Borussia Dortmund – Eintracht Frankfurt 3:0

Die in den letzten Wochen etwas kritisierten Dortmunder empfingen Eintracht Frankfurt in ihrem Stadion. Es sollte ein gutes Fußballspiel werden, welches die Dortmunder mit viel Kampf und Geschick für sich entschieden.

Der Beginn

Die Dortmunder starteten enorm aggressiv und intensiv. Sie bewegen sich in ihrem üblichen 4-2-3-1/4-4-2-Pressing, wobei es in der Anfangsphase einige hochinteressante Angriffspressinganordnungen im 4-1-2-3 gab. Dort orientierte sich Kuba mit Ilkay Gündogan auf den Halbpositionen vor Sven Bender, während Mario Götze, Marco Reus und Julian Schieber pressten.

Grundformationen zu Beginn

Grundformationen zu Beginn

Diese Spielweise wurde voraussichtlich gewählt, um den zurückfallenden Sechser des Gegners zu neutralisieren. Mit den drei Stürmern konnte man die Frankfurter hervorragend pressen und hatte mit den zwei hohen Achtern auch in der Ebene dahinter viel Zugriff. Pässe auf den verbliebenen Mittelfeldspieler im Zentrum konnten verhindert werden und die Achter doppelten ihn bei Bedarf. Auch auf die Außen konnten sie schnell verschieben, während Bender in der Mitte sicherte.

Womöglich war es deswegen, wieso mit Bender und Gündogan zwei „Jäger“ aufliefen; also Mittelfeldspieler, die in der Defensive enorm über Laufarbeit, Aggressivität und Pressingbewegungen kommen. Allerdings muss auch gesagt werden, es könnte sich schlicht um Zufall handeln.

Denn einerseits gab es nach der frühen Führung diese Anordnungen nicht mehr, andererseits könnten auch die generierten Stellungen bis zur Führung situativ erzeugt worden sein; obwohl dies nicht so wirkte.

Nach den beiden Toren von Marco Reus, wobei insbesondere der erste aufgrund des wundervollen Passes Götzes sehenswert war, schien das Spiel gelaufen. Dortmund stellte endgültig auf ihre Standardspielweise um und wechselte zwischen geduldigem, aufrückenden Ballbesitz und schnellen Kontern.

Die Rollenverteilung in der Offensive

In der Offensive bewegten sich die Dortmunder ebenfalls interessant. Götze bewegte sich in alle Richtungen, war im Angriffsspiel viel in den Halbräumen und auf den Außen unterwegs, während er im Spielaufbau meistens zurückfiel. Die Außenstürmer zogen nach innen, wobei Kuba meist im rechten Halbraum verblieb, Reus aber zentral ging.

Schieber wich nämlich immer wieder auf den linken Flügel aus und versuchte Räume zu kreieren. Die Dortmunder hatten offensichtlich das Ziel, dass sie durch viel Bewegung Lücken öffnen und diese mit Schnellangriffen nutzen wollten; was ja in gewisser Weise auch klappte. Außerdem konnte Schieber dann auf der Seite als Referenzpunkt Bälle behaupten, die ihm von der Abwehr aus zugespielt wurden.

Dortmund in Unterzahl

Dortmund in Unterzahl

Ein weiterer Punkt war die Folgebewegung von Götze und Reus, die dann wiederum situativ nach links gingen und Schieber dann in die Mitte drückten. Seine Rückkehr in die Mitte öffnete abermals Räume und sollte Götze Raum kreieren. Kuba und Schieber waren die Raumöffner, Götze der Spielgestalter und Reus mehr denn je Stürmer. Dennoch war die Partie Schiebers glücklos, denn nach knapp einer halben Stunde musste er den Platz verlassen.

