Real Madrid – Manchester United 1:1

Ein Fußballspiel wie auf der Playstation: Real Madrid dominiert ein technisch hochanspruchvolles Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel gegen Manchester United über weite Strecken, verpasst es jedoch, die Chancen zu verwerten.

Grundformationen erste Halbzeit.

Grundformationen erste Halbzeit.

Understatement ist bekanntlich kein Wesenszug von Real Madrids Trainer Jose Mourinho. So bezeichnete er die Partie gegen Manchester United als „das Spiel, auf das die Welt wartet“. Gewiss, es war leicht übertrieben, doch trotzdem bot das Achtelfinal-Hinspiel einige taktische Finessen. Dies begann bereits bei der Anfangsformation: Während Mourinho auf das gewohnte 4-2-3-1 setzte, ließ Sir Alex Ferguson mit einigen Personalien aufhorchen. So begann zunächst Rooney auf der rechten Seite, Welbeck auf links und Kagawa durfte im offensive Zentrum ran.

Aggressivität auf beiden Seiten

Mit dieser auf dem Papier recht offensiven Formation begann United ungewohnt aggressiv. Die ersten zehn Minuten störten beide Mannschaften den Gegner früh. Es entstand ein schnelles Spiel, das praktisch ohne Mittelfeldgeplänkel auskam. United operierte mit langen Bällen, Real kombinierte schnell über die Flügel.

Im Offensivspiel unterschieden sich beide Teams vor allem darin, wie sie die Breite des Platzes nutzten: Während Real mit den aufrückenden Außenverteidigern die Flügel nutzte, war United wesentlich zentrumslastiger – kein Wunder, schließlich fühlen sich ihre Offensivkräfte allesamt in der Mitte wohler. Uniteds Strategie war offensichtlich, das Zentrum zu überladen und dort schnelle Kombinationen mit wenig Ballkontakten aufzuziehen. Dies funktionierte jedoch nur mäßig, da Real äußerst aggressiv unterwegs war und Rooney, Kagawa und Co. im Mittelfeld zahlreiche Ballverluste erleiden mussten. Da half es auch wenig, dass die vier Offensivkräfte umtriebig waren und recht häufig die Positionen wechselten.

Real Madrid war im Angriff zwar ebenso fluid wie Manchester, die zahlreichen Positionswechsel wirkten aber improvisierter und waren daher weniger ausrechenbar. Sie wussten bereits in der Anfangsviertelstunde ihre enorme individuelle Klasse einzusetzen. Khedira sprintete dynamisch in die Spitze, Ronaldo suchte das Eins-gegen-Eins, di Maria schoss aus allen Lagen. Nach zehn Minuten hatte Real bereits fünf Torschüsse auf dem Konto.

United zieht sich zurück

Nach dieser schnellen Anfangsphase zog sich United weiter zurück. Sie unterließen das Angriffs- und Gegenpressing fast vollständig. Stattdessen zogen sie sich mit bis zu neun Mann an den eigenen Sechszehner zurück. Ihre eigenen Angriffe beschränkten sich nun auf lange Bälle in die Spitze. Ironischerweise gingen die Red Devil just in dieser Phase des stärkeren Fokus auf die Defensive in Führung. Welbeck köpfte einen Eckball ins Netz (20.).

Spätestens nach dem Gegentreffer dominierte Real Madrid das Spiel. Gegen Manchesters abwartende, tiefstehende Viererketten konnten sie das Spiel aus der Tiefe machen. Xabi Alonso und Khedira konnten sich im Mittelfeld frei entfalten, sie standen kaum unter Druck. Sie verteilten die Bälle vornehmlich in Richtung der Außen.

Ich habe vor wenigen Wochen das fehlende Pressing englischer Teams in einem überspitzten Kommentar kritisiert. Fairerweise muss ich an dieser Stelle anmerken, dass viele englische Teams dafür das „Around-the-box-defending“ sehr gut beherrschen, zu gut deutsch: Sie verteidigen stark im eigenen Strafraum und um den Strafraum herum – Chelsea, anyone?

Konkret heißt das: Die acht bis neun United-Verteidiger machten die Räume um den Sechszehner derart eng, dass selbst Filigrantechniker Özil oft nur der Pass nach hinten blieb. United schaffte es, Real Madrid sämtliche Passwege in die Spitze zuzustellen. Die vordere Viererkette stand stets leicht versetzt zur hinteren, sodass keine Lücken für Schnittstellenpässe offen blieben. Die Folge: Real verbuchte zwar zahlreiche Torschüsse, jedoch waren die meisten Abschlüsse Fernschüsse eher harmloser Natur.

Die Viererketten von United verteidigten versetzt. Dadurch schloss die vordere Mittelfeldreihe die Lücken zwischen der hinteren Viererkette. Der ballführende Spieler kann in diesem Fall keinen Schnittstellenpass spielen.

Die Viererketten von United verteidigten versetzt. Dadurch schloss die vordere Mittelfeldreihe die Lücken zwischen der hinteren Viererkette. Der ballführende Spieler kann in diesem Fall keinen Schnittstellenpass spielen.

Uniteds linke Seite und Ronaldo

Das Problem für United war in der Folge, dass Fergusons Plan, Ronaldo zu stoppen, nicht aufging. Nicht dass dieser Plan schlecht gewesen wäre: Rafael schien als direkter Gegenspieler zu Beginn gut auf Ronaldo eingestellt. Der halbrechte Sechser Jones unterstützte ihn dabei eifrig und war zur Stelle, damit Ronaldo nicht zu seinen Läufen vom Flügel ins Zentrum starten konnte

Einzig Ronaldo war nicht so recht bereit, gegen die beiden zu spielen – er spielte fast durchweg im Zentrum. Dafür zogen Özil und di Maria auf den linken Flügel. Interessant ist in diesem Zusammenhang, wie viel schlechter Rafael mit Özil und di Maria als Gegenspieler klarkam. Die beiden agieren im Dribbling komplett anders. Ronaldo ist ein explosiver Spieler, dessen Bewegungen sehr schnell sind; di Maria und insbesondere Özil hingegen sind langamer, aber mit ihrem Fuß näher am Ball. Eine Grätsche, die gegen Ronaldo funktioniert, würde gegen Özil scheitern. Rafael war offenbar auf Ronaldo eingestellt und dementsprechend gegen die beiden Filigrantechniker den vielzitierten, entscheidenden Schritt zu spät.

