Bayern mit ungefährdetem Sieg gegen Hoffenheim

Bayern München hielt sich gegen einen dankbaren Gegner aus Hoffenheim schadlos. Die fluiden Seitenüberlagerungen betonten einmal mehr den Flügelfokus des Tabellenführers.

Einen Schock erlitt die bayerische Gemeinschaft hingegen in den frühen Stunden am Sonntag. Javi Martínez, aufgrund des langfristigen Ausfalls von Jérôme Boateng eigentlich ein Hoffnungsträger in der Abwehr, droht selbst lange nicht zur Verfügung zu stehen. Wenngleich der Spanier die kolportierte Schwere seiner Knieverletzung später dementierte, ist sein Fernbleiben der angespannten Personallage bei den Münchenern nicht unbedingt zuträglich.

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Grundformationen in der ersten Halbzeit

Grundformationen

Pep Guardiolas Antwort lautete am späten Nachmittag: Angriff ist die beste Verteidigung. Statt händeringend nach einem neuen Zentralverteidiger zu fahnden, stellte er mit Arjen Robben einen weiteren Offensivakteur im Vergleich zur Vorwoche auf.

Der katalanische Trainer wählte von der taktischen Abstimmung her eine Mischung aus Dreieraufbaureihe und Viererabwehrkette. Defensiv bewegte sich Xabi Alonso zunächst häufiger neben Holger Badstuber, füllte aber später nur noch situativ die Zentralverteidigung auf. Joshua Kimmich hingegen blieb meist in der Defensivlinie, wenngleich er leicht nach rechts versetzt stand. Philipp Lahm bewegte sich derweil von einer nominellen Rechtsverteidigerposition in der ersten Aufbauphase nach innen. In etwas abgeschwächter Form tat dies auch David Alaba, der jedoch des Öfteren die linke Halbverteidigerposition länger hielt.

Auf Seiten der Hoffenheimer nahm Huub Stevens zwei personelle Änderungen vor, behielt aber die 4-2-3-1-Grundformation bei. Ermin Bičakčić ersetzte Fabian Schär in der Innenverteidigung. Winterneuzugang Andrej Kramarić spielte statt Kevin Volland. Stevens führte vor der Partie größere „Beweglichkeit“ des Kroaten als einen Grund für den Wechsel an. Während Eduardo Vargas zu Beginn vornehmlich über die linke Seite kam, lief der weiträumige Franzose Jonathan Schmid die rechte Außenbahn auf und ab.

Bayern potenziell gefährlich über links

Womöglich antizipierte Hoffenheims Trainer Bayerns Besetzung der linken Seite mit Kingsley Coman sowie dem etwas eingerückten Douglas Costa. Die beiden Tempodribbler stellten die Verteidigung der Gäste potenziell vor Probleme.

Da David Alaba zudem bei bayerischem Ballbesitz sehr stark einrückte, wenn sich das Spielgerät auf der rechten Seite befand, gab es dem Grundgedanken des Systems folgend gute Verbindungen zur linken Außenbahn, um gegebenenfalls Hoffenheim mit Tempodribblings zu erwischen.

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Bayerns Heatmap in der ersten Halbzeit | Quelle: Squawka.com

Hinzu kam die Präsenz in der zweiten Linie – aufgrund Alonsos Vorschieben sowie Alabas Einrücken – was das Gegenpressing der Münchener deutlich verstärkte. Hoffenheim hatte in der Anfangsviertelstunde nahezu keine Möglichkeit, nach Balleroberungen am oder im eigenen Strafraum kontrolliert in den tiefen Zwischenlinienraum der Bayern zu gelangen.

Bayern real gefährlich über rechts

Die Kraichgauer standen defensiv zunächst in einem herkömmlichen 4-4-2, verdichteten dann aber in der zweiten Phase des Verteidigungsvorgangs die Mitte, was durch die flexiblen Mannorientierungen im Zentrum sehr klassisch ausgeführt wurde.

