Nominierung polyvalenter Spieler zugunsten von Spezialisten – mögliche Überraschungskandidaten

Montag wird Joachim Löw den vorläufigen Kader für die EM bekannt geben. Warum nicht einen Spezialisten für bestimmte Spielsituationen mitnehmen wie Odonkor 2006? Hier einige Kandidaten mit Außenseiterchancen auf eine Nominierung.

Wer wird dieses Jahr die Überraschung im Kader von Jogi Löw?

Das Grundgerüst der Nationalmannschaft steht, deshalb sind bei der Bekanntgabe des vorläufigen EM-Kaders nicht viele Überraschungen zu erwarten. Doch die Redaktion von spielverlagerung.de hat sich einmal gewagt, ein paar Kandidaten kurz unter die Lupe zu nehmen, die der Mannschaft von Joachim Löw in bestimmten Konstellationen weiterhelfen könnten.

Vorab möchte ich noch kurz auf die Frage eingehen, ob die gängige Art und Weise der Nominierung eigentlich sinnvoll ist, oder ob man mit vielseitigen Spielern nicht lieber ein paar Plätze „spart“ und somit Platz für ausgewiesene Spezialisten macht.

3+8+8+4, die gängige Nominierungspraxis:

Bei einem 23-köpfigen Turnierkader wird seit Jahren zumeist auf folgende Zusammensetzung vertraut: 3 Torhüter, 8 Verteidiger, 8 bzw. 9 Mittelfeldspieler und 3 bzw. 4 Stürmer. Grund dafür ist wohl das viele Jahre als Standardsystem gespielte 4-4-2, in dem bei der Variante 3+8+8+4 alle Positionen doppelt besetzt werden können.

Nach dem Vormarsch der Ein- bzw. Dreistürmersysteme ist eine kleine Abweichung vom alten Schema nicht unüblich: Es wird dann einfach ein Stürmer zugunsten eines weiteren Mittelfeldspielers geopfert.

Die Annahme, dass es gut ist, wenn jede Position doppelt besetzt ist, sollte man jedoch einmal genauer beleuchten. Mittlerweile erkennen viel Trainer die Chance, Spezialisten in den Kader zu berufen, wie es zum Beispiel beim American Football der Fall ist. Auch wenn dort öfter ein- und ausgewechselt werden kann, ist die Theorie im Prinzip die selbe.

Plätze sparen durch flexibel einsetzbare Spieler – die Chance für Spezialisten?

Spieler, die viele Positionen bekleiden können, sind der Traum eines jeden Trainers. Man kann auf fast alle erdenklichen Verletzungsprobleme und Platzverweise reagieren, auch ohne zwingend Einwechslungen vorzunehmen. Auch die taktische Flexibilität wird durch polyvalente Spieler erhöht. Gute Mannschaften können ihr Spielsystem während des Spiels wechseln und dem Gegner somit Probleme bereiten. Im heutigen Informationszeitalter wissen Scouts alles über jede Mannschaft, egal wo sie in der Weltrangliste steht. Daher ist es nur allzu sinnvoll, als Trainer auf polyvalente und spezialisierte Spieler zurückzugreifen, denn Ausrechenbarkeit darf kein Merkmal einer Spitzenmannschaft sein.

Dass man bei einem einmonatigen Turnier mal auf mehr als fünf Spieler gleichzeitig verzichten muss, ist äußerst selten, daher ist es möglich, durch eine clevere Nominierungsstrategie vielen eventuellen Situationen vorzubeugen.

Nimmt man nun also beispielsweise neben seinen ersten 13 oder 14 Feldspielern noch 4 Spieler wie Gonzalo Castro mit, die viele Positionen bekleiden können, so „spart“ man 3 bzw. 4 Plätze und kann so trotzdem alle Positionen für alle Eventualitäten abdecken. Die freien Plätze können dann von Spezialisten für bestimmte Spielsituationen besetzt werden – wie eben David Odonkor 2006.

Neben taktischer Flexibilität ist es nämlich auch wichtig, einen Gegner mit personellen Entscheidungen mal so richtig durcheinander zu bringen. In manchen Spielen eignet sich dann zum Beispiel ein Standard-Experte zusammen mit einem hochaufgeschossenen Kopfballungeheuer perfekt, um ein gegnerisches Abwehrbollwerk zu knacken, vor allem wenn die gegnerische Mannschaft nicht die größte ist. Man denke doch mal beispielsweise daran, wie wenig Barcelona in einem Spiel gegen Stoke Rory Delaps langen Einwürfe auf Crouch und die aufrückenden Verteidiger schmecken würde.

Seien es weite Einwürfe, gute Standardsituationen, überdurchschnittliche Geschwindigkeit, Kopfballstärke oder einfach nur eine völlig unkonventionelle Spielweise: Die Möglichkeiten, den Gegner mit bestimmten Spezialisten zu überraschen sind schier unendlich und in Löws modernen Team sicher Teil der Überlegungen für eine Kadernominierung.

Im Folgenden nun eine Übersicht von Spielern, die mehrere Positionen auf einmal abdecken würden und im Anschluss ein paar Spezialisten, die in bestimmten Situationen wichtig werden könnten.

Polyvalente Spieler:

Jan Kirchhoff: Der 21-Jährige wird nicht umsonst von vielen großen Clubs gejagt: Zweikampfstärke, das Auge und die Technik für den von Löw geschätzten vertikalen Flachpass und eine unheimliche Präsenz auf dem Spielfeld sind die Stärken des Mainzers. Er kann sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld agieren, was einen situationsbedingten Wechsel zwischen Dreier- und Viererkette ermöglichen kann.

Tony Jantschke: Als gelernter Sechser bringt Jantschke ein gutes Auge und ein sicheres Passspiel mit – nicht die schlechtesten Voraussetzungen für einen modernen Außenverteidiger. Er ist sehr klar in seinen Aktionen, scheut das Risiko und spielt dementsprechend wenige Fehlpässe. Eine gute Zweikampfquote von durchschnittlich 61% gepaart mit seinem taktischen Verständnis – der detailverliebte Favre hat ihm hier zu einem enormen Leistungssprung geholfen – prädestinieren ihn für die Rolle eines Backups für Philipp Lahm. Seine starken Leistung auch gegen den seit Monaten formstarken Franck Ribery sind Jogi Löw mit Sicherheit nicht verborgen geblieben.

Lewis Holtby: In fast jedem Spiel der Schalker gehört Holtby zu den Top 3 in Sachen Laufleistung. Zusammen mit seinem Passspiel, was je nach Position und Ausrichtung zwischen sicher/beruhigend und kreativ/riskant variieren kann, könnte Holtby einem Spiel neue Impulse geben. Linksaußen, Rechtsaußen, Sechser, Achter, Zehner: Der junge Schalker ist sehr variabel einsetzbar. Körperlich hat Holtby in den letzten Jahren stark zugelegt, technisch ist er ohnehin schon auf einem hohen Niveau.

Luiz Gustavo: Er wäre wohl die größte Überraschung. Da er noch kein Pflichtspiel für die brasilianische Auswahl absolviert hat – es stehen lediglich zwei Freundschaftsspiele zu Buche – und er nun schon lange in Deutschland lebt, wären eine Einbürgerung und eine Spielberechtigung für die deutsche Nationalmannschaft keine großen Hindernisse. Davon ausgehend, dass die Formalitäten in einem Eilverfahren geregelt werden würden, brächte Gustavo dem deutschen Spiel ein paar neue Elemente. Die körperbetonte Spielweise des drahtigen Brasilianers hat schon einigen Zehnern dieser Welt  viel an Spielfreude gekostet. Anpassungsprobleme dürfte es kaum geben, da ja ohnehin ein recht großer Bayernblock spielen wird. Neben der Tatsache, dass er gut mit Schweinsteiger, Kroos und Co. harmoniert, bringt auch er den Vorteil mit, dass er vielseitig einsetzbar ist: Sechser, Innenverteidiger und Linksverteidiger sind die Positionen, die er schon häufig bekleidet hat.

Gonzalo Castro: Für viele ist es ein Rätsel, warum der wohl vielseitigste Spieler der Bundesliga bisher keine Chance in der Nationalmannschaft bekommen hat. Technisch sowie läuferisch ist er sehr gut, auch das taktische Verständnis ist bei ihm gegeben. Seine Flexibilität kann ein großer Trumpf sein, wenn man zum Beispiel in die Situation gerät, nach einem Platzverweis und bereits drei Auswechslungen noch einmal umstellen zu müssen.

Moritz Leitner: Der junge Dortmunder hat sich prächtig entwickelt und ist mittlerweile sehr sicher am Ball und stets um kreative Lösungen im Passspiel bemüht. Beim BVB lernte er viel im Pressing- und Umschaltverhalten, legte körperlich etwas zu und tankte mit jedem Einsatz Selbstbewusstsein. Eine Nominierung würde ihm und seiner Entwicklung sicher noch einen Schub geben auf seinem Weg zum Topspieler.

Spezialisten für besondere Situationen:

Wenn also theoretisch einige der obigen Spieler nominiert werden, sorgen sie mit ihrer Polyvalenz dafür, dass weitere Kaderplätze frei werden. Hier können dann Spieler mitgenommen werden, die verschiedene Stärken einbringen, die in gewissen Situationen besonders wertvoll sein können. Es folgt eine kurze Beschreibung von einigen Spezialisten:

Robert Huth: Vorstellbar, dass der Hüne eine Rolle im deutschen Kader spielen könnte. Er ist physisch unheimlich stark, stellt eine permanente Gefahr bei eigenen Standards dar und scheut sich nicht, dem Gegner auch einmal weh zu tun. Sollten Mertesacker und Klose ausfallen bzw. nicht spielfit sein, hat man nicht gerade viel offensive Kopfballstärke auf dem Feld – Hummels, Boateng und Badstuber erzielten insgesamt nur 1 Tor in dieser Bundesligasaison. Huth hingegen gehört zu den Spielern mit den meisten Kopfballchancen in der Premier League, was allerdings auch an den Einwürfen von Rory Delap liegt.

Axel Bellinghausen: Der Augsburger Linksfuß ist ein wahres Arbeitstier. Er gibt nie auf und stellt die Gegner mit seiner unkonventionellen Spielweise häufig vor Probleme. Manchmal wirkt er sehr überhastet und man glaubt, er weiß nicht, was er tut. Dennoch bringt er viele Flanken, hält auch mal aus unmöglichen Winkeln drauf und wirft sich in jeden Zweikampf. Spielt Lahm bei Löw nun wieder rechts, ist die Frage nach dem linken Außenverteidiger noch nicht geklärt. Angesichts der wenigen überzeugenden Auftritte von Aogo darf Bellinghausen sich vielleicht Außenseiterchancen ausrechnen. Zudem ist er einer der wenigen Spieler, der sich in einem – zugegeben unwahrscheinlichen – System mit Dreierkette für die Außenposition im Mittelfeld anbietet.

Patrick Herrmann: Bis zu seiner Verletzung vielleicht der Shootingstar dieser Bundesligasaison. Starker Antritt, hohe Endgeschwindigkeit und eine gewisse Unbekümmertheit stehen bei Herrmann auf der Habenseite. Er könnte bei einem knappen Vorsprung als Einwechselspieler zusammen mit Reus für gefährliche Konter sorgen, für die er nicht nur wegen seiner läuferischen Fähigkeiten geeignet ist, sondern auch wegen seines Talents im Finden und Anlaufen von wichtigen Räumen.

Patrick Helmes: Nach seiner Achterbahnfahrt der Gefühle unter Magath sieht man nun wieder häufiger den alten Helmes, der sich durch seine Schnelligkeit und Coolness vor dem Tor auszeichnet. Als idealer Konterstürmer könnte er in gewissen Konstellationen helfen, außerdem stellt er noch einmal einen anderen Stürmertypus als Gomez und Klose dar. Was man ebenfalls nicht vernachlässigen sollte, ist die Tatsache, dass der Mann einfach einen Lauf hat – dies ist zwar unmöglich zu messen, aber ein Stürmer mit viel Selbstbewusstsein könnte mehr Wert sein als der formschwache Cacau.

Christian Pander: Als Herr der ruhenden Bälle kann er ein Mann für die ganz entscheidenden Momente werden. Egal ob Flanke oder Schuss, wenn Pander einen Freistoß oder eine Ecke tritt, wird es so gut wie immer gefährlich. Dass Pander noch mehr kann als gute Standardsituationen, zeigt er nun relativ konstant bei Hannover, was auch daran liegt, dass er nicht mehr ganz so viel Verletzungspech hat wie früher. Da Lahm wohl für rechts eingeplant wird und eigentlich kein anderer Spieler als Linksverteidiger vollends überzeugen konnte, besitzt auch Pander Außenseiterchancen.

