Samstag, 25.10.2014

Mittelfeldspieler: Außenspieler

Außenspieler

Früher waren es die klassischen Flügelstürmer (s. Stürmer), mit dem Aufstieg des 4-4-2 verlagerte sich die offensivste Außenposition ins Mittelfeld. Mit dem 4-2-3-1 gelten zunehmend wieder die Spielertypen des Flügelstürmers in seinen verschiedensten Variationen (Inverted Winger, Defensivstürmer) auf dem Vormarsch und der des klassischen Außenmittelfeldspielers als verjährt.

Der Unterschied zwischen einem äußeren Mittelfeldspieler und einem Außenstürmer äußert sich zunächst einmal in der defensiven Verantwortung und Rolle. Während die Außenstürmer hauptsächlich darauf bedacht sind, die gegnerischen Außenverteidiger abzudecken, müssen die äußeren Mittelfeldspieler ihrer schematisch tieferen Position gerecht werden und sich fallen lassen, um mit dem Mittelfeldduo vor der Abwehr eine zweite kompakte Viererkette zu bilden.

Dies ist nötig, weil die beiden Außen in diesem Fall 2 Spieler (die beiden Stürmer) vor sich hätten und nicht nur einen wie im 4-2-3-1 bzw. dem 4-3-3, zu welchem das 4-2-3-1 sich mehr und mehr transformiert, daher defensiv „stärker“ benötigt sind und das System dieses auch so vorgibt – eben deshalb.

Auch in der Offensive gibt es einen Unterschied zwischen äußerem Mittelfeldspieler und Außenstürmer. Da Ersterer tiefer steht, bekommt er den Ball tiefer und hat daher, wenn er zum Dribbling gegen den Außenverteidigung startet, schon ein höheres Tempo, was ihn schwerer zu verteidigen macht. Er ist in erster Linie ein vorbereitender Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff – da im 4-4-2 ein Verbindungsspieler in der Zentrale fehlt – während der Außenstürmer mehr selbst auf den Abschluss fokussiert ist.