Donnerstag, 25.08.2016

Der wahre Jahrhundertkampf

barca3:0bayern

Der FC Barcelona gewinnt gegen die Münchner Bayern mit 3:0. Ein wechselhaftes Spiel entschieden die Katalanen durch individuelle Qualität, Fehler und letztlich auch schlichtweg die bessere Leistung für sich.

Guardiolas riskante Anfangsausrichtung

Die Bayern begannen in einer überraschenden Ausrichtung. Rafinha startete – wie gegen den BVB – als linker Halbverteidiger, Benatia besetzte die gleiche Position auf der halbrechten Position und Boateng übernahm die Rolle zwischen ihnen. Interessant war allerdings, dass es in gewisser Weise bei eigenem Ballbesitz keinen zweiten Flügelverteidiger gab.

Anfangsausrichtung

Anfangsausrichtung

Nominell war es Thiago Alcantara, der diese Rolle zumindest auf dem Papier ausüben sollte. Doch wenn die Münchner den Ball hatten, rückte Thiago von der Außenbahn meist weit in Richtung Mitte, besetzte primär den rechten Halbraum und versuchte die zentralen Zonen zu überladen. Bernat wiederum blieb auf links und gab Breite, während Müller in vorderster Linie nach rechts pendelte und auf dieser Seite Breite gab.

Die Bayern bauten darum in der Anfangsphase verstärkt über links auf, ließen die Halbverteidiger situativ nach vorne stoßen und Alonso fiel immer wieder zwischen Boateng und Rafinha zurück. Schweinsteiger und Lahm besetzten mit dem einrückenden Thiago das Mittelfeld, wobei Schweinsteiger eine höhere Rolle innehatte. Durch die grundsätzlich linksfokussierte Ausrichtung konnte man zwar bisweilen den Ball tief laufen lassen, hatte aber Probleme bei der Besetzung der höchsten Räume und wurde auch auf der Seite isoliert. Verlagerungen auf Thiago? Fehlanzeige. Barcelona kam dadurch auf überraschend viele Balleroberungen, ob im Pressing oder nach langen Bällen.

Das wirkliche Problem hatten die Bayern jedoch gegen den Ball. Hier kehrte Thiago auf seine Position auf dem rechten Flügel zurück und sie kreierten ein 3-4-1-2, in welchem Thiago und Bernat eben die Flügelverteidigerpositionen besetzten. Allerdings hatten sie unterschiedliche Orientierungen; Thiago ließ sich eigentlich nie neben die Abwehrkette zurückfallen, sondern blieb in einer Linie mit den anderen Mittelfeldspielern. Bernat hingegen orientierte sich an den Bewegungen der Verteidiger hinter sich und fiel situativ zurück, um eine Viererkette herzustellen. Auch Alonso im Zentrum kippte immer wieder nach hinten ab, um die Bewegungen der Verteidiger auszugleichen und mehr Breitenstaffelung zu erzeugen.

Insgesamt funktionierte das passabel, wenn auch nicht perfekt. Am instabilsten waren die Münchner jedoch in den vielen Umformungsbewegungen, die daraus entstanden, und im hohen Pressing. Dort spielten sie ein klares 3-4-1-2 mit nur drei Spielern in der letzten Linie und vielen Mannorientierungen bzw. fast schon Manndeckungen, wenn die Katalanen aufbauen wollten.

Man könnte es mit Bielsas Pressing vergleichen – abgesehen davon, dass sogar Bielsa nicht verrückt genug ist komplett auf einen freien, absichernden Spieler zu verzichten. Bayern hatte die drei Verteidiger gegen Barcelonas drei Stürmer, sie hatten die Flügelverteidiger gegen Barcelonas Außenverteidiger, die beiden Sechser (Alonso und Lahm) manndeckten die gegnerischen Achter und Schweinsteiger kümmerte sich um Busquets.

An sich ist das keine schlechte Idee, aber Barcelonas Stürmer sind nicht nur zu schnell und dribbelstark, sondern auch zu intelligent. Sie machten die Abwehrreihe Bayerns extrem breit, Barcelonas Mittelfeldspieler zogen Lahm und Alonso nach vorne, während Ter Stegen zeigte, wieso ein mitspielender Torhüter Gold wert sein kann. Ein langer Ball in Bayerns Schweizer-Käse-Formation genügte, um Suarez ein 1-gegen-1 gegen Manuel Neuer verschießen zu lassen.

Daraufhin stellte Guardiola die Formation pünktlich nach 15 Minuten komplett um.

Zentrumskompaktheit, Stabilitätsfokus und flexible Reaktion auf Messi

Nach dieser Viertelstunde voller Spaß, Schock und Horror wechselte Rafinha auf die Position des rechten Außenverteidigers und die Bayern liefen fortan mit einer Viererkette auf. Messi wurde nun mit situativen Mannorientierungen aus dem Spiel genommen beziehungsweise es wurde auf diese Art und Weise versucht. Mal war es Boateng, der Messi verfolgte, mal war es Bernat oder auch einer der zentralen Mittelfeldspieler. Zwar konnte Messi oft nur mit Foul vom Ball getrennt werden und erhielt weiterhin viele Bälle, sein genereller Einfluss auf das Spiel konnte aber etwas eingedämmt werden.

Formationen nach der Umstellung

Formationen nach der Umstellung

Messi selbst reagierte allerdings ebenfalls darauf. War er zu Spielbeginn eigentlich nur auf rechts zu finden, so zog er nach der bayrischen Umstellung direkt in die Mitte, verblieb dort einige Minuten und pendelte dann immer wieder zwischen der rechten Außenposition und seiner Mittelstürmerposition. Bayern hatte letztlich mit dieser Ausrichtung einen freien Spieler in der Abwehr und einen freien Mann im Mittelfeld, ließ jedoch die katalanischen Außenverteidiger offen.

Dadurch konnte Barcelona schnell nach vorne aufrücken. In der Ballzirkulation waren die Außenverteidiger anspielbar, schoben das Spiel nach vorne und bespielten im Kurzpassspiel intelligent die Lücken. Barcelona forcierte auch bewusst die rechte Seite, wo sich Rakitic in seiner üblichen ausweichenden und im Wechsel vorstoßenden Rolle gut bewegte, Messi wie üblich die fleischgewordene Pressingresistenz darstellte und Alves sich vereinzelt sehr gut einrückend positionierte und den Ball gut behauptete.

Dazu folgten gute Verlagerungen auf den offenen, breit stehenden Iniesta und Bayern musste zwischen einem hohen, aggressiven Pressing sowie einer tieferen Stellung wechseln. Ähnlich erging es aber auch Barcelona. Bayern hatte durch die enorme Präsenz in der Mitte und lange Bälle nach vorne sowie überraschend gutes One-Touch-Spiel in die Vertikale – u.a. von Xabi Alonso – ebenfalls die Möglichkeit das Mittelfeld weiträumig zu überspielen. Desweiteren war Barcelonas Kompaktheit nicht optimal, obgleich sie natürlich Busquets haben. Kompaktheit ist somit relativer zu sehen als bei anderen Mannschaften.

In weiterer Folge entwickelte sich ein extrem intensives, ansehnliches und schlicht beeindruckendes Fußballspiel, nur von kleineren Fouls und Fehlpässen unterbrochen.

Zweite Halbzeit: Mehr Präsenz und Zirkulation für Bayern

Nach dem Seitenwechsel waren die Münchner kurzzeitig stärker. Müller ließ sich auf rechts öfter tiefer zurückfallen, Schweinsteiger und Thiago spielten etwas linksorientierter, desweiteren gab es viele 4-1-3-1-1artige Staffelungen mit Müller eben auf rechts etwas tiefer geschoben. Bayern baute auch stärker mit kurzen Pässen und Verlagerungen auf, wodurch sie besser hinter die Angriffslinie Barcelonas kamen.

In jener Phase wirkte es auch so, als ob Bayern konstant Druck entfalten und durch Ballbesitz verteidigen könnte. Doch sie hatten weiterhin Probleme, weil sie im Angriffsspiel nicht ordentlich die Verbindungen im letzten Drittel herstellten. Vielfach griffen sie ohne Breite an, konnten zwischen den Halbräumen den Ball nicht verlagern und hatten in diesen durch die mangelnde oder oft nur einseitige Breite Probleme in der Ballbehauptung. Die breiten Stürmer sollten das kompensieren, hatten aber eher wenig Effekt und auch die einzelnen eingestreuten Diagonalbälle gingen nicht auf.

Besonders problematisch war jedoch das Nachstoßen der tieferen Spieler. Bayern konnte sich wegen der in der zweiten Hälfte etwas auffälligeren Kompaktheits- und Umschaltprobleme Barcelonas nach vorne kombinieren, geriet dann aber fast durchgehend und in jeder Zone in undynamische Situationen, vielfach in Unterzahl. Spätestens im letzten Drittel war im Normalfall Schluss.

Guardiola stellte in der Schlussphase zwar noch um, brachte Götze für Müller (Anmerkung: Niemals Müller auswechseln), schob Lahm breiter und sorgte für einen deutlich offensiveren Fokus, aber hier bzw. die Minute darauf war das Spiel schon de facto vorbei. Man lag durch einen Doppelschlag 2:0 hinten und Guardiola musste einfach das Auswärtstor suchen, weil mit einem 2:1 das kleine Wunder noch gelingen kann, das große Wunder mit 2:0 aber schlichtweg unmöglich ist. Es wurde letztlich ein 3:0.

Barcelona war insofern für ein solches Duell die besser gewappnete Mannschaft, weil sie mehr offensive Durchschlagskraft erzeugen kann. Defensiv waren sie nicht perfekt, aber stabil genug. Ihre situativ erzeugten 4-1-4-1, 4-1-3-2, 4-3-3, 4-4-2 und 4-4-1-1-Formationen mit nur sporadisch aktivem Messi waren nicht immer perfekt, aber ausreichend, in guten Phasen sogar herausragend. Früher oder später würde eine ihrer Offensivmechanismen funktionieren. Und genau das geschah nach einer ungünstigen Situation auf dem linken Flügel für Bernat, als dann Barcelona zum entscheidenden 1:0 kam.

Lionel Messi

Deus ex machina.

Fazit

28:3 Dribblings illustrieren den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Bayern fehlte es an den nötigen Spielern, die unter Druck Angriffe kreieren oder fortführen können, dazu war die Raumbesetzung in der Offensive schwach und undynamisch. Barcelona hatte zwar kleinere Probleme – Bayern konnte phasenweise Chancen wirklich gut verhindern – und war potenziell anfällig, letztlich waren sie aber eigentlich durchgehend gut bis sehr gut, was letztlich in einem 3:0 mündete. Dieses Ergebnis war womöglich für die Phase nach der Münchner Umstellung etwas zu hoch, aber trotzdem verdient. Barcelona war an diesem Abend die bessere Mannschaft gegen interessante Bayern, denen es aber an einzelnen Punkten gegen dieses Starensemble – mit Busquets und Messi in den Hauptrollen – fehlte.

Peter Vincent 17. Juli 2015 um 13:48

Wie plant Pep? Ich sehe Vidal als Außenverteidiger und damit als idealen Gegenpart zu Alaba in der Dreierkette. Für die Rolle des rechten Schienenspielers ist der Chilene m.E. zu schwach im Dribbling und im ZM ist er für meinen Geschmack zu wild/Rennpferd („unechter ZM“).
Wenn man es auf die Spitze treiben möchte, könnte noch ein Upgrade zu Bernat kommen,
d. h. ein schneller, relativ dribbelstarker Außenspieler.

—————–Lewy—————————Robben—————- // Müller, MS
———————————Götze———————————— // Ribery
(Bernat)———Thiago—————Lahm—————–Costa // LSL, PEH, Kimmich, Rafa
———-Alaba————–Boateng—————–Vidal———- // Badstuber, Javi, (Alonso) Mehdi
——————————–Neuer———————————— // Ulreich, Starke

=> Einen LSL (Di Maria?) und einen MS-Backup (Coman?) könnte ich mir noch vorstellen.
Rode, Dante könnten noch gehen.

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SuperMario33 13. Mai 2015 um 10:20

Das Sequel des Jahrhundertkampfes hatte dann eher was von Harlem Globetrotters gegen Washington Generals. Nur Müller schien von allem nichts zu wissen und musste deswegen vom Platz.

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FAB 13. Mai 2015 um 11:12

… und leider haben auch Neymar und ter Stegen davon nichts gewusst.

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CR4 14. Mai 2015 um 00:08

war mir auch bisher nicht bekannt, sonst hätte ich nicht solange über das Abwehrverhalten/Stellungspiel der „4er-Kette“ bei Abschlag ter-Stegen (ab/bei Spielzeit 28:39) gegrübelt 😉

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Schorsch 12. Mai 2015 um 20:39

Der Transfer von Gomez wurde vor Übernahme der Trainerposition durch van Gaal von Hoenß initiiert. van Gaal hat sogar die Aussage getroffen, er hätte Gomez nicht verpflichtet, was sehr viel Wirbel verursacht hat. Er wurde von van Gaal auch anfangs auch nur mit ’spitzen Fingern‘ eingesetzt. Der Gustavo-Transfer war ein oder 1,5 Jahre später, meine ich. Inwieweit van Gaal in diesen Transfer eingebunden war weiß ich nicht. Braafheid und Pranjic waren ‚van Gaal-Transfers‘; nicht unbedingt teuer, aber in der Tat Flops (zumindest Braafheid). Robben hatten die Bayern schon lange auf dem Radar und man wollte ihn schon einmal verpflichten. Da hat man die Gunst der Stunde genutzt.

Nichtsdestoweniger war es van Gaal, der Müller und Badstuber gebracht hat. Und an beiden eisern festgehalten hat; Müller stand schon auf der Kippe bei den Club-Granden. Er war es, der Schweinsteiger ins defensive MF gestellt hat. Er hat auch Alaba und Contento hochgezogen. van Gaal hat schon die Grundlagen gelegt für den Aufstieg des FCB vom internationalen Spitzenclub zum absoluten Top-Club. Und dabei spielt sein Setzen auf junge Spieler aus den eigenen Reihen eine nicht zu unterschätzende Rolle. Und Müller und Badstuber wären wohl nicht zur WM 2010 gefahren.

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FAB 13. Mai 2015 um 11:42

Wer an den Transfers beteiligt ist, lässt sich nur schwer sagen. Es ging ja darum, ob sich die Transferpolitik mit Guardiola im Vergleich zu van Gaal grundlegend geändert hat und da würde ich sagen nein.
Richtig ist, van Gaal hat Nachwuchsspielern eine Chance gegeben, mit Müller hatte er allerdings auch eine Granate, für Badstuber hatte er wohl mehr Geduld gebraucht. Alaba wurde ja erstmal nach Hoffenheim verliehen, als defensiver Mittelfeldspieler wollte ihn van Gaal zunächst nicht und es hat ja eine Weile gedauert bis er sich mit der Linksverteidigerposition angefreundet hatte.
Spannend wird die nächste Saison um Guardiolas Gesamtleistung zu bewerten. Entweder er fordert tatsächlich mehrere Topstars (einer sei ihm ja gegönnt) oder er versucht Spieler wie Kimmich, Höjbjerg, Gaudino, Weiser (gehe mal davon aus das er verlängert) und Kurt aufzubauen. Interessant wird dann auch sein wie er mit diesen vielen alternden Stars umgeht, mit Ausnahme von Robben (wenn er fit ist) sehe ich Xabi Alonso, Lahm, Schweinsteiger und Ribery nächste Saison nicht mehr unbedingt als Stammspieler.

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Koom 13. Mai 2015 um 11:51

Ich fand übrigens nicht, dass Thomas Müller das typische Supertalent ist, das man immer hätte spielen lassen müssen. Das Raumdeuten ist so ne Sache, die man nicht unbedingt sieht, er hat eine sehr unorthodoxe Technik und der Schlaks der er ist, kostet immer etwas optische Dynamik. Gutes Auge von Van Gaal.
Badstuber war da einfacher. Defensive Linksfüßer sind eh selten, Geschwindigkeit war ok, Paßspiel sehr stark.

Ja, nächste Saison wird spannend. Mit Kurt und Kimmich stehen 2 „hochdekorierte“ Talente bereit, Gaudino und Scholl sollte man ebenfalls zumindest vernünftig testen und einbinden. Und zwar nicht als Paßspiel-Zwischenstation, sondern so, dass sie ihre eigenen Stärken einbringen können.

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Schorsch 13. Mai 2015 um 12:14

Man sollte ‚Tiger‘ Gerland nicht vergessen. Der hat van Gaal -nach Bekunden beider- die jungen Spieler mit einer gewissen Penetranz schmackhaft gemacht. Wobei er bei van Gaal diesbezüglich auf offene Ohren gestoßen ist. Lahm hatte er einmal als den einzigen jungen Spieler bezeichnet, dem er nichts mehr hätte beibringen können, als er ihn in die Hände bekam. Angeboten wie Sauerbier habe er Lahm den Verantwortlichen für den Profikader, d.h. dem Trainerteam und vor allem dem Management (= Hoeneß). Aber so richtig überzeugt seien diese nicht gewesen.

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Schorsch 15. Mai 2015 um 00:57

Meine ‚Wehmut‘ erklärt sich vielleicht daraus, dass ich ein alter Anhänger der Ajax-Schule bin und mich die Maßnahmen von van Gaal seinerzeit regelrecht begeistert haben. Ich glaube, eine wirkliche Änderung in der Transferpolitik ist nach der Pleite 2009 in der CL erfolgt. Die Art und Weise wie man in Barcelona vorgeführt wurde hat wohl den Clubgranden Klarheit darüber gebracht, dass man vom bis dato gepflegten Weg der Transfers abweichen muss. Natürlich hat man auch vorher immer wieder höhere Summen in Spieler investiert (z.B. Ribéry). Aber die Bereitschaft auch höhere Summen auszugeben ist doch von diesem Zeitpunkt an deutlich gestiegen, weil man sonst keine Chance sah den Anschluss an die erste Garde der europäischen Top-Clubs herzustellen. Die Einnahmenseite wurde ja auch erhöht, insbesondere durch die ’strategischen Partner‘. van Gaal hat sicherlich vom Robben-Transfer profitiert, keine Frage. Aber seine erste Saison mit Double, CL-Finale und tollem Fußball war auch maßgeblich geprägt von seinen positionellen Umstellungen (Schweinsteiger ins DMF) und dem Setzen auf junge Nachwuchsspieler. Guardiola soll dem Vernehmen nach Neymar ‚gefordert‘ (?) haben, dann hat er aber Götze bekommen.

Wie auch immer, Bayern war noch nie ein Club, der Trainer allzu sehr in Spielerverpflichtungen eingebunden hat. Im Gegensatz zu Cubs, in denen Trainer längerfristig gearbeitet haben (z.B. Werder/Schaaf; BVB/Klopp). Was mit van Gaal mächtig Ärger gegeben hat. Die Clubverantwortlichen hatten ohne sein Wissen mit Manuel Neuer verhandelt, was ihm gestunken hat. Und dann hat er wie zum Trotz auf Kraft im Tor gesetzt. Die ‚hardcore-Fans‘ konnten das wohl nachvollziehen (‚Koan Neuer‘). Ist dem Louis aber nicht gut bekommen. Unter Uli Hoeneß konnte es bei Bayern immer nur einen geben.

Was die Neuverpflichtungen / Kaderänderungen zur neuen Saison (und damit ja auch über die nächste Saison anbelangt), so hängt der Einfluss Guardiolas mMn in der Tat ganz stark davon ab, ob er seinen auslaufenden Vertrag verlängert odr nicht. Einen ‚Umbruch‘ im Kader mit einem Trainer zu vollziehen, der definitiv seine letzte Saison bei einem Club ist, erscheint mir wenig sinnvoll. Zumal sein Nachfolger vielleicht ganz andere Vorstellumgen hat. Was die ‚alternden Stars‘ angeht, so hängt da vieles nicht unbedingt nur am Trainer. Niemand der nicht direkt Beteiligten kennt z.B. die Vertragsinhalte. Klinsmann war nicht der erste, der sich Einsatzgarantien in den Vertrag hat schreiben lassen. Außerdem haben solche Spieler des öfteren durchaus auch einen gewissen Einfluss auf die Clubführung. Was es einem Trainer nicht leichter macht.
aber warten wir es ab; in ein paar Wochen wissen wir mehr.

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LuckyLuke 11. Mai 2015 um 11:48

Darf man noch einen Artikel erwarten, wie Bayern „das Wunder“ noch schaffen könnte, oder kann man sich das taktisch nicht mal hier bei SV vorstellen? 😀

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HK 11. Mai 2015 um 13:10

Der Ablauf liegt auf der Hand:

in der Nachspielzeit einer öden, belanglosen 1.Halbzeit taucht Götze zum ersten Mal im Barca-Strafraum auf. Mascherano, abrupt aus seinen Träumen gerissen, sieht das WM-Finale vor seinem geistigen Auge, denkt an Schweinsteiger und tritt ihn auf die Tribüne. Elfmeter, den Müller souverän verwandelt. Götze wird daraufhin nicht verkauft, sondern bekommt die verdiente Vertragsverlängerung.
Kurz nach der Halbzeit tritt Alonso zum Freistoß an. Mit seinem mittlerweile legendären und später oft kopierten „sliding move“ überrascht er Ter Stegen und verwandelt.
Gegen Mitte der Halbzeit ahnt Messi allmählich Übles. Müde und entnervt lässt er sich auswechseln.
Thomas Müller, überraschend immer noch auf dem Platz, und darob kein bißchen genervt, trifft kurz vor Schluss indem er Ter Stegen den Ball im Strafraum vom Fuß klaut. Ter Stegen rächt sich indem er Müller den Ball vor den Kopf haut. Platzverweis! Verlängerung!
In der Verlängerung passiert worauf alle gewartet haben. Luis Suaraz von der beinharten und unorthodoxen Abwehrarbeit von Dante zermürbt verbellt erst den Brasilianer und verbeißt sich dann in seinen Locken. Platzverweis!
In Überzahl schaffen es die Bayern sich ins Elfmeterschießen zu retten.
Dort zahlt sich tagelanges Geheimtraining dann aus. Müller (nach dem Spiel und zukünftig der „Unauswechselbare“ genannt) verwandelt. Ebenfalls trifft Xabi Alonso, der im Spielbericht daraufhin berechtigterweise als SV-Ikone geadelt wird. Die anderen drei treffen ebenfalls fast das Tor.
Das Spiel allerdings entscheidet Neuer. Nachdem Messi den ersten verwandelt hat (rechtzeitig zum Elfmeterschießen wieder eingewechselt), hält Neuer sage und schreibe alle weiteren Elfmeter, wofür er am Ende des Jahres mit dem goldenen Ball und dem Bambi geehrt wird.
Dann ist alles nur noch Siegesrausch, Konfetti, Rathausbalkon etc.

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Pat 12. Mai 2015 um 14:21

Großartig, vielen Dank!
😀

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FAB 11. Mai 2015 um 13:24

Die Preview für das Bayern-Barca Spiel kannst du unter Bayern-Porto nachlesen. Das wäre aus meiner Sicht die richtige Taktik für die Bayern (Götze links außen, Lahm rechts außen, Schweinsteiger auf der Bank, Benatia logischerweise für Badstuber)
Problem und deswegen der Haken an der Sache: Porto ist nicht Barca, Quaresma nicht Messi, Casemiro nicht Busquets, usw.

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Koom 11. Mai 2015 um 13:55

Die Aufstellung muss de facto mehr sein als nur die Ansammlung der „größten Namen“ wie beim Hinspiel. Thiago anfangs als verkappten RV aufzustellen, nur weil man ein Verteidigerkonglomerat für Messi abstellt war ein dämliches Zeichen für die Mannschaft. Das war Angst.
Viererkette wird klar sein, die stellt sich auch praktisch selbst auf: Boateng, Benatia, Bernat, Bafinha. Lahm wird – da er eh gegen Augsburg zwangsgeschont wurde – auflaufen, sicherlich auch Alonso. Thiago sowieso. Bleiben noch Müller und Lewandowski und 1 freier Platz. Den wird vermutlich Götze einnehmen.
Wichtig wird vor allem die Einstellung sein. Offensive war im Hinspiel praktisch nicht vorhanden. Das muss anders werden, auch wenns schwer wird.

Als Alternative Aufstellung würde ich immer noch mein Hinspielvorschlag anbieten:
———— Lewandowsi – Müller —————–
——– Thiago – Alonso – Götze ——————
Bernat – Rafinha – Boateng – Benatia – Lahm

Im Gegensatz zu der merkwürdigen Dreierkette im Mann-gegen-Mann gegen Messi-Suarez-Neymar wäre das eine klare Fünferkette. Rafinha als freier Mann kümmert sich um Messi.

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SuperMario33 11. Mai 2015 um 14:20

„Die Aufstellung muss de facto mehr sein als nur die Ansammlung der “größten Namen” wie beim Hinspiel“ nun unterscheidet sich deine Aufstellung um genau einen Namen, Götze für Schweinsteiger…

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Koom 11. Mai 2015 um 14:46

Naja, das zwanghafte Zusammenwerfen von Alonso und Schweinsteiger, die einfach nicht zusammen passen, ist schon ein wichtiger Unterschied. Für mehr ist es schwer zu beurteilen, da ich die aktuellen effektiven Fitneßstände der Spieler nicht kenne. Und er sollte lieber einen fitten, willigen, bissigen Weiser bringen als bspw. Lahm.

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RM 11. Mai 2015 um 16:52

Man kann eh nicht erraten, was Pep sich einfallen lässt. Einen kleinen Podcast wird es aber geben.

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SuperMario33 11. Mai 2015 um 11:43

Ich bin nicht der Meinung, dass Bayern zu irgendeinem Zeitpunkt in den letzten 10 Jahren die beste Mannschaft der Welt war. Sie haben sicherlich in den letzten 6 Jahren konstant zu den besten 6 der Welt gezählt und sie haben in diesem Zeitraum auch einmal die CL mit einer Peak-Saison gewonnen (mit in der KO-Runde zwei überzeugenden Runden und zwei nicht so – 1/8 und Finale). Die Stärke des Kaders wird in einer Art positiven Verstärkungsschleife (der ist ja CL-Sieger/Weltmeister) leicht überschätzt: also unbestritten Weltklasse sind mE nur Neuer, Boateng, Lahm, Müller, Alaba, Robben und Ribery. Martinez vielleicht, Thiago nur punktuell, Schweini nicht mehr ganz, Rafinha, Bernat, Benatia, Badstubber, Lewa, Götze etc. nicht (ohne Frage sehr gute Spieler). Die letzte „beste Mannschaft der Welt“ war Guardiolas Barca. Aber alles weist auf die übliche Bayern-Agenda hin: während der Amtszeit Trainer überhöhen, dann abservieren und später übel nachtreten (Klinsmann, Magath, vanGaal). Nur Jupp hatte das schon hinter sich und hat sich beim zweiten Mal rechtzeitig in den Heiligenstand verabschiedet.

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Mike 11. Mai 2015 um 23:10

…Neuer garantiert Weltklasse, Lahm eher auch…Robben auch, Ribery…hm…Boateng u Müller aber mE nicht…Alaba irgenwo dazwischen…
Guter verbaler Einwurf btw 🙂

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Lenn 11. Mai 2015 um 23:21

Lahm „eher“ ? Und welcher Innenverteidiger außer Silva ist denn bitte weltklasse, wenn nicht Boateng? Müller für mich auch absolute weltklasse. Und: Weltklasse ist irgendwo auch eine Definitionsfrage, aber wenn Lahm, Boa, Robben und Müller nicht absolute weltklasse sind, dann ist das außer so nem kleinen Argentinier k(aum)einer.

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SuperMario33 12. Mai 2015 um 08:53

@Mike: ich hab den Begriff eher weit gefasst, so nach dem Motto: den Spieler würde auch Real oder Barca nicht von der Bettkante stoßen

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Koom 12. Mai 2015 um 09:50

Bei der Definition hat man aber das Problem, dass Real & Co. aus Altersgründen nicht mehr zuschlagen würden.

Ich denke, es gibt kaum Bayernspieler, über die man nicht ein wenig nachdenken würde. Selbst der gerade geschmähte Götze ist IMO sicherlich Weltklasse, braucht aber vielleicht einen anderen Trainer/Mannschaft/Stimmung.

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SuperMario33 12. Mai 2015 um 10:05

Ja, Müller, Boateng, Alaba, Neuer sind die Leckerbissen. Götze ist eben aus deinem genannten Grund (braucht eine sehr spezielle Einbindung) nicht Weltklasse, mE.

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Koom 12. Mai 2015 um 10:55

Puuh… naja, ist halt wirklich Definitionssache. Ein Ronaldo ist auch Weltklasse, zweifelsfrei, muss aber auch speziell eingebunden werden, damit er wirklich was bringt. Ich denke mal, man muss da unterscheiden zwischen „dominanten“ Spielertypen (die sich das System unterwerfen, bspw. Messi) und Spezialisten, die ein für sie optimiertes System brauchen (Götze, Ronaldo, Bale).

Nehmen wir mal Bale, weil der hier dauernd unterschlagen wurde: Ich denke, dass Bale Weltklasse ist. Limitiert, aber wenn er seine Stärken einbringen darf, dann ist er eine gewaltige Waffe, kaum zu bändigen. Bei Real leidet er etwas darunter, dass Platzhirsch Ronaldo ganz ähnlich funktioniert und das System für sich beansprucht. Tempo, Schussqualität, Übersicht sind aber bei Bale auf extrem hohem Niveau.

SuperMario33 12. Mai 2015 um 11:12

Ronaldo muss nicht sonderlich speziell eingebunden werden. Er wär durchaus in der Lage auf gutem Niveau am Defensivspiel teilzunehmen. Er oder jemand anders hat halt beschlossen, dass er das nicht tut, dann muss man ein bisschen absichern. Für Bale gilt auf etwas niedrigerem Niveau das gleiche. Götze ist tatsächlich mE taktisch limitiert, übrigens anders als sein Nadelspielerkollege Iniesta (der darum eben mE Weltklasse ist). Was ich meine: Beispiel Suarez, er war am Anfang in Barca nicht optimal eingebunden und hatte nicht optimale Form, dennoch hat er sofort taktisch wichtige Funktionen übernehmen können, auch wenn die nicht 100% seinem Profil entsprochen haben. Das seh ich bei Götze nicht (und bei Bale ehrlich gesagt auch nicht)

Ein Zuschauer 12. Mai 2015 um 13:31

Christiano Ronaldo als Flügelspieler mit Aufbau- und Kreativitätsfokus wäre aber auch scheiße.

SuperMario33 12. Mai 2015 um 13:41

Warum?

Ein Zuschauer 13. Mai 2015 um 13:33

Weil er halt nahezu nicht kreativ ist und regelmäßig entscheidungsschwächen zeigt??? So viele Ballverluste wie er jedes Spiel hat würde man gnadenlos über seine Seite ausgekontert werden. Und dann noch sein übertriebener Weitschussfokus. Überhaupt: welche seiner guten Fähigkeiten wäre dann denn noch relevant eingebunden?

SuperMario33 13. Mai 2015 um 14:28

Er ist nicht der Kreativste und hat ab und an Entscheidungsschwächen. Dieses Schicksal teilt er mit der Mehrheit der aktuell spielenden Profis (Rooney?). Er hat die Physis, den Ehrgeiz und die technischen Fähigkeiten um das auf einer kreativen Mittelfeldposition mehr als auszugleichen (Rooney???), wenn er denn wollte. Es würde etwas anders aussehen als im Lehrbuch, aber schlecht wärs net (Rooneyyyyy!!!!).

RM 13. Mai 2015 um 15:45

Rooney ist doch ziemlich kreativ und hat eine herausragende Entscheidungsfindung im Abschluss. Der ist halt physisch viel schwächer.

Ein Zuschauer 13. Mai 2015 um 17:48

Was RM sagt.
Außerdem: Rooney kann diese Rolle halt gut ausfüllen, weil er ein komplett anderer Spielertp ist als Christiano Ronadlo. Sorry, aber wann hat Christiano den bitte schon mal eine solche kreative oder aufbauende oder strukturierende Aufgabe erfüllt? Götze hat bei Dortmund verschiedene Positionen bespielt und in einigen Spielen bei der NM einen sehr guten mitspielenden Mittelstürmer gespielt.

Der nächste Punkt ist, dass selbst wenn du mit deinem rooney-christiano-vergleich in allen Punkten Recht hast (wa sich wie gesagt komplett bestreite) dann ist doch dein Fazit gerade, dass Christiano dann diese Rolle sehr unkonventionell auslegen würde! Gerade das müsste dann aber doch eingebunden und ausgeglichen werden!! Wenn nicht so etwas – was sonst?

