Solbakkens System und seine Probleme

Vier Spieltage vor Schluss hat sich der 1. FC Köln von Solbakken getrennt. Woran scheiterte der Norweger in der Domstadt? Die Spielverlagerung.de-Mannschaftsanalyse sucht nach Antworten. 

Das Spielsystem der Kölner gegen Mainz.

Zuletzt pfiffen es die Spatzen von den Kölner Dächern: Nach nur 8 Punkten in der Rückrunde zogen die FC-Verantwortlichen die Reißleine und entließen Trainer Solbakken. Wer genau die Berechtigung hatte, den Ex-Kopenhagener zu beurlauben, ist bei der unübersichtlichen Personaldecke (kein Sportdirektor, kein Präsident) unklar. Was aber klar ist: Nur vier Spieltage vor Schluss mutet dieser Trainerwechsel merkwürdig an. Denn Solbakkens viel beschworenes System hatte nicht erst bei der 0:4-Niederlage in Mainz mit Problemen zu kämpfen.

Solbakkens Spielsystem

Solbakken setzte bereits bei seiner größten Trainerstation in Kopenhagen auf eine 4-4-2-Formation. Defensiv kennzeichnet sein System eine raumorientierte Deckung. Die zwei Viererketten sollen möglichst lange die Positionen halten. Jedem Spieler wird dabei eine Zone zugewiesen, für die er zuständig ist. Das ganze Team verschiebt ballorientiert, wodurch das Feld in der Breite abgedeckt werden soll. Nach der Balleroberung schwärmen die Außenstürmer aus, um über schnelle Konter bei gleichzeitig optimaler Ausnutzung der Breite des Platzes zur Torerfolgen zu kommen. In der Theorie soll dabei ein Außenstürmer an die Grundlinie gehen, während der gegenüberliegende in die Mitte ziehen.

Das Kölner System in der Defensive mit der klaren Verteilung der Zonen

Dieses System klingt in der Theorie zunächst einfach – die Umsetzung hingegen ist recht komplex. Anders als bei in Deutschland gängigen 4-4-2-Systemen verzichtete Solbakken auf ein Pressing im Mittelfeld. Ziel war nicht die schnelle Balleroberung durch Schaffung von Überzahl in Ballnähe, vielmehr sollten die Gegenspieler voneinander isoliert und zu Fehlpässen in die Füße der FC-Spieler getrieben werden. Um dieses System effektiv spielen zu können, braucht es vor allem kompaktes Positionshalten bei gleichzeitig hoch spielender Viererkette. Nur so können die Abstände zwischen den Reihen klein gehalten und der Raum für den Gegner verengt werden. Zudem erfordert es eine hohe Verantwortung aller Akteure, denn sobald ein Spieler seine Position verlässt, verliert das ganze Konstrukt an Stabilität.

In der Praxis hatte Solbakken mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Die meisten dieser Kinderkrankheiten resultierten aus der fehlenden Staffelung. Seine Spielidee kannte nur drei Linien: Eine Viererkette in der Verteidigung, eine im Mittelfeld und eine im Sturm. Was zunächst relativ normal klingt, wird in der Praxis jedoch von kaum einem Team mehr in dieser Form praktiziert. Ein Grund, warum das 4-2-3-1 so einen großen Erfolg in den letzten Jahren hatte, war die zusätzliche Linie in der Verteidigung (vier Reihens statt drei).  Selbst Teams, die in einem nominellen 4-4-2 agieren, ziehen im Mittelfeld meist einen Akteur etwas zurück. Es entsteht eine 1-3-Stellung, mit deren Hilfe der Raum zwischen der Verteidigung und dem Mittelfeld abgesichert wird. Die erwünschte Schließung der Zwischenräume ist der Hauptgrund für die Zunahme des 4-1-4-1-Systemes in den letzten Jahren.

Hohe Abwehr ausgehebelt

Köln betrieb diese Staffelung nicht bzw. nur minimal. Die Spieler standen allesamt auf einer Linie, mit einer schematisch leicht höheren Position der Außenspieler. Da die Absicherung zwischen den Reihen fehlte, mussten die zwei Ketten recht nah aneinander agieren, ansonsten hätte das System nicht funktioniert. Zu Beginn der Saison wurde dies gewährleistet, indem die Abwehrkette sehr hoch stand und kaum Platz zur Mittelfeldreihe ließ.

Die hohe Abwehr der Kölner gepaart mit dem halbherzigen Pressing sorgte für eine hohe Anfälligkeit für lange Bälle hinter die Abwehr.

Allerdings hatte diese schematisch hohe Ausrichtung auch negative Effekte: Dadurch dass die Kölner größtenteils ihre Positionen hielten und meist nur die beiden Stürmer aktiv pressten, war der Druck gegen die gegnerische Verteidigung relativ gering. Gegen Teams mit spielstarken Verteidigern liefen sie Gefahr, lange Bälle hinter die eigene Viererkette zu kassieren. Der BVB legte im Hinspiel eindrucksvoll offen, warum die Kombination zwischen schwachen Pressing und einer hoch stehenden Viererkette eine Todsünde ist.

Diese taktische Marschroute war gewiss nicht immer ein Fehler. Spätestens nach dem BVB-Spiel, das durch seine Eindeutigkeit sicher auch in der Mannschaft für Verunsicherung sorgte, war jedoch ein Umdenken gefragt. Eine hohe Viererkette erfordert ein hohes Maß an Organisation und ein Minimum an individuellen Fehlern – zwei Dinge, welche die Kölner Spieler spätestens mit der zunehmenden Krise in der Rückrunde mehr und mehr vermissen ließen. In den letzten Partien war daher zu erkennen, dass sich der Kölner Verbund weiter zurückzog.

Tiefere Abwehr, neue Probleme

Dies stabilisierte die Defensive des FC jedoch nicht, im Gegenteil, es entstanden neue Probleme: Wenn die Mittelfeldreihe zu hoch stand, entstehen Freiräume zwischen der Abwehr- und Mittelfeldreihe. Am Dienstag wüsste dies der FSV Mainz auszunutzen: Nach einer frühen Führung musste das Kölner Mittelfeld aufrücken, um mehr Druck zu erzeugen. Zidan und Choupo-Moting nutzten die Räume hinter den zentralen Mittelfeldspielern aus, was angesichts des starren Positionshaltens der Kölner Innenverteidiger kein Problem war. Mainz kam so oft in gefährliche Positionen.

In der letzten Partie Solbakkens gegen Mainz wurde das große Loch im Mittelfeld deutlich. Choupo-Moting und Zidan konnten in dieser Zone oft freigespielt werden, da die Innenverteidiger ihre Position hielten und nicht herausrückten.

Das andere Extrem, das Köln zuletzt anwandte, war das Zurückfallen des kompletten Mannschaftsverbundes. Bereits in einigen Rückrundenspielen überließen die Domstädter ihrem Gegner den Raum im Mittelfeld, um sehr kompakt am eigenen Sechszehner zu stehen. Allerdings berauben sie sich mit dieser tiefen Verteidigung der eigenen Konterstärke: Je weiter entfernt ein Team bei einer Balleroberung vom gegnerischen Tor ist, umso schwerer wird es, das Spielfeld zu überbrücken, bevor der Gegner in die eigene Ordnung zurückgefunden hat. Zudem ist es mit dieser Strategie fast nicht möglich, Druck auf die gegnerischen Mittelfeldspieler auszuüben. Ballgewinne werden dadurch abhängig von einer starken Raumaufteilung bei gleichzeitigen Fehlpässen des Gegners.

