Villareal CF – FC Barcelona 0:0

In der Hinrunde war es das Spiel der großen Überraschung Pep Guardiolas: die Einführung des 3-4-3 als Barcelonas neues Alternativ- beziehungsweise Grundsystem. Das Ergebnis war ein denkwürdiges 5:0 zuhause im Camp Nou, welches für ein heftiges mediales Aufleben der Dreierkettendebatte sorgte. Nun war diese Diskussion weniger erhitzt, aber dennoch schauen viele noch auf die sehr fluide Dreierkette Barcelonas. Am Samstag traf man erneut auf Villareal, welche sich abermals der Dreierkette und Barcelonas Übermacht gegenüber sahen. Die abstiegsgefährdeten Champions-League-Teilnehmer zeigten Herz und konnten sich ein 0:0 sichern.

Wechselwirkung der Formationen

Grundformationen zu Beginn

Favorit Barcelona begann mit einem 3-4-3-System, wobei diese Formation extrem schwer in Zahlen darzustellen ist. Mit Abidal und Puyol auf den nominellen „halben“ Innenverteidigerpositionen hatte man zwei Spieler, welche sowohl als Innenverteidiger, als auch als Außenverteidiger auftreten können – und wie so oft bei Barcelonas Dreierkette taten sie beides. Sie attackierten, machten das Spiel extrem breit und teilten sich die offensiven Aufgaben. Meist würde einer der beiden mit nach vorne gehen, während der andere sich zu Pique orientierte, in Phasen, wo es dem Spiel an Breite fehlte oder Villareal extrem tief stand, würden sich sogar beide die Offensive einschalten und Mascherano stattdessen weiter nach hinten geschoben. Umgekehrt natürlich in der Defensive ebenfalls eine fluide Organisation, ähnlich wie im erfolgreichen Ligaspiel gegen Real Madrid vor einigen Wochen, als Busquets zwischen den Linien agierte und sich manchmal als Sechser, manchmal als Innenverteidiger gab. Aufgrund Iniestas Fehlen und der daraus resultierenden offensiveren Rolle Busquets‘ übernahm dessen Paradeposition nun Javier Mascherano, welcher ebenfalls beide Positionen bekleiden kann. Mit dieser defensiven Organisation wollte Pep Guardiola sich gegen alle Eventualitäten in der gegnerischen Formation absichern, helfen sollte ihm natürlich Busquets. Mit seinem herausragenden Kurzpassspiel und defensiver Adaptionsfähigkeit war seine Rolle in diesem Spiel von tragender Bedeutung, er sollte binnen kürzester Momente auf die Veränderungen hinter sich, natürlich besonders bei Javier Mascherano, reagieren und sich aus dem tiefen halbrechten Mittelfeld in eine zentralere und noch defensivere Rolle begeben. Xavi und Fabregas würden danach die klassische Rollenverteilung annehmen, wobei Fabregas den Iniesta-Part übernehmen sollte. Bliebe Mascherano auf seiner Position zwischen den Linien, dann hatte Fabregas die Möglichkeit, seine Paradeposition als falsche Zehn hinter Leo Messi auszuüben und mit ihm zu rochieren beziehungsweise in geöffnete Räume zu stoßen. Demnach war es wenig überraschend, dass Messi extrem viel auf die rechte Seite ging und sehr stark vom Flügel kam, dort hatte er mit Alves seinen langjährigen kongenialen Partner und links machte Adriano durchgehend das Spiel breit, um Fabregas den nötigen Raum zu ermöglichen.

