Ein eher unfokussierter Clásico

0:1

Sogar Barca spielt gelegentlich leicht willkürlich, verteidigt aber gut, Real dagegen mit dem Hang zum Unüberlegten.

Einbindungsfragen gegen den Ball bei Real

Gegen die Spielweise von Ernesto Valverdes Barcelona bedeutete der bei Real in zuletzt vielen Partien bevorzugte Defensivansatz mit hohen Achtern eine knifflige Angelegenheit. Die starke und eher defensiv eingestellte Mittelfeldpräsenz der Katalanen soll gerade den Gegner anlocken, um sich so die Möglichkeit für Nadelstiche aus dem Ballbesitz zurechtzulegen. Das wäre also keine ideale Ausgangsposition gewesen, um Kroos und Modric in der Ausgangsstaffelung in hohe Positionen zu schieben. Aber im Laufe der Ballzirkulation zogen sie sich dann teilweise zu weit gegen Busquets und Arthur nach vorne.

Eindeutig war die Lage bei der Mannschaft von Santiago Solari ohnehin nicht, sie wechselte innerhalb der Organisation viel. Gleichzeitig wollten die Madrilenen ihre nominellen Flügelstürmer nicht durchgehend mit der vollen Beteiligung im Rückwärtsgang belasten. Phasenweise hielten diese sich enger in den Halbräumen, sollten diese Bereiche verengen und konnten im weiteren Verlauf mal höher bleiben. Gerade Bale bewegte sich gegen den Ball phasenweise ungewöhnlich zentral. In den Anpassungsreaktionen auf die jeweiligen und mitunter ambitioniert ausgeführten Varianten verhielten sich die Gastgeber einige Male unkoordiniert.

Defensivbewegungen und zu wenig Unterstützung nach hinten

Wenn die Flügelstürmer gerade nicht mit zurückschoben, mussten die Achter viel mit auf den Seiten unterstützen. Anfangs ging noch Casemiro in tiefen Zonen schon sehr früh zur Außenbahn, um mit zu doppeln. Besonders auf der rechten Seite löste er dafür seine lose Orientierung gegen Messi auf. Später füllte er häufiger die letzte Linie als solche auf, da es dort zahlreiche Herausrückbewegungen abzusichern galt. Rechts übernahm Modric teilweise frühzeitig den Flügel und reihte sich sogar breit innerhalb der letzten Linie ein. Das führte dann dazu, dass Carvajal mehrmals länger ins Mittelfeld verteidigte, während auch Bale sich da im Umkreis der gegnerischen Sechser hielt.

Auf der Gegenseite wiederum presste Reguilón in den Flügelzonen nach vorne durch und übernahm häufiger die Aufgabe, den gegnerischen Außenverteidiger unter Druck zu setzen. So musste der ohnehin schon reichlich vorwärtsorientierte Ramos vergleichsweise viel Raum abdecken. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund war Casemiro als Ergänzung der letzten Linie gefordert. Wenn dieser aber zuvor links breit geholfen hatte, entstanden gegen die Rückzirkulation nach rechts bei Real Löcher im ballfernen Halbraum. Beim Herausrücken dorthin ging zwar Ramos alleine mehrmals zu viel Risiko, allerdings fehlte ihm die lokale Unterstützung, da die umliegenden Kollegen in solchen Rückzugsbewegungen sich zu individuell in ihren Zuordnungen orientierten.

Barcas Potential

Eigentlich hatte Barca eine gute Grundstruktur und die entsprechenden Voraussetzungen, um jene Räume zu bespielen. In Folge der Anfangsphase band sich Messi insgesamt nochmals etwas zentraler ein und hatte viel Präsenz um die gegnerische Mittelfeldreihe. Während Dembélé links klarer die Breite hielt, wurde die Bewegung des Argentiniers vom wieder stärker zu seiner alten Rolle tendierenden Rakitic ausgeglichen. Dieser pendelte zwischen seiner rechten Achterposition und den diagonalen Vorwärtswegen in Richtung hoher rechter Flügel.

Mit der starken Raumorientierung von Busquets und Arthur samt der dadurch möglichen Bandbreite für schnelle Staffelungsanpassungen und der eher eingerückten, tieferen Grundposition Jordi Albas hatte Barca nicht nur eine gute Absicherung, sie konnten so auch das Leder gut im Mittelfeld laufen lassen. Gerade über die Mechanismen auf rechts erzeugten sie dann gelegentlich die nötige Ausgangsdynamik, damit sich ein gegnerischer Spieler aus einer hinteren Linie aggressiver nach vorne aufmachte. Wenn man diesen mit Timingvorteil überspielte, würde man dahinter in den Zwischenlinienraum gelangen und gute Angriffsaussichten haben.

