Luka Modrić – ein zweiter Durchbruch bei dieser EM?

Spielverlagerung wirft einen Blick auf Luka Modrić, welcher vor vier Jahren eine der großen Überraschungen der Europameisterschaft war. Aktuell gilt er als einer begehrtesten Fußballer der Welt, der mediale Schritt zur absoluten Weltklasse steht derweil noch aus. Der folgende Artikel ist zweigeteilt, im ersten wird seine Persönlichkeit und Geschichte etwas erklärt, danach eine zusammengefasste taktische Analyse seiner Spielweise. Wir präsentieren:

Der Werdegang des „kroatischen Cruyff“

Luka Modrić wurde im September 1985 geboren. In seiner Kindheit fand der jugoslawische Bürgerkrieg statt, was dem heutigen Tottenham-Star beinahe alles geraubt hätte: Familie, Karriere, Leben. Aus ihrem Ursprungsort Zaton Obrovački vertrieben, kamen sie in Hotels unter. Der kleine Luka lebte lange Zeit im Hotel Kolovar. Dieses Hotel war ein Zugangspunkt für viele Flüchtlinge, weswegen Modrić zahlreiche ebenfalls fußballverliebte Freunde in seinem Alter fand. Als sich die Lage in Kroatien nach der militärische Operation „Oluja“ beruhigt hatte, hätten sie in ihren Heimatort zurückkehren können. Doch Stipe und Radojka Modrić entschieden sich dagegen, damit sie ihrem Sohn eine Ausbildung ermöglichen konnten – die fußballerische, denn er spielte „dank“ der Kriegswirren in der Jugend bei Erstligist NK Zadar. Der sechsjährige Modrić gewöhnte sich an dieses Leben, kein Wunder, dass er im Alter von zehn Jahren nicht zurückkehren wollte. Seine Eltern erfüllten ihm diesen Wunsch und unterstützten ihn bedingungslos, obwohl er aufgrund seiner Größe nur selten Chancen erhielt, jedoch nicht nur deswegen.

Bei Wikipedia steht beispielsweise, dass er von Hajduk Split aufgrund mangelnder Robustheit und seines jugendlichen Alters nicht genommen wurde. Die Wahrheit sieht vermutlich anders aus. Im Kroatien der Nachkriegszeit (und auch während der kommunistischen Regentschaft) spielten jene mit Vitamin B oder G: Beziehungen oder Geld, ansonsten könnte man sich als Jungtalent nur eine Hoffnung auf den Bankplatz machen. Mehrwöchige Trainingscamps ließen sich Jugendnationalmannschaften und Vereine angeblich von den Eltern vergüten. Modrić war einer dieser Fälle, seine Eltern konnten sich durch das eiserne Sparen letztlich drei solcher Trainingscamps leisten, obwohl die gesamte Familie deswegen monatelang auf sämtlichen Luxus verzichten musste. Bis heute ist Modrić seinen Eltern unglaublich dankbar, dass sie dies für ihn taten. Und in Anbetracht der Umstände ist es mehr als verständlich: in einer Zeit, wo sich selbst herausragende Talente aufgrund eines solchen Systems schwer tun, konnten sie sich nie reelle Hoffnungen auf einen Erfolg ihres kleingewachsenen Sohnes machen. Es ging ihnen lediglich um sein Glück und um den Wunsch nach einer schönen Kindheit für ihn, trotz der Kriegswirren. Des Schicksals Lohn war nichts anderes als die Gerechtigkeit für das Risiko, welches sie eingingen.

Tomislav Bašić aus Zadar, Scout der Talentschmiede von Dinamo Zagreb, sollte ihn durch einen Zufall mit 16 Jahren zu Dinamochef Zdravko Mamić bringen, welcher keine Bezahlung brauchte, um Modrić zu fördern und groß herauszubringen. Es waren keineswegs philanthropische Gedanken, welche ihn zu diesem kleinen Korruptionsverzicht bewegten, sondern eine rein betriebswirtschaftliche Überlegung: die Provision bei einem Millionentransfer in ein paar Jahren ist deutlich mehr, als wohl alle sorgenden Eltern Kroatiens für die „Förderung“ ihres Sohnes zahlen können. Damit dies funktioniert, muss jeder Dinamo-Spieler Mamic als seinen Agenten akzeptieren – im Vergleich zur übrigen Auswahl in Kroatien und dank Mamics Fähigkeiten in der Spielvermittlung jedoch das geringere Übel.