Schiebers Platzverweis und die Auswirkungen

Seine zweite gelbe Karte veränderte das Spiel grundlegend. Allerdings sei dazu gesagt, dass die Frankfurter nicht erst nach der Roten besser wurden. Bereits in den Minuten zuvor fanden die Frankfurter besser ins Spiel. Sie fanden die nötigen Passmuster und bespielten insbesondere die Räume, die durch das schnelle und sehr frühzeitige Herauslaufen der Dortmunder entstanden. Beim zweiten Treffer, wo Hummels als Innenverteidiger einen Pass im Mittelfeld unterbrach, war dies von Vorteil, doch mit der Zeit und dem geringeren Druck vorne beachtete Frankfurt diese Bewegungen bei der Passabgabe stärker.

Mit dem Platzverweis verstärkte sich dieser Effekt und Frankfurt schien die besten Voraussetzungen zu haben, um vielleicht doch noch heranzukommen. Dies scheiterte aber an mehreren Aspekten. Punkt eins war natürlich, dass die Dortmunder sich, speziell nach der Pause, gut anpassten. Sie stellten sich keineswegs hinten rein, sondern orientierten sich nach vorne.

Sie pressten nun in einem 4-3-1-1/4-4-1, denn Gündogan rückte manchmal aus der Kette heraus und ging nach vorne, um den Druck zu erhöhen. Götze spielte dann auf der anderen Seite. Im Normalfall war die defensive Grundformation natürlich zwei Viererkette mit Götze vorne, wobei die wirkliche Stärke der Dortmunder in der zweiten Halbzeit aus ihrer Mentalität und Offensive hervorging.

Ihr Vorteil war, dass sie nicht aufsteckten. Wenn Götze die flachen Pässe vorne behaupten konnte, dann kamen die Mitspieler nach und unterstützten ihn. Götze als Mittelstürmer hatte dabei den Vorteil, dass er den Ball dank seiner Technik auch gegen mehrere Gegner behaupten konnte und naturgemäß stark im Kombinationsspiel ist.

Kuba und Reus konnten dadurch weiterhin fluide spielen und starteten immer wieder mit gefährlichen Sprints in offene Räume. Auch die Mittelfeldspieler und Außenverteidiger rückten auf, wodurch Dortmund auch in hohen Zonen trotz Unterzahl den Ball behaupten konnte. Daraus entwickelte sich eine muntere Partie. Dortmund spielte höher, Bender und Gündogan tauschten situativ aus Synergieeffekten die Außen, denn Piszczek und Gündogan waren die primär aufrückenden Spieler des Mittelfelds (exklusive der Flügelstürmer natürlich).

Bitte um Feedback: Täusche ich mich oder wurde diese Stellung (oder ähnlich) bewusst 2-3mal in den ersten 7 Minuten vom BVB (mit links verschiebenden Gündogan) geschaffen?

Bitte um Feedback: Täusche ich mich oder wurde diese Stellung (oder ähnlich) bewusst 2-3mal in den ersten 7 Minuten vom BVB (mit links verschiebenden Gündogan) geschaffen?

Frankfurt hingegen bespielte die Löcher und ihre Überzahl. Sie versuchten über Meier und die Außenverteidiger nach vorne zu kommen, was insbesondere mit Schnellangriffen oder durch Ablagen Meiers klappte. Daraus entstanden aber viele Halbchancen und Flanken, denn Dortmund stand während des gegnerischen Aufbauspiels stabil und kompakt in der Mitte, hatten aber auf den Seiten ein paar freie Kanäle.

Die Entscheidung fiel aber, als Götze einmal mehr den Ball auf fast skurrile Art und Weise nach einem tollen Pass Gündogans behaupten und für Reus auflegen konnte. Direkt nach dem Tor wechselte dann Jürgen Klopp mit Kevin Großkreutz einen Stabilisator für Kuba ein, was auch einen Seitenwechsel mit Reus bedeutete.

Was machte Frankfurt so?

Es wurde schon ansatzweise erwähnt: Frankfurt hatte Chancen, aber nur wenige Hochkaräter. Viele Flanken, Angriffe über Außen und ähnliches konnten nur bedingt Gefahr erzeugen. In ihrem Pressing konnten sie Dortmunds Spiel nicht unterbinden und standen nicht kompakt in der Mitte. Als sie in Überzahl waren, blieben sie ihrem 4-2-3-1/4-4-2 offensiv wie defensiv treu, aber konnten nie Druck erzeugen. Einzig der abkippende Sechser wurde logischerweise nicht mehr praktiziert.

