1.FC Nürnberg – Bayern München 0:1

Heynckes korrigiert seine Rotation rechtzeitig – ein Sieg mit Signalwirkung?

Startformationen

Nürnberg machte viel richtig, dennoch reichte es nicht für eine Überraschung. Mit ein paar simplen Maßnahmen brachte Hecking die Bayern in arge Schwierigkeiten. Heynckes korrigierte seine nicht ganz gelungene Personalwahl im Verlauf und fuhr einen wichtigen Sieg ein.

Nürnberg agierte im 4-1-4-1, das je nach Positionierung von Balitsch (und später Cohen) auch zu einem 4-2-3-1 werden konnte. Die Ausrichtung war, wie später noch genauer erklärt wird, asymmetrisch.

Wie schon im Spiel gegen Hannover rotierte Jupp Heynckes und brachte mit Pranjic, Contento und Tymoshchuk drei frische Spieler für Ribery, Alaba und Gustavo. Bayern lief wie gewohnt im 4-2-3-1 auf.

Bayern hatte nur 55% Ballbesitz, was für sie ein äußerst geringer Wert ist. Folgende Gründe waren verantwortlich für die mangelnde Dominanz:

Asymmetrie auf beiden Seiten

Mit Contento und Pranjic hatte Bayern eine eher defensiv denkende linke Seite. Die beiden haben wenig Spielpraxis in dieser Saison sammeln können, dazu kommt noch der Fakt, dass sie bisher selten (oder sogar noch nie?) zusammen in dieser Konstellation gespielt haben. Es war also weder allzu großes Selbstbewusstsein noch blindes Verständnis der beiden zu erwarten. Im Spiel ging dann auch wirklich wenig über die linke Seite, was angesichts der Nürnberger Aufstellung auch logisch erschien. Mit Feulner und davor Chandler hatte Nürnberg ebenfalls zwei defensiv orientierte Spieler auf dieser Seite. Zusammen mit Balitsch im halbrechten Mittelfeld sollte wohl Ribery eingebremst werden, der zur Verwunderung vieler aber erstmal auf der Bank saß.

Auf dem anderen Flügel verfolgte Dieter Hecking einen anderen Plan. Hlousek und später Mak spielten sehr hoch, um Lahm am – für Arjen Robben so wichtigen – Hinterlaufen zu hindern. Diese Idee wurde sehr konsequent umgesetzt, Lahm agierte tatsächlich recht zurückhaltend. Die Tatsache, dass Didavi halblinks höher agierte als Balitsch halbrechts, verstärkte die Vorsicht Lahms.

So waren die Flügel in der Regel dicht, nur bei dem Abseitstor von Gomez knackte der Rekordmeister die linke Nürnberger Seite mit einem typischen Spielzug: Robben zog mit Ball nach innen und steckte durch zu Müller, der aus dem Zentrum in den Raum hinter Innen- und Außenverteidiger kreuzte und auf Gomez querlegte. Solche dynamischen Spielzüge waren allerdings Mangelware.

Pekhart vs. Badstuber und die daraus resultierenden Probleme im Spielaufbau

Da Badstuber von Pekhart aus dem Spiel genommen wurde, kam Toni Kroos häufig tief in die eigene Hälfte, somit entstand ein großes Loch hinter den vier Offensivkräften.

Wie die meisten Leser hier bereits mitbekommen haben werden, versuchen viele Teams, den spielmachenden Innenverteidiger der starken Gegner aus dem Spiel zu nehmen. Hier orientierte sich Pekhart bei Ballbesitz der Münchener stets an Badstuber. 56 Ballkontakte sind für Badstuber enorm wenig, noch aussagekräftiger ist seine Passstatistik: 73% angekommene Pässe sprechen dafür, dass Pekhart seine Aufgabe gut erfüllte. Bayern hatte so Probleme im Spielaufbau, da Kroos sich die Bälle in sehr tiefen Positionen abholen musste und Tymoshchuk wenige Läufe nach vorne anbot. Wegen des konservativen Verhaltens von Lahm und Contento hatte Bayern teilweise also nur 4 Spieler vor dem Ball – nicht viel, zumal die Nürnberg ihrerseits meist 8 Spieler hinter dem Ball hatten.

Viele Flanken, wenig Gefahr – Ursachen und Folgen

Bayern greift in den letzten Wochen immer häufiger auf Flanken zurück, diesmal waren es 28, von denen allerdings nur 5 brauchbar waren. Grund für die vielen Flanken, relativ zum geringen Ballbesitz von nur 55% gesehen, waren es sogar richtig viele Hereingaben, waren die im vorherigen Absatz angesprochenen Probleme. Weil Kroos sich die Bälle so tief abholen musste, tauchte er selten im letzten Drittel auf, um als zusätzliche Anspielstation zu dienen. Da Tymoshchuk alles andere als ein box-to-box-player ist, enstand häufig ein großes Loch zwischen Gomez und Bayerns Sechsern, was auch daran lag, dass Müller sich häufig auf den rechten Flügel orientierte, um wie beim Abseitstor mit Robben zu kombinieren. So ging der Ball also häufig nach außen, wo sich die Bayern allerdings meistens einer klaren Überzahl entgegen sahen.

Es gab also drei Möglichkeiten: Relativ aussichtslose Dribblings, Sicherheitspässe nach hinten, oder Flanken. Pranjic auf links entschied sich – wahrscheinlich mangels Selbstvertrauens – zumeist für den Pass nach hinten, Robben scheiterte im Dribbling häufig an Pinola, der starke 67% seiner Zweikämpfe gewann. Auch die Flanken des Niederländers waren wenig gewinnbringend: Nur eine von sechs Hereingaben fand den Mitspieler. Thomas Müller brachte sogar acht Flanken, auch hier war nur eine verwertbar. Die Flankenstatistik mag auf den ersten Blick gruselig aussehen, jedoch muss man bedenken, dass meistens nur Gomez und (je nach Angriffsseite) Pranjic bzw. Robben im Sechzehner warteten, da Kroos ja tiefer spielen musste, Tymoshchuk diese Wege von Natur aus nicht geht und Müller sich dem Flankengeber kurz anbot. So durften Maroh und Wollscheid, unterstützt von Simons oder auch Balitsch, in fast allen Situationen in Überzahl gegen Gomez verteidigen. Ein weiterer Grund für die schwachen Flanken war, dass sie selten aus dem Lauf heraus geschlagen wurden, wie es bei einem hinterlaufenden Außenverteidiger ja oft der Fall ist. Lahm und Contento kamen auch aufgrund ihrer defensiveren Spielweise zusammen aber nur auf drei Flanken.

Korrekturen von Heynckes

Jupp Heynckes konnte das Spiel nicht gefallen und so korrigierte er seine Aufstellung rechtzeitig nach der Halbzeitpause. Schweinsteiger kam für Tymoshchuk, der in diesem Spiel einer der schwächsten Spieler auf dem Platz war. Defensiv war er kaum gefordert, offensiv konnte er keine Impulse setzen. Während Toni Kroos starke sechs Mal einen gegnerischen Pass abfing, unter anderem auch beim entscheidenden 0:1, ging der Ukrainer in dieser Kategorie leer aus.

