Königsblaue Mauer fällt unter schwarzgelbem Dauerdruck

borussia dortmund3:0schalke

Revierderby. Eigentlich immer eine hart umkämpfte, schwierige Partie für beide Seiten. Außer heute: Der BVB zerlegt Schalke in beeindruckender Manier.

Dortmunds Pressing gegen Schalkes 5-3-2

Die Schalker konnten gegen BVBs hohes Mittelfeldpressing kaum effektiv aufbauen. Normalerweise spielen viele Mannschaften mit einem simplen 4-4-1-1/4-4-2 gegen die Königsblauen, wodurch diese die offenen Halbverteidiger und die Präsenz im zentralen Mittelfeld nutzen können, um effektiv nach vorne zu kommen. Sogar gegen Real Madrids 4-4-2 gelang dies im Hinspiel in der Champions League ein paar Mal gut. Im Derby hatten sie allerdings enorme Probleme, weil die Dortmunder zwar nominell auch in einem 4-4-1-1/4-4-2 pressen, sich dort aber sehr geschickt positionieren.

Kagawa schob häufig nach vorne und positionierte sich mit Aubameyang vor den Achtern und Sechsern Schalkes. Sie belauerten die Passwege ins zentrale Mittelfeld und ließen die Schalker Innenverteidiger erstmal in Ruhe aufbauen. Daraufhin tasten sich allerdings langsam vor. Ging der Ball auf den Halbverteidiger, so würde sich einer der Stürmer – oft Aubameyang bei Pässen auf halblinks – auf einen den zentralen Verteidiger orientieren und der zweite Stürmer – meist Kagawa – würde etwas tiefer bleiben und die Passwege in die Mitte versperren.

In der Zwischenzeit schob der ballnahe Flügelstürmer nach vorne und behielt hierbei den Halbraum im Deckungsschatten, während er versuchte Zugriff auf Schalkes Halbverteidiger herzustellen. Der Außenverteidiger rückte vor auf den Flügelverteidiger, gleichzeitig schoben die Abwehr- und Mittelfeldreihe ballorientiert in die entstandenen Löcher hinein.

Aufbauszene Schalke und BVB erzeugt die ideale Pressingstaffelung. Alle Passwege sind versperrt oder werden belauert. Je nachdem, wie sich die Situation entwickelt, kann Kirch auf Boateng oder auf Fuchs gehen, Gündogan entweder auf Aogo oder auf Boateng. Das restliche Team verhält sich dementsprechend. Bei einem (schlecht umgesetzten) Seitenwechsel können Reus/Schmelzer herausrücken, wobei das seltener vorkam; sowohl Herausrücken als auch direkte Seitenwechsel.

Aufbauszene Schalke und BVB erzeugt die ideale Pressingstaffelung. Alle Passwege sind versperrt oder werden belauert. Je nachdem, wie sich die Situation entwickelt, kann Kirch auf Boateng oder auf Fuchs gehen, Gündogan entweder auf Aogo oder auf Boateng. Das restliche Team verhält sich dementsprechend. Bei einem (schlecht umgesetzten) Seitenwechsel können Reus/Schmelzer herausrücken, wobei das seltener vorkam; sowohl Herausrücken als auch direkte Seitenwechsel.

Sobald Schalke nach vorne spielte, gab es aggressives Pressing der Dortmunder. Viele der zweiten Bälle nach langen Pässen über die erste Pressinglinie des BVB gewannen sie für sich. Schalkes enormes Vorschieben von Boateng brachte nicht die benötigte Präsenz. Dortmund dominierte Ball und Raum, nach gut einer halben Stunde lautete die Schussstatistik 10:1, zur Halbzeit waren es 15:2.

Grundformationen

Grundformationen

Das lag auch an der starken Spielweise des BVB in Ballbesitz gegen eine etwas unsauber wirkende, unorthodoxe Anpassung Roberto Di Matteos.

Schalke irgendwo zwischen 5-3-2, 5-2-3 und 5-2-2-1

Ich nehme es schon mal vorweg: Ich habe keine Ahnung, mit welchen Auslösern oder welchen Motiven die Schalker ihre Staffelung in der Arbeit gegen den Ball veränderten. Grundsätzlich spielten sie wieder in ihrem zentrumsorientierten 5-3-2, dieses Mal wurden die Bewegungen aber anders interpretiert. Zwar gab es die 5-3-2-Staffelungen noch – besonders ab der Schlussphase der ersten Halbzeit –, doch sehr oft stellten sie 5-2-3- und 5-2-2-1-Formationen her.

Dabei gab es unterschiedliche Arten, wie diese gebildet wurden. In einigen Situationen rückte Boateng schlichtweg aus seiner Position als linker Achter nach vorne und versuchte Oli Kirch früh zu pressen. Dieser spielte nämlich unglaublich kreativ, spielstark und fußballgottig, worauf wir aber später noch zu sprechen kommen werden. Boateng rückte also heraus und versuchte Kirch zu pressen, was aber von diesem bewusst genutzt und Boateng damit herausgelockt wurde. Hier gab es die 5-2-3-Staffelungen zu sehen.

In vielen Situationen – besonders zu Spielbeginn – standen die Schalker aber prinzipiell in einem 5-2-2-1, wo Choupo-Moting und Boateng in einer Linie und ähnlichem Abstand hinter Huntelaar im Zentrum agierten. Vermutlich wollte man damit die defensiven Halbräume besetzen, den BVB auf die Flügel schieben, dort mit den Flügelverteidigern und Halbverteidigern bei Bedarf aggressiv herausrücken sowie die Außenverteidiger in eine Pressingfalle tappen lassen. Problematisch war aber, dass die Falle zu klemmen schien. Wirkliche Balleroberungen gab es nicht, desweiteren bespielten die Schwarzgelben die geöffneten Räume hinter der ersten Pressinglinie sehr gut und konsequent.