Tobias Strobl zum Beispiel hängte sich zumeist an den halbrechten Offensivspieler der Bayern. Da allerdings Philipp Lahm durch den rechten Halbraum pendelte und in dieser Form eine nachstoßende Bewegung erzeugte, wurde Arjen Robben recht einfach freigespielt. Hin und wieder verstärkte Kimmich diesen Effekt mit seinen äußeren Vorstößen noch, drängte aber auch den Hoffenheimer Linksaußen dadurch tiefer in die Defensivformation der Gäste. Ergo, drohten die bayerischen Flügelspieler in dieser Form schneller in die Isolation abzudriften.

Dabei waren sie mehr darauf gesinnt, trotz ultralanger Zirkulationsphasen kleine Lücken im Zwischenlinienraum oder an den äußeren Rändern der Halbräume zu erzeugen, um etwa ein Robben-Dribbling vorzubereiten.

Tor nach Tempogegenstoß

Die Führung der Bayern in der 32. Minute fiel nach einigen Momenten, in denen die Hoffenheimer mit mehreren Spielern die Formation öffneten und einen Angriff gegen Bayerns teils ausbaufähiges Rückzugsverhalten probierten.

Die Bayern konnten nach einem Ballgewinn – in Kombination mit Lewandowskis tiefem Kombinationsspiel – Coman über die linke Seite in einen Sprint schicken. Obwohl seine erste Hereingabe nicht zum Erfolg führte, hielten die Münchener den Druck über eine schnelle Balleroberung aufrecht. Am Ende war es eine Quervorlage von Douglas Costa, die Lewandowski nur noch aus Nahdistanz einschieben musste.

Als Folge zog sich Schmid in den nächsten Minuten noch stärker in Richtung des eigenen Rechtsverteidigers zurück. Hoffenheim befand sich in Gänze in einer sehr schlechten Position nach dem Gegentreffer.

Hoffenheimer Hoffnungsschimmer?

Die gab es nur rudimentär. In der Offensive hatten sie lediglich eine gefährliche Szene – einen Schuss von Kramarić kurz vor der Halbzeitpause. Ansonsten konnten den Kraichgauern nur die etwas laschen Rückzugsstaffelungen der Bayern nach rund einer halben Stunde Hoffnung schenken.

Teilweise forcierten die Hausherren nur geringen oder gar keinen Staffelungsdruck, wenn im mittleren oder ersten Drittel in der Nähe des Balls zwei oder drei Münchener pressten. Alonso trabte fast schon teilnahmslos auf seiner Position nach hinten. Badstuber, Kimmich sowie situativ auch Alaba zogen sich zu stark zurück, wodurch der Zwischenlinienraum vergleichsweise voluminös wirkte. Bis zur 45. Minute konnte Hoffenheim diesen Schwachpunkt aber noch nicht für sich nutzen.

Zweite Halbzeit

Armin Reutershahn, Co-Trainer der Gäste, sprach in der Halbzeitpause davon, dass die linke Seite bis dahin zu anfällig war. Deshalb zog Hoffenheim Jiloan Hamad auf diese Seite. Vargas agierte dafür auf der Zehnerposition sowie im Pressing an der Seite von Kramarić.

Die Bayern hielten derweil den Druck mit frühem Pressing am Leben und führten die Zermürbung des Gegners mit langen Passstafetten fort. Was die linke Seite der Hoffenheimer betraf, so streute Lahm vermehrt Läufe in der Nähe der Seitenlinie ein. Thomas Müller bewegte sich weiterhin gezielt nach außen. Da Linksverteidiger Kim Jin-su meist Robben an den Fersen klebte, drückten die Bayern schon durch die aufkommende Gefahr von Durchbrüchen auf diesem Flügel Hamad sehr tief nach hinten. Die Kontermöglichkeiten der Gäste sollten so klein wie möglich gehalten werden.

