FC Bayern München – VfL Wolfsburg 3:0

Benaglio bewahrt Wolfsburg vor der totalen Katastrophe. Kein Druck auf Bayerns Sechser, zu viel Raum für Ribery: Wolfsburg macht fast alles falsch, was man gegen Bayern falsch machen kann.

Grundformationen

Grundformationen

Heynckes rotierte wieder und brachte Shaqiri, Martinez und Ribery für Gustavo, Kroos und den kranken Müller. In der Viererkette agierten Dante und Boateng weiterhin innen, Badstuber und Lahm spielten außen.

Martinez und Schweinsteiger bildeten die Doppelsechs, Shaqiri spielte davor als Zehner. Ribery und Robben kamen auf ihren üblichen Seiten zum Einsatz, Mandzukic lief als einzige Spitze auf.

Wolfsburg operierte bei Ballbesitz in einer leicht asymmetrischen Raute. Vor der Viererkette war Josué der tiefste Mittelfeldspieler, Knoche agierte halbrechts tiefer als Kahlenberg links.

Diego spielte davor als Zehner leicht nach rechts versetzt, Olic pendelte zwischen zweiter Spitze neben Dost und linkem Flügel.

Die Überlegungen hinter Wolfsburgs Defensivordnung

Bei Münchener Ballbesitz stellten sich die Wolfsburger in einer Mischung zwischen 4-3-3 und 4-5-1 auf. Olic verteidigte links im Mittelfeld, Diego rechts.

In der Theorie gibt es einige Argumente für diese Ordnung: Olic sollte Lahms Vorstöße verfolgen, Diego auf der Gegenseite spielte etwas zentraler, wohlwissend, dass Badstuber nicht für die allergrößte Offensivgefahr steht.

In diesem Halbraum sollte Diego dann nach Ballgewinnen gesucht werden und von dort aus die Konter initiieren. Vorteil hier: Diego ist nicht direkt der Absicherung eines der Münchener Sechsers ausgesetzt.

So viel zur Theorie… Dass Wolfsburg von der ersten Minute an hoffnungslos unterlegen war, lag sowohl an einer starken Leistung der Bayern, als auch an den Fehlern im eigenen System, die im Folgenden kurz dargestellt werden sollen.

Kein Druck auf Bayerns Sechser

Durch die tiefe Zentrale Wolfsburgs hatten die Sechser der Bayern enorm viel Platz und dazu noch Zeit. Da Olic und Diego außen verteidigten, war Dost in der Mitte alleine gegen das Münchener Viereck aus den beiden Innenverteidigern und Sechsern.

Bayern sah sich im Spielaufbau keinem Druck entgegengesetzt. Ribery konnte so häufig per Spielverlagerung in direkte Duelle mit Fagner geschickt werden.

Zu dem Faktor Raum kam durch den quasi nicht vorhandenen Druck durch Dost auch noch der Faktor Zeit hinzu. Schweinsteiger, Martinez und Dante konnten das Spiel nach Belieben steuern und waren immer eine sichere Anspielstation.

Loch auf dem Flügel bringt Fagner in die Bredouille

Die wenig bedrängten Spieleröffner der Bayern konnten immer wieder lange Diagonalbälle auf die Flügel spielen.

Hier konnten Robben und insbesondere Ribery sehr häufig in 1gegen1-Situationen mit dem jeweiligen Außenverteidiger gebracht werden. Gerade Ribery konnte hier gegen Fagner glänzen, mit dem man schon etwas Mitleid haben konnte.

Dass diese Duelle so oft zustande kamen, lag grundsätzlich an zwei Faktoren. Kahlenberg und Knoche, also die Spieler auf den Halbpositionen, kamen nur äußerst selten zum Doppeln. Doch wieso eigentlich?

Besonders der junge Knoche rückte zu oft heraus, um Bayerns Sechser noch irgendwie zu attackieren. Da diese allerdings so viel Raum und Zeit zur Verfügung hatten, war dieses Herausrücken total sinnlos. Eh eine „pressbare“ Situation entstand, war der Ball schon längst weitergespielt worden.