Die Formationswechsel Schalkes schienen auch davon abzuhängen, in welche Räume sich der BVB mit den herauskippenden Sechsern orientierte. Zu Spielbeginn gingen sie oftmals in den linken Halbraum; in jener Phase spielte Choupo-Moting breiter als üblich. Später orientierten sie sich öfters in den rechten Halbraum; in jener Phase blieben sie in einer ähnlichen Formation, aber die Sturmreihe etwas enger.

Danach agierte der BVB meistens ohne zurückfallenden Sechser, Schalke agierte vorrangig im 5-3-2 mit nur situativ herausrückendem Boateng – Höger hielt sich übrigens meistens zurück beim weiträumigen Herausrücken. Inwiefern da Kausalität vorherrscht, ist aber natürlich von draußen schwer zu bewerten. Höwedes sprach aber unmittelbar nach dem Spiel davon, dass man mit zwei Sechsern und zwei Achtern/Zehnern agiert hatte.

Alles in allem hatte Schalker aber ähnliche Probleme in allen Varianten. Das wiederentdeckte Ballbesitzspiel der Dortmunder funktionierte nämlich einmal mehr sehr gut.

Dortmunds starke Offensivbewegungen, Kombinationen und natürlich Oli Kirch, Fußballgott

Neunzig Minuten lang liefen die Dortmunder Schalkes Defensive an, hatten mehr vom Ball und besetzten auch die offensiven Räume sehr gut. Dabei gab es ein paar interessante Passmuster und Spielzüge, die häufiger zu sehen waren. Das flexible Herauskippen und Abkippen der Sechser, insbesondere nach links in der Anfangsphase mit in den rechten Halbraum zurückfallenden Kagawa, fiel in der ersten Halbzeit auf. Dazu gab es auch ein sehr gutes Bewegungsspiel der Offensivspieler.

Gündogan als Verbindungsgeber kümmerte sich um den Übergang vom zweiten ins letzte Drittel, in welchem sich die vier Offensivspieler sehr gut bewegten. Mkhitaryan, Kagawa (nach der Anfangsphase), Reus und Aubameyang boten sich stark an, besetzten die zentralen Spieler von Schalke sehr gut und kombinierten auch geschickt auf engem Raum.

Im 5-2-2-1 gibt es ein paar Verantwortungsprobleme bei Schalke. Wer geht auf den Linksverteidiger? Wer kümmert sich um die zentralen Spieler bei Rotationen? Wer um den ballnahen Flügelstürmer? Und wer um den (herausgekippten) Sechser?

Im 5-2-2-1 gibt es ein paar Verantwortungsprobleme bei Schalke. Wer geht auf den Linksverteidiger? Wer kümmert sich um die zentralen Spieler bei Rotationen? Wer um den ballnahen Flügelstürmer? Und wer um den (herausgekippten) Sechser?

Auffällig war aber Mkhitaryans Einrücken, die tiefere Position Kirchs im Aufbauspiel sowie Aubameyangs Ausweichen auf den rechten Flügel. Damit lockten sie Boateng heraus, Mkhitaryan schob in die Mitte (und nahm gerne den Flügelverteidiger etwas mit), während Aubameyang aus der zentralen Position auf den rechten Flügel auswich.

Einige Male gab es dann lange, sehr stark gespielte Bälle Kirchs entlang des Flügels ins letzte Drittel, wodurch die Räume hinter Boateng und dem Flügelverteidiger gut bespielt wurden. Reus wiederum besetzte oftmals dann das Sturmzentrum und die sonst so kompakte, enge Fünferreihe Schalkes wurde zu einer auseinandergezogenen Viererreihe, garniert mit Eingliederungsproblemen des aufgerückten Flügelverteidigers.

Der linke Achter im 5-3-2 rückt heraus, Kirch lockt geschickt an, Aubameyang und Mkhitaryan bewegen sich gegenläufig.

Der linke Achter im 5-3-2 rückt heraus, Kirch lockt geschickt an, Aubameyang und Mkhitaryan bewegen sich gegenläufig.

Dazu gab es auch immer wieder neben den kleinräumigen Kombinationen und Überladungen einige lange Bälle des BVB, wo sie hinter Schalkes Abwehr oder in den Zwischenlinienraum „bolzten“, dabei aber mit guter Staffelung die Klärungsversuche der Schalker einsammelten und wieder mit dem Kombinationsspiel begannen.

Schalke fand darauf keine Lösung. Die oben angesprochenen formativen Umstellungen, die später stärker zur Seite verschiebenden Mittelstürmer, welche danach auch vermehrt die Sechser Dortmunds zu Beginn manndeckten, die weniger herausrückenden Flügelverteidiger und die generell positionsorientiertere Spielweise nach der Halbzeitpause: Allesamt wurden sie von Dortmund stark zerspielt. Nach dem 1:0 war das Spiel praktisch gelaufen.

Im 5-2-2-1 waren die Probleme nicht anders gestrickt, dazu gab es zentrale Unterzahl.

Im 5-2-2-1 waren die Probleme nicht anders gestrickt, dazu gab es zentrale Unterzahl.

Fazit

31:3 Schüsse, 13:0 aufs Tor. Diese Grafik von Michael Caley zeigt auch, dass die Abschlüsse sehr gut gewählt waren und die Schalker mit den drei Gegentoren durchaus gut bedient sind. Das 5-2-2-1 funktionierte ebenso wenig wie das 5-3-2 und alle anderen Mischvarianten, die wohl eher versehentlich dazwischen entstanden. Offensiv waren die Königsblauen nicht existent; Dortmunds Pressing und Schalkes schwache Offensivstruktur bedeuteten viele Ballverluste sowohl im Aufbau- als auch im Konterspiel. Der BVB hingegen baute sehr gut auf, spielte flexibel und fokussierte sich meist auf konstruktives Kurzpassspiel, was auch den Sieg brachte.

a_me 3. März 2015 um 16:20

Oli Kirch, Fußballgott… was hat der gute nur seine ganze Karriere getrieben, dass er wie aus dem nichts plötzlich beim BVB auftaucht und als bestenfalls Ergänzungsspieler wiederholt solche Leistungen bringen kann?

