Leverkusen triumphiert im Kompaktheits-Chaos

Die 10. Runde der Fußball-Bundesliga hatte ein besonderes Duell zu bieten. Leverkusen traf auf den VfB Stuttgart. Interessant wurde das Ganze durch die jeweiligen Trainer an der Seitenlinie, die bekanntermaßen einen ähnlichen Spielstil bevorzugen. Im Vorfeld der Partie, sprach vor allem Roger Schmidt seinem Gegenüber ein großes Lob aus. Das Duell gegen seinen Ex-Klub Red Bull Salzburg in der Sommervorbereitung gab Schmidt bereits einen Vorgeschmack darauf, wie so ein Duell aussehen kann.

Skripnik in der (Schein-?)Krise – ein Erklärungsversuch

Etwa die Hälfte der Hinrunde ist gespielt und der SV Werder Bremen, in der letzten Rückrunde noch mit einer furiosen Aufholjagd in die Schlagzeilen gekommen, grüßt aus dem Tabellenkeller. Nach nunmehr fünf Niederlagen in Folge wackelt auch der Stuhl von Trainer Skripnik, der in Interviews bereits daran zweifelt, ob er über die kommende Partie gegen Mainz hinaus Trainer des norddeutschen Traditionsvereins bleiben wird.

Aber – ein Kalauer muss drin sein – stinkt der Fisch wirklich vom Kopf?

Schuberts Siegesserie veht weiter

Nach dem fünften Spieltag waren die Gladbacher mit null Punkten Letzter. Aktuell sind sie die formstärkste Mannschaft der Liga nach den Münchner Bayern. Frankfurt ist der umgekehrte Fall: Die ersten fünf Spiele waren relativ erfolgreich (acht Punkte), seither gab es drei Niederlagen in vier Partien. Aktuell befinden sich beide Teams in der Mitte der Tabelle – wie würde es weitergehen?

Glanzlose Kontrolle über gute 5-4-1-Staffelungen

Durch Rückfallbewegungen ins 5-4-1 und mutiges, vielseitiges Herausrücken im Abwehrpressing bekam Bremen gegen die Bayern besonders die Flügel dicht. Dagegen kam Guardiolas Team, auch wegen kleinerer Probleme in der Raumbesetzung, kaum zu Chancen. Eine der wenigen Möglichkeiten nutzten die kontrollierten, grundsätzlich gut eingestellten Münchener für den Sieg.

Langballsimplizität gegen Pressing- und Aufbaustabilität

Darmstadt gegen Mainz ist auf dem Papier womöglich nicht die spektakulärste Paarung, doch sowohl Schmidts Mainzer als auch Schusters Darmstädter sind in gewisser Weise ein Unikat in der Liga. Kaum einer setzt die 4-4-2-DFB-Lehre von vor einigen Jahren so präzise um wie Martin Schmidt (und das als Schweizer!), kaum jemand spielt so extremen Langballfußball wie Darmstadt.