Dass dies nicht funktionierte, war aufgrund Villareals sehr passender Taktik zu erwarten. Im Hinspiel hatte sich Villareal noch strikt an einem Schachbrettschema für ein erwartetes 4-3-3 orientiert und dies war natürlich grandios schiefgegangen, dieses Mal jedoch hatte man sich den Umständen angepasst und seine eigene Formation umgebaut. Die Viererkette blieb mit Musacchio und Gonzalo im Zentrum, Oriol und Lopez auf den Außenbahnen, relativ gleich, wobei die Innenverteidiger öfter versuchten, Messi in seinen Läufen nach hinten zu verfolgen und dadurch zu verhindern, dass er Anlauf nehmen und mit vollem Tempo auf sie zulaufen konnte. Senna und Bruno agierten als verkappte Doppelsechs, wichtig war, dass der zweikampfstarke und erfahrene Senna im freien Raum agierte und einerseits den beidfüßigen Adriano vom Spiel abtrennen sowie andererseits Fabregas in seinen Läufen in die Spitze unterbinden konnte. Hier profitierte er zwar eindeutig von dem großen Abstand zwischen Adriano und Abidal sowie deren teilweise fehlender Effektivität in den relevanten Offensivaktionen für ihre jeweilige Position, dennoch darf Sennas Einfluss nicht unterschätzt werden. Hier half ihm allerdings auch Cani, der zwischen Außen- und Halbposition im Mittelfeld immer bereit war, etwaige Zusammenspiele zumindest attackieren und trotzdem im zentralen Mittelfeld Druck ausüben zu können. Bruno als halblinker Sechser kümmerte sich um die Verdichtung des Raumes und teilweise um Messi respektive dessen Pärchenbildung mit Alves, welche er beide möglichst nach außen abzudrängen versuchte. Borja auf der linken offensiven Außenposition versuchte dasselbe zwischen Alves und Puyol, während Joselu das defensive Zentrum Barcelonas attackierte und eine Verbindung zum Mittelstürmer Ruben darstellte.

Pressing Villareals

Zu Beginn attackierte Villareal extrem aggressiv und steckte nie auf. Flexibel und extrem dynamisch wechselte man zwischen einem 4-4-1-1 und 4-2-3-1, was ziemlich einfach geschah. Wenn der Gegner in Ballbesitz und im zweiten Drittel war, bewegten sich der hängende Stürmer und die ballnahe Außenposition zum ballführenden Spieler hin. Der gegenüberliegende Außenspieler rückte auf und kümmerte sich darum, dass bei Balleroberung eine Anspielstation zugänglich sowie erhöhter Druck bei einer Spielverlagerung Barcelonas gegeben war. Falls Barcelona hinter diese Dreierreihe kam, so bewegten sich die beiden Spieler nach hinten und formierten eine kompakte Reihe aus zwei Viererketten, während die beiden Stürmer sich dem Pressing widmeten. Der vorderste Angreifer sperrte einfache Anspiele nach hinten und sorgte für Tiefe im Spiel Villareals, während der hängende Stürmer sich weit zurückfallen ließ, um vor der ersten Viererkette mit zu verteidigen. Zwar probierte Villareal so hoch wie möglich zu spielen, man wurde jedoch zumeist schnell zurückgedrängt, bis der Raum für Barcelona zu eng wurde, um weiter nach vorne zu kommen.

Barcelonas „Wechsel“ zur Viererkette

Ein weiterer wichtiger Aspekt zum Verständnis dieses Spiels war Villareals Offensive, die sich – wie oben geschildert – zwischen einem Ein- und einem Zwei-Stürmer-System verschob. Dadurch hatte die Dreierkette Barcelonas in einigen Situationen gewisse Nachteile, was letztlich dafür sorgte, dass Mascherano immer tiefer agierte und man schließlich gänzlich zu einer Viererkette wechselte, um die Außen stärker zu forcieren. Es fehlte an Breite und an Bindung in der Vertikale auf der Seite, was aber nicht zum ersten Mal eine erkennbare Schwachstelle im Kurzpassspiel Barcelonas ist. Ab der sechzigsten Minute wechselte schließlich Dani Alves in die Verteidigung und Sanchez kam für den angeschlagenen Pique, was eine Rückkehr zum klassischen Barcelonasystem inklusiver der Stamm-Außenverteidigung bedeutete, ohne dass dies großen Effekt haben sollte. Chancen gab es zwar, aber selten war man zwingend genug, um hier eindeutig einen Sieg für sich beanspruchen zu dürfen.