SuperMario33 13. Mai 2015 um 19:59

Ziemlich (nicht super) kreativ find ich CR7 ehrlich gesagt auch. Trifft er eurer Meinung nach überwiegend schlechte Entscheidungen? Ich meine, seine schlechten Entscheidungen sind auf seinen extremen Torfokus zurückzuführen, den Fokus ändern sollte kein grösseres Problem sein, bei seinen Fähigkeiten. Also ein Experiment mit CR7 auf einer solchen Position könnte mE schon klappen, er ist ja noch dazu ziemlich lernfähig. Natürlich ist das nicht die optimale Position für ihn, aber er könnte es ziemlich gut und vielleicht sehr interessant ausfüllen.

SuperMario33 13. Mai 2015 um 20:05

Ich halte Götze im übrigen für einen super super Spieler, aber kein „when the going gets weird the weird turn pro“ Typ und auch kein Typ, der bislang mit Formschwächen souverän umgehen konnte (wie z.B. Iniesta in dieser Saison)… aber das kann ja noch kommen

HansPeter 13. Mai 2015 um 22:55

das möchte ich sehn, dass jmd. Ronaldo seine idiotischen 30Meter Schüsse austreibt

DAF 12. Mai 2015 um 09:15

Wenn man Weltklasse so eng definiert hat aber eig auch keine Mannschaft mehr Weltklassespieler als Bayern. Barca hätte Piqué, Busquets, Iniesta, Messi, Neymar und Suarez, von mir aus vllt noch Mascherano. Xavi und Alves nicht mehr, Rakitic ist bei deiner engen Definition keine Weltklasse.

Bei Real kommt man mit deiner Definition vllt auf Ramos, Marcelo, Kroos, Modric, Ronaldo und Benzema.

Insofern kann man denke ich einfach festhalten, dass Bayern, Barca und Real die besten Kader im Weltfußball haben. Ob diese dann sechs bis sieben oder fünfzehn Weltklassespieler haben, hängt von deiner Definition der Weltklasse ab. Das Problem Bayerns ist Verletzungsanfälligkeit und Alter einiger Spieler, nicht die grundlegende individuelle Klasse.

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SuperMario33 12. Mai 2015 um 09:41

Oh, ich denke der Kader von Real und Barca ist ein Stück besser als der der Bayern. Da gibt es noch ein paar englische Clubs, die ähnlich gute Kader haben wie die Bayern und Juve steht auch nicht hinten an. Ich denke dass die Bayern sogar leicht überperformen wenn man nur nach dem Kader geht, v.a. vielleicht weil die Engländer heftig unterperformen.

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DAF 14. Mai 2015 um 18:56

Mag sein, dass das auf die Startelf zutrifft – auf den gesamten Kader bezogen würde ich im Gegenteil sogar Bayern als stärker sehen als die anderen beiden. In diesem Spiel hat Bayern ohne vier (eig fünf, Martinez war nur pro forma einsetzbar) Stammkräfte gespielt. Von den Spielern die gespielt haben waren dann sogar noch einige gehandicapt (Benatia, Lahm, Thiago nach langen Verletzungen noch nicht in Topform; Lewandowski mit Maske).

Unter diesen eigentlich katastrophalen Vorraussetzungen war Bayern Barcelona (das sich in der besten Form seit Jahren befindet und auf alle Leistungsträger in Topform zurückgreifen konnte) unterlegen und hat verdient verloren, allerdings war man beileibe nicht haushoch unterlegen. Stell dir doch mal den umgekehrten Fall vor, in welchem zB Alba (Alaba), Mascherano (Badstuber), Neymar (Ribéry) und Messi (Robben) ausgefallen wären, Busquets (Martinez) nicht einsatztauglich auf der Bank sitzt. Da tu ich mich schwer damit, mir ein Barca auszudenken, dass sich auf dem Niveau Bayerns in diesen beiden Spielen befindet. Bei Real herrscht Katzenjammer, weil mit Modric ein wichtiger Spieler ausfällt, was mit der Misere bei Bayern kein bisschen zu vergleichen ist. Jedenfalls waren Bayerns Vorraussetzungen vor den diesjährigen Halbfinals wesentlich schlechter, als die von Barca vor zwei Jahren beim 7:0 (was nicht nur auf dem Papier deutlich einseitiger war).

Bei allen berechtigten Diskussionen über das hirnrissige Vorgehen in Barcelona nach dem 1:0 muss man in meinen Augen auch mal einwerfen, dass Bayern den Umständen entsprechend ganz gut gespielt hat. Barca ist aktuell die wohl stärkste Mannschaft, Bayern am Ende. 5:3 spiegelt die Differenz im aktuellen Leistungsniveau der beiden ganz gut wieder. Bayern ist letztlich halt einfach zum falschen Zeitpunkt auf Barcelona getroffen…

Ansonsten ist Juve sicherlich auch sehr schlecht, kommt aber letztlich noch nicht ganz an die anderen drei ran in meinen Augen. Das mit den englischen Clubs halt ich für Blödsinn – von Hazard, Agüero, di Maria und vllt einem RV (weiß nicht genau, wie die PL Clubs damit gesegnet sind) abgesehen fällt mir kein Premier League Spieler ein, der bei Bayern gesetzt wäre …

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SuperMario33 14. Mai 2015 um 19:35

Deine Beurteilung der englischen Clubs spricht ein bisschen für meine These der positiven Selbstverstärkung durch Erfolg… hier umgekehrt: weil die PL-Clubs baden gehen sind die Spieler nicht gut genug.

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DAF 14. Mai 2015 um 23:45

Naja, es gibt ja jede Menge Vergleichsmöglichkeiten der Spieler verschiedener Ligen. Topligen haben sieben Chancen zu einem solchen Erfolg in EL oder CL zu kommen. Zudem kann man auch die Spieler bei Nationalmannschaftsturnieren vergleichen. Bei den Nationalmannschaften sind in meinen Augen gerade die PL – Spieler hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Wenn ich die letzte EM und WM Revue passieren lasse waren es eher die Bundesliga und insbesondere Primera Division Spieler, die die Turniere geprägt haben.

Wenn der Erfolg ausbleibt, gibt es unter dem Strich wohl zwei Möglichkeiten: man war nicht gut genug oder man hatte Pech. Glück und Pech sollte sich über zwei bis drei Jahre bei sieben Vereinen herausmitteln. Außerdem finde ich nicht, dass die englischen Vereine in den letzten Jahren überdurchschnittlich viel Pech hatten. Klar, Chelsea hätte heuer gegen Paris auch weiterkommen können, aber auf der anderen Seite hatte ManCity eher Glück, dass sie sich noch für die KO-Runde qualifizieren konnten. Wenn man etwas weiter zurückgeht kommt einem dann Chelseas extrem glücklicher CL-Sieg in den Sinn…

Aber wenn deiner Einschätzung nach gleich mehrere PL-Vereine einen ähnlich starken Kader wie Bayern haben – wie erklärst du dir dann den ausbleibenden Erfolg?

SuperMario33 15. Mai 2015 um 11:15

Den ausbleibenden Erfolg der PL erklär ich genauso wie den Erfolg von Dortmund und Atl. Madrid: mäßiges vs. gutes Coaching.

DAF 15. Mai 2015 um 13:58

Das ist sicherlich nicht falsch, aber in dieser Generalisierung übertrieben. Gerade die englischen Spitzenclubs haben (sehr) gute Trainer. Über Wenger mag man streiten können, aber Pellegrini, van Gaal und insbesondere Mourinho sind hervorragende Coaches, Mou sogar ziemlich unstrittig einer der Top 5 auf der Welt. In meinen Augen liegen da die Ursachen schon tiefer, als dass einfach alle englischen Mannschaften mittelmäßige Trainer haben.

SuperMario33 15. Mai 2015 um 16:11

Mal sehen was vanGaal und Mou nächste Saison erreichen, sie haben ja erst angefangen was aufzubauen. Pellegrini, na ja, weiß nicht… Wäre tatsächlich interessant zu erfahren, wie Klopp (zB. in Liverpool??) oder Ancelotti (in Mancity????) aussehen würden, dann würd man mehr erfahren, obs an der allgeimeinen Fußballkultur (Pressingmuffel??), der Klasse der Spieler oder dem Coaching liegt. Wenger war ja auch mal ein Riese (was hat dich bloß so ruiniert??).

Ein Zuschauer 15. Mai 2015 um 17:51

Pellegrini an sich saugut, für mich sogar Top 10 Trainer, aber bei ManCity liefer er gerade fast in jeder Hinsicht seine schlechteste Leistung ab. Erste Saison war wenigstens in der Hinsicht von Spielerrollen und Einbindung nice (und halt Pressing verbessert aber nicht auf höchstem Niveau). Diese ist das alles eher enttäuschend. Na ja, ein Jahr kriegt er wohl noch.

SuperMario33 15. Mai 2015 um 21:50

Pellegrinis Villareal war fantastisch. Bei Malaga das Beste rausgeholt. Probleme mit großen Clubs??

PNM 14. Mai 2015 um 22:08

Barça fehlten damals meines Wissens in Abidal, Mascherano, Busquets und Messi ebenfalls vier Stammspieler, also durchaus vergleichbar.
Dazu fehlte der Trainer über einen langen Zeitraum und war die andere Zeit gesundheitlich angeschlagen.

@SuperMario
Sehe ich ähnlich.
In England spielen viele absolute Top-Spieler und auch genügend, über die Bayern sich freuen würde.
Die Probleme liegen woanders.

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DAF 14. Mai 2015 um 23:24

Messi fehlte nicht. Er spielte im Hinspiel 90 Minuten und saß im Rückspiel auf der Bank.
Busquets fehlte nur im Rückspiel, spielte im Hinspiel ebenfalls 90 Minuten.

Lenn 14. Mai 2015 um 23:31

@DAF
Messi war praktisch verletzt, das war die Pahse wo bei ihm lediglich über seine Präsenz (siehe Paris-Rückspiel) und halt teils Passspiel ein bisschen ging. Und dass Tito fast ein halbes Jahr einfach gefehlt hat ist halt auch kein kleiner Faktor.

DAF 15. Mai 2015 um 00:23

Messi hat in den beiden Ligaspielen direkt im Anschluss an Bayern drei Tore geschossen. Verletzt war er nicht, aber du hast natürlich recht, dass er nicht in Topform war – wohl vor allem, weil er nach einer Verletzung ohne die angemessene Aufbauphase sofort wieder liefern musste.

Das mit Tito hatte ich tatsächlich kurz vergessen, sorry.

Mein eigentlicher Punkt ist aber ohnehin ein anderer. Super Mario hat weiter oben mit dem Ausscheiden Bayerns zu begründen versucht, dass Bayerns Kader prinzipiell schwächer ist der anderer Topmannschaften. Das halte ich für Blödsinn, weil von der theoretischen Startelf knapp die Hälfte nicht einsatzbereit war. Mit Barca 2013 wollte ich dann einfach ein noch nicht lange vergangenes Beispiel dafür bringen, dass auch ein noch so guter Kader bei entsprechend schlechten Rahmenbedingugen chancenlos sein kann.

Koom 12. Mai 2015 um 09:47

Weltklasse waren die Bayern die letzten Jahre wohl zweifelsfrei. Weltbeste Mannschaft – ich denke, das waren sie wohl 2013 in der Triple-Saison. Auch da hatten sie in einzelnen Spielen großes Glück, aber sie hatten eine große Bandbreite an Optionen. Generell mit viel Ballbesitz unterwegs, aber nicht dogmatisch. Wie sie bspw. gegen Barcelona eine nahezu perfekte Defensive mit starken Kontern gebildet haben, war ziemlich großartig. Vielleicht hatten sie nicht überall absolute Weltspitze auf den Positionen, aber das Gefüge war harmonisch, heterogen, diszipliniert.

Stand heute: Nein, weltbeste Mannschaft sind sie nicht. Auch nicht letztes Jahr. Weltklasse sicherlich, das CL Halbfinale erreicht man nicht einfach so. Aber 2 Dinge stören mich: Man hat nicht so viele Optionen im Spiel. Die Mannschaft besteht aus paßsicheren Zwergen, nutzt nicht alle Stärken (Müller) optimal. Es fehlt auch mal etwas Wucht im Spiel, verkörpert einst von Gomez, Mandzukic, Martinez – auch Schweinsteiger. Es wird über den hohen Ballbesitzanteil eine Pseudo-Kontrolle suggeriert, die ich aber sehr trügerisch finde.
Und zum anderen tatsächlich etwas, was ich dem Trainer vorwerfen muss: Krasser Formverfall der Mannschaft. Die Hinrunden waren beide mal ausgesprochen stark, auch und gerade spielerisch eindrucksvoll. Aber das endete dann jeweils schon gegen Ende der Hinrunde und zog sich dann auch durch die Rückrunde.

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Michael Maier 10. Mai 2015 um 09:12

Die Bayern müssen jetzt aufpassen, dass die „supersuper“ Saison nicht ein ganz und gar peinliches Ende nimmt. Der DFB-Pokal als Motivation und Trostspender steht ihnen nicht mehr zur Verfügung.

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Peter Vincent 9. Mai 2015 um 10:57

Ich bin gespannt, wie weit der Umbruch im Sommer gehen wird.

—–Isco————–Götze————-Sterling—-
——–Gündogan————-Thiago—————
Alaba—————–Xhaka—————–Weiser
——–Badstuber————–Boateng———–
————————Neuer————————–

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Felix 11. Mai 2015 um 12:22

Das ist dann doch etwas übertrieben, wir sind hier doch nicht bei FIFA! 🙂

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Patrick 13. Mai 2015 um 18:46

Wollte fast das selbe schreiben.

Aber ich finde Götze als Stammspieler (mit der Körperhaltung ;)) unrealistischer als den Rest.

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der beste 8. Mai 2015 um 23:35

„Desweiteren war Barcelonas Kompaktheit nicht optimal, obgleich sie natürlich Busquets haben. Kompaktheit ist somit relativer zu sehen als bei anderen Mannschaften.“

Könntet ihr das bitte genauer beschrieben? Also konkret in diesem SPiel?

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blub 9. Mai 2015 um 00:34

Wenn dein Gegner Busquets (eher so Bossquets) ist dann sichert er einfach unfassbar viel raum ab.
Das bedeutet das er sehr viel größere bereiche des Spielfelds für Bayern unbespielbar macht als jeder andere sechser der Welt.
Jede Mannchaft ohne Bossquets muss also kompakter die entsprechenden Räume bewachen als Barcelona es tat um den selben effekt zu erreichen.

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Americano 8. Mai 2015 um 20:32

Der beste Fußball-Coach der Welt …
http://fm4.orf.at/stories/1758576/

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Pep ist der Größte 8. Mai 2015 um 20:16

Irgendwie scheint es in Vergessenheit zu geraten , aber Bayern hatte mehr Ballbesitz ! Ich habe nicht damit gerechnet, dass Pep mit den vorhandenen Spielern es schafft. Aber vielleicht hat Bayern auch deswegen verloren , da Pep zu sehr darauf konzentriert hat das Ballbesitzduell für sich zu entscheiden, wodurch Bayern keine Präsenz im letzten Drittel hatte :/

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Markus 9. Mai 2015 um 00:00

Ja Barcelona hat vertikaler gespielt, hatte mehr Umschaltmomente und war u.A. deswegen auch viel gefährlicher…

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HW 9. Mai 2015 um 10:20

Die Ballbesitzstatistik sagt glaube ich nicht mehr so viel aus wie früher. Beide Teams spielten nicht total gegensätzliche Strategien. Natürlich werden die Spitzenteams gegen schwächere Gegner in der Regel viel Ballbesitz haben. Aber Barca ist direkter als vor ein paar Jahren ohne ein defensives Teams geworden zu sein und das Spiel hatte verschiedenen Phasen in denen die Teams unterschiedlich viel vom Ball hatten. Bei diesem Spiel hatte ich mit Werten um 50% für beide Teams gerechnet (also nichts in Richtung 60% und mehr). Zu wessen Gunsten das dann ausfällt hängt recht viel mit den Spielphasen zusammen. Zum Ende hat Barca viel gekontert und Bayern hatte den Ball.

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Oliwua 8. Mai 2015 um 18:57

Eine Frage, wie würden Sie das Rückspiel gestalten, sodass man in der Offensive mehr Durchschlangskraft hat und vielleicht eine chance auf den Wunder?

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MB 8. Mai 2015 um 13:08

Hat sich eigentlich jemand die Elfmeterszene vor dem 1-0 zwischen Rafinha und Neymar nochmal angeschaut? In den zugänglichen Clips lässt sich das nur schwer erkennen. Beim ZDF gab es kurz nach dem Tor nochmal kurz eine genauere Einstellung und da hatte ich das Gefühl, dass Rafinha Neymar klar umgerissen hat und Elfmeter eigentlich die richtige Entscheidung gewesen wäre.

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DAF 8. Mai 2015 um 13:42

An die Zeitlupe vom ZDF kann ich mich auch erinnern, da sah es für mich auch nach Elfmeter aus. Beim ersten Anschauen hätte ich auch auf Strafstoß entschieden. War deshalb überrascht, als es weiter unten hieß, Rizzoli hätte Neymar vllt gelb-rot wegen Schwalbe gezeigt. Entweder ich hab die Szene völlig falsch gesehen oder das wäre eine krasse Fehlentscheidung gewesen. Aber der einzige Vorteil des Tores ist, dass dieser Situation jede Relevanz genommen wurde 😉

By the way fand ich die Schiedsrichterleistung ansonsten sehr gut. Sollte auch mal erwähnt werden – normalerweise wird der Schiedsrichter nur im umgekehrten Fall erwähnt

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HK 8. Mai 2015 um 13:56

Ja, muss man sagen ich fand Rizzoli auch klasse. Deshalb hätte er auch Neymar nie vom Platz gestellt.
Es war aber auch kein Elfer also auch hier alles richtig. Rafinha war wohl mit der Hand dabei, aber nie so, dass es ausgereicht hätte.
In diesem Licht habe ich übrigens auch die folgende Neuer-Aktion gesehen. Imo ging es ihm gar nicht darum das Spiel als solches schnell zu machen, sondern einen möglichen Elfmeter „wegzuspielen“. Es ist zu sehen, dass Rizzoli hier zögert, sich die Situation wohl für eine Sekunde vergegenwärtigt. Wenn Neuer den Ball draußen lässt weiß man was passiert. Die Barca-Spieler bestürmen Schieds- und Linienrichter, das Publikum tobt, Rizzoli beratschlagt sich ggf. mit seinem Assi. Man weiß nicht was dabei rauskommt.

Insofern fand ich die blitzartige Reaktion von Neuer wirklich verdammt clever. Er hat über diese Sekunde der Unschlüssigkeit in der ein Elfmeter potentiell möglich schien einfach weggespielt. Und wenn der Ball dann einmal im Spiel ist, ist der Moment wahrscheinlich schon verflogen. Selten wird der Schiedsrichter dann noch zurückpfeifen.

Das daraus dann das Gegentor entsteht? Geschenkt! Wie wahrscheinlich war das denn wirklich?

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ulius 8. Mai 2015 um 14:32

Ja ich finde auch das Neuer das gut gemacht hat, wenn auch aus anderen Gründen :-). Er hat in dem Moment die Unordnung Barcas gesehen und den Ball schnell und gut ins Spiel gebracht. Leider ist er wohl etwas gedankenschneller als seine Mitspieler :-).

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Koom 8. Mai 2015 um 15:15

Allerdings hat er die eigene Unordnung und das Unvorbereitetseins seines eigenen Teams auch nicht gesehen. Hilft ja nix, wenn man geniale Ideen hat, aber niemand damit umgehen kann.

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DAF 8. Mai 2015 um 16:13

Trotzdem war das in meinen Augen die richtige Entscheidung von Neuer. In der Situation blieb mein Blick die ganze Zeit auf Rizzoli-wäre ja nicht das erste Mal, dass ein Schiedsrichter zunächst weiterspielen anzeigt um nach einem Gespräch mit dem Linienrichter doch noch Elfer zu geben. Durch das schnelle Weiterspielen hat Neuer eine längere Spielunterbrechung mit ungewissem Ausgang verhindert. Hinzu kam die Hoffnung, dass Barca gedanklich noch halb in der Elferszene gefangen ist und man sie dadurch vllt hinten in einem verwundbaren Moment erwischt.

Diese beiden Vorteile überwiegen für mich klar das Risiko dessen, was letztlich passiert ist. Dass ein Konter eine Überraschung darstellt ist die Grundvoraussetzung-folglich tut er das auch hin und wieder für die eigene Mannschaft. Wenn man dieses Risiko ausschalten will darf man nicht schnell umschalten…

Goalimpact 8. Mai 2015 um 18:00

So habe ich das auch gesehen. Ähnlich wie er bei der WM2010 nach dem Wembley Tor schnell weitergespielt hat um den Schiri keine Zeit zum denken zu geben.

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nougat 9. Mai 2015 um 14:34

„So habe ich das auch gesehen. Ähnlich wie er bei der WM2010 nach dem Wembley Tor schnell weitergespielt hat um den Schiri keine Zeit zum denken zu geben.“
– Der Unterschied zu 2010 war aber, dass er damals mit ziemlicher Sichereheit wusste, der Ball ist drin, dh es ging nur darum ein Tor wegzubluffen, während es gg Barca evt darum gegangen sein könnte, einen Elfmeter nicht zu bekommen. Die Situation war unklar und im Zweifel lässt der Schiri laufen, es war also gar nicht nötig, den Ball schnellstmöglich aus dem 16er zu befördern. Aber das weiß nur Neuer selbst, allerdings ist sein Verhalten, nachdem er den Treffer kassiert hatte, gegenüber Bernat nun nicht gerade kameradschaftlich. Und da würde ich doch eher sagen, dass er von seinem eigenen Fehler ablenken wollte. Wenn Messi so ein genialer Kicker ist, und die Pille unbedingt aus der Gefahrenzone muss, dann kick ich den Ball auf die andere Seite oder beruhige das Spiel anderweitig; die Jungs waren schließlich am Pumpen wie verrückt.

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Kosmopolit 8. Mai 2015 um 01:34

Die Verletzungen sind sicher schlimm, aber sie taugen als Ausrede nicht.

DIe Gegentore haette ein Robben oder Ribery nicht verhindert.

Das Team das auf dem Platz stand, war von den Namen her tauglich, in Barcelona zu bestehen.

Insgesamt war Barca die staerkere Manschaft, sie waren in den Zweikaempfen giftiger, hatten mehr Dynamik und ihr ganzes Auftreten, das Pressing, die Passsicherheit, der Druck mit dem sie sich den Ball zugespielt haben, das Tempo in den Dribblings,
da war einfach in allem mehr drin.

Bayern war defensiv anfaellig, analog wie in Porto.
Bis auf 20 Minuten in Halbzeit 2 konnte Bayern nie die Offensive der Katalanen unterbinden.
Im Grunde hat sich Barca andauernd Chancen erspielt, sicher nur 2-3 hochkaraetige, und 4-5 ordentlicher (ohne die 3 Tore). Bayern dagegen hatte 1 hochkaraetige und sonst nur Standarts.

Die Tore sind zwar nach Fehlern gefallen, aber die Fehler wurden erzwungen (Ballverlust Bernat) und eiskalt ausgenutzt.

Ich kann immer noch nicht verstehen, wie es nach dem 1:0 zu zwei weiteren so einfachen Gegentoren kommen konnte.
Die Aktion in der Messi alleine gegen Boateng mit Tempo kommt, die darf niemals entstehen.

Bayern, Sammer, Guardiola und der Vorstand sind gut beraten, diese Niederlage nicht unter dem Banner einer verkorksten und verletzungsgeplagten Saison abzuhaken.
Diese Gegentore hatten System,und die Fehler gilt es abzustellen.
Wie im Vorjahr war der FCB in der Hinrunde in unglaublicher Form, hat einen dominanten, fast perfekten Fussball gespielt, um in der Rueckrunde weit hinter dem zurueck zu bleiben.
Das macht mir Sorgen.

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Dr. Acula 8. Mai 2015 um 09:27

„DIe Gegentore haette ein Robben oder Ribery nicht verhindert.“
nein, das eventuell nicht, aber du machst es dir zu leicht. mit robben und ribery wäre das spiel ein komplett anderes gewesen. du glaubst doch wohl selber nicht, dass guardiola von sich aus ein mittelfeld aus alonso, lahm, thiago und schweini aufstellt? das ist der verletzten-misere geschuldet! klar bewegen wir uns auf rein spekulativem boden, aber ich gebe dir schriftlich, dass das spiel mit alaba, badstuber, robben und ribery ein komplett anderes gewesen wäre und barca niemals diese qualität und quantität an chancen erspielt hätte.
klar ist natürlich auch, dass es sich immer leicht anhört, die schuld auf die verletzten zu schieben, aber so ist es nun mal, oder zumindest ist es ein hauptfaktor. und dieses argument „da standen doch trotzdem nahmhafte spieler auf dem platz/die anderen können doch auch kicken“ ist an naivität eigentlich nicht zu überbieten. klar sind es „namhafte“ spieler aber was bringen mir viele namhafte spieler auf einem falschen platz im spiel? ich übertreibe mal, ums klar zu machen: wenn bei barca die komplette sturmreihe ausfällt, und ich trotzdem noch xavi, iniesta, rakitic, busquets oder sonst wen aufstellen kann, ist das doch nicht sinn der sache oder?

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HW 8. Mai 2015 um 09:49

Mit Flügelstürmern wäre Alves der Ballgewinn vor dem 1:0 vielleicht nicht gelungen. Aber das ist nur Spekulation.

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FAB 8. Mai 2015 um 10:06

„Mit Flügelstürmern wäre Alves der Ballgewinn vor dem 1:0 vielleicht nicht gelungen.“
Ja, Alves hatte überhaupt zuviel Freiraum, Bernat hatte im Zweikampf gegen Alves keine Chance (weder im Defensiv noch im Offensiv Zweikampf). Ein guter Wechsel ab der 60. Minute wäre deshalb Götze für Schweinsteiger gewesen, die Raute in ein 433 aufzulösen und Götze auf Linksaußen zu stellen um Alves zu beschäftigen. Ein weiterer Vorteil wäre gewesen, dass dadurch Lewandowski zentraler hätte spielen können.
Vielleicht taktisch sogar der größere Fehler als das Dreierkettenexperiment in der ersten Viertelstunde.

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Felix 8. Mai 2015 um 10:19

Da hätte es schon gereicht, dass Bernat einfach das dämliche Dribbling sein lässt-

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dave 8. Mai 2015 um 10:31

Soweit ich mich erinnere, stehe sogar auch zwei andere Bayernspieler quasi die Linie entlang (Thiago und vermutlich Lewandowski?), er hätte ihn auch „einfach“ schlagen können. So geht er halt ins Dribbling, macht das anfangs noch gut, dann nicht mehr.

So wird es im Rückspiel verdammt schwer bis unmöglich. Und klar, mit den Verletzten wäre das natürlich ein anderes Spiel gewesen, aber das „Men Management“ gehört dann eben auch zu einer grandiosen Saison dazu.

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nougat 8. Mai 2015 um 11:13

Ich habe das schon an anderer Stelle erwähnt, der eigentliche Fehler zum 1:0 ging von Neuer aus – nicht Bernat ! Man muss sich mal die Mühe machen, die Entstehung des Tores in aller Ruhe anzusehen. Geht auf ZDF.de ganz gut. Die bieten die Möglichkeit, die Tore aus verschiedenen Perspektiven anzusehen. Dann sieht man, dass Bernat erst zum Pass von Neuer hinlaufen muss. Als er den Ball aufgenommen hat, steht Rakitic vor ihm und Thiago bewegt sich auf die Außenlinie zu. Bernat muss also an Rakitic vorbei oder auf Thiago passen, der sich aber mittleweile im Deckungsschatten von Rakitic hineinbewegt hat. Er müsste also die Linie entlang passen oder eben sich an Rakitic vorbeidribbeln. Thiago befindet sich übrigens weiter von der Außenlinie weg, als Bernat, anders ausgedrückt: den sehr scharfen Pass wird er vermutlich nicht kriegen. Da Bernat überlegt, was er tun soll, verliert er Zeit und in der Zwischenzeit macht sich Rakitic breit und Alves kommt hinter Thiago angelaufen. An Rakitic kommt er vorbei, aber bei dieser Aktion verspringt ihm der Ball (Rakitic macht eine Schnappbewegung, vllt hat das Bernat erschreckt) und Alves kann ihm den Ball klauen.

HW 8. Mai 2015 um 11:47

Hängt vom Betrachtungswinkel ab. Ich denke es trifft beides zu. Neuer muss diesen Pass nicht spielen und Bayern hätte mehr Breite in der Offensive gut getan.

Isabella 11. Mai 2015 um 19:18

Wobei man schon sagen muss, dass auch mit dieser Mannschaft eine bessere Defensivtaktik hätte gefahren werden können… So Sachen wie die Dreierkette zu Anfang mit der wohl versuchten Manndeckung finde ich grundsätzlich hirnrissig (zumindest so wie sie umgesetzt wurde) oder dass Müller und Lewandowski gänzlich alleine auf Reise geschickt wurden und die komplette Barca-Defense alleine auskontern sollten, war auch nicht sonderlich geschickt. Pep Guardiola hat zudem ja vor der Partie gesagt, man könne ohne Robben und Ribery nicht Kontertaktik durchführen und man müsse es mit Ballbesitz versuchen finde ich wiederum unlogisch, da doch gerade diese Ballbesitzstrategie ohne kreative und dribbelstarke Spieler wie eben diese zwei in den letzten Jahren bei Bayern (und vergleichbar auch bei anderen Vereinen) nie wirklich funktioniert hat und sich durch die eigene Statik dann oft selbst ausgehebelt hat. Das ist wohl auch der Grund, warum sich viele scheinbar unterlegene Mannschaften mit technisch „normal“-guten Spielern erstmal hinten eng reinstellen und dann beim Kontern wieder einigermaßen Breite herstellen und damit oft auch ganz gut fahren, oder nicht ? Verbessert mich bitte (mit detaillierten Argumenten!! 😉 ), wenn ich mich da vertue, aber mir scheint gerade bei solchen Vorraussetzungen eine Kontertaktik als die logische Konsequenz.

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Libano 9. Mai 2015 um 09:54

Ich mag deine Analyse, kann dir eigentlich nur voll zustimmen bis auf den Punkt, dass mit Robben und Ribery auf dem Platz Barcelona seine Flügelverteidiger anders aufstellen hätte müssen bzw einen extra Spieler zum Doppeln von Robbery aufopfern hätte müssen. Könnte einen Unterschied in der Spielbalance machen. Ich hatte das Gefühl dass die Defensivreihe von Barcelona schlagbar war, leider fehlten die Spieler um das auszunutzen. Das Heynckes-Team von 2013 hätte dieses Barcelona schlagen können.

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sebi 10. Mai 2015 um 02:08

„Das Heynckes-Team von 2013 hätte dieses Barcelona schlagen KÖNNEN.“
Stimme ich zu.
Aber das Guardiola-Team vom Herbst 2014 hätte sowohl dieses Barcelona als auch das Heynckes-Team von 2013 – ohne jeden Zweifel – geschlagen. Und das macht den vermeintlichen Rückblick auf die aktuelle Saison so bitter.

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HW 11. Mai 2015 um 08:34

Fußball ist nicht statisch. Der Zustand einer Mannschaft lässt sich nicht einfrieren. Auch mit Heynckes wäre die Verteidigung des CL Titels wahrscheinlich missglückt. Auch Heynckes hätte den Fußball der Bayern entwickeln müssen. Er hätte es sicher anders getan als Guardiola. Aber das alles sagt nichts über den dann möglichen Erfolg aus.

Wenn wir die langfristige Arbeit der Bayern betrachten, dann hat es dieser Verein geschafft zum regelmäßigen Halbfinalisten in der Champions League zu werden. Und das über mehrere Trainer hinweg. Ob man dann das Finale erreicht oder sogar gewinnt hängt vorrangig von mittel- und kurzfristigen Faktoren ab. Aber dieses Leistungsniveau ist höher als noch vor etwa 10 Jahren.
Ich denke es ist falsch das Team von 2013 mit dem von heute in Konkurrenz zu stellen. Langfristig handelt es sich um das gleiche Konstrukt und ist damit keine Konkurrenz, sondern eine andere Entwicklungsstufe. Und meiner Meinung nach ist es heute eine Weiterentwicklung, Bayern ist nicht trotz Guardiola im Halbfinale der Champions League, sondern wegen ihm. In einer Saison mit vielen Verletzten und wenig personeller Konstanz wären andere Teams auseinandergefallen und früher ‚gescheitert‘. Auch dank Guardiolas Arbeit fällt es den Spielern leicht zurück ins Team zu kommen und dabei unterschiedliche Taktiken umzusetzen. Die Mannschaft ist wesentlich anpassungsfähiger als früher.
Mittelfristig lässt sich noch einiges aus dem Team herausholen, aber dafür bedarf es einer stetigen Entwicklung. Kurzfristig muss Bayern diese schwierige Situation verkraften, was sie wie beschrieben sehr gut machen.

