Keine Struktur, kein Titel
Deutschland ist raus. Das erste Mal seit 1993 werden die deutschen Frauen nicht Europameister. Das Fehlen einer Mittelfeldstruktur brach der DFB-Elf das Genick.
Monday, 12.01.2026
MR ist seit 2011 bei Spielverlagerung und war von 2018 bis 2020 bei Hajduk Split als Co-Trainer in der 2. Liga Kroatiens. Auf Twitter unter @MartinRafelt.
Webseite: https://spielverlagerung.de/author/mr/
Deutschland ist raus. Das erste Mal seit 1993 werden die deutschen Frauen nicht Europameister. Das Fehlen einer Mittelfeldstruktur brach der DFB-Elf das Genick.
In der Sommerpause schauen wir in unseren Postsack und finden Fragen zu schwächelnden Mannschaften und deren Entwicklung in der nächsten Saison. Außerdem: ein 3-Raute-3 für Bayern, zentrale Mittelfeldspieler, wie man Fünferketten-Systeme bespielt und Ousmane Dembélé.
Die deutschen Frauen starten gegen einen hochkarätigen Gegner mit viel Ballbesitz aber ohne Tor in die Europameisterschaft. Die Offensivtaktik war ambitioniert, doch funktionierte nicht so recht.
Deutschland ist U21-Europameister. Nach 2009 holt der DFB das zweite Mal diesen Titel und siegt im Finale verdient gegen Spanien. Die deutschen Junioren zeigten zunächst dominanten Ballbesitz und später hervorragendes Pressing.
Deutschlands Finalgegner bei der U21-EM ist Spanien. Der Favorit zeigte gegen kompakte Italiener ein sehr ausgewogenes Mittelfeldspiel, fand aber erst spät die richtigen Mittel um Torgefahr zu erzeugen.
Ballbesitzfußball und Halbraumfokus mit etlichen Kreativspielern? Klingt erst mal gut. Die deutsche U21 hatte aber trotzdem große Probleme, ihr großes Potential zu entfalten.
4-2-1-3 gegen 5-3-2 mit viel, viel Kompaktheit in den Halbräumen. Werder und Hamburg bekämpfen sich mit ähnlichen Mitteln. Aber Werder spielt dazu mehr Fußball.
Zum Schluss sah es nach einer Demontage aus, doch das täuscht über die taktische und vor allem strategische Brisanz der Partie hinweg. Tuchels Mannschaft zeigt gegen bockstarke Bayern, dass es manchmal auch für eine unterlegene Mannschaft besser sein, sich auf einen offenen Schlagabtausch einzulassen.
Herausragende Kompaktheit, klare Pläne, starkes Umschalten, tolles Angriffspressing, interessante Überladungen: Willkommen in der Premier League 2017! Conte setzt sich knapp aber verdient gegen Guardiola durch.
Große Flexibilität im Revierderby: Königsblau und Schwarzgelb bekämpfen sich mit zwei schiefen Formationen in einem vielseitigen Spiel.