Unfokussierte Züge in den Entscheidungen

Insgesamt hätte Barca hier noch viel mehr daraus machen können, wenn ihr Spiel weniger unfokussiert gewesen wäre. Kleinräumige, leicht nach rechts versetzte Ballstafetten auch um Busquets und Arthur waren nicht immer so abgestimmt mit den ausweichenden Bewegungen von Rakitic. Vor allem zeigte sich Barca sehr wechselhaft darin, wann Messi nun eingebunden wurde und wann nicht. Manchmal suchten ihn die Katalanen in unpassenden Momenten verstärkt oder er wurde selbst etwas zu präsent.

Manchmal wiederum nahm er sich – für potentiell gegnerbindende Effekte – zu seltsamen Zeitpunkten aus Situationen heraus, wenn er eigentlich in Ballnähe war und die Raumverhältnisse vielversprechend wirkten. Die Entscheidungsfindung und insbesondere der Gesamtzusammenhang, wann welche Spieler gerade lokal weniger beteiligt waren, gestalteten sich mitunter willkürlich. Passenderweise ging das entscheidende Tor aus einer eigentlich gar nicht so akuten Ausgangssituation sehr plötzlich und simpel hervor, als Reals mit riskanter Aufteilung im angespielten Halbraum keine Absicherung mehr hatte und auf den einfachen Spielzug nicht reagieren konnte.

Ansonsten tendierte Barcas Spiel viel nach links, wo Dembélé als klare Anspielstation dienen konnte und Jordi Alba fast nur nach Verlagerungen aufrückte statt hoch zu starten. Über Arthur und den im Anschluss zurückfallenden Suárez sammelten die Gäste dort viel Ballbesitz und Stabilität. Insgesamt ließen sie ihr Spiel aus dem rechten Aufbauhalbraum fast etwas zu schnell dorthin fließen. Etwas wechselhaft gestalteten sich wiederum die Entscheidungen, wann sie nach den Verlagerungen attackierende Folgeaktionen wählen sollten und wann sie diese Pässe zur Seite quasi nur zur Stabilisierung nutzen wollten.

Absicherung und Umschaltansätze

Die Führung bedeutete für Barca also eine günstige Situation mit ihrer Ballsicherheit und den situativen Zurückfallbewegungen ins Mittelfeld. Dadurch hatten sie viel Absicherung hinter dem Ball und kamen – wie schon in vielen Phasen der Ära Valverde – gut und intensiv ins Gegenpressing. Im Grunde genommen galt eine ähnliche Linie auch für Real: Bei Ballbesitz besetzten die Gastgeber die hinteren Bereiche des Mittelfelds präsent und sorgten so ebenfalls für eine verstärkte Absicherung.

Gleichzeitig fanden sich aber auf beiden Seiten doch die gewissen Instabilitäten in den verschiedenen Entscheidungsmustern. Das bezog sich nicht nur auf die Momente mit Ball, tendenziell war das auch im Aufrückverhalten – nicht strukturell, sondern in der Dynamik – und bei der Abwägung des Risikos innerhalb der Restverteidigung der Fall, wenn sich Umschaltsituationen anbahnten. Gegen die beidseitig nicht so schlechten Umschaltpositionierungen der Angriffsspieler – also Messi bei Barca, prinzipiell beide Flügel bei Real – ergaben sich so zumindest in erster Instanz einige Konteransätze und -einleitungen, aus denen letztlich Phasen von Hin und Her entstehen sollten.

Hohe Last auf links

Bei Real konzentrierte sich vieles auf die linke Seite und Vinícius Júnior. Der frühe Zuschnitt der Angriffsaktionen auf seine Dribblings und diesmal – wie es angewiesen schien – Flanken auf den zweiten Pfosten machte für Barca das Verschieben etwas klarer. In gewisser Weise bedeutete dieser Aspekt also mal einen zu klaren Fokus in der Partie. Anders gestaltete sich das aber schon bei den Rollen der weiteren Stürmer, vor allem bei Bale. Dessen Einbindung blieb weitgehend unklar, sein Bewegungsspiel eher undefiniert. Auch der präsentere Benzema hatte diesmal ein leicht unglückliches Timing, wann er seine Ausweichaktionen oder kürzere Rückstöße einbinden sollte.

Die tieferen Positionierungen des Mittelfelds im Rückraum nutzten die Gastgeber nicht so ausgiebig zur Rückzirkulation, da noch etwas direkter die Angriffsübergänge gesucht wurden. Neben potentiell lockenden Effekten kam dementsprechend vor allem die druckvolle Ballverteilung als Vorbereitung des Flügelspiels kürzer. Auf rechts hatte Carvajal zudem durch die unstetigen Bewegungen gerade von Balle eher instabile Bindungen und Unterstützung, einige Male ergänzte Modric dann aus der Dynamik heraus nach Verlagerungen im hohen äußeren Halbraum. Dessen gute Positionierungen zwischen den Linien verteidigte Barca mit der Zeit immer besser.