Es wird die Zeit kommen wenn Guardiola nicht mehr Trainer ist und wenn ein anderer Trainer andere Vorgehensweisen anwendet. Auch das ist dann eine wahrscheinlich notwendige Entwicklung. Aber nach dem Triple war Guardiola der vielleicht beste Trainer den sich Bayern wünschen konnte. Er hat den Willen, das Wissen und das Können eine notwendige Entwicklung zu leiten. Kein anderer Trainer wäre so konsequent gewesen. Entweder wäre bestehendes verwaltet worden, was mit einem Rückschritt gegenüber der Konkurrenz einher gegangen wäre. Oder ein anderer Trainer wäre mit Reformen gescheitert, entweder an ausbleibenden Ergebnissen oder an anderen Widerständen.

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Tipic 7. Mai 2015 um 22:39

Es gehört zwar nicht hier her, aber zumal auch weiter unten angeregte (Spieler-)Personaldebatten geführt werden, stelle ich mal die These in den Raum, dass das (mutmaßliche) CL-Aus die Chancen erhöht, dass Pep seinen Vertrag verlängert und zumindest bis 2017 bleibt. Anders ausgedrückt: Im Falle eines CL-Sieges hätte er schon alles (oder zumindest das bedeutsamste) erreicht und würde wohl eher nach einer neuen Herausforderung Ausschau halten.
Was meint ihr?

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RM 7. Mai 2015 um 23:10

Quasi: Pep bleibt so lange bei Bayern, bis er dort die CL geholt hat?

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Tipic 7. Mai 2015 um 23:35

Ich weiß nicht, wie „titelversessen“ er ist, aber es ist nun mal der wichtigste Titel im Vereinsfußball, und ich kann mir schon vorstellen, dass er den bei seiner ersten Trainerstation außerhalb von Barcelona gerne holen würde.
Würde er den CL-Titel dieses Jahr gewinnen, wäre diese Motivation hinfällig.
Es ist natürlich auch möglich, dass er den Titel im kommenden Jahr holt … Aber seinen Vertrag müsste er wohl diesen Sommer verlängern, weil der FCB ja auch eine gewisse Planungssicherheit braucht.

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HW 8. Mai 2015 um 09:51

Hängt wohl auch davon ab ob und wie er den Kader umbauen kann und ob er nicht irgendwann müde wird. Es wäre aber schon ein tolle Aufgabe wenn er den Umbruch vornehmen könnte.

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Koom 8. Mai 2015 um 10:04

Mich würde es überraschen, wenn er das tun würde.

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HW 8. Mai 2015 um 11:51

Das hängt von seiner Lust ab. Ein Umbruch dauert zwei bis drei Jahre. Man könnte sagen er hat schon angefangen. Trotzdem kann er natürlich für sich feststellen, dass er nicht sechs Jahre bei Bayern bleiben will, sondern maximal vier. Und dann würde er wohl gehen wenn der Umbruch erst richtig greift. Dazu wird er auch immer schauen welche Angebote er bekommt. Vielleicht ist irgendwo gerade ein Trainerstuhl frei der ihn interessiert und er will die Gelegenheit nutzen.

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Tipic 8. Mai 2015 um 13:18

Bin gespannt, wo der Pep nach München landen wird. Früher oder später wird er wahrscheinlich Trainer der spanischen Nationalmannschaft. Aber clubmäßig? Deutsche, spanische und italienische Vereine scheiden zumindest kurz-/mittelfristig eher aus. Paris kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen. Bleibt England. Chelsea wird’s kaum werden, also wahrscheinlich einer der beiden Vereine in Manchester, Arsenal oder eventuell Liverpool …?

CE 8. Mai 2015 um 13:32

„Früher oder später wird er wahrscheinlich Trainer der spanischen Nationalmannschaft.“

Würde das politisch wirklich funktionieren?

HK 8. Mai 2015 um 13:42

Vielleicht der katalanischen??
Italien, Klub oder NM, könnte ich mir gut vorstellen.

Felix 8. Mai 2015 um 14:22

@Tipic: Ich könnte mir vorstellen, dass er Manchester United gerne einmal trainieren würde. Ich meine mich da an solche Aussagen in der Vergangenheit zu erinnern. Ich denke vG wird dort auch nicht mehr ewig bleiben und das wäre dann der nächste Schritt für Pep. Nach England will er bestimmt noch mal in seiner Trainerkarriere

Tipic 8. Mai 2015 um 16:28

@ CE: Gute Frage!
Ich kenn mich in Spanien zu wenig aus, um das beantworten zu können. Aber mit Aragonés war ja schon mal ein ehem. Barca-Trainer Nationalmannschaftscoach. Freilich war der kein Katalane.
Hängt wahrscheinlich auch davon ab, wie sich das mit der angestrebten Unabhängigkeit Kataloniens entwickelt. Ich kann mir vorstellen, dass die Unabhängigkeitsbewegung relativ schnell wieder abflacht, wenn Spanien aus der Krise kommt und wirtschaftlich wieder gut dasteht. Eine breite Unterstützung wäre dann wahrscheinlich nicht mehr gegeben.

CE 8. Mai 2015 um 17:46

Mir ging es eher darum, dass Guardiola ein sehr starker Vertreter der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung ist und dies auch deutlich in der Öffentlichkeit vertritt. Insofern halte ich ein Engagement seinerseits für unwahrscheinlich.

SuperMario33 8. Mai 2015 um 18:04

Pique ist der absolute Super-Katalanist und spielt für die Roja… ich glaub nur Oleguer hätte nie für Spanien was gemacht. Aber ist Pep nicht als Nationaltrainer von Quatar fest gebucht?

Schorsch 8. Mai 2015 um 21:28

Bei ManCity sind doch zwei frühere Guardiola-Spezln in verantwortlichen Positionen, oder? Geld hat’s da genug und man dürfte Guardiola wohl einiges an teuren Transfers zugestehen. Einen Top-Club der Seria A würde ich auch nicht ganz von der Hand weisen. Pep dürfte italienisch sprechen. Der eine oder andere Club möchte gerne an große alte Zeiten anknüpfen und auch wenn das Geld heute restriktiver eingesetzt werden muss, wird der eine oder andere Mogul sich finden, der etwas locker macht. PSG ist eher weniger wahrscheinlich, aber auch nicht gänzlich auszuschließen. Die Marie stimmt auch dort. Und dann gibt es ja immer noch die Möglichkeit, zum FC Barcelona in anderer Position zurückzukehren. Da will ja jemand wieder zurück auf den Präsidentensessel und will diese Trumpfkarte spielen. Wenn Enrique allerdings so weiter macht, dann wird der Name Guardiola immer mehr Geschichte werden und nicht mehr die Sehnsucht nach der Anknüpfung an frühere Erfolge verkörpern. Und beim FC Barcelona bleibt alles so, wie es jetzt ist.

An ein langfristiges Wirken beim FC Bayern mag ich nicht glauben. Ich halte prinzipiell vieles für möglich. Eine Trennung nach dieser Saison, ein Erfüllen des Vertrages (aber keine Verlängerung darüber hinaus), eine Verlängerung um 2 Jahre (wobei dann nach einem Jahr die Vertragsauflösung erfolgt). Aber länger als 4 Jahre beim FC Bayern halte ich für äußerst unwahrscheinlich.

SuperMario33 9. Mai 2015 um 07:10

Ok, Mario war am Do nicht so suuper, aber ich bleib bei meinem Namen, aber nun zum off-topic-Thema: Guardiola hatte mal gesagt, er würde Brescia sogar umsonst trainieren… wenn er das macht, ist er wahrlich Fussballromantiker, so wie Baggio…

HW 10. Mai 2015 um 12:55

Was wissen wir denn schon nach welchen Kriterien Guardiola seine Jobangebote auswählt.

koom 10. Mai 2015 um 18:20

Wenig. Und bei einer Karriere, die bislang nur den FC Barca und FC Bayern, zwei der reichsten und stärksten Klubs, umfasst, kann man auch kaum Rückschlüsse ziehen. Und einige der wenigen, die man ziehen kann, sind teilweise auch nicht so charmant und werden gleich mit „aberderhatdochvielerfolg“ plattgebügelt.

Mit dem FC Bayern der letzten 2-3 Jahre wird aber selbst ein bekiffter Goldhamster Deutscher Meister (was neben der hohen eigenen Konstanz vor allem aber der zerrütteten Konkurrenz zu verdanken ist).

HW 11. Mai 2015 um 08:43

Mit einem bekifften Goldhamster hätte Bayern sicher nicht die CL 2013 gewonnen oder die schnellste Meisterschaft ein Jahr später eingefahren. Wer sowas schreibt sollte da nochmal drüber nachdenken. Spieler sind wichtig, aber Spieler brauchen auch Anleitung. Und man erkennt deutlich bei den Bayern wie die letzten Trainer die Mannschaften angeleitet haben. Man erkennt die sogenannte Handschrift. Das ist bei anderen Teams nicht anders. Ohne Trainer versinkt so ein Team im Chaos, außer es hat einen Drang zur Selbstorganisation den man nur selten in der Fußballgeschichte erlebt hat.
Ein bekiffter Hamster kommt doch morgens schon nicht aus dem Bett um überhaupt rechtzeitig zum Training zu kommen oder um den Gegner zu analysieren. Das ist also totaler Schwachsinn den niemand unter die Leute bringen sollte. Irgendein BravoSport Leser glaubt den Mist sonst noch.

HK 11. Mai 2015 um 09:44

Den Goldhamster kenne ich. Das ist der gleiche der Stein und Bein geschworen hat, dass er Dortmund im Winterschlaf in die CL bringt.
Don’t believe the Hamstertalk!

HW 11. Mai 2015 um 09:52

Anderes Thema: Der Umschwung beim BVB oder auch Werder und ähnliches in negativer Art bei anderen Clubs. Zeigt das die Ausgeglichenheit oder eher eine Labilität der Liga?

Ich finde es für Dortmund bemerkenswert und es ist wohl der bestmögliche Rückrundenverlauf noch an der EL in der Liga zu kratzen.

Koom 11. Mai 2015 um 10:06

Das ist schwer zu sagen.

Mal ein paar seltsame Beispiele: Augsburg: Hochstabile Saison bis etwa 10 Spieltage vor Saisonende. Und lässt sich dann plötzlich permanent, aber auch zuhause, schlagen. Und das durchaus verdient, also nicht unglücklich. Oder der HSV: Taumelt monatelang am Rande der Existenzlosigkeit und Lächerlichkeit herum, plötzlich ist da Zug in der Truppe. Selbiges bei Werder Bremen.
Hier und da hats sicherlich auch nachvollziehbare Gründe. Beim BVB sind jetzt mal fast alle Spieler fit und austrainiert, da rollt es dann auch besser und sie kriegen ihre PS auf den Rasen gedrückt.

Auch Mainz verstehe ich bspw. wenig gerade. Dort, aber auch bei vielen anderen Klubs fehlt Konstanz. Unter Tuchel war die vorhanden, auch wenn man mit ihm auch verloren hat. Aber unter Schmitt wechseln sich Powerauftritte mit Schlafwagenfußball ab.

Ich denke, in Sachen Trainingsniveau sind wir bei weitem nicht so gut wie wir Deutschen uns selbst sehen. Guardiola, Tuchel, Klopp, Weinzierl – dahinter wirds dann schon sehr düster aus meiner Sicht. Da trifft man dann meist nur ein und die selbe Spielart immer wieder, die dann aber auch ausrechenbar ist. Freiburg spielt Papier, Mainz Stein und Hamburg Schere. Deswegen gewinnt man einmal eindrucksvoll, beim zweitenmal verliert man willenlos und beim dritten (Stein vs. Stein) entscheidet das Glück.

HW 11. Mai 2015 um 10:23

Ich kann es auch nicht genau einordnen. Dir positiven Beispiele lassen sich meist noch begründen. Beim BVB war die Hinrunde die negative Ausnahme, da war ein Aufstieg zu erwarten (wenn ich auch nicht mit einem so deutlichen plus gerechnet habe). Bei Werder lag es wohl eindeutig am Trainer. Wobei man schauen müsste was sich inhaltlich geändert hat (Standards?). Aber Hamburg hat einfach in der Trainerlotterie mal Glück gehabt, Labbadia hätte auch ein weiterer Trainer ohne Einfluss sein können. Mainz spielt jetzt um nichts mehr. Insgesamt war die Saison OK. Paderborn ist der Anti-BVB. Aber trotzdem ist es doch außerordentlich, dass es so viele Schwankungen geben kann. Selbst wenn ein Team plötzlich besser spielt, müssen andere deswegen nicht einbrechen. Die meisten Teams sind also eher instabil. Das bietet zwar immer positive Überraschungen aber eben auch Einbrüche. Und wenn so viele Teams eher fragil sind dann Frage ich mich ob entweder die langfristige Arbeit nicht gut genug ist (bei allen Teams) oder ob der Leistungsstand so gleichwertig ist, dass fast nur noch kurzfristige Faktoren ausschlaggebend sind. Jeder scheint sich so sehr zu strecken, dass er jederzeit den Halt verlieren kann.

FAB 8. Mai 2015 um 10:38

Ich glaube Guardiola ist kein Trainer für einen Umbruch. Die Bayern werden wohl eher nochmal viel Geld in die Hand nehmen und 2 Stars holen (di Maria und Griezmann oder so ähnlich). Hoffentlich baut Guardiola aber wenigstens Kimmich als 6er auf und setzt Xabi Alonso nur noch als Backup ein.
Der Umbruch kommt dann ab 2016 durch Klopp.

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HW 8. Mai 2015 um 11:43

Ich glaube nicht dass Klopp so schnell kommt. Da ist es wahrscheinlicher, dass Guardiola verlängert und dann von Löw abgelöst wird.

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Isco 8. Mai 2015 um 11:07

Mich würde es sehr wundern, wenn man den Umbruch nicht mit Guardiola wagen würde. Im Vergleich zu anderen Topteams haben sie sehr viel zu tun in den nächsten zwei Jahren. Ribery ist schon weit über seinen Peak und dauernd verletzt, Robben zeigt wieder seine Verletzungsanfälligkeit, Schweinsteiger ebenso, Lahm wird nicht jünger und Xabi war vermutlich von Anfang an nur eine Aushilfe für 1-2 Jahre.

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Koom 8. Mai 2015 um 11:16

Wagen wollen würde man es bayernseitig sicherlich. Aber ob Guardiola selbst die Lust da drauf hat? Die nächsten Wochen werden sicherlich interessant. Zum einen, weil die einst weltbeste Mannschaft jetzt langsam überaltert (und zudem ausgelaugt ist) und bislang sind die Verjüngungsambitionen nicht vorhanden. Junge Spieler wurden bislang nicht wirklich eingebaut, die durften halt mal den Platz warm halten. Und zur nächsten Saison ist noch bislang Funkstelle, ob und wer da kommt.

Dazu drohen zur nächsten Saison sicher auch interne Probleme. Ribery, Robben, Schweinsteiger, Alonso sind alles keine Leute, die sich klaglos auf die Bank setzen. Müller sowieso nicht, der meckert jetzt schon, wenn er nicht durchspielen darf. Ich bezweifle, das Lahm wirklich ruhig bleiben würde (der ist dabei zu BILD-nah), falls er das überraschende Opfer wird. IMO wirklich keine angenehme Situation.

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FAB 8. Mai 2015 um 11:25

Ich glaube das Konfliktpotential sieht man schon auch, davon abgesehen geht es ja auch um die hohen Gehälter und mich würde es nicht wundern, wenn z.B. Schweinsteiger (USA) und Ribery (PSG) die Bayern bereits im Sommer verlassen.

JB 8. Mai 2015 um 11:35

Es müssen ja nicht alle „Alten“ (Ribery, Robben, Lahm, BS31, Alonso) gleichzeitig ausgetauscht werden. Für doe kommende Saison würde es mMn z.B. ausreichen, Alonso nur noch als Backup einzuplanen sowie Ribery und Schweinsteiger öfter mal rauszurotieren (was ja ohnehin durch Verletzungen schon regelmäßig der Fall ist).

Koom 8. Mai 2015 um 15:27

Jaein. Von jetzt auf gleich muss man nix umbrechen.

These: Guardiola steht auf die jungen Spieler wie Gaudino, Scholl, Hojberg, Weiser nicht so sehr. Die sind ihm noch nicht fertig genug, vielleicht auch einfach nicht talentiert genug. Bei Kurt und Kimmich muss man das ebenfalls abwarten.
Außer Thiago hat man für den zentralen Bereich dann keine U30-Spieler. Götze wäre noch da, Pep scheint aber kein Fan von ihm zu sein. Martinez auch, wird aber von Guardiola nach wie vor eher als IV gesehen (wo er verschenkt ist IMO).
Gehen wir davon aus, dass die Verletztenmisere vorübergeht. Dann sind da mit Robben, Ribery, Schweinsteiger, Lahm und Alonso 5 fixe Stammspieler. Außer Alonso auch alle noch in einem Alter, dass sie sicherlich noch 2 Jahre ein sehr gutes Niveau haben.

Soweit zum Status Quo. Junge Spieler wurden diese Saison praktisch keine „auf- und eingebaut“ von Guardiola. Möglicherweise bleibt das im nächsten Jahr so, weil Guardiola lieber fertige Spieler haben will – die dann auch gleichwertig oder besser zum Status Quo sein müssen. Man holt dann also 1-2 ZMs und 1-2 Flügelspieler/OMs, die sich aber mit den noch fitten arrivierten Platzhirschen um Plätze prügeln. Und hintendran die ohne Zweifel hoch talentierten knapp Ü20er, die dann einfach hinten runter fallen.

Logischerweise muss man also jetzt ausdünnen. Alonso und Schweinsteiger sind naheliegend. Beide nicht mehr fit, werden es auch nicht mehr. Dazu noch eventuell Ribery, wobei der eigentlich nicht weg will. Robben ist – wenn fit – sowieso 50% der Offensivtaktik von Guardiola. Und eben teures, frisches Blut von hoher Qualität.

HK 8. Mai 2015 um 15:45

Eigentlich gibt die Vertragslage den Rhythmus des Wandels ganz gut vor.
Die Verträge von Alonso und Schweinsteiger laufen 2016 aus, die von Ribery und Robben 2017, der von Lahm 2018.
Im Prinzip kann man sich danach richten und die Verträge jeweils auslaufen lassen und dann an den fraglichen Punkten nachrüsten.
Imo könnte ich mir bei Robben noch am ehesten eine Aufstockung um ein/zwei Jahr vorstellen.

Felix 8. Mai 2015 um 15:49

Also gerade Gaudino und Scholl sind einfach noch nicht weit genug, die beiden sind doch gerade einmal 17. Lass die beiden mal inruhe noch ein Jahr bei den Profis trainieren und in der zweiten sich ein bisschen Wettkampfhärte holen. In den letzten Spielen jetzt wird insbesondere Gaudino bestimmt auch noch ein paar Einsätze bekommen. Warum er Hjöberg nicht mehr eingesetzt hat, versteh ich aber auch nicht so ganz, der hat finde ich nie enttäuscht wenn er gespielt hat. Ich denke in der jetzigen Phase hätte er zwar mehr gespielt, dem tut die Spielpraxis in Augsburg aber denke ich auch recht gut. Weiser hat doch recht viel gespielt in letzter Zeit, bei ihm hatte man ja lange das Gefühl, das er sich selbst im Weg steht. Hier heißt es abwarten, ob man mit ihm verlängert. Und Kurt ist glaube ich auch noch nicht weit genug, wobei ich meine dass man ihn durchaus hier und da hätte reinwerfen können. Aber das er nicht auf die Jungs steht glaube ich nicht, sonst würde er beispielsweise nicht den A-Jugendlichen Gaudino regelmäßig bei den Profis mitrainieren lassen und hätte ihn auch schon garnicht mit ins Trainingslager genommen, so als Beispiel.

Ich gehe aber davon aus, dass insbesondere Gaudino und Kurt in der nächsten Saison mehr Einsätze bekommen werden, Hjöberg geht denke ich noch ein Jahr nach Augsburg. Scholl mal sehen, der war ja diese Saison wohl noch nicht weit genug für die Profis.

Nachgebessert wird denke ich in erster Linie in der Offensive um eben Ausfälle von Ribery,Robben und Lewandowski besser abfangen zu können. Im zentralen Mittelfeld muss man gucken, wie belastbar Schweinsteiger und Alonso noch sind. Wenn die zumindest wieder auf halbwechs in die Spur kommen, braucht man hier denke ich nicht nachbessern, insbesondere um Hjöberg nicht den weg zu verbauen. Und wenn man mit Weiser verlängert, braucht man auch keinen neuen Rechtsverteidiger finde ich,

Schorsch 8. Mai 2015 um 21:57

Hängt nicht nur von Pep ab. Die Clubführung wird auch ihre Erwartungen haben, jenseits von dem was offiziell verkündet wird. 2013 war der internationale Fokus voll auf die Bayern gerichtet. Triple unter Don Jupp; Übernahme des Traineramtes durch den internationalen Trainerstar schlechthin. Doch spätestens ab Halbfinale der CL war da ein Knacks, der sich offensichtlich diese Saison zu wiederholen scheint (ok, Rückspiel abwarten…). Vom Triple über das Double zum Single. Und die internationale Aufmerksamkeit haben wieder andere. Vielleicht macht man sich ja doch andere Gedanken an der Säbener als man nach außen kommuniziert.

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Felix 9. Mai 2015 um 12:14

Das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Bayern wird diese Saison und insbesondere das Ausscheiden richtig einordnen denke ich und Pep in keinem Fall entlassen. Man wird denke ich weiterhin versuchen mit dem Trainer zu verlängern, die Frage ist nur, ob Pep das auch will.

Antworten

Schorsch 9. Mai 2015 um 12:36

Die Frage ist doch, wie ordne ich diese Saison denn ‚richtig‘ ein? Da gibt es sicherlich unterschiedliche Blickwinkel und Betrachtungsweisen. Ich halte wie geschrieben so ziemlich alles für möglich hinsichtlich Guardiolas Verbleib in München. Anders ausgedrückt, ich schließe nichts aus. Mich stört halt nur ein wenig, dass viele davon ausgehen, die Entscheidung läge bei Guardiola allein. Es gibt immer zwei Parteien und kein Trainer ist sakrosankt. Es kann genauso gut sein, dass Bayern zu dem Schluss kommt man wolle den weiteren Weg nicht mehr mit Guardiola über dessen Vertragsende hinaus gehen. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass Bayern seinem Trainer eine carte blanche ausstellt.

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Schorsch 8. Mai 2015 um 16:29

Nur einmal so, welche Spieler in seriösen und weniger seriösen Sportmedien als mögliche Neuzugänge für die Bayern zur neuen Saison gehandelt werden:
Bale, di Maria, Griezmann, Gündogan, Dragovic, de Bruyne, Coric, Firmino, Ivanovic, Coleman, Darmian, Maksimovic, Xhaka, Tielemans, Pedro. Und noch andere , die ich jetzt nicht mehr auf die Reihe bekomme. An Castro war man auch interessiert. Wie auch immer, es konzentriert sich (wenig überraschend) auf die offensiven Außenpositionen, das defensive/zentrale Mittelfeld und die Abwehr. Hier auf die rechte AV-Position und die IV. Irgendwer hat auch etwas von einem eher zentralen Stürmer gesagt, der auch als hängende Spitze eingesetzt werden kann. Alles dabei, von jungen Talenten über Spieler ‚im besten Fußballeralter‘ bis hin zu alten Haudegen. Erscheint alles nachvollziehbar, vor allem wenn man die Verletztensituation und die teilweise Überalterung des Kaders berücksichtigt, was partiell miteinander korreliert. Ganz gleich, wieviele und welche neuen Spieler für welche Positionen letztlich verpflichtet werden, eine Stange Geld werden sie kosten. Auch wenn man reichlich frisches Geld hat bei Bayern, so wird man dennoch für Spieler, die man abgeben will/muss, noch etwas Ablöse erzielen wollen. Das hieße dann, man müsste auch Spieler veräußern, für die man noch ordentlich kassieren könnte. Z.B. Martínez, was ich sehr bedauern würde.

Wenn es so kommen sollte, dann würde sich bei Bayern der Trend der letzten Jahre weiter verstärken und man wäre auch in diesem Punkt den anderen Großclubs immer ähnlicher. Muss vielleicht so sein, um dauerhaft um 3 Titel pro Saison mitspielen zu können, ich weiß es nicht. Mit etwas Wehmut (ist nur meine persönliche Einstellung) denke ich da an van Gaal zurück. Sicher gab es da auch einen Mega-Transfer mit Robben. Der auch sofort einschlug. Aber ansonsten hat er den ‚Umbruch‘ kaderintern vollzogen, sei es durch Umpositionierung (Schweinsteiger) oder das konsequente Setzen auf Nachwuchsleute (Müller und Badstuber; Alaba und Contento sollte man in diesem Zusammenhang auch nennen). van Gaal hatte da ein offenes Ohr für das was der ‚Tiger‘ ihm empfohlen hat.

Nicht dass Guardiola jungen Machwuchsspielern keine Einsatzzeiten gäbe. Aber auf mich wirkt das nicht so, als wenn er auf diese setzen würde. Vielleicht täusche ich mich ja, aber ich habe den Eindruck, dass die jungen Talente für die Zeit nach Guardiola eingeplant sind und für den in der nächsten Saison anstehenden ‚Umbruch‘ höchstens eine untergeordnete Rolle spielen. Warten wir es ab.

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JB 8. Mai 2015 um 17:24

Ich finde einen „alten FC Bayern“, der sich mit 2-3 Bundesligaspielern und einem Königstransfer (Robben, Martinez) verstärkt auch wesentlich solider, als einen „neuen FC Bayern“, der primär Topstars für sehr hohe Ablösen (di Maria o.a.) aus dem Ausland holt. Ich hoffe daher, dass es bei der alten Version des FCB bleibt. Gefühlt hat der Verein seit Guardiolas Amtsantritt einen Teil seiner Philosophie aufgegeben.

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HW 11. Mai 2015 um 08:50

Di Maria spielt bei Bayern? Diese ’neuen‘ Bayern gibt es (noch) nicht. Im vorletzten Sommer gab es den Königstransfer Götze und den Wunschspieler des Trainers: Thiago (ein echter Königstransfer mMn). In diesem Sommer gab es den Wunschspieler Bernat, den wahrscheinlich notwendigen Schnellschuss Alonso und Rode, und einen Ersatztorwart. Das sieht für mich noch nach den alten Bayern aus. Was die von den angeblichen neuen Bayern unterscheidet weiß ich nicht. Spieler auf dem Niveau kosten Geld, viel Geld, mMn zu viel Geld. Aber leider wollen viele Vereine sehr viel Geld bezahlen und als ein Branchenführer muss man etwas tun um seine Stellung zunverteidigen, das geht am besten mit Qualität.

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Koom 11. Mai 2015 um 09:32

Bernat kam meines Wissens über Reschke, der hatte den schon für Leverkusen auf dem Zettel gehabt. „Königstransfer“ wäre bei ihm übertrieben, aber ein ausgesprochen solider Spieler mit Entwicklungspotential. Soviele talentierte LVs gibt es ja nicht auf dem Markt.

Ansonsten wie gesagt: Ich rechne sehr damit, dass die Bayern min. 2 große Einkäufe planen, um nächste Saison ernsthafter das Triple anzugehen. Ich rechne vor allem fest mit einem weiteren Mittelstürmer (mein Tipp: Aguero), der die Optionen erhöhen soll.

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HW 11. Mai 2015 um 09:48

Ist es wichtig über wen der Transfer angestoßen wurde? Bayern als Ganzes wird hier doch betrachtet. Ich kann keinen richtigen Wechsel im Transfergeschäft erkennen, außer dass man bereit ist mehr Geld auszugeben und versucht Abstand von irgendwelchen mittelmäßigen Bundesligaspielen zu nehmen. Natürlich könnte man Rode auch in die Schublade eines Transfers für die Bank stecken, aber er hat sich eigentlich besser gemacht als viele vergleichbare Transfers früherer Tage. Der Vorwurf Bayern kaufe die Bundesliga leer … ich glaube Bayern will vor allem Qualität haben egal ob nun aus der Bundesliga oder von anderswo. Da man aber mittlerweile ein europäischer Spitzenclub ist, kann man sich nicht nur auf den Spielerpool der Bundesliga beschränken. Trotzdem sehe ich keine Topstars aus anderen Ligen hier ein fliegen, wie von JB behauptet. Di Maria spielt bei Manchester United, nicht bei Bayern. Und selbst wenn die Bayern einen Spieler aus dem Ausland holen, was unterscheidet den dann von Martinez? Oder von Thiago? Das waren ja auch gute und sinnvolle Transfers. Ich kann diese Kritik bzgl. angeblich ’neuer‘ und ‚alter‘ Bayern nicht verstehen. Einerseits wurden die Bayern über Jahre wegen ihrer nationalen Transferpolitik kritisiert und jetzt gibt es Kritik wegen einer angeblich neuen Transferpolitik, obwohl es die doch nicht wirklich gibt. Und dass Bayern viel Geld ausgibt… bei dem Umsatz und bei den Zielen ist dass doch normal und verglichen mit Real, Barca oder Manchester Unter doch sogar noch moderat.

Ob nun Sammer, Guardiola, Reschke oder sonstwer einen Transfer initiiert/vorschlägt ist mir dabei total egal.

Koom 11. Mai 2015 um 10:48

Die Transferpolitik dürfte die gleiche bleiben wie spätestens seit den 2 BVB-Meisterjahren: Weniger Masse, mehr Klasse. Keine 2.Liga-Petersens mehr. Sicherlich nach wie vor mal ein ablösefreies Talent wie Rode, Kirchhoff, das kein Risiko darstellt. Dazu dann 2-3 Transfers, gerne auch aus der heimischen Liga – und ja, da unterstelle ich den doppelten Nutzen: eigene Stärkung + Schwächung des Tagesgeschäftsgegners.

Ist ja auch alles sehr sinnvoll, machen die anderen „großen“ ja auch nicht anders. Kann mir deswegen gut vorstellen, dass ein Sommertransfer der Bayern 50+ Mios kosten wird. So fern lagen sie zuletzt ja auch nicht mit diversen Transfers um/über 30 Mios.

Felix 11. Mai 2015 um 12:50

Ja das stimmt, Bernat war ein Transfer von Reschke/Sammer, Guardiola wollte nur einen weiteren Linksverteidiger. Er hat damals im nachhinein sogar zugegeben, dass er vor dem Transfer von Bernat gewarnt hat, da es ja auf ihn zurückfallen würde, falls der Spieler floppt.

Ich gehe derzeit auch fest davon aus, das der FCB zur kommenden Saison ~2 Toptransfers tätigt. Mit Kimmich wurde bereits ein großes Talent verpflichtet, dazu will man vermutlich Gaudino und Kurt etwas stärker einbinden, vielleicht auch noch den kleinen Scholl. Mal sehen, lassen wir uns überraschen 🙂

HW 11. Mai 2015 um 10:27

PS Lewandowski ist auch gekommen. Aber der war ablösefrei, also auch kein Transfer der Kategorie Bale oder Neymar von der finanziellen Seite.

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Clint01 11. Mai 2015 um 23:59

„Gefühlt hat der Verein seit Guardiolas Amtsantritt einen Teil seiner Philosophie aufgegeben.“ Guter Punkt, aber ich glaube persönlich, da sollte man auch den Austritt von Hoeness nicht ganz vergessen. Bin mir sicher, dass der da immer ein großes Wörtchen mitgeredet hat, und jetzt fehlt halt dieser Sachverstand….

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FAB 11. Mai 2015 um 11:47

„Mit etwas Wehmut (ist nur meine persönliche Einstellung) denke ich da an van Gaal zurück. Sicher gab es da auch einen Mega-Transfer mit Robben. Der auch sofort einschlug. Aber ansonsten hat er den ‘Umbruch’ kaderintern vollzogen,“
Naja bei van Gaal gab es folgenden Transfers:
Gomez (35 Mio.), Robben (24 Mio.), Luis Gustavo (15 Mio.) Tymoshchuck (11 Mio.), Pranjic (7,7 Mio. ), Braafheid (2 Mio.)
Speziell die 35 Mio. für Gomez waren damals schon ein Haufen Geld, Robben sicherlich ein Glücksfall, Pranjic und Braafheid die beiden Wunschspieler von van Gaal die beide gefloppt sind. Naja und Spieler für 10 Mio. kann man bei den Bayern schon unterschlagen.
Aber richtig, van Gaal hat tatsächlich eine Mannschaft aufgebaut, etwas was Guardiola wohl nicht gelingen wird, aber die Transferpolititk war doch noch nie grundlegend anders, auch wenn heute andere Summen gezahlt werden. Aber daran müssen wir uns gewöhnen, mal sehen wann die Bayern ihren ersten Spieler für 100 Mio. EUR kaufen …???