Maximilian Beister: Der zukünftige Hamburger startet als Linksfuß meistens auf dem rechten Flügel, um von dort nach innen zu ziehen und den Abschluss zu suchen. Seine Distanzschüsse sind gut, genauso wie seine Dribblings. Da in der Nationalmannschaft im vorderen Bereich nur Podolski und Özil mit einem starken linken Fuß gesegnet sind, diese aber beide eher keine Kandidaten für die rechte Seite sind, könnte Beister mit seinem selbstbewussten Auftreten für neuen Schwung in festgefahrenen Partien sorgen.

Mike Hanke: Viele hatten schon im Test gegen Frankreich mit seiner Nominierung gerechnet, jedoch entschied sich Löw für den diese Saison eher enttäuschenden Cacau. In Gladbach hat Hanke fußballerisch und taktisch einen großen Schritt gemacht und ist nun alles andere als der klassische Strafraumstürmer wie zu Beginn seiner Karriere. Bälle halten und auf nachrückende Spieler ablegen ist eine Stärke von ihm, ebenso das Verhalten im Kombinationsspiel. Beispielhaft für seine diesjährige Form und seine Entwicklung ist das Tor nach doppeltem Doppelpass im Rückrundenspiel gegen Schalke. Neben den angesprochenen Aspekten bringt Hanke auch noch Kopfballstärke mit, die auch in der Defensive bei Standards wichtig sein kann.

Ilkay Gündogan: Sicherlich einer der Spieler, der sich im Verlaufe der Saison am meisten steigerte. Als Sechser übernimmt er beim BVB viele Aufgaben im Spielaufbau, vor allem wenn Hummels wieder einmal vom Spielgeschehen abgeschnitten wird. Sein Fallenlassen in die Räume hinter den aufrückenden Außenverteidigern beherrschen nicht viele Spieler in seiner Position so gut wie er. Sollte Jogi Löw das Mittel des abkippenden Sechsers also verstärkt in das Spiel der Nationalelf einbauen, wäre Gündogan ein passender Spieler hierfür.

Jan Schlaudraff: Der als gescheitertes Talent abgestempelte Hannoveraner ist immer wieder gut für die besonderen Momente: Lupfer, Hackentricks, listige Freistöße oder Traumpässe – all dies konnte man diese Saison schon von ihm sehen. Als sehr kreativer Spieler mit Mut zum Risiko ist auch er ein Spieler, der gegen tiefstehende Gegner ein Schlüsselspieler sein kann.

Sidney Sam: Er ist wohl derjenige, der am meisten an David Odonkor 2006 erinnert – auch wenn man ihm damit vielleicht ein bisschen unrecht tut. Sam gehört zu den schnellsten Spielern in der Bundesliga und besitzt zudem einen starken linken Fuß, mit dem er gerne als rechter Flügelspieler zum Abschluss kommt. Ähnlich wie bei Beister kommt es ihm zu Gute, dass er es als Linksfuß gewohnt ist, von rechts zu starten. Seine Distanzschüsse sind gefährlich, seine Dribblings überraschend und auch seine Fähigkeiten im Pressing und Gegenpressing sind Argumente für ein Last-Minute-Ticket nach Osteuropa.

Morgen werden wir Klarheit haben: Schafft es einer der Außenseiter tatsächlich in den Kader?

Es wäre sicherlich interessant – auch im Hinblick auf die Zukunft – einige dieser Spezialisten einzubauen, um die eigene Spielweise noch weniger ausrechenbar zu machen.

Viele der oben genannten Spieler werden wir wohl nicht im Kader finden, zumindest nicht im endgültigen. Vielleicht bekommt aber der eine oder andere Spieler aus unserem Überraschungskader ein Last-Minute-Ticket für die EURO. Oder Jogi Löw überrascht uns alle und nominiert jemanden, der hier gar nicht auftaucht. Man darf gespannt sein, der Countdown läuft.

Benni 14. Mai 2012 um 23:12

Warum nicht Kevin Kuranyi?

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jiranhimo 11. Mai 2012 um 14:46

ich fände sakai auch eine sehr interessante alternative für die LV/RV-Position. Klar käme eine Nominierung zum jetzigen Punkt wesentlich zu früh, man sollte ihn aber versuchen in den Qualifikationsspielen zur WM 2014 zu testen. Kleine Randnotiz: seine Mutter ist Deutsche, und entweder er hat schon die deut. Staatsbürgerschaft oder es ist ein einfaches sie zu beantragen!

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EvS 12. Mai 2012 um 18:16

ich glaube aber von japanischer seite geht eine doppelte staatsbürgerschaft nicht. glaube auch nicht das er das machen würde.

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vastel 10. Mai 2012 um 16:25

Das ist ein haltloses Argument, Flowbama.

Was hat denn eine einzige statistische Zahl bitte für eine Aussage über die Qualität eines Spielers, die beide in anderen Teams mit einer völlig anderen Spielphilosophie spielen?

Die BVB-Spieler sind angehalten öfter risikoreiche Pässe zu spielen, die logischerweise nicht immer ankommen. Gerade Sven Bender ist diese Saison über die Rolle des Zerstörers hinausgewachsen und hat zunehmend mehr für die Offensive getan, um den Verlust von Sahin auf die Schultern beider 6er zu verteilen.
Die Bayern gehen dagegen viel mehr über Ballbesitz und gerade Gustavo hat eher die Aufgabe die Balle einzusammeln und dann über sichere(!) Pässe die eigentlichen Spielgestalter (Badstuber/Schweini/Kroos) zu bedienen.
So kommt dann mal ganz leicht so eine Statistik zusammen.

Abgesehen davon sehe ich Sven Bender defensiv noch stärker, was Zweikämpfe (das belegt auch die Statistik) und Antizipation bzw. abgefangene Pässe (dazu habe ich leider keine Statistik gefunden) angeht. Er entschärft gegnerische Angriffe meist schon bevor sie gefährlich werden, indem er durch gutes Stellungsspiel viele Pässe abfängt.

Letztendlich sind beide sehr gute defensive 6er und unterscheiden sich eher marginal. Eine Einbürgerung von Gustavo halte ich aber nicht nur für sehr unwahrscheinlich, sondern auch für unnötig. Auf der Position sind wir einfach schon bestens besetzt.

Beim nächsten mal bitte auch die Quelle für deine Statistik angeben, denn die Zahlen auf bundesliga.de sagen etwas anderes:

http://www.bundesliga.de/de/liga/clubs/borussia-dortmund/index.php
http://www.bundesliga.de/de/liga/clubs/fc-bayern-muenchen/index.php
(Kader -> Spieler auswählen)

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Flowbama 10. Mai 2012 um 23:21

Die Quelle ist whoscored.com. Im Übrigen war das kein Argument, sondern ein Beispiel (wie ja auch dasteht), um zu verdeutlichen, dass er bitte angeben soll, auf welcher Basis er so eine Einschätzung abgibt. Dass Dortmund und Bayern eine komplett unterschiedliche Spielanlage haben, ist ja wohl jedem klar. Dennoch sagt das nichts über die einzelnen Qualitäten der Spieler.

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Pep 11. Mai 2012 um 09:31

Ich vertraue auch eher den Daten von whoscored.com.
Weiß aber garnicht, warum Sven verglichen wird, Lars hat bedeutend bessere Leistungswerte. Wenn man dann bedenkt, dass er in dem Krisenklub Leverkusen spielt und eben nicht in Dortmund, ist das umso beeindruckender.
Die Daten im Detail: Tackles. Gustavo tackelt 15% mehr als der durchschnittliche 6er, beide Bender mehr als ein drittel häufiger! Interceptions. Gustavo weniger als ein drittel! Sven Durchschnitt, Lars MEHR als ein drittel! Dennoch foult Gustavo überdurchschnittlich, scheint also nicht sehr geschickt zu sein, denn beide Bender foulen unterdurchschnittlich oft.
Nun zur Passquote die sagt im Grunde nicht viel aus, denn wenn ein Sven Bender jeden Ball zu Hummels spielt, ist es leicht 100% zu erreichen. Wenn ein Gustavo aber Ribery oder Robben sucht, ist das bei einer doppelt-dreifachen Manndeckung auch mal schwieriger. Schauen wir uns also die Keypasses je Spiel an.
Gustavo 0,3. Ein durchschnittlicher 6er spielt 0,6. Sven Bender spielt diese 0,6. Lars Bender aber 0,9.
Also unterm Strich ist Lars Bender der klar stärkste dieser 3 6er.

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Flowbama 11. Mai 2012 um 14:46

Danke für die statistische Erleuchtung, Pep. Ich habe manchmal Probleme zu identifizieren, was whoscored.com mit bestimmten Werten aussagen will, daher halt ich mit der Interpretation dergleichen zurück.
Also wenn Lars tatsächlich der stärkere der beiden Zwillinge ist, freue ich mich umso mehr, dass Jogi ihn als Mehrzweckwaffe auch für die defensive Außenposition vorgesehen hat.

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C 11. Mai 2012 um 16:20

Gustavo hat an sich ein Weltklasse Timing beim Grätschen trifft eigentlich immer den Ball, da wird ihm regelmäßig von den Schiris Unrecht getan, was ich sehr schade finde. Zu den „Keypasses“ es ist halt auch so dass je schwächer eine Mannschaft spielt umso mehr Räume hat für einen Spieleröffnenden Pass, weil man dann sehr oft hinten drinnen steht, von daher wäre ich sehr vorsichtig einen solchen Wert zu interpretieren wobei ich durchaus Gustavo als von diesen dreien am schlechtesten im Spielaufbau einschätzen würde, aber am stärksten im Tackling.

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Christian 10. Mai 2012 um 12:12

Ich stimme zu, dass Kroos einen Schritt nach vorne gemacht hat. Die 10, die er bei Bayern oft gespielt hat, wird er im Nationalteam aber nicht begleiten – dass Löw Özil gesetzt sieht (zurecht), das dürfte außer Diskussion stehen. So bleiben eine 6 oder eine „8“ – gegen schwächere Mannschaften ohne Zweifel ein sinnvoller Ansatz, aber gerade die Laufstärke von Khedira (oder das Defensivverhalten von Sven Bender) halte ich in Spielen gegen Spitzenmannschaften wie Spanien oder Niederlande doch für notwendig. Mir wäre nicht wohl dabei, mit Kroos auf der 6/8 zu spielen und nur auf Schweinsteiger dahinter vertrauen zu müssen, bei allen Qualitäten, die Kroos im Spiel nach vorne hat. Ich sehe Khedira übrigens auch nicht als reinen Defensivrackerer, sondern auch mehr als Box-to-Box-Spieler, der ja auch durchaus seine Qualitäten in der Offensive und im Torabschluss hat, auch wenn er die logischerweise bei Real nicht zeigt (zeigen muss).

Von den im Artikel genannten Spielern halte ich übrigens tatsächlich nur Pander für eine Ergänzung im Odonkor-Sinn – also einen Spieler, der etwas einbringt, was der Mannschaft sonst fehlt, aber ansonsten seine Schwächen hat. Die meisten der anderen genannten Spieler bringen einfach keine zusätzliche Qualität ein – was soll bspw ein Gustavo (dessen Schnelleinbürgerung nicht nur unrealistisch sondern auch entgegen jeder Löw’schen Idee laufen würde), wenn ich gerade auf seiner Position eh schon ein Überangebot habe und zudem mit einem Sven Bender einen Gustavo-ähnlichen Spieler besitze, der Gustavo auch noch überlegen ist.

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Flowbama 10. Mai 2012 um 13:11

Wie kommst du darauf, dass Bender dem Gustavo überlegen ist? Bender hat eine beispielsweise eine Passgenauigkeit von 78 %, Gustavo von 88 %.

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Capi 9. Mai 2012 um 23:53

Bei Dortmund spielt auch mit Kuba ein Rechtsfuß auf der rechten Seite und das Hinterlaufen von Pisczek klappt ausgezeichnet.
Unabhängig von Lahms Offensivqualitäten sehe ich eine bessere defensive Zweikampfführung wenn ein Rechtsfuß auf rechts spielt- sagt Lahm auch selber. Da gleiches für links gilt hoffe ich dort auf Schmelle.

