Labbadias Traumstart

4:0

Darida als dritten Mittelfeldspieler gegen Unions Defensivbewegungen zu bringen, war ein gelungener Schachzug des neuen Hertha-Trainers. Zwischenzeitlich ließen die Gastgeber selbst ihre vielseitige Anlage durch unsaubere und ungeduldige Vorarbeit nicht mehr so gut zum Zuge kommen. Der entscheidende Doppelschlag kurz nach der Pause half ihnen schließlich.

Auf den siegreichen Einstand in Hoffenheim folgte für Bruno Labbadia bei der Hertha direkt das nächste Erfolgserlebnis. Sein Team startete zunächst vielversprechend gegen den Stadtrivalen, wurde danach schnell unsauber und stellte schließlich im zweiten Durchgang die Weichen auf Sieg. Die wichtigsten Komponenten des Aufbauspiels der guten Anfangsphase wirkten wie geplante Bestandteile einer schlüssigen Maßnahme zum Bespielen der 5-2-3/5-4-1-Defensivformation des Teams von Urs Fischer. Dafür sprach auch die überraschende Aufstellung Daridas anstelle von Mittelstädt, trotz des erfolgreichen Auftritts und der guten Werte der Besetzung aus Hoffenheim.

Herthas Ansatz: Herauskippen aus dem Mittelfeld, Hereinkippen der Außenverteidiger

Die personelle Veränderung erlaubte es Hertha, mit einem dritten flexiblen Zentrumsspieler die weiträumigen Mittelfeldbewegungen des Stadtrivalen herauszufordern. Einer der beiden nominellen Sechser aus Labbadias Team kippte im Aufbau auf die Seite bzw. fast immer auf die rechte Seite heraus, während der andere das Zentrum hielt. Davor pendelte Darida nicht nur in mögliche Freiräume in der Mitte zwischen den gegnerischen Mittelfeldakteuren, sondern belief häufig die äußeren Bereiche. Solche Läufe gingen oft einher mit diagonalem Hereinkippen des Außenverteidigers, wie es Labbadia bereits in Hoffenheim einige Male genutzt hatte und wie es auch diesmal grundsätzlich von beiden Flügeln aus vorkam. Besonders für Pekarik galt, dass er fast nie in den Zielräumen angespielt wurde, sondern hauptsächlich Bewegung schuf.

Skjelbreds Herauskippen: Dagegen rückt Andrich diagonal heraus. Weil Pekarík in diesem Moment sehr früh vorschiebt und Darida erst noch nicht rechzeitig in mögliche Positionen kommt, funktioniert der Deckungsschatten des Sechsers von Union besonders gut. So muss Skjelbred zunächst auf Boyata zurückspielen, der in diesem Fall ausnahmsweise weiter andribbelt und dann aus veränderter Position Darida bedienen kann, den Bülter situativ aufgenommen hatte. Darida kann unter Druck auf Skjelbred ablegen, der an der Seite einige Meter aufrückt.

Die Rochaden beschäftigten Union: Praktisch konnten die Flügelläufer das Einrücken nur schwerlich von ihrer Seite nach innen verfolgen, zumal wenn sich Darida gleichzeitig in breiter Position anbot. Daher machten die offensiven Außen viele Wege nach hinten. Auf den herausgekippten Sechser der Hertha ließ Union stattdessen zumeist einen eigenen Mittelfeldmann weiträumig diagonal herausrücken. Über seinen Deckungsschatten konnte Andrich im ersten Moment die meisten Wege zustellen. Nichtsdestotrotz musste sein Team gegen Herthas Rochaden die Absicherung dahinter sorgsam koordinieren. Teilweise musste Bülter den inneren Bereich zulaufen. Da die Gäste verschiedene situative Mannorientierungen nutzten, waren sie gefordert, diese anzupassen und zwischenzeitlich neu zu organisieren – machten das grundsätzlich erst einmal nicht schlecht. Nur die Organisation zwischen den drei zentralen Verteidigern hätte flexibler sein sollen: Generell wurden 1-1-Zuteilungen dort über zu lange Zeiträume aufrecht erhalten.