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HW 11. Mai 2015 um 12:15

Dazu war Bayern in einer anderen Situation. Man wollte damals nach oben. Zuletzt war man immer oben. Da macht man natürlich andere Sachen auf dem Transfermarkt. Heute würde man sicher viele Spieler nicht holen die damals noch irgendwie Sinn gemacht haben. Heute geht es eher um Spieler die bald zu alt sind im eigenen Kader, damals eher darum ob die Spieler gut genug waren. Der Anspruch und der Ist-Zustand sind also anders. Heute sucht man Leute die so gut sind oder sein werden wie das was man zuletzt hatte. Damals suchte man Leute die wesentlich besser sein würden als das was man hatte (und man schaue sich an wen man da z.T. verpflichtet hat).

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FAB 11. Mai 2015 um 12:57

Nein ich denke, die Transferpolitik war unter van Gaal sehr ähnlich wie jetzt unter Guardiola. Was ist denn der große Unterschied zwischen:
1. Gomez,Robben,Pranjic,Braafheid,Luis Gustavo,Tymoschuck
zu:
2. Lewandowski, Götze,Thiago,Bernat,Benatia,Xabi Alonso

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HW 11. Mai 2015 um 20:01

Die Technik der Spieler ist im Schnitt jetzt besser.

Damals war Robben eher eine günstige Gelegenheit weil Real seine Holländer los werden wollte. Ich denke heute haben die meisten Transfers mehr Perspektive und mehr Substanz.

Isabella 11. Mai 2015 um 20:06

Ich würde mal sagen der Transfer von Alonso dürfte so in die angesprochene Richtung gehen. Bayern hat ja in den Jahren um LvG und Heynckes nicht auf abgehalfterte Spieler anderer Topvereine gesetzt, die vor allem (mMn) aus Panik vor einer Personal-Not heraus zusammengekauft wurden. Hierbei wäre es mir (damals schon und vor allem im Rückblick) lieber gewesen, man hätte auf Hoijbjerg gesetzt, da Alonso ja auch nicht wenig Gehalt bekommt und vor allem Schweinsteigers Status als Platzhirsch angreift (direkt oder indirekt) und man sich zusätzlich durch sein angesprochenes hohes Alter und den anderen Punkten eine weitere Baustelle aufgemacht hat (neben Peps Versessenheit auf ihn natürlich). Was meiner Empfindung nach den größten Unterschied hierbei zur „alten“ Bayernpolitik ausmacht, ist die scheinbare Unüberlegtheit solcher Transfers. Früher wurde um jeden etwas teureren Spieler ein rießen Prozedere gemacht, und der Transfer ging immer über die Vorstandschaft, die sich bei großen Wechseln stets in den Vordergrund gedrängt hat, wodurch natürlich der Eindruck entsteht, Guardiola hätte jetzt in diesem Punkt zu viel Entscheidungsfreiheit und man würde ihm jeden noch so großen Spielerwunsch erfüllt. Wie es tatsächlich ist, wissen wohl nur die wenigsten…

HW 11. Mai 2015 um 22:51

Geht es jetzt um dies Transfers oder nur darum welcher Eindruck entsteht?

Die Qualität der letzten Transfers ist doch deutlich höher als Braafheid, Tymo und einige andere. Wie gesagt das war damals eine andere Situation. Aber man kann auch sagen: Immerhin greifen die neuen Spieler auch mal vorhandene Strukturen an. Aber das will ich nicht zu sehr strapazierten. Wer sich sorgen um den ‚Eindruck‘ macht, der macht sich die falschen Sorgen. Ist mir scheiß egal wer da die Transfers absegnet oder wer sich dafür vor die Kameras stellt. Sowas wird eh immer von außen kritisiert.

HW 11. Mai 2015 um 22:55

Man muss sich auch nur mal die Hierarchien deutlich machen. Der Vorgesetzte eines Spielers ist der Trainer und dann der sportliche Leiter. Wäre doch seltsam, wenn bei einem Transfer der direkte Vorgesetzte nicht präsent ist. Da Sammer auch Vorstand ist, ist glaube ich bei jedem großen Transfer auch der Vorstand bei der Vorstellung vertreten.

FAB 12. Mai 2015 um 09:44

Hängt sich dieser Eindruck nun an den Xabi Alonso Transfer auf? Was ist mit Eindruck gemeint? Dass Guardiola zuviel Einfluss auf die Transfers hat? Ich denke die Trainer zuvor hatten einen ähnlich großen Einfluss und ich würde sogar behaupten, dass Klinsmann oder van Gaal die Philosphie der Bayern eher mehr verändert haben als Guardiola (was zu dieser Zeit ja auch dringend notwendig war). Allerdings kann man den Unterschied zwischen van Gaal und Guardiola eher am Benatia Transfer festmachen. Van Gaal meinte doch immer, dass Torhüter und Verteidiger nicht gekauft werden, sondern aus dem Nachwuchs kommen sollten, so sollte kein neuer Torhüter verpflichtet werden und es wurde Badstuber aufgebaut. Guardiola ist in dieser Hinsicht sicherlich anders, wobei man ihm Zugute halten muss, dass er eben keine Nachwuchsspieler von der Qualität Badstuber oder Müller hat! Inwieweit Guardiola jemand ist, der eine Mannschaft neu aufbauen kann und dazu Nachwuchsspieler einsetzt wird sich erst in der nächsten Saison zeigen.


Valentin 7. Mai 2015 um 19:37

Bei dem Niveau gibt es offensichtlich zwei Möglichkeiten zum Erfolg zu kommen:
(1) Schnelles Umschaltspiel bei gegnerischem Ballverlust
(2) Individuelle Klasse
Mir ist nicht klar, warum Guardiola immer betont er habe keine Konterspieler. Mit Müller hat er DEN Konterspieler und Götze/Lewandowsky haben das in Dortmund gelernt. Und die entsprechenden Spieler um die Bälle lang und präzise zu spielen sind auch vorhanden.
– Individuell ist mir nicht klar wie man Schweinsteiger auf der 10 spielen lassen kann. Er ist langsam und braucht Platz, da er immer erst nachdem er den Ball bekommen hat überlegt was er damit machen möchte (anders als z.B. Kroos, der dies vorher weiss).
Götze bashing ist zwar modern; er ist aber der deutlich bessere 10er.
– Als weiteres ist mir unklar warum man Müller und nicht Schweinsteiger auswechselt.

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Valentin 8. Mai 2015 um 00:44

Da hat wohl jemand den selben namen. Dann kann ich auch gleich mal antworten. Ich finde diese Reduzierung auf Umschaltspiel und individuelle Klasse viel zu vereinfachend. Individuelle Klasse braucht man natürlich, aber sie muss auch passend eingebunden werden. Auch Messi profitiert von den Bewegungen um ihn (z.B. Rakitic und Suarez). Und ein effektives Umschalten ist halt auch leichter gesagt als getan, gerade gegen Barca. Zumal Bayern eine totale Konterstrategie auch nicht gewohnt ist. Was ich sagen will, es gibt auch andere Möglichkeiten zum Erfolg. Oder zumindest sollte eine größere Differenzierung vorgenommen werden.

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Nick704 10. Mai 2015 um 18:45

Ich stimme voll zu. Bayern hat 2013 unter heynckes alles gekonnt. Auch Kontern und dagegen halten. Und bereits nach einem halben Jahr hat guardioala gesagt, beides könne seine Mannschaft nicht. Das fand ich schon damals fatal.
Wenn man die Tore aus der der letzten henyckes Saison ansieht: eines schöner als das andere. Ich finde, Pep hat eine Stärke seiner Mannschaft nicht sehen wollen und ihnen das so engeredet. Warum das die Verantwortlichen bei Bayern so durchgehen lassen ist mir ein Rätsel.

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Erkinho 7. Mai 2015 um 18:50

Also, dieses Match war auf taktischer Ebene mit großem Abstand das Beste was man so in den letzten Jahren verfolgen durfte (eigentlich sogar das beste in diesem Jahrzehnt)..nicht die Mannschaften an sich..da war noch teilweise deutlich Luft nach oben…bei beiden Teams.

Als Gegenpressing auf Gegenpressing folgte und Xabi Alonso…ich wiederhole Xabi Alonso (!!!) konstant gute und teils strategisch extrem wertvolle KURZpässe aus der Bedrängung heraus an den Mann brachte, bin ich fast vom Stuhl geflossen…

Echt schade, dass Alabalık nicht mitspielen kann..ein wirklich herber Verlust…auf dieser Welt können es wohl nur Vidal und der Bub‘ mit Messi im 1gg1 aufnehmen..uuuund dennoch hätte man wirklich nicht 0:3 verlieren brauchen..ein 2:0 in München wäre sicherlich drin gewesen…

Nächste Saison sollte man sich nach einem Partner für Alcántara umsehen..vllt Dani Parejo oder Dani Baier oder einfach Dani…ähm..Rafa Alcántara (aber Luis Enrique sagt dann wohl: „Rafa oder nix.“)

P.S. – Der Teufelsdreier bei Barca war mal wieder göttlich.

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dermomentderballannahme 7. Mai 2015 um 18:03

Jetzt mal die Luft anhalten liebe Bayernjuenger.
Ich habe mitnichten zwei gleichwertige Manschaften gesehen.
1. Bayern hatte eine Torchance und sonst ein Rollerchen auf das Tor von Barca.
Barcelona dagegen deren acht und davon 3 zwingende, die Tore nicht gezaelt.
2. die technische Qualitaet ist bei Barca dann doch nochmal eine andere Liga.
die Genauigkeit der Paesse, gefuehlt koennen alle mal eine Mann ausspielen, Ballannahme,Ballbehauptung.
Das ist eben der Unterschied von der Kopie zum Orginal.

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libano 7. Mai 2015 um 20:04

wobei bayern dass auch besser kann mit dem passspiel, siehe manchester.

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Alex 7. Mai 2015 um 17:57

Ich fand das hohe Pressing und die Mannorientierungen der Bayern sehr effektiv, so konnte Barca nicht flacht von hinten aufbauen. Nur die zeitweilige Gleichzahl der Münchner Abwehrreihe fand ich kritisch bei so schnellen Angreifern auf der gegnerischen Seite.
Überrascht hat mich die Abseitsfalle der Bayern. Spielen Sie die in der Bundesliga auch?

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Erkinho 7. Mai 2015 um 19:43

aber doch nichts so mannorientiert ohne Absicherung…das war ne komplette Schnapsidee…Bielsa wäre dennoch stolz..wahrscheinlich dachte man, dass der physische Vorteil der letzten Linie, besonders im Luftzweikampf, die technischen und motorischen Defizite wettmacht..

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libano 7. Mai 2015 um 20:08

suarez ist übrigens viel langsamer als boateng, bei dem ist es eher die handlungsschnellheit.

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dermomentderballannahme 8. Mai 2015 um 00:25

Boateng faellt leider um wie ein Mehlsack wenn jemand Haken schlaegt

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Valentin 8. Mai 2015 um 10:15

Weil Messi ja auch einfach irgendjemand ist.

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Insider 8. Mai 2015 um 10:51

Badstuber hätte sich bei der Aktion von Messi mal wieder das Kreuzband gerissen! Also Hut ab vor Boateng, dass er sich nicht verletzt hat.

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FAB 8. Mai 2015 um 11:09

… es geht ja auch darum, dass sich Messi den Ball auf seinen schwächeren rechten Fuß gelegt hat. damit hat Boateng halt nicht gerechnet und so kommt er dann aus der Balance. Das dann Messi mit seinem schwächeren rechten Fuß den Ball in dieser Form auch noch über Neuer lupft ist dann nur noch außerirdisch.

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Koom 8. Mai 2015 um 11:11

Der Fehler (sprich: Pass zu Messi) ist halt vorher passiert. Boateng ist da halt wirklich die ärmste Sau, auch wenn es nicht Messi wäre (sondern ein anderer CL-tauglicher Stürmer).

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Benj 7. Mai 2015 um 16:52

Selten auf diesem Niveau einen Trainer gesehen, der so zielsicher vercoacht hat, nämlich gleich zweimal:

Wenn der liebe RM zum Thema 3-4-1-2 der Bayern schreibt: „An sich ist das keine schlechte Idee“, dann kann man nur noch den Kopf schütteln ob seiner Realitätsverweigerung. Der liebe RM schreibt ja auch selbst hinten nach „aber Barcelonas Stürmer sind nicht nur zu schnell und dribbelstark, sondern auch zu intelligent“. Also was jetzt? Doch keine gute Idee? Oder doch aber auch nicht? Und so nebenbei, das konnte der liebe Guardiola nicht wissen? Hmm? Der liebe RM sollte vielleicht eine Guardiola Kirche gründen, um ein Sammelbecken für die „Guardianatiker“ zu bieten. Das ist langsam richtig peinlich, diese Götterverehrung.

1) Alonso als der 6-er vor einer 3-er Kette hat noch niemals funktioniert, ebenso wenig als tiefer 6-er vor einer 4-er Kette, weil ihm einfach jegliche Fähigkeiten fehlen, das Spiel hinter ihm zu lesen und hier eben die offenen Räume zu stopfen. Aber hey, warum nicht weiter daran festhalten? Vielleicht klappt’s ja einmal, im Cup gegen einen 17t-Ligisten.

2) Schweinsteiger als Spielmacher hat noch niemals funktioniert, weil ihm jegliche Dynamik fehlt, im vorderen Drittel den leeren Raum in der Vorwärtsbewegung zu suchen und sich dort anspielen zu lassen. Aber hey, warum ihn auf der 6-er spielen lassen, wo er zur absolut-absoluten Weltklasse gehört? Löw, van Gaal und Heynckes verstehen offenbar eh nichts vom Fußball.

3) Dieses ewige Umstellen kostet Stabilität, weil sich keine Automatismen bilden, um in Drucksituationen die gruppentaktisch richtigen Entscheidungen abzurufen. Aber hey, warum nicht weiter alle und alles wechseln? Hauptsache es finden sich Pseudo-Experten, die dann schreiben können, wie toll diese Innovationen nicht wären, als hätten alle Trainer vor 2006 nur Weißwurst-Niveau gehabt.

Vorschlag für ein Guardiola Buch, von RM: „G wie Gott, oder wie Guardiola den Fußball neu erfand“
Vorschlag für ein Guardiola Buch, von mir: „Vergeigt, verkackt, vercoacht. oder wie alle Guardiola überschätzen“

PS: Das ist mein letzter Beitrag auf SV. Ich sehe viel Geschreibe, aber wenig Kompetentes, sowohl bei den Autoren als auch noch mehr bei den Lesern. Nichtsdestotrotz allen weiterhin alles Gute.

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Libano 7. Mai 2015 um 16:56

Danke für den Kommentar und viel Glück auf der Suche nach einer deinem Kompetenzniveau entsprechenden Diskussionsplattform.

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schleimach 7. Mai 2015 um 17:35

guter Beitrag. Ohne seine kleinen Masia-Zauberer zeigt sich der fehlende Wirklichkeitsbezug Guardiolas und seines eingekapselten Denkens. Fussball ist doch eigentlich ein einfacher Sport?

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Dr. Acula 7. Mai 2015 um 17:47

das was du nimmst, will ich auch mal gern probieren

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RM 7. Mai 2015 um 18:14

Ähm, auf dem Papier ist das eben keine schlechte Idee, wenn die Absicherungsbewegungen gepasst hätten und man das anders aufgezogen wäre. So war das halt Katastrophe und die Begründung dafür schrieb ich auch in den folgenden Absätzen, was du auch entzifferst, aber in deiner Suche nach persönlichen Angriffen irgendwie komplett uminterpretiert hast. Fürs Protokoll: Ja, Guardiola hat sich da absolut vercoacht. Bezweifelt auch keiner. War auch nicht das erste Mal in seiner Karriere.

Ansonsten wünsche ich noch eine schöne Suche nach einem kompetenteren Forum, alles Gute.

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*Er 7. Mai 2015 um 19:40

Aber das hier ist doch gar kein Forum! Vielleicht war es auch nur ein versteckter Hilferuf endlich hier eines zu gründen. 😉

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RM 8. Mai 2015 um 12:22

Es gibt doch bereits seit Monaten ein Forum, wieso meldet sich denn keiner der Leser an?

http://spielverlagerung.de/wp-content/uploads/2015/05/Forumscreenshot.png

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razor19911 8. Mai 2015 um 14:22

What the fuck? Wo findet man das Forum???????

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LuckyLuke 7. Mai 2015 um 22:50

Ich empfehle beispielsweise die Bild, da passt die völlig unbegründete und unangebrachte persönliche Polemik sehr gut hin.
Oder natürlich den Schwarzwälder Boten, ein Qualitätsblatt aus meiner Heimat, hier dürfte deine fundierte Meinung Gehör finden…

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Maratonna 8. Mai 2015 um 08:38

Geh’doch auf monolog.de und verfasse deine Analysen und entsprechenden geistreichen Analysen selbst. Tschüüss!

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Libano 7. Mai 2015 um 16:46

Zwei Dingen fielen mir bei den Bayern noch auf:
1. Die körperliche Überlegenheit von vor 2 Jahren war weg.
2. Diese unbedingte Siegermentalität auch.

Das Jahr nach dem Weltmeistertitel ist schwer, da sind andere einfach hungriger. Neben der fast schon gespenstigen Verletzungsserie für mich auch ein Grund für die relativ durchwachsenen CL-Auftritte von Dortmund und Bayern. Dass sich bei Bayern in den letzten Wochen die Niederlagen gegen vernünftige Gegner häufen (BVB, Gladbach, L’kusen, Porto, Barca) ist alles andere als ein Zufall. Die Jungs brauchen endlich Urlaub. Ich glaube beim Rückspiel gibt’s nochmal ’ne Niederlage, leider.

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Kosmopolit 7. Mai 2015 um 15:40

Die Idee Guardiolas,
Mann gegen Mann ein Team mit der Qualitaet von barca zu verteidigen war zum scheitern verurteilt.
Sowohl Iniesta als auch Suarez, Neymar, Messi und auch Alves konnten sich relativ einfach immer wieder dem Zugriff entziehen, durch geschickte Bewegungen mit dem Ball den Gegner abschuetteln und Ueberzahl erschaffen.
DIe erste halbe Stunde war ein wilder Kick, ein offener Schlagabtausch.

Bayern war zwar in der 2 Hz. dominanter, aber sie schafften es nie, Barcas Offensivaktionen wirklich nachhaltig zu unterbinden.
Eigene Chancen konnten sie auch nicht entwickeln.
Analog zu Porto hat sich Barca immer wieder gut Bayerns versuch Druck auszuueben entzogen.

Am Ende entschieden das Spiel aber die Individuellen Fehler – das 1:0 resulitierte aus einem unnoetig schnell ausgefuehrtem Abschlag von Neuer mit folgendem unnoetigen Dribbling und Ballverlust von Bernat, der Schiedsrichter war noch am ueberlegen ob er Neymar fuer seine Schwalbe Gelb – Rot zeigen soll.
Beim 2:0 hat Bayern die Ordnung verloren, die Abstaende waren zu gross – Messie darf einfach nicht soviel Raum haben, bei beiden Toren.
Der Versuch Barcas Spieler durch Mandeckung einzuschraenken ging schief, oft konnten sie Tempo aufnehmen und Ueberzahl schaffen, Barca war eigentlich durchgaengig gefaehrlich.

Bayern haette kompakter stehen muessen, und insgesamt etwas wacher, frischer und spritziger Auftreten muessen, um eine Chance zu haben.

Haette man diese Fehler nicht gemacht, waere das Spiel 0:0 oder 1:0 ausgegangen, weil Neuer gut gehalten hat.
Damit waere Bayern sehr gut bedient gewesen, Barca war gestern das bessere Team, aber sie waren keine 3 Tore besser.
Diese Tore hat Bayern wie im Hinspiel gegen Porto und im Vorjahr gegen Real einfach hergeschenkt, billig zugelassen.
Das kann man mittlerweile fast schon als ernstes Problem ansehen, soviele einfache Gegentore sind nicht normal und auf diesen Niveau toedlich.

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nougat 7. Mai 2015 um 16:09

„Am Ende entschieden das Spiel aber die Individuellen Fehler – das 1:0 resulitierte aus einem unnoetig schnell ausgefuehrtem Abschlag von Neuer mit folgendem unnoetigen Dribbling und Ballverlust von Bernat, der Schiedsrichter war noch am ueberlegen ob er Neymar fuer seine Schwalbe Gelb – Rot zeigen soll.“ – Der Bock geht ausschließlich auf Neuers Kappe. Kann man gut in der ZDF Mediathek studieren: Neuer will den Tumult nach Neymars Schwalbe ausnützen und legt sich den Ball für den Abstoß zu weit vor. Suarez (?) riecht den Braten, springt auf Neuer zu und so muss Neuer in der Not (!) auf Bernat passen. Bernat ist in dieser Situation die ärmster Sau, denn er wird sogleich von Rakitic angelaufen und hat keine Passoptionen. An Rakitic kommt er noch vorbei, aber bei Dani Alves ist dann Schluss, weil er sich den Ball zu weit vorgelegt hat.

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studdi 7. Mai 2015 um 16:49

Wieso muss Neuer in Not auf Bernat passen? Der Ball muss doch erst mal den 16er verlassen er kann Suarez genau so gut anschiessen und es passiert gar nix oder einfach nicht ausführen.
Glaub aber auch das Bernat einfach quer spielen kann auf Alonso? der direkt auf Tiago spielen kann. Tiago dann in den Raum zu Schweini und der läuft frei auf die Abwehr drauf zu…
Ist aber schwer man muss auch sagen das Barca einfach nicht so geschlafen hat wie Neuer vermutete.

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nougat 7. Mai 2015 um 18:17

„Wieso muss Neuer in Not auf Bernat passen?“ – Neuer wollte das Spiel schnell machen. Er will den Ball zunächst Richtung Mittellinie spielen, wird dann aber von Suarez behindert und entscheidet sich um, weil er die Gelegenheit nicht verpassen will. Dabei nimmt er in Kauf, dass ein Ballverlust eine Großchance für Barca kreiieren wird, denn 7 (!) Spieler befinden sich in oder am 16er. Thiago befindet sich im Deckungsschatten von Rakitic und kann nicht angespielt werden. Alonso steht kurz vor dem 16er und ist keine Passoption, da er von 3 Mann angelaufen werden kann.

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loswollos 8. Mai 2015 um 10:49

sehe ich anders. klar will er das spiel schnell machen, warum auch nicht. Bayern hatte offensiv null Durchschlagskraft und in der aktuellen Situation war BC völlig unorganisiert. Wenn man mit strukturiertem Aufbauspiel nichts erreicht, muss man solche Gelegenheiten nutzen. Zudem waren, soweit ich mich erinnern kann, auf links noch 2 weitere Spieler.
Wäre Bernat durchgekommen (egal ob mit Dribbling oder Pass) und wäre dadurch (was sehr wahrscheinlich ist) eine sehr gute Gelegenheit entstanden (evtl. sogar mit Tor), hätten alle Neuers Gedankenschnelligkeit und Antizipationsfähigkeit in den 7. Himmel gelobt. So ging es halt schief; imho war das trotzdem richtig, es zu probieren.

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Jockel 7. Mai 2015 um 14:18

Täuscht da diese Saison das Verletzungspech ein wenig, oder sind Peps Bayern auch dieses Jahr in der entscheidenden Saisonphase nicht mehr in Topform? Oder hängt das vielleicht auch ein wenig zusammen, z. B. „überspielte“ Spieler neigen eher zu Verletzungen?

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Jojo 7. Mai 2015 um 14:35

Ich glaube die Fitness, die Mannschaftsform, die Mechanismen, all das kann man in der aktuellen Situation kaum vergleichen mit einer „normalen“ Saison, was Verletzungen angeht.

Das Problem sind ja nicht nur die Tatsache, dass bestimmte Spieler nicht zur Verfügung stehen an sich, sondern mehrer Folgeeffekte:

-Weniger (normale) Rotation ist möglich. Spieler kriegen allgemein weniger Pausen. Sind eher überspielt. Allerdings womöglich wieder erhöhte Verletzungsgefahr.

-Es wird es wahrscheinlich eher vorkommen das (leicht) angeschlagene Spieler spielen müssen, zumindest in wichtigen Spielen. Auch hier könnte es dadurch zu neuen Verletzungen/Verschlimmerungen kommen.

-Spieler die außer Form sind, kann man auch schwerlich herauslassen, wenn das Gefälle zum Ersatz zu groß ist (Nachwuchspieler statt Götze, z.B., weil die Bank nix hergibt)

-Spieler die lange verletzt waren können schwerlich langsam herangeführt werden. Auf der Suche nach Rythmus kommen sie in kein funktionierendes, eingespieltes Kollektiv.

Die Klasse von Ribery, Robben und Alaba fehlt. Benatia ist noch nicht lange wieder dabei, die Alternativen Badstuber und MArtinez stehen nicht zur Verfügung. Lahm ist nach der Verletzung noch nicht bei 100%, Thiago scheint auch noch nicht unbedingt ganz im Rythmus zu sein, Schweinsteiger kann es gar nicht sein. Lewandowski muss mit Maske spielen. Ein Bizarro wird diese Saison wohl nicht mehr fit. Die Option Rode für mehr Vertikalität im Spiel steht im Moment nicht zur Verfügung.

Spieler deren Formkurve etwas nach unten zeigt, bzw. zumindest nicht mehr so stark sind wie in der Hinrunde wie Bernat, Alonso oder Götze müssen spielen oder sind eine der wenigen Bankoptionen.

usw.
Unter den Umständen musste man meiner Meinung nach einfach hoffen irgendwie ein Unentschieden o.ä. zu klauen und sich ins Finale zu mogeln. Das ist jetzt aber vom Tisch. Ich hoffe wirklich wir sehen nächstes Jahr das volle Potenzial der Bayern unter Pep, auch wenn manche Spieler schon in Rente geschrieben werden.

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Isco 7. Mai 2015 um 15:14

Das ist ja eher ein Kreislauf; viele verletzte Spieler führen dazu, dass andere immer spielen bis sie überspielt sind, sie verletzen sich auch, dann müssen die gerade erst zurückgekehrten sofort wieder durchspielen usw. Das läuft bei den Bayern eigentlich schon die letzten zwei Saisonen so und so kann auch kein Rhythmus reinkommen und am Saisonende wird es dann noch schwieriger.
Die Bayern sollten sich hinterfragen ob bei ihnen auch so akribisch trainiert wird wie anderswo 😉 Oder vermutlich eher „besser“.

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rince777 7. Mai 2015 um 15:15

Stimmt, ich vermisse eines Statement des Pseudo-Intellektuellen Breitner.. 🙂

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Isco 7. Mai 2015 um 15:18

In dem Fall wars Sammer, aber die beiden nehmen sich nicht viel 😉
Am besten war natürlich Klopps Aussage zu dem Thema.

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schafstall 7. Mai 2015 um 15:26

Einspruch, am besten war die reaktion Bruchhagens, der richtung Sammer sagte: Si tacuisses, philosophus mansisses. (also: Hättest du geschwiegen, wärst du ein Philosoph geblieben.)
Klopps reaktions fand ich dagegen überraschend wenig souverän.

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rince777 7. Mai 2015 um 13:30

Frage: Wie wär eigentlich Koke für nächste Saison. Da Schweinsteiger durch sein erhebliches Schnelligkeitsdefizit nicht mehr auf CL-Niveau kommt, hätte man endlich wieder jemanden für die „Präsenz“ in einem solchen Spiel.

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SuperMario33 7. Mai 2015 um 13:39

Kann ich nur einen Brausehersteller zitieren: Have a Koke and a smile

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Isco 7. Mai 2015 um 15:14

Wenn er auf eine Flankentaktik umstellt, wieso nicht? 😉

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rince777 7. Mai 2015 um 15:16

Ich dachte, Koke kann 10er spielen..?

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Valentin 9. Mai 2015 um 19:29

Der Kommentar von Isco bezieht sich eher auf Atleticos Flankenfokus als auf Kokes Position denke ich.

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BVB3000 7. Mai 2015 um 12:34

Pep als bester Trainer aller Zeiten hatte auch gestern, wie in jedem Spiel, einen Plan, was er mit den zur Verfügung stehenden Spielern und dem Gegner machen will. Das funktionierte 77 min. trotz allem hin und her, auf CL Halbfinalniveau, auch recht gut. Daher nur einige kurze Anmerkungen zu Guardiola.

– Warum Bayern nicht mit brutalem Stabilitätsfokus im 3-1-4-2 wie beim 1:0 Sieg in der BL gegen Dortmund vor einem Monat? Damals mehr (!) Ballbesitz für Dortmund.
>>> Da spielte zwar Dante hinten links, was gestern nicht ratsam gewesen wäre. Bei cleverer Spielerrotation zu der Pep ja immer fähig ist, hätte man da sicher eine passende Lösung finden können. Mir gehts aber unabhängig von Spielern eher um den generellen Fokus, der dann ja ein anderer als gestern gewesen wäre.

– Oder warum Bayern nicht mit starkem Fokus auf die Schnittstellen zwischen Innen- und Aussenverteidigern wie beim 6:1 gegen Porto?
>>> Götze links und Lahm/Müller rechts machten in dem Bereich ohne Ende Betrieb, ersterer wohl mit seiner besten Saisonleistung. Denke schon, das hätte auch die AV’s und Barca insgesamt beeindruckt und mehr nach hinten gepusht.

Wenn man das Buch von Martí Perarnau über Peps erstes Jahr bei Bayern liest und auf Kommentare aus seinem Umfelfd hört lassen sich beim grande Pep vermutlich doch auch zwei kleine Schwächen ausmachen (eine 3te gibts auch noch, die hat aber weniger mit dem Spiel gestern zu tun):

– Guardiola scheitert genau dann, wie letztes Jahr gegen Real, wenn er von seinem eigenen Glauben abfällt und seine Spielphilosophie nicht durchdrückt und sich stattdessen von Vorsicht leiten lässt. Gestern war das Mitte dicht machen und Messi kontrollieren, statt die eigenen Stärken des zur Verfügung stehenden Spielermaterials zu forcieren wie beispielsweise gegen Porto. Mut heisst das Stichwort, das Pep ja selber oft benutzt und genau daran fehlte es gestern in der Aufstellung, wie gegen RM 2014. Würde mich nicht wundern wenn Pep nach Saisonabschluss das als grösstes Ärgernis der Saison 14/15 deklariert.

– Guardiola scheitert auch weil er sich in entscheidenden Spielen nicht von seinen Schlüsselspielern trennen und sie auch mal draussen lassen kann. Viele denken Pep seien seine Spieler egal, er stellt auf wie er will und wen er will. Stimmt so nicht, er repektiert seine Schlüsselspieler und Klublegenden ungemein. Er hat es auch am Ende bei Barca nicht übers Herz gebracht den ein oder anderen draussen zu lassen um besser spielen zu können. Kann man bei Perarnau und aus Interviews (Manel Estiarte) nachlesen.
Gegen Porto war unser Basti ja (leider) eher zufällig aufgrund seiner fehlenden Spielpraxis draussen und das war aber in genau diesem Spiel mit der restlichen Spielerkombination gold wert. Es geht hier nicht um Schweinsteiger direkt, hätte auch andere Beispiele bringen können.

Deswegen nie vom wahren Glauben abfallen lieber Pep, Du bist nämlich sowieso der Grösste :()

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HW 7. Mai 2015 um 12:49

Ist gegen Barca schon die schwierig wenn man deren Außenverteidiger nicht unter Kontrolle bringt. Lewandowski und Müller, auch wenn sie nicht schlecht gespielt haben, können zu zweit kaum eine ganze 4er-Kette beschäftigen und dann noch Chancen kreieren.

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BVB3000 7. Mai 2015 um 13:01

Eben, Müller und Lewy waren gut, hätten aber mehr ‚mutige‘ Unterstützung gebraucht, was mit dem angesprochenen Fokus auf die Schnittstellen durch Götze und Lahm evtl. möglich gewesen wäre (siehe Porto Spiel).

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Koom 7. Mai 2015 um 12:56

Fehlenden Mut würde ich Guardiola nicht absprechen. Das Festhalten an Schlüsselspielern bzw. Namen schon eher. Auch als Kadermanager/entscheider finde ich ihn ausgesprochen schwach. Er will nur fertige Spieler, hat wenig bis keine Geduld mit jungen Spielern (außer denen, die er kennt (Thiago) oder sich bereits etabliert haben (Alaba) ). Van Gaal hat Badstuber und Müller gebracht. Beide praktisch unbekannt. Heynckes Alaba als exzellenten LV gebracht. Gaudino, Scholl, Weiser, Hojberg – allesamt doch durchaus hochgeachtete Talente, bekommen aber wenig bis keine Spielzeit und wenn dann auf Positionen, die sie nicht wirklich kennen.