Nach einer Probesaison bei Dinamo und dessen Reservemannschaft wurde er in die bosnische Liga verliehen, wo er prompt zum stärksten Spieler der Saison gewählt wurde. Dinamo unternahm diesen Schritt nicht nur, um ihm Spielpraxis zu geben. Er sollte im Alter von 18 in einer hart umkämpften und korrupten Liga die Verantwortung an sich nehmen, eine schwache Mannschaft führen und ihr Star werden. Es war schlicht die perfekte Vorbereitung auf die Zukunft in der kroatischen Liga. Modrić sollte später sagen, dass die harte englische Premier League kein Problem sei, da er die bosnische Liga ja auch überstanden hatte. In der nächsten Saison kam er in Kroatien bei Inter Zaprešić unter, welche sensationell Vizemeister wurden, während das große Dinamo nur im Abstiegsplayoff spielte. Modrićs Rückkehr stand bevor – wichtige Randnotiz zur Verständnis der damaligen und teilweise heutigen Zeit: erst ab dieser Saison erhielt Modrić einen sicheren und fixen Lohn, von dem er einigermaßen leben konnte. Wohlgemerkt musste er dafür einen Zehn-Jahres-Vertrag unterschreiben.

Bereits in seiner ersten von drei Saisons konnte er Dinamo Zagreb mit starken Leistungen den Ligatitel schenken. Diesen hatten sie seit 2003 nicht mehr für sich gewinnen können, ab 2006 sollten sie ihn seitdem allerdings in jeder einzelnen Saison erobern. In den beiden Folgejahren errangen sie sogar das Double, was Modrić endgültig zur kroatischen Hoffnung machte. Nach einer hervorragenden Europameisterschaft 2008, wo er ins Team des Turniers gewählt wurde, flatterten die Angebote in die Zagreber Geschäftsstelle. Shakhtar Donezk bot angeblich über 25 Millionen €, doch Modrićs Wunsch nach einem Wechsel in die Premier League wurde entsprochen.

hier gut zu sehen: Modrić agiert bei den Spurs zumeist als Zwischenspieler, als Achter hinter einem offensiveren Spieler und einer defensiven Absicherung für seine feinfühligen Vorstöße

Neben Arsenal zeigte auch Tottenham reges Interesse, sie bezahlten schließlich eine Rekordsumme von kolportierten 24 Millionen € (inkl. erfolgsbedingten Prämien). Es folgte eine für beide Seiten erfolgreiche Zeit, doch letzten Sommer manifestierten sich zuvor nur nebulöse Gerüchte. Chelsea bot angeblich fast 35 Millionen €, was für Tottenhams Daniel Levy nicht genug war. Kurz vor Ende der Transferdeadline wurde das Angebot sogar auf 50 Millionen aufgestockt, aber Modrić musste entgegen seines Willens bleiben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen dieses Wechseltheaters fing er sich und zeigte eine starke Saison. Wie so oft verrichtete er seine zahlreichen Aufgaben unauffällig und wenig spektakulär, was bei vielen die Frage aufwirft, wieso er von zahlreichen Managern derart wertgeschätzt wird.

Ein taktischer Fußballer

Ob Dalglish, Ferguson oder Redknapp: allesamt bezeichneten sie Modrić in der 2010/11-Saison als den besten Spieler der Premier League. In 43 Pflichtspielen waren vier Tore und drei Vorlagen nichts Besonderes, um diese Lobpreisungen zu rechtfertigen. Das Geheimnis des Kroaten liegt jedoch in seiner Spielintelligenz, Arbeit ohne Ball und Sicherheit am Ball. Gerrard Houllier nannte ihn nach der letzten EM als einen der Spieler, welcher alle anderen um ihn herum besser macht. Seine am wenigsten offensichtliche Stärke ist jedoch im defensiven Bereich zu finden. Wie kaum ein anderer in seinem Alter und dieser Position versteht er es im richtigen Moment zu attackieren. Selten trifft er die falsche Entscheidung, wenn es darum geht, sich aus der Tiefe am Pressing der Mannschaft zu beteiligen oder doch lieber in der Tiefe abzusichern. Eine falsche oder richtige Entscheidung in dieser Kategorie ist kaum messbar.

