AC Mailand – FC Barcelona 0:0

Wie schon in der Gruppenphase traf der italienische Meister auf den spanischen. In den vorherigen beiden Partien konnte Barca zwar dominieren, jedoch nur knappe Ergebnisse (2:2 und 2:3 Sieg) erzielen. Auch dieses Mal gab es ein enges Resultat.

Milan lief wie gewohnt im 4-3-1-2 mit Raute auf. Der verletzte Thiago Silve wurde von Alessandro Nesta ersetzt, Ambrosini vertrat van Bommel (gesperrt) auf der Sechs. Mit Bonera agierte ein gelernter Innenverteidiger auf der rechten Abwehrseite, was sich als sehr hilfreich erweisen sollte.

Bei Barcelona sah man ein Hybridsystem aus  3-3-4 und 4-3-3. Iniesta musste auf die eher ungeliebte Linksaußenposition, da Pep Guardiola Keita im halblinken Mittelfeld aufbot. In der Abwehr bildeten Puyol, Pique und Mascherano eine Dreierkette, die bei Bedarf von Dani Alves ergänzt wurde. Dieser bearbeitete die rechte Seite – wie gewohnt – fast im Alleingang.

Milan zog sich tief zurück und überließ den Katalanen den Ball. Boateng unterstützte die drei defensiveren Mittelfeldspieler. Je nach Spielsituation stellten sie auf ein leicht asymmetrisches 4-3-2-1 mit Robinho links neben Boateng oder ein glattes 4-4-2 um. In letzterer Anordnung schob sich Boateng zwischen Ambrosini und Nocerino bzw. Seedorf. Ab und zu streuten die Italiener ein paar Nadelstiche ein, die Barcelona überhaupt nicht schmeckten. Bei Abstößen und ein paar Einwürfen rückte Milan weit auf, um früh zu pressen. Ziel war es, einen Ballgewinn in Tornähe möglichst schnell in einen Abschluss umzuwandeln. Ambrosini tat sich hier besonders hervor. 6 Ballgewinne konnte der Kapitän verzeichnen, einen davon hätte Ibrahimovic in der ersten Halbzeit in eine Führung verwandeln müssen.

Pep Guardiola wusste um Milans starkes Zentrum und hatte offenbar großen Respekt vor diesem. Mit Keita wollte er sein Team um die physische Komponente erweitern, auch seine Kopfballstärke war mit Sicherheit ein Grund für seine Aufstellung – man denke an den für Barca überaus ärgerlichen Last-Minute-Ausgleich durch Thiago Silva in der Vorrunde.

Xavis Problem

Durch Keitas Positionierung musste Xavi deutlich höher agieren als sonst. Er musste viel mehr vertikale Aufgaben übernehmen, wobei ihm die horizontalen Wege mangels Athletik besser liegen. Der Spanier war also in einem gewissen Dilemma: Er musste entweder die Kontrolle über das Spiel, die er sonst als „mittlerer“ Teil des Mittelfeldtrios durch seine horizontalen Bewegungen ausübt, aufgeben, oder aber den Raum hinter Messi aufgeben, um mehr ins Spielgeschehen eingebunden zu sein. Gerade in den Szenen, in denen Ambrosini Xavi in die Hälfte von Barca verfolgte, hatte der Spanier Probleme, da er nicht so viele (offensive) Anspielstationen wie sonst hatte.

Mangelnde Breite

Ein Problem für Barcelona war die mangelnde Breite im Spiel. Vor allem die linke Seite war oft verwaist, da Iniesta immer wieder den Weg in die Mitte suchte, um Anbindung ans Spiel – insbesondere an Xavi – zu finden. Keita, der halblinks agierte, spielte eher konservativ und konnte somit auch nicht für Breite sorgen. Auch von Puyol, dieses Mal als Hybrid zwischen Links- und Innenverteidiger, gab es kaum Vorstöße über links, viel mehr konzentrierte er sich darauf, zusammen mit Pique ein Auge auf Ibrahimovic zu haben. Weil Milan mit Bonera einen Innenverteidiger auf der rechten Seite der Viererkette hatte, der Iniesta lieber beim Einrücken in das dichte Zentrum begegnete als alleine an der Seitenlinie, spielte Barcelona den Italienern mit ihrer asymmetrischen Formation in die Karten.

Das Spielgeschehen sah somit meistens so aus, dass Milan mit 8 oder manchmal 9 Leuten am eigenen Sechzehner stand, doppelte, sich in Schüsse und Hereingaben warf und zur Not taktische Fouls beging. Daraus resultierten zwar einige aussichtsreiche Standardsituationen, doch weder Messi noch Xavi waren mit ihren Freistößen erfolgreich.

Da zudem ein Geniestreich durch Messi ausblieb und niemand bei Barca in Topform spielte, gab es kaum gute Torchancen – wenngleich man sagen muss, dass sich Milan in zwei Situationen nicht über einen Strafstoßpfiff hätte beschweren dürfen (Abbiati an Sanchez; Trikotziehen an Puyol bei dessen Flugkopfballchance).