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Nick 2. März 2015 um 13:43

Und Horst Heldt stellt mal wieder die Charakterfrage:

„Wir müssen sehen, dass wir in die Spur kommen. Das ist jetzt eine Charakterfrage, wie jeder einzelne die Situation annimmt und sich der Kritik stellt“.

Vielleicht sollte er sich eher mal fragen, welchen Trainer er mit welchen Spielern kombiniert. Um sich dann weiter zu fragen, welche Motivation das System des Trainers bei Offensivleuten wie einem (leider körperlich eingeschränkten) Boateng oder einem eher sensiblen Choupo-Moting hinterlässt. Vorne braucht`s bei DiMatteo nämlich körperlich und geistig extrem robuste Typen. Bei Chelsea konnte er da aus dem vollen schöpfen, klar: Drogba! Mata! Kalou! Lampard!

Gleiches Niveau von Schalke zu verlangen, wäre vermessen, das ist auch mir klar. Aber jemand wie Gonzalo Castro oder Perisic oder André Hahn wäre schon hilfreich.

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Feierbiest 2. März 2015 um 09:24

Ich stimme in vielen Punkten überein, habe insbesondere diese Schalker Mischformationen ähnlich gesehen, bei denen es wohl schlichtweg keine Muster gab. Der Prince hatte vielmehr öfter wohl das Verlangen, mal aggressiv vorneweg gehen zu müssen, mit überschaubarem Ertrag. Was ich nur nicht verstehe: Kirch in allen Ehren, er hat auch ein tolles Spiel gemacht, aber muss man vermeintlich unterschätzte Spieler wirklich derart künstlich zum „Fussballgott“ ausschmücken? Ich weiß, dass das so ein bisschen ein Leitmotiv dieser Seite ist, bei einem Dani Baier oder spannenden Trainer wie Jemez kann ich es auch nachvollziehen, da diese öffentlich wirklich kaum gewürdigt werden, aber bei Kirch? Anders als bei Baier sind das keine konstant hervorragenden Leistungen über Monate/Jahre, die diese Akzentuierung rechtfertigen würden und bei aller Liebe, ein Schmelzer auf links hatte in besagter Partie zwar ein anderes Aufgabenprofil, war für den Erfolg der Borussia aber imho sogar entscheidender, der hat fast eines der besten Spiele seiner Karriere bestritten und findet hier kaum Beachtung.

Nochmal: Nicht als Kritik verstehen, ich wundere mich nur über die Zuneigung zu gewissen Spielern, die teilweise recht putzig zu lesen ist, teilweise aber auch einfach zu viel des Guten ist. Kirch in dieser Analyse ist ein Paradebeispiel für letztere Kategorie.

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Koom 2. März 2015 um 09:42

Ich sehe das zum einen als den Running Gag von SV.de, andererseits auch gern mal als Gegenwirkung zur öffentlichen Meinung, bzw. auch als eine Art Medienkritik. Woanders werden ja gerne so Leader und Leitwölfe oder Sich-In-Szene-Setzer wie Jermaine Jones, Kevin Prince Boateng wahnsinnig in ihrer Spielstärke und Wichtigkeit für ihr Team überhöht, während eher ruhige Arbeiter, die ihren Job wirklich klasse machen (wie Baier, Kirch, Park etc.) komplett untergehen. Einfach, weil sie nie negativ auffallen, weil sie in Bereichen „arbeiten“, wo die Medien nicht hinschauen und damit einfach nicht wahrgenommen werden.

Ich finde es deswegen sehr schön, dass diese wahren stillen Helden des Fußballs zumindest hier geehrt werden.

Als Gedankenspiel: Wie würde eigentliche eine SV.de-Stille-Helden-Elf (der Bundesliga) zum einen ausschauen, zum anderen: würde das funktionieren? Spontan fallen mir als Namen Oliver Kirch, Joo-Ho Park, Daniel Baier, Julian Baumgartlinger, Marcel Schmelzer, Ja-Cheol Koo… offensiv hats da wenige Namen? Gibts in der Bundesliga eigentlich unbesungene Offensivhelden?

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HK 2. März 2015 um 10:12

Ich kann Feierbiest da im Grunde schon zustimmen. Es mag sein. dass das teilweise als Running Gag gemeint ist. Teilweise ist das imo aber wahrscheinlich ernst gemeint.
Es kommt dabei für mich immer auf den Kontext an, in dem man das bringt. RM z.B. hat einen etwas skurrilen Humor, der mir meistens gut gefällt und wo man dann auch das Augenzwinkern quasi mitlesen kann.
Bei anderen Autoren hat man dann eher den Eindruck, das ist genau so gewollt. Und dann finde ich das Herumwerfen mit Superlativen für tatsächlich/vermeintliche/ über -unterschätzte Durchschnittsspieler, -trainer oder – mannschaften etwas mühsam zu lesen und einzuschätzen.

Manchmal wäre weniger hier mehr und würde nicht so den Eindruck von hipstriger Besserwissserei vermitteln.

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Koom 2. März 2015 um 11:37

Das das ein gutes Stück weit ernst gemeint ist, will ich doch hoffen. Mir persönlich passt das so. Ich stehe eh auf die Verehrung von Underdogs, auch und gerade deswegen bin ich gerne auf SV.de (auch wenn das Bayern-Guardiola-Alles-Toll-Gschmarri mir schon oft zuviel ist – aber man kanns ja auch ignorieren).