Schweinsteiger riss nun den Spielaufbau an sich und sorgte so dafür, dass Kroos sich häufiger ins zweite und dritte Drittel orientieren konnte. Die Einwechslung von Ribery sorgte für Variabilität im Bayernspiel, da er zusammen mit Robben und Müller hinter Gomez rotierte, wie es in den vergangenen Wochen so häufig geklappt hatte. Zwar gelang Ribery individuell nicht so viel, dennoch war seine Einwechslung immens wichtig: Nürnberg dürfte bei dem lange 0:0 stehenden Spiel sicherlich seine Chance auf den Lucky Punch gewittert haben. Wenn man dann nach einer Stunde intensiver Verteidigungsarbeit einen Ribery – der zur Zeit ja nicht in der schlechtesten Form ist – vor die Nase gesetzt bekommt, überlegt man es sich sicherlich ganz genau, ob man denn bei Kontern mit nach vorne gehen soll oder doch lieber in der defensiven Grundordnung bleibt.

Das Tor als exemplarische Szene

Auch wenn das Tor hauptsächlich Maroh anzukreiden ist, der einen katastrophalen Fehlpass spielte, vereint das Tor viele wichtige Aspekte dieses Spiels: Variabilität nach Riberys Einwechslung, die höhere Positionierung von Kroos durch Schweinsteigers Einwechslung, sowie Kroos´ ansprechende Leistung bei gegnerischem Ballbesitz.

Robben tauchte in der Szene nämlich links auf, um die Seite gemeinsam mit Ribery und Müller zu überladen. Toni Kroos, der den Angriff einleitete, stand in dieser Szene deutlich höher, da er den Spielaufbau nach Schweinsteigers Einwechslung nicht mehr alleine schultern musste, und veredelte einen seiner starken sechs abgefangen gegnerischen Pässe mit einem Quasi-Assist (Ribery hätte den Ball durchaus im ersten Versuch verwerten dürfen).

Die fragwürdige Rotation der Bayern und die psychologischen Auswirkungen des Sieges

„Der Zweck heiligt die Mittel“, „Der Erfolg gibt ihm Recht“ und weitere Redensarten sind (zu) simple Phrasen, um auf die Frage zu antworten, wie gelungen Heynckes´ Plan für dieses Spiel war.

Sicher ist es richtig und wichtig, Spieler in einer langen Saison mit den vielen anstehenden englischen Wochen zu schonen. Ich persönlich bin ein großer Freund der Rotation, alleine schon wegen der besseren Stimmung innerhalb eines Teams. Angesichts eines sehr guten Resultats in der Champions League und der Steilvorlage der Dortmunder ist es schon überraschend, dass Heynckes gleich drei Stammspieler schonte. Man kann nicht sagen, dass das Experiment gut funktioniert hat, was zum einen daran lag, dass Contento, Pranjic und Tymoshchuk wenig Spielpraxis und somit keine gute Form, woraus wiederum wenig Selbstbewusstsein folgt, vorweisen können. Ich finde, dass die Konstellation mit den drei defensiv orientieren Spielern für zwei Motoren des Offensivspiels der letzten Wochen – was Gustavos derzeitigen Leistungen nicht schmälern sollte, dennoch war er für das Defensivspiel deutlich wichtiger als für den Angriff – eher unglücklich gewählt. Die linke Seite strahlte so kaum Gefahr aus, mit Ausnahme einer Flanke von Pranjic, die Robben neben das Tor köpfte.

Mir persönlich hätte es besser gefallen, wenn Heynckes Schweinsteiger statt Pranjic von Beginn an gebracht hätte, mit Müller links, Kroos auf der Zehn, Schweinsteiger auf der Sechs und dem Rest des Teams so wie in der Grafik. Man hätte die selben Spieler geschont und dennoch weniger an Offensivkraft eingebüßt, da Müller, Robben und Kroos eingespielt sind und mehr Zug zum Tor bieten. Betrachtet man zusätzlich den Fakt, dass Schweinsteiger gegen Marseille nicht spielen darf, was ihm zwecks Sammeln von Spielpraxis sicher sehr geholfen hätte, wäre mein Vorschlag vielleicht ganz gut gewesen – allerdings ist dies nur meine persönliche Meinung. An der Rotation kann man wieder einmal sehen, wie schnell es im Fußball gehen kann: Man stelle sich einmal vor, Bayern spielt nur Unentschieden oder verliert sogar – angesichts der kuriosen „Parade“ von Neuer nach Cohens Schuss wäre beides möglich gewesen – das Medienecho wäre riesig ausgefallen: „Heynckes schenkt die Liga her“ wäre in etwa der Tenor gewesen, nehme ich an.

So kann der Sieg durch – oder besser gesagt trotz – Rotation ein wichtiges Zeichen an Dortmund sowie an die eigene Psyche gewesen sein. Der BVB ärgerte sich mit Sicherheit über den Bayernsieg, vor allem über die Art und Weise, zumal man selbst am Freitag nach einer hart umkämpften Partie nur zu einem 4:4 gekommen ist. Die Bayern dann so zurückhaltend und wenig engagiert siegen zu sehen, kann einen dann schonmal der eigenen Leichtigkeit berauben. Für Bayern hingegen gilt das Umgekehrte: Durch solche glanzlosen Siege steigt das Selbstbewusstsein natürlich, man glaubt auch schlechte Spiele gewinnen zu können, und dass das Momentum derzeit auf ihrer Seite liegt. Durch die Tatsache, dass Bayern die Meisterschaft nun wieder in der eigenen Hand hat, werden beide angesprochenen psychologischen Auswirkungen dieses Erfolgs sicher noch verstärkt.

Mir ist klar, dass ich mich hier argumentativ auf eher dünnem Eis bewege, da ich ja leider nicht in die Köpfe der Spieler hineinschauen und Unvorhersehbares wie Verletzungen, Pech, Fehlentscheidungen etc. auch nicht voraussagen kann. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass Bayern derzeit einfach einen Lauf hat, was nicht zuletzt an ihrer guten Chancenauswertung liegt. Beim BVB könnte sich der unangenehme Gedanke einschleichen, dass das so aufwendiges Spiel doch nicht immer belohnt wird, während Bayern scheinbar im Vorbeigehen gewinnt. Die Meisterschaft wird tabellentechnisch nicht im Spiel BVB-Bayern entschieden, aber es klingt nicht abwegig, dass die Mannschaft, die als Sieger aus dem Duell hervorgeht, den wohl entscheidenden psychologischen Vorteil hat, um die restlichen Partien konzentriert und sicher über die Bühne zu bringen.

Fazit und Ausblick auf die Champions League

Das Derby war kein gutes Fußballspiel, was hauptsächlich an der verhaltenen Spielweise der Bayern lag, Nürnberg machte – ihren Möglichkeiten entsprechend – viele Dinge richtig und trug zu eben dieser Spielweise bei. Die Sonderbewachung für Badstuber, sowie das Zügeln von Lahms Offensivdrang gelangen über weite Strecken sehr gut, was zu Kroos´ tiefer Rolle führte, die wohl entscheidend für die Schwierigkeiten in Bayerns Spiel nach vorne war. Dadurch, dass Heynckes die eher missglückte Rotation „zurücknahm“, konnte Kroos, den man getrost als Mann des Spiels bezeichnen kann, mehr Einfluss auf das Offensivspiel nehmen, da er von Schweinsteiger im Aufbau entlastet wurde.

