Q&A – Her mit den Fragen!

In der nächsten Woche soll es wieder ein Q&A-Video geben. Stellt also gerne eure Fragen hier im Kommentarbereich. Ob zur Lage der deutschen Nationalmannschaft, den Freistoßkünsten von Philipp Max oder dem Kontersystem des Reading FC, alles ist erlaubt. 🙂

PS: Danke für eure Fragen! Ich habe diese Runde mal geschlossen.

Tortrubel 21. März 2021 um 20:23

Wann setzt sich der DFB dafür ein mehr Fußballkäfige in deutschen Großstädten zu errichten? In den Niederlanden gibt es ja die sogenannten Cruyff-Courts, wenn man 1vs1 Spieler haben möchte würde es sich lohnen da zu investieren, siehe Memphis Depay oder Ousmane Dembele


enur__99 19. März 2021 um 19:35

1.Frage: Wie bewertetest du die Entwicklung von Werder seit deinem letzten Video? Immerhin scheint sich das 5-3-2-System ja mittlerweile als Stammformation etabliert zu haben und man konnte die fast schon traditionelle Flut an Gegentoren etwas eindämmen.
2.Frage: Was hältst du von Barcelonas neuem 3-5-2-System? Welche Rolle könnte Griezmann dort übernehmen um besser eingebunden zu sein ?


Emmanuel 19. März 2021 um 08:21

And more generally, lower tier teams you’d recommend watching?


Emmanuel 19. März 2021 um 08:20

Warum sollten wir dem Kontersystem des Reading FC beobachten?


Pierre 19. März 2021 um 08:05

Es scheint, als sei La Liga momentan nicht konkurrenzfähig in der CL. An was liegt das? Teams wie Barcelona oder Sevilla waren in der CL (gegen PSG und Chelsea) hoffnungslos überfordert. Ist dies das Ende der spanischen Dominanz?


Pierre 19. März 2021 um 08:04

Lohnt es sich für Erling Haaland aktuell überhaupt noch, nach Spanien zu wechseln? Real und Barca sind beide auf dem Abstieg und die Premier League ist aufgrund ihrer Qualität in der Breite wohl auch wesentlich spannender. Welches Team in der PL würdet ihr ausserdem am interessantesten finden für Haaland?


geco 18. März 2021 um 22:26

Hätte 2 Fragen:

1) Wer nutzt außer Guardiola derzeit noch das Taktikmittel „falsche/einkippende Außenverteidiger“? Warum ist dieses offensichtlich so gut funktionierende Mittel nicht verbreiteter?
Verwandt damit…
2) Ich habe den Eindruck, dass gerade in der Bundesliga der Trend dahin geht, dass die Außenverteidiger in Viererketten bei eigenem Ballbesitz zunächst deutlich tiefer positioniert sind als dies in den letzten 10-15 Jahren der Fall war (oft Mittelfeldpositionierung). Sehe ich das richtig und welche Gründe hat dies?

Vielen Dank im Voraus.

tobit 19. März 2021 um 19:03

1) Mir ist niemand bekannt, der das so systematisch benutzt. Es gibt immer wieder Einzelspieler, die sich diese Spielweise situativ „rausnehmen“ (Guerreiro, Marcelo) aber kaum Trainer, die bewusst dauerhaft das Risiko eines entblößten Flügels so nah am eigenen Tor eingehen wollen (oder können).
Viele AV sind für ein sinnvolles einrücken auch einfach nicht gemacht, in den letzten 10 Jahren wurden da eher die dynamischen Flügelläufertypen auf der Position ausgebildet (oder halt IV rausgeschoben).
2) Die AV-Position ist schwer zu pressen, weil sie weit vom Tor entfernt ist. Und wenn man da keinen Sechser hinkippen lassen muss, steht man auch in der Mitte sicherer gegen Konter.


Brake 18. März 2021 um 21:18

Ist Fussball ohne das Kopfballspiel denkbar?


Simon 18. März 2021 um 19:31

Liegt der VfB Stuttgart gegen Ende der Spiele zurück, beruft Pelegrino Materazzo Wataru Endo des öfteren von der Sechser Position auf die 3er Abwehrreihe zurück. Dort imponiert er mit seiner Zweikampstärke, Antizipation und seinem ruhigen Aufbauspiel und vereitelt Konter. Kann dies eine mögliche Alternativposition zu Spielbeginn für ihn werden. Quasi der Hasebe Stuttgarts? 🙂


schwerti 18. März 2021 um 16:37

Meine Frage(n) an CE:

Sollte Gladbach den mit Rose eingeschlagenen „Salzburger Weg“ mit entsprechend stilistisch geprägtem Fußball weitergehen und sich den Trainer nach diesem Kriterium casten oder sollte der Fokus wieder mehr auf Ballbesitz gelegt werden?
Welche Trainer wären für beide Möglichkeiten oder für eine Hybridlösung passend?


AG 18. März 2021 um 09:30

Welches Team ist besser, Manchester City oder Bayern? Und welches Team in der Champions League ist am drittbesten?

Rudolf 18. März 2021 um 14:11

Passend dazu: Wie stehen die Chancen aufs Weiterkommen der jeweiligen (deutschen) Team?
Was wären unangenehme Gegner für Bayern und Dortmund, was käme aus taktischer Sicht gelegen?

(Je nachdem wann das Video kommt, wurde vielleicht auch schon ausgelost)


Raphael 18. März 2021 um 01:53

Ist wärend der letzten von Covid und der sportlichen Krise geprägten Monaten beim FC Barcelona insgeheim eine neue goldene Generation herangewachsen?