Dribblingmöglichkeiten gegen den Halbverteidiger

Herthas Bewegungen ließen keineswegs umgehend Chaos beim Aufsteiger ausbrechen, zwangen diesen „nur“ zu hohem Aufwand und brachten ihn bereits in den Anfangsminuten in Bewegung. Wenn Bülter nicht zu früh nach hinten rücken wollte und sich mit Reichel im Übergeben am Flügel abstimmte, gab dies Darida gelegentlich mehr Raum zur Freilaufbewegung, aus der heraus Hertha so ins Aufrücken übergehen konnte. Klare Überzahlen generierte der Gastgeber aus der Unterstützung des zusätzlichen Mittelfeldmannes nicht unbedingt: Rein numerisch gesehen hielt Union in unmittelbarer Ballnähe häufig noch eine Gleichzahl aufrecht, mit der potentiellen Absicherung aus der Dreierkette dahinter

Die Fortsetzung der obigen Szene, nach Daridas Ablage auf Skjelbred: Beim Herausschieben zum Flügel verhält sich Union in dieser speziellen Situation unkoordiniert. Andrich und Bülter machen quasi den identischen Lauf, statt sich bei der Raumabdeckung aufzuteilen. So kann Skjelbred letztlich den Steilpass spielen auf Lukebakio zwischen Halb- und Flügelverteidiger spielen. Als dieser sich zwischendurch – zeitlich quasi kurz nach der ersten Grafik – kurz weiter nach links orientierte, blieb Parensen trotzdem an ihm dran, als auch ein Übergeben möglich gewesen wäre. Generell verhielten sich die Verteidiger für das Durchschieben in der Kette tendenziell etwas zu positionsorientiert.

Nur konnten die Gäste die Wege am Flügel nicht so sauber abschirmen. Im Übergeben zwischen den Mannorientierungen kamen sie nicht umhin, dass Lukebakio gelegentlich in einer 1-1-Zuteilung gegen Parensen landete. Da sich bei guten gegnerischen Auftaktaktionen situativ ein Bewegungsnachteil in der Gleichzahlsituation ergab, machten sich solche theoretischen Konstellationen letztlich auch praktisch bemerkbar: Gelegentlich passierte es also, dass Hertha mit schnellen Stafetten über die nach außen gerückten Mittelfeldspieler den Ball gefährlich in die Spitze bringen konnte und dieser tatsächlich Lukebakio in Dribblingmöglichkeiten gegen den Halbverteidiger erreichte. In den ersten fünf bis zehn Minuten hatte Hertha einen ordentlichen Durchbruch auf Strafraumbreite, einen brenzligen Abpraller an der Sechzehnerkante und ein gefährliches, aber nach unsauberer Mitnahme geklärtes 1gegen1.

Vorbereitung mannschaftlich nicht dynamisch und individuell nicht geduldig genug

Es fehlten bei den Gastgebern jedoch noch die Geschwindigkeit und die Dynamik in der horizontalen Ballzirkulation, um das konstant zu schaffen und vorzubereiten. Im ersten zweiten Spiel unter Labbadia konnte man auch nicht unbedingt erwarten, dass sich konkrete Ergebnisse eines etwaigen neuen Fokus darauf umgehend abbilden würden. Zumal wären mögliche Nachwirkungen der langen Pause einzukalkulieren. Bereits in den Verhaltensmustern wirkten aber etwa die – nominell passstarken – Innenverteidiger ohnehin vorsichtig, vor allem im Andribbeln, und setzten sich recht frühzeitig wieder nach hinten in die Grundposition ab. Insgesamt führte das dazu, dass Hertha die Momente des weiteren Vorwärtsspiels nicht stabil genug vorbereiten konnte.

Letztlich wurden die Spieler – am ehesten im Falle der Außenverteidiger – im Laufe der Aufbauphasen ungeduldig und spielten daher vermehrt die angestrebten Bälle in unpassenden bzw. eigentlich noch nicht angemessenen Situationen. Im Laufe der Anfangsphase verschob sich dementsprechend die Erfolgsstabilität: Nun ergab sich überwiegend die Konstellation, dass Union den ersten Raumgewinn am Flügel durch das weiträumige Nachschieben des ballnahen Sechsers zulaufen und Hertha entsprechend in Überzahl aus drei Akteuren isolieren konnte. Hinzu kamen in dieser Phase kleine Anpassungen der Gäste: Häufiger liefen sie etwa Herauskippbewegungen von Grujic oder Skjelbred durch den jeweiligen offensiven Außenspieler der entsprechenden – meistens weiterhin der rechten – Seite an, der seltener mannorientiert nach hinten verfolgte.

