt. Es ist ihr Spiel, es ist ihr System, das ist der FC Barcelona. Und wer jetzt meint in Schönheit sterben der kennt Barca erst seid 7-8 Jahren. In Schönheit gestorben sind sie früher auch häufig. Unter und mit Cruyff oder mit van Gaal.
In diesem Jahr gibt es allerdings so einige Risse im System und in den letzten Wochen kommen noch ein paar hinzu. Barca steht defensiv bei weitem nicht mehr so stabil wie in der vergangenen Saison, Gegentore bei denen man nur den Kopf schütteln kann, fehlende Zuordnung im Defensivverbund die es dem Gegner einfacher machen Tore zu schiessen und ein Torwart der immer wieder zu Fehlern produziert. Das zieht sich schon durch die ganze Saison.
In den letzten Wochen ist ihr Torebrunnen ausgetrocknet. Messi trifft in den letzten Wochen nicht mehr, auch seine Dribblings sind im Moment nicht mehr so unwiderstehlich. Von dem verschossenen Elfer mal ganz abgesehen. Gestern hat Chelsea durch die extrem tief stehende Defensive Messis Stärke stark eingeschränkt. Wenn er mit Tempo und mit dem Ball am Fuss ankommt wird es für eine höher stehende Defensive schwieriger ihn zu stoppen. Gestern gab es in der Mitte keine Lücken und Messi damit ziemlich kaltgestellt. Dani Alves ist ebenfalls weit von seiner Vorjahresform entfernt, Alves der von Aussen immer für gute Flanken oder Torschüsse sorgte. Auch von ihm gestern nach der Einwechslung nichts zu sehen.

Was Barca anscheinend fehlt ist ein guter Kopfballspieler der im Zentrum mal eine hohe Flanke verwerten kann. Mit einem Brecher wie Ibrahimovic haben sie es schon mal probiert, hat auch nicht so gut funktioniert. Warum sie allerdings kaum Fernschüsse probiert haben entzieht sich meiner Kenntnis. Aber sie stecken einfach in ihrem System fest.

Mein bescheidenes Fazit:
Man kann jede Mannschaft schlagen, die Geschichte des Fussballs ist voll von Niederlagen die niemand erwartet hatte. Chelsea hat gestern eiskalt die Schwächen von Barcas System aufgezeigt, das hat Mourinho mit Inter auch schon mal gemacht.
Wenn dann noch ein paar Stellschrauben bei Barca zur Zeit nicht richtig funktionieren dann wird es für den Gegner einfacher. Und obwohl ich Barcas Fussball sehr schätze und seid Jahrzehnten ein Fan dieser Mannschaft bin, bin ich doch froh das sie nicht einfach im Vorbeigehen alles gewinnen. Sonst würde es im Fussball langweilig und macht es das Spiel nicht so interessanter ?
Irgendwann hat jede grosse Mannschaft ihren Zenit überschritten, ich glaube bei Barca ist es soweit. Vielleicht haben sie einfach zuviel gewonnen. Was nicht mehr als verdient war.

Antworten

DBLTT 25. April 2012 um 08:39

Es ist immernoch ein POKAL-Spiel..

Antworten

Samstag, fünfzehndreißig 25. April 2012 um 08:20

Von einem, der das Spiel nicht gesehen hat:

Die Diskussion um Fairness wegen Zeitspiel auf Seiten Chelsea’s finde ich unnötig, weil das jede Mannschaft macht, die ihren Erfolg über die Zeit retten will (Die 3 Euro für das Phrasenschwein schmeiße ich ein, wenn ich mal dort sitzen sollte). Das ist mir mehrfach auch schon bei Barca aufgefallen.

Ich finde es legitim gegen Barca so zu spielen, weil es ein auch tatkisches Mittel ist, das Spiel von Barca zu unterbinden. Und genau aus diesem Grund ist das Barca Spiel nicht das perfekte Spiel, weil es zu „Eindimesional“ ist. Im Endeffekt ist es das gleiche Problem wie beim deutschen FCB – denen gehen auch die Möglichkeit aus, wenn die Flügelzange lahmt (Achtung Wortspiel 🙂 ). Und auf Grund des fehlenden Plan B gefällt mir Barca mehr und mehr nicht, obwohl das Spielsystem an sich in den meisten Fällen schön anzugucken ist. Und genau aus diesen Gründen finde ich wiederrum das System der dt. Nationalmannschaft auch besser. Viel Ballbesitz und Passspiel wird dort auch praktisziert, doch gibt es mindestens mal ein richtigen Stürmer, es fallen Tore auch durch ein, zwei weite Pässe ohne irgendwo im Raum mal wieder ein Dreieck aufzuspannen.

Und an das Authorenteam:
Sehr geile Seite, macht weiter so – vielleicht ist aber auch eine Rubrik Kommentar ganz sinnvoll.

Antworten

Grasnarbe 25. April 2012 um 14:46

in der tat, ich finde die taktische variabilität von dortmund oder der dt. nati sehr gut.

aus unterschiedlichen gründen (dortmund: (noch) nicht (auf allen positionen) internationales personal; nati: fehlende einspielzeit wie bei allen nationalmannschaften) ist diese variabilität auf högschdem niveau.

aber dass es eine solche gibt, ist schon mal hervorragend.

Antworten

fussballnarr 25. April 2012 um 08:11

🙂
Vielen dank fuer den kommentar und die nicht minder reizvolle konversation danach. Bin selten besser geweckt worden.
Im uebrigen war das ein klasse spiel und ich hab ab minute 60 angefangen zu zaeehlen. Und ja, Glueck spielte in beiden hf eine grosse Rolle. Und Barca spielt grossartig, auch wenn in HZ2 gestern Hektik und Muedigkeit dazukamen. Hab mich trotzdem als neutraler mit dem underdog gefreut.

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Pep 25. April 2012 um 08:06

@Cecotto

„manche können und wollen dies eben nicht akzeptieren.
fast schon ignorant bleibt für sie deshalb barca das reine,
vollkommene oder welcher superlativ auch immer.“

Ich glaube nicht, dass die Barca Fans „dies“ nicht akzeptieren können oder wollen. Niederlagen gehören dazu, es sind Menschen und keine Maschinen. Kein Sportler kann ewig und immer dominieren, das ist ein Rückschlag, klar. Aber ändert nichts daran, dass Barcelona nächstes Jahr wieder um alle Titel spielt und weiterhin das Maß aller Dinge ist. Sowas ist nicht von einzelnen Spielen abhänig oder meinst du der 1. FC Bayern ist der weltbeste Verein, wenn er im Finale gegen Chelsea gewinnt? Lächerlich, solche Aussagen können nur von Nichtsportlern kommen.

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mafigo 25. April 2012 um 08:13

„meinst du der 1. FC Bayern ist der weltbeste Verein, wenn er im Finale gegen Chelsea gewinnt?“

Er wäre ja erstmal „nur“ der Beste Europas, der Weltpokal wird ja erst später ausgespielt 😉

Aber, er wäre halt der Beste Europas, weil er den Wettbewerb nunmal gewonnen hätte. Egal wie…

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Pep 25. April 2012 um 12:56

Das ist doch Blödsinn, sorry aber der Kommentarbereich ist hier wirklich heute voller Texte von Leuten, die in Ihrer Freizeit alles mögliche treiben, aber kein Leistungssport.
Chelsea hat gestern Abend völlig zurreicht einen Punkt bekommen, mehr aber auch nicht. Weder ist Barcelona jetzt irgendein Verein unter den Europa Top5, noch ist Chelsea wegen den beiden Leistungen stärker anzusehen. Leverkusen hat Chelsea geschlagen, aber gegen Barcelona 1:7 verloren. Mit eurer Logik wäre das nicht möglich.

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alex 25. April 2012 um 08:06

Also wenn ich mir anschaue, wie Barca wirtschaftet, kann von Fairness ja wohl nicht die Rede sein. Klar ist es schön anzuschauender Fußball, aber er kommt halt nicht nur aus der exzellenten Nachwuchsförderung und einer Fußball-Philosophie, die schon in der D-Jugend praktiziert wird, sondern wird auch mit entsprechenden Schulden finanziert. Dass dann in so einem Gesamtkonstrukt die ‚besten‘ Fußballer mitmischen wollen und eine Dominanz auf dem Platz entsteht, ist nachvollziehbar, aber eben nicht fair. Dass Fans von seriös wirtschaftenden Vereinen, wozu die Bundesligisten nun mal etwas strenger angehalten sind als in anderen Ländern, sowas auch noch gutheißen ist für mich schwer verständlich.

Ich find’s ehrlich gesagt peinlich, wenn es in der gesamten zweiten Halbzeit nur ein Fernschuss auf Cechs Gehäuse stattfand, dazu die Schwalbe von Fabregas. Jeder kämpft mit seinen Mitteln. Da hat’s einfach nur an einem funktionierenden Plan B gehakt.

Von schön und unschuldig kann in Bezug auf Barca echt nicht die Rede sein. Eher von zu stolz und engstirnig.

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Pep 25. April 2012 um 07:58

Davon mal abgesehen, dass auch objektive Analysen doch meist ziemlich subjektiv sind, denke ich das es für jeden von uns Analysenleser interessant ist, was ihr persönlich denkt, von daher könnte es meiner Meinung nach gerne öfters ein so offenes Wort geben das dann nicht Analyse sondern eben Kommentar heisst.
Das die Londoner so schlimm auf Zeit gespielt haben ist mir nicht aufgefallen, habe aber auch nur nebenbei geschaut. Hier stelle ich mir aber die Frage, warum man sich von der objektivität lösen sollte? Endweder Chelsea hat übertrieben dreckig / auf Zeit gespielt oder nicht, eine subjektive Meinung dazu gibt es nicht.
Was ich jedoch nach dem Spiel gedacht habe ist, dass man mit entsprechenden Kräften eben doch mutig auf ein Ergebnis spielen kann und nicht wie Heynckes sagt unbedingt angreifen muss wenn die Offensivkräfte der Gegner so stark ist. Leverkusen hat Chelsea geschlagen, ist mit einer Defensivtaktik gegen Barcelona gnadenlos untergegangen. Ich finde alleine die Tatsache, dass Chelsea Barcelona erfolgreich verteidigt hat, verdient eine Menge Respekt.
Zeischinden mit 10 gegen 11 Mann und mit dem 1:2 ist nur natürlich und jeder Verein macht es. Barcelona ist auch nicht unschuldig wenn es darum geht bei Berührung zu fallen, jeder kämpft um seinen Vorteil. Ist es der eigene Verein der sowas macht, „ist es nunmal so“, macht es der andere Verein, ist es „eine große Schweinerei“. Ich bin auch ein großer Barcelona Fan und habe mich bei dem 1:0, der roten Karte und dem 2:0 gefreut wie ich bei dem verschossenen Elfmeter gelitten habe. Aber das ist kein Fußball, es ist, wie Lucien Favre sagt, dass Leben. Dutt verkaufte eine starke Leistung bei Niederlagen mit hohen Laufwegen, aber was sagen die aus? Genausowenig wie 90% Ballbesitz, wenn man damit nichts anfangen kann.
Ich bin sehr traurig, dass ich Barcelona nun nicht im free-TV in München sehen kann, wie Robery eine Lektion erhalten und Rummenigge, Hoeneß und wie die alten frustrierten Herren alle heissen erkennen müssen, dass München nicht Ansatzweise auf Barcelona-Niveau sind. Gegen Chelsea wäre für München meiner Meinung nach alles drin, da wird Madrid heute viel schwieriger.
Chelsea im Finale ist echt enttäuschend, aber sie sind dort zu 100% verdient.

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Riesengebirge 25. April 2012 um 07:53

Tolles Spiel. David gegen Goliath! Erst 11 später 10 Spieler wehren sich mit vollem Einsatz, Willen, Kraft und viel Leidenschaft gegen den unvermeidlichen Untergang.
Durch viel Glück aber auch einiges an Geschick , wie das Anschlusstor demonstriert, gelingt es ins Finale einzuziehen.
So schön kann Fussball sein.

Ich würde aber gerne nochmal die Auswärtstorregel als Thema aufwerfen. Meiner Meinung nach wäre der Spielverlauf beider Spiele ohne diese Regel ein ganz anderer sein.