Apropos Kontergefahr: In der 56. Minute kam erneut Kramarić zum Abschluss. Ein simpler Ball vor die zurückweichende Viererkette der Münchener in Kombination mit kurzer Ablage und Steilpass ließ Bayerns Defensive ins Schwitzen geraten.

In den Folgeminuten pressten die Gäste höher. Plötzlich rückten aus dem 4-4-2 beide Flügelstürmer heraus und liefen außen an. Kramarić und Vargas stellten innen zu, während Sebastian Rudy mit etwas Risiko in den Rückraum schob. München antwortete unter anderem mit tiefen Positionierungen von Müller, um die Kombinationsverbindung zu den vermeintlich abgeschnürten Aufbauspielern nicht zu kappen.

Kurz nach der Stundenmarke beruhigte Bayern mit längeren Ballbesitzphasen die Partie wieder. Die Hoffenheimer fanden mit ihrer 4-4-2-Defensivformation keine Antwort und konzentrierten sich darauf, die vertikalen Linienabstände knapp zu halten. Dies wiederum machte sie aber auch für Ablagen und Balleroberungen im Rückraum anfällig, was beim 2:0 der Hausherren deutlich wurde.

Fazit

Gegen ein Team, das nur selten Gefahr im offensiven Umschaltspiel ausstrahlte, konnte Guardiola eine Verteidigungsvariante mit Kimmich testen. Dieser verhielt sich bei langen Bällen clever und war im Aufbau jene Hilfe, die man von ihm erwartete.

Gibt es überhaupt einen Kritikpunkt, war es das etwas unstrukturierte und teils zu zaghafte Verhalten im defensiven Umschalten. Womöglich zog sich die Abwehrkette aufgrund ihrer ungewohnten personellen Besetzung ungünstig zurück. Das erklärt jedoch noch nicht die Bewegungen von Alonso und Co. im Mittelfeld. Eine gute, aber keine perfekte Leistung des Tabellenführers.

Hoffenheim überraschte mit ihrem Auftritt derweil nicht. Eine mutige Vorstellung mit hohem Pressing à la Markus Gisdol konnte man nicht erwarten. Das abwartende Defensivsystem war ihnen aber auch nicht zuträglich. Gegen den drohenden Abstieg müssen sie an anderer Stelle punkten.

Peter Vincent 3. Februar 2016 um 17:06

Bin gespannt, was passiert, wenn Götze und Thiago beide fitt sind. Ob Pep dann immer noch Vidal, Müller, Costa in den offensiven Halbräumen spielen lässt? Hoffentlich nicht. :-/

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Bernhard 2. Februar 2016 um 08:49

Meinungen zum Tasci-Transfer der Bayern?

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CE 2. Februar 2016 um 09:47

Eine clevere Verpflichtung auf Leihbasis. Natürlich ist er nicht auf Boateng- oder Badstuberniveau, aber er ist auch nicht jene Graupe, die aus ihm teilweise öffentlich gemacht wird. Ansprechendes Aufbauspiel, gutes Stellungsspiel, passable Beweglichkeit – leider hin und wieder mit einem Aussetzer.

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Bernhard 2. Februar 2016 um 09:53

VIelen Dank für die schnelle und qualifizierte Meinung. Ich sehe ihn auch nicht so kritisch wie viele Teile der Fangemeinde der Münchener. Als Notnagel finde ich den Transfer ganz gut, die Alternativen waren einfach nicht besser.

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Mike the Knight 2. Februar 2016 um 11:51

Ich sehe die Verpflichtung auch als in Ordnung. In der Winterpause wird man kaum einen Spieler vom Kaliber Laporte bekommen. Und Tasci ist sicherlich kein schlechter. Auf Leihbasis bis die anderen Spieler wieder fit sind eine durchaus gute Lösung.
Und für den Kader nächste Saison wird man sich schon früh genug mit Ancelotti zusammensetzen. Da Martinez, Badstuber und Benatia sehr verletzungsanfällig sind sollte man am Personal vielleicht was ändern. Benatia halte ich sowieso für überbewertet.