So kam Real in der Folge vermehrt über die linke Seite zu Flanken und damit Torchancen. Ronaldo war als zentraler Angreifer zwar weniger ins Spiel eingebunden, dafür diente er als Abnehmer für Hereingaben – so beim 1:1 (30.). Sein Kopfball dürfte demnächst als Lehrvideo bei der Uefa auftauchen, Stichwort: perfekte Körperspannung.

Zweite Halbzeit

Grundformationen nach Wiederanpfiff

Grundformationen nach Wiederanpfiff

Nach der Pause stellte Ferguson leicht um: Welbeck ging nun ins Zentrum, Kagawa kam über links. Er interpretierte seine Rolle tiefer und agierte nun vermehrt aus der eigenen Hälfte. Dies schaffte wiederum Räume für Evra, der öfter nach vorne stieß. Welbeck sollte nun seine Schnelligkeit im Zentrum einsetzen; zusammen mit dem umtriebigen van Persie war er der auffälligste Offensivakteur Manchesters.

Allerdings störte United wie in Hälfte Eins erst im eigenen Drittel, wodurch Real weiterhin das Spiel dominieren konnte. Es war das alte Bild nach der Pause: Manchester agierte praktisch ohne Mittelfeld. Wenn sie sich aus der eigenen Hälfte befreien konnten, dann nur über lange Bälle nach vorne. Kagawa, der dieses Manko beheben sollte, fehlte im linken Mittelfeld die Anbindung ans Spiel, zudem kam seine Dynamik im Pressing durch die tiefe Positionierung seines Teams nicht zur Geltung.

Real kam jedoch seltener als noch in Halbzeit Eins in gute Positionen für einen Torabschluss. Als großer Fan von Mesut Özil schmerzt es mich, dies zu schreiben, jedoch war seine starke Präsenz nicht immer hilfreich. Kein Spieler hatte so viele Ballkontakte wie er. Jedoch neigt Özil dazu, das Spiel zu verlangsamen, wenn die Zeit voranschreitet und seine Kraft abnimmt. Das kann eine Hypothek werden gegen einen Gegner, der im sortierten Zustand nahezu undurchdringbar wirkt. Manchmal hätte man sich gewünscht, er würde früher den Pass oder den Abschluss suchen.

Zudem fiel auf, dass die zahlreichen Positionswechsel nicht immer hilfreich waren. Besonders die Stürmer blieben Außen vor – im wahrsten Sinne des Wortes. Diese mussten für Ronaldo Platz machen, der in die Mitte rückte; dafür rieben sich Benzema und Higuain auf dem Flügel auf, ohne Torgefahr auszustrahlen. Benzema blieb komplett blass, auch Higuain konnte nach seiner Einwechslung (60.) keine Glanzlichter setzen.

Die Auswechslungen

Etwas Fahrt gewann das Spiel mit den Wechseln: Mit Giggs (64. für Kagawa)versuchte Ferguson, mehr Zugriff auf das Zentrum zu erlangen. Er zog im Spiel gegen den Ball einige Male vom linken Flügel, auf dem er spielte, Richtung Zentrum. Mourinho reagierte, indem er Modric (75., für di Maria) in die Schaltzentrale beorderte. Dieser Wechsel funktionierte sehr gut; auch wenn Real etwas Zug zum Tor verlor, konnten sie die Kontrolle über das Spiel behalten. Das war keine Selbstverständlichkeit, wenn man bedenkt, dass die meisten Offensivakteure K.O. wirkten und das Gegenpressing nicht mehr griff. Kurz vor Schluss sicherte Mourinho diese Zone mit dem defensivstarken Pepe (84. für Alonso) weiter ab.

Zudem brachte Ferguson mit Valencia (73. für Welbeck) und Anderson (84. für Rooney) zwei Spieler, die für zusätzliche Breite sorgen sollten. Auch wenn United in den Schlussminuten noch einige Vorstöße wagte, flachte das Spiel in der letzten Viertelstunde deutlich ab. Real wirkte kraftlos, und United ging nicht mehr Risiko ein als nötig. Es blieb beim 1:1.

Fazit

Es war ein Fußballspiel, das ein bisschen an das Videospiel Fifa erinnert: Die Spieler fintierten und tricksten auf extremen Niveau, begingen praktisch keine technischen Fehler, Mittelfeldgeplänkel gab es keins, der Ball lief schnell von Strafraum zu Strafraum. Für ein Spiel auf taktisch höchstem Niveau fehlte allerdings auf Seiten von Manchester United das Pressing. Doch Sir Alex Ferguson holte mit seinem reaktiven Ansatz das bestmögliche Ergebnis, wenn man bedenkt, dass United praktisch ohne anspielbares Mittelfeld agierte.

Real muss sich ärgern, dieses Spiel nicht gewonnen zu haben. United hat es zwar geschafft, durch aufopferungsvolle Verteidigung um den Strafraum die Chancenqualität zu minimieren, trotzdem hätte Real den Platz als verdienter Sieger verlassen können. In der letzten halben Stunde wirkten sie dann müde und verschleppten ihren Ballbesitz. Nun erwartet sie eine schwere Aufgabe im Old Trafford, gerade weil United mit dem Auswärtstor im Rücken noch effektiver auf die eigenen Konter setzen kann.