Mit dieser Gesamtsituation fand Real bei hohem Aufwand keine in letzter Instanz klaren Abschlusssituation, obwohl den Katalanen aus deren soliden Defensivstaffelungen besonders in der ersten Halbzeit etwas die Sauberkeit im Zugriffsübergang fehlte. Doch funktionierte bei Barca die Strafraumverteidigung gut und die Innenverteidiger klärten viele Hereingaben. Das machte es deutlich weniger problematisch, wenn sie über Phasen tiefer zurückgedrängt wurden.

Günstige Konstellation für Barcas rechte Defensivseite

Dass der starke und frühe Fokus Reals auf links die für Barca günstigere Seite betraf, zeigte sich besonders stark im letzten Abschnitt der Begegnung. Auf jenen Bereich hin konnten sich die Gäste günstig staffeln, passend zu ihrer eigenen Ausrichtung mit der leichten Asymmetrie und deren Rücksicht auf die personellen Charakteristika: Der rechte Außenspieler des defensiven 4-4-2 verteidige arbeitsamer und tiefer mit, Busquets als ballnaher Sechser schob sehr weit herüber, der ballferne Flügel konnte dann sogar etwas breiter und höher bleiben.

Generell passten die horizontalen und vertikalen Abstände in den beiden hinteren Linien insgesamt gut zusammen: Piqué schob schon etwas breiter zu den potentiellen Anschlussräumen durch und war dann ungefähr hinter der Schnittstelle zwischen dem außen unterstützenden Busquets und Arthur, dieser wiederum vor jener zwischen den zwei Innenverteidigern. Schließlich war es auch für Messi gut, dass „seine“ Lieblingszone vor dem Ballungshalbraum lag: Er musste weniger absichern, konnte sich punktuell mal einschalten und sonst in etwas höherer Position Rückpasswege stören und mal die eine oder andere Option geschickt zustellen.

Bei Real versuchte Solari mit Asensio und dann vor allem Isco die Offensive zu stärken. Letzterer pendelte sehr stark zum Ball, im tiefen Zentrum, aber auch auf der linken Seite. Vereinzelt entstanden daraus sehenswerte Überladungsansätze, aber häufiger wurden die Szenen durch Iscos etwas unspezifischen Drangs zum Ball lokal auch zu dicht. Gerade vor diesem Hintergrund sollte sich für Barca die Einwechslung Vidals noch mehr bezahlt machen. Den Chilenen nach rechts ins Mittelfeld zu stellen, war ohnehin ein guter Zug, da er viele Wege nach hinten machte und innerhalb der guten Grundaufteilung durch aggressiver vorgegebene Entscheidungen den gruppentaktische Zugriffsübergang schärfte.

Abschließende Einordnungen

Am Ende gelang es Barca so, den knappen Sieg über die Zeit zu bringen. Wichtig war, dass sie auch in der zweiten Halbzeit mit längeren Ballbesitzphasen im Mittelfeld jeweils für Entlastung hatten sorgen können. Nach der Einwechslung von Asensio für Bale verteidigte Real zwar meist „normaler“ und geschlossener, horizontal hatten die Gäste vor dem Mittelfeld aber Raum. Wenn Jordi Albas Aufrücken durch tiefes Zurückfallen beantwortet wurden, konnte Barca nunmehr noch etwas häufiger aus dem geöffneten linken Halbraum die Anschlüsse in den Zwischenlinienraum herstellen. In der Gesamtbetrachtung hatten sie auch nach der Pause nicht weniger Torchancen als die Madrilenen.

Dass zwischenzeitlich manche Abschnitte der Begegnung vergleichsweise unfokussiert daherkamen, soll nicht die unmittelbare Anfangsphase als wohl besten Teil der Partie unter den Tisch kehren. Jeweils vom gegnerischen Angriffspressing herausgefordert, konnten hier beide Teams ihre Qualitäten demonstrieren. Gerade mit Blick auf die Ambitionen in der Champions League dürfte das wichtig sein. Reals Mittelfeldtrio bewegte sich in diesen Szenen gegen das höhere Nachrücken der Barca-Sechser sehr gut, etwa in Form der bogenförmigen Rückstöße Modric´ in den linken Halbraum oder angrenzende kleine Lücken außerhalb der gegnerischen Sichtfelder.

Zudem bewegte sich der Mittelfeldstar auch in diesen Spielphasen sehr gut durch den Zwischenlinienraum. Anfangs kam er dort zur Geltung und spielte einige öffnende Pässe auf die Flügelstürmer ins Tempo. Ihn dort einzubinden wurde allerdings schon wesentlich schwieriger, als Arthur sich bei seinen höheren Herausrückbewegungen aus der Mittelfeldreihe eher leicht bogenförmig von außen nach bewegte. Schließlich nutzten die Gastgeber gegen höheres Pressing insgesamt Dribblings konsequent, Varane spielte direkte Vertikalbälle in passenden Momenten, wenn die Viererkette der Katalanen im Nachschieben die Stürmer stärker im 1gegen1 aufnehmen mussten.