Köln befand sich durch die Abkehr von der hohen Viererkette in einer kruden Situation: Egal, wie sie ihre Viererketten anordneten, es entstand immer eine Lücke, die der Gegner ausnutzen konnte. Erschwerend hinzu kam, dass die relativ starre Raumordnung kaum Druck auf den Gegner ausüben konnte. Ziel war es, durch gute Raumarbeit Fehlpässe zu provozieren oder den Gegenspieler nach einem Anspiel zwischen den Linien von seinen Mitspielern zu isolieren. Wenn der Gegner jedoch gar nicht den risikoreichen Weg nach vorne suchte, bspw. nach einer Führung, fanden die Kölner nur schwer ins Spiel. Neben mentalen Faktoren war dies auch einer der Gründe, warum sie regelmäßig nach einem Rückstand untergingen: Mehr Druck kann das System nur durch das Aufrücken der Linien erzeugen, was jedoch dem Gegner wiederum Räume eröffnete – ein Teufelskreis.

Gegentore über Außen und nach individuellen Fehlern

Ein weiteres, relativ großes Problem des starren Positionshaltens ist die fehlende Schaffung einer Überzahl auf den Außen. Anders als die meisten Teams verzichtete Solbakken lange, den zweiten Sechser als Absicherung gegen die gegnerischen Flügelspieler aushelfen zu lassen. Dieser hielt vielmehr eine zentrale Position, um die Pässe in die Mitte zu verhindern. Kluge Gegner schufen daraufhin durch das Herausrücken eines zentralen Mittelfeldspielers eine Überzahl auf den Flanken. Eine andere Methode war es, an die Grundlinie zu gelangen, wo der Außenstürmer den gegnerischen Außenverteidiger band. Mithilfe einer Rücklage konnte ein anderer, freier Spieler daraufhin eine Flanke schlagen, was bereits zu einigen Torchancen und gar Toren gegen den FC führte.

Die defensiven Probleme waren zahlreich. Dabei war nicht das System alleine an diesen Problemen Schuld – oftmals wurde es schlicht zu halbherzig von den Spielern ausgeführt. Die abwartende Haltung mit der Sicherung der Räume kann funktionieren, wenn alle Spieler gewissenhaft ihre Positionen halten. Speziell gegen Gegner, die auf zahlreiche Positionswechsel setzen, ist dies eine gute Strategie, da Lücken im eigenen Defensivverbund effektiv verhindert werden – Leverkusen musste dies im Hinspiel leidlich feststellen. Sobald jedoch ein einzelner Spieler seine Position verlässt, um Druck auf den Gegner auszuüben, bricht das System wie ein Kartenhaus zusammen: Pressing, ausgeübt von nur einem Spieler, schafft selten genug Druck zur Balleroberung. Stattdessen entsteht hinter diesem Akteur eine Lücke, in die viele Gegner über die Nutzung eines Dreiecks hineinstoßen. Die Doofen waren in solchen Fällen die Mitspieler, die ihre Aufgabe erfüllten, ihre Position hielten und so nicht mehr eingreifen konnten. Torhüter Rensing sprach dies zuletzt ganz offen im ZDF-Sportstudio an. Auch die zahlreichen Wechselspielchen in der Viererkette, die mal leistungs-, mal verletzungsbedingt andauernd umgestellt wurde, waren der Stabilisierung nicht zuträglich.

In den letzten Partien war zu erkennen, das Solbakkens Team aggressiver gegen den Ball arbeitete. Die Positionen wurden nun nicht mehr so lange gehalten, stattdessen rückten die Sechser öfter heraus und gingen im gegnerischen Spielaufbau früher auf den Mann. Nur: Ein kollektives, eingespieltes Pressing war dies nicht. Zu selten vermochte es der FC, dem Gegner Passwege aufzuzwingen. Zudem wurden auf diese Art meist nur Eins-gegen-Eins Situationen erzeugt, selten aber Überzahlsituationen gegen den Ballführenden. Eine Verbesserung der Defensivleistung schaffte der erste Bundesligameister der Geschichte nicht. Insgesamt ließ kein Team so viele Torschüsse zu wie die Kölner.

Auch offensiv schwach

Nicht nur die Liste der defensiven Probleme ist lang. Wer eine offensiv starke Leistung der Kölner sucht, muss lange zurückdenken. Während sie in der Hinrunde noch mit ihren überfallartigen Gegenstößen punkteten, sind sie in dieser Disziplin stark abgefallen. In der Hinrunde führten sie mit acht Treffern nach schnellen Gegenstößen die Ligatabelle an, in der Rückrunde erzielten sie ein mageres Kontertörchen. Maßgeblich verantwortlich hierfür war der größer gewordene Abstand zwischen Balleroberung und Stürmern, was schnelle Kombinationen erschwerte.

Kölns Anordnung im Spielaufbau offenbart einen hohen Abstand zwischen Verteidigung und Sturm und fehlende Dreiecke in der gegnerischen Hälfte.

Öfters als zu Beginn der Saison waren die Kölner darauf angewiesen, aus der Abwehr heraus das Spiel aufzubauen. Ihr System hatte hier jedoch mit Problemen zu kämpfen: Da die Außenstürmer aggressiv aufrückten, entstand in vielen Situationen ein 4-2-0-4 – der Raum im offensiven Mittelfeld blieb unbesetzt. Auch die Außenverteidiger blieben sehr tief und verloren den Kontakt nach vorne. In diesem Konstrukt ist es schwer, die Anbindung Mittelfeld-Angriff zu schaffen. Einzig Podolski, der sich zurückfallen ließ, sorgte ab und an für diese Anbindung, eine wirkliche taktische Linie war bei seinen Bewegungen aber nicht zu erkennen. Für diese anspruchsvolle Aufgabe der Verbindung der Mannschafsteile waren dazu die Kreativspieler zu schwach: Geromel war mit 82% Passgenauigkeit noch der sicherste Aufbauspieler – kein anderer Stammspieler hat über 80% Passgenauigkeit. Sicher spielt hier auch die risikoreiche Ausrichtung hinein. Jedoch zeugt dies auch davon, dass es an Passgenauigkeit und damit Bewegung ohne Ball und individuellen Qualitäten mangelt. Zudem konnten in dem System kaum Dreiecke gebildet werden, die für effektives und schnelles Kombinationsspiel benötigt werden.

In diesem Zusammenhang muss auch die Zusammenstellung des Kaders kritisiert werden. Das Team ist zu abhängig von Lukas Podolski, der an 61% der Tore direkt beteiligt war – kein anderer Bundesligaspieler hat einen derart hohen Wert. Dahinter fehlen jedoch kluge Aufbauspieler im Zentrum. Riether und Lanig fehlten die kreativen Ideen, speziell in der gegnerischen Hälfte. Zusammen genommen kommen sie gerade einmal auf einen Assist, selbst für tief agierende Sechser ist das schwach. So sind die Kölner angewiesen auf Standardsituationen und die Geistesblitze ihrer Außenstürmer. Diese Bürde ist jedoch für die Akteure zu hoch, was gar keine direkte Kritik sein soll. Vielmehr fehlten bis zu Solbakkens Aus gegen Mainz einstudierte Spielzüge und intelligente Rochaden. In der Rückrunde erzielte Köln daher nie mehr als einen Treffer in einer Partie – offenbar zu wenig für die Kölner Verantwortlichen, um weiterhin an Solbakken festzuhalten.