BtotheA 21. Februar 2013 um 04:21

Sehr gute Spielberichte (Y)
Kleiner Tipp: Vieleicht könnte man noch Spielerbewertungen hinzufügen.

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El Entrenador 15. Februar 2013 um 11:29

Ronaldo ist ein sehr guter Kopfballspieler mit einer unglaublichen Sprungkraft und Spannung. Da bekommen auch Innenverteidiger Probleme. Konnte diese Partie leider nicht sehen, aber ich erinnere mich in der Zusammenfassung gesehen zu haben, dass die Flanke von Reals linker Seite kam. Das ist aber eigentlich nicht Real Madrids Spielanlage. Wer die Spiele regelmäßig verfolgt wird aber feststellen, dass Ronaldo sich immer häufiger im Zentrum aufhält. Vor nicht allzu langer Zeit „klebte“ er noch sehr häufig auf links und zockte viel. Allerdings ist das, wie so oft, immer abhängig vom Gegner.

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YA 14. Februar 2013 um 16:38

Zunächst mal wieder ein Lob an den Verfasser: Tolle knackige Analyse ;).
Eigentlich gibt es da wenig hinzuzufügen. Ich frag mich einfach nur was sich SAF dabei gedacht, offensiv mit Wellbeck, Kagawa,v.Persie und Rooney zu spielen??
Meine Vermutung ist jetzt einfach, dass Ferguson vor hatte doch auch offensiv einige Akzente zu setzen. Das würde auch die ‚chaosartige‘ Anfangsviertelstunde erklären, wo beide Mannschaften versuchten schnell zum Abschluss zu kommen und es somit hin und her gingen. Allerdings funktionierte es aus Sicht von ManUnited gar nicht, und sie mussten sich zurückziehen,weil der Druck einfach zu groß war. (Rooney war ja nach dem 0:1 mehr hinten als vorne.) Wie sieht ihr das, hat sich SAF etwas verkalkuliert, ich finde vorallem die Nominierung von Kagawa ‚total‘ sinnlos. Er kam einfach nie ins Spiel und (weil man auch zu wenig Ballbesitz hatte),zudem operiert eh mit langen Bällen. ODER?

Allerdings fand ich wiederum, stand ManUnited ab der 20min perfekt, insbesondere in der 2.HZ. Ich würde sagen man muss gg Real den Strafraum verteildigen, und vor allem die Schnittstellenpässen verhindern. Ich würde sagen, dass ist sogar wichtiger als ein Gegenpressing bzw. die Deckung von Xabi. Man nimmt ihnen ihre zwei gefährlichsten Waffen, auf der einen Seite das Kontern und zweitens die Waffe Özil-Pass auf Ronaldo (auch die Pässe von Di Maria). Und das Resultat davon ist, dass man zwar durch viel Positionswechsel und Laufarbeit zu einigen Torchancen kommt, jedoch meist aus unvorteilhaften Positionen!!
Da hätte ich auch eine allgemeine Frage. Wie soll man Mannschaften überwinden die eben so sehr den Strafraum verteildigen??
Ich würde jetzt instinktiv über die Flügel sagen. Weil eben dort der Platz ist. Real kam auch für ihr Spiel überdurchschnittlich über die Außen zu Chancen. Aber ich finde da fällt ihnen der richtige Strafraumstürmer(Vlt war es dieser Grund, dass in der 2.HZ öfter Ronaldo im Zentrum gesehen haben?? Da ich selbst Ronaldo besser im Strafraum finde als Benzema/Higuain.)

Naja ich freu mich richtig schon auf das Rückspiel. Wenn ManUnited klug ist,spielen sie genauso wie in Hälte 2. Schafft es Real noch früh zu treffen, ist das spiel wieder total offen, und wir weden ein schnelles Spiel, wo Real endlich sein Konterspiel aufzwingen kann. Wird dann echt mal interessant zu sehen, wie Manchester versuchen wird die Initiative zu nehmen. Bin da gespannt, ob Ferguson da noch ein Ass im Hinterärmel hätte :D!

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blub 14. Februar 2013 um 18:15

Die aufstellung von Kagawa induziert das tiefe abwehrpressing am strafraum nicht von beginn an so vorgesehen war. da wurde vermutlich im Spiel der Plan umgeworfen.

Man kann gegen Real auch mit Mittelfeldpressing zu werke gehen, siehe BVB.

Und Bezema ist im Straudraum imo immernoch besser als Ronaldo. Der geht aber auch immer nur gegen die AVs in Kopfballduelle, da sieht man leicht mal gut aus. 😉

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YA 15. Februar 2013 um 22:25

Ja klar kann man gg Real mit Mittelfeldpressing zu Werke gehen und sie dabei im Aufbauspiel hindern. Der BVB hat es da auch tatsächlich eindrucksvoll gut gezeigt, obwohl ja im Rückspiel Real doch zu sehr vielen Chancen kam. Die Frage ist aber, ob man nicht so eher in Gefahr läuft in ein Kontor zu geraten, die eben die größte Stärke von Real ist.?! MAn muss da halt abwäge, bei denke ich sind eine Option. Meiner Meinung nach aber ist die Verteidigung des Strafraums besser,da das Realspiel nicht auf ein gepflegtes Aufbauspiel hinzielt. Man möchte eher schnell das Mittelfeld überbrücken (allerdings spielt Xabi auch hier eine wichtige Rolle) und zum letzten drittel des Feldes kommen und den Abschluss suchen. Ich meine auch, dass in HZ 2 Wellbeck sich mehr um Xabi kümmerte,und sich deswegen dieser mehr nach hinten zurückziehen musste.(ist aber nur Vermutung,bin mir nicht sicher).