Man kann sicherlich zu diesem Spiel jetzt sagen, das Guardiola nicht alle Waffenoptionen in seinem Kader hatte. Offensive Flügelspieler waren praktisch nicht mehr vorhanden (außer Müller, und der ist eh „anders“). Allerdings fallen die ja auch nicht erst seit gestern aus. Und es gab genügend Spiele und Möglichkeiten, sich da was anderes auszudenken. Aber irgendwie sehe ich da nichts außer dem mittlerweile üblichen Guardiola-Ballgeschiebe (sein gehasstes Tiki-Taka) ohne Offensividee. Für die Liga reicht das mühelos. Für mehr offensichtlich aber nicht.

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BVB3000 7. Mai 2015 um 13:24

In Deinem ersten Absatz beschreibst du seine dritte Schwäche zu der ich mich eigentlich nicht äussern wollte:) Seh ihn da auch kritisch aber er ist ja noch ein junger Trainer. Xavi und Iniesta wurden beispielsweise ja auch von van Gaal hochgezogen. Ob Pep beide so gefördert hätte oder auch einen jungen Müller bzw. Badstuber muss vorerst wohl ein Fragezeichen bleiben. Allerdings sieht er schon sehr gut auch andere Einsatzpositionen bei ‚fertigen‘ Spielern. Das kann man ihm nicht absprechen.

Das mit den fehlenden Waffenoptionen ist geschenkt, war schon länger so und gerade gegen den BVB beim 1:0 Sieg und gegen Porto hat er ja gezeigt was er taktisch drauf hat. Ist eh witzlos über fehlende Spieler zu diskutieren, König Taktik dominiert wie immer :()

Das mit dem Tiki-Taka hättste Dir aber sparen können. Pep spielt so sowieso nicht und hat die Bayern natürlich gegenüber Heynckes nochmal weiter entwickelt. Die so geliebte Flügelspiel hat er gegenüber ihm nochmal intensiviert und schon eine klare Spielphilosophie die zu Bayern passen soll und deutlich anders ist als seine damalige bei Barca (siehe Perarnau).

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Koom 7. Mai 2015 um 13:37

Ich habe bewusst das tiki-taka erwähnt, eben weil Guardiola es so hasst. Aber ich finde, das gerade in der Rückrunde sehr oft wieder auf sinnlosen Ballbesitz gespielt und damit eine Schein-Überlegenheit suggeriert wurde. Viel mehr als „aktive Spielverzögerung“ ist es halt nicht, wenn das Offensivspiel letztlich dann auf „lang-und-hoch“ und „Robben macht das schon“ basiert. Das er anders kann, zeigen beide bisherigen Bundesliga-Hinrunden.

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studdi 7. Mai 2015 um 14:01

Naja also bei Barca hat er doch einige Jugendspieler hochgezogen. Busquets, Pedro, Thiago, Bojan und Tello.
Alaba wurde auch unter Van Gaal schon hochgezogen und nicht erst unter Heynkes.
Bei Jugendspieler kommt es auch oft drauf an was man als Verein will und ob die Jugendspieler wirklich besser sind als das vorhandene Material. Van Gaal war zu Bayern gekommen als sie im Vorjahr keinen Titel gewonnen hatten um was neues aufzubauen.
Guardiola ist nach einer Triple Saison gekommen und sollte das Niveau halten, da sagt man nicht einfach den Gestandenen Spielern das man jetzt auf die Jugned setzt.

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Koom 7. Mai 2015 um 14:17

Der normale Kader ist aber problemlos stark genug, dass man konsequent immer mal 1-2 junge Spieler bringen kann. Die fehlende Rotation rächte sich jetzt in beiden Rückrunden schon. Beide Male spielte man eine erweiterte erste Mannschaft glanzvoll ein, laugte diese aber auch psychisch/physisch aus. Bzw. veränderte man dann noch abrupt den Rhytmus in der Liga von „Vollgas“ zu „Auslaufen“. Durch die fehlende Rotation hält man auch wichtige Ersatzspieler wie Shaquiri nicht bei Laune.

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Felix 7. Mai 2015 um 14:57

Grundsätzlich gebe ich dir recht, insbesondere Gaudino, Hjöberg usw kann man in der Liga viel öfter bringen, gerade wenn die Mannschaft schon so auf dem Zahnfleisch läuft wie jetzt. Dann hätte man beispielsweise auch HJöberg nicht nach Augsburg verleihen müssen, weil er genug Spielpraxis bekommen hätte. Aber gerade Shaqiri würde ich nicht als wichtigen Ersatzspieler einsortieren, weil dieser bei seinen Einsätzen nie wirkliche Argumente geliefert hat, wieso man ihn weiter einsetzen sollte. Es war richtig ihn abzugeben, er würde der Mannschaft in der jetzigen Situation auch nicht wirklich weiterhelfen. Aber einen Kurt hätte man in der Liga gegen kleinere Mannschaften ruhig mal bringen können und wenn es nur für 45 Minuten ist.

DAF 8. Mai 2015 um 13:30

„Es war richtig ihn abzugeben, er würde der Mannschaft in der jetzigen Situation auch nicht wirklich weiterhelfen“

Geb ich dir Recht, allerdings hätte Shaqiri dazu beitragen können dass die jetzige Situation gar nicht erst entsteht. Das Hauptproblem Bayerns war in meinen Augen diese Saison die dünne Personaldecke in Mittelfeld und Angriff. Das hat die Verletzungsproblematik mit herbeigeführt, weil die verletzten Spieler unter Hochdruck sofort wieder spielen mussten und nicht in Ruhe wieder herangeführt werden konnten. Aus diesem Grund war der Verkauf Shaqiris ohne gleichzeites Verpflichten eines entsprechenden Spielers mMn ein Fehler. Wenn ich meine dass mein Ersatztorwart zu schwach ist kauf ich ja auch einen neuen-und verkauf nicht einfach den alten um dann gar keinen Ersatz mehr zu haben.

Felix 8. Mai 2015 um 14:27

Man hätte in der Liga gegen die Mannschaften aus dem unteren Drittel ja auch einfach mal Kurt ne Halbzeit spielen lassen können. Das sollte die Mannschaft ja eigentlich auffangen können und er sammelt wertvolle Spielpraxis. Damit wäre vermutlich mehr gewonnen, als wenn man Shaqiri wieder 10 mal Richtung Eckfahne dribbeln lässt oder die Bälle in die Altstadt schießt.

DAF 8. Mai 2015 um 16:24

Bin jetzt auch kein Shaqiri-Fan, aber so schlecht wie du ihn jetzt machst ist er nun auch nicht. In meinen Augen muss Kurt schon erst Mal zeigen, dass er das Potential hat besser zu werden als Shaqiri (der ja auch noch weiß Gott nicht alt ist).
Außerdem hat man Kurt sogar „auch mal ne Halbzeit spielen lassen“. Aber unter einer richtigen Entlastung der Leistungsträger versteh ich, dass der Spieler regelmäßig eine Option ist, und so weit ist Kurt noch lange nicht. In besagter Halbzeit hat er mich nicht umgehauen – ich fand Gaudino und Weiser bei ihren Kurzeinsätzen stärker (und es war kein Vergleich zu Shaqiri)

koom 8. Mai 2015 um 19:27

Spieler kann man ja auch entwickeln und besser machen.

Felix 8. Mai 2015 um 21:23

Das Problem mit Shaqiri war halt, das er vermutlich schlichtweg nicht die Spielintelligenz besitzt, der benötigte um bei Bayern eine größere Rolle zu spielen. Irgendwo wurde das mal genauer analysiert, ich finde den Link aber gerade nicht. Daher meinte ich, es wäre mehr gewonnen Kurt etwas mehr Spielpraxis zu geben um andere zu entlasten anstatt Shaqiri, welcher eh vermutlich nie Stammspieler beim FC Bayern geworden wäre. Er hat tolle Anlagen, stand sich nur immer selbst im Weg weil er mit dem Kopf durch die Wand wollte. Er ist gewiss kein schlechter Fußballer, für Bayern würde es nur vermutlich nie reichen.

DAF 10. Mai 2015 um 11:27

@Felix: Ich glaub wir sind grundsätzlich einer Meinung, bei Shaqiris Spielintelligenz bin ich ganz bei dir.

„Daher meinte ich, es wäre mehr gewonnen Kurt etwas mehr Spielpraxis zu geben um andere zu entlasten anstatt Shaqiri, welcher eh vermutlich nie Stammspieler beim FC Bayern geworden wäre.“
Ja, hat man aber nicht. Ich würde den Transfer nicht kritisieren, wenn danach Kurt Shaqiris Rolle übernommen hätte. Da das aber nicht geschehen ist, war der Transfer mMn ein schwerer Fehler, weil man sich auf Gedeih und Verderb der Gesundheit und Form Ribérys und Robbens ausgeliefert hat. Bei zwei so verletzungsanfälligen Spielern ist das reines Harakiri

cortado 7. Mai 2015 um 14:03

Klitzekleine Anmerkung: Es war nicht Heynckes, sondern van Gaal, der Alaba als auserordentliches Talent erkannte. Zu evtl. Neueinkäufen antwortete er schon damals: Brauchen wir nicht, wir haben Alaba. (sinngemäß)

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Ginesh 7. Mai 2015 um 15:24

@Koon: Off Topic sorry, aber ich musste gerade bei „Fehlenden Mut würde ich Guardiola nicht absprechen.“ schmunzeln. Solange das nicht sarkastisch gemeint ist negiert sich der Satz irgendwie. Aus „absprechen“ müsste „attestieren“ oder das „Fehlenden“ muss weg.

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Koom 7. Mai 2015 um 16:01

Urgs, stimmt. 😉

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ulius 8. Mai 2015 um 14:44

Wobei er durchaus versucht hat Hojbjerg zu integrieren und Gaudino jetzt ist auch nah an der Mannschaft dran. Mit Weiser hat er sich doch auch beschäftigt, hat ihn auf verschiedenen Position spielen lassen etc. und es wurde auch versucht Shaqiri an das Niveau der Mannschaft ranzuführen.

Hojbjerg hatte m.E. im letzten Jahr eine Leistungsdelle, war wenn er gespielt hat unsicher am Ball und hat viele Fehler im Bewegungspiel gemacht, da war es eine gute Entscheidung ihn auf einem etwas niedrigerem Niveau Sicherheit gewinnen zu lassen, Talent hat er wohl genug, „nur“ die Performanz war nicht mehr da.

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Felix 8. Mai 2015 um 21:24

Ich fand schon, dass er meist recht anständig gespielt hat. Aber wahrscheinlich hat man ihm eine tragende Rolle noch nicht zugetraut um beispielsweise Schweinsteiger zu entlasten. Ich denke auch, dass die Leihe nach Augsburg ihm extrem gut tut.

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Nick704 7. Mai 2015 um 16:16

Ich denke, Pep hat insgesamt die richtige Taktik gewählt, wenn man in Betracht zieht welche Spieler er zur Verfügung hat.
M.E. Hat das gestrige Spiel gezeigt, dass Bayern kein taktisches, sondern ein strategisches Problem hat. Was machen sie mit den Spielern über 30, d.h. Wie soll der Umbruch bewerkstelligt werden? Die Herren Robben, Ribéry, schweinsteiger, Alonso und lahm sind ja keine, die gerne mal auf die Bank sitzen, damit ihre Nachfolger Spielpraxis bekommen… Sofern man denn geeignete findet.
Eine Frage noch in die Runde: wie wird die Szene vor dem 1:0 gesehen?
Hat da Neuer nicht einen Fehler gemacht, sofort abzustoßen? Im Nachhinein betrachtet auf jeden Fall. Aber war nicht der Schiri dabei, Neymar gelb/rot zu zeigen wegen Schwalbe? Dann hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen.

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HK 7. Mai 2015 um 12:07

War es jetzt ein Jahrhundertspiel? Vielleicht leicht übertrieben, aber das war schon was zum genießen.
Wo war dieser Messi eigentlich während der WM? Hat er da seinen bösen Zwilling geschickt? Da hat er sich die meiste Zeit über nur lethargisch über den Platz geschleppt.
Was mich wundert ist die hier vorherrschende Deutung, die Bayern wären ab der 70. Minute sichtbar platt gewesen. Ist für mich etwas „ex eventu“ gedacht.
Ich hatte gerade den gegenteiligen Eindruck, dass das eigentlich ihre beste Phase war und sie Barca relativ gut im Griff hatten. Ich dachte eher, dass Barca zu dem Zeitpunkt etwas müde wurde und sich gedanklich schon mit dem 0:0 abzufinden begann.

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Micha 7. Mai 2015 um 12:58

Im Bezug ab 70er Minuate sah ich das genauso, ich hatte auch eher das Gefühl Barca war zu müde. Kein so starkes Pressing/Gegenpressing mehr. Im Endeffekt war es eine Weltklasseleistung von Messi, die Barca auf die Siegesstrasse brachte – taktisch fand ich beide ebenbürtig und Messi machte den Unterschied mit tollen Einzelaktionen aus.

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SuperMario33 7. Mai 2015 um 14:19

Ich hatte eher das Gefühl, dass sich Barca extra zurückgezogen hat, da man vorher zwar überlegen war, aber die Kleinraumkombinationen durch die enge Staffelung der Bayern nicht durchkamen. Also Fokus auf Umschaltsituationen und Konter gelegt werden sollte. Bayern war taktisch ok, sicher nicht auf einem Niveau wie Barca (Barca war auch taktisch die aktivere Mannschaft). Das erste Tor war kein Geniestreich von Messi, sondern von Alves. DIe Defensive von Barca wird von RM im Artikel mE leicht unterbewertet.

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RM 7. Mai 2015 um 17:09

Die Defensive von Barca wird von RM im Artikel mE leicht unterbewertet.

Strafraumverteidigung war super, Angriffspressing ganz gut, Mittelfeldpressing problematisch, aber Bayern in der Besetzung der Räume im letzten Drittel kastastrophal.

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SuperMario33 7. Mai 2015 um 19:41

Das Angriffspressing fand ich schon gut (auch in der Dosierung), Mittelfeldpressing, ja mei, wenns die Bayern nicht bespielen wollen braucht man ja nicht allzuviel Liebe reinstecken.

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PNM 8. Mai 2015 um 00:07

Kannst du konkretisieren, wie Barca sich im Angriffs – und Mittelfeldpressung besser hätte verhalten müssen?

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ulius 8. Mai 2015 um 14:49

Hab dem Spiel jetzt nicht so analytisch gefolgt – dafür war es zu aufregend 🙂 – aber ich glaube mich zu erinnern, dass Barca oft viel zu gestreckt war und Bayern, das dann sehr leicht bespielen konnte. Konkreter: Ohne dass sie wirklich Druck auf den Ballführenden gemacht haben sind sie aufgerückt und haben dann Räume im Mittelfeld und vor der Abwehr offen gelassen. Da gab es m.E. ein paar Probleme in der Entscheidungsfindung, wann man den jetzt Zugriff bekommen kann und wann man lieber Kompaktheit herstellen muss. Andersrum könnte man sagen, dass sie als Mannschaft die Passoptionen nicht ausreichend gut zugestellt haben, wie das Porto im Hinspiel beispielsweise überragend gemacht hat.

SuperMario33 8. Mai 2015 um 16:53

Kann man sicher so sehen, nur schwer zu beurteilen, obs relevant war, weil die Bayern das halt nicht richtig bespielt haben.


rince777 7. Mai 2015 um 11:39

Habe seit langem wieder mal Schweinsteiger gesehen. Meine Frage: Ist der schon länger so extrem langsam? Und hat er immer schon so durchschaubare Pässe gespielt?
Andere Frage: Wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, Rafiniha rauszunehmen, Götze als Ballhalter rein und Lahm zurück auf Rechts, da dieser offensiv 5mal mehr bringt? Fand, ab der 60.Minute hätten die Bayern ob ihrer kond. Schwäche etwas frisches Blut gebraucht? Im übrigen: Weisser mit seinen durchschaubaren Dribblings hätte keine Chance gehabt, dafür sind spanische Fußballmannschaften zu sehr Straßenfußballer im positiven Sinne.

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SuperMario33 7. Mai 2015 um 11:56

Also gestern waren die einzigen, die kontinuierliche offensive Präsenz erzeugt haben Müller und Lewa, darum wäre es sicher ok gewesen Götze dazuzunehmen. Auch Lahm hat überwiegend balanciert, damit standen taktisch irgendwie 4 Spieler (Schweini, ALonso, Lahm, meist auch Thiago) auf der Achse der Wippe und nur zwei haben gewippt. Alles in allem war es aber eine gute Leistung der Bayern, so dass es mE schwer ist zu sagen welchen Effekt jetzt Götze gehabt hätte. Er war personell die einzige wirkliche Stellschraube für Guardiola, aber zuletzt auch nicht in topform.

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rince777 7. Mai 2015 um 12:20

Also ich habe ja nicht nur Götze im Sinn gehabt, sondern auch den offensivstärkeren Lahm auf rechts und Rafinia raus.

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SuperMario33 7. Mai 2015 um 13:10

Weiß nicht, nö, glaub ich nicht, dass das besser gewesen wär. Lahm macht mir defensiv noch nicht den besten Eindruck, das wär ja erstmal gegen Messi oder Neymar seine Hauptaufgabe gewesen.

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rince777 7. Mai 2015 um 13:42

Na ja, Neymar war fast nur auf der Seite und jetzt nicht überragend, da Benatia auch noch da war. Thiago auf halbrechts, Lahm Rechtsverteidiger und davor Müller/Lewandowski; das einzige Triangel, was offensiv hätte etwas bewirken können…

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SuperMario33 7. Mai 2015 um 11:08

Messi, Wahnsinn, wie oft er mittlerweile variiert, was er macht, mit welcher Intensität, wo, teasen, dann wieder eine Runde beobachten, er ist der 1-Mann-Guardiola. Und dann macht er die zwei Tore „nach Art des Hauses“…

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Joker 7. Mai 2015 um 11:52

Was bedeutet teasen ?

Und ja messi ist unfassbar, am besten triffts wohl die beschreibung von RM „deus ex machina“ . Das impliziert, dass es irgendwie unfair ist wenn er eingreift !

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SuperMario33 7. Mai 2015 um 11:59

Locken, provozieren, antesten (so wie im Pacult interview: „Peter Pacult hat das Interview gleich ordentlich angeteast mit den Worten: „Jetzt kannst Di glei anholten, i hob wos zum sogn“)

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C.H. 7. Mai 2015 um 12:55

Nur ein Negativpunkt: die Frisur ging gar nicht. Da war Neymar konsequenter 😉

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Tanqueray 7. Mai 2015 um 15:42

Messi darf alles. 😉

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cali 7. Mai 2015 um 10:20

Obwohl ich Götze auf der Spitze der Raute sinnvoller gefunden hätte, fand ich Schweinsteiger ganz okay. Im eigenen Ballbesitz war er für mich neben Xabi der beste Münchener.

Ich finde es allerdings viel erstaunlicher, wie wenig Rücksicht Busquets auf die Zwischenlinienräume gibt. Defensiv ist das fast schon ein 424.

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Fabian 7. Mai 2015 um 10:29

Man kann eben einen Raum besetzten oder ihn kontrollieren. Man kann einen Raum kontrollieren indem man ihn besetzt, muss man aber nicht.
In gewissem Maße machen das alle modernen Fußballspieler so, nur ist es wohl bei keinem Spieler so krass, wieviel Raum er tatsächlich mal so nebenbei unter Kontrolle hält.

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Fandurin 7. Mai 2015 um 11:02

Sehr treffende Analyse! In einem Punkt möchte ich aber widersprechen. In der Schlussphase auf das Auswärtstor zu gehen, war kein Muss, sondern ein Fehler. Bayern war nach dem aufreibenden Spiel – verständlicherweise angesichts des körperlichen Zustands einiger Spieler auf dem Platz – stehend k.o. Die beiden Gegentore wirkten sicher zusätzlich zermürbend. Barca hingegen schien sich mit dem 2:0 zu arrangieren und schaltete m.E. einen Gang zurück. Bayern hätte demnach gut daran getan, das 2:0 zu halten – damit wäre in München noch etwas möglich gewesen. Nach dem 3:0 dürfte die Messe wohl gelesen sein.

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Libano 7. Mai 2015 um 16:34

Also ich fand Neuer (unglaubliches Spiel), die Innenverteidigung und Rafinha Klassen besser als Alonso und Schweinsteiger. Bei beiden fehlt’s an Spritzigkeit und Ballkontrolle bei High-Speed Kurzpasskombinationen auf engem Raum. 95% sind auf dem Niveau einfach zu wenig. Im Vergleich zum ersten Halbfinale viel wieder mal auf, wie krass sauber Kroos spielt im Vergleich zu….ja eigentlich fast jedem anderen defensiven Mittelfeldspieler. Diese punktgenauen Pässe, das tut dem Gegner nach 80 Minuten rennen richtig weh.

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Schorsch 7. Mai 2015 um 10:18

Wieder einmal eine sehr gute Analyse. Ein wenig zu kurz kommt mir Lewandowski, der mMn aus seiner fast schon isolierten Position ständig versucht hat, das beste herauszuholen.

Die Meinung, dass Guardiola unbedingt auf das Auswärtstor in den Schlussminuten gehen musste, teile ich nicht. Zumindest derart offen agieren zu lassen war mMn ein zu hohes Risiko. Sicherlich ist die Bedeutung eines Auswärtstores sehr hoch. Aber die Auffassung, dass ein 0:2 gegen Barcelona nicht in einem Rückspiel aufzuholen sei, kann ich nicht nachvollziehen.

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Tomás 7. Mai 2015 um 10:51

Das sehe ich genauso.

Ich empfand das Verhalten vor dem 0-3 sogar als einen großen strategischen Fehler. Die Bayern stehen da mit fünf Mann auf einer Linie an Barcas Strafraum, bringen den Angriff aber weder zum Abschluss noch sichern sie ihn vernünftig ab. Und das Ganze in der dritten Minute der Nachspielzeit.

Sicherlich ist es auch für die Bayern schwer, einen Zwei-Tore-Rückstand gegen Barca aufzuholen. Insbesondere in der Verfassung, in der sich die Mannschaft nach dem 0-1 gestern präsentiert hat, war dieses „Drängen auf das Auswärtstor“ in meinen Augen trotzdem etwas kopflos.

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Dr. Acula 7. Mai 2015 um 10:15

ich komme nicht drum herum, messi zu bewundern.. bin bayern fan und die kräfte verhältnisse waren in etwa so, wie ich mir das vorgestellt hatte. aber was messi da spielt, ist doch nicht mehr normal. im ernst, wenn ein spieler von 3,4 leuten permanent nicht zu trennen ist und dann noch präzise seitenverlagerungen unter höchstem druck spielt, und am ende eben mal einen der vrmtl 3 besten IV der welt dumm da stehen lässt… ich mache mir nichts aus der messi ronaldo diskussion, aber das heute war ja wohl an eindeutigkeit nicht zu übertreffen, wer der bessere spieler ist.
zum spiel: alonso hat ne ziemlich ansprechende leistung gezeigt, trotz aller kritik von SV fand ich ihn super. aber abgesehen von messi haben mich am meisten busquets und benatia beeindruckt. es fällt nicht sofort auf, aber bei benatia sind es die klasse balleroberungen. mir fällt die genaue minute nicht mehr ein, aber in der halbzeit gab es eine szene, in der iniesta am strafraumrand von benatia gestellt wird, daneben startet neymar einen inversen lauf und man muss mal darauf achten, wie perfekt benatia steht: wenn er iniesta einen tick frontaler stellen würde, wäre platz für den pass zu neymar. falls er den passweg mehr zustellt, ist iniesta durch.. und busquets, meine fresse was der an raum abdeckt, hut ab.. auch da eine szene in der 1 hz: schweini kommt von links, höhe mittellinie, läuft in die mitte und busquets steht einfach nur so geil, dass er 3 bayern spieler im deckungsschatten hat.. mein gedanke zur halbzeit war die erkenntnis, wie unfassbar geil ein spiel sein kann, selbst wenn keine tore fallen..

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Libano 7. Mai 2015 um 10:21

Messi ist einfach etwas ganz Besonderes. Ohne den wäre Barca wahrscheinlich momentan keine Top 5 Mannschaft. Ich habe immer Maradona auf einer noch höheren Stufe gesehen, so langsam denke ich aber dass man es einfach akzeptieren muss…er ist der beste aller Zeiten.

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Dr. Acula 7. Mai 2015 um 12:30

würd ich so unterschreiben. habe um dieser leidigen diskussion nicht immer ahnungslos und plakativ beizuwohnen ne zeit lang spiele von früher angeschaut, um einen eindruck von pele und maradona zu kriegen, und ich muss sagen messi ist tatsächlich besser.. pele wurde letztens in einem interview darauf angesprochen, er meinte nur, wir reden weiter wenn messi 1000 und noch was tore geschossen hat. bloß dumm dass es damals teilweise noch keine abseits-regel gegeben hat.. hinsichtlich solcher ignoranz musst ich lachen

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The Soulcollector 7. Mai 2015 um 13:32

Pele ist halt Brasilianer, da kann er doch nicht zugeben, ein Argentinier wäre besser. 😉

Ansonsten sind solche Vergleiche halt extrem schwierig, gerade weil auch soviel Zeit dazwischen liegt. Messi ist der beste seiner Generation würde ich sagen, zumindest wenn er fit ist. Da steht Ronaldo ein wenig hinten an. Ich würde Messi nur gerne mal bei einem anderen Verein sehen. Allein um zu sehen ob er diesen neuen Verein ebenso auf ein neues Niveau heben kann bzw. um zu schauen wie Barcelona ohne ihn zurecht kommt.
Das hat Maradonna ihm noch Voraus. Der hat jede Mannschaft bei der er gespielt deutlich stärker gemacht. Er war seiner Zeit der beste Individualfussballer der Welt.

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HK 7. Mai 2015 um 13:47

Ja, solche Vergleiche sind zwar spaßig aber auch irgendwie sinnlos.
Das was Pele und Maradona gespielt haben, kann man ja fast schon als andere Sportart bezeichnen.

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Schorsch 7. Mai 2015 um 17:17

Da hast Du wohl das Ironiezeichen vergessen. Immer besser für Menschen wie mich. Ich bin schon ein älteres Semester, die brauchen es unmissverständlich. Aber mein Gedächtnis funktioniert noch. So kann mich noch sehr gut an die Abseitsregel zu meiner aktiven Fußballerzeit erinnern. Die Glanzzeit des unvergleichlichen Pelé lag deutlich davor, nämlich Mitte/Ende der 50er bis Anfang der 70er. Aber auch dieser geniale Kicker musste sich bereits mit der seinerzeit sehr restriktiven Abseitsregel plagen. ‚Gleiche Höhe‘ = Abseits; ‚Passives Abseits‘ gab es nicht. Wurde auch sehr konsequent von allen Schiedsrichtern auf der ganzen Welt gepfiffen. Die Abseitsregel gibt es im übrigen schon seit den Frühzeiten des modernen Fußballs Mitte des 19. Jahrhunderts. Noch bevor Maße für den Platz oder das Tor definiert wurden. Mit dem Begriff ‚Ignoranz‘ wäre ich da ganz vorsichtig.

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HW 8. Mai 2015 um 12:07

Das denke ich nicht. Ich wunderte mich aber jetzt auch über die Euphorie bzgl. Messi. Der ist doch keine Neuentdeckung. Selbst in seinen schwachen Phasen hat er 30 Tore in einer Saison gemacht. Es war doch zu erwarten, dass er an einem Sieg von Barca beteiligt sein würde.

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HW 8. Mai 2015 um 12:08

PS das mit Barca meine ich. Das Messi was besonderes ist steht außer Frage.

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ST 7. Mai 2015 um 10:01

Wer will denn diese Angriffsreihe da vorne stoppen? Da kann man tatktisch auf einem extrem hohen Level spielen, einer der 3 kann ein Spiel immer entscheiden (muss aber nicht). Im Prinzip hilft da nur Glück und der Mut der Verzweifelung und ein Torwart der nen super super Tag (ums mit Peps Worten zu sagen) erwischt. Manuel Neuer hat gestern 2,3 fiese Dinger raus gefischt, aber den Einen dann leider doch zu wenig. An nem perfekten Tag hat er auch den zum 1:0, denn komplett unhaltbar war der nicht. Und dann reisst denke ich auch bei Barca der Geduldsfaden bzw. glaubt man dann selber nicht mehr dran ihn noch überwinden zu können.

Ich habe nicht verstanden warum Weiser nicht auf dem Platz war. Das wäre zwar auch ein Experiment gewesen, aber wer weiß, vielleicht hätte er ja Durchschlagskraft bringen können. Müller auswechseln is eh n Unding. Warum man das nach so nem Pokalhalbfinale nochmal macht verstehe ich nicht.

Letztlich kommt das Spiel für die Bayern in der Form wohl zu spät. Ich denke da gar nicht an Ribery oder Robben, denn mMn gibt es keinen stärker besetzten Kader in Europa als den der Bayern. Die Bank hat einfach eine unglaubliche Tiefe, selbst bei 3-4 verletzten Stammkräften. Die tun zwar weh und nehmen sicherlich etwas an Stärke, aber bei 1-2 grundsätzlich stabil gespielten Systemen, welches alle beherrschen weil es xmal durchgenommen wurde und es auch verletzten Spielern einfach fällt sich da zu integrieren und der eigenen Stärken zu besinnen, würde den Bayern selbst in dieser Notlage die nötigen 10% mehr Qualität geben.
Hier ist die Schwäche Peps, dass er einfach zuviel probiert.
Und wie oben schon jemand sagte. Lieber verwende ich dann Zeit nochmal Standards einzustudieren als die 100te neue tatktische Formation zu proben. Das bringt nur mehr Unruhe durch die nicht 100% passenden Abläufe rein.

Aber nochmals, gegen dieses Barcelona braucht auch ein Bayern in Bestbesetzung schon etwas Glück.

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ST 7. Mai 2015 um 10:22

Sry für die Anmerkung, gehört hier eigentlich nicht her. Aber da Götze eingewechselt wurde ja schon. Dem Jungen fehlt es vor allem an Charakter und Wille. Das sein größtes Problem und wird ihn letztlich auch scheitern lassen. Denn aus dem Tief in dem er eigentlich seit 2,5 Jahren steckt wird er sich nicht mehr befreien können. Da kann man diese Saison noch so viele Tore schießen und vorbereitet haben, aber gegen die wirklich guten Gegner fehlts dann einfach. Ich hab auch nie verstanden was an dem so gut sein soll (jedenfalls nicht die letzten 2,5 Jahre). Der geht ins Dribbling ohne auch nur den Hauch einer Idee, Mut, Schnelligkeit oder gar der viel besseren Technik. Der Junge steht irgendwie neben sich auf dem Platz und denkt zuviel nach. Sowas kann alles passieren, aber dann analysiere ich das und komme vor allem wieder über Willen & Kampf zurück zu meinem Spiel, erarbeite mir so mein Selbstbewusstsein. Denn wenn ich weiß , dass ich ein Dribbling verlieren kann, aber ebenso schnell und gut meiner Mannschaft helfen kann meinen Fehler auszubügeln, geh ich doch anders in ein Dribbling (mit einer anderen Überzeugung). Das kann man nicht auf Dauer machen, dann wären die Stärken auch wieder passe, aber um sich aus so nem Loch zu ziehen wahrscheinlich keine schlechte Idee. Auch ne Charakterfrage.
Den Kampf hat er nicht angenommen und so wirds mehr als schwierig jemals das Level zu erreichen bzw. dieses zu erhöhen, was er vielleicht vor 2-3 Jahren hatte.

Ich denke auch nicht dass es ihm in Dortmund anders ergangen wäre. In dem Falle Glückwunsch zu 37 Mio 😉 Das tat zwar weh, war aber mMn schon damals kein Verlust für Dortmund.

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Tomás 7. Mai 2015 um 11:18

Als Anhänger des BVB muss ich dir da widersprechen.

Ich halte den Götze-Transfer für einen der entscheidenden Faktoren dafür, dass der FC Bayern dem BVB mittlerweile wieder meilenweit enteilt ist. Dieser Transfer hat den BVB ins Mark getroffen und den Mythos des verschworenen Klopp-Teams aus elf Freunden endgültig beendet. Für mich war das im Retrospekt der Anfang vom Ende der „Ära Klopp“.

