Türchen 9: Nemanja Matić

Chelseas zweitbester Spielgestalter? Cesc Fabregas. Chelseas zweitbester Dribbler? Eden Hazard. In beiden Bereichen auf Platz Eins? Nemanja Matic. Okay, das mag vielleicht leicht übertrieben sein, aber Matic ist in beiden Bereichen sicherlich keineswegs eine obskure Wahl, obwohl er mit zwei der in diesen Bereichen besten der Welt in einer Mannschaft agiert. Das ist umso beeindruckender, wenn man Matics eigentliche Position und Rolle berücksichtigt.

Der Busquets im Gardeformat?

1,94m misst Matic und wurde in seiner Zeit bei Benfica auch als „Tank“ bezeichnet, obwohl er trotz seiner enormen Körperlänge und physischen Präsenz im Zweikampf eigentlich nicht dem klassischen Zerstörer entspricht. Matic ist wie Busquets eher ein schlaksiger und staksiger Sechser, der sich viel mehr über seine Spielintelligenz und abgefangene Pässe als über Athletik und Grätschen definiert. Gleichwohl kann er durchaus rustikaler und „sensenbetonter“ als sein spanisches Gegenstück zu Werke gehen.

Dennoch steht Matic für den modernen Sechser. Defensivarbeit wird heutzutage sogar beim Sechser nicht mehr über aggressive Zweikämpfe, durchgehende Sprints, Grätschen und Schaum vor dem Mund definiert. Es geht um die Interpretation von Räumen, Dynamiken und Strukturen. Die Arbeit gegen den Ball besteht zum Großteil aus Aspekten wie dem Leiten gegnerischer Angriffe, dem Versperren von Optionen und dem Provozieren bestimmter Aktionen, um diese dann effektiv im Kollektiv aufhalten zu können. Auch Matic beherrscht dies sehr gut.

Bei Benfica spielte er zum Beispiel häufig als alleiniger Sechser, deckte den Raum vor der Viererkette ab, stellte die Räume hinter dem Achter Enzo Perez im damals oftmals praktizierten 4-1-3-2/4-1-3-1-1-Pressing zu und schob bei gegnerischen Flügelangriffen sehr intelligent auf die Seite, versperrte diagonale Pässe und konnte auch situativ bei der Balleroberung unterstützen.

Auch als zweiter Sechser ist er überaus kompetent. Unter Mourinho spielte er in einigen Partien sogar als loser Manndecker einzelner Gegenspieler, konnte aber auch den tieferen Sechser geben, der sich gelegentlich zurückfallen ließ und den Zwischenlinienraum versperrte, oder gar als jagender höherer Sechser agieren, auch wenn dies bisher seltener vorkam.

Mit Ball am Fuß ist Matic jedoch anders als viele Sechser und unterscheidet sich auch vom Prototyp des modernen „abräumenden Spielmacher“ Sergio Busquets enorm. In gewisser Weise ist Matic hier seiner Zeit voraus und passt fast schon besser in Spielverlagerungshirngespinste als in die Realität.

Die dribbelnde Sechs

Dribblings im Sechserraum oder generell in den ersten zwei Linien einer Formation sind von Fans und Trainern selten gern gesehen. Sie sind zu riskant, bringen (angeblich) zu wenig Vorteile und lohnen sich schlichtweg nicht. Um dieses Vorurteil soll es in diesem Artikel nicht gehen – okay, doch.

Wenn man einen Spieler hat, der erfolgsstabil mit geschickten Drehungen und Dribblings ein hohes gegnerisches Pressing überspielen kann, bringt das enorme Vorteile. Wenn man das ordentlich einbindet, kann man die negativen Konsequenzen abschwächen oder gar grundsätzlich verhindern/minimieren. Wenn man das gegnerische Pressing mit einem Spieler überspielt und die Struktur ordentlich anpasst, dann kann man extrem gefährliche Angriffssituationen erzeugen. Ein Beispiel aus einem Artikel zur „vertikalen Sechs“ von vor zwei Jahren:

Sichtfeldkippung

Klingt utopisch? Matic ist – an guten Tagen und bei passender Einbindung – fleischgewordene Utopie (obwohl er bei Fifa nur 76 Dribbling hat!). Fast 87% seiner Dribblings bestreitet Matic in dieser PL-Saison erfolgreich. Teamkollege Hazard kommt auf annährend 66%, die Mittelfeldkollegen Ramires (~46%), Fabregas (~67%), Oscar (~42%) und Obi Mikel (kein Dribbling in 108 Minuten) können diesem Vergleich standhalten. Yaya Toure (~76%), Fernandinho (~79%), Ramsey (~21%), Flamini (50%), Delph (~79%), Besic (~65%), Fellaini (~38%), Ki (~75%), Alex Song (37%) und Blind (67%) können da im ligaweiten Mittelfeldvergleich nicht mithalten; einzig Ander Herrera und Victor Wanyama (bislang noch ohne fehlgeschlagenem Dribbling) scheinen auf Matic-Niveau zu sein.