Einen wirklichen formativen Wechsel gab es nicht. Auch nach der Einwechslung Olivier Occeans wurde diese Spielweise in nahezu allen Facetten aufrechterhalten und nach dem Platzverweis für Inui wurde einfach mit einem 4-2-3 in der Defensive und Offensive weitergespielt, bis Armin Veh bald darauf auf das übliche 4-4-1 umstellte.

Fazit

Letztlich waren die Dortmunder  in fast allen Phasen stärker; nur in den wenigen Minuten um den Platzverweis für Schieber herum, waren sie weniger dominant. Zwar schien die Stabilität nach wie vor nicht vollends zurückgekehrt zu sein, doch man konnte die Eintracht auf die Außen zwingen und stand dann bei den meisten Hereingaben stabil. Nur einzelne Lochpässe bei Schnellangriffen waren wirklich gefährlich, aber wurden nicht verwertet – Rodes tolle Chance in der ersten Halbzeit hätte eventuell den Schalter umlegen können.

Ein interessantes Spiel mit viel Hin und Her, doch Dortmund war trotz der langen Unterzahl überlegen und geht, durchaus auch in dieser Höhe, als verdienter Sieger aus der Partie.

Westtehougs 26. Februar 2013 um 20:34

. . . .

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TaunusT 17. Februar 2013 um 19:52

@MR: Grundsätzlich richtig, keine Frage.

Wenn man allerdings bei der Rückschau auf ein Spiel nicht mal mehr etwas zum Verhalten eines Trainers sagen kann, der während des betreffenden Spiels an der Seitenlinie steht, dann weiß ich es auch nicht mehr.

Wenn das Themenfeld hier wirklich so eng gesteckt ist, dann bräuchte man beispielsweise auch keine Spielerportraits.

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knorke 18. Februar 2013 um 09:27

Es gibt hier Rubriken. Eine heisst „Spielanalysen“. Eine „Proträts“. Eine über die Kunterbunte Welt des Fussballboulevards habe ich nicht direkt gefunden.

Diesen Eintrag hier findet man übrigens auch, wenn man dem Link „Spielanalysen“ folgt…

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TaunusT 18. Februar 2013 um 09:56

Jaja, schon klar. Hatte die Leser/Schreiber hier bisher für etwas lockerer und toleranter gehalten, was die Inhalte der Beiträge angeht.

Natürlich sollte es sich hier nicht zu 90% um taktikfremde Themen drehen, aber wenn man im Rahmen der Analyse des Spiels EINMAL auf das Verhalten eines Trainers eingeht….meine Güte, so päptslich ist nichtmal der Ratzinger.

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opaoma 18. Februar 2013 um 10:41

Das Problem ist aber, dass gerade dieses Thema sehr emotionsbeladen ist und schon auf genug anderen Seiten zu ellenlangen und heftigen Diskussionen führt.

Außerdem macht es wenig Sinn, solche Themen überhaupt über das Internet zu diskutieren. Bei taktischen Fragen gibt es eine Menge Daten die wir über Fernsehen und Statistiken zur Verfügung haben. Bei der Frage nach „dem Verhalten des Trainers“ haben wir außer ein paar Gesichtszügen aus dem Spiel und meinungsbildende Interviewfetzen absolut nichts was uns zu einem Urteil jenseits der persönlichen Meinung befähigt.

Angesicht zu Angesicht macht es Sinn zu sagen: „Klopp ist aber der geilste Typ der Welt und du hast keine Ahnung wovon du redest!“, aber im Internet irgendwelchen unsichtbaren Menschen sich über persönlich Vorlieben zu streiten ist doch Käse bzw. gibt es schon genug Möglichkeiten dafür.

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wombat 18. Februar 2013 um 17:20

stimmt alles, doch stoßen die selbst ernannten wächter der tugend mit ihren hilfs-sheriff-artigen aktionen auch irgendwie sauer auf.

