Kleine Pressingfragen im Merseyside-Derby

VS

Beim 2:2 zwischen Everton und Liverpool griff bei beiden Kontrahenten das Verhalten der ersten Defensivreihe nicht immer ganz sauber.

Als das größte und reizvollste Merseyside-Derby der letzten Jahre war die Partie zwischen Everton und Liverpool erwartet worden, nachdem nicht nur der Vorjahresmeister wieder zur absoluten Spitze gehört, sondern zudem der Stadtrivale in dieser Saison einen glänzenden Start hingelegt hat. Die „Toffees“ unter Carlo Ancelotti und mit James Rodríguez als großem Namen setzten sich mit einem furiosen Beginn an die Tabellenspitze. Zusätzlich aufgeladen wurde das Derby seit Liverpools überraschend heftiger Niederlage mit sieben Gegentreffern bei Aston Villa im vorangegangenen Ligamatch.

Unbedachte Entscheidungen in Liverpools Anlaufen

Auch im Goodison Park zeigte sich die Defensive der eigentlich so starken Pressingtruppe von Jürgen Klopp über das gesamte Spiel hinweg gesehen nicht ganz sattelfest. Schwierigkeiten ergaben sich vor allem bei der Organisation und Abstimmung des Kettenverhaltens in solchen Momenten, wenn die erste Pressingreihe einmal überspielt wurde.

Im Laufe der Begegnung nahmen derartige Situationen quantitativ zu, obwohl die grundsätzliche Anlage gegen den Ball zunächst ordentlich daherkam. Aus dem 4-3-3 hielt sich Firmino vorne häufig tiefer und nahm Gegenspieler im Sechserraum auf, Salah und Mané liefen immer wieder von innen die gegnerischen Innenverteidiger an und Henderson pendelte von der rechten Achterposition aus situativ weiter vor.

Kleine Unsauberkeiten wie überambitionierte oder unbedachte Entscheidungen konnten allerdings Schwierigkeiten hervorrufen. Es gab beispielsweise die eine oder andere Szene, in der Mané zu weit nach halblinks durchlief statt näher am rechten Innenverteidiger vor dem Passweg zu Coleman zu bleiben und dadurch bei Ballbesitz Keanes für diesen genau jenen Weg auf den Rechtsverteidiger wieder öffnete.

Schwierigkeiten mit dem Abwägen in der hohen Kette

Speziell auf dieser Seite kam hinzu, dass Thiago die seitlich herausschiebenden Bewegungen von der Acht, die Liverpool grundsätzlich sehr aggressiv und dynamisch spielen kann, über den Rückzug der Flügelstürmer teilweise auch hervorragend wieder absichert, etwas zurückhaltender ausführte. Da er ohnehin öfter eine tiefere Startposition hatte als Henderson, war das mitunter auch gar keine so schlechte Entscheidung, das Kollektiv verhielt sich in der Folge bezüglich der Intensität aber nicht einheitlich.

Gelegentlich konnte Thiago mit geschickten Bewegungen das Tempo bei den gegnerischen Aufrückmomenten über Coleman nach Verlagerungen verschleppen. Insgesamt wirkten die Defensivspieler Liverpools untereinander aber nicht ganz abgestimmt, wie aggressiv sie sich in den jeweiligen Situationen jeweils verhalten sollten: Vor allem Robertson hielt sich etwas unklar zwischen Herausrücken und Abwarten.

Diese Problematik stellte sich insbesondere dann, wenn Coleman aus flacheren Positionen agierte und sich James für Verlagerungen in den Raum vor diesem zurückfiel. Dagegen musste Robertson entscheiden, ob bzw. wie weit er mannorientiert herausrücken sollte. Seine Gratwanderung machte es für die Innenverteidiger in der Breitenstaffelung nicht unbedingt einfacher. Andererseits agierten diese beim Nachschieben in der Horizontalen mitunter zu individualisiert für sich und orientierten sich manchmal nicht frühzeitig genug.