Fazit

Als Taktikblogger sind wir immer froh, wenn ein Trainer ein klar erkennbares Konzept verfolgt. Jedoch kann die Fokussierung auf eine bestimmte Spielart zur Folge haben, dass bei Nichterfolg Alternativen fehlen. Genau dies war das Problem Solbakkens bei Köln. Seine passive Verteidigungsstrategie hatte seine Schwächen, die durch individuelle und gruppentaktische Fehler noch bestärkt wurden. Auch trug seine Weigerung, taktische Anpassungen innerhalb der Spiele vorzunehmen (die Umstellung auf ein 4-1-3-2 bei Rückständen kurz vor Schluss angenommen), zur taktischen Ausrechenbarkeit seiner Mannschaft bei. Gerade Teams, die ihre Taktik an die Schwächen des Gegners anpassen, hatten gegen die ausrechenbaren Kölner ein leichtes Spiel. In diese Kategorie fallen insbesondere Augsburg, die Leverkusener unter Dutt in der Rückrunde und Tuchels Mainzer – alle haben in überzeugender Manier ihre Rückspiele gegen Köln gewonnen.

Das Besorgniserregendste ist dabei nicht mal die schwächste Verteidigung der Rückrunde (28 Gegentreffer ist Ligaspitze zusammen mit Hertha), sondern die Planlosigkeit in der Offensive. Selbst wenn Interims-Coach Schaefer die defensive Ordnung verbessert, fehlt es aus dem Mittelfeld an zündenden Ideen. Hier ist auch eine klare Fehlkonzeption in der Kaderplanung erkennbar. Es ist fraglich, wie viel Schaefer in den letzten vier Spielen tatsächlich ändern kann, zumal die Gegner prominent sind: Gladbach, Stuttgart, Freiburg und Bayern sind allesamt entweder taktisch klar stärker oder individuell wesentlich besser besetzt.

Derek Smalls 29. Januar 2013 um 20:12

Yes. Everything said here could be said of Wolves. High lines of defenders easily beaten by pulling one out of position, horribly exposed full backs, no movement or pressing at all from a stationary midfield, lots of individual errors in the defence, a complete reliance on one player (for Podolski read Sako) to create anything going forward and little to no goal threat from the two main strikers.

What is even more remarkable is that the team he inherited from Mick McCarthy had been assembled mainly on the basis of their workrate. They were water carrriers and atheletes, nothing more. Solbakken thus ignored their only attribute and tried to force them to play in a way they clearly didn’t understand. The results were horribly predictable.

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Derek Smalls 29. Januar 2013 um 19:29

What is most remarkable is that Solbakken repeated exactly the same mistakes at Wolves and ended up with exactly the same results. He has an inability to adapt that is obvious to all, except himself it would seem.

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RM 29. Januar 2013 um 19:52

Quite interesting. Did he really try exactly the same things?

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ismail 17. April 2012 um 12:20

war das auf einer linie verteidigen auch nicht bei van Gaal der Fall?

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Flankengott 16. April 2012 um 13:19

Dieses Foul von Lanig war eine dieser taktischen Undiszipliniertheiten, die sich auch schon durch die gesamte Rückrunde ziehen. Ich wette einiges, dass Schäfer vor dem Spiel darauf hingewisen hatte, Freistösse in Strafraumnähe unbedingt zu vermeiden. Da muss ich mich dann in der Situation einfach anders verhalten, als wie es Lanig getan hat.

Meine einzige Hoffnung als bekennender FC’ler besteht momentan noch darin, dass es Frank Schäfer gelingt, in den 7 Tagen bis zum Spiel gegen den VfB ein paar der Automatismen aus der Vor-Saison wieder zu aktivieren. Hier stimme ich Denis gerne zu. Die Mannschaft ist ja größtenteils noch die gleiche; vielleicht erlöst er uns ja auch von dieser katastrophalen Innenverteidigung und lässt Jemal/McKenna spielen. Petit würde ich bei so einem Spiel allerdings nicht bringen, da ich Lanig – trotz der obigen Kritik – für den einzigen im derzeitigen Kader halte, der aus dem Mittelfeld heraus gefährliche Pässe spielen kann. Außerdem war er mit über 12 km gestern wieder der Kölner mit der größten Laufleistung, was auch gegen den VfB notwendig sein muss.
Den Pitbull darf dann Riether gerne geben 😉

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Denis 16. April 2012 um 00:22

Ich gehe davon aus, dass Schaefer jetzt, wo er eine Trainigswoche Zeit hat, sein 4-2-3-1 mit „klassischem“ Doppeln aus seiner ersten Amtszeit einstudieren lassen wird. Danach können wir ihn besser beurteilen.

Heute muss man sagen, dass der Gladbacher Sieg zwar verdient war, aber in dieser Höhe durchaus glücklich bzw. eben unglücklich für die Kölner. Der Freistoß zum 1:0 war eine Dummheit Lanigs und zudem von Arango regelwidrig einige Meter nach hinten evrlegt worden, sonst wäre es schwer geworden für ihn, den so zu machen. Dem zweite Tor ging ein freistoß voraus, den man nicht geben muss, da der Gladbacher weder den Ball verloren hat noch sonst wie gestürzt ist, also Vorteil hätte laufen lassen können. Das Tor fiel ärgerlicherweise für Köln mitten in deren Drangphase, sie hatten zuvor ja einige vielversprechende Szenen.
Dem 3:0 ging Geromels übermotivierte Grätsche voraus – das Reus der Ball von Sereno dann genau in den Lauf sprang war pures Glück.

Allerdings will ich die Kölner Leistung gar nicht schönreden. Selbst ohne die strittigen Szenen, die ich oben erwähnt habe, hatte Gladbach genug Chancen (die Rensing reihenweise vereitelte), um sich den Sieg zu verdienen. Aber gegnüber Spielen wie denen gegen Augbsurg oder Mainz sehe ich deutliche Fortschritte bei den Kölnern (hat Schaefer auch so gesagt).

Vielleicht könnte Köln ein Pitbull a la Petit in den letzten drei Spielen nochmal helfen – Martin Lanig hat sich in so gut wie jedem Spiel überfordert gezeigt mit dem modernen, foullosem Verteidigen. Leider hat man Matusychk und Yabo – Kölns modernste Sechser – verliehen, so dass dort nur Zerstörer oder der sehr formschwache Jajalo spielen könnten.

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geco87 16. April 2012 um 18:50

„Vielleicht könnte Köln ein Pitbull a la Petit in den letzten drei Spielen nochmal helfen – Martin Lanig hat sich in so gut wie jedem Spiel überfordert gezeigt mit dem modernen, foullosem Verteidigen. Leider hat man Matusychk und Yabo – Kölns modernste Sechser – verliehen, so dass dort nur Zerstörer oder der sehr formschwache Jajalo spielen könnten.“

Und da zeigt sich doch die fehlende Qualität im FC-Kader gerade auf den entscheidenden Positionen. Wie kann man gerade im defensiven/zentralen Mittelfeld maximal auf Durchschnitt setzen? Bin mir nicht sicher, ob Petit jetzt weiterhelfen wird. Der schnellste war er nie und er ist definitiv in die Jahre gekommen…

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Max 16. April 2012 um 19:08

Tja, weder Matuschyk noch Yabo sind in ihren aktuellen Teams eingeschlagen. Die sind einfach noch nicht so weit.