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GU 17. Februar 2013 um 13:54

Ich könnte mir Götze nächstes Spiel als MS ebenfalls gut vorstellen. Er bietet sich dafür geradezu an. Sehr kombinationssicher, passstark und behauptet den Ball manchmal wirklich schon fast skurril unter Druck (siehe die Situation vor dem 3:0,wobei das indivudualtechnisch hervorragende Befreien außen von Kuba vor dem Pass auf Gündogan die ganze Situation erst ermöglicht hat).
Wie dem auch sei wird Klopp mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf Reus als Spitze setzen. In diesem Fall sehe ich es wie Strafraumautist. Reus hat die notwendigen Fähigkeiten nicht im gleichen Maße wie Götze, gerade unter Bedrängnis, wenn er sich drehen muss, um sein Sichtfeld zu ändern fehlen ihm die Optionen.

Zum Thema Sturm nächste Saison. Szalai kann ich mir kaum vorstellen. Ihm fehlt die Kombinationssicherheit im Vergleich zu Lewandowski. Diouf wäre möglich. Ich sehe in Volland eine weitere Perspektive, da er sicher im Kombinationsspiel, technisch stark und sehr beweglich ist.

Ob tatsächlich auf ein 4-3-3 hingearbeitet wird ist schwer zu sagen. Möglichkeit wäre es, denn scheinbar sucht der BVB zumindest noch nach Optionen sein Pressing ohne die Kompetenz von Kagawa ähnlich effizient zu gestalten. Die Pressingformation zu Beginn des Spiels war auf jeden Fall in dieser Deutlichkeit ein Novum.

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SR 17. Februar 2013 um 09:40

Danke wie immer für die Analyse.

Frankfurts Fehler war nach dem Platzverweis von Schieber die Überzahlsituation nicht konsequent auszunutzen. Man hat einfach normal weiter gespielt und damit dem BVB weiter in die Karten gespielt.

Ich hatte eigentlich erwartet, dass die Eintracht nach der Pause mit einem wesentlich offensiver ausgerichteten System aus der Kabine kommt, also z.B. mit 3 Stürmern in einem 4-3-3 (oder gar 3-4-3), um einerseits größeren Druck auf den BVB aufzubauen und vor allem durch übermäßige Breite den kompakten BVB aufzureißen, um Lücken zu schaffen.

Stellt ein Trainer im Rückstand und nach Überzahlsituation nicht um, um diesen Vorteil wirklich auszuspielen, muss er das meiner Meinung nach auch auf seine Kappe nehmen. Hier ist Veh zu risikolos geblieben.
(Als Dortmund-Fan freut’s mich.)

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ENbe 17. Februar 2013 um 14:27

Ich denke Vehs Fehler lag darin, dass er Aigner rausnahm und keinen adäquaten Ersatz für den Flügel gebracht hat. In Überzahl muss man den Platz ausnutzen und die Kompaktheit des BVBs noch mehr außeinander ziehen. Mit Occean kam ein Strafraumstürmer..

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zack 17. Februar 2013 um 09:35

es ist fürchterlich zu sehen, wie sich klopp wirklich jedes wochenende über schiedsrichterentscheidungen beschwert.

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SR 17. Februar 2013 um 09:42

Hier geht’s um Fußballtaktik. Für alle Dinge, die nichts mit dem unmittelbaren Geschehen auf dem Fußballplatz zu tun haben, empfehle ich das kicker-Forum.

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TaunusT 17. Februar 2013 um 18:52

So, empfielst du das? Ist ja schön, aber zum Glück darf ja hier immer noch jeder seine Meinung sagen.

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MR 17. Februar 2013 um 19:10

Dennoch sollte sich jeder bemühen, seine Äußerungen auf Meinungen zu reduzieren, die auch zum Thema passen.

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René 17. Februar 2013 um 16:53

Ich weiß was du meinst. Laut Klopp war er aber gestern bei der gelben Karte für Schieber einer Meinung mit dem vierten Offiziellen. Das war bei der Einblendung erstmal nicht zu erkennen.