Christian 17. März 2021 um 22:49

Welcher Verein könnte für Alexander Nübel interessant sein und welcher Verein könnte Bedarf/Interesse an einer entsprechenden Leihe haben (national und international)?

[email protected] 18. März 2021 um 15:55

Der BVB ist ja nicht völlig glücklich mit seiner bestehenden Lösung.

Pierre 19. März 2021 um 08:02

Was hat sich unter Thomas Tuchel für den Chelsea FC geändert in der Spielweise bisher? Der Verein tritt viel stärker und selbstbewusster auf.


Phil 17. März 2021 um 14:16

Perfekt, dann kann ich meine Frage vom Januar direkt nochmal an Herrn Eckner persönlich stellen – scheint auch immer noch aktuell 🙂

Kurzversion:
Passt Brandt besser ins neue System/in die neue Taktik?
Ist es nicht seltsam, dass jetzt wo es endlich seine Idealposition gibt (wenn es denn überhaupt so ist), die Gerüchte aufkommen?
Sollte man Brandt abgeben?

Langversion:
ich hätte mal eine Frage die ich als Nicht-Trainer/Taktik-Experte nicht verstehe.
Im moment gibts erste Gerüchte zu einem Wechsel von Julian Brandt. Erstmal macht es ja durchaus Sinn, da Terzić auf mehr/aggressiveres Pressing setzt und Brandt dafür wenig geeignet scheint. (Wobei ich mich frage, ob Brandt nicht unter Peter Bosz in einem aggressiveren Pressing System funktioniert hat?)

Doch kommen ihm die neuen Ansätze von Terzić nicht insgesamt eher entgegen? Gerade der „schleppende“ Spielaufbau scheint ja ein Problem gewesen zu sein – jetzt gibt es im 4-3-3 zwei Achter, sodass Brandt sich in den Spielaufbau einschalten könnte. Von Luca Baier bspw. wird die linke 8ter Position (aktuell von Reus besetzt) gar wird als 8-/10-er Hybrid bezeichent. Wäre das nicht die perfekte Position von Brandt – die in der er der letzten Rückrunde mit Leverkusen so erfolgreich spielte?
Des weiteren seien die Räume enger, wodurch das Kurzpassspiel (als auch bei Ballverlust das Gegenpressing) stärker in den Fokus rückt: Ebenfalls etwas das Brandt entgegenkommt, würde ich meinen.

Klar aktuell hat Brandt das Problem, dass die Position von Reus besetzt ist, aber der wird im Mai 32 Jahre alt, braucht Pausen und fiel in der Vergangenheit häufiger aus. Also wäre es nicht langfristig besser Brandt zu behalten?

M f g
Phil


FCB21 17. März 2021 um 13:27

Wieso wird dass 3-4-3 Raute so selten Praktiziert?
siehe z.B.
https://spielverlagerung.de/2015/08/22/guardiolas-3-1-2-3-1-ueberlebt-im-intensitaetsduell/
oder
https://spielverlagerung.de/2011/09/18/in-depth-analyse-des-fc-barcelona/
Sicher, man brauch die richtigen Spieler, jedoch waren die Ergebnisse und auch die Spiele an sich oftmals überzeugend.

Koom 19. März 2021 um 10:42

Bin nicht vom Fach, aber: Vermutlich schwerer einzutrainieren, weil die Paßmuster krass anders sind. Ganz blöd gesagt hast du bei einer 3-Raute-3 Formation ja 4 Leute wie in einer Perlenkette vertikal angeordnet, was die Anspielmöglichkeiten schwieriger macht. Da muss man sich gut freilaufen können und gute Pässe spielen. Ist vermutlich so aber für die meisten Trainer und Spieler sehr kompliziert und riskant.

tobit 19. März 2021 um 15:03

Generell ist beim 3-Raute-3 auch sehr viel horizontale Bewegung gefordert, wo in anderen Systemen eher vertikale Verschiebungen stattfinden. Die zentrale Perlenkette muss sich permanent gegeneinander versetzt bewegen. Die äußeren Spieler immer darauf achten, dass der Flügel (nur) in den „richtigen“ Zonen besetzt wird.

Das Problem der vertikalen „Stapelung“ bei schlechtem Freilaufen kann man finde ich in vielen 4-4-2-Systemen sehen. Und da hat man von links nach rechts nur 2-3-3-2 (ohne TW), während man im 3-Raute-3 schnell Mal 3-5-3 (mit TW) hat.

Koom 19. März 2021 um 15:33

Genau das. Generell tendiert man ja doch eher dazu, in den Grundformationen, die zwar dynamisch sind, aber doch immer wieder auf dem Platz zu sehen sind, eher halbvertikale (?) Verbindungen aufzubauen – also immer wieder versetzt. Das fing ja schon beim berühmten WM-3-5-2 an und führte dann immer weiter.

So ein 3-Raute-3 kann natürlich zweifelsohne sehr cool sein, wenn die Spieler eben die horizontalen Bewegungen (also das Freilaufen) richtig gut drauf haben. Das ist dann schwer zu stellen, schwer berechenbar, weil gewissermaßen in diese Formation eingebaut schon eine Art Mini-Überlagerung eingebaut ist. Andererseits ist mit Spielern, die das gut hinbekommen, auch jede „normalere“ Taktik ziemlich cool.