Vergleich mit der Aufstellung vor einem halben Jahr

Vergleich der Grundformationen vom Samstag und vom ersten Spieltag, dem Hinspiel der beiden Mannschaften

Bereits auf den ersten Blick sind die wichtigsten Veränderungen, die sich auch im Ergebnis niederschlugen, zu erkennen. Villareal passte sich besser an, verschenkte die Mitte nicht und füllte die Löcher im eigenen Defensivverbund. Barcelona hingegen fehlten die gefährlichen Rochaden zwischen Messi und Fabregas, das Mittelfeld deutlich asymmetrischer geordnet und dadurch hatte man weniger sichere Anspielstationen. Desweiteren war die Dreierkette nicht nur schwerer zu erkennen, ohne Busquets im Zentrum und ab der 60. Minute ohne Pique war sie sowieso hinfällig, da der Spielaufbau mit einer Dreierkette gegen einen aggressiv pressenden und gut angepassten Gegner extrem schwer zu spielen ist. Die Breite fehlt oder ist, wenn vorhanden, oftmals extrem riskant, der zentrale Verteidiger muss also hervorragend mit dem Ball umgehen können und sich auch unter Druck behaupten. Dazu kam, dass durch die veränderte Formation im Sturm Villareals nicht ein Verteidiger bei Barcelona überschüssig war, sondern zwei. Obwohl dies Guardiola mit seiner verbreiterten Dreierkette und dem Sechser-Vorstopper-Hybriden, am Samstag von Mascherano ausgefüllt, unter Kontrolle bringen wollte, war es kein sehr erfolgsversprechendes Kommando. Die gesamte Mannschaft tat sich schwer und konnte nie ihr durchgehendes tiqui-taca auf höchstem Niveau aufbauen, wenngleich man sich mit 66% dennoch einen sehr hohen Anteil an Ballbesitz sichern konnte.

Fazit

Abermals ein Punktverlust für Barcelona, nun scheint Real in der Liga zu enteilen. Sieben Punkte Rückstand und neben der Dreierkette sind die Auswärtsspiele ein weiterer großer Diskussionspunkt bei der katalonischen Mannschaft. Villareal hingegen konnte zumindest ansatzweise Revanche für das Debakel zu Saisonbeginn nehmen, es war wohl ein Punkt mehr, als man vor dem Spiel gedacht hatte.

Tank 6. Februar 2012 um 21:57

@RAMY

Sehr geehrter RAMY,
ich bin zwar nicht HW, aber da ich Ihren Post sehr interessant finde, antworte ich trotzdem mal drauf.

Ich sage besser gleich zu Beginn, dass ich Barca-Fan bin. Trotzdem versuche ich meine Antwort aus einer möglichst objektiven und wertungsfreien Perspektive zu schreiben. Ich werde also nicht sagen „Barcas Spiel ist so schön und darum nehmen sie eine so herausgehobene Position in der Fußballgeschichte ein“, auch wenn ich persönlich dieser Meinung bin.

Sie haben natürlich Recht damit, wenn Sie sagen, dass es immer eine Wechselwirkung zwischen der aktuell tonangebenden Mannschaft und den Verfolgern gibt, aber ich möchte widersprechen, dass dies genauso immer stattgefunden hat.

Wichtig ist hierbei zu bemerken, dass ich nicht dafür argumentieren möchte, dass es so etwas noch nie gab oder dass so etwas, auf welchem Niveau auch immer, ständig stattfindet. Was ich jedoch behaupten will, ist dass es nur sehr selten in der Fußballgeschichte vorkommt, dass es eine Mannschaft gibt, die auf eine solche Art spielt, dass es in der Fußballwelt zu einem Paradigmenwechsel in der Betrachtung des Fußballs kommt.

Was ich damit meine, sieht man ganz gut im Vergleich zum von Ihnen genannten Real Madrid um die Jahrtausendwende. Wenn man mal die madrilenische Mannschaft von 98 bis 02 als ein Team betrachtet (was ich eher bezweifeln würde), dann haben wir es zwar mit einer sehr erfolgreichen Mannschaft zu tun, die aber den Fußball in keiner Weise „neu erfunden hat“. (Außer vllt. die ökonomische Seite des Fußballs…) Ja, sie waren gut. Ja, sie haben viel gewonnen. Aber sie waren, um es mal ganz vereinfacht zu sagen, genauso wie ihre Konkurrenten, nur eben etwas besser.