Gut möglich, dass Magath diesen Punkt in einer Unterbrechung an der Seitenlinie ansprach, Knoche stand in jener Szene jedenfalls recht lange bei seinem aufgeregten Coach. Danach machte er es etwas besser und hielt seine Position länger, ob auf Anweisung oder intuitiv sei mal dahingestellt.

Zweiter Grund für die Vielzahl an 1gegen1-Situationen auf den Flügeln war, dass sich Olic und Diego zu sehr auf die Münchener Außenverteidiger konzentrierten. Hätten sie sich nur 5 Meter tiefer postiert, wären die langen Diagonalbälle auf die Flügelstürmer um ein Vielfaches schwieriger geworden.

So kamen Robben und Ribery immer wieder in direkte Duelle. Ribery führte fast folgerichtig die meisten Zweikämpfe aller Spieler. Er gewann zwar nur die Hälfte, diese jedoch in den für Wolfsburg brenzligen Zonen in unmittelbarer Nähe des Sechzehners.

Überladen in den Halbräumen, Präsenz im Strafraum durch die nachrückenden Sechser

Bayerns Offensivkräfte suchten immer wieder den engen Kontakt zueinander. Einer der Sechser rückte dann auf, um für Präsenz im Strafraum zu sorgen. So fiel auch das 1:0.

Auffällig war, wie oft Ribery und Robben ihre Positionen verließen, um die Seiten oder das Zentrum zu überladen.

Zusammen mit Shaqiri und Mandzukic bewegten sie sich immer wieder in die Halbräume, wo sie dann durchbrechen konnten.

Wichtig war hier, dass immer einer der Sechser, meistens Martinez, in diesen Situationen mit in den Strafraum rückte, sodass die Wolfsburger nicht komplett auf die ballnahe Seite schieben konnten. Der ballferne Außenverteidiger der Bayern rückte ebenfalls weit auf und besetzte den Rückraum.

Das 1:0 durch Schweinsteiger entstand aus eben so einer Szene, beginnend mit einem kurz ausgeführten Freistoß, dessen ungefähre Position derer Schweinsteigers in der Grafik entspricht.

Die rechte Seite wurde überladen, Bayern kam mit kurzen Kombinationen auf die Grundlinie, von wo der nachrückende Schweinsteiger dann bedient wurde.

Wolfsburg kommt nicht in aussichtsreiche Zweikampfsituationen

Durch das Überladen der Bayern, die schematischen Löcher in der Formation und die vielen 1gegen1-Szenen konnte Wolfsburg nur selten in Situationen kommen, in denen Zweikämpfe gut für sie enden konnten.

Sie kamen individuell entweder viel zu spät und trafen bspw. auf Ribery in vollem Tempo oder sie schoben zu langsam im Verbund auf die ballnahe Seite und wurden durch Spielverlagerungen ausgehebelt.

Kaum verwunderlich also, dass bis auf Kahlenberg (6 von 11), Naldo (6/10) und Pogatetz (14/23) alle Wolfsburger eine negative Zweikampfbilanz vorwiesen.

Selbst in einigen Szenen, bei denen mal gedoppelt wurde, stellten sie sich ungeschickt an, man denke an Riberys Solo durch vier (!) Wolfsburger auf engstem Raum in der ersten Halbzeit, das letztendlich durch ein Foul beendet wurde.

Keine Wolfsburger Konter

Bayern brannte in der ersten Halbzeit ein Feuerwerk ab, hatte schon 10 Ecken und einige Hundertprozentige. Jedoch hatten die Wolfsburger natürlich auch mal den Ball. Dass sie mit diesem recht wenig anzufangen wussten, lag vor allem an den fehlenden Verbindungen.

Die Außenverteidiger und Sechser rückten schlichtweg nicht mit vor, Olic, Diego und Dost waren die einzigen Spieler, die den Weg nach vorne suchten. So war es für Bayern nicht sonderlich schwierig, die Bälle binnen weniger Sekunden zurückzugewinnen. Ganze vier Torschüsse brachte Magaths Team so zu Stande, davon keinen wirklich gefährlichen.