Ich denke, das Risiko überwiegt bei einem 3-Raute-3, weil man – wenns schlecht abgestimmt ist – man auf vielen Positionen Unterzahl für sich selbst schafft. Die Spieler in der Raute sind ja meistens DM, zwei ZMs, die auf den Halbpositionen spielen und ein OM. Wenn das schlecht gemacht ist, sind die Flügel ziemlich offen und bei den beliebten 3-Stürmer-Systemen droht dann in der Verteidigung permanent Unterzahl.


Taktik-Ignorant 17. März 2021 um 12:58

Wäre Rangnick der passende Bundestrainer? Welche deutschen oder deutschsprachigen Trainer wären – von denjenigen, die überhaupt verfügbar sind – sonst noch geeignet?

FCB21 17. März 2021 um 13:21

Vor allem würde mich bei Rangnick interessieren, ob seine Spielweise so passend ist, besonders für eine WM/EM. Konnten bei Rangnick schon Elemente eines ausgeprägteren Positionsspiels erkannt werden, bzw wäre er in der Lage seinen Stil anzupassen (hat er das schonmal)? Meine „Sorge“ wäre, dass eventuell einzelne spielertypen (wie z.B.) Toni Kroos keine große Rolle mehr spielen würde bzw. deren Stärke nicht komplett ausgenutzt wird.
Diese sorge habe ich z.B. bei Flick nicht.

Taktik-Ignorant 19. März 2021 um 17:37

Nun, da der DFB finanziell auch nicht auf Rosen gebettet ist und die Einnahmenausfälle vermutlich im relativen Vergleich schwerer wiegen als die der Vereine, dürfte er wohl kaum in der Lage sein, ein Gehalt zu zahlen wie ein internationaler Top-Verein und außerdem noch eine Ablösesumme draufzulegen, damit sie einen Trainer aus einem laufenden Vertrag herauskaufen. Von daher glaube ich nicht, dass sie Flick (oder Nagelsmann oder Klopp, oder Tuchel) überhaupt bekommen könnten. Verfügbar ist realistisch nur Rangnick, und der wäre auch interessiert, aber den wollen sie beim DFB offensichtlich nicht, sonst hätten sie schon längst zugegriffen. Aber ja, die Frage ist interessant: könnte das klappen mit Rangnick und der Nationalmannschaft? Da Rangnick gerne einen ganzheitlichen Ansatz fährt, über den Tellerrand schaut und gut konzeptionell arbeitet, könnte er beim DFB vieles bewegen, wenn man ihn ließe.


SB 17. März 2021 um 11:25

Welchen Trainier sollte Gladbach als Nachfolger von Rose verpflichten


rb 17. März 2021 um 11:10

Frage zum Thema ‚Scouting/Kaderzusammenstellung‘: Ist es leichter, eigentlich überdurchschnittliche Spieler zu finden, die noch unter dem Radar fliegen – als herausragende Spieler zu finden, die nur wie überdurchschnittliche Spieler aussehen?

An einem Beispiel: Mislintats Scouting beim BVB in der Aufschwungphase hatte ja viele Treffer (Kagawa als Paradebeispiel, aber auch Lewandoski oder Gündogan und selbst Aubameyang waren ja noch Unter-dem-Radar-Spieler). Mit zunehmenden Anspruch und mit/trotz zunehmenden finanziellen Möglichkeiten war die späte Schaffensphase beim BVB oder jene bei Arsenal damit nicht zu vergleichen, bei Arsenal fand ich sein Wirken sogar ziemlich uninspiriert („lasst uns dieselben Spieler holen, die wir auch schon zum BVB geholt haben“). Auf sein Stuttgarter Wirken schaue ich nur aus der Entfernung, aber dort sieht es offensichtlich wieder nach einer sehr cleveren Einkaufspolitik aus.
Ein nicht ganz unähnliches Beispiel könnte z.B. auch Heidel bei Mainz vs. Heidel bei Schalke sein. Oder Max Eberl bei Mönchengladbach anfangs vs. Mönchengladbach mit CL-Ambitionen. Oder Klaus Allofs bei Werder anfangs und am Ende.
Der nächste interessante Fall wäre dann Bobic bei Hertha.

Koom 17. März 2021 um 12:05

Finde sowas immer spannend. Die „überdurchschnittlichen“ Spieler kann man ja „ganz einfach“ finden via GoalImpact. Da tauchen immer wieder krasse Überperformer auf in den Toplisten nach Alter. Nicht alle davon zünden, weil GI auch nur eine Berechnung ist und es immer „weiche“ Faktoren gibt, aber grundsätzlich hat man damit schon was. Das sollte man generell eher so als ersten groben Filter sehen und danach schauen, ob dieser Spieler zum jeweils vorhandenen Kader passt.

Die erfolgreichen Manager/Scouts lassen sich aber sehr selten in die Karten blicken. Gerade Bobics Transfers waren extrem gut in den letzten Jahren. Da wäre ich gerne Mäuschen, was die Faktoren für einen Spieler sind, gerade in der Offensive.

Bei Heidel weiß ich zumindest ein Stück weit, dass er neben oben genannten (und anderen) Datenbanken recht viel Wert auf Charakter legt. Bodenständigkeit, Ehrgeiz – obs „passt“. Auch schwer zu ermitteln und auch da ist nicht alles ein Treffer.

Taktik-Ignorant 17. März 2021 um 12:49

Die Daten alleine sagen auch nichts darüber aus, ob ein Spieler zu einem Verein passt. Und bei Managern, Scouts und Trainern ist es ebenfalls so: bei manchen Vereinen passt es, bei anderen dann weniger. Und nicht immer ist klar ersichtlich, woran das liegt.