Bei den Gästen gab es ebenfalls einige stärkere Elemente, wenn sie im tiefen Aufbauspiel zugestellt waren: Dazu gehörte etwa die situative und dann konsequente Nutzung von Arthur, der mit seinen Drehungen als unterstützender Pressingauslösung in die hintere Grundstaffelung zurückfiel. Versuchte sich Barca über ihn und Busquets herauszuspielen, bewegte sich Rakitic aufmerksam und anpassungsfähig durch den ballfernen Halbraum. Insgesamt begann der Clásico mit einer ansehnlichen und sauber gespielten Anfangsphase, ehe später die Konsequenz nachließ.

tobit 22. Januar 2020 um 23:09

Weiß jemand ob Barca gegen Ibiza wirklich im 3-Raute-3 ohne Halbverteidiger gespielt hat?
Laut kicker sah die Aufstellung so aus:
Fati – Griezmann – Perez
————- Puig ————-
— Rakitic —- Roberto —
———– de Jong ———–
Firpo – Lenglet – Semedo
————- Neto ————-
Laut Transfermarkt war es ein 3-5-2 mit Firpo, Lenglet und Roberto in der 3er-Kette, Rakitic, de Jong und Puig zentral, Fati und Semedo als Wingbacks und Perez und Griezmann als Stürmern.
Oder war es doch was ganz anderes – z.B. de Jong oder Roberto als RIV neben Lenglet?

Antworten

studdi 23. Januar 2020 um 11:05

Gegen Ibiza war es das 3-5-2 wie es Transfermakt beschreibt 3er Kette Roberto Lenglet Fripo. Fati und Semedo Breit und Perez und Griezmann vorne in den Halbräumen. Puig und Rakitic als 8er, De Jong 6er.
Gegen Granada im 1. Spiel unter Setien hat Barca Offensiv auch in diesem System gespielt. Da wurde aus einem 4-3-3 Offensiv ein 3-5-2 mit Roberto der Defensiv in der 3er Kette blieb und Alba der Offensive aufrückte. Griezman war dann eingeschoben als 2ter Stürmer neben Messi und Ansu Fati spielte rechts Breit. Defensiv dann im 4-3-3 mit Messi als MS.
Gestern gegen Ibiza sah es gegen den Ball aber fast so aus das man da auch im 3-5-2 spielte waren aber zu wenige Defensive Momente. Ich konnte es somit nicht klar erkennen. Später dann nach dem Wechsel Alba für Perez definitiv auch Defensiv im 3-5-2 mit Semedo und Alba Wingbacks und Fripo Lenglet Roberto 3er Kette. Fati und Griezmann Doppelspitze.

Antworten

tobit 23. Januar 2020 um 15:12

Danke für die Info. So richtig?
—— Griezmann – Perez ——
Fati – Rakitic – Puig – Semedo
————– de Jong ————–
— Firpo – Lenglet – Roberto —
—————- Neto —————-

Wo schaust du solche Spiele, DAZN?

Hat Roberto als Halbverteidiger eine Zukunft, oder läuft es (bei Beibehalten der 3er-Kette) doch eher auf die „klassische“ Besetzung mit Umtiti, Lenglet und Pique hinaus? Und was hälst du generell von der Setien-Verpflichtung?

Antworten

studdi 23. Januar 2020 um 16:29

Ja ich gucke die Barca Spiele immer auf DAZN.
Ja so sah die Grundordnung aus. Puig und Rakitic nur getauscht, also Puig als linker 8er.
Mir persönlich gefällt Roberto in dieser Rolle besser als wenn er RV spielt und dann Offensiv die Breite geben muss. Also quasi als falscher AV oder rechter Halbverteidiger, so wie er es gegen Granada gespielt hat. Fand ihn da auch im Gegenpressing sehr stark. Wie er es in Defensiven Phasen in einer Dreierkette spielen würde weis ich nicht so recht.
Ich denke das es wohl in Zukunft auf das System vom Granada spiel hinausläuft. Also Offensive mit Dreierkette und Defensive dann im 4-3-3. Ähnlich wie es Manchester City gerade mit Mendy und Walker als AV spielt. Das passt zumindest ganz gut zu Alba/Firpo als LV und Roberto als RV. Ob Semedo es aber dann auch so spielen könnte weis ich nicht so recht. Vl sogar dann auch mit De Jong als Falsche RV könnte auch ganz interessant sein.
Was mir gut gefallen hatte an dem System gegen Granada war das man dann Messi im rechten Halbraum hatte und rechts Außen noch Ansu Fati immer wieder in 1 gegen 1 Situationen gebracht hat. Denke das könnte auch für Dembele eine gute Rolle sein. Außerdem konnte Busquets konstanter etwas höher Spielen mit der 3er Kette hinter ihm im Aufbau was dem Spiel ganz gut tat und auch das Gegenpressing verbesserte.
Außerdem war das Pressing gegen Granada im 4-3-3 wesentlich höher und Intensiver als unter Valverde. Da Messi sich als MS dann auch mal etwas „Auszeiten“ im Pressing nehmen kann und sich nur gut Positionieren muss im 6er Raum und die Außenstürmer dann im Bogen auch die IV anlaufen. Also fast Rautenmäßig im Pressing.
Auch wurde gegen Granada schon recht viel durch Zentrum Kombiniert, auffällig war hier gegenüber Valverde das immer mal wieder direkt mit 1 Kontakt gespielt wurde und auch das Spiel über den 3ten Fokusiert wurde. Das Tor war ja auch schön anzusehen 😀