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geco87 16. April 2012 um 19:12

Yabo kenne ich ehrlich gesagt nicht, Matuschyk hat gute Ansätze gezeigt, wurde aber von der Fortuna wohl eher als Back-up geholt. Das Mittelfeld scheint mir da mehr oder weniger gesetzt.

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Denis 16. April 2012 um 20:38

Denke ich auch – Matuschyk hatte es schwer, in eine funktionierende Mannschaft zu rutschen. Bei seinen Einsätzen fehlte ihm dann erkennbar die Praxis (trotz seines Tores). Aber auf sicht halte ich matuschyk für den besserenn Spieler gegenüber Lanig. Ein DM mit ihm und riether könnte ich mir schon vorstellen – Klassenerhalt vorausgesetzt.

Yabo hat eben das Pech, dass es bei Aachen so gar nicht läuft. Da kann man von so einem jungen kerl wohl auch nicht viel erwarten.

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Rudelbildung 15. April 2012 um 17:04

Natürlich muss man aufpassen nicht zu populistisch zu werden nach einem Spiel der Kölner unter Schaefer, der Mann hatte ja auch wenig Zeit-aber was Köln heute abliefert ist wirklich traurig.

Wie TE richtig anmerkte:

„Es ist fraglich, wie viel Schaefer in den letzten vier Spielen tatsächlich ändern kann, zumal die Gegner prominent sind: Gladbach, Stuttgart, Freiburg und Bayern sind allesamt entweder taktisch klar stärker oder individuell wesentlich besser besetzt.“

Und das sieht man auch heute wieder. Gladbach spielt wahrlich nicht überragend, aber es langt um eine derart schwache Kölner Elf locker zu schlagen. Auch vom Kampf und Einsatzwillen muss man unglaublich enttäuscht sein, dazu eklatante Fehler in der Defensive und Ideenlosigkeit in der Offensive. So sieht ein Absteiger (leider für Kölner Fans) aus. Das die Gladbach Anhänger in der 60. Minute schon ein „Derby-Sieger“ Plakat entrollen (können) sagt alles.

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geco87 16. April 2012 um 18:46

Sind wir mal ehrlich: Es wird verdammt schwer für Köln; selbst wenn man sich sowohl defensiv und offensiv erheblich steigert. Freiburg und Stuttgart haben einen Lauf und Bayern kann den FC immer schlagen. Wenn man auch nur einen Sieg aus diesen drei Spielen holt, würde mich das sehr überraschen.

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ClaudioCannigia 15. April 2012 um 12:47

Ich sehe es auch so wie Max, dass die Gründe des Scheiterns schwerpunktmäßig nicht bei Solbakken, sondern woanders liegen. Ich denke in dem Chaos, indem sich der FC seit dem Aus von Overath befindet, ist es nicht verwunderlich, dass auch die Leistung der Mannschaft leidet. Wenn der Präsident und kurz darauf der Sportdirektor geht, fängt alles an, ein wenig zu bröckeln und das verunsichert nun mal auch Mannschaft und Trainer. Ein statistischer Beleg findet sich darin, dass der FC (unter Solbakken) am Ende der Hinrunde, wo die Strukturen im Verein noch einigermaßen stabil waren, ja auf dem 10. Platz mit 2 Punkten Abstand zur EuropaLeague (!!) stand! Das spricht doch dafür, dass Solbakken prinzipiell in der Lage gewesen ist, Erfolg mit der Mannschaft zu haben. Ich denke, dass man daraus entnehmen kann, dass ein Team immer auch auf die allgemeinen Umstände im Verein reagiert. Wenn nicht klar ist, wer in Zukunft das Sagen hat, in welche Richtung der Verein sich entwickelt, wer die Bezugspersonen sind, dann sind alle verunsichert…
Leider ist das Management, wie so oft in der Bundesliga, zu dumm, um Statistiken richtig zu verstehen und zu intrepretieren. Ich finde es sehr schade, dass man einem vielsprechenden, jungen Trainer, der die Bundesliga mit seinen taktischen Ideen erfrischt und bereichert hat, den Laufpass gegeben hat. Warum gibt es eigentlich keinen IQ-Test, bevor man jemandem zum Geschäfstführer eines Fußballvereins macht?!

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Max 14. April 2012 um 09:05

Wie Rudelbildung bereits erläuterte, fehlte für das Vollständige Solbakkensche Konzept das situative Pressing, welches eigentlich nie erkennbar war.
Ich sehe hier ähnliche Probleme wie bei Leverkusen mit Dutt:
der Verein sucht sich einen neuen Trainer mit Konzept. Dannj aber hofft man, dass das Konzept auch ohne neue und passende Spieler funktioniert. Diese Herangehensweise ist zum Scheitern verurteilt.
In der Hinrunde wurden die Probleme noch durch eine hervorragende Trefferquote von Podolski überdeckt, in der Rückrunde gab es diese nicht mehr, dafür aber eine Vielzahl von individuellen Fehlern, insbesondere in der Innenverteidigung.
Mein Fazit: Solbakkens System ist in Köln gescheitert – was aber nicht heißt, dass sein System schlecht ist.

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Flonaldo86 13. April 2012 um 15:58

Sehr guter Artikel.
Interessant wär noch der weitergehende Vergleich mit anderen (nominell) flachen 4-4-2 Systemen a la Gladbach oder Auch Freiburg. Letztere eignen sich generell auch für eine tiefere Betrachtung.
Gelungen auch der kurze Vergleich zu taktisch sehr flexibel agierenden Teams wie Mainz (und Augsburg).

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geco87 13. April 2012 um 18:05

Die genannten Teams üben zumindest Pressing gegen den Ball aus und stehen auch m.E. je nach Situation gestaffelt, also in der bereits erwähnten 3-1 Stellung im Mittelfeld, oder wenn sich ein Stürmer fallen lässt in einer 4-1-Stellung. Ich finde Solbakkens Idee der Raumdeckung an sich nicht schlecht, aber vielleicht eignet sie sich bei einem allenfalls mittelmäßigen Team wie Köln wirklich in einem 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 besser. In diesem hat man vier Abwehrlinien. Wenn wir davon ausgehen, dass die Sturmreihe überspielt is, hätte der Gegner auch drei horizontale Abwehrreihen und einen Spieler mehr gegen sich.

