VfL Wolfsburg – Schalke 04 1:4

Schalke zeigt seine vielleicht stärkste Leistung unter Jens Keller und gewinnt gegen den VfL Wolfsburg mit 4:1. Die Wolfsburger hatten mit individualtaktischen Fehlern und ihrem asymmetrischen System zu kämpfen.

Grundformationen erste Halbzeit

Grundformationen erste Halbzeit

Dieter Hecking und Jens Keller hatten keinen leichten Einstand bei ihren Klubs. Nachdem vor allem Keller nach der Winterpause schwierige Tage erlebte, hat sich die Lage mittlerweile beruhigt. Den beiden neuen Trainern holen mittlerweile die Ergebnisse, die von ihren individuell gut besetzten Kadern erwartet werden.  Das direkte Aufeinandertreffen wirkte dementsprechend nicht wie das Spiel eines Tabellen-9. gegen einen Tabellen-15. Vielmehr war es ein Spiel auf technisch und taktisch hohem Niveau.

In der Anfangsphase war es ein schnelles, wechselseitiges Spiel. Beide Teams arbeiteten mit einem 4-4-2 gegen den Ball und spiegelten defensiv die Formation ihres Gegners. Besonders Schalke presste früh und setzte die gegnerischen Innenverteidiger unter Druck. Wolfsburg begann etwas abwartender, intensivierte nach rund zehn Minuten aber das Pressing. Beide Seiten schafften es so, den Gegner zu unkontrollierten Bällen nach vorne zu zwingen. Diese Bälle konnten die offensiveren Sechser, Polak und Jones, abfangen und zu Gegenangriffen verarbeiten, allerdings war das Spiel hier etwas zu hektisch.

Asymmetrie bei Wolfsburg

Nach dieser schnellen Anfangsphase nahmen sich die Schalker im Pressing etwas zurück. Die Wolfsburger erlangten nun die Hoheit über den Ballbesitz. Die Wölfe wollten mit ihren asymmetrischen System punkten: In ihrem 4-2-3-1 stand die linke Seite höher als die rechte. Offensichtlich sahen die Wolfsburger hier die Schwachstelle von Schalke; mit Höger und dem halbrechten Jones sind sie hier defensiv schwächer aufgestellt als auf dem anderen Flügel.

Wolfsburg konnte jedoch über links kaum Chancen kreieren. Olic orientierte sich vergleichsweise zentral, auch Diego half selten auf dem Flügel aus. So war Schäfer zu oft auf sich alleine gestellt. Durchbrüche bis an die gegnerische Torauslinie gab es kaum. So kam Wolfsburg nur zu wenigen Flanken, Bas Dost hing lange Zeit in der Luft.

Dafür konnte Schalke über diesen Flügel umso mehr Druck erzeugen. Schäfer derart hoch, dass Konterräume fast zwangsläufig entstanden. Es gab zwei Möglichkeiten: Wenn das riskante Gegenpressing mit dem hohen Schäfer gelang, konnte Schalke nur unkontrollierte Bälle nach vorne spielen. Wenn sich die Schalker jedoch freikombinieren konnten, fanden sie fast immer Farfan auf rechts als Anspielstation. Konter über die Wolfsburger Lücke auf rechts waren die logische Folge.

Diese Konter sorgten fast immer für große Torchancen für Schalke. Draxler und Höger gelang es sehr gut, den Peruaner bei seinen Vorstößen dynamisch zu unterstützen. Schalke konnte Überzahlen auf rechts erzeugen. Sobald Polak und / oder Kjaer einrückten, konnten sie ins Zentrum spielen und hier Freiräume in den Halbräumen neben Josue finden. Gerade Draxler hatte ein enormes Gespür dafür, welchen Raum er wann zu besetzen hat. Schalke hatte so eine klare Mehrheit an Torchancen.