Koom 17. März 2021 um 14:39

Natürlich. Wie gesagt: als grobes Sieb taugt sowas, aber danach muss man sich trotzdem jeden einzelnen davon genau anschauen. Und natürlich zusätzlich: Nicht jeder gute GI reflektiert den Spieler, den man braucht. Gibt sicherlich auch Spieler, die eine ganz spezielle Qualität haben, die mit dem GI kaum einzufangen ist, aber wenn man weiss, wonach man sucht, dann passt das Puzzle. Und ein Team nur nach GI und Talent einzukaufen geht idR auch in die Hose.

Taktik-Ignorant 19. März 2021 um 17:47

Die Datenbanken der Scuts sind oft extrem detailliert, was die Stärken und Schwächen einzelner Spieler angeht (linker Fuß, rechter Fuß, Antrittsschnelligkeit, Grätschverhalten, Verhalten im 1:1, vor dem gegnerischen Tor, taktische Profile bei den bisherigen Stationen etc.), und die Trainer besprechen vor dem Einkauf mit den Scouts und den Managern das Anforderungsprofil. Manche arbeiten da sehr gründlich, insbesondere die Vereine, die darauf angewiesen sind, genau auf die Ausgaben zu schauen.

rb 18. März 2021 um 08:17

Ja, die überdurchschnittlichen Spieler zu finden, die dann auch überdurchschnittlich spielen, ist sicherlich die einfachere Aufgabe. Weltklassespieler, die dann auch Weltklasse spielen, halbwegs auch.
Meine Frage zielt aber eher auf die unerwartete Überperformance von eigentlich dann preiswerten Spielern ab: Meinem Empfinden nach gibt es unzählige Beispiele für das Scouten unbekannter Spieler, die dann erstaunlich gut sind (bei Bobic z.B.: Jovic, Rebic, Ndicka, Vallejo). Aber weniger Beispielen für das Scouten erstaunlich guter Spieler, die dann herausgehobene internationale Klasse/Weltklasse darstellen (bei Bobic z.B. am ehesten Kostic, Silva).


Koom 17. März 2021 um 09:15

Worin liegen die Gründe, das fast alle Bayern-Neuverpflichtungen (Roca, Sarr, Choupo-Moteng – selbst Sane brauchte ewig) sich nicht durchsetzen bzw. extrem wenig Spielzeit bekommen? Gerade letzteres scheint ja auch nicht gerade hilfreich bei der Integration zu sein.

AG 17. März 2021 um 10:10

Vielleicht ist Flick einfach ein Trainer, der wenig rotiert? Klopp wäre ja ein Beispiel dafür. Und die genannten sind nunmal als Talente oder Backups gekommen, da war sowieso nicht mit sehr vielen Einsatzzeiten zu rechnen.

Koom 17. März 2021 um 12:08

Möglich. Quasi ein bisserl der Gegenentwurf zu den „müssen aufbauen und in die Zukunft denken“-Trainer, die es auch bergeweise gibt. Einfach immer die beste Elf aufs Feld schicken und Gas geben lassen. Wenn die nächste Saison kaputt sind, ist das das Problem der nächsten Saison.

Und ja, Klopp rotiert auch nicht gerade viel. Und irgendwie ist es eine Frage der Zeit, bis solcher Vollgas-Fußball zum Verschleiß führt und vermeintlich nicht zusammenhängende Verletzungen dann flott zusammenkommen.

Aber gut, man lebt im hier und heute und Trainer werden auch fast nur danach bewertet.

[email protected] 17. März 2021 um 10:46

Man sagt ja Hassan und Hansi nach, dass die nicht miteinander können und ich vermute eher auf der fachlichen, als auf der menschlichen Ebene. Wieder so ein Strategie-Problem. Hansi kann man bei soviel Erfolg ja auch kaum rauswerfen und die Bayern-Diven werden Hassan wohl auch nicht abschießen wollen.

Also werden die 2 es noch 1 bis 2 Jahre miteinander aushalten müssen, was bedeutet, dass Hassan einkauft und Hansi diese Neuverpflichtungen auch weiter auf die Bank setzt.

Hassan wird aber sicher Freude haben einen neuen Trainer verpflichten zu können und vielleicht ist ja auch Löws Rücktritt von ihm eingefädelt worden. Alles eine große Verschwörung … 🙂

Taktik-Ignorant 17. März 2021 um 12:54

Es ist das übliche Dilemma: werden Spieler auf dem gleichen Niveau wie die Stammspieler hinzugeholt (bei den Bayern also Spieler mit internationaler Klasse), schafft man Unfrieden auf der Ersatzbank. Holt man Spieler zur Kaderauffüllung, die auf der Bank weniger meckern, ist es klar, dass deren Einsatzzeiten nicht hoch sein werden und sie vor allem bei Verletzungen/unwichtigen Spielen randürfen. Die Genannten gehören für mich alle in die zweite Kategorie. Lediglich Sané wurde als Mann für die erste Elf verpflichtet, ist aber derzeit nicht in der bestechenden Form wie vor seiner Verletzung und hat außerdem das Problem, dass er in der Defensivarbeit noch zulegen muss. Das schien mir aber die letzten Spiele besser zu werden.