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HK 2. Februar 2016 um 12:11

Ja, sehe ich auch als ziemlich cleveren Schachzug. Er ist international einsatzfähig, verspricht zumindest gutes Bundesliganiveau und die Konditionen sind top.
Was machen musste man definitiv. Und was wären dann die realisierbaren Alternativen gewesen?

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mrb 2. Februar 2016 um 13:50

Seinen Ruf, der in Deutschland unterhalb seines Niveaus liegt, hat er sich wohl in seiner Zeit in der Nationalelf eingebrockt. Hauptsächlich spielte er zwischen der EM 2008 und der WM 2010. Damals war die Defensive selten oder nie sattelfest, was aber weniger an den jeweiligen Spielern lag.

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gs 3. Februar 2016 um 13:40

Man kann ihn auf jeden Fall in „leichteren“ Bundesligaspielen einsetzen und so Badstuber und Martinez schonen, damit die von weiteren Verletzungen verschont bleiben und in der CL zur Verfügung stehen. Insofern als Leihgeschäft ein geschickter Schachzug, und für Bayern sind 2 Mio. halt die berühmten „Peanuts“.

Allerdings bin ich gespannt, wie oft Tasci tatsächlich zum Einsatz kommt.
Andererseits: für ihn ist das auf jeden Fall eine unverhoffte Chance, nochmal durchzustarten. Und selbst wenn er nur 3-4 Spiele machen sollte, verschlechtert so ein halbes Jahr bei Bayern den Marktwert sicher nicht.

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koom 3. Februar 2016 um 14:18

In leichteren Bundesligaspielen tuns auch Kimmich & Co. Tasci war bei Spartak Stammspieler, dürfte im Saft stehen und dürfte vor allem als Option für die schweren Spiele gedacht sein, wo man auf hochklassige Stürmer trifft. Badstuber, Martinez, Benatia und Boateng würden, wenn halbwegs fit, sicherlich den Vorzug bekommen, aber in den Spielen wird eher Tasci als Kimmich IV spielen.

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Schorsch 3. Februar 2016 um 16:30

Im Spiel gegen Bayer 04 wird Tasci jedenfalls nicht zum Einsatz kommen. Er hat sich bei seinem ersten Training nämlich gleich verletzt. Wahrscheinlich leichte Gehirnerschütterung.

So kann es gehen mit den ‚Notverpflichtungen‘. Andi Brehme hätte gesagt: ‚Hast du Sch…. am Fuß, hast du Sch…. am Fuß‘ … Guardiola wird wohl wieder kreativ sein müssen.

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Matthias 1. Februar 2016 um 14:14

Ich habe das Spiel gestern nicht gesehen, denke aber dass die Lösung mit Kimmich eher eine für die Bundesliga ist, gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel. Alonso geht meiner Ansicht nach gar nicht in der IV, da er – wie von vielen schon geschrieben – etwas zu langsam ist.

Warum nicht Vidal als IV – das hat noch keiner angesprochen, giftig ist er, allerdings momentan nicht ganz auf der Höhe seiner Leistungsfähigkeit.
Ich denke es geht momentan vor allem darum, Benatia genügend Zeit für den Wiedereinstieg zu geben und ihn nicht gleich nach 2 Einsätzen wieder im Lazaratt wiederzufinden.
Ansonsten steht mit Alaba noch eine Alternative zur Verfügung und als LV kann bald wieder Bernat eingesetzt werden. Wobei beide noch 2-3 Spiele benötigen, um nach den Verletzungen wieder richtig in den Rythmus zu kommen.
Ich sehe da ehrlich gesagt momentan noch keine großen Probleme bei den Bayern, es wird eher schwierig wenn sich noch ein Defensivspieler verletzen sollte, oder wenn Gelbsperren z.B. in CL oder Pokal anstehen.