Der Führungstreffer fiel ebenfalls über die rechte Seite, jedoch nicht nach einem Konter, sondern nach einem individualtaktischen Fehler: Wolfsburg doppelte hier Farfan, was an und für sich nicht falsch ist. Wenn man ein solches taktisches Mittel aber nutzt, muss man den Ball erobern oder einen Rückpass erzwingen – ansonsten kann der Außenstürmer einen Kollegen anspielen, der zwangsläufig freisteht. Genau dies war der Fall, Farfan passte auf Höger, dessen flache Hereingabe verwertete Draxler (33.).

Zweite Halbzeit

Grundformationen nach der Pause.

Grundformationen nach der Pause.

Nach der Pause änderte Hecking sein System. Seine Mannschaft trat nun mit einer Mittelfeldraute an. Zudem agierte Schäfer nicht mehr so hoch wie in Halbzeit Eins. Mit diesen Umstellungen schloss Hecking die beiden großen Lücken aus der ersten Halbzeit, in den Halbräumen wie auch auf dem linken Flügel. Das System war zwar weiterhin recht offensiv, Konter konnte Wolfsburg jedoch besser verhindern, da die eben genannten Räume geschlossen blieben.

Wolfsburg attackierte auch nach der Pause weiter jene Seite, auf der Jones spielte; er rückte durch die Auswechslung Neustädters (für ihn kam Metzelder) nach halblinks, Höger ging nach halbrechts. Wolfsburgs Fokus auf die rechte Seite funktionierte besser als jener auf die linke Seite in Halbzeit Eins. Zum einen lag dies an Diego, der gewissenhafter auf dem Flügel half. Zum anderen postierte sich Bastos nicht derart breit wie Farfan, sodass die entstehenden Konterräume wenig bis gar nicht genutzt wurden. Als Schalkes Matip in der 50. Minute bei einem Angriff über die rechte Seite alleine auf Abseits spielte, schoss Wolfsburg den verdienten Ausgleich.

In den kommenden Minuten war es erneut ein offenes Spiel. Wolfsburg hatte im Angriff jedoch mit einem Problem zu kämpfen: Ihnen fehlten die Spieler, die zwischen die Schalker Linien gingen. Schalke konnte relativ linientreu verteidigen, ohne Angst zu haben, dass irgendwer den Raum zwischen den Ketten nutzt. Dadurch konnten sowohl Höger als auch Jones vergleichsweise hoch verteidigen und Druck erzeugen.

Den erneuten Führungstreffer für Schalke gab es nach einem weiteren individualtaktischen Fehler: Draxler bekam vor dem Sechszehner an den Ball, zwischen ihm und dem Tor standen jedoch drei Gegner. Wie schon vor dem 1:0 war der Schalker Ballführende isoliert, es drohte eigentlich keine Gefahr. Allerdings schafften es drei Wolfsburger nicht, den Winkel zwischen Gegner und Tor zu verschließen. Draxler nutzte eine kleine Lücke und traf zum 2:1.

Schalke darf kontern

Nach dem Tor wurde es ein Spiel ganz nach Jens Kellers Geschmack: Unter ihm hat die Schalker Mannschaft Fortschritte im Verteidigen und im Konterspiel gemacht. Diese Qualitäten konnten sie in der letzten halben Stunde nutzen. Heckings Team postierte sich nach den positionsgetreuen Einwechslungen von Perisic (67. für Josue) und Fagner (76. für Hasebe)noch offensiver. Vor allem fehlte nach der Auswechslung Josues ein absichernder Part im Mittelfeld, Polak konnte diese Rolle nicht ausfüllen. Schalke konnte den gegnerischen Sechserraum für Gegenstöße nutzen und erzielte zwei weitere Treffer nach Kontern (79. und 85.).

Auffälligster Spieler war Julian Draxler. Er schoss zwei Tore selbst und bereitete ein weiteres vor. In seiner Rolle als Zehner in einem flügel- und konterfixierten System weiß er voll zu überzeugen. Bisher wurde Draxler von seinen Trainern oft herumgeschoben, vom rechten Mittelfeld ins Zentrum und wieder zurück. Er war überall gut, aber nirgendwo überragend. Nimmt man die vergangenen Spiele als Grundlage, scheint er optimal auf der Zehn aufgehoben. Er ist ein umtriebiger Spieler, der bei schnellen Durchbrüchen Überzahlen auf dem Flügel mit seinen Kollegen schaffen kann. In dieser Partie nutzte er die Lücken des Gegners gedanken- und handlungsschnell und trug seinen Teil zum eindeutigen 4:1-Sieg bei.