Dribbelt Matic vielleicht so wenig und hat nur Glück? Von 53 Spielern bei Whoscored.com, die als Sechser oder Achter mehr als 4 Einsätze haben, liegt er in der absoluten Zahl von Dribblings auf Platz 18, wobei hier auch Dribblingmaschinen wie Wilshere, di Maria, Diamé oder auch Leroy Fer inkludiert werden (zwischen 3,2 und 8 pro 90min). Und das, obwohl weder Matic in eine solche Rolle wirklich gedrängt wird noch Chelsea mit einer Ballzirkulation agiert, die solche individuellen Dribblingversuche und –möglichkeiten anbietet (im Gegensatz zu Arsenal bspw.).

Eine beachtliche Quote also, die Matic aka Mr. Pressingresistenz an den Tag legt. Seine Rolle könnte bei besserer/stärkerer Einbindung und mehr Bekanntheit sogar als kleiner Vorreiter für eine neue Generation von Sechsern dienen, welche sich noch stärker auf die Technik konzentrieren; mithilfe von Dribblings und Kurzpasskombinationen mit Vorstößen in kleinen Räumen. Das wäre schön. Aktuell sieht es aber nicht danach aus, weil sich Mourinho wegen des Spielermaterials zurzeit auf andere Aspekte, Abläufe und Spieler fokussiert. Schade.

Fazit

Ich zitiere zum Abschluss Chelsea-Fan und Taktikanalyst Martin Lewis:

„Matić ist super: Er ist immer großartig im Konterpressing und macht kaum Fouls oder erhält Verwarnungen im normalen Pressing. Er ist pressingresistent, seine Entscheidungsfindung und sein Passtiming sind sehr gut; sogar im letzten Spielfelddrittel. Er kann auch schöne Pässe hinter oder über die gegnerische Abwehr aus der Tiefe spielen. Er hat auch gelegentlich sehr gute Dribbling und unterstützt die enge Staffelung unserer Innenverteidiger sehr gut, weil er bei jedem Kopfball nach einem langen Ball des Gegners tief unterstützt und vor der Viererkette absichert, wodurch diese sich häufig auch gut zurückfallen lassen kann. Übrigens: Das ist ein Grund, wieso die britischen Medien fälschlicherweise von Cahill so viel halten. In Matićs erster Zeit bei Chelsea spielte er übrigens häufiger sogar als Zielspieler auf der Zehn in der zweiten Mannschaft. Bei Standards ist er auch sehr effektiv, häufig kommen bogenartige Läufe auf den zweiten Pfosten, die sehr intelligent, gut getimet und torgefährlich sind.“

Sonst noch was? Ach ja, noch eine Abschlussthese: Matic ist der staksige Redondo.

DAF 11. Dezember 2014 um 19:44

Starker Artikel, danke 🙂
Aber was ist denn Konterpressing?

Antworten

RM 11. Dezember 2014 um 19:55

Konterpressing = Gegenpressing. Gegenpressing hat sich eingelebt, Konterpressing wird im Spanischen, Italienischen und Englischen meist so verwendet. Außerdem muss ich bei Gegenpressing immer an gegnerisches Pressing denken (wie Gegentore, etc.). Ich nutze beides also Synonym.

Antworten

DAF 11. Dezember 2014 um 21:14

Danke. Ich dachte es hat irgendwas mit Kontersituationen zu tun, aber jetzt ist es klar.

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RM 11. Dezember 2014 um 21:32

Hat es ja auch =) ; eines der Ziele des Gegenpressings (und wohl das grundlegendste) ist ja das Vermeiden von Kontern, ergo Konterpressing.

Antworten

Goalimpact 12. Dezember 2014 um 18:04

Weil es eben nur eines der möglichen Ziele ist, finde ich Gegenpressing besser. Aber ohne Nachfragen können wir in beiden Fällen nicht aus.