Mailand in der Offensive

Mailand erspielte sich nur sehr wenige Chancen, dafür aber zwei hundertprozentige. Beide resultierten aus Fehlern in Barcelonas Aufbauspiel. Ganz früh im Spiel wurde Busquets durch gutes Zustellen der Anspielstationen zu einem Fehlpass gezwungen, aus dem sich die Chance für Robinho ergab. Die zweite Szene wurde oben schon beschrieben, als Ambrosini Xavi verfolgte und ihm den Ball in Barcelonas Hälfte abnahm. Hätte Milan eine der beiden Chancen genutzt, wären sicherlich mehr Räume für Konter entstanden. So aber konnte Barcelona das Spiel dominieren und selbst entscheiden, wie viel Risiko sie gehen wollten – bei einem Rückstand hätten sie definitiv mehr nach vorne getan.

Da also wenige Kontersituationen entstanden – Barcelona wusste dies wie gewohnt durch clevere kleine Fouls in der gegnerischen Hälfte zu verhindern – und Milan nicht viele offensive Spieler auf dem Platz hatte (sehr konservative Außenverteidiger, nicht 100% fitter Boateng, Angst vor Kontern), griffen sie meist zu Fernschüssen. Zwei Drittel ihrer Torschüsse kamen aus der Distanz, wobei kein richtig gefährlicher Versuch zu Stande kam.

Enttäuschend für Milan war die Tatsache, dass man keine gefährlichen Standardsituationen hatte. Sie holten keinen einzigen Eckball heraus, auch Freistöße in Tornähe waren Mangelware. Milan hatte im gesamten Spiel die Lufthoheit und hätte diese Standards sicher gerne zu ihren Gunsten genutzt. Ohne Abschlüsse, die so gefährlich sind, dass sie geblockt werden müssen und ohne Angriffe über die Flügel ist es aber nunmal schwer, an Eckbälle zu kommen.

Auswechslungen

Nahezu alle Auswechslungen waren positionsgetreu. Nachdem Nesta das Spielfeld verlassen musste, rückte Bonera in die Innenverteidigung, Antonini wechselte nach rechts und der eingewechselte Mesbah übernahm die Position des Linksverteidigers. An der defensiven Ausrichtung änderte sich jedoch nichts. Pep Guardiola erkannte die Verwaisung der linken Seite (zu spät?) und brachte Tello für Iniesta. Tello ist ein Außenstürmer und klebte ganz nach seinem Naturell an der Außenlinie. Nun konnte Barca durch Spielverlagerungen entweder ihn oder auf der anderen Seite Dani Alves in Spiel bringen. Gerade über Tello gab es gegen Ende des Spiels noch ein paar Halbchancen, die besser ausgespielt zum Tor hätten führen können.

Zu viel Respekt oder totale Siegessicherheit für das Rückspiel?

In der Regel ist es so, dass Barcelona sich immer stark auf den Gegner vorbereitet und Anpassungen vornimmt, in diesem Fall war es das Wählen der Dreierkette und die Hereinnahme eines körperlich starken Spielers zuungunsten größerer Offensivkraft. Jedoch wirkte es in diesem Spiel so, als hätte Guardiola Angst, zu viel zu riskieren. Mit Mascherano, Pique und Puyol, die fast keinen Angriff mitmachten, dazu noch Busquets und Keita hatte man 5 defensiv denkende Spieler bei eigenen Ballbesitz. So kam es häufig zu Situationen, in denen 5 katalanische Offensivkräfte gegen 8 oder sogar 9 Mailänder bestehen mussten. Klar ist es nachvollziehbar, dass Guardiola Bedenken bezüglich der Kopfballduelle hatte, auch die Tatsache, dass Abidal fehlte, führte wahrscheinlich zu der eher vorsichtigen Spielweise. Im Gegensatz zu Puyol ist der Franzose an die Hybridrolle zwischen linkem Innenverteidiger in der Dreierkette und linkem Außenverteidiger in der Viererkette bestens gewöhnt. Zudem bietet er mit seiner Schnelligkeit und seinem sauberen Passspiel mehr Offensivpotenzial. Dennoch finde ich persönlich, dass Barcelona mehr auf den Auswärtstreffer hätte gehen sollen. Mit Fabregas als falscher Zehn neben Messi und Sanchez oder später Pedro auf dem linken Flügel – Alves bliebe natürlich rechts – hätte man sicher mehr Offensivkraft gehabt.

Tagesform und Ausblick aufs Rückspiel

Auch wenn es keine Tore zu sehen gab, war es ein interessantes Spiel, in dem taktische Faktoren allerdings nicht sonderlich ausschlaggebend waren. Barcelonas Loch auf der linken Seite, Xavis hohe Position und die fehlende letzte Risikobereitschaft ließen das Spiel teilweise langsam und ideenlos wirken. Milan hatte eine gute Ordnung, jedoch hatten auch fast alle (defensiven) Spieler individuell einen recht guten Tag erwischt und viel Ballglück – was bei einem Messidribbling schon hilfreich sein kann. Nach vorne gab es – bis auf die erwähnten Ausnahmen – allerdings viel zu wenig Entlastung. Trägt man die Konter im Nou Camp genauso konservativ und schwach vor wie im Heimspiel, wird der Druck von Barcelona irgendwann zu hoch werden. Vor eigenem Publikum und mit dem Wissen, ein Tor erzielen zu müssen, wird Barca sicherlich deutlich offensiver agieren. Iniesta dürfte dann wieder im Zentrum auflaufen und Xavi somit unterstützen.