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Flowbama 25. April 2012 um 09:15

Die Regel hat sich nun mal aber bewährt und ich würde davon auch nicht abweichen. Sie bietet bestimmte Anreize: Wer auswärts spielt, ist gut beraten, ein Tor zu schießen. Denn man sieht ja so häufig, dass eine 1:0 Niederlage im Hinspiel ein tödliches Ergebnis sein kann. So wie für Barcelona. Wäre das Hinspiel 2:1 ausgegangen, dann hätte Barcelona in den letzten Minuten nicht, um es laienhaft zu sagen, „hinten aufmachen“ müssen. Das Tor von Torres wäre in Folge dessen gar nicht erst gefallen.

Um es kurz zu machen: die Auswärtstorregel in den europäischen Club-Wettbewerben halte ich für eine sinnvolle Ergänzung um Spiele insgesamt spannender zu machen. Bayern München muss angesichts des Auswärtstores von Madrid heute nicht nur defensiv agieren, sondern selber treffen.

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Solid Snake 25. April 2012 um 07:46

Ich finde Chelsea hat es sich verdient die haben in 2 spielen alles gegeben das muss man anerkennen.Zudem mit so wenig Ballbesitz (gestern 20%) 3 tore zu machen zeigt auch die qualität dieser Mannschaft.

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Kalle aka Gattuso der Kreisliga 25. April 2012 um 07:37

Wenn Barcelona das Gute, dann Chelsea das Böse. Mal gewinnt halt das Böse. Alle anderen Mannschaften auf dieser Welt lassen sich dann anhand dieser zwei Extreme irgendwo auf einer Skala einordnen. So einfach kann Fußball sein.
Ich war in meiner kurzen Karriere ja sowieso eher der grasfressende Zerstörer der auch mal fürs Nachtreten 5min rausmusste. Emotional und mit viel Herzblut war das aber allemal. Pragmatisch war da nichts dran.

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pauleta 25. April 2012 um 07:14

Ich hab mich sehr über den Artikel gefreut, sehe ich hier auch keine Möglichkeit so ein Spiel zu analysieren! Was soll denn da groß analysiert sein, wenn ein Team mit 11 bzw 10 Mann im eigenen Strafraum steht? Da kommt kein Team der Welt durch, Barca hats immerhin zweimal geschafft! Auch ein echter Stürmer bringt da nix, wenn er von 5 Mann gedeckt wird! Eine Bankrotterklärung von Chelsea an den englischen Fußball…

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Chris 25. April 2012 um 07:50

Wieso Bankrotterklärung des englischen Fußballs? Man hat Barca mit dieser Taktik geschlagen – das ist legitim. Und für Barca kommt es ja auch nicht überraschend, dass sich der Gegner hinten rein stellt. Sie sollten sich nicht fragen: Warum haben wir keine sechs oder sieben Tore geschossen, sondern warum haben wir gegen 10 Abwehrspieler drei Tore bekommen?

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daniel 25. April 2012 um 07:09

Gute, Reine, Unverdorbene, Romantik und unfair gehören zu den mit Abstand lächerlichsten Begriffe die ich seit langem gehört habe.

Barca spielt dieses Spiel nicht weil es fairer oder schöner oder besser oder sonst was ist. Sondern ganz einfach a) weil sie die Spieler dazu haben und b) weil es pragmatisch gesehen eine unheimlich gute Variante ist Fussballspiele zu gewinnen. Das rechtfertigt Barcas Spiel aber nicht anderen gegenüber als das „richtige“ Spiel, sondern lediglich als eine unheimlich gute – und zur Zeit beste – Variante Fussball zu spielen.

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Atheist 25. April 2012 um 06:39

Und noch eine taktische Anmerkung. Gegen Barca kann man sich deswegen so weit zurück ziehen, weil sie selten aus der Distanz schießen und weil ihre hohe Flanken ineffektiv sind. Gegen andere Mannschaften darf man nicht so tief stehen. Barca kennt nur die Kombination und vernachlässigt andere Optionen. Daher ist es eine kluge Taktik gegen sie so tief zu stehen.
Und noch zum Thema Fairness : Wenn Barca hinter dem Ball herjagt, spielen sie auch immer wieder Foul, wenn es sein muss und teilen auch aus. Auch Barca hat gestern seine gelben Karten bekommen.

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Atheist 25. April 2012 um 06:24

Ich habe mich sehr gefreut über das Ergebnis, denn ich finde das Spiel von Barca mittlerweile langweilig. Dieser ewige Ballbesitz. Man sollte wie im Handball oder im Basketball auf Zeitspiel pfeifen, wenn eine Mannschaft nicht in 2 min zum Abschluss kommt.

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Michael Karbach 25. April 2012 um 05:51

Der Kommentar spricht mir aus dem Herzen. Bei diesem Match wurde der Fußball vergewaltigt und es ist eine Schande, dass die beste Mannschaft der Welt ausscheidet.

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klaro 25. April 2012 um 05:28

ich finds knuffig wie unterschlagen wird dat barca mit busquets, alves, pedro, puyol, pinto und co selbst eine große menge an dreckigen spielern hat, welche alle 5 minuten wie von der tarantel gestochen umfallen und sich auf den boden rollen und mit 11 mann auf den schiri springen um karten zu fordern, von den etlichen schwalben (auch von messi) will ich mal gar nicht sprechen…

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Rasengrün 25. April 2012 um 05:14

Wenn bei gut gegen böse immer nur das Gute gewönne, dann wäre ja auch keine Fallhöhe mehr drin. Ab und an muss das also sein. Und viel mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

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Fabi 25. April 2012 um 04:47

Das ist ja an lächerlichkeit kaum zu überbieten hier sowas zu schreiben!

Ist der Barca Fussball jetzt der einzig erlaubte? Muss jetzt jede Mannschaft auf Ballbesitz/Gegen Pressing spielen? Ich denke nicht! Jede Mannschaft sollte so spielen wie es ihre Spieler erlauben und mit der Taktik das best mögliche rausholen, geht es nicht darum im Fussball?!

Auch wenn Barca die letzten Jahre die Beste Mannschaft war und sicher teilweise tollen Fussball spielt geht der Chelsea sieg total in Ordung oder war der Inter sieg 2010 unverdient? Barca hat verloren und das nicht nur gegen Chelsea sondern auch gegen Real und das zu recht wie ich finde alles hat ein ende und so wie es scheint ist Barca bzw. die aktuelle Mannschaft jetzt auch erstmal am ende ihrer „überragenden Zeit“

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ThePikeman 25. April 2012 um 04:38

Ich muss zugeben, dass Barcelona zeitweise sehr schön anzusehen ist, aber es wird dann auch langweilig. Ballbesitz nur des Ballbesitzes wegen, damit der Gegner keinesfalls an den Ball kommt ist genauso „Antifußball“ wie nur das Tor vernageln und für glückliche Konter beten.
Ohne viel Risiko einzugehen den Ball auch zu verlieren, fehlt der Zug zum Tor. Dieses sinnlose hin und her geschiebe um den Strafraum und Warten auf den perfekten pass ist risikolos und vorhersehbar. Das kann Barca häufig durch brilliante Einzelspieler vertuschen. Die Spieler sollten auch brilliant sein in einem Verein mit den höchsten Spielerkosten im Fußball überhaupt. Das System das Barca spielt hat mit dem Erfolg wenig zu tun.

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ThePikeman 25. April 2012 um 04:16

Ich muss zugeben, dass Barcelona zeitweise sehr schön anzusehen ist, aber es wird dann auch langweilig. Ballbesitz nur des Ballbesitzes wegen, damit der Gegner keinesfalls an den Ball kommt ist genauso „Antifußball“ wie nur das Tor vernageln und für glückliche Konter beten.
Ohne viel Risiko einzugehen den Ball auch zu verlieren, fehlt der Zug zum Tor. Das kann Barca häufig durch brilliante Einzelspieler vertuschen. In diesem Fall hat das nicht funktioniert.

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Atze-Peng 25. April 2012 um 03:02

Vorneweg muss ich sagen, das ich grundsätzlich kein großer Barca-Fan bin.

Ja, Messi, Xavi, Iniesta alles große Spieler. Das System unglaublich erfolgreich und die Mannschaft ist wohl immernoch die beste weltweit. Aber wenn von 80% Ballbesitz ein Großteil in der eigenen Hälfte geschieht und man in den offensiv Bemühungen auch oftmals auf einen Xavi oder Messi Geniestreich angewiesen ist, dann ist das für mich eher langweilig als atemberaubend. Dazu kommt diese unglaubliche Fallsucht bei Barca, die ich einfach nur widerlich finde.

Dementsprechend habe ich wohl eine deutlich andere Meinung als andere hier.

Ich denke Guardiola hat heute unglaublich viel Lehrgeld gezahlt für etwas das Mourinho z.B. schon lange verstanden hat: Am Ende des Tages zählt nur der Sieg und wer mehr Tore geschossen hat, der gewinnt verdient. Dabei ist Mourinho jedes Mittel recht, denn der Sieg heiligt die Mittel. Barca starb dagegen in den letzten 8 Tage in Schönheit 2x gegen Chelsea und 1x gegen Real.

Barca mag zwar technisch und taktisch die beste Mannschaft weltweit sein, aber wenn sie nicht ackern und kämpfen, dann verschenken sie einfach Potenzial. Denn auch Kampf ist ein wichtige Komponente im Fußball. Chelsea hat das heute bewiesen in dem sie zu 10. aufopferungsvoll bis zum Ende durchgehalten haben (auch wenn ich dieses extreme Zeitspiel ebenfalls verabscheue). Bei Barca fehlte einfach der letzte Biss.

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aca 25. April 2012 um 02:51

„Als neutraler Fußballfan müsste man nach dem Spiel eigentlich Wuttränen in den Augen gehabt haben ob des ungerechten Ausgang dieses Spiels, von dem man sich wahrscheinlich noch länger erzählen wird.“

Ich lach mich schlapp.
Als neutraler Fußballfan muss man sich ganz einfach gefreut haben, dass endlich Gerechtigkeit zwischen Chelsea und Barcelona widerfahren ist.
2009 muss man als neutraler Fußballfan Wuttränen in den Augen gehabt haben, dass Chelsea so dreißt vom Schiedsrichter verpfiffen wurde und Barcelona mit einem Glücktor in der 93. Minute doch noch ins Finale einzog. . DAS war ein ungerechter Ausgang, Barca war damals ähnlich chancenlos wie Chelsea heute. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich kann heute sehr gut Schlafen.

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Realistischer Fußball-Romantiker 25. April 2012 um 02:41

Ich verfolge diesen Blog seit Anbeginn dieser Saison und fühle mich ob des Ausgangs dieses Halbfinals dazu genötigt eine aktive Rolle einzunehmen.

Vorab einmal möchte ich der gesamten Redaktion ein riesen Kompliment aussprechen!
Unabhängig davon wer von euch welche Art des Fußballs bevorzugt – ich finde es einfach klasse dass es auch im deutschsprachigen Raum Fußball-Enthusiasten gibt, die sich analytischen mit diesem Sport auseinandersetzen, versuchen hinter das Offensichtliche zu blicken.

Fußball ist soviel mehr als nur „Grassfressen und Kampf und Ärmel hochkrempeln“.
Treffend hat es da van Gaal ausgedrückt:
„Fußball ist mit Hirn, Laufen ist für Tiere.“

Nun zu beiden Spielen und damit verbunden der Frage nach der angeblich gefundenen Gegentaktik zum Total Voetbal 3.0:

Ja, leider Gottes ist auch im Fußball jede Taktik, die einer Mannschaft zum Sieg verhelfen kann als legitim zu bezeichnen.
Ja, Fußball ist Die Mannschaftssportart (statistisch nachgewiesen), in der die meisten Überraschungen vor kommen.

Beide Spiele der Blau-Grana gegen Chelsea waren ein klassisches Beispiel dafür.

Hat Chelsea es geplant, in 180 Minuten ganze viermal Stangenglück zu haben?
Nein. Haben sie es geplant das Cesc im Hinspiel bei einer 100%-igen am Ball vorbei semmelt? Auch das nicht.

Hat Inter vor zwei Jahren den Vulkanausbruch und die damit verbundene 900 Km lange Busfahrt Barcas geplant, was sich massiv auf die Laufleistung derer Spieler im San Siro bemerkbar gemacht hat (die Statistik wies aus, das Barcas Spieler im Schnitt einen ganzen Kilometer weniger als sonst gelaufen sind!)?

Nein, auch das war nicht geplant.