Das Tor war dann exemplarisch für die Elemente, die gut waren im Bayernspiel: Variabilität nach Riberys Einwechslung, Abfangen von gegnerischen Pässen (Kroos), sowie die durch Schweinsteigers Einwechslung ermöglichte höhere Positionierung von Kroos. Nürnberg brachte sich durch den individuellen Fehler von Maroh um den verdienten Lohn, hätte allerdings gerne auch mutiger bei Kontern sein dürfen. Hätte Hecking Balitsch instruiert, Kroos weiter in die gegnerische Hälfte zu folgen, wäre es interessant gewesen, wie Bayern den Spielaufbau gestaltet hätte.

Das Spiel bietet taktisch nicht so viele neue Erkenntnisse, vielmehr wurden die alten Probleme der Bayern unterstrichen: Bayern hat nicht 14, 15 oder 16 Spieler, die man bringen kann, ohne einen merklichen Qualitätsverlust zu erleiden – man denke hier an die Möglichkeiten von Barcelona oder der deutschen und spanischen Nationalmannschaft. Die öffentlich gängige schwarz-weiß-Wahrnehmung der Begriffe Stamm- und Ersatzspieler scheint auch bei Bayern an der Tagesordnung zu sein. „Wer draußen sitzt, ist nicht gut genug und spielt zurecht nicht“ anstatt „Je nach Gegner, Spielertyp und Tagesform bringen wir Spieler X statt Spieler Y, ohne Qualität einzubüßen“ trifft hier wohl leider zu. Joachim Löw betont nicht umsonst so oft, dass man sich von dem Gedanken, es gebe nur 11 Stammspieler, lösen sollte.

Ich denke, dass Bayern auf Dauer Probleme haben wird, wenn man die Positionen 12 – 16 nicht adäquat besetzt, gerade auf internationalem Niveau ist dies sehr wichtig. Ein weiteres Problem der Bayern wurde nicht zum ersten Mal in dieser Saison aufgedeckt, nämlich die mangelnde Fähigkeit, gut geordnete Abwehrreihen durch intelligente Läufe ohne Ball aufzureißen. Außer Müller scheint niemand die Fähigkeit – oder vielleicht den Willen – zu haben, temporeiche Läufe ohne Ball zu machen, um Lücken im Defensivverbund des Gegners zu erzeugen. Auch das kaum vorhandene Gegenpressing, was durch die geringe Anzahl an Spielern im letzten Drittel auch äußerst schwierig gewesen wäre, ist ein Kritikpunkt, den es zu verbessern gilt.

Es wird interessant sein, wie Heynckes seine Mannschaft nun gegen Marseille aufstellt, da der Einzug ins Halbfinale ja nahezu perfekt ist. Ich halte es für wahrscheinlich, dass er seine Topelf der letzten Wochen aufbietet und versucht unter Wettkampfbedingungen, an den Problemen, die es trotz 7-Tore-Siegen gab, zu arbeiten. Ich stelle mir da eingestreute Phasen von verschiedenen Pressingvarianten vor, auch ein paar im Training einstudierten Spielzüge im letzten Drittel wären denkbar und sicherlich hilfreich, denn den Bayern fehlt es in diesem Bereich immer noch an Automatismen, die man gegen Real Madrid im Halbfinale besser vorweisen können sollte.

wombat 4. April 2012 um 10:46

besonders gut gefallen hat mir die positionierung der grafik,
man kann sofort die im nebenstehenden abschnitt angesprochenen taktischen maßgaben nachvollziehen.

gruß

wombat

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alfons 3. April 2012 um 17:45

RE: „das wir ist unsere art zu schreiben“.. das hab ich mir fast gedacht 🙂
aber Interesse an den diskussionen hier hab ich doch mit keinem wort bezweifelt, darum gings ja nicht.
du musst auch nichts ändern nur weil ich etwas befremdlich finde, ich wollte nur mal darauf hinweisen wie es meiner meinung nach wirkt.
eben so ein bisschen als würde sich eine unbestimmt große gruppe oder autorität zu einer sache äußern und driftet dann gefühlt so ins anmaßende ab, vor dem hintergrund der tatsache dass ihr vielleicht zu zweit seid oder so.. und ein paar leute auf eure seite locken wollt, was ja auch völlig legitim ist, nur eben nicht jedermanns geschmack auf diese art und weise…
ach ist ja auch wurscht und off-topic und soll nicht den thread hier einnehmen, ich musste das nur mal eben loswerden weil ichs wiederholt befremdlich fand.
aber bin ja hier auch nicht vom ordnungsamt oder so 🙂 also nix für ungut

viel spaß mit den spielen heut abend!

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Rudelbildung 3. April 2012 um 17:56

Ne, der Anlock-Faktor spielte wie gesagt nie eine Rolle. Ich lese die Artikel nur unglaublich gerne und wenn etwas dabei ist wo ich eine Meinung zu habe kommentiere ich gerne.

Danke für die Kritik auf jeden Fall,aber du hast auch recht, dass wir es dann dort liegen lassen-ist ja nicht Thema des Artikels.

Dir ebenfalls viel Spaß bei den Spielen heute Abend!

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alfons 3. April 2012 um 16:24

sehr gut zu lesender artikel.
@Rudelbildung: dieses werben für euren Blog, das ständige „wir“ nervt ein bisschen. nichts für ungut, IHR wolltn bisschen werbung für euch machen, aber da reicht doch eigentlich der hyperlink im (blauen)namen um nen klick zu generieren und das der ein oder andere da mal reinschaut. angesichts der tatsache dass du (je nach dem wer von euch da grad vorm pc hockt) hier kommentiert ist dieses ständige WIR doch eher penetrant und zu gewollt wie ich meine..
nur mal so am rande, also für mir macht das eure seite eher unsympathisch wenn man sich so ein bisschen in vordergrund spielen will. oder haltet ihr da immer ne kleine konferenz ab bevor jemand ein paar zeilen postet? dann hätte das ganze natürlich seine berechtigung und ich ziehe meinen einwand gerne zurück 😉
ich dachte ja auch kurz Mirco Reimer wäre der MR von hier, aber da ihr miteinander hier diskutiert, wir das wohl (hoffentlich) nicht der fall sein? 🙂

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Rudelbildung 3. April 2012 um 16:40

Alfons: Das „wir“ ist unsere Art zu schreiben, es ist also nicht um penetrant Aufmerksamkeit zu erlangen. Wie du richtig anmerkst ist das auch nicht notwendig durch die Hyperlinks. Ich kann allerdings auch gerne ins ich gehen, wenn dich das weniger stört.

Ebenso verhält es sich damit „das man sich in den Vordergrund spielen“ will. Ich interessiere mich genauso für Taktik wie alle anderen hier ,also diskutiere ich hier mit. Das ist alles, es hat also nichts damit zu tun sich in den Vordergrund zu spielen, sondern einfach nur Taktik zu diskutieren.