Fazit

Dieses Spiel zeigt mal wieder, dass Taktik ein wichtiger Teil des Fußballs ist, jedoch nicht alles. Was wäre wohl passiert, wenn Robinho nach zwei Minuten das 1:0 macht? Wie läuft das Spiel, wenn Barcelona einen Elfmeter bekommt? Ein schlechter Rasenplatz – Barcelona beschwerte sich offiziell bei der UEFA – sowie kaum Spieler in sehr guter Tagesform kommen noch hinzu. All diese Aspekte haben wenig mit Taktik zu tun, waren aber dennoch prägend.

Mit diesem Ergebnis geht Barcelona schlussendlich als klarer Favorit ins Rückspiel, wenngleich 0:0 ein gefährliches Resultat ist. Eine Standardsituation, ein Konter oder ein Sonntagsschuss – Boateng scheint da diese Saison ein Experte zu sein – kann die Katalanen in arge Schwierigkeiten bringen. Wir können uns also wenigstens darüber freuen, ohne Benfica zu nahe treten zu wollen, dass wenigstens noch eins der Viertelfinals wirklich spannend werden kann. Es wird interessant, welche Lehren die Trainer aus der Partie ziehen und noch mehr natürlich, welche Konsequenzen wir auf dem Rasen betrachten dürfen.

 

 

Sopherl 3. April 2012 um 18:04

Auch ich kann dir zu deinen ersten Artikeln nur gratulieren. Eine gute Analyse muss nicht unbedingt objektiv sein, ich freue mich über subjektive Eindrücke und Meinungen. Wann ist man als Fan schon objektiv?
Obwohl ich letzte Woche nur eine Zusammenfassung gesehen habe, kann ich mir gut vorstellen, wie das ganze Spiel gelaufen ist. Bin sehr gepannt, wie die beiden Mannschaft heut Abend die Probleme des Hinspiels zu beseitigen versuchen.

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Flatterball 31. März 2012 um 23:57

Erstmal etwas verspätet Glückwunsch zu deiner ersten Analyse hier. Ich habe eine Frage: Du benutzt im Text drei mal das Wort konservativ. In welchem Zusammenhang versteht man das bezogen auf die Spielart eines Spielers? Eigentlich bedeudet konservativ doch, dass man eher an alte Sachen gebunden ist.

Antworten

PP 3. April 2012 um 18:25

Unter konservativer Spielweise versteht man eine etwas zurückhaltende Art, eine Rolle auf dem Spielfeld zu interpretieren. Zurückhaltend = eher defensiv. Wenn Abidal links in der Viererkette spielt, interpretiert er die Rolle meistens konservativer als Alves rechts. Sprich: er macht nicht so viele Vorstöße und wenn, dann riskiert er auch keine Zauberpässe, sondern spielt sichere Pässe.

Kurz und knapp könnte man auch einfach sagen: „hinten nichts anbrennen lassen und nach vorne nur einfache Sachen“ 😉

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Tank 30. März 2012 um 13:29

Ich reihe mich mal in die Reihe der lobenden Kommentatoren ein. Guter Artikel. Ich persönlich hätte ihn mir fast noch etwas umfangreicher gewünscht, aber das soll bitte nicht als echte Kritik verstanden werden.

Zum Inhalt: Für mich war die spannendste Frage bezüglich der Spielanalyse folgende: Interpretiert ihr das 0-0 als logische Konsequenz eines tiefstehenden Milan-Blocks plus einem eher vorsichtigen Barca oder betont ihr darüber hinaus, dass Milans Verteidigungsleistung, Anzahl der angreifenden und verteidigenden Spieler auf beiden Seiten mit einberechnet, großartig war?

Ich würde sagen ihr neigt eher zur ersteren Alternative, was natürlich auch absolut richtig sein kann. Persönlich würde ich eher zu zweiterem neigen. Als Barca-Fan und Dauergucker hab ich nun schon so viele massierte Doppel-Viererketten gesehen, die versucht haben gegen Barcelona den Bus zu parken, aber Milan am Mittwoch zählt ohne Zweifel zu den 2-3 Besten. Und das ohne echte Mithilfe der eigenen Stürmer!

Wie Nesta dieses dynamische Bollwerk kommandiert hat, verlangt echte Hochachtung. Das war die ganz große italienische Schule. Auch bezüglich der Einstellung auf dem Platz. Man denke nur an Nestas taktisches Foul an Messi, das zur gelben Karte für Nesta führte. Offensichtlich wurde es so ausgeführt, dass die Verletzungsgefahr für Messi minimal war und er trotzdem gestoppt wurde. Man überlege sich nur mal was Pepe in der gleichen Situation getan hätte…

Kann natürlich tatsächlich sein, dass die Milan Verteidigung nur so undurchdringlich gewirkt hat, weil Barca mit 1-2 Mann weniger angegriffen hat, als sie das sonst tun. Außerdem darf man die Rolle des Platzes, auch wenn es nach einer billigen Entschuldigung klingt, nicht unterbewerten. Wenn Messi fünf Mal der Ball verspringt, muss da einiges im Argen liegen. Zumal Milan ja anscheinend absichtlich nichts dafür getan hat den Platz zumindest ein wenig besser zu machen.

Trotzdem für mich bleibt das Bild des Spiels das eines sich perfekt verschiebenden und toll harmonierenden Abwehrblocks, der mein geliebtes Barca, wenn er wieder so funktioniert, auch im Rückspiel vor große Probleme stellen wird.