Die sogenannte Taktik gegen Barca ist in meinen Augen das Hoffen auf den lieben Gott und darauf, dass der Schiedrichter bei diversen Ultimate-Fighting-Einlagen wegsieht. Nicht mehr und nicht weniger.

Barca hat sich gegen Chelsea selbst geschlagen, und unsäglich viel Pech gehabt.

Es kann einem Niemand weiß machen, dass das an Chelseas Taktik gelegen hat.
Womöglich war es ja auch Taktik von Terry einen mentalen Aussetzer zu haben, um dadurch seiner Mannschaft zu helfen…
Absurd.

Zur angeblich nicht vorhandenen taktischen Flexibilität des Teams:

Sämtliche Spieler, mit denen dies möglich wäre sind aktuell oder waren über die Saison hinweg verletzt (Villa, Abidal, Piquet).

Erstere repräsentieren die komplette linke Seite Barcelonas. Dies ist meiner Meinung nach mit der Hauptgrund dafür, dass Guardiola das Tandem Iniesta-Xavi gesprengt hat.

Villa war vor seinem Beinbruch der wohl kompletteste Stürmer Europas. Kopfballstark und beidfüßig.

Das einzige was ich Pep ankreiden könnte wäre die Tatsache, dass er kleine Kader bevorzugt und somit auf bestimmten Schüsselpositionen (Innenverteidigung und Mittelstürmer) über keine adäquaten Backup-Spieler verfügt. Dies führte dazu das Spieler diese Rollen ausfüllen müssten, die dafür in erster Linie schlichtweg nicht gemacht sind (Mascherano-Cesc oder auch Xavi im letzten Clasico).

Trotz der enormen Flexibilität über die Barcelona verfügt, sind sie aufgrund der dünnen Kaderstärke bisweilen nicht permanent in der Lage solche Ausfälle zu kompensieren.
Ferner wurde Guardiola dadurch auch einiger Rotationsmöglichkeiten beraubt.
Vor allem Xavi und Messi wirken nicht ganz so spritzig wie zur selben Zeit in den Vorjahren.

Sowohl im Clasico als auch gestern Abend gegen Chelsea sind die entscheidenden Aktionen gegen Barcelona über links gelaufen, wo sie jeweils schlicht überlaufen wurden. Ein Abidal hätte ihnen jeweils gut zu Gesicht gestanden.

Gerade im Fußball gewinnt nicht immer die beste Mannschaft, weshalb ich persönlich Tennis spiele, aber das nur am Rande (Wahrscheinlichkeit für Aussenseitersiege im Fußball beträgt satte 40% im Tennis nur 5%).

Mein Ausblick auf das, was Guardiola für kommende Saison personell tun muss:

Im Mittelfeld besteht kein Handlungsbedarf. Bis auf Xavi sind alle weit von der 30 entfernt und auch das was aus La Masilla nachrückt hält dort den Konkurrenzkampf mehr als ausreichend hoch.

In der Verteidigung herrscht höchster Handlungsbedarf. Das Abidal ein zweites Mal auf Topniveau zurückkommt halte ich leider für sehr unwahrscheinlich. Puyol wird nicht jünger und Pique scheint sehr verletzungsanfällig zu sein.
Aus dem eigenen Nachwuchs kommt da meines Wissens nach nicht wirklich etwas nach.
Wer käme da eurer Meinung nach unter Berücksichtigung des Anforderungsprofils in Frage?
Jordi Alba für Abidal scheint klar und logisch zu sein, aber wen für die Innenverteidigung?

In der vordersten Reihe brauchen Tello und Cuenca noch 1-2 Jahre.
Die Frage ist, wie kommt Villa aus seiner Verletzungspause heraus und bekommt Pedro noch die Kurve?
Passt da jemand wie van Persie, der auch mal alleine eine Chance kreieren kann?

Mit dem jetzigen Spielermaterial kann Pep nicht viel Anderes spielen lassen als jetzt und muss es auch gar nicht.
Sein System ist meiner Meinung nach von keinem Trainer absolut widerlegt worden, den Faktor Pech einmal außen vor gelassen.

Während der Spiele gegen Real und Chelsea habe ich mich einige Male gefragt:
Wenn der Gegner permanent mauert, warum nicht mal selbst mehr auf Konter spielen und dann die sich bietenden Räume nutzen?
Frei nach dem Motto „Bitte sehr, fangt ihr doch auch mal was mit dem Ball an“.

Die Gründe dafür warum das nicht geht habe ich bereits angegeben:

Das Personal dafür ist entweder verletzt, oder einfach nicht vorhanden.
Oder würde sich einer von euch als Trainer ernsthaft mit Mascherano als Innenverteidiger und dem brasilianischen Vertreter Abidals (mir fällt gerade u gottloser zeit der Name nicht ein, fängt mit S an) hinten reindrängen lassen und dann auf Konter spielen wollen?
Das käme einem fußballerischen Selbstmord gleich.

Pep hat also gar keine andere Wahl als das Spiel total auf Possesion-Play auszulegen, worauf die Vereinphilosophie seit Cruijff als Spieler dort ankam, ja auch ausgelegt (die Clubphilosophie, die ja auch ein Lahm beim FC Bayern als essentiell anmahnt).

Abschließend zum philosophischen Aspekt des Spiels:

Wenn der Autor des Artikels unter „gut und rein“ versteht, dass Barcelona und damit auch das System unter Guardiola eine Philosophie vertritt, die auf Eigeninitiative, Kreativität, Phantasie und Offensivgeist setzt, ohne auch nur den Hauch irgendeiner Form von Destruktivität zu zeigen, so bin ich da absolut bei ihm.
Das ist Fusball im Geist der großen brasilianischen Nationalmannschaften oder der niederländischen unter Michels.
Diese Mannschaft mit Guardiola reiht sich dort definitiv ein.

Es sind solche Mannschaften und Trainer, die den Fußball weiterentwickeln und die Faszination für diesen Sport aufrecht erhalten.

Ich habe noch keinen kleinen Jungen sagen hören:
„Papa, ich will auch mal meinen Gegnern auf die Socken hauen wenn ich groß bin!“

Nein, sie alle wachsen mit Geschichten vom guten Pelé, Maradona, Cruijff, George Best, Stan Libuda, Beckenbauer, der Fantastischen Vier der Brasilianer der 80-er, van Basten, Ronaldo (dem Original) oder irgendwann auch Messi, Xavi oder Iniesta auf.

Die bösen Buben wie Boninsegna, Toni Schumacher, Andoni Goikoetxea, Vinnie Jones und bald auch Pepe und Konsorten werden fürderhin als Feinde des Fußballs, des Guten, in Erinnerung bleiben bzw. in die Geschichte eingehen.

Man kann es wohl abschließend so formulieren:

Aktiver Fußball vs. Reaktiver Fußball,
meinetwegen Gut vs. Böse
jeder wie er es mag.

Ich mag aktiven Fußball. Er erfordert mehr Kreativität, Mut, Abenteuerlust und auch Intelligenz.
Die offensive Idee ist immer zuerst da, auf diese wird dann versucht defensiv zu reagieren, ganz einfach.

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Grasnarbe 25. April 2012 um 14:59

woher hast du die zahlen zu variabilität/glück im fussball („40%). das klingt interessant. würde da gerne was dazu lesen.

ich erinnere mich dunkel an einen artikel, der – aufgrund der pflichtspielergebnisse – ein eloranking für nationalmannschaften aufstellte und beweisen konnte, dass bei turnieren mit ko-runde wegen der variabilität und hoher leistungsdichte die beste mannschaft mit hoher wahrscheinlichkeit NICHT den titel gewinnt.

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geco87 26. April 2012 um 12:29

„Ja, Fußball ist Die Mannschaftssportart (statistisch nachgewiesen), in der die meisten Überraschungen vor kommen.“

Ein interessanter und auch wohl richtiger Aspekt. Ich habe mal gehört/gelesen, dass gerade in den US-Sportarten (Basketball/Football/Baseball…) in den allermeisten Fällen das Team mit den besseren Spielern und der besseren Leistung gewinnt. Das entspricht dem amerikanischen Leitgedanken, dass man seinen Erfolg verdienen muss, macht die Sportarten aber auch etwas berechenbar und langweilig. Kein Wunder also, dass die Wundertüte Fußball in den Staaten wohl nie richtig groß rauskommen wird (abgesehen davon, dass es vergleichsweise enorm wenige Punkte/Goals im Fußball gibt und so scheinbar weniger passiert, was natürlich Quatsch ist)… Etwas off-topic, aber ich finde diesen Aspekt ganz interessant.

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herb 25. April 2012 um 02:29

Ich habe Verständnis für den Beitrag, aber ich als Fan von Barca war vom Spiel von Barcelona „generverter“ als von Chelsea. Natürlich war das was Chelsea gemacht hat einfach nur hässlich, aber die Mittel heiligen eben den Zweck werden die sich sagen. Defensiver geht gar nicht mehr, aber man muss sagen, besonders mit einem Mann weniger muss ich trotz dieses Augenkrebsfußball ein Lob ausstellen. So gegen Barca zu verteidigen, schaffen wenige Mannschaften in Europa. Was mich fürchterlich aufgeregt hat, war das Barca einfach sein Spiel nicht etwas angepasst hat. Man wollte in unzählige mal einfach zu rufen, schieß doch endlich, stattdessen noch ein Querpass und noch ein Querpass….und immer wieder mit dem Kopf durch Mitte.

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C 25. April 2012 um 02:27

Also ich muss ganz ehrlich sagen de Beurteilung von Barca bei Spielverlagerung fand ich bei euch meistens (oder sogar immer?) zu positiv wenn man sich ansieht was es da an Spielermaterial (=Transferinvestitionen) gibt/gab und was dabei diese Saison rausspringt muss ich sagen, enttäuschend man hat sich defensiv wieder einmal nicht verstärkt nennt es Zufall aber der Treffer Chelseas zum 1:0 im Hinspiel war absolut vermeidbar und fiel über die linke Abwehrseite, wenn man auf diesem Niveau solche Fehler macht und dann auch noch Elfmeter verschiesst, dann is man eben draussen.

Im Prinzip hat Barca das Problem das Bayern letztes Jahr hatte es fehlte die Balance zwischen defensive und offensive.

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phy 25. April 2012 um 02:27

Warum Eto? Die verwaiste Seite links hinten auffüllen mit einem Spieler der präzise Flanken schlägt (und durchaus auch defensive Defizite haben kann – viell. deshalb das angebliche Interesse an Ch. Fuchs) und einen Einwechselspieler, der im Prinzip nur Kopfballstärke haben und den Lauf ohne Ball beherrschen muss..

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phy 25. April 2012 um 02:04

Mir ist heute was komisches passiert – normalerweise würde ich einigermaßen wütend auf das Spiel zurückblicken und lauthals über den „Sieg“ der schlechteren Mannschaft jammern, heute ist dem nicht so. Warum? Weil in meinen Augen heute nicht ein Ergebnisfussball gewonnen hat sondern weil eine überalterte und schwer angeschlagene Mannschaft ihr letzte Chance gewahrt hat das ursprüngliche Versprechen eines CL Sieges einzulösen. 7 Jahre lang habe ich der „Söldnermannschaft“ von Chelsea zugeschaut wie sie, wieder und wieder, gescheitert ist, älter wurde, schwächer wurde und für Spieler wie Terry (okaaaaay), Cole, Lampard, Essien, Drogba, Cech wird es wohl keine weitere Chance für diesen Titel geben. Auch wenn es jammerschade ist, dass Barca verloren hat – dieses eine Mal kann ich drüber hinwegsehen.

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phy 25. April 2012 um 02:10

eh, und zur Taktikfrage – das heute Spiel war keine Antwort auf die Frage wie man Barcelona beikommen kann (diese Frage wurde von Bielsa und Mourinho ausführlich beantwortet) das war bloß Blut&Schweiß. Die komplette Innenverteidigung in den ersten 40 Minuten zu verlieren war schmerzhaft, die Antwort darauf vielleicht nicht ausgefeilt aber, naja, akzeptabel.

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andre 25. April 2012 um 01:59

Ich finde, einige lassen hier doch arg die nötige Distanz vermissen 😉

Betrachtet man sich die beiden Spiele nämlich mal eingehend, relativiert sich die gesamte Sachlage doch erheblich.