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ES 12. Dezember 2014 um 14:13

Ich fand das Wort Gegenpressing immer eher verwirrend, weil es sich so anhört, als wäre es eine (Gegen-)-Maßnahme gegen Pressing des Gegners, was es ja wohl eher nicht ist, sondern eine Pressing-Art, nämlich die unmittelbar nach Ballverlust in hohen Zonen. Vielleicht wäre Umschalt-Pressing genauer, aber Konterpressing ist gut, wenn es auch international ist.

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Kevin Gurofsky 11. Dezember 2014 um 13:18

Toller Artikel, über einen, meiner Meinung nach, weit unterschätzten Spieler (im Vergleich zu Yaya Touré z.B.).
ABER die erfolgreiche Dribblingquote von Aaron Ramsey kann doch nicht stimmen, oder? Verfolge Arsenal und Ramsey doch schon sehr konstant, aber dass Ramsey so viele Dribblings verlieren soll, ist mir nie aufgefallen!

Hoffe auf eine Antwort

liebe Grüße

Antworten

RM 11. Dezember 2014 um 13:23

Bei 2.3 Versuchen pro 90 Minuten ist er laut WhoScored.com nur 0.6mal erfolgreich.

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blub 11. Dezember 2014 um 13:34

Das liegt aber imho dran wie die Dribbligns zählen. Das ist genauso obskur wie die zählweise der keypässe. Mit diesen Individualstatistiken ist es wie bei Wurst und Gesetzen. Wenn man weis wie sie entstehen will man sie nicht mehr 😉

Antworten

RM 11. Dezember 2014 um 13:47

Das ist natürlich absolut richtig.

Antworten

Goalimpact 11. Dezember 2014 um 18:10

Hehe, das kommt in den Zitatespeicher. 🙂

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bsg 10. Dezember 2014 um 00:51

Ich kann immer nur Bayern…. aber ist Thiago nicht auch sowas? Also einer, der mit kleinen Drehungen und Dribblings Pressinglinien überspielt?
Das ist nicht als Gegeneinwand oder -vorschlag zu verstehen. Ich will nur besser verstehen. peace

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RM 10. Dezember 2014 um 01:07

Ja, absolut, nur ist Thiago defensiv, positionell und physisch eben ganz anders gelagert, wodurch das bei Matic natürlich einen anderen Effekt hat. =)

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DSDD 9. Dezember 2014 um 20:40

Freue mich auf Kovacic und bin vor allem gespannt in welcher Position ihr ihn seht.
Ich kann mich noch an das Spiel von Chelsea letztes Jahr im Etihad erinnern, dort war Matic‘ Leistung eine der krassesten die ich seit langem gesehen habe.

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CleverK 9. Dezember 2014 um 15:07

Findet ihr auch das Matic ein ähnlicher Spielertyp wie Christoph Kramer ist? Wenn nicht, was unterscheidet diese beiden Spielertypen eurer Meinung? Eine Analyse von Sebastian Rode oder Mario Götze macht ihr nicht vielleicht auch noch oder? 😀

Antworten

blub 9. Dezember 2014 um 17:10

Nein, ist nicht der gleiche Spielertyp. Beide sind eher staksik aber da Kramer meist sehr Vertikale Rollen spielt passt der vergleich imho nicht.
Matic’s ding sind eher die kleinen, unauffälligen Dribblings, das ist ja bei Kramer eher nicht so, außerdem ist Kramer meist beim Gegenpressing der höchste Spieler und direkt im Zweikampf und hat einen tieferen sechser als unterstützung. Matic ist bei Chalsea immer dieser tiefe 6er. Bei Benfica im 4132 war ers auch.

Ein pairing der beiden währe cool. Die ergänzen sich meiner Einschätzung nach sehr gut in ihrem Fähigkeitenprofil.
Mal davon abgesehen, denke ich eh das Kramer mit seinem Spielstil in der PL zerstörungen anrichten würde. Riesiger Laufradius, gutes Zweikmapfverhalten, gute Dribblings, geiles Gegenpressing.

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CleverK 10. Dezember 2014 um 01:41

ja, aber das liegt ja womöglich mehr an der unterschiedlichen taktischen Ausrichtung und auch den der beiden Teams. Kramer könnte ja auch eine ähnliche Rolle wie Matic spielen, findest du nicht?

