Bayern scheidet gegen PSG aus – Die Kurzanalyse

Bayern München gelingt das Weiterkommen in der Champions League nicht. Im Rückspiel tritt Paris Saint-Germain viel stärker als in der Vorwoche auf. Was machte PSG gut? Und woran scheiterten die Bayern?

Koom 18. April 2021 um 17:11

Mal spaßeshalber zu den Bayern:
Was ich am spannendsten finde, wird wohl sein, ob Flick jetzt einfach nur aus Wut die Herren Sarr und Roca nie eingesetzt hat, oder ob die wirklich nichts können. Mal schauen, wer da der nächste Trainer wird und wie sich die Karriere der Genannten dann so verändert.

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Daniel 18. April 2021 um 21:31

Sarr hat ja gar nicht soo selten gespielt. Und in dieser Zeit hat man finde ich gesehen, warum ihn Flick nicht häufiger einsetzt. Das reicht bei Bayern halt wirklich maximal zum Backup. Selbst der erstens positionsfremde und zweitens selbst gerade nicht in Topform befindliche Süle hat’s mindestens genauso gut gemacht. Roca hängt denk ich stark vom Spielsystem des nächsten Bayerntrainers ab. Wobei Kimmich und Goretzka das einfach so stark machen, dass mehr als die Backuprolle auch hier wenig realistisch scheint…unabhängig vom Trainer.
Ich bin da eher aus dem Trainergrund selbst gespannt drauf. Ich halte den Trainerposten für den absolut kritischen im Spitzenfußball und befürchte, dass Bayern eine ähnliche Lektion lernen muss wie der BVB: einen hervorragenden Trainer für die Eitelkeiten von Funktionären zu opfern ist ein Fehler. Auch wenn beide Sachverhalten natürlich komplexer sind ist das letztlich der Kern. Die Kunst ist, aus 20 vor allem auf ihre eigene Karriere fixierten jungen Sportlern eine sportlich wie menschlich funktionierende Einheit zu formen. Geeignete Spieler zu überzeugen ist hingegen mit der wirtschaftlichen Potenz von Dortmund und noch viel mehr Bayern kein Kunststück, sie zu finden in Zeiten von Scoutingabteilungen und der Informationsdichte des Internets noch weniger.

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Koom 19. April 2021 um 09:22

Als Trainer einen Spieler schlecht aussehen zu lassen ist natürlich auch immer möglich. Flick hatte dazu auch exakt eine Spielweise und man kennt das ja von Leipzig und Liverpool und ManCity, dass für hohes Pressing viel Training und Einstellung dazugehört.

Und ich muss einräumen, dass ich immer dazu tendiere, mal den Blickwinkel der Gescholtenen einzunehmen. Selbst wenn es wie bei Salihamidzic jemand ist, den ich jetzt auch eher für nicht so kompetent halte (und unsympathisch finde). Mal schauen also, was der nächste Trainer aus den „Graupen“ so macht. Kann ja zudem passieren, dass der ein oder andere Spieler ohne Flick auch keine große Lust hat, zu Bleiben.

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Daniel 19. April 2021 um 10:34

Ich will damit auch nicht sagen, dass Flick der Heilige ist und der Konflikt alleine vom Brazzo vom Zaun gebrochen wurde. Mein Punkt ist, dass ich durch Flicks Arbeit einen offensichtlichen extremen Mehrwert des Vereins sehe… bei Salihamidzic kann ich den nicht erkennen.

@studdi
Dürfte eher um das Fehlen von Vertragsverlängerungen als um fehlende Transfers gehen. Mit Boateng einen Spieler nicht zu verlängern, den der Trainer konkret halten wollte, ist schon ein ziemlicher Affront. Die Sagas um Thiago und Alaba wurden vmtl erst dadurch so schwierig, dass Bayern die Gespräche erst zum spätestmöglichen Zeitpunkt aufnahm. Das wiederholt sich leider auch gerade, Ende kommender Saison laufen die Verträge von Süle und Goretzka aus. Zumindest bei Goretzka muss eigentlich klar sein, dass Bayern ihn gern halten möchte, wahrscheinlich auch bei Süle. Dennoch passiert nach allem was man hört noch nichts. Je länger man wartet desto mehr erhöht man natürlich den Druck auf die Spieler, den Markt zu sondieren und sich nach Alternativen umzusehen. Zumindest Thiago wäre höchstwahrscheinlich zu halten gewesen, wenn man ein bis zwei Monate früher in ernsthafte Verhandlungen eingetreten wäre…

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studdi 19. April 2021 um 10:53

Ja das stimmt die Vertragsverlängerungen hatte ich jetzt nicht so auf dem Schirm. Da weis man aber eben auch nie was die Spieler verlangen und der Verein Zahlen kann. Weis dann natürlich nicht in Wieweit Flick da involviert ist bzw. man mit Ihm komuniziert. Das scheint ja das Problem zu sein.