Und ich kann dich beruhigen, Mirco Reimer ist nicht MR von ihr-auch wenn es amüsant ist, dass du kurz den Verdacht hast. Das wäre doch etwas bitter und peinlich 🙂

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MR 3. April 2012 um 19:13

Martin Rafelt ist der Name, danke für das Interesse. 😉

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maverick.91 3. April 2012 um 11:09

Du hast vergessen das wenn Schweinsteiger wieder kommt Müller vermutlich auch auf der Bank sitzen wird. dann hat man 2 Reservisten für die Flügel (müller und shaqiri) und im sturmzentrum auch einen (Pizarro wird wohl geholt werden) was mich eher wurmt ist das man auf der doppelsechs und in der Abwehr wohl nicht so sehr viel machen wird obwohl gerade da ein Partner mit internationaler klasse schweinsteiger sehr gut unterstützen konnte. man stelle sich vor Gustavo fällt länger aus wegen ner Verletzung o.ä. dann wäre tymoshchuck plötzlich topanwärter auf nen Stammplatz *grusel*)

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JimmyDream 3. April 2012 um 11:53

Gibt ja dann immer noch die Möglichkeit, Schweinsteiger und Kroos auf die 6 zu stellen.
Und auch wenn er sicher noch einige Zeit braucht, aber Emre Can sollte man nicht vergessen, der nächste Saison in den Profikader rutscht, der Junge ist richtig gut

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Rudelbildung 3. April 2012 um 12:37

Auf Emre freuen wir uns allerdings auch schon sehr 🙂

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datschge 3. April 2012 um 16:08

Kann mir Emre Can unter Heynckes nicht vorstellen. Er hätte ihn ja schon paar mal einsetzen können.

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sharpe 3. April 2012 um 08:32

Guter Artikel, auch wenn mir persönlich der psychologische Teil nicht so gefällt, das ist mir zu spekulativ.
Deine letzten Sätze halte ich für Wunschdenken. Du hast zwar Recht, dass das Gegenpressing und die Automatismen im Offensivspiel bei Bayern mangelhaft sind, aber das beobachte ich schon seit langem und es hat sich nichts geändert, darum glaube ich auch nicht daran, dass gg Marseille in diese Richtung ernsthaft/sinnvoll experimentiert wird.
Zum Kader der Bayern: Man liest ja oft, dass der Kader zu klein ist. Diese Meinung teile ich nicht, denn Bayern hat ja bisher selten Spieler aus der 2. Mannschaft benötigt, um den Kader aufzufüllen. Eher ist es so, dass Bayern aus meiner Sicht 13 Spieler hat, die Top-Niveau haben, aber danach ist ein Leistungsunterschied zu erkennen. Da von den 13 keiner den Verein verlassen wird, würden 3 starke Neuzugänge Bayern wirklich sehr weiterhelfen, denn mit 16 Topspielern kann man sehr gut über die Runden kommen. Dante ist einer dieser Spieler, bei Shaqiri bin ich mir nicht sicher.

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datschge 3. April 2012 um 15:48

Re: psychologische Teil zu spekulativ, geht mir auch so. Ich werde sowas in Zukunft überspringen, da in solchen Abschnitten mir die Länge des Textes (hauptsächlich durch die starke subjektive Perspektive, deren Betonung gefühlte 90% des Textes ausmacht) tatsächlich mal nervt.

Re: Kader, der Kader ist immer so gut oder schlecht wie man ihn macht. Heynckes macht entweder nix daraus (siehe Olic und Usami) oder penetrant in den falschen Rollen (Tymoshchuk). Dann über einen „zu kleinen“ Kader oder eine „schwache“ Bank zu lamentieren und zu diskutieren, verwechselt Ursache und Symptom.

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JimmyDream 3. April 2012 um 16:17

Was wäre denn die richtige Rolle für Tymo deiner Meinung nach?

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DAF 3. April 2012 um 16:17

Bei Olic und Usami seh ich´s ganz genauso, aber wieso wird Tymoshchuk in einer falschen Rolle eingesetzt?
Ich kann ihn mir nirgendwo anders vorstellen.

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datschge 3. April 2012 um 16:33

Tymoshchuks Rolle gibt es bei Heynckes de-facto nicht, und er kann die 6 mit den Anforderungen, die Heynckes System an die Spieler hat um zu funktionieren, nicht adäquat ausfüllen (und so Schmarn wie IV und AV erst recht nicht). Tymoshchuk sehe ich in einer Makelele-ähnlichen Rolle am stärksten, die wird heutzutage aber nicht ohne Grund so gut wie nirgends mehr eingesetzt.

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Johnny 3. April 2012 um 02:09

Guter Artikel und gute Beobachtungen, ich frage mich nur, was alle in Kroos sehen.
Die Intensität seines Spiels ist schon fast provozierend niedrig, viele unnötige „Ditschpässe“ (mir fällt da eine Szene ein, in der er Contento mit einem unnötig hohen Pass in arge Bedrängnis bringt), das trägt meiner Meinung nach nicht allzu viel zum Spiel bei. Praktisch immer im Trab unterwegs schaut er oft nur zu, wie andere hinterherackern, was ich besonders ärgerlich finde.
Er hat gute Spiele gemacht und ganz selten gibt er auch mal Gas, aber wie gesagt, das scheint mir die Ausnahme zu sein.
Ich sehe Bayern mit Schweini/Gustavo und Müller davor wesentlich stärker.

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JimmyDream 3. April 2012 um 11:18

Also ich halte Kroos für einen überragenden Strategen, sozusagen den „Xavi“ des FC Bayern (natürlich ist Kroos noch nicht so weit wie Xavi)
Genau wie Xavi (oder auch Pirlo) lebt Kroos nicht von seiner Dynamik, sondern von seiner Ballsicherheit, seiner enorm guten Technik und seinem starken Auge.
Dazu kann er ein Spiel sowohl defensiv (Beispiel vor dem 1:0 als er den Ball abgefangen hat) als auch offensiv sehr gut lesen, weiss wann er ein Spiel schnell machen und wann er ein Spiel verzögern muss.
Für mich war Kroos sowohl gegen Hannover, als auch in Nürnberg bester Bayern-Spieler.
Dass er sich in allen Belangen noch steigern kann, ist für einen 22-jährigen völlig normal

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geco 3. April 2012 um 15:17

Für mich entspricht eher Schweinsteiger Xavi und Kroos eher Iniesta, wobei so Quervergleiche eigentlich immer hinken. Ich halte Kroos und Schweinsteiger für überaus ähnlich. Beide mit einem guten Schuss, klasse Technik, Übersicht und nicht die schnellsten. Schweinsteiger ist natürlich der erfahrenere und entsprechend im Zweikampfverhalten und Stellungsspiel Toni noch um einiges voraus.

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FiLiPiNi 3. April 2012 um 01:40

Wiedereinmal ein sehr schöner Artikel!