Keine Änderungen

Magath nahm keine signifikanten Umstellungen während des Spiels vor, die Schwachstellen im System wurden nicht behoben.

Auch das Personal tauschte er erst recht spät aus, obwohl einige katastrophale individuelle Leistungen ablieferten (Josue!). Für Naldo, der nicht nur beim 2:0 schlecht aussah, kam Träsch auf die Sechserposition, Knoche rückte in die Innenverteidigung.

Vierinha ersetzte Kahlenberg und spielte etwas breiter als der Däne, Olic wurde dafür von seinen Defensivaufgaben weitesgehend entbunden und blieb nun auch bei gegnerischem Ballbesitz zweite Spitze.

Man kann nun spekulieren, ob Magath die Niederlage mit dem 1:0 oder spätestens 2:0 schon hingenommen hatte. Jedenfalls ist es überraschend, dass er keine Änderungen vornahm, obwohl sein Plan ganz offensichtlich nicht aufging.

Tuchel hingegen erkannte gegen Bayern schnell die Schwachstellen und stellte das System um. Bei beiden steht am Ende zwar die Niederlage, bei Mainz trat im Vergleich zu Wolfsburg aber eine sichtliche Besserung im Spiel auf.

Fazit

Bayern gewinnt schon wieder gegen einen schwachen Gegner. Bisher war nahezu jedes ihrer Spiele mit dem Führungstreffer entschieden, da der jeweilige Gegner kein Offensivkonzept vorwies.

Hier sieht man einmal, wie wichtig ein frühes Tor ist. Die Passstärke, das verbesserte Gegenpressing und die schnellen, konterstarken Offensivkräfte machen es äußerst schwer, einen Rückstand gegen Bayern aufzuholen. Der letzte Aspekt wird gegen ambitioniertere Gegner, die sich mit einer knappen oder „erträglichen“ Niederlage gegen Bayern nicht zufrieden geben, noch stärker zum Tragen kommen, da es bisher nie der Fall war, dass der Gegner „hinten auf“ machte.

Magath wäre mit einem 4-4-1-1 wohl besser gefahren, die Räume auf den Außenbahnen wären klarer besetzt gewesen, zudem hätte man Bayerns Sechser etwas besser unter Druck setzen können.

Der fehlende Druck auf Schweinsteiger, Martinez, Dante und den im Passspiel leicht verbesserten Boateng in Verbindung mit der mangelnden Abdeckung der Flügel gab letztendlich den Ausschlag für die Niederlage. Dass diese nicht in rekordverdächtigen Sphären endete, ist allein Benaglio zu verdanken.

Auch wenn Magath sicher keine Punkte in München eingeplant hatte, ist offensichtlich, dass er noch kein passendes System für die Mannschaft gefunden hat. Die schwache individuelle Form einzelner Akteure macht die ganze Sache sicher nicht einfacher.

Zizou 28. September 2012 um 15:02

( Ich lasse hier mal die gute Leistung der Bayern außen vor scheinbar sind wir uns ja darin im ganzen einig und konzentriere mich hierbei nur auf die Wölfe)

Es ist einfach erschreckend was der ehemalige Deutsche Meister sich in der letzten Saison und auch Anfang dieser Saison einfach für Fehler leistet ( Bsp. Pogatetz Eigentor). Hinzukommt einfach der Verschleiß an Spielern den Quälix gerade zuletzt bei Wolfsburg an den Tag gelegt hat. Ich hoffe ich finde hier Zustimmung wenn ich sage, dass hier Spieler gekauft werden die meistens so im „Sale“ ( ich möchte den Qualitäten der Profis von Wolfsburg nicht zu nahe treten) noch gerade eben zu haben sind. Ich verstehe die Transferpolitik von Magath einfach nicht aber das ist ein anderes Thema.