Yannick 16. März 2021 um 22:43

Wie erklärst du dir das Bayer Leverkusen Phänomen? Jedes Jahr denkt man, dass es eine sehr talentierte Truppe ist, sie spielen dann 2 bis 3 Monate elitär gut und den Rest der Saison verlieren sie mehr, als dass sie gewinnen. Das zieht sich durch die letzten 6 Saisons schon mindestens.

rb 17. März 2021 um 22:04

Ist doch eindeutig eine Mentalitäts-Sache wie auch bei Dortmund, oder? 😉

Das Körnchen Wahrheit an dieser Aussage: Nur die Bayern haben einen sehr großen stabilen Grundstock an Spielern, die bewiesen haben, konsistent auf Top-Niveau abzuliefern.
Andere Mannschaften im oberen Drittel sind entweder a) Mannschaften mit einem sehr großen stabilen Grundstock an Spielern, die bewiesen haben, konsisten auf einem herausgehobenen bzw. ganz guten Niveau abzuliefern (Leipzig bzw. Wolfsburg, Frankfurt) oder b) Mannschaften mit einem instabilen Grundstock an Spielern, die nur bewiesen haben, ab und zu auf einem Top-Niveau abzuliefern (Dortmund, Leverkusen): Diaby, Wirth oder Bailey sind supergeile Spieler, aber noch nicht ausgereift, darum Schwankungen unterworfen; Sancho, Haaland, Bellingham dto. auf noch höherem Niveau.
Sowohl Leverkusen und Dortmund versuchen ja schon auch, dies durch eine Achse mit stabilen Spielern dem Herr zu werden (Benders, Aranguiz, Baumgartlinger bzw. Hummels, Witsel, Can, Reus), aber der entscheidende Teil des Fußballs, die Torproduktion, liegt auf den unsteteren Schultern.


Stefan 16. März 2021 um 17:02

Wie hoch ist der Anteil von Bo Svensson an der Wiederauferstehung von Mainz 05? Hat er „nur“ mehr Ergebnisglück als Jan-Moritz Lichte? Die Siege gegen Leipzig (zwei Tore nach Standards), Union (ein Elfmeter), Gladbach und Freiburg waren zwar verdient, aber auch sehr knapp.
Mit welchem Torwart sollte Mainz 05 in die nächste Saison gehen? Florian Müller, Robin Zentner oder Finn Dahmen?

Koom 17. März 2021 um 14:43

Da interessiert mich die Fach-Antwort auch sehr.

Aus meiner Sicht macht Svensson einiges schon besser. Im Grunde schon beim ersten Spiel merkte man eine andere Herangehensweise. Gleichzeitig wurde der Kader umgekrempelt, verkleinert und ergänzt, also auch von Managementseite wurde aktiv und gezielt gehandelt, teils gegen den Trend.

Ergebnisglück ist immer dabei, aber so wie die Spiele sich gestalten, reflektieren die Ergebnisse insgesamt mehr das Geschehen auf dem Platz. Das mag bei Last-Minute-Treffern nicht so ausschauen, aber man erarbeitet sich (wie gegen Freiburg) sehr viel nach vorne. Und nicht immer hat man Glück, siehe gegen Schalke (wo man aber auch bewusst vorsichtiger agierte, um da nicht in Gelsenkirchen zu viel Mut aufkommen zu lassen).

In Sachen Torhüter seh ich das als Luxusproblem. Keiner perfekt, alle mehr als solide.

Stefan 19. März 2021 um 09:54

Einen perfekten Torwart kann ein Verein wie Mainz ja auch nicht haben. Trotzdem ist Zentner für mich der spielerisch schlechteste von den dreien, aber dafür ein Führungsspieler und eventuell Kapitän in der nächsten Saison. Müller ist bundesligaerfahren, spielstark und ehemaliger U21-Nationaltorwart. Ich sag´s mal so, wäre ich Borussia Dortmund, würde ich eher Müller als Nübel holen 😉
Finn Dahmen ist ebenfalls U21-Torwart. Bei den letzten Länderspielen sogar im Tor. Ob er oder Grill die Nummer 1 ist, wissen wir noch nicht, aber ich hab keine Zweifel, dass einen ähnlichen Weg eingehen wird wie Müller.

Koom 19. März 2021 um 10:38

Schließe mich deinem Urteil an. Soweit ich es verstehe, hat man sich für Zentner entschieden, weil er robuster und lauter ist. In der Abwehr fehlte wohl jemand, der konstant Kommandos geben kann. Das konnte Zentner von den Keepern am besten – trotzdem hat Svensson dann wieder Bell in die IV reingeholt, weil er das tatsächlich am besten kann.

Mal schauen, wie man sich für nächste Saison entscheidet. So oder so: Alle 3 sind gute Leute mit Potential. Wenn Dortmund in diese Richtung schaut, würde ich auch aus mehreren Gründen vermutlich eher Müller als Nübel nehmen. Müller spielt konstant gut (wenn auch nicht überragend), Nübel hat böserweise schon bei Schalke „bewiesen“, dass er Nervenflattern kriegt. Und das als Ex-Schalker und Ex-Bayer in Dortmund ist irgendwie eine Konstellation, die doch arg risikobehaftet ist.


Marc 16. März 2021 um 15:21

Sollten die derzeitigen 5 Wechselmöglichkeiten innerhalb der 90 Minuten nachhaltig beibehalten werden? (Unabhängig von der Pandemie)


[email protected] 16. März 2021 um 12:16

Mal eine Frage zum Thema Vereine und Strategie: was kann oder müssen eigentlich die verschiedenen Positionen Scouting, Trainer, Sportdirektor tun, damit Erfolg rauskommen kann?