Das aktuelle Barca hingegen ist ein klarer Bruch zu dem, was man so im letzten Jahrzehnt als „modernen Fußball“ gesehen hat. Sie sind nicht groß, sie sind nicht stark und sie haben kein Interesse daran, den Platz mit überfallartigen Angriffen zu überbrücken. Exemplarisch dafür, wie tot die Barca-Art des Fußballspielens war, ist zum Beispiel ein Zeitungsartikel von Guardiola selbst aus den frühen 2000ern, wo er schreibt, dass seine Art des passenden Mittelfeldspielers ausgestorben ist.

Weil Barca nun so verschieden zu den anderen Top-Teams ist (war?) und dabei auch noch so ziemlich alles erdenkliche gewinnt, kam es zu einem besonders großen und weitreichenden „Windschatten“, in dem viele Leute ihre Gedanken darüber, wie Fußball gespielt werden sollte, verändert haben. Deshalb vertrete ich die These, dass die Wechselwirkung zwischen dem aktuellen Topteam und dessen Verfolgern im Falle von Barca so tiefgreifend ist, wie noch fast nie in der Fußballgeschichte.

Als Beispiele für einen ähnlichen großen Einfluss, fallen mir spontan nur das Ajax der frühen 70er und Sacchis Milan ein.

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max 9. Februar 2012 um 19:02

die galaktischen gab es gar nicht 98, die galaktischen waren eine bezeichnung der presse, die nach 2000 (als perez präsident wurde) und real begann, zahlreiche stars anzulocken (figo, ronaldo, zidane und co), entstand.
und das non plus ultra ? ich glaube, der liebe ramy hat den fußball damals nicht wirklich verfolgt, sonst hätte er gewusst, dass real zwischen 98 – 2003 keine „entität“ war wie guardiolas barca (die realmannschaft von 98 hat wenig bis nichts mit dem real-team von 03 zu tun) und nicht mal ansatzweise so dominant (die wurden teilweise regelmäßig in ihrem stadion abgeschossen).
war aber ne interessante zeit damals, fußball hat sich aber verändert ob zum positiven oder negativen, sei mal dahin gestellt.

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woody10 31. Januar 2012 um 19:06

ich glaube bei diesem spiel muss man sagen, dass das barca-system zu asymmetrisch. (halblinke seite war so gut wie gar nicht besetzt)
weiters fand ich die zu hohe position xavis als einen grund für den punkteverlust. er konnte das spiel nicht aus der tiefe heraus aufziehen.
schon als ich die aufstellung barcas gesehen habe, ahnte ich, dass mascherano im mittelfeld spielen würde, und das finde ich überhaupt nicht gut, denn seitdem mascherano bei barca spielt habe ich noch kein gutes spiel von ihm im DM gesehen. er ist eben kein moderner sechser wie es das barca-spiel verlangt.

weiters muss erwähnt werden und da kann man unendlich lange über taktische feinheiten diskutieren, dass gewisse leistungsträger barcas (cesc, xavi, ..) einfach nicht ihr leistungsvermögen abrufen konnten

vielen dank für die gute analyse 🙂

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Busi 31. Januar 2012 um 09:48

Eigentlich gefallen mir die Spiele, wo Barcelona Schwierigkeiten hat, sehr, auch wenn ich ein Barcelona-Fan bin. Aber ich finde spannend zu sehen, wie sich die Gegner gegen die (für mich) beste Mannschaft tun, um das Barcelona-System zu knacken. In dieser Saison gab es schon viele Punktverlüste, und gerade gegen Mannschaften, die Barcelona immer Sorgen bereitet haben. Meiner Meinung nach gab es zum einen Konzentrationsfehler (Real Sociedad, AcMilano), Systemfehler (Valencia) und gute Mannschaften auf dem Platz (Villareal, Getafe). Ich kann mich noch an letztes Jahr erinnern, als Hercules (mit Valdez) und Shatkar Barças Spiel deaktiviert haben, als sie zwischen Barças Mittelfeld und Abwehr dicht gemacht haben und so das Passspiel (den Kreisel) unterbrochen haben. Mittlerweile sieht man vieles, was die Mannschaften so nachmachen, z.B. einen sehr aggressiven Anfang, eine einzige Spitze, eine geplante Balleroberung im Mittelfeld (zwischen Mittelfeld und eigenes Tor), wo sie richtig dicht machen, um den Kurzpassspiel von Barça Schwierigkeiten zu bereiten, und vieles mehr.
Es mag schwer sein dieses Jahr, 7 Punkte weg, die Gefahr, dass es umsonst ist (eventueller Abschied gegen Valencia). Aber es gibt keine Gründe für den Pessimismus, Trauer, usw. Sie sind so gut, dass es sogar Spass macht zu sehen, wenn sie AB UND ZU geknackt sind, solange die andere Mannschaft nicht Madrid ist;)
Wie immer, Topanalyse.

