Suche nach der Mittelfeld-Muse

Der aktuelle Aderlass bei Borussia Dortmund ist im negativen Sinne beeindruckend. Der BVB verlor in diesem Sommer die drei Schlüsselspieler. Trainer Thomas Tuchel ist die komplette Achse weggebrochen. Als Antwort verpflichtete der Vizemeister vor allem junge Talente. Aber eine zentrale Position scheint noch unbesetzt.

Da sowohl Ilkay Gündoğan als auch Henrikh Mkhitaryan den Weg nach England angetreten haben, fehlt im Mittelfeld ein kreativer Akteur, der aus dem Zentrum Chancen kreieren und Spielzüge in die passende Richtung lenken kann. Beide genannten Spieler brillieren oftmals mit ihren Dribblings, mit denen sie in die gegnerische Verteidigungsformation eindringen, sind aber ebenso stark in der Ballverteilung. Dies gilt insbesondere für Gündoğan, den der BVB auf der höheren Sechserposition schmerzlich vermissen wird, sollte nicht doch noch ein Ersatz kommen.

Denn der aktuelle Kader bietet diesen eher nicht. Julian Weigl wird weiterhin in einer tieferen, balancierenden Rolle vor der Abwehr spielen. Sofern Nuri Şahin fit ist, sollte der türkische Nationalspieler die erste Alternative zu Weigl sein. Beide könnten auch zusammen auflaufen, aber dann würde Dortmund gegebenenfalls die Verbindung in die höheren Zonen fehlen.

Gonzalo Castro stellte in der vergangenen Saison unter Beweis, dass er im passenden Umfeld die Position Gündogans übernehmen kann. Aber er ist limitiert, wenn es darum geht, Spielzüge zu initiieren und zu gestalten. Dies gilt noch deutlicher für Neuzugang Sebastian Rode, der von Bayern München nach Dortmund wechselte. Rode ist ein kämpferischer Defensivallrounder, der auch in der Außenverteidigung eingesetzt werden kann. Aber der 25-Jährige kann auf keinen Fall eine zentrale Kreativrolle im Mittelfeld Dortmunds einnehmen.

Beim jungen Spanier Mikel Merino besteht da schon mehr Potenzial. In den vergangenen Monaten konnte er sich bei Osasuna als Spielgestalter und Ballverteiler empfehlen. Allerdings ist seine Entscheidungsfindung noch zu inkonstant und er müsste sich zudem erst den spezifischen Pressingcharakteristika der Bundesliga anpassen. Es wäre insofern nicht sinnvoll, Merino zu Beginn eine zu große Last aufzubürden.

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Goalimpact der Dortmunder Sechser/Achter im Vergleich. Grafik von TW.

Im aktuellen Mittelfeldaufgebot fallen zudem noch die Namen Shinji Kagawa und Christian Pulisic auf. Beide fühlen sich mit ihrer Beweglichkeit und engen Ballführung zwischen den gegnerischen Verteidigungslinien wohl. Kagawa hat selbst in unmittelbarer Nähe von mehreren Gegenspielern noch eine gute Feldübersicht und weiß diese zu nutzen.

Ein weiterer gestaltender Akteur sollte neben ihnen im Offensivbereich wirken, was wiederum Kagawa und Pulisic helfen würde. Beide sind beispielsweise in einem System wie dem letztjährigen 4-3-3 auf der hohen Achterposition bestens aufgehoben – oder im Fall von Pulisic auch in einer Mkhitaryan-haften Rolle auf der Außenbahn sehr gut einsetzbar. Wer könnte also das Mittelfeld des BVB verstärken?

1. Mateo Kovačić

Die Gerüchte halten sich hartnäckig, dass Mateo Kovačić Real Madrid nach nur einem Jahr wieder verlassen möchte. Der Kroate kam weder unter Rafa Benítez noch unter Zinédine Zidane regelmäßig zum Einsatz. Für den 22-Jährige ist es keinesfalls der richtige Karrierezeitpunkt, um ständig auf der Ersatzbank zu schmoren. Borussia Dortmund soll an einer Verpflichtung interessiert sein.

Und Kovačić könnte sich als passender Kandidat entpuppen. Er offeriert eine dynamische Spielweise von der Sechs oder Acht kommend, die zumindest in Ansätzen an Gündoğan erinnert. Kovačić ist kein wilder Dribbler, sondern ein Kicker, der die Dynamik der Situation sowie die des verschiebenden Gegners zu nutzen weiß, um Räume zu erobern und Linien zu passieren.

Nach erfolgreichen Dribblings wird der Kroate jedoch nicht kopflos und lässt sich zu schlechten Entscheidungen hinreißen. Vielmehr hat Kovačić einen Stil entwickelt, in dem er Dribbling- und Passgebersequenzen aneinanderreiht. Er zieht am Gegenspieler vorbei, eruiert dann die neue Konstellation und entscheidet sich für die nächsten Schritte.

Kovačić ist folglich nicht nur ein guter Dribbler, sondern auch ein exzellenter Passgeber in engen Räumen. Er kombiniert die ständigen Vorstöße mit kleinräumigen Zuspielen in vielfach zugestellten Zonen. Der 22-Jährige zieht das Spiel nicht über große Distanzen auf. Vielmehr stürzt er sich ins Getümmel. Ähnliche Qualitäten offerierte auch Gündoğan im Trikot der Dortmunder, wobei er ebenso aus der Tiefe entscheidend Einfluss nahm.

Der Stil Kovačićs ist anpassbar auf eine dominanzorientierte, ruhige Ballzirkulation wie auch auf einen tempostärkeren Umschaltfußball. Seine Pressingresistenz aufgrund der vorhanden Agilität und Ballsicherheit kommt in jedem Fall zum Tragen. Seine Dynamik hilft ihm bei Bespielen größerer Räume und teils bei der Initiierung von Angriffen gegen dichtgestaffelte Verteidigungen.

Alles in allem wirkt Kovačić wie der perfekte Ersatzmann für Gündoğan. Könnte Tuchel ihn auf der Position neben Weigl einsetzen, wäre der Verlust des vormaligen Spielmachers am ehesten kaschierbar, ohne den Spielaufbau anhand dieses personellen Wechsels grundlegend zu verändern.

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2. André Gomes

Eine Alternative zu Kovacic wäre der ebenfalls 22 Jahre alte portugiesische Mittelfeldakteur André Gomes. Inwieweit ein etwaiges Interesse von Seiten der Dortmunder besteht, sei mal dahingestellt. Aber der aktuell bei Valencia unter Vertrag stehende Gomes bringt eine große Bandbreite an Fähigkeiten mit, die dem BVB in der aktuellen Situation weiterhelfen könnten. Vor einem Jahr wechselte Gomes für 15 Millionen Euro von Benfica zu Valencia, für die er bereits ein Jahr lang leihweise auflief. Und obwohl die Saison der Taronges keineswegs von Erfolg gekrönt war, machte der Mittelfeldspieler weiterhin auf sich aufmerksam.

Die gerade zu Ende gegangene Europameisterschaft verlief unterdessen für Gomes persönlich nicht nach Wunsch. Er spielte in der Mannschaft des Turniersiegers eine eher untergeordnete Rolle. Doch Leistungen bei internationalen Turnieren sollten sowieso bei der Bewertung von Spielern nicht zu stark ins Gewicht fallen. Dafür sind die Umstände, unter denen die Mannschaften zusammengesetzt und taktische Systeme entwickelt werden, nicht auf den Clubfußball übertragbar.

Nimmt man Gündoğan und Mkhitaryan als Referenzpunkte, so liegt André Gomes irgendwo in der Mitte zwischen den beiden Ex-Borussen. Er kann alle zentralen Positionen im Mittelfeld ausfüllen, aber auch als Flügelspieler ohne zu starken Fokus auf Isolationsdribblings fungieren. Gomes ist ein exzellenter Ballträger, der den Drang verspürt, unablässig vorzustoßen.

Bei Valencia ist er teilweise als nomineller Achter der erste Unterstützer des Mittelstürmers. In diesem Kontext erinnert Gomes in Teilen an Marek Hamšík, der ebenfalls diese Weiträumigkeit ins Spiel einbringt. André Gomes ist beidfüßig, was ihn umso flexibler im Zentrum macht, da er unterschiedlichste Pass- und Schusswinkel nutzen kann.

Seine engen Bewegungen am Ball sowie seine fließenden Dribblings, mit denen er die erste Gegenpressingwelle brechen kann, machen ihn zu einem unausrechenbaren Verbindungsspieler. Zusätzlich geben ihm seine schnellen Drehungen nach der Ballannahme in Verbindung mit der raschen Erfassung von neuen Situationen die Möglichkeit, als Umschaltspielmacher sein Team nach Ballgewinnen anzutreiben.

In einem BVB-Team, das sich mit vielen tief verteidigenden Bundesligateams herumschlagen muss, könnte Gomes entweder auf der hohen Sechser-Achter-Position spielen oder als verkappter Flügelspieler auflaufen. In der erstgenannten Rolle würde er im Spielaufbau häufiger zum Flügel ziehen und kurzzeitige Überladungen schaffen. Gomes könnte diagonale Staffelungen und Dreiecke in beiden Halbräumen erzeugen. Im Pressing wäre seine Explosivität von Nutzen, um von der Doppelsechs nach vorn zu springen und Druck auf Ballführende oder Passwege zu erzeugen.

Übernimmt er hingegen eine Mkhitaryan-hafte Aufgabe, würde Gomes zumeist von außen in den Zehnerraum einrücken und die Außenbahn öffnen. Ebenso könnte er diagonal zum Mittelstürmer vorrücken und als Ablagenempfänger fungieren. Auch in der Arbeit gegen den Ball würde er nicht konstant auf dem Flügel kleben, sondern gegebenenfalls durch ein gezieltes Einrücken Lücken zu den Sechsern schließen.

All diese taktischen Details hinsichtlich einer theoretischen Einbindung Gomes‘ sind keineswegs bahnbrechend. Vielmehr würde es darum gehen, einen qualitativ hochwertigen und gleichzeitig variabel einsetzbaren Mittelfeldakteur in das Dortmunder System zu integrieren. Gomes würde jedoch nicht nur die Abgänge zu einem bestimmten Anteil auffangen, sondern auch eine sehr breite Palette an Fähigkeiten einbringen, wodurch er nicht auf eine bestimmte Position im System beschränkt wäre.

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3. Mahmoud Dahoud

Aber warum in die Ferne schweifen, wenn die Lösung doch so nahe liegt? Nimmt man alle zentralen Mittelfeldspieler der Bundesliga unter die Lupe und klammert Stammspieler von Bayern München aus, so sticht ein ganz bestimmter Kicker heraus: Mahmoud Dahoud von Borussia Mönchengladbach. Das Talent des heute 20-Jährigen ist seit langem bekannt. In der vergangenen Saison erlebte er schließlich den Durchbruch in der ersten Mannschaft der Fohlen. An der Seite von Granit Xhaka bestach Dahoud mit seiner Eleganz und technischen Versiertheit.

Ob Gladbach nach dem Verlust von Xhaka wirklich gewillt ist, auch Juwel Dahoud abzugeben, bleibt äußerst fraglich. Das Interesse des BVB besteht – und das vollkommen zu Recht. Dahoud würde ähnlich wie Kovačić ein Eins-zu-Eins-Ersatz für Gündoğan sein und ähnliche, wenngleich nicht identische Stärken wie der neue Manchester-City-Spieler anbieten.

Im Vergleich zu anderen hier genannten Kandidaten fällt auf, dass Dahoud eher selten den Ball verliert und zugleich häufig das Spielgerät erobert. Das ist in Teilen auch seiner Rolle im Gladbacher Team geschuldet. Anders als zum Beispiel André Gomes dringt Dahoud seltener in die höheren Zonen ein, kann dies aber ebenso tun, sofern es von ihm verlangt wird.

Seine Pressingresistenz ist vor den eigenen Innenverteidigern wichtig, um im frühen Spielaufbau gegnerische Attacken zu parieren und geordnet, die Spielzüge zu eröffnen. Seine Einflussnahme in tiefen Räumen würde dem BVB gut tun, da mit Mats Hummels ein Schlüsselakteur in der ersten Aufbaureihe weggebrochen ist. Neuzugang Marc Bartra ist ein guter Ballverteiler, aber strahlt nicht jene Präsenz eines Hummels aus.

Dahoud könnte zusammen mit Weigl die Zonen vor der Abwehr überladen und hat zugleich – im Gegensatz zu Şahin zum Beispiel – die Fähigkeiten, um im Verlauf von Angriffen auch im gegnerischen Sechserraum für sicheren Ballbesitz zu sorgen. Dahoud ist ein Pass- und Verbindungsgeber, wie ihn der BVB gebrauchen könnte.

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4. Mario Götze

Als Bundesliga-interne Alternative zu Dahoud könnte Mario Götze fungieren. Die Personalie ist beim BVB und in dessen Umfeld aufgrund der Vergangenheit umstritten. Doch abgesehen von etwaigen politischen Komplikationen bietet Götze eine interessante Option. Bei Bayern München wird der 24-Jährige dem Anschein nach nicht mehr glücklich. Während der Europameisterschaft konnte er keine Eigenwerbung betreiben. Die einstige Dortmunder Nachwuchshoffnung könnte an alter Wirkungsstätte einen Neustart hinlegen und gleichzeitig den Schwarzgelben bei den notwendigen Renovierungsarbeiten helfen.

Insbesondere nach dem Abgang von Mkhitaryan müsste der BVB Götze noch stärker unter die Lupe nehmen und einen möglichen Transfer abwägen. Durchbruchsorientierte Offensivspieler hat Tuchel mittlerweile zur Genüge, aber ein Spielertyp wie Götze, der sich frei in den vorderen Räumen bewegt, fehlt neben Kagawa. Damit im letzten Spielfelddrittel die Kombinativität – eine der Stärken des BVB in der vergangenen Saison – nicht verloren geht, braucht der BVB einen Ersatzmann für Mkhitaryan. Talente wie Emre Mor haben das Potenzial in diese Rolle zu schlüpfen, aber ähnlich wie schon bei Merino wird Zeit benötigt, die ein ambitionierter Club kurzfristig nur schwerlich geben kann.

Götze auf der Position des Flügelspielers funktionierte bei den Bayern nicht. Dafür war die Struktur des Münchener Systems unter Pep Guardiola zu klar ausgearbeitet. In isolierten Situationen erzeugt Götze selten Durchschlagskraft. In einer freieren Struktur und anarchischeren Umgebung blüht der deutsche Nationalspieler hingegen auf. Dann fungiert er als Problemlöser, der seinen Nebenmännern Optionen offeriert, die sie ansonsten nicht hätten.

In einer Hybridrolle zwischen Flügelstürmer und verkapptem zweiten Zehner müsste Götze im System des BVB funktionieren und den Abgang Mkhitaryans zumindest partiell vergessen machen. Er könnte für ballnahe Überladungen sorgen oder sich in Nebenräumen anbieten und das Spiel über kleinteiligere Passstafetten verlagern. Zudem ist er im Pressing in der Lage, klug Passwege zu versperren und trotz seiner aktuell fehlenden Explosivität Druck auszuüben. Vorrangig sind aber Götzes Offensivqualitäten, die eine neue Dimension im Spiel der Borussen eröffnen könnten.

Ob derweil ein kolportierter Transfer von André Schürrle gewinnbringend für den BVB ist, muss doch ernsthaft in Frage gestellt werden. Nicht nur hat Dortmund bereits eine ganze Reihe an interessanten Flügelspielern verpflichtet, die Schwarzgelben müssen auch fragen, ob die wichtigsten spielerischen Elemente der vergangenen Saison wirklich ad acta gelegt werden sollen. Götze könnte dies verhindern.

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5. Moritz Leitner

Dortmund hat mit den Verkäufen von Hummels, Gündoğan und Mkhitaryan eine hohe zweistellige Millionensumme eingenommen und bisher nur einen Bruchteil davon reinvestiert. Insgesamt stehen die Westfalen finanziell blendend da. Allerdings ist dies kein Freifahrtsschein für einen krachenden Transfer bis zum Ende des Fensters. Ein möglicher Prestigeverlust darf nicht unterschätzt werden, wenn es darum geht, Top-Spieler aus der Bundesliga oder anderen europäischen Ligen von einem Wechsel zum BVB zu überzeugen. Die Kovačićs und Dahouds überlegen sich ihre nächsten Karriereschritte sehr genau und wollen gewiss nicht im oberen Mittelmaß enden. Das soll nicht heißen, dass Dortmund dort enden wird, aber die Vorzeichen haben sich in den letzten Monaten doch erheblich gewandelt.

Womöglich müssen Tuchel und die sportlich Verantwortlichen zu einer Notlösung greifen und den eigenen Stall genau unter die Lupe nehmen. Dort gibt es nämlich einen Gaul, für den das Wörtchen „Notlösung“ eigentlich unangemessen ist. Moritz Leitner, 23-jähriger Edeltechniker im BVB-Kader, hat eine merkwürdige Zeit durchlebt. Sein Talent ist unbestritten. An seiner Arbeitseinstellung gibt es mittlerweile nichts mehr auszusetzen. Und trotzdem fliegt der ehemaliger 1860-Kicker meist unter dem Radar. Ein möglicher Abgang scheint in diesem Sommer nicht ausgeschlossen.

Doch warum setzt man nicht auf die Karte Leitner? Der quirlige Mittelfeldspieler ist dribbelstark, spielt einen präzisen Pass, behält bei hohem Tempo die Kontrolle und hat ein gutes Gespür dafür, seine Nebenmänner einzubinden. Vor Jahren war Leitner noch eine hochtalentierte Fehlermaschine mit ausbaufähigem Positionsspiel und teils nicht nachvollziehbarer Entscheidungsfindung. Das Fundament war bereits sichtbar.

Mittlerweile hat er trotz der geringen Einsatzzeiten einige Schritte nach vorn gemacht. Und innerhalb eines Tuchel’schen Juego de Posición müsste sich Leitner zurechtfinden und dem Team zumindest als semikreativer Zuarbeiter auf der einstigen Gündoğan-Position helfen können. Selbst wenn von ihm nicht diese gestaltende Kraft ausgeht, offeriert er doch mehr als reine Laufleistung oder die Fähigkeit, Räume zu schließen.

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Fazit

Die Suche nach Kandidaten ist einerseits kinderleicht und andererseits verdammt schwer. Über den gesamten Erdball verstreut, gibt es derart viele Sechser-Achter- und Außenstürmer-Zehner-Hybride sowie talentierte Spieler, die in jene Rollen hineinwachsen können, dass man aufpassen muss, nicht die Übersicht zu verlieren. Neben den hier bereits genannten Kickern gibt es beispielsweise noch: Adrien Silva, Dani Parejo, Óliver Torres, Pascal Groß, Julian Draxler, Riechedly Bazoer, Thomas Lemar, Ivan Perišić und, und, und.