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Wigger 17. Februar 2013 um 03:47

Sehe ich anders. Die Tore haben eventuell den Spielverlauf verändert. Hier und heute hatte aber der Aufsteiger auswärts beim amtierenden deutschen Meister 65% Ballbesitz. War von Minute 10-70 die agierende Mannschaft. Beim Boxen zählt sowas. Im Fussball muss natürlich das Resultat stimmen,
Erfolgreich über die Breite ist man nur wenn man grundsätzlich immer die bestimmende Mannschaft ist.
Ich denke dieses zeigt eine aktuelle Schwäche von Dortmund die weniger Konstanz zeigen. Gerade aktuell. Dieses war in den Vorjahren deutlich anders. Jetzt schon mehr Gegentore als im Vorjahr, ich bin gespannt wie man sich gegen Schaktar im Heimspiel zeigen wird. Denke das wird ganz eng werden.

Wenn Rode/Lakic getroffen hätten z.B. glaube ich nicht das der BVB sich souverän aus der Situation hätte befreien können. Die SkyModeratoren haben es zur Halbzeit ja selber so empfunden das es noch spannend ist. Bei einem 2-0! zu Hause.

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opaoma 17. Februar 2013 um 05:17

Na wenn sogar die SkyModeratoren das sagen…

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AP 17. Februar 2013 um 18:58

Scheiß auf den Ballbesitz…

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knorke 18. Februar 2013 um 09:19

Hmm, Ballbesitz und % Zweikämpfe sind nett um im Fernsehen eine Geschichte zu erzählen. Entscheidend ist mehr die Chancenqualität. Da führte aus meinem Bauchgefühl her Dortmund. Zumal das Dortmunder Spiel anscheinend nicht darauf angelegt war, dominant und geduldig aufzubauen, sondern gezielt so gewählt wurde um dem Frankfurter Spiel bestmöglich entgegenzuwirken – etwas was den Dortmundern ja mehr liegt. Und dazu muss man den Gegner eben an den entscheidenden Stellen stören und auf Fehler warten (die grade in der Anfangsphsae nunmal steter Gast beim Aufbau waren).

Frankfurt hat sich nicht adequat auf das Dortmunder Spiel eingestellt (ich hätte es z.B. in der Anfangsphase risikoärmer probiert, wenn ich merke dass der Gegner mir ständig die Pässe abfängt) und darum eben weniger entscheidende Aktionen zeigen können. Sowie Rode / Lakic einen Treffer auf dem Fuß hatten, so hatten es – ebenfalls noch in den ersten 10 Minuten – ein weiteres Mal Reus und Kuba. Dieses hätte-wäre-wenn ist also brotlos.

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Hans 17. Februar 2013 um 01:08

An diesem Spiel sieht man, dass Frankfurt zwar eine herausragende Saison spielt, aber eben doch „nur“ ein Aufsteiger ist und kein Spitzenteam. Die Überzahl hätte sehr viel besser ausgenutzt werden müssen und auch ausgenutzt werden können. Im Umschalten waren die Frankfurter viel zu langsam, so dass die Dortmunder schon wieder geordnet standen, bevor die Eintracht den Ball mal über die Mittellinie gebracht hat.

Wirklich sehr stark gespielt von Dortmund.

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RB 17. Februar 2013 um 00:46

Verrückt, dass Dortmund diese zwei Spiele direkt hintereinander macht. In beiden Spielen verlieren sie jeweils ihren Stürmer, jeweils in der 31. Minute. Das eine Spiel verlieren sie 4:1, das andere Spiel gewinnen sie 3:0. Das lag natürlich hauptsächlich an den Gegnern, trotzdem wäre es spannend zu betrachten, ob sie bei diesem Spiel anders gearbeitet haben.

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MyNameIsMud 16. Februar 2013 um 22:21

Sehr schöner Artikel! Ich hoffe hier lesen mal einige Medien-„fachleute“ mit, die irgendwas von „Falscher 9“ schrieben und redeten. Dies war zu keiner Zeit der Fall!