Zum Spiel: Es ist mir einfach mal wieder aufgefallen, dass Wolfsburg ein Haufen zusammengewürfelter Spieler ist. Ich sehe keine Struktur, ich sehe keine Taktikansätze. Hier gibt es kein konsequentes Konterspiel, weder Ballbesitzspiel noch sonst etwas. Für mich stand Magath, gerade in der Meistersaison und als Trainer bei den Bayern, immer als ein Taktikfuchs der gerade beim Training extrem auf Kondition setzt um dann im letzten Viertel oder der letzten halbe Stunde des Spiels den Gegner überlaufen zu können. Ich sehe hiervon rein garnichts mehr. Eigentlich hat Magath eine relativ gute Mannschaft auf dem Platz ( jedenfalls steht das auf dem Papier).

Jetzt meine Fragen:
1. Ist für Magath der „Taktikzug“ abgefahren?
2. Was haltet ihr von seiner Transferpolitik und seht ihr darin ein System?
3. Wie kann Wolfsburg wieder erfolgreichen Fußball spielen, wo fehlen da die Spielzüge etc. ?

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Solid Snake 28. September 2012 um 15:59

Schau mal hier im Archiv da gibts nen wirklich guten Bericht über Magath auch ein bisschen zu seiner Person sehr interessant.Bei Wolfsburg muss man sehen das dort ganz entscheidende Leute mit Helmes und Mandzukic weggebrochen sind.

Das heutige Schalke hat er erst auf diese Stufe gebracht, die würden noch auf Platz 5-8 rumkrebsen wenn er das nicht umgekrempelt hätte.Vor der Saison hab ich WOB auf Platz 3-7 eingeordnet und ich denke EL ist noch machbar.

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Zizou 28. September 2012 um 16:06

danke dir ich werde mal nachschauen 🙂

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Doerk 29. September 2012 um 06:16

Klar hat Magath auf Schalke einiges geleistet, hat papadopoulos gekauft, Matip aufgebaut, hat aber auch Kracher wie jurado oder Annan auf dem gewissen.

Er geht hohes Risiko und haut die Kohle ziemlich konzeptionslos raus, da werden spieler wie Rodríguez oder dost teuer eingekauft, ein mandzukic verkauft und Diego und Helmes, die schon längst weg sollten, sind immer noch da.
Ein Traesch spielt gar keine Rolle mehr.

Eine spielerische Linie ist nicht erkennbar.

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Solid Snake 29. September 2012 um 09:26

Klar verschleisst er viele Spieler aber das sind keine kleinen Kinder die wissen worauf sie sich einlassen.Und ich glaube nicht das er das Geld einfach so raushaut schau mal wieviel seine Spieler jetzt Wert sind.Damals Dzeko glaub 30Mio,Mandzukic 15, Papa ist bestimmt auch seine 15 Wert Huntelaar würde sicher auch Profit bringen.
Ich glaube auch wenn es immer ziemlich unübersichtlich zugeht steht am Ende doch ein dickes Plus.Gut Wolfsburg steht jetzt sportlich noch nicht so gut da aber das wired schon.Kann mir gut vorstellen das die auf Dauer die dritte Kraft hinter Bayern und Dortmund werden.

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datschge 29. September 2012 um 14:33

Magaths „Einkaufswut“ ist ja auch eine Chance für die vielen Spieler, auf sich aufmerksam zu machen. Stammplätze sind bei allen Vereinen rar gesäht, aber bei den meisten wird zudem auch einen äußerst konservative Transferpolitik betrieben. Dabei sollte man das nicht daran messen, wieviele Verplichtungen tatsächlich einschlagen, sondern wie die Finanzen unter dem Strich ausschauen, und da kommt Magath in der öffentlichen Betrachtung schlechter weg als er verdient. Magaths Vorgehensweise bietet da oft ein Sprungbrett für weniger bekannte Spieler, auf die dann andere Vereine verhältnismäßig risikofreier zurückgreifen können. Es erinnert in der Hinsicht bisschen an das freizügigere Spielerrumgeschiebe, wie es bei italienischen Vereinen praktiziert wird.