Hut ab, Milan!

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PP 30. März 2012 um 13:40

Ich denke, die Wahrheit liegt in der Mitte. Einerseits war die Organisation und die individuelle Tagesform bei Milan (in der Defensive) top, andererseits hatte ich persönlich nie den Eindruck, dass Barcelona das Tor um jeden Preis wollte. Wie du sagst, war auch der schlechte Platz ein wichtiger Faktor. So kamen also mehrere Faktoren zusammen, die zu dem logischen Resultat führten.

Milan hat gut verteidigt und da Barcelona so konservativ gespielt hat, kann man dies als hohe Anerkennung für den italienischen Meister deuten. Allerdings muss Milan diese Defensivleistung erstmal im Rückspiel bestätigen und möglichst ein Tor schießen, da ich persönlich nicht glaube, dass Barcelona noch einmal ohne eigenen Torerfolg bleibt.

So oder so: Man darf sich jetzt schon freuen

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JayM 30. März 2012 um 11:09

gute analyse, schön strukturiert und klar geschrieben – danke 🙂

ich war auch sehr verwundert, dass barcelona nicht mehr über die flügel gekommen ist. zwar wären sie bei flanken in der luft unterlegen, jedoch ist allgemein bekannt, dass italienische mannschaften generell ein enges zentrum bevorzugen und nicht auf den seiten spielen (wie es etwa englische mannschaften tendenziell machen, siehe das extrembeispiel manchester united).

es wirkte auf mich so, als hätte barcelona die (gesunde) arroganz zu sagen, wir sind mit unserem kurzpassspiel im zentrum so viel besser als milan (oder sonst irgendeine mannschaft ;)), wir brauchen nicht über die flanken zu spielen – und somit einerseits luftduelle riskieren, bei denen milan überlegen sein wird, und andrerseits milan mehr zeit zu geben, sich defensiv zu ordnen.

somit hat barcelonas taktik milan in die hände gespielt. ein enges, überladenes mittelfeld ist für italienische mannschaften eine gefundene spielwiese.

abgesehen davon, ibrahimovic ist abgesehen von seinem können auch eine taktische waffe, die ständig zwei verteidiger bindet. auch wenn der alte zlatan auch dieses mal wie üblich in einem großen internationalen spiel weit unter seinen möglichkeiten blieb…

achja, die sache mit dem rasen… dass das gras im giuseppe mezza katastrophal ist, ist nichts neues. das wissen inter und milan, beide selbst (und alle anderen) beschweren sich seit jahrzehnten darüber. der rasen muss pro saison 3-4 mal ausgetauscht werden. wenn sich barcelona jetzt aber bei der uefa darüber beschwert, dann verstärkt das wieder einmal den eindruck, dass barcelona kleine suderanten (ich glaube in deutschland heißt das ‚meckerfritzen‘ ;)) sind. die müssten sowas doch gar nicht notwendig haben, wenn sie das beste team aller zeiten sein wollen…

noch eine sache – und bitte korrigiert mich, wenn ich mich irre: die situation mit abbiati/sanchez war kein elfmeter. sanchez hatte den ball weg vom tor gespielt und hätte ihn auch ohne abbiatis foul nicht mehr erreicht bzw nicht so, dass er gleich ein tor schießen hätte können. somit ist kein zug zum tor und keine klare torschussmöglichkeit gegeben (‚denial of an obvious goalscoring opportunity“) – voraussetzungen, die ein elferpfiff benötigt. außer natürlich, das foul wird als gelbwürdiges foul gewertet – allerdings hat der schiedsrichter wohl (mMn zu recht) entschieden, dass es eine 50:50 situation war und somit nicht gelbwürdig, weil abbiati ja nicht rücksichtlos, absichtlich oder mit übertriebener härte sanchez gelegt hat. beide laufen raus, wollen mit fairen mitteln den ball spielen – und wo gehobelt wird, fallen halt späne (oder stürmer ;)).

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wombat 30. März 2012 um 12:09

@jay stimmt, der rasen war eine wägbarkeit und wird es bleiben.

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Nagus 30. März 2012 um 11:08

Klasse erster Artikel! Finde es super, dass ihr euer team verstärkt. Und scouten könnt ihr scheinbar besser als der HSV 😉

Antworten

Zirkeltraining 30. März 2012 um 10:50

Auch von mir Gratulation und ein Kompliment zum sehr gelungenen ersten Artikel.

Ich erlaube mir einfach mal, ein paar Anmerkungen zu machen.

Zur Sprache: Mir scheint es, als hättest du dich, angesichts der Kritik an Analysen deiner Kollegen ob des zum Teil recht komplizierten Satzbaus, sehr vorsichtig auf diesem Terrain bewegt. Dies führt dazu, dass mir dein Stil, besonders und hauptsächlich zu Beginn der Analyse, etwas zu viel Nähe zu dem der BILD aufweist (ein Satz entspricht einer Information). Natürlich setzt du dich rhetorisch sehr weit davon ab, also bitte nicht falsch verstehen. Bitte trau dich also ruhig, noch mehr etwas kompliziertere Sätze zu formulieren, wie du es im Verlauf des Artikels auch getan hast.