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HW 1. Februar 2012 um 11:52

Ist auch immer die Frage wie wichtig die Meisterschaft für Barca ist, wenn sie Prioritäten setzen müssen. Ich schätze die Titelverteidigung in der Champions League ist wichtiger, und jetzt auch ein realistischeres Ziel als der Titel in der Liga. In K.o.-Spielen hat Barca weniger Probleme und die erste Titelverteidigung seit Milan 1989/90 wäre die Krönung einer Ära (für Barca und den spanischen Fußball).

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Busi 2. Februar 2012 um 12:23

Auf jeden Fall ist der sogenannte „Torneo de la regularidad“ (sprich das Tournier, wo regelmässig Leistung eingebracht werden muss) ein zu langes und schwieriges Rennen, wenn man sich Madrid Leistung anguckt. Nun, die Königlichen werden wohl irgendwann runterschalten und für die wir das Rennen genauso lang sein. 7 Punkte sind viel, aber mit Camp Nou Besuch und momentan keinen Tordifferenzvorteil könnte eventuell alles passieren.
Die Krönung einer Ära mag schön klingen, deutet allerdings auf den Abschluss an. Lieber dieses Jahr nichts und nächstes weiter 😉

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HW 2. Februar 2012 um 13:52

Man muss bei Baca sehen, dass dieser Titel-Lauf nicht nur diese Saison betrifft, sondern die ganze Guardiola-Ära. Es ist nicht davon auszugehen, dass es ewig so weiter geht.
Barca hat sich auch in jedem Jahr etwas verändert, das ist auch notwendig.
Nur holen Teams wie Real auf und dann bleibt mal ein Titel auf der Strecke. Nicht dass Barca (viel) schlechter wird, nur schaffen es andere Team in einzelnen Spielen oder über eine Saison mitzuhalten.
Das ist nicht ungewöhnlich. Es ist eher etwas besonderes, dass Barca so lange so dominant sein konnte. Bei 50+ Spielen im Jahr ist die Abnutzung extrem hoch und Leistungstiefs sind eigentlich überfällig.
Diese Dominanz gibt den Gegner auch eine gewisse Freiheit sich neu zu erfinden, es erwartet ja keiner den ersten Platz.
Einzig Real ist etwas unter Druck, aber trotzdem ist diese Entwicklung zu beobachten. Nicht immer in den direkten Vergleichen, aber in der Liga zumindest. (Barca zwingt die Gegner besser zu werden.)

Die Krönung einer Ära (zumindest vorläufig, 2013 gibt es ja wieder Titel zu gewinnen) ist doch das was am Ende als Maßstab genommen wird. Ob sie nun den Titel 2013 gewinnen könnten ist (jetzt) nicht so wichtig, solange die Titelverteidigung tatsächlich gelingt. Den die Titelverteiidgung hebt sie auf eine Stufe mit Milan, den Bayern und Ajax, also in die „Gute alte Zeit“.