Abgesehen davon, dass die Spieler sich aber zu viele (Stellungs-)Fehler erlauben , sehe ich aber auch wie viele Schwächen in der Kaderzusammenstellung und ein Offensivplan ist auch nicht auszumachen. Im Prinzip wollte Solbakken wohl ähnlich wie z.B. Hannover (zumindest 2010/11) und Gladbach spielen. Möglichst dem Gegner das Feld überlassen, kompakt stehen und nach Ballbesitz schnelle Konter fahren. Wenn der FC das Spiel machen muss, sehe ich aber einfach keinen Plan. Hat Solbakken das überhaupt mal erläutert, wie er angreifen will? Ich habe immer das Gefühl, er wird auf seine Defensivtaktik reduziert. Zurecht?
Zum Kader: Abgesehen davon, dass ich in der Transferpolitik keinen Plan sehe und viel Durchschnitt eingekauft wird, sehe ich keine wirkliche Hierarchie, keine Führungsspieler beim FC. Lanig und Riether sind solide und brav, aber keine Dreh- und Angelpunkte, die man auf dieser Position vor allem auch für das Spiel in die Offensive braucht. Spieler wie Peszko und Jajalo haben immer mal wieder ihre technisch-spielerische Klasse aufblitzen lassen, sind aber zu unkonstant. Neben Podolski strahlt kaum ein Spieler regelmäßig Torgefahr aus. Dem FC hätte ein guter Achter/Zehner in dieser Saison gut getan sowie Alternativen auf den offensiven Außenbahnen.

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Pep 16. April 2012 um 21:28

@Grasnarbe

Ok, wenn es mit der Erklärung nicht klappt, verweise ich auch auf Wikipedia, dem modernen Duden…
„Als Redensart versteht man unter „die Reißleine ziehen“, einem unheilvollen Vorgang im letzten Augenblick eine positive Wendung zu geben oder ihn wenigstens anzuhalten“.

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Grasnarbe 16. April 2012 um 23:11

wunderbar, danke für die wiki! „…im letzten augenblick eine positive wendung zu geben oder ihn wenigstens aufzuhalten“ – wenn da der fallschirmsprung nicht eine super vorlage war, weiss ich auch nicht mehr weiter 😉

ich wollte nur erklären, welche rolle der fallschimrsprung hat, nämlich den ursprungskontext zu liefern. und ausserdem zu demonstrieren, dass diese bedeutung – anders als bei anderen redewendungen – sich nicht viel geändert hat. pseu hat ja eben die meinung, dass das ziehen der reissleine beim trainerrausschmiss es nicht schafft „eine positive wendung zu geben…“ und findet deshalb die verwendung schlecht. wahrscheinlich würde er lieber „xy versuchten, mit der entlassung von solbakken die reissleine zu ziehen“ lesen.

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Pseu 13. April 2012 um 15:47

Kurzer Einwand zu einer Redewendung:
„Nach nur 8 Punkten in der Rückrunde zogen die FC-Verantwortlichen die Reißleine und entließen Trainer Solbakken.“

Diese „Reißleine ziehen“ ist meiner Meinung nach eine absolut unpassende Redewendung, die allerdings von vielen – wenn nicht gar allen – Sportberichterstattern genutzt wird. Unpassend daher, weil sie einen Mechanismus vermittelt, der nicht stimmt: man stoppt durch einen Trainerwechsel den freien Fall nicht, wie bei einem Fallschirm.

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Pep 13. April 2012 um 18:49

Ich glaube da verrennst du dich in der Welt der Symbolik. Das „Reißleine ziehen“ hat umgangssprachlich mit Fallschirmspringen nicht viel gemeinsam.
Viel mehr soll es einen kurzen und heftigen Eingriff beschreiben, der die Strukturen einer aktuellen Entwicklung drastisch verändert. Was dann wirklich passiert, weiß niemand. Fakt ist aber, dass die anscheinend unglückliche Zusammenarbeit in der Form durch das ziehen der Reißleine beendet ist.

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Grasnarbe 13. April 2012 um 19:39

naja, die redewendung funktioniert wie andere auch: die bedeutung, hier „letzte möglichkeit des bremsen eines freien falls“, wird vom ursprungskontext (dem fallschirmsprung) auf den zielkontext (talfahrt der mannschaft) hinübergehoben.

und man könnte schon argumentieren, dass die verantwortlichen einen freien fall der mannschaft beenden wollten, und auch dachten, dass das mit einem trainerwechsel funktioniert. somit würde es passen, auch wenn ich wie pseu der meinung bin, dass das kurzfristig nix bringt. gab da auch mal eine studie dazu, die diese kurzfristigen trainerwechsel als komplett erfolglos entlarvt hat.

bei dir, pep, hat anscheinend „reissleine ziehen“ nie die bedeutung des ursprungskontext gehabt, sondern du hast dir eine eigene gebastelt im sinne von „reissleine ziehen = etwas komplett einreissen“ oder irgendetwas in der richtung. das ist kreativ und möglich, aber eigentlich ja nicht sinn der sache –
wäre ja schade um die ganzen schönen metaphern 😉

so wie bei dem von praktisch allen falsch verwendeten „quantensprung“, siehe abschnitt „umgangssprache“ in der wiki http://de.wikipedia.org/wiki/Quantensprung

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TE 13. April 2012 um 14:48

Ich mache jetzt einfach mal einen neuen Reiter auf, denn mehrere haben bereits nach Solbakkens System in Kopenhagen gefragt. Ich gebe ganz unumwunden zu, dass ich aus seiner Kopenhagener Zeit nur drei Spiele gesehen habe – die Champions League Spiele gegen Barca und das Achtelfinalhinspiel gegen Chelsea. Anders als beim HSV-Artikel zu Fink, in dem ich deutlich auf dessen System in Basel eingehe, habe ich es hier rausgelassen (als Freund des Schweizer Fußballs bin ich da informierter als im dänischen Ligabetrieb). Das Wichtigste hat Rudelbildung ja bereits gesagt, der weitaus mehr Kontakt zum dänischen Fußball hat.

In der Champions League hatte Kopenhagen meiner Meinung nach einen derart großen Erfolg, da das System eine sehr gute Antwort gegen eine rochierende Offensive ist. Barcas Ziel ist es ja, durch geschicktes Rochieren und Taktieren Lücken in der gegnerischen Formation zu erkennen bzw. zu provozieren. Wenn ein Team allerdings derart raumbezogen verteidigt, gibt es diese Lücken nicht. Barca tat sich in beiden Spielen ungemein schwer. Gerade dieses passive Verteidigen könnte nicht weiter weg von Guardiolas Fußballphilosophie entfernt (er bezeichnet ja gerne den sehr körperbetont spielen lassenden Bielsa als sein Vorbild). Soweit ich mich erinnere, hat Pep sich sehr stark beim Spiel gegen Kopenhagen echauffiert, im Nachhinein hatte er eine lange Diskussion mit Solbakken (nach dem Leverkusen-Spiel war er gar zu Besuch beim Norweger in Köln).

Köln hingegen kam in dieser Saison selten auf die taktische Disziplin, die für ein solches System nötig ist. Ihre beste Partie war aus meiner Sicht das Hinspiel gegen Leverkusen, als diese noch sehr stark mit Rochaden und Positionswechseln arbeiteten. Diese konnten nie die Räume erzeugen und wurden gnadenlos ausgekontert. Jedoch sind auch die Nachteile des Systems offensichtlich. Das Hinspiel gegen Dortmund war die Blaupause, wie mit langen Bällen und einem guten Gegenpressing das gesamte Spiel der Geißböcke erlahmen kann.

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Denis 13. April 2012 um 12:39

Grandioser Artikel, der alle Fehler von Spielern, Vorstand und Trainer gut zusammenfasst.