Fazit

Schalke zeigt eine starke Leistung. Das 4:1 mag einen Treffer zu hoch sein, beweist aber vor allem die enorme Konterstärke der Schalker. Vor allem macht diese Partie große Hoffnungen auf das Achtelfinal-Rückspiel der Champions League: Freie Konterräume auf dem rechten Flügel und neben den gegnerischen Sechsern – genau das könnte der Schlüssel gegen Galatasaray sein.

Wolfsburg zeigte keine derart katastrophale Leistung, wie man anhand des Ergebnisses vermuten könnte. Ihr asymmetrisches System funktionierte in der ersten Halbzeit nicht, wodurch sie zurecht mit einem Rückstand in die Pause gingen. Nach dem Wiederanpfiff waren sie mit ihrem neuen Fokus auf rechts das druckvollere Team, ein Kollektivaussetzer vor dem 1:2 spielte den Schalkern jedoch brutal in die Karten. Dennoch stimmen die Leistungen unter Hecking positiv für die kommenden Spiele; mit dem Abstieg dürften die Wolfsburger in der momentanen Form nichts zu tun haben.

André 5. März 2013 um 07:13

Ich habe hier schon öfter erklärt nicht sonderlich zufrieden mit der Personalie Keller zu sein. Trotzdem hat er scheinbar ein paar Dinge anschieben können. Zu Gute kommt ihm noch durch den Bastos Transfer vorn etwas variabler aufgestellt zu sein… Aber den ersten Gedanken des Artikels, dass Wolfsburg bewußt offensiv gegen eine vermeintlich schwächere Rechte Schalker Seite spielen wollte kann ich nicht richtig glauben. Denke eher, dass dies an Olic seiner natürlichen offensiven Denkweise liegt. Wenn es eine taktische Idee gewesen sein sollte dann mMn eine ganz schlechte. Man kann doch nicht gegen Farfan, der aufgrund seines Tempos im Konter kaum zu halten ist bewusst die linke Seite nach oben schieben. Wie wollte Hecking dies denn absichern? Durch die 6er? Polak fehlt dafür eindeutig das Tempo und Josue wäre Farfan körperlich überhaupt nicht gewachsen. Vllt wollte er dies mit Kjaer absichern? Aber der ist mMn taktisch nicht clever genug und oft viel zu ungestüm. Hab das Spiel nicht live sondern nur in Zusammenfassung gesehen, sollte Wolfsburg tatsächlich die erwähnte Strategie gewählt haben, dann ist das Spiel klar vercoacht worden.

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Azazello 4. März 2013 um 14:22

Zunächst einmal sehr gute Seite und hervorragende Artikel! Ich tummel mich hier gerne herum, auch wenn ich bisher nichts geschrieben habe.

Leider ist in dem Artikel ein kleiner Fehler.
Beim 1:1 hebt nicht Matip, sondern Höwedes und Höger das Abseits auf, auf das Matip spekuliert. Danach kommt er leider nicht mehr rechtzeitig zum wolfsburger Flankengeber und das „Unheil“ nimmt seinen Lauf.

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TE 4. März 2013 um 16:45

Danke für den Hinweis! Ich hatte nur in Erinnerung, dass Matip den Fehler gemacht habe, habe ihn aber anscheinend etwas zu weit nach hinten gepackt.