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Feierbiest 2. März 2015 um 10:26

Deswegen sage ich ja: Leitmotiv. Finde ich auch gut und richtig, dass man der „die haben Eier“-Diskussion mit den erwähnten Hauptdarstellern in der landläufigen Meinung hier ein Gegengewicht gibt, dafür sorgt allein schon der sehr gelungene Adventskalender. Man kann das gerne auch in den Spielanalysen ein-, zweimal erwähnen, aber Kirch in jedem Schema als „Fussballgott“ zu titulieren und seine Rolle dann entsprechend auszuschmücken, ist mir wie gesagt einfach „too much“. Das ist sicher Geschmackssache, keine Frage, aber irgendwie haben diese permanenten Elogen dann auch etwas Satirisches/Persiflierendes, denn dann fragt sich der geneigte Leser natürlich irgendwann schon, warum Klopp den nicht immer spielen lässt, wenn er schon so genial ist. Kann ja nicht daran liegen, dass es für den BVB sonst zu leicht wird, v.a. nicht nach dieser bisherigen Saison.

Ich will das jetzt aber auch nicht ins Generalkritische abdriften lassen, sondern wollte dem Artikel eben nur mein Feedback geben, und da fällt mir eben diese extreme Glorifizierung von Kirch negativ auf.

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datschge 2. März 2015 um 17:37

Eben weil Klopp Kirch aus unergründlichen Gründen so selten (bzw. jetzt nur wegen Personalmangel) spielen lässt, wirkt der Lob jetzt überhöht. MMn müsste Kirch eigentlich an Stelle von Sahin (dessen Abkippen in Bewegung und Timing immer noch so grottig sind wie in der letzten Rückrunde) einen Stammplatz sicher haben.

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FAB 2. März 2015 um 11:43

Ich plädiere für die Aufnahme von Alex Meier in die „SV.de-Stille-Helden-Elf (der Bundesliga)“!

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mfceo 2. März 2015 um 12:30

kirch ist eben ein ganz spezieller fall und ein sehr anschauliches beispiel , weßhalb klopp erfolgreicher ist, als die meisten anderen coaches (kacksaison hin oder her). die ersten knapp 10 jahre seiner profilaufbahn galt kirch als spieler mit maximal besserem zweitliga-niveau und fast alle haben den wechsel zum bvb belächelt. allerdings erkannte klopp seine stärken im antizipieren bzw. erkennen/deuten von räumen, in seinem zweikampfverhalten und seine abgeklärtheit im passspiel und vermochte ihn so einzusetzen, dass diese stärke viel mehr zum tragen kamen, als seine sehr wohl vorhandenen schwächen. ein fast dreißig jähriger, bisweilen kaum gut genug für die erste liga und weitestgehend unbekannt dominiert nach 1,5 jahren jahren unter klopp real madrid als allein-sechser, führt den bvb zu siegen gegen bayern und manchester city etc. und das mit eigentlich recht überschaubaren (oder zumindest jahrelang unentdeckten) fußballerischen talent. es war unendlich schade, dass er in der hinrunde ausfiel. er hätte die verletzungen von gündogan, sahin und bender sicher um einiges weniger schmerzhaft gemacht!

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LVG 2. März 2015 um 23:02

Glaubst du echt das Klopp das gesehen hat respektive sieht und ich meine das jetzt weiter gedacht als das hat alles sein Co Trainer gesehen aber klopp hat in der Saisonvorbereitung Kirch nicht als Solo Sechser gesehen sondern als Achter im 4-3-3 mit Micki und meistens Kehl ich glaube nicht das Kirch von Klopp richtig eingeschätz wird und das das Madrid Spiel vielleicht doch eher die Ausnahme war und Kirch zu loben ist doch ok das mag geschmacksache sein aber meiner Meinung wurde Schmelzer auch von der SV schon verteidigt und immerhin war/ist er Nationalspieler und in der Mainstream Berichterstattung über die vermeintliche Sicht eines BVB-Fans ist er doch der Spieler der Dede verdrängt hat also finde ich es ok wenn mann Kirch würdigt.

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mfceo 2. März 2015 um 23:33

wie wäre es mit ein paar satzzeichen? keine ahnung was dein post bedeuten soll, was du schriebst ergibt für mich jedenfalls null sinn. weder sprachlich noch vom inhalt her, sorry.

das real-spiel nochmal zum nachlesen: http://spielverlagerung.de/2014/04/09/borussia-dortmund-real-madrid-20/
„…….im Anschluss an obige Szene: Modrics Optionen sind alle zugestellt, Kirch kontrolliert den SECHSERRAUM ALLEINE.“

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FAB 2. März 2015 um 23:42

Also ich finde Kirchs Leistung wird jetzt auch ein bißchen übertrieben. Er hat in der ersten Halbzeit schon auch mal den einen oder anderen Ball versemmelt, eine Halbfeldflanke geschlagen, die normalerweise auf SV stark kritisiert wird usw. Man könnte auch sagen, dass er aus seinem Freiraum (von Fuchs und Boateng gab es auf seiner Seite so gut wie keine Gegenwehr) eher wenig gemacht hat. Dennoch: es war ein solider, selbstbewusster Auftritt, nicht mehr nicht weniger

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C.H. 2. März 2015 um 14:48

Die Überhöhung bestimmter Spieler hier ist nur der Ausgleich für das Ausmaß an Unterschätztheit und Ignoranz anderorten …

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Kny 1. März 2015 um 11:49

Ich war wirklich enttäuscht und schockiert vom Spiel meines S04.
Als ich jetzt aber nochmal die Namen in den Aufstellungen gelesen habe, ist es irgendwie verständlich. Eine variable Formation mit absoluten Top-Spielern (bis auf Schmelzer) trifft auf eine uninspirierte Beton-Formation mit Holzfüßen. Eine Offensive mit Mchitarian, Aubameyang, Kagawa und dahinter Gündogan und Sahin darf durchaus gefürchtet werden. Bei uns dagegen Neustädter, Boateng, Aogo, Fuchs wieder bodenlos. Und dann kontern mit dem langsamen Huntelaar und Choupo ohne Mitspieler.
Die einzige Spannung bei dieser Konstellation kam dadurch auf, ob die Dortmunder Stars wieder in Normalform sind oder nicht. Sie waren, und das folgerichtige Ergebnis hat man gesehen.