Ein möglicher Abstieg ist nie einer singulären Ursache zuzuschreiben, so kamen in Köln eben neben den genannten Punkten auch noch Verletzungen und dubiose Sperren und Elfmeterentscheidungen hinzu. Ich gehe davon aus, dass die Spiele gegen Bremen und Nürnberg (in der HR) ohne die schlechte Schiedsrichterleistung gewonnen worden wären, das ergäbe 6 Punkte mehr auf dem Konto und STS wäre heute wohl noch Trainer in Köln. Aber das soll nicht über die Schwächen der Spieler und des Systems hinwegtäuschen.

Eigentlich sehe ich auch keine großen Unterschiede zwischen Hinrunde (mit 21 Punkten die beste der jüngeren Vereinsgeschichte) und Rückrunde, was die Qualität der Spiele angeht – nur hat man in der Hinrunde eben seine wenigen Chancen genutzt (vor allem Podolski) und konnte damit einige Schwächen überdecken.

Ich mache mich jetzt in Köln mal unbeliebt und stelle die These auf, dass gerade ein Herr Podolski mit seinen durchschnittlich 9 Km pro Spiel wesentlich zum Nicht-Gelingen des System Solbakkens beigetragen hat. Leider ist der ja auch eine heilige Kuh und die Tore geben ihm recht, aber wenn er sich in London auch so präsentiert, wird es dort wieder nicht zum Stammplatz reichen.

Was das Thema „Plan B“ angeht: In den Spielen, wo Köln recht spät in Rückstand geraten ist, hat STS meistens auf Dreierkette umgestellt (ein AV musste raus, ein Stürmer oder Außenbahnspieler kam rein), aber da Köln meistens schon sehr früh in Rückstand geriet (und meistens auch direkt das zweite Tor hinterher kassiert hat), war dieses Mittel auch keine Allheillösung.

Ich finde es schade für Solbakken, der auch am schwierigen Umfeld, den Fehlern der vergangenheit, aber eben auch der eigenen Sturheit gescheitert ist. Ob Schaefer jetzt noch was retten kann, sei dahingestellt.

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bucksen 13. April 2012 um 09:30

Der Fehler beim FC lag halt in den Spielern. Wenn ich mir als Sportdirektor, damals ja noch Finke, einen neuen Trainer hole, dann muss mir auch klar sein, dass ich damit auch sein Spielsystem verpflichte. Dementsprechend sind dort schon mehrere Fehler gemacht worden.

Der Trainer wurde / konnte nicht in die Personalplanung eingebunden werden, da dieser dafür zu kurzfristig eingestellt worden ist.

Die vorhandenen Spieler waren nicht für dieses System gemacht. Zudem wurden ihm Steine in den Weg gelegt und er konnte die Mannschaft nicht nach seinen Vorstellungen verstärken.

Spätestens in der Rückrunde hatte Solbakken auch merken müssen, dass er so wie er jetzt spielen lässt absteigt und etwas ändern muss.

Die logische Konsequenz aus diesem, ich sag mal vorsichtig Missverständnis ist, der Trainer muss gehen. Viele reden immer vom Neuaufbau beim FC, doch das hören wir jedes Jahr. Jetzt muss das Problem beim Schopfe getragen werden. Die Mannschaft muss taktisch orientiert aufgebaut werden, zusammen nit Trainer und Verantwortlichen. Da muss es dann heißen, Qualität vor Namen. Andere Mannschaften haben es auch mit Nobodys geschafft.

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bonzy 13. April 2012 um 08:21

Eine sehr gute Analyse. Ich würde wirklich gerne mal einen Vergleich zwischen Köln und Kopenhagen lesen, vor allem auch der Anfangsphase.

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Pep 13. April 2012 um 01:46

„Zudem erfordert es eine hohe Verantwortung aller AkteureSeine“

Da sieht man schon das größte Problem. Der Großteil der FC Spieler ist doch noch nichtmal in der Lage Verantwortung für ihr eigenes Leben zu übernehmen. Feiern ist wichtiger, Abstürze regelmäßig. Diese Typen sind per Definition alles andere als Sportler, erstrecht keine Profis.

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Zirkeltraining 13. April 2012 um 01:39

Ich vermute, Schäfer wird es sehr schwer haben für den Rest der Saison.
Ich habe leider kein großes Wissen bezüglich Sportpsychologie und Taktikschulung, aber ich kann mir vorstellen, dass es nicht gerade einfach ist, innerhalb weniger Tage vom System Solbakken zu einem „normaleren“ Abwehrsystem überzugehen.

Achja, und ich finde ein wesentlicher Grund fürs Scheitern von Solbakken ist meiner Ansicht nach die mangelnde taktische und läuferische Qualität der Stürmer. Diese sind für das System nämlich extrem wichtig: Sie sollen die Signale geben, wann von Raumdeckung auf situatives Angriffspressing umgeschaltet wird.
Das war gerade bei Kopenhagen sehr gut zu beobachten, daher war es dort auch nicht so schlimm, dass man so hoch stand. Die Stürmer arbeiteten gut mit und stellten die Passwege zu, wenn aber Aussicht auf Ballgewinn bestand, wurde blitzschnell überfallartiges Pressing gespielt, zum Beispiel dann, wenn ein gegnerischer, ballführender, Aufbauspieler mit Gesicht zu seinem Tor stand, oder wenn ein unsauberer Pass Probleme bei der Ballannahme „versprach“. Das Signal hierfür gab der ballnahe Stürmer.

Dass dies bei Köln nicht funktionierte lag, hatte meiner Ansicht nach zwei zentrale Gründe:
1. Ich bin einfach mal so frech und spreche Podolski und Novakovic (oder wer auch immer da spielte), das Gespür für solche Situationen ab. Das heißt, diese Signale kamen nicht oder zu falschen Zeitpunkten. Damit verloren sie das Vertrauen der Hintermänner und dieses situative extrem überfallartige Angriffspressing konnte im Laufe der Saison kaum noch beobachtet werden.
2. Der Sturm ist meiner Ansicht nach personell zu dünn besetzt, so dass Solbakken in der Hinrunde bei Ausfall eines der beiden Stürmer zu einem 4-4-1-1 greifen musste. Die beiden vorne behielten seltsamerweise auch bei Ballbesitz der gegnerischen IV diese 1-1-Stellung bei, womit sich das Thema situatives Pressing entgültig erledigte.
Außerdem war die Arbeit gegen den Ball im Sturm generell unterirdisch. So etwas kann sich das System Solbakken nun mal nicht leisten, also musste er (auch aus Mangel an personellen Alternativen im Sturm) das Team tiefer positionieren. Die Konterstärke ging abhanden und der Teufelskreis begann.

Fazit: Die Stümer sind Schuld 😉

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Marco 13. April 2012 um 05:38

Sehr interessanter Artikel.
Solbakkens Probleme waren aus meiner Sicht die häufigen Wechsel in der Innenverteidigung (durch Sperren, Verletzungen), die mangelnde Akzeptanz des Systems innerhalb der Mannschaft und den Medien, zu clevere Trainerkollegen.
Auch darf man nicht vergessen, daß es oftmals auch einfach Dummheit einzelner Spieler und Pech waren, die zu schlechten Ergebnissen führten. Passiert solches bei einem gut besetzten Kader, wird der entsprechende Verein Neunter, der FC Köln steht dann auf einem Abstiegsplatz.

