Viertelfinale mit Schlagseite
Im Laufe einer ausgeglichenen Begegnung machte sich immer mehr Flügelfokus breit. Das Spiel über die Seiten und Balancemomente im Mittelfeld minimierten das Risiko trotz einiger weiträumiger Herausrückbewegungen.
Monday, 20.04.2026
Im Laufe einer ausgeglichenen Begegnung machte sich immer mehr Flügelfokus breit. Das Spiel über die Seiten und Balancemomente im Mittelfeld minimierten das Risiko trotz einiger weiträumiger Herausrückbewegungen.
Ein dramatisches Happy-End stand für Deutschland am Ende eines Spiels, das mit einer Dreierkettenformation und einer unpassenden Interpretation der Mittelfeldrollen begann. Zur zweiten Halbzeit folgten die richtigen Anpassungen auf den Punkt, die die Partie auch schon fast gewonnen hätten.
Manndeckung und Dreierkette knacken Spanien – schon wieder. Italien liefert eine brillante Pressingpartie.
England vergaß im Spiel gegen Island sämtliche Prinzipien des modernen Ballbesitzspiels. Am Ende finden sie keinen Weg, die kompakte 4-4-2-Formation des Gegners zu knacken.
Die mutige Spielweise der Ungarn mit hohen Achtern im Aufbau und engen Mannorientierungen gegen den Ball barg erneut ein Risiko. Belgien hatte genau die Elemente, die dieser Ausrichtung weh tun konnten: starke Dribbler und viel Tempo. Mit brutalen Kontern zogen sie ins Viertelfinale.
„Es steigt der Mut mit der Gelegenheit“, wusste schon William Shakespeare. Gegen die Slowakei überzeugt die DFB-Elf mit einer mutigen Strategie – auch weil die Slowakei der DFB-Elf die Gelegenheit zum Mutigsein bot.
Irlands Plan mit schiefem 4-5-1 und Rechtsfokus ärgerte den Favoriten. Weiterhin hatte Frankreich vor allem mit sich selbst zu kämpfen. In offensiverer Besetzung entwickelten sie nach der Pause mehr Druck und Griezmann drehte die Partie.
Auch im Achtelfinale schaffen es die Nordiren, dank einer flexiblen Defensive den Gegner lange Zeit lahmzulegen. Doch Wales kann sich dank eigener Umstellungen nach der Pause den Sieg sichern.
Portugal gewann zum Abschluss des ersten Achtelfinaltages ein Spitzenspiel, das sich nicht als solches präsentieren konnte. Die unglücklichen Kroaten blieben über 120 Minuten bemüht, aber im Offensivspiel limitiert.
Polen war zu Anfang etwas stärker, die Schweiz am Ende, doch insgesamt verlief dieses Achtelfinale recht ausgeglichen. Im Endeffekt schafften es beide Mannschaften nicht, ihre jeweiligen kleinen Vorteile so durchzubringen, dass diese wirklich spielentscheidend wirken konnten. Zum Strafraum hin fehlte dafür die letzte Unterstützung. Den finalen Pendelschlag hatte dann das Elfmeterschießen zu besorgen.