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jmk 9. Mai 2012 um 21:20

normalerweise stimme ich euch ja weitgehend zu, aber beister ist dann doch mal ’ne rechte quatschidee. einen zweitligakicker ohne erstligaerfahrung oder länderspieleinsatz mit zur em zu nehmen, wäre vielleicht diego maradona zuzutrauen gewesen, aber löw eher nicht. zumal dessen guter ruf ja hauptsächlich von seiner herausragenden form in der hinrunde stammt – an die er in der rückrunde nicht so recht anknüpfen konnte. und man darf gespannt sein, wie er nächste saison beim hsv spielt. (wenn er denn überhaupt spielt, und nicht nur auf der bank sitzt.) jedenfalls hätte es einfach keinen sinn ergeben, mit ihm einen kaderplatz zu blockieren.

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Werra 9. Mai 2012 um 17:45

Danke für die Statistik, Trochowski als Fehlbesetzung sind wir uns ja alle einig 😉

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Flowbama 9. Mai 2012 um 14:15

Das Argument, Deutschland hätte gegen Spanien quasi nie den Ball gehabt, ist schlichtweg falsch. Spanien hatte nur 52 % Ballbesitz in diesem Spiel. Die Spiele zuvor waren ja insbesondere durch die hervorragend ausgespielten deutschen Konterangriffe geprägt. Doch in diesem Spiel hab es schlichtweg nicht die Chance zu kontern. Das Eckenverhältnis war 7:6 für Spanien, die Anzahl der Schüsse war 13:5 für Spanien. Freistöße aufs Tor sind 7:6 für Spanien.
Wenn man sich mal die Spiele gegen England und Argentinien anschaut – Surprise, Surprise – da hatte die DFB-Elf auch weniger Ballbesitz! Argentinien hatte sogar mehr Ballbesitz als Spanien, nämlich 53 %.
Es gab offensichtlich andere Faktoren die Ausschlaggebend waren, aber gewiss nicht der Ballbesitz.

Bei der WM machte Spanien sein bestes Spiel gegen Deutschland. Im Finale hatten sie zwar 57 % Ballbesitz (auch nicht sooo übermäßig viel), dennoch scheiterte Robben zweimal freistehend vor Casillas. Die “Übermannschaft”, als die sie gelegentlich dargestellt werden, waren sie auch damals nicht.

Wer nochmal WM-Statistiken nachlesen möchte, kann das gerne hier tun: http://de.fifa.com/worldcup/archive/southafrica2010/teams/team=43948/index.html

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sharpe 9. Mai 2012 um 15:57

bis Mitte der 2. Hälfte hatte Spanien knapp über 60 Prozent Ballbesitz (in den ersten 20 Minuten des Spiels sogar über 65 Prozent), erst in den letzten 20 Minuten, also nach dem 1:0, konnte Deutschland in dieser Richtung aufholen, weil Spanien nur noch verteidigte. Insofern ist das Argument, Deutschland war zu selten am Ball, durchaus in Ordnung und die Kritik, dass Poldi und speziell Trochowski als schwache Balleroberer Fehlbesetzungen waren auch gerechtfertigt.

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Thoms 9. Mai 2012 um 17:58

Jenes Mittelfeld war ausgerechnet gegen Spanien besonders ungeeignet, das Spiel entweder an sich zu reißen oder deren Spiel zu stören oder eine Konter-Spielidee schnell und präzise umzusetzen.

Mit den nominierten Spielern sollte sich jedoch jede dieser Varianten verwirklichen lassen.

Ich hoffe allerdings, dass die Spieler nicht nur Spanien im Kopf haben; schon die Gruppe hat’s nun wirklich in sich: wir spielen immerhin gegen den 4., 5. und 10. der Weltrangliste – und der Spielplan ist brandgefährlich.

Und sollten wir im späteren Verlauf auf die Gastgeber treffen, dann werden diese im eigenen Land schwer zu schlagen sein; Italien ist erstarkt und sehr unangenehm zu spielen und Frankreich definitiv wieder da und wird mMn fast schon fahrlässig übersehen.

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onkel-ede 9. Mai 2012 um 14:08

Habe mir vor einem halben Jahr mal Gedanken zum Thema gemacht. Damals hielt ich nur Lahm und Schweinsteiger. So gesehen war der Ausfall
von Schweinsteiger ein „Glücksfall“ weil Kroos
in die Ersatzrolle reinwachsen konnte. Bleibt das
Problem der AV. Habe mich immer gefragt, ob nicht einer der Benders diese Position spielen kann. So geshen macht die Nominierung von nur
7 Abwehrspielern Sinn.

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Flowbama 9. Mai 2012 um 14:21

2010 waren es auch nur 7 Abwehrspieler – dürfte eigentlich nicht das Problem sein. Über die Möglichkeit, einen der Bender-Zwillinge als Außenverteidiger auflaufen zu lassen, haben wir hier auch schon mal diskutiert. Vermute aber mal, dass Jogi das kaum in Betracht ziehen wird.

Wenn ich tippen müsste, würde ich sagen, dass Boateng wieder links und Lahm rechts verteidigen wird.

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geco87 9. Mai 2012 um 20:19

Würde Boateng nicht eher rechts und Lahm links spielen? Boateng wäre auf jeden Fall eine Lösung, um drei große Spieler in der Viererkette zu haben. Stichwort lange Flanken auf kopfballstarke Stürmer – da sind zwei kleinere doch riskant. Allerdings ist Schmelzer für mich der offensiv stärkere, wenn er auch noch längst kein Abidal oder Marcelo ist.

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Flowbama 9. Mai 2012 um 22:21

Bei der WM 2010 hat Lahm rechts verteidigt und Boateng links. Da Lahm bei Bayern wieder rechts spielt, würde ich wieder auf diese Variante tippen. Zumal Boateng (kam für Badstuber in die Startformation nach dem Serbien-Spiel, bei dem Bastuber gegen Krasic so schlecht aussah) seine Sache recht gut gemacht hat.
DAGEGEN spricht allerdings, dass Lahms großer Vorzug auf rechts ist, mit dem starken Fuß flanken zu können. Flanken spielen bei Jogi Löws System aber (soviel ich weiß) keine große Rolle. Außerdem hat Jogi schon mal gesagt, dass er denkt, dass Lahm auf links mehr „überraschende Dinge“ macht.
Von daher könntest auch du recht haben. In jedem Fall wollte er im Rahmen der Vorbereitung mal mit Lahm darüber sprechen.
Schade finde ich, dass sich Marcel Jansen die letzten Jahre nicht weiterentwickeln konnte. Er war immer ein sehr dynamischer, offensiver Außenverteidiger und hat nach seinen Einwechselungen gegen Spanien (sowohl bei der EM 2008 als auch bei der WM 2010) immer sehr viel Druck über seine Seite nach vorn gemacht. Er hätte sich als Alternative auf links noch angeboten.

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Fan 9. Mai 2012 um 23:23

Ich persönlich würde zwar auch Lahm auf rechts bevorzugen, einfach weil er da jetz seit einiger Zeit spielt und ich denke auch, dass Schmelzer in den meisten Fällen links und Lahm rechts spielen wird. Das Problem an der Geschichte ist nur, dass da mit Müller ein Rechtsfuß spielt, was das Hinterlaufen erschwert.

Auf links wär dieses Problem nicht vorhanden, wenn Podolski spielt. Der geht die Linie entlang und Lahm zieht nach innen.

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Keuner 10. Mai 2012 um 08:06

Flanken oder Hereingaben (können ja auch flach sein) spielen eine Rolle – und sind auch bei Löw nicht verboten. Man denke an das 2:0 von Klose gegen Holland nach Flanke von Özil.

Typisch ist ja auch, die rechte Seite zu überladen und dann hoch über die Abwehr auf einen links lauernden Podolski zu heben – der so Platz und Optionen bekommt

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schuldter 10. Mai 2012 um 23:02

das denke ich auch!

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schuldter 10. Mai 2012 um 23:02

das mit Boateng und Lahm als AV

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PP 10. Mai 2012 um 10:09

Angesprochen auf „nur 7 Abwehrspieler“ hat Löw bei der Pressekonferenz zur Kadernominierung gesagt, dass er sich zum Beispiel Lars Bender als RV vorstellen könnte 😉

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Flowbama 10. Mai 2012 um 13:14

Tatsächlich? Sehr geil! Lars Bender kommt ja wesentlich früher als die Dortmund und Bayern-Spieler zur Nationalmannschaft, von daher hat er ja genug Zeit alle positionsbedingten Veränderungen mit ihm einzuüben^^

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vastel 10. Mai 2012 um 16:04

Hast du bitte eine Quelle/Artikel dazu?

Nicht, dass ich dir nicht glauben würde… 😉

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Zirkeltraining 10. Mai 2012 um 16:07

Stimmt wirklich! 😀
Habe die PK auch gesehen und kann es bestätigen… 😉

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vastel 10. Mai 2012 um 16:30

Hat jemand eventuell die PK als Link bzw. Zusammenfassung?

Ich konnte sie leider nicht sehen, weil ich im Zug mitten im Funkloch saß :/

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Till 10. Mai 2012 um 17:28

Die Pressekonferenz in voller Laenge gibt es hier:

http://tv.dfb.de/index.php?s=1&c=2&p=1

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vastel 10. Mai 2012 um 18:40

Super! Vielen Dank! 🙂

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Werra 9. Mai 2012 um 11:49

Ich bin auch ein Fan von Khedria. Anderseits, falls es wirklich auf ein Spanien-Duell hinauslaufen sollte, gegen die haben wir 2 Mal mit einer eher defensiven Taktik verloren. Da könnte ein Kroos ein belebendes Element darstellen. Wiederum anderseits ins Barca dieses Jahr an einer extremen Defensive gescheitert, was wider für Khedira spricht. Viel mehr sorgen macht mir, dass Özil leider in Spielen gegen Busquets immer untertaucht – was wiederum für eine spielerische Entlasatung durch Kroos spricht.

Faktisch hatten wir bei der WM zwar eine saubere Defensive (wenn teils auch Unvermögen der Spanier) aber quasi keine einzige eigene Torchance. Und auf Standards kann man seit Löw auch nicht mehr hoffen – wie auch immer man darüber denken mag.

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sharpe 9. Mai 2012 um 13:08

wir haben gg Spanien nicht defensiver gespielt als sonst, sondern wg der Klasse der Spanier einfach sehr selten den Ball gehabt und das hat unser Spiel defensiver wirken lassen. Aber das wundert mich auch nicht, denn wenn ich mich recht erinnere, haben im Mittelfeld Poldi, Özil und Trochowski gespielt (Müller war gesperrt). Diese 3 sind im Punkto Balleroberung viel zu schwach, also kein Wunder, dass wir so wenig an den Ball kamen. Gegen Spanien benötigt man meiner Ansicht nach einen Balleroberer mehr im Mittelfeld und die restlichen Spieler sollten taktisch besser defensiv arbeiten als z.B. Poldi. Aber Kroos, Götze und Reus verhalten sich ja schon viel geschickter und Özil hat unter Mourinho auch dazugelernt, so dass ich schon etwas optimistischer einem Spanien-Spiel entgegensehen würde.

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Flowbama 9. Mai 2012 um 14:06

Das Argument, Deutschland hätte nie den Ball gehabt, ist schlichtweg falsch. Spanien hatte nur 52 % Ballbesitz in diesem Spiel. Die Spiele zuvor waren ja insbesondere durch die hervorragend ausgespielten deutschen Konterangriffe geprägt. Doch in diesem Spiel hab es schlichtweg nicht die Chance zu kontern. Das Eckenverhältnis war 7:6 für Spanien, die Anzahl der Schüsse war 13:5 für Spanien. Freistöße aufs Tor sind 7:6 für Spanien.
Wenn man sich mal die Spiele gegen England und Argentinien anschaut – Surprise, Surprise – da hatte die DFB-Elf auch weniger Ballbesitz! Argentinien hatte sogar mehr Ballbesitz als Spanien, nämlich 53 %.
Es gab offensichtlich andere Faktoren die Ausschlaggebend waren, aber gewiss nicht der Ballbesitz.

Bei der WM machte Spanien sein bestes Spiel gegen Deutschland. Im Finale hatten sie zwar 57 % Ballbesitz (auch nicht sooo übermäßig viel), dennoch scheiterte Robben zweimal freistehend vor Casillas. Die „Übermannschaft“, als die sie gelegentlich dargestellt werden, waren sie auch damals nicht.

Wer nochmal WM-Statistiken nachlesen möchte, kann das gerne hier tun: http://de.fifa.com/worldcup/archive/southafrica2010/teams/team=43948/index.html

Antworten

kurt 9. Mai 2012 um 15:37

1. Was uns nicht ermöglicht hat, Konter zu fahren, war die mangelnde Ballsicherheit im Mittelfeld. Von Umschalten konnte da keine Rede sein, selbst bei Ballgewinnen (die gegen Spanien eben meist in der eigenen Hälfte statt finden) haben vor allem Podolski und Trochowski die Bälle schneller wieder verstolpert, als sich die anderen Spieler freilaufen konnten.
2. Konnte man auch keinen Druck auf den Ball ausüben, Spanien hat viel kombiniert und wir sind hinterhergelaufen.