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Kny 1. März 2015 um 11:50

hab Reus vergessen. Geschenkt 🙂

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Marcel 1. März 2015 um 18:37

Echt enttäuschend finde ich auch immer Boateng. Woran liegt es , dass der nix reißt? Ist er überschätzt oder passt das Schalker nicht zu ihm. Wenigstens hat RDM gemerkt , dass er peinlich vorgeführt wurde. Das war ja quasi mit Ankündigung. Berechenbarkeit ist eine Falle! Siehe Hinrunde BVB! Klar fehlen denen offensive Schlüsselspieler, aber die Schalker haben viele Talente. Sollen sie mutig sein und diese einbauen!

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Marcel 1. März 2015 um 18:37

..“ Schalker Spiel“

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Kny 2. März 2015 um 09:07

Ich glaube nicht, dass es speziell am Schalker Spiel liegt, dass Boateng so in der Luft hängt. Vielmehr scheint er ein prinzipielles Problem mit den Erfordernissen des modernen Fußballs zu haben. Mit massiven Kniebeschwerden und Zigarette im Mund läuft man eben nicht mal so eben 10-12 km. Deshalb scheint er lethargisch, faul, und auch im Antritt zu langsam für die Bundesliga zu sein. In Italien (Pirlo, di Natale) fällt das anscheinend nicht so auf. Trotz allem hat er natürlich eine fantastische Technik und setzt seinen Körper großartig ein. Auf einem Spielfeld mit den Maßen eines Bolzplatzes wäre er wahrscheinlich tatsächlich der „Prinz“. Aber auf solchen Plätzen spielt man in der Bundesliga leider nicht. Auf dem Großspielfeld wirkt Boateng etwas verloren. Ihm dafür etwa 8 Mio. Euro im Jahr zu zahlen, ist ein weiterer grober Fehler auf einer langen Liste, die Horst Heldt mittlerweile verbockt hat. Vielleicht finden wir ja noch einen Abnehmer für ihn, der müsste aber erstmal sein fürstliches Gehalt zahlen und die Ablöse wird wohl nicht ansatzweise an die 11 oder 12 Mio. herankommen, die wir für ihn gezahlt haben. Aber im überteuert Kaufen und Werteverbrennen war Horst Heldt ja immer groß, man denke nur an Szalai (8 Mio…)

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Marcel 2. März 2015 um 12:08

Ich mag Heldt ja auch nicht! … übrigens nicht nur , weil er für Schalke arbeitet 😉 Ich bin da nicht so verbissen und gucke mir gerne auch Fußball von anderen Teams als dem BVB, finde aber die Entwicklung bei Schalke ernüchternd. Das ist so dermaßen ergebnisorientiert, dass sehr wenig Fußball gespielt wird. Schaut man sich den Kader und die Verletzungsliste an, wird einem z.T. auch klar, warum dem so ist. Die 8 Mio habe ich auch gelesen..ob die Stimmen? Wie auch immer, zeichnet es sich schon länger ab, dass Boateng die Schalker offensive nicht alleine wird tragen können. Wenn Spieler ihren Vertrag unter der Prämisse verlängern, dass neue Spiele verpflichtet werden müssen und dies auch noch öffentlich bekennen, finde ich , lässt das tief Blicken. Schalke ist verschuldet, hatte, soweit ich weiß, den 2. teuersten Kader der Liga in der letzten Saison und muss immer um die CL bangen. Eine Strategie, wie man dem entgegnen will zeichnet sich aber nicht ab, obwohl das ja allen klar ist. Komische Sache. Die Art von Fußball reicht bis zu einer ganz bestimmten Grenze , denke ich, der formulierte Anspruch geht aber darüber hinaus.

Marcel 2. März 2015 um 12:17

Das Heldt dann nach dem Spiel mit Charakterfrage kam , fand ich auch völlig deplaziert. Als wenn die Schalker Spieler sich freiwillig im Derby aus dem Stadion ballern lassen. Die einen hatten einen guten Tag ,die anderen einen sehr schlechten. Aber das Korsett in dass das Team geschnürrt wurde, lässt auch nicht viel kreative Spielentwicklung zu. Ich denke, dass ist der Punkt. RDM hat´s ja im Grunde auf Konferenz so gesagt. Ich fand , dass sehr anständig von ihm.

Kny 2. März 2015 um 13:03

Ach, das war doch nur wieder eine dieser hohlen Heldt-Phrasen, die allein logisch überhaupt keinen Sinn machen. Es ist doch, wie du (Marcel) sagst: Wie wahrscheinlich ist ein „Komplettausfall“ von mehreren Spielern aus heiterem Himmel an einem bestimmten Tag? Statt die Taktik da einfach auszuklammern („Da muss man nicht über Taktik reden“), drängt sich gerade doch die Taktik als einzige alle Spieler einer Mannschaft verbindende gemeinsame Kausalität auf. Eine ernst gemeinte Ursachenforschung nach kollektivem Versagen großer Mannschaftsteile lässt meiner Meinung nach nur zwei Schlüsse zu:
1) Die Qualität der Spieler hat nicht gestimmt (Verantwortungsbereich Heldt). Auch mit einigen Verletzten darf man von einem Konkurrenten aus derselben Spielklasse nicht derart vorgeführt werden.
2) Die Taktik hat versagt. Bei zuvor 4 Toren in 7 Spielen auch ein heißer Tipp. Die erduselten Punkte konnte man aufgrund der Art, wie sie zustande kamen, keinesfalls zu einem Trend extrapolieren. (Aufgabenbereich di Matteo).
3) Die feisten Millionäre haben aufgrund charakterlicher Defizite versagt.
Was davon am wahrscheinlichsten zutrifft, kann man ja mal schauen.