Naja ich weiß nicht ob Benzema besser im Strafraum ist als Ronaldo. Und beziehe mich nicht nur auf die Kopfballstärke gg AV. Sondern auch seine Laufwege Richtung Ball bei Flanken von den Außen, er ist da mehr zielstrebiger und torgefährlicher. Ich erinnere mich auch an 2/3 Situationen, wo er scharfe Flanken bekommen hat und eigentlich den perfekte frei läuft, aber entweder den Ball nicht perfekt traf bzw. noch ein ManU Verteidiger den Ball abblocken konnte. Benzema hingegen war da eher im Rückraum oder am 2. Pfosten aufzufinden, wo es eben schwieriger ist den Ball dort hinzuspielen.
Benzemas stärken sich eher im Umschaltspiel, wo er sich zurückfallen lässt und zu einem Räume reißen lässt oder auch als vorletzter Anspielperson agiert.(fast wie ein Spielmacher). Ich will aber auch nicht sagen, dass Benzema gar keine Stärken im Zentrum aufweist…

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Stefan 14. Februar 2013 um 16:23

In Hinblick auf die kommende Transferperiode: Hätte aktuell genannter Spieler Madrid in diesem Spiel helfen können?

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Leperon 14. Februar 2013 um 13:46

Naja, also ich finde die Analyse ignoriert doch einige erwähnenswerte Dinge. Man könnte durchaus die Leistung de Geas hervorheben, jedoch wird diese auch durch die vergebenen Chancen von van Persie etwas ausgeglichen und ich finde den geringen Fokus dieser Seite auf Einzelleistungen eigentlich sehr angenehm.

Erwähnenswert hingegen ist die schlechte Passstatistik beider Mannschaften. Bei United (62%) kann man das noch durch die sehr vertikale Angriffsweise und die Probleme mit dem Pressing erklären, bei Real (69%) finde ich, dass in Kombination mit 10% mehr Ballbesitz hier ein großes Problem lag.

Im Zusammenhang mit diesen beiden Zitaten:
„Die Spieler fintierten und tricksten auf extremen Niveau, begingen praktisch keine technischen Fehler, Mittelfeldgeplänkel gab es keins, der Ball lief schnell von Strafraum zu Strafraum.“
„Allerdings störte United wie in Hälfte Eins erst im eigenen Drittel, wodurch Real weiterhin das Spiel dominieren konnte.“

finde ich es ehrlich gesagt erstaunlich, dass Real so hohe Fehlpassquoten erreichen konnte, insbesondere auch wegen dem nicht vorhandenem Pressing.

Die Abschlussstatistiken sprechen widerum für das beschriebene Spiel. United brachte ~70%, Real jedoch nur 50% aller Versuche aufs Tor, hier finde ich auch den Verweis auf Chealsea, bzw. eventuell auch das Duell Chealsea-Barcelona passend.

Man muss einfach sagen, dass Real mit dem erspielten Übergewicht schlampig umgegangen ist. Ärgern über das Unentschieden können sie sich schon, es war mMn jedoch nicht unverdient. Schade finde ich, dass die wiederholten Versuche von SAF eine modernere Spielweise zu implementieren immer noch nicht greifen.

Statistiken habe ich hier her: http://de.uefa.com/newsfiles/ucl/2013/2009591_ts.pdf

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RM 14. Februar 2013 um 14:05

Laut Whoscored.com kamen 86% der Pässe Reals an, bei United waren es 72%.

Die UEFA macht da sicherlich Blödsinn in der Zählung. Laut denen hatte Real in der gesamten Saison nicht einmal über 76% Passgenauigkeit in einem CL-Spiel. Und der CL-Rekord liegt angeblich nur bei 88% – ich habe das Gefühl, dass Barcelona sicher über 90% war.

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Leperon 14. Februar 2013 um 14:10

Hmm, stimmt. Steht auf der Uefa Seite unter „Pressemappe“ 😀
Bemerkenswert sind dann ja nicht nur die falschen Werte, sondern auch wie die Verhältnisse verzehrt sind.

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RM 14. Februar 2013 um 14:14

Im Spiel von Celtic gegen Juventus lagen beide Teams unter 70% (68:67) Passgenauigkeit. Lustig. Aber nicht Mikael. Bei Whoscored sind es 79%:82%.

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RM 14. Februar 2013 um 14:15

Oha, Juventus soll im Schnitt 124km pro Spiel laufen.

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Leperon 14. Februar 2013 um 14:18

Naja, also Pirlo sieht ja auch nur schon immer alt aus und Buffon bewegt sich ja auch immer viel in der eigenen Hälfte!
Angesichts falscher Daten ziehe ich mein „mit der Überlegenheit schlampig umgegangen“ zumindest teilweise zurück.

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RM 14. Februar 2013 um 14:24

Ich finde die Kritik aber geil, weil sie mich auf eine Idee bringt. Man müsste sehen, wie die UEFA diese Werte berechnet – wenn sie nur Pässe zählen, die ankamen UND auf den Empfänger gezielt waren (also Befreiungsschläge in den Raum, die dann aufgesammelt werden, sind trotzdem Fehlpässe) könnte man die Differenz in den Zahlen als eigene Statistik nutzen versuchen. Ist aber natürlich ein sehr großes „Wenn“.

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Leperon 14. Februar 2013 um 14:42

Da lauert dann wohl der nächste Statistikartikel 😉

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RM 14. Februar 2013 um 15:25

Nein nein nein, das wird mir zu viel Arbeit. =)

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TBF 14. Februar 2013 um 13:27

Erstmal danke für die ausführliche Analyse. Meine Frage mag etwas unpassend erscheinen, aber aufgrund der Erfahrung mit den letzten ZDF-Übertragungen eine kurze Frage:
Werdet ihr hier noch einen Artikel zu Donezk-BVB veröffentlichen oder habt ihr den schon beim ZDF online rausgegeben? Leider finde ich auf der ZDF Sportseite gar nichts (schreckliches layout), wäre daher für einen Link sehr dankbar.