Grundformationen

Außerdem intensivierten die Mannen von Urs Fischer ihre Übergänge in höhere Pressingphasen. Gelegentlich stellten sie Hertha am Strafraum zu oder schoben nach Rückpässen höher vor. Der Anteil an höherem Mittelfeldpressing und an situativem dynamischem Aufrücken stieg. Dadurch öffnete sich das Spiel als solches langsam und wurde insgesamt etwas vertikaler. Hertha reagierte auf das frühere Anlaufen mit vielen längeren Pässen primär in Form vermutlich gezielter Flugbälle, die sie in Richtung hoher ballferner Positionen der Flügelspieler spielen zu wollen schienen. Zumeist waren diese ohnehin anspruchsvollen Aktionen allerdings undynamisch vorbereitet und funktionierten daher kaum, sondern landeten oft im Nichts und nahmen den Gastgebern vermehrt Spielanteile im Angriffsdrittel.

Stabiles Spiel wird dynamischer, aber behält ordentliche Absicherung

Zumindest trug dies in der Folge zur weiteren Erhöhung der allgemeinen Dynamik innerhalb der Partie bei: So entstanden auch auf Seiten Unions schnelle Übergänge in eigenen tiefen Ballbesitz, die zumeist durch Rückpässe in die Dreierkette oder zum Torwart gesichert wurden, so dass Hertha folglich ebenfalls mehr Aufrückmomente bzw. generell Übergänge im Pressing hatte. Gleichzeitig bedeutete diese Art der Ballverluste für die Gastgeber zumindest eine vergleichsweise geringe Gefahr – ein unverändertes Merkmal der Partie.

Bis dahin gab es bereits bei beiden Teams gute Absicherung und viel Stabilität im defensiven Umschalten. Auf Seiten von Union funktionierte das fast genauso wie am vergangenen Spieltag gegen die Bayern – über horizontal äußerst kompakte ballseitige Staffelungen bei langen Bällen, die in der ersten Phase der Begegnung große Teile ihres Aufbaus ausmachten. Offensive Gefahr entstand daraus nur selten, da sich Hertha im 4-2-3-1 ähnlich dicht staffelte – und dies mit guter Aufgabenverteilung im defensiven Mittelfeld: Grujic als physische Verstärkung kurz vor der Kette, Skjelbred versetzt davor und mannorientiert gegen die weiten Vorrückbewegungen Prömels.

Bei den Ballbesitzbemühungen der Hertha gab es über das häufige Herauskippen der Sechser normalerweise eine im defensiven Mittelfeld versetzte Anordnung zur ballnahen Seite. Diese bildete eine erste Grundlage zu einer stabilen Anordnung in einer eigentlich großräumigen Anlage – mit vielen raumgreifenden Bewegungen der Zentrumsspieler und zwei klaren Breitengebern, wie in der anfänglichen Interpretation Cunhas auf links besonders exemplarisch. Zwei zusätzliche Gründe sorgten aber für eine stabile Konstellation: Zum einen drängten hohe Startpositionen der Außenverteidiger sowie eventuell deren anschließendes Einrücken die gegnerischen Flügel zurück, die dadurch schwierig in gute Konterpositionen gelangten. Zum anderen sorgte der Rechtsfokus mit den vielen breiten Positionierungen Daridas und dem Vorwärtsspiel über die Seite dafür, dass Hertha hauptsächlich in ungefährlichen Zonen Bälle verlor.

Herthas Offensivbewegungen später zielstrebiger

Als sich das Spiel weiter öffnete, konnte es häufiger zu einzelnen punktuellen Gefahrenmomenten in die Spitze kommen – einfach durch die leicht geringere Absicherung und die etwas größeren Räume, eingeleitet über spezielle Dynamik in bestimmten Einzelsituationen etwa nach einer gerade besonders gut gelungenen gruppentaktischen Vorbereitung aus dem Übergang ins Mittelfeld oder dem Auflösen einer Drucksituation. Während dieser Phase zog Hertha häufig drei Offensivkräfte in unterschiedlichen Aufteilungen an der letzten Linie zusammen und konnte darüber Gefahr ausstrahlen. Indem Unions Dreierkette recht eng agierte und der ballferne Flügelverteidiger sich noch etwas breiter orientierte, ließ sich die Konstellation für die Gäste noch ordentlich auffangen.