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blub 10. Dezember 2014 um 02:56

Naja, ein total geiler Aspekt von Kramer ist doch grade dieser riesige Zugriffsradius.
Also könnte man den schon wie Matic spielen lassen, is aber imho ne Verschwendung. Wenn Kramer mal nicht mehr so viel laufen kann wär das vielleicht was.
Allerdings: manchmal wär es gut wenn Kramer im Aufbauspiel mehr wie Matic spielen würde und weniger wie Kramer.
Umgekehrt glaube ich nicht das Matic wie Kramer spielen kann. Können ganz wenige.

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TW 11. Dezember 2014 um 17:54

Kramer hat in seiner Zeit beim VfL Bochum eine ähnliche Rolle gespielt. Er war alleiniger, tiefer Sechser in einer 4-1-3-1-1-Formation hinter Leuten wie Federico, Freier und Inui. Hat er schon damals ganz gut hinbekommen, auch wenn er teilweise noch etwas zu forsch im Herausrücken war.

Bergmann war damals so verrückt, dass er die Nummer mit Kramer als Solosechs sogar im Pokal gegen die Bayern durchgezogen hat. Hat erstaunlich gut funktioniert:
http://spielverlagerung.de/2011/12/21/vfl-bochum-bayern-munchen-12/

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sf 9. Dezember 2014 um 13:33

Super artikel, vielen Dank dafür!
Ich habe allerdings das Beispiel mit dem Verweis auf den Artikel der vertikalen Sechs nicht ganz verstanden. Ist damit „nur“ das Bild gemeint?

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Isco 9. Dezember 2014 um 13:47

Da steht ja, dass es nur ein Bsp. aus dem Artikel ist, der ganze Beitrag ist hier: http://spielverlagerung.de/2012/08/07/taktiktheorie-die-vertikale-moderne-sechs/

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SF 11. Dezember 2014 um 20:08

Danke, bei mir hat die Bilderfolge irgendwie nicht funktioniert, deswegen ergab das für mich keinen Sinn.

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Axt 9. Dezember 2014 um 13:18

Kovacic, Kovacic, Kovacic

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Isco 9. Dezember 2014 um 13:24

„Übrigens sind einige wichtige, als Hauptlieblinge bekannte Spieler deshalb nicht dabei, um die Anzahl der ganz besonders häufig gefeierten Sechser und Achter nicht zu erdrückend werden zu lassen.“

Hihi 🙂 Hoffenlich kommen noch ein paar IV/Stürmer; Varane und Sanchez wären super.

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inzaghi1 9. Dezember 2014 um 12:18

Sollte da nicht unten im Zitat Matic statt Cahill stehen? Oder steh ich voll aufm Schlauch?

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mrb 9. Dezember 2014 um 17:43

musste es auch mehrmals lesen, bin ich es verstanden habe:

Im Cahill Satz ist auch Gary Cahill gemeint. Doch die Begründung, weshalb Cahill so gefeiert wird, liefert was im Satz davor über Matic geschrieben ist.

unterstützt die enge Staffelung unserer Innenverteidiger sehr gut, weil er bei jedem Kopfball nach einem langen Ball des Gegners tief unterstützt und vor der Viererkette absichert, wodurch diese sich häufig auch gut zurückfallen lassen kann.
Das ist ein Grund, wieso die britischen Medien von Cahill so viel halten. In seiner (Matic) ersten Zeit bei Chelsea spielte er häufiger sogar als Zielspieler auf der Zehn in der zweiten Mannschaft. Bei Standards ist er (Matic) auch sehr effektiv, häufig kommen bogenartige Läufe auf den zweiten Pfosten, die sehr intelligent, gut getimet und torgefährlich sind.“

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Isco 9. Dezember 2014 um 11:59

Super Analyse zu einem super Spieler.
Für mich ist Matic der wohl coolste Allrounder auf dieser Position, zwar in ein paar Teilaspekten nicht ganz so herausragend wie bspw. Busquets, aber eben auch ohne augenscheinliche Schwächen. Dass er sich überhaupt nicht über seine Athletik definiert kann ich nicht ganz so unterstreiben; in dem Bereich hat er schon durchaus Särken, er wird aber eben durch seine Spielintelligenz selten dazu „gezwungen“ diese einzusetzten.

Wo wir schon bei Spielervergleichen sind: Matic, der Thiago Silva des DM. Oder ist das zu hochgegriffen?

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blub 9. Dezember 2014 um 10:08

Schönes Portrait, nur das blaue Befica-Wappen hab ich immernoch nciht verstanden.