Also ich persönlich fand Valverde nicht so schlecht wie er teilweise gemacht wurde. Aber gerade das direktpass Spiel durchs Zentrum und das Intensivere Pressing hat mir jetzt sehr gefallen und waren auch meine Kritikpunkte an Valverde ( Passives 4-4-2 Pressing und teilweise zu sehr auf Ballsicherheit gespielt, also keine Risikopässe oder direktpässe)
Was Barca im Moment aber glaube ich extrem fehlt ist einfach so ein Offensiver 8er/10er Typ wie Iniesta oder Ödegaard, der neben Messi im anderen Halbraum das Spiel machen kann. Vielleicht könnte man es sogar mal mit Griezmann als linken 8er versuchen falls man sich jetzt noch einen Suarez Ersatz holt.

Antworten

JMB 23. Januar 2020 um 21:42

Sehe ich eigentlich genauso, vor allem hinsichtlich der Einschätzung, dass Valverde in den meisten Meinungen pauschal zu schlecht wegkommt, aber sich halt dann doch einige schwächere Elemente durchgezogen haben, die er nicht in den Griff bekommen hat (passive Defensive, die einfach den Spielertypen in der Viererkette und auf der Sechs individuell nicht entgegenkommt, sowie relativ biederes Offensivspiel mit wenig vertikal und diagonal aggressiven Dynamiken – das wurde eigentlich nur durch die schiere Individualität von Messi, der aber nach seiner letzten Verletzung für seine Verhältnisse relativ unsauber agiert, und über punktuell ultraaggressive, aber dadurch schon grundsätzlich ziemlich unscharfe Entscheidungen von Suárez erreicht.)

Hier merkt man bereits deutlich, dass Quique an diesen Schrauben drehen möchte, das begrüße ich sehr – er hat auch direkt im ersten Spiel einige Sachen ausprobiert, mit denen ich seit zwei Jahren den Fernseher anschreie, wenn ich Barça schaue 😉

Zur Granada–Aufstellung:
Man konnte das mE durchaus als 3-5-2 interpretieren, ich hatte aber – vor allem in der Anfangsphase, wo Granada dann aber einige potentiell vielversprechende Durchbrüche hatte, sodass dann ein wenig vorsichtiger vorgegangen wurde – eher den Eindruck, dass in Ballbesitz sogar ein 3-3-4 gemeint war. Alba auf links hat deutlich erkennbar nicht im Kettenverbund gespielt, im Gegenteil schon sehr sehr aggressiv in die letzte Linie geschoben, Ansu Fati auf rechts hat eh hoch und breit gespielt. Dass es dann eher Wingback-3-5-2-mäßig aussah, habe ich (reine Vermutung!) eher einer gewissen Unsicherheit in der Orientierung seitens Alba und Fati zugeschrieben.
(Alba *guckt ratlos zur Bank*: „Chef, soll ich wirklich so weit vorne? Was ist, wenn die kontern?“
Setién *seltsam ruhig, glaubt immer noch halb, dass es nur ein Totaalvoetbal-Traum ist, und er es genausogut genießen kann, bevor er aufwachen muss und wieder Rentner ist*: „Lieber zehn Meter vor als vierzig zurück, Junge!“
Alba *immer noch ratlos*
Setién *freut sich still und glaubt, dass König Johan mit ihm zufrieden wäre*)

Was mir an dieser Herangehensweise sehr gut gefällt, ist, dass die Stärken einiger Spieler in solchen Zusammenhängen deutlich besser zur Geltung kommen dürften als bisher (bzw schon allein, dass der Trainer mal erkennbar versucht, für seine Spieler eine auch unkonventionelle Lösung maßzuschneidern – den Eindruck hatte ich bei Pragmato Valverde nicht so)

– Sergi Roberto hat als Rechtsverteidiger in der klassischen Rolle zu wenig offensive Durchschlagskraft. Sein Ding (mit Ball!) ist mE eher eine generelle Sauberkeit in nicht allzu ambitionierten Aktionen sowie eine gute Anpassungsfähigkeit in verschiedenen Kontexten (punktuelle Vollsprint-Dribbling-Stampeden durchs gesamte Mittelfeld in der 90+4. gehören selten, aber noch erwähnenswert oft dazu). Als auf die Halbposition einrückender, situativ das Mittelfeld unterstützender RV/RIV muss er kaum Offensivlast schultern, sondern kann sich auf Balancieren und eben Unterstützen konzentrieren.