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Lobanowskyj 4. März 2013 um 09:08

Mhm, irgendwie ein seltsames Spiel. Eigentlich ist Hecking ja gut darin, sich auf den Gegner einzustellen und „mismatches“ auszunutzen, aber Jones hat er offenbar unterschätzt. Farfan so viel Platz zu lassen, um Schäfer höher einzubinden, finde ich geradezu verrückt, wenn man bedenkt, dass Farfan doch eigentlich DER herausragende Offensivspieler bei Schalke ist und mit so viel Platz seine Schnelligkeit voll ausspielen kann. Dass auch in Hälfte 2 die Wolfsburger sich auf Jones` Seite konzentrieren (jetzt die andere), spricht zwar dafür, dass Hecking das Problem mit dem hoch stehenden Schäfer erkannt hat, sein Strategiewechsel auf die andere Seite war aber arg vorhersehbar. Das hat Keller erstaunlicherweise gut erahnt und Jones (der alles andere als ein Schwachpunkt war) auf Halblinks gezogen.
Bei aller Kritik an Hecking muss natürlich auch berücksichtigt werden, dass erstens das Zweikampfverhalten von Schäfer oder Polak recht schwach war und zweitens der frühe Ausfall von Naldo die Abwehr etwas kopflos machte.

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MR 4. März 2013 um 09:33

„sein Strategiewechsel auf die andere Seite war aber arg vorhersehbar. Das hat Keller erstaunlicherweise gut erahnt und Jones (der alles andere als ein Schwachpunkt war) auf Halblinks gezogen.“

Oder Höger ist einfach ein rechter Flügelspieler und deshalb auf der halbrechten Position, wo er ohnehin immer als Sechser spielt, besser aufgehoben.

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Lobanowskyj 4. März 2013 um 10:26

OK, stimmt, vielleicht hab ich da zu viel hinein
interpretiert.
Es passte aber auch irgendwie alles zusammen: Hecking
sieht, dass über links nix läuft, weil Jones und Höger
stark spielen, gleichzeitig muss er Schäfer weiter zurück
ziehen, um auf Farfan zu reagieren. Also lässt er ver-
stärkt über rechts spielen in Hälfte 2, was nun wieder
Keller in die Karten spielt, weil der den schwachen
Neustädter rausnehmen und Jones nach links schieben kann,
denn die rechte Schalker Seite ist ja nun weniger
gefährdet. Und dann wird Schalke durch den Wechsel von
Höger auf die Sechs auch noch im Umschalten nach vorne
gefährlicher. Das muss alles für Hecking ganz schön zum
Verzweifeln gewesen sein.

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blub 3. März 2013 um 15:23

Die grafiken der zwei habzeiten sind vertauscht.

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Jan 3. März 2013 um 14:51

Sehr treffender Artikel. Hätte mir noch einen Absatz darüber gewünscht, warum das Schalker Pressing sich plötzlich so sehr verbessert hat. Gibt es dazu Gedanken?

Der schlechte Tag von Neustädter konnte zum Glück abgewendet werden, bevor er größeren Schaden anrichtet, auch wenn ich gerne mal die Kombination Höger/Neustädter auf der Sechs sehen würde. Jones‘ Laufspiel und Stärken in der Balleroberung stehen oft seine schwachen Pässe gegenüber. Da denke ich wäre Höger eine interessante Option fürs Derby.

Draxler erinnert mich von seiner Spielweise auf der 10 an einen abschlussstärkeren Mesut Özil

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Alliser 3. März 2013 um 15:27

Auch ich bin sehr daran interessiert, wenn man (in den Kommentaren) darauf eingehen könnte, welche Verbesserungen die Schalker Mannschaft in den letzten Monaten unter Keller erreicht hat. Denn diese sind für mich nicht eindeutig festzustellen.

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ES 3. März 2013 um 22:38

mich erinnert Draxler eher an den jungen Andy Möller: laufstark, konterstark mit einem starken Abschluss, guter Blick für die Räume, in der er laufen kann, aber kein wirklich spielmachender startegischer 10er, wie z.B. Özil, das kam auch erst spät bei Möller. So auch bei Draxler, das prognostiziere ich hier mal.