FAB 2. März 2015 um 13:31

Charakterfrage … es ist immer auch eine Frage des Anspruchs und der Ausrichtung. Bei Schalke kann man sich seit Jahren nicht entscheiden zwischen Schöngeistigem (Schalker Kreisel, Raul, Max Meyer) und den Eurofightern mit den Kampfschweinen (Magath als Trainer, Boateng als Spieler), dazu wird gerne mal geklotzt (vielleicht wird sogar noch ein Khedira geholt), man kann es sich ja leisten, Schulden scheissegal (soll halt jeder noch 1000 Euro spenden), immer mit hohem Anspruch, alles unter Meisterschaft ist eh nix …
Da ist es glaube ich sehr schwierig in dieser Atmosphäre etwas aufzubauen. Wenn diese Saison in die Hose geht (kein CL PLatz) wird man wohl Heldt und vielleicht sogar di Matteo wieder abschießen. Schade, Schalke hat eine unglaublich gute Jugendarbeit, viele Spieler mit sehr viel Potential, aber sie bekommen es nicht gebacken. Wenn man sich einen Draxler anschaut, wie er seit 3 Jahren sein Talent verschleudert, scheint dieses Klima auch ansteckend zu sein. Großes Selbstbewusstsein (um nicht zu sagen große Klappe), aber dann entwickelt sich einfach nichts. Bei Schalke ist fast nie etwas Gruppentaktisches zu sehen, jeder scheint auf sich alleine gestellt zu sein. Auch wenn di Matteo den Schalkern Positionstreue und Disziplin einbläut (gabs mit Magath doch schon), wie gehts dann weiter? Wie kann sich Schalke kreativ weiterentwickeln? Zu dieser Frage hat bisher kein Trainer eine Antwort gefunden und bei dem armen di Matteo stellt sie sich jetzt schon nach wenigen Monaten … das kann eigentlich nicht gut gehen …! Aus meiner Sicht ist bei Schalke weniger mehr (auch wenn Keller als Trainer sicherlich zu „wenig“ war, ich meine damit als Trainertyp), aber bitte mal 3-4 Jahre keinen Raul, Boateng, Khedira usw oder ehemaligen CL Gewinner wie Di Matteo oder einen Patriarchen wie Magath. Einfach mal einen Trainertyp wie Hecking, Weinzierl – geduldiges, ruhiges Arbeiten ohne Starallüren, nichts Besonderes wollen, sondern dem Ganzen die Zeit geben die es eben braucht …


Heiner 1. März 2015 um 03:20

Di Matteo ist so ein unfassbar schlechter Trainer, diese Formation ist völliger Blödsinn.
Quasi keine Zuteilungen möglich, keine Breite, hauptsache hinten 5 Mann auf einer Linie.
Das hat rein gar nichts mehr mit Schalke zu tun, einfach nur erbärmlich

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MR 1. März 2015 um 21:25

Ich denke, diese Formation ist eine wie jede andere mit Vor- und Nachteilen. Dortmund nahm die Nachteile außeinander (wie sie das früher auch schon gegen diverse 4-4-2- und 4-2-3-1-Teams machten).

Vor Real hat Schalke in dieser Formation 3 Gegentore in 6 Spielen bekommen.

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FAB 2. März 2015 um 15:43

Das Schalke in den 6 Spielen der Rückrunde erst 4 Tore geschossen hat, ist dann sozusagen der Nachteil …

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ES 2. März 2015 um 19:10

Darf man hier fairerweise anmerken, dass die Gegner in den ersten 6 Spielen nicht von Pappe waren: Hannover, Gladbach, Bayern, Bremen, Frankfurt auswärts und jetzt ein wiedererstarkter BVB. Bei der Klientel ist bei einer Neuformation eine defensivere Ausrichtung erst mal nicht völlig verfehlt, zumal wenn Key-Personal in der Offensive fehlt. Zudem: Ein zu kleiner und körperlich noch ein bisschen unrobuster Torwart kostet ein paar Punkte gegen Bremen bzw. in Frankfurt. Im Offensivspiel waren insbesondere gegen Frankfurt in der ersten HZ strukturell positive Ansätze zu verzeichnen. Gegen den BVB war das erste Spiel der Rückrunde, bei dem durchweg schlecht gespielt wurde – was, wie hier im Detail beschrieben, auch sehr stark am Gegner lag. Natürlich bin ich ebenfalls sehr enttäuscht. Und würde mir in einigen Punkten eine schnellere und bessere Entwicklung der Mannschaft unter RDM wünschen (namentlich: sicherere Ballzirkulation, eigenes Spiel durch die Mitte, ansehnliche Pressingkonzepte, Variabilität in der Taktik). Ich kann mich andererseits nicht erinnern, dass gegen Dieter Hecking ein Shit-Storm losging, als es in den ersten beiden Wolfsburger Jahren ebenfalls teilweise deftige Niederlagen bei zum Teil desolaten Leistungen (z.B. gegen eben Schalke) gegeben hat. Er hat seine Zeit bekommen, und die aktuelle Entwicklung gibt ihm recht.

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ES 2. März 2015 um 19:22

Den letzten Satz, den Hecking-Vergleich-Kommentar, ziehe ich zurück. Ist unsachlicher Blödsinn. Sorry.