Nur bei den Folgebewegungen und der Absicherung ballfern hatten sie kleine organisatorische Abstimmungsschwierigkeiten, die in der erhöhten Spieldynamik eher aufscheinen konnten als zuvor. Letztlich kam Hertha vor dem Pausenpfiff zunächst zu zwei ordentlichen Chancen aus Schnellangriffen, gut eingeleitet durch saubere Bewegungen der Sechser, die sich nun zunehmend wieder in zentralerer Position hielten und in den Schnittstellen der vorderen gegnerischen Dreierreihe bewegten. Insgesamt entwickelte sich das offensive Bewegungsspiel in Labbadias Team ab dem späteren Verlauf der ersten Halbzeit wesentlich besser, nachdem es in der allgemein schwungvollen Anfangsphase hinter den flexiblen Abläufen zwischen Mittelfeld und Außenverteidiger zurückgestanden hatte – oft wegen zu späten Timings.

Sobald in diesem Bereich die einzelnen Akteure – mit laufender Spieldauer und teilweise eben aus dem Rhythmus der Partie heraus – zu einer stärkeren und präziseren Umsetzung fanden, ergab sich zunächst eine günstigere Ausgangslage dafür. Auf dieser Basis wurde das Bewegungsspiel ohnehin einfacher. Zudem deuteten sich auch systematisch manche Veränderungen an: Nicht nur Darida, sondern auch Cunha rückte zielstrebiger in den Zwischenlinienraum ein. Gegen Ibisevic und Lukebakio in der Spitze war Unions Dreierkette gut beschäftigt und konnte daher nicht immer sofort mit Herausrückbewegungen dorthin reagieren. So kam Hertha etwa gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder zwei vielversprechende Ansätze.

Unions saubere Ansätze aus dem Aufbau

Nur quantitativ hatten die Gastgeber entsprechend der geringeren Spielanteile eben weniger Szenen. Es gab vermehrt Ballbesitzpassagen auf beiden Seiten. Bei Union deuteten die verschiedenen Bewegungen aus der Dreierkette heraus grundsätzlich Potential an. Die Ausgangstaffelungen hätten aber aufgefächerter sein können, um von Beginn an noch mehr Raum auszuschöpfen. Wenn Hertha die letzten Meter ins Pressing überging, genügten daher meistens der Mittelstürmer und der Zehner, um den ballführenden Halbverteidiger zur Seite zu drücken. Letztlich gelang es den Gästen trotz lokaler Engen sogar über die gute ballnahe Unterstützung von Mittelfeld und Flügelläufern, sich in erste Abläufe hinein zu lösen. Gruppentaktisch kam Union aus den Übergängen von den Halbverteidigern stets zu Ansätzen, in denen sie das Leder über einige Stationen laufen und mehrmals zumindest stabil in die erste Linie zurückzirkulieren lassen konnten.

Dafür kam ihnen unter anderem das Freilaufverhalten der Mittelfeldakteure in ballnahen Zonen zugute, das oft defensiv, aber diszipliniert erfolgte. Der Anschluss zu den weiteren Spielern gestaltete sich jedoch weniger stark: Wenn Union den Ball nach den Vorwärtspässen des Halbverteidigers am Flügel über einige Stationen halten konnte, reichten danach die Folgeoptionen nicht aus, um gegen das Verschieben des Gegners dort nicht isoliert zu werden. Über den Verlauf der Partie hinweg sammelte der Gast – fast unscheinbar – eine eigentlich stattliche Anzahl an sauberen Passfolgen und Dreiecksbildungen in den seitlichen Bereichen, ohne daraus jedoch wirklich gefährliche Anbindungen und Fortführungen ins Offensivdrittel zu finden.