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Daniel 1. Februar 2016 um 14:51

Vidal ist aber auch nicht besonders schnell. In meinen Augen wäre er als Innenverteidiger nicht wirklich besser aufgehoben als Alonso.
Mein Vorschlag mit Alonso scheint etwas missverstanden worden zu sein- primär hoffe ich nicht auf einen Einsatz Alonsos in der IV, sondern wünsche mir, dass im Mittelfeld stattdessen Kimmich spielt, den ich aus den unten beschriebenen Gründen dort stärker sehe.

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Bernhard 1. Februar 2016 um 00:04

Mir fehlt die Erklärung der schlechten Stimmung der dicken Bayern.
Bei beiden Toren hat die gesamte Mannschaft keine Jubeltraube gebildet. Neuer stürmte zum Jubel und zur Gratulation auch nicht nach vorne zu den Kollegen. Eindeutiger geht’s nicht. Bin schon auf die Stimmungsanalyse auf SV gespannt.

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Dr. Acula 1. Februar 2016 um 00:33

ist dein nachname zufälligerweise strunz?

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Handtuch 1. Februar 2016 um 07:34

Wieso? Er hat doch Recht, besonders gut wirkt die Stimmung bei den Bayern nicht.

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HW 1. Februar 2016 um 10:50

Bayern hatte ja auch gerade Real Madrid geschlagen.

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Handtuch 1. Februar 2016 um 12:21

Hast du mal das Training verfolgt ;-). Dann würdet ihr keine satirischen Kommentare mehr machen.

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HW 1. Februar 2016 um 21:12

Wieso sollte ich meine kümmerlichen satirischen Versuche zensieren?

Ist mir doch egal welche Stimmung bei den Bayern herrscht oder wie die interpretiert wird.

Dr. Acula 2. Februar 2016 um 07:30

@HW
Aber eine falsche Information suggerieren zu wollen, nur weil es dir egal ist, ist für die Seite eigentlich zu niveaulos

HW 8. Februar 2016 um 08:49

@Dr. Acula

War mein Kommentar nicht sofort als Überspitzung zu erkennen?

Bayern hat gegen Hoffenheim gespielt, ein Verein aus dem Tabellenkeller. Soll man da Jubel, Trubel, Heiterkeit wie beim Champions League Finale erwarten?

Ich glaube in den Medien wieder das alte Bayern Bild zu erkennen. Der Trainer wird gegen und damit ist das Thema „Mannschaftsinternas“ wieder zur kreativen Interpretation freigegeben worden. Wie ein schlecht geschriebenes Drehbuch.

Auf SV haben diese Oberflächlichkeiten bisher kaum eine Rolle gespielt. Es geht immer um Spielinhalte. Es wäre schade, wenn sich das im Kommentarbereich jetzt ändern würde.

Bernhard 1. Februar 2016 um 07:43

Na.

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HK 1. Februar 2016 um 09:29

Ich habe auch nicht gesehen, dass Guardiola auf den Schultern vom Platz getragen wurde. Langsam formt sich da ein Bild.

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Bernhard 1. Februar 2016 um 10:03

Meine Rede. Beim zweiten Tor hat er nicht einmal alle von der Bank umarmt, sondern nur high fives verteilt.
Müller wurde bei seiner Auswechslung nicht einmal abgeklatscht – wechselt er im Sommer? Erfüllt der Katalane seinen Vertrag?

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felixander 31. Januar 2016 um 21:22

Lange Zeit hieß mein Lichtblick der Sympathie in Hoffenheim Kevin Volland. Was ist mit dem eigentlich los? Hatte den schon in der Nationalelf gesehen, aber davon ist er aktuell ja Lichtjahre entfernt.