Schnelles Vorwärtsspiel und trotzdem James

Diese verschiedenen, in ihrem jeweiligen Ausmaß gar nicht immer unbedingt gravierenden Nachlässigkeiten vermengten sich zu Unsauberkeiten, die Souveränität kosteten. Die Kette hing dann etwas in der Luft, konnte nicht so schnell und flexibel reagieren. Die Spieler Evertons, gerade der andribbelnde Coleman oder der zurückfallende James, nutzten das für schnelle Tiefenpässe, die Liverpool stark forderten und die einzelnen Verteidiger zumindest erst einmal in unangenehme Situationen zwangen.

Aus strategischer Sicht passte das in den Gesamtkontext, ein Stück weit sorgte das schnelle Vorwärtsspiel der Gastgeber aber doch dafür, dass man nicht alle Facetten des eigenen Spiels voll einbringen konnte. James beispielsweise hatte zwar seine Momente, aber kaum im letzten Drittel und damit auch in Strafraumnähe, wo er zuletzt auch als Abschlussspieler geglänzt hatte. Was ihn als Offensivmann so passend für Ancelottis Stil der letzten Jahre macht, trat in dieser Begegnung nur bedingt auf: Seine sauberen Positionierungen selbst in eher isolierten Freiräumen.

Wenn man viele Spieler in die defensiven Mittelfeldbereiche zieht, ist diese Qualität für linienbrechende Pässe sehr wertvoll. Bei Everton deutete sich schon an, dass James allein durch einzelne gut gewählte Freilaufbewegungen zwischendurch für sehr überraschende Aufrückmomente sorgen kann. Als Achter in der zweiten Halbzeit wurde das Thema erst zum Ende der Begegnung wesentlicher, spielte etwa beim 2:2 schließlich eine Rolle. Zunächst einmal beteiligte sich James selbst oft in den tieferen Mittelfeldbereichen. Dort kann er wiederum eine andere Rolle einbringen, die als Passgeber.

Everton mit 4-4-2- und 4-5-1-Umformungen

In einer ersten größeren Druckphase Evertons über mehrere schnell aufeinander folgende Vorstöße nach Verlagerungen auf Liverpools linke Defensivseite fiel nach etwa zwanzig Minuten schnell ein Treffer aus einer von vielen Standardsituationen. Das war direkt ein herber Rückschlag für die „Reds“ in einer Partie, die sie eigentlich sehr stark angefangen und mit der Führung nach nur drei Minuten begonnen hatten. Gerade in jener furiosen Anfangsphase zeigte sich exemplarisch, wie es auch bei Everton zu kniffligen Knackpunkten im Pressing kam, das Liverpool einige Male systematisch zu überspielen vermochte.

Aus der 4-3-3-Grundanordnung starteten Ancelottis Mannen etwas asymmetrisch: Nominell besetzte James den rechten Flügel, er durfte sich jedoch situativ zentraler halten. Im Idealfall konnte Everton das leitend nutzen, wenn Calvert-Lewin den Aufbau auf den rechten Innenverteidiger – zumal vom Grundsatz von van Dijk weg, sofern dieser nicht so früh verletzt worden wäre – drängte. Beim Verschieben hatte James dann kürzere Wege und musste ballfern nicht so übermäßig viel Intensität einbringen.

Gerade wenn das Spiel auf dem anderen Flügel weiter verlief, lag es für Everton nahe, bei zentraleren Positionen des prominenten Kolumbianers in 4-4-2-Staffelungen umzuformen, in denen Doucouré von der rechten Achterposition aus sich um den dortigen Flügelbereich kümmerte. Sofern es weiter in Richtung des eigenen Drittels ging und die Gastgeber bei gegnerischen Aufrückmomenten geschlossener zurückfallen mussten, beteiligte sich James ohnehin gut an der Defensivarbeit und sein Team stellte oft flexibel 4-5-1-Formationen in der Rückzugsbewegung her.