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GRT 14. Februar 2013 um 13:05

Richtig, Torrekord mit denselben Stürmern. Da Mou taktisch wohl eher nicht „weniger Tore“ von seinen Stürmern gefordert haben wird, sehe ich da halt die Spieler selbst in der Pflicht. Dass sie nicht gerade von den oftmals uninspirierten Auftritten der Mannschaft profitieren, klar. Aber die „sharpness“ geht mir bei den beiden trotzdem zu sehr ab, auch wenn (und gerade weil?) es technisch versierte Spieler sind.
Falcao fänd ich persönlich reizvoll, dieses ganze Stadtrivalenprozedere erschließt sich mir eh nich so wirklich, Cavani kenn ich nich so, soll aber wohl ne richtige Tormaschine sein…will Lewa nicht von Dortmund weg? 😉

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Andrés 21 14. Februar 2013 um 13:17

Ich muss gestehen ich mag den Stürmertyp wie ihn Benzema darstellt sehr ( technisch versiert, beweglich und gut im kombinationsspiel), deswegen verteidige ich ihn auch die ganze Zeit 😀
Muss aber gestehen, dass er 1. mehr Tore machen muss und 2. seine manchmal lustlose Spielweise ablegen solllte.
Denke lewa wird zu Bayern gehen wenn sie ihn wirklich haben wollen ( Pep ihn haben will)
Da Perez ja anscheinend eine Einkaufstour plant wie das ja so üblich ist bei Madrid wenn man Präsident bleiben will, denke ich das Cavani kommen wird. Habe zu wenig Spiele gesehen um mir in Urteil über ihn erlauben zu können…treffen tut er aufjedenfall oft.

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der_bräter 14. Februar 2013 um 13:35

nach dem, was ich von Cavani gesehen habe (v.a. CL, ein paar Serie A Spiele, 1 oder 2 Länderspiele), hab ich den Eindruck, dass er schon ziemlich gut und auch recht komplett ist (sehr präziser Abschluss, technisch gut, recht dynamisch), aber nicht unbedingt so großartig viel besser als z.B. Lewandowski (obwohl er ca. das Doppelte kosten würde)…

für 60 Mio. gibt es (neben Messi und CR7 natürlich) momentan nur einen Stürmer, den ich kaufen würde und der heißt Falcao 🙂

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GRT 14. Februar 2013 um 12:49

Die anhaltende Torflaute bei Madrid, gerade auswärts, ist in dieser Saison aber ein Problem und für mich eindeutig auf die Stürmer zurückzuführen. Beide bleiben weit hinter ihren Leistungen aus der letzten Saison zurück. Beispiele? Gegen Granada haben die Stürmer bei Madrid in der 93. Minute ihren ersten Torschuss (Benzema) abgegeben. Oder Sevilla neulich: 4:1, allerdings nur weil Ronaldo mal wieder einen Hattrick geschossen hat. Benezema macht ein Tor, und selbst das verstolpert er beinahe und muss noch von einem Fehler/Missgeschick des Verteidigers profitieren, danach taucht er ab…Oder, länger her: Clasico in Barcelona im Liga-Hinrundenspiel: Benzema muss aus 5 Metern ins beinahe leere Tor „schießen“, trifft den Pfosten, Real spielt trotz Überlegenheit nur unentschieden.

Nochmal: Real hat auf jeden Fall andere und größere Baustellen als „bloß“ die Stürmer. Aber wenn es spielerisch mal läuft, und sei es eine einzige gut gespielte Szene, braucht man einen Stürmer, der das ganze verwertet. Und das machen beide Real-Stürmer zur Zeit einfach nicht, und das sieht man auch an den Ergebnissen.

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Andrés 21 14. Februar 2013 um 12:59

Wenn ich mich richtig erinnere wurde Real letztes Jahr Meister mit einem neuen Torerekord und das mit den gleichen Stürmern.
Gegen Granada war es einfach nur eine desolate Leistung der ganzen Mannschaft.
Den in Barcelona muss er natürlich machen… Mag sein das er mehr Tore schießen muss, zum System passt er dennoch gut.
Wen gibt es den aktuell auf dem Markt? Falcao geht wohl eher nach England wie zum Stadtrivalen…
Dann wohl Cavani für den man mehr als 60 mio zahlen muss…

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der_bräter 14. Februar 2013 um 13:27

ich glaube auch dass Benzema und Higuain ganz gut ins Spiel von Real passen und sie machen statistisch gesehen ja auch ihre Tore…

insofern eigentlich kein Grund 60 Mio. für Cavani zu zahlen, den soll sich Chelsea mal ruhig kaufen, dann ist auch der Weg frei für Falcao zu Bayern (30 Mio. plus Gomez im Tausch, man wird ja wohl noch träumen dürfen ;-))

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GRT 14. Februar 2013 um 12:08

Äh – ok: Beweglich mag Benzema ja sein und das ist bestimmt auch ein ganz tolles Attribut für einen Stürmer, da will ich jetzt mal gar nicht widersprechen, das ändert jedoch nichts, aber auch gar nichts daran, dass er gestern (in meiner Erinnerung) keine einzige gute Abschlussmöglichkeit hatte! Genau wie Higuain. Und moderner Stürmer hin oder er, wenn er seine Aufgabe so dermaßen schlecht erledigt (und nein, auch die zuvor geschossenen Tore erklären nicht seine „Leistung“ gestern, wie auch?!), dann muss man über Ersatz nachdenken. Ganz einfach.

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Andrés 21 14. Februar 2013 um 12:20

Ich habe mit seinen geziegten Leistungen nicht die von gestern gerechtfertigt, sondern dir widersprochen, weil du oben gechrieben hast ´´Erbärmlich schwach und meiner Meinung nach einer der Gründe, wieso Real diese Saison Probleme hat´´. Ich finde eben nicht das die Stürmer mit schuld sind an den Problemem die Madrid bis dato hatte….Und nochmal er mag gestern schelcht gewesen sein, in das System passt er meiner Meinung nach trotzdem gut!

