Lange Ausgeglichenheit und eine eigenartige Schlussphase
Liverpool verteidigt lange gut, sichert sich zwischendurch seine Ballbesitzphasen und steckt in einem intensiven Spitzenspiel dennoch den nächsten Nackenschlag ein.
Friday, 23.01.2026
Liverpool verteidigt lange gut, sichert sich zwischendurch seine Ballbesitzphasen und steckt in einem intensiven Spitzenspiel dennoch den nächsten Nackenschlag ein.
Die wichtigen Siege gegen Chelsea und Stadtrivale United bedeuteten für Pep Guardiola und sein Team einen erfolgreichen Jahresauftakt. Die Auftritte an sich waren vielversprechend: Der katalanische Coach setzt manch neuen Akzent und greift manch älteren wieder auf.
Womöglich wirkt Virgil van Dijk auf den ersten Blick nicht wie eine selbstverständliche Wahl für das Thema des diesjährigen Adventskalenders. Aber der Abwehrchef von Liverpool ist auf seine Art ein Risikospieler. Angesichts der hohen Erfolgsquote van Dijks mag das gewiss nicht so vordergründig zum Vorschein kommen.
Die Fußballwelt hatte schon immer Muskelpakete, die nicht nur aufgrund ihrer äußerlichen Erscheinung, sondern auch ihrer spielerischen Fähigkeiten für Furore sorgten. Adama Traoré, der 24-jährige Flügelstürmer von Wolverhampton Wanderers, ragt aber aus der „Muskelmasse“ noch einmal im Besonderen heraus.
Sowohl bei Juventus als auch bei Manchester United verlief die Saison bisher sehr wechselhaft. Anhand der Inkonstanz der beiden lassen sich ganz allgemein einige anspruchsvolle Komplexitäten des Aufbau- und Übergangsspiels dieser Tage diskutieren.
Beim 2:2 zwischen Everton und Liverpool griff bei beiden Kontrahenten das Verhalten der ersten Defensivreihe nicht immer ganz sauber.
Zwischen angepassten Mittelfeldrollen geht Liverpool früh in Führung und sichert diesen Vorsprung geschickt. Die kleine Asymmetrie im Pressing funktioniert. Nach längerem Leerlauf werden Citys Dribblingeinleitungen am Ende doch wieder gefährlich, aber eine letzte Umstellung hält den Sieg des Tabellenführers fest.
Viele gute Momente im Vertikal- und Übergangsspiel bei wenig Effektivität: Nach dynamischer Anfangsphase der Gastgeber und ihrer Raute pendelt sich die Partie zunehmend auf ein leistungsgerechtes Remis ein.
Zu leitendem Pressing und fokussierten Wegen quer durch das zweite Drittel findet der Gast aus Manchester im Laufe der ersten Halbzeit. Zu diesem Zeitpunkt führt Arsenal aber bereits. Diesen gegnerischen Vorsprung des ersten Tores können die Gäste bis zum Ende nicht wettmachen.
Alle Jahre wieder spielen am 2. Weihnachtsfeiertag Spitzenteams gegen Mittelklassemannschaften. Ein passender Zeitpunkt, um sich einen Überblick zu verschaffen.