Möglichkeiten im ballfernen Halbraum

Für Liverpool gab es das größte Potential dazwischen in den Übergangsmomenten: Wenn sie aus dem zweiten Drittel direkt mit Folgeaktionen in die Tiefe kamen, wurde es gefährlich, bevor also jene Rückzugsbewegung einsetzen konnte. Bei den 4-4-2-artigen Staffelungen ergaben sich für Everton Probleme mit der breiteren Position Doucourés, wenn es um ballferne Konstellationen ging: Der halbrechte Mittelfeldallrounder füllte dort zwar den Flügel, ließ sich jedoch teilweise zu weit nach hinten zurückfallen.

Wenn James mehr als hängende Spitze agierte, wenn der Raumfüller von der Acht aus der Dynamik heraus sehr nah an die Kette geschoben war und wenn schließlich die beiden verbleibenden Zentrumsspieler dies in ihrem Rücken nicht auf dem Schirm hatten, wurde der ballferne Halbraum gefährlich offen. Teilweise hielt Doucouré zwar die Höhe, schloss aus der Breite aber nicht schnelll genug an, wie vor der Entstehung des frühen 0:1.

Der Effekt war derselbe: Im Prinzip ergaben sich für Liverpool in jenem ballfernen Halbraum entscheidende Lücken, natürlich bestand die Aufgabe aber zunächst einmal darin, den Ball von rechts dort hinzubringen und nicht auf der Außenverteidigerposition zugeschoben zu werden. Besonders in der Anfangsphase lösten die Gäste dies hervorragend: Der Schlüssel dafür waren einerseits gute Unterstützung und andererseits Folgeläufe bei Doppelpässen.

Unterstützung mit passendem Timing

Vor allem Alexander-Arnold und auch Salah lösten sich nach eigenen Pässen sofort nach innen und nahmen das Leder, falls sie es gleich zurück erhielten, schließlich dynamisch in ein Anschlussdribbling mit. Durch die wechselnde Unterstützung von Henderson und/oder Firmino bestanden grundsätzlich Möglichkeiten zur Überladung. Ersterer diente von der Acht häufig als Raumöffner mit seinen ausweichenden Läufen zum Flügel.

Exemplarisch zeigte vor allem Firmino das ergänzende Element unterstützender Bewegungen, indem er sich als Anspielstation jeweils inmitten einer laufenden Dynamik einschaltete. Er achtete auf das Tempo der Situation und das passende Timing, wann er sich zwischen zwei Gegnern anbieten und dort – meist für einen Doppelpass – anspielbar werden musste. Auch beim 0:1 war diese Kombination der beiden wegweisend.

Überhaupt funktionierte diese Art der Unterstützung auch im kollektiven Rahmen bei Liverpool teilweise sehr gut: Dribbelte ein Mitspieler – ob Alexander-Arnold aus der ersten Aufbaulinie oder Salah im weiteren Verlauf der Angriffe – an, löste sich ein erster Akteur mit jenem Dribbling als kurze Option. Der nächste Kollege kam erst dann weiter zum Ball, sofern tatsächlich ein Gegner hatte überspielt werden können und die Dynamik des Angriffs weiterlief.

Gefährliche Halbraumverlagerungen von Liverpool

Die Mannen von Klopp wurden also auch nicht ungeduldig. Sie fanden vielmehr gute Momente, um im Verlauf des Übergangsspiels nacheinander dem jeweiligen Ballführenden Unterstützung zu liefern statt zu viele Freilaufbewegungen auf einmal zu starten und sich dann zwischenzeitlich erst neu ordnen zu müssen.

Wenn André Gomes und Allan und später eventuell noch Doucouré zum Flügel nachschieben wollten, kamen sie gegen diese ausgewogenen Bewegungen mehrmals einen Schritt zu spät – erst der eine, dann der andere, zumal wenn der absichernde Kollege im Anschluss dahinter fehlte. Mit Dribblings und ein oder zwei Doppelpässen spielte Liverpool horizontal an der gegnerischen Mittelfeldreihe entlang und konnte dann letztlich diagonal in den anderen Halbraum öffnen.

