Über Next Generation

Wir rebooten Spielverlagerung. Unter der "Next Generation" veröffentlichen unsere neuen Autoren, Analysten und Trainer ihren Output. Einige von ihnen haben bereits Erfahrungen gesammelt, andere machen ihre ersten Schritte beim Erstellen von Artikeln. Nicht alle Beiträge werden schon ausgereift sein, aber zur Weiterentwicklung ihrer Verfasser finden wir es sehr wichtig, dass auch sie öffentlich verfügbar sind, um den Austausch und die Diskussion zu ermöglichen, die die Autoren weiterbringen. Daher möchten wir dafür werben, die Texte der "Next Generation" als Entwicklungsprojekt zu verstehen und am Prozessgedanken zu messen. Einige Artikel sind bereits auf dem Level, auf der Startseite von Spielverlagerung erscheinen zu können. Eine Übersicht sämtlicher Artikel der "Next Generation" findet sich hier.


Gruppe E: Von Defensivspezialisten bis Flügelspiel – FN

Auf den ersten Blick wirkt die deutsche WM-Gruppe vergleichsweise angenehm. Dies liegt vor allem daran, dass keine europäische Mannschaft oder einer der üblichen Titelanwärter seinen Weg in die deutsche Gruppe fand. Außerdem haben die üblichen Todesgruppen durch die Aufstockung der WM auf 48 Teilnehmer deutlich an Seltenheit gewonnen. Mit Ecuador, der Elfenbeinküste und Curacao trifft man deshalb eher auf verhältnismäßig kleinere Fußballnationen. Schaut man jedoch genauer hin kann sich die Einschätzung einer angenehmen Gruppe schnell als zu kurz gedacht herausstellen.

Gruppe C: Warum Marokko Brasilien ärgern kann – HN

Die Gruppe C versprüht beim Klang des nominellen Gruppenkopfes Spielfreude, Leichtigkeit und Kreativität. “Joga bonito” (das schöne Spiel) wurde in Brasilien erfunden – doch das alleine macht noch keinen Rekordweltmeister. Davon ist Nationaltrainer Carlo Ancelotti überzeugt: „Ich glaube, die letzten beiden Weltmeisterschaften, die Brasilien gewonnen hat (1994 und 2002), hat es dank einer fantastischen Verbindung zwischen Talent und defensiver Stärke gewonnen.”

Gruppe D: Dark Horse Türkei und riskante USA – HN

Eine extrem offene und kaum abschätzbare Konstellationen bietet sich in Gruppe D. Gastgeber USA geht mit großen Hoffnungen ins Turnier, ebenso der ewige Geheimfavorit Türkei. Dazu kommen mit Paraguay und Australien zwei durchaus konkurrenzfähige Teams mit einer klaren defensiven Ausrichtung. Tatsächlich ist es keine Phrase, dass in dieser Gruppe in jedem Spiel alles möglich ist. Dennoch lassen sich anhand der Qualität der Kader und der taktischen Ausrichtung Rückschlüsse auf die Kräfteverhältnisse ziehen.

Gruppe B: Taktische Vielseitigkeit – AB

In Gruppe B geht weder ein Turnierfavorit, noch ein Topspieler an den Start. Trotzdem ist die Gruppe durchaus sehenswert: Zum einen ist der Gruppenausgang, im Gegensatz zu manch anderer Gruppe, keine ausgemachte Sache. Gerade der Kampf um Platz 2 verspricht Spannung. Zum anderen setzen die vier Teams auf grundverschiedene und teilweise atypische taktische Ansätze, die zu taktisch interessanten Partien führen sollten.

Gruppe A: Ein kleiner Gastgeber und drei Ebenbürtige? – SZ

Es mag nicht die auf den ersten Blick spektakulärste Gruppe dieser Weltmeisterschaft sein – der veränderte Turniermodus mit 48 Mannschaften wird ohnehin unsere Sehgewohnheiten beim Blick auf Vorrundengruppen verändern. Es ist allerdings immerhin die Gruppe des nun dreifachen WM-Ausrichters und amtierenden Gold-Cup-Siegers, der damit nun alleiniger Rekordausrichter wird (Mexiko), des Ausrichters der Weltmeisterschaft 2010 (Südafrika), des Ausrichters der Weltmeisterschaft von 2002 (Südkorea) und des Europameisters von 1976 (Tschechien, damals noch als Teil der Tschechoslowakei), was einerseits die Bedeutung dieser Mannschaften im Weltfußball unterstreicht, andererseits aber auch andeutet, dass die größten Zeiten einiger etwas weiter zurückliegen.

Die Schattenseite vom Relationismus (im niederländischen Pokalfinale)

N.E.C. Nijmegen konnte diese Saison aufgrund ihrer relationistischen Ansätzen und ihrer Lösungsstrategien gegen Manndeckungen mit vertikalen Positionswechseln auf sich aufmerksam machen. Am vorletztem Sonntag trafen sich in Rotterdam zum niederländischen Pokalfinale AZ Alkmaar und das Überraschungsteam der Niederlande, N.E.C. Nijmegen. AZ gewann nach einem Standardtor in der ersten Hälfte und gut ausgespielten Kontern in Halbzeit zwei, am Ende deutlich, mit 5:1. Als Kenner der niederländischen Fußballwelt hat sich HH dem Spiel gewidmet und beide Teams genauer unter die Lupe genommen.

Hier findet sich auch ein Link zur Textversion im Niederländischen

Jahrhundertspiel im Prinzenpark – FN

Ein Spiel für die Geschichtsbücher oder Luis Enriques Worten „It was amazing. I think the best match I‘ve ever managed as a coach.” Und das wohlgemerkt nachdem seine Team vier Gegentore im eigenen Stadion kassierte. Beide Teams wählten eine ähnlich offensive Herangehensweise im Spiel mit sowie gegen den Ball. Wir blicken auf die Details, die letztlich den Unterschied machten.