Keiner würde vom Alter her aus dem Raster fallen. Keiner würde eine bestimmte Fähigkeitenpalette anbieten, die der BVB zur Neustrukturierung der Kreativzentrale nicht gebrauchen könnte. Nun bleibt die Frage, wohin Trainer Tuchel die Mannschaft entwickeln möchte und welche Transfers machbar sind. Fünf interessante Kandidaten wurden ausführlicher beleuchtet. Nun warten wir gespannt auf das Tun und Handeln der Dortmunder.

MT 7. August 2016 um 23:51

Guerreiro im zentralen Mittelfeld =)

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tobit 8. August 2016 um 07:17

Eine interessante Alternative. Gerade wenn man mit stark einrückendem LA spielt (z.B. Götze) könnte er am Strafraum dann nach aussen ziehen, wie er es bei der EM nach seinem einrücken oft gemacht hat. Oder er kann Castro entlasten, da er als 8er wohl eine ähnliche Rolle spielen könnte.

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Gh 3. August 2016 um 20:39

A propos Mittelfeldmuse: Juan Carlos Valeron cuelga las botas. Damit hoffentlich ein heißer Spielerportät-Kandidat für den Adventskalender.

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tobit 5. August 2016 um 21:12

Habe ihn letztes Jahr bei Las Palmas kurz gesehen. immer noch ein wirklich toller Fussballer, auch wenn die Fitness langsam nicht mehr mitmachte.
Würde mich über ein Spielerportrait auch freuen, da ich seine Glanzzeiten altersbedingt nicht verfolgen konnte.

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koom 3. August 2016 um 10:34

Nachdem das Transferkarussel langsam am auspendeln ist… Kann man eine Saisonvorschau oder Podcast von euch erwarten?

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LdB 3. August 2016 um 12:56

Au ja! Das wäre fein 😊

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dermomentderballannahme 22. Juli 2016 um 19:35

Habe gerade das Freundschaftsspiel gegen ManU gesehen.
Ich muss sagen ich bin einigermassen beeindruckt von den Dortmundern.
1. Dembele war der um Welten bessere Michitarian wir können uns alle auf ihn freuen.
2. Ballbesitzspiel schon anständig obwohl bei ManU schon einige Hochkaräter auf dem Platz standen.
3. Tuchel ist im direkten Vergleich gegen Morinho einfach ausgereifter, die Spielanlage, Laufwege, Spiel gegen den Ball u.V.m.
4. es gibt mit Mor und Pulisic viel Versprechendes für die Zukunft.
Einzig schade finde ich , dass der Transfer mit Kovacic wahrscheinlich nicht mehr stattfindet, ich bin ein grosser Fan von ihm.
Er hätte so schön neben Sahin oder Weigel als offensiverer 6er gepasst.
ich freue mich auf diese Saison mit diesen vielversprechenden Spielern und hoffe natürlich auf möglichst viele Einsätze von Dembele, Mor , Merino, Bartra und Rode (der allein hat das ganze Mittelfeld von ManU mit seiner Einsatzfreudigkeit komplett entnervt)

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tobit 22. Juli 2016 um 20:02

Konnte das Spiel leider nicht schauen, aber Merino wurde für Bender eingewechselt. Hat er danach als IV gespielt, wie in vorherigen Test angeblich auch?
Wenn man Merino als IV sieht, könnten die Zugangsplanungen für den Sommer schon komplett abgeschlossen sein, auch wenn Zorc explizit nur die Offensive als komplett bezeichnet hat.

War Dortmund wirklich so überzeugend, wie der Kicker-Artikel suggeriert, oder war United einfach noch nicht so weit in der Vorbereitung?

Antworten

Todti 22. Juli 2016 um 20:12

Wenn ich mir das Personal der zweiten Halbzeit anschaue, dann hat nicht nur Merino als Innenverteidiger gespielt, sondern Burnic offensichtlich auch als Linksverteidiger. Ich habe das Spiel noch nicht gesehen, aber folgende Spieler standen in den letzten 30 Minuten auf dem Platz:
Weidenfeller
Larsen, Bartra, Merino, Burnic
Castro, Sahin, Leitner
Mor, Hober, Pulisic
Das muss ja sehr fluid gewesen sein. Entweder 4-3-3-/4-2-3-1-artig oder Bartra, Merino und Burnic als Dreierkette? Oder gar Sahin zwischen Bartra und Merino und Burnic im Mittelfeld? Kann jemand etwas dazu sagen?

Antworten

Dr. Ball 22. Juli 2016 um 20:35

Aufstellung 1. HZ:
Weidenfeller
Passlack, Sokratis, Bender, Schmelzer
Rode, Castro
Dembele, Kagawa, Ramos
Auba
Wobei Dembele und Ramos häufig die Seiten getauscht haben.

Kurz nach beginn der 2. HZ wurde Larsen für Passlack eingewechselt und ca. zur 60. Minute wurden fast alle ausgetauscht. Die Aufstellung sah nach den Wechseln wie folgt aus:
Weidenfeller
Larsen, Bartra, Merino, Burnic
Sahin, Leitner
Mor, Castro, Pulisic
Hober

Antworten

Dr. Ball 22. Juli 2016 um 21:12

Aufstellung in der 1. HZ:
Weidenfeller
Passlack, Sokratis, Bender, Schmelzer
Rode, Castro
Dembele, Kagawa, Ramos
Auba

Wechsel zur 2. HZ: Larsen für Passlack

Ca. zur 60. Minute wurden fast alle Spieler ausgetauscht. Aufstellung sah wie folgt aus:
Weidenfeller
Larsen, Bartra, Merino, Burnic
Sahin, Leitner
Mor, Castro, Pulisic
Hober

Antworten

Oved10 23. Juli 2016 um 03:28

Dortmund hat bis zur 60. Im 4-2-3-1 gespielt, was och ganz interessant fand, da Tuchel letzte Saison meist im 4-1-2-2-1 oder 5-2-3 spielen lassen hat. Könnte sein, dass durch die Verpflichtung von Rode dahingehend eine neue Komponente hinzugekommen ist. Auffallend war, dass diese Formation jedoch keineswegs starr, sondern sehr fluide war und sich sowohl Rode als tieferer 6er aber auch Castro und Kagawa die Bälle von den Verteidigern abgeholt haben. Dabei bildeten vor allem erster teilweise eine Dreierkette mit den beiden Innenverteidigern. Die Außenverteidiger standen dabei gewohnt hoch. Die tiefe Ballzirkulation sowie das Umspielen der ersten Pressingreihe klappte dadurch schon ganz gut, was allerdings auch daran lag, dass sich United nach den ersten Minuten in die eigene Hälfte zurückzog. An der Verbindung zur Offensive haperte es allerdings noch ein wenig, was zum einen am Positionsspiel von Ramos und Dembele lag, der häufig den Laufweg zur Grundlinie suchte anstatt nach innen zu ziehen oder entgegen zu kommen. Zum anderen fehlte Kagawa durch seine Rolle im Aufbau als Verbindungsspieler und Anspielstation zwischen den Linien. In der Halbzeit kam Bruun Larsen für Passlack, der vor allem defensiv zu letzterem abfiel. Taktisch blieb aber alles beim Alten. Erst mit den vielen Wechseln zur 60. tat sich dahingehend etwas. Merino übernahm mit Bartra die Innenverteidigung und interpretierte seine neue Rolle zumindest hummelsähnlich. Burniz musste als Linksverteidiger ran. Das Mittelfeld vor der Viererkette ordnete sich jetzt klarer im 4-1-4-1/4-1-2-2-1 an. Sahin übernahm dabei flankiert vom starken Castro und Leitner die Weigl-Position vor der Abwehr. Das Team wirkte so aufgestellt ballsicherer und man konnte vor allem die Außenstürmer Mor und Pulisic in aussichtsreiche Positionen bringen. Diese standen jetzt zentraler und schufen Platz für die Außenverteidiger, den vor allem Bruun Larsen zu dem ein oder anderen Vorstoß nutzte. Hober als Spitze ließ sich häufig fallen oder wich aus und schuf so Räume für nachstoßende Spieler, hing letztlich aber in der Luft. Insgesamt ein verdienter Sieg gegen ein schwaches United, das nur durch Dortmunder Fehler gefährlich werden konnte. Man hatte die Kontrolle und Ballbesitz und war in der Lage einige Chancen zu kreieren, obwohl United teilweise doch recht tief stand.

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tobit 24. Juli 2016 um 23:37

Man konnte finde ich immer wieder die verschiedenen Hauptaufbaustaffelungen der letzten Saison sehen.
Schmelzer…..Castro……….|…….
…….Bender…..Rode…..Passlack
…………………Sokratis……………..
Oder
Schmelzer….Kagawa….Passlack
……………………….Castro…………….
….Bender….Rode……Sokratis……
Oder
Schmelzer…………………Passlack
…….Kagawa…Rode…Castro…….
………..Bender…..Sokratis………..

Häufig standen die AV nicht ganz so hoch wie zu Beginn der letzten Saison, sondern waren eher im 2.Drittel zu finden.
Offensiv wechselten besonders Kagawa, Castro und Rode viel, kreiselten teilweise durch die Mittelfeldräume.

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Todti 23. Juli 2016 um 04:00

Und da ist anscheinend die Antwort.
https://twitter.com/bvbawesome/status/756486996680437765

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mba123 23. Juli 2016 um 08:23

Interessant fand ich auch, dass Larsen schon zur Halbzeit eingewechselt wurde. Ich denke, Tuchel wollte ihm die Chance geben, sich in der „ersten Elf“ zu zeigen.
Zu Saisonbeginn wird vermutlich keiner der etatmäßigen Rechtsverteidiger in Topform sein und Passlack hat bisher auch noch nicht auf dieser Position überzeugt.
Ich denke, Larsen bekommt jetzt die Möglichkeit, sich in den Vordergrund zu spielen.

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LdB 23. Juli 2016 um 10:47

War eigentlich eher 4-2-3-1mäßig. Musste zwar erstmal ein bisschen verwirrt auf den Bildschirm starren, bis ich alle zugeordnet hatte (Burnic als LV dürfte wohl eine Notlösung gewesen sein, Park ist meine ich auf den Reisefotos drauf, stand aber nicht im Kader) aber dann gings.
Hober vornedrin, lies sich aber vereinzelt auch zurückfallen und hat mind. einmal einen schönen Vertikalpass von Merino durchgesteckt bekommen.
Dreierreihe meistens Pulisic, Castro und Mor, wobei Mor fast immer auf rechts zu finden war. Links war es nicht ganz so klar, vllt habe ich es wegen der Streamquali aber auch nicht immer genau gesehen 😀 Die drei sind aber von jeder Position aus immer gerne in die Mitte gezogen, sah dann am Ende so aus, als ob die Dortmunder Angriffe vor allem zahlreiche Dribblings durch die Halbräume und Engen waren, wo Abpraller dann gerne für Direktschüsse aus der zweiten Reihe oder für das nächste Dribbling genutzt wurden.

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mba123 23. Juli 2016 um 08:00

Merino hatte gegen Manchester als linker Innenverteidiger einer Viererkette gespielt. In den Testspielen davor kam er als linker Teil einer Doppelsechs und als LIV in einer Dreierkette zum Einsatz.
Daher denke ich, wird Merino wohl auch ein Kandidat für die Abwehr sein. Vielleicht aber auch nur aufgrund der Olympiaabstellungen von Ginter und Bender. Dadurch ist eine weitere Alternative für die Innenverteidigung sicherlich sinnvoll.

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tobit 23. Juli 2016 um 08:12

Vielleicht macht Tuchel aus Merino seinen Alaba. Einen Spieler, der vom IV bis zum OM alles spielen kann. Wäre auf jeden Fall sinnvoll einen solchen Spieler zu haben, da man dadurch taktische Flexibilität ohne Personalwechsel gewinnen würde.
Wenn man dazu noch möglichst fluid spielt, könnte das ein Alptraum für all die mannorientierten Defensiven der BL werden.

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Schorsch 23. Juli 2016 um 17:16

„War Dortmund wirklich so überzeugend, wie der Kicker-Artikel suggeriert, oder war United einfach noch nicht so weit in der Vorbereitung?“

ManUnited ist etwas später als der BVB in die Saisonvorbereitung gegangen, hatte auch (glaube ich) im Gegensatz zum BVB erst ein Testspiel vorher absolviert und hat ein neuer Trainer mit anderen Vorstellungen als sein Vorgänger das Team übernommen. Das alles mag mehr oder weniger eine Rolle gespielt haben; wie sehr man dies bei einem solchen Marketingspiel in der Saisonvorbereitung gewichten will bleibt für mich Geschmackssache. Auf jeden Fall wirkte das Team des BVB engagierter, aktiver, auch etwas eingespielter. Man konnte den Eindruck gewinnen, als wenn sowohl die Neuzugänge, als auch die etablierten Spieler sich sämtlich ‚zeigen‘ wollten. Aber generell kann man zum jetzigen Zeitpunkt, wo ja auch noch einige Spieler fehlen, bezüglich eines Vergleichs der jeweiligen Leistungsstände beider Teams nicht viel sagen.

Inwieweit man die massiven taktischen und personellen Änderungen Tuchels in den letzten 30 Minuten des Spieles bewerten kann und will, bleibt auch jedem einzelnen überlassen. Ich persönlich regstriere dieses oder jenes, überbewerte dies aber nicht. Der Trainer probiert halt das eine oder andere aus, setzt quasi alle Spieler ein. 2 Tore nach/durch Standards, eines nach einem Solo, eines nach einem Quasi-Konter. Viererkette, Dreierkette, diverse Spieler auf unterschiedlichen Positionen – da kann man nun spekulieren. Oder abwarten, was die weitere Entwicklung in der Vorbereitung zeigt. Insbesondere, wenn die noch fehlenden Spieler hinzustoßen und ‚integriert‘ werden müssen. Was mir persönlich positiv aufgefallen ist (rein eine Sache der persönlichen Präferenz), was ich aber auch nicht anders erwartet habe, das ist das Suchen der 1:1-Situationen durch Dembélé und sein direkter Zug zum Tor. Auch Mors enge Ballführung und seine Dribblings. Das können Waffen werden.

In der letzten Saison haben wir die Abwendung vom kloppschen Fußball hin zum guardiolaschen Fußball beim BVB erlebt; herausgekommen ist eine Art Hybrid. Sowohl Ballbesitz-, als auch Umschaltelemente. Ich persönlich glaube (auch aufgrund der verpflichteten Spielertypen im Offensivbereich), dass wir in dieser Saison wieder mehr Vertikalität sehen werden, ohne dass die Ballbesitzbasis allzu sehr in den Hintergrund tritt. Sozusagen wieder etwas mehr Klopp als Guardiola. Und dass noch ein Spieler für den Defensivbereich verpflichtet wird, schließe ich auch nicht aus. Denn die Defensive erschien mir nicht immer sattelfest.

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tobit 23. Juli 2016 um 22:34

United hat meine ich eine Woche weniger trainiert, sagte Tuchel nach dem Spiel.
Neuer Trainer war letztes jahr auch nicht unbedingt ein Problem für Dortmund, die haben da trotz radikal veränderter Spielanlage vom Start weg überzeugt. Dass sich jetzt alle zeigen wollen, könnte daran liegen, dass Dortmund die Kaderbreite massiv (und teuer) erhöht hat – wer sich nicht immer voll reinhängt sitzt schnell die ersten paar Wochen draussen.
Das unterscheidet auch die Kader: United hat eine individuell klasse besetzte erste Elf (de Gea, Blind, Shaw, Schweinsteiger, Mkhi, Mata, Martial, Rooney, Ibra) mit einigen guten Backups (Smalling, Herrera, Depay, Fellaini, Darmian) und sonst Talenten (Rashford)/Kaderfüllern.
Formativ z.B. http://lineupbuilder.com/?sk=by112 relativ hipsterig oder http://lineupbuilder.com/?sk=by113 etwas gewöhnlicher.
Dortmund dagegen hat mittlerweile 16/17 fast gleichwertige Feldspieler (und 2 Keeper) plus 4/5 herausragende Talente plus ein paar (ältere) Backups/Kaderfüller/Abgangskandidaten und etliche talentierte Nachwuchsspieler. Der BVB-Kader ist derart homogen nach dem Abgang der Achse, dass sich keiner ein Nachlassen – auch nicht in Test/Marketing-Kicks – erlauben kann.
Dazu sind die Dortmunder Spieler nach der Maxime der Flexibilität eingekauft, so dass formativ alles möglich erscheint, z.B. http://lineupbuilder.com/?sk=by115 oder http://lineupbuilder.com/?sk=bx9j31.

In den letzten 30 min von Testspielen wird ja eh immer viel experimentiert und improvisiert, um möglichst viele Spieler auf dem Platz gehabt zu haben. Man kann aber trotzdem meist ein paar Ideen erkennen, z.B. dass man wohl auch in der nächsten Saison mit 3er- und 4er-Ketten operieren wird, oder dass DMs als HV/IV/AV denkbar sind.

Klar ist eine Aussage über tatsächliche Kräfteverhältnisse anhand von Testspielen mit unvollständigen Kadern völlig absurd.

Also geht Tuchel mehr Richtung Sampaioli, (Barca-)Guardiola und Enrique, als Richtung (Bayern-)Guardiola. Finde ich gut, Bayern war zwar sehr dominant, aber teilweise auch sehr langweilig.

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HW 24. Juli 2016 um 20:46

Glaube nicht, dass Schweinsteiger zur ersten Elf von United zählt. Aber stimmt natürlich, dass der BVB deutlich an der Kaderbreite gearbeitet hat.

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Schorsch 24. Juli 2016 um 22:54

Schweinsteiger wird wohl den Club verlassen (müssen). Zumindest eine Ausleihe ist im Gespräch.

tobit 24. Juli 2016 um 23:22

Die erste Elf bezog sich jetzt mehr auf das höchste Leistungsvermögen (plus ein bisschen Starfaktor), da ist Schweinsteiger schon noch weit vorne, passt aber nicht so wirklich ins Team oder zu Mourinho – und ist auch noch ständig verletzt. Dass er tatsächlich gehen soll ist bisher an mir vorbei gegangen – eine Leihe wird man aber wohl bei einem so alten Spieler nicht mehr anstreben, sondern versuchen nochmal Ablöse von einem anderen Klub zu generieren.
Wie plant man eigentlich mit Herrera? Wird der endlich mal öfter spielen, oder soll der auch noch gehen? Wäre doch eigentlich ein Mourinho-Spieler, da er trotz starker Technik auch defensiv und läuferisch ziemlich zugelegt hat in den letzten Jahren.

Schorsch 27. Juli 2016 um 17:19

Besiktas war wohl an einer Verpflichtung / Leihe von Schweinsteiger interessiert und Mourinho hat dazu dem Vernehmen nach sein placet gegeben. Insbesondere die häufigen (und meist recht langen) verletzungsbedingten Ausfälle Schweinsteigers hätten dazu beigetragen, dass Mourinho nicht auf ihn setze. Nun war dies allerdings vor Beginn der jüngsten Entwicklungen in der Türkei.