Der Ballbesitz ist dann letztendlich nicht wirklich entscheidend, wichtig ist doch in welchen Zonen man Ballbesitz hat. Spanien hat auch nicht alles riskiert gegen uns, wir konnten schon einen halbwegs geregelten Spielaufbau betreiben, der war aber dann nicht schnell / vertikal genug, um sich daraus Chancen erarbeiten zu können.
Defensiv wars dann meiner Meinung nach auch nicht wirklich das Optimum, was wir gespielt haben, wir konnten zwar den Raum halbwegs verteidigen, hatten aber kaum Zugriff für Ballgewinne und die Spanier haben sich ja letztendlich auch mehr Chancen herausgespielt, als wir.

Da sollte man meiner Meinung nach auch ansetzen. Die Frage ist doch, ob wir mit anderen Spielertypen wie Müller und evtl. Reus oder Götze auf links nicht mehr Ballsicherheit für Konter oder mehr Passgenauigkeit für schnelleren/vertikaleren Spielaufbau bekommen.
Die zweite Möglichkeit, wie man den Spaniern hätte begegnen können, ist das Schema Inter / Chelsea vs. Barca. Ein Fünfer-Mittelfeld mit drei laufstarken Sechsern und defensiv starken, schnellen Außenspielern. Diese Variante sollte meiner Meinung nach aber vom Tisch sein, da ich Spanien in diesem Jahr nicht für SO dominant halte, als dass man sein Heil nur im Zerstören und Kontern suchen sollte (Ausfälle von Puyol und Villa; die Barca Spieler sind teilweise überspielt …)

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Blah 9. Mai 2012 um 13:52

Ich könnte mir vorstellen, dass wir gegen Spanien mit einer Offensiven Dreierreihe Özil – Kroos – Müller spielen. Kroos könnte sich wie bei den Bayern auch mal weiter zurückfallen lassen und bei der Balleroberung und beim Umgehen des spanischen Pressings helfen.
Özil würde auf dem Flügel spielen, was er in Madrid auch schon gemacht hat, und würde dem spanischen defensiven Mittelfeld entgehen.

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Flowbama 9. Mai 2012 um 14:12

Das ist richtig – der Verbund Özil/Müller ist insbesondere dann stark, wenn beide rochieren und Müller in die freien Räume startet und anschließend von Özil bedient wird.

Außerdem hat sich Özil, wie mir scheint, bei Real Madrid auch im 1-gegen-1 stark verbessert. Im letzten (oder vorletzten?) Clasico hat er Abidal auf der Außenposition ein ums andere mal schwindelig gespielt. Da Puyol die EM verpasst und Ramos wahrscheinlich innen spielen wird, sind die spanischen Außenpositionen die Schwachstellen dieser ansonsten hervorragend besetzten Mannschaft. Arbeloa/Capdevilla sind bestenfalls durchschnittliche Verteidiger, die im direkten Duell gegen Özil, Reus, Müller, Schürrle oder Götze tendenziell eher schlecht aussehen würden.

Abgesehen davon glaube ich, dass es bei dieser WM gar nicht erst zum Duell Spanien-Deutschland kommen wird.

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kurt 9. Mai 2012 um 15:39

ich glaube aber eher nicht, dass Kroos auf Außen ein Spieler ist, der in der Balleroberung besonders große Qualitäten hätte, aufgrund seiner mangelnden Dynamik … ich denke da eher an einen schnelleren Spieler mit ähnlichen technischen Qualitäten. Auf jeden Fall hoffe ich jedoch auch – wie du – dass Löw in diesem Spiel auf Podolski verzichtet, zugunsten einer besseren Team-Verteidigung.

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Solid Snake 9. Mai 2012 um 14:26

Ich finde das Problem bei den Duellen mit Italien Spanien lag nicht unbedingt an der Qualität unserer Teams.
Sondern viel mehr an der mangelnden internationalen Erfahrung.Meistens wurde diese seit 2006 mit sehr viel Elan wett gemacht.2010 hatten wir mit Neuer, Khedira , Özil, Müller und vielen anderen Spieler mit keiner Tuniererfahrung.Wenn man sich die letzten Welt und Europameister ansieht ist es geradezu offensichtlich was es ausmacht.Daher kann ich es auch verstehen warum die Dortmunder es so schwer haben werden in dieses Team zu kommen , trotz 2 überragender Saisons.

Darum denke ich wird Klose spielen auch wenn Gomez es auch verdient hätte mal zu spielen.Wäre schade drum so einen Stürmer fast schon zu blockieren.Vermutlich sehen wir nur einen neuen RV(L.Bender Boateng) und der rest bleibt so wie es war.

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geco87 9. Mai 2012 um 20:37

„Ich finde das Problem bei den Duellen mit Italien Spanien lag nicht unbedingt an der Qualität unserer Teams.
Sondern viel mehr an der mangelnden internationalen Erfahrung.“
Erfahrung war aus meiner Sicht nur ein minimaler Faktor. Ich fand, dass in beiden Spielen Kleinigkeiten zum Sieg gereicht haben. Gegen Italien standen wir ganz knapp vorm Elfmeterschießen, gegen Spanien recht knapp vor der Verlängerung. In beiden Fällen waren die entscheidenden Tore (Italiens 2:0 also ausgenommen) nicht herausgespielt. Deshalb ist dann die gute Taktik der beiden Gegner damals wenig ausschlaggebend für die erzielten Tore, sondern eher dafür, dass Deutschland kaum zu Chancen kam.

Zur Wahl des Stürmers: Ich habe irgendwie das Gefühl, dass Gomez den Vorzug erhält. So wie bei Bayern in den letzten zwei Jahren ist jetzt auch in der Nationalmannschaft wohl seine Zeit gekommen. Inzwischen ist er stark verbessert in der Defensivarbeit; viel wichtiger: vielleicht ist es gar nicht so schlecht, einen echten Strafraumstürmer zu haben, der die Innenverteidiger nah am gegnerischen Tor bindet, statt einen mitspielenden Klose, wo unser Mittelfeld doch schon mit spielstarken Spielern überladen ist.

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Flowbama 9. Mai 2012 um 22:28

Die Tatsache, dass die DFB-Elf bei den letzten beiden Weltmeisterschaften jeweils aufgrund einer Standard-Situation ausgeschieden ist, müsste eigentlich jedem zu denken geben. Wir reden immer über Doppel- und Schnittstellenpässe, über taktische Systeme, über die technische Klasse unserer Kicker, über das deutsche Kombinationsspiel und vergessen manchmal grundlegende Dinge. Jede tolle Taktik nützt nichts, wenn ich dann durch eine fehlerhafte Zuordnung beim Freist0ß oder beim Eckball aus dem Turnier fliege.

Der Frage Klose oder Gomez kann man sicherlich gelassen entgegen sehen. Es beruhigt umgemein, zwei Weltklasseleute vorn drin zu haben. Selbst wenn sich beide verletzen sollten, gibt es immernoch einen Podolski den wir vorne reinstellen könnten.

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schuldter 10. Mai 2012 um 22:58

Endlin wird mal die Stürmerfrage diskutiert!
Und Jogi stellt auf (ganz klar): natürlich Miro!
Zumindest beim Auftaktmatch…

(das ist jetzt nur so ein Gefühl…)

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schuldter 10. Mai 2012 um 23:01

darüber hinaus hat Flowbanana sicherlich recht mit seiner Einschätzung: Der Sturm ist nicht das Problem.

Was also?

Die Abwehr…
?
Warum sollte er nicht mit Schmelzer und Lahm spielen?
Schmelzer hat jetzt 2 tolle Saisons gespielt… (zum Glück ist Aogo diesmal nicht dabei und somit keine Alternative…)

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Ex 8. Mai 2012 um 23:43

Zum Thema 2 Reihe:
Wie ich Löw einschätze spielen besonders 3 Punkte eine entscheidende Rolle wenn es darum geht wer in den engeren Kreis kommt. Das ganze mal am Beispiel Schürlle
1. Passt der Spieler in mein System?
2. Aktuelle Form/Leistung in der „Bundesliga“
(Schürlle wurde nominiert als er in Mainz eine sehr gute Saison spielte)
3. Wie hat sich der Spieler in der NM gezeigt

Sind diese 3 Punkte, ca. in der Reihenfolge, einmal durchlaufen verändert sich das ganze jedoch und das ist Entscheidend wenn es darum geht wer im Kader bleibt und später direkt hinter der ersten Reihe steht. Nicht jeder Spieler zeigt die gleiche hohe Leistung in der NM wie im Verein. Wieso: hier könnte man viele Punkte aufzählen, darauf will ich aber nicht hinaus. Besonders auffällig ist das bei Löw manche Spieler höher/konstanter Leistung zeigen als im Verein (bspw. Klose)

Wenn jemand sein Potenzelle Fähigkeiten gezeigt hat und dies in der NM abrufen kann werden auch Formschwankungen im Verein toleriert. Gutes Beispiel hierfür ist Podolski bei EM/WM.

Daher sehe ich Schürrle weiterhin als einer der ersten Einwechselkandidaten, selbstverständlich nicht mit dem gleichen Kredit wie Podolski aber soviel das es für eins/zwei Chance reichen wird. Bei Götze hängt es stark davon ab wieweit ihn die Verletzung zurückgeworfen hat. Reus spielt frühestens eine Rolle wenn Müller länger schlecht spielt (kann ich mir aber nicht vorstellen).

Zu Kros:
Hat sich in dieser Saison zu einem der wichtigsten Spieler beim FcBayern gemacht. Mich hat besonders beeindruck mit was für einer Präsens er in extremen Situation auftritt (4-finale, Halbfinale), für einen 22Jährigen keine Selbstverständlichkeit. Neben seinen Fähigkeiten im Spielaufbau egal ob auf der /8/10/6(wurde er nach dem Schweinst. ausfall immer besser) wird seine Leistung in der Defensive zunehmend wichtiger beim FcBayer. Gerade durch diese Flexibilität könnte ich ihn mir gut in der ersten 11 vorstellen. Möglicherweise gegen Kedira oder auch Özil.
Wenn er noch besser wird sogar gegen beide 🙂

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Keuner 8. Mai 2012 um 12:57

Merkwürdig wie wenig Anerkennung Kroos hier für sein Spiel erhält.

Im Halbfinale gegen Real stand ja das komplette deutsche zentrale Mittelfeld auf dem Platz, und Kroos hatte da recht deutlich die Nase vorn. Ich würde sogar sagen, dass es kaum einen besseren Mittelfeldspieler in diese CL-Saison gegeben hat.

Ich denke daher, Khedira wird sich auf der Bank wiederfinden, weil Löw eher die spielerisch wertvollere 4141 Formation bevorzugt.

Ansonsten werden weder Müller noch Podolski wackeln. Einzig Gomez und Hummels haben eine kleine Chance, von den langen Ausfällen von Klose und Mertesacker zu profitieren.

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PassauF 8. Mai 2012 um 13:36

Ich wage die Behauptung, dass bevor in der Nationalmannschaft Kroos auf der Tribüne sitzt, sich dort eher Schweinsteiger wiederfinden will. Löw schätzt Kroos als Zwischenspieler und ist von diesem Konzept offensichtlich schwer begeistert. V.a. da Kroos als ZM auch gut mit Özil harmoniert und in fast allen der letzten Spiele auf dem Platz stand und überzeugt hat (z.B. gegen Brasilien).
Ich kann mir auch vorstellen, dass Löw Schweinsteiger und Kroos im MF bringt.
In jedem Fall wird Kroos bei dieser EM eine prägende Rolle im Team zukommen.

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TTh 8. Mai 2012 um 14:51

Das kann ich nur unterstreichen! Ich finde es auch unglaublich, dass der Spieler Kroos von vielen Seiten so unterschätzt wird. In meinen Augen hat er sich nicht nur in München zum Spielmacher gemausert, sondern auch schon längst in der Nationalmannschaft. Besonders das Spiel gegen die Ukraine hat mich restlos überzeugt (nicht wegen seines Tors, sondern wegen seiner Präsenz nach dem Rückstand: Er hat trotz seiner Jugend förmlich jeden Ball und dazu passende Lösungen gesucht / „das Spiel an sich gerissen“). Im Gegensatz zu Schweinsteiger ist er auch eher dazu in der Lage One-Touch-Football zu spielen. Schweinsteiger dominiert das Spiel durch seine Ruhe (stellt gerne mal den Fuß auf den Ball), Kroos durch Tempoverschärfungen. Die Qualität von Kroos lässt sich eigentlich ideal am Götze Tor gegen Brasilien erkennen: Zieht bewusst mit einem Doppelpass über Klose Lucio (glaub es war Lucio)aus der Viererkette heraus, um dann direkt Götze in die Lücke zu bedienen.
Gerade weil Löw wohl glaubt, dass man es mit tiefstehenden Gegnern zu tun bekommen wird, wird er in diesen Spielen nicht auf Kroos verzichten, da man das Spiel schnell machen muss.