Als Trainer würde ich natürlich auch Boateng halten wollen. Mit Upamecano hat man aber schon einen zumindesten gleichwertigen auf sicht sogar besseren IV geholt. Denke auch das Hernandez und Upamecano nicht so schlecht verdienen auch Süle wird sein Gehalt bei einer Verlängerung haben wollen.
Denke da will man einem Boateng nicht das Gehalt zahlen das er will besonders für einen IV nummer 3-4.
Die Alaba Situation finde ich ganz komisch, als ausenstehender habe ich da auch das Gefühl das es Ihm um seine Position geht die er Spielen möchte, weshalb es vielleicht auch mit anderen Vereinen nicht so klappt mit den Verhandlungen.

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Koom 19. April 2021 um 12:23

@Daniel: Ich würde da auch keinen jetzt besonders in Schutz nehmen. Flick hat durchaus nachgewiesen, dass er einer Mannschaft seinen Stempel aufdrücken kann und erfolgreich ist. Ist bei einem Sportmanager natürlich schwieriger – das wird besser bewertbar mit dem nächsten Trainer.

Ja, die Vertragsverhandlungen sind halt auch so ne Sache. Alaba geht und ich hatte nicht den riesigen Eindruck, dass er DRINGEND weg wollte – aber mehr Wertschätzung wollte (vielleicht auch bei der Position auf dem Feld, ja). Ist aber generell ein ziemliches Dilemma da hinten. Hernandez ist sicherlich auch gut, war aber lange aussen vor. Und Aussen bringt Davies natürlich interessante Qualitäten, die Alaba nicht (mehr) hat (dafür andere). Generell findet viel Geschacher um Positionen auf dem Feld statt, was auch nur mittelgut ist. Sei es jetzt Kimmich, Alaba, Hernandez, Davies, Parvard, Sane – sind schon recht viele,

Vielleicht ist das auch eine leicht induzierte Panik, dass die ganz großen Gelder bald nicht mehr fließen (dito auch Superleague) und jetzt gerade die Kämpfe um die letzten großen Summen noch mal entbrennen.

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Daniel 19. April 2021 um 12:57

Genau wegen dieser unklaren Situation in der Verteidigung hätte ich eine Verlängerung Boatengs sinnvoll gefunden und verstehe komplett, dass Flick ihn halten würde. Es gibt einfach sehr viele Fragezeichen in Bayerns Verteidigung, zumal mit Martinez und Alaba gleich zwei Verteidiger gehen werden: Wie schnell findet sich Upamecano in München zurecht? Bleibt Davies langfristig Verteidiger oder geht er vllt doch eine Reihe nach vorne, wodurch dann Lucas nach außen ginge? Bleibt Pavard rechts oder rückt er auch noch in die Mitte? Wann erreicht Süle wieder seine Topform? Und entwickelt sich Richards in Hoffenheim zu einem für Bayern brauchbaren Spieler? Boateng wäre da eine clevere Abwartelösung gewesen.
Weder Alaba noch Thiago wollten wirklich dringend weg, das ist ziemlich klar. Man hat es aber bei beiden nicht geschafft, sie in Verhandlungen zu überzeugen, obwohl zumindest Alaba ganz offensichtlich noch gar nicht sehr weit war in Verhandlungen mit anderen. Das wirft kein gutes Licht auf das Management.
Klar, letztlich ist die Arbeit eines Sportvorstands erst in einem längeren Zeitraum zu bewerten als bei einem Trainer. Aber wie ich schon oben schrieb, mMn ist Bayerns wirtschaftlicher Vorsprung gegenüber dem Rest der Liga so groß, dass es gar nicht so entscheidend ist, wer da Manager ist…was elegant zu der anderen Diskussion führt, die wir gerade haben 😉 Wer Trainer ist wird hingegen immer sehr zentral sein.

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Koom 21. April 2021 um 09:57

Das mit Boateng scheint mir auch ein Stück weit persönlicher Natur zu sein. Wenn schon Hoeneß alle 5 Minuten, egal wo und in welches Mikrofon, er den Abschied von ihm forciert, dann geht es da definitiv nicht um Sportliches. Der kann wohl einfach nicht mit ihm. Fällt aber auch schon unter Mobbing für mich.