Wenn Modrić aufrückt, verengt er den Raum und schneidet gegebenenfalls Anspielstationen ab. Der Gegner spielt mehr Fehlpässe oder der eigene Mitspieler kann aufgrund der erhöhten Zeit zum Attackieren den Ball früher erobern. Nichts davon kommt auf Modrićs Konto, da es im Fußball keine relevanten statistischen Daten hierzu gibt. Andererseits ist dies für einige Fußballer sicherlich auch von Vorteil. Im Gegensatz zu Modrić attackieren sie nämlich zu oft und lösen die defensive Kompaktheit auf. Der Gegner kann dann bei den richtigen Anspielstationen einfach durchkommen und steht einer dezimierten Abwehrreihe gegenüber.

Ein wunderbares Spiel, in dem Modrić sein Gespür für Raum und Zeit bei seinen Pressingqualitäten zeigte, war übrigens das herrliche 2:1 von Tottenham gegen Swansea in dieser Rückrunde.

Das Spiel konnte aus Zeitgründen leider nicht analysiert werden, war aber in der ersten Hälfte ein überaus attraktives Fußballspiel, weil Tottenham die Schwäne über den gesamten Platz jagte und diese sich davon nicht aus der Ruhe bringen ließen, sondern überkonsequent versuchten, sich flach durch die Räume zu spielen. Bei diesem Kräftemessen hatte Modrić als linker Achter im Pendel zwischen den Pressinglinien die wichtigste Rolle bei Tottenhams Defensive. Wie er da durch die Räume driftete, ohne festen Gegenspieler, auf sein volles taktisches Gespür bauend, war eine großartige Demonstration seines Talents.

Die Fähigkeit solche Entscheidungen meistens richtig und im passenden Moment zu treffen, ist die Ursache für Modrićs Positionierung im zentraldefensiven Mittelfeld. Diese Position nimmt er sowohl in der Nationalmannschaft als auch bei den Spurs zumeist ein. Bis vor drei Jahren agierte er auf Vereinsebene allerdings ebenso oft (und bei Dinamo Zagreb durchgehend) auf dem linken Flügel.

Wegen seinen Stärken im 1-gegen-1, seiner Ausdauer und Beweglichkeit konnte er eine solche Position ebenfalls spielen, zumeist natürlich als Außenspieler einer Mittelfeldviererkette. Seine Beidfüßigkeit ermöglicht ihm bei Flankenläufen eine hohe Flexibilität und macht ihn schwer zu berechnen, im Normalfall bewegt er sich am liebsten ins Zentrum. Er sorgt somit für Unruhe in der gegnerischen Abwehr und positioniert sich bei seinen Diagonalläufen zwischen den Linien, von wo er aus eine seiner größten Stärken ausspielen kann: den Lochpass. Bei Dinamo Zagreb profitierte Eduardo da Silva am meisten davon, dieser traf in 32 Spielen der heimischen Liga ganze 34mal, das Gros der Tore wurde von Modrić vorbereitet. Der Fokus auf diese Stärke, mit der er beispielsweise auch aus einer zentralen Position (wie hier) Tore vorbereiten kann, ist mitverantwortlich für eine leichte Suboptimalität in seinem Spiel. Zu selten sucht er den Abschluss oder nutzt ihn nur, wenn dieses Anlaufen der Innenverteidigung mit diagonalem Lochpass nicht funktioniert. Dadurch verkümmern manche Schüsse, die wenigen, die er rechtzeitig anbringt, landen aber zumeist in der Kategorie Tor des Monats, da Modrić eine sehr unterschätzte Schusstechnik besitzt.