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kurt 8. Mai 2012 um 19:16

gegen real hat kroos aber auch auf der zehn gespielt. da passt er im bayern system mit seiner spielweise perfekt rein, als ballverteiler. für die spielweise der NM ist özil als umschaltespieler aber besser geeignet und auf der sechs sehe ich kroos nach wie vor noch nicht so stark wie alle sagen.

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Flowbama 8. Mai 2012 um 22:18

Deshalb sagen ja auch alle (Jogi ebenfalls) dass Kroos‘ Rolle in der Nationalmannschaft weder die eines 6ers, noch die eines 10ers ist. Eher die eines 8ers.

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kune 8. Mai 2012 um 22:55

Ich denke auch das Kroos unterschätzt wird. Wenn Jonathan Wilson und Michael Cox von Zonal Marking ihn als den wichtigsten Bayern-Spieler im Halbfinal-Rückspiel würdigen, sollte das zu denken geben. Er kann je nach Spielsituation eine defensive oder offensive Mittelfeldposition besetzen. Heynckes hat das im Halbfinale ausgenutzt, als er Müller eingewechselt hat.
Toni Kroos hat ein exzellentes Stellungsspiel und kann den entscheidenden Pass spielen. Wer da irgendwelche Zweifel hat, sollte sich noch mal das 1:0 gegen Holland anschauen oder das Götze-Tor gegen Brasilien.

Gerade wenn Löw damit rechnet gegen defensive Gegner zu spielen, wird er wohl eher auf Kroos als auf Khedira setzen.

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falseKlo 8. Mai 2012 um 12:40

Wie kann man nur. Wie kann man nur. Draxler vergessen. Gerade als Spezialist. Und siehe da. Löw hat genau das gemacht und ihn nominiert

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PP 8. Mai 2012 um 13:17

Ich hatte ihn schon in den Artikel eingebaut, letztendlich aber doch wieder hinausgekickt, schade 😉

Eigentlich hatte ich ihn der Kategorie der vielseitigen Spieler zugeordnet (komplette offensive Dreierreihe).

Als was für einen Spezialisten siehst du ihn denn?

Frischer Wind durch Unbekümmertheit? Fernschüsse?

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falseKlo 8. Mai 2012 um 20:44

Fast. Um genau zu sein, durch nutzen seiner Fähigkeiten in Unbekümmertheit. Dies muss aber ohne Überheblichkeit dafür aber in Genauigkeit passieren. Und genau das kann er, potentiell.

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Solid Snake 8. Mai 2012 um 00:06

@Tank
Reus-Özil-Götze ?!?
Abgesehen von Özil haben die anderen beiden mal gar keine Rolle seit 2010 gespielt.
Reus war so gut wie immer verletzt und Müller und Poldi haben in der Quali immer gespielt.
Wenn jemand als 1 Back up in frage kommt dann wohl eher Schürrle der hat wenigstens gespielt und getroffen.

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sharpe 8. Mai 2012 um 08:22

Reus und Götze sind aktuell klar vor Schürrle, der ja wirklich keine gute Saison gespielt hat. Schürrle ist für mich durchaus ein Streichkandidat.

Antworten

Solid Snake 8. Mai 2012 um 11:18

Wenn ich die Quali spiele beurteile hat Schürrle für mich am meisten gebracht.
Die einzige Position die zur Debatte stand war die von Poldi nachdem Löw ihn immer bisschen durchgezogen hat.
Wenn man die Quali beobachtet hat konnte man sehen das Schürrle nur dort gespielt hat und das sehr gut.
Alle anderen Positionen im Mittelfeld standen fast nicht zur Debatte.
Daher wäre es nur logisch das wenn gewechselt werden muss jemand kommt der schon was gezeigt hat.

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Tank 8. Mai 2012 um 12:24

@SolidSnake:

Wie bereits gesagt, das wäre meine Lieblingsaufstellung; nicht die, von der ich glaube, dass Löw sie aufstellt. Daher muss ich mich auch nicht an Löws Kriterien (Nationalmannschaftsleistung zählt tendentiell mehr als Bundesligaleistung) halten. Von ihrer Eignung für ein bestimmtes Spielsystem her, halte ich Reus-Özil-Götze eben für am stärksten.

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kurt 7. Mai 2012 um 20:49

da abwehr und sturm ja wohl so gesetzt sind, wie sie nominiert wurden, geht ein TW (relativ egal welcher, wird wohl ter Stegen erwischen, weil Löw und Köpke ja zuvor schon angedeutet haben, dass sie auf Zieler setzen) und drei Mittelfeldspieler.

Meiner Meinung nach könnten Schürrle und Draxler beide gehen (Reus, Götze, Podolski – können alle links spielen und sind meiner Meinung nach auch alle besser, zumal Podolski und Reus ein ähnliches Spielerprofil haben wie Schürrle und Draxler), dazu würde ich Lars Bender noch zu Hause lassen. Sven Bender gibt den zweiten Defensiv-Sechser und mit Gündogan, Kroos, Schweinsteiger gäbe es drei offensive Sechser, weswegen man einen Hybrid Spieler wie Lars Bender eigentlich nicht braucht. Wobei man da auch argumentieren könnte, dass er ja beide Sechser-Rollen ausfüllen kann, womit man sich einen offensiven Sechser (Gündogan) sparen kann und dann quasi auf jeder Sechserposition drei Spieler einsetzen kann (defensiv: Khedira, S.Bender, L.Bender / offensiv: Schweinsteiger, Kroos, L.Bender). Aber meiner Meinung nach ist L.Bender offensiv nur ne Notlösung, dann doch lieber auf Gündogan setzen, der wohl in naher Zukunft Schweinsteiger ersetzen wird. Da Gündogan/L.Bender nur Erfahrungen als Bankspieler sammeln werden, dürfte das für einen kommenden festen Bestandteil (Gündogan) der Mannschaft also wichtiger sein, als für L.Bender den ich auf lange Sicht auch nur als Ergänzungsspieler sehe …

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geco87 7. Mai 2012 um 21:56

Soweit so gut, deine Argumentation ist im Großen und Ganzen recht schlüssig. Zum Folgenden muss ich aber etwas einwenden:

„Aber meiner Meinung nach ist L.Bender offensiv nur ne Notlösung, dann doch lieber auf Gündogan setzen, der wohl in naher Zukunft Schweinsteiger ersetzen wird. …“

Schweinsteiger ist 27 und auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Für mich ist er, wenn er sich nicht nochmals schwerer verletzt und einen (sehr unwahrscheinlichen) stärkeren Leistungstungseinbruch erfährt, auch noch in 4-5 Jahren klar gesetzt auf der Sechs. Auch wenn Gündogan ein Riesentalent ist, fehlt ihm ganz klar die Erfahrung eines Schweinsteigers. Noch nicht mal die eines Kroos. Und dann ist da noch Khedira, der sich bei Real durchgesetzt hat. Bis dahin ist es für ihn noch ein langer Weg. Es ist schon ein Unterschied, ob ich zwei Jahre in der Bundesliga brilliere oder mich Jahr für Jahr mit den besten Spielern in der CL und bei WM/EM messe und auch behaupte.
Desweiteren sehe ich Gündogan gar nicht so weit vor L. Bender. Warte mal zwei, drei Jahre ab, dann sehen wir, wer es letztlich „geschafft“ hat. Jürgen Klopp hat nicht umsonst in der Hinrunde auf L. Bender gesetzt und Gündogan teilweise sogar auf der Tribüne schmoren lassen.

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Flowbama 8. Mai 2012 um 11:27

Einen der beiden Benders brauch man auf jeden Fall, ansonsten hat man keinen defensiv-starken 6er mehr, falls sich Khedira verletzt.

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ekMUC 8. Mai 2012 um 11:47

@ geco87: Ich schätze Du meinst Sven Bender, da Lars in Leverkusen spielt. (Vermutlich ein Vertipper *g*) .Wobei sich dieser dort auch ziemlich unverzichtbar gemacht hat und, soweit ich das richtig beurteile, einen Tick mehr Zug nach vorne mitbringt…

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Fussballnarr 8. Mai 2012 um 12:55

hmmmmm….Lars und Sven sehen sich doch ähnlich wie ein Ei dem anderen….einen nominieren, zwei mitnehmen….
😉

Achtung: Nur ein Spass am Rande!!!

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Padh1j0 8. Mai 2012 um 13:04

Also Khedira sehe ich auf lange Zeit gewiss hinter Gundogan. Dieser hat sich in der 2. Saisonhalfte wahnsinnig verbessert (im positiven), und scheut auch defensiv keine Zweikampfe. Und ist offensiv in dieser Verfassung stets eine Bereicherung durch seine Kreativitat!

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Fan 8. Mai 2012 um 14:10

Jetz lassen wir aber mal die Kirche im Dorf. Klar hat Gündogan zT überragende Spiele gemacht. Aber man sollte nicht vergessen, dass das ein Jahr in einer Nürnberger Mannschaft war, in der es sicherlich etwas einfacher ist positiv aufzufallen, als der deutschen Nationalelf. Und diese Saison hat er 2/3 der Zeit überhaupt keine Rolle gespielt und hat dann in einer super funktionierenden Mannschaft gut gespielt.

Dazu kommt, dass Schweinsteiger (wenn er so weiterspielt) in den nächsten 4-5 Jahren sicher von niemandem verdrängt wird und an Kroos, wenn seine Entwicklung halbwegs so weitergeht genauso kein Weg vorbei führt.

Gündogan kann also froh sein, wenn er in den nächsten 3-5 Jahren zum offensiven 6er Nr 3 wird.

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Jupp 8. Mai 2012 um 14:53

Also wenn jemand „Gündogan auf lange Sicht gewiss vor Khedira“ sieht, dann kommen mir schon Zweifel. Khedira hat sich nicht umsonst bei Real Madrid durchgesetzt, ich denke, der ist einer der meistunterschätzesten Spieler im Kader/ Deutschlands / der Welt.

Viele Fans sprechen sich im Zweifel immer für den kreativeren Spieler auf einer Position aus, vergessen aber, dass die Arbeit der Benders/Khediras/Frings/Buchwalds erst ermöglicht, dass die Gündogans/Matthäus’/Schweinsteigers im zentralen Mittelfeld „kreativ“ spielen können.

Gündogan ist sicher ein Guter, allerdings viel schwächer als Khedira. Auf lange Sicht wird der eher ein Schweinsteiger-Backup als ein Khedira-Nachfolger.

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Jupp 8. Mai 2012 um 15:24

Ich bezweifle, dass Kroos über die Rolle des Ergänzungsspielers hinauskommt. Das ist zwar schade, aber Löw wird schlau genug sein, nicht auf Khedira zu verzichten, da der gegen den großen Rivalen Spanien der Schlüsselspieler sein muss. Ein 4-1-4-1 mit Schweini auf 6 geht gegen Spanien einfach nicht.

Ausserdem bin ich der Meinung, dass Kroos an einem fitten Schweini nicht vorbeikommt – Kroos kann aber im Fall von Verletzungen o. Sperren als Backup für eben Schweini oder Özil wichtig werden.

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JimmyDream 8. Mai 2012 um 17:36

@jupp:

Mal abgesehen davon, dass ausser Spanien und Deutschland noch andere Teams an der EM teilnehmen, sehe ich es nicht so, dass Khedira der Schlüsselspieler gegen Spanien sein muss und auch nicht, dass ein 4-1-4-1 gegen die Spanier nicht funktionieren würde.
Da die Spanier unter del Bosque selbst in einem 4-2-3-1 spielen, passt ein 4-1-4-1 sowohl taktisch, als auch personell sehr gut.
Bei Spanien spielen voraussichtlich Busquets und Xabi Alonso auf den 6er-Positionen, Xavi auf der 10.
Schweinsteiger ist Xavi körperlich und und in punkto Schnelligkeit überlegen, und den Spielaufbau von den 6er-Positionen aus könnten Kroos gegen Alonso (wie in den CL-Halbfinals) und Özil gegen Busquets stören.
Geht man davon aus, dass nach Puyols Ausfall Ramos in die IV rutscht und voraussichtlich Arbeloa auf die RV-Position rückt, fehlt ein weiteres wichtiges Element aus Spaniens Offensive.
Will man gegen Spanien bestehen, muss man sich aber vor allem ihrem Pressing entziehen, und da kann ein ball- und kombinationssicherer Spieler wie Kroos Gold wert sein.
Man hat in den Halbfinals gegen Real gesehen, wie spielintelligent er ist

Antworten

Keuner 8. Mai 2012 um 18:30

Yupp, so ist es … die Lehre aus dem verlorenen Halbfinale war, dass man da spielerisch rankommen muss.