Etwas enttäuschend finde ich Götzes Entwicklung, dem ich es prinzipiell absolut zutraue, sich bei den Bayern durchzusetzen. Dass aber trotz Götze und Lewandowski nach dem Spiel häufig auf die fehlende individuelle Klasse von Robben und Ribery verwiesen wird, zeigt, dass die beiden Ex-Dortmunder ihr Leistungsvermögen bisher noch nicht komplett abrufen konnten. Dass sie auch auf dem Niveau eines CL-Halbfinales spielentscheidend sein können, haben sie beim BVB ja nachgewiesen.

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Koom 7. Mai 2015 um 12:27

Stimme dir zu. Der Götze-Transfer hat dem BVB sehr viel mehr geschadet als dem FCB direkt (sportlich) geholfen. Jugendspieler, Stammspieler, gefühltes Herz des BVB – und dann wechselt er einfach mal so ohne Ankündigung zum direkten Gegner. Bei Lewandowski lief der Vertrag aus, ist sowieso „fremd“, da war das in jeder Hinsicht ok. Götze war aber ein echter Tiefschlag für Dortmund, vor allem moralisch. Würde auch sagen, dass das der Moment war, als Klopps BVB „starb“.

Ein Rücktransfer dürfte deswegen auch nicht machbar sein. Götze hat durch diese Aktion sehr viel verbrannte Erde hinterlassen.

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Michael 7. Mai 2015 um 12:32

zur Info: auch mit Götze und Lewandowski war Dortmund 2013 schongut 20 Punkte hinter Bayern…..wird oft vergessen.
Ein irreguläres „Murmeltor“ gegen Malaga und ein einziges gutes Spiel im HF gegen Madrid vernebelten damals den Blick auf die einsetzenden Probleme bzgl. Spielsystem

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Koom 7. Mai 2015 um 13:01

Die 20 Punkte da entsprangen aber primär eine wahnsinnigen Konstanz der Bayern unter Heynckes. Und natürlich auch der nochmals aufgerüstete Kader:

– Martinez (der auch sehr schnell integriert wurde)
– Dante (damals in toller Form)
– Mandzukic (ein Klotz)
– Pizarro (ein Viech von der Bank)

Dazu schon ein stärker werdender Kroos, durchgehend fitter Schweinsteiger, sehr große, hochklassige Wechselbank.

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Libano 7. Mai 2015 um 16:27

Und die vielleicht beste Flügelverteidigung aller Zeiten – Lahm und Alaba.

Tomás 7. Mai 2015 um 13:03

Da ist sicherlich etwas dran. Die Dortmunder CL-Saison 2013 allerdings auf „ein irreguläres “Murmeltor” gegen Malaga und ein einziges gutes Spiel im HF gegen Madrid“ zu reduzieren, halte ich für gewagt.

Außerdem habe ich ja auch nicht behauptet, dass der Götze-Wechsel (oder irgendein anderer Spieler-Wechsel) alleine ursächlich für die Entwicklung der letzten zwei Jahre sei. Koom hat die Gemengelage in meinen Augen gut zusammengefasst – auch hinsichtlich der (etwas befremdlichen) „Gerüchte“ zu einer Götze-Rückkehr.

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HW 7. Mai 2015 um 10:36

Ich wunderte michnimmer über Kommentare wie Bayern spiele zu viele verschiedene Systeme. Ich hab noch keine taktische Verunsicherung in der Mannschaft gesehen. Daher kann ich das nicht nachvollziehen. Für mich ist das immer ein Ruf nach mehr Defensive, wird dann Stabilität genannt. Das ist eine sehr reaktive Analyse. Bayern ist beispielsweise das Team mit den wenigsten Gegentoren in der Liga.

Wo ich zustimme ist die Qualität der Standards. Da muss in solchen Spielen mehr kommen. Man bekommt gegen eine gute Defensive vielleicht wenige Torchancen aus dem Spiel, aber ein Foul irgendwo in Strafraumnähe passiert immer mal und dann sollte man den Freistoß wenigstens in Richtung des eigenen Mannes bringen.

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ST 7. Mai 2015 um 11:08

@HW: Das war auch mehr auf die jetzige Situation gemünzt und war tatsächlich nicht defensiver gemeint (würde bei der Philosophie auch keinen Sinn machen). Es ist mMn einfach leichter für einen Spieler, der gerade wieder zurück kehrt, sein Potential besser auszuschöpfen, wenn seine Rolle klarer definiert ist (eben dadurch dass er sie so schon xmal gespielt hat). Ne Garantie ist das aber natürlich auch nicht.
Ansonsten sind die verschiedenen Systeme ja die Große Stärke, völlig ohne Frage. Das verblüffend was Guardiola da immer wieder ausgräbt. Nur ist das mMn nicht die beste Marschroute wenn man schon etwas auf dem Zahnfleisch geht.

Die Liga ist für mich leider kein Gradmesser was das angeht. Da kann niemand auch nur ansatzweise mit dem Kader der Bayern mithalten. Bayern hat in der Liga keinen Gegner der auch nur ansatzweise auf Augenhöhe agieren kann. Bestes Beispiel für mich das Pokalviertelfinale gegen Bayer. Da hatte Bayern schon viele Ausfälle zu verkraften und ist trotzdem mindestens gleichwertig bzw. kreirt trotzdem enorme gefährliche Szenen und Torchancen. Da fehlten Robbery, Alaba, Martinez, Schweinsteiger, Badstuber war nicht wirklich fit … Lahm und Thiago kamen gerade erst zurück, Götze in mieser Form. Bayer 04 super aggressiv, kann man nicht viel besser spielen mit dem Kader und trotzdem reicht es „nur“ für Augenhöhe. Ich denke da kann man sich durchaus erlauben verschiedene Systeme zu praktizieren, einfach weil der Kader trotzdem immernoch ne Klasse für sich ist.

Ich hab Lewa gestern trotz Maske sehr stark gesehen. In Verbindung mit Müller legt er gar fast noch zu. Klopp meinte ja auch, dass die derzeitige Spielweise ihm mehr entgegenkommt und er deshalb stärker wirkt als in der Hinrunde. Vielleicht kann man daraus im Rückspiel ja was machen, gerne mit Weiser. Mit mehr Unterstützung dieser Beiden Spieler sitzt auch Barcas Defensive nicht fest im Sattel, da bin ich mir sicher. Lewa hat einfach ne irre Präsenz, auch wenn die anders ausfällt als die eines Neymar oder Messi.

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PB 7. Mai 2015 um 09:54

Erst mal herzlichen Glückwunsch zu der tollen Seite hier. Ich lese schon lange mit und freue mich immer über die wirklich interessanten Analysen. Vor allem merkt man sowohl an den Analysen als auch an den Kommentaren, dass man hier wirklich um Sachlichkeit bemüht ist.
Zum Spiel gestern: Verdienter Sieg in einem wahnsinnig unterhaltsamen und hochklassigen Spiel, dass die Bayern zum Schluss durch individuelle Fehler kombiniert mit der individuellen Klasse des Gegners verloren haben. Man hat einfach auch gemerkt, dass im letzten Drittel das Fehlen von Schlüsselspielern, die in ein 1 gegen 1 gehen können (und das auch gewinnen können) nicht zu kompensieren war. Dadurch ist man vor allem in der 1. Hz zu sehr unter Druck geraten.
Dazu kommt natürlich auch, dass man nicht die notwendige geistige und körperliche Frische hatte, um gegen einen Gegner in absoluter Topform bestehen zu können. Die Auswechslung von Müller habe ich auch nicht verstanden. Ich hätte Schweinsteiger vom Feld genommen und Götze auf die 10 gestellt. Das Rückspiel wird bestimmt nochmal interessant, obwohl realistisch betrachtet die Sache erledigt ist.

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Koom 7. Mai 2015 um 09:32

Interessant, wie Neuer geschützt wird: Das 1:0 würde ich zum Großteil ihm anlasten. Erst haut er den Pass fast Surarez(?) vors Bein, und dann will er quasi schon einleiten, wo mental praktisch keiner darauf vorbereitet war – entweder weil müde, vor allem aber, weil man noch bei dem potentiellen Elfmeter fest hing.

Und nein, will Neuer nicht ans Denkmal pinkeln, das ist sowieso verdient. Aber erwähnen darf man es ruhig, dass es durchaus ein Bock von ihm war, der die Bayern auf die Verliererstraße brachte.

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Fabian 7. Mai 2015 um 09:45

Habe ich zunächst genauso gesehen, die Sky „Experten“ ja übrigens auch. Aber nach dem Interview und ein paar Wiederholungen der Szene wird klar: Eigentlich hat Neuer recht und man muss eher allen anderen Spielern einen Vorwurf machen. Auf links hat man Überzahl, man hat Ballbesitz und Barca ist genauso unorganisiert wie Bayern, nur eben gerade nicht im Ballbesitz. Wenn Bernat das ausspielt, statt ins Dribbling zu gehen, entsteht vielleicht die erste richtig gute Chance für Bayern. Selbst nach dem Ballverlust gibt es noch ein, zwei Zweikämpfe die das Tor verhindern können. So gesehen war es halt der worst case.

Außerdem finde ich, dass diese Szene zu sehr im Fokus steht. Klar sind Gegentore und ihre Entstehung immer interessant, aber die wirklich wichtige Frage ist doch, warum Bayern zu quasi Null Abschlusssituationen gekommen ist, während Barca schon vorher konstant Gefahr erzeugen konnte. Dass früher oder später irgendwie das 1:0 fällt ist ja nur eine logische Folge davon. Wie genau, ist dann fast egal.

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studdi 7. Mai 2015 um 09:49

War auch sehr gut gemacht von Alves der meiner Meinung ein sehr gutes Spiel gemacht hat, vor allem im Pressing und Gegenpressing.

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Libano 7. Mai 2015 um 10:06

Bernat hat wirklich keinen Stich gesehen gegen Alves. Kompliment.

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C.H. 7. Mai 2015 um 09:55

Den Fehler sehe ich auch eher bei Bernat und seinem Dribbling in der eigenen Hälfte. Das Neuer Barcas Aufregung/Unkonzentriertheit nach der Neymarszene ausnutzen will, ist gar nicht so dumm …

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Dr. Acula 7. Mai 2015 um 10:17

ich kann mir gut vorstellen, dass das eine anweisung guardiolas war. wenn die 1 gg 1 dribbler robben und ribery fehlen, muss jemand anderes das übernehmen. und ganz ohne dribblings kommt man eben nicht durch. bernat ist eben nicht der klassische dribbler. wer früher selber gekickt hat, wusste genau, was er machen wird, und alves unterstelle ich einfach mal, dass er da noch etwas mehr ahnung hat, somit waren die dribblings meist zu ende bevor sie überhaupt angefangen hatten

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Felix 7. Mai 2015 um 13:58

Er musste in der Situation aber garnicht in das Dribbling gehen sondern hätte den Ball einfach weiter zu Thiago spielen können, wenn ich das richtig im Kopf habe. Gerade wenn man nicht so ein Dribbler ist (wie Bernat eben), gebe ich in so einer Situation den Ball doch eher weiter als in eine 1vs1 Situation zu gehen. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass das eine Trainer-Anweisung war, im Aufbauspiel so nah am eigenen Tor ins Dribbling zu gehen.

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Koom 7. Mai 2015 um 10:14

Der Gedanke von Neuer war zweifellos gut und richtig, aber sein Team leider offensichtlich nicht dafür bereit – im Gegensatz zu Barca, interessanterweise. Das Bernat das Dribbling verliert, auf das er nicht 100% vorbereitet war, passiert. Im Grunde war diese Szene genau das, was man hier in letzter Zeit immer mal lesen konnte: Wenn ein moderner Keeper nicht hin und wieder so einen Bock macht, weil er etwas zu forsch/offensiv agiert hat, dann ist er kein guter Keeper.

Wie schon im Pokal: Körperlich und auch psychisch geht ab der 70. Minuten bei den Bayern gar nix. Einer der Mentalitätsbrocken in Form von Müller dann auszuwechseln, ist dann aber auch wirklich grundfalsch. Keine Ahnung, was Guardiola da (momentan) dauernd hat.

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karl-ton 7. Mai 2015 um 12:12

„im Gegensatz zu Barca, interessanterweise“

Na, die kennen das ja auch schon. Bei Spielen gegen Atletico oder Real werden doch auch diese Spielchen gespielt. Alle anderen spanischen Mannschaften freuen sich auch immer, wenn sie solche Situationen gegen Barca ausnutzen können.

Es ist schon so, dass sich der Neuer da verkaspert hat und meinte er könne die großen Theaterschauspieler noch aus dem Konzept bringen, wenn er ihnen die Zunge rausstreckt.

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CR4 7. Mai 2015 um 16:18

Die Frage ist, wie war dafür die taktische Einstellung der Mannschaft: Pep hat im Interview gesagt: „Zum Kontern fehlen mir Spieler wie Ribery und Robben. Wir wollten den Ball haben und Chancen kreieren.“ Heißt für mich: Die Ansage (der Plan) ans Team war, ruhig aufzubauen und sicher den Ball zu halten (dafür spricht auch die „schwache personelle Beteiligung“ im Vorwärtsgang, oft hingen Lewy und Müller doch arg alleine vorne in der Luft) . Dafür würde Neuers Spiel schnell machen nicht passen und es wäre logisch und verständlich, wenn ein Teil der Mannschaft davon überrascht ist, dass auf einmal die Post abgehen soll. Die Mittefeldspieler (z.B. Lahm) haben sich in dieser Szene weder schnell weiter vorne angeboten noch das Gegenpressing von Barca abgesichert (deswegen stand Messi völlig frei vor der 4er-Kette). Wenn man das mit dem Spiel gegen Porto vergleicht: Da stand Alonso in solchen Momenten immer bei Jackson Martinez.
Trotzdem halte ich das Verhalten von neuer generell für richtig, denn ich habe wenig „Chancen kreieren“ bei den Bayern, aus dem langsamen Spielaufbau gesehen. Da die Standards (nochmal: nachwievor mögliche Schwachstelle von Barca) auch unterirdisch waren, frage ich mich wie FAB, wie Bayern im Rückspiel mehr als 1 Tor erzielen soll?
Solche Situationen der Verwirrung durch nen Überfallangriff anzunutzen, ist da durchaus ne gute Idee – nur muss da natürlich die ganze Mannschaft mitmachen und drauf lauern und nicht die Hälfte gerade dann kurz den Kopf abschalten!
FAZIT: Dass Neuer schnell weiterspielt ist für mich generell richtig, weil es eben die Chance bietet die fehlende Organisation beim Gegner auszunutzen (und Neuer dieses Muster mit Rib und Rob außen auch gewohnt ist). Nur hat das Teamverhalten dazu nicht gepasst. Das einzige,was man ihm vorwerfen könnte ist, dass er nicht gesehen hat, das die Hälfte seines Teams nicht bereit war, schnell weiterzuspielen. (Aber bitte: wie soll das gehen? Wenn ich erst 10 Mann optisch einzeln auf Bereitschaft scannen muss, ist die Chance für die Überraschung des Gegners längst vorbei …)
Das Spiel ist für mich nicht unbedingt durch die Genialität eines Messi, sondern durch die nachlassende/fehlende Konzentration entschieden worden:
– Beim 1:0 steht der Angreifer vor der 4-Kette frei und kann unbedrängt schießen. Da kenn ich einige Spieler, die da treffen können …
– Beim 2:0 steht die Abwehr so unorganisiert, dass Boateng das 1:1 Missmatch gegen Messi hat. Der macht das dann zwar auch gegen Neuer sensationell, aber auch die Stürmer von Porto können das … (in der Bundesliga wird so ne Chance auch öfter mal liegen gelassen.)

Um im Rückspiel überhaupt gefährlich zu werden, sehe ich drei Möglichkeiten:
– vereinzelte Unorganisiertheit des Gegners durch Schnellangriffe ausnutzen (ganzes Team muss darauf lauern)
– mehr Qualität bei Freistößen und Ecken, denn hier ist Barca durchaus verwundbar
– im Spielaufbau schnelle Verlagerungen auf den anderen Flügel, wenn Barca wieder so weit horizontal verschiebt, und dann bitte zügig weiterspielen und nicht wieder mit Ball am Fuß dastehen und warten, bis Barca rüberläuft

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rb 7. Mai 2015 um 09:56

Das erste Tor hat mich ein bisschen an das 1:0 der Bayern im DFB-Pokalfinale 2013 erinnert, als sich Weidenfeller gedacht hat, er müsse mal Neuer-haft das Spiel gleich schnell machen… habe mich diesmal auch ähnlich geärgert wie damals…
Aber wie es hier in den Kommentaren schon ähnlich gesagt wurde: Die Chance auf eine ungeordnetere Barca-Mannschaft war in dieser Situation wahrscheinlich größer als zu den meisten anderen Situationen im Spiel… das kann man schon nutzen wollen

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Bayernfohlen 7. Mai 2015 um 09:59

Habe es genau so gesehen. Wenn Neuer schnell spielt, muss er eine Anspielstation auf Höhe der Mittellinie haben und so das Spiel schnell machen.

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_oo_ 7. Mai 2015 um 10:58

Eventuell ist der Fehler sogar noch schlimmer, als Du ihn bisher siehst. Schau mal die Wiederholung. Da siehst Du, wie Rizzoli Richtung Strafraum läuft – mit der Hand an der Gesäßtasche. Aber weil Neuer direkt abwirft, dreht er wieder ab. Wir werden leider nicht mehr erfahren, ob andersherum Neymar hätte duschen gehen dürfen.

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KS 7. Mai 2015 um 11:43

Danke! Dachte schon ich hätte mich verguckt… denke auch, dass er Neymar wegen Schwalbe mit gelb rot runter schicken wollte. Neuer macht das Spiel schnell. Er lässt es bleiben. Das ist dann natürlich krasses Fehlverhalten vom Schiedsrichter. Und bitter für Bayern

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HW 7. Mai 2015 um 12:21

Wobei Rizzoli dann die Karte trotzdem zeigen müsste.

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Koom 7. Mai 2015 um 12:30

Vielleicht war die Hand an der Tasche aber auch mehr eine Drohgebärde an alle Beteiligten, da man gerade anfing, munter und lautstark zu diskutieren – auf beiden Seiten. Muss also nicht zwingend eine Karte gewesen sein, die da gleich gekommen wäre, vielleicht wollte er auch nur direkt die Luft rauslassen. Immerhin gab es da schon 70+ Minuten Abnutzungskampf.

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HW 7. Mai 2015 um 12:44

Dann hat Neuer auch keine Platzverweis verhindert. Ich dachte aber auch er wollte irgendwem eine Karte zeigen, wahrscheinlich Neymar.

Außerdem hatte Bayern vor dem 3:0 durch die Vorteilentscheidung auch ein wenig Glück, dass niemand gehen musste. Wobei manchmal der Platzverweis besser ist als das Gegentor, besonders kurz vor Schluss.

KS 7. Mai 2015 um 13:00

Das mit der Drohgebärde kann natürlich sein. Das würde auch erklären, wieso er an Do Gesäßtasche mit der roten Karte fasst. Denn für Neymar hätte er ja erst einmal gelb zeigen müssen, um dann rot zu ziehen. Vielleicht hätte er dann fix noch vorher die gelbe rausgeholt. Aber mit der linken Hand… die war doch wahrscheinlich in der linken Brusttasche. Entweder ist er sehr gelenkig oder hat die gelbe untypischerweise in der rechten Brusttasche. Könnte man nochmal analysieren 😀

_oo_ 7. Mai 2015 um 12:56

Fehlverhalten vom Schiri? Weiß nicht. Neuer macht implizit die Ansage, dass ihn so ein Kinderkram nicht interessiert und er lieber Fussball spielen will. Das kann der Schiri so hinnehmen und läßt weiterspielen. Fingerspitzengefühl, würde ich sagen.
Zum Vergleich der Mindsets: etwas später ist Schiriball und Neymar spielt den Ball trocken ins Seitenaus. Danach stellt Barca zu.

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KS 7. Mai 2015 um 14:12

Wenn der Schiedsrichter eine glaubwürdige Schwalbe gesehen hat, MUSS er gelb zeigen. Egal, wie lange noch weiter gespielt wird. Oder liege ich hier falsch?

@Bernhard: glaube nicht, dass der haltbar war. Aus 18 Metern mit Spann… die Kameraperspektive gab zumindest im ZDF nicht viel her. VeTermin, dass der Schuss verdeckt war und deutlich links unten (von Neuer aus gesehen) einschlug. War auch flach der Schuss. Neuer Stand mittig und hat keine Zeit für einen Zwischenschritt aus der Distanz.

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KS 7. Mai 2015 um 14:14

gelbwürdige Schwalbe sollte das heißen. Und vermute. Blöde Tastatur

Koom 7. Mai 2015 um 14:22

Potentiell haltbar – ja. Verpflichtend haltbar – nein. Der Ball sprang noch direkt auf, also durchaus ekliges Ding. Und Neuer war danach übrigens sehr flott mit Motzen und Meckern gegen Bernat am Start – finde ich auch bescheuert, immerhin hat er ihn in eine Situation mit 2 Gegenspielern gebracht.

Ich glaube, die ganze Situation war unglaublich fahrig, da sind einige Nerven gerissen rund um diese Szene. Auch und gerade bei Neuer.

KS 7. Mai 2015 um 18:32

Habs gerade nochmal gesehen… so richtig unhaltbar war der Ball dann wohl doch nicht. Neuer stand weiter in der Ecke als ich es in Erinnerung hatte.

Bernhard 7. Mai 2015 um 12:30

Mich beschäftigt eher die Frage, ob der Ball nicht haltbar war. War im kurzen Eck. Halbhoch, somit einfacher als ganz oben oder unten. Außerdem war die Sicht Neuers nicht allzu verdeckt.

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HW 7. Mai 2015 um 12:45

Haltbar sind viele Bälle, zwingend halten muss man die deswegen nicht.

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MK 7. Mai 2015 um 16:41

> Interessant, wie Neuer geschützt wird

Hat vielleicht etwas damit zu tun, dass es ohne Neuer schon zur Halbzeit 3-0 oder 4-0 hätte stehen können.

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HW 8. Mai 2015 um 12:04

Hängt wohl auch damit zusammen, dass er für seine schnellen Spieleinleitungen oft gelobt wird. Da kann man ihn jetzt dafür nicht wirklich kritisieren. Er macht was von ihm gefordert wird. Keine Aktion ist ohne Risiko. Das war vielleicht nicht optimal. Aber er steht auch auch nicht am Flügel und verliert den Ball oder verpennt dann Barcas Angriff.

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JV 7. Mai 2015 um 09:27

„Hier kehrte Thiago auf seine Position auf dem rechten Flügel ab“ sollte wohl anders lauten – und neben der zweiten Grafik fehlt das l nach „Kurzpassspie“ (bei den drei s aber auch verständlich).

Daneben klasse Artikel, mich hat gewundert, dass Iniesta so breit stand. Der kam ja nur vereinzelt in die Mitte, aber funktioniert hats ja…

Und zu Boateng beim 2:0: das sieht verdammt blöd aus, gegen Messi ists nicht einfach, aber reicht als Erklärung, dass Boateng davon überrascht war, dass sich Messi den Bal auf den „“schwachen““ Fuß gelegt hat?

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CR4 7. Mai 2015 um 15:28

Man hat rein physikalisch schon keine Chance bei diesen Körperverhältnissen. Boateng ist zwar eh schon einer der schnellsten, aber das gilt geradeaus – wenn es um Richtungswechsel geht, kommt das Drehmoment ins Spiel und das wächst quadratisch mit der Entfernung der Masse vom Drehpunkt! Allein daraus folgt: Ich darf erst gar keine Situation entstehen lassen, in der ich ein 1:1 Boateng vs. Messi habe (vom Kopfballduell mal abgesehen 😉 ) – Boateng KANN bei seiner Größe niemals so schnell die Drehrichtung ändern wie es ein kleiner Spieler wie Messi kann.

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Isco 7. Mai 2015 um 09:11

„abgesehen davon, dass sogar Bielsa nicht verrückt genug ist…“

Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Satz jemals lesen würde und verstehen würde, was gemeint ist.

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studdi 7. Mai 2015 um 12:30

Ja der Satz gefällt mir auch besonders 😀
Bielsa ist aber verrückt genug die Spielweise über 90 Minuten durchzuziehen, was ihn wieder zum einzig wahren „El Loco“ macht. 😉

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LM1895 7. Mai 2015 um 14:37

Welches südamerikanische Wunderspiel war das noch letztens hier, wo zwischendurch tatsächlich mal so abgedreht gepresst wurde? Da fehlte nur noch, dass der Torwart nen Stürmer manndeckt, damit vorne auf den anderen Torwart gepresst werden kann 😉

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K-G. E. 8. Mai 2015 um 22:53

Wenn ich mich recht erinnere, war es das Spiel Nacional Montevideo vs Palestino bzw eher das Hinspiel. Bis zur roten Karte oder?

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PB 7. Mai 2015 um 08:59

Was ich mich frage ist, wie sich nun Spieler und Trainer für so ein Rückspiel motivieren??
Also ich hätte keine lust noch ins Rückspiel zu gehen, vor allem auf die Gefahr hin noch mal 2 oder 3 zu 0,00 unter zu gehen.
Aber solche Situationen konnte man ja schon oft und bei vielen Mannschaften beobachten und irgendwie scheinen sie es doch immer zu schaffen..

Ich hatte gestern einige male ein Fragezeichen in den Augen, wenn die Münchner Strafraumsituationen hatten oder mal etwas Platz im letzten Dritttel aber wirklich niemand abgeschlossen hat. Als Beispiel hatte Tiago in einer Situation den Ball im Strafraum und macht drei vier kleine Schritte nach vorne ob wohl er AUS MEINER PERSPECKTIVE wunderbar hätte schießen können.

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HW 7. Mai 2015 um 09:06

Motivationsprobleme hat Thomas Müller bestimmt nicht. Der denkt nicht daran, dass es nochmal 0:3 ausgehen könnte er denkt nur daran, dass man im Rückspiel 3:0 gewinnen muss.
Außerdem ist der Termin fix, niemand kann sich drücken, darüber braucht man also nicht nachdenken.

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PB 7. Mai 2015 um 09:12

Das sich keiner drückt sondern es bei anderen Mannschaften ja auch Funktioniert hab ich ja geschrieben. Ich frage mich aber echt, wie man sich in so einer Situation Motiviert.
Ich habe das Spiel im ZDF gesehen und Olli Kahn (ein EX Spieler) sagte so dem Sinn nach, es müsse schon ein Wunder Passieren damit sie das noch Packen. Hat er ja Recht. Aber gerade der war doch auch mal Spieler unnd als solcher hättest du niemals solche Aussagen von ihm gehört. Ich frage mich halt, wie man als Spieler oder Trainer mit einer solchen Situation umgehst. Blendet man das dann einfach aus??

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HW 7. Mai 2015 um 09:28

Kahn hat das als TV-Expertre und nicht als Spieler gesagt.

Es sind noch ein paar Tage. Gestern war man enttäuscht und wütend. Heute arbeitet man das ein wenig auf und spätestens ab morgen konzentriert man sich nur auf das Rückspiel.
Man kann nicht mit einem Plan für drei Tore in das Spiel gehrnm. Man muss einfach die Motivation entwickeln das Spiel gewinnen zu wollen, Barca zu zeigen dass Bayern nicht leicht aufgibt. Und dann muss man einfach das Spiel abwarten und sehen ob und wann Tore fallen. Aber mit was wäre wenn Zwischenergebnissen brauch man sich nicht beschäftigen. Man muss sich jetzt um die Taktik kümmern und dann die Konzentration und Motivation aufbringen um einen riesen Europapokalabend abzuliefern.
Kahn hat selbst mal so ein Wunder mit gemacht als der KSC ein 1:3 gegen Valencia mit einem 7:0 gedreht hat.
Und wenn Bayern am Ende verliert, macht das einen Unterschied? Wenn sie ’nur‘ 2:0 gewinnen, dann waren sie wenigsten nahe dran und stopfen nebenbei ein paar Kritikern das Maul. Das motiviert dann auch für die nächste Saison.

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PB 7. Mai 2015 um 09:41

genau darauf wollte ich ja hinaus, dass er es eben heute so beurteilt und als Spieler anders. Oder vielleicht, war das ein Einblick, was wirklich in dem Kopf eines Spielers vorgeht, was er nur nicht offen sagen darf.
Ich fand es halt Interessant und da hat sich bei mir eben diese Frage gestellt. Aber die Antwort, mit einem vernünftigen Ergebnis auszuscheiden als Motivationsgeber ist für mich zufriedenstellend. Und dass am Ende alles möglich ist, ist kein Geheimnis. Die Wahrscheinlichkeit ist aber Relativ gering.

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HW 7. Mai 2015 um 09:59

Kahn muss es heute anders beurteilen und kommunizieren. Als Spieler darfst du nicht objektiv sein. Nicht wenn es dich mental schwächt.

Das Motiv kann auch nicht sein: Lass uns heute hier 2:0 gewinnen (oder 3:1…). Das Ziel muss 3:0, 4:0 usw. sein. Aber man darf dann nicht auseinanderfallen wenn man ein Gegentor kassiert. Man muss einfach Mia San Mia anwenden und das bestmögliche Spiel anstreben. Dann hat man auch die Chance auf dieses Wunder.
Aber wenn es nicht klapp? Bayern wurde doch schon vor dem Hinspiel von vielen Leuten abgeschrieben. So what?!

Koom 7. Mai 2015 um 09:35

Die Motivation wird nicht das Problem sein. Eigentlich ist sowieso eher die Gefahr der Übermotivation viel größer, also dass man früh overpaced, zu agressiv agiert, zu offen steht etc. 3 Tore kann man notfalls relativ schnell erzielen (siehe gestern). Gegentore dabei aber verhindern (und das gegen Messi-Suarez-Neymar) ist die spannende Aufgabe.

Persönlich rechne ich nicht damit, dass die Bayern das Rückspiel gewinnen. Dadurch ist Barca zu sehr in Form, sind alle relevanten Spieler fit usw. Und bei den Bayern eben gerade sowas nicht.

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Dr. Acula 7. Mai 2015 um 10:23

interessanter kommentar. ich denke, genau das ist neben der taktischen ausrichtung die größte herausforderung des trainers. und hier unterscheidet sich eben ein durchschnitts-trainer von einem exzellenten trainer. jeder, auch der trainer, ist sich darüber im klaren, dass ein weiterkommen unrealistisch ist, aber wenn du es schaffst, den spielern klar zu machen, dass alles möglich ist, und die angst vor einem untergang vergessen machst, dann glückwunsch, bist du ein großer trainer. genau das ist übrigens der grund, wieso ich guardiola und mourinho über ancelotti sehe. ich kenne sie nicht und maße mir keine psycho-analyse an, aber wenn ich mir die PKs oder die trainer-ansprachen anschaue, die vor elfern oder bei kurzen spielunterbrechungen gehalten werden, fällt mir auf, wie sicher sich mou und pep ihrer sache zu sein scheinen. da muss eben ein funke überspringen

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studdi 7. Mai 2015 um 08:56

Ich hab mal ne Frage zu den ersten 15 Minuten. Beispielhaft nehme ich jetzt mal die Szene als Suarez allein auf Neuer zuläuft.
Die Mannorientierungen sind dort ja ganz klar zu sehen. Also ich denke das man ja damit ein Angriffspressing spielen wollte und Barcelona nicht hinten raus spielen lassen wollte. Die Idee find ich ja an sich ganz gut, auch wenn es natürlich schwer ist Messi, Neymar und Suarez 1 gegen 1 zu stoppen. Aber muss man wenn man ein Angriffspressing mit 1 gegen 1 Staffelung in letzter Linie spielt nicht zwingend auch den Torwart Anlaufen? Wenn man ihn nicht unter druck setzt ist es doch klar das er mit einem langen Ball das gesamte Mittelfeld überbrückt und dieser auch noch genau ankommt.

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HW 7. Mai 2015 um 09:10

Ja das stimmt. Hat Bayern auch oft gemacht.
Gestern war das wirklich ein modernes Fußballspiel. 11 gegen 11, nicht 10 Feldspieler gegen 10 Feldspieler. Der Torwart war entweder erster in der Spieleröffnung oder Absicherung für die Abwehr. Die Mannorientierung in den ersten 15 Minuten hat natürlichnihre Tücken. Im Pressung funktioniert das, aber später dann nicht mehr. Darum denke ich auch, dass ein Systemwechsel eingeplant war.

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studdi 7. Mai 2015 um 09:57

Ok weis ich jetzt nicht mehr ob sie das auch öfters gemacht haben in der Anfangsphase. Kann mir auch vorstellen das der Systemwechsel von Anfang an geplant war aber dann muss doch die klare Anweisung gewesen sein 15 Min. volle Kanne zu Pressen und dann versteh ich einfach nicht wieso es in dieser Szene nicht gemacht wurde. Oft reicht dann eben nicht sondern das muss eben die 15 Minuten lang immer gemacht werden und voll durchgezogen werden , wenn man das Risiko geht.