Aber zum Sportmanager: Die Wirkung eines Solchen entfacht sich idR erheblich langsamer. Bei einem Trainer merkt man es idealerweise schon beim ersten Spiel, dass da was anders ist. Gerade diese Saison war da doch interessant. Wenn man da die Baums, Grammozis, Lichtes u.v.a dann mit Flicks Antritt, Svensson, Kramer in Bielefeld vergleicht, wo doch tatsächlich ein Rhytmuswechsel zu spüren war, dann ist das schon eine Aussage. Verwaltung vs. Revolution (?).

Mal schauen, was Salihamdzic kann. Die Trainerfrage zu lösen wird zumindest heikel. Nagelsmann ist sicherlich der avisierte Kandidat, aber ich weiss nicht, ob der wirklich jetzt da hin will. Sich extern die Meriten holen um dann in 4-5 Jahren zu den Bayern zu gehen, könnte für ihn die bessere Entscheidung sein. Und es tummeln sich auch bereits 2-3 Namen auf dem Markt, die Salihamdzic gefallen könnten. Ich persönlich würde es immer noch urgeil finden, wenn Mourinho mal in München landet. Und ich würde auch Löw nicht ausschließen, auch und gerade wegen der lustigen Konstellation mit Müller.

Daniel 30. April 2021 um 12:33

Der Umgang mit Boateng geht gar nicht, sowohl menschlich als auch sportlich. Gott sei Dank ist Hoeneß nicht mehr Präsident kann ich da nur sagen.

„Aber zum Sportmanager: Die Wirkung eines Solchen entfacht sich idR erheblich langsamer.“
Oder auch gar nicht. Zorc ist jetzt glaub ich seit 16 Jahren Sportdirektor und trotzdem kann keiner seine Wirkung wirklich einschätzen. Wenn wirtschaftlich so starke Vereine einen Volltreffer auf dem Trainermarkt landen (Klopp/Flick) ist es wohl fast egal, wer da Manager ist. Das sieht bei kleineren Vereinen sicherlich anders aus.

Die Schreckgespenster Mourinho und Löw wurden zum Glück vertrieben, es wird Nagelsmann 🙂

Koom 30. April 2021 um 21:46

Ich hätt mich über Mourinho gefreut. Vielleicht auch Schadenfreude, aber es wäre lustig geworden. 😉

Zu Zorc: Ich halte ihn at best für nen soliden Buchhalter/Vertragsmacher. Das Einkaufskonzept beim BVB ist… konservativ. Entweder sündteure blutjunge Spieler oder ablösefreie ältere Spieler. Unabhängig davon, was der Kader inhaltlich sowohl von der Position als auch der Interpretation braucht. Und auch die Trainersuche ist entweder auf Kloppability oder „man kann man ihm nett reden“ ausgerichtet. Und weil Zorc sehr schwach ist, ist der Trainer beim BVB auch irgendwie die ärmste Sau.