Wie schon einige vor mir angemerkt haben, ist (dementsprechend auch, aber nicht nur) meiner Meinung nach Bayerns Bank der größte Schwachpunkt. Bayern hat hier außer Petersen, Olic und Usami keinen Spieler der offensive Akzente setzen kann. Dazu kommt, dass die drei nahezu nie von Beginn an spielen dürfen: Petersen (3/14 mal von Begin an), Olic (3/23), Usami (0/3). Gerade von Usami habe ich mir als Bayern Fan vor der Saison viel erhofft, wie du ja scheinbar auch (weiß ich jetzt naütlich nicht ob als FCB-Fan, aber zumindest als neutraler Zuschauer ;-)) und inzwischen hat man ihn leider eigentlich schon wieder vergessen. Kein Wunder wenn der Junge nicht mal eine Stunde für die Profimannschaft spielen durfte. Sicherlich ist die Offensive sehr gut besetzt und es ist extrem schwer sich durchzusetzten, aber gerade den jungen Spielern muss man Chancen geben, damit sie den Spaß nicht verlieren und wenn man sagt dass bei Bayern nur Ergebnisse zählen und keine Experimente möglich sind, sollte man auch nur gestandene Spieler kaufen und eben keine mit Entwicklungspotential. Dahingehend ist Bayerns Transferpolitik seit Jahren ja schon sehr vogelwild. Usami wird sich auch in die Reihe der „Juwele“ einreihen, die beim FCB nie was gerissen haben. Schade! Er wird den Verein ja ohnehin zum Saisonende verlassen meine ich und bei Petersen wird auch schon über eine Ausleihe diskutiert, obwohl dieser ja zuletzt nicht wollte. Olic steht ja leider als Abgang zu Wolfsburg wolh fest. Der einzige verbliebene Offensive wird dann Neuzugang Shaqiri sein. Bayern will ja dann noch einen „Bomber“, oder wie der O-Ton auch immer hieß, holen, aber das wird nicht ausreichen. Da fehlen Bayern dann noch mindestens zwei bis drei Offensive um auch mal eine wirkliche Rotation zu ermöglichen. Sollten in dieser Saison noch einer der Angreifer ausfallen, sehe ich für Bayern schwarz, denn wer soll denn bitte einspringen. Gerade dieses Spiel in Nürngerg hat gezeigt, dass der FCB zur Zeit keine adäquaten Ersatzspieler hat, was allerdings auch an den nicht gewährten Einsatzzeiten und der darausfolgend fehlenenden Form liegt, wie du es ja bereits erwähnt hast.

PS: Wie Bari auch schon sagte: Ein echt cooler Avatar 🙂

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C 2. April 2012 um 20:40

In der Offensive dürften sich beide wohl nicht viel nehmen (vll sind da sogar die Bayern besser), aber defensiv Khedira, Ramos, Pepe, Carvalho, Marcelo, Cassilas allesamt Welt oder zumindest gehobene internationale klasse, dagegen bei Bayern Lahm und mit abstrichen Neuer da muss man natürlich dazu sagen das ein Boateng und Badstuber etliche Jahre jünger sind und man sie definitiv nicht ersetzen wird und ein Alaba seit kA 3-4 Spielen dort spielt.

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Rudelbildung 2. April 2012 um 21:06

Da geben wir dir vollkommen recht, von den Namen her sicherlich ein Vorteil für Real. Jedoch haben die Bayern ja schon oft gezeigt, dass man als gute Einheit so eine Ansammlung von Stars schlagen kann, auch wenn man Linke und Kuffour spielt 🙂

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MR 2. April 2012 um 21:58

Das Problem wird sicherlich das sein, dass unter Mourinho eben Real die gute Einheit ist und Bayern momentan eher nur die Ansammlung der Stars. Rein individuell kann Bayern gut mithalten denk ich. Kollektiv aber im momentanen Normalfall bei Weitem nicht.

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C 3. April 2012 um 00:42

ja seh ich auch so, aber ich würde es anders Formulieren Real hat die bessere Balance oder Teamchemie wie es bei Fifa heissen würde. Ein Star kann auch absolut mannschaftsdienlich spielen, da wird teilweise völlig absurd argumentiert ein Arjen Robben ist da eigentlich ein absolutes positiv Beispiel ich erinnere mich an eine Szene da ist er als einer von zwei Spielern bei einem Konter zurück gelaufen.

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Rudelbildung 3. April 2012 um 10:49

MR: Natürlich hat Real die Vorteile auf seiner Hand aber wir haben guten Kontakt zu einem Real Fan in Madrid und können dir garantieren, dass es außer Barcelona keine Mannschaft gibt vor der Real mehr angst hat als den Bayern.

Das mit dem Kollektiv und der Breite ist natürlich richtig, allerdings kracht es intern bei Real dem Vernehmen nach auch sehr durch die verschiedenen Gruppierungen (hier besonders die Spanier und die Portugiesen).

Real wird in dem Halbfinale der Favorit sein und spielt diese Saison auf einem unglaublich hohem Niveau, wie Real Fans aber auch richtig anmerken ist es nicht unbedingt weil man ein überragendes Konzept hat, sondern weil man so überragende Einzelspieler hat.

Bayerns Leistungssteigerung in den letzten Wochen, wenn auch nur minimal gibt auf jeden Fall Grund zur Hoffnung. Der Nachteil ist natürlich, dass Real nahezu durch die spanische Liga marschiert und viele Gegner dort zwei Level unter Real spielen.

Real Madrid ist eine klasse Mannschaft, aber gerade ein Ronaldo kann auch viel zerstören wenn es nicht nach seiner Nase läuft. Wir bleiben also optimistisch und würden die Chancen wohl auf 55:45 zu Reals Gunsten einschätzen

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MR 3. April 2012 um 11:12

Also die Behauptung, Mourinho hätte kein überragendes Konzept, halte ich für mutig. 😉

Ich denke, es wird davon abhängen, was Bayern in den nächsten Spielen noch entwickeln kann. Die Form- und Systemsprünge gehen da ja sehr schnell diese Saison und Schweinsteiger steigt jetzt wieder (schw)ein.

In der Herbstform ist Bayern auf Augenhöhe oder drüber, in der Winterform dürften sie kaum eine Chance haben, in der momentanen Frühlingsform wird es irgendwas dazwischen.

Aber erstmal kucken, was Deschamps heute macht. Risikovarianten kann Marseille wohl, wenn man sich das Spiel in Dortmund anschaut. Die schnellen Verteidiger werden auch Bayern das Kontern sehr erschweren, wenn Marseille riskant angreift.

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Rudelbildung 3. April 2012 um 11:30

Formulieren wir es anders: Mourinho hat ein Konzept, das ist aber in Fankreisen nicht gerne gesehen. Es war überragend bei bisherigen Stationen aber Madrid ist alleine von der Kultur und dem fußballerischen Selbstverständnis eine andere Hausnummer.

Dazu kommt natürlich, dass er bis auf die letzte Begegnung mit Barcelona selten sein Heil in der Offensive gesucht hat und auch weiterhin erst ein Spiel gegen Barcelona gewonnen hat.

Die Gründe hierfür sind natürlich viele, aber aus einem Fanwinkel ist Mourinho alles andere als unantastbar in Madrid.

Wir sind allerdings deiner Meinung, dass er innerhalb von kurzer Zeit wieder an Barcelona ran gekommen ist. Dies ist in Madrid allerdings nur die halbe Miete.

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Bari 3. April 2012 um 13:57

@Rudelbildung: Ich komme auch hier nicht umhin, zu denken, dass die von Dir vorgetragenen Thesen (Bei Real krachts intern, viel Respekt vor FCB etc.) nur Versuche sind, irgendwie ein bisschen mehr Zuversicht aus irgendwelchen Medienberichten zu schöpfen. Für jede deiner These gibt es immer eine Gegenthese, die das Gegenteilige scheinbar belegt. Solche Phrasen-Kriege haben überhaupt keine Aussagekraft bezüglich des tatsächlichen Spielverlaufs. Nichts gegen Optimismus, aber es ist in meinen Augen eine sinnlose Diskussion, weil keine These dabei stichhaltig ist und am Tag X alles eh anders kommen kann.