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Bayernfohlen 7. Mai 2015 um 10:02

Ich habe mich eher gewundert, warum Ter Stegen so wenig angelaufen wurde und immer in aller Ruhen nach Anspielstationen suchen konnte

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HW 7. Mai 2015 um 10:27

Ich dachte sie hätten es schon gemacht. Mag mich jetzt über die Konsequenz irren.
Ist natürlich auch zweischneidig, denn beide Torhüter sind gut genug um wenn sie angelaufen werden den Ball noch zum Mitspieler zu bringen.

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C.H. 7. Mai 2015 um 10:51

Zu riskant ?! Wenn die ter Stegen anlaufen, sind sie ja im Rest des Spielfelds mit mind. einem Mann in Unterzahl – und der ter Stegen finden diesen Mann recht zuverlässig, Alternativ hätten die Bayern komplett aufrücken und en-bloc pressen müssen – was gegen Barca noch ekliger enden kann. Für’n Auswärtsspiel zu heikel, im Rückspiel vielleicht …
Die Arbeitsrate von Lewandowski war auch so schon recht hoch (Bayern hat ja meist nur 4,5 Mann für Angriffe abgestellt), wenn er dann noch den TW anlaufen muss, ist er im entscheidenden Moment platt.

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studdi 7. Mai 2015 um 11:25

Ich finde es ist noch riskanter ihn nicht anzulaufen und so hoch zu stehen. Die Szene vor der Suarez Chance war so das mascherano von Müller angelaufen wird und dann zurückspielt. In diesem Moment muss Lewy Ter Steegen anlaufen nicht wenn er schon den Ball sicher hat. Dann kommt Lewy von der „Blind Side“ auf ter Steegen gelaufen und hat Pique noch im Deckungsschatten.
Da kann selbst ter Steegen Pique nicht anspielen wenn das richtig gemacht wird. Wenn man ter Steegen nicht anläuft muss die Mannschaft eben wieder reagieren und sich etwas zurückziehen, der Ball von Ter Steegen wird auf einen IV gespielt und das Pressing kann von vorne gestartet werden.
Ich finde die Mannorientierungen und das Angriffpressing die ersten 15 Min war eine sehr gute Idee eben nur nicht richtig mit der letzten Konsequenz durchgezogen. Wenn ich ein Angriffspressing spielen lasse muss ich den Torwart eben auch anlaufen anders geht es wie den Bayern in den ersten 15 Min das ich mit einem gezielten langen Ball 7 Feldspieler ausspielen kann.

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C.H. 7. Mai 2015 um 12:45

M.E. war das Ziel primär Busquets und Mascherano als Aufbaustation rauszunehmen, um lange Bälle oder Piqué zu bekommen. Eine Kopfballverlängerung von Messi stand vmtl. nicht als Option im Matchplan :-/

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LM1895 7. Mai 2015 um 14:33

Dann sollte man vll nicht das Kopfballungeheuer Rafinha gegen ihn stellen 😉


FAB 7. Mai 2015 um 08:51

Ich finde dass man nach so einen Spiel erstmal diese krasse Qualität bewundern muss. Speziell die Szenen in denen Barca die Bayern im Spielaufbau presst, Bayern bleibt dann aber innerhalb der Pressingzone im Ballbesitz. Man merkt förmlich, dass die Erwartungen und Erfahrungen ganz andere sind (Barca erwartet wohl entweder den Ball zu gewinnen oder dass der Gegner den Ball aus der Zone spielt, Bayern erwartet wohl eher den Rückzug des Gegners) ),.. daraus sind schon teilweise geil absurde Situationen entstanden, die man so noch nicht gesehen hat.
Schade dass es hierzu aufgrund des Ergebnisses keine Fortsetzung gibt.
Ansonsten vieles was man schon weiß:
– Messi kann alleine Spiele entscheiden
– Wechsele niemals Thomas Müller aus
– (meine Meinung) Bernat hat nicht die Qualität für ein solches Niveau
Eine Frage die ich mir auch noch stelle: War der taktische Wechsel von Dreierkette auf Viererkette nach 15 Minuten geplant? Im Nachhinein kam mir das fast so vor.
Ansonsten im RM Artikel alles top beschrieben. Sogar Xabi Alonso findet dort sein Lob.

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FAB 8. Mai 2015 um 08:51

Ich habe mir das Spiel nun ein zweites Mal angeschaut, weitere Erkenntnisse waren:
– Messi und Neymar haben defensiv brutal stark mitgearbeitet, Messi insbesondere in der ersten halben Stunde, in der auch Rakitic eine starke Phase hatte und Neymar in der letzten halben Stunde. Wenn solche Stars sich so leidenschaftlich aufarbeiten aber eben trotzdem individuell in der Offensive so stark sind, hat ein Gegner einfach kaum Chancen.
– Schweinsteiger hat sich meines Erachtens zu sehr an Busquets orientiert und hätte v.a. in 2. HZ mehr in Breite (auf links) gehen müssen, dafür hätte dann Lewandowski sich stärker Richtung Tor orientieren können. Die richtige Wechselmaßnahme wäre deshalb auch gewesen in der 60. Minute Götze für Schweinsteiger zu bringen. Götze hätte dann links Offensiv für etwas Wirbel sorgen können und Alves etwas in die Defensive drängen können, auch Messi hätte dann vielleicht etwas mehr in der Defenisve arbeiten müssen. Ab der 60. Minute waren die Bayern trotz dass sie weiterhin mehrheitlich im Ballbesitz in vielen Situationen nicht mehr so konsequent, ein frischer Spieler wäre vielleicht hilfreich gewesen.
– das ständige mit dem Kopf durch die Wand-Gerenne von Bernat hat genervt und viele aussichtsreiche Situationen der Bayern im Keim erstickt.
– Für mich ist die 433 Formation die aktuell erfolgreichste Formation. Mit dieser wurde Deutschland Weltmeister und mit dieser wird Barca die Champions League gewinnen. Noch dazu ist die Kombination technisch starker Spieler und dynamischer Spieler (Iniesta/Rakitic) aus meiner Sicht das Optimum.

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Libano 7. Mai 2015 um 08:50

Ach so, muss glaube ich „Deus ex machina heissen.“

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Anonymous 7. Mai 2015 um 08:40

Bayern fehlten einfach pressingresistente Spieler im offensiven Mittelfeld (Robbery).

Was macht man mit einer gegen den Ball recht guten Ausrichtung, wenn es am Umschalten fehlt? Mir haben in diesem Zusammenhang die Mittelfeldspieler der Bayern nicht gefallen. Ein Lahm scheint mir nicht fit zu sein, ein Alonso ist mir in seiner Entscheidungsfindung zu langsam und ein Schweinsteiger ist auf einer 10er Position nicht dynamisch genug. Und wofür ist ein Götze gut? Wie lange ist es her, das er im 1 gegen 1 erfolgreich an einem Gegenspieler vorbei gezogen ist.
(„Zeig ihnen, das du besser als Messi bist.“ J.L.) 😉
Den Ball zu erobern, aber dann mit ihm nichts anzufangen, hilft nicht wirklich gegen ein Barcelona in Bestform.

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HW 7. Mai 2015 um 09:04

Dieses Zitat von Löw wird Götze wohl ewig verfolgen. Man muss es mal in den Kontext rücken. Es diente der Motivation und war keine Beurteilung des Talents oder der Leistung beider Spieler.

Götze, der sicher nicht seine beste Phase hat, wird für mich aber auch falsch gesehen. Er ist keine Kopie von Robben oder Ribery. Ich denke er muss anders eingebunden werden und hängt mehr an Spielern mit denen er kombinieren kann, wie Thiago.
Vielleicht hat er auch nicht die extreme Straßenfußballermentalität wie Ribery oder Suarez, dieses: wenn ich im Käfig nicht der beste bin, dann bekomme ich heute nichts zu essen. Und Robben hat eh ein riesiges Selbstvertrauen auf dem Feld. Dass diese Spieler mit Anfang 20 aber auch schon so gut waren wie mit Ende 20 bezweifelt ich mal.

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Koom 7. Mai 2015 um 10:16

Bei Götze fällt mir immer wieder Andreas Möller ein. Ebenfalls ein Riesentalent mit tollen Anlagen, der aber letztlich immer etwas unter den Erwartungen blieb. Bei Götze festigt sich auch sehr dieser Eindruck. Er ist für 22 aber auch schon gefühlt „ewig“ dabei.

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HW 7. Mai 2015 um 10:19

Und war Möller so schlecht? Das war doch ein riesen Spieler. Götze mit Messi zu vergleichen ist etwa so wie Möller mit Maradona. Natürlich bleibt der Spieler dann hinter diesen Erwartungen zurück.

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Koom 7. Mai 2015 um 10:33

Genau das. Möller hat auch fast jeden relevanten Titel eingefahren. Diese Vergleiche sind wirklich unglücklich. Gibt halt immer nur Sekt oder Selters.

Unabhängig davon: Ich glaube, vom Typ passt Götze nicht zu den Bayern. Die brauchen selbst-bewusste Typen (der Trennstrich ist zur Betonung gewollt), wie bspw. Müller. Götze ist in der Mentalität sehr ein Indianer, ein Mitspieler. Er braucht immer Leute um sich herum, die ihn einbinden, die er in Szene setzen kann etc. Selbst glänzen tut er selten. Vermutlich lesen wir in 10 Jahren einen kicker-Artikel, in dem dann steht, dass das WM-Finale seine Karriere immer überschattet hat (ala Lars Ricken, CL-Finale, Juve).

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Anonymous 7. Mai 2015 um 10:36

„Götze…wird für mich aber auch falsch gesehen. Er ist keine Kopie von Robben oder Ribery. Ich denke er muss anders eingebunden werden.“
Wenn das so ist und Guardiola das auch so sehen sollte, verstehe ich den Wechsel mit Müller aber nicht. Dann hätte ich eher einen Lahm oder Schweinsteiger rausgenommen.

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Tzaduk 7. Mai 2015 um 11:46

Sehe ich auch so. Götze mit Messi zu vergleichen ist schlicht unfair. Aber der Wechsel alleine…? Warum nimmt man Müller jetzt raus, um Götze dafür zu bringen? Ich hatte das Gefühl, dass Guardiola sich, wenn nicht vielleicht sogar vercoacht, dann zumindest übercoacht hat. Aufstellung, dann Anpassung nach einer Viertelstunde (und das nicht zu knapp), danach wieder Anpassungen, alles mit einer Notelf, weil alle, die solche Umstellungen mental verkraften, kaputt sind, hin und her, immer wieder neu und anders.

Barca spielte jetzt alles andere als nur ihren Stiefel runter. Aber die Anpassungen, die sie vornehmen mussten, waren meiner Ansicht nach viel… homöopathischer und passten daher viel besser ins Bild. Um es böse zu sagen: Guardiola hat da wie panisch reagiert, um noch zu retten, was zu retten ist – und damit maßlos übersteuert.

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Handtuch 7. Mai 2015 um 08:37

Man hat am Anfang gesehen, warum die Dreierkette im modernen Fussball nichts zu suchen hat. Sie ist gegen Mannschaften, die mit einem oder drei Stürmern spielen einfach nicht sinnvoll. Mannschaften mit echter Doppelspitze findet man auch nur vereinzelt.
Kein Wunder, dass auch Juve und Liverpool immer seltener die Dreierkette spielen.

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Joker 7. Mai 2015 um 10:38

Naja das ist wohl deine subjektive Meinung, aber ich finde die 3er-kette hat sehr wohl was im (modernen) fussball zu suchen: heutzutage ist es ja nicht so das 3er-kette gleichzeitig bedeutet, dass wirklich nur 3 Spieler in der letzten Reihe stehen, oft wird sie ja zu einer 5er-kette oder pendelnden 4er-kette umgewandelt, da gibt es ja taktisch viele Möglichkeiten. Sie muss halt nur auf die Formation und auf die Spieler des Gegners angepasst sein. Gestern fand ich die 3er-kette auch unangebracht, aber ihr deshalb jegliche Verwendung im fussball abzusprechen, find ich schwer übertrieben !!

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HW 7. Mai 2015 um 10:55

Für mich ist das keine Frage nach 3er oder 4er Kette. Beides hat seine Vor- und Nachteile. So hoch zu spielen und viel 1 gg 1 zu stehen ist legitim, wenn man davor kompakt ist, vorne gut pressen kann, wenn man die Abseitsfalle gut nutzt und wenn der Torwart richtig mitspielt.
Natürlich ist das eine risikoreiche Strategie. Aber es ist auch eine Strategie die enorm viel Druck aufbaut und viele Chancen bietet. Und es ist toll anzuschauen.

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Joker 7. Mai 2015 um 11:28

Ich stimme dir in allen Vorteilen zu die du genannt hast, aber die Kompaktheit vor den 3 verteidigern bringt dir auch nichts viel wenn ter stegen sauber über das mittelfeld drüber spielt (wie bei der riesen Chance von suarez zu beginn des Spiels). Danach geht ja nur noch ein kopfballduell verloren und von messi, suarez oder neymar dann überlaufen zu werden passiert schnell. Also für mich wäre eine 4er-kette mit nomineller Überzahl sinnvoller gewesen.

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HW 7. Mai 2015 um 11:55

Und eine 4er-Kette kann nicht überlaufen werden? Vor allem wenn es dem Gegner noch leichter fällt die langen Bälle zu spielen weil kein Druck aufgebaut wird. Der Punkt ist hier dann doch eher das verlorene Kopfballduell und ob der Torwart als Absicherung rechtzeitig klären kann. Ist natürlich eine riskante Taktik, aber wohl die einzige wenn man am Anfang viel Druck machen will.
Ich sehe das Problem eher in der mangelnden Breite bei Seitenverlagerungen und dass Mittelfeldspieler leichter durchstoßen können. Alonso ließ sich auch mal in die Kette fallen um da besser aufgestellt zu sein.

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Joker 7. Mai 2015 um 14:11

Klar kann die überlaufen werden !
Ter stegen konnte aber doch fast jeden ball drucklos spielen, also das Argument, dann der absichernde Spieler dann druck machen kann, bringt da wenig wenn der Gegner eh lang spielt

HW 8. Mai 2015 um 11:59

Aber Barca war gezwungen lang zu spielen. Mit noch einem freien Spieler hätten sie die Kombinationsmaschine angeworfen.

Natürlich ist die 3er-Kette nicht die einzige Formation. Aber es war eine konsequente Taktik.

Volker 7. Mai 2015 um 11:27

Aber irgendwie muss ich @Handtuch schon Recht geben mit seinem Argument. Sowohl Juventus als auch Liverpool kehren der 3-erkette immer mehr den Rücken zu. Und welche Topmannschaft spielt sonst mit 3- bzw. 5-erkette? Wenn dann nur phasenweise. Die 3-erkette empfinde ich auch nur als Variante für vereinzelt spezielle Spielsituationen, ich denke die 4erkette wird auch in Zukunft der Standard bleiben.

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Joker 7. Mai 2015 um 14:14

Da kann ich auch nur zustimmen, die viererkette wird wohl der Standard bleiben, mir war es nur zu allgemein, dass @handtuch gesagt hat, die 3er-kette habe generell nichts im modernen fussball zu suchen !

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Oswald Cobblepot 7. Mai 2015 um 11:49

Ich finde deine Aussage zu pauschal, allerdings muss ich zustimmen, dass die Dreierkette im internationalen Top-Fussball nur eine gelegentliche Option darstellt, sich aber als weiterer „Standard“ nicht durchsetzen wird.

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rodeoclown 7. Mai 2015 um 08:32

Also abgesehen vom Ergebnis war das gestern doch ein Heidenspaß. Meiner Meinung nach eines der drei schönsten Spiele in diesem Jahrzehnt.

Und danke, dass Busquets noch einmal gesondert gewürdigt wurde. Schweinsteiger habe ich seit dem WM-Halbfinale 2010 nicht mehr so hilflos gegen einen Gegenspieler gesehen. Ich muss beichten, dass ich Lahm zwischenzeitlich mal für den besseren, weil flexibleren Busquets hielt in den letzten 1,5 Jahren. Bitte, lieber Fußballgott, vergib mir, denn ich wusste nicht, was ich tat.

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Michael Maier 7. Mai 2015 um 17:07

Also mein Topper in Sachen schönstes Spiel ist immer noch das kürzliche 0:2 der Gladbacher in München. Dieses ganze hochgejazzte CL-Drama überhöht den Wert dieser Spiele, der „wahre Jahrhundertkampf“ – was für ein Bullsh**. Dem überalterten Kader der Bayern fehlt ohne Robbery der ultimative Zug zum Tor, dazu entwickelt Guardiola eine fatale Neigung zum „vercoachen“. Abgesehen davon, Messi ist natürlich klasse 🙂

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YNWA 7. Mai 2015 um 08:12

Finde auch, dass bei Bayern der Tank ziemlich leer war. Körperlich und geistig war Barca einfach besser und schneller. Aber wem wundert es nach so einer Saison. Finde es persönlich dennoch bemerkenswert, dass die trotz aller Schwierigkeiten so eine Saison spielen.
Im Sommer wird man aber nicht drum herum kommen 2 – 4 neue Spieler zu verpflichten.

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Libano 7. Mai 2015 um 08:46

Würde mich jetzt mal interessieren wen ihr als potentielle Transferkandidaten für Bayern seht.

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Libano 7. Mai 2015 um 08:48

De Bruyne stünde ganz oben auf meiner Liste. Ramsey finde ich auch nicht schlecht. Bellarabi?

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Joker 7. Mai 2015 um 08:59

Mh.. die 3 passen alle nicht zu bayern unter guardiola find ich..

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Libano 7. Mai 2015 um 09:13

Hatte man ja zu Robben auch gesagt, aber Spieler mit so grossen Qualitäten kann man immer gebrauchen. Mir ist ein De Bruyne wesentlich lieber als noch ein kleiner, relativ beschränkter Kurzpass-Spanier vom Typ Bernat. Bei Ramsey könntest du aber Recht haben, ich mag den einfach weil’s ein Macher ist – eine Art veredelter Khedira mit Torriecher. Kramer wäre auch ein geiler Transfer. Reus sowieso.

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Joker 7. Mai 2015 um 09:56

Ich will ja auch keinem der 3 spieler irgendwie die Qualität absprechen, ramsey seh ich auch immer gerne zu, er hat für mich alle Qualitäten die ein guter ZM braucht. In England würde man ihn wohl ‚box to box Spieler‘ nennen und auch de bruyne find ich großartig. Nur die passen mMn einfach nicht so gut in das stetige ballbesitzsystem guardiolas wie es ein gündogan tun würde.

Libano 7. Mai 2015 um 10:09

Wenn Gündogan zu seiner 2013er Form findet, gibt es keinen besseren auf der Position, da hast du vollkommen recht.

Joker 7. Mai 2015 um 11:33

Achja und wer natürlich der perfekteste spieler für bayern wäre ist luka modric, aber den wird real wohl kaum abgeben wollen…

JF 7. Mai 2015 um 13:51

sei dir da mal nicht so sicher. bei perez weiß man nie, siehe Di Maria Verkauf 😉

FAB 7. Mai 2015 um 09:31

Wie kommt man eigentlich dazu reflexartig den Bundesligakonkurrenten ihre besten Spieler wegzukaufen, warum nicht mal was eigenes aufbauen:
Neuer-Weiser,Benatia,Boateng,Alaba-Kimmich,Höjberg,Thiago-Brandt (einzige Neuverpflichtung),Müller,Lewandowski
Bernat, Dante und Götze verkaufen
Lahm, Schweinsteiger,Alonso,Ribery,Robben nach und nach in Rente schicken

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Libano 7. Mai 2015 um 09:41

Götze ist 22. Hat phasenweise super gespielt dieses Jahr. Auf keinen Fall verkaufen, bei dem kommt der Urknall noch. Die WM hat den mental wahrscheinlich mehr mitgenommen als andere. Isco?

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FAB 7. Mai 2015 um 11:45

Im Hochpreis-Segment sehe ich Vidal und di Maria passend für die Bayern.
(selbstbewusst, robust und individuell stark)
Auch wenn beide sicher keine Guardiola Wunschspieler wären.
Isco? Da sehe ich Thiago etwas stärker und Götze ähnlich stark … Ansonsten: Reus hätte zwar die Qualität, aber ich glaube er wäre vom Typ her nichts für die Bayern.
Bellarabi, de Bruyne, Pogba, Firminho, Gündogan würden sich bei den Bayern alle nicht wirklich durchsetzen …

Felix 8. Mai 2015 um 15:53

di Maria wird doch derzeit in diversen Zeitungen gehandelt. Auch wenn ich nicht dran glaube (zu teuer), fände ich es durchaus einen interessanten Neuzugang.

Felix 7. Mai 2015 um 14:08

Ich muss sagen, die drei würden Bayern mMn derzeit nicht wirklich weiterhelfen. Am ehesten noch Bellarabi. Ich würde mir eher 2 Spieler der Art Depay, Dyballa, Felipe Anderson, etc wünschen, da man zum einen einen Ersatz für Pizarro benötigt (Dyballa) und zum anderen endlich mal den Kader so aufstellen muss, das man den gleichzeitigen Ausfall von Robben und Ribery kompensieren kann. Und dafür ist beispielsweise de Bruyne nicht geeignet finde ich.

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studdi 7. Mai 2015 um 08:59

Pedro? Ist doch denk ich auch einer von Peps Lieblingen.

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YNWA 7. Mai 2015 um 09:28

Wer kommt ist immer relativ schwierig zu sagen.
ich finde man sollte Spieler verpflichten die sehr variabel sein können.
1 Verteidiger
1 Mittelfeldspieler der defensiv als auch offensiv kann
2 Angreifer die auf den Flügeln, aber gleichzeitig auch im offensiven Mittelfeld als auch ganz vorne Spielen können

Das schränkt dann natürlich die Auswahl schon ein. Gibt nicht so berauschend viele Spieler die das auf dem Niveau, dass sich die Bayern erwarten, vollbringen können.
Meine eigene Wunschliste wären :
IV : Dragovic, Wenn Badstuber mal konstant fit ist ( hoffe ich ) wäre der überflüssig
ZM : Henderson, Kovacic,
RF : Lavezzi
LF bzw. falsche 9 : Griezmann, Sterling

Ich weiß, ist teilweise unrealistisch und teuer. Aber der FC Bayern ist einer der wenigen Vereine die das stemmen können.
Außerdem bin ich Liverpoolfan und fände es furchtbar, wenn Henderson und Sterling weg wären.

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Enrico Palazzo 7. Mai 2015 um 09:17

Bayern würde besser dastehen wenn sie einige Abgänge rückabwickeln würden ;
Kroos und Can ( und Hummels ). dafür sind die alten Herrn im club aber zu stolz ,
darum werdens wohl Flumino und de bruyne ( vielleicht gündokan ) .

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PB 7. Mai 2015 um 09:51

Klar, Hummels, Reus wurde schon oben vorgeschlagen, Gündogan wird laut Kicker ganz heiß umworben von den Bayern. Dazu haben sie ja erst Lewa, Götze und ab 2017 ist Klopp dann Trainer bei den Bayern.
Das wäre wirklich Lustig. Ich würde mich Fragen, ob die Pokale und Titel die sie mit dieser Mannschaft dann gewinnen eher bei Bayern oder bei dem BVB ins Museum kommen.

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Enrico Palazzo 7. Mai 2015 um 11:24

Hummel hab ich nur genannt, um die konstente Schwäche der Bayrischen Export-Abteilung zu demonstrieren .Von Klopp bin ich , wegen seiner Leistung der letzten 24 Monate wenig überzeugt ( da fehlts noch zur Bayern – Reife ) .Zu Gündogan wurde schon genügend diskutiert ( wenn … , dann … ). Der Schlüssel liegt wirklich bei Kroos .Die müssen einen wirklich großen , großen Haufen schei… , und Ihm zurückholen . Mit heuberg und Can ( NS )hätten wir dann noch zwei gute für die perspektive . Alaba ist jetz schon ne Granate .

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PB 7. Mai 2015 um 09:25

Die Verletzungsprobleme und vor allem die Gründe dafür sind ja schon in vielen Artickeln angesprochen worden. Wenn man die in den Griff bekommen würde und in der nächsten Saison die Spieler fit hätte wäre das ja schon mal die halbe Miete.
Wenn ich mich Recht erinnere standen im Rückspiel gegen Porto bis auf Lahm nur junge Spieler in der Sartelf. Und Martinez, Alaba,, Badstuber sind auch nicht alt. Ob man 4 Leute holen muss weiß ich nicht.
Für Flügelstürmer wäre es ein guter Zeitpunkt, weil man Ryb Rob noch als alternativen hat, zumal ja neue Spieler auch manchmal eine Zeit brauchen um sich zurecht zu finden.

Ich für meinen Teil, würde mir ja wünschen, dass ein wenig mehr auf den Nachwuchs gesetzt wird, wie es bei Dortmund der Fall ist. Nur das die Bayern die Spieler halt auch halten können wenn Topvereine dan Buhlen.
Was denkt ihr?

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HW 7. Mai 2015 um 09:32

Allerdings sollten die Verletzungsprobleme die Bayern, und auch den BVB, zumindest überlegen lassen wie tief der Kader sein muss und ob er auf allen Positionen tief genug ist.

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Libano 7. Mai 2015 um 09:38

Weiser sollte man halten, bei dem passiert vielleicht gerade der Durchbruch. Gaudino sowieso. Was is t mit Højbjerg? Ansonsten sollte man vielleicht nicht nur über Nachfolger von Ribery und Robben nachdenken, sondern, wenn überhaupt möglich, über Upgrades. Ein, zwei Supergranaten holen. Pogba ist ja in aller Munde, wobei ich persönlich noch nicht ganz überzeugt bin. Isco?
Sowieso denke ich dass Götze sich noch mausern wird, er hat ja phasenweise schon saugut gespielt.

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Felix 7. Mai 2015 um 14:12

Ich denke Ersatz/Nachfolger von Ribery/Robben sollte und steht hoffentlich auch ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Im ZM würde ich ehrlich gesagt mindestens noch eine Saison warten wie sich Hjöberg entwickelt um ihm und auch Gaudino nicht den weg zu verbauen. Außerdem sehe ich Bayern da nicht so schlecht aufgestellt wie auf dem Flügel. Weiser sollte unbedingt eine Vertragsverlängerung bekommen, eventuell kann man ihn wirklich als Rafinha-Nachfolger aufbauen. Ansonsten würde ich mir noch einen Ersatz für Pizarro wünschen, den man aber im Notfall auch auf dem Flügel einsetzen kann.

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C.H. 7. Mai 2015 um 10:29

Ich meine zum Thema Nachwuchs kannst du mal auf faz.net nach Talentreport suchen. Artikel Nr 6 war über die Situation bei den Bayern …

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C.H. 7. Mai 2015 um 10:06

Um die alternde Flügelzange auffrischen: Reus, Griezman, Depay …

Um das alternde defensive Mittelfeld aufzufrischen: Rode ist schon da. Gündogan wär attraktiv, ist aber auch’ne Verletzungswundertüte. Mir fällt da für das Profil so richtig nix ein – außer Kroos …

Backup für Lewandowski: J. Martínez.

Innenverteidigung: Hummels, Varane

De Bruyne sehe ich bei Bayern etwas verschenkt. Auf dessen Position können die Bayern Götze, Thiago oder Müller bringen. Wenn die de Bruyne holen, dann um Wolfsburg zu schwächen.

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Libano 7. Mai 2015 um 10:25

Hummels und Varane sind auch nicht besser als Boateng, Benatia und Badstuber. Ich glaube da besteht kein Handlungsbedarf. Der Weggang von Kroos ärgert mich noch heute. So ein ballsicheres, pressingresistentes Metronom hätte Bayern gestern gut getan.

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C.H. 7. Mai 2015 um 10:37

🙂 nur Thiago Silva ist besser als Boateng. Im Ernst, die Verteidiger müssen „nur“ CL-tauglich sein, gleichgut wär ja schon fast Weltklasse.

Ich finde drei IV für’ne 4er-Kette zu dünn und für’ne 3er erst recht.
Zumal Badstuber sehr begründet als Teilzeitkraft geplant werden muss ! (Eine Tragödie, aber mit der Verletzungshistorie wird der wohl nie wieder 30 Spiele pro Saison stemmen können).

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Felix 7. Mai 2015 um 14:44

Martinez ist auch noch da, der war bei der Dreierkette ja beispielsweise als zentraler Verteidiger geplant. Desweiteren hat in der Dreierkette auch hier und da Alaba als linker Halbverteidiger gespielt. Also ich glaube in der Abwehr hat Bayern mit am wenigsten Handlungsbedarf, insbesondere wenn man sich dazu entscheidet mit Weiser zu verlängern und ihn als Rafihna-Nachfolger aufzubauen.

C.H. 7. Mai 2015 um 15:06

@Felix: Weiser/ Rafinha ändern ja nix an der Mathematik der Innenverteidigung, weil die sind Außenverteidiger. Rafinha als Halb-IV war ja nur Messi geschuldet und ist keine Option gegen normale Mittelstürmer. Martinez OK, den sehe ich aber eher als Notanker. Mit ihm sind es dann aber immer noch 3,5 IV (Badstuber ist der halbe) für zwei bis drei Positionen …

Felix 7. Mai 2015 um 16:57

Dante ist ja auch noch da, es deutet ja derzeit noch nichts darauf hin, dass er gehen wird. Ich finde für eine Viererkette die Personaldecke derzeit eigentlich mehr als ausreichend. Und in der Dreierkette hat er auch häufiger mit Alaba als linken Halbverteidiger gespielt (das was Rafinha gestern gespielt hat), der das eigentlich recht gut gemacht hat. Ich empfinde da die Baustellen in der Offensive als zu groß, dass man sich um einen neuen Innenverteidiger bemühen sollte.

Felix 7. Mai 2015 um 15:05

Als Backup für Lewa würde mir Dyballa extrem gut gefallen, weil man den eben auch auf dem Flügel bringen könnte. Der dürfte aber denke ich recht teuer werden. Dazu noch Depay und man ist erstmal ganz gut aufgestellt, zumal Kurt da noch im Hintergrund lauert (hoffe ich mal)

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Libano 7. Mai 2015 um 15:59

Depay wird wohl ziemlich sicher zu Manchester United wechseln, ist ein Liebling von van Gaal.

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Felix 7. Mai 2015 um 16:52

Ich weiß, wurde auch soeben bestätigt. Hätte ihn wirklich gerne bei den Bayern gesehen.

Koom 7. Mai 2015 um 16:47

Abwarten. Als großer „Umbrecher“ eines Kaders hat sich Guardiola bislang ja noch nicht hervorgetan. Sowohl bei Barca als auch bei Bayern hat er eigentlich wenig verändert. Wer ihm nicht (persönlich oder ins Konzept) passte, wurde rasiert.
Benatia und Alonso waren beides jetzt auch keine tollen Transfers.

Wenn Guardiola nicht wäre, würde ich eigentlich erwarten, dass man jetzt wieder ranklotzt und mindestens 1-2 dicke Namen präsentiert – die aber auch noch in gutem Fußballeralter sind. Spontan würde mir da sowas wie Aguero einfallen. Sterling wäre auch ne Idee, aber Engländer im Ausland sind meistens eher „meh“. Dazu noch De Bruyne, vielleicht auch Ricardo Rodriguez (auch um Wolfsburg klein zu halten) und Gündogan.

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Felix 7. Mai 2015 um 16:53

Gerade bei Barca hat er doch den großen Umbruch eingeleitet indem er Spieler wie Deco, Ronaldinio,etc. rausgeworfen hat.

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Koom 7. Mai 2015 um 17:15

Naja, die gingen direkt mit ihm, also als er 2008 Trainer wurde. Fraglich, ob er sie hat gehen lassen oder was da dahinter steckte.
http://en.wikipedia.org/wiki/2008%E2%80%9309_FC_Barcelona_season#In

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Peda 7. Mai 2015 um 07:56

1) ich war mir so verdammt sicher, dass Götze für Schweinsteiger kommt, ich kann bis jetzt noch nicht begreifen welchen (positiven) Effekt die Herausnahme Müllers haben hätte sollen. Hat jemand eine Idee?
2) Solche Zahlenreihen wie in „Ihre situativ erzeugten 4-1-4-1, 4-1-3-2, 4-3-3, 4-4-2 und 4-4-1-1-Formationen..“ überspringe ich beim Lesen. Mir ist nicht ganz klar, welche Information da für den Leser drin stecken sollte.
3) Boateng erinnert mich phasenweise – und gestern besonders – an David Luiz: für einen Verteidiger sehr stark und zu selbstbewusst am Ball, in der Endverteidigung oft aber einfach nur lächerlich. ASTLB, anyone?