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RAMY 6. Februar 2012 um 18:48

Sehr geehrter Herr HW,
ich wollte ihren Abschnitt indem sie erwähnten,dass die Dominanz(von Barca) den Gegner die Chance gibt sich neu zu erfinden und dass Barca den Gegner zwingt besser zu werden, kommnetieren.
Für mich erscheint diese These ganz schön arrogant! Ich hab das Gefühl so möchten damit sagen, dass Barca’s Spiel(Dominanz) im Fußball eine neue Dämension erreicht hat,die den Fußball verändert und auch besser macht und somit ihr Spiel inzwischen so gut ist,dass es nicht nur für sie eine Bescherung ist, so zu spielen, sondern auch für den ganzen Weltfußball. Somit wird eine Wirkung erreicht die sagt:wenn eine andere Mannschaft besser ist als Barcelona, liegt es nur darin,weil sie Barca dazu gezwungen hat. Somit erscheint mir das Barca immer als Gewinner dargestellt wird auch wenn sie verloren haben, was ja paradox ist 🙂
Diese These will ich sogar nicht als Falsch bezeichnen, ABER ich will darauf hinweisen, dass es nichts neues ist und dass es auch immer geben wird! Nämlich: Dass der ‚Beste‘ immer die anderen motiviert besser zu werden. Denn es wird immer eine Motivation geben besser zu sein als der ‚Beste‘. Somit haben die Galaktischen(Real Madrid in der Zeit 98-03,also in der Zeit als Real das Non-plus-Ultra im Weltfußball war) Barca ‚gezwungen‘ besser zu werden,um eben Real zu überholen.Es dauerte bis 2009 als sich Barca endgültig als das bestes Team der Welt nennen durfte. Also könnte man sagen,dass nur wegen Real Barca erst so gut geworden ist wie wir sie heute sehen.Denn nachdem eben Real das neunte Mal die CL gewann, hatte Barca ‚die Freiheit sich neu zu erfinden‘. Aber wie gesagt, dass kann man nicht sagen, weil es eben ein normaler Prozess ist,denn auch zuvor hatte eine andere Mannschaft Real ‚gezwungen‘ sich zu den Galaktischen zu verbessern!
Mit freundlichen Grüßen RAMY

P.S: Nach meinem Wissen hat es bis jetzt keine Mannschaft geschafft den CL-Titel zu verteildigen. Außer sie meinen auch den Europapokal der Landesmeister? Allerdings würde sie,dass ’nur‘ mit dem AC Milan auf eine Stufe setzen. Denn Bayern und Ajax konnten 3mal hintereinander den Europapokal der Landesmeister gewinnen.(Real schaffte dies sogar 6mal hinternander,Rekord) Jedoch wäre es schon eine Hammer Leistung, fallls Barca den CL-Titel verteildigen könnte,denn sie wären eben die ersten!

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Tank 31. Januar 2012 um 02:09

Puh, es sind nicht die freundlichsten Tage für einen Barcelona- Fan. (Bedenkt man, dass sie grade Real in der Copa rausgeschmissen haben, sagt so eine Aussage aber natürlich auch was über das Niveau, an das man sich gewöhnt hat, aus.)

Eine Frage an die Autoren und Kommentatoren: Espanyol, Madrid und Villareal haben in den vergangenen Wochen aufgezeigt, dass es zur Zeit möglich ist, Barcelona in Schach zu halten, ohne sich plump mit 11 Mann hinten rein zu stellen. Wie groß sind die Ähnlichkeiten zwischen den jeweiligen Ansätzen dieser Mannschaften?

Mir kam es so vor, als sei die Art und Weise wie alle drei gepresst haben sehr, sehr ähnlich gewesen. Kann es sein, dass da jemand sowas wie die Formel zum knacken des aktuellen Barca-Systems gefunden hat? Natürlich gibt es keine Formel im Wortsinne, aber es schien mir doch so, dass die gegnerischen Spieler sehr genau wussten, wo sie wann pressen mussten, um das Barca System gezielt auszuhebeln.

Falls dem so sein sollte, wäre das natürlich ein Fall für das taktische Genie des Pep Guardiola darauf zu reagieren.

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Flowbama 1. Februar 2012 um 19:14

Bedenkt man, dass sie von Real teilweise an die Wand gedrückt wurden, sieht das „rausschmeißen“ aus dem Pokal schon wieder ganz anders aus.

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Tank 1. Februar 2012 um 19:21

Unter „rausschmeißen“ verstehe ich:
1) Barca weiter
2) Real raus
3) 1 Grund für 2

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