– Vor allem Umtiti, aber auch Lenglet sind geile halblinke Verteidiger, die stellenweise mit Ball am Fuß oder Laserpässen immensen Druck machen können (Vor allem wenn links in der letzten Reihe schon Alba mit dem Tiefenlauf und Griezmann mit dem gegenläufigen Zurückfallen die gegnerische Abwehr bedrohen)

– Griezmann darf wieder Griezmann sein und als teils ausweichender, teils zurückfallender linker Halbstürmer agieren, anstatt als LM verbraten zu werden. Eventuell könnte so sogar das von Dir richtig angesprochene Loch im offensiven linken Halbraum aufgefangen werden (zumindest situativ im Wechsel: Zurückfallen Griezmann, Vorstoß Arthur oder de Jong ((wie geil könnte de Jong jetzt werden!!!)), rüberdriften Messi, andribbeln Umtiti …)

– Messi hat rechts neben sich einen, der das 1gegen1 gegen den gegnerischen LV oder den Tiefenlauf androhen kann (spanisch Buscar la espalda: „Den Rücken suchen“) und damit die Abwehr streckt, gleichzeitig kann Messi bei gegnerischem Ballbesitz ökonomischer pressen, ohne dass hinter ihm ein Achter komisch 4-4-2-mäßig Lücken stopfen muss

– die Achter müssen weniger komisch 4-4-2-mäßig Lücken stopfen, sondern können sich „klassischer“ aufs Zentrum fokussieren

– mehr Zentrumsfokus heißt: Busquets dominiert

– die Außenstürmer (gut, Malcom wurde unehrenhaft entlassen – ¿por qué? – bleiben aber Ansu, Carles Pérez und mit Einschränkungen Dembélé) können zumindest auf rechts einfacher klassisch als Außenstürmer spielen – im Ameisen-4-4-2 gab es ja zumindest seit Ankunft Griezmann nicht mal mehr richtige Außenmittelfeldspieler.
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Das ist selbstverständlich nach einem Spiel mit ein paar verletzten/gesperrten Leuten reiner Spekulatius.
ABER: Aus meiner Sicht ergibt das so viel Sinn, dass es eigentlich von Quique Setién so oder ähnlich gewollt sein muss.
VOR ALLEM löst es zumindest möglicherweise das aus meiner Sicht größte Problem des Barça-Kaders. (Der ist ohnehin etwas kopflos zusammengestellt… frustrierend für einen Culé, der güldenen Messijahren beim Verschwendetwerden zugucken muss):

Das Fehlen eines halblinks offensiv kreativen Topmanns seit Iniestas Abgang ist natürlich – verstärkt noch durch Neymars Abschied – ein großes Problem.
Für noch schädlicher für die Balance des gesamten Teams halte ich aber das Fehlen eines breit rechts offensiven Topmanns seit dem Abgang Dani Alves. (Gut, der war in seinen letzten Saisons auch oft frustrierend und nur noch an guten Tagen annähernd Weltklasse – aber er hatte immerhin noch gute Tage!)
Es wird – eben auch aus dieser Erinnerung an zahllose unmotivierte Flanken an schlechten Tagen – mE deutlich unterschätzt, wie wichtig Dani Alves dafür war, das optimale Biotop für den kleinen Außerirdischen herzustellen. Sicherlich war Alves in seinen guten Zeiten in der Mischung aus schierer Physis, Kombinationsspiel, Kreativität, Offensivoutput und immer noch guter Defensive ziemlich einmalig. Aber Alves (rechts breit offensiv) befreite Messi, gab ihm Kombinationsmöglichkeiten und drohte auch an sich mal mit einer durchschlagkräftigen Aktion. Zumindest diese Komponente seines Offensivspiels gibt es nicht mehr:
Sergi Roberto ist zwar mE an sich von seinem Typ her (der allroundigste Allrounder – außer Torwart und IV schon alles okay gespielt) sogar ein überraschend guter Alves-Nachfolger, aber er ist individuell auf jeder konkreten Position jeweils nicht Weltklasse und dann auch von seiner offensiven Entscheidungsfindung her doch zu zögerlich-fehlervermeidend.
Experimente mit Aleix Vidal und Douglas (wer kennt ihn noch?) sind gescheitert, Nelson Semedo wird man vielleicht auch bald dazu zählen können.
Jedenfalls ist Semedo vom Typ her zu linear-unkreativ und unkombinativ, auch wenn ich ihn individuell nicht schlecht finde.

Wenn man also nicht durch Zufall den tatsächlich nächsten Alves findet, müsste man, um Messi von rechts zu befreien, ohne den Flügel verwaisen zu lassen, sich eine andere Lösung überlegen. ZUM BEISPIEL: Einen richtigen rechten Flügelstürmer/meinetwegen auch offensiven Wingback, aber lieber richtigen Flügel hinstellen, der eigenen Offensivoutput bringt und Messi befreit. Das muss nicht mal eine komplexe Rolle sein, Hauptsache hoch und breit an der Zirkulation teilnehmen und ernsthaft mit Dribblings oder aggressiven Läufen drohen.
Den defensiven und mittelfeldkombinativen Aspekt der Alves-Rolle übernimmt dann der passenderweise defensiver bleibende Sergi für alles als einrückender RV/RIV // falscher AV, der ins Mittelfeld kommt.