Man hört nach Chelseas Finaleinzug vorallem zwei verschiedene Meinungen. Die einen heißen Chelseas Ausrichtung gut, nach dem Motto „Nur so kann man Barca beikommen, völlig richtig“ und die anderen sagen „So eine Taktik zerstört den attraktiven Fußball, das kann ich nicht gut finden“.

Beide stimmen dabei in einer Sache überein: Chelseas Spielweise ist in der Lage, Barca den Zahn zu ziehen.
Aber stimmt das?

Hier sollte man sich mMn nicht vom Ergebnis blenden lassen. Barcelona hat in beiden Partien immerhin vier Aluminiumtreffer und einen verschossenen Elfmeter zu verbuchen und dazu noch zig weitere Großchancen, die ungenutzt blieben (Tello & Busquets). Man hat Chelsea nicht nur spielerisch absolut dominiert, sondern sich auch ein sehr deutliches Chancenplus erarbeitet.

Und das, obwohl der Spielverlauf komplett zu Chelseas Gunsten ausschlug und bei denen quasi jede Chance saß. Chelsea war nie über einen längeren Zeitraum im Zwang, einen Treffer erzielen und dafür hinten aufmachen zu müssen. Und trotzdem hatte Barcelona viel mehr Großchancen zu verzeichnen. Ich will gar nicht wissen, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn Barca ein frühes Tor erzielt hätte. Sie hätten nichtmal eine bessere Chancenverwertung gebraucht.

Apropros Chancenverwertung. Gegen Leverkusen saß so gut wie jede Großchance, während gegen Chelsea die Kugel einfach nicht über die Linie wollte. Das ist der Hauptgrund für Barcelonas Ausscheiden. Eine Mischung aus Pech, Nerven und Tagesform.

Fällt da etwas auf? Genau. Diese Dinge haben rein gar nichts mit Taktik zu tun und trotzdem waren sie dafür verantwortlich, dass der erste Finalteilnehmer nun Chelsea heißt.

Aber das macht auch deutlich, wie falsch man mit den beiden Annahmen da steht, die ich am Anfang beschrieb.

Chelseas Auftreten ist kein probates Mittel gegen Barcelona zu spielen. Wenn du nicht so unheimlich viel Glück wie die Londoner hast, kommst du trotzdem unter die Räder. Weiterhin kann man auch argumentieren, dass du auch bei offensiverem Auftreten mit derart viel Fortune kaum ausscheiden kannst.
Genauso wenig zerstört diese ultradefensive Taktik den Fußball. Barcelona hat trotzdem ansehnlichen Fußball gezeigt, oder nicht? Und hatten sie nicht auch viel mehr Großchancen? Wäre Chelsea nicht vermutlich total unter die Räder gekommen, wenn Barcelona bei beiden Spielen ihre anfänglichen Chancen verwertet hätten und Chelsea gezwungen wäre, aufzumachen? Wäre Chelsea bei all dem Matchglück nicht trotzdem ausgeschieden, falls sie nicht eine abartig gute Chancenverwertung an diesem Tag gehabt hätten?

Das einzige, was dieses Spiel neues an Erkenntnissen bringt, ist, dass sich die alte Floskel „der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ wieder bewahrheitet. Es entscheiden eben auch bei Hin- und Rückspiel nur zwei Begegnungen schonmal über Sieg und Niederlage. Und da spielen Glücksfaktoren entscheidende Rollen, so dass das stärkere Team eben schonmal ausscheidet.

Taktik ist doch im Endeffekt nur der Versuch, die Einflüsse des Zufalls auf das Spielgeschehen zu minimalisieren. Komplett tilgen kann man sie aber eben nicht. Und hier waren die Glücksfaktoren einfach derart entscheidend, dass alle Qualität eben nicht mehr geholfen hat. So ist Fußball.

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andre 25. April 2012 um 02:04

Ach ja, was ich noch anmerken will:

Es ist für Chelsea völlig legitim, diese Taktik zu wählen. Niemand kann sie zwingen, ins offene Messer zu laufen oder in Ästhetik zu sterben. Sie waren eben das spielerisch klar unterlegene Team. Dafür kann ihnen keiner einen Vorwurf machen. Genauso wenig wie dafür, dass sie nun im Finale stehen.

Und: Jedes Team sollte die freie Wahl haben, ihre eigene Taktik zu wählen. Wo wäre der Reiz an attraktivem Fußball, wenn der Gegner es einem so einfach machen wollen würde?
Das faszinierende an Barcelona ist doch, dass sie es trotzdem schaffen, immer spielerische Wege zu finden. Das wäre nicht halb so beeindruckend, wenn der Gegner ihnen immer in die Karten spielen würde.

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dortmund09 25. April 2012 um 02:50

Stimme deinen Posts absolut zu. Wäre der Elfmeter reingegangen, würde sich alles nur darum drehen, wie es Barca immer wieder schafft, durch das dickste Bollwerk zu kommen.

Der Chelsea- oder Mourinho-Stil (http://www.zonalmarking.net/2012/04/25/barcelona-2-2-chelsea-tactics/) mag vielleicht kein probates Mittel gg Barca sein, für viele Teams aber der erfolgsversprechenste. Und mit der benötigten Portion Glück hat es in den 2 Spielen gereicht. Schwarz sehe ich für Barcas Zukunft trotzdem nicht.

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geco87 25. April 2012 um 02:13

Großartiger Beitrag! Ich bleibe dennoch dabei, dass es Barca hätte besser machen können; auch wenn es ein alles andere als schwaches Spiel der Blaugrana war. Weiter oben habe ich es ja erwähnt: Mehr auf die Grundlinie kommen, aggressiver/schneller angreifen… Ich glaube – zumindest halb – an den Mythos „das Glück erzwingen“ (Gruß an Oli K.!) 😉

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andre 25. April 2012 um 02:28

Ich glaube besser machen kann man es prinzipiell immer, oder nicht? 😉

Trotzdem hat Barcelona alles in allem eine starke Leistung gebracht. Ich finde, man darf hier vorallem den Spielverlauf nicht unterschätzen. Wenn du dich hinten einigelst ist es natürlich sehr schwer, spielerisch vor’s Tor zu kommen, aber das hat Barcelona trotzdem geschafft. Wenn Chelsea nicht so effektiv ihre Chancen verwertet hätte, hätten sie trotz der schwachen katalanischen Quote aufmachen müssen und das kann gegen Barcelona eben ganz übel enden.
Und obwohl das nicht passiert ist, hat Barca eine Leistung gezeigt, mit der sie normal in beiden Spielen 3, 4 oder sogar 5 Tore hätten machen können bzw. müssen. Das ist für ein Halbfinale in der CL schon enorm!

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Till 25. April 2012 um 03:24

Super Kommentar! Bringt es sehr gut auf den Punkt. Weit besser, wenn ich das so sagen darf, als der Beitrag selbst.

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mafigo 25. April 2012 um 08:08

„Ich will gar nicht wissen, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn Barca ein frühes Tor erzielt hätte. Sie hätten nichtmal eine bessere Chancenverwertung gebraucht.“

Naja, nach 43 Minuten 2:0 zu führen ist ja auch erstmal nicht so schlecht. Wenn sie den Vorsprung dann wenigstens in die Halbzeit hätten mitnehmen können, schön und gut.
Haben sie aber (leider?) nicht…

Im großen und ganzen wird die ganze Diskussion gut von Neven Subotic zusammengefasst: „Hätte, hätte, Fahrradkette“

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sharpe 25. April 2012 um 08:30

@andre,

Danke für den Kommentar, du sprichst mir aus der Seele und ich brauch nicht mehr viel schreiben.
Nur soviel: solange sich Barca in allen Spielen ein deutliches Chancenplus erspielt und solange sich in jeder Partie der Gegner hauptsächlich darauf besinnt Barcas Spiel zu zerstören, solange ist Barca das Maas alle Dinge.

Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis eine andere Mannschaft kommt, die gg Barca ihr normales Spiel spielt und sie dominiert.

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Bananenflanke 25. April 2012 um 08:56

Hallo andre,

auch von mir vielen Dank für den Kommentar, ich hätte es nicht besser schreiben können!

Nicht nur in den boulevardesken Medien, auch in den gehobeneren Taktik-Diskussionen wird mir zu oft vom Ergebnis her diskutiert, statt von den erarbeiteten Chancen.

Und obwohl „so ist Fußball“ ein Satz für’s Phrasenschwein ist, macht genau diese Unvorhersehbarkeit einen Teil der Faszination der Fußballs aus. Im Positiven wie im Negativen. Der eigene Club kann verlieren, obwohl er besser war – und er kann gewinnen, obwohl er schlechter war. Oder wie Sepp Herberger wohl mal erklärt hat, warum die Leute ins Stadion gehen: „Weil se net wisse wie’s ausgeht!“

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DFIA 25. April 2012 um 01:47

Jeder weiß, versucht man gegen Barcelona mitzuspielen gibt es auf den Sack. Daher ist es meiner Meinung nach völlig legitim die einzige Möglichkeit zu versuchen die (meist natürlich nur geringe) Erfolgsaussichten bietet. Und dies hat Chelsea getan und erfolgreich angewandt. Klar siehts nicht schön aus, aber was zählt sind am Schluss nun mal die Tore . Wenn man gegen Chelsea nicht viele Chancen kriegt muss man halt dann wenigstens die wenigen guten nutzen, von daher sind sie selbst schuld.

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max 25. April 2012 um 01:41

und wenn man dieses hf mit den hf davor vergleicht, so kommt man zum schluss, dass barca wohl noch in keinem hf der cl unter guardiola so viele chancen kreiiert hat. gleichzeitig aber auch wirkte die defensive sehr anfällig, barca wirkte verwundbar, nicht mehr so „scharf“ wie noch 2011.
guardiola hat durchgesetzt, dass der verein diesen sommer keine welttour starten wird. er hatte die pläne von rosell schon davor heftig kritisiert („andere vereine haben eine vorbereitung, wir haben eine welttour“). es warten paar aufräumarbeiten auf ihn. die defensive muss umstrukturiert werden (stichwort: abidal), fabregas muss eingebaut werden, das system um xavi muss neu überdacht werden, xavis aufgaben müssen aufgeteilt werden. xavi wird nicht mehr die dominante figur für über 50 spiele pro saison sein, leider.

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barcaforver 25. April 2012 um 01:47

Perfekter Kommentar, so ist es nun einmal, auch zu viele Speiel müssen einfach edacht werden, und das seit Jahren in zu vielen Wettbewerben ohne EM/WM, ist meiner Meinung nach extrem wichtig.
Irgendwann könen auch diese Spieler nicht mehr.

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Glasauge 25. April 2012 um 09:57

Das sehe ich auch als Knackpunkt. Barca ist gnadenlos überspielt. Ihre Laufarbeit gestern war grottig, von der Effektivität her. Angesichts ihrer Überlegenheit und Chancen ist ein Abgesang auf diese Barca-Generation wahrlich unangebracht. Ich denke, eine Saison ohne Titel wird sich eher positiv auf die nächste Spielzeit auswirken.

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Joni 25. April 2012 um 01:36

Der neutrale Zuschauer war heute, zumindest in der zweiten Hälfte, für Chelsea. Wer zu zehnt mit soviel Herzblut und Disziplin verteidigt, einen Rückstand aufholt und gewinnt, der hat das eindeutig verdient. Außerdem war das die Rache für Övrebö. Dieses Spiel hatte alles, was zu einem großartigen Fußballspiel dazugehört und das sicher nicht nur wegen einem FC Barcelona, der einen mäßigen Tag erwischt hatte und ansonsten eben der FC Barcelona war, wie man ihn kennt, mit 80% Ballbesitz, Tiki Taka und was so alles dazugehört, sondern vor allem wegen einer Kampfleistung sondersgleichen von 10 Chelsea-Spielern, die natürlich auch zu dreckigen Mitteln wie Zeitverzögerung und Schauspielerei gegriffen haben (Terry dumme und bösartige Aktion mal außen vor), aber wer will ihnen das verdenken? Sowas gehört zu einem CL-Halbfinale einfach dazu. Gratulation für diesen hart erkämpften und letzten Endes auch völlig verdienten Sieg.