Es war also eine Verlagerung nicht mit einem raumüberbrückenden Pass, sondern in mehreren Schritten. Bei Bedarf schaltete sich Mané halblinks ein und integrierte sich auch recht passend in die Dynamik. Nicht nur dessen früher Treffer zum 0:1 wurde genau durch eine solche Halbraumverlagerung eingeleitet (in diesem Fall dann bei höherer Position Doucourés), sondern beispielsweise auch die Chance von Henderson kurz darauf.

Cédric 27. Oktober 2020 um 06:43

Ich finde TR’s Analysen mit Abstand die sprachlich komplexesten und kompliziertesten. Habe schon fast das Gefühl das ich ein wissenschaftliches Essay lese. Geht es jemanden anderen so oder bin ich einfach zu blöd?

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tobit 27. Oktober 2020 um 11:27

Ne, das geht glaube ich jedem so. TR schreibt einfach sehr kompliziert.
Es gab hier vor Ewigkeiten Mal einen Kommentar, der die Artikel der Autoren statistisch (Satzlänge, Artikellänge, …) verglichen hat. Ich glaube unter einem der Adventskalender. Der kam zu genau dem Ergebnis.

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tobit 24. Oktober 2020 um 12:05

Hat jemand Leeds diese Saison genauer beobachtet? Spielt Rodrigo da wirklich im zentralen Mittelfeld oder checkt der Kicker Bielsas Aufstellungen nicht?

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TH14 24. Oktober 2020 um 14:42

Nein, glaube er spielt wirklich eine Art offensiver 8er, hängende Spitze.

Schau mal diese Analysise von Leeds – City, da wurde er später im Spiel eingewechselt.
https://www.youtube.com/watch?v=388EXZiu09I

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tobit 25. Oktober 2020 um 11:18

Interessantes Video. Hängende Spitze klingt ja schonmal eher nach einem für ihn zu erwartenden Einsatzgebiet.

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studdi 26. Oktober 2020 um 16:31

Ich hab ein paar spiele gesehen. Also für Bielsa eine genaue Grundformation zu beschreiben, wie es der Kicker macht ist ja auch gar nicht so einfach.
Würde es am ehesten auch als 10er hängende Spitze bezeichnen. Offensiv hält er sich dabei dann oft im Halbraum auf. Sind oftmals sehr Offensiv die beiden 8er deshalb würde ich es eher schon als 10er bezeichnen. Im Aufbau spielen sie Gegen 1 Spitze meist mit den 2 IVs und Phillips als 6er davor. Dann stehen beide 10er schon sehr hoch. Wenn Phillips zugestellt wird oder sich gegen 2 Spitzen hinten rein fallen lässt, lässt sich Klich in den 6er Raum fallen.
Defensiv ist bei Bielsa ja eigentlich immer alles sehr gegen den Mann Orientiert. Nur in der letzten Linie Spielt er immer mit einem Mann überzahl.
D.h. Gegen eine 4er Kette läuft meist Bamford gegen die beiden IVs an. Rodrigo deckt dann meist den Tiefsten 6er des Gegners. Wechselt der Gegner von einem IV zum anderen Beispielsweise über den Torwart Läuft dann oft Rodrigo diesen an und Bamford übernimmt den 6er. Also die Manndeckungen werden dann manchmal schnell „gewechselt“. Wird auch viel durchgelaufen im Pressing, das geschieht bei Bielsa eh alles im Vollsprint von daher ist gerade Defensiv Schwirieg von einer Grundformation zu sprechen.
Ich glaube der Kicker Orientiert sich bei seinen Grundformationen eher an den Defensiven Grundformationen der Mannschaften…

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studdi 26. Oktober 2020 um 16:46

Also er spielt keinen typischen Zentralen Mittelfeldspieler. Eher so ein „Thomas Müller 8er/10er“

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tobit 26. Oktober 2020 um 19:16

Das ergibt eine Menge Sinn.

Was ich auch noch sehr interessant finde, sind Bamfords Heatmaps. Der wird ja wirklich fast nur zentral direkt vor dem Strafraum angespielt, das habe ich so extrem eigentlich noch nie gesehen.