Deswegen bin ich der Meinung, dass wir hier auf einem Taktik-Blog uns lieber mit den Fakten beschäftigen sollen statt mit Meta-Ebenen wie Respekt oder Harmonie etc. Für diese Aspekte gibt es ja auch entsprechende Fan-Blogs und Website, wo man sich mit den Emotionen mehr austoben kann.

Mich würde ja persönlich viel mehr interessieren, ob es Pläne gibt, vor einem Schlüsselspiel (wie etwa Bayern vs. Dortmund) vielleicht Artikel zu veröffentlichen, wo einer von Euch sv.de-Füchse sich mal als Amateur-Trainer ranwagt und analysiert, wie Team A Team B taktisch schlagen könnte oder umgekehrt. Das wäre doch sicher spannend, wenn man hinterher schauen kann, ob die Trainer auch so spielen haben lassen und wie gut das dann ggf. geklappt hat.

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Rudelbildung 3. April 2012 um 14:46

Bari: Ich denke das hast du falsch verstanden. Das hat nicht so viel mit (Zweck-) Optimismus zu tun, sondern wie du richtig sagst etwas damit, dass vieles einfach auf die Tagesform ankommt. Diese These stützt sich auch in keinster Weise auf Medien-Berichte, sondern die Erfahrungen der früheren Begegnungen und dem Fakt, dass einer unserer Leute in Madrid lebt und uns regelmäßig von Reals Respekt vor dem FCB berichtet. Aber natürlich stehen hier die taktischen Dinge im Vordergrund, von daher faire Kritik von dir.

Wir wollten nur drauf hingewiesen, dass Real in fast allen Duellen die bessere Mannschaft auf dem Papier hatte, dies aber natürlich nicht zwangsläufig zum Erfolg führt. Wie du ja auch richtig sagst gibt es zig verschiedene Möglichkeiten wie beide Mannschaften spielen könnten und das ist der interessante Aspekt dieser Begegnung. Darauf jetzt schon einzugehen ist natürlich schwierig, da man erstmal die Entwicklungen bis zum Spiel abwarten muss.

Das einzige, was wir nur anmerkten, ist das Respekt und Emotionen natürlich ein wichtiger Aspekt im Fußball sind (wenn auch schwer messbar oder zu analyiseren) und daher ein wichtiger Faktor sind. Das hat der neue Kollege PP in seinem Artikel zum Nürnberg Spiel ja auch gut hervorgehoben.

Ansonsten sind wir total bei dir, dass man sowas nicht endlos diskutieren sollte, weil es sinnlos ist. Es war wie gesagt nur ein Versuch zu sagen, dass Real ein super Team ist und natürlich als leichter Favorit in so ein Halbfinale gehen wird, das die Bayern aber schon oft bewiesen haben, das man mit dem richtigen Konzept solchen Gegnern beikommen kann.

Wie genau ist zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich schwierig zu analysieren oder zu mutmaßen, da man keine Indizien hat ob Mou offensiv spielt, abwarten, etc und wer die verschiedenen Positionen bekleiden wird.

Deine Idee einer Vorschau für die großen Spiele finden wir sehr gut, das wäre ein sehr interessanter Aspekt. Wir versuchen bei uns im Blog selbiges einmal die Woche zu machen (allerdings erreicht dies natürlich nicht das hervorragende Niveau hier).

Als ehemaliger Trainer kann ich dir zumindest erzählen, dass diese Überlegungen dabei sind, aber auch sehr schwer zu implementieren sind. Auf diesem Niveau hat man natürlich ganz andere Möglichkeiten, das ist klar. Eine spontane Überlegung meinerseits wäre hier, das Real durch die Breite unmittelbar mehr Optionen hat und es deswegen schwieriger für die Bayern macht als umgedreht.

Damit nicht gesagt, dass Bayern keine Möglichkeiten hat, aber wie hier auch richtig erwähnt ist es unwahrscheinlich, dass man auf einmal einen Pranjic oder Petersen bringt.

Man kann sich nur auf diese Spiele freuen, soviel ist sicher.

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Zirkeltraining 3. April 2012 um 14:55

Bin ich hier eigentlich der einzige, der RM’s Wortspiel feiert?

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EvS 3. April 2012 um 15:38

nein hat auf jedenfall alle zur verfügung stehenden daumen noch oben verdient

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MR 3. April 2012 um 19:19

Bin ich hier eigtl der einzige, der ständig mit RM verwechselt wird? 😉 Aber schön, dass der ankam.

@Rudelbildung: „Formulieren wir es anders: Mourinho hat ein Konzept, das ist aber in Fankreisen nicht gerne gesehen.“ – Die persönlichen Geschmäcker der Madrid-Fans werden dem Torkonto eines Bayern-Real-Duells aber herzlich egal sein. 😉 Es ging ja hier um eine Chanceneinschätzung.

@Bari: Es gab Vorrunden-Duell zwischen Bayern und Dortmund eine Vorschau. Ich würd mich einfach mal mit dem Versprechen aus dem Fenster lehnen, dass es wieder eine geben wird.

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Zirkeltraining 3. April 2012 um 19:52

Miste, bitte um Verzeihung.

Ich nehme mal an, MR ist derjenige mit einem guten Draht zu dem Nicht-Menschen, der 44² betreibt.
Meine Frage ist, ob es hier bei Spielverlagerung nicht möglich wäre, eine Videoanalyse wie auf 44² zu machen. Die finde ich nämlich einfach überragend.
Ich weiß, dass es da problematisch wird mit den Rechten, aber ginge es nicht zumindest bei Spielen auf Laola1.tv? Die stellen euch ja auch Bilder zur Verfügung, vielleicht also auch Videos?
Darüber würde ich mich riesig freuen.

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C 2. April 2012 um 19:49

Auch wenn ich bei vielen Sachen zustimme so sah ich einige Dinge doch anders:

1. Wenn man sich so die Spieldaten anschaut stellt man fest dass es eines der Laufintensivsten Spiele der Bayern in der Rückrunde war, damit musste man gegen Nürnberg rechnen von daher find ich es genial erstmal Pranjic spielen zu lassen und inwieweit Schweinsteiger bei 100% ist weiss ich nicht insofern kann man auch diese Maßnahme als gerechtfertigt ansehen.
2. Ich weiss ja nicht wie das Bayern training abläuft aber normalerweise spielt da die 1. gegen die 2. Mannschaft von daher sollte es durchaus ein gewisses Verständnis zwischen Contento und Pranjic geben.
3. Thema Positionen 12-16
3.1 Es wird mir da zu oft vergessen dass Barca und Real vorallem auf den ersten 11 Positionen besser besetzt sind was machen die denn wenn Ihnen ein Dani Alves oder ein Ronaldo ausfällt, die haben da auch keinen adäquaten Ersatz.
3.2 Wer gestern meines Erachtens wirklich gefehlt hat – haltet euch fest das war ein Van Buyten, die Ecken und Freistöße der Nürnberger wurden jedesmal gefährlich, andersrum war Bayern bei Ecken und Freistößen relativ harmlos abgesehen von der Badstuber Halbchance.