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max 25. April 2012 um 01:35

also: barca hatte genug chancen chelsea mühelos zu schlagen. sowohl an der bridge als auch im camp nou. mich störte sehr diese lethargie, die in der zweiten hz zu erkennen war. anstatt immer wieder mit bewegungen ohne ball räume zu schaffen, wurde lieber versucht durch die mitte zu passen. diese lethargie war in dieser saison häufiger zu beobachten.
ich weiß nicht, ob man die chancenverwertung pech oder unvermögen nennen soll.
der elfer war sicherlich mehr pech als unvermögen. es kam bei barca so vieles zusammen, dass es einfach zu schwer für die mannschaft wurde, weiterhin siegreich und dominant zu bleiben. verletzungen, pech usw.
symbolhaft für die gesamte saison war die sache mit pique: ein wichtiger baustein für den matchplan gegen chelsea. nach 20 minuten musste er raus….

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wombat 25. April 2012 um 08:16

du schreibst von räumen, die geschaffen werden sollten. wo denn, wenn erst am eigenen 16er angegriffen wird?
du hast recht, beide spiele hätte barca angesichts der chancen gewinnen müssen.
aber gestern bewahrheitete sich ein spruch der kobra: erst hast du kein glück und dann kommt auch noch pech dazu.

vielleicht hat gestern ein spielertyp wie luca toni gefehlt, der, technisch zwar limitiert, im gegnerischen strafraum bei jedem angriff wenigstens 2 bis 3 gegner niedergerungen hätte.

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Dieu-vid 25. April 2012 um 01:32

ausserdem glaube ich, dass man mit unsympatischem Fussball à la longue eh nicht weit kommt…

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Samy 25. April 2012 um 13:39

Ich kenne da einen Verein, der seit den frühen 80ern mit Fußball wie er unsympathischer kaum vorstellbar ist eine deutsche Meisterschaft nach der anderen abgeräumt hat und sich sogar mal im CL Endspiel bis ins Elferschießen und dann zum Sieg genagelt hat.

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barcaforver 25. April 2012 um 01:24

Ich will einigen wiedersprechen und einigen zustimmen.
Auch wenn der FC Barelona den besten, attraktivsten und schönsten Fußball, den es seit Beginn der Fußballzeitrechnung gibt, spielt so erinnert uns der heutige Abend daran, dass auch all diese „Götter“ des Fußballs eben nur Menschen sind.
Und, dass daher, auch Niederlagen auf dem Weg zum „ewigen Ruhm“ dieser Mannschaft Teil dieses Epos sind.
Und auch uns überzeugte Barca-Fans leider wieder in die Realität zurück katapultieren, wo eben das Gegenstück alles Perfekten den Mensch ausmacht.

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Dieu-vid 25. April 2012 um 01:22

Ich finde es sehr wichtig und gut, dass der Artikel eindeutig als subjektive Meinungsaeusserung deklariert ist.
Ich bin ein bisserl hin- und hergerissen diesen Text als angebracht zuempfinden oder nicht. Als halber Barça-fan kann ich es verstehen veraergert ueber die Spielweisse Chelseas zu sein. Jedoch haette man vor einem Jahr auch nicht zu den Barça-spielern sagen koennen: „Heast, spielts nicht so gut! Wir kommen nicht mit.“
Man kann ueber Chealseas Spiel jede Meinung haben die man will (Ich persoenlich verabschaeue sie), aber es gibt Regeln im Fussball und solange die eingehalten werden, und Karten akzeptiert werden ist es korrekt. Auch was Suarez gegen Ghana gemacht ist nicht nett, aber es war notwendig fuer den Sieg seiner Manschaft, und er nahm die rote Karte und, dass jeder zuvor neutrale Zuschauer ihn fuer einen Cretin haellt, in kauf…

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Alex 25. April 2012 um 01:20

In dem Kommentar steckt viel Wahres drin. Diejenigen, die es mit dem FC Barcelona halten, werden sich auch garantiert darin wieder finden, so auch ich.

All diejenigen, die sagen, Barcelona bzw. Guardiola wären zu starrsinnig und unflexibel in ihrer Spielweise, kennen offensichtlich die Philosophie des Vereins, der mehr als ein Club ist, nicht. Es ist nunmal so, dass in Barcelona ein Fußball gespielt wird, der sehr dominant und auf Ballbesitz ausgelegt ist, wo sich die Chancen wirklich erspielt werden, mit kurzen, schnellen Pässen. Dass man mit dieser Spielweise Probleme gegen sehr, sehr defensiv ausgerichtete Clubs hat (siehe auch gegen Inter 2010), ist allgegenwärtig bekannt.

Nun hat man also zwei Möglichkeiten: kehrt man ab von diesem System, um möglicherweise einen „dreckigen“ Erfolg zu erzwingen? Oder versucht man, dem Spiel wie gewöhnlich seinen Stempel aufzudrücken und sein Ding durchzuziehen, mit dem Wissen, dass diese Spielweise eventuell zum Ausscheiden führen könnte, da sich nicht allzu viele große Chancen ergeben werden.

Natürlich entschied man sich dafür, sein eigenes Spiel aufzuziehen und völlig unabhängig, ob Guardiola bleibt oder nicht, daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Weil es genau das ist, was alle – besonders aber die Fans – wollen: die Leute mit dem eigenen Fußball begeistern. Das steht in Barcelona über allem. Bestes Beispiel dafür war die Reaktion der Fans nach dem 2:2. In vielen anderen Stadien dieser Welt wäre das Heimteam ausgepfiffen geworden, wenn es nicht in der Lage ist, gegen ein fast eine Stunde in Unterzahl spielendes Team einen Treffer zu erzielen und sich anschließend kurz vor Schluss auskontern zu lassen. In Barcelona wurde dem Team zugesungen und Trost gespendet, weil man weiß: die Spieler haben alles in ihrer Macht stehende probiert, um zum Erfolg zu kommen, ohne von der Spielphilosophie abzukehren.

Und genau das macht diesen Verein zu etwas Einzigartigem.

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barcaforver 25. April 2012 um 01:27

Vielen Dank, du weiß was Braca außmacht, und was sie so einzigartig macht

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Tank 25. April 2012 um 01:28

Eine Anmerkung unter Barca-Fans: Bitte sei nicht zu sicher, dass diese Spielweise bei Barcelona immer über den Pragmatismus siegen wird. Viele Parteien haben großes Interesse an diesem Verein und nicht für alle steht die Kunst im Mittelpunkt. Guardiola ist ein sicheres Bollwerk gegen diese Kräfte aber wir Cules wissen, dass er nicht ewig da sein wird.

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Chris 25. April 2012 um 01:36

Was würde denn dagegen sprechen, den Barca-Stil mit einem Stürmer wie Eto`o zu spielen? Der kann genauso kombinieren, pressen und auf die Flügel oder ins Mittelfeld ausweichen. Nur hat man mit ihm auch mal die Möglichkeit, über hohe Bälle erfolgreich zu sein. Und auch mal die eine oder andere hohe Flanke zu schlagen würde ich jetzt nicht als totalen Stilbruch wahrnehmen…

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Alex 25. April 2012 um 01:42

Das stimmt natürlich. Jedoch habe ich da vollstes Vertrauen in die Vereinsführung, dass man als Nachfolger jemanden verpflichtet, der sich mit der Philosophie von uns voll und ganz identifiziert. Wünschenswert wäre es aber, dass Pep erstmal weiter macht, da es keinen besseren Trainer für Barcelona geben kann.

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Tank 25. April 2012 um 01:49

Ich glaube solche Sachen meinten Alex und ich nicht mit Stilbruch. Von der Barca-Ideologie her, spricht da nichts dagegen. Ich dachte eher an sowas, wie den Kurzpassstil ganz aufgeben oder vermehrt auf Defensive und körperliche Stärke setzen, wenn das kurzfristig erfolgsversprechend erscheint. Sowas wäre Verrat an dem, was den Klub spielerisch seit Cruyff ausmacht.

Ob ein Stürmer wie Eto’o zur nächsten Saison rein spielerisch was Gutes wäre, möchte ich nicht abschließend bewerten wollen. Zunächst einmal wachsen solche Spieler nicht grade auf den Bäumen, es ist also fraglich, ob man so einen überhaupt findet.

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max 25. April 2012 um 01:49

das lustige ist: als etoo noch bei barca gespielt hat, wurde er als ziemlich limitiert im umgang mit dem ball wahrgenommen.
ibra wurde als deutliche verbesserung in der hinsicht gesehen, allerdings war dieser zu statisch und hatte noch dazu probleme mit guaridola.
sanchez spielt den barca-ms der nächsten saison: lässt sich horizontal auf den außen fallen, bedrängt die ivs, damit diese messi nicht mit den dms in die mangel nehmen können. messi wird zu einem reinen 10er, was er teilweise auch diese saison vermehrt gespielt hat.

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Goldi 26. April 2012 um 19:57

Endlich mal jemand der nicht Sky Parolen alá „Da fehlt einfach der großgewachsene Mittelstürmer, der da mit der Brechstange versucht etwas zu bewirken.“
Ein einzelner Kopfballspieler hat auch keinen großen Einfluss, wenn er bei jeder Flanke von 4 Leuten verteidigt werden kann.Keita ist für Barca Verhältnisse groß, konnte aber auch nichts mehr bewirken.
Auch das vermeintliche „Ende des großen FC Barcelonas“ habe ich bisher nicht vernommen.Es ist ja nicht so das Barca von einem überragenden Defensivverbund geschlagen wurde der einen innovativen Plan hatte sodass man sich keine Chancen erspielt hat.Wenn Messi in der ersten nach der Glanzparade von Cech trifft…
Und auch im Hinspiel: an Guten Tagen gehen der Heber von Fabregas, der Abstauber von Fabregas und so weiter rein und alle Welt überschlägt sich vor der Brillanz des FC Barcelona.Dann gibt das evtl. ein 7:1 wie gegen Leverkusen (persönlich habe ich im Hinspiel 6 100 Prozentige gesehen) und alle streiten darum wer und wie man dieses Barcelona schlagen soll.

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RambaZamba 25. April 2012 um 01:49

Also ich habe während der letzten Minuten hauptsächlich eine große Menge Menschen das Stadion verlassen sehen. Und Fans, die dem Verein auch nach einer (grad nach einer solch bitteren) Niederlage Trost spenden halte ich für völlig normal.

Auch glaube ich kaum, dass man bei Barcelona auf Dauer den Spielstil dem Erfolg unterwerfen wird. Ist ja nicht so, dass Barcelona bisher noch nie eine Tradition gebrochen hätte.

Schlussendlich möchte ich noch sagen, dass ich die Aussage, dass Barcelona sich zwischen „dreckigem Erfolg erzwingen“ und dem System entscheiden muss doch sehr gewagt. Dafür habe ich schon mehr als ein mal gesehen, wie Barcelona versuchte dreckig den Erfolg zu erzwingen (Schauspieleinlagen und Schwalben). Es ist nun wirklich nicht so, dass der FC Barcelona in Bedrängnis nicht versucht alle Hebel in Gang zu setzen, um den Sieg zu erzwingen, wenn es spielerisch nicht klappen will.

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Jeiro4 25. April 2012 um 12:37

Ist die Behauptung Barcelona sei „mas que un club“ nicht eine etwas zu einfache Erklärung für taktische Unflexibilität? Das ist alles ein bisschen zu schwarz/weiss(gut/böse oder wie auch immer man will). Ees gibt nicht auf der einen Seite den tollen ballbesitzorientierten Fußball und auf der anderen Seite das Defensivspiel Chelseas von gestern. Gestern war das für mich kein Festhalten an Idealen sondern einfache Ideenlosigkeit und fehlende Flexibilität.
Ich bin kein Barcelonafan, bezweifel aber dass mit diesem Slogan den jeweiligen Trainern per se eine Art von Fußball vorgegeben wird. Wenn man bei deiner These bleibt, dann kann man davon ausgehen dass Guardiola die Art zu spielen vorgegeben wird. Erstens kann ich mir nicht vorstellen, dass Guardialo das gefallen würde und zweitens wird es auch nicht der bedingungslose Ballbesitz als vorgegebenes Ziel sein. Es gibt maximal eine Richtung die man sich vorstellt, diese ist, grob gesagt, Offensivfußball und entspricht wohl am ehesten dem Totaalvoetbal.
„Es ist nunmal so, dass in Barcelona ein Fußball gespielt wird, der sehr dominant und auf Ballbesitz ausgelegt ist, wo sich die Chancen wirklich erspielt werden, mit kurzen, schnellen Pässen.“
Das Problem gestern war, dass die Bälle häufig, insbesondere durch Busquet, zu lange gehalten wurden und es kaum zu Tempowechseln kam. Ich bin der Meinung, dass eine vertikalere und direkte Spielweise nicht zu einem Gesichtsverlust führen würde und sowohl zu den Spielern als auch zum Verein passen würde.