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Bernhard 1. Februar 2016 um 10:04

Kann dich verstehen, Volland taugt mir auch. Ist schon komisch, dass ein neuer, nicht eingespielter Spieler einen fitten Volland verdrängt.

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Daniel 31. Januar 2016 um 20:36

Finde es recht überraschend, dass Guardiola Kimmich in die Verteidigung stellt und Alonso im Mittelfeld belässt. Ich hatte es umgekehrt erwartet.
Alonsos Stärke, nämlich ohne oder mit geringem Druck weiträumige Pässe zu spielen, könnte er auf der IV- Position mindestens genauso gut ausspielen. Gleichzeitig würde er nicht mit seinem permanenten Zurückfallen zu den Verteidigern eine Option im Mittelfeld wegnehmen (wenn er schon Verteidiger ist, kann er auch nicht (falsch) abkippen). Außerdem wäre seine zweite große Schwäche, nämlich das schlechte Umblickverhalten und die damit verbundene geringe Pressingresistenz, auch etwas kaschiert, weil er als IV weniger unter Gegnerdruck steht.
Kimmich wiederum ist sehr pressingresistent und auch in engen Räumen stark, was im Mittelfeld der Bayern mMn in dieser Saison oftmals etwas gefehlt hat. Deswegen ist mir mit ihm im Mittelfeld wohler…
Wie seht ihr das?

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Koom 31. Januar 2016 um 22:05

Alonso wird in der IV viel zu sehr der Gefahr der Blamage ausgesetzt. Er ist nicht schnell, er zieht gern taktische Fouls (nicht nur deswegen) – da fliegt er gegen einen halbwegs giftigen Gegner ratzfatz vom Platz. Kimmich ist auch keine Rakete, aber schon schneller.

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Daniel 31. Januar 2016 um 22:13

Das mit der Geschwindigkeit ist immer so ne Sache… Badstuber und Martinez sind beide auch keine Raketen und spielen dennoch stark in der Innenverteidigung. Außerdem bin ich von Alonso im Mittelfeld kein großer Fan.
Die Fouls sind allerdings wirklich ein Argument, das fällt mir bei ihm auch schon viel zu oft auf.

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Arno Nym 1. Februar 2016 um 11:23

Ich kann mich noch gut an eine Szene des CL Halbfinals gegen Real erinnern. Martinez awar eingewechselt worden. Bale wurde steil angespielt und zog Vollspeed davon. Martinez hat ihn begleitet und gestellt. Also langsam ist der nicht.

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koom 1. Februar 2016 um 14:09

Martinez ist riesig und von Körperform und -haltung ein wenig undynamisch. Er hat aber ein fantastisches Timing und Stellungsspiel. Für mich ein sehr unterschätzter Spieler.

Zu Alonso: Ich vermute so langsam, dass Guardiola neben seiner Langpaßqualität auch die Fähigkeit der versteckten Notbremse mag. Alonso selbst schaut da immer ein wenig blöd und unsauber aus, aber mit seinen kleinen Fouls erstickt er sehr viele Kontergelegenheiten (von denen trotzdem immer wieder welche durchkommen und dann vor allem von Boateng vernichtet werden). Lahm, Kimmich & Co. sind IMO zu brav und korrekt, um das so durchzuziehen.

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HK 1. Februar 2016 um 15:22

Ist so ein wenig ein Mythos bei Alonso. Er liegt bei 1.5 Fouls/Spiel. Da ist die strategische Komponente wohl vernachlässigbar.

koom 1. Februar 2016 um 15:51

Nicht jedes taktische Foul wird bei den Bayern auch geahndet. Zudem sorgt er auch gerne mal dafür, dass irgendein Kontakt zustande kommt und er „gefoult“ wird. Ist sicherlich eine Qualität und dafür braucht man auch die passende Mentalität.

