Lewandowski, Haaland, Weghorst, Silva u.a. – Das Jahr der Stürmer

Die Stürmer trumpfen in dieser Bundesliga-Saison richtig auf. Neben schwächelnden Abwehrreihen begünstigten auch taktische Veränderungen das Spiel der Angreifer.

Luca 3. März 2021 um 17:09

Was hältst du von Josh Sargent?

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[email protected] 2. März 2021 um 22:16

Uiuiui, gute Idee mit 2 Kameras, aber: alle(!) Kameras müssen exakt in der gleichen Ebene das Bild zeigen, also gleicher Winkel, gleiche Höhe.

Gemeinhin wird auch der Blick in die Richtung der aktiven Kamera gewendet, d.h. du brauchst 2 Prompter/Laptops mit Text/Stichworten.

Während der Aufzeichnung entscheidest du durch Blickwechsel, wann der Schnitt kommt. Der Schnitt sollte also vor der Aufzeichnung schon im Skript/Stichworten stehen, damit du eine kurze Sprechpause einlegst und ruhig den Blick in die nächste Kamera wendest.

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[email protected] 2. März 2021 um 22:50

Ist aber das Zocken an der Abseitslinie nicht schon immer ein vom Stürmer kontrolliertes Ereignis gewesen, wo der Stürmer den Laufweg startet, bevor der Pass kommt?

So ein Haaland sieht ja dann schlecht aus, wenn das Zocken an sich ausfällt, weil die Abwehrreihe nicht hoch steht. Der Trend zum hoch verteidigen ist da aus meiner Sicht schon ein wichtiger Baustein, warum schnelle Sturmreihen so glänzen.

Andersherum sieht so ein Sturm gegen eher defensiv spielende Teams dann auch gar nicht mehr so gut aus, siehe einige Zu-Null-Spiele offensiv vom BVB. Da wird man 2 bis 3 mal abgekontert und steht sonst so tief mit der letzten Reihe, dass ein Überlaufen nicht funktioniert. Ab Mittelfeld geht man dem Aufbau vom BVB aber so auf den Sack, dass tiefe Vertikalpässe nur selten gespielt werden können und die Abnehmer in Schlagdistanz zur gegnerischen Abwehr werden oft manngedeckt, so dass sie nicht drehen und lossprinten können.

Der BVB ist nicht sehr offensivstabil, auch wenn Haaland spielt.

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PeterVincent 6. März 2021 um 17:34

„So ein Haaland sieht ja dann schlecht aus, wenn das Zocken an sich ausfällt, weil die Abwehrreihe nicht hoch steht. Der Trend zum hoch verteidigen ist da aus meiner Sicht schon ein wichtiger Baustein, warum schnelle Sturmreihen so glänzen.“

Kann man in der Bundesliga wirklich von einem Trend der hohen Abwehrreihe sprechen?

Bei Bayern sieht man diese hohe Abwehrreihe und Neuer als Libero deutlich. Aber für die anderen Mannschaften sehe ich das nicht so klar. Wenn ich mal Nicht-Bayern-Spiele schaue, erscheint mir in der BuLi aber eher Busparken und Kontern angesagt zu sein. Gut, ich bin aber auch geschädigt durch Werder-Spiele. Gibt es dazu eine Statistik oder beruht deine Aussage auf Beobachtungen?

Wäre ja schon mal interessant, Mannschaften (auch aus unterschiedlichen Ligen) im Hinblick auf die Höhe der Abwehrreihe vergleichen zu können.

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[email protected] 8. März 2021 um 09:40

Na ja, da wo wirklich Raum ist, ist dann, wenn der Gegner im Angriff ist und dann logischerweise auch die Abwehrreihe hinterherschiebt. Gerade dann hat Haaland die Abwehrreihe gerne überlaufen.

Die meisten Tore scheinen aber klassische Mittelstürmer-Tore von ihm zu sein, wo er im 16er nah am Tor wartet auf ein Zuspiel – aber da kommt dieses Anzeigen/Dirigieren, was im Artikel beschrieben wurde, ja gerade nicht zur Anwendung, wo der Stürmer der Lenker des Spiels wäre.

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CE 3. März 2021 um 15:03

Muss nicht sein, gerade bei YouTube. Hier wird das gut erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=dCB1fs2N010&ab_channel=BrandonLi

Plus: Ich habe keinen Prompter oder Skript. Aus meiner Sicht gibt es schon viel zu viele Ableser. Da braucht es die nicht auch noch online.

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[email protected] 3. März 2021 um 21:11

Du hast aber verschiedene Kamerahöhen und damit andere Winkel. Das hopst beim Schnitt. Schau mal ein alternatives Video mit Schnitt an: https://www.youtube.com/watch?v=Sfa5AcNSBqg

Das sieht weniger hopsend aus, denn die Kameras sind beide auf gleicher Höhe montiert und filmen horizontal auf den Sprecher.