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Goldi 26. April 2012 um 19:33

Tempowechsel bei einem Gegner der dir eh keine Vertikalen Räume öffnet, weil er einfach nicht rausrückt?Wird schwierig.

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Haching_2002 25. April 2012 um 13:28

Zur Philosophie gehört aber auch, dass man nicht von Glück und Unglück redet bei Niederlagen. Eine gewisse Demut, Respekt vom Gegner und Selbstdisziplin sollte dazugehören. Nach einer Niederlage auf den Gegner zu schimpfen, weil dieser nicht so schön spielt wie man selbst? Lächerlich!

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Fritz 25. April 2012 um 01:17

Ganz erlich was soll der Quatsch die spielen den besten Fußball ? Das sind die größten Schauspieler auf dieser Welt und was sie 2009 gemacht haben war die Krönung also die braucht wirklich kein Mensch alles Schauspieler

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geco87 25. April 2012 um 01:53

Sehr fundierter Beitrag … Willkommen im Fußballstammtisch nach dem achten Bier!

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Danke! 25. April 2012 um 01:14

Sehr guter Beitrag, danke! Hab mir vorgenommen, jeder Fußballseite mein Interesse zu entziehen, sollten sie Chelsea nur annähernd in ein positives Licht reininterpretieren nach den beiden Spielen gegen Barca.

Chelsea hat sicher nicht gezeigt, wie man gegen Barcelona bestehen kann – nur welchen Rolle Glück im Fußball spielen kann > und hier sollte man sich mit zu genauen Analysen zurückhalten. Die meisten Teams in der La Liga haben bereits bessere Ansätze.

Barca hat die beiden Cl-Halbfinalspiele in jeder messbaren Hinsicht dermaßen dominiert, wie man es im Fußball in solch wichtigen Spielen bisher kaum gesehen hatte, und sich teilweise selbst übertroffen. Bei einer durchschnittlichen Chancenauswertung würde die ganze Welt schwärmen.

Man soll mir einen Plan B zeigen bei dem man mehr Chancen kreiert als ohnehin schon? Vollkommen lächerlich!

Trotzdem dürfen wir alle froh sein, dass es so Spiele wie heute gibt und dass der Glücksfaktor immer eine Rolle spielen wird. Ungemein wichtig für den Sport, solche Emotionen sind einfach unbezahlbar!

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dortmund09 25. April 2012 um 01:48

Sehe ich auch so. Chelsea hat das gemacht, was ihnen die besten Chancen aufs Weiterkommen beschert: Einmauern und hoffen, dass es nicht zu oft einschlägt, vorne die 1,2 Chancen machen. Dazu rennen, was die Lunge hergibt und mit Leidenschaft verteidigen (Drogba links und rechts fand ich imponierend). Das muss man anerkennen, sehe in ihrer Spielweise nichts falsches oder unfaires.

Allerdings hätte Barca, wie im Hinspiel, nur 1,2 ihrer vielen Chancen nutzen müssen (zugegeben, die 2. Hälfte war nicht mehr ganz so stark), Messi 10cm niedriger zielen und das Ding wäre im Sack gewesen. Deswegen sehe ich keinen Grund, groß etwas am Spielsystem zu ändern oder einen Plan B zu kreieren.

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Leser 25. April 2012 um 01:13

„Als neutraler Fußballfan müsste man nach dem Spiel eigentlich Wuttränen in den Augen gehabt haben ob des ungerechten Ausgang dieses Spiels“

Im Gegenteil: Für mich als neutralen Fan war das Höchstspannung pur.

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Till 25. April 2012 um 03:15

Fuer mich auch. Und als extrem unfair habe ich Chelsea auch nicht empfunden. Barcelona oder Spanien spielen nicht auf Zeit, wenn sie fuehren? Unzaehlige kurze Ecken, wo bei jeder ueber den Abstand gemeckert wird? Das ellenlange Rollen auf dem Boden von Busquets (natuerlich nur bei Barca-Fuehrung)?

Also als neutraler Beobachter finde ich schon einiges nicht so prickelnd bei Barcelona, wenn es um fair/unfair geht. Dass die toll Fussball-Spielen und Kombinieren ist eines, aber unfair koennen die auch. Da finde ich dann das Weinen ueber Chelsea oder Inter doch etwas beklagenswert.

Dass Chelsea in Unterzahl und bei guenstigem Ergebnis nicht mit acht Mann angreift oder hinten massig grosse Luecken aufreissen will, sollte klar sein.

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Tank 25. April 2012 um 01:12

So ist Fußball. Ich liebe Guardiolas Mannschaft seit er sie trainiert. Ich verfolge (so gut wie) jedes Spiel und genieße jede Minute. Ich bin mir sehr sicher, dass ich nie wieder eine Mannschaft so verehren werde, wohl wissend, dass ich grade mal ein junger Erwachsener bin und noch viele große Teams sehen werde.

Nachdem das klargestellt ist, möchte ich, auch wenn es mir im Moment schwerfällt, widersprechen. Die Gegner, und besonders Gegner wie Chelsea, sind kein störendes Element im Barca-Fußballzauber. Barcas Spiel wäre nicht besser, schöner oder sonstwas, wenn es nicht dieses notwendige Element, den sich mit allen legalen Mitteln wehrenden Gegner geben würde. Das Herrliche an Barcas Spielweise ist, dass es sich hierbei nicht um Kunst um der Kunst willen handelt, sondern um einen Weg das Ziel jedes Fußballspiels zu erreichen: zu gewinnen. Dieser scheinbare Widerspruch, kunstvoll spielen um das profanste aller Ziele im Fußball, den Sieg, zu erreichen, ist Teil der Faszination Barca.

Ich persönlich habe keine Beschwerde in Richtung des Trainers oder der Spieler des FC Chelsea. Ich gratuliere ihnen zum Finaleinzug, sie haben ihn sich verdient.

Ich hoffe nur inständig, dass dies nicht das Ende der gegenwärtigen Mannschaft des FC Barcelona ist. Dass sie nicht den Federer-Tod sterben und von einer überragenden Mannschaft wieder zu einer „nur“ sehr guten Mannschaft werden. Dass sie den Funken verlieren, der sie von allen anderen abhebt. Es wäre ein Verlust für den Fußball.

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Tank 25. April 2012 um 01:23

Finde den Artikel übrigens legitim. Auch auf dieser Seite. Solange sowas nicht zur Regel wird und tatsächlich eine Gegendarstellung folgt. Der Autor hat seine eigene Parteilichkeit und den Ausnahmecharakter des Artikels ja nun hinlänglich betont, daher sollte man ihm das mal durchgehen lassen.

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Chris 25. April 2012 um 01:34

Man könnte so etwas ja auch als eigene Rubrik einbauen (persönliche Ansichten, Meinungen, Kommentare; Soetwas gibt es in jeder Zeitung). Dann allerdings besser doch ein wenig sachlicher und weniger emotional, weil der Text stilistisch nicht wirklich zum Rest der Seite passt.

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Dieu-vid 25. April 2012 um 01:47

Ja Chris‘ vorschlag taugt mir auch…

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Chris 25. April 2012 um 01:07

Also ich bin auch ein riesiger Fan vom Spiel von Barca. Es gibt momentan keinen attraktiveren Fußball!

Trotzdem hat sich Chelsea für mich in diesem Rückspiel das Weiterkommen verdient. Warum? Weil sie trotz des Rückstands und trotz der Unterzahl und trotz der frühen Verletzung eines Abwehrspielers ihre Linie gehalten und gekämpft haben. Auch die 6er-Abwehrkette mit dem davor postierten Dreieck fand ich sehr eindrucksvoll. Das sah für mich alles sehr planvoll und nicht verzweifelt aus.

Natürlich hat Barca schöner gespielt, da bin ich ganz bei euch. Aber wer von euch selbst schon mal in einem Fußballspiel Teil einer (technisch und körperlich) unterlegenen Mannschaft war und trotzdem mit einer taktischen und kämfperischen Leistung den Gegner immer mehr entnervt hat, ohne selbst mal richtig in den Angriff zu kommen: Der wird zugeben, dass auch das ein tolles Fußballerlebnis ist, wenn man am Ende gewonnen oder zumindest nicht verloren hat.

Mal noch was ganz anderes: Für mich fehlt Barca ein Spielertyp, wie es Eto`o war. Technisch sehr stark, aber auch sehr torgefährlich und das auch in der Luft Dazu auf dem Boden genauso kombinationssicher wie die meisten übrigen Barca-Spieler.
Soweit ich weiß hat er sich mit Guardiola überworfen und Ibrahimovic war natürlich kein Ersatz. David Villa hat Eto`o zumindest in Sachen Torgefährlichkeit einigermaßen ausgleichen können (er hat heute sehr gefehlt!), aber es ist einfach eine Tatsache, dass es Barca seit dem Weggang von Eto´o an Optionen im Angriff fehlt, die man gegen ein körperlich so robustes Team wie Chelsea einfach braucht. Die Einwechslung von Keita und seine Platzierung im Sturmzentrum kann man ja schon als reinen Verzeiflungsakt ansehen. Es gibt eben keinen perfekten Fußball.

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LouSen 25. April 2012 um 01:07

An den Autor; Willkommen im Fan dasein, all das was du beschreibst, über deine Gefühle Emotionen, so geht es einem Fan wenn er seinen Verein sieht. Ich muss zugeben, ich hatte teils tränen in den Augen und das barca Spiel, all das was du beschreibst, nicht nur die Taktik, die Bewegungen, faszinieren mich. Also teils hatte ich tränen in den Augen, anderer seist, konnte ich auch miterleben, wie eine total unterlegene Mannschaft mit dem Fussball Gott auf seiner Seite das schier unmögliche durch Kampf Wille und Einsatz erreicht. Drogba hat für mich ein unglaublich gutes Spiel gemacht… Warum ich das so sehe und so fühle, weil ich mich selbst an Spiele erinnere, als ich als Torwart da hinten drin stand und wir total unterlegen waren, ja ein frühes 1 zu 0… mit viel dusel und glück… und dann 90 min…. wow… solche spiele hat man nicht oft, vor allem nicht wenn man in einer guten Mannschaft spielt… Genau aus dem Grund, konnte ich teils mitfühlen… und trotzdem hatte ich tränen in den Augen, weil es heute einfach nicht hätte sein sollen… für bar ca… Respekt für die Aufopferung von chealse, Respekt für die Konsequenz von barca… im Gegenteil zu deiner Niedergeschlagenheit, die ich nachvollziehen kann… sehe ich nicht das ende von barca, noch lange nicht, nächste Saison sind sie wieder voll dabei… und die Spanier werden es bei der em auch zeigen…
Barca hatte heute alles in der hand, sie haben das spiel beherrscht und hatten auch teils pech beim abschluß, der elfmeter, der andere pfosten schuß, sanchez beim kopfball und und und… und vorallem, pauls perfekter pass und die unaufmerksamkeit so kurz vor ende der ersten halbzeit… und ein perfektes tor… das meinte ich mit fussball gott, es gibt so spiele… spiele, wenn es normal läuft… gewinnt chealse max. 1 von 10 spielen, wenn sie so spielen… deswegen keine sorge um das ende von der „barca formel“ 🙂
MfG PS: mein erstes Kommentar, obwohl ich euren blog schon länger lese… macht weiter so… es macht Spass eure Artikel zu lesen…

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Dirkules 25. April 2012 um 01:05

Barcelona hat massive Probleme gegen extrem tiefsstehende Mannchaften .Ich finde es schon ein bisschen respektlos gegenüber anderen Mannschaften den Spieltstil von Barcelona als den einzig wahren und den der anderen Mannschaften als nicht so „wahr“ hinzustellen. Inter Mailand und Chelsea haben mit genau diesem Spielstil Barcelona Paroli geboten und aus der CL befördert. Am Ende zählen halt immer noch die Zahlen und nicht die Spielweisen.

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fab234 25. April 2012 um 01:04

Ohne echte 9 reichts halt einfach nicht (mehr) für internationale Spitzenklasse.