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blub 14. Februar 2013 um 13:50

Ist es jetzt die Schuld des Stürmers wenn sein Team nicht in der Lage ist ihn in Abschlusspositionen zu bringen?
Varane hatte auch keine Torchance, trotzdem hat er seine rolle im Team erfüllt.
Wenn der Stürmer auf außen weichen muss damit Mr. Ronaldo sich frei bewegen kann ist das halt so. und wenn der Strafraum vernagelt ist muss halt irgendwer in der vordersten Linie stehen, in diesem Fall halt der (mittel)stürmer.

Benzema und Higuain machen die Chancen normal sehr zuverlässig rein. also was ahst du für ein problem?

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Andreés 21 14. Februar 2013 um 13:53

ich habe die beiden die ganze zeit verteidigt weil ich der Meinung bin das sie sehr gut in das System passen durch ihre’Bewegungen auf die Außenpositionen um Ronaldo den Weg freizumachen…

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GH 14. Februar 2013 um 14:16

Einen Stürmer auf seine Torausbeute herabzustufen halte ich doch für sehr veraltet.
Gerade in einer Zeit in der Pressing und Ballbesitz immer wichtiger werden, werden auch bei den Stürmern andere Fähigkeiten wichtiger.
Gestern ist mir bei Benzema besonders das starke Rückpressing aufgefallen. Natürlich hatte er nicht die Torchancen, aber bei einem Fokus auf Ronaldo, ist seine Aufgabe primär CR7’s Bewegungen auszugleichen. Seine Spielbeteiligung ist schon sehr herausragend.

Was dieses Jahr vor allem das Problem der Real-Stürmer ist, dass sie nie wirklich mehrere Spiele am Stück gemacht haben. Ständige Rotation. Auch im Spiel ständig Ein- oder ausgewechselt.
Letztes Jahr war es oftmals so, dass einer der beiden verletzt war, oder einer klar besser war, was dann oft in sehr guten Leistungen über 90! Minuten endete.
2 Stürmer, die ständig spielen wollen, aber nie wirklich richtig dürfen/ können. das ist das eigentlich Problem für Mou.
Das muss er irgendwie lösen.
Und nicht ein neuer Stürmer.

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fluxkompensator 14. Februar 2013 um 11:24

wenn man bedenkt, dass manu praktisch keinerlei pressing praktizierte (wo doch bekannt ist und in der vorschau herausgearbeitet wurde, wie wichtig druck auf xabi alonso ist) und nur lange bälle schlug, frage ich mich schon, ob kagawas potenzial in diesem system nicht völlig verschwendet wird.

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der_bräter 14. Februar 2013 um 13:23

in der Tat, insbesondere, da United zusätzlich im Moment auch einfach die ganz große Ballsicherheit im defensiven und zentralen Mittelfeld fehlt. Aber Kagawa alleine reicht halt auch nicht für ein starkes Pressing gegen Real….

das Problem ist m.E. dass man sowohl nicht genügen gute Spieler für ein hohes Pressing hat, der tiefe Spielaufbau aus dem defensiven Mittelfeld aber ebenso derzeit zu wünschen übrig lässt….insofern hätte ich fast gedacht, dass Sir Alex Giggs oder Valencia von Beginn an neben Jones stellt, um da ein bißchen mehr Zugriff zu haben…

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Andrés 21 14. Februar 2013 um 10:59

Genau deswegen passt er doch so gut zu Real weil er ungemein beweglich ist. Sehe das nicht als Manko an, sondern als Vorteil.Dadurch kann Ronaldo mal ins Zentrum gehen und ist noch schwerer zu verteidigen, weil er einfah überall auftaucht.Und ob er jetzt die Tore schießt oder Ronaldo wenn er in die Mitte zieht ist doch egal.

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Bernhard 14. Februar 2013 um 11:07

Eben,ich konnte bloß die Anführungszeichen nicht größer machen. 😉
Obwohl ich sagen muss,dass ich persönlich Higuain als den schwächeren Mittelstürmer erachte,obwohl er dennoch ein klasse Stürmer ist.
Meckern auf hohem Niveau nennt man dass. 😀

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Andrés 21 14. Februar 2013 um 11:10

Die habe ich wohl übersehen 😀 😀

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GRT 14. Februar 2013 um 10:13

Ein schreckliches Ergebnis bei dem Spielverlauf. ManU hat praktisch nichts für das Spiel getan, typisch englischer Fußball eben, und Real hat konnte aus der Dominanz keinen Nutzen ziehen. Wobei man auch den zu Unrecht verweigerten Elfmeter für Real beachten sollte, ich denke, mit der Führung im Rücken wäre es für Real etwas einfacher geworden, man hat in einigen Situationen schon etwas Hektik bei Ihnen gesehen.

Warum Mou allerdings di Maria für Modric rausgenommen hat, erschließt sich mir trotz des hier angeführten Arguments nicht. Es war deutlich zu beobachten, dass diese 1gg1-Situationen, aus denen di Maria wie kein anderer Gefahr erzeugen kann, Real deutlich gefehlt haben, zumal Ronaldo in Hälfte zwei komplett abgetaucht ist. Und was sich nach dem gestrigen Spiel auch endgültig festhalten lässt: Real braucht einen neuen Stürmer. Benzema war über 60 Minuten nur in der formellen Aufstellung zu finden, und hat Higuain in seiner halben Stunde überhaupt einen Torschuss abgegeben? Ich glaube nicht. Erbärmlich schwach und meiner Meinung nach einer der Gründe, wieso Real diese Saison Probleme hat.

Der einzige Lichtblick: Real hat mannschaftstechnisch endlich mal wieder ein tolles Spiel gezeigt, mit viel Einsatz und guter Abtimmung.

