Samstag, 01.11.2014

Viererkette

Viererkette:

Die Viererkette ist eine Formation, die aus vier Spielern besteht, welche sich in einer Reihe anordnen und wie eine Kette gemeinsam verschieben; es muss keine strikte Linie sein, aber wegen der Abseitsfalle und dem simpleren Verschieben wird dies im Normalfall so gehandhabt. Die Bayern zeigten aber beispielsweise in der Hinrunde 2012/13, dass es auch anders geht.

Im Abwehrverbund wird bei dieser Spielweise normalerweise zwischen zwei Außenverteidigern und zwei Innenverteidigern unterschieden.

In der Verteidigung versucht die Abwehrkette, eng zu stehen, um Pässe in den Rücken der Abwehr und zu verhindern. Greift der Gegner über einen Flügel an, verschiebt die Abwehrreihe zu der entsprechenden Seite. Der
Außenverteidiger auf der ballfernen Seite rückt ein, um keine freien Räume im Zentrum entstehen zu lassen. Dies zeigt, dass die Viererkette normalerweise flexibler ist, als eine  Dreierkette, und auch besser die Spielfeldbreite abdecken und verschieben kann.

Da manche Mannschaften und Akteure zu weit einrücken oder hervorragende Diagonalbälle oder Flanken auf den zweiten Pfosten schlagen können, gehen einige Mannschaften dazu über, dass nicht die gesamte Viererkette nachrückt, sondern sich der Außenspieler isoliert und herausrückt, während die drei verbliebenen Spieler in der Mitte eng gestaffelt bleiben. Oft lässt sich dann einer der Sechser nach hinten zurückfallen.

In der Abwehrkette werden Gegenspieler zumeist von einem Verteidiger an den Nächsten übergeben. Da es keinen festgelegten freien Spieler gibt, sichern die Innenverteidiger sich gegenseitig ab und verschieben ihren Raum im Zuge der jeweiligen Raumdeckung zum Gegenspieler hin oder orientieren sich – sie übergeben in gewisser Weise somit nicht den Gegenspieler, sondern den Referenzpunkt der eigenen Orientierung im Sinne der kollektiven Spielphilosophie.

In Ballbesitz rücken die Spieler der Abwehrkette aber zumeist nach den Ziehharmonikaprinzip weit auseinander und die Außenverteidiger schieben nach vorne. So wird das Spielfeld breit gemacht und die Außenverteidiger können als zusätzliche Angreifer auf der Außenbahn Überzahlsituationen erzeugen. Die Innenverteidiger spielen entweder einfache Pässe ins Mittelfeld oder lange Pässe auf die Offensivspieler.