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schlokhre_fc 12. April 2012 um 23:31

Sehr guter Artikel! Mir tut es fuer Solbakken leid. In Kopenhagen hat er bewiesen, dass sein System mit den richtigen Spielern funktioniert. Aber dazu haette er in Koeln entweder die richtigen Spieler oder genuegend Zeit haben muessen. Beides haben wir nicht. Ich hoffe, dass er in der Retrospektive sieht, dass auch er einige Fehler gemacht hat. Geromel zum Kapitaen zu machen war einfach falsch. Nicht nur wegen Poldi, sondern weil Geromel damit nicht klar gekommen ist. Er hat die schlechteste Saison beim FC gespielt. Auch scheint er nicht alle Spieler erreicht zu haben. Als Persoenlichkeit traue ich Solbakken schon zu Spieler zu ueberzeugen. Geschadet hat da sicherlich auch, dass Finke intern und extern Stimmung gemacht hat. Alles in allem bin ich ueberzeugt, dass es nicht am System oder Trainer lage, sondern wie so oft an externen Einfluessen. Ich hoffe, dass wir mit Frank Schaefer den Klassenerhalt schaffen, auch wenn ich von ihm als Fussball-Strategen nicht ueberzeugt bin. Eventuell braucht der FC aber die interne Loesung um sich endlich mal langfristig zu stabilisieren.

Ausserdem moechte ich mich meinen Vorkommentatoren anschliessen. Eine super Seite, super Artikel und warum hat es in Kopenhagen geklappt? Wenn ich mich richtig erinnere hat Kopenhagen unter Stale drei Halbzeiten gegen Barcelona zu Null gespielt.

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Divinho 12. April 2012 um 23:23

Top Zusammenfassung, mit der im Grunde alles gesagt ist.
Wenn man den Artikel so liest fragt man sich in der Tat, wie das System in Kopenhagen trotz dieser hohen Anfälligkeit auch auf internationalem Topniveau soviel besser funktioniert hat. Offenbar war dort die Organisation deutlich besser und auch das Vertrauen in diese Spielweise da!?

Zusätzlich scheint eine Umsetzung dieses Systems mit zwei Stürmern der Sorte Novakovic/Podolski, die nicht gerade zu den laufstärksten zählen in der Defensivbewegung schwierig umsetzbar.

Nun bleibt abzuwarten was Schaefer mit einem „normalen“ System noch in vier Spielen bewirken kann…

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Rudelbildung 13. April 2012 um 13:54

Divinho und Trippy G:

„Top Zusammenfassung, mit der im Grunde alles gesagt ist.
Wenn man den Artikel so liest fragt man sich in der Tat, wie das System in Kopenhagen trotz dieser hohen Anfälligkeit auch auf internationalem Topniveau soviel besser funktioniert hat. Offenbar war dort die Organisation deutlich besser und auch das Vertrauen in diese Spielweise da!?“

Man muss bedenken, dass Solbakkens System erst zuletzt auf internationalem Topniveau funktionierte, dann aber auch hervorragend. Faktoren wie oben auch beschrieben sind sicherlich Zeit, Qualität des Kaders und schwäche der dänischen Liga unter anderem.

Der Punkt mit den Außenverteidigern, der hier auch von Trippy G genannt wird ist unglaublich wichtig. Mit Wendt und Prospech hatte Solbakken perfekte Außenverteidiger für sein System. Ich habe Kopenhagen öfter live gesehen letzte Saison und Prospech war eine dänische Liga Antwort auf Daniel Alves zum Teil. Unglaublicher Offensiv-Drang. Links war Wendt auch sehr offensiv aber konservativer, hatte mit dem ehemaligen Bundesliga-Spieler Jesper Grönkjaer allerdings auch den besten Spieler der dänischen Liga vor sich.

Generell ist es auch hart vom FC Bayern Dänemarks zu Köln zu gehen, nicht nur vom Umfeld sondern auch von den Mitteln und dem taktischen Aspekt.

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Trippy G 12. April 2012 um 23:16

Schöner Artikel!

Meiner Meinung nach ist es schade, dass der charismatische Solbakken mit seinem System dermaßen scheiterte. Ich glaube, dass er mit seinem Defensivkonzept Antworten auf einige taktische Entwicklungen der letzten Jahre geben kann, z.B. indem sich seine Spieler nicht aus dem Defensivverbund herausziehen lassen oder auch, dass (Halbfeld-)Flanken geradezu provoziert werden, da Mannschaften heutzutage generell weniger auf klassiches Flankenspiel ausgelegt sind und nicht so viele kopfballstarke Angreifer im Zentrum positionieren. Die statischen Positionen lassen ein sehr schnelles Umschalten von Defensive auf Offensive zu. Mich würde interessieren, wo Solbakken als nächstes arbeiten wird und wie sein System dort funktioniert.

Bei den Kölnern gab es zumindest in der Hinrunde meist entweder einen Sieg oder eine hohe Niederlage, je nach taktischer Ausrichtung des Gegners. Da muss man dem Trainer sicherlich seine Sturheit vorhalten, er sollte seine taktischen Mittel variabler bzw. situativer anwenden.

Solbakkens Paradigmen und ihre Vor- und Nachteile haben die meisten Taktikfans im Laufe der Saison wohl mehr oder weniger mitbekommen, was mir im Artikel jedoch ein bisschen zu wenig betont wurde, sind die Probleme personeller Natur, sei es durch die große Verletzungenmisere und Sperren oder schlichtweg durch falsche Kaderzusammenstellung.

Zunächst ergibt sich natürlich das im Artikel angesprochene Problem mit der Abstimmung und der Eingespieltheit. Des weiteren würde ich sagen, dass die Innenverteidiger in diesem System recht schnell sein müssen, um Pässe hinter die hohe Abwehrlinie zu verteidigen, kopfballstark müssen sie sowieso sein. Geromel und Sereno mögen dem entsprechen, zeigten aber selten starke Leistungen, der langsame McKenna stellt ein hohes Risiko dar. Zudem spielen auf den Außenverteidigerpositionen individuell bestenfalls durchschnittliche Spieler wie Andrézinho, was die Risiken des Systems nochmal vergrößert. Dass im Spiel nach vorne kreative Spieler fehlen, sehe ich auch so.

Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass die Offensivkräfte wie Podolski, Novakovic oder Peszko keine gefürchteten oder besonders engagierten Pressingspieler sind, was dann auch ein negativer Faktor sein könnte.

Die Ursachen für Kölns Probleme sind also vielschichtig. Meiner Meinung nach lag aber viel an den Spielern bzw. der Kaderzusammenstellung und letztendlich gab es auch viel Pech, a priori finde ich das Spielsystem doch recht interessant. Folgerichtig wäre Solbakken vor allem anzulasten, dass er – ähnlich wie Fink beim HSV – recht stur an seinem System festgehalten hat und nicht in der Lage war, es konstanter oder unausrechenbarer zu gestalten.

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Totaalvoetball 12. April 2012 um 22:47

Wieder mal ein ganz hervorragender Artikel. Ich bin wirklich unglaublich froh, dass es solch eine Seite gibt.

Brennend interessieren würde mich aber, wie das System in Kopenhagen funktioniert hat und es ähnlich gespielt wurde. Rensing hat anklingen lassen, dass nicht alle Spieler mitgemacht haben und daher die Vorgaben von Solbakken nicht immer umgesetzt wurden. Überhaupt hat Rensing aufschlussreiche Antworten gegeben. Falls du auch ein paar Spiele von Kopenhagen analysiert hast, wäre ich für eine Antwort sehr dankbar!