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Libano 7. Mai 2015 um 08:39

Zu Boateng: Es gibt wohl wenige Spieler die im 1 gegen 1 gegen Messi gut aussehen, gerade wenn dieser mit Vollgas auf einen zu läuft. Ansonsten haben er, Benatia und Rafinha etliche Situationen geklärt. Das eigentliche Problem war in der Reihe davor zu finden.

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C.H. 7. Mai 2015 um 10:08

War schon extrageil wie Messi den mit einer unscheinbaren Körpertäuschung aus dem Gleichgewicht brachte. Ansonsten fand ich die gesamte Innenverteidung schon ziemlich souverän …

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JF 7. Mai 2015 um 09:22

wie robert huth schon twitterte:
es gibt kaum schlechtere situationen für einen Verteidiger, als ein 1vs1 im rückwärts laufen gegen messi.

btw: absolute Frechheit von Rizzoli den Laserpass aus der Anfangsphase abzufangen!!

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Peda 7. Mai 2015 um 09:53

Tot stellen ist aber wohl nicht wirklich eine brauchbare Art damit umzugehen.

Und mir ging es nicht speziell um diese eine Aktion, bei Boateng – und eben als prominentes Beispiel auch David Luiz – sieht man sehr häufig, dass sie im 1:1 sehr direkt auf den Ballgewinn gehen und deswegen
bei einem angetäuschten Schuss meterweit ins Leere rutschen, sich in ein und demselben Spiel in letzter Linie ein Gurkerl schieben lassen, bei der kleinsten Täuschung umfallen wie ein Sack Mehl…
statt einfach mal den Angriff zu verzögern.

Und spart euch den „Laserpass“, das ist peinlich.

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C.H. 7. Mai 2015 um 10:24

Sah blöd aus, aber Messi hatte ihn komplett auf dem falschen Fuß und mit der Körpertäuschung hat er einen koordinativen overload erzeugt (keine Ahnung wie ich das sonst ausdrücken soll). Wenn Boateng da passiver oder verzögerndern agiert hätte, wär Messi vor ihm nach innen gezogen und in noch besserer Abschlussposition (oder hätte ’nen 11er provoziert).
Ich mein, Messi liest seine Gegenspieler wie kein anderer und war selbst in der Zeitlupe für jeden Otto-Normalspieler noch zu schnell …

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blub 7. Mai 2015 um 15:50

Im Prinzip hats Boateng auch nicht falsch gemacht: er hat den linken Fuß weggenommen. und hat dann gehofft das Neuer gegen den Rechten gewinnt.
wenn messi andersrum an ihm vorbei kommt siehts eher schlechter aus.

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Erkinho 7. Mai 2015 um 23:12

Was soll Boateng denn großartig machen? Er verzögert doch schon so weit er kann…viel dilettantischer ist das „Mittelfeldpressing“ auf Busquets…der Maestro nimmt den Piqué – Pass an und steckt sorglos auf Rakitic durch (klasse Positionierung und Ballverarbeitung btw)..keine Kompaktheit..horizontal und vor allem vertikal..und plötzlich hat man nur noch die unorganisierte Abwehrlinie vor sich..in 95 von 100 solchen Spielsituationen kommt eine große Torchance bei raus und in 90 von 100 besagten Szenen landet der Ball schließlich im Tor…Boateng ist nur das i- Tüpfelchen..

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PNM 8. Mai 2015 um 13:05

Absolut richtig. Bayern war grade dabei sich wieder zu sortieren und schon wieder mit 9 Feldspielern hinter. Ball, rückt dann aber völlig umkoordiniert und vor allem ohne Zugriff mit der gesamten Mittelfeldreihe hoch und öffnet den Zwischenlinienraum.
Busquets und Rakitic erkennen das und nutzen es aus, und dann steht auch noch Bernat zu hoch und zu breit und öffnet die Schnittstelle für Messi. Selber Schuld würde ich mal sagen.

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Valentin 9. Mai 2015 um 20:29

Dann erklär mal bitte was an „Laserpass“ so lächerlich sein soll. Ich finde solche druckvollen und präzisen Vertikalpässe wie sie Boateng regelmäßig spielt, dürfen ob ihres Nutzens durchaus gefeiert werden. Und „Laserpass“ ist nun mal eine passende Beschreibung.

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IchBinNichtMatthiasSammer 9. Mai 2015 um 22:35

Wenn man eine so treffende und wunderbar passende Beschreibung wie „Laserpass“ als lächerlich bezeichnet, wie nennt man dann den Vergleich Jerome Boatengs mit David Luiz?

Und aus solchen formativen Zahlenreihen zog ich die Information, dass der FC Barcelona variabel gegen den Ball arbeitete, dabei aber in der genauen Staffelung oft improvisierte. Natürlich hätte ich mich auch(?) über eine genauere Begründung gefreut, wann wie warum improvisiert wurde, aber irgendwann muss der Artikel auch sein Ende finden.

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HW 7. Mai 2015 um 07:48

Ach diese Superlative, so viele Jahrhundertkämpfe kann es doch nicht geben.

Ich finde Bayern hat es eigentlich ganz gut gemacht für ein Auswärtsspiel gegen Barca, bis zu den Gegentoren. Mich hat in der ersten Hälfte aber vor allem gestört, dass sie ihre Chancen nicht gut zuende gespielt haben. Das liegt auch daran, dass immer wenige Spieler angegriffen haben. Aber Barcas Abwehr hätte sicher mehr Probleme gehabt wenn Bayern etwas klarer und zielstrebiger agiert hätte. Und am Ende der Partie nervt mich, dass Bayern zu leicht und schnell das zweite und dann das dritte Tor kassierte hat.

Ich fand die Entscheidung mit Rafinha links richtig und Bayerns Spiel mutig. So sollte man ein solches Spitzenspiel auch angehen. Was mir nicht gefallen hat wie oft Bayern Spieler von im Rücken auftauchenden Gegnern überrascht wurden. Das darf so nicht passieren.

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RM 7. Mai 2015 um 10:36

Ach diese Superlative, so viele Jahrhundertkämpfe kann es doch nicht geben.

Für mich war diese Partie die beste, die ich bisher gesehen habe.

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HW 7. Mai 2015 um 10:46

Ich lebe auch noch im letzten Jahrhundert und hab dann immer irgendwelche Jahrhundertspiele bei einer WM im Kopf.

Es stimmt. Es war ein super Spiel. Und es war ein Beispiel dafür wie toll (un nervenaufreibenden) ein Spiel sein kann wenn die Teams Risiken eingehen wollen (wie 3er Kette am Anfang).
Aber für ein Jahrhundertkampf war das Spiel bei den Torchancen nicht ausgeglichen genug. Bayern hatte zu wenige richtig gute Chancen. Und es steht auch noch das Rückspiel an. Wenn also diese Qualität mit einem engeren Ergebnis in einem Entscheidungsspiel geliefert wird, dann ist es sicher ein Jahrhundertkampf.

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RM 7. Mai 2015 um 10:57

Wieso ist denn das Ergebnis wichtig? Ich habe in meinem Leben noch kein besseres Spiel gesehen. Das macht es zu einem der besten Spiele überhaupt für mich. Und dann deute ich das, leicht scherzhaft auf den zuletzt gelaufenen Mayweather-Pacquiao-Kampf, eben an.

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HW 7. Mai 2015 um 11:16

Ein wenig Spannung gehört schon dazu. Am Ende war das Ergebnis doch recht deutlich, auch vor dem Hintergrund des Rückspiels. Ich halte mir einfach die Option offen ein noch besseres Spiel am nächsten Dienstag zu sehen.

Die Andeutung des Boxkampfs fand ich sehr passend.

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Anonymous 7. Mai 2015 um 10:56

„Für mich war diese Partie die beste, die ich bisher gesehen habe.“

Sehe ich genauso. Eigentlich fast schade, dass eine so intensive, auch taktisch gut geführte Partie dann doch durch profane 😉 individuelle Überlegenheit entschieden wird. (Messi als „deus ex machina“)

Ich wage mal die Theorie, dass die Bayern mit Robbery das Spiel gewonnen hätten.

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Peda 7. Mai 2015 um 11:04

Was macht diese Partie zur besten, die du bisher gesehen hast?

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PNM 7. Mai 2015 um 17:14

Für mich persönlich zumindest das beste, seit den Spielen Barcelona : Arsenal 10/11. Wahrscheinlich sogar besser, weil ausgeglichener insgesamt. (Barca 15 zwar nicht ganz so stark wie 11, dafür Bayern stärker als das damalige Arsenal).

Warum kann Fußball nicht immer so sein?

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ulius 8. Mai 2015 um 14:22

Ach, was für das Jahrhundertspiel gefehlt hat, war Bayerns Durchschlagskraft im letzten Drittel, finde ich. Bayern hat defensiv ein sehr gutes Spiel gemacht, aber offensiv blieb doch irgendwie ein großes Fragezeichen zurück.
Ich wollte noch erwähnen, dass Bayern nur sehr zögerlich aufgerückt ist. Ich hatte das Gefühl es gab wohl so eine Weisung Guardiolas lieber keine Lücken hinten entstehen zu lassen und die Absicherung wohl eine höhere Priorität hatte. Bayern war im Angriff meistens deutlich in der Unterzahl und ist selten hinter die Abwehr gekommen, da hat mir die Ausrichtung eher nicht so gut gefallen, weil sie zwar Druck erzeugt haben, aber keine „torgefählichen“ Druck, auch im Pressing.

Ich hab manchmal das Gefühl, dass Guardiola im Hinspiel zu sehr dazu neigt das Nicht-Verlieren-Wollen zu fokussieren. Du – oder einer der Kollegen – hast im Podcast mal von übertriebenem Stabilitätsfokus oder so ähnlich gesprochen, wenn ich mich richtig erinnere.
Guardiola hat nach dem Spiel sinngemäß gesagt „Wir wollten Barcelona den Ball weg nehmen, damit sie nicht ihr Offensivspiel durchbringen können“. Das Bayernspiel wirkte ein wenig so auf mich, als wollte man das Spiel kontrollieren und Barcelona keinen Stich machen lassen und der Angriffsvortrag war dabei eher nebensächlich. Dazu passt auch die Anfangsausrichtung, die vermutlich das Ziel hatte, Ballbesitzphasen von Barca so kurz wie möglich zu halten.

Barcelona war top, hat mich sehr an das Bayern der Hinrunde erinnert. Die wussten für jede Spielsituation eine Lösung. Eine überragende Leistung, fand ich, und Bayern war trotzdem nah dran, bis auf das eigene Offensivspiel.

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SuperMario33 8. Mai 2015 um 14:45

Ich kann jetzt nicht ganz die Fokussierung auf Messis individueller Klasse bei den Toren verstehen. Tor 1 war Alves, der Messi auf seiner Standardposition (Schuss vom Strafraumrand) bedient, Tor 2 war eine richtig gute Kurzpasskombination bei katastrophaler Staffelung der Bayern im Mittelfeld. Messi wird wieder in einer archetypischen Messisituation (1:1 im Strafraum mit Tempo) lanciert. Das waren absolut Teamtore!

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Boreaner 7. Mai 2015 um 06:48

Letztlich ein hochverdienter Sieg für das in allen Belangen stärkere Barcelona. Die anfänglich angedachten Mannorientierungen grenzten meines Erachtens fast an Größenwahn. Wie kann man bitte in der Deckung dermaßen breit 3:3 verteidigen, das ist doch Wahnsinn. Hinzu kommt, dass man in solchen Situationen dann wenigstens die Kopfballduelle gewinnen muss und dafür Rafinha in die 3er Kette zu stellen geht einfach nicht – Dante ist wahrscheinlich zu langsam dafür, also kann man solch eine Idee einfach nicht umsetzen.
Auch wenn den Bayern gerade sehr viele Spieler fehlen, oder besser, gerade weil sie fehlen, muss man als Trainer gegenwirken und eine klare Struktur entwickeln. Du kannst solche Spiele dann nur gewinnen, wenn die Automatismen klar sind – und das war gestern überhaupt nicht der Fall. Es scheint auch, dass Pep in dem geschaffenen Chaos selbst nicht mehr klar sieht oder er einfach nicht in der Lage ist über persönliche Eitelkeiten hinwegzusehen. Thiago (in seinem Barcelona) mag ja in der 1.Hz ganz gute Ansätze gezeigt haben, aber er war spätestens nach 60 Minuten völlig platt (nach 1/2 Jahr Pause sicher normal) und dann muss Götze viel eher kommen. Auch Andere, bspw. Lahm waren platt, aber das sind Spieler die dann noch strukturgebend, defensiv ordentlich agieren. Was machst du aber mit einem defensiven Mitläufer der seine Stärken im Vorwärtsgang hat, jedoch überhaupt nicht mehr in der Lage ist am gegnerischen 16er aufzutauchen? Grundsätzlich hätte ich erwartet, dass Bayern mit einer klaren und vor allem breiten Formation agiert. Stattdessen war der Trainer zum wiederholten mal nicht in der Lage sich für Schweinsteiger oder Alonso zu entscheiden und entwickelt daraus letztlich solchen Unsinn, der zur völligen Isolation der beiden verbliebenen Spitzen führt. Götze ist sicher im Moment nicht ansatzweise in der Lage Ribbery oder Robben zu ersetzen. Aber besser werden kann man nur wenn man in solchen Spielen seinen Mann stehen muss/darf und wenn dann klar ist welche Rolle man zu spielen hat.
Meine Wunschformation für dieses Spiel wäre gewesen:
Neuer – Rafinha, Benatia, Boateng, Bernat – Schweinsteiger – Lahm, Thiago/Götze – Müller, Götze/Thiago, Lewandowski. Auch dann hätte man flexibel auf das Spiel reagieren können. Wenn das Positionsspiel und die Verbindungen gefunden werden, kann man hoch spielen und wenn man Probleme bekommt, bspw. wegen mangelnder Fitness oder weil es nicht optimal passt, dann spielt man halt etwas tiefer. Eigentlich mag ich Pep und seinen Mut neue Wege zu bestreiten, aber dies sollte man in Momenten der Stärke machen und nicht wenn man eh schon auf dem Zahnfleisch geht.
Zum Thema Standards schließe ich mich meinem Vorredner an, die sind einfach eine Katastrophe. 3-4 Eckbälle von links, immer mit dem gleichen Ziel den Ball vorn auf Müller zu bringen, so dass er ihn verlängern kann, ist einfach viel zu wenig. Dazu noch die katastrophalen Freistoßversuche von Alonso. Die wirkliche Schwäche Barcas bei Standards konnte man so gar nicht nutzen bzw. hat sie gar nicht versuchen anzugreifen. Die verteidigen Eckbälle doch im Raum und haben dafür eigentlich viel zu kleine Spieler + den kleinen Ter Stegen. Da genügen scharf getretene Bälle in bestimmte doppelt angelaufene Zielräume um permanent Gefahr zu erzeugen. So kommt man dann auch mal zu 2-3 Ecken in Folge und schafft künstliche Pausen bzw. erzeugt bei den eigenen Spielern das Gefühl, dass man außreichend Mittel besitzt um erfolgreich zu sein.

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JSA 7. Mai 2015 um 11:11

Was ich mir gewünscht hätte: endlich mal wieder ein „geradeaus“ Spiel, so wie 2013 (soweit ich mich erinnern kann) …

Ich meine die Art von Spiel, für diePep eben nicht steht. Er könnte seine Philosophie ja auch mal anpassen.
Ich sähe bei Bayern wirklich gerne mal wieder eine „antike“ Spielweise

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JSA 7. Mai 2015 um 11:19

1. Sache wäre da z.b., lahm als besten aussenverteidiger auf dieser Position auch spielen zu lassen

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HW 8. Mai 2015 um 11:54

Ich glaube nicht, dass Lahm noch der beste Außenverteidiger ist.

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Felix 8. Mai 2015 um 14:16

In seinem derzeitigen mentalen und physischem Zustand ist der FC Bayern mit Rafihna hinten rechts sicher besser aufgestellt. Lahm ist seit seiner Verletzung irgendwie gar nicht mehr auf der Höhe gefühlt.

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Libano 7. Mai 2015 um 05:55

Natürlich fehlte die Qualität von Robben, Ribery und Alaba an allen Ecken und Enden. Erschwerend kam hinzu, dass einige Spieler weit weg von ihrer Topform agierten (Bernat, Alonso, Schweinsteiger, mit Abstrichen auch Lahm). Aber bis so rund 70. Minute lief es für Bayern eigentlich ordentlich. Danach wurde das Positionsspiel undisziplinierter und bekam Messi immer mehr Platz auf halbrechts. Das hätte Guardiola sofort sehen müssen und z.B. Martinez für Thiago oder Schweinsteiger bringen können. Daraus resultierten sowohl das 1:0 als auch das 2:0. Wo waren Alonso, Schweinsteiger und Thiago? Der Müller-Wechsel war fatal, dadurch wurde Bayern sowohl offensiv als auch im Mittelfeld geschwächt (Lahm nach rechts aussen). Wie schon im Dortmund-Spiel eine unfassbare Entscheidung von Pep, Müller war nach Neuer bester Münchner Spieler mit guten Aktionen im offensiven Kombinationsspiel. Klassisch vercoachte Endphase.

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HW 7. Mai 2015 um 07:56

Beim 1:0 wurde Bayern doch im Kopf überrannt. Neuer wollte genau das einleiten mit der schnellen Spieleröffnung was Barca dann gemacht hat. Das war ein typisches Tor gegen eine überrumpelte Mannschaft. Einige Spieler waren noch gedanklich bei der Neymar-Situation, andere waren gedanklich beim schnellen Angriff. Dann ist der Ball weg und Messi macht das ganz schnell. Es ist einfach ein Situation in der man den Ball nicht verlieren darf, weil das Team nicht bereit ist für den defensiven Umschaltmoment.
Viel schlimmer ist aber, dass man dann so schnell das zweite Tor kassiert hat.
Und zu Leistung einiger Spieler. Gerade aus der ersten Hälfte habe ein paar Szenen im Kopf in denen mir Lahm negativ aufgefallen ist. Alle Kämpfern um deren Ball nur Lahm war total statisch.
Aber um fair zu sein, man spielt gegen Barca und nicht gegen irgendeinen Bundesligisten. Natürlich sieht man da auch mal schlecht aus wenn Barca eine gute Phase hat.

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Libano 7. Mai 2015 um 08:28

Interessant fand ich die Minuten vor dem 1:0. Da waren schon 2, 3 Situationen in denen Messi auf halblinks 1 zu 1 stand. Irgendwo ging die Ordnung da schon strukturell verloren.
Mir kommt auch vor dass Pep ein wenig die alles-oder-nichts Pokerspielmentalität hat, konsolidieren und das 1:0 verwalten geht bei dem nicht. Das krasse 0:4 gegen Real kam ja auch nicht irgendwo her.

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HW 7. Mai 2015 um 08:50

Ich kann der Meinung im Artikel, es war logisch aufs 2:1 zu gehen, auch nicht ganz zuzustimmen (nur die Situation fürs Rückspiel betrachtet). Natürlich wäre das Auswärtstor hilfreich gewesen, aber man war nicht nahe dran es zu schießen. Nachdem man so schnell das zweite kassiert hatte und dann eh die letzten Sekunden liefen hätte man sich mit dem 2:0 abfinden müssen. Damit hätte man nur ein „kleines Wunder“ gebraucht, jetzt muss ein echtes her. Aber man kann ein 0:3 sogar in einem Spiel aufholen, nichts ist unmöglich.

Guardiola mag diese Mentalität haben, und wenn er sie nicht hätte, dann hätte sich Bayern wahrscheinlich über 90 Minuten versteckt. Ohne diese mutige Mentalität würde ein wichtiger Charakterzug seines Fußballs fehlen. Man kann das auch auf Manuel Neuer übertragen. Er geht oft raus und dann auch mal in sehr knappe Situationen, in denen er das Glück des Tüchtigen braucht, oder die sogar mal schief gehen. Aber würde er ein paar Prozent weniger machen, dann geht sein Spiel überhaupt nicht mehr auf. Man sieht es bei Torhütern die dann rauslaufen aber regelmäßig zu spät kommen.
Darum kann ich ihm auch nicht vorwerfen den Angriff vor dem 1:0 schnell machen zu wollen. Es war objektiv ein Fehler weil Bayern zu abgelenkt war um als ganzes Team die Situation zu erfassen. Aber es ist Neuers Art so zu spielen und wenn er sich hier zurückhält, dann hält er sich beim nächsten mal in einer Situation zurück in der er ein Tor eingeleitet hätte.
Gleiches gilt für Guardiola. Er ist nicht verantwortlich dafür, das die Spieler eine Phase der schlechten Organisation durchmachten. Das passiert in Spielen und die Spieler müssen die Organisation umsetzen. Er hätte vielleicht in den letzten Minuten die Handbremse ziehen müssen um das dritte Gegentor zu vermeiden. Aber es ist nun mal seine Qualität offensiv zu denken und das kann man ihm nicht wegnehmen.

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felixander 7. Mai 2015 um 09:40

Naja, eigentlich hatten sie doch schön Druck aufgebaut für einen Anschlusstreffer – der wirklich sehr wertvoll gewesen wäre. Dann spielt Schweini aber keine scharfe Hereingabe, keinen flachen Pass, er schießt auch nicht. Stattdessen produziert er eine unerklärliche Bogenlampe mitten in die Abwehr von Barca hinein. Dass die dann Räume zum Kontern haben ist klar. Muss man als Trainer mit derart beknackten Ballverlusten kalkulieren?

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HW 7. Mai 2015 um 10:07

Mir fehlte es auch an Zielstrebigkeit oder Klarheit im letzten Drittel, darum hab ich kein Tor von Bayern erwartet. Aber das war schon das ganze Spiel so. Ich hätte mich vielleicht auch dazu verleiten lassen auf das 2:1 zu gehen. Aber in den letzten Minuten muss man einfach daran denken, dass noch mindestens 90 Minuten in München anstehen. Und Barca wollte genau diese Situation in der sie Kontern können.
Wie gesagt, es ist Guardiolas Art offensiv zu spielen. Oft gewinnt er damit Spiele und Titel, darum kann ich es ihm auch nicht vorwerfen. Und wenn Bayern tatsächlich das Come Back schafft, dann wahrscheinlich auch wegen dieser offensiven Spielweise.

HW 7. Mai 2015 um 08:55

PS
Eine Pokermentalität ist selten eine Alles oder nichts Mentalität.

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Libano 7. Mai 2015 um 09:24

War eine unglückliche Formulierung. Ich meinte die Mentalität eines Zockers. Das ist für mich ein grosser Unterschied zu Heynckes.

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HW 7. Mai 2015 um 09:39

Da kannmman natürlich einfach gegenhalten, dass Guardiola in seiner recht kurzen Karriere auch schon einiges gewonnen hat. Ist es zocken, wenn sehr oft funktioniert? Alleine über den Erfolg kann man das nicht definieren. War das unkalkuliertes oder kalkuliertes Risiko? Wenn Bayern eine andere Herangehensweise wünscht, dann ist Guardiola der falsche Mann. Ich denke aber nicht, dass der Trainer alles im Spiel umgehend kontrollieren kann. Es gibt einfach mal Situationen in denen die Mannschaft nicht kompakt ist, deswegen ist die Strategie nicht gleich falsch. Barca war gestern einfach das bessere Team.

Libano 7. Mai 2015 um 09:52

Das Risiko ist sehr wohl kalkuliert, das Zocken begann fuer mich nachdem man in Rückstand geraten ist. Da standen plötzlich Tür und Tor offen. Wie bei Real. Wenn du die Bälle im Mittelfeld verlierst, kannst du dieses System einfach nicht spielen.

HW 7. Mai 2015 um 10:09

Ich bin auch nicht glücklich, dass Bayern so schnell das zweite Tor bekommen hat. Das ist eine besondere Qualität von Barca und deswegen hätte man konzentriert die ersten Minuten nach dem 1:0 überstehen müssen.

Dagobert 7. Mai 2015 um 08:38

Naja, das 1:0 entstand nicht durch schlechtes Positionsspiel, sondern aus einem Konterversuch, nach der strittigen nicht 11er Entscheidung, als Neuer das Spiel schnell macht, die hälfte der Spieler das aber verpennt und Bernat den Ball viel zu leicht auf dem Flügel verliert. Der Rest ist einfach Messi.
Beim 2:0 stimme ich dir zu.
Den Müller Wechsel konnte ich auch nicht nachvollziehen. War einer der besten Münchner. Vor allem nicht gegen Götze, der momentan wirklich eine Schatten seiner selbst ist. Hatte irgendwie auf Martinez gesetzt als Zielspieler wie gegen FC Chelsea im Supercup letzte Saison.
Denke aber der Leistungsabfall ab der 70 Minute ist gar nicht so sehr mit müden Beinen, sondern müdem Kopf zu erklären. Sie spielen mit diesem Personal schon seit Monaten alle 3 Tage. Denke der Akku ist einfach leer. Das Rückspiel noch mit Würde hinter sich bringen und dann auf die Sommerpause freuen.
Mal sehen welche personellen Lehren die Bayern daraus ziehen. Die Frischzellenkur, gerade auf den Außen sollte langsam mal eingeleitet werden.

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Felix 7. Mai 2015 um 14:20

Ich glaube auch dass die Mannschaft einfach überspielt ist und sich daher so kleinere Konzentrationsfehler einstreuen, die auf diesem Niveau einfach tödlich sind.

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pat 7. Mai 2015 um 04:57

Am Ende verschwand die positionelle Disziplin bei den Bayern, wodurch Messi ab der 70en Minute viel zu viel Platz bekam. Das hätte Guardiola sehen müssen. Der Müller-Wechsel war fatal. Lahm war jetzt rechts aussen, das Zentrum brach auseinander. Für mich hat Pep dieses Spiel am Ende vercoached. Schade, die Niederlage war eigentlich vermeidbar.

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AKR 7. Mai 2015 um 04:41

Ich habe zwei Fragen zu den vielen langen Bällen, die man von Seiten der Bayern häufig gesehen hat. Boateng allein hat gefühlte 5-6 wertlose 60m-Meter-Paesse gespielt (für die ihn Jogi bei der Nationalmannschaft zwei Wochen lang das Ballnetz hätte schleppen lassen), aber auch Neuer und Benatia haben viel ziellos nach vorne gedroschen:

1. Waren die langen Bälle ein Teil der Taktik oder war das pure Verzweiflung?

2. Wenn es geplant war, hätte man dann vorne nicht breiter aufstellen müssen a la 4-2-2-2 oder 4-2-3-1 mit nur zwei 6ern in der Mitte und mehr Präsenz auf den Flügeln? Stattdessen hingen Lewandowski in der Mitte und Muller rechts meistens in der Luft, links war niemand und im 10er Raum klaffte ein großes Loch, weil Schweinsteiger stark in die Defensivarbeit eingebunden war (v.a. in der ersten Halbzeit).

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Joker 7. Mai 2015 um 09:46

Ich glaube schon, dass die langen bälle teil der taktik waren, nur hätte man diese wesentlich besser einbauen müssen/können.
In barcelonas viererkette gibt es nur pique, der sich in luftduellen regelmäßig behaupten kann, die 3 anderen sind einem lewa, müller schweinsteiger körperlich unterlegen. Dazu kommt, dass barca oft sehr weit hoch geschoben hat und die abwehr maximal noch Unterstützung von busquets hätte bekommen können, der aber manchmal auch höher stand.
Zudem hat man mit lewandowski einen sehr starken zielspieler für lange bälle. MMn hätte dieser in dem raum um mascherano und alba öfter lang angespielt werden können, da dann Müller auch unterstützend auf der seite gewesen wäre und durch einen nachrückenden schweinsteiger/8er gute Chancen auf zweite bälle da gewesen wären.

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Taktikfuchs 7. Mai 2015 um 02:56

Dass er keinen Mut hat, kann man Guardiola sicher nicht vorwerfen. Der Versuch, Barcelona in der Anfangsphase zu überraschen, hat am Ende nicht geklappt und wäre vermutlich so oder so nach 15 Minuten abgebrochen worden. Was im Artikel leider nicht erwähnt wird, ist warum Bayern so auf links fokussiert war. Meiner Meinung nach sollten Schweinsteiger und Bernat dort Alves isolieren und dann Flanken auf den zweiten Pfosten bringen, wo Lewandowski und Müller eigentlich die Lufthoheit gegen Mascherano und Alba gehabt hätten. Allerdings konnten sie sich nie durchspielen. Bernat speziell hat eben (noch) nicht das nötige Niveau, Schweinsteiger fehlt das Tempo. Mit Alaba (und Ribery) hätte das ganz anders aussehen können. Auf der Defensivseite hatte diese extrem gewagte Ausrichtung den Vorteil, dass die Messi-Seite zugestellt ist und er keinen Raum bekommt. Naja. Am Ende sind die Bayern, wie schon in den letzten Wochen, müde geworden und Messi hat die paar Zentimeter extra bekommen, die er braucht. Sensationelles zweites Tor.

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BigK 7. Mai 2015 um 02:40

Im Nachhinein wäre es wohl sinnvoller gewesen Lahm nach links hinten zu ziehen, um so das Spiel stabiler über die linke Seite zu gestalten. Als Linksaussen hätte Bernat dribbeln „dürfen“ ohne größeres Risiko und hätte vielleicht bei Kontern eine schnelle Möglichkeit dargestellt. Schweinsteiger dann in diesem Fall als linke Acht und Thiago als rechte Acht. Hat man das Spiel dann unter Kontrolle hätte man die Möglichkeit gehabt Schweinsteiger durch Götze zu ersetzen und vielleicht noch mehr Druck zu erzeugen. Aber alles in allem ist bei Bayern momentan nicht viel mehr drin. Das Halbfinale ist für diese verletzungsdurchzogene Saison ein Erfolg und der Tank ist leer. Die Sommerpause wird ein Segen, wobei klar sein sollte das man sich auf einige Spieler zukünftig leider nicht mehr verlassen können wird. Verlässliche Alternativen müssen hinzugefügt werden und hoffentlich kann man Ribery, Alonso/Schweinsteiger und wahrscheinlich auch Robben vermitteln, dass sie mit ihren körperlichen Voraussetzungen noch ein paar Jahre in der Rolle als Teilzeitkräfte bzw. Joker groß auspielen können aber primär auf verlässlichere, jüngere Spieler gesetzt wird. Wäre eine Möglichkeit eine Win-Win-Situation zu schaffen bei der alle am Ende durch die Vordertüre abtreten können. Die finanziellen Möglichkeiten dafür sind ja auch gegeben.

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CR4 7. Mai 2015 um 04:08

fand das auch viel zu statisch bei eigenem Ballbesitz:
– wenn es mal schnell nach vorne ging hatte ich den Eindruck Lewy und Müller sollen das dann alleine probieren
– wenn endlich mal auf den anderen freien Flügel verlagert wurde, wurde solange verzögert bis Barca verschoben hatte …
am meisten entäuscht war ich (mal wieder! 🙁 ) von der Qualität der Standards aus guten Positionen:
Freistoß 1: Flanke ins Nirgendwo (das sieht für ein Champions-League-Halbfinale einfach megaschlecht aus … das heißt nicht umsonst STANDARDsituation!!!)
Freistoß 2: in die Mauer (ok, vielleicht sollte er ja flach drunterdruch, gabs ja von Alonso und Ronaldo auch schonmal)
Freistoß 3: Flanke auf Schweinsteiger (die Variante kennt jeder Verteidiger, der die letzten Bayernspiele gesehen hat …) – bei solchen Spielen erwarte ich hier etwas gut einstudiertes, was den Gegenr überraschen kann! (wie kreativ das geht: siehe WM)
Ecke: in die Arme von ter-Stegen direkt vors Tor statt zwei Meter vor den Fünfer

aber mittlerweile, muss man ja schon froh sein, wenn was anderes als kurzgespielte Ecken und Freistöße kommen wie im letzten Jahr und immerhin waren es ja auch unterschiedliche Varianten, aber Qualität und Überraschungseffekt ist was anderes …

generell zeigte Barca wesentlich mehr Einsatzbereitschaft: exemplarisch hierfür sehe ich das lockere Traben von Rafinha zum Ball, wo er fast den Ball von zwei Spaniern abgenommen bekommt, die doppelt so schnell hin gehen (so um die 10. min.) – auf der anderen Seite haben sich die AVs von Barca häufig noch Bälle ersprintet, die sowieso zu einem Einwurf für Barca geführt hätten (nach langen Bällen von Bayern, die nicht ankamen)

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schorrsch 7. Mai 2015 um 02:22

Ein unterhaltsames Spiel wars auf jeden Fall, hätte aber doch gerne die Bayern in Topbesetzung gegen dieses Barca gehsen – Schade, hoffentlich nächstes Jahr!

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