Mit anderen Worten: Ich liebe Quique schon dafür, dass er in einem Spiel Ansu Fati als Rechtsaußen neben Messi und Griezmann aufgestellt hat.
____________________________________________-

Spannende Fragen, die sich jetzt aufdrängen:
– ist Nelson Semedo abgemeldet?
– Was passiert nächste Saison, wenn Suárez zurück ist?
– kommt Alba damit klar, fokussierter offensiv zu spielen? Vor allem – wie ich denke – öfter mal links breit nicht mit Tempoüberschuss zu kommen, sondern schon in der letzten Reihe zu sein und das Spielfeld zu öffnen?
– was passiert personell im Mittelfeld? Insbesondere: Welche Rolle spielt Frenkie de Jong? Ich könnte mir gut vorstellen, dass er halblinks in die Abwehr zurückfällt und von dort dominant das Spiel macht – wie verträgt sich das mit Busquets? Und wie würde das eingebunden mit Anschlussbewegungen in der Dreierkette und im Mittelfeld?……

Trotz der mageren Anfangsergebnisse sehe ich große Potentiale.

Oder ist alles nur ein Totaalvoetbal-Traum?

Antworten

tobit 27. Januar 2020 um 22:51

Vielen Dank euch beiden für diese super ausführlichen Einschätzungen!

DG 28. Januar 2020 um 19:15

Tolle Einschätzungen!
Ich habe auch noch ein, zwei Fragen, falls ihr erlaubt: Einmal zu Alba. JMB hat ja auch beschrieben, dass seine Rolle im (ich würde es eigentlich auch eher 3-3-4 nennen) 3-5-2 weniger aus der Tiefe kommend ist. Da hat er mich auf jeden Fall überrascht, da er auch ohne das Tempo sehr kreativ sein konnte. Trotzdem verliert sein Spiel auch etwas, oder? Und ist für Messi der aus der Tiefe kommende Alba nicht auch der bessere Fit?
Und wie seht ihr das Mittelfeldpersonal die nächsten Monate vor dem Hintergrund, dass Messi, auch wenn er natürlich weiter trifft, und Griezmann ja beide sehr gerne eher den Zehnerraum besetzen, sprich vermutlich mehr Läufe in die Spitze aus dem Mittelfeld notwendig werden? Beim Tor gegen Granada hatte ja glaube ich auch Vidal die Stürmerposition eingenommen und dann auf Messi abgelegt.

studdi 31. Januar 2020 um 10:53

Also ich finde Alba liegt eine etwas tiefere Rolle besser. Wenn er so Offensive spielt ist es Öfters der fall ,dass er mit Ball am Fuss 1gg1 gehen muss was ihm nicht ganz so liegt. Also rein für Albas Spiel liegt ihm die Rolle besser wenn er etwas tiefer spielt.
Insgesamt für das Barca bzw Messi spiel ist es etwas schwieriger zu sagen. Denke der Fokus ist etwas anders jetzt als vorher. Die letzten Jahre hat man oft über Messis seite Aufgebaut und ist dann über Verlagerungen Links ins Tempo und hinter die Abwehr gekommen mit Alba oder auch Neymer früher noch. Hieraus sind dann ofz diese typischen Alba-Messi Kombinationen zu Toren entstanden.
Jetzt soll denke ich der Fkus etwas mehr auf durchkombinieren im Zentrum gelegt werden. Oder eher links aufgebaut werden und dann mit Verlagerungen rechts Fati oder Messi in 1gg1 Situationen zu bekommen. Was letzlich besser zu Messi passt ist schwierig, ich denke eine Spieler der Ihn rechts unterstützt ist auch sehr gut für sein spiel insbesondere auch mal im rechten Halbraum. Das hatte ja früher mit Pedro und Dani Alves auch immer sehr gut funktioniert, aufgrund der letzten Jahre hat man aber eher diese Alba läufe als typisches Messi-fit vor Augen.
Alba ist Kombinativ aber acuh nicht zu Unterschätzen, ich dachte auch schon an eine HV Position für ihn mit den Freiheiten zum Nachstoßen/Vorderlaufen könnte auch interessant sein.

Beim Mittelfeld-Personal bin ich auch immer etwas im Zwiespalt. Prinzipiell liebe ich die Spielertypen Arthur De Jong und Busi. Finde Momentan allerdings das Vidal sehr wichtig ist für das Barca Spiel wegen der von dir auch schon genannten Tiefenläufe. Außerdem ist Vidal im Passspiel ja auch nicht gar nicht zu gebrauchen. Er wird nur zu oft auf seine Kämpferischen und läuferischen Eigenschaften reduziert. Andereseits Denke ich mir immer tiefenläufe kann man doch auch seinen Spielrn einfach mal „antrainieren“ wann und wie sie in die tiefe laufen sollen. Könnte also Griezmann, De Jong oder Arthur mit Sicherheit auch. Kann mich noch an Tore früher erinnern, da ist auch einfach mal Xavi oder Thiago zum richtigen Zeitpunkt tief durchgelaufen.