Zum Inhalt:
Ich hätte mir ein paar Sätze zu Robinho gewünscht. Meiner Ansicht nach war er nämlich einer der Gründe, warum Milan nicht häufiger gefährlichere (Konter-) Situationen herbeiführen konnte. Für meine Begriffe war sein Spiel gegen den Ball weder Fisch noch Fleisch. Entweder hätte er Dani Alves konsequenter verteidigen, sprich weit mitgehen und den LV unterstützen, oder aber noch besser auf Konter lauern müssen. In diesen Situationen empfand ich ihn als zu zentral positioniert und ich maße mir an, zu behaupten, dass eine breitere Positionierung sinnvoller gewesen wäre, um den Raum hinter Alves zu nutzen.

Insgesamt gefällt mir dein Artikel wirklich sehr, wie im Übrigen auch das Bildchen von Tsubasa 😉
Eine Frage habe ich allerdings noch: Warst du vorher hier in den Kommentaren aktiv und wenn ja, unter welchem Pseudonym?:p

Antworten

Nagus 30. März 2012 um 11:17

„Ich hätte mir ein paar Sätze zu Robinho gewünscht. Meiner Ansicht nach war er nämlich einer der Gründe, warum Milan nicht häufiger gefährlichere (Konter-) Situationen herbeiführen konnte. Für meine Begriffe war sein Spiel gegen den Ball weder Fisch noch Fleisch. Entweder hätte er Dani Alves konsequenter verteidigen, sprich weit mitgehen und den LV unterstützen, oder aber noch besser auf Konter lauern müssen. In diesen Situationen empfand ich ihn als zu zentral positioniert und ich maße mir an, zu behaupten, dass eine breitere Positionierung sinnvoller gewesen wäre, um den Raum hinter Alves zu nutzen.“

Das hast du dir doch Mourinho abgeguckt? Robinho ist aber sicherlich kein Ronaldo.
Diese Maßnahme einen halb verteidigenden und halb stürmenden Spieler gegen Alves zu setzten ist in der Regel ja nicht falsch. Der Spieler muss halt zusehen, die Lücken im Halbfeld zu schließen und wenn sich die Situation ergibt, den Konter zu suchen. Den weiter raus zu ziehen bedeutet oft einen Mann vor der 4 zu verlieren. Und das tut gegen Messi + Sanches oft mehr weh, als mal einen Flankenlauf von Alves pasieren zu lassen. Und das war doch die grobe taktische Ausrichtung von Mailand: „Hohe Bälle sind uns egal, der Raum vor der Abwehr muss sicher stehen“

Antworten

PP 30. März 2012 um 11:55

Zur Sprache:
Durch die kurzen Sätze wird das Lesetempo im ersten Teil etwas angezogen (so jedenfalls in der Theorie 😉 ). Wollte damit bezwecken, dass man diese Punkte innerlich „abhakt“. Zusammen mit der Grafik sollte schnell ein Überblick über Grundausrichtung und Spielverlauf entstehen.

Wie dir ja auch aufgefallen ist, werden die Sätze dann im Teil, in dem es um die wirklich wichtigen Aspekte geht, wieder länger und verschachtelter, was vielleicht dazu führt, dass man sich auf diese Sätze mehr Konzentriert und somit mehr hängen bleibt.
Allerdings ist das ja auch nur meine subjektive Meinung, über Stil lässt sich endlos streiten. Finde es generell gut, dass hier in den Kommentaren auch über Stil geredet wird, der Fokus aber dennoch auf dem Inhalt liegt.

Zu Robinho:

Sicher hätte man versuchen sollen, den Raum hinter Alves stärker auszunutzen. Ich finde allerdings, dass es in diesem Spiel schlichtweg nicht viele Gelegenheiten dazu gab, wofür es m.E. folgende Gründe gab:
a) Barcelona spielte vergleichsweise wenige Risikopässe und suchte nicht so häufig das Dribbling. Konsequenz: Wenige Ballverluste
b) Die erwähnten kleinen (taktischen) Fouls, die ein schnelles Umschalten verhinderten
c) Robinho hatte wohl die Aufgabe, eher das Zentrum zu schließen (gelegentliches Positionieren neben Boateng)
d) Um es mal recht platt zu formulieren: Alves ist wahnsinnig schnell wieder hinten, wenn mal der Ball verloren wird
e)Möglicherweise sollte Robinho in 1-gegen-1-Situationen mit Mascherano gebracht werden, da Ibrahimovic meist Pique UND Puyol band, was allerdings nur meine Spekulation ist.

Wie ich ja auch in der Analyse erwähnt habe, ist Milan bei Kontern (oder Situationen, aus denen ein Konter hätte entstehen können) sehr konservativ vorgegangen und war wohl nur darauf bedacht, per Standardsituation zum Erfolg zu kommen. Ich hätte mir auf beiden Seiten etwas mehr Wille=Risiko gewünscht.

Zu deiner Frage:
Nein, ich war nicht aktiv als Kommentator unterwegs, wohl aber als Leser.