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Andrés 21 14. Februar 2013 um 10:46

Benzema hat in 19 Ligaspielen 7mal getroffen und 7 Vorlagen gegeben. In 7 Spielen in der Cl 3mal getroffen und 3 Assists geliefert. In der Copa del Rey in 7 Spielen 4 Tore und 3 Vorlagen. Natürlich war er gestern grauenhaft und ein anderer Stürmer könnten sie natürlich verpflichten, aber ich sehe nicht die Stürmer als einen Grund dafür an, warum Real diese Jahr Probleme hat.

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Bernhard 14. Februar 2013 um 10:53

Ich finde dass Benzema einer der besten Stürmer momentan ist. Seine „Manko“ ist vielleicht dieses dass er ungemein vielseitig ist,und oft auf den Flügel ausweicht (ausweichen muss) da Ronaldo gerne ins Zentrum rückt. Die Herren von SV bezeichnen ihn denke ich als „bewegliche 9“,aber wenn ich sowas lese wie vom Kollegen GRT dann muss ich Benzema vehement verteidigen.
Und die Elfmetersituation,ist meines Erachtens nach eine kann man,muss man aber nicht pfeifen Situation.

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96er 14. Februar 2013 um 11:13

Die Elfmeter-Situration gab es beim Paralellspiel genauso, als Levandovski im Strafraum stürzte. Und wenn 2 Top-Schiedsrichter (Brych und Webb) in 2 Top-Spielen beide diese Situration nicht Pfeifen, sollte man meinen, dass es kein Elfmeter ist.

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DerEnglander 14. Februar 2013 um 09:34

Als United fan möchte ich diese leistung feiern. Zu oft im vergangenheid haben wir nicht solche ergebnisse auswärts beim top clubs geschaft. Gestern sahe ich ein wirklich grössartige lesitung der team, aber auch ein grossartiges focus (concentration) für fast 93 minuten was uns so oft diese sasison gefehlt hat.

Erstaunlich gut war der Ferdinand im IV, der Welbeck am flügel und De Gea, obwohl er immer noch seine grösse schwächen hat. Für mich war Ronaldo nur sporadisch im spiel. Der Rafael und Jones (oder wer auch immer frei war) haben Ronaldo gut gedruckt – er hat weinige spielraum als er brauchte um das spiel zu beinflussen wie normal. Klar, Real hat die torgelegenheiten gehabt und ohne spectakuläre rettungen von De Gea hätte es doch 2 oder 3 -1 gewezen können, aber das erwartet man auch vom heim manschaft in einen solche spiel. Man braucht immer ein bisserl glück dazu! Nur taktik alleine reicht nie 😉

Es ist nur bedaurlich das Van Persie nicht vom die riesen chanz profitieren könnte. Einem ein tor vorsprung zurück nach OT zu nehmen wäre traumhaft gewezen.

Tolle webseite übrigens – ich komme wieder!

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Bernhard 14. Februar 2013 um 08:57

Tolle Analyse!
Phil Jones war meiner Meinung nach der tiefer der beiden zentralen Mittelfeldspieler,aber seine Zweikampfführung war teilweise grandios.
Kann es sein,dass Arbeloa ein besserer IV wäre? Gestern war ich nicht wirklich überzeugt, dass er auf der rechten Außenbahn auf höchstem Niveau mithalten kann,vor allem mit Welbeck hatte er so seine Schwierigkeiten.

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LH 14. Februar 2013 um 08:14

Überraschend war für mich das Real kaum aus Der starken Mannorientierung der AV von Manchester profitieren konnte. Wurde zwar von ihnen bei manchen Offensivaktionen gut genutz, dennoch ist es verwunderlich wie wenig Kapital man daraus schlagen konnte und das nicht viel Konsequenter die aus der Mannorientierung entstandenen Räume genutzt wurden .

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arto 14. Februar 2013 um 07:51

Hello, thank you for This article. I wish I could understand deutch a bit more. Nyt thank you anyway. Is there any page luke this in English?

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Roberto78 14. Februar 2013 um 10:46

http://www.zonalmarking.net/

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BigK 14. Februar 2013 um 03:43

Super Artikel! Ich finde, dass es sich nun rächt das Real keinen wirklichen Strafraumstürmer hat. Einen der den Ball in der Mitte mal behauptet und ein Foul zieht. Ich habe mich während dem Spiel auch öfter gefragt warum eigentlich nicht Ronaldo mal die nominelle Sturmspitze spielt. Er war oft in der Mitte zu finden. Vielleicht könnte Real allgemein noch mehr Fluidität erlangen wenn Ronaldo eine freie Rolle im Zentrum bekommt, rochieren kann wie er will und die anderen drei offensiven jeweils dann seine angestammte Position übernehmen. Wisst ihr, ob das öfter mal praktiziert wird? Sehe Real nicht so oft…

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Andrés 21 14. Februar 2013 um 08:40

Ronaldo hatte doch eine freie Rolle, er war eig überall unterwegs weswegen der Plan von Manchester mit der Deckung von Rafael und Jones nicht aufging. Das Tor hat er auch aus der Mitte erziehlt.
Sehe darin nochmal eine Steigerung seiner Qualität wenn er sich frei auf dem Feld beweg,weil er dann einfach nicht ausrechenbar und extrem schwer zu verteidigen ist.
Für mich war es erschreckend zu sehen, was es doch für einen rießen Unterschied zwischen Real und Manu in Sachen Pressing und Passsicherheit gibt.
Manu war phasenweise nicht in der Lage auch nur einen Angriff hinten rauszuspielen.
Kann mir nicht vorstellen das es im Rückspiel nochmal gut geht.

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Roberto78 14. Februar 2013 um 10:44

Das verstehe ich jetzt nicht so richtig: die Offensive von Real kann sehr fluide spielen & praktiziert das tatsächlich auch in aller Regelmäßigkeit. Ob das gestern der Fall war, kann ich nicht beurteilen; da war ich mit einem anderen Spiel beschäftigt. Aber laut Andrés 21 ja schon… Darin liegt ja gerade der Vorteil des Spielermaterials von Real.