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PP 2. April 2012 um 20:05

Oh, das mit der Laufarbeit habe ich glatt vergessen,das muss zwischen meinen Notizen und dem Verfassen des Texts verloren gegangen sein.

zu 2. Das könnte natürlich sein, allerdings glaube ich mal auf der FCB Homepage etwas von einem Trainingsspiel gelesen zu haben, in dem Olic und Usami die offensiven Außen im B-Team bildeten (kann das leider nicht mehr belegen). Selbst wenn Contento – der übrigens ja auch einige Zeit verletzt aussetzen musste – ab und an mit Pranjic zusammen trainierte, kommen wir sicherlich auf den gleichen Nenner, dass Training und (Pflicht)spiel zwei ganz verschiedene Dinge sind 😉

Zu 3.1 Wie oben schon schon gesagt, die besten der Welt lassen sich nicht ersetzen, Punkt. Dass Barca auf den ersten 11 Positionen weltweit am besten besetzt ist, unterschreibe ich sofort. Ob Reals erste Elf wirklich stärker ist als die Münchener kann ich so nicht sagen. Da hängt natürlich auch viel von der Tagesform ab. Wir werden ja aller Voraussicht nach in naher Zukunft mehr erfahren, wenn die beiden aufeinander treffen.
Zu 3.2 Van Buyten fehlt bei Standards wirklich – sowohl defensiv als auch offensiv. Ich hätte trotz der guten Statistik der Bayern nach Standards (welche wohl von der Zeit, in der vB nicht verletzt war, geprägt), derzeit keine Angst als gegnerischer Trainer vor hohen Hereingaben 😉

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Rudelbildung 2. April 2012 um 21:04

Unterschreibe PPs Kommentar, dass Trainingsspiele und Pflichtspiele zwei Welten sind.

Aus persönlicher Erfahrung als Trainer kann ich dir auch sagen, dass es in Trainingsspielen oft so ist, dass man versucht die A-Elf nach der taktischen Marschroute zum Wochenende agieren zu lassen und die B-Elf soll versuchen möglichst den nächsten Gegner zu imitieren. Ich kann dir natürlich nicht versprechen, dass dies auch bei den Bayern so ist, abwegig ist aber in keinster weise.

Bei Pranjic muss man auch erwähnen, dass er in den meisten Spielen für die Bayern nicht links gespielt hat, sondern im defensiven Mittelfeld. Davor war er unter Klinsmann oft ein Linksverteidiger, die Position bekleidete er in der kroatischen Nationalelf ja auch zumeist zu dem Zeitpunkt. Von daher ist es schwer zu sagen, ob man nur durch Training so gut eingespielt sein kann. Und dann gehören da ja auch noch die 8 anderen Feldspieler zu.

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geco87 2. April 2012 um 23:36

Pranjic kam zusammen mit Van Gaal, dessen Wunschspieler er war (wie Braafheid *schüttel*) 😉

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agricola 2. April 2012 um 17:23

Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Die Spielpaarung mit Ergebnis ist übersichtlicher, die zusammenfassenden neuen Überschriften können ja dann über dem Artikel selbst stehen. Ansonsten gratuliere ich PP zu einer sehr gute Analyse, eine echte Verstärkung für spielverlagerung.de

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Maulwurfmann 2. April 2012 um 17:22

Sehr große Lob, PP. Deine Analysen gefallen mir.

Schön hast du dich hier bei Spielveralgerung eingelebt. Eine wirkliche Bereicherung des Teams! 🙂

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Rudelbildung 2. April 2012 um 17:17

Super Artikel! Generell können wir uns nur anschließen, dass deine Schreibweise wirklich super ist und du frischen Wind in die Spielverlagerung Redaktion bringt. Fachlich kann man dir sowieso nichts anhaben.

Mit dem Momentum hast du natürlich vollkommen recht, man kann sicherlich behaupten, dass die Bayern die besseren Karten im Meisterrennen haben nun. Natürlich wird es aber auch entscheidend was im direkten Duell passiert, gewinnt Dortmund dieses war es das wohl.

Allerdings haben die Borussen auch ein Hammerprogramm vor sich, Wolfsburg, Bayern, Schalke und Gladbach heißen die nächsten 4 Gegner alleine.

Bei einem Punkt stutzen wir allerdings und das ist dieser hier:

“ Bayern hat nicht 14, 15 oder 16 Spieler, die man bringen kann, ohne einen merklichen Qualitätsverlust zu erleiden – man denke hier an die Möglichkeiten von Barcelona oder der deutschen und spanischen Nationalmannschaft.“

Alle Mannschaften haben gewisse Spieler, die äußerst schwer zu ersetzen sind-auch bei den Bayern hat es mit Schweinsteiger gedauert, bis man seine Verletzung einigermaßen kompensieren konnte. Auch ein Lahm ist fast unmöglich zu ersetzen für die Bayern.

Was Barcelona angeht ist es natürlich ein unglaubliches hohes Niveau, aber man merkt auch hier den Qualitätsunterschied ohne einen Abidal, Xavi, Iniesta und Messi. Das ist allerdings die normalste Sache der Welt.

Wenn man wirklich von diesem Top Kader reden sollte ,der sowas auffangen kann, ist Real Madrid vielleicht das beste Beispiel. Natürlich ist ein Ronaldo auch nicht zu ersetzen, aber sie haben auf der Bank Spieler wie Kaka/Özil, Benzema/Higuain, wo man sieht, dass es dem Spiel weniger weh tut wenn einer von beiden nicht dabei ist.

Manchester City könnte ein ähnliches Beispiel sein, jedoch merkte man hier im Frühling zu sehr, dass man Kompany, Yaya Toure und Silva nicht ersetzen kann. Daher ist das schwierig zu vergleichen, auch wenn man auf den Außenverteidiger-Positionen, im Mittelfeld sowie im Sturm doch schon Möglichkeiten hat, die das Niveau nicht sonderlich beeinträchtigen.

Am Ende des Tages muss man wohl festhalten, dass alle Mannschaften ihre Probleme haben wenn die 1-2 wichtigsten Spieler nicht dabei sind. Das zeigte ja auch dieses Spiel in der 1. Halbzeit.

Mach weiter so!

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PP 2. April 2012 um 18:04

Nun ja, ich meckere da ja auch schon auf sehr hohem Niveau, viele Mannschaften sind sicherlich neidisch auf Bayerns Bankspieler.

Klar ist, dass die besten Spieler der Welt nicht 1:1 zu ersetzen sind, dennoch versteht es z.B. Barcelona, Ausfälle durch taktische Flexibilität auf der einen, und eben höherer individueller Klasse auf der anderen Seite, wichtige Ausfälle zu kompensieren. Auch die über Jahre hinweg gemeinsam entwickelte Spielweise hilft da natürlich.
Die Spieler, die bei Bayern i.d.R. auf der Bank sitzen haben zwar zweifellos Qualitäten, allerdings passen diese nicht in das System, das gespielt wird. Ich persönlich hätte Usami gerne mal auf der linken Seite gesehen, da er Riberys Spielweise ja schon näher kommt als Pranjic, auch wenn man den kleinen Japaner bisher selten gesehen hat. Meine Hoffnung scheint sich aber wohl leider nicht zu bestätigen 🙁

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C 2. April 2012 um 19:59

da sind auch n paar Dinge dabei die zu meinen Kritikpunkten passen…. ich muss an der Stelle noch loswerden dass man es sich eben in München nicht leisten kann sich für 30 Mio mal eben nen Spieler zu holen der dann n paar Spiele auf der Bank sitzt oder Stammpositionsfremd eingesetzt wird (Coentrao)

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Rudelbildung 2. April 2012 um 20:59

Das sehen wir genauso, wir wollten die Dinge auch nicht aus dem Kontext aufgreifen, sondern nur ein anderes Beispiel für diese Breite des Kaders geben, die die Bayern (logischerweise?) nicht haben.