Im defensiven Zweikampf ist er durch sein Stellungsspiel und seine Dynamik sehr gut, zur Weltklasse fehlt ihm jedoch die Robustheit – im Vergleich zu anderen Spielern seiner Größe ist er hier aber durchaus akzeptabel. Agiert er nicht auf dem linken Flügel oder hinter den Spitzen, so fungiert er als offensiver Spieler vor einem defensiveren Sechser. Selten spielte er in der Zeit unter Juande Ramos auch als alleiniger Sechser, was aufgrund seiner Körpergröße und der fehlenden Abstimmung der Mannschaft auf seine Schwächen nicht klappte. Als offensiver Sechser hingegen ist er Gold wert. Seine Entscheidungsfindung beschränkt sich nämlich nicht nur auf die Spielphase ohne Ball, sondern bezieht sich ebenfalls auf jene mit Ball. In seinen offensiven Bewegungen ähnelt er Spielern wie Andrés Iniesta, öffnet Räume für andere, wirkt spielgestalterisch und  kann auf die Flügel ausweichen. Im Zentrum hingegen organisiert er das gesamte Spiel seiner Mannschaft und muss sich nicht im letzten Spielfelddrittel raumöffnend für die unsichtbare Mithilfe des letzten oder vorletzten Pass seiner Mitspieler opfern.

hier sieht man zahlreiche europäische Topspieler und ihre durchschnittlichen Anzahl an sogenannten Schlüsselpässen bei 100 gespielten Pässen in der Liga (laut whoscored.com) – Modrić liegt hierbei gut in der oberen Mitte

bei genauerer Betrachtung erkennt man jedoch, wie stark er wirklich ist. Streicht man die offensiveren Spieler und filtert die Achter und Sechser heraus, so gehört der Kroate zu den besten seiner Zunft. Interessant auch, dass mit Cabaye ein Spieler vorliegt, er als einziger bei einer Mannschaft mit durchschnittlich unter 50% Ballbesitz aufläuft; Pirlo hingegen besitzt zwei torgefährliche Partner im Mittelfeld und ist nicht nur primärer Spielgestalter, sondern im Normalfall alleiniger, bei den Spurs gibt es mit Van der Vaart einen weiteren im letzten Drittel. Dennoch natürlich ein herausragender Wert Pirlos

Im Grunde übernimmt er hierbei eine Position ähnlich jener von Kroos oder Schweinsteiger mit Gustavo an ihrer Seite. Er ist der primäre Zielspieler und soll die Bälle verteilen, genießt hinter sich mit Parker eine Absicherung und darf deswegen seine Spielintelligenz ideal in das Spiel mit dem Ball einbringen. Er kann offensiv eine Anspielstation bieten oder diese vakante Position bei einem 4-4-2 verwaisen lassen, um das Spiel automatisch nach hinten zu verlagern. Aufgrund der mangelnden zentralen Anspielstation vorne wird entweder das Spiel über den Flügel gesucht, der Mittelsturm formiert sich neu mit einem tieferen Akteur oder – die gewünschte Variante bei einem ruhigeren Aufbauspiel – der Ball kommt in die Zentrale zurück und Modrić kann das Spiel neu aufbauen. Falls er aufrückt, ist das Ziel, sich selbst in eine Position für einen tödlichen Angriff zu bringen. Hierbei liegt die Betonung bewusst auf „Angriff“, statt einer finalen Aktion. Modrićs weitere unterschätzte Stärke ist das Einleiten von Angriffen, statt die direkte Initiierung zur Vollendung. Wie einst Platini oder aktuell Xavi besitzt er eine große Stärke darin, intelligente Angriffsmuster vor ihrer Entstehung zu antizipieren. Er erkennt freie Räume und Positionen, aus welchen seine Mitspieler mit Kombinationen zum Erfolg oder zumindest einer Großchance kommen können.

Dies kann er dank seiner Fähigkeit, lange Bälle und Spielverlagerungen präzise zu schlagen, auch aus der Tiefe hervorragend einsetzen. Seine Vielzahl an Möglichkeiten im Passspiel ist jene technische Eigenschaft, welche ihm ermöglicht, entsprechend seines Naturells zu spielen: ob mit Effet und Außenrist, ohne Rotationsbewegung und dem Innenspann, elegant zwischen die Schnittstellen, hoch und diagonal oder kurz und quer, Modrić beherrscht alle Facetten in diesem Aspekt. Nichtsdestotrotz gibt es einige Mängel in seiner Spielweise, obwohl er sicherlich zur erweiterten Weltklasse zählt.