So hat das Löw ja auch recht klar formuliert und insbesondere auch in den Kracherspielen gegen Brasilien und Holland bereits das 4141 mit Kroos als von ihm so genannten ‚Zwischenspieler‘ erprobt.

Khedira hat sich bei Real durchgesetzt, aber in der Rolle des Abräumers, der den Künstlern vorne den Rücken freihält. Diese Position gibt es bei Löw aber nicht länger.

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kurt 8. Mai 2012 um 19:12

Ja, geben wir Schweinsteiger noch 6 Jahre, war natürlich unglücklich ausgedrückt mit „naher Zukunft“. Nichtsdestotrotz ist Gündogan kein Kandidat, der Khedira ersetzen kann, sondern natürlich Schweinsteiger, den offensiveren, spielaufbauenden Sechser.
Aber dass Löw ihn trotz schlechter BL Leistung immer mal wieder nominiert hat und ihn ohne Not eingesetzt hat, damit die Türkei ihn sich nicht wegschnappt, spricht doch stark für diese These von mir …

Klar gibts auch noch Kroos, da kann man noch nicht absehen wie der sich weiter entwickeln wird, kann ja sein, dass er verstärkt auf der Sechs zum Einsatz kommen wird in naher Zukunft. Momentan sehe ich aber Gündogan in der Rückwärtsbewegung als stärker an (war in der Hinrunde noch nicht so), daher eher als Sechser, während Kroos für mich nach wie vor noch ein Zehner ist …

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Fan 8. Mai 2012 um 19:51

ok, mit dieser Ansicht kann ich leben.

Ich muss auch einem meiner Vorredner zustimmen, ich glaube auch, dass es die Rolle, die Khedira spielt, in der N11 nicht mehr (lange) gibt. Diese EM vermut ich mal schon noch, evtl auch abhängig vom Gegner. Aber danach denk ich wird der Trend (bei den Bayern denk ich das übrigens auch, nur das es hier wohl noch länger dauern wird) Richtung 4-1-1-3-1 gehen. Also im Endeffekt 4-1-4-1, nur dass ich hier die „Durchschnittsposition“ von Kroos nehm. In der Vorwärtsbewegung 4-1-4-1, in der Rückwärtsbewegung 4-2-3-1. Schweinsteiger wird denke ich in Zukunft zu einer etwas defensiveren Rolle „umerzogen“, um dieses System spielen zu können, ohne hinten zu anfällig zu werden. Mittel- bis langfristig kann sich eine Mannschaft, die diesen Ballbesitzfußball auf Weltklasseniveau spielen will meiner Meinung nach nicht erlauben, einen reinen Zerstörer aufzustellen. Dafür ist der Spielaufbau mittlerweile zu wichtig.

Nichtsdestotrotz hoff ich, dass diejenigen, die Gündogan als so stark ansehen, Recht behalten. Allerdings bin ich da noch etwas skeptischer.

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vastel 9. Mai 2012 um 00:36

Habe mir gerade eure kleine Diskussion durchgelesen und bin begeistert! 🙂

So habe ich einige Dinge noch gar nicht betrachtet.

Danke an alle – vor allem auch Fan für seinen sehr guten Schlussbeitrag (und an PP, der diese Diskussion erst möglich gemacht hat ;))

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maverick.91 9. Mai 2012 um 00:36

@Fan

Das Khedira wirklich ein reiner Zerstörer ist kann ich so nicht bestätigen er ist ja gegen Bayern auch eher als eine Art Box-to-Box Player aufgetreten.
Warum sollte er das in N11 nicht spielen können.
Mal abgesehen davon ist Khedira auch noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung vllt entwickelt er sich im Passspiel ja noch weiter und bekleidet dann die 6er Position und Schweinsteiger macht den ‚Zwischenmann‘ würde seinen starken Distanzschüssen sicherlich zuträglicher sein.
Is alles Kaffeesatzleserei meiner Meinung nach, das wollte ich eigtl nur damit herausstellen.

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Fan 9. Mai 2012 um 01:17

Selbstverständlich, ich bin vollkommen bei dir. Sowohl was Khedira angeht, als auch bei dem Spekulationscharakter.

In beiden Fällen habe ich lediglich meine Einschätzung wiedergegeben. Dass Khedira ein toller Spieler, der mehrere Rollen star spielen kann, und ein Glücksfall für unser Team ist, steht außer Frage. Nur schätze ich die Potentiale von Schweinsteiger und Kroos höher ein als seine. Dass sie seinen Part halbwegs gleichwertig lernen halte ich einfach für wahrscheinlicher als andersrum.

Aber klar, auch das ist lediglich meine Einschätzung und somit Spekulation. Aber wenn man darüber diskutiert, welcher Spieler wen verdrängen wird, gehört das ja irgendwie auch dazu, meinst du nicht auch 😉

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maverick.91 9. Mai 2012 um 02:10

doch doch wollte nur mal ne lanze für einen der meist unterschätzten spieler in der n11 brechen 😉

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hd 9. Mai 2012 um 08:11

Was den Spekulationscharakter angeht bin ich auch voll bei euch 🙂
Allerdings glaube ich, dass Khedira im Passpiel und als „Offensiv-Stratege“ nicht auf das Niveau kommen wird welches Kroos wohl jetzt schon hat.
Genausowenig wird Kroos allerdings Level der Defensivqualitäten und Dynamik eines Khedira erreichen (schon rein physisch definitiv nicht möglich, Khedira ist ja inzwischen nen Tier geworden, meine Güte 🙂 )
Das man gegen sehr tief stehende Gegner nicht zwangsläufig einen solchen Typ braucht ist klar. Allerdings glaube ich nicht, dass wir schon soweit sind, dass der Rest der Welt so gegen uns spielt. Von daher wird Khedira (und andere, Bender etc.) m.M. nach ein sehr wichtiger Bestandteil bleiben.

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schuldter 10. Mai 2012 um 22:36

Also das mit dem nach-Gesicht-aufstellen haben doch schon die Koreaner bei der WM gemacht, oder?
^^

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Schlicke 8. Mai 2012 um 21:45

Gündogan wird bei dieser EM keine Rolle spielen. Dafür fehlt es an Erfahrung und Konstanz. Außerdem wird Jogi wenig experimentieren und ähnlich spielen wie in der Quali. Als BVB-Fan waren seine Pässe in den letzten zehn Spielen sicher eine wahre Freude, in der Hinrunde hat er sie nur horizontal hin- und hergeschoben. An Schweini, Khedira und Kroos wird er aber vorerst nicht vorbeikommen.
Sehe ihn defensiv außerdem noch nicht so überzeugend und der ein oder andere Fehlpass ist auch dabei, der in der Buli vielleicht nicht so konsequent bestraft wird. Lasst ihm noch ein bisschen Zeit international Erfahrungen zu sammeln und sich auf Topniveau zu bewähren.

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hd 7. Mai 2012 um 18:03

Ich habe da wie immer vollstes Vertrauen in Löw und finde die Nominierungen absolut nachvollziehbar.

Tor: ter Stegen oder Zieler wird zu Hause bleiben, klar.

Abwehr ist fix, dass Schmelzer statt Aogo mitfährt finde ich konsequent, Mertesacker könnte mit seiner inzwischen sehr grossen Turniererfahrung sehr wichtig werden auch wenn nicht topfit

Mittelfeld: da sind wohl Draxler und Gündogan die ersten Streichkandidaten. Und dann wird es wohl einen der Benders treffen, wobei ich auf Sven tippe, da Lars vielleicht der flexiblere der beiden ist und Sven durch die vielen Verletzungen während der Saison u.U. nicht die Form hat…

Angriff: Alle drei fahren mit, ich denke die Entscheidung ist vor allem deshalb zugunsten Cacau’s ausgefallen, weil er -ohne ihn persönlich zu kennen- wohl einfach ein Spitzentyp sein muss ( kann Jogi so natürlich nicht kommunizieren 😉 )
und gute Laune in dir Truppe bringt, was während eines langen Turnieres nicht zu unterschätzen ist.

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geco87 7. Mai 2012 um 19:00

„Alle drei fahren mit, ich denke die Entscheidung ist vor allem deshalb zugunsten Cacau’s ausgefallen, weil er -ohne ihn persönlich zu kennen- wohl einfach ein Spitzentyp sein muss ( kann Jogi so natürlich nicht kommunizieren.“ Eben! Jogi hat hier klar einen Sicherheitspass gespielt. Cacau wird wie 2010 kaum aufmucken. Wobei das bei Helmes wohl auch kaum der Fall gewesen sein wäre, aber ihn kennt er wohl bei weitem nicht so gut, auch wenn er ein paar Mal schon mal bei der Nationalmannschaft dabei war.

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C 8. Mai 2012 um 01:30

Ein Helmes kann es wohl auch eher verkraften zu Hause zu bleiben, zumal er ja Vater wird. Ausserdem hat man mit Gomez schon einen Abschlussstarken Konterspieler.

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schuldter 10. Mai 2012 um 22:33

Helmuth fetzt ein!

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OneTwo 8. Mai 2012 um 15:27

Irgendwie ist Cacau für Löw was der Seydou Keita für Guardiola ist : Stimmungs-Barometer oder so…
Außerdem hat er in der NM immer seine Leistung gebracht. Er ist kein schlechter Fußballer und bringt zudem einen dritten unterschiedlichen Spielertypen in den Deutschen Angriff.
Also ich freu mich für ihn!

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geco87 7. Mai 2012 um 15:40

– gute Analyse und die genannten Spieler wären durchaus vorstellbar gewesen. Bellinghausen und Jatschke waren aber dann doch sehr unwahrscheinlich. Mit Aussagen wie „der wohl vielseitigste Spieler der Bundesliga“ bezügl. Castro (und generell) wäre ich persönlich vorsichtig. Natürlich ist das ein guter Kicker, aber ich sehe ihn immer recht zweikampfschwach und zurückhaltend. Vielleicht liegt´s es aber auch an der Körpergröße 😉 Seine Einsatzzeiten und verschiedenen Positionen sprechen auf jeden Fall für ihn.

– zum (tatsächlichen) erweiterten EM-Kader: An sich eine gute Wahl von Löw, wobei die meisten sowieso klar waren. Cacau überrascht mich auch etwas, allerdings weiß man wie z.B. auch bei Podolski, was man an ihm hat. Dass er in Stuttgart nicht spielt, liegt doch klar an Ibisevics Verpflichtung, dem System und der starken Konkurrenz in der Offensive.
Klasse, dass Draxler dabei ist. Er sollte auch mitfahren. Youngsters wie er bringen noch mal frischen Wind in die Truppe, auch durch ihren Charakter.
Löw hat es leider verpasst, mit Pander einen flexiblen weiteren Linksfuß (offensiv wie defensiv) zu nominieren. Der Junge hätt es verdient gehabt!
Streichkandidaten sind für mich neben dem einen Torwart spontan Gündogan, Höwedes und die Benders. Wenn ich das richtig sehe, haben wir (Gündogan und Kroos mit einberechnet) sechs Sechser für maximal zwei Plätze; wenn wir überhaupt 4-2-3-1 und nicht 4-1-4-1 spielen… Bin gespannt, wie Löw bei den Benders vorgeht: Einen streichen, keinen oder beide?! Irgendwie eine knifflige Situation… Gespannt darf man dann noch sein, ob Lahm rechts oder links spielt. Ich würde ihn rechts lassen (gegen Robben 😉 ) und links darf dann Schmelzer ran.

Antworten

Flowbama 7. Mai 2012 um 16:25

„Gespannt darf man dann noch sein, ob Lahm rechts oder links spielt. Ich würde ihn rechts lassen (gegen Robben ) und links darf dann Schmelzer ran.“

Ähm… du weißt schon, dass Robben rechts spielt? D.h. dass Schmelzer es mit ihm zu tun bekommen könnte. Nicht, dass ich Schmelzer die Klasse absprechen möchte, aber er braucht dabei auf jeden Fall einen Großkreutz-Ersatz (d.h. einen linken Mittelfeldspieler bzw. einen 6er, der ihn defensiv unterstützt).