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emwe 25. April 2012 um 01:02

In diesem Spiel ging es um Millionen, um den Einzug ins Champions-League-Finale 2012, um Prestige etc, und da sollen zwar unfaire, aber nach menschlichem Ermessen legitime, weil clevere und nützliche Aktionen nicht erlaubt sein?
Also bitte, Chelsea hat nun mal das einzige Mittel angewendet, das sie in ihrer Lage und mit ihrer Mannschaft und Qualiät anwenden konnten. Steinzeitfußball, der noch ergänzt wurde durch clevere Aktionen, die dem eigenen Vorteil dienen. Natürlich sind diese unfair und nicht schön. Aber ist Fußball fair? Und ist dieses Millionengeschäft fair?
Mitnichten, und deswegen hat Chelsea vollkommen nachvollziehbar gehandelt.
Und falls es irgendwen interessiert und vielleicht seine eigene Meinung in meiner sieht: Ich habe mich, nach dem Spielverlauf, und dem aufopferungsvollen Kampf Chelseas, nach Torres‘ Tor sehr gefreut, obwohl ich als´objektiver, eher sogar pro Barca ins Spiel gegangen bin.
Also mein Fazit: Lasst bitte diese moralischen Fragen sein, denn es wird dabei ewig zwei Meinungen geben.

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OM 25. April 2012 um 01:01

Was ist denn hier los?!
Und wo soll das enden?!

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Datschge 25. April 2012 um 01:20

Da ist ganz klar ein Kommentar in den Artikelbereich gerutscht. Dürfte nicht so oft vorkommen.

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Samy 25. April 2012 um 19:59

wo soll ein kommentar denn sonst stehn?

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Datschge 26. April 2012 um 20:29

Wie alle anderen Kommentare auch hier im Kommentarteil unter dem Artikel halt.

Aber schon bezeichnend, dass Kommentare anstellen von Artikeln so starke Kommentarfluten auslösen. 😉

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tb 25. April 2012 um 01:01

tja , dem Beitrag muss ich zustimmen. Ich finde Spanien spielt oft zu sehr auf Sicherheit und macht durch ihre Ballstaffeten das Spiel langweilig, aber bei Barca sind da ja auch noch Messi, Sanchez und Alves mit dabei, die doch mehr Direktheit bringen. Als Arsenal-fan musste ich schon oft genug resigniert die Überlegenheit von Barca schlucken, die ja tatsächlich gerne ab und an auch mal Schwalben einbauen, aber ich habe deshalb nie Feindschaft gegen Barcelona empfinden können. Das Projekt ist einfach zu einmalig,sich Fallenlassen tun sich andere, die sich viel weniger bedroht fühlen müssten genauso oft oder noch öfter. Man muss so eine Doppelpassstaffete von Messi, mit abschließendem Hacke-Spitze-Tor, einfach lieben, ein noch so bombastischer Fernschuss von Ronaldo erfüllt einen niemals so mit Phantasie .. und jetzt wurden sie von Neandertalern besiegt.

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Killerguppi 25. April 2012 um 01:00

So toll kann der Fußball garnicht gewesen sein, wenn er vom Pragmatismus des Gegners entzaubert wird. Oder der Schiedsrichter zur Abwechslung nicht ständig für Barcelona pfeift.

Vielleicht wird auch Pep eines Tages auf die Idee kommen wieder einen echten Vollstrecker vorne einzusetzen statt dieses Mittelfeldgewichses (3-7-0 in der Vorwärtsbewegung), dass mir seit Jahr und Tag auf den Senkel geht (Die Transferperiode im Winter hätte zumindest die Scharte der heuer mittelmäßigen Ausbeute aus La Masia auswetzen können).

Aber toll dass man sich darüber echauffieren kann, wie es der üble Gegner es einfach nicht schafft, sich widerstandslos von der brotlosen Tippy-Tappa Kunst des blauen Balletts aus La Masia überrennen zu lassen.

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Capi 25. April 2012 um 01:00

Und ich habe das Spiel aus einer völlig anderen Perspektive gesehen. Mir hat die Leidenschaft, der unbedingte Wille, der Kampf in Unterzahl gegen einen auch bei gleicher Spieleranzahl übermächtigen Gegner unglaublich imponiert.
Wie Meireles das Zentrum durchflügt oder Drogba als Rechtsaussen gespielt hat verdient meinen vollen Respekt. Hier hat Herz gegen Hirn gewonnen.

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ktbffh 25. April 2012 um 03:38

danke!
seh ich genau so. was bringt dir ps3 mässig den ball hin und her zu schieben. was vielleicht schön ausschaut. aber einfach nichts bringt.

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ReRe 25. April 2012 um 07:36

„Hier hat Herz gegen Hirn gewonnen.“

Dem Stimm ich voll und ganz zu. Es hat schon viele Mannschaften gegeben die gegen Barca, auch in der Primera Division, versucht haben mit dieser Art von Destruktiven Fussball Barca ein Bein zu stellen. Bei Chelsea hat man wirklich gesehen das Sie dieses „System“, wenn man es so mal nennt, mit voller Hingabe und Herzblut gespielt haben.

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Jeff 25. April 2012 um 09:19

Genau meine Meinung!

Das war ein Wahnsinnskampf. Und wer sowas 90 Minuten durchsteht, verdient auch den Sieg!

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Klaus 25. April 2012 um 00:59

*legitim

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Klaus 25. April 2012 um 00:58

Ist doch vollkommen liegitim diese Sichtweise. Was mich aber nervt manchmal: Dass man erst mal einen Absatz relativiert, bevor man dann schreibt, was man meint. Das hier ist ein Blog, und selbst wenn es hauptsächlich um Taktik geht, darf man doch auch mal eine Meinung äußern. Das macht Blogs doch aus. Und statt des langen Vorspanns, dass jetzt Meinung kommt kann man ja eventuell einfach ein [Meinung] in die Überschrift packen. Erspart die ermüdende Relativierung im Vorhinein 😉

Ansonsten: Weiter so!

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hertizworld 25. April 2012 um 00:56

Ich muss einem meiner Vorredner zustimmen. Fussball ist mehr als Ballbesitz, feine Technik und Kombinationsspiel. Auch wie in jedem anderengibt es die dreckige erfolgsversprechende Seite, nur beim Fussball kann sie noch viel brutaler sein. du kannst dich 89. min in einen Rausch kombinieren, aber wirst dann von 2 schlägen ausgeknockt. barca fehlt zum perfekten Spiel der Plan B das Dreckige das Brutale. Vllt sind sie zu verspielt zu brav zu naiv, vllt fehlt ihnen neben Puyol auch mal ein Brecher vorne drin. Sie wollten einfach nur spielen und haben das gewinnen vergessen. und das ist mMn auch gut so. es gibt nämlich nicht nur den einen weg. zum perfekten spiel muss man wohl mehr beherrschen, auch den dreckigen fussball. Man muss umschalten können zwischen ballbesitz und tiefer verteidgung auch im kopf. erst wenn man beides perfekt beherrscht und in den richtigen momenten einsetzt kommt man zum perfekten spiel.

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geco87 25. April 2012 um 01:42

Ich finde es allerdings bewundernswert, wenn man seine (Spiel-)Identität nicht aufgibt und stattdessen lieber (in Schönheit) verliert. Die Zuschauer im Camp Nou wissen das zu honorieren. Außerdem jammern wir hier auf ziemlich hohem Niveau. Jetzt verlangen wir von der mit Abstand besten Mannschaft der Welt hier auch noch, dreckig zu spielen, nur weil sie unglücklich aus der CL rausgeflogen ist.

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egghat 25. April 2012 um 14:18

„barca fehlt zum perfekten Spiel der Plan B das Dreckige das Brutale“

Volle Zustimmung. So ein Stochertor wir Khedira es am Wochenende für Real erzielt hat, macht Barca halt fast nie. Die „Brechstange“ besteht bei Barca ausschließlich aus Schüssen aus der zweiten Reihe (Iniesta z.B.).

Außerdem ist Barca defensiv einfach zu anfällig. Die Verteidigung von Barca besteht aus Ballbesitz. Wenn der Ball dann doch mal flöten geht, und der Gegner mit schnellen Bällen, schnellen Spielern und weiten Pässen agiert, wird es immer gefährlich für Barca.

Und genau so musst du dann gegen Barca spielen: Massive Abwehr, die dann blitzschnell auf Konter umschalten kann. Und selbst wenn du das hast (wie Chelsea, wie Real) brauchst du noch mehr oder weniger viel Glück. Chelsea braucht etwas mehr (um nicht zu sagen, verdammt viel), das sollte man nie vergessen ..

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MR 25. April 2012 um 00:49

Ich find Barca ist selbst Schuld wegen einer schlechten zweiten Halbzeit und finde den Artikel hier völlig lächerlich.

Redaktionsinterne Schießereien werden folgen und auf Youtube hochgeladen.

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Datschge 25. April 2012 um 01:11

*aufs Youtube-Video freu*

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Tank 25. April 2012 um 01:40

Wie geht es auf spielverlagerung.de denn zu, wenn ein Autor in den öffentlich sichtbaren Kommentaren den Artikel eines anderen Autoren als „völlig lächerlich“ bezeichnet? Schon klar, dass da ein Augenzwinkern dabei ist, aber trotzdem ein bisschen merkwürdig.

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persiflo 25. April 2012 um 01:59

ich geh noch nen schritt weiter und gebe zu: ich hab mich sogar für und mit chelsea gefreut. bla, barca. ja, sie sind unheimlich gut, aber hey, öfter mal was neues. und die alten kämpen aus london, die es nochmal probieren wollen, sind halt auch „quite a story“. auch wenn john terry ein arschloch ist, und drogba ein panzer mit großkalibriger tränendrüse. das war halt sauspannend …

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asti80 25. April 2012 um 00:44

Barca ist primär an sich selbst gescheitert, vorallem diese Saison war die fehlende Effektivität vorm Strafraum eklatant. Chelse hat, auch wenn ich deren Spiel abgrundtief hasse, gezeigt wie man Barca ausschaltet: Tor erzielen und sich hinten reinstellen mit Mann und Maus. Und somit hat man Barca, man kann es kaum glauben, ausgeschaltet.
Das ist in gewisserweise auch ein Fehler von Guardiola, der seinen Mannen keine alternative zum Ballbesitz-Fussball geboten hat. Ich kann mich an keinen Sieg diese Saison erinnern, der über den Kampf gewonnen wurde. Klaro es ist das System Barcas, das auf Ballbesitz ausgelegt ist. Aber gegen destruktive Gegner wie Chelsea, oder Inter vor zwei Jahren muss man anders vorgehen.
Meiner Meinung nach muss Guardiola, falls er denn bleiben will, einen Umbau im System wagen. Das mit der Dreierkette ist gescheitert, die Gegner haben dessen Schwachstellen brutal aufgezeigt. Vorallem Chelsea mit seinem Steinzeitfussball hat es demonstriert.

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Dabema 25. April 2012 um 01:14

Dem kann ich absolut nicht zustimmen. Wenn es so einfach wäre wie du geschilcert hast „Tor schießen und dann alles nach hinten“ wären Barca und derren System, an dem sich so viele Trainer orientieren, nicht so erfolgreich. Das klingt eher nach drittklassigen, selbsternannten TV-Experten (womit ich dir deine Kompetenz keinesfalls absprechen möchte).

Und das Barcelona auch Kämpfen kann kann, wurde hier auch schon speziell beim Thema Gegenpressing disskutiert.

Generell teile ich die Ansicht von MB, auch wenn ich alles andere als ein Barca fan bin. Ich finde deinen Enthusiasmus toll, denn das macht einen Fußballfan in meinen Augen auch aus.
Das vermisse ich auch oft bei Länderspielübertragungen..

Außerdem kann ich es selbst nicht mit ansehen, wenn eine Manschaft die die offensichtlich „bessere“ weil attraktiver Manschaft ist, verliert. Auch wenn klar ist dass Attraktivität nicht das Maß aller Dinge im Fußball ist.

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geco87 25. April 2012 um 01:31

Gerade gegen Chelseas Mauertaktik war es ziemlich egal, ob man mit Dreierkette oder Viererkette hintenstand. Nominell war es nachher eine Ein-Mann-Verteidigung (Mascherano).

Mir ist aufgefallen, dass Barca wie so oft zu lange (zu) geduldig und langsam angegriffen hat. Es wäre mal notwendig gewesen, etwas Überraschendes zu fabrizieren wie einen schnellen Seitenwechsel oder mal zügig an die Grundlinie zu kommen, um in die Mitte oder den Rückraum zu geben. Zudem greift man zu selten zum „Not-Mittel“ Distanzschuss, obwohl die zentral agierenden Messi, Sanchez, Iniesta und Xavi allesamt mit einer sehr guten Schusstechnik und -stärke ausgestattet sind.