Neben seiner leichten Verletzungsanfälligkeit verfällt er manchmal in eine Art Lethargie und Unauffälligkeit, was ihn daran hindert, über 90 Minuten oder mehrere Spiele hinweg das Spiel seiner Mannschaft zu lenken. Körperlich muss er noch zulegen und in gewisser Weise sogar seine Bescheidenheit ablegen, welche gelegentlich sein Spiel hemmt und darum seine Mannschaft ohne Ordnung hinterlässt. Es macht ihn in gewisser Weise zu einem Typus des totalen Fußballers Cruyff, welcher nicht seinen Mitspielern seine Spielweise aufzwingt, sondern sich in einem gegenseitigen Geben und Nehmen von ihnen beeinflussen lässt und dafür zurück inspiriert. Kein Wunder, dass Modrić selbst mit seinen herausragenden Fähigkeiten als ein Spieler gesehen wird, der trotz seines unbestritten hohen Spielniveaus noch Luft nach oben hat.

Maxi 10. Dezember 2012 um 18:25

Riesenkompliment für die Spieleranalyse. Ich weiß, dass ihr enorm viel Arbeit habt. Trotzdem ein paar Ideen:
– Artikel über das magische Viereck von 82 (Tigana, Giresse, Platini, Fernandez)
– Spieleranalysen über Baresi, Krol, Allen und Nordahl
– Retroanalysen: FR – BR 82, Celtic – Inter 67, ENG – HUN 52
– allgemein etwas über die Entwicklung der Außenverteidiger

Gruß & Riesenlob!

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MR 10. Dezember 2012 um 18:57

Da es meines Wissens 1952 kein Aufeinandertreffen von England und Ungarn gab, meinst du wohl dieses Spiel hier: http://spielverlagerung.de/2012/10/16/retroanalyse-england-vs-ungarn-36-22-11-1953/

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Samy 23. September 2012 um 15:28

Würde mir auch eine Analyse zu dem Spielern Özil wünschen , der in meinen Augen leider sehr unterbewertet ist bzw wird

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Lukas21 11. Juni 2012 um 17:47

Sehr auffällig an der Grafik ist, dass Müller und Özil diese anführen und weitere deutsche Spieler im Mittelfeld dieser Grafik folgen.

Wie wäre es mal mit einer Analyse der deutschen Spieler, wie Müller,Özil oder auch Gündogan?
P.S gute Analyse

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ME 8. Juni 2012 um 01:31

Also erstmal großes lob für den artikel.

Da eure Artikel (zum glück 😀 ) sehr lang sind und man am Ende Vieles schon wieder vergisst würde ich es sehr gut finden wen ihr am Ende eurer Artikel immer eine Kurzzusammenfassung in Stichpunkten angeben würdet.

(wie hier http://spielverlagerung.de/2012/06/07/offensivfluiditat-eine-franzosische-revolution/ )

Freu mich auf weitere tolle Analysen !!!!!

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Enbe 7. Juni 2012 um 00:00

Genial! Großes Kompliment an Euch! Modric ist schon seit geraumer Zeit mein Lieblingsspieler aus der Premier League und ärgere mich, dass er beim PL-Manager (comunio.co.uk) viel zu schlecht wegkommt. Für mich „the player to watch“ diese EM. Hoffentlich schafft es Kroatien weit und man kann viel von ihm sehen.

Frage noch an Dich, RM: Woher hast Du die Hintergrund Infos über seine Vergangenheit?

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RM 7. Juni 2012 um 01:46

Danke für das Lob, dafür schreibt man. Ich bin ein langjähriger Beobachter und der kroatischen Sprache mächtig, das erklärt wohl die Hintergrundinformationen.

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bazing 6. Juni 2012 um 17:19

Zunächst einmal: Ich finde es sehr interessant, dass ihr wieder einen Spieler genauer unter die Lupe genommen habt.
Ebenso gut finde ich, dass ihr beschrieben habt, wie es jungen Menschen ergehen kann auf dem Weg zum Profi. Es ist einem nicht-Spitzensportler nicht immer so bewusst, welche Erfahrungen sie machen mussten und welchen Geschichten sie mit sich rum tragen müssen.