Götze spielte ein richtig geile Spitze und es macht Spaß ihn mit Gündogan und Reus zu sehen. Gerade Tor 1 und 3 waren für mich absolute Highlights. Unglaublich wie stark Götze in der Ballbehauptung und -behandlung ist.

Man braucht sich keine Sorgen um den BVB „nach Lewandowski“ machen. 🙂

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Strafraumautist 16. Februar 2013 um 22:49

Wenn Lewa(…) wirklich geht, ist der Sahin kauf ein großer Vorgriff auf die nächste Saison, denn für ein 4-3-3, mit rotierender Offensivreihe, ist der BVB glänzend besetzt.

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MyNameIsMud 16. Februar 2013 um 22:57

4-3-3 ala Falscher 9 sehe ich deswegen nicht kommen. Mir ging es auch nicht darum, dass man irgendwas umstellen wird, sondern viel mehr, um die Qualität der Mannschaft, die auch ohne Lewandowski bereits sehr gut ist.
Der BVB wird wahrscheinlich zwei Stürmer im sommer holen (Ich rechne mit einem Abgang von Schieber) und damit weiterhin mit einer Spitze spielen.

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AP 16. Februar 2013 um 23:03

Ist doch schon längst alles klar. Pep hat ja bereits im Dezember unterschrieben und seit dem wird die „Einkaufliste“ abgearbeitet. 🙂

Ich denke aber, dass Dortmund sich trotzdem so einen Dzeko holen wird… Eine Offensive aus Kuba, Götze, Reus ist zwar spielerisch eine Augenweide aber so ein technisch starker Spieler, der Bälle behaupten kann und auch Kopfbälle beherrscht vollendet das Kunstwerk doch nur.

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Strafraumautist 17. Februar 2013 um 11:00

Von Falscher 9 habe ich ja auch – mit Absicht – nichts geschrieben. Nicht jede Flexible Auslegung einer offensiven Dreierreihe muss sich um eine solche formieren.
Die Sehnsucht nach der Falschen Neun ist eh etwas lächerliches, denn dahinter verbirgt sich der Wunsch, der Stürmer möge spielen wie Messi. Das geht aber nicht, weil er – Messi – deshalb der beste Stürmer der Welt ist, weil kein anderer Stürmer das kann,was er macht.
Das hat aber nichts damit zu tun, das ich glaube, dass der BVB nächste Saison auf ein 4-3-3 umstellen wird. Wie gesagt, nicht jeder Zentrale Spieler in einer beweglichen Dreierreihe muss versuchen, zu sein wie Messi, oder auch nur seine falsche Neun zu kopieren. Ich denke ganz einfach, dass Klopp auf dieses System umstellen wird, da der Kader es hergibt, sowohl für die 3 im Mittelfeld, als auch für die im »Sturm« stehen genug etablierte, als auch junge Spieler zur Verfügung.

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Schlicke 17. Februar 2013 um 11:53

Stimme AP und MyNameisMud vollkommen zu. Sollte Lewandowski am Ende dieser Saison gehen (und das halte ich für sehr wahrscheinlich, wird aber erst nach den beiden Spielen gegen die Bayern verkündet, also Anfang Mai), wird der BVB auf jeden Fall mindestens einen Stürmer verpflichten müssen, um sich nicht ausschließlich auf die genannte Dreierreihe zu verlassen und taktisch flexibel reagieren zu können.
Meine zwei Idealverpflichtungen aus der Bundesliga: Szalai (in einer ähnlich angelegten Rolle wie Lewa) und (vielleicht überraschend) Diouf. Zusammen mit dem oben angesprochenen 4-3-3 würde das unglaubliche taktische Möglichkeiten eröffnen.

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ENbe 16. Februar 2013 um 21:54

Klasse! Gündogans Bewegungen defensiv wie offensiv sind einfach immens wichtig geworden und es macht jedes mal mehr und mehr Spaß ihm zu zuschauen (mit Ball ja sowieso!).