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asti80 13. April 2012 um 01:27

Das System in Kopenhagen hat gut funktioniert. Ich glaub es war letzte Saison in der CL, als Kopenhagen gegen Barca gespielt hat und in kaum einem Spiel in der CL-Saison hat man Barca so ratlos gesehen. Ging glaub ich sogar soweit, das Guardiola vor Wut das Spielfeld verlassen hat.^^

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sharpe 13. April 2012 um 09:52

ich hab beide Spiele gesehen und Kopenhagen hat Barca große Probleme bereitet. In Barcelona hat Barca 2:0 gewonnen, beide Tore Messi, das zweite ganz am Ende. Da war auch die spektakuläre Szene, als ein Kopenhagener Spieler alleine auf Barcas TW zugelaufen wäre, aber wegen eines Pfiffes abgebrochen hat. Der Pfiff kam aber gar nicht vom Schiri, sondern von Barcas TW!
Das Rückspiel in Kopenhagen endete 1:1 und Kopenhagen war über weite Strecken das bessere Team. ´
Ich war damals begeistert von Kopenhagens Taktik und hab mich gefreut, das er in die Buli wechselte. Leider hat er es in keinster Weise geschafft, Köln auch nur annähernd so diszipliniert, ruhig, positionstreu und clever spielen zu lassen wie Kopenhagen. Woran das lag, darüber mag ich mir kein Urteil erlauben, aber das Köln ein schweres Pflaster ist, ist ja bekannt.

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Rudelbildung 13. April 2012 um 13:48

Den Kommentaren kann ich mich nur anschließen. Solbakken hat es nicht geschafft das Kopenhagener Model in Köln zu implentieren, dafür gibt es aber wie ich oben auch schrieb mindestens 3 Gründe:

1) Zeit (hier bedenke man auch die unglaublich lange Winterpause in Dänemark von 3-4 Monaten)

2) Qualitätsunterschied der Ligen

3) Kopenhagens Kader war besser als der vom 1. FC. -gerade wenn es um das taktische Verständnis geht.

Ich denke Köln hatte nicht die Kapazität so zu spielen wie Kopenhagen. Hier muss Solbakken sich ankreiden lassen nicht rechtzeitig reagiert zu haben.

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ZiZaraZu 15. April 2012 um 12:32

Ein Analyse aus dem Jahr 2010:

http://timhi.wordpress.com/2010/12/22/fc-københavn-preview/

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the special one 12. April 2012 um 22:08

Also der Artikel ist denke ich einfach perfekt geschrieben, recht kurz gehalten, oft nochmal die Schwäche ihrer eigenwilligen Raumdeckung in Erinnerung gerufen um den folgenden Punkt zu erklären, die Grafiken haben dabei auch gut geholfen, zwar nicht unbedingt nötig, aber hübscher als ein reiner Text 😀

Mir ist im Spiel gegen Werder besonders ein Punkt aufgefallen:
Köln schiebt den Ball innerhalb der 4er Kette wirklich sehr lange hin und her und schien daran zu verzweifeln, dass Peszko und Clemens immer nach vorne stürmten.
Irgendwann kamen sie dann auf die Idee, die Schwäche Werders auszunutzen, die eig jede Mannschaft dauerhaft ausnutzt, das sind die Räume um den einzelnen 6er in der Raute zu bespielen.
Hier hat das aufrücken der Stürmer nämlich super gepasst, denn Werder rückt planlos in die gegnerische Hälfte auf und bei Ballverlust kann der Gegner mit Tempo auf die blanke 4er Kette zulaufen.
So provozierten sie noch ein größeres Loch zwischen Mittelfeld und Abwehr und Podolskis fallen lassen wurde dort auf der linken Seite doch schon sehr dominant.

Deshalb meine Frage: Hat Köln es mal versucht mit einem langen Ball auf die linke Außenbahn Podolski zu erreichen und mit Peszko ein bisschen zu kombinieren?
Denn ansonsten währe Kölns Offensiv-Spiel noch um einiges ineffektiver gewesen, als ich dachte.

Aber dennoch habt ihr mir alle Frage bezüglich Solbakkens System beantwortet, sah das in Kopenhagen auch so „eigenartig“ aus?

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uwe 12. April 2012 um 22:12

Das mit Kopenhagen fragte ich mich auch schon. Immerhin hat er dort 5 Titel geholt. Oder sind in Dänemark die Gegner zu schwach?

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Mann mit Hund 12. April 2012 um 22:20

Hat Pilsen gegen Schalke nicht ähnlich gespielt?
Sah auf jeden Fall gut aus.

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TR 13. April 2012 um 10:27

Bezüglich des Vergleichs mit Kopenhagen:
http://spielverlagerung.de/2011/10/31/1-fc-koln-fc-augsburg-30/
In dieser Analyse von Ende Oktober gibt es dazu einige Vergleichspunkte, auch wenn es recht kurz ist. Wir haben das damals nur angeschnitten, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es gab und was bei Kopenhagen deutlich besser war.

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Rudelbildung 13. April 2012 um 13:44

the special one und uwe:

Solbakkens System funktionierte in Kopenhagen sehr gut, jedoch muss man hier einige Faktoren bedenken.

1) Er hatte mehr Zeit es einzuspielen. Auch dort fing er ähnlich wie in Köln an und entwickelte das System nach und nach

2) Meiner Meinung nach war die Mannschaft dort besser, als die Kölner. Kvist, Wendt, Prosprech sind ja nur drei der Namen, die nach der Saison ebenfalls von Kopenhagen ins Ausland wechselten. Nicht wenige sprechen in Dänemark davon, dass Kopenhagens Mannschaft letztes Jahr die beste dänische Mannschaft aller Zeiten war und auch sein wird (was natürlich schwer zu sagen ist aber spricht einiges für.)

3) Die Konkurrenz war in der Tat schwach, der größte Konkurrent der 90er, Bröndby IF, schwächelt ungemein. Das sieht man auch diese Saison, wo Kopenhagen klar unter dem Niveau der letzten Saison spielt (erklärbar mit vielen Gründen) aber trotzdem 6 Punkte Vorsprung auf den 2. hat.

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Mann mit Hund 12. April 2012 um 22:03

Sehr interessante Analyse, besonders die Sturheit von Solbakken stößt einem, neben der Unfähigkeit der Spieler, als EffZeh Fan auf.

„Geromel war mit 82% Passgenauigkeit noch der sicherste Aufbauspieler“

Subjektiv hat die ganze Fan-Gemeinde bei Geromel etwas anderes als 82% Passgenauigkeit, spätestens seit dem peinlichen Auftritt in München, gesehen. Oder sind damit die Pässe, die beim Gegner ankamen gemeint?

Viel Glück und Erfolg an das Trainer-Team um Frank Schaefer! Meinetwegen auch über dieses Saison hinaus!

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TE 13. April 2012 um 14:34

Die Diskussion um Geromel habe ich als sehr emotional aufgeladen gesehen. Ich habe da ehrlich gesagt gar nicht dran gedacht, als ich den Satz geschrieben habe. Ich habe die Statistik gesehen, habe sie subjektiv als passend empfunden und in den Artikel eingebaut. Man kann es natürlich auch anders sehen – eine Statistik ist erst mal nichts weiter als eine Zahl.

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