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Martin01 1. März 2015 um 03:14

In HZ1 sah die Formation bei Dortmund in der Abwehr phasenweise wie eine Dreierkette aus (in Ballbesitz, im Aufbau), da Schmelzer sehr sehr weit nach vorne schob und dann ein 6er nach links abkippte, aber nicht so tief.
Was mir auch noch auffiel und ich euch frage: wie denkt ihr sah Kirch’s (RAV) taktische Ausrichtung aus?
Er stand anfangs teilweise mit Subotic und Hummels auf einer Linie und schob selten richtig vor.
Szene im Spiel: Heno bekommt im Zentrum den Ball und lässt nach außen in den freinen Raum, eigentlichen Laufweg des RAV prallen (sicherlich etwas zu weit nach vorne), jedoch stand Kirch noch sehr tief und es hatte den anschein als hätte Kirch diesen Raum ohne diesen Pass garnicht dynamisch angelaufen?

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blub 1. März 2015 um 01:26

Hummels heute im (kurz)Interview:
Heute war so ein Spiel, da können alle glücklich sein: Wir, weil wir so gut gespielt und gewonnen haben und Schalke weil’s nur 3 waren.
—-
Wie recht er hat. Ein bisschen weniger BVB-like in der ersten Hälfte und man erzeugt ein Bayern-HSV ähnliches Ergebnis.

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king_cesc 28. Februar 2015 um 23:27

https://twitter.com/Burrinho4/status/563809301102616576

Tolle Vorhersage 😀

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Flo 28. Februar 2015 um 23:15

Klopp hatte auf der PK vor dem Spiel extra betont, dass man ausnahmsweise mal vorher wüsste, wie der Gegner spielen wird. Und schon wird selbiger komplett auseinandergenommen. Bin immer noch begeistert von diesem Spiel.

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Flo 28. Februar 2015 um 23:54

Wenn die komplette Rückrunde so läuft wie die ersten sechs Spieltage, dann wird der BVB Fünfter! 🙂

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SK 1. März 2015 um 19:44

Fünfter wäre aber genau doof …

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Flo 1. März 2015 um 21:28

Bremen wäre Vierter, ich rechne nach dem nächsten Spieltag nochmal 😉

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Isco 28. Februar 2015 um 21:35

Also mir kommt Schalke in der Analyse sogar noch zu gut weg; dass das heute SO klar ausging lag nur zum Teil an der starken Leistung des BVB, aber Schalkes Leistung hatte da auch einen großen Anteil.
Wie man mit einer 5-3 bzw. 5-2 Staffelung hinten so große Lücken haben kann ist mir einfach ein Rätsel. In der CL haben sie sich ja nicht so schlecht präsentiert, aber wenn sie in Madrid so spielen wie heute, dann ist der Endstand von heute schon nach 30 Minuten auf der Anzeigentafel.
Zum Auslöser für die Veränderung der Staffelung: Ich würde da jetzt nicht unbedingt Vorgaben des Trainers vermuten, mir kam es dafür zu zufällig vor. Ich glaube einfach Boateng hat gesehen, wie sie da immer enger Eingeschnürt wurden und wollte praktisch im Alleingang für Entlastung sorgen; taktischpsychologisch würdet ihr es wohl nennen 🙂

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Willibert 2. März 2015 um 17:18

Also Boateng, der neue Jermaine Jones. Den waren wir doch gottseidank endlich los…..

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Bernhard 28. Februar 2015 um 20:44

Hm, ein wenig unfair sind diese Grafiken schon. Daniel Baier wurde in einer Grafik deinerseits noch nie als Fußballgott beschrieben. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern.

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RM 28. Februar 2015 um 20:47

Zu Unrecht! Daniel Baier, Fußballgott.

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Bernhard 28. Februar 2015 um 21:31

Meine Rede. Dein Video auf youtube zu Daniel Baier is dafür ziemlich leiwand.

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ES 28. Februar 2015 um 19:27

Ohne die großartige Leistung von BVB schmälern zu wollen: Das war das mit Abstand Schlechteste, was ich von Schalke unter RDM gesehen habe. Man konnte bisher über den einen oder anderen Spielplan streiten (z.B. gegen Bayern nach der roten Karte), aber hier war ja gar kein Plan vorhanden. Zum Beispiel bei Balleroberungen: Es war ja so, als hätte Schalke noch nie gehört, dass BVB Gegenpressing spielt, d.h. die Bälle wurden direkt wieder abgegeben. 67% angekommene Pässe, der beste Läufer (Aogo) unter 11km (wahrscheinlich, wie sie nicht wussten, wo sie hinlaufen sollten). Keine Bindung zwischen den Mnnschaftsteilen. das war schlimmster Rückfall in Keller-Zeiten.

Das Tor fiel übrigens zu einer kurzen Phase, als es für einen Moment so aussah als ob dem Gastgeber die Ideen ausgingen, und Schalke das Spiel etwas in den Griff zu bekommen schien, was auch mit der Einwechselung von Barnetta für Boateng zusammenhing, wodurch etwas mehr Struktur ins Spiel kam. Aber insgesamt wäre natürlich alles andere als ein niedrigeres Ergebnis nur ungerecht gewesen.

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rodeoclown 28. Februar 2015 um 19:21

Gute und schnelle Analyse, danke! Wahnsinnsspiel von Dortmund. Ein Spiel, welches mich als eigentlich neutralen Beobachter gleich dreimal zum Lachen gebracht hat. Einmal ein angetäuschtes Eindrehen vom Fußballgott, bevor er doch die Linie entlang geht, was den anlaufenden Boateng aber so durcheinanderbrachte, dass er nur mit Mühe auf den Beinen bleiben konnte. Dann der Maskenjubel und schließlich noch der wohl am längsten angekündigste Torwartfehler der Bundesligageschichte.

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blub 28. Februar 2015 um 19:15

Dieser Kagawa überrascht mich immer wieder: wie so ein kleiner Mann so einen großen Raum besetzen kann.