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Koom 20. Oktober 2020 um 10:17

Das mag man mir jetzt wieder als Thiago-Bashing auslegen – aber es liest sich ein Stück weit schon so, dass Thiago noch nicht angekommen ist. Er macht individualtaktisch gute Dinge, aber im Gesamtkonzept harmoniert es schlecht. Aus meiner Erfahrung heraus mag Klopp das kleinteilig-individualtaktisch auch weniger, er hat es lieber, wenn Spieler eine taktische Gesamtrolle ausfüllen. In dem Falle also eher eine andere Positionierung von Thiago, bei der er vielleicht etwas weniger seine Stärken einbringen kann, aber das Gesamtgefüge dadurch besser abgestimmt ist.

Das wäre so oder so zu erwarten, dass man nicht binnen weniger Wochen alles richtig macht.

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tobit 20. Oktober 2020 um 16:24

War ja zu erwarten, dass da noch nicht alles ineinander greift, weil er anders als bei Bayern nicht den tiefen Sechser spielt. Neues Team, neue Position, anderer Spielertyp als seine Vorgänger/Konkurrenten und dann zwischendurch auch noch mit Corona ausgefallen.
Ich denke Klopp wird da schon eine individuell für ihn passende Rolle suchen (und finden). Bender und Kehl hatten ja auch jeder ihre auf sie zugeschnittene Rolle, die dann trotzdem beide ins Gesamtkonzept passten. Spontan würde Ich auf eine Umstellung Richtung 4-2-3-1/4-4-2 gegen den Ball setzen. Salah ganz vorne, Firmino auf der 10/HS, Doppelsechs Fabinho/Thiago und jemand wie Ox oder Keita als RA, der in Ballbesitz nach innen kommt um das bekannte 4-3-3 wieder herzustellen.

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tobit 20. Oktober 2020 um 16:26

http://lineupbuilder.com/?sk=vy15b

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studdi 21. Oktober 2020 um 11:06

Ich vermute fast das durch die Verletzung Van Dijks Fabinho jetzt oft als IV eingesetzt wird und Thiago dann die tiefe Sechserrolle spielt.

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Koom 21. Oktober 2020 um 14:36

Erwartungsgemäss gehört ja etwas mehr dazu, als die Leute einfach ein wenig zurückzuschieben und dann passt es. Gerade das teils „kettenhafte“ der Mittelfelddreierreihe könnte durchaus eine der Sachen sein, die Klopp als essentiell ansieht. Also einfach von einem 1-2 oder 3 auf 2-1 umstellen wird nicht so funktionieren. Aber gut, das ist grundsätzlich kein neues Problem im Fußball. Man ist stetigem Wandel unterworfen und es wird mehrere Anpassungen brauchen, bis der Liverpool-Motor wieder korrekt läuft. Das Fehlen von Van Djik macht diese Aufgabe nicht einfacher.

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tobit 21. Oktober 2020 um 15:23

@Koom
Klar wird sich dadurch was am Gesamtkonstrukt verändern. Aber besser als dass man links (oder im Zentrum, wenn Thiago nach links „überkompensiert“) einfach ein Loch lässt, weil Thiago einfach nicht die Weiträumigkeit der anderen Optionen hat. Das Kettenkonstrukt ließe sich ja auch mit vier Mann prinzipiell weiterverfolgen, es würden halt ein paar andere Aufgabenverteilungen (z.B. die Besetzung des gegnerischen Sechserraums kann nicht mehr so oft von Firmino übernommen werden, weil er mehr in vorderster Linie wäre) entstehen, für die ich die Liverpooler Spieler aber durchaus gerüstet sehe.

@studdi
Das wird wohl unausweichlich sein, da ja mit Matip und Gomez nur noch zwei Profi-IV da sind. Wie Liverpool mit dieser schmalen Besetzung in der Abwehr so lange durchgekommen ist (und warum man Lovren gar nicht ersetzt hat), ist mir ein absolutes Rätsel.

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