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Jourl 27. September 2012 um 16:00

Gute Analyse.

Allerdings gibt es im letzten Absatz ein kleinen formalen Fehler, und zwar in dem Satz:
„Hier sieht man einmal, wie wichtig frühes Tor ist.“

fehlt wohl das kleine Wörtchen ein :)?

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Pseu 27. September 2012 um 16:46

Könnt ihr nicht mal eine zweite Kommentarspalte einführen, die sich mit formalen und sprachlichen Aspekten der Kommentare und mit faktischen Fehlern befassen?
Es nervt, immer zwischen den fachlichen Diskussionen diese (nützlichen) Hinweise lesen zu müssen.

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maverick.91 27. September 2012 um 17:13

dafür

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Jourl 27. September 2012 um 20:18

Sorry, aber die 2-3 Zeilen kann man auch einfach überlesen 😉

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pseu 27. September 2012 um 21:03

es sind aber pro artikel zig mal „2-3 Zeilen“ 😉

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CS 27. September 2012 um 21:11

Also so lange die Texte verständlich sind (und das sind sie in 99,99 % der Fälle auch bei solchen kleinen Fehlern), sehe ich ja eigentlich gar keinen Grund, sowas überhaupt zu kommentieren. Auch wenn Fehlerkorrektur immer ne gute Sache ist.

Wie wärs denn mit einer zweiten Spalte für solche Kommentare, die dann aber nur (!) für die Leute von Spielverlagerung sichtbar wären? Dann könnten die darauf reagieren, ihre Fehler ausmerzen, damit die Artikel verbessern und wir Kommentierer stolpern nicht dauernd über diesbezügliche, fachfremde Kommentare…

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pseu 28. September 2012 um 15:07

dafür!

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MR 28. September 2012 um 17:58

Die Kommentarspalte wird eh massiv überarbeitet, wir werden das dabei berücksichtigen.

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Till 27. September 2012 um 15:59

Ich schliesse mich da sharpe von weiter oben an. Zum einen haben auch starke Teams oft Probleme mit Gegnern, gegen die ein Sieg „eingeplant“ ist. Bayern oft in der Vergangenheit oder auch in dieser Saison Real Madrid oder Dortmund fallen mir da spontan ein. Zum anderen wissen die Gegner doch auch um die Konterstaerke der Bayern, genau wie der Autor des Textes hier. Der erste und zweite Paragraph des Fazits widersprechen sich daher in meiner Sicht.

Nur sehr wenige Teams koennen im Moment in Normalform beider Mannschaften mit den Bayern mitspielen. Huub Stevens raeumte ja ein, dass Schalke dies zur Zeit nicht kann. Vielleicht war die Aussage nur fuer die Medien, aber mir scheint es eher wahrscheinlich, dass er dies so auch seiner Mannschaft implizit in der Vorbereitung mitgeteilt hat. Versucht, so wie Chelsea!, die Bayern am Torerfolg zu hindern, und dann mit Glueck und Standardsituation zum Erfolg zu kommen. Das ist das einzig schluessige Offensivkonzept gegen Bayern im Normalfall in dieser Saison, mit Ausnahme von sehr, sehr wenigen Mannschaften (Dortmund?). Alles andere benoetigt noch wesentlich mehr Glueck, und man laeuft die Gefahr erheblich unter die Raeder zu kommen (1:6 fuer den VfB innerhalb von ungefaehr 30 Minuten).

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C 28. September 2012 um 18:00

Auch der Kommentar hätte ein like verdient

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C 27. September 2012 um 13:46

Mal was anderes ich würde mir ähnlich wie bei wahretabelle.de wünschen, dass die Autoren sich auch zu Vereinssympathien äussern vielleicht sogar n bisschen ausführlicher also wirklich eine Tabelle wo man dann mit ++ + 0 – — die Sympathie angibt. Ich will hier niemandem fehlende Neutralität unterstellen, vielmehr denke ich man nie zu 100% neutral sein.