JMB 1. Februar 2020 um 11:40

Volle Zustimmung!

Man konnte jetzt auch schon in den Spielen gegen Valencia und Leganés einige der hier angesprochenen Aspekte mitverfolgen.

Zu Albas Rolle:
Denke auch, dass ihm persönlich eine tiefere Rolle mehr liegt – wird das durch positive Effekte fürs gesamte Team aufgefangen? Gegen Leganes wurde ja wieder von der Dreierkette Abstand genommen, wobei Quique das in der PK nicht als Grundsatzentscheidung interpretiert haben wollte.

Dabei muss man sehen, dass Alba jetzt kein reiner Liniensprinter ist, sondern auch mit Ball am Fuß ziemlich kreativ sein kann (hat ja früher bei Valencia LM gespielt – aber halt nicht LF, siehe unten), da wird er deutlich unterschätzt – hat schon einige Tore eingeleitet und direkt vorbereitet durch diagonale Steckpässe in den Sechzehner.
ABER: Diese Aktionen von Alba kommen typischerweise diagonal vorwärtsgerichtet aus der zweiten Linie aus dem Halbraum, sofern er mal enger kommt, oder sonst halt aus halbhohen Flügelräumen; gegnerschlagende Aktionen mit Andribbeln gegen die letzte Linie sind überhaupt nicht seine Stärke. (Im Torabschluss ist er dann aber wieder ziemlich okay für einen nominellen Verteidiger)
Dh ein Weltklasse linker Außenstürmer wird aus ihm also eher nicht mehr, zumindest aber bräuchte er für seine eigene beste Einbindung noch einen offensiveren Mann links, mit dem er Pärchen bilden kann (oder halt die Pärchenbildung mit Messi über 40m Distanz….)

Jedenfalls stimmt, was @studdi sagt. Der Fokus scheint deutlich mehr auf zentrale Durchbrüche, nicht Aufbau rechts + Verlagerung auf Alba gelegt zu werden. (In diesem Zusammenhang würde ich eigentlich gerne mal ein diagonales Durchlaufen in den Strafraum von Alba sehen)

Hier kommen dann die von euch mE schon richtig erwähnten zentralen und halbräumigen Tiefenläufe aus dem MF ins Spiel. Die Wichtigkeit hiervon war gegen Valencia hervorragend zu beobachten, aus meiner Sicht mit folgenden individuellen Aspekten:

– Arturo Vidal ist hier natürlich Weltklasse und um Längen stärker als Arthur Melo, de Jong oder auch Rakitic. Carles Aleñá kickt jetzt bei Betis. Auch insofern ist Vidal gerade ziemlich wichtig.
– Arthur Melo hat vor seiner letzten Verletzung allerdings einige vielversprechende Ansätze in diese Richtung gezeigt und auch einige Buden gemacht (deutlicher (!) Fortschritt ggü letzter Saison), vielleicht wird er diese Ansätze noch weiterentwickeln können – siehe auch sein Abstauber nach aggressivem Durchlaufen gegen Leganes
– Bei de Jong merkt man finde ich noch deutlich, dass er in höheren engeren Räumen, die kleinteiligere und aggressivere Entscheidungen verlangen, viel weniger zu Hause ist als in den Aufbauräumen. Aber seine potentielle Dominanz im Aufbau- und Übergangsspiel kommt derzeit nicht so richtig zum tragen. Was sollte man mit ihm machen? Ich hoffe Quique findet eine passende Lösung für diesen genialen Spieler. Es ließ sich jedenfalls mE erkennen, dass er durchaus zu den notwendigen Läufen gewillt war, aber oft nicht die richtigen Anschlussaktionen gefunden hat.

In diesem Zusammenhang wieder witzige Personalentscheidungen in der Transferphase – man setzt jetzt wieder auf ein System mit zumindest einem „echten“ Flügelspieler, also wird von den zwei Flügelspielern, die man gerade hat, gleich mal einer nach Rom abgeschoben. Solange Dembélé nicht fit ist, muss Ansu also Stamm spielen und hat keinen Ersatzmann hinter sich (evtl Collado aus der Zweiten)
Andererseits scheint man mit Semedo zu rechnen, sonst hätte man wohl eher nicht Wagué abgegeben (perspektivisch: obwohl Man City sich Yan Couto gekrallt hat)


AG 5. März 2019 um 23:02

Nach der 1:4-Niederlage von Real Madrid zu Hause gegen Ajax (die damit ins Viertelfinale einziehen) scheint klar, dass das Team unter dem neuen Trainer immer noch nicht stabil ist. Absolut großartiges Spiel übrigens, wird es dazu was geben? 😉

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