So wie man hört, scheinen ja Kaderzusammenstellung und Spielsystem inhärent miteinander verwoben. Welche Freiheiten darf dann ein Trainer überhaupt noch haben? Und welcher Trainer will überhaupt so arbeiten? Werden Trainer heutzutage so rekrutiert, dass sie unter einem vorgegebenen System arbeiten?

Ist die Kritik an Favre hier so zu verstehen gewesen, dass er ein gewisses Spielsystem, was strategisch angedacht war, nicht umsetzte und es kodiert war unter „emotional“?

Ist es bei Schalke so zu sehen, dass die Kaderplaner rechts abbogen und der/die Trainer links?

Ich werfe mal eine Größe in die Runde: zwischen 2 und 4 Transfers pro Saison sind realistisch: einen Kader durchzuwechseln würde, wenn niemals Neuzugänge wieder abgehen also 5 bis 10 Jahre dauern. Die erste 11 auszutauschen würde immer noch zwischen 3 und 5 Jahre brauchen.

Koom 16. März 2021 um 20:46

Die Antwort auf die Frage interessiert vermutlich 17 von 18 Bundesligisten. 😉

Um mal meine Theorie einzubringen, die ich als jahrzehntelanger Beobachter von Mainz 05 unterfüttern kann: Da muss vieles zusammenspielen. Die Schwierigkeit ist, dass sich effektiv auf 2-3 Personen sehr viel von Erfolg und Misserfolg verteilt. Und IMO hat jeder Trainer eine Art Haltbarkeitsdatum, nachdem er (Ausnahmen bestätigen die Regel) sich für seine Aufgabe verbraucht hat. Der Trainerjob ist mit dem großen Tagesgeschäft, Pressekonferenzen und Hauptverantwortlicher auch der, wo man am meisten ertragen muss.

Deswegen würde ich den Manager/Sportdirektor als wichtigsten Posten benennen. Was braucht es dafür? Mal böse gesagt: Heidel ist da schon nahe am Optimum, wie es Hoeneß auch war – nur natürlich auf unterschiedlichem Niveau. Über den Tisch des Managers gehen Transfers von Spieler und Trainer. Er stellt das Scouting zusammen und er entscheidet bei allem am Ende, ob es zusammenpasst. Was wird gebraucht? Eine kommunikative Art. Diplomatie, aber auf jeden Fall die Kunst, Leute zusammenzubringen und auch zu beurteilen und leiten. Er muss ein gewisses sportliches Verständnis haben, um die Werte vom Scouting zu beurteilen und mit seinem Trainer, den er passend zu _seiner_ Grundidee aussucht, besprechen zu können.

Wie kam Heidel dazu? Gelernter Autoverkäufer. Später dann durch Wolfgang Frank kennengelernt, wie MASSIV überlegen eine Herangehensweise beim Fußball als Teamsport (Viererkette, Raumdeckung) gegenüber einer puren Mann-gegen-Mann-Variante ist. Und das mit Klopp und Tuchel intensiviert bekommen.


KaterKaller 16. März 2021 um 11:56

Wird Rose das Spiel des BVB im eigenen Ballbesitz nächste Saison verbessern oder kann er nur Pressing und Umschalten?

AG 16. März 2021 um 16:01

WIe sah es denn in Salzburg aus? Da haben die ja auch die heimische Liga dominiert und mussten vermutlich gegen tiefspielende Teams ran. Außerdem hat er ja RM dabei 🙂

herthinjo 17. März 2021 um 18:14

Wie entwickelt Urs Fischer Union in der nächsten Saison oder benotigt das Team gar keine Entwicklung mehr, sondern nur noch Stabilität?

Welche Änderungen kann bzw. sollte Augsburg vornehmen um in der kommenden Saison sicherer ins Tabellenmittelfeld zu kommen?

Wann steigt der HSV auf?

Was ist Pirlos Spielidee in Turin?


Frank 16. März 2021 um 11:31

Wie siehst du die Entwicklung von Manchester United unter der Ägide von Ole Gunnar Solskjaer und seinem relativ jungen und unerfahrenem Trainerteam?
Seine Handschrift beim Spielstil ist eindeutig Konterfußball, wo wir auch relativ erfolgreich agieren. Das Pressing hat sich in meinen Augen stark verbessert, besonders hinsichtlich der Kompaktheit.
Trotzdessen bleibt das Ballbesitzspiel und die Kreation von Torchancen konsequent hinter den Erwartungen zurück.
Denkst du es ist nur eine Frage der Zeit bis es auf dem erforderlichen Niveau ist oder ist doch ein Trainer a la Nagelsmann, Graham Potter, etc. notwendig für den nächsten Schritt?

AG 16. März 2021 um 15:59

Meine Meinung: sicher nicht der beste Trainer, macht das aber auch nicht ganz schlecht. So ein bisschen Budget-Zidane 😉 Falls man einen Toptrainer bekommen kann, und der halbwegs zum Stil passt, sollte die Führung von Man United zuschlagen. Der Unterschied zeigt sich ja gerade wieder bei Chelsea, oder vorher bei Liverpool und Man City.

Ansonsten: mit Bruno Fernandes hatte man ja auch Glück, durch den richtigen Spieler das ganze Team aufzuwerten. Also warum nicht nochmal? Sancho holen, dann ist mit Fernandes, Pogba und Sancho eine Menge Kreativität da, um auch tiefstehende Gegner zu bespielen. Und vielleicht noch einen guten Verteidiger. Wird zwar wahrscheinlich nicht für den Ligatitel reichen, da sind doch einige Teams zu viel besser, wäre aber ein gutes Team.