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Zuschauer 27. September 2012 um 15:03

Ich fände das ganz fatal.
Es ist schon schlimm genug, dass schon jetzt einige Kommentare in die Richtung gehen (nicht wirklich auf dich bezogen) und unter Zuhilfenahme von Vereinssympathien irgendwelche Aussagen oder die Auswahl der analysierten Partien ins falsche Licht rücken wollen.

Diese nutzlosen (weil einfach nur weit, weit entfernt von konstruktiver Kritik) Kommentare würden dann wohl vermehrt auftreten und darauf kann ich (und wohl auch einige Andere) gut verzichten.

Zu Bayerns Leistung:
Finde ich auch enorm stark, denke aber dass ihre Leistung von Spielverlagerung auch entsprechend von spielverlagerung gewürdigt wurde (ausgenommen Fürth, da wurde das ein bisschen zu sehr relativiert) aber natürlich müssen auch die Fehler der Bayern-Gegner aufgezeigt werden, insbesondere wenn es sich um solche wie Wolfsburg.
Das macht spielverlagerung aber auch bei anderen Mannschaften, zum Beispiel wurden immer sehr gut die Schwächen der Dortmund-Gegner dargestellt und diese haben gegen Dortmund ja teilweise sogar gewonnen!

Mit deiner Logik könnte man da genauso gut argumentieren, dass Dortmunds Leistung schlechtgeschrieben wurde (vor Allem, da die ja ihre Spiele auch noch verloren haben). Genau so etwas gehört aber einfach nicht auf diese Seite (mMn), das sind persönliche Eindrücke, die man auch überhaupt nicht diskutieren kann (anders als Taktik), die folglich nicht in einen Ort gehören, in welchem sich vornehmlich mit den intellektuellen (also sehr wohl erörter- und diskutierbaren) und nicht den emotionalen Aspketen des Fußballs beschäftigt wird.

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C 27. September 2012 um 15:26

Also mein like vorhin war auf die beste Berichterstattung bezogen, zweifelohne ist spielverlagerung noch am neutralsten.

Allerdings muss ich auch ganz kar sagen, dass es eben Sätze wie „Bayern gewinnt schon wieder gegen einen schwachen Gegner.“ sind über die man sehr wohl diskutieren kann. Das klingt für mich schon wieder nach „Bayern-Dusel“ und da ist man nunmal sehr weit weg von der Objektivität.

Zitat Wikipedia: „Zusätzlich führt Schütte den Umstand an, dass der FC Bayern ein stark polarisierender Verein sei und es „für diejenigen, die die Bayern nicht mögen, […] eine Erleichterung [ist], nicht die Leistung der Mannschaft anerkennen zu müssen, sondern ihr Glück für ihre Erfolge verantwortlich machen zu können.““. Dass sich ein Gegner nicht gewehrt hätte hab ich bei nem Dortmund Artikel gefühlt noch nie gelesen oder auf jedenfall wesentlich seltener.

Ich fand die Bayern Leistung gegen Fürth im übrigen sehr korrekt beurteilt.

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CS 27. September 2012 um 16:03

Also Wolfsburg war nun mal gestern ein wirklich schwacher gegner, auf der anderen Seite haben die Bayern auch sehr gut gespielt. Ich denke, da sind wir uns alle einig.

Und ja, mich nervt es auch oft zu hören, dass die Bayern ja schon wieder nur gegen einen leichten Gegner gewonnen hätten. Aber ganz ehrlich, ich hatte noch nie das Gefühl, dass Spielverlagerung auch in diese Kerbe schlägt, auch wenn dieser eine Satz hier vielleicht ein bisschen unglücklich war.
Man kann ihn aber auch so verstehen, dass bisher jede Mannschaft gegen die Bayern schwach gespielt hat (was nicht dasselbe ist). Das aber lässt die Leistung der Bayern ja nicht automatisch schlechter werden, denn man sagt ja nicht umsonst, dass man nur so gut spielen kann, wie es der gegner zulässt (Phrasenschwein, ich weiß).
Schalke und Valencia sind für mich beides gute Mannschaften, wenn auch kein europäisches Spitzenniveau (aber wer hat das schon). Von daher würde ich mich entschieden dagegen wehren, diese beiden Teams als „schwache“ Gegner darzustellen. Allerdings haben die Bayern sie eben einfach schwach aussehen lassen. Könnten wir uns darauf einigen?