Herrera hatte es unter van Gaal nicht leicht. Mourinho soll allerdings auf ihn setzen, in einer anderen Rolle. Welche das genau sein soll, lässt sich momentan noch nicht sagen. Vielleicht lassen ja die häufigen Vergleiche, die zwischen Herrera und Scholes gezogen werden, Rückschlüse zu.

HW 24. Juli 2016 um 20:44

In der Vorbereitung sind die Teams aber auch unterschiedlich weit, daher würde ich nicht zu viel auf dieses Spiel geben. In ein paar Monaten kann United viel stärker sein. Ob das dann an der Spielanlage liegt oder an etwas anderem ist ja relativ egal.
Dazu ist Mourinho neu im Club und Tuchel nicht.

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Dr. Acula 26. Juli 2016 um 22:26

wow, ein freundschaftsspiel und
1. dembele ist besser als miki und
2. tuchel ist besser als mourinho

geil

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tobit 26. Juli 2016 um 23:00

Tuchel hat das Spiel auf jeden Fall Ernst genommen, während Mourinho vorher sagte, dass er keine Match-Vorbereitung machen werde, da es ein Marketing-Kick sei. Dementsprechend waren die Dortmunder Spieler besser auf ihren Gegner vorbereitet und haben ihn verdient geschlagen.
Mourinho ist ein absoluter Weltklassetrainer, der das bei allen seinen Stationen (zumindest zeitweise) bewiesen hat, Tuchel befindet sich auf dem besten Weg dorthin.
Beide haben übrigens durchaus Parallelen in ihrem Lebenslauf: frühes Ende der Spielerkarriere bei einem kleineren Klub, dann Wechsel in verschiedene Bereiche des Assistenz- und Jugend-Coachings vor dem Aufstieg zum Chef-Coach. Als Trainer dann mit hohem Wert auf Fitness und Matchvorbereitung/Gegneranpassung. Nach einer gewissen Zeit die Suche nach neuen Herausforderungen. Beide sind dazu absolute Team-Arbeiter, die – besonders im Fitnessbereich – mit absoluten Spezialisten arbeiten. Was sie von vielen anderen unterscheidet, ist finde ich (soweit man das von aussen beurteilen kann) ihr Vertrauen in ihr Team. Sie müssen nicht alles selbst machen, sondern überlassen bestimmte Aufgaben komplett einzelnen Team-Mitgliedern (z.B. Villas-Boas Gegnervorbereitung für Mou).

In diesem Spiel war Dembélé besser als Mkhi, der aber immernoch seine Klasse in einigen Momenten aufblitzen ließ. Es war ein Spiel, das ihm nicht so entgegen kam, da Manchester Offensive geprägt war von Einzelaktionen und fehlenden Mechanismen, auf der anderen Seite konnte sich Dembélé in ein weitesgehend funktionierendes Team eingliedern, das nur noch feingetunt werden muss.

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MM 21. Juli 2016 um 19:58

Was soll Dortmund mit I. Perišić anfangen? Der wechselt Vereine wie ich meine Unterhose. Einfach kein Typ für den BVB was man vor Jahren gesehen hat. Lassen wir mal das Geld und die Gehälter- wie wär es mit Isco? Bin zwar kein Fan vom ihm, aber er könnte ins BVB System passen.

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tobit 21. Juli 2016 um 20:11

Für diese Planstelle hat man ja jetzt Götze geholt, der ablösetechnisch wohl eine ganze Ecke günstiger ist. Perisic finde ich als Spielertyp sehr interessant, als Person passt er – wie du sagst – aber nicht zu dem Dortmund, das ich sehen möchte. Wann findet man schon einen Abschluss- und Kopfballstarken Flügelstürmer ohne echte Schwächen im Kombinationsspiel und Dribbling? Mir würde bei der Kombination nur Bale einfallen, der dazu noch brutal schnell, explosiv und potentiell Zweikampfstark ist.

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Josef 22. Juli 2016 um 14:50

Ich finde Perisic schlicht nicht gut genug für Dortmund. Richtig ist, dass er ein sehr starker Allrounder ist und keine echten Schwächen hat. Aber seine Stärken reichen nicht für die „Top 10“-Vereine: abschlusstark ja, aber so richtig viele Tore werden es dann doch nicht. Dazu zu „schwach“, auf hohem Niveau natürlich, im Dribbling/Passspiel.
Er ist bei Vereinen wie Wolfsburg oder Inter schon ganz gut aufgehoben.

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FAB 14. Juli 2016 um 11:44

Aus meiner Sicht braucht der BVB in erster Linie einen balancierenden Achter.
Kovacic wäre in dieser Hinsicht ein Wunschspieler. Sogar noch vor Dahoud, weil etwas flexibler. Andre Gomes scheint mir hierfür zu wenig präsent, Götze unpassend da zu offensiv und sowieso zu teuer und Leitner einfach zu schlecht.
Ich frage mich allerdings immer noch was Tuchel vor hat, welche Formation er spielen will?
Dreierkette? 3-5-2
Bürki-Ginter,Sokratis,Bartra-Rode,Guerreiro-Weigl,Kovacic,Reus-Dembele,Aubameyang
oder Viererkette mit Raute 4-4-2
Bürki-Rode,Sokratis,Bartra,Guerreiro-Weigl,Kovacic,Merino,Reus-Dembele,Aubameyang
Diese beiden Formationen würde ich, falls nur noch Kovacic kommen sollte, am stärksten sehen.
Rode sehe ich beim BVB eigentlich nur als Rechtsverteidiger, als Mittelfeldspieler finde ich ihn zu unstrukturiert und sogar noch weniger geeignet als Castro. Castro naja, für einige Spiele zu gebrauchen, aber insgesamt nicht konstant und mit zuwenig Struktur. Merino finde ich von der Veranlagung hochinteressant, er scheint mir ein Spielertyp wie Maxi Arnold, das könnte funktionieren, als pysische Ergänzung zu einem zweiten eher ballorientierten Achter (Kovacic?).
Dembele auf jeden Fall die Topverstärkung, aktuell sehe ich ihn als zweiten Stürmer, neben Aubameyang, könnte aber wohl auch im Mittelfeld spielen.
Reus sehe ich dann eher als 10er, der dann allerdings auch sehr flexibel mit den beiden Stürmern rotieren könnte oder sowieso sehr ausweichend spielen würde.
Kagawa hat sich zwar letzte Saison unter Tuchel gesteigert und ist ein wenig präsenter geworden, aber aus meiner Sicht reicht das nicht. Im neuen BVB-Spiel, das wohl noch mehr von Individualität leben soll, würde es ihm auch noch schwerer fallen eine Rolle zu spielen. ebenso ist Sahin viel zu unbeweglich und unflexibel.
In der Defensive sollte Guerreiro auf jeden Fall Schmelzer ersetzen. Bartra (auch wenn ich noch nicht von ihm überzeugt bin) sollte sich durchsetzen. Wer dann neben Bartra spielt halte ich für sehr offen (Sokratis, Bender oder Ginter, den ich noch nicht abschreiben würde).
Bellarabi und Schürrle würde ich für absolute Fehleinkäufe halten.

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tobit 14. Juli 2016 um 18:48

Ich denke nicht, dass Merino derart schnell durch die Decke geht, dass er Castro dauerhaft verdrängen kann. Ich sehe diesen (und Kagawa) aber auch bedeutend positiver als du. Er ist durchaus dribbelstark, hat ein gutes Passspiel und Präsenz (nicht so perfekt wie Gündogan), ist ziemlich laufstark und gut beim letzten oder vorletzten Pass am Strafraum (besser als Gündogan zuletzt). Mehr Struktur“gen“ als Arnold hat er auch. Er harmoniert auch sehr gut mit Weigl, da sie sich die Aufgaben sehr klar aufteilen (Weigl tief und sicher, Castro attackierend).
Eine Rautenformation finde ich auch interessant, glaube aber nicht, dass Rode der RV wird (siehe Diskussion weiter unten) und Reus auf die 10 wandert. Auf der 10 braucht Dortmund einen weiteren ballsicheren Spieler, der die Engen zwischen den gegnerischen 6ern und IV bespielen kann (=> Kagawa). Reus sehe ich prädestiniert als zweiten Stürmer (egal neben wem), da er starke Schnittstellenläufe, einen guten Schuss und krass gute Bewegungen im Konter mitbringt, die bei Tuchel auf der 10 nicht so scheinen könnten. Gleiches gilt im 352.
Ob Guerreiro Schmelzer so schnell verdrängen kann werden wir sehen. Ich sehe beide weitestgehend gleichauf, allerdings mit verschiedenen Stärken/Schwächen.
Ich sehe auch Sokratis (zumindest erstmal) als absolut gesetzt, da er zur Absicherung gegen Konter unabdingbar ist.
Ich hoffe allerdings nicht, dass sich Tuchel auch an Guardiolas „Verirrung“ des letzten Jahres orientiert, da Dortmund (bisher) dazu die Stürmer (Flankenabnehmer) und mehrere Isolations-/Durchbruchstempodribbler fehlen.

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Todti 14. Juli 2016 um 20:04

Ich stimme tobit hier größtenteils zu. Ich denke auch, dass Castro ziemlich gut in die derzeitige Mannschaft passt, obwohl er individuell betrachtet nicht überragend ist. Rode wird meiner Meinung nach mehr oder weniger nur ein Role Player sein, der in bestimmten Spielen (oder Phasen innerhalb eines Spiels) im zentralen Mittelfeld auflaufen wird. Vielleicht wird Tuchel kreativ und findet noch andere Verwendungen für ihn, aber ich glaube, erstmal läuft es darauf hinaus.

Reus sehe ich auch nicht auf der 10, ich denke je nach Gegner/Personalwahl läuft es bei einer Dreierkette auf 3-4-1-2 oder 3-4-2-1 hinaus, wobei dann folgende Spieler für die Positionen zur Wahl stehen:
– Kagawa, Pulisic, vielleicht Dembélé oder ein möglicher, weiterer Neuzugang auf der 10,
– Reus, Aubameyang, Ramos, vielleicht Dembélé oder Schürrle in der Spitze,
– Reus, Dembélé, Schürrle oder Mor als klassische Flügelspieler; Kagawa, Pulisic, Guerreiro oder Aubameyang in verschiedenen nicht-klassischen Rollen.

Die Wahl zwischen Schmelzer und Guerreiro sehe ich nicht als Zweikampf, vielmehr denke ich, dass Schmelzer die erste Wahl bei einer Viererkette und Guerreiro die Wahl bei einer Dreier-/Fünferkette ist. Also Schmelzer als klassischeren Linksverteidiger und Guerreiro als linken Flügelverteidiger. Ich denke, das kommt den jeweiligen Stärken zu Gute und führt auch zu keinem Konkurrenzdenken. Tuchel variiert ja sowieso schon genug, dass beide auf eine ordentliche Anzahl an Spielen kommen, und durch die Beteiligung an 3 Wettbewerben dürfte keiner zu kurz kommen. Im Übrigen vermute ich auch, dass in dieser klaren Aufgabenteilung die Wahl von Reus als Mannschaftskapitän liegt. Schmelzer wird taktisch bedingt nicht Stammspieler sein, während Reus (solange gesund) quasi eine Stammplatzgarantie hat. Da ist es nur logisch, dass der „unumstrittenere“ Spieler Kapitän ist. Generell finde ich aber, dass mit Reus, Schmelzer und Bender, wenn die Gerüchte stimmen, eine gute Wahl getroffen wurde.

Bei den Innen-/Halbverteidigern sehe ich ehrlich gesagt im Moment keine Fragezeichen. Es wird häufig genug mit Dreierkette gespielt werden, sodass Bartra, Sokratis und Bender allesamt auf Einsatzzeiten kommen. Ginter und Pisczcek sind die Optionen bei Ausfällen und bekleiden bei einer (asymmetrischen) Viererkette die RV-Position. Falls Toprak doch noch kommen sollte, wird es natürlich noch einmal spannend.

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tobit 14. Juli 2016 um 21:20

Im 3412 sehe ich folgende Besetzung:
– ST/HS: Aubameyang, Reus, Ramos, Dembélé (+Mor)
– OM: Kagawa, Castro, Mor (+Merino, NZ2)
– LM: Guerreiro, Schmelzer (+Durm, Passlack)
– RM: NZ1, Kuba, Passlack, Durm (+Piszczek, Ginter, Rode)
– DM/ZM: Weigl, Castro, Sahin, Merino, NZ2(?), Rode (+Leitner, Bender)
– HV: Bartra, Ginter, Piszczek, NZ3 (+Sokratis, Bender, Schmelzer, Rode)
– ZIV: Sokratis, Bender (+Bartra)
– TW: Bürki, Weidenfeller

Dafür braucht es auf jeden Fall einen RM (NZ1), da mich da keiner wirklich überzeugt hat. Da fällt mir aber niemand ein, der das schon spielt, man müsste also auf einen Spieler wie Rafa Silva von Braga setzen, der als (junger) Flügelstürmer bereits sehr aktiv verteidigt.

Ein HV (NZ3) sollte noch dazu kommen, wenn man nicht von einer deutlichen Steigerung Ginters abhängig sein will und ab und zu mal wechseln möchte. Das könnte Toprak sein, oder ein anderer. Mir sind da de Vrij (Lazio, war lange verletzt), Martinez und Reyes (beide Real Sociedad) aufgefallen, die in bezahlbarem Rahmen liegen dürften und noch nicht gewechselt sind. Ich habe mal ein paar statistische Vergleiche angestellt:
Defensiv:
http://www.squawka.com/comparison-matrix#la_liga/2015/2016/i%C3%B1igo_mart%C3%ADnez/176/176/1870/0/p|la_liga/2015/2016/diego_reyes/176/176/9351/0/p|serie_a/2014/2015/stefan_de_vrij/177/137/7828/0/p|bundesliga/2015/2016/%C3%B6mer_toprak/169/169/2051/0/p#tackles_won/tackles_lost/interceptions/aerial_duels_won/aerial_duels_won_%/clearances/fouls_committed/yellow_cards#90
Offensiv:
http://www.squawka.com/comparison-matrix#la_liga/2015/2016/i%C3%B1igo_mart%C3%ADnez/176/176/1870/0/p|la_liga/2015/2016/diego_reyes/176/176/9351/0/p|serie_a/2014/2015/stefan_de_vrij/177/137/7828/0/p|bundesliga/2015/2016/%C3%B6mer_toprak/169/169/2051/0/p#total_passes/pass_completion/total_forward_passes/key_passes/successful_take_ons/successful_take_ons_%#90

Dabei fällt Reyes durch seinen starken Wert bei Interceptions und das Fehlen statistischer Schwächen (die wohl in der Endgeschwindigkeit am ehesten zu finden sind) auf, während de Vrij besonders offensiv mit vielen (sehr erfolgsstabilen) Dribblings brilliert. Reyes besitzt zudem bereits Erfahrung im zentralen Mittelfeld und (wie de Vrij aus der Nationalmannschaft) in 3er-Kettenanordnungen

Dazu hätte ich gerne noch einen Mittelfeldspieler wie Kovacic (NZ2), da ich Rode und Sahin (wenn überhaupt fit) nicht als optimale erste Optionen im Mittelfeld sehe.

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Schorsch 15. Juli 2016 um 00:35

„Falls Toprak doch noch kommen sollte“:
Ginter und S. Bender sollen angeblich als 2 von 3 über 23jährigen ins deutsche Olympiaaufgebot berufen werden. Ich bleibe dabei, da wäre es mMn geradezu fahrlässig, nicht noch einen Innenverteidiger zu verpflichten. Oder soll es Merino im Bedarfsfall richten? Wäre sehr gewagt.

„Ein möglicher, weiterer Neuzugang auf der 10“:
Ich gehe fest davon aus, dass Götze verpflichtet wird. Der ist zwar kein ‚reiner 10er‘, sondern eher so etwas wie ein ’10er/8er/Hängende Spitze/Rechtes Offensives Mittelfeld/Halb- und Zwischenlinienraumspieler‘-Hybrid, passen würde er mMn nach schon.

Wie ist eigentlich die Meinung zu Sissoko? Die Gerüchte halten sich unterschwellig schon einige Zeit; heute hat ‚L’Équipe‘ über mehrere Optionen für ihn geschrieben. Eine soll der BVB sein, und man sei sich schon recht nah gekommen. Bei Guerreiro und Dembélé lag man bei der ‚L’Équipe‘ jedenfalls richtig mit dem Wechsel zum BVB.

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tobit 15. Juli 2016 um 07:47

Der soll 40 Mio. kosten und es sind wohl auch englische Vereine interessiert. Sissoko war stark bei der WM, hat sich aber während der Saison in Newcastle ziemlich hängen lassen – wie der Rest des Teams – und wenig bis keine Leistung gebracht, was zum Abstieg führte.
Dazu ist er hauptsächlich ein Physis-Monster – Ballkontrolle, Ruhe und Übersicht sind eher schwach, wie auch der Abschluss (sonst wäre er auch Stürmer). Vor der EM wurde er sehr aktiv beim HSV angeboten, möchte sich jetzt aber wohl die gute EM vergolden lassen.

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Schorsch 15. Juli 2016 um 23:03

Bei der EM gehörte Sissoko, obwohl (oder gerade?) er etwas untypisch für ihn eingesetzt wurde, nach meinem Eindruck über das gesamte Turnier hinweg zu den besseren Spielern im französischen Team. Da ich die PL generell eher weniger und Newcastle gar nicht verfolgt habe, kann ich zu seinen dortigen Leistungen in der letzten Saison nichts sagen. Habe aber von Franzosen in etwa ähnliche Aussagen zu seinen Leistungen gehört, wie Du sie ansprichst.

Ob es sich um ein ernsthaftes Interesse des BVB handelt oder um eine Art ‚Plan B‘ (oder ‚C‘) oder nur um ein lockeres Gedankenspiel, weiß kein Außenstehender. Dass es sich um ein absoluten fake handelt, halte ich für eher unwahrscheinlich. Wie auch immer, ich finde es bemerkenswert, dass der BVB (in welcher Intensität auch immer) sich überhaupt mit einem solchen Spielertyp befasst. Aber einen Rode hat man auch verpflichtet. Wobei ich nun nicht unbedingt Rode mit Sissoko vergleichen möchte.

Noch zu Rode:
Ich weiß, dass man mit Spieleraussagen immer sehr vorsichtig sein muss. Dennoch fand ich es interessant, was er zum Training unter Tuchel gesagt hat. U.a., dass dieser sowohl auf Positionsspiel Wert lege, aber sehr stark auch auf schnelles Umschaltspiel.

Schorsch 15. Juli 2016 um 13:29

Da habe ich wohl den guten Matthias Ginter etwas älter gemacht, als er tatsächlich ist. Pardon. Was allerdings nichts an der Tatsache ändert, dass 2 Innenverteidiger des BVB (auch wenn sie öfters auf anderen Positionen eingesetzt werden) zunächst nicht zur Verfügung stehen.

Immerhin ist die Wahrscheinlichkeit nun groß, dass man die Bender-Zwillinge wieder einmal in einer Mannschaft sehen kann. Lars Bender hätte ich übrigens auch gerne beim BVB gesehen.