AG 16. März 2021 um 11:23

Wer steigt ab? Schalke ist klar, aber wer landet auf dem zweiten direkten Abstiegsplatz und wer muss in die Relegation? Köln und Arminia sehen nach xG-Differenz sehr schlecht aus (und Augsburg hat zum Glück einige Punkte gehamstert), aber Hertha und Mainz sind ja auch alles andere als sicher.

Und wenn wir schon dabei sind: wer steigt aus der 2. auf?


Christian 16. März 2021 um 10:25

Wen sollten die Bayern als Nachfolger von Flick holen, falls dieser die Nationalmannschaft übernimmt?

Wer sind deine Favoriten für die Champions League?

Was hälst du von „Brazzo“ als Sportvorstand/Sportdirektor bei den Bayern?


MaddinB 15. März 2021 um 22:19

Warum schneiden die deutschen Mannschaften in der Europa League in den letzten Jahren so schlecht ab? Oft scheiden sie ja gegen Teams aus, denen sie – zumindest gefühlt – überlegen sein sollten. Der Pressing-Fokus der Bundesliga sollte den deutschen Mannschaften doch eigentlich sogar einen Vorteil geben, wenn sie gegen Teams spielen, die das so krass nicht aus ihrer Liga kennen. Warum ist dem nicht so?

Ein fettes Danke übrigens dafür, dass Du die Seite hier weiterhin mit Inhalt belieferst und auch solche interaktiven Formate machst!

csp 18. März 2021 um 11:42

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Fxk 15. März 2021 um 18:16

Steigt kaiserslautern ab?


mlisiewi 15. März 2021 um 16:53

Hat Gladbach unter Rose in der vorherigen sowie auch dieser Spielzeit bis zur aktuellen Krise gemessen am Spielermaterial möglicherweise einfach konstant überperformed?

Tito Kostic 17. März 2021 um 09:34

Wie kann eine Mannschaft wie Gladbach so abstürzen nach der Bekanntgabe des Wechsels von Marco Rose?
Denkst du man sieht anhand der Spiele und Ergebnisse, dass die Mannschaft das Vertrauen in den Trainer verloren hat, es aber nicht wahrhaben will oder ist einfach die Anspannung bei denen raus?

AG 17. März 2021 um 13:07

Rose setzt auf eine Taktik mit hoher Intensität. Diese Saison ist der Spielplan sehr eng, die Champions League zieht zusätzliche Kräfte, und der Kader ist in der Tiefe einfach nicht von der gleichen Qualität. In Salzburg kommt man wahrscheinlich besser damit durch, auch mal die zweite Reihe in der Liga vorzuschicken, um für Europa frisch zu sein. Ein bisschen Spielglück gehört natürlich auch immer dazu, ich denke aber, dass Müdigkeit eine große Rolle spielt. Und ein Pressing, wo der Einzelne auch mal zu spät kommt, ist nunmal sehr wackelig.

schwerti 18. März 2021 um 16:30

In aller Kürze:

Ich denke, dass Gladbach vor allem in der letzten Saison überperformt hat. Allerdings war schon im Frühjahr ´20 ein Knick in der Leistungskurve erkennbar – 7 Spiele mit einer Bilanz von 2 S -1 U – 4 N, die durch die 9 Punkte an den drei letzten Spieltagen mit dem Erreichen der CL „übertüncht“ wurden.
In dieser Saison hat sich das wahre Leistungsvermögen gezeigt mit konstant wechselnden Leistungen, die den aktuellen Durchschnitt der Gladbacher deutlich widerspiegeln. Einer guten 2/3 – Hinrunde folgte ein schwarzer Dezember, ein super Januar und seitdem tiefste Finsternis. Grauzonen in der Performance sucht man vergebens. Es gibt nur Schwarz oder Weiß. Insgesamt hat man es nie geschafft in dieser Saison nach einer Niederlage einen Sieg zu landen.
Für mich gibt es fünf wesentliche Mängel im Gladbacher Spiel, die Rose nicht beheben konnte:
1.) Fehlender Körperkontakt und Gegnerorientierung im letzten Drittel – egal, ob bei Standards oder aus dem Spiel heraus.
2.) Die Manndecker dribbeln zu wenig an, um Tiefe ins Spiel zu bringen. Das stilistische Mittel Neuhaus neben die IVer fallen zu lassen, um von dort das Spiel zu eröffnen, führt zu einer Unterzahl im Mittelfeld und verschafft dem Gegner Räume bei Ballverlust. Zumal sich die Viererkette grundsätzlich nicht fallen lässt, sondern immer hoch steht.
Woraus sich 3,) ergibt: Keine Balance zwischen Pressing und ballrorientiertem Verschieben.
4.) Keine Lösungen gegen tiefstehende Gegner.
5.) Hohe Anfälligkeit bei Ballverlust und gegnerischem Umschalten.

Mein Fazit zu Roses Zeit in MG lautet deshalb: Er hat die Qualität des Gladbacher Spiels nicht erhöht, sondern stagniert seit letztem Frühjahr mit deutlicher Abwärtstendenz seit Anfang Dezember. Und klares NEIN; es hat nichts mit Roses Wechsel nach Dortmund zu tun.

