Bayern München & Dayot Upamecano – Eine Einschätzung zum Transfer

Bayern München setzt das erste Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt. Zur neuen Saison kommt Innenverteidiger Dayot Upamecano von RB Leipzig. Eine Verpflichtung, die in mehrerlei Hinsicht passt.

PeterVincent 15. Februar 2021 um 14:27

Ob das Duo Lucas-Upa so vielversprechend ist, halte ich zumindest für nicht ganz so klar. Beide verteidigen aggressiv nach vorne. Aus meiner Erfahrung ist ein IV-Paar mit komplementären Eigenschaften besser, z. B. Hummels (nach vorne) und Boa (Tiefenabsicherung), D. Luiz und T. Silva, Ramos und Varane. Mich würde daher nicht wundern, wenn Upa-Süle/Pavard gut harmonieren.

Lucas und Upa können beide mit Ball am Fuß die erste Pressinglinie überlaufen. Erfolgsstabil scheint mir das insbesondere bei Upa aber nicht zu sein und auch bei Lucas habe ich da eher hektische Aktionen im Kopf. Allgemein würde ich das Laufen als risikoreicher einstufen, als ein das Passspiel. Von den Innenverteidigern bei Bayern (exklusiv Alaba und Boa) würde ich da Pavard prinzipiell am besten in der Spieleröffnung sehen. Nianzou kann ich allerdings noch nicht einschätzen.

Interessant ist die Idee mit der Dreierkette. Ich bin allerdings eher ein Fan des DMs, der sich bei Bedarf fallen lässt. Vielleicht könnte Nianzou das spielen. Wie dem auch sei, dürfte Upa nun für die nächsten Jahre als Fixpunkt geplant sein und da würde ich fast Süle, Pavard und Nianzou als passendere Partner in IV sehen, als Lucas. Ein „Happy-End“ des teuersten Bayern-Tranfers sehe ich jedenfalls trotz Abgängen von Alaba und Boa, sowie Upa als potentiellen neuen Partner nicht.

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Irenicus 16. Februar 2021 um 00:40

„Lucas und Upa können beide mit Ball am Fuß die erste Pressinglinie überlaufen. Erfolgsstabil scheint mir das insbesondere bei Upa aber nicht zu sein.“

Wie auch immer du darauf kommst. Das ist sogar sehr erfolgsstabil. Ich kann mich an kein Gegentor auf Grund eines seiner Dribblings erinnern.

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PeterVIncent 16. Februar 2021 um 20:23

Zugegeben gucke ich RBL nicht sehr oft. Mein Eindruck mag täuschen. Ich würde erfolgsstabil aber auch nicht an direkten Gegentoren, sondern an Ballverlusten bzw. unsauberen Folgeaktionen messen. Aber die Kritik möchte ich auch nicht zu hoch hängen. Ein Trainer kann anweisen, weniger Risiko zu gehen und Upa ist auch noch relativ jung. Wenn Upa das Maß (irgendwo zw. Lucio, Hummels und Süle) findet, wäre ich zufrieden.

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PeterVicent 16. Februar 2021 um 21:54

Vielleicht schaue ich ja zufällig immer die „falschen“ RBL-Spiele, aber der Upa der 1 HZ gg. Pool steht für mich sinnbildlich für dessen Schwächen. Allgemein gehört er für mich zu den Spielertypen, die aufgrund ihrer plakativen Art (im positiven dann Wucht, Geschwindigkeit, Zweikampf) öffentlich eher zu gut bewertet werden. Bin gespannt, ob er seine Fehler abstellen/minimieren kann.

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Koom 17. Februar 2021 um 17:02

Naja, du kannst einem wilden Pferd häufig beibringen sich zu zügeln. Aber einer Schnecke wirst du keine wilden Sturmläufe beibringen können. Das ist jetzt mega-einfach gesagt. Worauf ich damit hinaus will: Ob jetzt Lucio, Boateng, und viele andere Verteidiger: Die hatten alle eine Phase, wo sie wild nach vorne stürmten und nach hinten den Job vernachlässigten. Wenn sie dann aber mal einen Trainer hatten, der ihnen das beibrachte und die Offensivläufe in einen vernünftigen Kontext zu bringen, dann wirds halt pures Gold.

Aber grundsätzlich hab ich auch nichts gegen Verteidiger, die einfach nur hinten unsagbar stabil sind.

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