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HW 24. Juli 2016 um 20:52

Würde mal sagen Götze ist kein Spielmacher, aber irgendwas zwischen 11er und ganz leicht ein 8er. Er kann Dribbings und Kombinationsspiel, ist aber nicht so einflussreich oder initiierend wie ein Spielmacher. Er ist damit der Spieler, den andere kreative Spieler gut gebrauchen können weil man gut mit ihm zusammenspielen kann.

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FAB 15. Juli 2016 um 11:04

Sollte tatsächlich Götze kommen, sehe ich eher ein 4-2-3-1 passend:
Bürki-Pisczek,Sokratis,Bartra,Guerreiro-Weigl,Rode-Dembele,Götze,Reus-Aubameyang
Die Stärke würde dann ganz klar in der Offensive liegen, auch wenn dann die Idee wohl darin liegt, dass Dembele oft aus der Tiefe kommen soll und dass Götze dann eine gewisse Spielmacherfunktion einnehmen sollte. Es bleibt aber dennoch viel Raum abzudecken, Rode macht dann durchaus auch im zentralen Mittelfeld Sinn. Aber ein klassisches Ballbesitzspiel wäre dann schon etwas gefährlich, weil in dieser Formation Absicherungen bei Ballverlust eher schwierig herzustellen wäre. Die Idee wäre dann wohl eher einigermaßen schnell zum Abschluss zu kommen, um auch die Geschwindigkeit der Offensivspieler ausnutzen zu können.

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tobit 19. Juli 2016 um 21:55

Dembélé wird eher nicht aus der Tiefe kommen, sondern höher – an den Rändern des oder im Zwischenlinienraum – eingebunden werden, da er dort mit Absicherung hinter (und um) sich relativ gefahrlos ins Dribbling gehen oder den Abschluss suchen kann. Eher wird Götze etwas tiefer (-> 433-Tendenzen) beginnen und den Ball zu den Stürmern bringen – was ja dann die „Spielmacher“-Rolle wäre. Im DM werden sich Rode und Castro je nach Gegner neben Weigl abwechseln oder man spielt mit beiden zusammen und „opfert“ einen der 4 Offensiven. Außerdem wird es wohl mit dem sehr ausgeglichenen Kader und den wahrscheinlichen Zugängen von Götze UND Schürrle keine „beste Elf“ (wie noch letzte Saison) mehr geben und nur noch Weigl, Reus und Aubameyang „gesetzt“ sein, während die anderen 7 Positionen sehr unterschiedlich besetzt werden können und müssen um die Schwächen der Gegner zu bespielen und den größeren/breiteren Kader bei Laune zu halten.
Die Spielidee wird im letzten Drittel wahrscheinlich (deutlich) vertikaler, da ohne Mkhi und Gündogan da schon Pressingresistenz fehlt um länger zu zirkulieren. In den ersten beiden Dritteln wird man aber weiterhin auf kontrollierte Zirkulation setzen, da man dafür mit Bartra, Weigl, Bender, Ginter, Castro, Kagawa, Götze ein sehr gutes Spielermaterial hat. Ich könnte mir gewisse Ähnlichkeiten zum Gladbacher Offensivspiel unter Favre vorstellen: Überfallartige Kombinationskonter bei Gelegenheit und sonst ein ruhiger, geduldiger Aufbau bis man die lücke geöffnet hat sich schnell durchzuspielen.

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Todti 19. Juli 2016 um 22:17

So in die Richtung stelle ich mir das Offensivspiel des BVB auch vor. Aufgrund der Personalien denke ich, dass mittel- bis längerfristig das 3-1-4-2 die bevorzugte Variante sein wird. Mit der technisch relativ starken Dreierkette, Bürki und Weigl davor zirkuliert man den Ball ruhig in den hinteren Reihen, bis sich bei dem Gegner eine Lücke bietet. Dort spielt man dann hinein und fokussiert schnelle Durchbrüche über Kombinationen (vermehrt über links aufgrund Guerreiros). Mit Castro, Götze, Kagawa, Pulisic, Dembélé, Reus und Guerreiro hat man genügend Spieler dafür im Kader, damit man auch bei Ausfällen den Stil beibehalten kann. Das wäre meiner Meinung nach die effektivste Ausnutzung des Spielermaterials und verbunden mit einem besseren Gegenpressing sollte das auch mehr oder weniger erfolgreich sein. Es geht dann halt ein bisschen vom dominanteren Ballbesitzfußball weg, aber im Anbetracht der Umstände muss man halt etwas verändern.

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tobit 19. Juli 2016 um 23:38

Wen würdest du im 3142 wo bringen?
Es gibt ja 4 „Positionen“:
LM: Guerreiro, Schmelzer (+Mor, Schürrle, Pulisic, Durm)
RM: ?Schürrle?, ?Dembélé?, Durm, Passlack (+Mor, Pulisic)
2*ZM: Castro, Götze, Kagawa, Rode, Merino (+Leitner)
HS: Reus, Dembélé, Schürrle, Pulisic, Mor (+Götze, Kagawa, Aubameyang)
ST: Aubameyang, Ramos, Schürrle, Dembélé (+Mor, Reus)

Wenn man wirklich dauerhaft im 3142 spielt bräuchte man eigentlich noch einen rechten Flügelläufer und einen IV (4 sind zu wenig für 3er-Kette). Der rechte Flügelläufer könnte auch ein offensiver Spieler – z.B. Schürrle – sein, der sich defensiv einbringt und über eine gute Laufstärke verfügt. So wäre dann auch die leichte Überbesetzung der HS-Position behoben, wenn man Schürrle und Dembélé auch als RM einplant.

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Todti 20. Juli 2016 um 01:49

LM:
Ich denke, die Position ist relativ klar. Schmelzer ist ja kein Schlechter, aber wenn man quasi noch einen passenderen Spieler dazubekommt, muss man sich wohl keine großen Sorgen machen.
RM:
Ja, das ist wohl die Problemposition. Wie Daniel weiter unten angeführt hatte, war Bellarabi einer der Wunschspieler Tuchels und wäre als rechter Flügelverteidiger eine sehr sinnvolle Wahl, zumal er die Rolle gar nicht so simpel ausfüllen müsste und damit die Variabilität im System noch erhöhen würde. Andererseits ist das Anforderungsprofil derzeit auch am simpelsten, da der Fokus ja auf der linken Seite liegt, dort kombiniert wird und dann auf rechts zum Durchbruch verlagert wird (das war ja ein grundlegendes Charakteristikum in der letzten Saison). Insofern kann ich mir vorstellen, dass Durm und Piszczek ausreichen würden. Passlack traue ich zumindest in dieser Saison keine Einsätze zu. Eine etwas „verrücktere“ Besetzung kann ich mir auch gut vorstellen, ich meine, Mkhitaryan hatte dort ein paar Mal gespielt. Bei Schürrle bin ich mir nicht sicher. Einerseits ist die Rolle ja wie gesagt relativ simpel angelegt, andererseits kann ich ihn mir dort irgendwie nicht vorstellen. Kuba würde ich aber gerne in der Rolle sehen (auch wenn das vermutlich nicht mehr passieren wird).
2*ZM in verschiedenen Ausführungen:
Rode, Castro, Götze, Kagawa, Pulisic, Reus und selbst Dembélé – hier stehen zahlreiche, verschiedenste Spielertypen bereit, sodass Tuchel je nach Gegner anpassen könnte. Diese Variabilität ist meiner Meinung nach der große Vorteil dieser Transferperiode. Der BVB hat sein Spektrum erweitert, sodass man den Verlust an individueller Qualität strategisch auffangen kann. Bei Merino bin ich mir nicht sicher. Ich habe noch nicht so viel von ihm gesehen, aber er erscheint mir eher als tieferer Spielertyp, der mit dem Sichtfeld in Richtung gegnerischem Tor am besten spielt. Also entweder als Ersatz für Weigl, neben Weigl bei zwei tiefen ZMs oder vielleicht wirklich als Innen-/Halbverteidiger. Das hat er ja gegen St. Pauli gespielt und auch wenn es teilweise etwas unglücklich aussah sowie seine Bewegungs- und Passmuster meiner Meinung nach noch nicht passend waren (zu „forsch“), sehe ich nichts, was gegen diese Variante sprechen würde. Gegen 1860 hat Burnic diese Rolle gespielt, wenn ich das bei Twitter richtig gesehen habe (das Spiel habe ich noch nicht geschaut), also könnte sich hier ein Trend bei Tuchel abzeichnen.
HS/ST:
Hier gibt es vielleicht noch mehr Möglichkeiten als im ZM, auch wenn ich längerfristig einen größeren Umbruch sehe. Ramos dürfte nicht mehr ewig beim BVB bleiben und bei AUbameyang habe ich das Gefühl, dass er früher oder später (teuer) verkauft wird. Aber grundsätzlich kann ich mir hier alle möglichen Kombinationen vorstellen, wieder je nach Gegner.


Todti 13. Juli 2016 um 21:55

Ein Name, den ich überraschenderweise noch gar nicht gelesen habe, ist Nicola Sansone. Er wäre doch ein passabler Mkhitaryan-Nachfolger (nicht Ersatz, natürlich) gewesen oder sehe ich das falsch? Kreativ und technisch stark, die Integration sollte auch nicht schwer fallen und sein Vertrag läuft im nächsten Sommer aus.

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luckyluke 13. Juli 2016 um 13:07

Habe gerade gelesen, dass Schneiderlin bei Manchester nicht mehr unbedingt gefragt ist. Was würdet ihr von ihm halten? Oder steht der sich zu sehr mit Weigl auf den Füßen?
Ich persönlich sehe ihn bei der „vorwärtsgerichteten Spieleröffnung“ noch etwas besser als Weigl und denke, dass er mit kleineren Anpassungen im System einen guten Platz einnehmen könnte.
Was die Raelisierung angeht gibts natürlich einige Fragezeichen (Alter, Kosten)…

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tobit 13. Juli 2016 um 20:44

Naja einen dritten Solosechser braucht Dortmund nicht. Sahin und Weigl decken da ja auch das gesamte Spektrum bereits ab.
Als „Box-to-Box“ (den er neben Schweinsteiger/Carrick häufiger gegeben hat) haben sie schon Rode und Merino (+Castro).

Wenn einen von United, dann Herrera oder Mata. Beide bringen spezielle Skillsets mit, die gut in die Kaderlücken des kreativen Achters und Flügelspielmachers passen würden. Beide stehen immer wieder in der Kritik wegen ihrer tlw. „unenglischen“ Spielweise. Sie wären aber wohl (wie auch ein Andre Gomes) zu teuer in Ablöse und/oder Gehalt

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luckyluke 13. Juli 2016 um 21:58

Hatte ich mir schon gedacht, dass das wohl gegen ihn spricht. Muss auch zugeben, dass ich ihn bei Manchester nicht mehr wirklich verfolgt habe. Konnte mich nur aus der Zeit davor an einige gelungene Dribblings erinnern und habe mich gefragt, ob er nicht vielleicht auch als der höhere von zwei 6ern oder etwas in die Richtung agieren könnte..

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HK 13. Juli 2016 um 09:08

Vielleicht wird Guerreiro ja noch der große Joker in diesem Spiel. Nachdem ich ihn bei der EM so wirbeln sah. Aber hallo!
Eine gewisse Polyvalenz hat er in Frankreich ja schon nachgewiesen und dort immer wieder zwischen LV und LA gewechselt.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man ihn nur geholt hat um sich mit Schmelzer um den Platz zu kloppen.

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Koom 13. Juli 2016 um 09:37

Den fand ich auch sehr stark. Kann mir vorstellen, dass der vielleicht auch als Halbverteidiger ala Alaba eingesetzt wird. Oder im zentralen Mittelfeld. Viel Struktur, viel Gutes. So oder so ein toller Einkauf.

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tobit 13. Juli 2016 um 11:29

Könnte mir eher Schmelzer als HV vorstellen, da er körperlich etwas stabiler wirkt und Guerreiro mit ~170cm schon arg klein ist.
Schmelzer könnte da defensiv einige Parallelen zu Hummels entwickeln, da sein Individuelles Pressingverhalten sehr gut und balanciert ist und offensiv etwas mehr Raum und Zeit am Ball finden, was zu einer Entwicklung wie bei Bender hin zu einem durchaus spielstarken Akteur führen könnte.
Guerreiro definiert sich noch zu sehr über seine starken Bewegungen um den gegnerischen Strafraum und im Angriffsdrittel. Dazu dribbelt er sehr gerne, was als HV schwieriger einzubinden wäre.

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Todti 13. Juli 2016 um 04:29

Leider ist der Transfer aus einer Kombination verschiedener Gründe praktisch unmöglich, aber Dahoud wäre meiner Meinung nach eine nahezu perfekte Antwort auf den Gündogan-Abgang. Nicht nur weil er die Lücke einigermaßen direkt schließen könnte, sondern weil er und Weigl sich auch sehr gut ergänzen würden. Zudem sind beide, zusammen mit Merino, im gleichen Alter, was die längerfristige Kaderplanung erleichtern würde.
Und wo wir schon bei Wunschträumen sind – ich ziehe das kroatische Duo Kovacic-Pjaca dem deutschen deutlich vor.

Um noch eine realistischere Alternative einzubringen: was haltet ihr von Amin Younes als Option für den Flügel bzw. das offensive Mittelfeld, falls der Schürrle-Transfer nicht zustande kommen sollte? Wenn ich mich recht entsinne, ist Younes so ziemlich das Gegenteil von Schürrle – in allen Belangen – und würde relativ gut in Tuchels System passen (ausgehend von der letzten Saison).

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Stefan Wenders 12. Juli 2016 um 20:34

Haltet ihr es fuer moeglich, dass Tuchel ein fluegelorientiertes System anstrebt, das so aehnlich ist wie das der Bayern unter Guardiola?

Das haette in meinen Augen mehrere interessante Aspekte:
– Man kann die individuellen Faehigkeiten von Dembele, Mor und Co. sehr gut einbinden.
– Man spielt schon frueh auf den Fluegel und sucht 1vs1-Situationen. Dadurch wird das Fehlen eines echten Kreativspielers im Zentrum kaschiert und ausserdem ist man weniger Abhaengigkeit von der Form der 8er, weil die Fluegel auf hohem Niveau mehrfach besetzt sind (Reus, Schuerrle, Dembele, Mor, Pulisic). Dadurch wird die Rotation erleichtert und Formschwankungen bei jungen Spielern sind weniger schlimm.
– Man kann die Fluegelangriffe leichter absichern. Dadurch kann man auch leichtfertigere Ballverluste der Talente einfacher reparieren.
– Ausserdem ist es eines der wenigen Szenarien in denen ein Schuerrle-Transfer noch einigermassen Sinn machen wuerde.

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tobit 12. Juli 2016 um 20:51

Hoffentlich nicht. Dafür fehlt Dortmund vorne ein starker Flankenabnehmer. Schürrle und Reus finde ich beide in einem solchen System verschenkt, da sie eher diagonal und Raum-/Schnittstellensuchend veranlagt sind. Zu Dembélé, Pulisic und Ramos könnte das passen, aber nicht zu den Topspielern.
Dazu finde ich einen solchen Stil überaus unattraktiv. Guardiola hat das gemacht, weil er Costa und Coman bekommen hat und Lewy und Müller beide spielen sollten/mussten. Diese Spielertypenkombination (+Robbery) zwingt dich fast schon zum Flügelspiel.
Die Dortmunder haben jetzt ein paar Talente am Flügel und einen Haufen eher zentrumsorientierter Stars (Auba, Reus, Kagawa, Castro + Schürrle).

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HW 13. Juli 2016 um 08:05

Ich hoffe auch, dass Tuchel taktisch nicht eingleisig fahren wird. Natürlich sind die Flügelspieler ein Stärke, aber deswegen darf man das Zentrum nicht vernachlässigen. Man sollte nicht versuchen eine vermeintliche Schwäche zu kaschieren in dem man sich von den 1 gegen 1 Situationen auf den Flügeln abhängig macht.

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Koom 13. Juli 2016 um 09:39

Glaube ich nicht. Die Liga-Ergebnisse sagen zwar was anderes, aber so wirklich erfolgreich war das extreme Flügelspiel der Bayern nicht. Der Ertrag dadurch war eher schlecht, letztlich waren es dann doch mehr oder weniger individuelle Einzelleistungen, die Erfolg brachten.

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Patrick E. 26. Juli 2016 um 11:42

Vielleicht kann es aber trotzdem ein Mittel gegen sehr tief stehende Gegner sein.

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tobit 26. Juli 2016 um 17:28

Danach war aber nicht gefragt. Eine Option sollte brachiales Flügelspiel sein, aber nicht das angestrebte Hauptsystem.
Als Variante für ein, zwei Spiele und ein paar spezielle Situationen wird man es wohl einplanen, aber mehr auch nicht.
Gerade der aktuelle Dortmunder Kader ist deutlich weniger dafür geeignet, als der der Bayern – und selbst die waren nicht wirklich mit der Art und Weise ihrer Siege zufrieden, da es häufig zähes Warten auf eine angekommene Flanke war.

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tobit 12. Juli 2016 um 18:57

Könnt ihr euch auch noch zwei vorstellen, oder geht ihr von nur einem aus?
Wenn man mal annimmt, dass Subotic, Park, Leitner und Kuba den Verein verlassen und Passlack weitestgehend bei der U19/U23 spielt, könnte man auch noch 2 Neue einbauen – ein ZM und ein OM/AS.
Mir würden da Leandro Paredes (Empoli) fürs ZM und Götze oder Rafa Silva (Braga) für die Offensive vorschweben.
Wenn Tuchel aber überwiegend mit einem 343/5221 plant würde ich eher einen weiteren Halbverteidiger und rechten Wingback dazu holen, da das dann relativ dünn besetzte Positionen sind.

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CE 12. Juli 2016 um 19:08

Am ehesten werden neben Schürrle noch ein Mittelfeldspieler sowie ein Verteidiger kommen. Rafa Silva hatte ich auch erst in der Auflistung, aber strich ihn dann raus, weil es wohl ganz vorn keine großen Veränderungen mehr geben wird, sobald Schürrle unter Vertrag ist. Andererseits spricht das auch irgendwie gegen Perišić, der wohl sowieso unbezahlbar ist.

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L 12. Juli 2016 um 19:17

Mit welcher (taktischen) Begründung hat der BVB Perišić an Wolfsburg verkauft?

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Stefan Wenders 12. Juli 2016 um 20:20

Perisic war damals einfach mit seinen Einsatzzeiten sehr unzufrieden und hat sich auch oeffentlich beschwert. Er war einer der wenigen Spieler, die waehrend Klopps Aera eine Geldstrafe erhalten haben, weil er sich in einem Interview oeffentlich ueber zu wenig Spielzeit beklagt hat. Deshalb hatte man sich damals entschieden, ihn abzugeben.