Yilde 1. Februar 2016 um 12:53

Bei einem der drei Torschüsse von 1899 gab es genau so eine szene, Alonso fand sich in einem 1 gg 1 an der Strafraumgrenze und wurde gnadenlos vernascht. Ich denke mit der nötigen Absicherung könnte es gehen, aber eine wirkliche Alternative kann Alonso vor allem gegen starke Gegner in der IV nicht sein..

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HK 1. Februar 2016 um 09:24

Kommt drauf an. Wenn der Gegner passt und er gut eingebunden ist könnte ich mir Alonso hin und wieder schon in der IV vorstellen.
Im konkreten Fall wäre das eine Dreierkette Alaba, Badstuber, Alonso gewesen. Wenn du dir da in der Formationsgrafik Alonso an den konkreten Platz denkst. Kannst du dir das vorstellen? Ich eher weniger.

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Dr. Acula 31. Januar 2016 um 19:26

CE, denkst guardiola überlegt sich nächste woche gegen leverkusen was neues oder wirds wieder eine asymmetrische 3er kette aus alaba, bernat und lahm?

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CE 31. Januar 2016 um 19:41

Badstuber wird sicherlich dabei sein. Es könnte dem heutigen System ähneln. Vielleicht bindet man Alonso stärker in die Verteidigung ein und postiert einen anderen Sechser/Achter etwas höher davor.

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HK 1. Februar 2016 um 09:31

Alaba, Lahm und Bernat als Zwergerlkette? Zumindest Kießling würde sich freuen.

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a_me 1. Februar 2016 um 11:51

Kimmich angeblich auch nur 1,74m oder?

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HK 1. Februar 2016 um 12:07

Offiziell 1,76 m und dafür kein schlechter Kopfballspieler. Aber IV wäre halt nochmal ein anderes Anforderungsprofil.

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Dreser 1. Februar 2016 um 12:42

Kimmich hat mich gestern auch auf der IV-Position (die aber eher ein Hybrid war, denn er ist gerade in HZ 1 sehr oft auf der 6er-Position zu sehen gewesen) absolut überzeugt. Ich war wirklich überrascht, als seine Körpergröße von 1,76m genannt wurde, denn er hat gestern praktisch jedes Kopfballduell bei den langen Bällen bzw. Abschlägen von Hoffenheim hinten heraus gewonnen.

Warum Alonso immer noch so ein Fixpunkt in der Aufstellung von Guardiola ist, erschließt sich mir nicht so ganz. Vielleicht will er so Stabilität erzeugen, aber im Stadion konnte man gut sehen, wie fehleranfällig er ist.

Kimmich auf der 6 anstatt Alonso wäre für mich die bessere Wahl, und dann Benatia zusammen mit Badstuber als IV, mit Lahm rechts und Alaba links als Außenverteidiger / einkippende 6er.

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Hans 1. Februar 2016 um 15:16

Ich finde dass Kimmich zu oft grätscht oder unnötig Foul spielt/Freistöße verursacht. Pep lobt immer seine Spielintelligenz. Das versteh ich nicht ganz. Auch im Spiel gestern hat er in der zweiten Halbzeit im eigenen 16er wieder eine Grätsche ausgepackt und ist ins Leere gerutscht. Da wäre es besser gewesen, wenn er den Gegenspieler stellt/abläuft.

koom 1. Februar 2016 um 12:45

Wobei in der Struktur der Guardiola-Spielweise ein „klassischer“ IV sowieso nur selten gefordert wird. Es kommen fast nur Unterzahlangriffe unter hohem Druck durch. Und wenn die nicht schon von Alonso per taktischem Foul gestoppt werden, muss man meistens nur noch einen Ball ablaufen. Und in der Bundesliga haben die meisten Mannschaften keine Stürmer, die aus so einer Situation noch richtig regelmässig gefährlich werden.

In der Championsleague ist das schon was anderes. Da wird schon Turin mit Mandzukic gefährlich.

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