Bei Interviews guckt klassischerweise der Interviewte nicht in die verschiedenen Kameras, sondern hält seinen Blick auf den Interviewer. Das ist auch eine Möglichkeit, wie du es machen kannst, dann kannst du alles im Nachhinein beim Schnitt entscheiden.

Mindestens aber die Kamerahöhe würde ich korrigieren. Das wirkt wirklich viel ruhiger beim Schnitt.

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tobit 7. März 2021 um 17:31

Mir wäre ja eine konstante Farbe/Kontrast zwischen den verschiedenen Winkeln am wichtigsten.

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PeterVIncent 2. März 2021 um 13:12

Mittlere Anzahl an Toren der Top-5-Stürmer:
2020/21 (23 Spiele): 18.2. 2019/20: Mittel: 22. 2018/19: Mittel: 18.2. 2017/18: Mittel: 17.2. 2016/17: Mittel: 24.6. 2015/16: Mittel: 21.4.

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, stehen die Top-Stürmer quantitativ in dieser Saison ganz gut da. Würde aber tippen, dass 2016/2017 nicht übertroffen wird. Gut, da hatte man neben Lewy, Auba, Werner auch noch
Modeste mit der Saison seines Lebens und einen soliden Gomez.

Zum Spielerischen:
Der Laufweg bestimmt (dominiert) i.d.R. den Pass. Mir ist nicht aufgefallen, dass die Top-Stürmer in vorherigen Saisons deutlich passiver gewesen wären. Wenn man Dominanz als Frage auslegt, wie man Großchancen erspielen will, würde ich eher bei den Spielern vor der Abschlussaktion (Torschuss) ansetzen. Kimmich fällt u. a. auf, weil er so präzise Bälle auf die Stürmer spielen kann. Bei Werder ist Augustinson der beste Passgeber, beim BVB Guerreiro. James war bei Bayern am besten, wenn er etwas tiefer (ZM statt 10) gespielt hat. Neben der individuellen Qualität liegt das auch an der versperrten Zentrale (10er-Raum) und der fehlenden Qualität der Außenstürmer. Auf den offensiven Halbpositionen haben die Spieler etwas mehr Raum und Zeit als im 10er-Raum und Pässe/Flanken gefährlicher als von der Grundlinie.

Für Ballbesitz-Mannschaften sind für mich daher gute Passgeber im Halbraum die dominanten Spieler. Glücklich ist, wer Spieler wie Kimmich, Augustinson, Guerreiro, Kroos, Modric, de Bruyne oder James in diesen Räumen hat. Neu ist für mich daher eher, dass nicht mehr die Außenstürmer (Messi, Ronaldo, Ribery, Robben) dominieren, sondern die Passgeber aus den offensiven Halbräumen. Zur Einschränkung muss ich sagen, dass mein Blickfeld sehr eng ist (Top-Ballbesitzmannschaften) und man als Gegenargument Liverpool (Salah, Mane) und Paris (Neymar, Mbappe) nennen kann.

BTW kleines Feedback zur zusätzlichen Kameraeinstellung: Ich finde es eher verwirrend, wenn mich jemand beim Reden nicht „anguckt“ und das Bild oft hin und her springt.

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AG 2. März 2021 um 21:20

Zum ersten Punkt würde ich zu bedenken geben, dass diese Saison sehr viele Elfmeter gegeben werden (hat was mit dem VAR und dessen Regularien zu tun). Deshalb solltest Du für diese Statistik die Elfmeter rausrechnen. Damit ergeben sich folgende Zahlen:
20/21 aktuell 15.0 Tore/Stürmer im Schnitt (auf dem Weg zu 22.2 Tore / 34 Spiele) — übrigens xG ohne Elfmeter von nur 11.3
19/20 19.4 Tore/Stürmer, bei nicht-11er xG von 14.1
18/19 16.8 Tore/Stürmer, bei npxG von 14.4
17/18 14.8 Tore/Stürmer, bei npxG von 12.6
16/17 21.8 Tore/Stürmer (Aubemeyang! Modeste! Lewandowski jedes Jahr!)
15/16 18.6 Tore/Stümer
Was lernen wir daraus? 1. Lewandowski ist verdammt gut, und war lange eigentlich unterschätzt – jahrelang Torschützenkönig der Bundesliga, und erst die letzten Jahre überperformt er xG (dafür sehr stark). 2. Die Saison 16/17 war außergewöhnlich, und die aktuelle könnte sogar noch mehr Tore für die Topstürmer geben.

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