Die Bayern fahren dort ja eine andere, wirtschaftliche mehr verantwortungsvolle, Taktik. Diese wird hoffentlich auch international eines Tages noch mehr belohnt, wenn die Spielregeln finanziell in Europa angepasst werden.

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Jona 2. April 2012 um 16:28

Noch ein allgemeiner Kommentar:
Ist die Umstellung der Titel der Spielanalysen nun beschlossene Sache? Habe kürzlich noch einen Kommentar von Euch gelesen, dass mit der alten Struktur die Spielanalysen gut von allgemeineren Beiträgen zu trennen waren (finde den entsprechenden Kommentar leider auf die schnelle nicht).
Das fand ich einleuchtend und vermisse es gerade ein wenig, denn der Artikel zu Dutt sticht im Moment leider nicht so heraus, wie er es vorher getan hätte.

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Jona 2. April 2012 um 16:20

Danke für die schöne Analyse, das Lesen hat Spaß gemacht!

Da ich das Spiel nicht gesehen habe, kann ich die sportlichen Aspekte nicht gut beurteilen. Deinen Schreibstil finde ich jedoch gut und du setzt dich auf angenehme Weise von den tollen Artikeln von MB, TR und RM ab – eine schöne Bereicherung für Spielverlagerung.

Vor allem über deinen Abschnitt „Die fragwürdige Rotation der Bayern und die psychologischen Auswirkungen des Sieges“ bin ich zwar erst gestolpert, fand dann beim weiteren Lesen die längere Passage aus der Ich-Perspektive sehr schön, denn schließlich bin ich ja genau an Euren Meinungen interessiert und für mich darf es neben objektiver Berichtserstattung ruhig öfter ein guter Schuss persönlicher Statements sein.

Also, weiter so!

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exz 2. April 2012 um 15:29

mir gefällt die Analyse sehr gut vorallem das letzte drittel „Die fragwürdige Rotation der Bayern und die psychologischen Auswirkungen des Sieges“ .
Reine Taktische Analysen, welche im selbstverständlich im Mittelpunkt stehen sollten, sind spannend zulesen wirken jedoch auch statisch und sind oftmals auch anstrengend. Deine Analyse der Rotation und psychologischen Faktoren lockert das Bild auf. Die Taktische Analyse wird so eingebette in das Gesamtbild.
Mir geht es so zumindestens so.

Ich wollte dies nochmal ansprechen da in der vergangen Woche oftmals Diskutiert wurde ob in eine Taktische Analyse nur „harte“ Fakten eingehen sollten.

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Bari 2. April 2012 um 16:14

Vielen Dank für den Artikel! Ich finde den taktischen Teil sehr ansprechend, und auch der Ausblick auf CL und die Schlussfolgerungen bezüglich der Unzulänglichkeiten der Position 12-16 sind für mich mindestens nachvollziehbar, wenn nicht sogar meine persönlich Ansicht widerspiegelnd.

Allerdings tue ich mich ein bisschen schwerer mit der „Psycho-Analyse“. Ich komme nicht um hin zu denken, dass die mutmaßlichen psychologischen Vorteile von FCB über Dortmund nichts weiter sind als Wunschdenken aus Bayernsicht. Man kann jetzt genauso sagen, dass die Dortmunder daraus erkennen, wie sehr die Müdigkeit die Bayern jetzt schon belastet, und das nach 2 Englischen Wochen mit potenziell 4 weiteren vor der Brust. Die Dortmunder können also auch genau so denken, dass die Bayern mit der schlechten Spritzigkeit und Kondition gut möglich noch Punkte liegen lassen werden, wenn sie mal auf noch stärkere oder intelligentere Gegner treffen, wie etwa Mainz unter Tuchel – oder eben auswärts in Dortmund selbst. Diese pro-Dortmund Sichtweise ist mindestens genau so plausible wie deine Ausführungen, und belegen lässt sich freilich rein gar nichts. Und das veranlasst mich dazu zu denken, dass solche Spekulationen nichts weiter sind als Fan-Talk, mit sehr geringer Aussagekraft – bis keine. Wenn es sein muss, kann man auch ein bisschen in die Psycho-Kiste greifen, aber dann sollten beide Deutungsvarianten dargelegt werden, denn sonst verkommt die Ausführung zu einem FCB-Fanblog und das ist bestimmt nicht das, was wir wollen.

Sage ich jetzt als FCB-Fan.

Ansonsten, tolle Arbeit, und cooler Avatar! 😀

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PP 2. April 2012 um 16:52

Da hast du natürlich Recht, so herum kann man es auch sehen. Ich bin jetzt bewusst bei der Bayernsicht geblieben, um nicht zu weit abzuschweifen.
Zum Titelkampf speziell wird es ja noch sicherlich einige Artikel geben.
Wie ich ja schon erwähnt habe, begibt man sich bei diesen Interpretationen argumentativ auf dünnes Eis, wenn man auf die Psyche eingeht… Hoffe, es ist deutlich geworden, dass das nur mein persönlicher Eindruck ist und andere zum nachdenken und diskutieren anregt.

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exz 3. April 2012 um 01:20

Mich stört ein wenig die Darstellung das es sich bei Werten wie Flanken/Zweikämpfen oder gelaufene km um Fakten handelt welche keine Interpretation bedürften. Jedoch bspw. die Auswirkungen des Sieges auf die Spieler nur reiner Interpretation unterliegt.
Wenn man verschiedene Taktik-Foren vergleicht wird erkennbar wie stark subjektiv die Interpreation von solchen „Fakten“ ist und wie stark sie durch die Wahrnehmung des Autors beeinflusst wird.

Natürlich lässt sich nicht abstreiten das über die Psyche der Spieler weniger Informationen vorliegen und jene welche vorhanden sind schwerer zu interpretieren sind. Der Unterschied zwischen solchen Informationen und Informationen über Zweikampfwerte liegt in der Wahrscheinlichkeit das sie wirklich zutreffen. Bei der Interpretation können also mehr oder wenig viele Fehler auftreten.

Jetzt ist die Frage wer legt fest wie hoch die Wahrscheinlichkeit sein darf bevor sie in einen Artikel kommt. Darüber kann man sich sicher streiten. Nichtsdestotrotz wird dadurch ein sehr wichtiger Punkt angesprochen welche eine hohe bedeutung haben kann. Wenn man diesen Punkt weg lässt fehlt ein wichtiger bestandteil im Bild.
Deswegen stimm ich dir zu Bari das beide Perspektiven gegenübergestellt werden sollten. PP hat ja schon erklärt wieso er dies nicht tat.

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Niklas 2. April 2012 um 15:14

Sehr gute Analyse. Ich habe von dir jetzt zwei Analysen gelesen und man kann dir nur gratulieren. Vor allem, wenn es um den roten Faden sowie die Verständlichkeit geht, kann sich der eine oder andere Autor auf dieser Seite, sich von dir noch was abgucken.

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PR 2. April 2012 um 14:49

Vielen Dank für deine ausführliche Analyse. Aus meiner Sicht war der Schlüssel für den Erfolg auch das nach Schweinsteigers Einwechslung deutlich schnellere Spiel. Oder kam mir das nur so vor?

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