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C 28. September 2012 um 18:03

Ich stimme dir vollkommen zu. Mein Punkt war eher, dass so ein Bericht nie für alle zu 100% neutral sein kann und ich es besser fände wenn man dann auch ganz klar dazu steht, dass man eben nicht mit den Bayern sympathisiert.

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Caleb 27. September 2012 um 13:01

Felix Magath hat mit seinem taktischen Konzept den Bayern in die Karten gespielt. Jedenfalls hatte die Begegnung den Charakter eines Testspiels. Als Bayernfan überbewerte ich weder diese Partie, noch die vorangegangenen. Ich habe bereits nach dem 2. Spieltag gesagt, dass das Spiel gegen Bremen die erste richtige Bewährungsprobe sein wird. Daher freue ich mich schon mal auf die ausführliche Analyse von euch zum Spiel am Samstag. Ich erwarte dann (endlich!) ein Duell auf Augenhöhe.

Danke übrigens für eure tollen Artikel. Ich hoffe, eure Arbeit wird noch bekannter (ein Insidertipp seid ihr ja inzwischen nicht mehr 😉 ), euer Blick aufs Spiel ist so viel ausgereifter, besser, fundierter und tiefsinniger als alles, was es in der breiten Masse in D an Fußballberichterstattung gibt.

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sharpe 27. September 2012 um 13:15

ich sehe das etwas anders. warum sollten alle Bayern-Gegner immer gerade gegen Bayern grottenschlecht gewesen sein. Vielleicht liegts ja doch an Bayerns Stärke. Man gewinnt in der Buli nicht 5 Spiele in Folge so spielerisch eindrucksvoll und lässt so wenig Chancen zu, wenn man nicht selber brutal gut ist. Das einige Spiele phasenweise nur noch Testspiel-Charakter hatten, zeigt doch auch nur die deutliche Überlegenheit.
Ich finde den Artikel fachlich sehr gut, nur der erste Satz des Fazits gefällt mir nicht. Wahrscheinlich deshalb, weil ich mit auch privat oft genug über Freunde ärgere, die nach Bayern-Spielen gegen Valencia, Mainz, Schalke und Wolfsburg immer nur abwertend äusserten, „die Gegner waren ja voll grottig“, anstatt die tolle Form der Bayern anzuerkennen.
Denn so schlechte Mannschaften sind das eigentlich nicht, die haben Bayern in der Vergangenheit schon oft Probleme bereitet.

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C 27. September 2012 um 13:25

Auch ich finde es etwas zu einfach hier zu sagen die Gegner wären immer schlecht gewesen Fürth, Schalke und Mainz waren keineswegs Selbstläufer. Stattdessen hier einfach mal die aktuell hervorragende Form der Bayern anzusprechen wäre denke ich sinnvoller.

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Wolfsmond 27. September 2012 um 15:41

Der Satz „Bayern gewinnt schon wieder gegen einen schwachen Gegner“ ist ja sachlich durchaus richtig. Keiner der bisherigen Gegner konnte oder wollte den Bayern auf Augenhöhe begegnen. Ob das jetzt an schwachen Spielen der jeweiligen Gegner oder an der Bayernstärke liegt ändert nichts am Sachverhalt. In München sieht man sich ja durchaus mit einigem Recht als europäische Spitzenmannschaft und es sollte klar sein: Wenn bei dem Kader alles rund läuft können auch nur andere Topteams da gegenhalten. Schalke konnte es diesmal z.B. nicht, ob Dortmund es kann wird sich zeigen..
Ich freu mich übrgens auch auf das Spiel gegen Bremen; egal wie es ausgeht, es wird extrem interessant sein eben weil die Werderaner sich garnicht hinten reinstellen können 🙂

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PP 27. September 2012 um 16:40

Bayerns Leistung wollte ich damit natürlich nicht schmälern, wobei der Satz vielleicht echt nicht so clever gewählt ist. Wolfsmund hat das in seinem Kommentar ganz gut beschrieben.