AG 18. März 2021 um 17:25

Volle Zustimmung zum letzten Punkt 🙂
Ich denke nicht, dass Gladbach letzte Saison überperformt hat, oder zumindest ist mir nicht klar, wo. Nach Schüssen jedenfalls nicht, ihre xG-Differenz entspricht etwa der Tordifferenz (+23.9 vs. +26, zwei Gegentore weniger als erwartet), und nach xG-Differenz wären sie sogar das drittbeste Team gewesen (nach Bayern und Leipzig, vor dem BVB). Ich bleibe da bei meinem vorigen Kommentar.

schwerti 18. März 2021 um 18:04

Ich meinte „überperformt“ im Vergleich zu dieser Saison. Oder einfacher ausgedrückt: Sie konnten das Niveau der ersten 24 Spieltage der Saison 19/20 nicht konservieren bzw. darauf weiter aufbauen.
Die xG-Werte kenne ich natürlich auch. Das war verdammt effizient.
Trotzdem schade, dass die Konstanz so drastisch flöten gegangen ist.

Taktik-Ignorant 19. März 2021 um 18:03

Unter Hecking war das Muster, dass Gladbach sich in der Hinrunde eine gute Ausgangsposition verschafft und dann in der Rückrunde stark nachlässt. In der vergangenen Saison hat Gladbach mehr Konstanz gezeigt; diese Saison ist die Belastung einfach deutlich höher gewesen, wegen der Champions League. Das ist gegenüber dem bloßen Bundesliga-Alltag wegen der Intensität der UEFA-Wettbewerbe und gerade der CL schon mehr als eine Doppelbelastung. Und dafür reicht die Qualität des Gladbacher Kaders in der Spitze nicht.

schwerti 19. März 2021 um 20:03

Die Reisestrapazen und die zusätzlichen Spiele sind natürlich ein weiterer wesentlicher Aspekt.

Ergänzend zur mangelnden Kadertiefe:
Der Kader hatte zwar keine Abgänge, aber Lazaro und Zakaria waren zwei bzw. acht Monate mit Verletzungen draußen, wobei Zakaria immer noch nicht zu alter Stärke gefunden hat. Hannes Wolf sucht nach seiner einjährigen Auszeit wegen des Beinbruchs auch immer noch seinen Spielrhythmus und wirkt durch mangelnde Physis und aufgrund spieltaktischer Defizite noch immer wie ein Fremdkörper, obwohl er jedes Spiel Spielzeit hatte.
Die aktuellen xG-Werte drücken das wesentliche Problem aus: Gladbach liegt tormäßig im Soll, kassiert aber zu viele Gegentore. Dieses Defizit hat Rose nicht beheben können. Es fehlt nicht an Torgefährlichkeit, sondern an defensiver Stabilität. Also das Wesentliche, um zumindest ein Spiel nicht zu verlieren.


PeterVincent 15. März 2021 um 16:30

Mein Eindruck ist, dass das spielerische Niveau in der Spitze (CL) abgenommen hat. Bayern, Real, Barca, Juve und Atleti halte ich für schwächer, als zu ihren Peak-Zeiten in den 2010er-Jahren. Auf der anderen Seite sind Pool, City und PSG stärker geworden. Welche Mannschaften siehst Du in diesem Jahrzehnt in der Spitze und wie schätzt du deren Stil und Qualität im Vergleich zu den 2010ern ein?

Gruß
PeterVincent


Johannes Buchholz 15. März 2021 um 15:43

Was muss Gisdol verändern, um das Offensivspiel des FC zu beleben? Gibt der Kader überhaupt sinnvolle Alternativen zur bisherigen Marschroute her? (Stichwort Stürmerproblem)


[email protected] 15. März 2021 um 14:53

Wann ist endlich dein erster Auftritt bei Sport1? 😉


tobit 15. März 2021 um 13:20

Maxi Meyer ist zurück in der Bundesliga. Traust du ihm nochmal das höchste Niveau zu? Und wenn ja eher auf der Zehn oder eher auf der Sechs?

Wieso spielt Dahoud beim BVB plötzlich so gut und sicher wie noch nie?

Tuchels Start bei Chelsea

tobit 15. März 2021 um 13:58

Oh, bei Tuchel natürlich auch gerne deine Meinung zu seinen Aussagen über Havertz. Er sieht ihn ja sowohl auf der Zehn, als auch auf der Neun – Hauptsache vor dem Ball und zwischen den Linien.


Mostiu 15. März 2021 um 11:47

Als Fan des BVB interessiert mich vor allem folgendes Thema:

Ein Blick in die Glaskugel: Die Taktische Ausrichtung des BVB unter Rose – Welches System bietet sich mit dem vorhandenen Kader an? Welche Spieler(-typen) sollten noch verpflichtet werden? Welche Spieler könnten durch Rose aufblühen?

Wäre cool, wenn du deine Meinung hierzu mit uns teilen könntest. Danke!

Stefan Tee 15. März 2021 um 19:59

Warum bekommt Moukoko so wenig Einsatzzeit? Seine Leistungen schienen doch immer gut zu sein?

Ist Morey stärker geworden oder hat er keine Komkurenz auf seiner Position?

Mir erscheint, dass Terzic seinen Leistungsträgern zu wenig Pause gibt. Ich finde es wird weniger gewechselt, als es die englischen Wochen beim BVB erwarten liessen?

Früher schien es mir als würden Torhüter mehr rauslaufen (Winkel verkürzen) heute bleiben sie mehr auf der Linie (mehr Reaktionszeit) Gab es einen Wechsel? Kannst du etwas zum Torwartspiel erklären?

Glaubt Lothar wirklich er hätte Chancen beim DFB?


Alexander 15. März 2021 um 08:47

Wieso läuft es unter Terzic für den BVB jetzt besser? Und hat sich der BVB wirklich verbessert? Wenn ja, wo?