Daniel 3. Mai 2021 um 23:32

Stimmt schon, dass man den Einfluss von Trainern relativ schnell sehen sollte. Zumindest Baum und Grammozis würde ich aber aus der Schusslinie nehmen, was auch immer bei Schalke schiefgegangen ist war schon bei deren Amtsantritt kaputt. Schalke war einfach als Gesamtkonstrukt irgendwie nicht bundesligatauglich diese Saison. Es macht schon einen Unterschied, ob ein Trainer zu einem Verein kommt, bei dem es zwar in letzter Zeit etwas hakt, der aber grundsätzlich gewisse Struktur hat, oder in einen Verein, bei dem seit Jahren völliges Chaos herrscht.
Flick, Svensson oder auch Heynckes 2017 haben letztlich ihre Teams erstmal auf eine frühere Version zurückgesetzt, wie man bei Computerprogrammen sagen würde: sie haben die nicht funktionierenden Ansätze von Kovac/Ancelotti bzw Beierlorzer/Lichte beerdigt und versucht, den Status quo von zuvor wieder herzustellen. Und das sowohl taktisch als auch personell (Wiederaufbau der zuvor demontierten Stützen Boateng/Müller bzw Szalai). Dabei hift es, wenn man die dafür notwendigen Bausteine schon kennt und genau weiß, wie man sie menschlich und fußballerisch anfassen muss (Flick wurde mit den Führungsspielern Bayerns 2014 Weltmeister, Heynckes baute mit ihnen die Triplemannschaft von 2013, Svensson kennt die originäre Mainzer Spielidee noch als Spieler). Sowas geht aber auf Schalke (oder zum Beispiel auch beim HSV) gar nicht, weil keiner der Spieler sich an eine wirklich funktionierende Version der betreffenden Vereine erinnern kann. Selbst zu besseren Zeiten lebte S04 die letzten Jahr(zehnt)e mehr von der individuellen Qualität einzelner Akteure wie Huntelaar, Farfan, Raul, Draxler, Goretzka, Neuer als von einer einheitlichen Spielidee. Das waren mit Sicherheit nicht alles Pfeifen, Dieter Hecking z.B. hat an den allermeisten seiner Stationen sehr gute Arbeit gemacht. Auch Christian Titz hat mir sehr gut gefallen, er ist ja auch grad in Magdeburg sehr erfolgreich. Das ist ja grad der Teufelskreis, in dem diese Vereine gefangen sind: Weil sie kein funktionierendes Grundgerüst haben haben sie keinen Erfolg, weil sie keinen Erfolg haben tauschen sie alle paar Monate ihren Trainer, weil sie alle paar Monate ihren Trainer tauschen kann kein Gerüst entstehen. Mal sehen, ob der auch in diese Richtung tendierende VfB Stuttgart jetzt mit Materazzo was aufbauen kann oder ob der auch wegen „fehlender Weiterentwicklung“ gefeuert wird, wenn der VfB auch nächste Saison nur 11. wird.

Koom 4. Mai 2021 um 11:11

@Daniel: Schade, dass wir das Thema hier in den Tiefen eines Bayern-Zweigs haben. Im Grunde gibts da viel auszutauschen und ich finde das immer sehr spannend. Anyway… 🙂

Ich würde auch sagen, dass bei Schalke und Hamburg ein großes Problem der Anspruch war. Halbwegs sichere Europapokalteilnahmen waren nicht genug, also entließ man funktionierende Trainer und verwarf existierende Konzepte, in der Hoffnung (?) auf Besserung. Aber das geschah planlos. Ohne jetzt dabeizusitzen, wirkte das oftmals einfach so, dass man danach einstellte, wer gerade den schönsten Pitch für den Vorstand gemacht hat. Die kleine Anekdote mit dem rauchenden und Jeans-tragenden Klopp, den Hamburg deswegen nicht haben wollte, passt da gut ins Bilde.

Und dann wechsel man quasi nach Boulevard-Gusto. Nach dem „alten harten Hund“, kommt ein junger Trainer mit Plan, dann irgendein Feuerwehrmann usw. Und ich gebe dir recht, dass es viel schwieriger ist, als Trainer zu wirken, wenn man in ein Chaos hineingerät. Bei Svensson kann ich da mehr dazusagen: Ohne Heidel (und auch zum Teil Schmidt) hätte Svensson so nicht gewirkt. Alle 3 sind sich einig über die Spielidee, sind informiert und instruiert (von Klopp/Tuchel), verstehen also, was da wie zu tun ist. Es ist ja nicht einfach nur „spielts pressing und lauft“. Da gibt es ja auch Unterschiede. Klopp-Pressing ist anders als Rangnick-Pressing ist anders als Guardiola-Pressing. Und Heidel scheut auch nicht vor unpopulären Maßnahmen, wenn er von ihnen überzeugt ist. Die durchaus hochtalentierten Mateta und Aaron abzugeben war schon ein Pfund – aber war wohl auch eine Maßnahme für Teamstimmung – und das es weniger Ausreden nun gibt.

Bei Schalke fehlt da immer noch die Linie. Dito auch HSV. Die wissen beide nicht mal, wer nächstes Jahr so alles im Vorstand und Aufsichtsrat sitzt. Wie soll man da eine sportliche Struktur aufbauen? (Gilt auch für den FCK, aber den braucht man nicht mehr zu nennen). Wenn du nicht gerade so ein Allround-Messias wie Klopp bist, der mit seinem Ehrgeiz, Intelligenz und Charme sowas fast allein wuppen kann (bzw. so ansteckend wirkt, dass die anderen „funktionieren“), dann wird das auch nichts.