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tobit 12. Juli 2016 um 20:36

Es hat einfach nicht Klick gemacht zwischen Perisic und Klopp/dem Team. Daher hat man dann die 8 Mio. von WOB genommen – das war „damals“ ziemlich viel Geld für einen mäßig erfolgreichen Spieler. Perisic kostete wahrscheinlich relativ viel Gehalt für einen BU, der er hinter Kagawa/Reus, Götze und Kuba/Großkreutz war. Damals war auch der Götze-Abgang am Ende der Saison noch nicht absehbar.

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tobit 12. Juli 2016 um 20:42

Ich würde halt nicht Schürrle holen. Wenn Schürrle kommt, kann ich mir auch noch einen Ramos-Abgang vorstellen, um dann nochmal teurer im zentralen Mittelfeld oder Abwehr nachzulegen.

Was hältst du von Rafa (hatte ihn auch im Forum schonmal vorgeschlagen), der könnte vielleicht sogar in eine (offensive) Wingback-Rolle reinwachsen, da er defensiv bereits ziemlich aktiv ist.

In der Abwehr sind ja mittlerweile fast alle eure Vorschläge (Umtiti 😍) vom Markt, da würde es also wohl auf eine Überraschung rauslaufen.

Was hältst du von Bazoer? Beißt der sich mit Rode?

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Schorsch 14. Juli 2016 um 11:18

Dass noch ein Verteidiger geholt wird, scheint mir geradezu notwendig. Und zwar ein Innenverteidiger.

Subotic ist so gut wie fort, es bleiben als IV Sokratis, Bender, Ginter, Bartra. Spielt man bevorzugt mit einer Viererkette, dann würden wohl 4 IV über die Saison ausreichen. Allerdings sehe ich von diesen Vieren nur Sokratis von Saisonbeginn an und über die Saison als ‚Bank‘. Bartra steigt später ins Training ein und wird eine gewisse, vielleicht längere Eingewöhnungsphase benötigen. Bender wird voraussichtlich an den Olympischen Spielen teilnehmen und fällt durchaus öfters verletzungsbedingt aus. Ginter als IV ist wohl am wenigsten ‚gesetzt‘.

Sollte eine Dreierkette in den meisten Spielen präferiert werden, wird man mit 4 Innenverteidigern mit Sicherheit nicht über die Saison kommen; die o.g. Einschränkungen werden überdies dann noch mehr ins Gewicht fallen. Sicherlich kann man Spekulationen darüber anstellen, welche anderen Spieler des Kaders sich als HV eignen. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Tuchel bevorzugt hier auf IV setzen wird.

Da defensive Stabilität mMn die Grundvoraussetzung für eine einigermaßen erfolgreiche Saison mit vielen neuen, z.T. sehr jungen Spielern im Offensivbereich sein wird, wird sich Tuchel in der Abwehrreihe nach meiner Einschätzung nicht auf allzu viel Experimente einlassen und auch nicht unbedingt noch ein weiteres Talent bevorzugen. Daher kann es gut sein, dass ein Transfer von Toprak doch noch nicht gänzlich ausgeschlossen ist.

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Schorsch 18. Juli 2016 um 17:47

Jetzt scheint es sich wohl endgültig abzuzeichnen, dass der BVB Toprak diese Saison doch nicht mehr verpflichten wird. Offensichtlich soll ‚Tuchels Wunschspieler‘ zur nächsten Saison zum BVB wechseln, wenn seine AK greift. Diese Saison wird der BVB nach einem Fortgang von Subotic mit den vier verbleibenden nominellen IV bestreiten. Da kann der Club nur hoffen, dass sich weder S. Bender, noch Ginter in Rio verletzen und somit eventuell länger ausfallen werden. Man darf gespannt sein, mit welcher Abwehrformation Tuchel in die Saison starten wird.

Es sieht für mich so aus, dass der personelle Umbruch beim BVB zur nächsten Saison weiter fortgeführt wird. Schwierig schätze ich die Situation insbesondere für Kagawa ein. Tuchel äußerte sich mehrfach dahingehend, dass er mit ihm besonders kritisch sei (also von ihm mehr erwarte als von anderen) und dass er mit ihm in der letzten Saison nicht so recht zufrieden gewesen sei. Eine gute bis sehr gute Hinserie (als der BVB offensiver orientiert war), eine mittelmäßige bis schlechte Rückrunde (als man balancierter spielte), zum Saisonende hin dabei wieder ein Aufwärtstrend – vielleicht ist Tuchel da ein wenig zu kritisch, gerade in Relation zu anderen Spielern? Wenn Götze da ist, dann wird er auch eingesetzt werden (müssen). Die Einsätze Kagawas werden sich somit voraussichtlich minimieren. Nicht die besten Voraussetzungen für eine Vertragsverlängerung.

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tobit 18. Juli 2016 um 19:15

Ich meine er hat gesagt, dass er mit Kagawa streng ist, da er das braucht (Japanische Erziehung?), nicht weil er grundsätzlich mehr von ihm erwartet. Insgesamt hat Kagawa eine verdammt gute Saison gespielt – mit Höhen und Tiefen (ähnlich wie Castro) – und ist vom Profil her ja auch durchaus verschieden zu Götze. Während Götze eher horizontal (->Zwischenlinienraum/Flügel) oder abschließend (->Strafraum) spielt, ist Kagawa eher vertikaler und vorlegender aktiv. Er zieht aus der Mitte gern hinter die Abwehr (->Cutbacks) oder spielt aus etwas tieferer Position Pässe auf startende Mitspieler. Kagawa wirkt auf mich auch antrittsstärker/spritziger, während Götze sich physisch auch mal gegen einen IV behaupten kann. Beide werden überaus wertvolle Spieler sein, da sie aus ähnlichen Räumen verschiedene Dinge (-> s.o.) oder aus verschiedenen Räumen ähnliche Dinge (-> starkes Passspiel/Übersicht, guter Schuss, Ruhe am Ball) einbringen können. Sie haben Fähigkeiten die sich gut mit Reus/Dembélé/Schürrle/Aubameyang ergänzen und sich gegenseitig nicht ausschließen (wie z.B. Sahin und Weigl).

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Schorsch 18. Juli 2016 um 19:42

Du hast Recht, Tuchel äußerte sich dahingehend, ‚besonders streng‘ mit Kagawa zu sein. Ich habe dies -vielleicht unzulässigerweise- so interpretiert, dass er bzgl. Kagawa besonders kritisch sei. Ich mag damit falsch liegen.

Prinzipiell stimme ich Dir zu hinsichtlich Kagawas und Götzes Fähigkeiten / Anlagen. Und ich kann mir auch sehr gut ein Zusammenspiel der beiden vorstellen. Es gab ja auch in der Vergangenheit Spiele, in denen beide sich gut ergänzt haben (wenn es auch insgesamt nicht so viele gemeinsame Spiele waren wegen der jeweiligen Verletzungszeiten). Tuchel spricht davon, dass man neue Rollen finden müsse. Das trifft wohl auch auf Götze und Kagawa zu. Bleibt zu hoffen, dass diese neue Rollen sich an den Stärken beider Spieler orientieren, um die berühmt-berüchtigten ’synergistischen Effekte‘ zu erzielen. Meine Befürchtung ist nur, dass es Kagawa treffen wird, wenn es um ‚Neusortierung‘ zur Saison 17/18 gehen wird (Vertragsverlängerung oder nicht). Götze wird mMn so etwas wie eine ‚Einsatzgarantie‘ bekommen. Aber warten wir es ab.

Koom 20. Juli 2016 um 10:03

Rein nach deiner Beschreibung könnten Götze und Kagawa sich gegenseitig sehr befruchten mit ihrer Spielweise. Zusammen wären sie – wenn fit – ein sehr starkes Pärchen.

Generell ist Dortmund das Team, worauf ich am meisten gespannt bin. Komplette alte Achse raus, neue Achse rein – das kann nach hinten losgehen oder toll werden. Tuchel ist generell fachlich ein Toptrainer und kennt solche Situationen schon. Es ist Fluch und Segen, mal eben das Rückgrat der Mannschaft auszuwechseln. Einerseits verliert man bekannte Topkräfte, andererseits kann man Charakteristiken und Qualitäten der Mannschaft nachhaltig so verändern, wie man es selbst als besser oder zukunftsträchtiger erachtet.

Gh 20. Juli 2016 um 12:25

Na, Götze und Kagawa haben ja schon recht erfolgreich miteinander gespielt. 2 Meisterschaften und so. Mal sehen ob die beiden sich erinnern.

Schorsch 20. Juli 2016 um 17:16

@Gh

Na ja, in diesen zwei Spielzeiten haben beide ja bei weitem nicht alle Spiele miteinander bestritten. Es gab eine Reihe, sicher. Und davon auch solche, die sie erfolgreich bestritten haben und ausgezeichnet miteinander harmoniert haben. Aber die zwei Meisterschaften und den Pokalsieg würde ich dennoch nur bedingt als ‚Beleg‘ heranziehen.

Aus meiner Erinnerung heraus kann man die vier Halbserien der beiden Meisterjahre des BVB unter Klopp (grob vereinfacht) in je zwei Halbserien unterteilen, die jeweils von Kagawa oder Götze ‚bestimmt‘ wurden. In der Hinserie 10/11 war Kagawa (neben Sahin) der überragende Spieler des BVB. In dieser Halbserie stand er oft mit Götze gemeinsam auf dem Platz. Die Spiele, in denen beide gemeinsam überzeugten, stammen überwiegend aus dieser Zeit. In der Rückserie der Saison 10/11 fiel Kagawa aufgrund seiner Verletzung beim Asiencup komplett aus. Auch in der Hinserie der Saison 11/12 hatten beide viele Bundesligaeinsätze, allerdings nicht immer gemeinsam. Kagawa hatte war in dieser Halbserie der Formrückstand infolge der langen Verletzungspause anzumerken. Insgesamt waren es deutlich weniger gemeinsame Einsätze, in denen beide in ihrem Zusammenspiel überzeugen konnten, als es in der Hinserie der Vorsaison der Fall war. In der Rückrunde fiel Götze verletzungsbedingt quasi komplett aus und Kagawa lief wieder zu großer Form auf.

Ich bin ja auch der Meinung, dass beide von ihren Fähigkeiten sich sehr gut ergänzen können. Die Spiele, in denen sie es in der Vergangenheit zeigen konnten, liegen nun aber bereits einige Jahre zurück. Beide waren in einer anderen Verfassung als heute. Und man spielte unter Klopp doch einen anderen Stil als es heute der Fall ist. Und das zumeist in einem 4-2-3-1 – System. Heute heißt der Tainer Tuchel und er hat ja nicht wenig geändert beim BVB. Da bleibt es mMn abzuwarten, inwieweit er die ’synergistischen Effekte‘ beider Spieler nutzen will (oder kann), oder ob er gänzlich andere Vorstellungen hat.

tobit 20. Juli 2016 um 17:20

Götze und Kagawa waren bisher knapp 12 Monate gemeinsam fit in Dortmund und haben da auch in der Mehrheit der Spiele zusammen gespielt. Dieses Zusammenspiel war in der Hinrunde 11/12 am stärksten, wo Kagawa den 10/HS spielte und Götze vom rechten oder linken (je nachdem, ob Kuba oder Großkreutz spielte) Flügel einrückte. In der Hinrunde 10/11 war Götze meist als RA im Einsatz, hatte aber Kuba noch nicht komplett verdrängt. Erst danach wechselte Götze auf die 10, wechselte aber 12/13 wieder zeitweise nach aussen um Platz für Reus zu machen.
Götze ist also beileibe kein reiner Zehner, sondern ein positionell sehr flexibler Spielmacher, den man aber nicht als isolierten oder breitegebenden Dribbler einbinden sollte (das kann er nicht).

Ich kann mir Kagawa und Götze daher gemeinsam in einer ganzen Reihe von Formationen vorstellen.
Im 4231, 433 oder 3331 mit Götze von rechts (oder links) einrückend, im 3421 als Doppelzehn, im 4312 oder 3331 mit Götze auf der 10 (und Kagawa auf der 8).
Als Doppelacht sehe ich sie nicht passend, da sie dafür beide bisher zu offensiv/vorgerückt gespielt haben, das könnte aber eine zukünftige Entwicklungsmöglichkeit für Götze sein – ähnlich wie Schweinsteiger auf eine tiefere Position zu rutschen.

tobit 20. Juli 2016 um 18:36

http://lineupbuilder.com/new.php?sk=bx976
Ich könnte mir auch so eine Mischformation mit Götze als Pendler zwischen Sturm und 10 und Kagawa als vertikalem 10er, sowie Reus/Schürrle/Dembélé/Aubameyang als Aussen-/Stürmerhybriden vorstellen. Götze und Kagawa können den Zwischenlinienraum besetzen, während Reus und Schürrle entweder Breite geben oder zentral hinter die Abwehr ziehen.
Defensiv könnte die Formation als 424/442(0), als 433/4141, oder auch als 343(0)/352 interpretiert werden, ohne das Spielermaterial und die offensiven Abläufe entscheidend zu ändern.

Schorsch 21. Juli 2016 um 13:30

@Tobit

Bist Du Dir sicher? Ich meine nach wie vor, dass es die Hinserie der Saison 10/11 war, in der Götze und Kagawa am besten harmonierten. Als sie beide quai ’neu‘ im Team waren (ok, Götze hatte in der Vorsaison bereits ein paar Einsätze) Die Hinserie der Saison 11/12 habe ich nicht nur diesbezüglich in nicht ganz so guter Erinnerung. Das erste Saisondrittel war mMn eher ‚zum Vergessen‘. Kagawa nach seiner Verletzung noch außer Form, Götze mit ‚Anlaufproblemen‘. Das gesamte Team musste sich nach dem Abgang Sahins erst wieder finden. Götze hatte, so glaube ich, ja auch eine Rotsperre abzusitzen. Nach der Niederlage in Hannover ging es dann peu à peu aufwärts, wobei Kagawa noch etwas hinterherhinkte. Ich meine, er wurde sogar für das eine oder andere Spiel gar nicht berücksichtigt.

Aber ist eigentlich auch wurscht. Liegt ja auch bereits einige Jährchen zurück. Als Götze und Kagawa in Top-Verfassung waren. Nun ist Götze wieder beim BVB und man darf gespannt sein, wie er von Tuchel eingebunden wird und inwieweit sich die Hoffnungen, die sich mit diesem Transfer verbinden, erfüllen.

fs984 21. Juli 2016 um 20:07

Könnt ihr euch ein 4-1-4-1 vorstellen mit Kagawa und Götze im zentralen Mittelfeld? Dahinter Weigl, aussen Reus, Dembele und vorne Auba.

tobit 21. Juli 2016 um 20:22

Ehrlich gesagt nicht, da dafür beide zu unstrategisch und unkonstant in tiefen Zonen sind. Das ist eine kombination, in der sie sich zu sehr ihrer Stärken berauben, da konstant einer von beiden (oder ein AV, was auch nicht passt) tiefer bleiben müsste. Dazu käme, dass dann das Zentrum schon arg zweikampfschwach besetzt wäre, gerade ohne Hummels dahinter (der da letzte Saison viel weggestaubsaugt hat) wäre mir das zu riskant.

Wenn ich mal so drüber nachdenke, gefällt mir die Dortmunder ZM-Zusammenstellung ziemlich gut mit Weigl/Sahin(+Ginter/Bender/Merino) als Sechsern, Castro/Rode/Merino/Leitner als Achtern und Götze/Kagawa(+Pulisic/Mor/Dembélé) als Zehnern gibt es auf allen Positionen verschiedene Spielertypen, die eine komplette Änderung der Mittelfeldstatik mit einem Wechsel möglich machen.

Todti 21. Juli 2016 um 21:58

@tobit
Dein oben aufgeführtes System gefällt mir vor allem im Pressing extrem gut. Ich hatte ja gehofft, dass man in der vergangenen Saison Kagawa und Mkhitaryan in zentralen Rollen des Pressings (im doppelten Sinne) sieht.Götze ist natürlich nicht Mkhitaryan, aber er ist ja durchaus ein überdurchschnittlicher Pressingspieler und in Kombination mit Kagawa in einem 4-4-2 oder 4-4-1-1 stelle ich mir das richtig gut vor. Mit Schürrle und Reus befinden sich dann auch passende Spieler auf den Außen. Weigl und Castro dahinter sind ja sowieso (potenziell) eine Wucht gegen den Ball. Dazu kommt dann deine angesprochene Variabilität. Im Übrigen sehe ich hier auch gute Chancen für Rode, wenn man etwas aggressiver/riskanter presst und er dahinter einen größeren Raum kontrollieren soll (physisch, während Weigl das dann eher strategisch macht).

Für das Spiel in Ballbesitz bräcuhte es vermutlich ein wenig Eingewöhnungszeit, allerdings sind die Rollen auch nicht unbekannt für die Spieler. Ich favorisiere eigentlich eine Dreierkette, aber das System in Kombination mit Bürkis gutem Aufbauspiel finde ich echt nicht übel.

@fs984
Ich denke auch (wie tobit), dass eine Viererkette bei dieser Kombination aufgrund der fehlenden Absicherung/Balance keine gute Wahl ist. Ich kann mir aber Kagawa und Götze zusammen in einem Dreierkettensystem vorstellen. Durch die Absicherung und konstante Flügelbesetzung sind im Prinzip alle wichtigen Räume besetzt und die 2, zusammen mit wem auch immer vor ihnen, können sich quasi technisch-kombinativ-verbindend austoben. Ich glaube, das könnte funktionieren, weil beide ja doch ziemlich intuitive Spieler sind dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Inbalance geringer als bei anderen Kombinationen ist.

tobit 18. Juli 2016 um 19:54

Es wird also wohl im weit überwiegenden Fall eine 4er-Kette zu sehen geben. Dazu könnte dann auch Rode im ZM als zusätzliche Absicherung bei weit aufgerückten AV passen – ein neuer Bender quasi, spielerisch etwas eingeschränkt, dafür dynamisch, lauf- und zweikampfstark.
Wenn man doch öfter zur 3er-Kette greift, werden dort wohl auch mal andere Gesichter (Schmelzer, Rode, Merino?, Sahin?) zu sehen sein, die man sich als Laie bisher nicht als IV vorstellen kann.

Die zweite Möglichkeit wäre jetzt einen anderen IV (z.B. Mustafi) zu verpflichten und nächstes Jahr Toprak zusätzlich oder als Ersatz für den zu holen, der hinten runter fällt. Da könnte ich mir, wenn man jetzt einen explosiven, zweikampfstarken IV holt z.B. einen Sokratis-Abgang vorstellen, der gegen Ende der letzten Saison bereits immer öfter für den spielstärkeren Bender weichen musste.