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ES 4. März 2013 um 11:50

Was ist das denn hier für ein schlappes Forum, dass niemand auf meinen genialen Draxler-Möller-Vergleich reagiert? 🙂 Da muss ich schon selber antworten und etwas Öl ins Feuer gießen. Wie wäre es mit dem Vergleich von Jones mit Möllers kongenialem Partner Uwe Bein: Die gleiche hohe Technik, Ruhe und Übersicht am Ball, Integrität gegenüber Mitspielern und Schiedsrichtern…. Aber im Ernst: Auch wenn die 10 die Lieblingspoition von Draxler ist, es fehlt nach wie vor der Stratege im Mittelfeld, ein tiefstehender Spielmacher würde dann auch wieder zu einem schnellen Draxler passen. Wie alt ist Andrea Pirlo noch einmal? 🙂

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Jan 4. März 2013 um 21:58

Der Draxler-Möller-Vergleich ist schon ganz cool, aber Draxler finde ich passstärker und er kann durch seine Läufe auch Räume für seine Mitspieler öffnen. Andererseits hat er viel Druck um die Räume zu Nutzen die Huntelaar schafft.

Jones Spielweise geht mir auch etwas gegen den Strich, obwohl ich sagen muss, dass die Rolle unter Keller deutlich interessanter ist als das Umholzen unter Stevens. Ein tiefliegender Spielmacher fehlt an allen Ecken und Enden. Wird sich zeigen ob Höger da vielleicht reinwachsen kann an der Seite von Neustädter. Die Abwehrprobleme der letzten Wochen und Monate entstehen jedoch in der Regel in diesem Bereich und oft dadurch, dass Zuordnungen und nicht stimmen und einfache Überzahlbildung des Gegners reicht um das Dreieck aus 6, IV und AV in die Bretagne zu schicken.

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ES 5. März 2013 um 19:04

die neue Rolle von Jones hat, glaube ich, weniger mit dem Trainerwechsel als vielmehr mit dem Abgang von Holtby zu tun und der damit verbundenen Not, ein bisschen Spielgestaltung zwischen 6er-Raum und Draxler zu bringen. Und da musste dann eben der arme Jones ran. O.k., dann ist es die Leistung von Keller aus der Not eine Tugend gemacht zu haben. Aber auch wenn Jones mal wieder hochgelobt wurde, die Aufgabe geht doch sichtbar über seinen Horizont. Obwohl ich auch bekennender Höger-Fan bin (die kleine Höger-Statistik: Mit ihm in der Anfangsformation 19 Punkte aus 8 Spielen (hoffentlich nicht verrechnet), das wäre hochgerechnet Platz 2) die Erwartungshaltung, dass er der tiefliegende Spielmacher sein wird, ist doch zu hoch gegriffen. Ich gehe fest davon aus, dass Heldt für die kommende Saison hier jemanden holen wird.

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om 3. März 2013 um 14:30

Sehr interessant, danke! Ich dachte mir schon , dass der spon-Artikel über Hecking nur heiße Luft ist, obwohl ich es nicht wirklich beurteilen konnte.

Macht ihr denn nochmal einen Podcast wie in der Winterpause, in der ihr alle Mannschaften und ihre Entwicklung beurteilt vor Ende der Saison? Fände ich wahnsinnig interessant.

PS: Die beiden Grafiken sind vertauscht.

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Roter Hering 3. März 2013 um 20:22

Ich hatte mich auch über den SPON-Artikel geärgert, weil die Niederlage von Wolfsburg zwar insgesamt verdient sein mag, die Mannschaft aber nun wirklich keine „desolate“ Leistung gezeit hat.

Die Angriffe über die linke Seite endeten unglücklich (Schäfer) oder ungeschickt (Olic wird in seinem Fußballerleben wohl kein Flankengott mehr), über rechts kam erst in der zweiten Hälfte mehr, als Hasebe weiter aufrückte. Diego hatte ein paar gute Einzelaktionen, aus denen durchaus ein Tor hätte fallen können.

Der Knackpunkt im Wolfsburger Spiel war aus meiner Sicht die Herausnahme von Josue, der bis dahin sehr viele Balleroberungen hatte. Dadurch hatte Draxler den Raum, den er brauchte, um zusammen mit Farfan die Kontermöglichkeiten zu nutzen.

Anfangs ein recht ausgeglichenes Spiel, Schalke nutzt seine Torchancen besser und führt. Hecking geht daraufhin auf Risiko – und verliert.

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