Der Redondo-vergleich ist mir (noch) zu krass. Redondo war in meinen Augen etwas dynamischer, kann aber auch nur relativ dynamischer relativ zu seiner Zeit gewesen sein.

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RM 9. Dezember 2014 um 10:32

Benfica-Wappen, weil er dort so eingebunden wurde, wie er im Artikel beschrieben wird. Blau, weil er jetzt nicht mehr dort, sondern bei Chelsea ist.

Redondo-Vergleich: Darum ist er ja auch der staksige Redondo. =)

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EanMcB 9. Dezember 2014 um 07:49

Ich denke, dass man das mit der Pressingresistent ein wenig einschränken muss.
Denn in der PL wird nicht so ein intensives Pressing gespielt wie in Deutschland oder Spanien, was ihr ja auch in eurem Artikel zun den Schwächen der Pl beschrieben habt.
Aber ich finde den Ansatz interessant und werde in der CL und Pressingwettbewerbsbedingungen drauf achten.

Ein Hoch auf den Fifa Kommentar 🙂

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Erkinho 9. Dezember 2014 um 01:32

Matic..wer sonst?…pressingresistent..mhm…seiner Zeit voraus..jaja..dribbelnde Sechs..ok jetzt wird’s interessant…neue Generation von Sechsern…Dribblings und Kurzpasskombinationen…Vorstöße in kleinen Räume…ich gebe zu, an dieser Stelle kamen mir die Tränen^^

Gibt’s was geileres als zentrale Engenkombinationen (Dribblings, Ablagen, Körperfinten und v.a. der „First Touch“) direkt durch den gegnerischen Block?
Ne, man? Jaa

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PNM 9. Dezember 2014 um 01:23

Juhuu, endlich der Artikel zu Matic. Finde es gut, dass der Artikel wenig förmlich sowie mit einiger Schwärmerei und manchem Schmankerl(nur 76 be Dribbling bei Fifa:D) geschrieben ist, ohne dabei an Substanz zu verlieren. Bitte weiter so!

Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Pressingresistenz grade in möglichen CL KO-Spielen gegen Teams wie Bayern oder Barca ein ganz entscheidender Faktor sein kann, um deren Gegenpressing zu überspielen. Wenn Chelsea dann auch noch Fabregas´raumgreifenden, präzisen Pässe und Costas Durchschlagskraft in Kontersituationen richtig einbindet…

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IcemanZero 9. Dezember 2014 um 13:11

Ich finde das Matic gar der Beste 6er der Welt ist, VORAUSGESETZT er ruft alle Aspekte seines Spiels konstant über einen längeren Zeitraum ab!

Ich finde in dem Artikel kommt ein bisschen seine Giftigkeit/Galligkeit im Zweikampf zu kurz. Spiele bei Benfica und auch schon bei Chelsea haben einen immer wieder grätschenden, giftigen, umtriebigen „Jäger“ gezeigt, der in alle möglichen Räume geht um die Zweikämpfe zu führen. Das kombiniert mit einer physisch starken Statur wie Kehl, Kramer, bisschen Busquets, Fellaini etc., macht ihn das zu einem rein vom defensiven Aspekt her sehr starken 6er mit all den dazugehörigen Fähigkeiten.

Den Rest habt ihr prima beschrieben. Das Gespür für Raum, seine Dynamik, seine Dribbelstärke, aber auch sein Aufbauspiel mit technisch feinen aber druckvollen Bälle sind einfach klasse. Für mich ist Matic eine Augenweide und Cecs kann sich glücklich schätzen solch einen Mann neben sich zu haben.

P.S.: bin auf morgen gespannt. Kandidaten bei Inter sind Medel, Kovacic und Hernanes. Wobei ich liebend gerne einen der Offensiven thematisiert haben würde. Mr. spielender Halbstürmer Osvaldo, „Komplett-Stürmer“ Icardi oder HS-Flügel-Hybrid Palacio!

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Erkinho 9. Dezember 2014 um 13:29

Interessant…könntest du vielleicht ein Ranking, sagen wir TOP 5 deiner „besten (aktiven) 6er der Welt“, bereitstellen..mal vorausgesetzt, dass jeder der infrage kommenden Spieler dauerhaft topfit und in Topform wäre..infinitive Erfolgsstabilität sozusagen.

Morgen wird’s wohl Kovacic, das dribbelnde Ein-Mann-Mittelfeld, Mr. Polyvalenz..die Sache mit den Spitznamen unterstütze ich gerne^^…Hernanes wäre wohl eher Günstling als Liebling..but you never know..

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