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Todti 18. Juli 2016 um 21:59

Ja, eine „echte“ Dreierkette wird es wohl zu Saisonbeginn nicht geben. Dafür dann entweder die asymmetrische Viererkette oder eine klassische Variante. Vielleicht ist das auch gar nicht so übel, da Guerreiro, den ich für die Erstbesetzung bei einem klaren linken Flügelverteidiger halte, ja auch ein wenig Zeit brauchen wird.
Längerfristig könnte ich mir aber vorstellen, dass eine klares 3-1-4-2 die Grundformation wird. Das Personal deutet meiner Meinung nach in diese Richtung:
– nächste Saison dann vermutlich 4 klare Innenverteidiger im Kader (Bartra, Bender, Sokratis, Toprak)
– mit Weigl, Sahin und Merino sowie Rode als Role Player eine sehr eindeutige, einseitige Besetzung des defensiven Mittelfeldes
– mit Castro, Götze, Kagawa und Pulisic (sowie vielleicht situativ Dembélé oder Mor) unterschiedliche aber klare 8/10-Spielertypen
– mit Guerreiro und Bellarabi, der ja anscheinend einer von Tuchels Wunschspielern war, sehr interessante Flügelverteidiger als (geplante) Neuzugänge

Wenn man sich anschaut, wie Tuchels Kaderplanungen anscheinend aussahen, ergibt sich meiner Meinung nach ein 3-1-4-2 als wahrschienlichste Variante:
http://lineupbuilder.com/?sk=bx901

Schorsch 19. Juli 2016 um 17:10

Sokratis? Könnte sein, wobei mir Ginter wahrscheinlicher erscheint. Da gibt es anscheinend diverse Interessenten. So richtig durchgesetzt hat Ginter sich beim BV bislang auf keiner Position. Als Ersatz bei Ausfällen oder als Rotationsspieler ja, aber sonst? Ich glaube nicht, dass dies auf Dauer sowohl für den Club, als auch ihn selbst befriedigend sein kann. Für mich sieht es so aus, dass er diese Saison nur deshalb beim BVB verbleibt, weil Toprak für diese Spielzeit nicht verpflichtet wird / werden kann. Wenn Ginter sich in dieser Saison nicht wirklich etablieren kann, dann werden sich die Wege wohl zur nächsten Saison trennen.

Dreierkette mit Merino oder Rode? Will ich gar nicht ausschließen, da sie nicht nur die physischen Voraussetzungen mitbringen. Piszczek hat ja auch diverse Male als RHV gespielt. Aber Schmelzer oder Sahin? Wenn ich mir beide Spieler mit ihren Stärken und Defiziten so vor Augen führe, dann habe ich da doch erhebliche Zweifel. Aber ’never say never’…

tobit 19. Juli 2016 um 18:24

Zum ersten Absatz: Ein Sokratis-Abgang wäre für mich eben nur unter der Bedingung denkbar, dass seine Stärken (Schnelligkeit, Zweikampfstärke, Härte) durch einen spielstärkeren mit übernommen werden, da er offensiv/spielerisch der mit Abstand schwächste IV der Dortmunder (ausser Subotic) ist. Zusätzlich müsste halt besonders Ginter nachweisen, dass er ein IV gehobener Qualität ist/sein kann. Nur dann wäre ein Abgang von Sokratis zu verschmerzen.

Zum zweiten Absatz: Sahin wäre eher ein LIB und kein HV, dafür müsste man das System auf drei Spieler auf gleicher Höhe anpassen, da Sahin nicht in die Sokratis-Rolle passt. Von dort könnte er im Aufbau genauso agieren, wie sonst auch – mit dem Vorteil, dass er nicht erst nach hinten laufen muss – im Defensivspiel könnte er entweder als Libero tief absichern oder als Vorstopper situativ in den Zwischenlinienraum vorrücken.
Rode, Schmelzer und Merino kann ich mir durchaus im aktuellen 3er-Kettensystem als HV vorstellen. Jeder bringt eine mindestens ordentliche Dynamik, Zweikampfqualität und Spielübersicht mit, alle drei könnten aber von einer tieferen Startposition mit weniger direktem Gegnerdruck profitieren. Da die HV eher selten direkt gegen die Lasoggas der Liga spielen müssen, sehe ich auch kein Problem in der doch eher geringen Größe von Rode und Schmelzer.

Schorsch 20. Juli 2016 um 09:19

@Tobit

In dieser Position ist das Kopfballspiel eher ein nicht ganz so wesentlicher Faktor, ja. Die körperliche Größe sehe ich auch nicht als Problem. Die ist beim Kopfballspiel auch nicht immer der entscheidende Faktor. Wobei nebenbei für mich das Kopfballspiel Schmelzers ohnehin nicht seine unbedingte Stärke ist. Aber im Vergleich zu Merino oder Rode (der ja auchn nicht so großgewachsen ist) sehe ich ihn als weniger körperlich robust an. Und diese körperliche Robustheit ist mMn schon auch wichtig, gerade in Zweikämpfen. Auch sehe ich Schmelzers technische Qualitäten eher kritisch.

Koom 20. Juli 2016 um 09:56

Ich glaube, Ginters Idealposition könnte tatsächlich die des HV (Halbverteidigers) sein. Für seine Größe (immer gut als IV) ist er sehr schnell. Technisch ist er ordentlich, er hat einen guten Bewegungsdrang. Als gut unterstützter RV war er in der Hinrunde offensiv ja durchaus ein Gewinn, defensiv halt zu anfällig. Das ist als HV deutlich besser zu kaschieren, weil er im Normalfall einen echten IV und einen Flügelverteidiger neben sich hat.

Und nicht zuletzt: Ginter ist jung. Mit 22 Jahren hat er noch einen Haufen Jahre vor sich. Defensiv kann er sicherlich dazulernen und weniger fahrig und nachlässig werden. Kann durchaus verstehen, warum Zorc da jetzt erst mal Schluss gemacht hat mit den Verhandlungen.

tobit 21. Juli 2016 um 20:43

@Schorsch:
Schmelzer könnte eben wegen seiner schwächeren Individualtechnik als HV besser zurecht kommen, da er mehr Zeit, Raum und Anspielstationen (LIB, RHV, LM, DM, LZM, lang) gegenüber der Position als LM (LIV, DM, LZM, ST/HS) bekommt. Er wäre generell eher eine Option für einzelne Gegner ohne physisch (->Kraft/Größe) überragende Offensivspieler gegen die sein kluges Stellungsspiel große offensive Freiheiten für den LM bedeuten könnte.

@Koom:
Sehe ich ähnlich. Ginter ist schnell, aber hat Defizite (wie fast jeder mit seiner Statur) in der Beweglichkeit und Explosivität, die auch seine Dribblingfähigkeiten beeinträchtigen. Sein Passspiel und Übersicht sind hingegen auf hohem Niveau. Er könnte sich wirklich gut als aufrückender HV machen, wenn er entsprechend vom LIB abgesichert wird und im geordneten Defensivspiel nicht ständig den RV geben muss, sondern flinke Aussenstürmer vom RM/LM übernommen werden.
Ginter ist aktuell einer der werthaltigsten Spieler im Kader, da er seine Qualität in der Bundesliga trotz jungem Alter bereits über mehrere Jahre auf verschiedenen Positionen/Rollen nachgewiesen hat. Einen Spieler mit diesem Potential gibt man nicht einfach so an Mittelfeldclubs (HSV/WOB) oder direkte Konkurrenten (Gladbach/WOB) ab, wenn man dafür keine absurde Summe (>>20 Mio.) generiert. In diesem Jahr schonmal garnicht, da diese absurde Summe schon bei Mkhitaryan eingespielt wurde.
Wenn er sich nächstes Jahr verändern möchte – aus welchen Gründen auch immer – kann man darüber sprechen, ob es auch für den Verein Sinn ergibt – also ob man den Cash für einen besseren fertigen Spieler gebrauchen möchte, oder man eine Rückkaufoption o.ä. einbauen kann.


euler 12. Juli 2016 um 18:10

Könnte aus dem Duo Weigel – Sahin nicht einfach einer höher agieren? Ich traue Beiden zu die Position auszufüllen auch wenn sie kein echter Gündogan-Ersatz sind. Das Spiel muss sich zwar ändern weil das taktische Mittel der Dribblings fast wegfällt, dafür sind die zwei Spieler sehr passsicher, auch auf engem Raum. Sahin könnte durch seine langen Pässe aus dem Mittelfeld auch mehr Torgefahr erzeugen als aus tiefer Aufbauspieler.

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tobit 12. Juli 2016 um 19:03

Sahin hat nicht die Agilität um in Deutschland als 8er zu spielen. Er würde zu schnell unter Druck geraten und durch sein Geschwindigkeitsdefizit dann nach dem Ballverlust hinten fehlen.
Weigl könnte höher spielen, bräuchte dann aber massives Kombinationspersonal um sich, da er von Anspielstationen in der Nähe lebt.

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Koom 20. Juli 2016 um 09:58

Sahin sehe ich nicht höher. Weigl – vielleicht. Er ist momentan noch sehr torungefährlich, weil er unglaublich kombinationslastig ist. Es ist ein bisserl die Frage, was man mit ihm vorhat. Lässt man ihn als 6er hinten und bildet ihn dort weiter aus, hat man vielleicht in Kürze einen deutschen Busquets oder Martinez – was unbezahlbar wäre. Für weiter vorne fehlt ihm der Tordrang, vielleicht auch die Schnelligkeit. Von seinen Anlagen her wäre er für ein extrem ballbesitzlastiges Offensivteam dort aber auch ziemlich genial, wenn er mit den Engen und dem Pressing zurechtkommen würde.

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tobit 23. Juli 2016 um 09:17

Warum sollte man ihn woanders hinstellen, wenn er auf der aktuellen Position/Rolle bereits mit 20 internationale Klasse mit klarem Potential zur Weltklasse verkörpert?
Man wäre ja auch nicht auf die Idee gekommen Busquets weiter vorn zu bringen, da man sah, dass er ein Weltklasse 6er werden würde.
Außerdem fehlt Dortmund ohne Weigl ein 6er. Sahin traue ich die aktuelle Weigl-Rolle nicht zu, er würde die Dortmunder Möglichkeiten durch seine fehlende Pressingresistenz und Schwächen im Positionsspiel massiv einschränken. Dazu kommt sein Hang zum Abkippen und langen Diagonalbällen, die häufig nicht ins Dortmunder Spiel passen.

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tobit 12. Juli 2016 um 18:46

Sehr cool.
Bei Stürmern und IV scheint er nicht so gut zu funktionieren, da dort sehr viele Spieler als vergleichbar getagt werden, die beim schauen sehr verschieden sind. Für AV, ZM, OA funktioniert er relativ gut.

Ich habe mal das Tool etwas durchgewühlt und genau 4 Spieler ohne Ähnliche gefunden: Messi, Alaba, Ribery und Kroos. Sie sind also in ihren Fähigkeiten so speziell, dass ihnen niemand (in den Big5) ähnelt. Eine interessante Gruppe ist Busquets/Gündogan/Inler, die sich statistisch stark ähneln, obwohl sie sehr verschiedene Rollen ausüben.

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Todti 13. Juli 2016 um 04:03

Die meiner Meinung nach interessanteste Gruppe ist Ronaldo/Pedro/Palacio/Müller. Das Spektrum in der Gruppe ist zwar relativ hoch, aber trotzdem regt es zum nachdenken an. Das finde ich generell gut an dem Tool, nach der Zusammenstellung zu überlegen, warum die SPieler ähnliche Statistiken aufweisen.

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HW 13. Juli 2016 um 08:18

Vielleicht machen die Spieler in etwa das gleiche nur auf unterschiedliche Art und Weise. Bzw. was sie machen führt zu ähnlichen Statistiken.

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tobit 13. Juli 2016 um 17:39

Alle vier sind Pendler zwischen Sturmzentrum und hohem Flügel und relativ Abschlussorientiert, sowie auch körperlich durchaus durchsetzungsfähig (Pedro mit Abstrichen)

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HW 12. Juli 2016 um 20:53

Sehr interessant. Und das Tool weißt auch gleich auf die Aussagekraft hin. Ähnlich heißt nicht gleich gut. Für einen echten Vergleich müsste man sich dann die einzelnen Statistiken der Spieler anschauen und natürlich Spiele/Spielszenen. Aber der Ansatz ist super.

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Koom 13. Juli 2016 um 09:40

Im Grunde ein Sieb. Es bleiben erwartbare Treffer hängen, aber auch solche, die man nicht auf dem Schirm hat. Die gilt es dann zu interpretieren, ob sie eben ein Goldstück, Silber oder doch nur ein Klumpen Dreck sind.

Spart so oder so Zeit.

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The Soulcollector 13. Juli 2016 um 23:50

Für Fans vielleicht hilfreich. Aber die Vereine haben idR so große Scoutabteilungen, die werden die fraglichen Spieler schon früh im Auge haben. Deshalb ist es für die großen Vereine wahrscheinlich nicht so nützlich.
Für kleine Vereine ist es schon interessanter, aber da ist die Datenbank zu gering. Da müssten eiegntlich die 2. Ligen der Top 5 sowie einige mittlere Ligen aus Europa, Südamerika und Asien mit rein (Portugal, Niederlande, Kroatien, Chile, Japan etc.)

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Koom 21. Juli 2016 um 13:28

Das mit den Scoutabteilungen ist immer so ne Sache. Eigentlich würde man erwarten, dass Vereine mit mehreren Millionen Jahresumsatz in diesem Bereich fachkundiges Personal hätten. Die Praxis bzw. Berichte hin und wieder zeigen aber auf, dass für manchen Sportdirektor „transfermarkt.de“ schon zum höchsten der Gefühle gehört. Dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn man nur Müll verpflichtet. 😉

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Marcello 12. Juli 2016 um 16:01

Man ist gespannt wer da noch kommt..oder auch nicht! Zwei Gedanken meinerseits gehen dahin, dass vielleicht einen Dembélé zentraler eingesetzt werden könnte, wobei es fraglich ist, ob man ihm schon die alleinige Verantwortung für eine ganze Saison aufbürden kann. Abgesehen von seinem Speed und Dribblings , liefert er Pässe mit guter Übersicht. Gonzalo Castro traue ich die Rolle des Verbindungsspielers auch zu. Schon letzte Saison hat er diese Rolle übernommen, weil Gündogan recht hohe Ausfallzeiten hat. Meist erledigte er diese Rolle solide. Die genialen Momente eines Gündogan hat er nicht so oft,…aber auch die hat man von ihm gesehen. Leider kommen sie nicht so konstant vor. Aber er ist gerade mal ein Jahr in Dortmund. Vielleicht kommt da ja noch ein Entwicklungsschritt! Ich finde, Dortmund ist im Moment das spannendste Projekt der Bundesliga. Da ist ein Rode, nachdem sich wirklich alle Klubs die Finger geleckt haben dürften. Ich bin gespannt ,was Tuchel mit ihm macht. Die veränderte Situation dürfte ihm auch zu gute kommen. Ich halte ihn nicht für den Typen, der kommt, um der 12 Mann zu sein. Dann hätte er auch bei Bayern bleiben können. Merino?? Ich habe echt keine Ahnung , was mit dem passieren wird. Schmelzer hat plötzlich Konkurrenz von Guerreiro, der nochmal ein ganz anderes Paket für die linke Außenbahn mitbringt…plus weitere mögliche Zugänge.

Ich finde diese neuen Möglichkeiten fast interessanter, als ein Team, dass letzte Saison zwar unglaublich konstant geliefert hat, aber in entscheidenden Spielen – häufig auch individuell – enttäuscht hat.

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Schorsch 12. Juli 2016 um 20:18

Dembélé ist letzte Saison nach ein paar Spieltagen bei Stade Rennes zur ersten Mannschaft hochgeholt worden und hat in seiner ersten Profisaison 26 Ligaspiele bestritten. Dabei erzielte er 12 Tore und verzeichnete 5 assists. Das deutet mMn schon darauf hin, dass er bei aller notwendigen Bedachtsamkeit hinsichtlich seiner Entwicklung relativ viel Einsatzzeiten bekommen wird. Bei Rennes hat er übrigens nicht wenige Spiele in zentral offensiver Position bestritten und diese gehörten zu seinen besten. Ich halte es keineswegs für ausgeschlossen, dass es sogar sein könnte, der eine ähnliche Rolle wie Mkhitaryan übernimmt.

Castro kommt mir auch ein wenig zu kurz in den Gedankenspielen. Kann mir vorstellen, dass er in Verbindung mit Götze Gündogan ‚ersetzen‘ könnte.

Eine Überlegung zu Rode: Wäre er auch als rechter wing back denkbar?

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tobit 12. Juli 2016 um 20:59

Zu Dembélé: klar wird er einer von denen sein, die Mkhi ersetzen, er hat jedoch nicht dieses Auge und Defensivspiel, daher braucht es einen weiteren, der diese Anteile einbringen kann.

Castro sehe ich im aktuellen Kader als absolut gesetzt auf der 8, da er viele Stärken von Gündogan hat, aber auch sehr stark Box-to-Box agieren kann.

Zu Rode: müsste man mal probieren. Wäre halt kein Linienläufer, sonder eher kombinieren/einrücken. Könnte mit Dembélé als rechtem HS bzw. RA eine gute Synergie ergeben, wenn ich so drüber nachdenke. Die Ausdauer und Dynamik (wenn auch nicht wie Durm) dafür hat er auf jeden Fall.

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Schorsch 13. Juli 2016 um 00:27

Wann Durm tatsächlich wieder zur Verfügung steht, weiß z.Zt. niemand. Kann sein, dass er viel länger ausfällt als gedacht. Entweder versucht man es dann mit jemandem aus dem Kader (z.B. eben Rode), oder man verpflichtet noch jemanden. Überdies wird Piszczek auch nicht jünger.

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Todti 13. Juli 2016 um 03:51

Ich hatte letztens eine Diskussion mit anderen Dortmund-Fans über eine Rückkehr von Kuba, da häufig im Zusammenhang mit Schürrle oder Bellarabi die Antwort kam, dass man bei den Beträgen doch auch Kuba behalten könnte. Angefangen hatte ich mit der Argumentation, dass er weder auf den offensiven Flügeln – aufgrund von Unterschieden zwischen seinem und dem geforderten Fähigkeitenprofil – noch im zentralen Mittelfeld – aufgrund des derzeitigen Fehlens seiner Rolle im Kloppschen 4-5-1 – spielen könne. Je mehr ich allerdings über Kuba nachdachte, desto sinnvoller erschien mir seine Aufstellung als rechter Flügelverteidiger (oder zumindest als einer der Kandidaten). Kuba ist ein ja relativ kluger, kombinativer und laufstarker Spieler und sollte damit eigentlich eine passable Option darstellen können. Sicherlich besteht die Frage, wie lange er noch auf dem Niveau spielen kann, aber als „ablösefreier“ Zugang mit vermutlich nicht überbordendem Gehalt fände ich ihn schon sinnvoll. Zumal die anderen Kandidaten für die Position verschiedenste Unzulänglichkeiten mitbringen (Alter, Gesundheit,…).

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HK 13. Juli 2016 um 08:57

Ich würde absolut keinen Sinn darin sehen Kuba nicht zu halten. Eine gewisse Chance besteht, dass das irgendwo/irgendwie Nutzen bringt, ein Risiko kann ich überhaupt nicht erkennen. Also was solls?

Koom 13. Juli 2016 um 09:42

Ich würde Kuba auch halten. Ein bisserl müsste man vorher klären, ob es ok ist, falls er nicht wahnsinnig oft zum Einsatz kommt (aber eine mehr als faire Chance erhält). Eigentlich durchaus ein sehr guter Allrounder.