Mal ab von allem taktischen ist es faszinierend was für eine abnormale Balance Götze an den Tag legt. Nicht nur vor dem Tor sondern fast in jeder Szene in der er eigentlich körperlich unterlegen ist geschweige denn überhaupt eine Chance hätte den Ball irgendwie zu verarbeiten.

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Xenon1840 16. Februar 2013 um 21:46

Kann es sein, dass das Dortmunder Spiel extrem auf Gündogan aufbaut?

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ENbe 16. Februar 2013 um 21:55

Absolut.

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Ke Cy 17. Februar 2013 um 02:21

Ich denke der große Unterschied zwischen Spielen mit und ohne Beteiligung von Gündogan liegt auch daran, dass man keinen annähernd adäquaten Ersatz für ihn im Kader hat, weil Sahin (noch) weit von ner guten Form entfernt ist und Bender/Kehl eher defensiv veranlagt sind.

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AP 16. Februar 2013 um 21:43

Starkes Dortmunder Pressing, weil die Frankfurter ihrem Stil treu bleiben.

Bevor Reus seine Buden machte, waren einige Ballverluste bereits signifikant und man konnte erahnen, dass wenn Eintracht’s IV das Spiel weiterhin so vertikal aufbauen, es auch zu solchen Chancen für die Dortmunder zwangsweise kommen muss.

Ein langer Ball auf Lakic, um Dortmund erstmal die Intensität und die Griffigkeit der ersten minuten zu nehmen, hätte evtl nicht so schnelle Gegentore bedeutet.

Schön wie Dortmunds Trainerteam sich Frankfurts Spiel zu nutze machte. Siehe letzte Grafik. Bin RM deiner Meinung. Hab das Pressing ebenso gesehen. Toller Artikel.

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PM 16. Februar 2013 um 21:53

Hast du vollkommen Recht mit, gerade Frankfurt war in der ersten Halbzeit nach einigen langen Bällen auf Meier gefährlich. Man sollte immer alle seine Mittel ausschöpfen, dass macht Dortmund ja schon länger und Bayern diese Saison auch.
Dortmund konnte dann natürlich auf die einseitige Spielweise der Frankfurter reagieren, wobei das dennoch außergewöhnlich war, denn Frankfurt ist ja gerade für diese Spielweise bekannt und auch meistens sehr erfolgreich.

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Johnny 16. Februar 2013 um 21:41

„Bitte um Feedback: Täusche ich mich oder wurde diese Stellung (oder ähnlich) bewusst 2-3mal in den ersten 7 Minuten vom BVB (mit links verschiebenden Gündogan) geschaffen?“

Habe ich auch gesehen, da waren am Anfang einige Szenen, in denen Dortmund mit drei klaren Stürmern ganz vorne gespielt und vor allem gepresst hat.
Danach war das nicht mehr zu sehen.

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RM 16. Februar 2013 um 21:48

Danke, war mir doch sicher =)

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SR 17. Februar 2013 um 09:30

Habe ich auch ähnlich so gesehen. Es scheint mir ohnehin so als würde Kloppo langfristig auf ein 4-3-3 hinarbeiten.

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Handtuch 17. Februar 2013 um 10:34

Sehe ich auch so. 4-3-3 hat Klopp ja schon gegen Ende der Hinrunde probiert.
Nächste Woche sind Lewa und Schieber gesperrt, ich bin dann mal auf Klopps Aufstellung gespannt. Ich tippe da schon wieder auf ein 4-3-3

—————-Weidenfeller—————
Piszczek-Subotic-Hummels-Schmelzer
—————–Bender——————–
——-Sahin————–Gündogan—–
Kuba———————————Reus
——————-Götze——————-

Ich verstehe nur nicht warum Klopp während der Unterzahl gegen Frankfurt den Götze in die Sturmspitze gestellt hat und nicht Reus? Deshalb tippe ich darauf, dass er es nächste Woche genauso machen wird.

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Strafraumautist 17. Februar 2013 um 11:05

@ Handtuch,
Ich würde in deiner Aufstellung die Positionen von Bender und Sahin tauschen, ansonsten sehe ich’s wie du.