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geco87 7. Mai 2012 um 18:53

Bingo, my bad. Da hatte ich wohl nen Spiegel im Hirn 😀

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geco87 7. Mai 2012 um 19:07

… wobei mir gerade einfällt: Spielt Robben bei den Niederlanden nicht meisten links?

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Flowbama 7. Mai 2012 um 19:52

Also zumindest konnte ich bisher keine Hinweise darauf finden, dass er öfter dort links spielt. Man möge mich korrigieren 🙂

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qwert 8. Mai 2012 um 18:10

Bei den Niederlanden hat spielt Robben soetwas wie ein 10er.

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vastel 9. Mai 2012 um 00:23

Sneijder spielt die 10.

Robben habe ich letztens bei den NL links(!) gesehen. Allerdings weiß ich nicht wie das in den anderen Quali-Spielen war.

…und Robben/Sneijder rochieren desöfteren.

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schuldter 10. Mai 2012 um 22:31

Naja, Schmelzer hat doch zuletzt immer ganz gut gegen Robben verteidigt- und wenn er (Die Diva) über links kommen sollte (was bei den Holländern doch der Fall ist?) könnte man Lahm auf ihn ansetzen.
Ach, damit wäre das Hollandspiel in der Gruppenphase ja auch kein Problem mehr…

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Tom 7. Mai 2012 um 15:31

Schade, leider nicht allzu viele Spezialisten dabei. Das Argument, Helmes nicht mitzunehmen, weil er Räume brauche, die Jogi nicht erwartet, finde ich nicht schlüssig. Aber Bellinghausen wäre auch großes Kino gewesen…

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Gulan 7. Mai 2012 um 15:29

Ein wenig merkwürdig ist es schon, dass Löw nur sieben Verteidiger nominiert, zumal hinter Mertesacker ja noch ein Fragezeichen steht. Und von den sieben sind auch nur zwei Spieler echte Außenverteidiger. Ist ein wenig dünn, finde ich. OK, Boateng und Höwedes können auch außen spielen, aber wenn man Europameister werden will, sollte man sie dort besser nicht spielen lassen. Für mich spricht einiges dafür, dass Lahm auch in der Nationalelf wieder rechts spielt und Schmelzer links.

Meine Streichliste wäre (so wird vermutlich nicht kommen):
Wiese (für mich der eindeutig schwächste der 4 Torhüter, Erfahrung ist nicht alles)
Beide Benders (wenn noch ein Sechser, dann Gündogan)
Draxler (vielleicht in 2 Jahren)

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geco87 7. Mai 2012 um 15:45

„Ein wenig merkwürdig ist es schon, dass Löw nur sieben Verteidiger nominiert…“
Vielleicht ist das ein versteckter Hinweis an uns Taktikfreaks, dass er es mit einer Dreierkette oder einer asymetrischen Viererkette probiert 😉

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asti80 7. Mai 2012 um 14:33

Meine Streichliste wäre wie folgt:

Tor: Ter Steegen (Löw setzt da lieber auf den routinierten Zieler)

Mittelfeld: Lars Bender (er hat schon den einen Spielertyp Terrier mit Sven), Gündogan (der Part des spielmachenden 6ers ist mit Schweinsteiger und Kroos ausgefüllt), Draxler (auf seiner Position sind Poldi und Schürrle gesetzt).

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Pep 7. Mai 2012 um 15:37

wenn, dann wird ja wohl ganz klar Sven gestrichen. Lars ist deutlich stärker.

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geco87 7. Mai 2012 um 15:47

Woran machst du das denn bitte fest? Ich halte beide für ungefähr gleich stark. Aufgrund ihrer sehr ähnlichen Spielweise würde Löw klar einen Platz für einen anderen Spielertypen verschenken, wenn er beide nominiert (auch wenn dies sicher ihr Traum wäre…).

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JimmyDream 7. Mai 2012 um 16:56

Nach Löws Aussagen heute bei der PK denke ich, dass Lars Bender so gut wie sicher mitfährt.
Er hatte ihn explizit als Kandidaten für den RV genannt (nicht als 1. Option, eher als „kann da auch spielen“).
Lars ist polyvalenter als Sven Bender, der vielleicht als „reiner 6er“ stärker ist

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Tank 7. Mai 2012 um 14:24

Mein Wahl, bzgl. der noch zu streichenden Spieler wäre:

Tor: Zieler
Abwehr: Mertesacker
Mittelfeld: Ein Bender, Draxler/Schürrle

Zur Begründung meiner Auswahl Folgendes: Zieler liegt für mich knapp hinter ter Stegen, weil dessen tolle Saison Zielers kleinen Erfahrungsbonus in der Nationalmannschaft aussticht.

Mertesacker muss gehen, da er keine gute Saison gespielt hat und wohl nicht bis zur EM topfit wird. Seine Erfahrung kann die Kombination beider Faktoren nicht aufwiegen. Außerdem gibt es ein Überangebot auf der Innenverteidigerposition.

Ich plädiere dafür nur einen Bender-Zwilling zu Hause zu lassen, da es ansonsten zu einem Engpass an defensiv-kampfstarken Sechsern kommen könnte. Khedira ist da gesetzt, aber würde er ausfallen, gäbe es keinen adequaten Ersatz.

Anders sieht es auf den offensiven Außenpositionen aus. Möchte man diese mit Konterspielern besetzen (was für mich nicht zwingend der Fall sein muss), so sind Podolski und Müller/Reus erste Wahl. Da Mario Götze das auch spielen kann, braucht es wirklich nicht noch Draxler und Schürrle dazu. Man könnte sich sogar überlegen, ob man nicht auf beide verzichten sollte, um den erfahrenen Mertesacker doch noch an Bord zu haben.

Ich denke jedoch Löw streicht:

Tor: ter Stegen
Mittelfeld: Ein Bender, Draxler, Gündogan

Somit würde Löw seiner Politik des Vertrauens in seinen bisherigen Spielerstamm treu bleiben. Sehr schade wäre es vorallem um Gündogan. Der war für mich der kreativste Sechser der Rückrunde und würde in einer eher auf Ballbesitz orientierten deutschen Mannschaft grade auch gegen tiefstehende Gegner Impulse setzen können.

p.s.: Mein Gott, wirkte der Bundestrainer in seinen Kommentaren zur Ukraine staksig und unbeholfen…

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Solid Snake 7. Mai 2012 um 15:53

Also ich denke Merte gehört seit 2006 zum Stamm den sollte man jetzt nicht streichen , auch wenn er vielleicht nicht spielen wird.

Schürrle ist der perfekte Poldi ersatz und hat von den „neuen“ noch am meisten in der Quali überzeugt.

Logischerweise trifft es die mit den wenigsten Einsätzen sprich ter Stegen, Draxler und Gündogan wobei letzterer es echt verdient hätte.Bei den Bender s wohl sicher auch einen wobei ich eher zu Lars tendiere ,da sie in Lev einfach keine Lobby haben

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Flowbama 7. Mai 2012 um 16:45

Ich denke, dass weitgehend die Formation der WM 2010 (bis auf Mertesacker, der wird durch Hummels ersetzt) spielen wird, zumindest im ersten Spiel. Dann kann es jedoch durchaus sein, dass Müller, falls er nicht in Form ist, gegen Götze oder Reus getauscht wird bzw. dass Jogi gegen Dänemark auf ein 4-1-4-1 umstellt und daher Khedira durch Kroos ersetzt.

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Flowbama 7. Mai 2012 um 16:45

ach ja, arne friedrich spielt natürlich auch nicht 🙂

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Tank 7. Mai 2012 um 17:13

Ich glaube Löw hat so langsam das Selbstvertrauen entwickelt, um seine Aufstellung primär von der eigenen Spielidee und erst sekundär vom Gegner abhängig zu machen. Bedenkt man dann, dass die Nationalmannschaft sich seit 2010 stärker in Richtung Ballbesitzfußball und weg vom Konterfußball orientiert hat, so würde es mich nicht überraschen, wenn Löw in der Offensive etwas umstellt. Zumal sich da mit Reus jemand anbietet, der beide Spielweisen aufgrund seiner überragenden Technik meistern kann.

Ich persönlich würde mir eine rochierende Dreierreihe im offensiven Mittelfeld, bestehend aus Reus – Özil – Götze wünschen. Zusammen mit dem mitspielenden Stürmer Miro Klose würde das ein echtes Kombinationsfestival ergeben. Falls das dann nicht klappen sollte, könnte man außerdem mit nur einer Auswechslung (vermutlich Götze für Podolski,Müller oder Schürrle) auf eine ideale Konteraufstellung wechseln.

Ich denke aber auch, dass Löw wohl mit Podolski-Özil-Müller/Reus starten wird. Und das ist ganz sicher auch keine allzu schlechte Idee. Die deutsche Nationalmannschaft ist ja eh nur noch ein einziges Luxusproblem.

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epodwolf 7. Mai 2012 um 13:38

Wat bin ich froh, dass der Träsch nicht dabei ist. Da ist mir bei jedem Testspiel das Herz in die Hose gerutscht.

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Solid Snake 7. Mai 2012 um 12:22

Ich denke es werden :
Tor : Neuer,Wiese , Zieler
Abwehr : Badstuber,Boateng,Lahm,Merte, Hummels, Höwedes ,Träsch , Aogo.
Mittelfeld : Khedira , Kroos , Schweini , Poldi , Özil ,Schürrle ,Müller ,Götze
Angriff : Gomez ,Klose, Cacao

Zusätzlich zu den 23 Reus,Schmelzer,Hanke, Gündogan wobei ich nicht weiss wie viele er da noch mitnehmen kann.

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Flowbama 7. Mai 2012 um 12:50

Beide Bender-Zwillinge sind nominiert.

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Solid Snake 7. Mai 2012 um 13:09

Ich war nah dran bin aber davon ausgegangen das er jetzt nicht auf 2 Feuerwehrmänner wie die Bender s setzt.
Glaube aber das die am ehesten gestrichen werden wie auch Draxler.

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ekMUC 7. Mai 2012 um 14:05

Freut mich sehr für die Benders. Und ich denke sogar, dass sie gute Chancen haben, weil si beide extrem lauf- wie zweikampfstark und ziemlich ballsicher sind… hängt wohl davon ab wie gut sie sich in der N11 und der Spielweise akklimatisieren, aber der ein oder andere „Gesetzte“ braucht genau solche Partner…

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Tobi 7. Mai 2012 um 11:17

Fröhliches Kandidatenraten!
Überraschungen sehe ich am ehesten auf den defensiven Außen, ein Backup fürs DM und der dritte Stürmer. Alles andere scheint gesetzt.
Tippe auf Lars Bender, Castro (und damit nicht Schmelzer), Höwedes wird eh dabei sein, Jantschke echt vielleicht. Im Angriff sag ich mal Hanke als dritter.
Wobeich ich mir keine Stuttgarter auch nicht vorstellen kann…

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vittigo 7. Mai 2012 um 09:57

ich hab noch einen geheimtipp: oliver sorg, sc freiburg. unglaublich, wie er beim sc freiburg als aussenverteidiger aufspielt. ob links oder rechts: ein kleiner lahm. defensiv stark, offensiv mit guten aktzenten. ganz viel potential. why not? avs haben wir wenige richtig gute.

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Pep 7. Mai 2012 um 08:25

Helmes finde ich total unsicher 10 Tore in 10 Spielen sind zwar eine Superquote, aber Löw wird sich daran nicht orientieren. Wenn schon ein neuer Stürmer, dann nach der Rangliste der deutschen Stürmer 2011/12: 1. Gomez 2. Reus 3. Poldi
4. Harnik 5. Kießling. Da wir die ersten 3 ja wohl haben, stehen meiner Meinung nach nur 1. Harnik und 2. Kießling zur Debatte. Da kann man dann von mir aus noch schauen wer welche Tore erzielt hat, wer die bessere Entwicklung/Form hat, also würde ich gerne Castro Sam Bender und Kießling in der NM sehen 🙂 Wenn ich Rolfes sehe, muss ich jedoch würgen und Löws Kompetenz stark in Frage stellen.

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dvd 7. Mai 2012 um 09:10

Harnik ist österreichischer Nationalspieler (29 Spiele / 7 Tore) und spielt schon die Jugend für Österreich.

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Pep 7. Mai 2012 um 15:36

Stimmt ist mir bestens bekannt, da habe ich Harnik und Hanke verwechselt. Wurde mir später auch bewusst.

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Joni 7. Mai 2012 um 09:11

Harnik ist Ösi?!