Ein fantastisches Spiel von Dortmund. Hoffentlich bleibts so.

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Marcel 28. Februar 2015 um 19:00

„Fußballgott“…ich habe den Artikel noch nicht gelesen, aber ja, er ist ein unglaublicher Gewinn für´s Spiel. Auch als er RV! Er kann sich ins Aufbau Spiel ganz anders einschalten, als beispielsweise ein Piszczek oder Schmelzer! Scheinbar meint es der Verletzungsgott dieses wohlwollend
mit den Dortmundern…

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schmellkreutz 28. Februar 2015 um 20:11

Sorry, aber gerade in den letzten Spielen finde ich schon, dass man auch Schmelzers Fähigkeiten im Spielaufbau gesehen hat. Er ist vielleicht eher der Mitspieler als der Ankurbler, aber seit der BvB wieder versucht konstruktiv aufzubauen, kann auch Schmelle mehr zum Spiel beitragen. Olli Kirch hat hier eine andere Anlage, deswegen hinken Vergleiche etwas.
Aber stark war es natürlich schon was unser Außenverteidiger abgeliefert hat. Aber wie gesagt, ich denke das gilt auch für den anderen AV. Andererseits sind heute sowieso wenige Spieler des BvB negativ aufgefallen…

Danke auch für die tolle Analyse und die Grafiken! Die Grafiken sind immer ein Highlight ;).

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Marcel 28. Februar 2015 um 21:11

Ich will die Leistung keines eines Schmelzers und Piszczek keinesfalls schmälern. Aber im Hinblick auf die ganz, ganz, ganz erbärmliche Hinrude, bin ich über jeden Mann froh, der gutes Aufbauspiel betreibt. Kirch , so hat man den Eindruck, wird da immer unterschätzt. Mich freut es einfach, dass so ein Typ sein können auch auf der Position einzusetzen weiß. Im übrigen aus der Not geboren, erschien die Idee ihn als RV einzusetzen auch skurril, aber das sah jetzt 2 mal echt gut bei ihm aus, wie ich finde,

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Adrian 28. Februar 2015 um 23:07

Kirch wurde 2012 vom BVB als RV-Backup verpflichtet.

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flowrider 28. Februar 2015 um 23:22

Naja, so skurril war das jetzt auch nicht. Kirch wurde ja ursprünglich sogar als RV verpflichtet. Außerdem gabs auch keine wirklich Alternative mehr.

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Marcel 1. März 2015 um 02:44

Mir fallen gerade vier Namen ein, die alle schon auf der Position gespielt haben. Alle nicht fit oder verletzt. Auch wenn die Idee mit Kirch auf der Position mal existiert hat, sie ist sicher nicht aktuell gewesen. Soweit ich weiß, war er eigentlich ein klassischer 6er. Das BVB Verletzungspech ist schon bemerkenswert zielgerichtet. Wenn aus purer Not gehandelt werden muss und dadurch Kirch wieder in die Mannschaft kommt und zudem auch noch gut auftritt, dann kann man so eine Situation schon als skurril bezeichnen. Wenn Klopp demnächst erzählt, dass er das eigentlich schon länger so im Kopf hatte, nehme ich´s gerne zurück!

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RM 1. März 2015 um 03:20

Kirch spielte doch bei Kaiserslautern vor seiner Verpflichtung Stamm als Rechtsverteidiger, nicht?

Hippocrat 1. März 2015 um 09:07

@RM: Nein, zumindest wenn transfermarkt richtig liegt – in den beiden Saisons bei KLautern 23xDM, 17xRM, 6xZM, 1xLM und 10xRV – gerade in der letzten Saison nur 1xRV. Zuvor in Bielefeld auch hauptsächlich RM, LM, OM und ZM

Cheers

RM 1. März 2015 um 11:17

Ah, dann hatte ich das falsch im Kopf.

Daniel 1. März 2015 um 09:10

RdM wirklich grotesk im in-game-coaching. Vermutlich wurde Kirch nicht richtig gescoutet und ein 32- jähriger Aushilfsrechtsverteiger einfach als Schwachstelle identifiziert. Boatengs Ausflüge waren sicherlich von ihm so gewollt.
Aber wenn ich nach einer halben Stunde sehe, dass die eigentliche Schwachstelle aus diesen Aktionen sogar noch erhebliche Vorteile zieht und wenn der Spieler selbst nicht clever genug ist, diese Aktionen zu beschränken, dann ordere ich den doch wieder zurück. Aber Boteng musste dieses völlig absurde Pseudopressing 75 Minuten lang durchspielen.

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em es 28. Februar 2015 um 20:14

Sehe ich ganz genauso
Hoffentlich darf er da weiter spielen

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Euler 28. Februar 2015 um 21:57

Verletzungspech bleibt Verletzungspech. Der Fußballgott ist ein hervorragender Spieler aber es hat schon seine Gründe das er normalerweise nicht als Rechtsverteidiger aufläuft. Gegen defensiv ausgerichtete Schalker war er sehr gut. Wie sieht es gegen einen offensiveren Gegner aus?

Es freut mich aber für ihn sehr das er ein gutes Spiel abgeliefert hat. Vielleicht nimmt das auch den Vertretern des Jugendwahn ein wenig den Wind aus den Segeln.

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Schorsch 28. Februar 2015 um 23:48

Ist schon richtig. Die ursprüngliche Idee, Kirch zum RAV umzuschulen und somit eine Alternative zum (ebenfalls umgeschulten) Piszczek zu haben, wurde wohl auch wegen einiger defensiver Defizite aufgegeben. Vielleicht zu früh, ich weiß es nicht. Möglicherweise lag es am bereits ‚fortgeschrittenen‘ Alter. Aber Alter schützt vor Klasse nicht… Womit wir beim großen Fußballphilosophen Otto Rehhagel wären… 😉

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