Chelsea hat dennoch sehr gut verteidigt, auch wenn das unfassbar tiefe Stehen große Risiken barg; wie etwa dass bei Fernschüssen dem Torhüter die Sicht wohl versperrt war und dass man keine Zeit durch Entlastungsangriffe gewinnen konnte. Das Weiterkommen ist natürlich überaus glücklich. Im Normalfall gewinnt Barca insgesamt mit vier oder fünf Toren Vorsprung. Keiner kann mir erzählen, dass diese Art von Fußball modern, auch nur annähernd attraktiv und eines Champions League Halbfinalisten würdig ist.

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Goldi 26. April 2012 um 19:11

Ich finde das Argument „Wenn Barcelona nur auf Ballbesitz spielt und denn Ball vor dem Sechzehner hin und herspielt völliger Nonsens.
Was sollen die denn machen? In jeden Schuss wird sich hineingeworfen, aber wirklich Druck auf den Ball wird auch nicht gemacht.Wenn Chelsea eben nur verteidigt hat Barcelona eben so oft den Ball.Wie willst du gegen destruktive Gegner anders vorgehen, wenn diese einfach nicht aus der eigenen Hälfte rauskommen wollen?

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P1ddy 25. April 2012 um 00:41

Also ich muss als treuer spielverlagerung Leser über den Artikel froh sein!!! Ob’s unfair, dreist oder clever war, sowas kann der gemeine Fußball Fan nicht sehen wollen. Ich für meinen Teil war sehr erleichtert, als ich den Artikel gesehen hab.
Ach und eine bitte hab ich: lasst eine Analyse des Spiels einfach sein!!!

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Alex 25. April 2012 um 00:38

Dem Text stimme ich vollkommen zu, mehr ist da nicht zu sagen..

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Cecotto 25. April 2012 um 00:34

fakt ist, dass das spiel eben aus weit mehr komponenten besteht als ballbesitz, passquoten und offensiven laufwegen.

und es ist extrem gut für die vielfalt des fußballs, dass dies auf sehr eindrucksvolle und extreme art und weise heute abend nochmals gezeigt wurde.

manche können und wollen dies eben nicht akzeptieren. fast schon ignorant bleibt für sie deshalb barca das reine, vollkommene oder welcher superlativ auch immer.

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Wigger 25. April 2012 um 08:36

Danke

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RaulGonzalesBlanco 25. April 2012 um 10:24

Na Cecotto, haben sie dich bei TM gesperrt oder was hat dich dazu veranlasst deine Anti-Barca Grütze jetzt hier abzusondern?

Es is ja nicht so, als wäre Barca an einer übrragenden Mannschaft oder wenigstens an einem überragenden Defensivkonzept (wie bei Inter 2010) gescheitert. Man ist an Pech (4x Alu) und eigenem unvermögen in der Chancenauswertung (die es, trotz Chelsea’s Mauertaktik, zu genüge gab) gescheitert.

Aber mach ruhig weiter mit deinen frustbeladenen Statements, die sind immerhin amüsant.

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Cecotto 25. April 2012 um 10:47

wieso um alles in der welt sollte ich frust erleben nach diesem abend und nach diesem wochenende?

irgendwie hinkt deine logik da doch…

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RaulGonzalesBlanco 25. April 2012 um 11:35

Die letzten Jahre betrachtet, dürfte sich bei einem Blanco genügend Frust angesammelt haben.
Umso mehr dürften die letzten 7 Tage eine Genugtuung für eben Jenen sein. 😉

Weiter denken, Logik erkennen.

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RM 25. April 2012 um 00:27

Und ich möchte anfügen, dass dieser Artikel nicht die Meinung der gesamten Redaktion widerspiegelt.

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TE 25. April 2012 um 00:34

Du hast kein Herz.

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RM 25. April 2012 um 00:43

Meine Gegendarstellung folgt übrigens morgen.

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max 25. April 2012 um 01:26

er heißt auch rm –> real madrid 😉
den spaß konnte ich mir nicht nehmen lassen.

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Dieu-vid 25. April 2012 um 01:44

max du hast meiner meinung nach eine interessante ansicht von spass. aber keine angst ich nehm in dir nicht…
verzeih‘ mir diese persoenliche anmerkung.

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geco87 25. April 2012 um 01:47

Wäre ich nicht drauf gekommen, dass ihr bei Spielverlagerung.de alle unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Ansichten seid…

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max 25. April 2012 um 01:58

ich verzeih dir diese persönliche anmerkung !

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Dieu-vid 25. April 2012 um 02:06

danke herzlichst.

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JAS 25. April 2012 um 03:30

Danke rm. Dieser Kommentar steht spielverlagerung.de wahrlich nicht gut zu gesicht. Was soll soetwas? Gegen barca gewinnt man nur mit einer glaenzenden Taktik. diese gilt es auf dieser Seite zu analysieren und nicht stumpfsinnig eine Mannschaft in den Himmel zu loben und die andere schlecht zu machen. Der gesamte Kommentar ist was fuers barca fanmagazin und hat bei spielverlagerung.de nichts verloren. Solchen Entgleisungen sollte die Redaktion entgegenwirken. Voellig daneben sowas. Freue mich sehr auf die Anlayse. Hoffentlich wird die von jemanden geschrieben, der Sich fuer Fussball interessiert, und nicht nur fuer einen bestimmten Verein!

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HW 25. April 2012 um 09:17

Was das soll?
Fußball ist eben nicht nur Taktik. Und die Autoren haben die Freiheit zu schreiben worüber sie wollen, zumindest war das früher so.

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HBBerlin 25. April 2012 um 10:21

Ich muss JAS recht geben.
Sollen alle Manschaften spalier stehen und zuschauen wie Barca seine Show abzieht?
Nein, dann wäre dem Fussball die Seele geraubt! Denn das tolle im FUssball ist auch, seine unberechenbarkeit, die Möglichkeit, dass auch unterlegende Manschaften etwas erreichen können, ja vielleicht manchmal sogar Siege erringen.

Es geht nicht um Heldenanbetung, sondern um das Zusammenspiel von Fähigkeiten + Leidenschaft + Cleverness + taktisches Geschick…
Die art und weise, wie man seinen Gegner ausstechen will, muss den Möglichkeiten des Teams angemessen sein. Wäre es unerwünscht, Schwächen mit vielleicht unatraktiveren Mitteln auszugleichen, dann müsste man das SPiel garnicht erst anpfeifen.

Trotzdem respektiere ich jede andere Meinung…

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HW 25. April 2012 um 10:40

JAS hat natürlich recht damit, dass Teams auf ihre Art mit jedem Gegner umgehen dürfen.
Aber Warum darf hier nicht ein Kommentar verfasst werden?
Warum sollte das dieser Seite schaden?
Auch wenn SV mittlerweile sehr professionell arbeitet ist es kein Magazin, es ist auch keine von einer Redaktion geleitete Internetseite wie Spox, es ist auch keine Ein-Mann-Show.
Die Grundidee ist, dass jeder Autor frei agieren und Inhalte wählen kann.
Sicher ist auch Kritik erlaubt und gewünscht, aber Kritiker sollten sich mit dem kritisierten Objekt auch auseinandersetzen.
Es gibt keine Redaktion die jeden Artikel prüft und es war zumindest früher auch nicht gewollt soetwas einzuführen. Auch wenn jetzt Autoren in einem Podcast, beim Sportstudio oder auf anderen Seiten auftauchen, diese Autoren haben hier keine bezahlte Vollzeitanstellung sondern machen das „nebenbei“.

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Raúl 25. April 2012 um 14:34

Meine Meinung. Es ist dieselbe Verblendung, die auch Busquets nach dem Spiel gegen Real Madrid offenbarte, als er meinte dass nur Barcelona richtig Fußball spielte. Seinen eigenen Fußball als „den einzig richtigen Fußball“ hinzustellen spricht gegen das Konzept der Fairness und des gegenseitigen Respekts im Fußball.

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ConJulio 28. April 2012 um 00:01

Nunja – der Autor hat deswegen auch direkt auf die subjektive Meinung hingewiesen. Die Idee Blog ist ja eigentlich genau dafür gemacht. Und wenn man den Spieß umdreht könnte ich sagen: Aha, ein Barca-Hasser / Aha – Ein Chelsea Fan.

Meiner Meinug nach hat es Bacelona nicht geschafft ein Tor zu erzielen und ist deswegen verdient ausgeschieden. Ganz nüchtern betrachtet. Die Mannschaft des FCB sollte auch gegen 10 Spieler die alle auf der Torlinie stehen einen Treffer erzielen können.

Auf der anderen Seite habe ich eine Spielweise wie die des FC Chelsea gegen Barca nur sehr sehr selten erlebt. „Frechheit“ ist mir ab und an auch als Beschreibung der Spielweise in den Sinn gekommen. Doch ist dies auch wieder nur meine (subjektive) Meinung. Vielleicht schwärmt ein Mourinho von diesem Spiel?

Doch gebe ich dem Autor bei einer Sache recht:
Barca ist in den letzten Jahren in spielerischer Hinsicht Vorbild vieler Mannschaften geworden. Sollte die Spielweise des CFC nun von Mannschaften als Gegenmittel empfunden werden, das dann in der Zukunft wiederum von vielen Mannschaften adaptiert wird, dann habe ich Angst vor Fussballübertragungen. 10 Box-to-Box Spieler in jeder Mannschaft sind für mich 9 zu viel.

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HW 25. April 2012 um 09:16

Ich, als ehemaliges Mitglied, schließe mich eher MBs Kommentar an, aus verschiedenen Gründen.

Zum einen ist es so, wie beschreiben, wenn Barca spielt, dann wir oft purer Fußball gespielt. Es ist wie Performance-Art, die einzelnene Spieler sind das beste was es gibt und trotzdem macht den Barca Stil das Zusammenspiel aus, die Interaktion. Was Barca macht sollten sich alle Kinder zum Vorbild nehmen. Es geht nicht nur um den Erfolg es geht darum eine Sache richtig, allumfassend zu können und zu meistern.

Außerdem hätte Barca mit der Titelverteidigung etwas wirklich großes schaffen können. Und sie hätten es verdient. Soetwas besonderes passiert auch in dieser, zum Teil gehypten, Zeit im Fußball nicht wirklich oft.
Milan 89/90 ist heute wie eine Mannschaft aus einer anderen Zeit. Real oder Milan um und nach 2000 haben den Titel nicht verteidigen können (und die Kader wurden zum Teil auch umgebaut).
Auch dieses Barca wird nicht ewig bestehen, die Chance für die Titelverteidigung der CL ist wahrscheinlich für ein paar Jahre futsch.
Für die Titelsammlung der letzten Jahre macht, IMHO, der eine Titel mehr oder weniger aber keinen großen Unterschied.

Jetzt kann ich aber ohne schlechtes Gewissen die Bayern unterstützen 😉

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Pseu 25. April 2012 um 09:30

Schreibt doch in Zukunft „Kommentar“ vor die Überschrift und jeder Leser weiß, was Sache ist.

Ich finde es gut, dass hier auch mal so persönliche Meinungen geäußert werden. Zudem regt es zu Diskussionen an.
Weiter so!

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Samy 25. April 2012 um 13:11

Das sollte in einer guten Redaktion auch so sein. Auch Minderheitsmeinungen müssen ihren Platz haben. Mir persönlich ist dieses ewig gleiche Barca Ballgeschiebe in den letzten Jahren etwas auf die Nerven gegangen – aber auch das ist sicher nur eine Minderheitsmeinung. In der versprochenen Analyse würde ich gern zwei Punkte wieder finden, die mir aufgefallen sind. Zum ersten hatte ich das Gefühl, dass Barca nicht den üblichen Spielfluss an den Tag legte. Oft, sehr oft, hatte ich den Eindruck die Pässe kommen direkt auf den Spieler und nicht in den freien Raum. Das ist dann für eine dicht gestaffelte Abwehr vielleicht nicht überraschend genug. Zum zweiten würde es mich freuen, wenn die Analyse das erste Tor von Chelsea entsprechend würdigt. Es gehört was die Entstehung angeht zu den schönsten, dich ich in dieser Saison sehen durfte. Den großen FC Barcelona so locker flockig auskontern, das hatte schon was. Bin gespannt.

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