Wegweisende Tore zu Beginn der zweiten Halbzeit

Dem 1:0 ging in seiner Entstehung letztlich zwar ausgerechnet ein Ballverlust aus dem Aufbau Unions voraus, jedoch ein Ballverlust quasi „nach vorne“ mit präsenter Absicherung. Zunächst schien es, als würde das Umschalten direkt in eine Ballbesitzphase Herthas überführt, bevor Torunarigha mit einem seiner starken Vertikalpässe die Situation überraschend beschleunigte und direkt Darida zwischen den Linien bediente. Bei der Flanke auf Ibisevic bildeten Organisation und Aufteilung der zentralen Verteidiger untereinander erneut ein kleines Problem: Der Torschütze wurde durchgehend von Parensen verfolgt, auch bis in mittige Position, und gegenseitige Kommandos schienen nicht ausgeprägt genug.

Danach wurde der schnelle und für die Gäste unglückliche Doppelschlag, als die Wege zum zweiten Ball aus der eigenen Hälfte direkt nach dem Abstoß länger waren und die Spieler für diese Umstände etwas zu ambitioniert vorschoben, als zudem in der entscheidenden Aktion Hübner als Zentralverteidiger zu forsch herausrückte, zum Knackpunkt für die Partie.

Fischers schnelle Umstellung auf 5-1-2-2 versprach eigentlich eine aussichtsreiche Maßnahme zu werden: Man konnte den Aufbau der Hertha schneller auf die Seite lenken und brachte dort das bereits zuvor verstärkte höhere Vorrücken der Flügelverteidiger endgültig druckvoll ein. In den Minuten zuvor hatten sich Lukebakio und Cunha einige Male am Flügel tief zurückfallen lassen – nicht mehr nur zum Raumöffnen für Rochaden der Mittelfeldleute, sondern auch zur Ballsicherung. Dies hätte potentiell ebenfalls aggressiver bedrängt werden können, zumal das Nachschieben bei etwaigen Steilpässen hinter den Flügelverteidiger weiterhin als Reaktionsmöglichkeit blieb. Allerdings kamen mögliche Auswirkungen kaum konkret zum Tragen, da schnell der vorentscheidende Treffer zum 3:0 fiel – nach starker individueller Aktion Cunhas, aber auch sauberer gruppentaktischer Vorbereitung über links.

Fazit

Als Bumerang kann man Unions leicht höhere Ausrichtung seit der späteren Phase der ersten Halbzeit – fortgeführt zu Beginn der zweiten Halbzeit – letztlich nicht bezeichnen. In erster Linie kam für den vorentscheidenden Doppelschlag nicht zuletzt ein unglücklicher Verlauf der zwei, drei wesentlichen Situationen zusammen, zumal das 2:0 aus der besonderen Konstellation des eigenen Anstoßes erfolgte. Das bedeutet im Umkehrschluss aber keineswegs einen glücklichen Erfolg der Hertha. Angesichts der nach 45 Minuten etwas flexibleren Gesamtanlage im Mittelfeld und der etwas gefährlicheren Abläufe im Offensivbereich wäre es zur Pause nicht unwahrscheinlich gewesen, dass sich diese Vorteile über die volle Distanz schließlich durchgesetzt hätten – nicht mit einem 4:0 vielleicht, sondern knapper, aber solide.

Aus der Dynamik und möglichen Eigendynamiken heraus halten Spielverläufe aber stets Überraschungen bereit. In diesem Fall griff dieser Spielverlauf den Gastgebern unterstützend unter die Arme, um sich für den eigenen Auftritt zu belohnen. Bereits zum Ende der ersten Halbzeit und in den Minuten vor dem Führungstor machten sich nochmals Steigerungen in den offensiven Bewegungsmustern bei den Gastgebern deutlich, die den Zwischenlinienraum präsenter besetzten. Beim schnellen 3:0 schließlich – wieder zu einem passenden Zeitpunkt – liefen einerseits wieder kleine Schlüsselmomente, beispielsweise nach abgeprallten Bällen, zugunsten der Hertha, andererseits konnte der Treffer nur durch die Qualitäten Cunhas und die gute spielerische Einleitung überhaupt fallen und das in dieser Art und Weise.

Nick 25. Mai 2020 um 11:09

Erstmal vielen Dank, dass dieses Spiel überhaupt Beachtung gefunden hat. Es ist immer spannend zu sehen, wie sich eine angeschlagene Mannschaft unter einem neuen Trainer präsentiert.

Inhaltlich und auch vom Schreibstil, war der Text nicht sonderlich ansprechen und schwierig zu lesen. Bitte etwas weniger Gedankenstriche und mehr Struktur in Zukunft.

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