Ich denke, dass Klopp Götze ins Zentrum beordert, weil dieser die Bälle im Bedrängnis besser verarbeiten kann als Reus.

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ENbe 17. Februar 2013 um 14:23

Jap, unter anderem deswegen, aber auch weil Götzes Pressing (in zentraler Position) effektiver ist als Reus‘.

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Rasengrün 17. Februar 2013 um 19:32

Und um Reus nicht seiner Stärken zu berauben, die deutlich ausgeprägter mit Blick zum Tor sind.

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Izi 18. Februar 2013 um 07:08

Wäre es möglich, dass Kloppo auf einen Barça-ähnlichen Stil hinarbeitet? Das würde Götze soweit vorne erklären… Langfristig könnte der dann zu einem falschen Neuner à la Messi werden (fände ich äußerst spannend!:-) )…
Oder spielen die Dortmunder das dann doch eher als „traditionelles“ 4-3-3?

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Garrona 18. Februar 2013 um 23:22

Und so kann man die Stärken von beiden viel besser einbinden, wenn Götze als Zentrum fungiert.

Götze ist in letzter Zeit besonders als Zielspieler für die flachen Bälle. Und Reus ist jemand der mit Tempo in frei gewordene Zone eindringen kann. Und Götze sieht meistens nur wohin sich Reus bewegt und spielt den Ball dann dahin. Beim 1:0 sieht man das perfekt – während Gündogan noch den Ball hat, sieht Götze wohin sich Reus bewegt und erwartet dann den typischen Pass von Gündogan.

Auf die gleiche Aufstellung tippe ich auch.

Bin aber dann gespannt was Dortmund gegen Bayern im Pokal aufstellen wird.

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Steffen 18. Februar 2013 um 09:40

Ab ca. 1:53 sieht man das 433-Pressing ziemlich gut 😉

http://www.youtube.com/watch?v=tHK2iL-Vko8

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PM 16. Februar 2013 um 21:17

Perverses Tempo.
Zwei Anmerkungen hätte ich da noch, und zwar gefallen mir eure Vokabulare „Jäger“ und „Sammler“ sehr gut, allerdings finde ich das Bender und insbesondere Gündogan mittlerweile beide Attribute inne haben. Kehl und Sahin sind für mich auch ganz klare „Sammler“.

Zusätzlich finde ich, du hättest Dortmunds 4-4-1 Pressing noch ein wenig mehr erläutern können, denn das wahr schlicht und ergreifend Weltklasse.
Die wenigen Halbchancen entstehen einzig durch Reus etwas zu zentrale Stellung in einigen Szenen. Wobei Schmelzer durch sein starkes Raum-Mann-Gefühl sehr viel ausbaden konnte.

Super Artikel.

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MyNameIsMud 16. Februar 2013 um 22:17

Bei Gündogan bin ich bei dir. Der kann für mich jegliche Variante im ZM spielen. Ob als Jäger oder als jmd., der sich taktisch stark in Position bringt.

Bei Bender kommt zwar auch sehr gutes Stellungsspiel dazu, aber ich sehe in ihm immer noch mehr den Jäger und weniger den Sammler.

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MR 17. Februar 2013 um 07:09

Ich denke, das ist ein zentraler Punkt in Gündogans Entwicklung, dass er diesen Aspekt immer stärker einbinden kann. Kommt der perfekten Balance immer näher.

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Handtuch 17. Februar 2013 um 10:27

Ich sehe das auch eher wie @PM. Bender besitzt auch ein sehr gutes Stellungsspiel. Mag sein, dass sein Schwerpunkt etwas mehr Richtung Vertikalspieler geht (wie bei seinem Bruder übrigens auch), aber ich sehe die Kombination Gündogan/Bender als die Zukunft beim BVB. Gerade da Gündogan der offensivst denkenede 6er im BVB Kader ist (lassen wir Leitner mal kurz außen vor) sehe ich gerne einen defensivstarken Spieler wie Bender neben ihm.

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