Einen Kritikpunkt habe ich dennoch: Modric war mit Sicherheit ein wichtiger Faktor, dafür dass Dinamo Zagreb wieder erfolgreich spielte. Aber allein alles an 18-Jährigen fest zu machen ist mir zu simpel. Kein Spieler ist alleine für Erfolg oder Misserfolg eines Vereins verantwortlich – und erst recht nicht über eine ganze Saison. Dieser Teil des ist mir zu dick aufgetragen.

Ansonsten ein guter, sehr informativer Artikel. Gerne mehr 🙂

Gruß

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RM 6. Juni 2012 um 19:10

Stimmt, im Grunde war es ein Quartett, welches sich im Laufe dieser Zeit entwickelte, welche – natürlich unterstützt von einer im gesamten soliden Mannschaft – hauptverantwortlich für diese zahlreichen Erfolge war (Corluka defensiv rechts, Modric offensiv links, Vukojevic als Abräumer und vor allem Goalgetter Eduardo da Silva an der Front). Die Kritik stimmt, letztlich schreibt man aber über einen der auffälligsten Spieler der damaligen Mannschaft und verfällt leicht in Übertreibungen: Entschuldigung dafür!

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kalli 6. Juni 2012 um 20:02

Wobei ich es damals sehr offensichtlich fand, wie sehr die Mannschaft durch Luka Modric geatmet hat.

Ein wirklich schönes Portrait eines meiner liebsten Spieler. Wobei man merkt, dass die taktische Komponente die Kernkompetenz des Autors darstellt. 🙂

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Felix 6. Juni 2012 um 14:43

Wie ist denn ein Schlüsselpass definiert?

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RM 6. Juni 2012 um 15:39

WhoScored.com definiert es so:
„Key Pass:
the final pass leading to a shot at goal from a teammate“

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FelixK 6. Juni 2012 um 22:00

Danke!

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webs 8. Juni 2012 um 14:20

Ist es nicht eher der Pass vor dem finalen? Das würde auch im Bezug auf seine Scorerpunkte Sinn machen, und im Kontext des Artikels auf
http://espnfc.com/us/en/news/1086938/musa-okwongathe-luka-modric-mystique.html

„He is also very rarely the player who provides the assist. But if you count one pass further back — if you look at the person that supplies that provider — then you’ll find him almost every time. „

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RM 8. Juni 2012 um 14:26

http://www.whoscored.com/Glossary

„Key Pass
the final pass leading to a shot at goal from a teammate“

dass die Pässe davor noch öfter kommen, ist klar, aber leider nirgendwo statistisch erfasst.

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webs 8. Juni 2012 um 15:00

Sehe gerade, dass die Definition wohl schon stimmt.
Dann bedeutet die niedrige Anzahl an Assists wohl, dass die Passrezipienten alles andere als effektiv mit diesen Vorlagen umgegangen sind?

Ansonsten wäre natürlich eine Statistik mit den second key passes sehr interessant.

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Kev 6. Juni 2012 um 11:28

Interessanter Artikel über einen Spieler, den ich bisher wenig verfolgt bzw. über 90 Minuten spielen sehen habe. Allerdings habe ich mich des öfteren gewundert, warum er so gute Bewertungen und z.B. bei Transfermarkt.de einen so hohen Marktwert (39 Millionen) bekommen hat. Dabei hatte mich insbesondere überrascht, dass er in den Saisons relativ wenige Scorerpunkte erreicht hat. Warum er bei Fergueson und Co. dennoch so hoch im Kurs steht, wurde hier gut dargelegt. Bin gespannt auf ihn bei der EM. Da kann ich dann hoffentlich auch mehr von seinem Spiel sehen.
Der erste Teil über sein frühes Leben ist auch interessant zu lesen. Teilweise fand ich diesen Abschnitt nicht so gelungen wie den über seine Spielweise und seine Bedeutung für das Team.

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Taktikfuchs 5. Juni 2012 um 23:58

gute Analyse!
Von meiner Seite noch eine Verbesserung in den Statistiken zu den Pässen: im Französischen heißt es „à“.

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