Zu meinem Bild:
Tsubasa Ozora spielte in seiner erfolgreichen Karriere nie bei den Kickers, auch wenn er mit dem hier zu sehenden GREGOR wahrscheinlich gut harmoniert hätte 😀

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Nagus 30. März 2012 um 12:15

http://spielverlagerung.de/2012/01/20/real-madrid-fc-barcelona-12/

In dem ersten Pokalspiel zwischen Real und Barca hat man ja schön gesehen wie Mouh diesen Raum nutzen wollte und konnte. Deshalb ist diese Überlegung von Zirkeltrainer natürlich angebracht.
Ich bleibe dabei, dass Robinho einfach nicht die Explosivität und Endgeschwindigkeit von CR hat. Deshalb halte ich es für extrem schwierig diesen Raum sinnvoll zu nutzen, wenn die Dreierkette mit zwei 6ern so stark ist wie die von Barca. Ein leichtes Verschieben reicht ja oft aus um sich die Zeit zu erkaufen hinterherzurücken.
Robinho defensiver zu stellen hat durchaus Sinn gemacht.

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daniel 30. März 2012 um 13:03

Den Raum hinter Alves zu nutzen, ist definitiv ein Mittel, das wie beschrieben bereits von anderen Trainern versucht wurde.

Dass das schwierig ist, beweist die Zahl derjeniger, die es entweder versuchten und scheiterten oder es garnicht erst versuchten.

Und da find ich deine Argument garnicht mal so doof/ „platt“. Alves ist auf der Außenverteidigerposition – und vllt. auf dem ganzen Platz – der athletischte Spieler, gepaart mit eienr sehr hohen Antrittsgeschwindigkeit, Endgeschwindigkeit und Pferdelunge. Damit ist er für dieses Spiel prädisziniert – wenn Alves den Raum hinter sich nicht abdecken könnte, würde Pep G. das Spiel garnicht erst so auslegen. Deshalb ist das Argument das plausibelste.

Taktik sollte ja schließlich nicht nur am Gegner, und nicht nur an den spielerischen, sondern auch an den physischen Möglichkeiten der Spieler ausgerichtet werden.

Antworten

Nagus 30. März 2012 um 13:09

Irgendwie ist dieses forumformat ein wenig sehr merkwürdig. Wieso kann man nicht jedem Beitrag antworten?

@daniel: Ich kann auch deinem Beitrag jetzt nicht so richtig rauslesen, was du eigentlich sagen willst. Man muss die Taktik an seine Spieler anpassen? Und was ist gar nicht so „doof“? Vielleicht formulierst du das ein wenig klarer? Ich kann da irgendwie keine Aussage in deinem Post finden und weis wirklich nicht worauf du dich beziehst?

Antworten

Zirkeltraining 30. März 2012 um 14:57

@PP:
Zum Stil der ersten Absätze: Ach, so war das also gedacht. Dann ist es natürlich ein angebrachtes stilistisches Mittel, wobei ich längere Sätze beim Lesen angenehmer finde, aber das ist natürlich subjektiv.
Zu Robinho: Die Tatsache, dass er so früh rausgenommen wurde, deutet ja auch darauf hin, dass sein Trainer nicht ganz mit ihm zufrieden gewesen sein muss. Dass er aber mit El Shaarawy einen zentraleren Spieler dafür reingebracht hat, gibt euch recht.
Habe gerade den ZM-Artikel zu dem Spiel gelesen. Der spricht im Grunde das an, was ich zu Robinho angemerkt hatte, wenngleich er mir etwas zu kritisch ist.

Zu Gregor: Ups, glatt verwechselt. Ist wohl doch schon länger her, als man sich eingestehen will… 😉

@Nagus: Ich kritisiere ja nicht, dass Robinho defensiver gestellt wurde. In meinen Augen hätte er nämlich entweder noch defensiver oder noch mehr auf Konter lauernd (in etwas breiterer Position) spielen sollen. So strahlte er nicht genug Gefahr aus, um Alves hinten zu binden (wie es zum Beispiel in einem der letzten Clasicos war, als Pep Alves zurückziehen musste als Reaktion auf den dort immer wieder reinstoßenden Ronaldo – ja ich weiß, das Beispiel hinkt – ). Richtig konsequent verteidigte er Alves aber auch nicht Sicher sollte er in erster Linie das Zentrum schließen, aber wenn eine Raute gegen ein 4-3-3/3-4-3 spielt, halte ich es für angemessen, dass der ballseitige ST mit dem AV bzw. WB konsequent mitgeht, wenn er denn schon nicht auf Konter lauernd hoch stehen bleibt.

@daniel: Ich verstehe leider nicht ganz, was du meinst, könntest du das vielleicht nochmal genauer erklären? Wen sprichst du an und welche Argumente meinst du genau?

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daniel 30. März 2012 um 19:08

@ Nagus:

Ich bezog mich lediglich auf die Aussage PPs –

„Zu Robinho:

Sicher hätte man versuchen sollen, den Raum hinter Alves stärker auszunutzen. Ich finde allerdings, dass es in diesem Spiel schlichtweg nicht viele Gelegenheiten dazu gab, wofür es m.E. folgende Gründe gab:

–> d) Um es mal recht platt zu formulieren: Alves ist wahnsinnig schnell wieder hinten, wenn mal der Ball verloren wird“

Dazu meinte ich, dass Taktik hin oder her, der Alves einfach physisch fast jedem Spieler hinsichtlich fussballerisch-körperlicher Voraussetzungen überlegen ist, er gerade dazu prädisziniert ist, die Außenbahnen „für zwei“ rauf und runter zu laufen.