Also halten wir es nochmal fest: Ich fand Bayern sehr gut!

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datschge 27. September 2012 um 19:02

Des Einens Schwäche ist nun mal gerne in der Wahrnehmung des Anderens Stärke, und umgekehrt (siehe auch HSVs „Abwehrleistung“ gegen den BVB). Bayern definiert sich über ihre Stärke, sie wird also schon von ihnen selbst als „normal“ angesehen und dadurch relativiert.

Was „schwache Gegner“ angeht, die Schwäche kann ja individueller oder mannschaftstaktischer Natur sein. Von individueller Stärke her sind an normalen Tagen so ziemlich alle Mannschaften Bayern unterlegen. Besiegen muss man Bayern also über Taktik. Taktik ist aber kein feststehendes Gebilde, sondern ein im Idealfall passendes wechselseitiges mannschaftliches Reagieren auf neue Umstände. Dieses Spiel von Wolfsburg ist dahingehend praktisch der Prototyp eines „schwachen Gegners“, nicht nur ist er individuell unterlegen, er war auch taktisch (sei es vom Team oder Trainer initiiert) nicht in der Lage, die eigenen Schwachpunkte im Laufe des Spiels zumindest zu versuchen zu beheben. Am anderen Ende dieser Skala wäre Tuchels Mainz, individuell fast immer unterlegen, aber nie um Versuche verlegen, ihre Schwächen, so vom Gegner ausgenutzt, taktisch auch im Laufe eines Spiels zu beheben zu versuchen.

Das „schon wieder“ davor hätte PP sich aber sparen können. 😉

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C 27. September 2012 um 13:20

wo is hier hier der like button?

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Jx 27. September 2012 um 14:48

Auf der einen Seite kann man sicherlich nicht sagen, dass Bayern die letzten Spiele komplett ohne Gegenwehr gewonnen hat. Aber es ist schon verwunderlich, wie wenig sich die Gegner bisher getraut haben. Fürth hat schlichtweg nicht die Mittel, um überhaupt gegen die meisten Mannschaften zu gewinnen, vor allem nicht gegen die Bayern, aber gerade Schalke, Stuttgart und Wolfsburg haben desolat gespielt. Besonders hapert es (wie fast immer gegen die Bayern) daran, dass man zu defensiv agiert und keine Verbindung von Defensive und Offensive herrstellt. Dadurch wird man a) nicht gefährlich und b) sind die Bayern individuell so gut, dass die immer ein Tor schießen können.

Beim Spiel gegen Bremen erwarte ich zwar kein Sieg der Bremer, aber immerhin eine Mannschaft, die sich einfach nicht hintenreinstellen KANN. Werder konnte noch nie defensiv spielen unter Schaaf und besonders mit der aktuellen Formation, in der wir nicht mal einen echten Sechser haben, wird wohl auch gegen die Bayern offensiv gespielt. Das wir da verlieren werden scheint wahrscheinlich, aber es verspricht immerhin ein spannenderes Spiel als Bayern – Wolfsburg zu werden.

Antworten

Shpëtim 27. September 2012 um 12:04

In dem kompletten Artikel zieht sich ein Schreibfehler durch und zwar schreibt man Shaqiri ohne ein „U“ 😉 .

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PP 27. September 2012 um 12:07

Danke, ist korrigiert. In der Grafik hatte ich es komischerweise richtig gemacht.

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Auge 27. September 2012 um 15:19

Im ersten Satz bet „Grundformationen“ hat sich noch ein „Shaquiri“ verschanzt :).

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