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RM 7. Mai 2012 um 09:13

Er besitzt beide Staatsbürgerschaften und konnte bereits 29 Länderspiele für die österreichische Nationalmannschaft verbuchen.

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phy 7. Mai 2012 um 10:18

Alaba und Fuchs im übrigen auch -bevor jemand auf den Gedanken kommt..

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German_Informant 7. Mai 2012 um 12:02

Harnik… der war wirklich gut 😀

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Pep 7. Mai 2012 um 07:59

Weil dies nicht Löws Konzept entspricht. Er will Spieler die alles können. Leider sind dies dann auch meist in keinen Bereichen spezialisten. So ist es nunmal heutzutage, überall gleichmacherei.

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kurt 7. Mai 2012 um 07:19

hört sich ja gut an auf dem Papier, aber spätestens bei „Neben taktischer Flexibilität ist es nämlich auch wichtig, einen Gegner mit personellen Entscheidungen mal so richtig durcheinander zu bringen. “ habe ich dann aufgehört zu lesen …

Im Ernst, es werden doch eh mindestens 10 Spieler spielen, die auch in Südafrika Stammspieler waren, da wird doch nicht von Spiel zu Spiel entschieden mit welcher Aufstellung man auf die Stärken des jeweiligen Gegners reagiert, könnte mir nicht vorstellen, dass Podolski z.B. mal draußen bleibt, nur weil ein anderer Spieler vielleicht ballsicherer ist oder so. Und wenn man mal sieht was die Einwechslungen 2010 gebracht haben mit den „Spezialisten“ Gomez und Marin, muss man den Wert dieser Spezialisten doch stark bezweifeln, zumindest als Einwechselspieler. (Von Beginn an und mit einer Mannschaft, die die Spielweise von vorne herein auf die Stärken dieser Spezialisten ausrichtet, sind sie natürlich ungemein wertvoll, siehe z.B. Özil …)

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Johnny 7. Mai 2012 um 02:04

Huth wird wohl leider nicht dabei sein, eher friert die Hölle zu.
Löw hält leider nicht viel vom Leistungsprinzip und nimmt immer die dieselben Kapeiken mit. Und gegen richtig starke Gegner wird dann auf Alibitaktik umgestellt wie 2010 gegen Spanien.
So werden wir keinen Titel gewinnen.
Und dabei haben wir die beste Truppe, die je ein deutscher Nationaltrainer beisammen hatte.

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Flowbama 7. Mai 2012 um 10:02

Solche schwachsinnigen Beiträge könnte man eigentlich sofort löschen.

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Johnny 7. Mai 2012 um 12:53

Das ist ja ein tolles Argument….

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Flowbama 7. Mai 2012 um 15:12

Du möchtest eine Erläuterung? Bitte.

„Löw hält leider nicht viel vom Leistungsprinzip und nimmt immer die dieselben Kapeiken mit.“

Was verstehst du denn unter Leistungsprinzip? Jemanden mitzunehmen, weil er eine halbe Saison halbwegs ordentlich gespielt hat? Ginge es nach den ganzen Hobby-Bundestrainern, wäre Podolski bei den letzten beiden Turnieren gar nicht erst dabei gewesen. Löw tat es dennoch und das war gut so. Es geht nicht einfach darum, die aktuell formstärkste Elf aufzustellen, sondern gemäß der Fähigkeiten der Spieler, der Spielphilosophie, den taktischen Erfordernissen, den potentiellen Gegnern die beste Elf zusammenzustellen. Sonst konnte Jogi auch die „Elf der Woche“ aus der Bild-Zeitung aufstellen. Wenn der Bundestrainer tatsächlich immer „dieselben“ mitnehmen würde, stünde heute die Mannschaft von 2008 auf dem Platz. Ich denke auch du hast mitbekommen, dass das nicht im Entferntesten der Fall ist.

„Und gegen richtig starke Gegner wird dann auf Alibitaktik umgestellt wie 2010 gegen Spanien.“

Was soll denn eine „Alibitaktik“ sein?

Dein Kommentar war polemisch, haltlos, unbedacht und hatte recht wenig mit dem eigentlichen Thema des Artikels zu tun. Deswegen habe das geschrieben, was ich geschrieben habe.

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ThePikeman 7. Mai 2012 um 01:53

Ich glaube Löw wird es vermeiden Spieler mitzunehmen, die noch in der U21 spielen können. Die WM 2010 war eine Ausnahme, weil zu dem Zeitpunkt ein Qualitätssprung bei den jungen Spielern stattgefunden hat.

Ich hoffe aber wirklich das Löw langsam Cacau aussortiert. Sowohl Hanke, als auch Helmes würden sicher eine bessere Alternative darstellen.

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lefthog 7. Mai 2012 um 01:32

naja bei fast allen vorgeschlagenen Spieler überwiegen die Schwächen die Stärken; bzw. die Stärken sind nicht um soviel besser, als dass das Upgrade, welches diese Spieler bringen würden nur minimal ist.

Beispiele:
1. Robert Huth. Ja der Robert ist sehr Torgefährlich mit dem Kopf und kann sowohl in der Mitte als auch auf rechts verteidigen. Aber auf einen Benedikt Höwedes trifft dies auch zu. Und der ist dazu noch stärker am Ball und beweglicher im Zweikampf.

2. Gonzalo Castro. Castro ist zweifelsohne sehr vielseitig und füllt jede seiner Positionen kompetent aus. Mehr aber auch nicht. Er bringt solides Bundesliganiveau, aber wäre er auf seiner angestammten Rechtsverteidigerposition so herausragend gewesen, dann würde man ihn in Leverkusen ständig dort spielen lassen und ihn nicht so vielseitig einsetzen. Fazit: Er erreicht auf keiner seiner Positionen Nationalelfniveau. ()

3. Patrick Helmes. Ihn würde ich als einen Mario Gomez für Arme betrachten; speziell seit Gomez seine Abschlußqualitäten in den letzten Jahren weiter gesteigert hat. In der Nationalelf sind fast alles Offensiven konterstark (man denke an Müller, Podolski, Schürrle oder Özil), daher wäre Helmes für mich nur Ersatz im Verletzungsfall und keine echte Alternative sollten Klose und Gomez einsatzfähig sein.

Im Grunde gibt es im vermuteten Stammkader bereits genügend vielseitige Spieler. Leute wie Boateng, Aogo, Höwedes, Kroos, Müller, Podolski und Götze können mehrere Positionen einnehmen, so dass anders als noch bei der WM in Südafrika (siehe Müllers Sperre im Halbfinale und Kroos als erster Seschserersatz) keine Engpässe mehr auftreten sollten.

Im Grunde ist es eher misslich, dass Bundestrainer Löw diesbezüglich nicht noch weiter getestet hat (so z.B. mit Podolski oder gar Müller als alleinige Sturmspitze etc.).

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lefthog 7. Mai 2012 um 01:36

der link ging ja mal wieder total in die Hose.

Er sollte sich nur auf Castros Vielseitigkeit beziehen.

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Stehtribüne 6. Mai 2012 um 23:28

Wen alle vergessen ist Robert Huth. Super das ihr ihn hier mit aufgenommen habt. Huth leistet seit Jahren sehr gute Leistungen in der besten Liga der Welt und ich frage mich schon länger warum er nicht einmal nominiert wurde. Liegt es daran, dass er kein Aufbauspieler ist? Aber auf so einen Zweikampfstarken Spieler kann man eigentlich nicht verzichten. Zudem kommt noch, dass er die Spielpraxis hat, im Gegensatz zu Mertesacker oder Höwedes. Was meint ihr? Mitnehmen oder zuhause lassen

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asti80 7. Mai 2012 um 00:30

Ich denke nicht, das Huth dabei sein wird. Das hat aber nicht mit seiner Leistung zu tun, sondern schlichtweg an der Weigerung von Löw auf gestandene Spieler zu verzichten. Das hat er immer so gehandhabt. Und rein sportlich gesehen fände ich eine Nominierungs Huths besser, als die sichere Mitnahme von Mertesacker.

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maverick.91 7. Mai 2012 um 01:12

sehe ich genauso.
leider
aus dem selben grund wird auch cacau mitkommen und helmes nicht was auch sehr schade ist

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JimmyDream 7. Mai 2012 um 10:08

Leistung im Verein und Leistung in der Nationalelf sind aber nicht selten zwei verschiedene Paar Schuhe.
Selbst Hummels hat einige Spiele gebraucht, um in der Nationalelf Fuss zu fassen.
Da kann man den Bundestrainer schon verstehen, dass er lieber auf einen zurückgreift, der die Abläufe kennt

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juwie 6. Mai 2012 um 22:47

Beister? Vielleicht der der Hinrunde, aber momentan ist der leider ziemlich neben der Spur…

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Max 6. Mai 2012 um 22:28

Tolle Idee, so etwas zu publizieren. Allesamt interessante Spieler. Mal sehen, ob ihr bei einem Recht behaltet.
Sam fände ich echt eine gute Alternative, Helmes ebenfalls. Auch Castro sollte man eine Chance geben. Er hat ja auch schon LV gespielt gegen Nürnberg. Ein Spieler wie er, der bis auf Stürmer und Innenverteidigung sowie Torwart alle Positionen ausfüllen kann, wird der N11 nicht schaden.

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asti80 6. Mai 2012 um 22:33

Wobei ich Castro ungern als LV einsetzen würde. Er hätte gegen Spieler wie Ribery, wo er als LV gespielt hat, keine Chancen. Seine Stärken liegen mehr auf der rechten Seite.

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asti80 6. Mai 2012 um 22:18

ich denke das Gündogan sehr reelle Chancen hat, mit zur EM zu fahren. Er hat sein Leistungstief überwunden und damit die Chancen gesteigert, dabei zu sein.
Gonzalo Castro zähle ich genauso wie Patrick Helmes zu den Kandidaten fürs Team. Aber mehr würde ich nicht als Überraschungen nominieren.
So wie man Löw kennt ,wird er den Großteil des 2010er Kaders weiter nominieren.

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Schlicke 6. Mai 2012 um 22:15

Sehr interessanter Artikel. Ich denke aber nicht, dass es große Überraschungen a la Gustavo, Bellinghausen oder Beister geben wird. Fehlt eigentlich nur noch Draxler. Von den genannten Spielern räume ich nur Helmes, Pander, Castro und Schlaudraff Außenseiterchancen ein und zwar vom Wahrscheinlichkeitsgrad auch in dieser Reihenfolge. Kehl hätte es in der aktuellen Form auch verdient, aber Jogi wird ein eingespieltes defensives Mittelfeld nicht kurz vor der EM umstrukturieren.

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Aoba 6. Mai 2012 um 22:11

Bellinghausen!? WTF!?

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Stehtribüne 6. Mai 2012 um 22:06

Alles soweit ganz gut nur Bellinghausen…. Wird der morgen nominiert und ihr habt es vorrausgesagt, dann seit ihr wirklich nicht mehr zu schlagen. Sorry aber wenn ihr Bellinghausen ins Visier nimmt könnt ihr auch jeden weiteren talentierten deutschen Spieler nennen. Ansonsten ist das ne ganz gute Auswahl

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The HaXX0R 6. Mai 2012 um 21:54

Ganz netter Artiekl, schön zu lesen.

Ich hätte meine vorläufige Nominierung so gemacht:

Neuer
Ulreich
Wiese

Castro
Lahm
Badstuber
Hummels
Boateng
Höwedes
Jantschke
Schmelzer

Schweinsteiger
S. Bender
Khedira´
Kroos
Müller
Götze
Schürrle
Özil

Reus
Gomez
Klose
Kiessling

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Joni 7. Mai 2012 um 09:10

Kein Podoslki, aber dafür Ulreich. Ja ne, isch klar.

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kurik 6. Mai 2012 um 21:42

Das glaube ich auch nicht, dass Gustavo sich für Deutschland entscheiden wird. Zumal dass wir schon viele Talente für die Position defensiv Mittelfeld schon habe ( Benders, Gündogan), ist es also höchst unwahrscheinlich.

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Zweite Luft 6. Mai 2012 um 21:24

Interessante Auswahl! Auf unserer Liste stehen noch die Nürnberger Wollscheid, Didavi und der Schalker Draxler. Morgen sind wir wohl alle schlauer – warten wir mal ab ob uns der Bundestrainer überrascht.

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bazinga 6. Mai 2012 um 20:08

Gustavo? Nun ja, ich glaube er wird sich nicht die Chance nehmen lassen eventuell 2014 im eigenen Land die Weltmeisterschaft zu bestreiten… selbst wenn Löw ihn fragen würde.

MfG

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