Schorsch 13. Juli 2016 um 09:55

Kuba ist auch bereits in einem etwas fortgeschrittenen Fußballeralter, was seine Verletzunganfälligkeit beeinflussen dürfte. Andererseits bringt er auch mMn durchaus die Voraussetzungen mit, als rechter Flügelverteidiger zu agieren und er ist auch sofort verfügbar. Dass er nach wie vor ehrgeizig ist und leistungsmäßig wieder in einer Mannschaft eine wichtige Rolle übernehmen kann, hat er bei der EM unter Beweis gestellt.

Für viele BVB-Anhänger ist er auch so etwas wie Symbolfigur. Jemand, der durch Klopp zu einem wichtigen Spieler in dessen System wurde. Jemand, der sich trotz einem schweren Schicksal in seiner Kindheit nach oben gearbeitet hat. Der für die erfolgreiche Zeit unter Klopp steht. Nach all den Wechseln und nun dem großen Umbruch anstelle einer kontinuierlichen Entwicklung wäre ein Verbleib Kubas so etwas wie ein emotionales Signal an große Teile der Anhängerschaft. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Watzke und Zorc auch diesen Aspekt in ihren Überlegungen berücksichtigen. Ein neuer Trainer darf sich von solchen emotional begründeten Überlegungen nicht leiten lassen, sollte diesen Aspekt aber auch nicht ganz außer acht lassen. Es wird entscheidend sein, wie Tuchel zu den Einsatzmöglichkeiten Kubas steht.

HK 13. Juli 2016 um 09:03

Zu Rode als RV, Flügelverteidiger o.ä. Hat er bei Bayern sehr selten gespielt. Und wenn waren es die einzigen Spiele wo er wirklich schlecht war.
Vielleicht kann er sich da noch einfinden. Aber meine Hoffnungen würde ich nicht drauf setzen.

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tobit 13. Juli 2016 um 20:50

Für mich wäre das eine Idee mit Rode quasi als breitem Achter vor Weigl und neben Castro, wo dann vor ihm Dembélé als RA spielt und 3 aus Kagawa, Reus, Aubameyang, Guerreiro als HS, ST und LA.
Also quasi ein 343 mit Raute, in dem Rode für Dembélé auf rechts absichert.

War Rode dabei defensiv überfordert oder lag das Problem in der Offensivausrichtung?

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HK 14. Juli 2016 um 10:33

Sagen wir mal es gibt Spieler für die die Seitenlinie eine gute Hilfslinie darstellt und andere die dadurch limitiert werden.
Rode gehört für mich zur zweiten Kategorie. Eine seiner größten Stärken ist die weiträumige, laufstarke, zweikampfintensive physische Spielweise. Um das optimal ausspielen zu können benötigt er Platz auf dem Feld. Je mehr Quadratmeter Tundra er zu beackern hat, desto stärker wirkt er. Eine Bindung an die Seitenlinie nimmt ihm viel von seiner Stärke.
Offensiv fallen dafür auf dem begrenzten Raum an der Seitenlinie seine eher begrenzten Fähigkeiten in puncto Ballbehandlung und Passspiel mehr ins Gewicht. Obwohl er in der Hinsicht unter Guardiola absolut Fortschritte gemacht hat ist er imo nicht der Spieler der auf dem Flügel offensiv groß Druck entfalten kann.
Defensiv ist das Spiel auf dem Flügel auch nicht unbedingt seins. Defensiv ist seine größte Stärke wenn er mit dem Gesicht zum Gegner aggressiv gegen den Ball pressen kann, diesen nervt und nicht zur Ruhe kommen lässt. Die auf dem Flügel oft so typische Situation dass der Ball in die Tiefe geht und du mit dem Gesicht zum eigenen Tor sprinten und verteidigen musst ist nicht so seins. Da fehlt ihm dann in den oft entstehenden 1:1 Situationen auf hohem Niveau auch etwas Qualität.
De Bruyne hat ihn z.B. damals mal in Wolfburg filetiert.
Wobei das natürlich auch der Hinweis ist, dass wir hier von hoher Qualität der Gegner und von hohen Ansprüchen in Dortmund reden.
Bei den meisten Vereinen in der BL und gegen viele Gegner würde er da nicht groß negativ auffallen.

Aber das ist das Problem bei Rode. Bei Bayern hat es nicht gereicht. Jetzt geht er nach Dortmund mit dem Anspruch wesentlich öfter zu spielen. Aber die Qualität seiner potentiellen Konkurrenten und die Ansprüche des Vereins sind nun mal nicht gar so viel geringer in Dortmund. Während er wahrscheinlich bei 12-13 Vereinen in der BL gesetzt wäre und bei 16 vsl. oft spielen würde, glaube ich dass Dortmund für einen Stammplatz auch noch eine Nummer zu groß für ihn ist ist.
Ich sehe bei einem Verein wie Bayern oder Dortmund eigentlich nur eine Position die er ggf. auf dem geforderten Niveau ausfüllen kann. Das wäre eine Position in einer Dopppelsechs und zwar als derjenige der dem Kreativspieler den Rücken freihält, die weiten Wege geht, die Zweikämpfe macht, den Gegner stellt und attackiert, auch mal schnell umschaltet.
Wenn es eine solche Position im System nicht gibt bzw. sie durch einen besseren Konkurrenten blockiert wird, sehe ich ihn auch in Dortmund nur als Ergänzungsspieler.
Das mag für den BVB gar nicht schädlich sein. Braucht man ja auch. Ob das für Rode persönlich so ein kluge Entscheidung war? Bin ich mir nicht so sicher.

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tobit 14. Juli 2016 um 18:26

Klingt, als könnte man aus Rode einen attackierenden HV machen.
Man könnte ihn dabei ein bisschen wie Alaba einbinden, da er ebenfalls durch starke Dynamik und Laufstärke, sowie saubere Zweikampfführung – gepaart mit einer gewissen Unruhe am Ball – besticht.

z.B. mit Schmelzer als zweitem HV in einer brutal offensiven Ausrichtung
http://lineupbuilder.com/?sk=bx7m2
oder „gewöhnlicher“ mit einem IV auf der anderen Seite

Er könnte in der oberen Aufstellung aber auch als rechter Achter für Castro/Kagawa spielen, wenn man etwas mehr Absicherung hinter Dembélé für nötig hält, dann müsste er aber häufiger nach außen rücken.

FAB 14. Juli 2016 um 12:20

Rode sieht auf der Rechtsverteidigerposition ähnlich aus wie Eme Can. Aber weil der BVB auf rechts wenig hat (bei Pisczek reicht es nicht mehr, Durm hat sich irgendwie auch nicht weiterentwickelt) sollte sich Rode dort durchsetzen können. Perspektivisch ruht die Hoffnung auf Passlack.

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Frage 12. Juli 2016 um 15:59

Warum ist Pascal Groß durchgestrichen?

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CE 12. Juli 2016 um 16:25

Er hat bei Ingolstadt erst vor kurzem verlängert und steht deshalb wohl nicht zur Debatte.

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tobit 12. Juli 2016 um 18:48

Haltet ihr Groß für stark genug, um sich auf CL-Niveau zu behaupten? Mir fehlt da für einen 25 jährigen irgendwie zu viel, kann es aber nicht genauer beschreiben.

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CE 12. Juli 2016 um 19:12

Es ist ein long shot, aber Potenzial wäre da. Trotzdem würde Groß bei mir auf der Liste nicht ganz oben auftauchen. Innerhalb der Bundesliga ist er jedoch einer der interessanteren Kandidaten und steht im Moment über Stendera.

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Doyslan gud 12. Juli 2016 um 15:12

Wäre youri tielemans nicht auch ein spieler der in diesem Fall zu Dortmund passen würde?

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CE 12. Juli 2016 um 16:27

Tielemans sehe ich lieber in einer Weigl-Rolle.

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Konzi 12. Juli 2016 um 14:43

Ein Spieler, der m.E. in der öffentlichen Wahrnehmung ein bischen untergeht, den der BVB aber definitiv am Zettel haben wird, ist Florian Grillitsch von Werder Bremen. Der hat diese Saison Sechser/Achter/Zehner/Linksaußen gespielt und wird sich vermutlich auf einer Rolle als spielstarker Sechser oder als Achter einpendeln. Hat 2015/16 eine irrsinnige Entwicklung durchgemacht, und war am Ende der Saison im defensiven Mittelfeld der Bremer nicht mehr wegzudenken.

Der 20jährige (fast genau so alt wie Weigl übrigens), besitzt eine ordentliche technische Grundausstattung und wirkt am Ball sehr ruhig. Dadurch, dass er in der Jugend oft als hängende Spitze gespielt hat, besitzt er außerdem eine grundsolide Schusstechnik, was man auch bei seinen Standards merkt. Seine strategischen Fähigkeiten im Aufbauspiel liegen schon jetzt weit über dem durchschnittlichen Level seiner Mannschaft.

Problematisch könnte sein, dass der Junge eben nur eine Profisaison in den Beinen hat. Entwickelt er sich wie in dieser Saison weiter, dann wird er früher oder später bei einem Verein in der Bundesligaspitze unterkommen, stagniert er, dann wird es ihn wohl eher zu Vereinen wie Darmstadt oder Ingolstadt verschlagen. Abgesehen davon, hat er sich aus seiner Zeit im Sturm eine Vorliebe für Hackentricks und Körpertäuschungen erhalten. So was schaut bei einem Sechser entweder richtig elegant aus, oder es geht massiv in die Hose.

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WerderFan 12. Juli 2016 um 15:14

Die Ruhe, die Grillitsch am Ball hat, ist durchaus bemerkenswert. Das Problem dürfte wirklich am ehesten sein, dass er noch etwas jung ist, um als Gündogan-Ersatz durchzugehen. Da dürfte der BVB eher einen erfahrenen Spieler suchen. Er könnte vielleicht mehr etwas für eine Mannschaft, wie z.B: Gladbach sein, die wohl auch schon mal ihr Interesse signalisiert haben.

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tobit 12. Juli 2016 um 17:45

Grillitsch könnte sich auch mit Merino beißen, der ja ebenfalls als 6er/8er am besten ist, und dort gewisse Ähnlichkeiten im Profil aufweist.

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LVG 12. Juli 2016 um 14:24

Wie würdet ihr Paredes als Alternative sehen? Fand ihn bei Empoli extrem gut. Er hat dort zwar häufig tiefer gespielt allerdings sollte er eigentlich von seinen Fähigkeiten auch in höheren Zonen extrem gut sein.

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tobit 12. Juli 2016 um 17:59

Paredes wäre ein Traum. Er hat sich ja ert bei Empoli auf den „Weg des Schweinsteigers“😉 begeben und vorher als OM gespielt. Dazu war seine Rolle relativ vertikal und auf Engen ausgerichtet, was in Dortmund eher auf den 6er/8er passt. Allerdings hat er auch ziemlich kleinräumig gespielt, was aber auch an der engen Anlage in Empoli liegen könnte.
Ich denke, er ist wie Gündogan in der Lage auf allen 3 zentralen Positionen herausragend zu spielen.
Damit hätte man
3 Sechsertypen (Sahin, Weigl, Paredes)
4 Achtertypen (Paredes, Castro, Rode, Merino)
3 Zehnertypen (Castro, Pulisic, Kagawa)
und könnte die beliebig (außer Sahin+Weigl) kombinieren.

Was haltet ihr von seinem Ex-Teamkameraden Zielinski? Der könnte auch passen, würde sich aber mehr mit Castro ode Kagawa überschneiden.

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Manuel 12. Juli 2016 um 13:40

Weigl wird nicht als kreativer Spieler gesehen. Hier unterstelle ich denjenigen die das einschätzen deutlich mehr Sachkenntniss als andernorts im Internet. Mich würde allerdings das warum dessen interessieren. In der letzten Saison sah man zwar recht wenig kreatives nach vorn von ihm, ich persönlich hätte aber unterstellt das dies vorrangig eine Vorgabe Tuchels hätte sein können. Daher die Frage an die geschulten Augen: Woran erkennt man das Weigl dies nicht ausfüllen kann?

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CE 12. Juli 2016 um 14:01

Ich würde Weigl nicht als unkreativen Spieler betrachten, aber er ist in der balancierenden Rolle besser aufgehoben. Seine Präsenz in höheren Räumen ist nicht stark genug, sein Spielrhythmus eher unpassend. Das bedeutet nicht, dass er keine kreativen Gedanken hat und das Spiel vorn nicht lesen kann. Aber die Ausführung ist dann doch entscheidend. Zudem fehlt ihm die Dribblingkompenente, auf die ich zum Beispiel bei den genannten Spielern hier geachtet habe. Die Kombination von Dribbling, Übersicht und Passpräzision definierte die Stärke Gündogans. Und bei Gomes und Co. ist es ähnlich. Ein Doppelsechs mit Weigl und Sahin zum Beispiel ist deshalb nicht gänzlich ausgeschlossen, aber sollte vornehmlich als Anpassungsoption dienen.

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Koom 12. Juli 2016 um 14:05

Wobei man eine Weiterentwicklungt nicht ausschließen sollte. Weigl ist jetzt zarte 20 und schon jetzt auf einem sehr hohen Niveau. Läuferisch gut, gute Grundschnelligkeit, sehr schnörkelloses, sicheres und schnelles Paßspiel und eine sehr hohe Präsenz auf dem Platz, auch wenns eng wird.

Mein persönlicher Wunsch wäre, wenn er Pressingresistenz, Zweikampfstärke und defensives Stellungsspiel als weitere Stärken suchen würde, quasi als Kopie zu Javi Martinez. Von der Sorte hat es nicht wahnsinnig viele und würde BVB wie N11 sehr gut tun. Und von seinen Anlagen her sehe ich das eher, als das er sich zu einem Box-to-Box-artigen Kombinationsspieler wie Schweinsteiger entwickelt.

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MrR 12. Juli 2016 um 14:14

Ich finde Weigl fehlt nur noch ein präziser langer Ball/Pass und er könnte den deutschen Xavi Alonso machen. Hab oft das gefühl er traut sich diese langen Bälle noch nicht zu.

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WerderFan 12. Juli 2016 um 15:20

Finde Weigl ist eher ein ähnlicher Spielertyp wie Busquets. Er ist halt noch nicht auf dem Niveau, aber das Potential ist in jedem Fall vorhanden. Diese Ballbehandlug ist nicht nur wahsinnig ästhetisch, sondern auch sehr effektiv.

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Koom 12. Juli 2016 um 16:12

Jepp, sehe ich auch so. Busquets oder Martinez. Beides eher Leute, die zentral defensiv agieren und „nur“ einleitend für die Offensive bereitstehen, vor allem aber als stetige Rückspieloption vorhanden sind und von dort intelligent weitergeben.

Alonso-Pässe sehe ich da weniger. Die scheinen mir mittlerweile besser bei der Abwehrkette aufgehoben, mit Abstrichen noch bei abkippenden DMs. Auf der 6er Position fehlt etwas der Platz für solche langen Pässe. Alonso lässt sich ja auch bevorzugt zwischen oder noch hinter die IV fallen, um solche Pässe zu spielen.

CE 12. Juli 2016 um 16:30

Im EM-Heft hatten wir ihn auch als „busquetsartigen Balancegeber“ charakterisiert.


Drklenk 12. Juli 2016 um 12:44

Kann mir irgendwer erklären, warum Tuchel Schürrle will? Was sieht er in ihm?
Habe immer extrem viel von Tuchel gehalten (und tue es immer noch), aber dieser Transfer will nicht in meinem Kopf rein.

Den Rode -Transfer fand ich auch schon sehr merkwürdig.
Was ist sein Plan?

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CE 12. Juli 2016 um 13:04

Ich wünschte, ich könnte eine konkrete Antwort geben. Schürrle kann innerhalb einer guter Positionsstruktur schon Durchschlagskraft entwickeln, aber ist insgesamt eingeschränkt. Zudem hat der BVB einige talentierte Flügelspieler bereits unter Vertrag genommen. Der Rode-Transfer wäre in meinen Augen optimal gewesen, um einen schon starken Kader abzurunden. Aber vor dem Hintergrund ausstehender Schlüsseltransfers empfinde ich die Verpflichtung als unnötig.

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drklenk 13. Juli 2016 um 09:49

Genau das meine ich. Salopp gesagt: Bevor ich 30 Millionen für Schürrle in die Hand nehme, schließe ich doch erstmal die Baustelle im Mittelfeld. Wenn dann noch Geld über ist, kann man über Schürrle als ergänzenden Spielertypen sicherlich nachdenken.

Ja. Im Moment wirk es so, als wäre Rode der Spieler, den man für Gündogan holt, und das passt ja nun nicht wirklich. Wenn da noch jemand wie Kovacic kommt, steht auch der Rode Transfer in einem ganz anderen Licht, so sehe ich ihn eher kritisch. Bei ihm Frage ich mich aber generell, ob er als Stammspieler eingeplant ist und wenn ja, in welcher Rolle, grade in einem 3er/5er – Ketten – System. Da sähe ich in eigentlich als Wingback oder eventuell sogar Halbverteidiger am stärksten, bezweifle aber, dass das der Plan ist.

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MrR 12. Juli 2016 um 13:19

Ich denke er soll nen Reus-Ersatz werden. Reus ist offensichtlich nicht in der Lage auf allen Hochzeiten zu tanzen (von der Belastung her). Daher will man wohl einen „gleichwertigen“ Ersatz/Konkurenten haben.

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Koom 12. Juli 2016 um 13:27

Spekulatius: Tuchel kennt Schürrle schon ewig. Er hat ihn in der Mainzer Jugend hochgebracht und ihn direkt hochgezogen, als er Profitrainer bei Mainz wurde. Er weiss, wie Schürrle strukturiert ist und vermutlich auch, wie man ihn ideal einsetzt und weiterbildet.

Siehe Mhkytarian: Vor einem Jahr hätte jeder Dortmunder den gern verscherbelt. Jetzt geht er als vermutlich bester Bundesligaspieler der letzten Saison. Einfach, weil Tuchel wusste, welche Rädchen er an ihm wie bewegen musste.

Und Schürrle ist bei weitem kein fertiger Spieler. Er ist ungemein fleissig und diszpliniert. Allerdings hat er sich seit Mainz nicht weiterentwickelt. Seine Stärken sind vor allem Unmengen an sehr intensiven Hochtempo-Sprints. Das ist durchaus eine gute Qualität. Er ist zudem ausserordentlich robust. Klingt für mich wie ein 1:1 Ersatz für Reus.

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Schorsch 13. Juli 2016 um 00:22

„Klingt für mich wie ein 1:1 Ersatz für Reus.“ Vielleicht nicht unbedingt 1:1 (was die Position anbelangt, qualitativ mMn ohnehin nicht), aber prinzipiell schon. Bei Reus ist man momentan noch ziemlich ratlos, wie es bei ihm gesundheitlich weitergeht. Er hat nach wie vor Adduktorenprobleme; bevor an eine Teilnahme am Mannschaftstraining gedacht werden kann, muss erst einmal herausgefunden werden, was tatsächlich die Ursachen seiner Probleme sind und diese muss man dann gezielt angehen. Und erst nach einer erfolgreichen Behnadlung kann es mit dem Training peu à peu losgehen. Das kann noch sehr lange dauern, bis Reus wieder zur Verfügung steht.

