Montag, 01.09.2014

Auscoachen

Auscoachen:

Der Begriff des Auscoachens ist eng verwandt mit dem des Matchplans. Derjenige Trainer, der mit seinem Matchplan die Spielstrategie des Gegners durchschaut und zu seinem Vorteil genutzt hat, startet mit einem großen Vorteil in das Trainerduell. Jedoch gelten hier dieselben Regeln wie auf dem Feld: „Ein Spiel dauert 90 Minuten.“ Das heißt im Klartext: Ein Trainer kann noch so falsch liegen mit seiner ursprünglichen Strategie, schafft er es, diese Fehler auszubügeln und im Spiel passend auf die Aktionen des Gegners zu reagieren, ist jede noch so kluge Vor-Spielstrategie konterkariert. Konkret ausgecoacht ist der Gegenüber, wenn der Trainer seinem Team durch eine Strategie oder einen Wechsel – taktischer oder personeller Art – einen entscheidenden Vorteil verschafft hat.

Bestimmte Trainer haben den Ruf, dieses Auscoachen besonders gut zu beherrschen. Doch diesen Ruf gilt es in jedem einzelnen Spiel zu verteidigen, und jeder Trainer lag mit seiner Einschätzung und seinen Wechseln in einer Partie schon etliche Male falsch, sodass derzeit niemand als unantastbarer Matchtrainer gilt.