studdi 19. April 2021 um 09:57

Mich würde auch mal Interessieren welche Spieler Flick gerne gehabt hätte die auch finanziell realisierbar waren und sich mit einer evtl Bankrolle zufrieden gegeben hätten.
Wenn er sagt der Kader war letzte Saison besser liegt das wohl vor allem an Thiago welcher ja wohl nicht zu halten war. Hierfür einen Ersatz zu finden und zu verpflichten sicherlich nich einfach. Und wenn es geklappt hätte wäre er in der Hierachie evtl vor Goretzka gewesen was man Ihm wieder erklären müsste.
Auf flügel find ich Sane nicht schlechter gegenüber Perisic und in der Abwehr Sarr auch nicht schlechter als Oriozola dazu ein fitter Süle gegnüber letzter Saison.
Also die einzige schwächung ist Thiago der eben auch helfen konnte da man Kimmich auf RV schieben konnte. Aber wie gesagt ein Thiago ersatz muss man erstmal finden. Fand die Roca Lösung da eigentlich gar nicht Schlecht.

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AG 14. April 2021 um 13:10

Das waren schon zweite tolle Partien mit einer Chance nach der anderen, wo man doch deutlich die Auswirkungen von Corona auf Ausdauer und damit auch auf Organisation der Teams gesehen hat. Lustigerweise hat Bayern die Chancen deutlich dominiert in der ersten Partie, und PSG im Rückspiel, aber jeweils der andere hat gewonnen. Über beide Runden waren die xG ja FCB : PSG um 5 : 4, was verdammt viel ist.

Mich würde noch interessieren, wie Pochettino ohne große Umstellung das Mittelfeld stabilisiert hat.

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Jonas 14. April 2021 um 12:36

Für mich war der Punkt mit dem „Herumspielen“ um die gegnerischen Sechser der schwerwiegendste Faktor. Klar, da muss man natürlich auch das Fehlen von Lewandowski ins Spiel bringen, jedoch hat Paris viel häufiger vertikal gespielt.
Di Maria hat das einfach ekzellent gemacht, für mich einer der wichtigsten Spieler des Spiels. Hat sich in die Zentrale bewegt und gegen zwei Gegenspieler sehr oft geniale, öffnende Pässe gespielt. Hier ist Kimmich mMn wieder sehr oft hinterhergelaufen, während Bayern in der Offensive den Defensivblock mit sechs Mann (Viererkette + Doppelsechs) nicht aufhebeln konnte.

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PeterVincent 14. April 2021 um 10:50

Das Fehlen von Lewy ist aus meiner Sicht ebenfalls der wohl wichtigste Faktor gewesen. Lewy ist nicht nur im Abschluss top, sondern er beschäftigt die gegnerische Defensive fast über das gesamte Spiel hinweg und ist daher sehr unbequem zu verteidigen. Er lässt sich ins OM fallen, ist dort anspielbereit, verteilt die Bälle, weicht auf die Flügel aus, verarbeitet hohe Bälle, geht körperlich aggressiv in den Gegner rein und hat diesen Willen ein Tor erzielen zu wollen. Choupo kann gut mitschwimmen (als HS), aber mehr darf man nicht erwarten.

Neben den anderen Ausfällen, sehe ich noch weitere Faktoren: Coman ist seit Wochen nicht in guter Form, Kimmich wirkt überspielt, Sané ist kein starker inverser Winger, Davies ist auf Normalmaß zurück geschrumpft. Dazu der eindimensionale und kräftezehrende Ansatz von Flick. Das sind in Summe zu viele Teile, die nicht passen. Zudem würde ich Teilen der Medien widersprechen, die von zwei guten CL-Partien sprechen. Das waren für mich von beiden Mannschaften schwache Auftritte. Man City und Real sehe ich deutlich stärker.

P. S. Die Einbindung der Taktiktafel gefällt mir gut.

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Splesch 14. April 2021 um 16:41

In der Tat sieht man in solchen Spielen wie gut Lewys Arbeit ohne Ball ist. Das ist schon beeindruckend, wie er immer wieder Räume schafft oder die gegnerische Zuordnung schwer macht. Das sind dann genau die Räume in die sich ein Müller dann bewegt. Die Aktionen haben gestern gefehlt.

Mich hat in diesem Spiel aber Hernandez sehr beeindruckt, da er sehr stark im 1-gegen-1 gegen Neymar und Mbappe war. Gefühlt war es der einzige Spieler, den Neymar oder Mbappe nicht so leicht ausspielen konnten. Vor allem in der Schlussphase hat er da wirklich einen sehr guten Job gemacht.

Dazu waren Sané und Coman einfach nicht konsequent genug. Insbesondere Sané ist nicht zum Abschluss gekommen, obwohl er mit Bakker und Diallo nicht die besten Außenverteidiger gegen sich hatte.

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