Das wollte ich aber nicht nur alleine stehen lassen und hinzufügen, dass Taktik sich oft auf eine so banale Sache reduzieren lassen, nämlich dass D. Alves dieses Spiel des FcB erst wegen seiner unglaublichen körperlichen Voraussetzungen möglich macht. Und deshalb auch so schwierig ist taktisch zu kontern.

–> Und deshalb find ich das Argument nicht „platt“, sondern schlichtweg gut und plausibel. Damit wollte ich letztendlich darauf hinweisen, dass nicht unterschätzt werden darf, dass eine solche physische/ athletische Überlegenheit schwierig taktisch zu kontern ist, gerade wenn sie so gut von Barca eingesetzt wird.

Ob und wie das am besten zu kontern ist, wollte ich garnicht in Angriff nehmen, denn ich wüsste ehrlich gesagt garnicht richtig wie ( – liegt auch an meiner taktischen Laienperspektive). Denn ich halte D. Alves in Barcelonas Mannschaft/ Taktik für einen der wichtigsten Bausteine, in Verbindung mit Messis körperlicher (nicht Maß, sondern Geschwindigkeit und Wendigkeit) und fussballerischer Überlegenheit und der so starken Raumaufteilung bei und ohne Ballbesitz.

Ich hoffe ich habe meine anscheinend etwas unverständliche Aussage korrigiert. Hoffe mit dieser nicht noch weiter ins Loch zu rutschen 🙂

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Grasnarbe 30. März 2012 um 12:29

„Bitte trau dich also ruhig, noch mehr etwas kompliziertere Sätze zu formulieren, wie du es im Verlauf des Artikels auch getan hast.“

Was ein Schwachsinn, komplizierte Sätze als Selbstzweck! Diese Seite soll informieren, und nicht durch sprachliche Konstruktionen imponieren. Wenn du ästhetische Vorlieben in der Richtung hast, solltest du bei SL oder alten deutschen Soziologen fündig werden, die als einzige in der Wissenschaft nicht kapierten, dass Kompliziertheit im Ausdruck weder hinreichende noch notwendige Bedingung für Qualität ist. (<– Und das war schon grenzwertig.)

An der Bild kann man fast alles kritisieren, der "Ein Substantiv/Objekt/Prädikat-Stil" ist es mit Sicherheit nicht, und wird auch von keinem Journalisten oder wissenschaftlich Schreibendem wegen seiner Schlichtheit per se abgelehnt.

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Zirkeltraining 30. März 2012 um 15:16

Neeeee, längere Sätze bitte nicht als Selbstzweck.

Ich hatte lediglich die Befürchtung, das PP sich durch die Kritik an den angeblich zu „verschachtelten“ Sätzen seiner Kollegen beeinflussen lassen und als Reaktion darauf versucht hat, diese zu vermeiden. Es wäre doch schade, wenn durch die Vermeidung von etwas längeren Sätzen Informationen verloren gingen. So war das von dir Zitierte gemeint.
Dass dies nicht der Fall war, sondern PP aus anderen, nachvollziehbaren, Gründen in den ersten Absätzen zu kurzen Sätzen gegriffen hat, hat er oben erklärt. Somit löst sich meine Befürchtung in Luft auf.

Ich stimme dir vollkommen zu, dass Kompliziertheit im Ausdruck kein Parameter für Qualität ist. Ich finde jedoch, dass man komplizierte Sachverhalte auch durchaus mal in etwas „verschachtelteren“ Sätzen darstellen darf, denn gerade die kleinen Wörter wie „wobei“, „wenngleich“, „dennoch“, et cetera sind meiner Ansicht nach wichtig, um angemessen zu differenzieren. Dadurch entstehen natürlich einige Nebensätze.

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Klappe 30. März 2012 um 14:30

Eine Aussage pro Satz ist wissenschaftlicher Standard. Nur wissen das die Verfechter der gebildeten Sprache anscheinend noch nicht 😉

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Zirkeltraining 30. März 2012 um 15:22

Entschuldige bitte, da hatte ich mich falsch ausgedrückt.
Ich meinte damit den weitgehnden Verzicht auf Konjunktionen, die – wie eben schon angemerkt – meiner Ansicht nach sehr wichtig sind, um angemessen differenzieren zu können.

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Grasnarbe 30. März 2012 um 15:41

Klappe hat das sehr schön gesagt. Der Konflikt besteht vor allem darin zu erkennen, wann Sprache kompliziert sein darf – und wann nicht. Immer wenn Info Vorrang vor Unterhaltung hat, ist einfach besser. Deshalb kann man natürlich Konjunktionen benutzen. Aber schau dir die kritisierten Schachtelsätze mal an, da gibts nichts zu deuteln: Die kann man ohne Infoverlust viel klarer in mehreren Sätzen darstellen. Deswegen ist es super, dass sich PP sogar bei seinem Einstand (wo man an alles mögliche denken muss) die Kritik zu Herzen genommen hat.

„Ich finde jedoch, dass man komplizierte Sachverhalte auch durchaus mal in etwas “verschachtelteren” Sätzen darstellen darf“.

Nein, nein und nochmals nein. Gerade wenn der Sachverhalt sehr kompliziert ist, muss es die Sprache dem Gehirn einfach machen. Wie gesagt hat eine Abkehr vom Dogma „gelehrt = komplizierte Satzkonstruktionen“ schon lange stattgefunden. Schau in englischsprachige Lehrbücher in den verschiedensten Wissenschaften – die kommen alle ohne deutsche Schachtelsätze der Romantik aus.