Die Kritik am fehlenden Strafraumstürmer kann ich ebenfalls nicht so richtig nachvollziehen. Sowohl Benzema als auch Higuain verfügen doch über die von dir angesprochenen Qualitäten. Ronaldo doch auch. Nur widerspricht sich doch die Prämisse der „totalen Fluidität in der Offensive“ mit dem Einsatz eines „statischen Strafraumstürmers“. Da gebe ich doch lieber einen statischen Stürmer auf, wenn statt dessen je nach Spielsituation drei Spieler da vorne auftauchen, die alle eine immense Torgefahr ausstrahlen!

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Andrés 21 14. Februar 2013 um 10:56

Ja aufjedenfall haben sie fluide gespielt.Ronaldo war eig überall zu finden, sogar Di Maria war mal links auf dem Flügel oder auch Özil. Glaube nicht das Madrid einen Strafraumstürmer braucht, sondern Benzema sehr gut reinpasst, weil er auch auf die Flügel ausweicht und spielerisch stark ist auch wenn er gestern schwach war.

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TW 14. Februar 2013 um 15:53

Wenn Ronaldo sich tatsächlich die meiste Zeit im Zentrum aufgehalten hat, dann verstehe ich die Einwechslung Higuains nicht. Wäre Callejon nicht besser gewesen, da er sowohl vom rechten Flügel Torgefahr ausstrahlt als auch als Zentrumsstürmer spielen kann. Er wäre somit für die Rochaden besser geeignet als Higuain und Benzema, bei fast gleicher Torgefahr.

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YA 14. Februar 2013 um 17:00

Ich persönlich stimme Andres 21 zu. Benzema passt perfekt ins Spiel von Real. Vor allem wenn sie so Fluide spielen wie eben gestern. Ronaldo und Benzema rochieren da eigentlich perfekt. Ich finde es auch da zu Schade Ronaldo allein auf einer Position zu fixieren, weil er eben sowohl stärken in der Mitte als auch am Flügel hatte. Und Benzema genauso. Aber wie schon gesagt wurde, Benzema hat echt ein schlechten Tag erwischt.
Callejon fand ich für das gestrige Spiel da aber eher nicht als gute Lösung. Da für mich Callejon eher im Konterspiel gefährlich wird. Da allerdings Manchester den Strafraum verteidigte, ist Higuain meiner Meinung nach die bessere Lösung, da er eher besser die (kaum vorhanden) Lücken finden kann.

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BigK 14. Februar 2013 um 20:52

Ich meinte das unabhängig voneinander. Gestern hätte Real ein richtiger Mittelstürmer gutgetan!

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Till 14. Februar 2013 um 02:10

Ich sah ManU etwas schwaecher als im Artikel beschrieben. Fast schon unerwartet schlecht. Es gab doch etliche Grosschancen fuer Real. De Gea hat einige Male auch Glueck gebraucht, gerade bei den beiden Chancen von Coentrao (Pfosten in Haelfte 1, Fuss in Haelfte 2). Wenn man „ohne anspielbares Mittelfeld“ agiert, wie hier beschrieben, halte ich das auch nicht fuer eine taktische Meisterleistung.

Mit mehr Glueck, bzw. weniger Pech fuer van Persie (Xabi auf der Linie), haette ManU das Spiel trotzdem sogar gewinnen koennen. Zeigt mal wieder, dass Pech/Glueck oft vielleicht sogar ebenso wichtig wie Taktik sind, wenn ich das hier auf dieser Seite sagen darf, ohne Hausverbot zu erhalten.

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Pommesdieb 14. Februar 2013 um 03:22

glück? pech? unvermögen, den ball zu versenken? große kunst, das tor zu verhindern? inwiefern es gerechtfertigt ist, anhand von einzelaktionen das gesamte taktische bild in frage zu stellen und in konjunktive zu verfallen, vermag ich nicht zu beantworten…

jedenfalls bin ich sehr auf das rückspiel gespannt. mourinho hat schon nicht ganz unrecht mit seiner aussage, dass auf diese begenung die welt gewartet hat. nachwievor ist beiden mannschaften zuzutrauen, im rückspiel einen taktischen kniff aus dem hut zu zaubern. alles ist noch offen, gerade angesichts der qualität sowohl der kader als auch der trainer…

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M 14. Februar 2013 um 03:57

Mmhh
Real war schon die bessere Mannschaft,
aber Uniteds Verteidigung mit Mann und Maus hat halt auch funktioniert.
Die noch beste Chance, die zu nem Tor hätte führen ‚müssen‘, war tatsächlich der Pfostenschuss in Halbzeit 1 von Coentrao.
(Den darf man dann auch gern mit Van Persies Kullerball gegenrechnen… dann stehts immer noch unentschieden)
Alles weitere was von Real kam (außerhalb des Strafraums, behinderter Winkel), kann man dann auch mal halten,
dafür gibts ja reaktionsschnelle Torhüter :).

In der zweiten Hälfte stand De Gea dann beispielsweise zwischenzeitlich bei vier festgehaltenen Bällen,
ein Utopiewert, wenn man ihm öfter zuschaut.

In sofern sind diese Vielzahl an qualitativ minderwertigen Chancen auch kein Gewinn-Anspruch für Real.

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konterangriff 14. Februar 2013 um 01:58

Wow. Riesenrespekt wie schnell das ging. Obwohl der Text sehr lang ist, fühlt er sich am Ende nicht ausführlich an, was aber mehr an der Qualität, als wirklich an der Quanität liegt, wünsche ich mich einfach mehr über das Spiel aus deiner Sicht zu erfahren. Und auch wenn ich Barca mit dem überhypten Messi nicht mag, freu ich mich auch auf diese Analyse, einfach weil sie gut sind. Informativ wie auch verständlich.

Vielen dank dafür.

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