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CHR4 13. Juli 2016 um 03:19

ok, da ihr (Koom, Schorsch) scheinbar meine Gedanken lesen könnt, bleibt mir nur das zusammenzufassen:

– Tuchel wird genau wissen, ob er Schürrle will und wenn ja auch genau warum und wofür und wo die Booster-Taste ist 😉 — check
– Verweis/Vergleich auf Mhkytarian, der schon immer ein begnadeter Dribbler war, nur unter Klopp noch mit dem Problem, die Augen zu sehr am Ball zu haben und daher zu selten die Mitspieler und/oder das Tor im richtigen Moment zu sehen — check
– Backup für Reus, da kommt mir noch der Vergleich zum FCB als man Alonso ursprünglich als Backup für Schweinsteiger holte, auch da gab es genug Stimmen: „zu alt“ „zu langsam“ „Gehalt zu hoch“ usw. ; wie nötig er war, hat man gesehen … — check

wenn das nicht als Begrüdnung reicht, warum ne Verpflichtung von Schürrle Sinn macht, weiss ich auch nicht …
ich fänds auch schade so einen Spieler nächste Saison nicht international zu sehen …

wobei mir da natürlich der Gedanke kommt, dass Draxler evt. der bessere Schürrle wäre, aber ich glaube Schürrle dürfte wesentlich günstiger zu bekommen sein und wenn Tuchel weiß, wo der Knopf versteckt ist, bekommmt er ihn vielleicht an das Niveau, das Draxler derzeit hat ran

ich hoffe aber das Reus bald zurückkommt und wünsche ihm das beste … Spieler wie er sind einfach schon selten genug …

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Schorsch 12. Juli 2016 um 13:47

„Was ist sein Plan?“ Das ist der Punkt. In der letzten Saison spielte man in der Hinserie offensiver, in der Rückserie kompakter. Was nicht nur an den Positionierungen der AV festzumachen war. In der Hinserie schoss man mehr Tore, war aber auch konteranfällig. In der Winterpause arbeitete Tuchel mit der Mannschaft an der Offensiv/Defensiv – Balance. Folgerichtig wurde die Konteranfälligkeit behoben, aber man erzielte auch weniger Tore. Das Ballbesitzspiel fruchtete sehr früh, zum Erstaunen vieler. Aber die Spielweise des BVB war mMn eher ein Hybrid aus Ballbesitz- und Umschaltspiel. Viele Tore wurden nach Umschaltsituationen erzielt. Will sagen: In welche Richtung Tuchel das Spiel des BVB (weiter-)entwickeln will, vermag zumindest ich nicht zu sagen. Welche Komponenten er stärker oder eher weniger betonen will? Die Neuverpflichtungen lassen mit ihren Stärken und Potentialen da keinen eindeutigen Rückschluss zu. Außer vielleicht, dass mit Dembélé ein dribbelstarker Spieler verpflichtet wurde, der die 1:1-Komponente stärken wird. Insofern bin ich persönlich ein wenig zurückhaltend, was die Einschätzung einer möglichen Verpflichtung von Schürrle anbelangt. Niemand außer Tuchel selbst und die Clubverantwortlichen können wissen, welche Rolle Tuchel ihm zudenken und auf welcher Position er ihn einsetzen würde.

Gestern schrieb ich in einem anderen thread, dass für mich die Entwicklung beim BVB das wohl Spannendste sei, was die neue Bundesligasaison und darüber hinaus zu bieten habe. Was einerseits an den Neuzugängen und ihren Stärken und Potentialen liegt, andererseits auch daran, in welche Richtung Tuchel den BVB entwickeln wird. Alle 3 Abgänge waren entscheidende Spieler, die man ohnehin nicht 1:1 ersetzen kann.

Noch zu Rode: Ich würde die ‚physische Komponente‘ nicht außer acht lassen. Sven Bender ist für die Innenverteidigung eingeplant und ein entsprechender Spielertyp im defensiven / zentralen Mittelfeld kann nicht schaden. Zumindest in bestimmten Spielen und Spielsituationen. Klopp wollte ihn wohl damals für den BVB haben, aber Sammer / Bayern hatten die besseren Karten. Zu Peps Bayern hat er nicht so recht gepasst, ob er zu Tuchels BVB passen wird hängt eben auch von der geplanten Entwicklung ab.

Watzke meinte sinngemäß, dass man in der nächsten Saison um die erreichung der CL kämpfen müsse. Die neuen Spieler müssten sich erst eingewöhnen, die jungen Talente unter ihnen müssten an die Mannschaft herangeführt werden und seien naturgemäß Leistungsschwankungen unterworfen. Eine realistische Einschätzung, wie ich finde. Was die Verpflichtung eines oder gar zwei weiterer Spieler mit einer gewissen Erfahrung wahrscheinlicher macht. Z.B. Götze. Kovacic ist auch noch jung, aber wenn schon Umbruch, warum nicht gleich konsequent?

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LVG 12. Juli 2016 um 14:21

Tuchel lässt in den bisherigen Testpielen häufig 3-4-3 spielen. Dort würde Schürrle auf rechts ganz gut reinpassen. Ich sehe den Transfer zwar auch sehr kritisch aber die Einbindung würde zumindest passen. Dazu muss man halt auch sagen das man mit dem Transfer eine gewisse Garantie schafft Leistung zu bringen. Reus ist noch verletzt und bei den Talenten auch wenn sie enorm talentiert sind weiß man nicht wie lange die Adaption an die neue Liga dauern wird. Deswegen geht man hier einen sicheren aber nicht gerade guten Weg.

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Markus 12. Juli 2016 um 17:05

Das fand ich auch interessant zu beobachten, fiel sofort ins Auge. 3-4-3, das dann defensiv durch zurückziehen der Außen zu einem 5-2-2-1 / 5-4-1 / 5-wasauchimmer werden kann. Mal sehen, wie sich das in der Vorbereitung weiter darstellt.

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tobit 12. Juli 2016 um 18:01

Wer hat denn da als Wingbacks gespielt? 2 gelernte AVs oder auch mal Offensivspieler?

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LVG 12. Juli 2016 um 18:16

Schmelzer natürlich auf links wobei ich auch Guerreiro da sehr passend finde und Passlack auf rechts was momentan seine beste Position ist. Überraschend vllt Ginter wurde konstant als rechter Halbverteidiger getestet.

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tobit 12. Juli 2016 um 19:49

Das haben ja auch viele vorher schon gefordert, dass er mal als HV spielen soll.
Wie haben sich die beiden denn so gemacht?
Traut ihr Passlack eine tragende Rolle schon in dieser Saison zu oder kommt noch ein Wingback mit mehr Klasse und Erfahrung?
Also ähnelt die Formation der aus der Rückrunde, nur vorne mit breiteren HS?

LVG 12. Juli 2016 um 21:21

Gut Ginter wurde kaum gefordert hatte meiner Meinung aber Probleme beim Rausrücken und bei der Konterabsicherung. Passlack war ganz gut hatte aber Probleme wenn Dembele auf seiner Seite gespielt hat und er nicht mehr einfach nur breit stehen konnte. Ich sehe auch keine tragende Rolle bei Passlack er lebt halt sehr von seiner Athletik ist aber technisch noch unsauber und recht wild in seiner Entscheidungsfindung.

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LVG 12. Juli 2016 um 21:29

Das System war doch recht fluid und nicht so sehr auf Breite aus gerichtet wie z.B. Barca unter Pep lag aber auch daran, dass Auba und Dembele die Halbstürmer gespielt haben und immer wieder ins Zentrum gezogen sind. Glaube auch nicht das die Halbstürmer groß auf Breite ausgelegt werden bis auf Schürrle ziehen ja eigentlich alle gerne in die Mitte und mögen die Halbräume.

DMB 14. Juli 2016 um 01:03

Die beiden Kommentaren haben auch ständig von einer Dreierkette geredet, aber mir fiel es schwer da tatsächlich (außer in der ersten Hälfte im ersten Spiel eine zu erkennen). Ist das noch jemandem so ergangen?

In den 4 Halbzeiten (in denen ja immer quasi komplett durchgewechselt wurde) habe ich das so gesehen:
1. Spiel 1. Halbzeit:
Dreierkette mit Ginter, Sokratis und Burnic (hatte ich bis jetzt immer nur im DM gesehen, sah aber gar nicht schlecht aus), welche defensiv von Baxmann und Larsen zur Fünferkette komplementiert wurde.

1. Spiel 2. Halbzeit:
Viererkette mit Schmelzer, Zimmermann, Bender und Dieckmann. Schmelzer recht offensiv, Dieckmann eher zurückhaltend. Passlack, welcher angeblich rechter Flügelläufer war, hat sich aber nie in die Kette zurückfallen lassen und Dieckmann hat durchgehend selber die Breite im ersten Drittel gegeben.

2. Spiel 1. Halbzeit:
Viererkette mit Schmelzer, Bender, Sokratis und Ginter. Hier sollte laut Kommentator wieder Passlack der Flügelläufer sein und Ginter dafür Halbverteidiger. Allerdings hat auch hier Ginter an der Linie geklebt und Passlack war im Defensivbereich nicht zu sehen.

2. Spiel 2. Halbzeit:
Naja, hier hat ja eher eine erweiterte U19 gespielt. Allerding mit recht klarer Viererkette bestehend aus Scuderi, Pieper, Zimmermann und Larsen.

Mich hat das insgesamt eher an den Beginn der letzten Rückrunde erinnert, wo Schmelzer sehr offensiv war, dafür Piszczek sehr zurückhaltend. Quasi offensiv eine Dreierkette, wo sich Schmelzer defensiv mit einreiht um eine Viererkette herzustellen.
Denkt ihr das könnte Tuchel erneut präferieren? Mal sehen, was er spielen lässt, wenn mehr der potentiellen Stammspieler da sind…

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LVG 15. Juli 2016 um 18:30

Hab mich in den Kommentaren immer nur auf die vermeintlich erste Elf bezogen. Natürlich war es keine klare Dreierkette wie sie Juventus spielt. Das meinte ich ja mit fluid. Dafür sind die Spieler auch nicht passend. Aber es gab halt immer wieder Ansätze und Ginter hat doch recht stark wie ein Halbverteidiger gespielt. Jedenfalls kaum hinterlaufen. Kaum rausrücken auf die Seite. Kaum Longline Pässe über Außen. Dass Passlack nicht zu sehen war lag eher am Gegner. Aber du hast schon recht das es sehr an die letzte Saison erinnert. Nur Ginter spielt die Rolle natürlich anders als Piszczek was aber nicht unbedingt schlecht ist. Und gerade offensiv sind Auba und Dembele natürlich etwas linearer als Mkhitaryan aber wer wäre das nicht.

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drklenk 13. Juli 2016 um 09:56

Passt ganz gut zu einer möglichen Aufstellung, die ich vor ein paar Wochen mal auf Twitter gepostet habe, damals allerdings noch mit Miki im Team.

Schürrle als Wingback mit Guerrero / Schmelzer auf der anderen Seite wäre sicherlich interessant.

Dennoch halte ich es für sehr riskant, vielleicht die wichtigste Position nur mit Castro und Merino zu besetzen, grade, wenn offenbar noch viel Budget zur Verfügung steht. Wingback könnten auch Kuba, Passlack oder zu Not Piszczek spielen und die Halbzehner Position ist mir Dembele, Kagawa, Reus, Pulisic und Mor eh schon ausreichend und top besetzt.

Wenn wirklich 3-4-2-1/5-4-1 Systeme geplant sind, sollte die Prioritätenliste meiner bescheidenen Meinung nach eigentlich: 1Verbindender Zm 2.Spielstarker Halbverteidiger und dann erster Wingback für rechts sein.

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Schorsch 12. Juli 2016 um 23:00

Nochmals zu „Was ist sein Plan?“.

Um das aufzugreifen, was ich in meinem anderen post bereits versucht habe zu beschreiben, hier ein aktuelles Zitat von Thomas Tuchel zum Umbruch in seinem Team nach dem Fortgang der 3 Schlüsselspieler und der (bisherigen) Verpflichtung neuer Spieler:

„Wir müssen frei im Denken sein und einen Stil finden, der unseren Talenten entspricht. Wir werden Zeit brauchen, die Dinge neu zu ordnen, schauen was sich entwickelt, spielerisch und taktisch“.

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Koom 13. Juli 2016 um 09:46

So, wie ich Tuchel kenne, darf man das tatsächlich wortwörtlich nennen. Er hat bestimmt 4-5 Ideen in seinem Kopf, aber er schnitzt das System auf die Mannschaft und nicht umgekehrt. Es wird sicherlich in der Grundlinie wie das System der vergangenen Saison sein, also in der Tendenz auf Ballbesitz gehend, aber wie sich das im Positionsspiel genau ausprägt, hängt von den Spielern ab.

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Schorsch 13. Juli 2016 um 18:31

Wenn man ‚dem Umfeld‘ einigermaßen glauben schenken darf, dann war Tuchel nicht unbedingt traurig über den Fortgang von Hummels. Nicht aus sportlichen Gründen, aber angeblich solle es zwischen den beiden nicht so recht gestimmt haben. Tuchel soll Hummels für einigermaßen gut zu ersetzen gehalten haben – durch Toprak. Gündogans Abschied war schon seit langer Zeit klar ist nur durch bestimmte Umstände immer wieder verschoben worden. Zum Saisonende hat Tuchel Gündogan auch gar nicht mehr gebracht, trotz ausgeheilter Verletzung. Worauf er aber gebaut haben soll sei ein Verbleib Mkhitaryans gewesen, den er als wesentlichen Baustein zur Weiterentwicklung der Spielweise seiner Mannschaft angesehen habe. Angeblich hatte Tuchel demnach 3 wesentliche Erwartungen/Wünsche/Forderungen hinsichtlich Personalfragen an die Clubbführung: Mkhitaryan halten, Toprak und Bellarabi holen. Bei Toprak und Bellarabi wäre noch hinzugekommen, dass sie beide deutschsprachig sind. Dass sei ihm wichtig gewesen, da es die Eingewöhnungsprobleme minimieren würde. Nun ist keiner dieser Transfers gelungen und Mkhitaryan ist gegangen. Dass die Statik des Teams damit sich völlig verändert, ist klar und für einen Trainer nicht so einfach. Nicht, dass er dies aus seiner Mainzer Zeit nicht kennen würde. Aber beim BVB hat er damit vielleicht nicht gerechnet.

Eine Verpflichtung Schürrles soll bei Watzke und Zorc nicht auf sehr viel Gegenliebe gestoßen sein. Beide sollen Götze präferieren, der aber wohl bei Tuchel nicht so hoch im Kurs steht. Schürrle soll angeblich so eine Art ‚Kompromiss‘ sein, da er deutschsprachig ist, relativ schnell funktionieren kann und den angeschlagenen Reus einigermaßen schnell ersetzen kann. Watzke und Tuchel haben sich aber beide so geäußert, dass noch mehr als ein Spieler verpflichtet wird in dieser Transferperiode. Gleichzeitig sollen auch noch mehr als nur Subotic abgegeben werden.

Dass da noch so einiges bezüglich der Vorstellungen hinsichtlich der Spielweise des Teams in der neuen Saison in der Schwebe ist, dürfte nachvollziehbar sein.

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Todti 13. Juli 2016 um 19:24

Die Aussagen habe ich auch gelesen und 2 der 3 Forderungen kann ich verstehen bzw. nachvollziehen – Mkhitaryan halten, klar; Toprak für Hummels und damit vielleicht sogar ein wenig stabiler und unabhängiger werden, warum nicht. Aber kann mir jemand erklären, warum Tuchel so stark an Bellarabi interessiert war? Ich sehe bei ihm ehrlich gesagt ähnliche Probleme wie bei Schürrle, auch wenn sie natürlich nicht der gleiche Spielertyp sind.

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Daniel 13. Juli 2016 um 19:41

Bei Bellarabi sehe ich ziemlich großes Potential als Flügelverteidiger- sprich als jemand, der sich aus dem Spielerischen heraushält und allein auf dem Flügel bleibt und dort nach Verlagerungen explosionsartig Durchschlagskraft erzeugt. Das betont seine Stärken (Schnelligkeit, Antritt und Dribbling auf hohem Niveau bei gleichzeitig guter Defensivarbeit). Meines Wissens durfte er das so noch nie spielen. Bei Leverkusen sind die nominellen Mittelfeldaussen stark eingerückt (Schmidt spricht hier auch gern von einer Doppelzehn), wodurch Bellarabis Schwächen in Spielübersicht und Stellungsspiel jedoch stark hervorgehoben werden. Insofern wäre er ein Upgrade zu Durm auf dieser Position, was wie ich finde durchaus Sinn ergeben würde.

Todti 13. Juli 2016 um 20:44

Ok, als Flügelverteidiger macht er in der Tat Sinn, ich hatte ihn nur als Option für die offensiven Flügel wahrgenommen. Die Frage ist, wofür er vorgesehen war und ob man tatsächlich die kolportierten >35 Mio dafür ausgeben würde (und warum Leverkusen das Angebot nicht angenommen hat).

tobit 13. Juli 2016 um 21:07

Bellarabi ist für mich der Prototyp eines offensiven Wingbacks. Brutal schnell, explosiv und ausdauernd, dribbelstark in isolierten Situationen, kluge Läufe in den Strafraum, giftig im Verteidigen/Pressing. 35 oder mehr Mio. wär er mir auch nicht wert, aber für 25 hätte ich ihn geholt.
Vielleicht bringt Leverkusen ja mal ne Dreierkettenformation, dafür wäre der Kader (mit Dragovic) fast perfekt.
————– Leno ————–
– Tah – Dragovic – Toprak –
————- Bender ————-
—— Kampl – Aranguiz ——
– Bellarabi ———- Volland –
—– Chicha – Calhanoglu —-

Todti 13. Juli 2016 um 22:02

Einerseits kann ich mir nicht vorstellen, dass Schmidt von seinem System abweicht, da er mir doch ziemlich dogmatisch erscheint. Andererseits ist eine Weiterentwicklung vielleicht notwendig, da sich mittlerweile einige Mannschaften auf die Leverkusener Spielweise eingestellt haben. Zumindest erschien mir das so. Wie du gesagt hast, bietet der Kader ja eine gute Basis dafür, zumal mit Jedvaj (wenn Toprak zum BVB geht 🙂 ) auch noch ein perfekter Spieler dafür bereit steht. Die ANlagen des jetzigen Systems wäre ja auch keine schlechte Ausgangsformation.

Josef 13. Juli 2016 um 22:25

Im Rückspiel gegen Villareal müsste Bellarabi das so ähnlich gespielt haben. Nominell als RV in der Viererkette, von der Interpretation der Rolle her aber eher als Wingback.

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