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wombat 30. März 2012 um 10:33

da das fazit naturgemäß am ende eines artikels steht, kann es ruhig nochmal die wichtigsten aspekte zusammenfassen.

die struktur ist wohltuend, auch finde ich es richtig, auf einige unwägbarkeiten wie rasen, tagesform u.ä. kurz einzugehen.

ein gelungener einstand!

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firedo 30. März 2012 um 09:18

Sehr feiner Artikel.
Die klare Struktur durch die Zwischenüberschriften macht das lesen schön flüssig.

Antworten

Jeff der Banner-Ersteller 30. März 2012 um 09:16

Ich will sehen wie sich Barcelona in einem dreckigen Elfmeterschießen macht!

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daniel 30. März 2012 um 12:46

😀

Genau. Taktik hin oder her. Im Elfern siegt derjenige, der das Glück mit Mut und Willen für sich gewinnen kann. (Ich gehe mal davon aus, dass jeder Goalie auf dem Niveau auf die Schützen vorbereitet ist/ sein sollte)

Wäre mal interessant zu sehen, wie sich Barca da schwer/ leicht tut. Sie sind ja seit einigen Jahren nicht nur spielerisch, bei Taktikumsetzung und im „schönen Spiel“ weit vorne, sondern auch weit vorne, wenn es darum geht, an das eigene Spiel zu Glauben und sich nicht raus bringen zulassen, obwohl fast jede Mannschaft versucht gerade alles kaputt zu machen, was sie aufbauen. Wäre deshalb mal interessant zu sehen, wie stark ihr Glaube an den Sieg ist, wenn es ins Elfern geht.

Kurze Frage an den, der das schneller findet als ich – 😀 – wann war Barca das letzte mal im Elfern?

Antworten

Tank 30. März 2012 um 13:03

Falls du das gelten lässt: In der 2010er Gamper Trophy. Gegner hieß interessanterweise Milan. Barca hat es gewonnen.

Antworten

daniel 31. März 2012 um 23:38

Danke- Das gilt auf jeden Fall.

Antworten

Max 29. März 2012 um 23:44

Auch von mir Glückwunsch.

Ich würde versuchen, das Fazit etwas kürzer zu halten, damit man einen schnellen Überblick bekommen kann.
Gut finde ich, dass du markierst wenn es subjektiv wird. Auch, das überhaupt zu schreiben 🙂
Vielleicht noch ein paar mehr Statistiken demnächst einbinden.

Ich persönlich konnte wegen Training nur spät in der zweiten Hälfte zuschalten. Was mir aber aufgefallen ist, ist Barcas Abhängigkeit von Xavi – wie beschrieben war er aufgrund anderer Situation eher ein ‚anderer‘ Xavi – und dass Messi meist nur dann gut spielt, wenn sein Team gut spielt, dann glänzt er natürlich.

Grüße 🙂

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PP 30. März 2012 um 00:00

Nochmals Danke. Das mit dem Fazit ist mir auch grad aufgefallen, hab mir da nun eine kleine Anpassung genehmigt, die das ganze übersichtlicher machen sollte.

Zu den Statistiken:
Aus rechtlichen Gründen sind wir mit den Grafiken der gängigen Statistiklieferanten erstmal vorsichtig, habe versucht die wesentlichen (und relevanten) Informationen in den Fließtext einzubauen. Wer dies grafisch aufbereitet haben möchte, muss sich das auf WhoScored nochmal anschauen.

Zum Punkt bzgl. Xavi/Messi:

Erstmal ist es natürlich ist es einfacher zu glänzen, wenn das ganze Team gut spielt, jedoch hätte Messi in etwas besserer Tagesform (z.B. Ausrutschen beim Freistoß) trotzdem das Spiel entscheiden können. Auch das angesprochene Ballglück meinte es nicht so gut mit ihm. Ich erinnere mich da an ein paar Szenen, in denen ein Mailänder Verteidiger eigentlich gar keine reelle Chance hatte, ihm den Ball abzunehmen. Dann sprang der Ball aber doch noch an irgendeine Hacke oder der Boden tat sein Übriges dazu. Vielleicht war er nach einigen misslungenen Situationen auch etwas übermotiviert gewesen, um es im nächsten Anlauf besser zu machen, aber das ist nur Spekulation.

Meiner Meinung nach tut sich Barcelona oft schwer (was angesichts der Dominanz nahezu jeden Spiels beinahe pervers klingt), wenn Xavi und Iniesta weit auseinander spielen. Das ist allerdings Meckern auf allerhöchstem Niveau, wenn man bedenkt, was für starke Spiele Iniesta auf der linken Seite schon geboten hat.

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German_Informant 29. März 2012 um 23:28

Glückwunsch zum ersten Bericht, PP!

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PP 29. März 2012 um 23:32

Vielen Dank! Es wird nicht der letzte sein 😉

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PP 29. März 2012 um 23:35

Und da haben wir auch gleich den ersten Rechtschreibfehler, welcher im besten Fall der Letzte sein wird.

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Flowbama 29. März 2012 um 23:09

Ein schönes 1:1 oder 2:2 im Camp Nou, das wär doch was^^

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